Mittwoch, den 26 . Juni Der Flammentöter. Roman von Horst Bodemer. (Fortsetzung.) „Du—m, jetzt wirst du ganz vernünftig sein, — verstanden-" „Göttchen, Goldsohn, als ob ich das nicht immer wäre! g 'X sitzt doch in Lumpen gehüllt ein Wohltäter der Mensch- t, der für ein paar Dreier das Feuer gezähmt hat. gab ja schon so ivas, aber das Nichtige war es nicht! Es war noch zu teuer und zu umständlich. Jetzt wird jedes Kind von fünf Jahren mit „Flammentod" fertig!" , „Jungchen, du wirst jetzt bei Klausner Chemiker werden, mir zuliebe'?' „Nee!" „Bitte, Weller kamp!" ,^Jemine, mir geht ein Seifensieder auf, ich verstehe! Da ist tvohl eine heiratsfähige Tochter? Und der Klausner schwimmt anscheinend nicht, gerade tm Golde!" Krohlow wandte den Kopf zur Seite, Wellerkamp lachte. „Ich kann mir den Kerl ja mal anrsehen! . . . Morgen!" Krohlow drehte sich wieder um. „Uevermorgen! Deirn morgen muß G dich erst raus- n! Und nun komm, ich Hab dir ein Bad' fertiMnacheu lassen, du wirkst dir den — Reisestaub abspülen wollen!" „Versteht sich, und ich dank auch schön! - Weißt du, der vierter Güte hat eine besondere Eigenschaft, er klebt rrämlich wie Pech und Schwefel, vielleicht läßt sich der noch einmal nutzbringend verwerten!" Am übernächsten Morgen bummelte Wellerkamp durch die Stadt — hinaus nach Klausners Fabrik. Stillvergnügt lachte er öfters vor sich hin. Alle Augenblicke blieb er vor einem Schaufenster stehen, in dem ein Spiegel angebracht war, und besah sich. So nobel hatte er sein Lebtag noch nicht ausgesehen! Einen schwarzen Mantel trug er, einen nagelneuen, weichen, grauen Filzhut, Stiefel mit Lackkappen und unter dem Mantel einen picken, binnen vierundzwanzig Stunden tadellos gebauten Anzug. Die Wäsche hatte ihm leihweise Krohlow überlassen. War der mal ein verliebter Spatz! Sein übervolles Herz hatte er ausgeschüttet. Na ja! Heinrich Wellerkamp war kein Unmensch, ganz im Gegenteil! Dem Freunde wollte er schon zu der von ihm heißbegehrten Selig- wit verhelfen! Freilich, ein bißchen vorsichtig mußte er zu Werke gehen — und auch an sich denken! Die nächste Erfini- hung — wrch die war so gut wie fix uup fertig, sollte ihm zeitlebens aus dem argen Dalles helfen!.,. . Nur gut, daß er ein so fröhliches Gemüt hatte. Wenn sich einer sagte: ich pfeif mir eins zu trvcknem Brot und Wasser und bilde mir dabei ein, ich knappere an 'ner schönen Kalbskeule und trinke mein Pullchen Rheinwein dazu, so war das ja eine grandiose Selbsttäuschung . . . Seine braunrote:: .Handschuhe besah er sich. Fein! Nur eins begriff er nicht, warum Krohlow sich fo große Mühe gegeben hatte, ihm beizubringen, daß er sich Blart und Haare schneiden ließ. Aber das hatte er doch nicht durchgesetzt: Donnerchen, ja, er war doch der Flammentöter 7- ein Künstler! Ein Kerl, der sich getrost vor aller Welt m seiner Eigenart sehen lassen konnte! . . . Und nun zwb»- fcrte »er listig mit den Augen. Min, der Krohlow! Ein bißchen verrückt war der zwar immer gewesen, schon auf dem Gyrw° nasium hatte sich sein schmachtendes Herz gezeigt. (Beim. Mutter — den Vater hatte er früh verloren — wohnte in der Nähe eines Mädchenpensionats. Was hatte der Junge rwrdern Fensterpromenade gemacht! Und daoei keine Traube, eine günstige Gelegenheit zu benutzen, um sich der heimlich Geliebten vorzustellen. So'n hübscher Jung? . . . Göttchen ja, ettvas Schwäche hatte mindestens jeder! . . . Richtig, da war die Gernerstraße, die hinauf bis zur Halleschen, dann rechtsum, dreihundert Schritt, und er stand vor der Klausnerschen Fabrik, so hatte ihm her Freund gesagt! . . . Herr Klausner saß in seimm Kontor und las die ein- gegangene Post. Seine Stirn legte sich in immer tiefere Falten. Die Bestellungen auf „Klausners Wohl" lieftn von Tag zu ^ag erbärmlicher ein, und er hatte einen Vorrat liegen, er mochte gar nicht im Lagerbuch Nachsehen, wie groß er war. Und wenn nicht mehr die Annoncen in die Welt hinaus flad- j^nt, würde das schöne Zahnwasser bald ganz vergessen sein. Seme Hand erfaßte einen Privatbrief. Er riß den UmschlaK auf, sah noch seiner Angewohnheit zuerst nach der Untep- schrift: Krohlow! Eine unwillige Bewegung mit dem Köpft, machte er, dann las er. Seine Augenbrauen rutschen hoch. „Borchardt!" Der erste Buchhalter kam aus dem Nebenzimmer herbeigelaufen. „Flammentod ist doch eine vorzügliche Sache, nicht wahr?" Das kleine, alte Männchen hob beide Hände hoch. „Ganz vorzüglich! Neulich las ich, daß Aktiengesellschaften , für Oesterreich-Ungarn. Belgien, England und Frankreich gegründet worden sind, die sich ausschließlich mit der Herstellung und dem Vertrieb dieser Erfindung befassen!" „Hm!" Einen Augenblick schloß Klausner die Augen. . . . Da eröffneten sich Aussichten! Fragte sich's nur, ob sein Geldbeutel langte, um den Erfinder an sein Unternehmen zu fesseln!! . . . Ach was, das war ja Dummheit! So einer saß warm gebettet. Um der: rissen sich die Fabriken. Und die Aktiengesellschaften hatten sich natürlich die weitere Mitarbeit dieses Herrn Wellerkamp für ungeheure Summen gesichert! „Borchardt, der Erfinder von „Flammentod", wird nachher kommen, führen Sie ihn persönlich zu mir!" „Herr Klausner, da möcht ich gratulieren!" „Nicht zu früh! Ich weiß doch noch.gar nicht, was er will!" .... Nachdem der Buchhalter gegangen, schob Klausner die Briefschaften beiseite und ging aufgeregt im Zimmer auf und ab . . . Der Krohlow war doch ein famoser Kerl! Und dieser Wellerkamp war sein Freund! Wahrscheinlich wußte der Bescheid, wie die Aktien standen. Das wäre ganz gut. Denn dann Lmnte qltitf) auf der richtigen Grundlage verhandelt werden. ... , Der Reklamechef kam mit einem Stoß Briefen und Entwürfen zum Vortrag. „Guten Morgen, Herr Roht! Bitte später, ich erwarte Besuch! Komme dann zu Ihnen!" Nur allein jetzt fern — und die Gedanken zusammew- genommen! . . . Mohlow, immer wieder mußte er arr den Senken! . . . Wenn es irgend ging, sollte er feine Drude haben! Mer von heute zu morgen ging das natürlich nicht! . . . Gott, das waren doch alles Luftschlösser, er, ein Mann Mit grauen. Haaren, dem das Leben oft genug feinen Ernst g ezeigt hatte, mußte klaren Kopf behalten! ... Da, Tritte, ie Tür öffnete sich, der erste Buchhalter meldete respektvoll EN : „Herr Wetlekkamp!" Klausner gab dem Erfinder die Hand, rollte ihm einen Ledersessel heran und sagte dabei: „Freut mich sehr! . . . Natürlich Hab' ich von Ihrer famosen Erfindung gehört! . . . Bitte, rauchen Sie doch!" Wellerkamp zog shch die Handschuhe von den Fingern. „So, mtn konnte er wenigstens herzhaft lvieder zu- tzreifen. Und während er die Importe in Brand setzte, mußte er sich Gewalt antnn, um nicht losznlachen. Nun begann natürlich eine niedliche Theatersp-ielerei. Und der Krohlow tat jetzt Dienst und schwitzte wahrlich Blut dabei. Er, als Rettungsengel, es war jum Schießen. „Ja, Herr Klausner, also mein Freund hat mich hergebeten! . I . Sie haben Pech gehabt mit Ihrem Zahnlvasser. Na, da stürzt man sich einfach auf etwas anderes!" „Herr Wellerkamp, das sagt sich so! Wer aus ben Aermeln läßt sich doch eine gewinnbringende Neuigkeit nicht schütteln!" JÖ ja! Wenigstens Müßt' ich augenblicklich gerade so etwas! . . . Wenn Sie die Güte haben wollen, und mich: durch Ihre Fabrik führen!" Herr Klausner griff schon nach Hut und Mäntel . . , Zwei Stunden dauerte es, bis oer Rimdgang vollendet war. Wellerkamp fragte unheimlich viel. „So, U'w nun will ich Ihnen noch das Laboratorium «eigen, r- und wenn Sie rneine Rsklameabteilnng interessiert ?' . . . „Später, Herr Klausner, später! Ich bin jetzt im Bilde! . . . Auf SllMierigkeiten würde die Herstellung meiner Köuesien Erfindung nicht stoßen. Das heißt, ich: bin auf dem richtigen Wege, einige Versuche müßte, ich allerdingH Noch anstellen!" Wie ein König ließ er sich tvieder in den Gessel falleir und schielte nach der ZigarrenkisLe. ,Mtte, langen Sie doch zu!" „Danke! W redet sich besser bei einem Tobak. . . Also zu der geschäftlichen Abwicklung." „Herr Weller kamst," unterbrach rhu der Fabrikant, ,/vor- Mrftgl möchte ich nicht wissen, um ivas es sich handelt, Mre ^Bedingungen interessieren mich'/ lim die Verhandlurr- «err gleich aus das richtige Maß M bringen: Ich bin Lin ruinierter Mann, durchaus nicht, Mer Msammenhälten muß ich« nach weinenr letzten Fehlschlag das Geld!" „Du hättest mich mal vorgestern abend sehen sollen," dachte Wellerkarnp. Wer er tat sehr würdig. „Versteht sich! Sie kennen mich noch nicht! Vielleich:! Werden Sie sich noch sehr über mich wundern! .. . . Ich falle auch gleich mit der Dür ins Haus. Also: Sie zahlen mir Monatlich ein Gehalt von dreihundert Mark, lassen mich Mein in Ihrem Laboratorium arbeiten und stellen mir natürlich die Chemikalien usw. Der Betrag wird auf ein " rlbes Jahr vorläufig abgeschlossen. Ist irreiue Erfirrdurrg rnn was wert, werden wir uns schon weiter einiges!!" Klausner traute seinen Ohren nicht. „Das ist doch nicht Ihr Ernst?" „Doch, warum denn nicht? . . . Kr oh low ist mein bester Freund! Aber der bleibt vorläufig ganz aus dem Spiele!" „Da meine Hand, Herr Welkenkamp! Ich danke Ihnen! Darf ich Sie wohl bitten, heute mittag, mt eins mein Mast zu sein?" „Herr Klausner, Gehrock und Frack Hab' ich gar nicht erst eingepackt! . . . Unabhängig brn ich total! Das liebe ich nämlich ungeheuer!" „Ich bitte Sie, nur keine Förmlichkeiten!" Wellerkamp erhob sich. „Also auf Wiedersehen! Halb zwölf kormnt nämlich Lvohlow vom Dienst, und dem muß ich schleunigst ein Berühigungspu lver brauen, er ist rmmlich in tausend Zuständen!" Die Herren lachten sich! an. Wellerkamp empfahl sich, von Klausner bis zum Korridor begleitet. Die schwarze Lene hatte „zufällig" gehört, wie: der Vater der Mutter auseinandersetzte!, von wre weitttagender Bedeutung das Austauchen Wellerkamps werden könnte, und daß dies Krohlow zju verdanken sei . . . Es Watt begreiflich, daß sie im Nebenzimmer mit angehaltenem Atem stehen geblieben war und dann sich sogar sehr vorsichtig bis zum Schlüsselloch vorwärts bewegt hatte, an das sie ihr kleines Ohr gedrückt. Zuletzt schwindelte aber selbst dieser Optimistin der Kops. . . Flammentod! . . . Aktiengesellschaft fast in allen Kulturstaalen!... Viele Millionen-Sache!... Junger Herr, Krohlows Freund und Schulgenosse! . . . Hat was Neues ziemlich fix und fertig in der Taschel! . . . Vielleicht für mich! Sehr bescheiden. . . Weiß nicht, glaubt aber, er ist noch unverheiratet . . . Schade, daß Mamachen nicht zu verstehen war. Und Papas Stimme klang auch anders als sonst: lauter, ein erregter Unterton schwang hindurch. . . Da verzog sie sich doch lieber vorsichtig in das gemeinsame Mädchenzimmer, in dem Trude am Fenster saß und an einem Eisdeckchen für ihre Aussteuer stichelte. (Fortsetzung wlgt.) Oberleutnant Helmut. Ein Tagebnchplatt von Victor Jungfer. (Jnr Felde.) Wir Ossiziere saßen an der einen Seite des flackernden w wackseuers, mitten unter den deutelt. Ter rote Schein machte tue Gesichter glühend. Zuweilen warf einer ein Scheit in die Flarnmen, die prasselnd loderten. Ich weiß nicht mehr, wie es karn. Ich glaube, >mr sprachen von zu Hause. ^ , ,, Man denkt im Felde selten an zu Hanse. Noch seltener tragt man Havon zu sprechest. Man darf nicht tveich iv-erden. Wie könnte man sonst, alles ertragen. Aber zuweilen kommt es doch über einen — daß man nachgeben muß — so stark. Mart liegt im Graben und hört den klopfenden Regen aus der Zeltbahn, die man über sich gebreitet hat. Man sieht Schüsse aufblitzM im Dunkel der Nach; und hört den klatschendAr Einschlag dicht neben sich — fern, irr %d>d gehüllt, brennt ein Tors. Darm henkt man wohl an einen festlich geschmückten ^aal, der irgendwo sein könnte, daß man sich scheut, ihn in die Wirklichkeit zu versetzest— und in dem Saal sieht man geschmücM Menschen, die mit Lachen gehn — und hört Musik — Musik- fern in Nebel gehüllt brennt ein Dorf. Ich glaube, tvir sprachen von zu Hanse. Von zu Hause und von silbern klingendein KnÄ-erlachen in fröhlichen Zimtniern mrd dem glücklichen Lächeln stiller, sonniger Frauen. Er erregbar o _^ ^_ ___ .^ zu fürchten. Er"sitzt "vornüber gebeugt, daß ihn! die Flarnmen fast ms Gericht schlagen, und stoühlt mit dem Ende eines langen Stockes in der weißglühenden Asch', bis der Stab zrr brennen beginnt. ^ Aus einmal sagt er ganz langsam: „15 Tage" — nur dre beiden Worte. Und doch wissen wir anderen alles und seherr ihn an. Vor 15 Tagen Hai sich seine jrrnge Frau einer schveren Operation unterziehen müssest, und er hat seit der Zeit noch keine Nachricht ans der Hemmt erhalten — wir anderen auch rticht. Die Feldpost ist seit drei Wocheit Hnsgeblieben. Ter alte Hauptmanu, der am tveitesten rechts sitzt, schiebt mit einem Fuß rurgeduldig ein sprüherrdes Scheit zurück, das herausgesprungen ist, und /uurrt etrvas, rvie: „Kriegstrauung". Tenn er ist Junggeselle und hat nicht viel übrig für „Sentimentalitäten". Wer dann sieht er, wie blaß der Helmut dasitzt, urtb schlägt ihnt gutmütig auf die Schulter: „Helmut, wenn die gute Nachricht da ist, brechen wir einer Flasche den Hals." Ter andere nickt. Aber rnan merkt, daß er nur halb hinhörtz Wie geistesabwesend sitzt er da, bis er sich aus einmal austichbei Ein schwaches Rollen kornmt von der Straße her. Und plötzlich schwankt der groteske Schatten des hochbepackten Lebensmittel- ivagens in den Kreis. . ,, ' . _ Tie Leute sind aufgesprungen. Bier Säcke Post sür dre Kompanie werden abgeladen. — - Mit fliegenden Fingern erbricht Helmut die Post. Brrese —- Päckchen — die er sofort wieder beiseite.wirst, bis er endlich an einem Briefe hängen bleibt und den Msender liest und ihn aufreißt — — Totenblaß wird er. Und springt auf und stolpert über dre Holzscheite, die am Boden liegen. Sein Gesicht verzerrt sich und seine Augen sind die eines Irrsinnigen. — Tisch das fiel mir erst später ein. An dein Abend haben wir alle nicht so sehr ans ihn geachtet. Ta war jeder zu sehr mtl sich selbst beschästigt. * 203 Mm hat ihn. niM tviedergekamtt seit dem Tage. Keine BaLomille, die er nicht freiwilÜg geht, kein Angriff, den er. itkfift in erster Linie mckmrachen möchte. D-er Ooerst hat ihn rufen lassen und ihm das Eiserne Krem erster Klasse augehestet. Man W«G nicht, ob er sich gefreut hat. Einige sagen, daß er den Tod sucht. Ich habe ihn seit den: Tage nnr flüchttg gesehen. Er war m «twent anderen Batarllou Versetzt tvorden. Hin. und tmeder hörte ich Berichte von Kameraden über ihn. Wer das Bild, das sie vvn ihm entwarfen, wollte nicht recht zu dem hassen, das rch in her Grckmerung hatte. Tann kam der Kerbst. ^ , „ _ * „ TaS Regiment bezog befesttgre Stellungen. Der Steltungs- kanchz sollte tvieder beginnen. , . . . Eines Tages hörte ich, daß der Helmut wreder zu unserem Bataillm! gekommen sei - - als. KompAnieführer. Am anderen Tage sahen wir uns. .Es siel mir auf, daß ferne haare graul geworden waren, .Im übrigen begrüßte er mrch mit derselben Herzlichkeit wie immer. „ , , . . Wir hatten Nachbarkompanten zu führen und losten ernander im Borpostendienste ab. ^ ^ „ , Tie langen Nachte draußen auf Posten. Nächte m rreselndem Regen, im kurzen Mantel auf nackter 'Erde. Das Wetters urachte einen geradezu trübsinnig. Kin und wieder nml ein Schuß rm t ebel. Verflucht anspassen, mußte rnan bei alledem. Demi die rrle drüben planten neuerdings einen Durchbruch, den sre bald hier, bald da ansetzten, jedesmal ohne Erfolg. JÄZ glaube, das Wetter war schuld daran, sonderbar genug bleibt bas Folgende allerdings, und ich wenigstens verrnagihm kerne Deutung zu geben. — Das war der Tag, an dem ich die Vvrposten- bompkmie hatte. Ein Teil der Leute mußte immer ausgeWvürmt am Raub»' des kleinerr ^Teiches liegen. Wenn der Russe kam, dann versuchte er sicher, hier durchzubrechen. Ter Abend tvar schon hereingebrochen. Ich ging noch einmal die schützenlune entlang. Es lvar so neblig, daß man keine zehn schrrtt wert sah. Auf einnral steht der Helmut vor mir. Ich wunderte mich, daß er diese Nacht herausgekommen tvar, denn man hatte eine gute halbe stunde, vom Quartier ans zu laufen. Ich konnte sein.Gesicht in der Dunkelheit nicht erkennen. An derri Ton seiner Stimme erkannte ich, daß ihrr ettoas Wichtiges heransgetricben hatte, sie zitterte wie mcker dem Drucke einer verhaltenen Aufregung. Er holte oft und schwer Atem, wie einer, der schnell gelaufen ist. Tann sagte er: „Ich l-abe dir ettvas mckzu- teileu. Wenn es dir recht ist, bleiben wir gleich hier draußen." Er legte sich in eins der leeren Schützenlöcher, die unsere .Leute ausgehoben und dann mit Stroh ausgelegt hatten. J,rh streckte mich neben ihn. Nach einer kleinen Pause begann er: . „Tu besinnst dich aus jenen Abend, an denn rch die Nachrrch vom Tode meiner Frau erhielt?" Ich nickte stumm. „Damals, als ich vorn. Feuer tvegstürzte, kam rch nur vor wie ein Irrsinniger-. Nur einen tz>ddanken hatte ich, jterben, ,ter- ben um jede» Preis. O diese Nacht!" Er schüttelte srch, me von inneren Grauen gepackt. . _ Aber .nachher — am anderen Morgen — da kam s mrr zu fchiöig vor. Ta tvollte ich wenigstens — anständig zugrunde gehn. Tu weißt, tote ich mir Mühe gegeben habe. Es sollte mchch rein." Er lachte leise: „Damals — bekam ich das Eiferne erper — Ich sah ihn mit steigender Besorgnis an. Ter Mond brach für .erneu Augenblick durch die Wolken. Ich fafy sein GestM. Es war aschfahl und verzerrte sich plötzlich so,, daß rch erschrak. Er legte mir die Hand auf die Schulter: „Sei ganz ruhig, alter Junge. Ich bin bei vollkommen klarer Besinnung. Uebrrgens bin m gleich' zu Ende. — Seit Donnerstag habe rch Nachricht von Mir ^roch^ eure lähmerrde Angst über den Rücken. Anscheinend -befand er sich in einem Zustand nervöser Uel>errsizung, dre das Aeußersio besüvcUen ließ. .. . ,, „ .. . Zögernd fuhr er fort: „Jede Nacht oreselbe Erschernung, g ,e Gesicht. — Aber weim ich's greisen wollte, dann war v .mnden. Aber gestern" — Seine, Stimme war rn ern Flüstern gangen. Es lag ein leises Trrnmpchieven darin, das mein ^sühl verstärkte. „Gestern Hab' ich mit ihr gesprochen, und Gr war ausgestanden und gab mir die Hand. Tann wandte er sich schnell ab, wie um eine Bewegung.zu unterdrücken. Ich sah ihn im dämmernden Nebel verschwinden. Es schien mir, als seien seine Bewegungen nicht so kraftvoll wird elastisch, wie ich sie bei ihm gewöhnt ftwr. Um 11 Uhr begann der erwartete, russische Angriff. Wir Latten verflucht zu tun und ich hatte keine Zeit, mir über das seltsame Benehmen Helmuts Gedanken zu machen. ' Erst, am Mittag des folgenden Tages flaute des Gefacht ab. Ws ich totmüde ins Quartier kam, erfuhr ich, Helmut ser zur großen Bagage gegangen,' die vier Kilometer hinter der Front 40 Ich mußte an mtsevc gestrige Urtterredung denken. Mtttlerwecke war auch der lebte Rest der romantischen. Stimmung von gestern Abend verflogen. Ich nahm rnir aber vor, einmal mit dem Arzte über meinen kranken Freund zu reden. — — — ' Um 4 Uhr nach,mittags wurde ich, durch erneu ungewohnten Lärm vor meiner Haustür geweckt. Als ich heraustrat, brachte u km Helmut ans srner Tragbahre. Er sah aus, als ob er lächelte. Er war durch die Brust gesäwssen. ' Ter ihn begleckende Unteroffizier erzählte, zwet Kilometer hinter der Fwnt sei er plötzlich umgesunken.. Nicht das leiseste Geräusch habe er gehört. — Mn verirrtes Geschoß hatte feinem! Leben ein Ende geutacht. Am anderen Tage haben toir ihn beerdigt. morgen nach- „Und da —" fragte ich atemlos. „Ta sagte sie mir, daß morgen alles bereit fei mXtt % lächelte ganz sein: ,,Ich verlange M gar , nicht, daß du alles glauben sollst, aber einen Gefallen sollst Su mrr tum, närnlich im paar Briefe besorgen, die ich dir hier gebe, wenn — ich morgen nicht mehr da bin." . . OTY . ... „Liebster Helmut," bat ich ihn — „derne uberverzte Phantasie — dm hast geträumt — überleg dir doch — der Arzt Er unterbrach mich kurz: „Lieber Jiimge, was weißt du, Wieviel Wirklichkeit in den (Geschehnissen, liegt, die du huwvor Wraerr hast. Ob nicht alles ein Traum ist, was du hier erlebst — es erhob seine Stimme — din Tramn, den unerforscht, nesenhache Und furchtbare Gewalten. von uns träumerr. deren Zuckungen m WÄ wirken — zeitlos, eivig — unbegrenzt/ 3m ßrauenstaat. Bon Herm a n n K i e n z l. (Nachdruck verboten.) „Gott sei Tank, da bist du!" Und sie sank fchlucbizerrd urrd laä?end an ferne Brust. Heim ans den; Fell-e — zmn ersten Male seit, fiebzehn Monaten. Tie zwei Menschen, ein bärttger Mann, eure zarte, schlanke Frau, hielten sich noch immer mnscUnnaest. W wurde ein langes Schweigen. Ein tiefes Auskosten der WrrrlrckMtt, ore sie in rhren zitternden Armen fühlten, an die zu glauben, dre armen Sinne sich erst geivöhuen mußten. So viel lag ^ zwnchen ihrem letzten Kuß und diesem da! So viel des schauTruch-Neuerr, der sürchterlicherr Erschütterungen, so viel herrsche,LrMde Eurfam- keit, Angst und Sehnsucht. Aber jetzt — wie sie «rdlrch zu sprechen a n fingen, war das etton ein vernünftiges Reden, wre es Vater und M utter geziemt? O nein! Mn Lachen, ein törräftes Lachen kullerte Und bullerte. Kaum sagte das eine ein. Wort, preßte srch auf femen Manch ein anderer Mund. Wie in der Braickzeck war es, wie Kinder waren sie. ^ ^ ^ „ Nun hatten sie den Feldlveg vom Bahnhof der Kernen statuur zurückgeiegt und traten ein in ihr .Haus. Ein neuer Frühturgs- regen der Freude! Seine Mutter, seine Schwester! Herz scplug on. Herz. Dann sprang er die Treppe hinauf, und schon schwang er es in seinen Armen. Tas lvrnzige Dckmelchen empfing den ersten Vaterkuß, und eine Träne tropfte in den langen S-oldatenoart. Vier glückliche Menschen saßen um den runden Trsch. L^as Gespcäck ging in Pansen, die Augen lvaren beredter, ,mw d« Lippen lächelten. Nur manches Mal huschte ein schatten Der das eine und andere Antlitz der Frauen. Ter Gedanke war's an das Ende der Frist, an den neuen Llbschied in vier Wochen. — i ■ Trei Tage später sagte der Mann zu seiner lreben Frau: „Tu Liebes!'Wie hast du dich tapfer gehalten! Mne ?o große Wirtschaft und ein so Keines Köpfchen! Nun mH td)' mach aber Vach nützlich macheLl. und eilt wenig nachsehen in unserem .Kontor. '„Ach laß', laß' nur. Lieber!" lachte dte kleine Frau. ,„Du sollst dich um nichts sorgen in diesen kurzem Tagen, um mchts! Bist auch wirklich ganz und sar überflüssig." 3 Und das Frauchen sprudelte mm etfrrg hervor, was alle» es getan und gelassen habe. Im 'Anfang, ja da fet es ihr schoer g^ worden Ter Verwalter sei bald ,pem .Hernt gefolgt,, und mW die besten Arbeiter tvarw im Krieg. Und die Pfewe. ste selbp fei doch kein geschulter Landwirt, habe mck dem Farbenkafren bpfer Bescheid gewußt, als mit der Mistgabel, von der Buchhaltung auch nicht allzuviel versfundeu. Mmählich aber. . . rnan arbecte suh ebenem, und es sei nun doch nicht wahr, daß der Herrgott Menschen 'und Frauen erschaffen habe ! ,„Und kurz — ob dr, es glauben Wulst, Lieber, oder nnversMmt weiter lachst — st, uoch ein me: Mtfrhast, ja? — und kurz : ich lyabt nichts von der Bank genommen, aber einm.netten Posterr zugebracht . ." Seine Augen waren groß und großer geworden, Auf - Ante schlug er sich: „Donnerwetter!" _ ,. _ , ... . Tas Pferd ließ er sich satteln. Aus dre Felder hmaus ritt er, um. wie er's früher gewohnt war, ttach dem Rechten zu sehen, pnd die Leute bei der Arbeit zu unterwerfen. Wr-e er rm srifchm Morgenwind hinter dem zweiten, Hügel traute, ^ kam ttzm, hoch zu Roß, entgegen? serne rüfttge Mutter. „Gruß Gott, mem. §rnge! Ja, du wunderst, dich? Wir Frauen mußten ums m die Arbeit teilen, ich übernehme den Treust tm H-reten Du willst r-rtt. Ach, recke lieber heim zu Hedwig, dre hat fetzt eui Recht auf dich Hier ist alles in Ordnung!" lind Mütterchen zog und hopste davon. auf Zügel 204 Ter JelbQmac Gutsherr »roWe kehrt und, tvähvend er lang- ftnn im Lxbritt zu seinem Hause zn rückkehrte, besann er sich, wie sich doch die Welt verändert habe. Er kam durchs Tors. Von weitem hörte er lautes Trara. Er kannte die Lwrnzeichen der Feuerwehr. Ern Unglück? Er sprengte heran! Nun rasch das alte Kommarido übernommen, Herr Felrerwehrhauptmaun! Schon war er aus dem Markt. Ta sah er, daß es gottlob keine Not hatte. Tie Feuerwehr hielt ein« Hebung ab. Urcd was noch sah er? UnglcmLlich . . . wirklich unglaublich! In den Hosen und Röcken der Wehrmänner sinken — junge Mädels. Estrige Graubärte unter ihrren. An ihrer Stütz« aber kommandierte mit Heller Fttdwebelstimme sein liebes Schws- sterlein. Won ihrem blonden Haar, mtter dem Häm gebrüllt, sielen rechts und links ein Mar Strähnchen über das erhitzte junge Gesicht. „Brüderchen," rief sie, „troff dich! Ich mag nttch nicht prvdnj- zieren, ich rvchm' eS ernster!" Umvcllkürlich fuhr er mit der Hand zur Kappe und salutierte. Tann ritt er heim. „Nein, du Liebstes," sagte er zu seiner über das große Rechnungsbuch gebückten Frau, „was ich jetzt erlebt Habs! Die Mutter .... die Schwester. . . mrd du... " Sie blickte auf und- lächelte. Er führ fort: „Aber hör' mal, Liebstes, da bin rch eigerrtlich ganz Überflüssig?" Strahlend blickte sie ihn an., In diesem Augenblick ließ sich ein leises wimmerndes Zirpen aus dem Nebenzimmer vernehmen. „Unser Kerlchen!" rief die junge Mutter. „Gleich, gleich, Kerlchen! . . . Ach, Werner^ wie schön, daß du da bist! 'Sv Kann ich rasch noch die setzte Eintragung machen. . . Geh, Lieber, geh hinein zu dem Kernen, leg ihn trocken!" Zchmetterling. V on K. H. Es war einmal ein kleiner, bunter Schmetterling mit leuchenden Flügeln. Der war im dunklen Dämmern des Waldes zum Aeben erwacht. Und er saH sich schlaftrunken um nach allen Seiten. Er sah das dunkle Moos ans bent Boden, er sah das hohe Gras, er sah die wrsten, riesigen Bämne, die dumpf und unheimlich einander zuflüsterten in feierlicher, rau säender Rede. Und er verstand alle diese großen Dinge und ihre Sprache nicht und fürchtete sich sehr vor ihnen. Er wäre am liebsten gleich wieder hinübergegaukelt in das bunte Land der Träume, ans dem er gekommen war. Da sah er einen zitternden, goldenen Sonnenstrahl zwischen den Bäumen flimmern. und sogleich ging ein Beben durch sein kleines Herz. Es erwachte etwas in ihm, ein leiser Klang, ein dumpfes Verlangen, eine Sehnsucht. . . Und er breitete die Flügel aus und flog dem LMe W. Ob er den Weg geftmden hat, hinaus aus dem Dunkel ins Land der Sonne, ivv tausend duftende Blumerr ein reiches Leben spenden. — ich kann es nicht sagen. Ob er den Strahl Vrrlvreck hat und hernmgeirrt ist, hilflos und sehnsuchtsvoll und endlich gestorben gst im Moder der Waldesnacht, — ich weiß es nicht. Büchertisch. — Gin neueSHeftderim Austragedes Generalstabes des Feldheeres herausaegebenen Schlach- tendarstellungen ist soeben -erschienen: Heft 26: Die Kümpfe der Bnaarmee. Mil einer Reliefkarte des gesamten KampfgelärrdeS und 8 Mösteren Kartenskizzen. Einzelpreis 1,20 Mk. (Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr.) Die Geraus! schwierigen Kämpfe, deren Ziele in Ausnutzung des Durchbruches^ von Gorlice—Tornow sehr weit gesteckt ivaren, werden auf immer ein Ruhmesblatt der deutschen Geschichte bilden. Trotz Sumpf und wieder Sumpf, Wege- und Bahne ulosigHüt erfüllte die tapfere deutsche Armee ihre Aufgabe voll und gmrzi: innerhalb zweier Monate wurde die Buslinie bezwungen, das wichtige Brest-Litolvs? erobert, die ganze Sumpf-Gegend bis zur Linie StochMflust—- Mnsk—Oginskikanal vom Feinde gesäubert. Schon im Hinblick ans die Verhältnisse Pr der Ukraine und ihre Grenzgebiete wird das Jitteresse des deutschen Publikums für dies« erste nach den amtlichen Kriegsakten ausgegebone Darstellung der so überaus nächtigeu Bug-Kämpfe ein besonders hohes sein. Zunc ersten Male lüftet sich der Schleier, der bisher noch immer auf diesen Ereignissen gv-- legen hatte. Trotzdem jedes Heft vollständig in sich abgeschlossen ist, lvird sich die Heftreche doch nach und nach zusarnmenschließen, Ku einem Ganzen, das sich gestalten muß zu erneut wahrhaft monumentalen Mld des Weltkrieges. Auch die Generationen, die nach uns kommen, ioerden vor allem! aus dieser im Aufträge des General-» stades -des Feldheeres herausgegebeuen Darstellung der Großtaten ; 1914—18 schöpfen. Wie wir hören, wird demnächst ein weiteres, irr ! der jetzigen Zeit der großen Wjestkämpfe sicherlich besonders be- L gehrtes Heft erscheinen: Die Schlacht au der Bftr und ber Apern. jj Hamburg und die deutsche Wirtschaft, -^ t der von der Zentralstelle des Hanrbnrgischen Kolrmtzck- instituts herausaegebMn WocheuschriK „Wirtsthastsdienst". Was dieser Veröfftrttlrchnng ihr besonderes Gepräge gibt und ihr Wer den Anlaß ihrer Erttsiehung hinaus (Anwesenheit der Reichstagsabsr»- drduetM in Hamburg) dauernden Wert verleihen dürfte, ist die Tatsache, daß die 37 Beiträge, aus derrerr sich das Heft zusLMmerrv- setzt und die Harnburgs Wirtschaftsbeziehung gen zu den llebersee- ländern und den Hauptstapelarttftln des Weltmarktes behandeln, fast durchrveg aus der Feder vor: fnhveudeir Persönlichkeiten deS Hamburger Wirtschaftslebens, darunter . Wvermaun, Strandes, O'Swald, Vorwerck, Jllies tzc. a.m., stammen. Es ist auf diese Weift ein Bild von der Bedeutung Harnburgs und des deutschen UelMeehandels, soweit er sich pn diesem Platz kanWntriert, zustanLe gekommen, wie es in gleicher Lebendigkeit und Reickchalng- keit für keinen anderen .Welthandelsplatz gefunden werden dürfte. — Lothar Brieger: Das Knnftsammeln. (Mit Abbildungen.) D e l p h i n - Verlag, München. — Eine kurze Einführung in Theorie und Praxis nennt der Verfasser sein Buch. Aber es erscheint mehr. Für den Kunstkenner ist es ein Nach- schmgelverk, wie er es kürzer, inhaltsreicher und haridlicher kaum finden dürfte; für der: Laien ist es eure Einführung, oder noch besser, ern „Vcwemecum" wie er es besser gar nicht haben käirnte. Zur rechten Zeit erscheint dieses Buch. Heute, im 4. Kriegsjahr, wo die wrttft ffti' /Viwt _* 'gen die höchsten Preise zahlt, ist d:rs Werk geradezu eine Fund- cruBe für jeden, der für den Kunstmarkt irgendlvelchcs Interesse hat. In faßlicher, übersichtlicher Weise enttvickelt der Verfasser einen Lehrgang des Kunsthandels und gibt dem Sammler treffende Anleitungen. Gemälde, Plastik, Graphik, Möbel, Keramik, Metall- arbtttcm, Textilien usw. werden in Wert, Preis, Ankauf und Verkauf eirrer eingeheirden Besprechung unterzogen. Jedem Knust- Interessierten kann das schön ausgestattete Buch nur empfohlen werden. m. '— Ter SK edler, Zeitschrift zur Pflege deutschen Geiste- nnd grtten Geschmacks im Siedlerwerk, ist der Ditel einer neuen Monatsschrift, die ab 1. Juli im Verlag von Oscar Laiche in Dresden erscheint mrd von Harrns Horst Kreisel herausgegeben mch geleitet wird. Zur EinMrmrg ist ein Vorheft erschienen, das außer! einem einleitenden Aussatz von Prof. K. Groß, dem Direktor dep Dresdner Kunstgewerbeschille, Beiträgen von Dr.-Jng. Kruschwitz usw., seine besondere Bedeutung hat, well es geschmackvolle Entwürfe voll zivecknr ästigen und billigen Kftinmöbeln für Krieger^ Wulle^Lst^'ckwMt^^' *“ lmmt *** KÄrMr, Architekt Otto — Deut s che Malerei seit 1870. Von Pvoftssor Tr W. Waetzsld. 94 Setten und 53 Abbildungen auf Tafeln. (Wissenschaft mrd Bildung, M>. 144.) Geb. 1,50 ML Verlag von Quelle L Meyer in Leipzig. Mt Hilft einer großen Anzahl sorgfältig mrsgewählier Wblldungeu stellt der Verfasser die Entwicklung der neuererr deutschen Malerei in den Frftdeusjah-ren von 1879 bis zum gegenwärtigen Kriege dar. Abweichend von dein üblichevs chronologischen Schema lverdeu die künstlerischen Strönumgen vev ftlgt an Hand der sich wandelnden Lösungen der wichtigsten malerischen Ausgaben. schrrzcharadr. Die junge Frau, sie seuizte schwer: Ich 1 jetzt lueinern Mann nicht mehr. 2 3 mir heut den Morgengruß, Doch kühl war sein gewohnter Kuß. Er war im Jagdkostüm, die Hand Hielt schon der Büchse 4 umspannt. Statt daß er, wie in früherer Zeit, Blich hätt' umarmt voll Zärtlichkeit. Ich sprach: Du weißt doch, die Mama Konnnt heut und bleibt acbt Wochen da. Er aber, bleich, verstörten Blicks Sprach dumps vor sich: „Fluch des Geschicks- Tie 1 bis 4, die ich gehört, Hat meinen Trauin des Glücks zerstört. t ch inuß zur Jagd, wird's etwas lang, o werde Dir deshalb nicht bang. Wirst mich vermissen kaum, da ja Dann hier die liebe Schwiegermama!" Fort war er. Dunkel bleibt es mir, Was meint er wohl mit 1 bis 4. (Auflösung in nächster Nummer.) -li. Auflösung des Fütträtsels in voriger Nummer: Schriftleillurg: W. Blcyer. — Zwillingsrunddruck der Brüh l'sehen Un v.-Buch- und Steindruckerei. K I W I R I G A K I Hi N 8 T A R K 1 E E G U A M indruckerei. m . 2 a n g e, Gießen.