Der Flammentöter. Roman von H ör st Bo demer. (Fortsetzung.) Trude Klausner hotte an ihn geschrieben. Tröstende Worte! Es bleibe doch die .Hauptsache, daß sie fest zueinander ständen, so schlimm lägen die Verhältnisse nicht, aber das sehe sie ein, freier müsse ihr Vater oen Kopf erst bekommen. Und da heiße es eben, trotz allen Kummers, ein freundliche Gesicht gemacht und mit bet: eigenen, schwachen Kräften dem Vater über diese Zeiten mitgeholfen. In der Familie dürfe es Mißklänge nicht geben, denen sei er bisher nie begegnet, lind wenn man sich dann habe nach den Kämpfen, war ees doch doppelt schön! Jedem Ding müsse nran im Leben die beste Seite abgewinnen suchen, nur auf diese Weise treibe nran die Harmonie nicht pn Hanse hinaus ... Krohlow hatte die Zähne zusammengebissen. Beschämen durste er sich Hon der Geliebter: nicht lassest, urrd als er arrr übernächsten Tage ihre jüngere Schwester Lene zufällig mtj der Straße traf, bat er um Enchsehlurrgen zu Hause und Der Trude möge sie sagen, er vertraue seht iaus dre Zukunft, aber beantworten wolle er den Brief lieber rricht, das wünschten wohl auch die Eltern rricht, seine Gesirrrrungerr und Empfindungen blieben dieselben, und das sei doch die Hauptsache. • Die achtzehnjährige schwarze Lene, die bisher irrrmer ein rechter Wildsaug gewesen war, hatte ernst, mit Tränen in den dunklen Augen, genickt und versprochen, die Aufträge gewissenhaft auszurichten. . . * Im Hause des Fabrikanten Klausner ging auch in diesen ernsten Zeiten alles seinen ruhigen Gang. Es sielen keine rrnnötigen Worte über Dinge, die sich doch nicht ändern ließen. Arrr schwersten hatte es die schlanke, blorrde Trude. Sie nrußte untätig dasitzen und — warten. Die wenige Arbeit, die im Hause aus ihr Konto kam, war bald getan. Die schwarze, rundliche Lene, die die ältere, viel- urnschwärmte Schwester bisher immer noch als das „Kleinchen" behandelt hatte, obgleich sie diesen Winter zum ersten Male „ansgegangen" war, zeigte, daß sie das Herz ans dem rechten Fleck hatte. In ihrem hellen Mädchen- stübchen plauderten die Schwestern viel von der Zukunft, und tvenrr die „heimliche Braut", dafür hielt sie die Trude, wieder einmal ganz trostlos war, darin setzte ihr der Wildfang schnell wieder den Kopf gerade ans die Schultern. Ohne ein bißchen Schummeln komrrrt man rricht durchs Leben, galt bei der Lene als abgründig tiefe Weltweisheit. Und was sie „Schummeln" nannte, war wirklich kein Vergehen gegen das Strafgesetzbuch. Sie war einfach Optimistin, "die sich die Dinge so eirrredete, wie sie sie gern haben wollte. Und wenn dann die Enttäuschung kam, zuckte sie die Achseln und fand auf der Stelle das vom Zirnrnev- tuaun gelassene Loch, durch das sie zu neuen, sehr hübschen urrd kolossal aussichtsreichen Dingen munter drauflos mar-, schierte. Mochte eine Seifenblase nach der anderen Platzen, s« lange sie schön schillerte, hatte sie ihr Vergnügen daran. Kindlich und wohlgemut, mit einem sehr anteimehrnendchr Herzen tanzte sie vorläufig durchs Leben. „Ach, Trude, das mit der Fabrik ist ja Unsinn! Nü ja, futsch sind die Hunderttausend! Papa hat reckt viele Felle ein geheimst, warum