Der Flammentöter. Roman von Horst Bodemer. (Fortsetzung.) „Fa, lutb das Unglück, das Sie mit ihren Sachen gehabt hüben, Herr Doktor! . . . Schiffbruch, der große Reise- koffer 'weggespült, na was macht das?" ^ Wellerkantp- mußte lachen. Emen schonen Baren hatte Krohlow der Frau aufgebunden. Es macht gar nichts! Sie haben ganz recht. . Morgen früh, bitte, um sieben Uhr wecken! Ich muß mrr VevschtedorrLs' kaufen! . . . Greulich war dch L>ch-rsfbruch, sag ich Ihnen! Immer haushoch gingen dte Wecken Uber mich weg! . . . Davon wird mau kaput! . . - Atso auf Wiedersehen, morgen früh!" . . . Wellerkantp"streckte sich in 'einem Bett lang. So, nun war er endlich allein! . . . War s nicht das Beste, er stahl sich morgen früh aus dem Hause, schrieb, vom Bahnhof einen Brief an den Freund: Dir, es ip besser so, mn dem Klausner wirst du schon fertig werden! . . . Und ivenn er Mord und Brand schimpft, so sterb ich nicht dran! . . . Wenigstens war es das Anständigste! . . . L-oust gab s Hemeleid. . . Jetzt kam er noch drüben weg ohne allzu große Erschütterungen ! In Iserlohn setzte er sich wieder vor Erperimente! . . . Und wenn sie einschlugen, konllte er jct mit dem Klausner brieflich in Verbindung treten . . . Heute abend kam er doch zu keinem Entschluß. Morgen war auch ein Tag. Und vielleicht war's das Richtige, er sprach sich ehrlich mit Krohlow aus! So viel Mut wurde er schon noch zusamnien bekommen. Und rmn nicht mehr deukeri jetzt! Schlafen! Schlafen! Unter ihlu ging der Freund noch lange in seinem Arbeitszimmer aus urrd ab. Leise klirrten die Sporen aus dem Teppich ... Da war irgend etwas nicht tu Ordnung. Ganz deutlich hatte er das herausgefühlt . . . Aber was? . . Da mußte er laut auflachen . . . Natürlich, der schwarze Firlefanz, Die Lene, hatte es ihm angetan. Daß er, daraus nicht gleich gekommen war! ... Als am nächsten Morgen gegen halb acht Uhr Weller- kanlp bei oe.n Fremide vorsprechen wallte, teilte chm der Bursche mit, daß der Herr Leutnant schon zum Dienst gegangen sei. Da schlug der Flammentöter ärgerlich mit der Faust durch die Luft. Er rannte die Treppen hinunter, auf der Straße blieb er stehen . . . Also es hatte nicht fetn sollen! Gut und schön! Wer dem Schicksal ins Handwerk pfuschen wollte, der war ein Narr! . . . Energie, mahnte eine innere Stimme. Energie! Da nickte der Flammentöter mtt dem Kopse. Woll ja, wenn's daraus ankam, hatte er die sckwn. Und jetzt ivar keine Feit, sich Gedanken über die kleinen Mädchen zu machen. Die Erfindung! Da hieß es, die I-Äbne zulammeugebi'sen und gearbeitet. Manchmal ging es verrückt in der Welt M, und einer kam ihm mit einer ähnlichen Sache zuvor. . . . i * . Die Schwestern sahen ihren Vater immer fragend an, wenn er ans dem Geschäfte kam. Aber der baeb mäßig ruhig, vermied, das Gespräch aus Weckermmp zu bringen o^er gar auf Krohlow. Da steckten sw stch h«cke die. Mutter, aber die war auch nur mtt Vertröstungen ^0! ^)cntb „Kinder, gut Ding wiN Weile Haben! Macht uns den . Kopf" nicht schwer!" _ Die Gefaßtere war die schwarze Lene. Dte nickte energisch und pflichtete der Mutter bei. Trude dagegen ließ den Kopf hängen, alles Vertrauen auf eine bessere Zukunft hatte sie verloren. Zwar stichelte sie noch an ihrer Ausstattung herum, aber die Hände sanken rhr unmer bald müde rn den Schoß. Leite ging viel mit rhr spazieren. Eines Tages trafen sie Wellerkamp, der, dte Hände ans dem Rücken, nachdenklich in den städtischen Anlagen herumbummelte. ... „Du Trude, da ist der „Flammentoter! „Laß ihn in Ruhe!" , „Gott bewahre, den holen wir uns! Wenn er bloß ein 'bißchen manierlicher wäre! Seine laugen Locken, — es ist einfach, zum Schreien! . . . Wie Hab ich lachen müssen, als er sich den „Flammentöter" nannte! . . . Schrecke ein bißchen mehr aus! . . . So—o . . . Guten Tag, mern Herr Erfinder!" _ ... , Wellerkamp zuckte zusammen. Dann retchte er den beiden jungerr Damen die Hand. ^ .. „Guten Tag! . . . Sehen Sie, da lärmen schon dte StarHer Frühling kornmt ins Land!" Dm blonde Trude stand da mit gesenktem Blick rrnd spielte mit ihrem Schirmgriff; die schwarze Lene dagegen lachte ihn an. . . . ( ... So poetisch? An Ihnen entdeckt man za immer schätzbarere Eigenschasterr! . . . Ja, da sehen Sie mal meme sprachlose Schwester an! Es tvird Frühling, sagten eie vorhin, richtig! Auch in der Fabrik? Das nänütch uckeres- siert uns augenblicklich am allermeisten!". 'Der Flammentöter schmunzelte, sah die blonde Trude an, die immer noch den Blick gesenkt hielt. Dann wurde er ^"^',-Es wird auch Frühling in der Fabrik, verlassen Sie sich daraus!" . . Mit avo stein Nachdruck aus tunerster lleberzeuguug sagte er das, da endlich sah ihn die Drude an, lang, erw- drrnglich. Ihm schlug das Herz schneller, er schrittelte seine Mähne, ballte die Fauste. „Nein," meinte die Lene lachend, „mau könnte stch wahrhaftig vor Ihnen fürchten, Herr Flammentoter! Aber der konnte den Blick von der blonden Druoe nicht lvsreißen. Er fragte sie leise: „Würden Sie sich freuen - über den Erfolg ? * 210 „Sehr, Herr Wellerkamp," h«richte dre. Da nahm die Lene die Schwester beim Arm. - „Nicht so trübelämplich, Trudchen! Laß doch! . . . Herr Wcnmnentpter, tragen Sie sich mit weltstürzenden Gedanken gerade jetzt?" „Nein!" „> ,nn begleiten Sie uns! Nach Hause nämlich! Da setzen -w.r drei uns zusammen, und Sie verraten uns Ihre Geheimnisse!" Ein kurzes Zögern, dann nickte er stumm. Sie gingen zusammen. Viel sprachen sie unterwegs nicht . . . „Endlich bekommt man Sie einmal wieder zu sehen," sagte Frau Klausner. „Die Arbeit! Die Arbeit!" entschuldigte sich Wellerkamp. Er mußte zum Abend bleiben. Immer mehr taute er ans. Klausner rieb sich die Hände, denn nach einigen guten Flaschen hatte er aus seiner neuen Kraft so ziemlich herausbekommen, was er wissen wollte. Mit einem listigen Uugen- zwinkern hatte der Flammentöter gesagt: „Anders arbeite ich nicht, als hinter verschlossenen Türen! Es geht sonst nicht! Es steckt auch einmal ein Falscher die Nase herein! Aber nun ist die Sache fix und fertig — bis auf eine winzige Kleinigkeit! Wie ich die aus der Welt schaffe, werd' ich schon rauskriegen . . . Massenartikel! Billig! . . . Ja, der Flammentöter! . . . Prosit, meine Herrschaften, prosit! Es ist ein feines Weinchen!" Mit der Trude stieß er sogar an. Der Leichtsinn ging wieder einmal mit ihm durch — die Sorglosigkeit! Heute war heut! Und die Feste mußten gefeiert werden, wie sie fielen. . . Gestohlen konnte ihm der Krohlow bleiben — vorläufig! Jetzt ging's hier ums Ganze, um die blonde Drude! — Der müßte er den Kopf heiß machen, zeigen, was er für ein Kerl war! Ein freier, talentvoller Bursch. Jeder war sich selbst der Nächste — jawoll! . . . Nach seiner neuen Erfindung sang er nicht wieder: Behüt Euch Gott, alle miteinander, firlt Eure Taschen, ich steig wieder in Lumpen durch dieses Jammertal! . . . Die stille Trude, mir •ft iJtkn-i- ——;— itrtt lUnft , „ mt- tviii jem, tue war dre Ergänzung für [innen leichten Gegensätze machen es im Leben! mitir Die Da ?aß er schon am Klavier. Einen Gassenhauer spielte er.Bah brach er ab. Das war Unfug. Wagner! Wagner! -Ä^ doch einer kam — sieh, der Lenz lacht in den «am! Dre Walküre! Sregmnnd und Siegkinde! Er saug halblaut. Der Leichtsinn wich von seinein Gesicht. Andacht legte Uw daraus . . . Herrgott und nun Turmhäuser. Das Liebeslieds Das Liebeslied! Er sang's laut. Ein Werben lag rn ferner Stimme. Uno dann sprang er ans. „Adieu! jAdieu! . . . Und vielen Dank! . fta ich komme wieder, gern!" ' ^ Raus war er. Rannte rrach Hause. Warf sich aufs Bett. Im Mantel! . . . War's der Wein? .... War's die Liebe? . . . jMar's die Ueberreiznng, die sich nach seinen letzten. Berglchen rm Laboratorium heute früh eingestellt hatte? . Gr lachte. Es klang böse. ; „Du, da unten," zischte er. „Du, da unten!" Ein Drohen schwang durch ferne Worte ... * "Hm," sagte Herr Klausner, „hm," rrachdem' Welter- ^awp davonge stürzt war. Mit dem Zeigefinger ftlhr 'er sich Müschen Hals und Kragen. Frau und Töchter schwiegen. Er mußte , etwas sagen, sonst rissen ihm die Nerven. Ihm, der sich immer so in der Gewalt hatte. . . „Zügellos der Mann — zügellos!" SfeÄfte" äderte die Lene und tippte auf eine „Gefährlich,", warf Frau Klausuer ein. Die Lene Lachte. „Der pah! Endlich mal ein vernünftiger Kerl der «uch was leistet! Wenn er duz nächste Mal «nt. ichneideu wrr chm dre Mahne ab, Trude!" Me kagw ES, Zusammengefunke» faß sie aus ihrem LNhEmerte ihr das Mut. Milde ftchtte fte sich, schrecklich müde — wie gelähmt. Sie wandte sich hoch. „Gute Nacht, das war mir heute zu viel'" „Gute Nacht, Mädels!" . .. Lene verstand. Allein wollten die Eltern sein. Sie Mite ftch ber der Lrchwester ein. . di- S^sn m M UN. Der Fabrikant legte „Morgen soll er mir zeigen, wie es um seine Experimente steht!", „Du meinst doch nicht etwa. . .?" „Ich meine jetzt ga.r nichts... Jedenfalls ist der Wellerkamp em ganz sonderbarer Kauz! Mit solchen Leuten heißt's reinen Tisch machen so oder so!" „Und weiin er wirklich wieder eine große Erfindung macht?" Die Augen, kniff Klausner klein. „Dann red' ich mit ihm deutsch! Und erkundige mich vorher eingehend über ihn! Wenn ich das bisher nicht getan habe, so liegt der Grund ans der Hand! Erfuhr er's, guig er mir womöglich aus und davon!... Rede mit den Mädels möglichst selten über ihn. Vielleicht wär's gut, wir schockten die beiden auf vier Wochen weg! . . . Aber Das wollen wir erst beschlafen!... 4 : „Richtig und sehr verständig! Red' du mal der Nhle- manrr ins Gewissen! Vor dir hat sie einen .Heidenrespekt, ich mach immer gleich 'neu Witz, und da wer' ich sie nicht wieder los. So was von Neugierde ist mir mein Lebtag noch nicht über den Wog gekrochen!" „Du sollst deine Ruhe haben, guter Kerl! Laß mich dir nur nochmals danken . . ." Abwehrend hielt der Flammentöter dem jungen Offizier die gespreizten Finger entgegen. „Du—u, dank nicht, zu früh!"... Und als er dem Schulfreunde in das Gesicht sah, bemerkte er in dem einen gespannten Ausdruck. Hatte der vielleicht Verdacht? Der mußte ihm sofort genommen werden. „Ich Hab nämlich den Mund auch Klausner gegenüber, ein bißchen reichlich voll genvmmer, die Erfindung hängt an so 'uer vertrackten Kleinigkeit, über die ich nicht hinweg komme! Ja—a, ltnb «üu-ii—luuttte - Ui-ie .ü ovi ne ißt" dir!" m bcnUnl ' ■ ■ J^dcnsM)- das böse Gewissen aus Krohlows chZbnung -hlnans in seine Bude. Bor den Tisch setzte er lüt e ;i 11 . EschOiUf dil^Platte. Hirumelwetter, was >s zu eggeräumt Erfindung!" '. , ~ / .—' v "»‘^ Erfi'lömig, diel -.. f § n . Hause hielt er's nicht aus, er ging in ein' ©afö ircfp chten, dicke Ranch schchiaden zogen durch das ^.aß ernmr tieiuen Bleistift in den Händen, die Nacht, denn fuchtelte er ui ll Händen'duU d e "iss „I ch H ab's! . . . Ich Hab's!" ' w H /and kemc Ruhe. Ter Nachtwächter mußte ihm Mw, gabrrktor offnen, Licht macht er in seinem Laborw- "' : r a ltvg zu Hut und Mantel in eine Ecke, de «kocher brmmte er an, stellte ans ihn einen großen 3JL*£? ffy men Doch, rückte sich die Zentesimalmage ^^cht, nut ftebernden Händen entnahm er ans verschiede- nen Tuten tlcrne Mengen, nuo dann stampfte er in einem Locher ern paar Körnchen zu Staub, wog nach Milligramm elf Chemrkalren ab, zog den Tischkasten aus, griff nach einem Buchs chen und schüttete ans die Wage von dem bchul^cbi- werßen Inhalt eine ganz gehörige Portion ... fi>rrr PM 1 !vff? Sen, s' öe S t Ä* * klopfte Herr Klausner sehr energisch! an dre TUr des Laboratoriums. Es' rührte sick» KA. Da drückte er die Klinke herunter. Die Tür war ver- schlopen. ,Mrt der Faust donnerte er gegen die Füllung, ^ Nchl drrnnen. Wellerkamp rieb sich die Augen. Wahrhastrg, er hatte geschlafen. lJIa — wer ist denn da?" >! — Klausner!" i! jo ! Einen Augenblick. . 211 WellerVamp sab sich mn mch mußte tuchen. Würde der Mal Augen rnochen! Der Rbtzgel fu.hr zurück. „Ich gpatiriiere, Zerr Mlusner- unb guten Morgen Wkich!" Trercherzrg hielt ihm der Wammentöter die Hand hin. „Sehen Sie mich hur nicht so au i Ich Hab die Waschfrau gespart! Da hörigen Kragen und Manschetten, Taschentuch! Und Strünrpfe! Mn Lboß froh, daß ich mich nicht so zu Men brauche, Spiegel fehlt Gott sei Dank in dieser heiligen Haltet (Fortsetzung folgt.) Der Gepäckträger. Ein heileres Begebnis. Bon Hedwig von Puttkamer. (dchchjdrucß verboten.) Auf einem der Berliner Fernbahnhöfe herrschte das bekannte überfüllte Leben und! Treiben. Einer der Apend-T-Züge aus den Ostscebädern umr soeben eingelaufen und die Reisenden drängten in gmgeduldiger Haß der Sperre und den: Ausgang Zn. Einige Optimisten, braungebramrt, und die Augen noch wie getränkt von: lachenden Blau der See UiH Uer sonnigen Sommerlage am Strande, die hinter ihnen lagern wagten den Ruf Mach dem Gepäckträger"! Doch die wenigen Grünbejackten, die sich mühsayl in dem Gewühl Plast schassten, hatten mit dein Ausladen dev massenhaften großen Koffer und Körbe reichlich Zn tu!n und zeigten. den Rufern „die kalte Schulter", wie die Diplomaten das aus- Ludrücken pflegen, wenn eine Nachricht laut verbreitet wird, die ihnen unbequem ist. Es half also nichts, man mußte schon selber zufassen. Die zierliche kleine Same, die ans einem Abteil erster Klasse gestiegen war, sah sich ratlos und verzweifelt um. In jeder Hand Hielt sie einen kleinen Koffer, der eine enthielt augenscheinlich ihr Doilettennezessaire, das andere war ein Teekorb, irr dem es leise von Silber und Porzellan klirrte. Ein Herr reichte ihr eben aus dem hohen Wagen noch eine Hutschachtel nach, dann noch eine leichte Seidendecke, ein Kissen, die Schirme, einen Rosen-, stjranß, ein Buch. . . mein Gott, alles, lvas eine elegante Frau unterwegs braucht und nur sich zu haben liebt und beim besten Willen, nein wirklich, beim besten Willen zur Einschränkung nicht gut entbehren kann. Tie kleine Frau Schloßdorf ioar ganz überzeugt davon, daß sie nur das „Allernotwendigste" mitgenommen hatte! Ein sehr nnbestimurbarer Begriff! Dem einen bedeutet es den Rucksack mit dem Hemd und der Bluse, und dem anderen den Schrankkosfer mit einigen Tritteldntzend Blusen und sonstigen, lustigen und luftigen Bekleidungsgegenständen,, wie sie eine hübsche junge Witwe nun doch einmal für nnabweislich nötig hält, wenn sie ins Bad, reist. Frau Muchjen, wie sie von ihren Intimen genannt wurde, seufzte tief und sah an ihrem .eleganten grauen Seidenmantel herunter. „Wie soll ich bloß nach Hanse kommen?" Ta sich niemand um sie kümmerte und auch der galante Herr in die Arme seiner harrenden Gattin gefunken war und mit ccm Augenblick alle Galanterien vergessen zu haben schien, die ihm im Badeort al-si sidelem Strohwitwer das Selbstverständliche gewesen waren, raffte sie ihre Habe ans, so gut es gehen wollte, itnb trippelte als eine der letzten dem Ansgange ju. Nachdem sie zweimal dcis Kissen verloren, den gelben Rerseroman, der ihr immer wieder entglitt, mittend vor die gemütlich schnaufende Riesenlokomotwe geworfen.hatte, nachdem sie an der Sperre erst eine Weile halb verzweifelt nach ihrer Fahrkarte gesucht und sie endlich brav im Handschuh gefunden hatte, stand fte zuletzt unten aus der Straße und hielt nach einer Fahrgelegenheit Ausschau. „Fanny >.nuß nrein Telegramm nicht bekommen haben," stöhnte Fraic Machen, „wie konime ich nur nach Hause!" Ter Vorplatz war gänzlich wagenleer, und eben Hub zu allem übrigen ein Tröpfeln uub Rauschen an, das sich in unheimlicher Geschwindigkeit zu einem prasselnden Regen verdichtete, der in zwei Minuten Pfützen und Seen schuf und Mnchens Seelenzustand zu einem derartigen Grad der Verzweiflung steigerte, daß sie mit Selbstmordgedanken in die trostlose .Nässe hinansstarrtc. Dicke Tränen Ir übten ihre .schönen Angen,, wie die Regentropfen die blanken Scheiben der überfüllten Elektrischen, die unbarmherzig glatt an der Haltestelle vorüberfuhren. Die müden Arme der kleinen..Frau vermochten das Gepäck, das sie trugen, nicht mehr zu halten. Achtlos ließ sie alles hinunter--, gleiten, in den Schnfutz, ihr war alles gleich. Sic öffnete mühsanr den Schirm, um wenigstens noch den teueren Hut zu retten. Resigniert dachte sie: „Ich setze mich hier aus meine Handtasche. Tie ganze Nacht durch. Tann können sie mich einsperren. So bekomme ich wenigstens ein Obdach. Oder ich sterbe, und dann . . ja, dann wüßte sie.nicht so recht, wem sie die entsetzliche Schuld am Ende ihres jungen Lebens aufbürden sollte, und wen es in dein schrecklichen Berlin, in dem sie erst seit dem Tode ihres Mannes ohne großen Verkehr still und zurückgezogen lebte, so besonders erschüttern würde. Um so einsamer tmb verlassener fühlte sie sich. Tie Straßenbeleuchtung.war so mangelhaft, daß man kaum die Schilder der elektrischen Bahnen erkennen konnte. Einige Male ver-i suchte sie einen Vorstoß, aber ehe sie mit ihrem Handgepäck heran war, zog die Schaffnerin schon an der Leine, und weg war die Bahn. Ta packte sie die Wut der Kerzipeiftuna. Sie stampfte mit den: zierlichen Fuß ainf, gerade in eine Wasserlache hinein, aber r^r wor's egal, ob es spritzte.oder nicht. „Na, dann sterbe ich eben wer auf dem Fleck!" sagte sie trotzig, und .wirklich zitterte sie vor. Nässe und nervöser UeberreiMNg wie im Fieber. Neben ihr stand schon eilte ganze Weile ein Mann und beobachtete sie. Bei ihren .Worten horchte er ans, und ein Lächeln huschte über das scharfgeschnittene, braune Gesicht, das fast ganz unter der tiefgezogenen Mütze und dem hochgeschlagene!: .Kragen sesnes grauen Regenrockes verschwand. Er war Soldat, wie «s schien, und in naivem Zutrauen sah Frau Machen zu ihm aus, als er sie mit tiefer Stimme ansprach: „Da könnte ich mir wohl fünfzig Pfennige verdienen, wenn ich Ihnen tragen helfe?" „Ach Gott, viel mehr! Es soll mir gar nicht darauf ankommen, wenn Sie mir nur ein bißchen helfen wollen." Er nickte gutmütig und bewaffnete sich ohne.-mite-res mit ihren Sachen, sie nahm voll neuer Hoffnung den Rest, und im Schutz seines breiten Rückens gelangten sie glücklich in die richtige Bahn, die bis dicht zu ihrer Wohnung fuhr. Ter hilfreiche Begleiter stand draußen. Machen quetschte sich drinnen im Wagen herum. .Ab und zu' schoß es ihr durch den Sinn: Mein Gott, wenn er jetzt mit meiner Handtasche absteigt! Tann sah sie sich aufgeregt nach ihm um, und er mochte wohl ihre Befürchtungen ans ihrem lebhaften Gesichjtchen ablesen, .denn er nickte beruhigend pnd ans hellen, ehrlichen Augen zu. ihr hinüber. Sie zerbrach sich den Kopf, was er wohl sein könnte. Sein feldgrauer Mantel zeigte kein militärisches Abzeichen, auf dessen Bedeutung sie sich übrigens doch schwerlich verstanden hätte, das Gesicht blieb nach wie vor HM .verdeckt, aber was man davon sah, war durchaus sympathisch und angenehm. Machen seufzte, ach!, es war doch schrecklich, so allein zu sein! Wenn der da draußen nun ihr Mamr gewesen wäre, brauchte sie sich um nichts zu kümmern! „Leibnizstraße!" rief die Schaffnerin, und die kleine Frau eilte zur Türe. „Wir müssen aussteigen!" Ihr Gepäckträger folgte ihr. „Es sind nur noch etwa fünf Minuten," sagte sie fast schüchtern. „Oh, das macht nichts. Ich habe Zeit. Ich bringe Sie nach Hanse." ,/S-ie sind.wirklich rührend nett." Machen wußte nicht, sollte sie eme Unterhaltung ansangen oder lieber schweigend wachsen, daß sie ihn los wurde. Seine Beharrlichkeit war ihr fast beunruhigend. Sie hastete voraus und schloß die Haustüre auf. „So, bitte setzen Sie alles hier herein, ich werde gleich das M'Ädchcht herunterschicken." Sorgsam schloß sie wieder ab. TaMit er mir nicht noch zuletzt durchbrennt, dachte sie Vorsichtig. „Aber darf ich Ihnen die Sachen nicht noch nach oben bringen?" fragte er höflich. Er war neugierig, ob sie einen Mann hätte oder nicht. „In . . . nein .... ach .. . na ja, wenn Sie wollen," Ihr Zögern verstummte plötzlich vor dem ehrlichen geraden Mick seiner Augen, die seltsam forschend aus ihr ruhten. Sie errötete and eilte die Treppe hinauf. Er folgte getreulich „Ich bin ganz harmlos, gnädige Frau, ich gehe gleich wieder weg, das heißt, so bald sie mich wegschicken." Wie das klang! Sie wunderte sich. Ganz keck, dachte sie, und doch, die Stimme war so beruhigend und anständig ... sie wogte es eben, es half nichts! ft IN ihrer reizenden kleinen Wohnung flammte das elektrische Licht auf. Fanny erschien schlaftrunken Und Verblüfft, das Telegramm war natürlich (nicht eingetroffen. Sie nahm dem Gepäckträger die Sachen ab. Machen kam mit einem Zehn-Mark-Schem in der Hand aus ihrem Schlafzimmer, wo sie eilig dis einassen Sachen abgeworfen und das Naschen ein wenig gepudert hatte, in den Korridor zurück. „So, hier! sind noch sehr herzlichen Tank für Ihre Mühe!" Doch die Hand sank ihr wie gelähmt herab und geradezu entgeistert starrte sie den Träger an. Er hatte die Mütze abgenommen 'und den Mantel geöffnet. Ein vornehmes, flottes Märmerantlitz blickte sie ans übermütigen Augen lachend an und auf der Brust des feldgrauen Rockes schimmerte eine lange Reihe bunter Ordens- xanszeichnnngen. Er rückte den Ledergnrt zuracht, der seine .noch juNge, geschmeidige Figur umschloß, und in dem der kurze Dolch steckte, und nahm die Hacken zusammen. „Meine Gnädigste, es war mir eine besondere Freude, Ihnen helfen zu dürfen. Sie gestatten, Major Herrsberg. Ich verspätete mich bei einem dienstlichen Gange, daher meine Kriegsbemalung," er wies lachend aus die Ordensreihe, „die mir aber jetzt bei Ihnen als Legitimation dienen muß." Und das Ende vom Liede? In Mnchens Schmollwinkel gab es eine sehr behagliche Teestunde, zu der der Teekorb, den er. so treulich geschleppt, den leckeren Inhalt lieferte. Und dieser einen, Teestunde folgte noch manche andere, bis der Major wieder ins Feld hinauszog und es sich vor dem Scheiden als ganz besondere Gunst! des Schicksals ansbat, in Zukunft stets die kleinen Lasten von Frau Milchen und am liebsten sie selbst mit starken Armen tragen zu dürfen. Sie hatte gerade genug von der einen bitteren Erfahrung hilfloser, weiblicher Einsamkeit, und gestand ihm errötend das erbetene Recht zu. „Meine Trinkgelder werde ich mir schon .ausgiebig einßas- sieren," meinte er glücklich und nahm die Keine Frau fest! in die Arme, während er zärtlich ihre Lippen küßte. 21 » Die Schlemmer von Tiefurt. Non Karl Esch er. (Nachdruck verboten.) Zu Weimar waren wir unserer drei: Herr Nickelschmidt ans Hamburg, seine junge Fvau und ich. Im „Elefanten" harten wir uns gesehen, in Schillers „guter Stube" kennen gelernt, jetzt gingen wir die Kastanien-Allee entlang nach Tiefurt. Kamen mr Wildenbruchs Schlößchen vvrriber und an der Marie-Seebach-Stif- tung, allwo ergraute Schauspieler geruhsam ihre Treißig-Pieunig- Zigarren tu die klassische Luft paffen. Tann folgte ein Feld, weit, groß, majestätisch, mit blauem Himmel und den. notwendigen Silberwolren darüber, auch sehr geruhsam und friedlich, nur wurde die Friedlichkeit durch lautes Knallen ettrms verwischt. !Tas war von einer Kompanie Soldaten, die sich im Handgranatemwerfen übte. „Schöne Gegend," sagte Herr Nickelsch-midt. Ta waren wir beim Diefurter Park angelangt. Ein paar :wch lebende Gänsebraten, und Mehrere vergessene Suppenhühner scharrten int Sand, die nahen! .Wipfel rauschte:: und ebenfalls aitch die Ilm. „Schöne Gegend," sagte .Herr Nickelschmidt noch einnral. Im Park redeten wir, wie es der Führer von Weimar und Umgegend vorschreibt, von Corona Schröter, von Anna Amalia lMtd von der Göchhausen. Das heißt, die Frau Nickelschmidt redete, ich hörte zu und Herr .Nickelschmidt rauchte Zigaretten. Hier also wurde die „Fischerin" aufgeführt mit bengalischer Beleuchtung Und so. Was man auf Reisen nicht für Neuigkeiten erfährt. Herr Nickelschmidt meinte, baß Hagenbecks Tierpark in Stellingen mindestens ebenso lohnend sei. Löwen und Hyänen wie tu Freiheit. Jawoll! Und dann gingen wir die Alm entlang. Tie Frau Nickelschmidt begann etwas in Versen zu reden, und zwar von heilsamen Nyrn- phen. Wir wunderten uns. /Herr Nickelschmidt behauptete, daß einem Mann, der täglich zweimal mit dem Motorboot von Uhlenhorst Mr Lombavdsbrücke fährt, so ein bißchen Wasser nicht imponieren könne. Und dann gab es Streit. Die unersättliche Frau Nickelschmidt wollte durchaus nichts jauslassen, sie drängte, das Tiefurter Schlößchen zu besehen. Wir protestierten. Mit Recht sagte Herr Nickelschmidt, er habe das Goethehaus und das Schillerhaus besichtigt, sein Bedarf sei reichlich gedeckt, und von Komfort könne in solch hinein alten Kasten. d!uch nicht die Rede sein. Frau Nickelschmidt ließ nicht lower. Wir gingen erst einmal um den „alten Kasten" her nur. Da war ßu ebener Erde eine Tür offen gelassen, offenbar von dem Trupp junger Schwärmer, der sich gerade von dem Kastellan verabschiedete, und wir sahen .durch die Tür, waren sprachlos, sahen uns an, sahen wieder durch die Tür und bekamen allesamt das Schlucken. Es war die Küche der Anna Amalia. Und Ums für eine Küche! Eine Küche! Quatsch, ein Paradies! Tie Tränen kamen rms in die Augen, wahr und wahrhaftig. Ta war ein riesengroßer Herd, da war ein riesengroßer Anrichtetisch, da wäre,: Rieserlgestelle, und alles, alles, alles, bedeckt, überladen, gerammelt voll mit den herrlichsten Dingen der Welt. S£>o. lagen goldbraune Fische, gebratene Hühner, geräucherte -Schinken (kolossale Bengels), ein unmenschlich großer Kalbsbraten, weiße Brote, Zuckerhüte, Ananas, Erdbeeren, Pasteten und hundert, ja jausend Tinge, die es überhaupt nicht mehr gibt. Frau Nickelschmidt jappste nur, ich unterdrückte einen leisen Klageruf und Herr Nickelschmidt - sagte: „Donnerwetter!" Und dann rannten wir in diese Küche aller Küchen; hinter Uns ruhig und gemessen der Kastellan. Wir sahen ihn an, jeder hon uns hatte statt.der Augen zwei Fragezeichen, im. Kopf. „Tja," Hub der Weise an, „als Goethe noch jung war, hat er sich mit dem hochseligen Herzog zusammen einen Spaß gevnacht. Für eine Abendgesellschaft ließ er das ganze Gastinahl aii§ Pappe machen, es schön auftischen, und dann ging ein Vorhang hoch da stjand erst das richtige Essen. Tie Herrschaften hatten keinen kleinen Schreck gekriegt. Tja." „Aus P—p—pappe," sagte Herr Nickelschmidt und klopfte Mit dem Knöchel seines rechten Zeigefingers auf einen Burgunder Schinken, „aus Pappe! Du kriegst die Motten! Und ich dachte schon, lvir hätten den städtischen Hamsterkeller entdeckt. Das ist Nicht reell! Komm, Mathilde!" ,,Hast du den großen Zuckerhut gesehen?" fragte Frau Nickel- fchmiot. Bei seinem Anblick waren alle klassischen Erinnerungen in ihrem Busen gestorben. „Tie Leute lebten!" nnrrmelte. ich. Trübselig gingen wir nach Weimar zurück und zählten unterwegs unsere Reisebrottnarken zusammen. gängK von eitmn dieser polarsten GegensWe kn den ÄyArr? iE einst die Gabe eirves E. Th. A. Hosstnamr, des alten „Geistes-; hojfmanu", und sie wird heutzutage nur durch wenige Verfasser ganz selten einmal vertreten. — Wie jede Kriege r-Familie im Eigenhause billiger als zur Miete wohnen kann. Wie beschafft man sich Baukapüal und Hypothek? Praktische Wliül^ für Äau- lustige. Der .Hausgarten, Ein Büchlein zum Lust- u:w Planmachen von Kgl. Bauinsp. F. Flur und Ph. Kahru, Bezirksleiter für den Wjederaufbau in Ostpreußen. Mit 160 Abbildungen, Hausplänen usw. (106. Tausend) 4 Mk. Portofrei Heimkulturverlag G. m. b. H., WieMcken 40. — Artur Brausewetter, Tie große Liebe. Roman. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. Preis geh. 5 Mk. — Artur Brausewetter, seit Jahren einer unserer meistgelesenen Autoren, gewährt in seinen Büchern den: Leser stets tiefe Eirr- blicke in bie Irrungen und Wirrungen des menschlichen Seelenlebens, „Die große Liebe", ein rnoderner Gesellschaftsrom'an, in denr das Kbiegserleben nur in seinen Auswirkungen mitschwingt, gehört unstreittg M seinen rafften Schöpfungen. Die I spannende Handlung ist auf einem psychologisch, sesselnderr Motiv f auf gebaut: J;ie Tragödie eines Sterbende!:, den allzu kühnes j Wollen in Schuld und Verfehlung verstrickt. Im Augenblick des \ Zusammenbruchs, als alle von. dem gefeierten Mann sich abwenden, bricht sreghaft die „große Liebe" einer Frau, durch, die ihm das Dunkel seines schweren Schicksals -erhellt. — DerKrupp' sche Kleinwohnungsba u. Rund 150 Bildertafeln mit Hausplänen urrd vielen Textabbildungen herausgegeben von der Gesellschaft für Heimknllur e. B. in Wiesbaden.! Mit begleiteichern Text der Bauberatungsstelle Tr.-Ing. Herrn, Hecker in Tüsseldorf. Bei Borausbestellnug 15 Teile z-u je l. Mk. (Porto 10 Pfg.). Nach Erscheinen vollständig gebunden 16 Mk. (Porto 50 Pfg.) Heimkultnrv erlag, Wiesbaden. —■: Am Tage ihres 75jährigen Bestehens hat die L e i p z i g e r Illustrierte Zeitung (Verlag I. I. Weber) eine Fcslß lnuminer (Nr. 3913) herausgegeben. Die Papierknappheil hat wohl auch ihrer: Umfang deschräutt. Die Auswahl der Beittäge zvrgt eine zirlbewußte, glückliche Hand. (Durch die Vorführung der verschiedenartigen technischen Nachbildungsvierfähren der Leipziger Illustrierten ist nebenbei eine hübsche unterrichtende Wirkung über die regierenden Mlddruckarten irr der Zhitung gewonnen. Tie Aufsätze „Geschichte des Hauses Wieder", „Das Deutsche Vaterland, ! die Welt und die Leipziger Jllnstvierte Zeitung", „Aus denr Jubiu läumsschnem der Illustrierten" — der Glück'wünsche berühmter lebender Männer. tviedergibt -— „Die Hände des Buchgewerbes'f (Holzschneider, Schriftsetzer, Photograph, Netzer, Drucker, Buchbinder, Versender) — „Moderne Vervielfältig nngsverfahren" — „Mid Anschaltung, Phantasie" — „Illustrierte Presse und Politik — „Schriftleiter. ..Künstler, Arbeiter, Kaufmann" — „Der Illustrator in voller Fahrt" — „Das Zwergeurcich und die Jllustrrerte" — ,,Kulttrrru.ndschau". — „Bücherrundschau" — alle von hervorragenden sachverständigen Schriftstellern, lassen erkennen, voelche aufklävende und unterhalleu.de Kraft diesen: Hefte muewohnt. Diese Worte sind einer Würdigung von Gechchmrat Pros. Mi. Seliger, Direktor der Akademie f. graph. Künste und Buchgeiverbe za: Leipzig, entnonunen. .—, Der Völkerkrieg. Eine veich illustrierte Chronik der Ereignisse seit den: 1. Juli 1914. Herausgegeben vo>: T>r. C. H. Baer, Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart. Heft 167 u. 168, Preis je 40 Pf. Die Hefte 167 nird 168 schildern die Ereignissei aus der Balkauhalbinfel im 4. Kriegshalbjahr (Februar bis August 1916). Es werden da behandelt: die Kämpfe öfterrcich.ischmngari- scher Truppe!: in Albaalleu, besonders die Eroberung von Dnrazzo, Kämpfe an der mazedonischen Front, die Erdrosselung Griechenlands durch die Entente, Serbiens und Montenegros Verwaltung iuü> die bittere Whängigkett ihrer Regierungen von der Entetlte. Bulgarien nach seinen inneren Verhältnissen und seiner äußerer: Polittk, ein Kapitel, das für die realpolitische Beurteilung dieses Bundes gn rossen nicht zu übersehende Beiträge liefert. Der Abschnitt „Großbritannien während des 4. Kriegshslbjahres" rvird eingeleitet durch Ausführungen über die Ursachen der Erfolge der answärttgen Politik Englands. — Die heulende Wölfin. Römische Tenien von Hans Barth. Verlag von Julius H o f f m a n n, Stuttgart. Preis 1 Mk. AhftrichrStsel. Zwerg, Neger, Senta, Netz, Tandem, Fistel, Eichel, Traum, Frage, Spiegel, Tod. ' Von jedem Wort sind zwei Buchstaben au beliebiger Stelle abzifftreichen derart, daß die steheublelbenden Worttelle' im sinngemäßen Zusammenhang ein Sprichwort ergeben. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Quadraträtsels in voriger Nummer. KOPF OPER P E R A FRAU Büchertisch. — DaS Ballett des Todes, Novellen von Lsswhard Stein, erschienen im Landhausverlag, Jena. Preis geh. 4,50Mk. Dieses bmrte, tolle Durcheinander dunkelster Mystik und scheinbar alltäglichster AlltäMchkeit, die Selbstverständlichkeit der Ueber- Schristleitnna: W. Meyer. — Zwillingsrunddruck der Brüh l'scheu Nn'v.-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießern