Der endlose Weg, Mo man aus Sibirien. Kon I. O x e n h a nt. Autorisiert — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) ' ■ Weiter ging es- und auf allen Stationen zogen sie Erkundigungen ein, aber nirgends war der alte Jline vorbep- yrkommen, noch hatte man irgend etwas von ihm gehört. In Wersinsk gi'ng Stepan sofort zum dortigen Gouverneur und dann zum Chef der Polizei und wurde von beiden kühl aufgenommen. Auch diese beiden bestätigten ihn:, daß Iwan Wersinsk nicht erreicht habe. Die Leiter der Silbermine konnten ihm gleichfalls keine Auskunft geben, mochten ihm gcgen- über auch kann: den Mund auf, denn in Wersinsk fürchtete und haßte man Paschkill und eilten jeden, der von ihm kam. Mur mit. großer Mühe gelang es Stepan, sie davon zil überzeugen, daß er kein Träger von Unheil war. Von Iwan Jline wußten sie nichts. Sie hatten nur gehört, daß Paschkill einen seiner Räte nach Wersinsk abgesandt habe, um sie für ihre Unpünktlichkeit im Absenden des Tributs zu bestrafen, und Hatten seitdem tu Furcht und Angst gelebt. Doch- niemand war gekommen. Dann- als Stepan kam, hatten sie ihn.für den Abgesandten deß Mannes mit der eisernen Faust gehalten. — /Ich fürchtete zuerst, Puschkin würde mir einen derartigen Auftrag mit ruf den Weg geben/' sagte Stepan, „und Aufträge Puschkins lehllt man nicht ab. Er tat es liicht — ich Habe weder Vollmachten noch Aufträge. Aber wenn ich euch einen Rat geben darf,' so ist es der, in Zukunft den Konvoi v früh abzusenden/daß er pünktlich eintreffen, muß wie chlecht auch die Wege sein mögen. Trlt ihr das,l so habt ihr Ruhe vor Paschkin. Tut ihr es nicht, so schwebt stets der Strick des Henkers über ellch!" Da setzteil sie ihm mit vielen Worteil auseinander, mit welchen Schwierigkeiten sie zil kämpfen hätten, wie unsicher der Ertrag der Minen nnd wie unberechenbar die Zilfälle der langen Reise des Konvois seien. /Puh!" sagte Stepan. „Paschkin hängt euch zuerst auf nnd nimmt dann vielleicht von euren Nachfolgern Entschuldigungen entgegen. Merkt euch das!" Und sie merkten es sich. Daiin fragte er sie die Kreuz uub die Quer aus, denn der Gedanke war in ihm aufgetaucht, daß diese Leute von den Minen, die seinen Vater als Sendboten Puschkins fürchten Mußten, ihn vielleicht abgefangen und unschädlich gemacht hatten, aber er entdeckte Nichts, das ihn in diesem Verdacht bestärkte. So blieb ihm nichts übrig, als Endgültig anzuneh- Men, daß sein armer Vater zwischen der siebzehnten und der achtzehnten Station durch irgend einen Unglücksfall den Tod gefunden hatte: Iwan Jline, der Schmied von Irkutsk, war ftn Dienste des Gouverneurs Paschkin zugrunde gegangen. v Auf der Rückkehr entschädigte Stepan den Stationslei- ßer der siebzehnten Station für den Verlust der 'Pferde, die sein Vater dort requiriert hatte, und die mit ihm verschwunden waren, und in der Nacht des achtundzwanzigsten Tages erreichten er und Feodor Sabine Irkutsk. Fünfundzwanzig Tage hatten sie zu der Her- und Hinreise und ihren Nachforschungen gebraucht,' und drei Tage hatte ihr Aufenthalt in Wersinsk gedauert. 7 . Ein neuer Schatten. Stepan Jline wird der Nachfolger seines toten Vaters in Puschkins Rat. Marya Petrowna und Katia Wassiliewna wußten sich kaum zu fassen vor Freude über Stepans Rückkehr und begrüßten ihn, wie man einen lieben Menschen begrüßt, der durch ein Wunder dem Tode entronnen ist. Traurige Gewißheit brachte er, aber ihn hatten sie doch wieder! Viele Stunden lang saßen sie zusanrnlen um den warmen Ofen itt der ersten Nacht,' und Stepan erzählte, wie sie den Weg von Station zu Station abgesucht hatten, und daß der Vater Wersinsk nicht erreicht habe und zwischen der siebzehnten und achtzehnten Station verschwunden sei. Still hörte Martza Petrowna zu. /Gott möge Paschkin strafen," sagte sie, als ihr Sohn schwieg, „denn meinen Mann hat er in feinem bösen Zorn auf unschuldige Menschen in den Tod gesandt." Früh am Morgen ließ Stepan sich beim Gouverneur melden, um ihn: das traurige Resultat feiner Nachforschuiv- gen mitzuteilen. Paschkin saß an