Der Flammentöter. Roman von Horst Bo dem« r. (Fortsetzung.) _ Wellerkamp lag, die Arme unter dem Kopse verschränkt, Mlgezogeu auf seinem Bett. Die Erregung zitierte noch tu ihrn nach, schlafen konnte er doch wohl nicht! . . - Also überlegt, was nun kommen ntußde, er wußte ganz genau, was seine Erfindung wert war. Richsig angepackt, und die Millionenuinsätze klapperten ein paar Jahre, — bis einer etwas noch Besseres erfand. Die Zeit mußte genutzt werden, besonders in der chemischen Industrie ... Er lachte auf. Na, da erfand er etwas anderes! Er war doch keiner, der! die Hände in den Schoß legte! . . Und durch Schaden war er klug geworden! Das Pulverchen mußte, ihn zum reichen Manne machen! .... Möglichkeiten eröffneteu sich ihm — Möglichkeiten —, mit der Hand fuhr er sich iiber die heiße Stirn. . . Pah, zuerst an sich selbst gedacht — nnd die Fäden fein und hübsch vorsichtig gesponnen! Er kam in die Jahre, er wollte ivisjen, wo er hingehörte, eine geordnete Häuslichkeit mit einer stillen, vernünftigen Hrau haben, denn Spektakel machte er allein für drei! . . . Krohlvw! . . . Da warf er sich aus oem Bett herum, nach der Wandseitel Wenn ihn nicht gerade der hierher geholt hätte! . . . Aus die Füße sprang er, riß sich die Sachen von: Leibe, goß sich kaltes Wasser über Kops und Rücken, die halbe Stube stand unter Wasser, nnd dann lachte er übermütig. . ; Geduld, Geduld, die Zeit heilt manchen Schaden, nnd ins Haus siel er Klausner mit seiner Werbung rächt. . . Bon heilte ans morgen, ließ sich das Pulverchen nicht vertreiben! Die nötigen Vorräte mußten hergestellt werden, das Patent erst herauskommen, die Reklame ihre Wirkung ansüben. Darüber ging minoestens ein halbes Jahr ins Land. . . Und welchem Weibe hätten Riesenerfolge nicht imponiert? . . . Gott ja, er war ein ungehobelter Kerl, aber für die Menschheit doch ein bißchen viel mehr wert, als ein geschniegelter und gebügelter Dutzendleutnant! . . . Nur durste die Trude nicht gar so schnell dem Krohlow in die Mme taumeln. Und dafür würde der Klausner auch nicht zu haben sein! Der war ein vorsichtiger Mitteleuropäer! Der winkte ab und sagte von ganz allein: Kinder haltet mir jetzt Ruh und Frieden! Blüht unser Wiegen, dann wollen wir weiter sehen! . . . Und er riß natürllch Von Zeit zU Zeit die Augenbrauen hoch und bremste harmlos: Herr Klausner, Herr Klausner, es macht sich ja, — aber ich meine, den Gewinn stecken wir vorläufig wieder in die Reklame und lassen noch ein Dutzend Reisende los . . . Er ging Mittag essen und stellte sich bereits um vier Uhr in der Klausnerschen Billa ein. „Ich habe nämlich Leinen Grund mehr, und trocken werden die Sachen Wohl nun sein!" Und sie waren es. Der Fabrikant stand mit offenem Munde vor einem Wunder. Er sagte zu den Seinen: „Kinder, wahrhaftig, die Erfindung schlägt alle anderen Mittel! . . . Wenn sie nämlich preiswert Und chemisch harrw los ist, Herr Wellerkamp !" „Das zu beweisen rvürde jetzt unter vier Augen meine Aufgabe fern! . . . Es ist eine Bertrauenssacho, Herr Klausner!" Der hielt ihm die Hand hin. „Wofür ich Ihnen zu danken habe, Herr Wellerkamp!" Die Damen gingen. Ruhig, sachlich sagte der Flammentöter, ans welchen Bestandteilen das Waschpulver bestand, ein kleiner unschädlicher Zusatz — die Hauptsache.— entfernte die Flecken so schnell und gab der Wische noch dazu das weiße Aussehen, als ob sie gebmut sei. Der Fabrikant rechnete, sein Kopf schnellte in den Nacken, hochrot war sein Gesicht. „So billig kann die Konkurrenz' überhaupt ihre Waschpulver nichjt herstell>en!" „Das isst ja der HauptwG dabei," meinte Wellerkamp mit größter Gemütsruhe. Klausner schob den Stuhl zurück, ging, die Hände laus dem Rücken, erregt im Laboratorium auf und ab. Der Flammentöter blieb ruhig sitzen, rieb! sich immer seine große Nase Und sah zum Fenster hinaus' . . . Wenn er jetzt dem Fabrikanten die Pistole auf die Brust fetzte? . . , Günstig war die Gelegenheit — aber hundsgemein. . . Nein, das brachte er doch nicht fertig; . . . Versuchungen widersteht man am besten, wenn man v!or ihnen ausveißtt Da stand er schon auf den Beinen. „So, Herr Klausner! Ueberlegen Sie sich die Geschichte acht Tage! ... Da haben Sie noch Pulver, probieren Sie weiter!" „Aber da gibt's doch gar nichts zu überlegen!" „Doch! . . . Und jetzt ist's schön in den Thüringer Wäldern, dort draußen die Frühjahrsstürme,. raus muß ich, ich klapp sonst zusammen! . . . Haben Sie einen Hunderter zufällig bei sich, wäre ich für den dankbar. Mir wackelt der Kopf ein wenig Ms den Schultern! Kein Wunder! . . . Also ich meld' mich wieder. Montag in acht Tagen, bis dahin stellen Sie Ihren Kriegsplan auf!" Den Schein in der Hand, stürmte der Flammentötev die Treppen hinab, als säße ihm der Teufel im. Genick. Klausner stellte noch am selben Tage neue Waschversuche in seiner Villa au. Der alte, getreue Borchard wurde ins' Vertrauen gezogen, Feuer und Flamme w!ar er, als er den Er folg sah . Die Lene wusch mit, ihr gab es einen Heidenspaß, vor den: Buchhalter brauchte sie kein Blatt vor den Mund m nehmen, der war immer ihr guter Freund geioefen. Eine große Schürze hatte sie umgebunden, eine alte Bluse mit Halbärmeln an, das Gesicht 'war von der Wäscherei gerötet, vas Haar zersaUst, so tanzte sie im Zimmer umher. „Hurra! Hurra! Der Flammentöter soll leben! Hoch! Hoch! Hoch!" 218 Borchardt [timmfe ein, riicfte am seiner Brille und schmMrKelte. „Herrn 'Wellerkamp sollten wir an die Kette legen, gern# fest. Was meinen Sie dazu, Fräulein Leuchen'?'^ Die verstand ihren, alten Freund, der sie schon als ganz Reines Kind Mrs den Knien geirmogt, und immer so yübfthe Geschichten zu erzähleil gewilßt hatte, nur M gut. Sie machte einen Wunsch, lachte dann hell auf und zog dann ein drolliges Gesicht. „Es ist ein Unglück! Aber auf mich hat er's gar nicht abgesehen! . . . Mf die Trckde !" Die stampfte mit dem Muße aus. Borchardt machte große Wagen, und Klausners blickten verlegen zur Seite. Der Fabrikant wurde unwillig und verwies seiner Jüngsten ft>N)e Redereien. Der Buchhalter, der auch wußte, wie es Um die Drude und den Leutnant Krohlow stand — Klausner ütt-ete ihm immer sein Herz aus —, stamd ganz verdonnert Am späten Mend, als die Thchter sich zuAtckgezogen hatten, brachte Frau Klausner das Gespräch auf Drude Und Krohlow. „Me wir über diesen Punkt, den wichtigsten jetzt, am besten wegtommen, das macht mir Sorge!" Der Fabrikant saß da, den Kopf gesenkt, und drehte fern Weinglas zwischen den Fingern, dann hob er den Kopf wieder. „Was meinen Sie, Borchardt, ijch geh' zu Krohlow Md sag' ihrn, wie die Dinge liegen! Mag der sich> mit Wellerkamp aussprechen. Es ist der einzige, anständige Weg!" erster Linie kommt's doch wohl darauf an, wie sich cäulem Trude zu verhalten gedenkt," erwiderte Borchardt. Kr bekam es mit der Angst, die schöne Erfindung könne einer anderen Fabrik zur Verwertung übertragen werden. Klausner machte eine abwehrende Handbewegung. „Gewiß, die jungen Leutchen mögen allein mit sich fertig tverden —, so oder so! Morgen mittag geh' ich zu Kroh- foto; wird das Pulver von uns verwertet. Hab' ich's doch ihm zu verdanken! Reiner Tisch, und ein anständiger Mensch geblieben, das ist jetzt die Hauptsache!" Als Krohlow am nächsten Vormittag vom Dienst kam, fand er einen Brief von Klausner vor, in dem ihm dieser ankündigte, daß er ihn mittags halb ein Uhr bestechen wolle. Der junge Offizier fiel aus allen Wolken. Er tief sofort Hinauf zur Witwe Uhlemann und fragte nach Wellerkamp. Mit großem Wortschwall wurde ihm auscmandergesetzt, daß er verreist sei. Krohlow machte sich seinen Reim. Also ans und davon! . . ..Und nun kam Klausner und las ihm die Leviten. Wel- ksrkamp war sein schnoddriges Mundwerk durchgegangen, es Latte einen Krach gegeben — o, er konnte sich alles vorstel- «n! . . . Upid er, der es gut gemeint hatte, stand da, blamiert bis auf die Knochen! . . . Feierlich, im Zylinder und Gehrock, erschien der Fa- pikant. Mit rotem Kopfe begrüßte ihn Krohlow, ersuchte Platz zu nehmen. „Ja, Herr Leutnant, so einen schweren Gang Hab' ich niemals getan," begann Herr Klausner mit einem lszer. Krohlow bat, sich ruhig auszusprechen, versicherte, daß er das Beste gewollt. „Das hat mir Herr Wellerkamp durch seine Erfindung bewiesen!" „Wie?" Der junge Offizier saß da mit angehattenem Atem. Der Fabrikant setzte ihm auseinander, daß es sich um ein Millionengeschäst handle, verriet aber nicht, welcher Art die Erfindung sei. Krohlow wurde es leichter ums Herz. „Dann ist ja alles in schönster Ordnung! . . . Gott sei Dank!" Nun kam die böse Viertelstunde! Mit Halbheiten war jetzt nichts getan! ... Da saß er nun, ein alter Mann, und Mußte dem, der ihm Gutes hatte erweisen wollen, bitter weh tun. „Mein lieber Herr Leutnant, hat Ihr Freund Ihnen — Andeutungen gemacht über etwaige Hoffnungen?" Krohlow sah die Welt im rosigsten Licht, ein vergnügtes Lachten lag auf seinem frischen Gesicht. „Das nicht, Herr Klausner, aber schließlich ist man doch nicht auf den Kopf gefallen! .... Und Fräulein Lene täte wirklich ein gutes Werk, sie nähme diesen genialen Naturburschen in ihre energischen Hände. Da wird was Rechtes aus ihm!" Herrn Klausner blieb der Mund offen stehetr. Ganz dumm kam er sich vor. „Die Lene? . . . Herr Leutnant, jetzt gilt es für mich, ehrlich zu sein! . . . Wir haben alle bei uns das Gefühl, es hairdelt sich um meine älteste Tochter!" Krohlow griff sich nach dem Kopf. War das denn möglich? .< ., Und ote Tüuoe? . . . Die Kehle war ihm wie znaeschnürt. „Das wird ein Irrtum sein! . . . Muß einer fein!" . . . Mit den Händen führ er nervös über den Tisch. „Natürlich ist's kirrer! . . . Und wenn es keiner wäre, dann käme es dock auch noch) sehr auf Fräulein Drude au! . . . Ich glaube, ihr voll vertrauen zu dürfen! . . . Ach Gott, nein, was red' ich überhaupt! . .. Jammerschade, daß Wellerkamp Hals über Kopf' cchgereist ist. Nicht einmal Adieu hat er mir gesagt! ... Na ja, ungeschliffen war er immer reichlich! .... Aber ein guter Kerl, Herr Klausner, ... ein guter Kerl Y* Aus der Stotterei hörte der Fabrikant heraus, daß es .Krohlow mit der Angst zu tun bekommen hatte. Er versuchte zu beruhigen. „Das sind vorläufig wirklich alles nur Vermutungen! Meine Tande hat tfym nicht ben kleinen Finger hin gehalten! . . . Wer versetzen Sie sich in meine Lage! Ich habe Ihnen dankbar sein, stehe vor einem geschäftlichen glänzenden Unternehmen, Sie find die erfreuliche Ursache, Und mm die Ungewißheit! . . . Mer ich werf ihn: seine Erfindung vor die Füße, tvenn er ettva meine Trude sich zur Frau wünscht und sie ihn nicht haben, will' . . . Das Ihnen zu sagen, bin ich gekommen! . . . Und meiner Töchter mach ich jetzt den Kopf nickst beiß! . . . Sie werden es auch rächt tun, da bau ich felsenfest drauf! Was Sie für eiu Mann find, haben Sie mir fctoiefen! Das toeiteve muß ich irr Ihre Hände legen? Strecken Sie fick) gründlich mit Herrn Wellerramp aus, den Sie doch bisher Ihren Freund ge- na nur haben? . . . Leben Sie wohl, Herr Leutnant, und hoffentlich auf ein Wiedersehen, über das wir uns alle herzlich neuen/ümnen!" Herr Klausner drückte Krohlow kräftig" die Hand und girrg. Der jurme Offizier stand müten im Zimmer, wie erstarrt, und sah hinter den» Fabrikanten Herl Bild reihte sich an Bild, blitzartig schnell. Er begriff. Ml die M- oeutmrgen Wellerkamps, nxrren sie auch noch so vorsichtig gewesen, sie haften seiner Trübe gegolten! Da lief er noch einmal zur Witwe Uhlemann hinauf, fragte, tvohin Wellerkarup gereist fei. „Weiß ich nicht? Mer Sonntag über acht Tage will er zurück sein!" „Sollte er eher kommen, Frau Uhlemann, lassen Sie es mich gleich wissen!" Sie versprach es mit großem Wortschwall« den er ge> huldig archörte, um die Fräu nicht vor den Kopf zn stoßen. Der Flammentöter hatte sich einen Lodenanzug, einen Rucksack, dicke Stiesel und einen „Gebirgsknüppel" erstanden, war über Saatfeld, Eichicht nach Lentenberg gefahren, hatte sich dort gestärkt und war cm an hinein in ein steiles, waldreiches Seitental gewandert. . . Wo die Sonne nicht hinkam, lag der Schnee noch meterhoch, der zu Tal über Steine springende Gebirgsbach, in dem die Forellen hin- und her- schoffen, hatte.noch Eisränder. Aber in der Luft lag schon der würzige Duft, der den herannahenden Frühling verriet . . . Seine Lungen weiteten sich, die Brust reckte er heraus, aber der finstere Ausdruck von seinem Gesicht verschwand nicht.... Aergerlich hieb er mit dem Stock um sich . . . Daß er den Ausgleich nicht finden konnte! . . . Bei allem Dusel stand immer neben ihm ein reichlicher Topf voll Pech . . . Das einemal sah der Reinfall ekelhaft au§, das anderemal noch weniger angenehm . . . Wie ein junges Pferd kam er sich vor, dem Edelmut durch die Adern pulste, das wegsetzen wollte über die Hürden hinausstürmen in die Freiheit und sich dabei einen Balken in den Leib rannte!... Und dann war er noch immer, wie ein geprügelter Jagd- Hund, in eine bescheidene Hütte gekrochen, hatte gejault und den Kopf hängen lassen, bis ihm die Sonne wieder auf die Nase schien? . . . Dann war das Theater mit gleichem Mtßp erfolge von vorne wieder losgegaugen! . . . Und daß das Gejaule nicht zu ruppig geklungen hatte, — nun, zu was gab es denn Galgenhumor aus der Welt? . . . 219 Aa, da war er wieder einmal ausgebrochen, stiefelte nun wer weiß wohin, und wie das Erwachen vielleicht schon morgen früh aussah, mochte Gott wissen! . . . Ach was, sich wenigstens heute eins gepfiffen und sich gefreut über das, was er rechts und links sah! Dieses Tal hier ließ er sich nicht zum Jammertal macheu! Es wäre eine Versündigung gewesen! . . . Den Hut schob er in den Nacken, stemmte die Fäuste in die Seiten und sah sich um. Da stand er nun allein in Gottes Wunderwelt. Um ihn das Rauschen und Brausen des Frühlingssturmes, das Quirlen und Hupfen des Gebirgsbaches zur Seite. Dünkel, drohend sahen die Nadelhölzer herab auf ihn, dazwischen kahle Laubbänme, hier und da auf vorspringenden Felsblöcken weiß-schimmernde Birkenstämme, die schon ein lichtes, zartes Grün aufgesetzt hatten. Erst vorsichtig hatten sich die Blätter hervorgescho- ben, als wollten sie sich wieder in ihre Hüllen zurückziehen, ßalls Nachtfröste noch kommen sollten . . . Herrgott, war das schön! . . . Hier konnte so ein zerzauster Gesell wie er vielleicht das Gleichgewicht wieder bekommen. Donner auch! Mußte es! . . . In seinem ganzen Leben hatte er immer das Beste gewollt, und wenn es das Schicksal nun einmal darauf abgesehen hatte, ihm immer wieder an die Karre zu fahren, was formte da ein Menschenkind machen? • . Die Zähne aufeinanderbeißen und zur Seite springen! . . . Himmelwetter, ein paarmal batte er das doch schon getan, und dabei war er immer in eine Pfütze gefallen! . . . Etwa den Stock genommen und zugeschlagen? . . . Er hätte es getan, wenn derjenige, welcher nicht gerade der Krohlow gewesen wärje! Was mußte der ihn auch dem Klausner in die Arme tveiben! /. . Da war er ja schon wieder bei der Trude an- gelangt! Er schüttelte seine Mähne. Ein Windstoß entriß ihm den Hut, wirbelte ihn in den Bach ... Er mußte lachen. Ja, so girrg's ihm imntzer, da lag der grüne Lodert filz eingeklemmt zwischen zwei Steinen, füllte sich mit Wasser und stmk dieser in die Mut. „SH, ansgekni sicht den Deckel," brummte er, „ausgeknitscht, wie der ganze Kerl!" . . . O je. und dann Tarn auch noch eine dnnkelgraue Wolke über die Höhen angefegt, ein feiner Sprühregen näßte ihn durch und durch, mochte er noch so große Schrille machen, um unter ein Dach zu treten. Da kam der Galgenhumor wieder bei ihm zum Durchbruch. „Was der Mensch abhaben soll, kriegt er doch aufgezählt! Na immerzu! Morgen werd' ich dazu niesen!" . . . Als er am Abend in einer kleinen Dorfkneipe vor Spiegeleiern und Landbrot saß, an: warmen Ofen, und sich die Sachen auf dem Leibe trocknen ließ, fand er das Leben wieder einmal wunderschön . . . Kreuz und quer bnmlmielte er da oben, am Renn stieg hermn, auf Sonnenschein folgte Regen mW dann wieder Nomnenschein, und als ihn eines Tages ein Gendarm anhiielt i— die wirre Mähne, die langen Bartstoppeln, der nie gereinigte Anzug und oer einzige Kragen hatten ihn zürn Verdächtigen Stromer gestempelt — lachte er den Hüter des Gesetzes ans und hielt ihm ZwanKigWarkftücke vors Gesicht. „Stammen locchrhaftig nicht von einem Einbruch! Answeispapiere Hab ich nicht, denn ich bin nämlich der Flammentoden !" „Da müssen Sie doch einen Getverbeschein haben," ent- gegnete der Gendarm mit Amtsmiene (Fortsetzung folgt.) Der Hubin Skizze von Harms Wohlbold. (Nachdruck verboten.) Herr van Laer, ein reicher Amsterdamer Kauhnamc, wollte irr wenigen Tagen heiraten. Mit seiner Braut, der einzigen Tochter des Reeders Jan. Koningk, hatte er verabredet, sie wollten bei einem Altertumshändler, von dem sie bereits sehr viele Tinge für ihren zukünftigen Haushalt gekauft hatten, noch einiges aus- wählen, mid so holte er sie eines Vormittags in ihrem väterlichen Hans« ab. Sie gingen miteinander durch die belebten Straßen, über welchen die helle Sonne schien, mrd sprachen rote gewöhnlich vyn der Zukunft, die sie erhofften, und all dem Schönen, baS ihnen das Leben bieten sollte. Marie Koningk, ein schlankes, munteres Mädchen Äon lebhaftem, selbstsicherem Wesen, bestritt wir immer den Hauptteil der Unterhaltung, während Pieter van Laer, ein von Natur sehr ruhiger Mann, ihr zuhörte. Er freute sich wenn sie plauderte. Heute aber schien es ihr, als sei er noch vi« schweigsamer als sonst. Er gab kaum Antwort auf ihre Fragerr, und wenn er es doch tat, st» war oft gar kein Zusammenhang in seinen Worten. Jmnrer sah er Marie von der Seite an, aber es war nicht so, wie sonst, wo sie rmr Liebe und BNpunde---, rung in seinen Augen las. Dein Mick verriet eher Sorge und Unruhe, so daß Be endlich mitten in der Tamrakgracht st,eben blieb und ihn etwas unwillig fragte, was demr mm eigentlich sein sonderbares Wesen zur bedeuten habe. Er errötete wie em Schulknabe, der sich auf einem verbotenen Weg ertappt sieht, und suchte ihren Fragen auszuweici-en. Sie aber ließ sich dadurch nickst beirren und drang in ihn, er solle sagen, ob es für sein Schweigen irgendeinen Grund gebe. Nach einigen! Zögern bejahte er ihre Frage. Neugierig wollte sie mehr wissen, sie witterte irgend-; ein Geheimnis. Aber wie sie ihm auch zusetzte, er schlug ihre Bitte, sich genauer zu äußern, rundweg ab. Zuerst scherzte. sie über sein geheimnisvolles Wesen, dann schmollte sie. Aber imtii das vermochte nicht, ihn zum Sprechen zu bewegen. Er bereute nur, daß er so unklug, gmchen rvar, überhaupt eine Andeutung zu machen. Tenn er wollte ihr lurter keinen Umstände» sagen, daß es ein Traum gewesen wir, der ihm den sonnigen Tag verdarb, ein Traum, in dem sie selbst ein« Rolle spielte. Ihm träumte, er sei mit ihr in Venedig. Sie trugen beide das Kostüm des Cinquecents, und Menschen imd Tinge waren nicht so, ime er sie von. wiederhs-t-n Aüfertthalt in Italien her kannte, alles..trug vielmehr das Gepcägtt der Vergangenheit. Was sich zwischen ihnen im Lapse des Traumerlebnisses begab, das war ihm entfallen bis zn einem Punkt. an dein er sich mit ihr in einten engen, düsteren Gasse, die nickst zu dem Prunk der Kleidung paßte, schreitend fand. Sie hatten eine heftige Auseinandersetzung, ans deren Einzelheiten er sich ebenfalls nickst mehr besinnen konnte, nrÄ plötzlich, als er zufällig auf ihre rechte Hand blickte, sah er au Stelle, . der sie sonst ihren Ring trug, einen Blchstro-pfon. Tarüber erschrak er, und auch sie geriet in heftige Erregung, als sie den Tropfen bemerkte. Sie suchte ihn wegzuwischen, aber es. gelang ihr nicht — und daun mit einem Male erblaßte sie nrrh stieß einen Schaei aus, über den er sich entsetzte. Einen Angenblick noch stand sie aufrecht, daun stürzte sie nieder. Er sing sie in seinen Armen auf und flüsterte ihren Kamm — einen fremden Namen, len er nie gehört hatte. Aber sie Mb keine Antwort mehr, und er erwachse. Ter Traum kuu ganz aus perschwommentzst Bildern heraus, die im Streit klarer zu werden begannen, bis st« plötzlich, von dem Augenblick an, wo der Blutstropfen an ihrem Finger .hing, sich zu tagheller Klarheit verdichteten. Es war kein Traum mehr, es war erlebte Wirklichkeit, die ihn erschüttert» »und ihn in das Dagleben hinein verfolgte. Tie kleine Auseinander-, setzung mit Marie Koningk war das erste Mißverstehen, seit sie sich kannten, und wirkte auf ihn rmch dem Traumerlebnis fast erschreckerid. So war er svoh, als, sie das Geschäft des Händlers erreichten, in das sie eirttvaten. E hatten sich auf diese Stunde gefreut, wie immer, wenn sie gemeittfaim etwas für später an schaff-! teu, aber nun lag etwas wie ein SckMtten über ihnen, ihre Wort« waren zögernd und ksthl, und schließlich stöbertet! sie getrennt in den großen Räumen umher, in denen Srhnruck und Hausrat aus vielen Jatzrlnrndertcn bunt gehäuft rvar. Pieter van Laer musterte eben einen Schrank mit alten Wassert, um den sich Rüstungen uUÄ Fahnen gruppierten, als Mariens Stimme ihn rief. Tas Mädchen war nickst weit, nur einige Schritte von ihm entfernt, sie hatte Schmucksachen angesehen, die der Händler, «in Freund ihres Vater-, vor ihr auf dem Glasdeckel eines Schaukastens ausbreitete. Ban Laer hörte sofort am Ton der Stimme, daß sie den kleinen Zwist! vergessen und wieder so !var wie immer. Freudig pikte er zu ihr, und sie rief ihm entgegen: „Run mußt bat mir zur Strafe etwas schenken," nnd lachend wandt« sie sich an den alten Mann, der neben ihr stand und sagt«: „Wir haben uns gezankt, denken Di«, Mynherr Veeven, MN erstenmal gezankt. -Lieh her, du Böser, um was ich dich bitte." Lächelnd, noch den Ausdruck eines f Herzhaften Schmolleus aus den frischen Lippen^ wcardte sie sich gegen Pieter van Laer nrch streckte ihm die Hand entgegen. Er wollte ihr erwidern, aber das Wort erstarb ijf'.u. Am Ringfinger ihrer Rechen leuchtete ein großer Rubin. „Fräulein Koningk iveiß dir Tinge nach ihrem Wert zu schätzen," lache der alte Beeren behaglich, „der Ring ist eines der schönsten Stücke, die ich besitze." Barn Laer sah das Schmuckstück an wie erstarrt. Ein schmaler (Goldreif, seine Fäden, die man kaum sah, bildeten den eigenb- lichen Ring, der oben in eine Platte zusammenlief, in der der Rubin befestigt war. Dunkelrot leuchend, wie ein Tropftn Blutes, lag er auf dem weißen. Finger. „Tn schenkst ihrt mir'?" bat sie. schnteichelnd. „Ich bitte dich, wähle sonst etwas, was du willst, nur nich diesen Ring." Erstjaunt hob sie die Brauen, sie verstand ihn nich. „Aber er gefällt mir so sehr und du hörst, Mynherr Beeren,. „Laß ihn," siel er ihr rarch ins Morr, „bei deiner Liebe zu mir, bitte ich dich, nimm diesen Ring nich." — • Sie kräuselte gekränkt die Lippen und erwidertes hm ^ in etwas schärferem Ton. Nie lsatte sie zuvor gewußt, daß Pieter van Laer Launen hatte. Jeden Wunsch las er ihr von^ den Augen. Heute war er zum zweitenmal ganz anders als sonst.» „J.ch möchte diesen Ring," sagte sie hartnäckig. „Ich verstehe nicht, weshalb du so sonderbar zu mir bist." Ihre Augen füllten sich mit Tränen, und der Händler versuche » mit etnem Scherzwort über die Sache wegzugehen, aber sie ivar nich 8 willens, uachtzugeben. 220 Van Laer stcmÄ ratlos Md schalt sich selbst E Narrmr. Er hatte keinen Grund, ihr die Bitte abzchchlagen, kernen Grnnd, Mßer seinem Traum. Aber tvas töax ein Traum ? _ Sollte er sich vor ihr und dem Alten lächerlrch nrachen, indem er jetzt erzählte, was er Feschen hatte? „Ich werde dir später meine Gründe nennen, Iprach er warum nicht jetzt?" beharrte sie, „was für Griinde kann es geben, daß ich gerade diesen Rrng nrcht tragen soll? Er zuckte die Achseln und schwieg. War es nicht Tor Heu, daß er sich deshalb mit ihr entzweite? „Nimm ihn, tvvllte er sagen, aber dis Kehle war ihm wie zugefchnikrt. Er sah nur immer den blutroten Tropftn aus der weißen Hand. -Bern Traum stano ihm mit erschreckender Lebendigkeit vor Augen, rmd als sre heftiger in ihn drang, suchte er aufs neue, sie von dem Gedanken abzubrrngen. Ihr war es längst nicht mehr eigentlich um den Rrng zu tmu Lne vermutete verborgene Hintergründe mid wollte Wacken gegen Willen setzen. Ihre Worte wurden, heftiger. Er ward schwankend, aber mit einer ruhigen Hartnäckigkeit bestand' er doch rmmer wieder auf seinem Einwand. Aergerlich gab sie endlich nach. , r , , r , , „ _ „Nun gut," sagte sie, „wenn du daraus bestehst, so möge es sein. Ich habe jede Freude an dem.Ring läncht verloren Er atnrete auf, wie von einer Last befreit, sobald sre draußen waren, sollte sie alles Wissen. Die wiirde ihn auslachen, aber ihm einer raschen, ärgerlichen Bewegung riß sie derr Ring Äom Finger, aber im gleichen dlugenblick stieß sre erneu schrei Ms. „Was ist?" fragte er erschrocken. ^ „ "Ich habe mich gerissen. Es ist ettvas Spitzes m den: Ring. Von ihrem Finger lief das Blut. , , . . a „ „Es schmerzt sehr," klagte sie, „ich, weiß nicht, "ms das Pt- Mit beiden Händen, ergriff er zitternd ihre Rechte. Ter Juwelier erblaßte plötzlich. Sie sah es und .erschanerte. „Sagen Sie," stieß sie hervor, „hat mau nrcht früher Ringe vergiftet?" t , Mynherr Beeren wollte etnms antworten, aber er kam nicht dazu. Marie Koningk wurde wachsbleich, der Rubin rollte über den Boden, und van Laer hatte eben noch Irrt, seme Braut in dien Armen aufzufangen, als sie bewirsttlos nrederfiel. Wechselbau im Gemüsegarten. Viele Anfänger im Gartenbau klagen oft über Ntißerfolge; während im Nachbargarten alles schön steht mid aut üsrat, verkümmern hier die Pflanzen und gedeihen nicht recht. Tie Hauptursache dieser Erscheinung liegt darin, daß m dielen Hauogärten dieselben Gemüse oft jahrelang auf demselben, Boden migepflanzt werden. Meistens wird ohne Rücksicht ans die Genuisearten der Garten gleichmäßig gedüngt, umgegraben rmd dann planlos alles durcheinander gepflanzt. Und hieraus erklären Nch bie v^elen Mißerfolge; die Pflanzen gedeihen mcht recht, und es stellen sich allerlei Krankheiten ein; der Boden ist des betreffendeu Gewachf es müde. Es lassen sich eben die gleichen Gemlisearten nickst mehrerö Jahre hintereinander ans demselben Beete mit Erfolg ziehen, vielmehr ist ein Wechsel nötig, wie ja auch der LaridwiR in seinem Betriebe einen den Verhältnissen angepaßten Fruchtwechfelban m feirtem Nutzen und Borteil seit langem befolgt. In den Knegsi mhren süid besonders in den Umgebungen der Staate viele Gärten, neu angelegt und viele Aecker in Gartenland urngewaiidelt worden, und die Anfänger im Garterrbau erzielen trotz aller Arbeit und Mühe keinen rechten Erfolg, weil sie die Grundsätze einer rrchtigM- Wechselwirtschaft nicht keimen und häufig falsch^ düngen. ^Jede, Pflanze bedarf zu ihrer Ernährima, zu ihrem Wachstum >md Gedeihen gewisser Stoffe, die dem Boden durch den. Tlmger zugefuhrt werden müssen. Wo die ersorderlicheir Nährstoffe sehlm, nchsM die Pflanzen verkümmeru, und der Erfolg blerbt aus.-- Anspruchsvolle Gemüse arten verlangen eine frische, kräftige Tüngiuig, svay- rend andere in diesenr llebersluß mißraten undgeradezu ersticken, andere geraten in nicht ftisch gedüngtem Land am besteii, und wieder andere liefern gute Ertrüge nur in magerem Boden. Nach diesen individuellen Nährstosfbenötigungen der einzelnen Pflanzen! muß sich daher der Gärtner bei der Bestellung der einzelnen Beere und in der Abwechslung mit den verschiedenartigen Gewächsen des Gartens richteil. Aus die im Herbste tüchtig gedüngten und gutj bearbeiteten Felder pflanzt man am zweckmäßigsten iin FrOfahve Blumenkohl, Wirsirrg, Weißkraut und Rotkraut, Spinat, Gurken und Salat, während auf die nur mit. KrmsMnger vorbereitetest Beete Wurzel- imd Knollengewächse, wre Karotten, Rettiche, Rotv Mben, Zwiebeln, Radieschen kommen. Mispr,rchslofer rn ^Hug auf den Tnng find Erbsen, Bohnen und Kartoffeln, deren Beets erst im Frühjahr durch Umspaten zum Anbau vorbereitet tverden. Der Entwicklung der Msenstikchte ist eins Kalkdüngungrecht zweckdienlich. Für die unentbehrlichen Küchen- und Gewürzkräuter eignen sich am besten die inneren Rabattenzu beiden Seiten Mge. Bei einer solchen Einteilung und Behandümg der Beetet wird man Ms Erfolg im Gemüsebau haben; auch ist es dabet möglich, daß die einzelnen Quartiere den ganzen Somruer hindurch niemals leer stehen, sondern immer in stetern Wechsel nach der Ab- erntung der einen urit - einer anderen Gemüsmrt von creuchn pflanzt werden können. So pflanzt man z. B. mit Erfolg nach Karotten Sommerrettich, nach Radieschen Kopfsalat und nach dem Salat Speiserüben. Ter Anfänger tut immer gut, sich bei emem erfahrenen praktischen Nachbar oder bei einem Gärtner Rat M holen und nicht erst länge Versuche und Proben zu machen. Büchertisch. — Melanie Ebhar dt: Unsterblichkeit -Schichte. — Verlag von Egon Fleischet & Eo., Berlin W. — Preis 2 Me dein erster, im gleichen Berlage erschienen-en G^ichtban-da Melanie Ebhavdts, gibt ein tiefer Ernst auch der neuen,Sammlung ,Unsterblichkeit" das charakteristische Gepräge. ^ Aber die Dichterin ist seit ihrem ersten Bande au Kraft und Lebenswillen gam bedeutend gewachsen. — Tie dichterische Form ergibt sich übevchl, vom Inhalt bedingt, mit vollkvmniener ^chertzt von selW. Für die Behandlung des Reims ist es charaktennpch daß übeE, wo die zweite luid vierte Zeile reinten, auch die nchje und drM« den Schmuck des Reimes tragen. Tie Sammlung ist , meder reich Mi Sonetteri, die das a>c geborene Fornrigeftrhl der Tichtenn auch diesmal wieder beweisen. — Luise W e ft k i r ch, Das Licht im Sumpf Roman. (260 S) 8°. Verlag Philipp Reclam >juil., Leipzig. Preis ged. 5 Mk. — In biefcm kraftvollen Heiuratroman fuhrt Lupe Weft- kirch in das düstere, schrveigsauie Moorland, das ältlich der unteren Weser sich >vie eiil vergessener Rcst aiis verflniigener Tor zeit ilis Heute hineindrängt, das sagenliUlsponnene^ Teufelsmoor, ,«M eru -ernstes ulid trotziges Bauernvolk durch beharrliche zähen Kampf sei.ie Wälder und Aecker ^trecken.mutz. ^«n ergreifendes Wirklichkeitsdruma zieht bit Geschichte am Le,er vorüber, fesselnd nicht bloß durch den aaßereil Vorgang. Packend vor allem durch die nicht alltägliche Kimst der Erzahlerm, Einzelwesm zur Genreinaültigkeit lstnainzuch'igern und das Ber- hängnis, das über, den Köpfen der, Han del irden Gestalten i chwebt^ ganz wie voll selbst aus deren Gesmnurigen, Taten, und beiden- schasterl hervorwachseli zri lassen. — Tie W e l t b n h n e, der Schaichühne Xl \. Jahr, WockMN- schrist für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgogebeu von .Siegfried ckacobiolm errthält ui her Nunrmer 27: Ter Flucht der Halbheit, wn Germarriciis; Bon der tierischm Grundlage, von Guschv Laiidauer: Lotl-ar Persrus, von Jvhomueo FrschaR. Zu diesem Krieg, voii Christian Morgenstern; ^north, von AlEed Pr^ar, Was wäre, wenn . . .?, von Peter Panter; 'Wunsche, von Theo- bald Tiger: Bank-Pararga, vori Alfons GvldlHmrdt; Antworten. _ Der Böl kerkrieg. Girre reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Jüli L9L4. Heransgegeben von Dr. C. Baer Verlag von Iulirrs Holflnann, Stuttgart. Heft 169 und' 170, Preis je 40 Pfennig. — Tie irische Frage, lich lvieder unter den Tagesfragerr aufgetancht. Es ist nicht leicht, sÄ darüber in welcher Weise rrnd in welaiem Maste dre irlfckMH Verhältnisse fiir.den Weltkrieg Bedeutung geimnireii kölmeweftt einigrrmasterr zuverlässiges Urteil zar bildeir. Nür allzrigern werden derartige Frageii bei uns iurter dein Gesichtspunkt geseher^ bei demd« Wunsch der Vater des Gedankens ist. Zufällig bringt uns nun das nerr erschienervs Hieft 1o9 des „Vblkerkrieg" oei der ^ar- slelliing des irischtm Ofteraufftaitdes von 1916 auch das Wichtigste ber &e irische Frage. Girre besonders anregende, m nrarrcher Hinsicht reizvolle Mbeit bietet >'odairu das soeben herausgekonrmeM Heft Ky, das man als „Gchoeizer .Heft" bezeichnen Konnte W hi ff'eme Geschaht« der -Lchweiz mr Weltkrieg. Die Aus- NaÄMge'.l des großen Weltbrandes lemhierr dabei scharf hinetzi bis m Ne veArautest^i Wückel rrnd Wen der kleinen FchchenÄnseL Diamanträtsel. In die Felder dieser Figur sind die Buchstaben A A A A, ß, E B E E, PFFP.GÖ, H,II, N, O.RRB, 8, U derart einzutragen, daß die mittelste jenkrechle Reihe gleichlautend mit der mittelsten wagerechten ist und die roaqerechten Reihen folgende Be- deutiing haben: 1. Konsonant; 2. Form des Wassers; 3. Adelstitel; 4. Tier in Afrika; b. Getreideart; 6. Fluß und Gvilvernementsstadt in Ostrußland; 7 l® | Vokal. (Auflösung in nächster Nmnmer.) Auflösung des Tauschrätsels in vorigec Numiner: Wiege, Fell, Stern, Welle, Ring, Bei«, Leder, Haus, Käser. Hast Schwank, Wille, Horn. Band, Sitz, Stiel, Hund, Arm, Eimer. Kehl« Brei, Wem, Not, Herz, Kanue. Wer Wind sät, wird Sturm eruten. ® s m m m a ■ a m m i i Schri,tl-il>»>-!: W. Äkeyer. - Z»illin^-u.,ddru-k der BrShl-sch-n Umv.-Buch- und St-i„d>„ck-r-i. Sk. L»»«e. Si-g-n.