sollen ihm nicht einmal ein paar fortschwimmen! Seh' ich gar nicht ein!... Natürlich, für dich ist das jetzt ungeheuer peinlich, geb' ich zu und kann ich versteherr! Aber, du verliebtes Wurm, ein bißchen Bangen, das denke ich mir furchtbar interessant. Denn die Lrvbe siegt natürlich, und Papas Tüchtigkeit erst recht. Hat der Nerven? I wo! Macht der ein kreuzunglückliches Gesichts Fällt ihm gar nicht ein!... Und sieh die Manra an! Ist die nicht geradezu ein blanker Sterrr?... Also, Trudchen, Schwierigkeiten sind lediglich dazu da, damit sie üb«> wunden werden, und ob du nun ein Jahr später UroA, mutter wirft... Du, ich glarrde, das ist überhaupt ein unbequemer Augenblick!... So, nun gib mir einen Kuß Und dann ungezogen und die Schlittschuhe genommen, vielleicht treffen wir den Herrlichsten von allen -auf der Eisbahn!" Die schwarze Lene wußte wirklich immer, wie sie der Schwester die Micken aus dem Kopfe trieb... Aber Krohlow war's nicht danach zunrube, unter Menschen zu gehen. Von seirrem Freunde hatte er die Nachricht erhalten, der kluge Wellerkamp habe sich im Laufe bes Jahre zum „verrückten Genie"' ausgebildet, wo er stecke, möge Gott wissen, rvenn er's aber doch rausbekommlh, welcher: Erdenwinkel der Wellerkamp augenblicklich, unsicher mache, würde er das Weitere veranlassen. Da schrieb Krohlow an rroch ein paar Bekamst», di« Antworten standen rroch aus ... Eines Abends meldete ihm sein Bursche: „Hern: Leutrmut möchte ein Mann sprechen!" „Ein Mann oder ein — Herr?" Leute aus beut Volke unterscheiden da sehr scharf, Ein kurzes Zögern. „Ein Mann, Herr Leulnarst!" Da stand Krohlow auf und ging zur Korridortür, die der Bursche aus Vorsicht geschlossen hatte. „Wellerkamp — du? Komm rein, Junge! Konntest du nicht gleich deinen «Kamen nennen ?" Da stand nun das „verrückte Genie" rnstten im Zimmer. Es schnappte erst ein paarmal nach Luft, drehte ben, schäbiger: Filzdeckel in den Händen herum. „Weißt du, es geht mir nämlich rricht gerade glänzend -und war' dir auch rricht auf die Bude gerückt, aber gleich von dreier: bekam ich Nachricht, du suchtest mich 'wie eilte Stecknadel. Da Hab' ich mir das Fahrgeld vierter Klasse zusammengepumpt und komme aus Iserlohn!" Krohlow krstff die Lippen zusammen. Sehr vertrauen- , erweckend sah seine „Hoffnung" wirklich nicht aus. ÄanK 198 — wallte dem Freunde das Avnde Haar die SckMeni, der Schnurrbart hing ihm in bett Mu:w ME L gefallen waren die BaHen, groß die grauerr Mgen. m niedriger, schmieriger Kragen und ein Schlips, dw ermnal rvt genesen sein mochte, hing um fernen langen Hals, der, hellkarierte brenne Anzug sah aus, als haLe er dfter Reger: vushalten müssen, als ihm dienlich war. ManschEnehl- ten, daftw waren die Hände nrchD weniger als sauber. Also niedergeb rochen, der klügste Kopf im ganzen Gym„Warte, Jungchen, ich werde dir erst mal waA zu essen Und zu trinken holen!" Den Burschen wollte er jetzt i^eber nicht hereinlassen. Der mochte ein. Bad, zurecht mache::. „Und da stehen Zigarren! Entschuldige :nich einen Augen- vlick!" Draußen rieb sich Krohlow den Hinterkopf. Was würde er da M hören bekommen?... Wie konnte ern Mensch! mit