Der Flammentöter. Roman von Horst Sobetttet. (Fortsetzung.) In die Sofaecke gedrückt, saß der Flammeutoter. Das Wasser schoß ihm in die Ungen .Nein, der Krohlow war ein Dutzendmensch. Der war ein ganzer Kerl, mit einer Selbstsucht, vor der man den. Hut ziehen mußte . . . Der mochte noch so schnoddrig reden, der kaut so leicht nicht „über den Berg" . . . Bei all seiner Haltung, ein Don hatte durch seine Worte geschwungen, dem man's anmerlie, wie da ^ ein Mannesherz in der Brust zitterte. . . Und er? Freilich, er hatte Trümpfe in der Hand! . . . Hoch sprang er. „Du — ich bin kein Spitzbube!" Mit großen Augen sah ihn Krohlow an. „Wer sagt denn das, 'mein Jungchen? Kein Mensch! . Ich muß doch wohl der erste fein, der begreift, daß du die Trude lieb gewonnen hast! . . . Und ich versteh dich auch, glaub's ganz getrost! . . . Was hast du denn bis heute von deinem Leben gehabt? Gearbeitet, Bewunderungswertes geschaffen, und trotzdem auf keinen grünen Zweig gekommen! All die dreißig bist du auch bald ran, ja, daZoill man festen Boden unter die Füße kriegen und eine Frau ans Mänuerherz drücken! . . . Daß deine Gefühle nun gerade zu derselben sprechen wie meine, — und wo dazu der Klausner eine Kette am Bein hat, — ist ein heilloses Pech! Mer illUß denn das nicht zugeben? . . . Aber, Flammen- töter, da hilft kein Reden drum herum, da müssen Daten einsetzen! ... So, und mm wollen wir nicht mehr heute abend lveiter drüber sprechen! Du wirsfst deine Schlappheit Mm alten Eisen, und morgen nachmittag hast du die Güte taub sagst mir, wie die Aktien stehen! . . . Jetzt entschuldige mich! ich will tu der Küche etwas zu essen und zu trinken holen! Brenli dir einstweilen eine Zigarre an!" Als er in der Küche das Nötige zusammensuchte, hörte er, wie sich Wellerkamp leise davonschlcichen wollte. Er stürzte auf den Korridor, packte ihn beim Aermel. ,.,Wv soll denn die Reise hin? ... Es ist alles bereit, umziehen hat keinen Zweck mehr!" Aber der Flammentöter machte sich frei und lief wortlos die Treppen hinauf. Krohlow wartete, aber der Freund kam nicht wieder. Da zuckte er die Achfeln. Vielleicht war's besser so. Und nun nichts gegessen. In seinem Nachttisch hatte er rwch ein paar Schlafpnlver, die genommen und dem Burschen einen Zettel geschrieben: „Wecken halb sechs! Den nassen Schwamm ins Wsicht!" * Herr Klausner saß am Montagmorgen am Schreibtisch in seinem Privatbureau, er hatte nur flüchtig die Post nachgesehen und stützte den Kopf in die Hände. . . Die Nerven Meldeten sich nun doch! Er ward die Zweifel nicht los, ob Wellerkamv überhaupt wiederkam. Sich heimlich erkundigen lassen wollte er nicht. Und wenn er kam, dann müßten sofort die nötigen Vereinbarungen getroffen werden. Reinen Tisch — so oder so! . . . Denn gestern früh! hatte seine Trude einen bösen Schwirwelarrsiall bekommen, der Arzt, ein alter Freund des Hauses, mußte geholt-werden, und der hatte Wohl gleich die Krankheit richtig erkannt. . . Unter vier Augen hatte der nach der Untersuchung gesagt: Mein lieber Klausner! Unterernährung! Wenn sich ba§ ! Nebel bei mannbaren Jungfrauen einstellt, so hangt das gewöhnlich mit der Liebe zusammen! Die schlägt dann gleich aus den Magen! Der Appetit schwindet, die Tränen rollen leicht und reichlich! Da gibt's zwei Heilmittel. Das eine, Sie geben postwendend ihren Segen. Küssen macht hungrig. Das zweite dagegen will mit Vorsicht angewandt sein. Lustveränderung! Wenn derjenige nämlich nichts von Ihrer Drude wissen will. . . Welcher hier in Betracht kommt, geht mich nichts an, das' Richtige muß aber mit einer gewissen Plötzlichkeit in Anweridung gebracht werden, das ist -aller Weisheit letzter Schluß . . . Soll der Apotheker aber ganz unnötigerweise mit Appetit anregenden Mitteln in Nahrung gesetzt werden, so bitt ich, mich- das innerhalb' zweimal vierundzwanzig Stunden wissen zu lassen! Guten Morgen auch! Und kommen Sie zu dem gewohnten Sonn- tagsvormiitagsschoppen! Sie sehen nämlich so aus, als könnten Sie eilte Aufmunterung in Freundeskreisen gut gebrauchen, meilt lieber Klausner! ... Er hatte abgelehnt. Der Kops war reichlich voll! Und nun saß er hier rntb wartete. Es wurde zeh-lt, es wurde elf, und Wellerkamp ließ sich nicht blicken. Endlich halb zwölf erschien er mit dem Justizrat Minueking im Bureau. Bleich sah der Flammentöter aus, eckig unb hastig war feine Begrüßung, ruhig und gemessen, eilte Aktentasche nnternt Arm, drückte der Justizrat Herrn Klausner die Hand und sagte: „Herr Wellerkamp hat mir die Vollmacht gegeben, die Unterhandlungen, feine Erfindung betreffend, mit Ihnen zu führeü! Er wi'll nur dabei sitzen als stummer Zuschauer Herr Klausner, ich glaube, wir werden sehr schnell züm Ziele kommen!" Dem Fabrikanten war es rmr angenehm, daß ein Dritter mit hier im Büreau faß, da waren gewisse Pein lichkeiten ausgeschlossen. Dankbar lkickte er dem Flammen- töter M trud sagte dann zum Justizrat: „Also bitte!" Der nahm einen Akt-endogen aus seiner Tasche. „Nur vorläufig kurz den Inhalt!... Ihnen, Herr Klausner, wird der alleinige Vertrieb der Erfindung über- geb-ett. Sie haben -alle nötigen Patertte auf Ihre Kosten zu erwerben. Verpflichtnng!en zu sachgemäßer Reklame, für die der Posiert, der dafür Esgeworsen werden soll, noch be- ! sprochen werden muß. Herr Wellerkamp erhält, von heute ! an, Monatlich dreihundert Mark von Ihnen, vom Umsatz dret ! Prozent.. • - 226 „Das ist M wenrg,"' ünieroraH FavrM;iA- ,-DcrK Darm ich als anständiger Mensch! nicht annehmen!" Der Jnstizrat rnachte eine beruhigende §Mndbewegnng. „Warten Sie, bitte, alb, wir sind noch nicht W Ende! . .> Herr Wellerkamp hat sich fb entgegenkommend gezeigt, weil er wünscht: Erstens, von heute mt entlassen zu sein, Zweitens, Sie bitten möchte, nicht unversucht zu lassen, Herrn Doktor Dezsus wieder für Ihren Betrieb' zu gewinnen. Der Herr w>ar Ihnen doch!eine Zeitlang von großem Nutzen, Herr Wellerkamp macht sich Vorwürfe, daß er ihn hier heraus gedrängt hat!" „Ich will gern mein Möglichstes versuchen, aber binden Tann rch mich! da nicht! Es fragt sich doch sehr, ob der Herr Doktor überhaupt noch gesonnen ist, mit mir weiter- zuarbeiten, bei einem Gehalt, den ich Aahlen kann!" Der Justizrat nickte. „Wird Angegeben! Es sollen nur von Ihrer Seite Versuche gemacht werden, den Herrn Doktor zu den alten Vertragsbedingungen wieder anfzunehrnen 1" „Einverstanden," sagte Klausner und kniff die Lippen Zusammen. Das alles war doch wohl nur das Vorspiel für das, was kommen sollte. „Na, daun w?är" ja alles in schönster Ordnung! Herr Wellerkamp verpflichtet sich weiter, Ihnen eine etwaige neue Erfindung zuerst anzubieten. Kommen, die Herren zu keinem Abschluß, soll die monatliche Zahlung von dreihundert .Mark aufhören, die Prozentverrechnung an: Umsatz des Waschpulvers aber bestehen bleiben!" Herr Klausner traute seinen Ohren nicht. „Das war' wirklich alle?" „Jawohl," sagte der JUstizrat Minneking und strich sich- seinen graüen Schnurrbart sehr befriedigt über die scharmante Abwicklung eines einträglichen Geschäfts' zur Seite. „Nur die Kosten des Vertrages' hätten Sie noch zu übernehmen!" Klausner stand auf, sah den Flammentöter, der sich verlegen die Fingergelenke lang zog, daß sie knallten, an Und sagte dann: „Mein Verehrtester Herr Wellerkamp, ich denke, Ihre Vorschläge geschlafen Sie erst noch eine Nacht!" Dem zuckten die Mundwinkel. „Ich Hab sie mir zehn Nächte lang beschlafen können, Herr Klausner, und das genügt! ., . . Und da ich's eilig habe, ich möchte nämlich h>ent abreisen, könnten wir w'ohl den Vertrag gleich rechtskräftig abschließen!" Der Fabrikant tat einen tiefen MemAug. „Wenn Sie durchaus wollen — natürlich! . . . Aber ich erkläre hier ausdrücklich vor dem JUstizrat Minneking, daß ich jederzeit bereit bin, falls wir Seide spinnen, den Vertrag zu Ihren Gunsten Umzuändern!" „Nehmen wir als besonderen Paragraphen mit in den Vertrag," pflichtete der JUstizrat bei. Und dann ging es an die Ausarbeitung. * * Krohlow hatte seinen Batteriechef nur Befreiung vom Nachmittagsdienst gebeten. Ins Kasino war er auch nicht Anm Mittagessen gegangen. Gr saß Au .Haufe und Wartete auf Wellerkamp!. Schon gegen drei Uhr suchte er ihn ans. „So, Goldsohn, alles erledigt! Mit Klausner Hab'.ich meinen Vertrag gemacht! Nun geh An ihm und gratuliere schön. Wahrscheinlich wird er dir sagen: Haben Sie hitzigsten Dank, daß Sie mir diesen Burschen ins Haus' gebracht haben — und nun will ich auch.nicht so sein. . Um den Mundwinkel des Ftammentöters zuckte es, Krohlow riß die Angen auf, er verstand. Da zahlte ein anständiger Kerl mit seinen: Herzblut. „Wellerkamp!" Das Wort war ein Schrei. Der riß sich zusammen. „Na, lvas ist! denn los? . . . Lauf hin — Galopp!" Dft hatte Krohlow Len Freund tvieder einmal an der Schulter gepackt, rüttelte ihn ab. „Du, ein bißchen deutlicher, wenn ich bitten darf!" „Meinetwegen! Aber keinen langen Erguß! . . . Also W geh aus Reifen .Der Jnstizrat Männeking wird dir in Monatlichen Raten von fünfzig Mark meinen Pirutp zurück- tzcchlen. Und das Plafiervergnügen bleibt natürlich unter Uns. Goldsohn!" Wieder schüttelte Krohlow den Flammentöter ab- ! „Und was wird aus dir?" ,/Jch sey Uri? dtL Welt eilt, bißchen an, es wird Frühling!" „ Der Flammentöter lachte gequM auf. ^ ' „Wohiir willst du?" . „Weiß ich -noch! nicht! Deine Verlobung wird mir mein Justizrat schon mitteilen! . . . Und nun frag nicht weiter so dumm!. Mir brummt nämlich der Schädel, weil ich Heute reichlich viel Hab reden müssen, Und die Ans einande r je tz ung mit der Uhlemannschen Hab ich- doch auch rroch vor mrr!" Die Hand hielt der Flammentöter dem Freunde hin, sah ihm fest in die Augen und nickte. Ein herzhafter Druck, Urid dmm ging einer aus dem Zimmer, der lalle Kraft Ansammenuehmen mußte, weil ihin die Knie zitterten und die Lippen Und auch wias Nasses in die Augen steigen wollte . . . Auf der Treppe blieb er stehen, zog sein Taschentuch und trompetete erst einmal tüchtig hinein. . . Und als er damit fertig war, kam ein Lachet: über seine Lippen. .Es ging doch zu verrückt auf der Welt zu. Da war der Erfinder eines grandiosen Waschpulvers — und hielt ein Taschentuch in der Hand, das selbst die nicht übertrieben reinliche Uhlemannsche als „viel Au dreckig" in ihrem saftigen Thüringisch bezeichnen würde . . . Krohlow brauchte einige Zeit, bis er sich von den Ueb-ervaschunpen erholt hatte. Und als er so weit war, wollte er hinaufgehen und dem Freunde das' Rückgrat steifen . . . Nein, er war dazu nicht der Mann! Wenigstens heute nicht! Da setzte er sich hin und schrieb an Herrn! Klausner, wann er ihn anfsuchen müßte. Der Bursche mußte den Brief hintragen. „Und die Antwort bringst du gleich mit!" Sie fiel aus, wie er erwartet. Kurz und bündig lautete sie: „Sofort. Klausners Da reckte sich der junge Offizier auf. Den Dank holte er sich geute nicht. Heute galt es, eine F-remijdespflicht zu erfüllen. Der Flammentöter, der geniale Mensch, mußte mit zarten Händen über die nächste Zeit gebracht werden, damit er nicht irr den Strudeln des Lebens versank. * Ans seinen Wanderungen durch den 'Thüringer Wald war Wellerkamp um drittel: Tage spät aberrds an einen: Forsthaüs vorbeigekomlnen, das einsanr, mitten ir: den Wäldern in einem Gebirgssattel lag. Ein graubärtiger, mittelgroßer Förster, die Pfeife im Münde, hatte 'am Grabenzain: l gestanden und ihm auf seine Frage, wie ioeit es noch bis zum nächsten Orte sei, in den: man Nacht- guartier bekomlnen könne, geantwortet: „Eine Stunde! . . . Ja, und da oben habeu's die Wolken wieder mal sehr eilig. Sie werden -w-as Ordentliches abkriegen !" Ihm brannten die Füße und knurrte der Magen. Auf seine Frage, ob er für Geld Und gute Morte nicht etwas Au esse:: und ein Bett hier bekommen könne, hätte ihn der Förster lange gemustert und in ein Verhör genommen. Wie er denn um diese Jahreszeit hieraus in die Einöde käme. Und weil er so begeistert von der Schönheit des Thüringer Waldes, gerade in der jetziger: JahresAeit, ,ge* sprachen, hatte der Förster erst einmal tüchtig gepafft, dann die Pfeife aus den: Munde genommen und init ihr über die Schulter nach dem kleinen traulichen Hanse gezeigt. „Wem: meine Alte nischt dagegen hat, können Sie meinetwegen bei uns bleiben!" Die „Alte", die gerade mit dem Melkeimer aus dem Stalle kam, hatte „nischt" dagegen; er war gebliebem es war ein sehr lustiger Abend geworden. Er kam in Stimmung, riß seine Witze, dröhnend lachte der Förster, schlug nrit der Faust auf den Tisch, Und beteuerte immer wieder: „Nee, was sind Sie vor en verrickter August!" Und daß dies eine Anerkennung sein sollte, bewies der Förster dadurch, daß er seine Alte „kriegsstarken'" Grog brauen, ließ . . . Mitternacht war vorüber, und man erzählte sich immer noch. Er rauchte sogar eine Pfeife des Försters, und als der merkte, daß sie den: Fremdlum nicht sonderlich bekam, klopfte er ihm vertraulich auf die Schulter. „Sie dürfen getrost in die Stube spucken!" Die Familiengeschichte bekam er auch zu hören. Seit dreißig Jahren saß er init seiner Alten in den: FörsterWus- 228 cherr. Erst mären drei Mä-dils gekommen, die hätten selbstverständlich Me wieder in die grüne Farbe lfinein- Wbeiratet, a!ls „Nesthäkchen" war ein Junge endlich er- Menen, der diente setzt in Goslar bei hon Jägern und sollte DMr ma^ oeU WtetzA MÄts siWiHmen, . ^ « - „Wissen Sie, der Wald macht zufrieden, und wenn man Noch mal schimpft, daß de Fensterscheiben zittern, es is Nur äußerlich !" Urw dann war er in ein Bett gekommen, in das er geradezu versank, lieberreich war's gestopft mit Gänse- oannenfedern. Am nächsten Mivrgen hatte ihn der Förster auf einem „Richtweg", quer durchs den Wald gebracht urw von seinem Revier geschwärmt. . „Es gibt ja überhanpt nischt Schöneres!! Jetzt geht bald das Verhören der Mterhähine lost Raus aus hier Mappe «um z!w>eie! Ja, das war eiw Lnst, da sollten Sie e mal Mitrnachen! Vor Jahren hat e mal e Maler bei mir gewohnt, der hat egal gebrüllt über die „Motive", das Wort ha' ich mir gemerkt!" . . . Urw nun stand er am Hie ns tag mittag wieder vor dein Försterhaus nnd bat um Ausnahtne auf längere Zeit, er wolle auch anständig bezahlen! Ein bißchen Gepäck müsse noch unten von der Bahnstation geholt werden. „Fein Mutter!" jagte der Förster. „Machen wir, versteht sich, und ehrliche werden wir in der Rechnung auch sein!" In dunkler Nacht ging er mit dem Förster zum Verhören der Auerhähne. Wenn dann das „Kappen" begann, der iLiebiesgesang des rührigjm Gesellen anhob, während das erste Frührot aufzuckte, der Wald seinen würzigen ,Duft ausatmete, dann wurden oem Flammentöter dre Augeir blank. Ja, es war eine Lust zu leben hier oben. Und wenn abends mit der Dämmerung sein Herz zuckte vor Liebes- qUal, daun gab es im Försterhaus ein gutes Mittel. Die MNl'pfenden Grogglstser! Sie wurden nicht nur nachdenklich zwischen den Fingern herumgedreht. Daun brach der Galgenhumor des FlammenMers durch. Die Fensterscheiben zitterten wahrhaftig vor dem Lachen. Dag um Tag verging. Woche aus Woche. Ein Meininz- scher Winz schoß ein paar Auerhähne, die der Förster hatte, im Tale läuteten die Glocken Ostern, — Aufer- stehirrrg auch der Natur, — ein Mühen und Gtzünen setzte ein, das Raubzeug mußte zu Dutzenden sein Leben lassen, tnr Walde knirschte die Säge, krachten die Waldriesen zusammen, auf der sprießenden Saat ästen die Rehe. Die Kiefern trieben ihre Hellen Kerzen, die Sonne brannte nun schon recht warm aus den Buckel . . .Da lag der Flammen- töter ost tut Gras und starrte in die Himmelsbläue, find bei dent Starren wurden die Falten tiefer ans seiner Stirn, und die Mundwinkel fingen wieder an zu zucken. Dann sprang er aus, lief talauf, talab, kletterte die steilen Hänge hinaus und Himmler. Wie war das Vergessen .schwer . . . (Schluß folgt.) Der Tod der Ullrich hebbinghause». Von Karl-Ernst Kn atz. (Nachdruck verboten.) Der Privatdozent der Heilkunde Ullrich .HebbingHansen war Kn der nrazäwnischien Grenze unter seltsamen Umständen vertvMdet worden. Ein schwerer BrnstschNß. Man schasste ihn schleunigst aus dem Zonenlazarett in die Heimat. „Der Mensch is immer wie dösig tz» den Kugelregen jejangen," erklärte sein Kamerad, ehr Milichisahrer Nickel aus Berlin N W. Me daß er nich janz bei sich war. So mit stiere Augen. Und wat so los war um ihn rums, det merkte der jar rfichj. Aber NU meeut ihr ivoll, det er nich richtig irr Köpft war. Nee, ihr Brieder, ha saßt ihr eklig vorbei im Skat. Der Kamerad) d er Ma chte det selber, daß er so dösig war. Det Lonnte der, so ost er wollte." ' Kamerad Nickel vermochte sich sonst über den Fall „nich weiter auszudrickcn". Ullrich Hebbinghansen wurde acht Tage in der Klinik beobachtet. Dann waren die Aerzte über ihn im reine»»: Lnngenschuß Und bereits fortgeschrittene böse Gutzntldning. Ter Kranke sah wohl das Licht kaum noch lärrger als wenige Tage. Man konpte mit gutem Gewissen seine immer dringendere Bitte erfüllen: chn in seinen vier Wänden sterben zu lassen. Tort lag er still im Bett, lächelte die langen Reihen seiner Bücher an nnd machte de-nr Wärter sein Amt leicht. Obgleich sein Körper fast stündlich an Kraft verlor und in Falten sairk rftre eine HMe, der der Inhalt entweicht, schrieb er mehrere Mnndjen am Tage nutz in der Nacht tntf seiner abgezehrten Hand weiter an seinem letzten Werk, ans Hessen erstem Blatt die WfMM stand: „Ter MWe Und sein Verhältnis, tzum Bettmßtsem." Der Wärter und die wenigen Freunde Ullrichs widersprachen dieser Kraftanstrengung nicht mehr. Cr litt es nicht, urw an dem Ausgang! vermochte auch dies kaum nach viel zu ändern. .Solcher Gestalt aber waren die Grübeleien Ullrich Hebbing- hausens: . . . .. _ . „Ich muH eine lange VersnchjsWhe auslassen. Dieser Hrieg! plötzlich, dieses Soldatwerden, dieses Schießen nnd dann Süd Wer-' schossenwerdön — es verpfuscht mir die ganhe .Arbeit. Freilich, daß ich mitten im Trommelfeuer mein Sem ms Nichts zwingen konnte, mir befehlen konnte s wenn der Lärms schweigt —■ auf! >—->Ms dem Graben! Lausen! Hinwersen! Lausen — Lausen wrd Aufwachen fünf Meter vor Hem ersten Hindernis körperlicher Art, es sei, was es auch sei, daß dias gelang, nicht einmal — netzt zweimal, dreimal und mehr, das war schon etwas. Aber nun muß ich vieles ungeprüft lassen. ZNM Beispiel: ob es möglich ist, das Bewußtsein, das Leben, schlechthin ans diesem Körper zu schicken, wenn er sich euren. Katarrhe der Trachea geholt hat, und erst zurückzukehren, nachdem der Hüsten irr der leerlaufenden Maschinerie von selbst geheilt ist. Jetzt heißt es, forsch den Trumps ans das Ganze setzen ntw die letzte Probe machen." Ullrich blätterte in den beschriebenen .Seiten zurück, bohrte die Augen, die tief wie aus dunklet» Trichtert» brannten, aus die Zeilen »md las: ( . . . Damit ist, als reine Vorstellung wenigstens, auch dre Möglichkeit gegeben, das Leben hinter den» Tode wieder abzufarlgen., Ter Wille, über die bisher gekannte Grenze verstärkt, preßt dürr Stofs Befehle ein, die er — denn auch der Tod kaut» Nur mit Veränderung in einen» irgendwie geartete»», nie erkennbaren. Beharrlichen sein — Mseits M alten Lebens in dem neuen ünbö- Karucke»» Zustande ausführen prnß. Er muß, wie ein störrischer Schüler, die Ausgabe noch einmal wiederholen, die er ans Faulheit eit» für alle Mal erledigt glaubte. ..." Ter Kranke sann weiter, ohne der» Wärter zn sehe»», der m»t den» FieberMesser kam. Metz» .Hirn hat nicht gelitten. Gestern bei der Probe blieb ich genau drei Stunden aus, ohne'daß der Wärter überhaupt gemerkt hat, daß ich ohne Bewußtsein aß, tra»»k, antwortete und alles tat, was sch sollte .... - „Na, Franz" —der Wärter sprang, der Liebe voll für diesen staa'los Sterbenden, an's Wett — „der Doktor gibt Mir also- noch _ ** ,,J, wie wird'er denn! Nö, Herr Doktor, so schnell schießen die Preußen nicht amal im Weltkrieg. Nö, Sie könrtejn. - , Franz, Du bist eine Seele. Aber mein Amtsbruder von der iausWenden Pfuscherei hat einen Flüsterton an sich, mit dem lungen- schwächere Menscher» sich bequem durch zwei Wänden hindurch verständlich »»lachen. Anßerden» hat er recht. Ich verstehe schlntztich auch etwas von diesem Leichnam. Corpus geheißen. — Dr» wirst mir Wüte pbe»»d> ein paar Bjfiese besorgen. Sie sind eilig daMM, . .i-m .-v—.— - - 7 v - v . ... ... Broncke drei fast gleichlautende Schreiben, durch dre sie anmesordevt würden, „der Sterbestunde des Privatdvzenten Ullmch HÄbrng^ Hansen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit am folgenden Tage gegen Aberrd eintrete»» werde, bcizuwvhnen. Todesursache: pleurrtis pttrn- lenta. Exitus wird ruhig verlaufen." ' Als die zu so seltsamer..Feier Geladenen sich an» nächsten Tage, Besrerndung Und Erschütterung, unsicher verbergend, in llurrch Hebbinghausens Wohnung einsanden, lag der Kranke »eyr krafttos. wie es schien, aber ruhig!tmd fast heiter in de»» Kissen. Dre Äugen waren geschlossen. Er hatte sie, berichtete der Wärter lerse. schon seit einer Stunde nicht mehr geöffnet. Doch begrüßte er dre Ern- tvetenden und beantwortete die schonenden und nbsichm Fragen detttlich Nnd klar. „Ich fürchte, die Auflösimg hat bereits begomren. Fällt Ihnen nicht ans, wie schleppend er spricht. Fast wie ei»r Uhrwerk." Ge- hnmrat Nonnendarnm tastete nach dem Puls. In drefenr Auge»rollck erhob Hebbinghansen die gespenstisch schmelzlöse Stimnre, wehrte den Wärter, der erschrocken mit dem MnNdtuch herbetnlte, ab und ^g^Jch fühle, daß das Ende sehr »mhe ist. Wollen Sie> m»t» bitte, Ntleine .Herren, nicht erschrecken uwd gut beobachten. Ich werde, hoffe ich, genau dreißig Minuten, nachdem der Herzschlag erloschen ist, wieder leben. Was dam» geschieht ..." Die Lippe»» des Kranken bewegten sich, Worte waren nicht mehr zn verstehen. Geheirnrat Nonnendamm untersuchte den mm Schtoeigetldm. Plötzlich richtete er sich erschrocken auf. _ r . r „So »cnmöglich es scheint, aber .ich muß anmhmen, baß Hebbsirghausen bereits seit über -einer Stunde in Trans siegt. Wenigstens ist der Zustand kaum anders zn bezeichnen. D« Philosoph M ahler, der, geschützt durch ein bedcntMd ans- sehen-des, schönes Gveisenhanyt, seit Jahrzehnten dm herwmmttchen Tinge über Sittlichkeit, Gott und Schem und WrrArchteck vor- tvug, erwiderte in unbehaglichster Bestü,pz!nng: „Tann hätte er au ch, was er mit uns sprach, in diesem Zikstand . . . ? „Wahrscheinlich. Ter Atem ist jetzt fingeschlafen. Das Merz schlägt nicht mehr." Der MMtzcNer hob die Angcnrlldcw auf. „T'ie PMllen starr üM gläsrnn Cortrea M-empfmdlM Er ist tot. Meine KerE, wir Lckbsn Uer mW$ Belt! A!r^k U rufen, der tzen Ausglmg Ullrich Hebbingh!aüst!t:s feststellt." Broncke widerschach „Wir müssen die nächste halbe Stande bis halb zehn abivarten. Dem: auch einerseits nach den Naturgesetzen die Andeütnngenj des Toten nichts sind als letzte Herwirrrmgen des sterbenden Hk.isjxs so sind diese Aicherchmgen doch Gefühl und Schicklichkeit, sich demselben nicht zu elttziehen." Man beschtz'ß zu warten. Tie Uhr tickte eine Minute nach der anderen in vergangene Ewigkeit. Ter Körper des Toten erschlaffte. Man sprach nicht und wünschte die Peinlichkeit dieser halb lächerlich, halb ehrwürdig drückenden Stunde vorbei. Ta, als die Uhr um ein halb zehn Uhr zum Schlage ansholte, hob sich der Oberkörper Ullrich Hebbinghausens wie von einer Spiralfeder getrieben, empor. Es zuckte gespenstisch iit dein Gesicht, in dem die Lippen geschlossen blieben. Tie drei Gelehrten sprangen in fahlem Entsetzen zurück. Tie Lippen des Toten öffneten sich. Er sprach. Der Philologe Broncke hatte wie immer die Geistesgegenwart, sein Merkbuch ZN Ziehen und krampfhaft lauschend zu schreiben, was er vernahm. Und so klang ihm, was der wiedergekehrte Ullrich Hebbinghansen äußerte. Mit einem stolzen Lächeln: „balu kaniwin gora." Mit auf- steigender, jäh wachsender Angst: „Amo beischfk ur! notta belamo!" Tann griff seine Hand befehlend und flehend in die Luft: „hoick, hoick, hoick!" Und nun sank er mit einem hoffnungslosen Murmeln, das wie „Malaboto" 'klang, zurück. Danach war er tot und blieb tot. Und ließ den Philologen Professor Broncke für sein Leben in der hoffnungslosen, quälenden Gewißheit, daß die letzten Worte Ullrich Hebbinghausens offenbar keiner toten oder lebenden Sprache «mgehörterr. Litauische Rätsel. Wohl »irgend? hoben sich aus alter Zeit so viele Rätsel im Volksmund erhalten wie in Litauen. Wenn die Baueur des Abends zusammensitzen, so erzählen sie sich uralte Geschichten, sie singen Balladen oder geben, sich Rätsel aus. Eine außerordentliche Anschan- uugskrnst spiegelt sich in diesen Rätseln wider, wie Meta Escherich au einer Reihe von Beispielen in „Ueber Lau- und Meer" (Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart) nachweist. Wir geben einige davon wieder: Ich ging bei Nacht, verlor eine Spange, der Mond sand sie und gab sie der Sonne. Was ist das? ‘ Der Tan. Ich verlor einen Ring unter einer ehernen Brücke Der Mond s fand ihn, die Sonne vernichtete ihn. Was ist das? Ter Tau. Ich gehe den Tag über, ich gehe die Nacht über, bt§ ans Ende l des Dorfes komme ich nicht. Was ist das? Der Weg. Ich flog wie ein Engel. Ich siel wie ein Teufel. Was ist das? Der Schnee. Ein grauer Ochse leckt den Himmel. Was ist das? Der Rauch Ein schwarzer Hecht tauchte, einen grünen Wald hob er in die Höhe. Die Sense. Eis durchschlug ich und fand Silber. Silber durchschlug ich und fand Gold. Das Ei. Eiir schwarzer Rabe krächzt, der ganze Wald beugt sich. Pwrrer und Geiueiude. Wer ist's, der klug geboren mit einem Gänslein pflügt? Ter Schreiber mit der Feder. Ein schwarzer Hahn sitzt auf dem Zaun, der Schwanz reicht bis auf die Erde, die Stimme bis in den Himinel. Die Glocke. Humoristisches. Ein Pferd, eine Kuh und ein Esel klagen sich ihr Los. Das Pferd: „Immer weniger Haser gibt man uns, doch sollen wir stets mehr arbeiten!" Die Kuh: „Bon uns verl mgt inan auch wirklich zu viel Das Futter wird immer schlechter und doch sollen ivir mehr Milch abgeben I" Da lachte verstohlen der Esel und meinte: »Da geht es mir aber anders: ich arbeite beim Kommunalverband I" Büchertisch. — Heinrich Zerkauten, Die S p i tz w e g g a ss e. e i n T a g e b n ch a u s S o m m e r und S o n n e. Einband und Buchschmuck von Walter Thamm. Preis Mk. 2,2V geh., Mk. 3,— gcbd (Die bestehenden Teuerungsaufschläge sind in diesem Preise nicht rnbegriffen.) Verlag der Jos. Kösel'schen Buchhandlung, Kempten bmd München. Gelegentlich einiger Literarischer Abende harte der Verfasser, Heinrich Zerkauten, einige Kapitel aus seinem neuert! Büchlein „Die Spitziveggasse" seinen Zuhörern vorgelesen und damit so stürmischen und ehrlichen Beifall geerntet, daß viele nichts Eiligeres zu tun hatten, als znm Buchhändler zu gehen und es Zü bestellen. Jetzt kann das Sehnen gestillt werden, das .Büchlein ist da, und es halt reichlich, was sich so viele vorher schon versprochen haben. Es ist ein buntes Skizzenbuch, in das der \ kkunsiler tttif ftafett Hünto'r und lachender Ironie M Mshe 6WI seirren Bekannten hineinzeichnet. Gleichviel, ob man selbst Bekannt» darunter zu finden glaubt oder nicht, intnter wird man von den Entzückenden, kleinen, zappelnden Figürcheu. die Zerkgnlen wie ein wandernder Spiel mann aus sechtern Säcklein zichit, gefesselt, daß InwU Zug reffen möchte. Man kann es wirklich ein Tagebuch aus Sommer und Sonne heißen, denn „sonnig" ist das treffendste Wort für dieses kernige, herzhafte Buch. Und wer Sonne liebt in unsereiß trüben Zeiten, der mag nach ihm greisen. Dann wird jeder ncßch Perstehen, warum der Dichter es „Tie Spitzweggasse" getauft hat. Es sind tatsächlich Spitzwegbildchen in Worten. — El Schahin — der Jagdfalke. Aus meinem Fliegerleben. Von Hans Joachim Buddeckef. Verlag August Scherl G. m. ö. H., Berlin. Preis 1,35 Mark. Nach JMmelm-anns Briefen und Boelckes LebensgesckKchte erscheinet: nun die Aufzeichnungen des dritten Altmeisters derchcher Flngkuust, des Oberleutnatits Hans Joachim Bnddecke, der zunächst Seite au Seite mit Boelcke und Jmmelmann den Ruhtn des FMer-KamPfftngzeuges begrütldet, uitb dann, zur Türkei abkommandiert, das Lustmeer über den Dardanellen und der kleinasiattschet: Mste siegreich beherrschte, bis ih-r in den vorbereitenden Kämpfen an der Westfront 1918 der Fliegertod ereilte. ,—.Ter Völkerkrieg. Eine reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgegeben von Tr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hosfmami, Stuttgart. Heft 171 u. 172, Preis je 40 Pfennig. — Es gibt bald kein Gebiet des menschlichen Lebens mehr, das nicht in eine bedeutsame Beziehung zum Weltkrieg getreten ist. Man darf wohl sagen, daß von den literarischen Erscheinungen über den Krieg der „Völkerkrieg" eine besonders aufmerksame und umfassende Rundschau über diese „Randgebiete" hält und nicht selten sehr ioertvolle Beiträge zur Geschichte des Krieges anfznbriugen loeiß, die sich der Historiker der Zukunft nicht entgehen lassen wird. Hierzu gehört ein Aussatz in dem neulich erschienenen Heft 171 „Ter Einfluß der Freimaurerei auf den Völkerkrieg" von Dr. Otto Philipp Neumann, worin auf Grund von Monographien das kriegshetzerische Treiben der romanischen, besonders italienischen und französischen und der mrpolitische Charakter der deutschen Freimaurerei, dargetan wird. Tie historische Forschung findet in den Untersuchungen über die Entstehung der Kriege bekanntlich immer besonders lohnende Aufgaben, und wer etwa Sybels „Ursprung- des französischen Kriegs (von 1870)" gelesen hat, versteht, mit welchen Reizen ein solcher Gegenstand behandelt und ausgestaltet werden kann. Das, was der „Völkerkrieg" in demselben Speft über die Kriegserklärung Italiens an. Deutschland und über die Rumäniens an Oesterreich beizubringen weiß, läßt uns ahnen, daß aus diesem Kern sich einmal etwas entwickeln wird, woran Fachmänner und Freunde der Geschichte eine rechte Freude haben rverden. — Ter weitere Inhalt von Heft 171 und von 172 verarbeitet in zwei großen Gruppen den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Zusammenschluß der Mittelmächte einerseits, der Entente andererseits, je während des fünften Kriegs-, Halbjahres. . — TieWeltbüh n e, der Schaubühne XIV. Jahrh, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgcgeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nummer 28: Tie Schlacht geht >oeiter, von Germanicus; Adolph Hosfmann, von Johannes Fischart: Weltkrieg, von Erich Erfried Truck; Sokrates der Jdeot, von Egon Friede!!: Der Tscheinik, von Peter Panter; Ergebnisse, von Alfred Grünewald; König Oedipus, von Alfred Polgar; Tie Tapete, von Ulrich Rauscher; An Peter Panter, pon Theobald Tiger; Ein Schulfall, von Alfons Goldschmidt; Antworten. — DerTürmer (Kriegsausgabe). Herausgeber: I. E. Frhr. v. Grotthuß. Vierteljährlich (6 Hefte) 5 Mark, Einzelheit 90 Pf. Probeheft portofrei. (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer.) Ans dem Inhalt des zweiten Juliheftes: Politik und Völkerpsychologie. Von Pros. Dr. Bemw J'mendörffer. — Freude. Von Fritz Müller. — Frauenpflichten. Von Laura Frost. — Urteilsfähigkeit über auswärtige Politik. — Griechenland im Weltkrieg. Bon Dr. A. Poulimeiws. — Die Wolga-Deutschen und das ahnungslose Deutschland. — Die Berliner Bühnen im verflossetten Kriegswinter. Von Erich Schlaikjer. — Gedenktage (Boß, Gebhardt, Burk- Hardt, Goilnod). Von Karl Stvrck — Türmers Tagebuch: Ter Krieg. — Auf der Warte. Rnagramm. Fahne, Streich, Palme, Daniel, Ornat, Seine Vor jedem Wort ist durch Umstellung der Buchstaben ein neues Wort zu bilden. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter müssen, im Zusammenhang gelesen, einen rveiblichen Vornamen ergeben. (Auflösung in nächster Nummer.) Auslösung des Vexierrätsels in voriger Nummer: Iit: Gewölk. Ein Vogel ist das Auge, ein anderer der Mund. Schriftleitung: W. Meyer. — Zwillings runddruck der Brüh !' scheu Univ.-Bucki- und .Steindruckerei. R. Lange. Gießen-