Der endlose Weg. Romall aus Sibirien. Von I. O x e nh a m. Autorisiert — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) „Du..." „Und nie tu meinem .Leben konnte ich das Gesicht von Kleiu-Kallnka vergessen. Im Feuer der Schmiede leuchtetest du für mich, im Wald huschtest du vor mir hin, int Wasserspiegel sah ich dich und immer irr Dräumorr. Mein ganzes Leben taug warst du es, die ich liebte und nach der ich mich sehnte, Katia!" „Du warst der Brrb?' Sie mar über und über rot geworden. „Ja, der schmutzige Junge. Und tru.it bin ich ein Mann, und endlich Hab' ich dich gesunden. Kallnka — Kalla . . ." „Ich muß meine Eltern holen," sagte sie hastig, legte das schlafende Kind in die Wiege und schlüpfte zur Düre f .nans. Irr wenigen Minuten kam sie zurück mit ihrem ater, ihrer Mutter und ihrer Schwester Varia, die alle sehr verwunderte G«esichter machten, so wenig Katia ihnen auch irr der Eile hatte erzähle»! können. Katia trat als letzte in die Stube und versteckte sich ein /wenig hinter den anderen. „Ich bin Stepair Jline, der Sohn vorr Iwan Jline in Irkutsk," begann Step au. „Jline — der die Pflüge macht?" fragte Dotsin. Kattas Vater mochte etwa sechzig Jahre alt sein und war ein nragerer, schon etn wenig gebeugter Mann, mit einem langen, schmalen Glesichi, das wirres, graues Haar und etu struppiger grauer Bart nur rahm te. Seine kleine Augen blickten lebhaft und hatten etwas Listiges. Bob zwanzig Jahren war er als Verschickter nach Selemsinst g lommen, weil Selemsinst Männer brauchte und es einem lizeigewalllgeu irr Dotsins kleinrussischer Heimat miß- len hatte, daß er sein Dreigespann mit Zügeln kutschierte, statt hübsch bescheiden nebenher zu lausen. In Sibirien fuhr Dotsin jetzt sogar sechsspännig, wenn es ihm beliebte. Kein Hahn krähte danach. Seine Frau, Marha Feodorowrra, hatte im Gegensatz zn ihrem Mann gar nichts Mageres und sah rnit ihrem rundlichen, immer lachenden Gesicht unendlich gutmütig aus. Bon ihr hatten die Töchter die wunderschönen dunkelblauen Augen. Irr Barias Zügen lag nicht viel Aehulichkeit mit ihrer Schwester. Sie war auch viel älter. Ihr Kind te erst, drei Monate und sie war noch schwach. Bleich und still saß sie da und sprach in Gegenwart des Fremden kaum ein Wort — Stepan nickte auf Dotsins Frage. „Er ist mein Vater," antwortete er. „Hm — Eure Pflüge sind gut." „Mes, was wir miacbeit, ist Mt, und gute Arbeit hat uns vorwärts gebracht. Sagte Katia es dir schon? Ich bin der schmutzige Junge, dem sie vor zwölf Iahten ihr Brot schenkte." Dotsin brummte irgend etwas, während Marha Fvs- dvrowna freundlich lachte. „Du bist aber gewachsen seitdem," meinte sie. „Und viel sauberer geworben!" „Die Straße war auch so schlammig damals," entschuldigte sich Gtepan verlegen. Er gefiel Marha Feodorowrras mütterlichen Äugen, und allerlei Gedanken stiegen in ihr auf, Note das bei Müttern Nun einmal so ist. In Selemsinst, im ganzen Distrikt sogar, war sicherlich kein einziger junger Mann (und Marha Feo- dorowna als Mutter kannte sie natürlich alle), der rnit diesem jungen Riesen hier sich auch nur hätte vergleichen dürfen. Und der Sohn von Iwan Jlene ernte sicher einmak die Schmiede! So sehr man seine Töchter auch liebte und so schwer man sich von ihnen trennte, so mußte man doch an ihre Zukunft denken! „Du reist für Paschkin und kamst nach Selemsinsk wegen Urussows Rappen?" fragte Dotsin weiter. Die Knude, daß der allrnächtige Paschkin der Rappen begehre, auf die ganz Selemsinsk stolz war, hätte sich Wie ein Lauffeuer über das Dorf hin verbreitet und nicht gerade angenehme Gefühle ausgelöst. Man hatte gehofft im Dorck, wert genug weg vom Teufel Paschkin zu sein, um seine Faust nicht zjn spüren, und sah nun in. dein so energisch ausgedrungenen Pferdehandel ein übles Ornen. ,.«J»a, ich reise für Paschkin." „Hm, hm." ,Mcht, weil ick) es gerne tue." , ... „Hm, ich weiß; Fedor Fedorvwitsch war bei Dimikri drüben und hat erzählt. Bei mir willst du. wohnen?" „Die Polizei sagte so. Und dann, wegen Katia —" „Du kannst gern hier bleiben," fiel Marha Feodorowna ein und ürchelte ein wenig in mütterlichem Stolz, als ft# sah, wie seine Augen aufleuchteten. „Mache ich euch nicht zu viel Mühe?' „Nein;, du kannst Kallas Bett haben, und die Mädchen können znsammenschlasen. Darias Manu ist auf der Reise, in Jenmeisk, und sie kam zu uns nur, um nicht allein sein zu müssen. Sie kann auch nach Hause gehen." „Wenn es geht-" (Stepan war sehr rot geworden).. „Freilich geht's," lachte Marha Feodorowna. Der junge Ata tut gefiel ihr besser mit jeder Mirrnte. Fremde waren etwas Seltenes in Selemsinsk, und so saßen sie lange beisammen und schwatzten, bis endlich der Polizeichef cm die Fensterläden trommelte und gutmnllg lachend wissen wollte, was sie denn da drinnen noch Gefährliches ausheckten, dazu irr einer Stunde, da alte guten Bürger schon in den Federn lügen. „Ich reise für Paschkin," lachte Stepan, „und darf tuch was ich will." , . Der Polizeiches war e rüge treten urrd hatte sich zu errrern Gläschen nötigen lassen. J^etn Name deckt viel/' grinfhs er, „Unter uns gesagt ^ danken wir Gott, daß er Mrfhttndert Meiler: Wett weg ist!" Stepan nickte. . „ ^ .. _ .Hattest vu Schwierigkeiten auf der Mi.se?" fragte der Chef, „Min. PafcMns Name genügte." Dann mutzte Stepar: «rtzjählen und nntzählige Fragen Wer IMlts'k beantworte und schildern, wiB gewalttg fchnetl die Stadt wachse und sich ausd-ehne, und wie wunderschön es sei im fAingaratal uns am Baikalfee. Er erzählt«^ und ttch Urrbeob achtet glaubte, nrrd imruer verwunderter wurde und immer mehr 'Gefallen an chm fand. Stepan wieder hätte an: liebsten nur sie angesehen und nur mit ihr ge^ Mrochen und mußte sich gewaltig beherrschen. Hie und da dsgegrreten sich ihre Blicke, und Katta wurde feuerrot, wenn er sie Lader ertappte, daß sie ihn ansah. D!ann schlug sie Me Anaen nieder und wunderte sich über seinen hungrigen Mick Und fing ganz langsam an, zu verstehen. Ms man endlich zu Bett ging, und Dotsin und Marya Feodorowna friedlich Seite an. Seite lagen, Wsterte sie chtn zu: „Gr will unsere. Katta haben!" S Den Te-rrfel auch...." brummte der Herr des Hauses g. ' eparr aber schlief überhaupt nrcht. * „Wie lange bleibst du in Selemsinsk?" fragte Frau kotsin plötzlich am nächsten Morgen. „Die Rappen sind weit draußen auf der Steppe beim Fluß, und ich weiß doch nicht, ob Fedor Urussow sie bis morgen schon herschaffm kann. Es wäre besser, wenn hu hinüb er ging st u n d n och einmal mit ihm sprechen würdest." ,/Paschkin bewilligte mir sechzehn Tage," sagte Stepan nachdenklich, ,^und noch einen Tag oder zwei mehr, wenn es gar nicht anders ginge. Die Herreise dauerte fünf Tage. Bosshe-mo'i, als wir vor zwölf Jahren dem gleichere Weg auf derselben Straße marschierten, brauchte:: wir beinahe zwei Monate dazu. Sechzehn Tage —- jawohl, ich könnte drei Tage oder sogar vier Tage in Selemsinsk bleiben, wenn-" und er sah Frau Totsin fragend urrd ein loenig ängstlich an. Nu — bleib' doch, wenn du kannst. Die Reise ist ja so lang," „Und- seit denr Marsch damals bin ich nie weiterge-i Kommen als bis zürn Baitalsee, und ich Ivürde sehr gern fo lang als möglich bleiberr, tvenn es wirklich. . ." Diesmal sah er Katia an. „Mir freuen uns alle, wenn du noch bleibst," sagte sie leise. ., . Daraufhin hätterr keine zehn Pferde, nein, nicht em- g l Paschkin selbst, Stepair Ilirr-e auch nur ettre Minute her aus Gelemsirrst fortgebracht, als sein Bleiberr bei rauester Zeitberechnung eben möglich War! „Hast du gut geschlafen?" fragte Marya Feodorowna. „Nerrr, nicht viel." „So? Hast du es denn nicht bequem gehabt? War das Bett nicht gut?" „Doch, doch. Ich Hab' im Leber: kein schöneres Bett gesehen." (Katia lächelte tin ganz klein wenig.) „Nur so viel beulen mußte ich und — —" „Du mußt untertags ruhen heute." Dann schwieg Marya Feodorowna eine Weile und tlap- Perte in ihrer Arbeit des Geschirrwaschens mit Dellern und Whüsseln. Dabei dachte sie an sehr praktische Dinge — „Mus welchem Der! von Rußland- seid ihr denn gelom- Utett?" fragte sie nach einer Meile, „Bon Kasan." „MH, ich bin aus Kostroma, gar nicht so weit weg von Mner Heimat, während mein Mann aus Woronesch stammt. LA bist sehr groß für einen NordruUen." „Weil ich irr Sibirien aufgetvachserr bin, glaube ich. M hin viel größer als mein Vater." „Deiu Vater muß ein ausgezeichneter Schmied sein, dettn selbst hier, so weit weg, ist sein Name bekannt." „Gr rst ein guter Mann, und so ist auch feine Ärbeih gut; er gibt immer sein Bestes." „Und du hilfst thm^ „Ja, Und außerdem Haber: wir firnf Gesellen und könnten noch mehr gebrauchen, wären welche zu haberr, aber! geschickte Arbeiter sind ja so schwer Ar bekomnren irr St» vit-lcn ^ „Und deine Mutter?" „Ah, meine Mutter ist die allerbeste Frarr in dev ganzen Welf." „Gute Mutter — guter Sohn," lächelte Marya Feo^ dvrowna. „Sie hat ein liebes Gesicht und ist so gut —- so wie du „Und im bist ihr Einziger?'« (Marya fand den juugfin Riefen vor ihr immer netter ) "Und wtt dam es, daß du nach all den Fahrer: drei Kleine wiedererkanntest?" . „Ich j nutzte sofort, daß sie es war. Nicht tvahr, KatiaM« „Freilich! Angefurrkelt hast du mich ja, als ob du mich aufessen wolltest!!" Lachte sie. Stepan gab keine Antwort, sorchern fah das Mädchen Nur mit leuchtenden Augen an, selig träunrend ctm helltch-teu Dag, guckte zu, wie sie und die Mutter die kleiner: Arbeiten des Haushalts, verrichteten, und frertte sich klopfenden .Hermessen war, nach Stunden fast. Puschkin wartete! War es denn rrröglich, daß er in dieser: flüchtigen trrrzer: Gttrrlden sich Katia gewinnen konnte? Katia träumte vor sich hin Marya Feodorowna aber hatte ihrer: Entschluß gefaßt: Dieser Mann gefiel ihr. Wollte er ihr Kind, so sollte er es haben! War es rmr: ein- Zufall oder wollte die kluge Marya der Entwicklung der Dinge ein ivenig fiielfeu — jedenfalls besann sie sich plötzlich darauf, daß sie mtt einer Nachbarin irgend etwas besprechen müsse, Und ließ die beide-,: allein ... Katta beträte sich geschäfttg über den Tops, den sie scheuerte, als dächte sie nur an ihre Arbeit u.nb sonst anj nichts, aber sie rvußie garrz genau, au was Stepan dachte und was Stepan wollte, und die Topfdeckel klapperten verräterisch in ihrer: zitternden Hände::. Stepan Jline rvar es, als müsse das Herz ihm zersprengen. Grrdlich korurte er es nicht mehr aushälten und stand so plötzlich auf, daß Katia erschrak uird der Topf klirrend zu Boder: fiel. „Katta!" rief er, sehnsüchtig die Hände nach ihr aus- ftreckend, „Katia! Ich rm:ß es drr sagen. Meir: Herz schreit nach dir. Ich bin krank vor Sehnsucht. An keir: Mädchen habe ich je gedacht in alt den langen Jahren, als an dich. Könntest du mir vertrauen? Würdest drr?" Und die Stimme versagte ihm, aber das Zitterr: in seinen Glieder:: und der Hunger in seinen Auge:: sprachen: deutlicher denn Worte. Einer: Augenblick lang sahen sie sich au, und da wußte Katia, daß sie diesen: M'ann vertraue:: konr:te für irnrner, daß sein Herz und sein Leber: ihr gehörte::. Wie ein Schauer überrieselte es sie in überströmendem Glück. Mtt jeder Faser ihres Seins fühlte sie sich hingezoger: zu ihm. „Ja," sagte sie, „dir kam: ich treuen!!" „Bosshe-mor! Schmied von Irkutsk, du hast aber wahrlich die Zeit genützt!" brummte Wassili Dotsin ärgerlich Und erstaunt, als er vom Dorfkrug nach Hause kan: und die große Neuigkeit erfuhr. „Meinst wohl, das ginge so eins, zwei, drei? Derrkft dir gar, di: dürftest nur sragerr und würdest gleich ein Ja hören??" „Ein $a muß ich haben!" lächelte Stepan. (Was kümmerte es ihr:, was Wassili Totsin dachte! Der war ihm nur eine gänzttch Unwichtige Nebenfigur!) „Und Zeit habe ich gar keine! Mau eilt, wem: einen der Teufel hetzt oder —i Vasckckin " „Hm, hm. Du willst also — — „Und vu willst sie mit dir nehmen?" „Ja. Ich ivarte seit zwölf Jahren. Nr:r der Tod kann Uns wieder trennen." „Bosshe-mor, aber —" „Keir: aber, Wassili Totsin." „Teufel, Teufel — hat man je von solcherr: Brautwerben gehört! Und was solle:: wir ohrre unsere Tochter anfaugery oh Mann mit der großen Eile?" „Einmal mußte sie doch heiraten." „Wer du führst sie uns f) weit weg! Aus andere Ende der Welt!" „Fünf Tagereisen ist es ja nur mit schnellen Pferden!" „Ja — wenn man für Paschkir: reist!! Hm, und Paschkin hat dich doch geschickt, die Rappen zu holen, nicht meine Tochter!" 251 "L» bajchts. „Das ist rtcM#/' fchgt« tv. „NLÄn ich AMchö diein« Bschter, Wassili Tomn, wnd die letzten Worte, die Puschkin Kr mir sprach, ehe ich ab reiste, waren, er würde einen jeden Mfhünüen lassen, der mir verweigerte, was ich brauchte. Md mir Katta, WaWi Totsin, oder du wirst gehenkt!!" Da brachen sie all« in ein schallondes Gelächter aus, Westcrn und Katta und Märya Feodorowwai. Nur Wassili brummier „Ein Teufel ist er, der Puschkin." Marya Feodorowna aber hielt es für ckn der Zeit, ihr ^wichtiges HaussranerüvorL in die Wagschals Kr werfen., „Sei M, Wassili Wassiliewitsch," sagt« sie. „Letzte Nacht finden lassen/ „Nu, dann . . . Wenn ihr alle gegen mich seid — Und so gewann Stepan Jlene auf der Reise nach den Mappen Katia Wassiliewna,z!ur Jräu. (Fortfetzmrg folgt.) Me der junge Herr Naurischkat Stadtverordneter wur-e. Won Hanns v o n L e n g e r k t n. (Nachh-ruck verboten.) Ter alte Rentier NaurisckMt MV auch schon ein komischer Kerl gewesen. Er hatte ein Herbarium, in dem die Leichen allech ^preußischen Pflanzen beieinanderlagen. Weder um sein Zins-! haus kümmerte er sich, noch urn die Sitzungen des Stadtparla-; Ments. Kein Wunder, wenn fein Sohn Paul keine Zierde der Kreisstadt war. Paul Naurischkat studierte irgendwo im deutschen Vaterland. Irgend: vas studierte er. Urid wie der alte Herr Naurischkat über seinem Herbarium! das Zeitliche segnete, war Paul NauriscNrt ans einmal wieder in der Kreisstadt. „Was hat er denn eigentlich für einen Berus?" fragte der Herr Bürgernwister. „G-ar kamen," sagte der Herr Stadtverordnete Klempner- nreister Bauschus. „Er fummelt mang so'n großen Hausen Brecher rum und huckt im Garten und dammelt rum." Ter Herr Bürgermeister lüstete nur so ein ganz klein wenig Herr Hut, wenn der junge Naurischkat grüßte. Und auf einmal hieß es: Ter junge Naurischkat hat dem Lischternreister Troß die Rechnmrg für Hausveparatureu nicht bezahlen kSmrerr. Ter junge Naurischkat hat kein Geld. Na, ja, woher sollte der Luntrus aicch Gew haben? Bon denr Mietshaus, das er geerbt hat, konnte er doch nicht leben, wo nur eine Partei und ein Flickschuster drin wohnten. Wenn die Tamen vorn musikalischen Kränzchen bei der Frau Bürgenueister über den jungen Naurischkat sprachen, rückten sie dicht zusaurmeu und flüsterten. Weil sie fast nur von ihm sprachen, verlief jeder Kaffee des musikalischen Kränzchens fast geräuschlos. Herr Duhr, der den Generalanzeiger herausgab, war ein Genie. Er war ein anerkanntes Genie. Ta rum gab er eines Tages den Kranzburger Humoristen heraus. Ter Kranzburger Huuwrist wurde in Berlin gedruckt. Nur sein lokaler Teil entstand in Herrn Duhrs Druckerei und Verlags-- anstalt. Er mochte eine hiesige Propagmrda für das neue Blatt. Tvotzdein bekam er nur 125 Worruenten. „Ter Stumpfsinn d-er Kranzburger is unglaublich," sagte Herr Duhr, „wo die Nummer nur 5 Pfennig Lostet!" Herr Suhr hatte sein gutes Geld in das Unternehmen gesteckt. Darum lvar seine Stirn von Sorgen verdrmkelt. Das Blatt eingehenj gtt lassen, verbot ihm sein literarischer Ehrgeiz. „Wenn nur der lokale Teil besser wäre," seufzte er, „aber! wvher Mitarbeiter nehmen?" Mus einmal wußte er es: der junge Naurischkat! Wer so viele Bücher hatte, mußte auch schreiben können. Herr Suhr war eben ein Genie. Ter junge Naurischjkat sagte: „Ich will ntal sehen. Vielleicht schreib ich Ihnen was." Ter, junge Naurischkat ging aus. Tie Tür vom alten Rathaus stand weit offenund weil O regnerisch mrd kühl war, ging Herr Murischkat hinein. Bon irgendwoher klangen erregte Männerstimmen. Ter Magistrat hatte seine Sitzung. ^ Ter junge Herr Naurischkat setzte sich auf einen her Stühle, hi« für das Publikum bestimmt waren. Er 'hatte die Tür ganz leise aus- und zugemacht. Mer all« Köpfe waren doch zu ihnr hmgeflogeu. Ter junge Herr Naunschkat saß da mit stilvollem Gesicht und bescheidenen Utzgen. Es war Än großes Staunen m der Stadt: der junge Herr WgUrischkat ist in der Parlamentssitzung gewesen! Am nächstM Tage war die ganze Stadt in fieberhafter Er- rgeung. Man lachte, raunte sich Worte zu) deutete mit den 'Augen wuf vorübergehende Würdenträger und hielt, jeden B-ekanuten am „Haben Se schon jelesen?! . . . Nei? . . . Wer Mansch! ., ." „Was?" schrie .der rotbackige Herr Bürgermeister. „Ich?! Mir?! . . . Mich hat er auch vor?! .... Mich!?" „Fäste," grinste Herr Städtvewrdneter Klernpmerrneister Bau- schus. Ter Herr Bürgermeister ließ gleich Lehn Exemplare LornmeN. Ter Herr Bürgermeister kugelte zur Frau Bürgermeister,: „Ter Shchr, dieser Lorb>aß . . . dreser . . . dieser . . ." „Wer Franz," sagte Frau Bürgernreister, „mäßige dich. .. , die Dienstboten ..." „Ach was," schrie Herr Bürgerinei'ster, „die damnUiche Marjell soll machen, daß se rauskornmt... der Suhr . . . der Leidack . . . mich. . .! mich. . . !! Mo soll das hiuführen? Unter- gvabung jeglicher Autorität .... 'Staatsanwalt . . .!" Frau Bürgermeister nahm in.it spitzen Fingern den Kranzburger Humoristen, mit dem Herr Bürgermeister ihr unter der Nase yerumfiMelte. Sie mußte sich Hinsehen. „Nun?!" zitterte Herr Bürgermeister vor Wut. „Ick)« bin sprachlos," hauchte Frau Bürgermeister. „Aus dem Stadtparlameut" lautete der Titel im lokalen Teil des Kranzburger Humoristen. Sie waren alle deutlich zu erkennen, alle. Au, deutlichsten der Herr Bürgeimeister. Und sie redete:: alle furchtbaren Unsinn in diesem Stadtparlameut des Kranzburger Huuwrist,en. Herr Suhr schwor, er habe keine Zeile von diesem Artikel geschrieben. Wer ihn denn gesudelt habe? „Geschäftsgeheimnis", sagte Herr Suhr. Kein Exemplar dieser Nummer des Kranzburger Humoristen blieb übrig, mid Herr Suhr rieb sich die Hände. „Rechtlich, ist dem Kerl nicht beizukommen," brummte Herr Bürgermeister beim Kaffee und samr vor sich hin. Frau Bürgermeister ließ die Hände mit der Lochstickerei in den Schoß fallen: „Du! . . . War^nicht . . . .? Franz! War Nicht der junge Naurischkat bei der Litzuirg!!??" Herr Bürgermeister riß die Augen aus und raunte zu seinem Parteifreund, dem Klempnermeister Banschus. Tie .beiden gingen spazieren und liefen immer um bas Hans des jungen Naurischkat herum wie nur eine Höhle, in der ein wildes Tier haust. „Meglich is alleics," sagte Herr Bauschus, „aber das mecht ich ihrn doch nich so rächt zutraun. Wer rvvllen fnal sehen, ob er in.de uechste Sitzung auch wieder da is." „Ter Bau des neuen Rathauses" stand ans der Tagesordnung der nächsten Parlamentssitznug. Herr Bürgermeister rutschte unruhig, auf seinem Stuhl mit der geschnitzten .Lehne herum und schielte zur Tür. Ta! Ja, er ivar es! Ter junge Herr Naurischkat saß da mit friedvollem Gesicht und bescheidenen Augen. 'Am nächsten Tage verlauste Herr Suhr int Haudumdrehen die ganze Auslage des Kranzburger Hunwriste», trotzdem ec einige hundert Exemplare mehr gedruckt halle. Und jeder in der Stadt wußte, daß. der junge Herr Nautisch kat die Artikel „Aus dein Stckdtparlameut" schrieb. Und der 'junge Herr Naurischlat sah viel lachende, Verständnis-- volle und..wütende Blicke, wenn er über die Straße ging. Herr Suhr hatte bald.2000 feste dlboun-euten aus den Kranzburger Hunwristen. Dazu Laut, noch der Emzelvertauf. Herr Suhr fetzte sehr'schnell den Preis von 5 Pfennig au! 10 Pfennig hinauf. Ter junge Herr Naurischkat bezahlte ferne Rechnung ber Herrn Tischlermeister Gwß, denn er bekam von Herrn Suhr 260 Mar! monatlich ausbezahlt. Ter jmrge Herr Naurischkat wurde der einflußreichste Mann in der Stadt. Tie Stadtväter legten jedes Wort auf die Goidtvage, che fie .es' im Parlamerrt laut.werden ließerr. Jeder Redner sprach um für den jungen Herr Naurischßat, der mit friedvollein Gesicht und bescheidenen Augen immer auf demselben Stuhle saß und zuhörte. ... Die Damen der Stadt dankten freundlich lächelnd seiner!, Gruß. Man konnte nicht wissen . . . Dieser Mensch war zu allem fähig. Und man durfte dem Herrn Gemahl oder den Herren Vätern kwch nicht geradezu schaden, indem man den jungen Herr Naurischkat erzürnte. Und eines Tages stand Herr NsnriWat aus bet Kaullllaten- ^ „Sv'n Kvppche," sagte Herr Ktempneriueister Bauschus, „mit fio'n Kvppche mißt er all lang Stadtverordneter jewes«t säiu." Der junge Herr Naurischkat tvnrde Stadtverordneter. Bald darauf gründete Herr Oberlehoer Grütznracher ein Ute- «rrischss Kränzchen. Selbstverständlich wurde Herr Naurischkat Vorsitzender, )veil er dev einzige weithirr bekmmte LckMtsteller der alten Stadt Kranrburg war. 252 Ver Collie Mit den Nenschenaugen. Skizze von Gustav H o chi ft e 11 e r. (Nachdruck verboten.) Tette war «tu höchst vertrürlstiges, ftciroag, elfjähriges Mävell. Aber vor Hurrderr hatte sie Angst. Eigentlich hatte sie nreniats befvnderS böse Erfahvmrgen mtt bieselr nützlixMi BierstiUern gelnacht. Mer sobald T>ette — eigenbi ltzü hieß sie Berta — m einen geschlossenen Rcmnr, zim> chen dessen vier Wänden sie selbst sich befand, mm Wanwau hererri^ Vmrunen sah, wurde Dette von einer unbeschveibliche'n Beklemmung ersaßt, von einem inner Echsen Beben nnv Bangen, das erst dann wieder verschlvcmd, wenn entn>i?der Dette oder der Wnnivan das Zimmer verlassen hatte. ^ r c _ Eltern und GeWvister nahmen rliuchrcht aus die Ergenar^ des Keinen, sonst so klugen Mädchens. Nur einer war .da, der Uns' Tettens Llbrrergnng gegerr alles Hundttchs kemerlei Rücksicht nahni: das war der Onkel WplLemar. So oft er: kam, brachte er fernen drmrmen, bangweiliiMn EvllihtkNb nrit. Ter Opksi. kam. sehr oft lind weil Tettens Vater aus Höfttchkett und SmehrÄt, durfte das kleine Mädchen.nicht so ohne weiteres die Flucht er- greifen, trenn -Onkel Woldemar .- und mit ihm der Eollt^ - rns Zinnner trat. Das waren für 3>rtte die schvecklrchften Stunden ihres sonst so sonnigen Kircherdaseins; denn Onttts Hund war iwch schrecklicher als andere Hunde: der Collie hatte Menschenairgen. Richtige große MenschenangM, mit blärrlich schimmerndem Wech und mit granblaueu Pupillen. Es rieselte Txtten erstatt dert Kinderrücken herunter, wmnr sie an diese weiMauan Augen nur Wer etwa vermeinte, Onkel Woldemar hätte her kleinen Dette jemals außer seinein Collie sonst noch etioas ,,mitgebracht , der befände chich in einem bitteren Jrrtnrn. OnM TLoDernar rvar ein Geizkragen: er war Junggeselle und ohne Verftcmdrns stir die Wünschii' oder Mngstie eines kindlicher Geinütes. lieber 'Tettens Hnndecingst amüsierte er sich königlich, lind so oft die kleine 'Dette, von allen Teufeln der Hülle gepeitscht, sich hinter dre große Truhe verkroch, lachte er und sagte: „Nee, so'n dummes Mädel! Bor sv'nem lieben Tier Angst A,r hcrben!" _ a Mer die Rache des Himmels blieb nicht ans. Eines Tages war der Collie davongelaufen und kam nW wieder. Keine Zer- jjnngsanzeige, kein Suchen half. Tette lebte auf. Bon den, gefürchteten Geschlecht der Hunde war das Pelzte Exemplar ans dem väterlichen Mache endgültig versOonnden. ^ ^ Endgültig? ?ia, na! . . Als Tette eures Tages altern durch abgelegene, Elle Straßen schleuderte — wer lag da, sich somvelw Ms der ausgetretenen Schsvell« -eines ärinlrchen Kausnrmmsladens. Ter Hünd des Onkels Woldemar! Ein Irrtum? Unmöglich. Ter Hund hob den Kopf: es war dar Collie mit den blan.verßen Menschenaügen. Tette lief aus nrid davon. Bis zur -Ecke. Kehrte um, Uni wieder, schltute das feindliche Bich noch emmal an. Zog endlich sinnend ab und überlegte sich: „Wie gut,, datz es außer mir niemand weiß. Ich werde keinem Menschen ern Wort sagen Tette war keine Plaudertasche. Sre 'wußte selbst von )rch, daß sie, in, (Gegensatz m vielen Gleichaltrigen — zu schwelgen verstand. Also Art, sie wllrde Moeigem . . . Mer war es auch recht, zu schwelgen ! Behielt der Kanftuann dort den Collie nicht zu unrecht? War das nicht so etwas wie Diebstahl? Und batte nicht der Onkel Woldenmr ein Anrecht Ms de,l Hund? 'War sie nicht verpflichtet, den Anspruch ihres Onkels diesem diebischen Muftnann gegenüber p\i vertreten? Und wenn der menschenätigige Collie ihr auch in tiefster Seele Mmder war — inachte sie fick,! nicht zur Mitschuldigen des Diebes, war 'sie nicht eine Verbrechern, gegen den eigenen. Onkel, wenn Ne das Geheimnis ihrer Entdeckung für nch behielt? , Tausend Fragen, tausend Zweifel zevivfthlten das luuge Herz. Eine Viertelstunde lang. Tann lief Dette spornstreechis zum HaM des Onkels und stieß atemlos hervor: „Onkel Woldemar, rch Hab deinen Collie gefunden, er ist beim Kausniarm Kuttner in ört Böhmischen Gasse." t ,, . an . , . Ter Onkel sagte nicht. Danke und mcht Auf Wrederfchsn, sondern ging und holte sich seinen Hund. ^ L , „ Noch am gleichen Nachmittag besuchte er Tettens Eltern. Mit dem Collie. 'And als das brave, kleine Mädchen sich fanter 1 die große Truhe vnckroch, lachte er und sagte: „Nee, so n dummes Mädel! Bor so'nem lieben Tier Angst zu haben!" -- . . *, . Zf. '■ rr ^' BüchertisÄ. — Ethik. Eine philvsvphisclM Erörterung der: sittlichen Grundfragen. Bon Professor Tr. August Messer. 136 Sertem Geheftet 3.20 Mk. Gebunden 4.20 Akk. (Handbuch für höhere Schulen zur EinsMrnng in ihr Wesen und ihre Aufgaben) Verlag von Quelle L Metzer in Leipzig 1918. Dre Darstellung beschrankt sich auf die wesentlichen Probleme der Ethik,, behandelt drese aber eingehend und in geiueiuverstäudlicher Weise. Bor allem strebt sie Lebensnahe an. Sje hält sich darum m engster Fühlung mrt den, konkreten sittlichen Bewußtsein unseres Volkes und unserer Zeit. Sie ist auch nicht bloß Jndividualethrk, sondern zugleich Sozialethik, und ste berücksichtigt besonders d,e Beziehungen des Sittlichen zu anderen Kiilti^gebieten, luie Recht, Wirtschaft, Religion, Erziehung. Biel verdankt das Buch Kant. Aber es wahrk auch ihn, gegenüber seine Selbständigkeit. Nicht der Begriff dcÄ Gesetzes lvird als.Grundbegriff gefaßt, wie es bei Kant der Fall ,'st, sondern der Begriff des Wertes. Und wenn beiden Freiheit^- Problemen wie bei Kant die Tendenz herrscht, dern Determinismus wie dem. Indeterminismus ein relatives Recht zu-uerkerrnen, so ist doch die Würdigung beider Richtungen eine neuartige. — Atlas der Hygiene des Säuglings und Kleinkindes. Für Unterrichts- und Belehrüngslzwecke. HevauS- gegeben von Pvof. Dr. Lang st ein stnd Dr. Rot t. Verlag Julius Springer, Berlin, Preis 120 Miark. — Ein schon; lange notwendiges Werk ist jetzt mit diesem! Atlas Zustande gekvm^ men. Was dem gesprochenen Wort in der Belehrung über den Säugling und das Kleinkind fehlt, die bildliche DaritelluNg, oas erreicht jetzt der Atlas mit seinen zahlreichen illustrierender, erkläre,chen Bildtafeln. Dabei tft der Stoff für diese Tafelt streng unter dem Gesichtspunkt ausgewühlt, daß nicht nur eme pollstchchige Uebersicht des gesamten in Frage konkMerwen Gemetes 'gew-ährleijtet ist, sondern daß auch alle oiejeuigen Dinge, dre noch wissenschaftlicher Erörterungen unterliegen oder nicht von allein Aerz-ten überernsmuMeNd beurteilt iverden, von der brlolichM Wiedergabe arvsgeschlossen wurderr. Auch wurde vermieden, durch diese Tafeln ein gefährliches medizinisches Halbwifserr zu züchten. Das Wer? verdient besonders in der heutigen Zeit die Kenntnrs — A. Damaschke: „Geschichte der Nationalökonomie" eine erste Einführung. 43. — 49. Tausend. Zehnte erweiterte Ausl. Jena. Gustav Fischer. 1918. 2. Band. 400 Seiten. Preis 4,50 Mk. Aus dem Inhalt: Das nationale System: Friedrich List, der Prophet und Märtyrer deutscher Weltwirtschaft Die historische Schule. Der StaatSsozialismns. Christlich-sozial. Nationalsozial. Der Kom- muniSmus. Die Utopisten. K. Marx. Ferd. Lasalle. Die Geschichte der Sozialdemokratie. Die Anarchie in Deutschland, Frankreich und Rußland. Um den ParlainentariSmns. Die Bodensrage in England, Frankreich. Italien, Rußland als Ursache des Weltkrieges. Die Boden- frage bei den Magyaren, Osmanen und Zionisten. Die Bodenreform-Bewegung. Versöhnung zwischen Individualismus und Sozialismus. ^ . - „Die Lebeusgeschichte de? Fettes' betitelt sich em mtt einer Reihe interessanter Abbildungen versehener ^lrtikel auS der Feder des bekannten Naturwissenschastlers R. H. Francs in der soeben erschienenen Nummer 3917 der Leipziger „Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber). Ein weiterer, ebenfalls reich illustrierter Beitrag behandelt die Münchner Kunstausstellung 1918 im Königlichen Glaspalast, aus der nicht weniger als 18 der bedeutendsten Ausstellungsgegenstände im Bilde vorgesührt werden. Im übrigen ist das Heft, wie seine 207 Vorgänger während des Weltkrieges, ganz Kriegschronik, die hinsichtlich des Umsanges und der Qualität der Beiträge unübertroffen dasteht. — Dr. Albert Bovenschen: Kriegswirtschaft und Ge- müsebau. Berlin 1918, Deutscher Schrntenverlag G. m. b. H„ 86 Seiten, Preis 90 Pf. „ — Das literarische Echo. Halbinonatsfchrisl ,nr Llteratur- frennde. fBegründet vv!, Dr. Jofei Ettlmger. Herausgegeben von Dr. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W 9. DaS 2. Manschest ist soeben mit solgeude!n..Iuhnlt erschienen: Juliu» Hart: Einheits- oder Metamorphoseu-Asthetik I; Aiartin Brussot: Benito PSrez Galdüs; Kurt Münzer: Von, Schriftsteller; Rudolf Krauß: Der Krieg und der deutsche Knabe; Kurt MartenS: Flugschriften über den'Krieg XVII; — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. — ^ UrÄ i_ TUe^Veltbühne, der Schaubühne XIV. Fahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jaeob- sohn, enthält in der Nummer 31: Kühlmann und Wrr: von Rudolf Leonhard; Zu diesem Krieg: von Goethe; Clemens Delbrück: von Johannes Fischart; Tätiger Geist!! von Willi Wolfradl; Tolstoi- Prophezeiung auf den Weltkrieg; Dichter und Helden: von Moritz Goldstetn; Die Schimeckische: von Peter Panter; August 1917: von Alfred Polgar; Zum ersten August: Theobald Tiger; Geschäft- Mrung: von Alfons Goldschmidt; Antworten. ScherzrStlrl. Plein Nachbar ist ein ekliger Ntann Und schikaniert mich, wo er nur kann. Mit Güte und Nachsicht wird nichts erreicht, Doch weiß ich ein Älittel, das hilft vielleicht. Wo er und ich vereint sind drin, Das hilft mir schon, da geh ich hin. —lt. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Füllrätsels in voriger Nummer. V A I K TASCHE B B A T JE N RIESIN SOHN Schriftleitung: vr. Meyer. - Zwillingsrunddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen.