Der endlose Weg. Roman ans Sibirien. Von I. O x e nH am. Autorisiert — Nachdruck verboten. 1 . Wie der Konvoi der Verschickten nach Irkutsk in Sibirien marschiert und Stepan Jtine der kleinen K a t i n k a begegnet. Einer-der gewaltigsten und dauerndsten Eindrücke von Stepan Jlines Kindheit war der Begriff Schmutz; Straßen- kot, Schlannn — zäher, schwarzer Schlamm, in den man bis auf die Knöchel einsank — , der Kot der endlosen Straße über die Hunderte, Tausende von Meilen von Kasan in Ruß- Hand nach Irkutsk in Sibirien. Jahrelang, solange bis er ein Mann wurde, träumte der kleine Stepan immer wieder und immer wieder von dem endlosen. Wandern aus der endlosen Straße in dem nimmer endenden Schmutz. ^ ; Und sogar, als er schon ein Mann war, dachte Stepan Jline noch gar oft an den schwarzen Schlamm. Denn auf der endlosen Straße hatte er ja Katinka zum ersten Male gesehen. „Halte dich fest an meinem Rock, Stepan! Festhalten!! Damit du mir nicht verloren gehst im Schmutz" — sagte seine Mutter — wie sie es Hunde Aemale schon gesagt hatte auf dem langen Weg. Dann packte Stepan jedesmal den groben wollenen Rock fester mit seinen Kindersäusten, vorwärts marschierend in dem zähen Brei, sich die Füßchen abstrampelnd, hinaus, hinein, tapp-tapp, uud so kam er eben doch vorwärts, der kleine Stepan. Tapp-Tapp. Immer am Rock der Mutter. Die Füße im Schlamm gehörten ihm. Er konnte sie sehen, oder wenigstens die beiden Schmutzklumpen da am Ende seiner kleinert Beine; fühlen jedoch konnte er sie nicht, beim die eisige Kälte machte sie empfindungslos. Wenn der Echlamnt nW gar so kalt gewesen wäre, so hätte er sich vielleicht sogar gefreut über das Tapp-Tapp und das Strampeln uüd das Vorwärtsgezerrtwerden. Doch der sibirische Kot war kälter denn Eis. Nur dann und wann des Nachts wurden ihm die.Füße wieder warm, wenn ider Vater oder die Mutter nicht zu müde rvarerr, sie so lange zu reiben, bis das Blut wieder pulsierte. Tagsüber jedoch waren diese Kindersüße gefühllos wie gefrorene Steine und so schwer, daß es manchmal gar'nicht gehen wollte mit dem Tapp-Tapp, dem Stampfen, dem Marschieren. Mar der Boden hart gefroren, so führte die Mutter ihn bei der Hand und er trabte vergnügt nebenher, weil er wußte, daß früher oder später Halt gemacht wurde und es dann etwas zürn Essen gab. Bor allem aber konnte rnan dann schlafen! Schlaf schien dem kleinen Stepan auf dem Wege von Kasan in Rußland nach Jrkrrtsk in Sibirien das Allerschönste im Leben . . . Wenn sie jedoch zu den schlechten Stellen kamen, dahin, wo die Hunderte von Füßen vor ihnen den gefrorenen Schlamm in einen zähen Brei Vers, wandelt hatten, dann mußte die Mutter Stepans Hand los- lassen, um mit beiden Händen den Rock bis über die 'Knie zu schürzen, sonst wäre sie nicht dnrchgekommen. Dann hing er sich krampfhaft hinten am Rock ein und wurde mitgezerrt. Der Vater konnte sich gar nicht um sein Kind kümmern. Schwer bepackt keuchte er voran, beladen mit seinen Werkzeugen und den notwendigsten Dingen, hie er aus dem alten Heim in Kasan hatte mitnehmen können. Der Kater sprach selten ein Wort. Sein Gesicht war stets verzerrt wie von Schmerz unk Wut — denn keinen Augenblick verließ ihn das quälende Grübeln darüber, weshalb solche Dinge geschehen durften, und eine Antwort fand er niemals. Zweihundert Männer, Weiber und Kinder, waren in dem Konvoi der Verschickten . . . „Jst's denn noch weit, Mutter?" fragte das Kind, zum zwanzigsten mal an diesem Tag. „Nimmer weit," antwortete die Mutter zum zwan- zigftenmal. Stepan stapfte also kjoffnmrgsvoll weiter. Wenn er die gleich Antwort auch oft vorher schon gehört hatte, so gab es ihm doch immer wieder neue Kraft, hörte er nur bii Stimme seiner Mutter. Außerdem wußte der kleine Mann, daß das Dorf nicht mehr weit sein konnte, denn der Schlamm jvar jetzt besonders tief, und Erfahrung hatte ihn gelehrt, daß der Weg immer am schlechtesten war, wenn man in ein Dorf kam oder aus einem Dorfe ging. „Jetzt kann ich die Häuser schon sehen," sagte die Muster endlich. „Gibt es dort etwas zu essen, Mutter?" „So Gott will. . ." Da packte Stepan den groben wollenen Rock fester, zog die Füßchen mannhaft aus dem Schlamm und steckte sie mannhaft wieder hinein. Die Dörfler kamen zu ihren Türen gelaufen, um die Verschickten vorbeiniarschieren zu sehen und ihrem eintönigen traurigen Singsang zu lauschen — auch sie waren ja einmal so marschiert; sie, oder ihre Eltern, oder wenigstens ihre Großeltern. Was sie geben konnten, gaben sie den Hungrigen gerne, so wenig es auch war. Weil Stepan so klein war und so kurze Beine hatte, so mußte der Vater! und die Mutter gewöhnlich ganz hinten mit den Allerletzten marschieren, und hätte das Kind nicht die Herzen aller Dörfler gerührt, so wäre es ihnen manchmal schlecht gegangen, wenn die Vorausmarschierenden die spärlichen Nahrungsmittel schon mit Beschlag belegt hatten. 'So war es auch heute. Der mlancholisch Zug schlich langsam durch die weite Dorfstraße, und die müden Wanderer sahen aus gierigen Augen auf die hölzernen Häuser^ links und rechts. Auch sie hatten einmal Häuser gehabt in Rußland . . . Der Ranch/ den die schwere Luft dann und wann aus den Schornsteinen auf die Straße niederdrückich schien ihnen süßer Duft — Die Einen bekamen Laibe schwarzen Brots, die Andern kleine Stücke Fleisch: ober nur die Glücklichen an der Spitze 234 des Zuges. Für viele war nichts mehr da. Nur mitleidig« Blicke An der Türe des ersten Hauses standen, ein Mann und eine Frau mit einenr kleinen Mädchen. Are schauten alle drei auf beit langen Zug; was sie geben Krnnten/ hatten st schon längst gegeben. Stepan blieb vor dieser Türe stehen und sah das Mädchen aus großen Kinderaugen an. Sie war sehr hübsch. Eine runde, enganliegende Kappe trug sw, aus ver es seidenweich hervorquoll von langen blonden Loaett, ihre Augen waren ein dunkles Blau und voller Mitleid. Lue Mute Stepan an und er schaute sie an. Und plötzlich zog ie das Händchen hinter dem Rücken hervor/ mit einem großen runden Stück weißen Brots, noch heiß, und streckte es ihm bin— eine entschieden zu köstliche Gabe, als daß oer hungrige kleine Bub nicht eilends zugegrifsen hatte. So gre- iig biß er hinein.' daß er sein Dankschön.nur noch nicken konnte. In seinem Leben hatte er noch kein so gu^ev Brot gegessen, noch kein so reizendes kleines Mädchen gesepen. Er starrte sie an,- während er aß; und die blauen Augen mit dem mitleidigen Blick- die strömenden Locken, das ^Ktnder- besicht wurden zum zweiten großen Eindruck in Luepans nrngeni Lebeii. ^ . , «. >Da — jetzt hast du dein Abendbrot weggeaebeu, Katinka! Und mehr ist nicht mehr da!" sagte die Mutter, halb Stepan das hörte, gab er sich einen Ruck (es war sehr schwer) und hielt ihr das Stückchen Brot wieder hm^ Was noch übrig geblieben war; aber sie schüttelte nur den Kops, lachte ein wenig und hing sich, scheu an iyrer , Mutter Rock, detrn Stepan war über und über mit dem wchmutz der Straße Aberzogen/ so hoch emporgespritzt, daß er sogar sein Gesichtchen fast perdeckte. Was jedoch die kieme .Aatmta von diesem Gesicht sehen konnte, das gefiel ihr! „Der liebe Gott schütze dich., Katinka, und all seine heiligen Engel!" ries Stepans Mutter, Und dann zog der traurige Zug weiter. Auf dem laugen Weg keuchte Stepans Väter — Iwan Mine, aus dem fernen Kasan an her Wolga — stumm und dumpf unter feiner schweren Last dahin, gebeugten Haupwv, mit ewig wunderndem Gesicht; ein grtmntiges lebenrnges. ^ kann das nur sein? Weshalb sind wir hier ?" So fragte sich immer sein Verstand, der auf einmal gar so langsam und schwerfällig arbeitete. Und me konnte er eine Antwort auf die einfache Frage finden — — — Bittere Gedanken erfüllten ihn tagsüber, Gedanken, me , bitterer wurden in den Nächten. Iwan Jline war ein fchmied gewesen in Kasan; ein hart arbeitender Hand- E crer, keinem Menschen Geld schuldig, zufrieden genug m iem bescheidenen Häuschen. Ein ganzer Mann m seiner t. Ein Arbeiter? der viel arbeitete, wemg sprach und noch weniger sich .mit Denken plagte,- mtd jetzt nach, all den Mo- rraten stoch immer nicht die Katastrophe begreifen tonnte- die sein Heim vernichtet hatte und ihn mit Weib und Kind erbarmungslos vor sich her trieb nach, dem hohen Norden. Das Unglück war über Nacht gekommen. Eines Abends faß Iwan Jline,. der Schmied, m \mxtx Schmiede unb hämmerte Eisenbänder auf eme Schlittenku,e, als ein gewaltiges Pferdegetrappel ^erklang. Polizisten sprau- sen in die Schmiede; Gendarmen drangen m die Wohnung. Ein Gendarmerie-Ofiizier erklärte dem bestürzten glitte kurz/ daß er mit seinen Steuern böswillig im Rückstand und ein Verdammter Progressist sei, der dem liebelt Gott danken Müsse, daß ihm nichts geschehe als Verbannung nach Irkutsk in Sibirien auf administrativem Wege. Jline Lobte, wurde prompt zu Boden geschlagen und gefesselt. Er wußte natürlich, nicht/ daß Sibirien dringend gelernte Arbeiter brauchte! Und daß er einem Mann tm Wege war, der die Schmiede gar zu gerne gehabt hätte — eütem Mann,/ der genau wußte, wo man Rnbelschetne am Mvinnbringendsten anlegte! Am zweiten Tag begann der Marsch, Iwan Jline fand sich mit Weib und Krnd auf dem Weg »ach Sibirien, sich immer wieder ben Kopf zerbrechend, was u denn getan habe, uw eine so fürchterliche Strafe zu ver- Kenen! Von Tag zu Tag wurde er abgestumpfter. Dann und wann erzählte ihnt auf dem Marsch etn anderer Gefangener, wie es ihnt ergangen sei, und es schien Jline/ als sei er nicht der Einzige, der um germgep >e willen leiden wußte. Der eine war gepfändet worden und hatte gar noch Aerger gezeigt, als man ihm seine letzten Habseligkeiten wegnahm. Und der andere hatte Holz gestohlen im kalten Winter. Wieder ein anderer,' ein Soldat, war Mit der milij- tärischen Disziplin in Konflikt gekommen. Jener hatte einen Gendarmen geprügelt. Das war allerdings schlimm, aber dennoch — && Sie alle zerbrachen sich hilflos die Kopse über die Härte ihrier Strafen. Sie konnten ja nicht wissen,! daß man sie brauchte!! Daß sie einem Land entgegenmarschierten, m dem gewaltige Werte und Möglichkeiten steckten - Goto und Silber und Eisen; Wälder wertvollen Holzes und Weizenernten und Pelzwerk; Fische und Wild — ungeheurer Reichtum, uet nur aus den Schatzgräber wartete, dessen die Regierung bedurfte, um für die russische Volkswirtscha.t dw Schatze de^ ungeheureii Sibiriens zu heben: den .Ansiedler! solange Sibirien nicht besiedelt war, mußte'es wertlos bleiben sur um? heilige Rußland, und da die Russen merkwürdigerweise nicht die geringste Pust zu freiwilliger Auswanderung nach, Sibirien zeigten, so blieb einer weisen Regierung wirklich Nstpts. anderes übrig/ als ein wenig uachzrkhelsen — die notigen Ansiedler mit Gewalt nach dem gelobten Land zu spedieren. Daher Verbannung ltm geringfügigster Ursachen willen ... Und Monat für Monat und Jahr für Jahr quälten sich so die traurigen Züge der Verschickten über me öden Steppen hin; der ehrliche Handwerker neben dem schweren Verbrecher, vereint mit ihm durch gemeinsames Unglück, tlnd wer die Schrecken des ungeheuren Marsches überleote, siedelte sich dankbar dort an, wo man ihn hinwies, schweigend, gleichgültig/ stenn der Marsch hatte Gefügigkeit gelehrt! * * Sv war der Schlamin/ eisiger, zäher, nimmer endender Schlamm, her erste große Eindruck, ben auf Stepan das Leben machte. Der zweite war Katinka. Zwei Monate noch marschierte er auf der endlosen Straße, bis die 400 Menen erftapst waren, die noch zwischen jenem Dörfchen und Irkutsk lagern aber kein Tug verging, so schneidend auch der Wind und so kalt der Schlarnm sein mocpte, ohne daß der Bub an das Mädel dachte — ein merkwürdig Ding. So schnell Kinder sonst vergessen — das schüchteriie rouge Gesichtchen war wie himingebannt in des kimnen Ltepanv Augen. Er sah sie intnrer ganz deutlich vor sich. Als der ewiggraue Himmel sich, endlich, lichtete und die Lonne durachrach und die Wanderer in dem kurzen Frühling oahmzogen,,dachte er nur an sie, wenn er am Wegrand so viele Blumen pstEe, daß er sie kaum halten konnte in den kleinen H-äustchen. Die schenkte er in Gedanken alle seiner Katinka. Der zweite Frühling war es auf dem Marsch, denn im Frühling hatte sich damals in Kasan der Zug der Verschickten gebildet. Neun Jahre alt war Stepan gewesen an fenem Tage — jetzt Zählte er zehn Jahre und noch immer waren sie auf dem Marsch, einer entsetzliche langen Wanderung für so kleine Beine, wenn sie auch einem kernges nnden Buben gehörten. (£iiteit Frühling hindurch, einen Sommer, einen Herbst, einen Winter, und wieder einen Frühling trapptrappten die tapferen kleinen Beine mannhaft neben den Männern hin. „ , . . Im Sommer und Herbst gar machten sie den doppelten Weg/denn nun erblühten Blumen auf der Steppe, die von Stepan gepflückt sein wollten. Da war sprießendes Gras, so weit man sehen konnte,! über und über durchwirkt mit Margareten und Schlüsselblumen; Meilen von duukelgelöen Dotterblüten hier, weite Strecken von knallblauen Vergißt meinnicht dort, so blau, daß der Bub sich zusammenträumte, ein Stück des Frühlingshimmels müsse herilntergefallen fern auf die Steppe. _ ... . . Ein Paradies sind die sibirischen Lteppen wahrend einer kurzen Spanne Zeit im Jahr,, wenn die Sonne aus wolkenlosem Himmel herniederglänzt und Farbenschonhett m oer Oede erzeugt. . t m t t Stepan lief wieder und wieder seiner Mutter fort, bald hinter einem Sperling her- bald hinter einem Kuckuck oder den Steppen-RebHühnern/ die furchtlos herbeitrippelten, um sich den Zug von Männern und Weibern und Ktnvern an- zusehen. Manchmal verschwand er sogar völlig m den Grasern, die ihm weit über den Kopf reimten, und seine Mutter wurde ängstlich, aber in wenigen Minuten war er wieder da, bepackt mit Blumen- und zitternd vor Aufregung uver lei wundersame Erlebnisse mit Freund Lperlmg und Gevatter Frosch. _ „ . [ Dann wieder führte die Straße durch gewaltige Wälder 23b von SilLerbirkn und Pappeln und Eschen,' und rm Gestrüpp gab es wilde Kirschen und Erdbeeren . . . Die Blu- tnkm wfurden selten und die Vögel flogen.fort, der Sonne nach,, als der Sommer starb, und es sich! im frühen sibirr- Men Herbst wie leuchtendes Gold über die Steppen legte. Der erste Schnee kam auf das herbstliche Goldbraun/ die Kälte, und Stepan fror sehr, au der Mutter Rock angeklam- mert, zwanzigmal im Tag fragend: [ imJ Meit Wimmer weit," sagte sie dann seufzend jedesmal. ^ Doch der Winter brachte bitterharte Zeiten, so hart, dag sie die Erinnerung an SteppeuprachL und.Blumen fülle ganz und gar auslöschten. Grau in Grau der Himmel, wenn er zu sehen war durch das Gewirbel von Schneeflocken; schneidend der Wind und schmerzend wie Peitschenhiebe; eisig- kalt und zähe wie Kleister der schwarzbraune Schlamm. Nur des Nachts war Stepan warm und dann nur, wenn im Wald gelagert wurde und große Feuer angezündet werden konnten. Noch Jahre später brach manchmal im Schlaf der kleine Stepan in bitteres Schluchzen aus — dann träumte er, die Füße seien ihm eisig kalt,, steif, gefühllos; ohne Leben, wie begraben in erbarmungslosem Schlamm. Kalte Schauer liefen ihm über den Rücken, weirn er im Schlaf wieder erlebte, wie er mit erfrorenen Fingern und abgebrochenen, zerfetzten Fingernägeln nach der Mutter Rock Lastete urrd sich eink—r— r—rallte, bis die Nägel faßten. Er schluchzte, schrie auf damit, urrd ioenn die Mutter ihn hörte- wußte sie gleich, was ihn plagte, und rieb ihm zärtlich, wärmend, die Füge, bis der böse Traum vorüber war. „ _ Im Winter auf dem Weg war es auch- als Stepan zum erstenmal das langhingezogene Heulen hungernder Wolfe Airte. Die Töne lösterr, sonderbarerweise, nicht Furcht tu dem Buben aus,! sondern kindische Wut! Und doch war dies wieder nicht'sonderbar- denn er sah, wie seine Mutter, diL so tapfer war tut Dunkeln und sich nicht einmal vor dem eisigen Schlanim fürchtete, entsetzt zusammenschrak und angstvoll auf das Geheul horchte, bis die Zähne ihr klapperten vor Eilt- ballte per Bub die Fäuste, weil er seine Mutter leiden sah und schrie: „Furcht' dich nicht, Mutti! Wenn die bösen Wolfe kommen, bring' ich sie um —" Die Wölfe kamen niemals 10 nahe, daß der kleine Held sie hätte „umbringen" können, und er empfand daher ganz folgerichtig niemals Furcht vor Wölfen und Wolfsgeheul— — nur Wut; blinde Wut und instinktiven Haß — als Bub wie später als Mann. , So marschierte der zehnjährige Stepan Jlme von Kasan in Rußland nach Irkutsk in Sibirien. (Fortsetzung folgt.) Die Geschichte der Gemüse. Es iü die Zeit, in der mehr noch als sonst die Gemüse ^ür unsere Ernährung in Kriegszeiten ihre besondere Rolle sprel-m Und uns über die Zeit der größten Mapphnt bis zur konunuueü Ernte Hinweghelsen. Ti« „KüchntMoache, wie man fit TtuUr Waiutte, blicken auf eine uralte VergarWerrheit zurück^ ihr Ursprung verliert sich in Pas TmM der Vor^schr^. Lchon berr Schweizer Pfahlbauern der spateren Steriizelt vor 4000 Zähren chch die ältesten in Europa angebauten Gemüft geymden ivorden. Man hat Samen von Erbsen, Mohrrnoen und Pastruak sestMtellt, die daraus hinlviesen, daß auch dies« vorgesaMhtlrchen wosnschM. sre -fr-? Nabrnna zogen In der Bronzezeit tritt oann die Luise Unzn und N die Saubohne. Bei uns in Tesrtschland sind die feineren Gemüsearten allerdings erst von den Rönnen ^angeführt worden, die auch den bereits bgannten, durch, ihre yoch- entwickelte Gartenkunst eine sorgsame Pflege angedeihen liegen. Minius berichtet z. B., der Kaiser Trbern^ habe sich Mohrrüben Ar seine Tafel aus Germanien kommen lassen, und per Rettich Labe dort die „Größe neugeborener Kruder," erreicht. ©8 handelte sich dabei jedenfalls um Pflanzen, di« von den Römern eingesührt und in den Militärkolonien am Rhem gezogen Wurden. Tis Germanen selbst, die der FlÄschnahrnng den Vorzug gaben, wollten sich nur langsam an vegetarische Kost gewöhnen. Karl der Groß« mußte die Mohrrübe seinen Franken erst angelegentlich E r Kultur empfehlen. Tie Verfeinerung. dkr Gemüse, wie wir bttcke kennen, haben die Mönche gelehrt, di« ihr« ^aitensperseu rch Koblgerichte, seine Salatartm usw. reichhaltiger gestalteten. So ist der'Blattsalat, wie wir ihn kemren, der Genuß der rohen Blätter, die mit Oel und.Gewürzen Klgerichtet sind, zuerst m italienischen Klöstern bereitet worden. Ein« umfangreiche Kultur der Küchen gewächf« entfaltete sich besonders in den Ltadten, m denen bedeutende Klosteransiedümgen waren, wie in Bamberg, in Mürzburg, Mainz und Erfurt. Von dm einzelnen Gemüsearten, die für heute uns noch wichtig sind, findet sich der Spargel schon aus altägyytischen Zeichmm!- «en; es wird berichtet, daß in Griechenland Spargelsprossen als! Amulette getragen wurden, und der ältere Cato gibt in seines Schrift über dm Landban um 200 v. Ehr. genauere Mitteilungen über seinen Anbau. Auf den Stillebeu, die auf pompejanischenl Wandgemälden wiedergesunden wurden, sieht man Spargel mit Zwiebeln, Rettichen, Rüben und einer .Art kleiner Kürbisse zu Bündeln zusammengelegt, die augmscheiulich dazu dienten, den Appetit anznregen. In Teutschland hat es lange gedauert, bis man sich zu dem Genuß des uns heute so wohlmnndenden saftigen Stengels entschloß. Noch 1539 nannte ihn der deutsch« Geistliche Hieronymus Bock in seinem „New Kräutterbnch" einen „gemeinen Salat der Walen und Hispaurer, der nunmehr auch wie andern Leckerbißlein ins Teutschland kommen ist". Im 17. Jahrhundert schrieb man dann denr Spargel besondere Heilkräfte zu, aber erst viel später, erst im 19. Jahrhundert, hat dies Gemüse in weiteren! Kreisen Verbreitung gesunden. Ein Gemüse, das der europäischen Kultur durch die Araber vermittelt wurde, ist der Spinat. Tie Griechen nud Römer scheinen ihn nicht gekannt zu haben; in Persien aber scheint seine Kultur unter dem Namen Jspany schon im Alter- tunr aufgekommen zu sein, als Jsfany wurde er nach Indien gebracht, als Jssanädsch zu den Arabern, die ihn zuerst nach Spanien brachten. 1351 wird das Spinarginm unter den Fastenspeisen der Mönche erwähnt. Aber auch im 16. Jahrhundert war der Spinat in Teutschland noch ein neues, wenig bekanntes Gemüse. Um diese Zeit ivar auch der Blumenkohl noch nicht nach Teutschland gekommen. Er wurde gegen Eude des 16. Jahrhmiderts von der Levante nach Italien und vou da Anfang des 17. Jahrhunderts nach Teutschland eingeflihrt. In seiner „Kuriosen Landwirtschaft berichtet von Hohberg ums Jahr 1682, Blumenkohl fei erst vor etlichen Jahren zu den Deutschen gekommen und eine gar ielt-am« wunderliche Speise. Damit sind wir bei den Kohlarten angelangt, deren außerordentlich große Anzahl von Kulturformen, nämlich etwa 120, die Küche so mannigfach versorgen. Während die Aogypter den Kvhl noch nicht gekannt haben, Wcvbe er von den Griechen als wohlschmeckend und gesund sehr ge- schatztj. Tpr älter« Cato preist ihn geradezu als das allerbeste Gemüse, gleich gut in rohem und gekochtem Zustand. In der Karser- zeit galt es als ein bedrohliches Zeichen der beginnenden Dekadenz, daß den jungen verweichlichten Herren der von den Vätern so leidenschaftlich gegessene Kohl nicht mehr schmecken wollte. Das ganze Mittelalter hindurch war der Kohl ein äußerst beliebtes Polks- igericht, dessen Genuß in der späteren Zeit ebenfalls als ein Beweis für ein einfach kräftiges Leben angesehen wurde. Ein Samt and er, der die preußischen Ordensritter aus ihrer Burg zu Walga Kohl jessen sah, riet seinen Landsleuten dringend ab, die Ritter anzu- Krcifen, denn !0«r könne einem Volke widerstehen, daß so genüg- sa;n sei, Gras zu essen. Einen besonderen Ruf als Nationaffpeise genießt ja bei uns der konservierte Weißkohl als Sauerkraut. Die Alten hatten jedenfalls noch kein Sauerkraut, ubivohl auch sie eine Art der Kiohlkonservierung kannten, indem sie nach denr Bericht des Ackerbauschriftstellers Colnmella Kohlköpfe mit Salz bestreuten und mit Essig übergossen. Diese Form, den Kohl einzumachen, würde von den Römern in den Klöstern des frühen Mittelalters! Übernommen, aber das Volk mochte sich nicht damit befreunden/ Andern es übernahm die Sauerkrautbereitung von den Slawen, die noch heute die größten Sauerkrautesser sind. Wenn also dre Franzosen in der Vorliebe für Sauerkraut eine besonder« deutsche Ggentümlichkeit'erblicken und uns deshalb mit wenig schmeichelhaften Namen bedenken, so wenden sie sich an die falsche .Adresse- Albamsttze Märchen. A l i D r u t s ch i. ^ Ein armer Holzfäller, M Trutschi hieß er, ging eines Regentages aus der Stadt in den Wald, um Holz, zu fallm. Aus dem Heimweg kam er au einer alten Teile, einem Kloster _bct* Bektaschi vorüber. Ta begegnete er einem alten Derwisch. Der. war in der ganzen Stadt umsonst ein Obdach suchen gegangen; niemand wollte ihn aufnehmen. Ali, wie alle Albaner gast- sreundlich, welcher Religion sie auch seien, lud ihn em „Komma mit mir. Jich bin nur ein Holzfäller und habe Nicht viel. Wer was Gott mir gab, wollen wir teilen." Als der Terwisch am nächsten Atorgen von dem GastfrelE schied, fragte er ichr nach dem Namen. Ali imnnte uch. wer Derwisch b' war aber niemand arideres gewesen, als der König des Landes. Kaum in seinem Palast angekommen, lies; er verrrmden, er werde Ali, dem Holzfäller, jeden Wunsch erfüllen. Man suchte ihn und brachte ihn ins Schloß. , „ ... ..... . c Tie Dienerschaft war, wie alle Diener smd: neidisch, "Nß- günstig. Ta sie wußten, daß der König Ali gut wollte, versuchten sre rhn beim Könige zu schaden und redeten ihm, em, er nwge, nach seinen Wünschen Lesragt, vom Könige nur einen Wunsch "suM verlangen; die Mrigstochter zur Frau. Ali folgte, der Konrg konnte'sein Wort iiicht brechen, denn damalv gab es noch ganz richtige König« im Lande. . ,, . . * Ter König gab dem Holzfäller die Prinzessin zur ötau. Unter einet* einzigen Bedingung: beide mußten sofort das uand verladen. — 236 Nach langem Wäschern kam das junge Paarjat einem reichen, alten Manne. Ali frug nach Arbeit. ,,-öa, sagte der Alte, „es trifft sich gut. Eben.benötige rch Mnand. habe tm Kelter eine Menae Gold: das muß, gewaschen lverden/ . Ali aber hatte gehört, daß der Alte alle seme Goldloas^cher töten lasse, damit sie nachher nichts verrieten. Niemand wagte sich mehr in seinen Dienst. Mi aber vertrante semem Gluck und beschloß es zu versucheri. Ms er mit,der Goldwäsche wrttg war, verschloß er den Keller vion innen, rref den Mten uno sagte: Ich werde jetzt hier unten blerben und so lange brüllen, bis mich jemand hört. Denen tverde ich dann das ^ersteck deuuw Goldes verraten." Ter Mte erschrak und, persprach Mi tanseild Goldstücke und die Freiheit, wenn er schweige Ali nahm den Vorschlag an, sorgte dafür, daß der Alte, der ihn fürchtete, Wort hielt und kanste sich m derselben Ltadt, nun wohlhabend geworden, ein Haus, ganz in der Nahe des Alten. Lch kurzer Zeit starb^der Geizhals, mb ^er lemer E^ben wu&tc um den Ort des Schatzes. Schließlich glaubten sie ntckx einmal daran. Um ein geringes ^^band Mi^s HauschNi verstorbenen Geizhalses mrd, brachte das Goto, denen^Lers^ckthm ia bekannt war, in Sicherheit. -Er füllte es m große Kiüpas, Tom aefäße in denen nienrand Gold vermutet haben wurde,streut Sfm über L Gold, belud die Pferde damit und zog Mt seiner ^“IhTmK mStOT ttatMtdj «tM« Hörte von ihnen nnd lud sie, um van ihiren selbst Näheres zu er- fahr«l^zE^WerMsewein ^ Prinzessm nach Fraucuatt überall umher alles zu besichtigen. Ueberall war sie nnt den Zimmern >Nnd Gängen derart vertraut, daß es aüfliel. Irr ihreni ehemaligen Lurmstübcheii stand I-och ihr Webstrchl Mit emer angesangenen kunstvollen Arbeit. Sie setzte sich dazu iind ioebte das 'Nnsrer weitm. Amme die es geseheir, nveldete es ^der Költigin, denn niemand vermöchte so schön gm, Webstnhl M Acken als dr^ verschwundene Kömgskiud. Tie Königin sagte. „Meme Tochter hatte zwischen den Schultem ein so schönes Mttttermal, wrc kern Mensch aus der Welt. Wir werden seherr! . , ...... Vor dem Schlafengehen wurde die Fvenrde ins Bad Sttührt. Tie Königin nnd Mutter war zugegen und erkannte ihre Tochter. Tie wundersame Geschichte wurde dem Konrg berichtet und ^es erfolgte, was «fvlgerr mußte: er erkannte seme Tochter und seinen Schwiegersohn wieder. Ter berrckKete seine Geschichte und der König meinte: „Du warst nmttg und besonnen, wie ern .Herr, K ein Fürst. Nun kannst du hier bleiben. I zwo e siton! Dem Mutigen wird das Verdienst!" Und die ganze Stadt feierte Feste imo fvönte sich beä Glückes. Büchertisch. - Paul Natorp: Deutscher Weltberrtt. 2 Bde. 1. Bd. 4.50 Mk. 2. Bd. 6,50 Mk.: in 1. Bd. geb. 13 Mk. Verlag Eugen Hederichs, Jena. — Der bekannte Philosoph unserer Nachbarumversttat Marburg hat soeben nneder ein prachtvolles, gedankentiefev philosophisches Werk erscheinen lassen. Es gliedert sich in 2 Sbc., oon denen allerdings and) jeder einzelne geschlossen dasteht. Jin ersten Band „Die Weltalter des Geistes zeichnet Natorp die Charak- tere der Weltalter, die die menschliche Gersteseiitimcklung durchlauft und führt dadurch zum Verständnis, was der Weltkrieg für die Menschheit bedeiltet. Die Art der Untersuchung ist nicht geschichtlich, sondern philosophisch, sie erklärt nicht, sondern arbettet . ilchtlnnen heraus, die die Menschheit höher fuhren. Dre indische phrlosophle wird bis zu ihrer modernen Entivicklung rn Tagore betiaudelt, >^er in seiner Philosophie zii einer Abkehr vom orientalischen Onlstr.-mns durch Befreiung im Handel,i kommt. Judentum, Griechentum, Christentum, Renaissance schließen sich an. Dav letzte Kapitel behandelt den Geist der Neuzeit, der, Geist des Jndwidualwmur,, der die Heroen Shakespeare, Rembrandt nnd Goetye hervorbrachte. Jener erzeugt schrankenlose Differenzrerung alles Geistigen, die aus der vertieften Erkenntnis der kritischen Methode stießt, aber auch zugleich die Verheißung der Rückkehr zur Einheit m sich tragt. Diese Einheit bereitet sich durch die Entwicklung des seelischen Lebens der einzelnen Völkermdividnen vor. „ Jin 2. Band: „Die Seele des Deutschen" gilt es dem Verfasser im gegenwärtigen Zeitgeschehen an den.großen Geistern unserer Vergangenheit, die die deiitsche Seele geprägt haben, sich zn orientieren und dainit Stellung zu unseren Zukunitansgaben zu finden, zur deutschen Geistigkeit. So ist ihm Dürers Ritter mit Tod und Teilfel der symbolische Ausdruck unseres Wissens zur Idee, das sich im Sozialen nnd Politischen verkörpert. Natorp formuliert als deiitsche Aufgabe: den Wirtschaftsslaat über den Rechtsstaat hinaus zum Erziehiingsstaat imd dainit znr Menschengemeinschaft zu entwickeln. Von der Zivilisation geht der Weg zur Kultur durch das „Bauen". Meister Eckehart, Luther, Kant ,rnd Goethe sind ihm die vier großen Eckpfeiler der Vergangenheit. Auf den erstei, ist die Selbstentdecknng der deutschen Seele znrückzuführen, Luther entwickelt , e zur religiösen Tat, durch Kant kommt sie zur inneren Klarheit und diirch Geothe landet sie in der Universalität. Erhöhung de« Menschengeistes ist die deiitsche Ausgabe nnd darum versteht der Deutsche das „Erkenne dich" im Sinne der Griechen, „Sei dir deiner Grenze bewußt, dalln erst kommst du zii echter Gemeinschaft, zu echtem Menschentilin, das nicht mit der Anbetung des Erfolges und der Macht zusammensällt." _ . — Albert Hendschel, Kunterbunt, 86 Sftzzeu. Preis 1.50 M?., Pappband 2 Mk. Verlag vorr Julius Hoffmairn. Stuttgart. Die überaus günstige Aufnahme der unter dem Tttet „Kirrder uiid Käuze" veröffe,ttlichte,r Skizzen Ltlbert HendscheÄ beinr kunstliebenden Publikunr veranlagte den Verlag zur Herausgabe eines zweiten Bändchens in gleicher Ausstattung, das"Kun«V' buirt" genannt wird. Wie .sein Vorläufer ist es ern Bon, köstlichen Humors und herzgetvinnender Forsche. Auch kn "Kunterbunt" -komnrt die einzigartige Grazie des lre^enswürorgeir und schalkhaften Frankfurter Künstlers zu vollem Ausdruck. Somancher, den die rauhe Gegenwatt wund und traurig gestimmt hat, wrro beim Beschauen der in „Kunterbunt" vereinigten Skizzen wieder ein herzhaftes Lachen ftnden. ^ — DerKandidat des Levens Roman von Erdmarn, Graeser. Berlin, Ullstein & Co. Preis 4.50 Mk. - Ten Roman einer Jugend neiint Erdmann Graeser die Geschichte des Kandidaten Weidner, des verträumten Jdeali en, des stillen Sonderlings. Bis rn me Zayre der Kindheit geht er zurück, das, was einmal war, zn neuem l.even beseelend. In einem Haus am Berliner Landwehrkanal, m oen altmodischen Zimmern der Eltern wächst sein Felix Weidner oeran. Und nun vollzieht sich im Zusammenstoß der Wirklichkeit und der die Wirklichkeit fliehenden Torenschwärinerei, mit einem Hang zum Seltsamen imb mit tiefein Gefühl erzählt, das Schicksal des ewigen Kandidaten. _ _ _ _ * )t — Die letzten Acht von S. M. S.^F rauen lob. Meine KriegssaHrteir aiis S. M. S. „Frarmckob bis zü semtttz Uutergang; das Schicksal der acht Ueberlebenden. Vou Fä^unckch z. See .Walter Swlzmauu. Preis 1 Mk. Sttrtgart, Verlag von Julius Hoftnnriul. Diesem Büchlein braucht nwir nicht mele Enlpfehlungen mitzugeben, denn es ist ganz voll der Art vorr Menschen und Büchern, die sich die Herzeil aller ttu Fluge erobern. Aber etwas sehr Bedeutendes darf mat, riihig vor, me,cm anspruchslosen Werkchen sagen: solckies JüngkngsMm, wie es hier sich ossenbatt, ist eine Zierde des deutschen Wesens, für ivelches es ein klares und schönes Zeugnis ablegt. — Hochland, Monatsschrift sür alte hsebrete de»> Wrsiens, der Literatur und Mmst. HeranSgegeben vvn -b^osessor . Scan Muth. Jos. Wselsche Buchhandlung, Kempten und^ Muucheiu Vierteljährlich 4.50 Mk. und Teuerurrgszuschlag Inhalt des Juliheftes: Die Einigung Italiens und das Entstehen der römischen Frage. Bon Univ.-Prof. Dr. Hernricy Schrors. — Magische der Sprache im liturgischeri Kirchengesang. euic^ psy ) - logische Studie von Dr. W. Matthußen. - Zacharms der Schreiber. Eine Legende vou Andr. Eckvrecht.-- Kirche und .cutw- nalität. Bon Univ.-Prvf. Dr. Conrad Bvrnhak. sichte vvn R. I. Sorge, P. Dörfler, M. Fischer, P. Bauer G. Grettsch. — Heiirrich von Treitschkes Lebensioerk. Von Dr. Max Fischer. Kleine Bausteine. — Kritik. — Rundschau < — Die Weltbühne, der Schaubühire XIV. .rahr,DoäLN- schrist für Politik, Kmrft, Witt schuft, heraus gegebeli von Siegfried ^ Jacobsohli, enthält in der Numurer 29: Der Zlvaug der Tatsachen, von Gernranictks. Zit diesem Krieg, von Goethe. Paiil Fuhrnrann, von Johannes Fischatt. Moritz Hei manu, vorr Altcuburg, Bre. Buber-, Elias, Hvlitfcher, Lonch, Marm, Merer-Graeft, Orttk, Stchr, Wassernrann Tie Liebenden, von Helnrlch Lecsch. Hüde- brand, von Mfted Polgar. An Theobald Tiger, von Peter Panter. Ergebnisse, von Mfted Gttinewald. Spanische Krankheit?, von Theobald Tiger. Die Börse, vorr Alfons Goldschmidt., Antwvtterr. _ Das literaris che Echo, öalbnionatsschrist für Llteratirr» freunde. (Begründet vou Dr. Josef Ettlinger. Herausgegeben von Dr. Ernst Seilborn.) Verlag: Egon Fleischet & Co., Berlin W 9. Das 1. Augustheft ist soeben mit folgendern Jiihalt erschienen: Lou Andreäs-Snlomö: Karl Nötzels Tolstoi; Hans Franck: Die Dramen Erlist Varlachs; Karl Huber: Die Heide i" der Dichtung: WillVeSper: Drei Gedichte; Heinrich Zerkaulen: Neue Lyrik 1 — Echo der Buhnen — Echo der Zeitungen — Echo der Zeitschriften Echo dev Auslandes — Kurze Anzeigen. Scherzratfek. Am Himmel stand es schiriiinernd klar, Verlor ein Teilcheri — Soiiderbarl Ich kam dazli, ivas steht nun hier? Ein kleines Tier voll Raitbbegier, Doch rvill uian es in Freiheit sehrr. Muß irach Nordafrika man gehn. — lt. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösiing der Geheimschrift in voriger Nummer. Heute rot — morgen tot. Schlüssel: Die links steherrden Zahlen beziehen sich auf dt« Buchstaben der drei obereii Wörter, die rechts stehende,t auf die der unteren drei. Schriftleitung: W. Aieyer. — Zwillingsrunddruck der Arühl'schen Un-v.-Buch- und Steindruckerei'. R. Lange, Gießen.