Der endlose Weg, Noman aus Sibirien. Von I. O x e n h a m. Autorisiert — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) 13 . Mer Teufels paß fordert sein erstes Opfer und «in Kosakensergeant ahnt kommende Ereignisse. Kattnka schrie auf, als sie die toten Wölfe sah und- Derbara ihr Gesichtchen in ihres Vaters Rock, und Kana erschauderte, Gott dankend für ihre Rettung, als sie an den blanken Knochen des armen Pferdes vorbeikamen. Der Weg war nicht so schwierig, wie Stepan gefürchtet hatte; der Schnee war hart geworden und selbst die ttefen Schneewehen an den Wegkrümmungen konnten sie passieren, ohne allzutief einzusinken. Die Sonne leuchtete froh und hell, wenn sre auch keine Wärme spendete, und die frische Luft tat ihnen wohl nach dem langen Einaesper»tsem, so kalt sie auch war. Mehr noch. Sie wirkte belebend auch auf daS Pferd, das so mager geworden war, daß ihm die Rippen hervorstanden, nnb sie konnten die Kinder auf den Sattel setzen, während sie selbst zu beiden Seiten einherschritten. Doch Stepan und Katta und das Pferd, unbeschreiblich -geschwächt durch Mangel an Nahrung, waren alle froh, als sie Tschernsk erreichten, noch ehe der Abend angebrochen "^'Stepan hielt es für wichtig, sich sofort im Polizei- bureau zu melden, denn er kannte Danoff. Erne Schar von Dörflern begleitete ihn und die Seinen dorthin, denn wie ein Lauffeuer hatte sich die Kunde von den Ein geschneiten im Dorf verbreitet. „Was soll das heißen?" rief Danoff, als er Stepan sah. „Ihr habt kein Recht, hier in Tschernsk zu fern!" „Wir konnten nicht anders als nach Tschernsk kommen, Exzellenz!"' „Weshalb?" „ . t „Wir sind achtundzwanzig Tage lang droben rn den Hügeln eingeschneit gewesen;" — und Rufe des Erstaunens rmd Schreckens wurden unter den Umstehenden laut. „Achtundzwanzig Tage! Und dein Paß schreibt ausdrücklich vor, daß zehn Tage — —" Da erstaunte selbst Stepan. Selbst er wußte noch nicht, wie engherzig und gefährlich ein Mann beschränkten Sinnes sein kann, wenn dieser Mann ein Beamter in Amt und Würden ist und sich streng und gedankenlos an den Buchstaben des Gesetzes hält... „Es gibt Mächte, -Exzellenz, die noch stärker sind als der Wille seiner EWellenz Paschkin —" begann Stepan. „Du bist unverschämt, mein Freund," sagte Danoff Ärgerlich. „Mer wir waren doch eingeschneit, Exzellenz, und konnten weder vorwärts noch rückwärts." „Daran hättest du vorher denken sollen. Du hattest kein Recht, dich einschneien zu lassen." „Letzte Nacht," berichtete Stepan, um das gefährlich« Gespräch auf ein anderes Thema überzulenken, ,,wurd«tz wir von Wölfen überfallen. Ich habe elf Wölfe gebotest. Sie liegen oben bei unserem Wagen nahe der Paßstraße." „Elf Wölfe!" rief ein Bauer. „Ah —^ das sind fünf« und fünfzig Rubel!" Denn damals zahlte der Staat ein« Prämie von fünf Rubeln für jeden Wolfskopf. „Schön," sagte Danoff. „Du kannst irgend jemand hin- schicken und mir die Wolfs köpfe holen lassen. Hier i» Tschernsk jedoch darfst du nicht bleiben, wie du ganz germv weißt. Du mußt sofort Weiterreisen." Stepan starrte ihn in maßlosem .Erstaunen an. „Heute nacht noch, Exzellenz?" „Sofort. Du hast deine zehn Tage in Tschernsk bereitZ verbracht, und dein Paß sagt ausdrücklich, daß du dich unter keiner Bedingung und aus keinem Anlaß an irgendeinem Ort länger als zehn Tage anfhalten darfst." „Mer ich war doch'fort fett jenen zehn Tagen, Exzellenz !" „Gleichviel. Bleibst du hier heute nacht, so bist du $*31 elften Tag hier. Ist das nicht etwa so?" „Nicht ganz elf Tage, Exzellenz." „Elf Tage sind elf Tage." „Mit allem Respekt, Exzellenz, aber einer derartigen Auffassung des Wortlauts meines Passes bin ich noch nicht begegnet. Man nahm überall an, daß nur der ununterbrochene Aufenthalt nicht länger als zehn Tage dauern durfte." „Das geht mich nichts an. Was kümmert es- mich, was andere tun! Sie mögen ihre Köpfe in die Schlinge stecken, wenn es ihnen beliebt. Ich tue das nicht. Du mußt sofort abreisen, Stepan Jwanowitsch!" „Dann werde ich mein Weib und meine Kinder hier im Dorfwirtshaus lassen. Sie können rmr in den nächsten Tagen folgen. Wir alle sind beinahe verhungert." „Dagegen habe ich nichts." „Wir gehen mit dir, Stepan,-" sagte Katta mutig; doch der Wille war stärker bei ihr als die Kraft, denn sie konnte sich kaum auf den Füßen halten — kein Wunder .nach diesen achtundzwanzig Tagen der Entbehrungen und» der Augst. Blaß und gebrechlich sah sie im Lampenlicht aus. „Du bleibst, Katia," sagte Stepan befehlend und wollte noch einmal versuchen, wenigstens etwas günstigere Bedingungen von Danoff zu erhalten, als die Dinge etrrL ganz andere Wendung nahmen. . . „Das ist Iwan Tsilkas Sattel, den du da auf deinem Pferde hast!" rief der alte Kosakensergeant, der sich Pferd und Sattel sorgfälttg angesehen hatte. „Er gehört . Iwan Tsilka von Drem. Ich erkenne ihn an den Steigbügeln uns StabMnallen." 818 „Wie kommst du KU diesem Sattel?" fragte streug ? Kapitän Danosf, der ein Verbrechen witterte. Stepan erklärte ss. „Hm. Die Sache muß untersucht werden, _ entschied Danosf. „Bis das geschehen ift, muß, ich drch chrer behalten. Stepan lächelte innerlich. „Wie Exzellenz! befehlen, sagte er. „Die Sache mit dem Sattel verhält sich genau ' Aber^es sthwante „Seiner ExFeltenz" plötzlich, daß er ia selbst gegen Paschkins Vorschriften verstoßen wurde, wenn er Stepan Jline in Hast behielt. Er fluchte innerlich und Liß sich ärgerlich aus die Lippen. Er dachte nicht daran, sich dieser Gefahr austzüsetzeü: der Polizeimensch rn ihm empörte sich jedoch gegen den Gedanken, einen Mann lausen m lassen, der möglicherweise ein Verbrechen begangen haben kormte. Nach langem Nachdenken fand er eredlich den salomonischen Ausweg, Stepan zwar in Haft zu n^rnen, ihn aber nicht in Tschernsk sondern in einem fünf Meilen entfernten Dorfe einzusperren! Katia wollte unter allen Urnständen mitgehen und Stepan wehrte sich energisch dagegen. Schließlich erlaubte aber Danosf, daß Stepan einen Schlitten mieten durste, und so machten sie sich alle zusammen auf den Weg, eskortiert von dem alten Kosakensergeant. Die Bauern hatten den Schlitten mit Nahrungsmitteln bepackt, ohne eine Kopeke Bezahlung dafür armehmen zu wollen, und ' ich gerne bereit erklärt, nicht nur für sein Pferd zu sorgen, ! ändern auch das Haus auf Rädern nach Tschernsk zu 'Hassen, sobald es die Witterung erlauben würde. Schlief Stepan auch in jener Nacht hinter Schloß und Riegel, so schlief er doch besser als seit langer Zeit. Denn Katta und die Kinder waren gut aufgehoben, ttr einem Hause ganz in der Nähe und verfügten über Geld genug, um an nichts Mangel zu leiden. Er selbst hatte so viel gegessen, daß er das Gefühl hatte, sich für den ausgestandenen Hunger schon einigermaßen entschädigt zu haben. Die Geschichte mit dem Sattel machte ihm nicht das geringste Kopfzerbrechen, denn er war ja unschuldig und dre Sache mußte sich bald genug aufN'ären. Der Kosak, der als Gefängniswärter fungierte, erlaubte, als er ihm klüglich einige Rubelscheine in die Hand gedrückt hatte, daß Katia und die Kinder ihn täglich beuchen durften, urrd gestattete auch, daß ihm das Essen ns Gefängnis gebracht wurde. ^ ^ So ging es ihnen allen gut und fte reuten sich der Ruhetage, wenn diese Ruhe auch unfreiwillig war. Nach Ablauf von zehn Tagen jedoch „sandte Kapitän Danosf, dessen gewissenhafte Seele sich Sünden gefürchtet hätte, einen Befehl nicht buchstäblich zu vollziehen, zwei. Kosaken, die Stepan Jline nach einem andern Dorf transportieren mußteii. Wieder gingen Katta und die Kinder mit Und als weitere zehn Tage verstrichen waren, wurde er auf gleiche Weise nach eineni dritten Dorfe gebracht. So fürchtete in Sibirien selbst ein Polizeikapitän den allmachttgen' Paschttn! Nachdem auch diese zehn Tage vergangen waren, kam ein Kosak geritten, der den Befehl Danofss uberbrachte, Stepan