seinem Schreibtisch uub arbeitete an einem riesigen Aktenstoß. /Ich bin von Wersinsk zurückgekehrt, Exzellenz." JÄ der junge Jline. Null - und dein Buber? Er Ist mit dir zurückgekounnen, tutb pme unpünktliche Gesellschaft in den Minen ist bestraft worden, wie ich es anvrdnete?" Stepan schüttelte den Kopf. „Mein Vater hat Wersinsk nicht erreicht, Exzellenz." /Was? Wo ist er dann hin? Wo steckt er?" /Er ist tot, Exzellenz. Alls der siebzehnten Station wechselte er zuletzt die Pferde, und auf der achtzehnten Station ist er niemals angekvmrmm. Der Fluß hat ihn verschlungen mitsamt Wagen uub Pferden. Nicht einmal seine Leiche konn- ten wir finden." „Hm. Und daun kehrtest du zurück?" „Nein, Exzellenz. Ich reiste weiter nach Wersmsk, um mich auch dort zu erkundigen und so nichts unversucht, zu lassen — —" /Ah!" unterbrach ihn Paschkin, uiid feine Augen leuchteten auf. „Du warst in Wersinsk! Du hast also dafür gesorgt daß die Schuldigen dort gehenkt wurden!" . „Exzellenz gab mir keine dahmlautenden Befehle. glaubte, nur die Aufgabe zu haben, nreinen Vater zu suchen. Da wurde Paschkin kirschrot im Gesicht vor Wut. /Dummkopf!" stürmte er. „Narr!! In Wersmsk warst 266 du, und unverrichteter Dinge hast du Wersinsk wieder verlassen, du unglaublicher Narr. Du wußtest doch, weshalb ich deinen Vater dorthin sandte, und du konntest dir denke::, daß es nun deine Pflicht war, an seiner Atelle meine Befehle auszuführen! Hattest nicht Grütze genug :m Kopf, l^h, daran zu denken? Nichts hast du also getan, gar nichts? Step an nahm sich mit aller Gewalt zusammen und stand ruhig da, die Blicke zu Boden gesenkt. „Ich hatte keine Befehle, Exzellenz." . „Dickschädel! Hinaus mit dir!! Einst schien es mir, du seist klug uiid verläßlich, aber du bist gerade so dumm wie alle diese anderen Lümmel. 5) inaus!!" Stepan machte eine Verbeugung und eilte hinaus, froh, daß es ihm nicht schlimmer ergangen war, und nichts weniger als ärgerlich darüber, daß Paschkin ihn nun für einen Dummkops hielt. Man lebte viel ruhiger und sicherer, wenn man von Paschkin verachtet und niedrig eingeschätzt wurde! Den Gefahren seines Jähzorns waren nur die Männer aus- gesetzt, die er für brauchbar hielt, und die daher häufig um ihr: sein und ihm dienen mußten. Nach langeni Nachdenken lachte der junge Schmied vergnügt. „ _ . , Das war die Lösung! Dumm mußte man sem — den unbrauchbaren Dummkops mußte man spieleik, um ein geruhiges Leben führen zu können! In Zukunft, wenn immer er irgendwie mit dem Gouverneur in Berührung kam, tat er sein Bestes, um einen so stupiden Eindruck zu machen wie nur möglich, und eine Zeitlang gelang ihm das recht gut. Nichts war mehr gefürchtet in Irkutsk, als das Ehrenamt eines Rates des Gouverneurs, und nirgends iu der Welt wahrscheinlich vermieden es Männer so geflissentlich, zu hoher Ehre ausersehen zu werden. Dem Nanren nach war ein Gouvernementsrat eine sehr wichtige und sehr einflußreiche Persönlichkeit. In Wirklichkeit jedoch bedeutete dieses Ehrenamt Verantwortung ohne jede Macht, ein blindes Jasagen ohne die Möglichkeit einer Widerrede, schweren Druck von oben und bittere Vorwürfe von unten. Und nicht einmal ablehnen durste man dieses Ehrenamt; der Gouverneur hätte sich für eine derartige Ablehnung binnen sehr kurzer Zeit revanchiert. So bemühten sich nicht nur Stepan, sondern noch viele andere, recht dumm zu scheinen, und wen): sie trotzdem in den Rat berufen wurden, so sagten sie eben zu allen: ja, die>e armen Schafe von verantwortlichen Räten. In allem und jedem stiinmten sie immer ganz merk- wstrdig mit Paschkin überein, was ihnen wirklich kein Mensch ühelnehchen konnte, denn der Himmel war hoch und der Zar weit, und die Machtfülle des jähzornigen Gouverneurs unbegrenzt. Jeder Vorschlag seiner Exzellenz wurde im Rat ohne Diskussion und ohne Widerspruch angenommen. Etwas wundervoll Bequemes war (vom Standpunkt des Gouverneurs) diese Ratsversammlung! Stepan stellte sich also sehr dumm, tat ruhig seine ArbeU und vermied alles, was Paschkin auf ihn hätte aufmerksam machen können. Man lebte sehr einfach im Hause der Jlines, aber es fehlte an nichts. Ueber Marpa Petrowna war es seit dem Verschwinden ihres Mannes gemurmen wie ein langsaures Absterben. Sie wurde rasch alt und verkümmerte, denn sie hatte zr: sehr an dem Gefährten ihres Lebens gehangen. Nur daun und wann schien sie ein wenig auszuleben in der Freude au ihrer En kelin. So schleppte sich die alte Frau durch den Winter. Eines Nachmittags im Frühling saß sie im Lehnstuhl in der Stube, und Klein-Katinka lies spielend hin und her, denn die Türe war offen. Bald war sie draußen im Sonnenschein, bald iur Zimmer. „Friert dich, Matnschka?" schwatzte sie und guckte neu gierig in das graue, faltige Gesicht der Großmutter. „Ja, Kind; mir ist es kalt. Ein wenig nur." „Du solltest anfftehen und draußen in: Sonnenschein spielen wie ich . . ." .Kalt — so kalt. . ." murmelte die Alte und tat in: Halb; ,üüi, als ob sie kalte Füßchen zwischen ihren .Händen märi-l-.au, riebe; Kindersüßcheu, fast erfroren im eisigen SrhlaiN':!! -— p* - „Sieh doch, wie ich, laufen kann, Matnschka!" Da fiel sie auf das NäAchen uub brach in ein entsetztes Gemüll aus. Ihre Mutter eilte aus der Küche herbei. Ein Blick ans das Kind — ein Blick auf die alte Frau im d-lnAuU — und Katia packte ihr Töchtercheu und rannte i: m schmiede nach Stepan. Aber sie konnte:: nichts mehr tun. Ma'H-r Wtwwma hatte noch einmal rascher laufen können als ihre kleine Enkelin und war den: vorausgegangenert Gatten nachgeeilt ins Schattenreich ... i ; i * * § ' ' ri Stepan Jline war vorsichtig — ah, so vorsichtig. Die unzähligen schikanösen Vorschriften, die Gouverneur Paschkin ersetz, um Handel und Verkehr und städtisches Leben ncnch einem Willen zu regulieren, befolgte er in grimmiger Pünktlichkeit bis auf den letzten Buchstaben, so drückend und ungerecht sie auch, sein mochten. Die immerzu wachsenden Steuern bezahlte er ohne Murren, aber nicht allzu prompt, als ob es ihm schwer fiele, das Geld aufzutreiben. Am öffentlichen Leben nahm er keinen Anteil und lebte nur in seiner. Schmiede und in seinen: Heim; er talnhte unter in beschert)^ ner Mittelmäßigkeit. Seiner Ruhe ganz sicher war er sremch nie, wie es kein Mann sein konnte, solange Paschkin :n Irkutsk regierte. Sicher w.ar niemand. Viele, die es nicht fertig brachten, sich jedes Wort und jede Handlung dreimal zu überlegen, ehe sie sprachen und handelten, wie der junge Scymred- litten schwer unter der eisernen Faust des Gouverneurs. Männer bissen die Zähne zusammen in ohnmächtiger Wut, wenn sie nur Paschkins Namen Härten, und das Blut kochte in ihren Adern, wenn eine Ungerechtigkeit der andern folgte, aber die meisten dn.ckten sich und schwiegen. Den wenv- gen, die nicht immer zu schweigen verstanden, erging eA schlecht. * Po li ko ff, cher Fellhändler, wagte einmal, sehr unklugerweise, im Rat zu konstatieren, daß der Baikalsee im,Sinne praktischer Schiffahrt keine direkte Verbindung mit dem Meere habe, wie der Gouverneur angenommen hatte, und daß es deshalb zwecklos sei, den Handel der Provinz Irkutsk nach jener Richtung hin ausdehnen zu wollen. D:e Frage der Vaikalsee-Schisfahrt war außerordentliche wichtig für die Jrkutsker Industrie. Jmnwrhin wäre es für Polv- koff klüger gewesen, den Mund zu halten, denn er hatte acht Kinder, und seine Frau war vor kurzen: gestorben. „Hunderttausende von Rubeln gehen verloren, luenn diese unmögliche Idee verfolgt wird!" behauptete Polikoff. „Ah! Du bildest dir also ein, den Baikalsee zu kennen," donnerte Paschkin. „Du kennst ihn nicht, urein Sohn. Doch kennen lernen sollst du ihn nach Herzenslust. Aus hem Bai? kalsee sollst du leben von nun an. Auf seinen Wassern. In einem Boot. Erwische ich, dich dabei, daß du auch nur einen Fuß ans Ufer setzt, so lasse ich dir diesen Fuß abhacken! .Auf dem Baikalsee sollst du leben und sterben!!" Das war Paschkin, wie er leibte und lebte, denn nichts machte ihn: -nehx Freude, als die Strafe dem Vergehen in boshafter Klnghcnt genau amnpassen. , , Still, steif, in eisigem Schrecken saßen die übrigen Rättz da. Polikoff jedoch, der einst so Vorsichtige und Bescheidene, wurde verzweifelt in: Unglück und schleuderte dem Gouverneur harte Morte ins Gesicht, wie esLNänner maitchmal tun, wenn sie keine Hosfirung n:ehr haben im Leben. „Weil ich dir die Wahrheit sagte," schrie er, „sendest du mich in der: Tod! Du bist wahrhaftig der Teufel! Die Leute, haben ganz recht, wenn sie dich einen Teufel nennen!" „Einen Teufel heißen sie mich?" stürmte Paschkin. „Ah, wenn ich nur ihre Rücken unter der Knute hätte! Aber ich habe den deinen, mein Freund, und du sollst für sie alle bezahlen!" „ , Am nächsten Tag wurde Polikoff, den Rücken zersetzt mit Knutenhieben, nach dem Baikalsee transportiert — in einer sorgfältig mit Stroh ausgepolsterten Telega, damit er ja nicht sterbe auf den: Weg, denn das wäre viel besser M ihn gewesen. (Fortsetzung sylgt.) Ionni Mohrr Heimfahrt. Von Kurt K achter. Gegen Abend, als schon fern tut Osten der graue Himmel und das ruhelos schwankende Meer zu wesenloser Dunkelheit ineiu- arL ersaufen, erhieP der Oommandant eines ZepPelimLuft- schlsfes eir: versiegeltes Telegramm und den Befehl, sogleich M Fahrt über den Kanal anszusteigen. Glanzlos stand tief im Wester: hinter dicht gefügten Schleiern 'ans Tunst und Nebel die rote Sonne. Manchmal trieb eins dicke Wolke schwerfällig untern: Himmel her und ließ eine Schleppe von Regen hinter sich. Aber der Wind, der mrs dem Osten kam, war M für eine Fahrt nach England. Langsam, leise in seinen Fesselst MvauVeud, schob sich der wundervolle Körper des Lnststchisses aus der Halle. Wie Zwerg.« schritterr die BchiqnMgsmaunschpftzeiw dicke Stahltrössm in dm 267 Länden. jte&en dein selben Koloß. Ter Mfrtgs Wi^d strich il die Hülle, der leuchtende Körper bebte, wie ein MeS Rennpferd vor de-u Ablauf ungeduldig in den Flanken bebt. Koch aeHorchte das Schiff dem Druck der Soldaten färcste, noch schwiegen die Mo- Korm, die eisernen Herzen, noch starken die Höhensteu-er starr imb reglos; aber doch erschien allen, dieses Schiff tme ein lebend diges Weschr, wie ein herrlich anzusehendes RZesenti-ür aus Urwelt- »eiten, wie die wunderbare VerkövpeNMg einer göttlichen, unge- «uldig verhaltenen. Kraft. Ter Kommmrdant, die Steuerleute, die Maschinisten urü> die Übrige Mannschaft waren schon- in dien Gondeln, Mrüserw Überschande der Kommandant in der vorderen Goitdel die Ajnochnnng von Trähten, Hebel;» und Griffen und Druckknöpfen, von denen aus er seinen Willen in die Steuerungen leitete. Bei den Motoren stand der erste Ingenieur, iaU> seine Hand streichelt^ fast lieöfofenbi Über die Kolben und Zylinder n»;d über all das seine Rohremveük, dos heute so schiivere und lange Arbeit Herrichten, sollte. Lin froher Mut lag aus den Gesichtern der Mibmeilt.Tie fiebrige StmnnMg, fit der sie tagelang gelebt hatten, als sie auf den Befehl zur Ausfahrt warteten, lvar verschwunden; es lag »vie Erlösung^ auf den \wtUx* braunere Gesichtern. Ta lvar keiner unter der; Leuten, die sich jeM aus den Fenstern des Laufganses zwis-chei; den. beiden Gonpeu; beugten, in dessen Mgen nicht dieses 'nerkivürdige Feuer eiue.s erlvartrlngsvollen Errtsfffossenheit glänzte. ^ Als der westliche 'Horizont die matte Scheibe der Sonne ganz verschluckt hatte, donnerten die Motoren ihre erstarr Takle. Wie wenn zehntauserH G»;te»t ffl glei>cher Feit aus der»; Röhricht aufflattern und die Luft mit ihre»; Flügeln peitschen, so prasselte und knatterte es. Tie Soldaten ließen hie Stahltrvssen los, best Borderftcwcn hob sich, und herrlich, -wie ein eursesselter Riese, der laut ansbr-Ult im GefüW seiner jungen Freiheit, stieg das deutsch? Lustschiff mit bransepden Motoren zunr Himnrel hinauf, jverchete Mm Meer mw ft-og rasch davon. Ms es in einer Höhe von. 290 Metern war, tauchte es ;wch einmal in den Mrpurroten Mauz her Sonne, die von dieser Höhe aus noch sichtbar war, und die! Menschen, die ans de»; Minen des belgischer. Strandes zurüchM blieb«; lvare»;, rissen die Anger; vor Entzücke»; M, so wuMrhar) war es auzusehien, als das Luftschiff van der Sonne mit pnrPurnM Rosen überschattet wurde. Nun war es Nacht. Zwischen de»; treiberchen MoMu am Hinp- mel blitzterr hin und Ivtzder ein Mrr Sterile. Ter Konmrandant in der vorderen Gortdel schaute voraus und schaute ir; die Tiefe . . . überall lvar Finsternis, die fast körperlich Vor dem Luftschiff Hag. Kain Licht brannte irr der Gondel. Mit einer kleinen elektrisch«; Lampe beleuchtete der Konunandant ah w;d zu die runde Schpibe, lvelche die Unchwyungs'zahl der Motoren anzeigte, oder das dAa»;ometer, das die HW jNHldehe. Ein brausender Lärm hüllte die Bien sch.n; in .den Gondeln gilt, so daß sie nur durch Zeiümr miteinander reden tonnten. Tie MoÄrenj donnerten, knatternd brach sich der Wind au; Kopf d-.-s dahin- jagende;; Luikkrerizers, wie vanschnrhe .WasseMygen stürzte die brausende Lust au de»; Flanken vorbei, wirbelte um die Gondeln; und den Laufgang nick blies EisesAlte himiu. Bon Nuten her fang eintönig die See; das klang wie das tiefe Rauschte:; ser,u.r Wälder und lvar der schöne, gleichmäßige, drrnkle Uutertou des prasselnden Lärms. Ter Konunaudant lugte nach Nordwest. Ta tvar der Feind... da lvar die englische Küste. . . da war Dover, und da lvar, firnfzig Meile;; landcinwärts, das Herz des Iuselreiches, da lvar das unerineßlich große London, das noch ft; dieser JeM den Regen deulsä-er Bombm spüren sollte. Es ging lviöklich nach Lorldsu! e Als das Timenland der belgischen Küste irr; Dunst der Ferne mtb des Abends versunken war, halte der Kommalwant das Telegramm geöffnet. Ta starrd es mit klaren, schwarzen Buchstaben : „Bomben auf die Docks und die Bstnste»; vor; London!" In wilder Beivegung hatte sich der Kommandant »;n;ge-- dreht und seinen Leuten zugernfen: „Nach London! Es geht nach London!!" Ta lvar eine glühende Begeischruirg ansgespinngen, alle Augen spähten gierig durch das Tämmerdunkes, unr schon dt'n Kreide-, strich dex englischen Küste zu erraffen, nud gewaltig, wie ein einziger, hungriger Schrei, brach es in Nulpen; GrimNr den; Gclnff voraus. „Nach London? Nach Lonbor;!!" Hoff! am Himmel, aus dem Flug der Wolter; austauchend, und rasch wieder verschwmderrd, blitzt«; die Sterne. Da war ein Sternbild, das immer rvieder anftauchte. Es sah aus wie ein dicht aneiuandergedrängter Flug weißer Möven. Dieser Schar von! Sternen nach der; Kopf des Luftschiffes immer diesen weiß flirreu- ben Lichtern entgegen gehoben . .. da lvar das Ziel ... da lvar das Herz des tückischen Mglarld! So flogen sie durch dis Finsternis) zlvischen Himmel .Und Wasser, Herren der, rauschenden Lüfte, die brcnrsend und eiskalt M verr Leib des Riesenvvgels spielten, wie um einen Welkkörper, per nackt ewigen Gesetzen das Weltall durcheilt. Ties unter; schwankten die Täler mtb Hügel der grauer; .See. Aus einen; deutscher;. Borpostenbovt, das ohne.Topplichter und Aotckionslateruer; vorsichtig das Meer abtastete, Orchiten die Männer in d;e .Höhe, Sie sahen einen larrgen, schwarzen Schalten ans' ' eurer schwerfällig treiberrdeu Wolke herausgleiben und hörten, dass Brauser;, das airs den. hohen Lüsten zu ihnen herutüerdraug. „Ein Zchpelin!" schrie der Junge, der dem Wachtposten M der Back des Schliffes eine Tasse Kaffee aus der KombüsM brachte,, rind starrte in die Luft. ( ,,Ein Zeppelin. . . wahrhaftig!" errtgegnete der Matrosth !wrd die Tasse in seiner Hgnd zftterte. „Ter geht n-ach Orrgland!^ sagte er dann andächtig. < . lffch dann grollten urrd nrurmetter; beide, als Mte-t sie W gleiche^ Seele und den gleicher; Gedarrken; „Ter verdannnte EngelsiNÄm!" r In derselben Nacht stand ein junger Mensch, der; seine .ALq beitskanreraden John Fox nannten, irr der Bar^) einer elendÄ! Londoner Kneipe, unter deren sch.nutzi.ger Tacke der Rauch viele» ^'hagpseifen grau und häßlich wogte. Tas Gasthaus lag in der Nähe der Londoner Tocks^) auf den; lircken Ufer der Themse, gleich hinter einem mächtigen -Schuppen zwischen fern: Tvroer^) Md der! geivalrigen Torv-erbrücke. Es. waren nur Tockarbeitzr ir; der Kneipe, darunter breit" ßchulterige Kerle mit schlimmer; Gaurrergesichwrrr, der;«; n;an auf der; erst«; Blick ansah, daß sie früher ans alle mögliche Weis« ihr Brot verdient harten, nur nicht durch ehrliche Mrbert. .Me» der Krieg hätte sie aus fhren SchtlnKfimnLlrr ir; den dnnklsnj Gegerrder; JorrdE aufg-esckMü;t. Tie Polizei ivar aufmerksamer! denn je, und schließlich »var ein garrz.es Pfund Ste-Aing^), das »mich jetzt, Ivo viele Tarrsende der ständige-rr Arbeiter Kriegsdienst aey llornwkn hatten, i»; den Docks lOtb der; Werften von London täglich vsrd»i»m»n fa’ tritt hwit hrr 1 a/* ernreßlickje Ladungen von .Getreide und Kartoffeln, von Kupfer ttich Eisenerz, die um jeden Preis gelöscht Werder; mußten. DÄfl das Volk wartete auf die Lebensrnittel, und der Staat und seine Waffensabriten hurlgerter; nach der; kostbaren Metallen. Ta war jede Kraft ivjllwmmen, rmd selbst John Fox, der uieinals auf den Docks gearbeitet hatte, lärmte einer; Ättuwmrlohtt von etzhM Schilling einstrejclzen. . Es Mr zehn Uhr. Urn elf Uhr sollte die Nachtschicht begiruwn. der Job»; Fox mchl die Märrner angkhörten, die vor der TorckaNr auf hohen Hockeont saßen oder in» Ranrn umberstanden, das Glas rmt Wvarzem Stonst) oder gelbem Whiskch) in der Hand, die kurz« PseiWl in; Mtzndwinckel, und lärrnerrd durchL-irmrlderMvatztWr. „MkineiWrgen könnt' der Krieg . . . Goo satze ths King^). .^ Np.ch zehn Jahre dauern!" schrie eirrer, ein länger Kerl mit frechem Gericht. Eis; roter Haarschopf drängte sich ans der Mrückgeschoberfftztz Mütze und- fiel wie eine Flamme auf die niedrige Stirn. „StzbÄ Pfund , die Woche, da läßt sich's leben!" „Besonders, wenn mar; noch seine NebeueinimPner; hat!" ries der hagere Wirt, der in Hemdsärrneln, eine große, blaue Schürf vor der»; Baach, hinter der Bar starrd und in einem Kübel;mp zweiftlhastem Wasser Gläser ivuschj. -Ein verständnisvolles Gelächter brachte den gwuer; Tabaks- qualn; Mter der Decke in ein heftiges -SOvvMn. Jeder imW, daß Tick, der Mann mit dem roter; Haarschopf, auf seine besonder«! Weise Kriegsgeschäste machte. Der rote Dick lachte mit urw schrie: „Goddam!^) Warun; Ml man nicht Geld nwchen, solarrgs es noch Leute gibt, denen es Spaß macht, drüben arff dem FWatW Krieg zu. spiele;;!" En lackite laut und häßlich. Ta fuhr der Wirt ans. Er warf Gläser ,uch Spülluch hi» mch fuchtelte mit seiner hagere,; Faust den; wtm Tick mm btx Nase herum. „Halt dein Maul, Tick! Ich habe keine Lust, deirnr großen Schnauze lvegen mit der Polizei m Berührungen öoinnmu!" Um den ausgepestten Wirr zr; berrihigeir, rvaA Tick chr-e halbe KronelO) aris die seuchjte Tonbaut' und rief: „Eine Rrrnde für die Gentlemen!"") Alle ftliN'iea. n einen Augenblick, tvankeu eilig ans und rehlstenl den; ^asch versöhnten Wirt die Gläser. Ta fragte John Fox, der neber; Dick stand, in die Still« hinein: „Ans rvas für eine Weise Verdiener; Sie denn Geld, Mister") Tick?" Tick drehte sich nur. ' ' „Ah, sieh an! Ter kleine Johr; Fox! Wie lange schock A den Docks, mein Bursche?" „Drei Woffen!" „Und warurn nicht im Krieg, junger Mann, he?" Er trat dicht vor den jungen Me»scheu, der; er »tu; mehr als Kopfeslänge über«' ragte. „Ter Kilchener fncht dich! Die Londörr Scouts") brauchen gerad noch so eine»; Kerl Me dich! Tas englische Heer wartch aus, dich, mein Junge; dann will der Mister French den vevq dämmte»; Gecnmns^), die i»; Flandern kleine Kinder svesien m»di jungen Weibern die Brüste abschneiden, oohn Fox nahm es ohne Zögern und trau? es aus. Tann setzte er es mit einem Ruck auf den Schanktisch und rief, nnt einem etgen- LÜmlschen Blitzen der blauen Augen: „Niemals werde ich gegen die w.-entschen ziehen! ^ „He, verdammt. . . weshalb nicht, langer Mann?' John. Fox zuckte ein iv-enig zusammen, Aß sich auf die Ltppm ^ Ä" werde' mich hüten, meinen schönen Lohn preiszugebM,!" Tie andem nickten mrd murmelten Beifall; aber der rote Ttck bohrte seine flackernden Äugen in die Stirn des jungen Mannes, als wollte er dort etwas herausholen. Tann spuckte er aus und sagte langsam und nachdrücklich; , ^ . „Mister Fox . . . Sie sind doch etwa kern deutscher Spton? ? Man kriegt fünf Pfund, wenn man eignen deutschen Eon der Westmoregate-Street abliefert!" ^ Ta sprang John Fox wie ein Pfeil aus,, hielt dem roten Dtck seine kräftige Faust unter die Nase und schrie: . „Noch ein Wort, und deute verdammte Spürnase spuckt Blut! ' „Ruhe! Ruhe! Fäuste weg!" heulte der magere Wtrt und krvmmelte mit einem dicken Glas auf dein Tchiankttsch herum. „Holla!" Tick faßte rasch nach der Hand, die John Fox Wn unter die Nase hielt. Tann sagte er mit einer gewissen Bewunderung ; „Tu gehst scharf ins Zeug, my &ot> ! 15 ) Ein neues Glas für !en jungen Mann, Wirt! Und so ein Kerl soll für die Londoner "wuts verloren gehn?! Wir sprechen noch dariiber." Im Lärm der anderen ertrank, was er noch sagte. John Fox bückte sich nach der Mütze, die ihm beim Ansprung VVM Kopf gefallen mx. Blond fiel ihm das Haar in die Stirn, Keiiterl hörte, wie er, während er die Mütze vorn schmutzigen Boden anf- hvb, vor sich hinsiüsterte: „Gott sei Tank!" Schisfsküche. ^Schanktisch. Warenspeicher, fl alte Zitadelle Von London. 5 ) 20 Mark. 6 ) Bier. 7 ) Branntwein. 3 ) Gott schütze beit König. °) EngliMr Fluch. 10 ) Englisches Geldstück, unaefähr 10 Mark. ") Herren. 12 ) Herr, "j Name eines Londoner Regunents, ") TMschm. ^)Mein J im ge. ' (Fortsetzung folgt.) Das Lichtlein. . ' Bon Wladimir G. Korolenko. . ' Teutsch von Marie Beßmertnh. Bor langer Zeit ereignete es sich, daß ich an einem dunklen Lerbstabend über einen ungewöhnlich düsteren ftbrrtschen ^lntz fahren mußte. Plötzlich tauchte an der Biegung des Flusses hntter drohenden Felsen ein Flämmchen ans. Es leuchtete hell und schien ganz nabe zu sein... _ „fei,, Gott sei Tank, so ist bte näch,te Lagerstätte doch schönem drehte sich um, schaute über die Schulter nach dem ^ Feuer und griff wieder gleichgültig nach den .Rudern. Vitt genauer Sachjkenittnis murmelte er; „Es ist noch sehr weit!" ^ . , , . Ich glaubte ihm nickst. Tas Ltchtlem stand doch so deutltch vor Uns und trat mrs einer unbestimmten Finsternis anscheinend immer mehr hervor. Der Schiffer hatte aber recht. Es war m der Tat .in weiter Ferne. Das ist aber die seltsante Etgenart dteser nackstltchen Feuer — sie tonititelt heran, besiegen die Finsternis, flintmern verheißungsvoll Und täuschpn über ihre eigene Nähe hinweg! Man glaubt, da, da, Nur noch zwei, drei Ruder schlage — und der Weg ist beendet . Md dabei — ist das Ziel noch so west! ... * Wir mussten noch lange, lange immer den Mutz entlang schwimmen, dlrr Ao schwarz wie Tinte sich färbte. Schluchten Und Riffe begegneten uns, kamen dicht heran, wichen zurück, blieben! im Hintergrund und verloren sich. Tie Weite wurde unermeßlich, Md das Flämmchen blieb fortgesetzt aus seinem Platze irrt Vordergründe es zerschmolz, verdichitete sich und lockte, indem es immer näher M kommen schien, loährend es dennoch so unerreichbap Oft müßte ich nochj an jeneit dnnklon Fluß denken, der von felsigen Bergen umsäumt.Mr, mrd cm jenes Lichtlem, das ihn! belebte Wieviele Flammen haben schon vorher und nachher ntcht nur mich allein irre.geführt durch ihre täuschende Rahe! Das Leben stießt immer noch zwischen &ett düsteren Gestaden Und die Feuer sind immer noch in der Ferne, und aufs neue muß zu denPudern gegriffen werden vüchertifch. — „Belgiens Schuld". Der helgische Volkskrieg. Bon Tr. Richard GraWosf. Otto Elsuev Berlagsges. m. b. H., Berlirr 1018. Preis 1,50 Mark. —> Der Verfasser, der berests im ersten Kriegsjahre die damaligen Ergebnisse der Forschung über dm belgischen Volkskrieg ^Nsammengestellt hatte, ^bringt in der vov- liegenden völligm N einbearbettung seiner'Schrift feine Untersnchirni- .. vlliy ClilVHUC v» uv- vuv | w u Uw v I I I v ^ V,V T «jinrngert im Jahre 1915 gefunden haben, muß auch der Itrnert Arbeit zuteil werden. Das Bitch erhebt sich weit über bte Bedeutung einer GrscheinUNgoer porübergehendeit .Krtegsltteratm^ Es wird dauernd eine der vornehmstm Quellen für die geschichtliche Betrackstung bilden, ohne daß darunter seine Gemeinverständlichkeit leidet. r— Das große Sehnen. Roman von Johan Bvser. Berlin, Ullstein & Co. Preis 4,50 Mark. Boxers Roman spricht mit religiöser Kraft von betrt Sehnen des Menschengeiftes, über sich hinansztlivack'sen, seinen letzten Sinn zu erfüllen, schöpferisch chm Schicksal Trotz W bieten im gottfuchenden Willen zur Ewigkeit. Alles, wodurch uns die nordische Dichtung wesensverwandt erscheint, hat dieses in der grandiosen Natur der Fjordlandsthafl beginnende und endende Buch. Herb und ratch stellt es ein Mem schenleben dar, das Leben eines, der aus Armut und DrangsÄ Nach oben begehrt, der ringend sich fein irdisches Glück schasst. Doch der Zweifel Verläßt ihn nickst, die. Stimme der fragendest Seele; und was er hatte, bricht ihm, dem! neuen Hiob, wiederum Mammen. Dann aber findet er, gealtert und einsam, in fttneü Brust den befreienden Drost; in sich selbst weiß er Goch als Dieser erhebt er sich über die vergängliche Dtshärmonie des — MarieWaser: Scala Santa. Verlag RascherLCo., Zürich. Preis geheftet 2,50 Mk. — Erzählungen vvll tiefer Inner- ttchkeit, von unsagbar feiner Form der Sprache NNd des Aufbaues gibt Marie Waser in diesem schmucken Bändchen. Man empftndet weben aller Gedankentiefe ein Stückchen Aesthetmtum, „das Bestw- hen, Mir das Schöne, Me zin zeichnen, und das m mögltchst voll- lammen« ^rm.^ t f e r f r {c illustrierte Chronik der Ereignisse seit dmt 1. Jickt 1914. Heransgegeben von Tr. C. H. Baer, Verlag von Jitlius Hofsinann, Stuttgart. Heft 177 und 178, Preis je 40 Pfennig. Unabsehbar tft das Material, das dem Darsteller des Handelskriegs Otsließt. Wenn nun der „Völkerkrieg" in seinen Neuesten Hestm — 177 und 178 sind soeben erschienen — mrtemimMt, aus me- sent Mteraial di« nötige Auswahl W tresfm, so leiten ihn dabei zwei Gesichtspunkte: es. müssen em'nia. all« jene Fälle Mit Anreichender Ausführlichkeit gegeben werden, die zusammen ein lückenloses Bild von der nmm Art der Krtegführnng Darstellen oder die durch besondere Begleitumstände wichttge poli- llsche und völkerrechlliche Verhältnisse geschaffen und Fragen aufgeworfen habm; sodann müssen alle jene Datm die ihiten gebührende Stelle finden, welche das Staunen und die Betmmdernng dev Welt erregt haben irnd die der Geschichtsschreiber als Zeugnisse von deutscher Kraft und Tüchtigkeit int besonderen anfzetchnm und überliefern muß. Derjenige Leser, der sich in eritstem Selbst- stndinm oder als Forscher 1it.it der Sache beschäftigt, ftrtdet alle^ was zu einem vollständigen Ueberblick gehört, gegebeumsalls auch mit dem politischm und diplomatischen Beiwerk. Danebm biettst t rade diese Hefte wieder eiirmal einen reichen und vortrefflichest toff für die Jügertd. Die Hefte bringest ferner die Bildnisse der mit dem Ponr le rnärite ausge-zieichneten U-Bootskommaitdanten, von andern int Zusammenhang mit dein Handelskrieg h^ervorge-< tretenen Männern und Szenen aus dent U-Bootkrieg. — Die Weltbühne, der Schaubühne\XIV. Jahr, Wochenschrift für Polittk, Kunst, Wirtschaft, heransgegebeit von Siegfried Jaoobsohn, enthält in der Nümmer 33: Zur inneM Politik, Von Olf. Ergebnisse, von Alfred Grünewald. Karl Theodor Helfse- rich, von Johannes Fischart. Ter Tod der Bohsme, von Harry Kahn. Held Namenlos, von,Wtzx Barthel. Sprach,krttikers Lehrjahre, von Moritz Goldstein. Tas blaue Kleid, von Alfred Polgar. Mlessen und Märkte, vmt Alfons Goldschmidt. Zn diesent Krieg, von Hebbel. Professoren, von Thäobasd Tiger. Antworten. ^ Ergänzungsratse!. — bis, Oa—, Ns—, —8s, S—rch, T—ft, Ra—. Anstelle der Striche ist jedesmal die gleiche Anzahl passender Buchstaben zu setzen, sodaß bekannte Hauptwörter entstehen, die in anderer Reihenfolge bedeuten: Bratenvogel, Ausdehnung, Zugvogel, Mineral, geographische Bezeichnung, Gefäß, Flur. Sind die richtigen Wörter gefunden, bezeichnen die ergänzten Buchstabengruppen eine Bildungsstätte der Kunst. , Auflösung in nächster Nummer, , v Auflösung des Zusammenstellrätsels in voriger Nummer. HERGORAtfl) WARM BRUNN LIVERPOOL SchrisiARung : vr. Meyer. — Zwillingsrunddruck der Brühl'kchen Univ.-Büch- und Steindrnckerei. R. Lange. Gießen.