solchen Geistes gaben so elend vor die Hlurde gehen?. Run hatte er ihrr hier und mußte natürlich! dem Freunde Üelsen, soweit er dazu imstande war — und der es ver- frtcTttc f „© 00 , imein Sühnchen, da, was die JUivggesellen- wirtschaft hergibt! Und nun lang ordentliche zu!" Wellenamp legte seinem Wolfshunger keiwn Zwang an. . . Als er endlich, fertig war, lehnte er sich beyagllch im Stuhle zurück, zwinkelte listig, mit den Augen, wie er s damals als Tertianer und Sekundaner getan, in den Flegeljahren, wem: es galt, einem Lehrer eine Nase zu drehen, „Kann mir vorstellen, was du jetzt denkst! . . > W:e werd ich ihn auf gute Art Weder los? . . . Solche alte:: Freunde Werden in erneut reduzierten Zustande unbequem. Ich svill dir auch durchaus nicht lästig fallen, Herr LeiÄnanN Schließ fich ist nmn doch aber auch ein bistcheu Meufcheukenueä aetvorden, wenn einer: das Leben so, durch die Straße:: gezogen Hut, wie mich! Im übrigen zjii deiner Beruhigung, jtid} bin immer noch unbestraft, und anhängig ist beim Staatsanwalt gegen mich auch nichts!" „Jünge, sei doch nicht so verbittert," rns chm Krohlow zju, nur um irgend etwas zu sage::. ^ „I Gott bewahre, bin ich gar nicht! Freilich sieht man nrir's he::te nicht an, daß ich v>or zwei Jahren achtzigtausend. Mark verdientes Geld in der Brusttafche spazieren trug!" „Bitte, lieber Wellerkamp, flunkere nicht!. Es ist wahrhaftig unnötig! Denkst du denn, ich laß dich rn diesem Zn- Land wieder raus ans meiner Wohnung? Ich! bin kern Mwßkapitalist, immerhin, sterben tu ich nicht „daran, wem: PH dich ern bißchen auspoliere! Also bleib! hübsch bei der Wahrheit und erzähle, wie dir's ergangen ist!" „Nachher! Erst ivill ich wisse::, ob ich d:r einen Dienst leisten kann. Sonst saa ich Masten Dank sür das Abend- bwt, und wem: du mir das Billett vierter Güte bis Iserlohn und ein paar Zchrgroschen borgen willst — borgen, Woldsohn —, also dann mag dir's Gatt rm Himmel danken, «alls ich auf meinem Erdenspaziergang nicht mehr dazu rmnmen sollte!" , ^ ^ ^ Ja, was sagte er nun? Die Wahrheit? . . . Wellerkcmip rannte womöglich, wie er da saß, zu Klausner. Dem war es amu tr auen. Das Schlaueste w>ar wohl, er warf ihn: erst einmal den Angelhaken hin, biß er an, dann mußten, hübsch vorsichtig, ein Wort das andere geben. „Ich wollte dich nach> einer tüchtigen Kraft unter euch Chemiker:: fragen, die könnte ich! nämlich hier Unter- Irinnen V* „Aha — bei Klausner!" „Richtig! Genießt die Firma einen guten Ruf in eurer Branche?" t . . „Gott ja! Es gibt größere, d::tz-endwe:se, rm übrigen Wht mich das nichts an, unabhäygig muß einer sein, der Was Anstmwiges erfinden soll. Iw'Laboratorium rumstehmr — ich danke! Wer in das harte Brot beißt, ist meistens' aufgeschmissen. Die sind Taglöhner, großartige Erfinder werden's nie!" Wellerkmnp rutschte mit den: Stuhle näher an den Freund heran, seine Augen glänzten. , „Durch die Straßen muß man gehen. Hier stehen bleiben, da d:e Ladenfenster ich ansehen, das Treibe:: um einen herum, da kommen die guten Gedanken! Und wenn man erst einen beim Rockkragen hat, festgehalten und experimentiert!" K-ohlow merkte, so kam er mit