in Freiheit zu setzen. Gouverneur Tatukoff hatte sich dahin entschieden. Außerdem war die Affäre mit dem Sattel im Sande verlaufen, beim Iwan Tsilka von Drem war lebendig und befand sich wohl, obgleich mmus eines Grauschimmels. Die Geschichte mit den Wölfen konnte ja stimmen, denn die Bauern von Tschernsk hatten „Seiner Exzellenz" die Köpfe von elf Wölfen gebracht. (Die Prämie von sünsundsünfzig Rubeln erhielt Stepan übrigens niemals ) Stepan war also wieder ein freier Mmrn. Danosf ließ ihil jedoch in aller Forni daran erinnern, daß er zehn Tage im Gefängnis dieses Dorfes gewesen und daß es deshalb höchste Zeit für ihn sei, sich aus dem Staube zu machen — eine Mahnung, der Stepan mit frohem Harzen sofort folgte. Er legte kein besonderes Gewicht darauf, länger als notwendig war, in Kapitän Dcmosss Machtbereich zu bleiben... , . , Sie hatten Geld, übrig genug Geld. In einigen Wochen kam der Frühling, und damr konnten sie ihr Haus wieder ans Räder setzen statt der Schlittenkufen und froh dahin- Von Katta hatte er erfahren, daß es den guten Menschen von Tschernsk gelungen war, ihren Wagen von der Paßhöhe herab ins Städtchen zu schaffen und daß er nur von seinem Eiaeistum Besitz zu nehmen brauchte. Er machte sich sofort auf den Weg! nach Tschernsk. * Die furchtbaren Zeiten im Schnee rind die Angst, die sie um Stepan hatte ausstehen müssen, hätten Kattas Gesundheit schwer zugesetzt und noch am gleichen Tag, an dem sie nach Tschernsk ausbrachen, wurde sie krank und phantasierte im Fieber. Schon lange hatte sie sich nicht wohl gefühlt, sich aber nichts merken lassen wollen, um Stepan rächt zu beunruhigen. Nun kaur der Zusaunnenbruch mit einem. ^ Ns sie in einer gemieteten Telega nach Tschernsk fuhren und in der Ferne die Häuser des Städtchens aus- tauchten, packte sie Stepans Arrn lsv plötzlich und mit so eisernem Griff, daß er entsetzt auffuhr und beinahe Sitz gefallen wäre. vom * „Die Wölfe!" schrie sie mit heiserer Stimme. „Horst du sie nicht, Stepan? Sie kommen! Da sind sie, StePcutt werden uns niederreißen und zerfetzen wie den Schimmel? Entsetzt starrte er sie an urrd sah, daß ans ihren blassen Wangen hochrote Flecke glühten und ein unheimliches Feuer in den An gen loderte. „Hier sind keine Wölfe, Dnschenka," sagte er leise und tröstend, aber mit eisiger Furcht inr Herzen, denn er ahnte, daß Katta eine schwerkranke Frau war. „Ich höre sie!" schrie sie wieder. „Sie kommen, Stepan sie — mein Gott, Stepaii — " und sie sank wie ein ülsloses Bündel auf den Boden der Telega nieder und /chlang den Arm um Katta und drückte den kleinen Stepan an ihre Brust. Der Mann aber peitschte aus die Pferde ein, denn mne furchtbare Angst hatte ihn gepackt unb er kam sich hilflos vor wie ein Kind. , . ., _ , . „Wenn die Wölfe kommen, tote ich sie wie ich es tat oben aus der Paßstraße," murmelte er, nur sie zii beruhigen, und sagte gen Tschernsk. ^ . „Schneller, Stepan, schneller!" schrie Katta. (.Fortsetzung folgt.) Auf Tod und Leben. j Von Käpüänleutnant Carl Christiansen*. Schräg nach Land zu ist die Einfahrt zur Mauscüucht, einig* Kilometer nördlich von Tanga. Indem nur fast das ^.otsenboot ^reicht haben hat sich der feindliche Kreuzer mü leruer weüüüer- legMen Geschlw'indig'keit erheblich gMäheft. Die deutsche Flagge ist sieben aut unseren! Schiff gesetzt, da blitzt beim Kreuzer draußen! L mst^S« 2- Ter Lz b>nnt. DiMipf Mit der Donner durch den sonst so friedlichen Twpennrorgen. Mehrere hmldert Meter Unter uiis der Auffchllag. Es sollte vom Engländer wohl das Zeichen sein, beizudreheu oder unsere Fahtt zu verringern; imr denken aber gar nicht daran. Eine Lalve folgt dem ersten Schutz, alle Auffchläge liegen M kurz. Ein schneller Entschluß muß.Nun gefaßt werden. Es gibt zwei MögLichVeiten: Enüoeder mü der Fahrt hermüerge.hen, brn Lotsen an Bord nehmen, um den nur noch sechs Leeinmlen ent> sernten Hasen mi Tanga zu erreichpir, oder mü schütter Weudnnjg ohne Fähttverminderung Zuflucht in der nahen Mansabncht suchen.. Tie Aussicht besteht dann, daß der, feindlrck^ Kr«izer Nicht Mi« weiteres folgen kann und unser Schiß durch, Beftenken ans flachem Wasser vor gänzlicher Zerstörung bewahtt wrrd. Da im ersteren Fall beim Stoppm, um den Lotsen an Bord zu nehmen, der Feind in günstige Feuerentfermmg wmnü, wird der letztere Auslveg gewählt. Ganz dicht braust unser Lchfff am Lotsei^ boot vorbei. In demselben befinden sich Kapitan Lchade von der; Teutsch-Ostafrikalinie und Herr Memel, Vertreter der genannten Schiffsreederei in Tanga. Qhäe bisher ehteit Treffer erhalten zu haben, paisteren wrr nach einigen Minuten die EinfaUt zur Mansabucht Eine Land- Wnge entzieht uns den Blickeri des s^ndlichm Kreuzers. Er stellt vorläufig das Feuern ein. Unsere AusMeLpiosten in berdett Masten melden lauserw die Bewegungen des Verfolgers. Wir fahren setzt mit Nordkurs und unverminderter Geschwnidigkeü w her langgestreckten MansabuD im Schutze der Landzmrge dahrn. Auf diese Art pässieven wir aus Gegenkurs den mzwrschm als „Hyazinth" erkannten englischen Kreuzer. o ,, a , .. Was wird der Feind unternehmen? er mrs bis M dre Bucht verfolgen? Man muß es .eigentlich annehmen. Ueber die * Wir sind in der Lage, aus dem irr Kürze im Verlag für Volkskunst (Rich. Keutel), Stuttgart, erschünenden Buche „Durch! — Mit Kriegsmaterial zu Lettow-Vorbeck" oöcgeu Abschnitt schon heute zu veröffentlichen. Die Probe laßt mü Bestnnnüheü crn Buch von großer Kraft erwarten. Landzunge hinweg -tarn sx höchsMs unsere decken MMpitzen scheu. Ob dieses Wvache Ziel ein geriäues Feuern von seiner Seide ermöglicht? Hoffentlich nicht! Mtt größter. Spannmig werden die nächslim Minuten erwartet. Die Entschecknng muß gleich fallen, ob wir ungestört einen Einstigen WSeMatz erreichen werben. Jetzt muß „Htiazinth" dicht vor der BuchtemfaA fern. .Feindlicher Kreuzer dreht auf Gegmkurs! nwldet der Ausgucke jwsien im Mast. Glech daraufst „Kreuzer fährt mit langsamer Tie Spannniig der letzten Minuten weicht der großen Freude, für den Augenblick außer Gefahr Au sein. Durch Las unverständliche Manöver des feindlichen Kreimers haben wir berechtigte Hoffnung, soviel Zeit AU gewimren, um einen Antervlatz auf flachs'M Wasser in der nördlichsten Ecke der Mansabucht erreichen zu können. Vom inneren Strande der Bucht löst sich ern Eingeborenen-! Kanoe und nähert sich unserer Fahrtrichtiing. Außer emrgen Schwarzen erkenne ich in dem Boot einen Schutztrilppeno ] flzret m Kakimchorm. Er winkt mit den Armen, wohl zum Zeichen, daß wir halten sollen, um ihn mr Bord zu nehmen. iffrffre.noch r min er Uilverininderte Fahrt ist ihm anscheinend unverständlich, denn er ahnt ja iiicht, daß ein feindlicher Kreuzer uns dicht auf den Fersen sitzt. Aus seinen verschiedenen Zurnseir eutnehine ich nur, daß ans der uns von der See treimendm Landzunge eme Maschtucn- gewehrkompanie in Stellung ist. Mes andere geht unter in dem Geräusch der schwer arbeitenden Viaschinen und rm Rau>chen des' aufgewühlten Wassers. Nach laufendeii Meldriugiui der Ausguckposten, fahrt der Kreuzer „Hyazinth" außerhalb der Laickzunge mit parallelem Kurs auf Mt gleicher Höhe mit uns in langsmner Fahrt nordwärts. Was mag er Vorhaben? Ich Sann es mir mcht vorstellen, daß er davonfahren wird, ohne irgendetwas zu unserer Zerstörung zu unteruehmm. Sollte ihnr vielleicht ein vor wenigen Monaten in der Schilacht bei Tanga erhaltener Denkzettel die 3Mcht verleitet haben, uns irr die Bucht zu folgen? Oder ist dre Verfolgung abgebrochen aus Angst vor einer Minensperre? Hoffen.wrr das ^ Jnzwischieu näherrr wir uns dem Ende der Bucht, die Fahrt »mrd verlangsanrt. In der rrördlichssteu Ecke der Mansabiickft Hutter einer kleinen -Erhöhung aus der Landzunge schnnt der geeignete Ankerplatz zu sein, der den besten, Schutz nach, außen bietet. Zn ganz geringer Wassertiese, das Schjiss hat kaum emen Meter Walser mrter denstBodm, rasselt der AnÄer in die Tiefe. Trotzdein keiner vmr uns weiß, was die nächsten Minuten bringen, ist! es ein schiönes Gefühl, nach der langen. rzahrt trotz- aller Hindernisse glücklich bis hierher, gekommen zu ,fern, und daß unser Schiss mit seiner ivertvollen Ladung rn einer deutschen Bucht vor Anker liegt. .. ^ „ Ich habe eben nach! beendigtem Aukermanöver die Kommandobrücke verlassen, uni eineir Funkspruch an die „KöinMerg zu -chiffrieren, als dumpfes Krachen und Heulen in der.Luft mir dm Anfang der feindliistMr Beschießung Mit chher Tentlichwtt anzeigt. Sofort an Teck geeilt, komme ich noch gerade zeitig genug, pen AufsckBag der ersten Salve etwa 70 Meter wert vom ocfaff tcp S ~ len. Es wird rocht bald Treffer geben!— ist mern erster Ge- urck wie diese iß unserem mit Munition vollbeladenen, Schiff wiiken rnüssen, brauchte ich mir nicht weiter anszumalmc. Air einer Stelle auf dem Hinterdecke stchen allem 100 Tonneir ein niederträchitiger Gedanke, daß wir hier, unmittelbar am Ziel unserer schwierigen, fast 13>000 ^Eneilen^ langen glückhaften Fahrt, noch gezwiriigen werden können, unser Schiff zu versenken -oder nrit ihn in die Lust zu stiegen. Zeit MM UeberlegeN ist nickt vorhanden. Tie zweite Salve bringt uns mehre« Treffe^ einen im Vorschiff, den ^weiterr außenoords un^Ambunker, so daß die S-Prengstücke von rnnen heraus durchs Oberdeck llisgen, So §rt mnst, gehandelt werden, um zu retten, was noch zu retten .Boderwentile öffnen, alle Räume fluten!" schallt Befehl dtwcäs Schiss und kurz darauf: „Oberschiff anzü^en nach Man! Hoffentlich haben beide Befehle erwünschte Wirkung. Ob das Wasser durch die Bvdenventile so sch>nell alle Laderäume nber- llutet daß das von oben herunterbrennende Feuer das kostbare Krimsmaterial in dm Laderäumm nicht mehr erreichen, kann? Werden wir in den nächsten Augenblicken so schilpe« Treffer er- der L-d'Mg. datz MI B-rs-nKn de» S «Sl mtn» tll? $«fe >md Al» G°i>a»r erftillm mich die nächsten langen, langen Mtnutm ... Tie sich überstürzacken -Ereigniffe in ^n folMcken Mlgm> blicken, sind sMner -wiederzugebeir. Tas Schiff erhält m kur^ep Heft eine größere Anzahl Treffer, die glücktrcheür^ff! noch!leme folafiatKit Hervorrufen. Es brennt an.mehreren stellen, Haupt kLMich durch die angezÄndÄe Decksladung. Das Feuer enüvrckelt nach Wunsch einen ungeheuren Qualm. Die geöffneten Ruhig und befouuen tut jeder Mann der Besatzung feine Pflicht auf dem ali gewiesenen Posten. Dem AusMckPöstm rm Mast wird von dem Lustdruck Mer Granate tue ftleibatng vom Leibe gerissen, an Teck werdm mehrere M die Kabine verlassen, als eine Granate von oben durchs Teck hart bei mir einschlägt. Alles brmnt. Ersensp-lrlter, brennende Holzstück.- ruck Gott weiß was, flregt um mrch herum. An Deck zurückgckehrt, finde ich meinen treuen Hund, der mach anscheinend ängstlich erwartet. Das erste. Boot hat bereits abgelegt und nähert sich denr Straicke. Unter Mrtnahme des treuen Hurckes besteige ich das letzte Boot und bringe, es sofort aus d^: Feum- richtuug heraus. Unser Dampfer hatte bis dühl.n über 20 Volltreffer CT'Ilttlt'ßU • Während das Schliss unter.schwerem Feuer liegt, haben wrr uns mit dem Boot inzwischen einige hundert Meter entfernt. Plotz- lickj wird die Beschreßnug eingestellt. In der Einnahme, daß dieses vielleicht den Wbruch der feindlichen Aktion bedeutet, gebe ich sofort Befehl, an Bord znriickzukehren, um, wenw irgend möglich das Feuer zu löschen. Wir sind bereits mff demAWege, als von derli ersten Boot, das sich näher an Land befftidet, .Lignal gegeben wird: „Feircklichstr Kreuzer erscheint rn der BnchtnnsaM! Die Begrüßung sollte auch nicht lange auf sich lmrrteir lassen. Mit alleir Kräften eilen wir jetzt denr^Lan^zu, unr das^an der Innenseite der Bucht gelegene etwa 500 Meter entfernte llfer- gelände zu erreichten. w-rdi-n. Äfebem laffm Oettfmti Ja jcrfilpffote Saratffrote ’L lt SÖSiSa ausströmen, dazu dre im Lchrff und m d« Nahe u.emerenoeu> ) ö-Amti mter - Gra naten. W ist ern wahres HölLengetose. Die ZwMngsbrüder. Boii Alfred Bratk. Wenn ich vinerr Zwillingsbruder Mte^ wörde ich alles darw> setzerr, keinen Zwillingsbruder zu l-aberr MM arck Erferluckst Herrschergelüst: nicht aus dem Wunsche heraus, der Ältere zus.em. Nein ich würde ihm gerne den Borrang überlass^.' l.ch wurde ihm phne weiteres das Recht der Erstgeburt schenken. Ohne auch nirr auf einen einzigen Löffel des berü'hmten biblischen Linsengerichtes Anspruch zu er^ben. Tas heißt: die ganze Sache fmirde mich, mrtürlrch auch rw- teressieren und erregen, tvamr wir auch äußerlich Zlmltiligsbrüder wä^en. Wenn wir einander ähnelten wie ein Er dem anderen, urcki ivenn durch den Verzicht auf die Gleichaltrigkeit auch di.ese voll- konrmene Aehnlichßeit aus der Welt geschafft toerdwr ko-rnte. ^ Im vergangenen Sommer hatte ich nämlich Gelegenheit, das Drama der Zwillmgsbruderschast aus nächster Nahe zu ltudierem Ich verbrachte einige Wocheii in dem kleinen Leebad Hornback am ^eresimd. Es war reizend und gemütlich m unserem llemen Hotel: wir bildeten eine friedfertige Familie, eine kameradschaftlich^ Gesellschaft. Tagelang wurden die Stille und das gute Einvernest- men an der Tafel, auf der Terrasse und am Strmck mich nicht durch der: leisesten - Mißton gestört. 0 _ ... „ . . Da trafen ztvei neire Gäste ern. Dre Zwillmgsbruder. Und mttt war «s mft Ruhe und Eintracht vorbei. Es waren die Brüder Jensen aus Kopenhagen. Erck urck Fvederik Jensen. Ihr übereinstimmendes Aussehen ist noch iiicht genügend charakterisiert, wenn man sagt, daß fte einander zum Derivechseln ähnlich ivaren. Erik war ganz emfach Frederrk, und Frederft war ganz einfach Erik. r . ... r Als sie angekommen wareir rmd der Mrt fte empfurg, verlangte Erik ein Ballonzimmer mit zwei Betten, währerck Frede.nk noch y , „ nflr 1 , .v... V (Ä-I.CO Art-» mrt fl „Nehme ich mcht!" erwiderte Jensen. ,^Zch Haffe Zimmer mrt ^^Aber," — Nick der Mte, dienstbereite Wirt riß die Augmr weit auf — „Sie haben doch eben.eilies mit BalMrverlangt. „Ist mir nicht im Traum eingefallen, erwckerte Zeusen strenge 'S stM WJHnen! Das tvar gewiß, mem Bruder Erik.^ feer Mk® Jensen war nUrch Frederik, ter ine Hotelballe betreten hatte, während der balkonfreundliM Erik m dm Garten gegangen war. , . Ter diplomatische Kmscherifall wurde schließlich bugel.gt, m- dem Herr -Erik Jensen an der Balkonsnte des Zimmers schief, Herr Frederik Jenstn hingegen an der Türferte. ^ Bm dem Mttageffen, als die Gäste sich im Dpeffesaal v^ sammelten, trat Herr Erfk Jerffen ein. Höflich imd korreu ANg er von Gast zu 'Gast, machte eme Arze Berbeilgiing- wid sagten "^Wir'nMm!'^ PlaE denn die Bstvipe wurde ausgettagm. — SSO — Ms das Melodische LöffelgeUaPp« gerade b-yvnnen hatte, trat Herr Frederik Jensen ein. Förmlich und gsv-sssanhaft stellte er sich jedem vor. Ms er zur Geuevalswittve Sördrnp kam, die eine etwas rechthaberische Dame ist, erhielt er die von einem scharfen Mick über den LöMvand begleitete Antwort >:„Wir kennen uns schon." ' ^ > „Sie irren," sagte er höflich. „Ich irre mich niemals," erwiderte die Genevalin böse. „Merken Sie sich das, Herr Jensen!" und sie schlürft« die Suppe mit hörbar unwilligem Schnauben. „Verzeihung, aber diesmal irren Sie trotzdem. Ich bin nämlich Fvederkk." Tie Genevalswitwe Sördrup ließ den Löffel in den Teller fallen, daß die Suppe hochspritzte. „Ich-verbitte mir Ihre Intimitäten," rief sie erbost. „Andernfalls inüßte ich 'Die einen Flegel nennen, Herr Jensen!" - Ta sprang Erik Jensen gm anderen Ende der Tafel auf: „Was .haben Sie gesagt?" Tie Generalswitwe. Zwinkerte mit den Augen, denn sie war etwas kurzsichtig. „Irr Ihnen habe ich gar nicht gesprochen," murrte sie. „Doch," beharrte Herr Erik Jensen. ,Fch fem die ganze ver- Ehrliche Gesellschaft hier Mi Zeugen dafür aufrufen, daß sie sagten: l: :Audernfalls müßte ich Sie einen Flegel nennen, Herr Jensen. Und ich bin Jensen." „Nein." „Na, erlauben Sie 'mal, ich Muß doch am besten wissen, wer W bin!" Er setzte sich ivieder, und sein Bruder setzte sich neben ihn. Tie Genmalswitwe beugte sich verblüfft vor und sagte: ^Entschuldigen Sie, aber auch ich wußte nicht, daß sie doppelt leben." Tie, Debatte war beendet. Die restliche Mahlzeit verlief ohne Zwischenfall. —- Nachmittags, als ich den einsamen Stvandweg entlang' ging, sah ich Fräulein Agda Linden, die Schiwester des Assessors Carl Linden, in Begleitung eines der Herren Jensen dahinschreiten. Einmal blieben sie stehen, und er faßte ihre Hand und streichelte sie. Ich schlug mich in die Büsche oder vielmehr in eine Sandmulde. Tenn ich bin ein diskretes Individuum. Aber meine Diskretion wäre gar nicht nötig gewesen. Tenn am nächsten Tage ging Fräulein Agda Linden rn Begleitung eines der Herren Jensen auf ihren Bruder, den Assessor Carl Linden, zu und sagte strahlend: „Lieber Carl, ich habe mich mit Herrn Erik Jensen verlobt." Und da gratulierten wir alle. Und Assessor Carl Linden Zeigte sich äußerst erfreut. Tenn seine Schwester war nicht besonders hübsch. Aber dafür war sie auch nicht mehr jung. AM nächsten Tage ging ich mit Assessor Carl Linden in den Wald. Ta erblickten wir einen Herrn und eine Dame Arm in Arm. Wir Zogen uns nicht diskret zurück, denn Assessor Carl Linden ist kein diskretes Individuum. Aber diesmal wäre die Diskretion sehr am Platze gewesen. Tenn der Herr küßte die Dame. Und die Dame ließ sich küssen. Ter Herr war Jensen. Die Dame aber war das hübsche Fräulein Sörensen. Assessor Carl Linden machte einen 'Sprung, packte Herrn Jensen am Rockkragen und gab ihm eine Backpfeife. „Verräter," rief er. „gestern verloben Sie sich mit meiner i m glücklichen Schwester, und heute küssen Sie eine andere." Herr Jensen erhob sich aus dem Moos, in das er gefallen war. „Herr," brüllte er, ,chas ist eine Unverschämtheit! Ich kenne Ihre Schwester gar nicht!" Das hübsche Fräulein Sörensen aber schrie:• ,Oh, Sie Schivrnd- ler! Und da wagen Sie es, vor 5 Minuten um meine Jpanfc mtzuhalten?" „Das war Mein Bruder," ächtzte Herr Jensen. „Was?" ... ,^Jch meine: das war Mein Bruder, der sich gestern Mit Fräulein Linden verlobt hat. Ich bin nämlich Frederik . . „Entschuldigen Sie." sagte Assessor Carl Linden. „Verzeih meine Heftigkeit," sagte das hübsche Fräulein Sö- «nsen. „Ich empfehle nüch," sägte ich Und ich ging zur Post uM> gab ein Telegramm ans: Erik Md Frederik Jensen. Bitte sofort nach KolLnhagen kommen. Haupttreffer gemacht. Firma Jensen. Tann ging ich an den Strand, legte mich in die Sonne und Wies. Ms ich zum Abendessen ins Hotel feit, waren Erik und Frederik Jensen, Assessor Carl Linden, Fräulein Agda Linden und das hübsche Fräulein Sörensen abgereist. dkm nächsten Morgen zog wieder tiefer Friede in unsere kleine Gesellschaft ein, An der Türe des Hotels aber lag eine Tafel Mit der Ausschrift: „Zwillingsbrüdern ist der Eintritt verboten!" Niemand wußte^ 'wer die Tafel verfertigt Und hittgehangt hatte. Tenn ich bin em diskretes Jndividimm. VMrttsG LtzoniV Andrejew, Das Joch des KriegßS^ Europäische Bücher, Max Rascher, Verlag. Zürich?. Der gleiche. Verlag, in dem Henri Barbusse: Das Feuer erschien, bringt in diesem Buche das 'Kriegserleben Mn russischer Seite gesehen. LeonW Andvejew, dessen Name guten Klang hat, zeigt in dem Kriegstag«« buch eines kleinen Petersburger Bankbeamten, das am 23. August 1914 beginnt und mit dem 1. Oktober 1916 schließt, also tag Ereignisse der großen .russischen Revolutiomnoch nicht umfaßt, wir die Kriegspsychose einen stillen strebsamen Mormalmenschen völl^ aus der Bahn wirft und ihn beinahe zum Selbstmord führte lTiefe ^lNormckünensch ist ikein großer Geist und kein aufrechter heroischer Charakter, er ist ein wenig Pedant, aber ein liebevolles Familienvater, dessen ganzer A'chkult den Gemeinmteressen ab* lehnend gegenüber steht, um die Familieninteressen um so mehr zu pflegen. Gerade von diesem Standprmkte ans gewinnt dass Erlebnis Krieg, das sich für ihn nicht aus den Zeitungen spiegelt, sondern nur aus Reflexen, die sein eigenes Dasein überschatten, eintz besonders tragische Gestalt uno muß den Vertteter dieses Standpunkts um so mehr entwurzeln und haltlos machen. Es geschieht? nichts Großes in diesem Buche. Ein geordnetes Fa- inilienlebeir zersetzt sich langsam und unerbittlich unter de« rätselhaften Ausstrahlungen des .Kriegsbrandes, der sich weit, weit von Petersburg entfernt, austobt, und doch ist dieses Buch, das sos gar nicht in die großen Ereignisse hiueinführt, eines der erschüb« terndsten Dokumente menschlicher Ohnmacht und Hilflosigkeit einem Erleben gegenüber, dessen Unfaßlichkeit die Nervenkraft jedes denkenden Menschen zerfrißt, i zz. — Die W eltbühne, der Schaubühne XIV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jaoobsohn, enthält in der Nummer 37: Der rechte Augenblick, von Gennanicus, Tie Freiheit der Meere, von L. Persius, Am« merkungen, von Klabund, Bolschewisten und andre, von Olh Georg Michaelis, von Johannes Fischart, Freundliche Aufforderung, von Theobald Tiger, Jmmermann mid Grabbe. von S. I., Salven von Alfons Goldschmidt, Anttvorten. ^ — Tie Weltliteratur Nr. 38, Jagues Cazotte: Det Liebesienfel. Nr. 39, Nikolaus Gogol: Schreckliche Rache. Preis der Nummer 20 Pfennig.' Vierteljährlich 2,50 Mark.. Verlag der Weltliteratur, München. Gietzener Hausfrauen-Berei«^ Kochanwkisungen. Grüne Klöße zu Pilzen. Da.gs zuvor in der Schabe gekochte Kartoffeln werden gerieben, sehr viele Petersilie wird in etwas Fett gedämpft, wenn möglich so viel, daß der Teig arää erscheint, zu den Kartoffeln gegeben, gesalzen und soviel Mehi7 zur Hälfte mit Grieß gemischt, dazu getan, daß es einen festen Teig gibt, dem man möglichst 1 Ei oder etwas Backpulver zu setzt. Tan« alles gut durcheinander kneten, runde Klöße formen und in Salz- tvasser kochen. Tie Klöße werden mit gedämpften Pilzen angerichtet. Kartosfelapfelkuchen. 1 Eigelb und etwas glatt rührtes Eiersparpnlver rührt man mit 175 Gramm Zucker schöav« mig, gibt etwas Zitronensaft, einen gehäuften Suppenteller ganz! feingeschnittene Aepfel, sowie 500 Gramm kalte, geflachte, gerieben^ Kartoffeln dazu. Ter Schnee des Eiweißes und 1 Päckchen Bach« Pulver unter die Masse gerührt, 1 Stunde langsam gebacken. Kürbispuffer. 500 Gramm rohen geschälten Kürbis reÄß man, drückt ihn möglichst fest aps und vernrischt die Masse nrtz etwas Salz, 1 Ei-Ersatz und etwas Mehl: man bäckt in eisern«! gut gefetteter Pfanne Keine Puffer. Sie lverden mit Zrmtzuck« oder mit anderem gekochten Obst zu Tisch gegeben. Kürbisgulasch. 1 Kilogramm Keinen, nicht zu vnfen Mrbis schält man, entfernt die Kerne und schneidet den Kürbis in fingerdicke Streifen, vermischt diese mit ettvaS Salz und Essig und läßt sie Vs Stunde durchziehen. In etwas Fett bräunt man 3 feingeschn.it tene Zwiebeln, gibt den abgetropften Kürbis daM und schmort ihn weich. 1 Kilogramm in: der Schale gekochte Kartoffeln werden abgezogen und in Scheiben geschnitten. Diese werdcmj zuletzt unter den Kürbis gemischt. Sehr gut ist, tvemr man 50 Granint Keinwürfelig geschnittenen SWck ausbrät und beim Anrichten aus das Gericht streut. } HVNwgraluw. © m © • ©,© © © *• Vogel © ©' ® ® © 2. Vorname ® ® ® ® @ 3. Zeitbezeichmmg. Die Buchstaben A A A, B B, D D, E E E E E E, ö, N N N, T T, U ü sind nach dem Muster obiger Figur derart zu ordnen, daß die drei wagerechten Reihen gleichlautend mit den drei senkrechten sind und Wörter von der beigefügten Bedeutung ergebe«. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Arithmogriphs in voriger Nunimer. Leine, Essig, Siegel, Seil, Igel, Ressel, Genie. --- Lessing. Schristleitung: vr. Reinhold Zenz. — ZwittingSrrmddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.