dem Phantasten nicht ß Ziel, also ihn gefragt, was er denn erfunden habe, der lachte auf die Frage. „Flammentod! Haft du was davon gehört ? . . . Mensch, ganz große Augen machst du ja!" „Das FeuerlöschmitteL? Wir haben's in der^Kaserne ans allen Korridoren und in de:: Ställen und Schuppen hängen!" '„Siehst du wohl! . Ich! bin derjenige, welcher gei- wesen! Dafür Hab' ich achtzig Tausender bekommen!" „Und wo sind diese geblieben A' „Haben sich in chemische Bestandteile aufgelöst! . . •, Hast du 'ne Ahnung, wie sich das Geld bei::: Experimew neren verflüchtigt!" , ^ Krohlow rieb sich die Stirn. Noch immer nahm er den Freund nicht ernst. . ^ „Wer ich versteh nicht! ... Das muß doch ern Bombengeschäft sein. Die Käufer dürfen dich doch nicht so durch die Welt lausen lassen!" Wellerkamp zog die Augenbrauen hoch. „O, ich brauchte das nicht! Anstellen wollen sie mich mit 12000 Mark Jahresfixum und Tantiemen sollt ich von allen Erfindungen haben, dazu ein Laboratorium, in den: ich falle Versuch auf Generalkosten machen konnte —, aus gelacht Hab ich fiel" Krohlow machte immer noch ein ungläubiges Gesicht. Da griff' Wellerkauip in die Brufttasche. „ „Hier, ließ den notariellen Kaufvertrag, ungläubiger Thomas!" Wahrhaftig, es stimmte! Tief atn:ete der junge Offizier auf. Da lief ihm doch der Zufall in glänzender Ausstattung über den Weg. Der Mann freilich, der if)nt den Himniel auf Erden hermiterzanberr: sollte, sah vorläufig noch aus wie ein Brrwer von der Laudstraße. „Junge, warum nimmst du denn so einen guten Antrag nicht an? Zwölftausend Mark, und was drum und dran hängt!" „Erlaube! Erst brenn ich mir noch eine Zigarre an!... So—o! . . . Hab dir doch gesagt, warum ich's nicht kann! Bin eben kein Herdenvieh! . . . Examen Hab ich natürlich Ui'chj nicht gemacht! Weißt doch, wem: ich über was Vernünftiges weglas, halt' ichfs verstanden! . . . Was .der Mensch nicht in sich, hat, närnlich den richtigen Drang, also da kann er sich einbalsanneren lassen! llebrigens verstanden das die alten Aegypter besser, wie wir heute! Meinetwegen! . . . Hab' gedacht: Hast du die achtzig Tause:p> der in der Tasche, was brauchst du vor Kommerzienräten Und ähnlichen Leutchen zu katzbuckeln? . . . Frei ist der Bursch ! . . . Ja," wieder zwinkelte er listig die Augen, „ich bin, glaube ich, auf 'ner richtigen Führte. Mich würde es wUnderu, wenn ich in drei Jahren nicht Millionär wäre! . . . Mach du nur ein langes Gesicht. Hier fitzt der Flammentöt er!" \ Krohlow hatte das lange Gesicht aus ganz anderen! Gründen gemacht, als Wellerkanrp vermutete. — „Um was hcnidelt es sich denn?" „Bind' ich keinem ans die Nase! Ganz ist das Pnlverchen iiämlich noch nicht fertig! .... Ja—a, bin ich nicht ein lieber Kerl? . . . Setz mich vierter Güte mit gepumptem Kapital ans die Bahn urid sause zu dir, obgleich in meinet dürftigen Bude die Millionen schon ziemlich ausgeprägt: aus dem Tische liegen." Da erhob sich Krohlow, rüttelte den Freund tüchtig ab. (Fortsetzung solgt.) Aus einem alte» Suche. Bon Maria Stör: a. Mir hat der Zufall ein vergilbtes Buch in die Hand gelegt! „Ter Kern und das Wesentliche entdeckter Geheimnisse der! Land- und Hauswirtschaft von dem bei sünfzigjährigsn Erfahrungen ergrauten Land- und Hauswirtsich:ster Christian Bau manu der Churpsälz-BayristlM, Fränkischen M mehr anderen Gesellschaften in sittlicher: und ökonomischen Wmenschaftmj Mitglied und Professor. Mit Erlaubnis der K. K. Hofzensur. 3. Auflage. Brünn 1803. Dies — nur ein Teil des Titels. Als ich das Buch aufschlug und zu lesen begann, war es mir, als sprach: einer aus der Not unserer Tage zu uns. Die Ratschläge, die Christian Baumcknn unseren Urvätern gab, könnte:: nicht besser für die Gegemoart ge- schrieben sein. Seine Warnungen.würden im Munde eines Ernährung sMinisters als Worte der Weisheit gepriesen werden. Ter Krieg hat uns vieles entbehren gelehrt, was wir ehemals für unentbehrlich gehalten haben, er hat uns von: Weltverkehr ab gesperrt nird darpn: gezwungen, viele Werte im eigenen Laude zu suche::. war es auch vor 115 Jahren, als der ergraute Fachmann als«, schrieb: „U eberall ertonqu hie bitteren Klagen: es ist kein Geld im 199 Lascke! Elend, Not, Deuerujng tzerrWeu. . Für, Zucker Md Kaff«, fremde Seide. Gewürze usw. MetchM sich die Gelder zu in ehr hindert Millionen in di.« fremden , Länder und dieses riehen unvennerllich den Geldmaingel herber. .Hierin gaben dre Nordameriktner schöne Beispiele. Um das Geld nicht für seum Leinwand usw. ander Land AU lassen, bauten sie Lein und Hanf, und.bezahlten.die gröbste davon gesponnen« Leinwand urrter sich einander ebenso teuer, tvie sonst die feinste ausläirdische Leinwand, dadurch ihre Gelder im eigenen Land« .erhaltend! Euch Deutsche müssen solche Beispiele der Vaterlandsliebe beleben, fürder bin nebst dem eigenen Zucker, auch den Kaffee, die Seide, Gewürze usw- selbst zu gewinnen; ich gebe Stoff und die Antveisung dazu." Nun zählt Christian Baumann die Kräuter auf, die geeignet sind, die iremden Eindringlinge zu ersehen. ^ . Zu einem inländifchert Kaffee, sagt er, lassen sich die Bur- gmtderrüben veriveirden, geivas,chur, würfelförmig klein gelchmtten,.' getrocknet, lind geröstet, vermahlt und zu Kaffee gekocht. Asus die nämliche Weise werdest auch die gelbnr Miben und Zichorien- wurzeln, ferner die Haber- und -skorzionemawurzeln und wilde Zichorien verwendet: sie sind ohnehin währe Gesundheitswurzeln. Viele wählen Sellerie, Pastinak und große Petersilieuwurzelu. zu ihrem Kaffee- andere sehen die in ihren Gärten gezogenen .Würzkräuter, Basilien, Thimian, Rosmarin, Majoran, Salbei, auch Bertram, die Schnittzwiebel und Wacholderbeeren bei... Auch, die Stauden und Baumgewächse leisten das Qfrci'G« bei uns, was die Kaffeestaudear in Ost- und Westindien leisten. Ter hartholzige Weißdorn, die zahme Kastanie liefern einen vortrefflichen Kaffee, welcher von einigen jedem anderen Kaffee vorgezogen wird. In verschiedenen Ländern bereitet man auch entert Gesund- heitskaffer aus einem Pfund Sommerkorn, -einem! Mmd gs- rennelter Gerste und eine::: halben Pfund bitterer Marideln, welchem andere etwas Wacholderbeeren und .Hagebnttenkerne bei- Tie aus frentden Welttülen beigebrachten Gewürze, heißt es im Naumann weiter, sind längst von den Aerzten als schädlich stnd giftig vettvvrfen. Sie sind allbereit auf einen unerträglvckM hohen.Preis gestiegen, daß sie bald nicht mehr zu bezahle:: Mid. Ta ans diese Weise alle Jahre erstaunlich^ Gelder außer Land gehen, ohne daß Aussichten zu ihrer Rückkehr seien, so ist es ganz billig, an Ersatz za denken. Tie eine wahre Würze ent-, haltenden, daher fremden Gewürzen vorzuziehenden Kräuter sind: der in den Gärten bekannte, bei Hochzeiten allgemein üblichö üiosmarm,. das aemeine Basilifftm chbivie die klein- und großblättrigen Basilien enthalten alle die stärkste Würzkraft von an- genehmstein Geruch und Geschmrack. Nach diesen hat der Thimian als Gewürz vor anderen den Vorzug. Der Majoran ist eine der meist beßamrteir Würze für schweb-, uerne Wurste. Ebenso der gemeine und Wintersatnrey, das allgemein bekannte Pfefsorkrant. Wer für den J-ngwer eingenommenj ist, sammle Anfang des Frühlings die Wurzeln von den so- gnumnten Schlüfselblnmen und trockene die Mvascheneu.nach und, nach; .so wird er den'wahren Ingwer daran finden.. Das vornehmste Wurzelgewächs zur Würze sind in unseren Weltteilerr die am lvenigsten geachteten Beuediktesrrvnrzeln. Tie Wacholderbeere ist die gesündeste Würze für jedes Haus, täglich davon,einige Beeren nüchtern genommen und gekaut, bewahren gegen die giftige,Luft und Nebel. Den Weinessig fkam sich jede .Haushaltung mittels schwachen Kochens des ausgepreßten Trastbeusastes Herstellen, welcher hernach lantvarm int Geschirr ntit etwas Essig oder Essigmutter begossen und bei dem Ofen warm gehalten, in brauchbaren Essig übergehen wird. Ms Teekräuber empfiehlt Christian Baumann die „Zitronenmelisse", das chinesische Teekrant, „so dermal in vielen Gärten vor- findttch ist und alle Jahre gleichjsau: wild von ausgefallenem Samen herwächst," die türkische oder Sommermelisse, die Salbet), die Betonten, die Gundelrebe oder Gundermann, die so häufig neben Zäunen und ans Aeckern tvie tu Gärten aus lockerer^ Erde wächst, jden Ehrenpreis, das Erdbeerkraul, die Blüten der Schlüsselblume usw. So lehrt Christian Baumann Rückkehr zur Einfachheit, zur Sparsamkeit, die uns allen not tut nach diesem' so viele Werte zer- Wrenden Kriege. Vieles wäre :wch aus.diesem Buche anzuführen, das auch den Lein-, Hanf-- oder Flachsbau lehrt, den.Anbau von Pflanzen zur Gewinnung des Oels und der Farben; das Anlegen; von Obstwäldern, „wie sie sogar die Tartaren besitzen", und auf jeder Seite Anregung bietet. Am Schluß spricht der Verfasser über; die „gegenwärtige Teuerung", und wir glauben euren Bericht von 1918 zu lesen: „Die bittersten Klagen von allen erschallen einzig über das schändliche Wachem aller Feldeigentümer geger: ihre Mbenmenschen. Mlein es verteuem ja schon die Einkaufenden selbst di« Waren; sie sprengen selbst alles höher, indem sie sich beinahe darum schlagen ober mehr bieten; aus Häbgierde treibt immer ein Teil.den anderen höher io'W Not. Andere Ursachen vvsr der Getreideteuerung sind:; 1. dermal stehenden Armeen, welche ans dem Bauern- und Ar- beittrstand ausgezogen, den Feldbai: um so viele Arbeiter berauben mußten; 3. die im Felde sowohl als tu Spttälerit gebliebene Mannschaft blieb auf eimg dem Ackerbau entzogen; 3. die mit neuer Mannschaft ergänzt«: Armeen blieben setther auch.dort demselben «wchyrnt; 4. die nachgÄvachsMMt Lmgest sind für d«t Pchtg Mut Tiefackeru zu schwach, die mehrestert zu faul. , . Es entstehen zu viel Zehrende und tvenig Nährende. . Wir körmer: es deuten wie wir wollen, und sagen, daß Christiast Baumann seiner Zeit um 115 Jahre vorgeeilt ist, oder daß wir um 115 Jahre Mrückgeschritten sind; nur zu sehr paßt aus den heutig«: Dag das Wort, das Christian Banman. seinem GchcUechtz zugerusen hat: „Grvßmüttge Teuffchp, Euch müssest solche Beispiele der Vaterlandsliebe belehren!" Es ist manches schon ge-, wußt und wieder vergesse:: ivvrden, und die Kenntnis vieler Geheimnisse ist uns verloren gegauge»:. Wir müssen wieder EhrfnE bekomm«: vor dem Wissest der Mten. wie der Sar von Tobolsk nach Zekaterinburg gebracht wurde. Die russische revolutionäre Presseperöf fent lichte dieser Tage den amtlichen Bericht, den der Kommissar J'akowlew über die Verbringung des Ex-Zaren hon Tobolsk nach Jekaterinbrtrg erstattet hat. Es ist ein merkwürdiges Aktenstück, das auch bei uns Interesse erregen dürfte. Kommissar Jaköwlew berichtet: „Als alles ferttg :var, begab ich mich zu dem Ex-Zaren und sagte zu ihm: „Bürger Romairow, der Rat der Volkskommissare hat mtir bett Auftrag gegeben, Sie von Tobolsk nach Jekaterinburgj zu bringest. Tie Abreise ist auf rnorgen früh 4 Uhr festgesetzt.. Ich ersuche Sie, nur diese Zeit bereit zu sein." Nikolaus Romanow ftmibe sehr verwirrt und fragte, wohin man ihn führen wolle. Ich antwortete, daß die Stätte mir tm&eftmiit sei, und daß ich erst .unterwegs nähere Mitteilungen erhallen würde. Roinanow bedachte sich ein lvenig und sagte: „Ich gehe nicht von der Stelle!" In diesen: Augenblick kain Alexandra Fcodorowna (die Kaisern:), ins Zimmer. Als sie gehört hatte, wovon die Rede :var, brach sie aus: „Was wollen Sie nttt ihm tun? Wollen Sie ihn vor: ferner g amilre trennen? Wie forat nvan so etwas machen? Er hat einen anken Sohn, nein, er kann nicht reisen, er muß bei uns bleiben." Hieraus antwortete ich, daß ich eine gerraue Vorschrift hätte, die ich.zu erfüllen verpflichtet sei. Von Trennung von seiner Familie sei keine Rede, da Nikolaus Romaitow mit der ganzen Familie fortgeschafft werden würde. Da die Reise mit großen Schwierig-. keiten verbunden war, war beschlossen Mrden, daß der krank? Alexe: bis.zum SvmMer in Tobolsk verbleiben solle. Romanow hörte, was gesagt wurde, aber so, als ob er nicht richtig verstaick», wovon die Rede lvar, und er wiederholte buckfftäblich Mexand-ra Feodorolmms Worte: „Ich habe einen kranken Sohn. Wie ist es möglich, mich von meiner Familie zu trermen! Ich kann nicht reisen!" Ich farch es überflüssig, mich uns irgendeüre Erörtern^ einzulasserr, und wiederholte jn aller Kürze, daß die LlLreist auf den nächsten Morgen 4 Uhr festgesetzt sei. Wexandra Fsada-, rowna rief mir nach: „Das ist zu grausam, ich glaube nicht, daß Si!s das tun!" Romanoiv hielt darauf etwa 2Ve Stmrdesr lang Rat mit seiner Familie. .Tie Familie traf wechselnde -Entscheidung: zuerst, daß Nikolaus mit allen seinen Töchtern reisen und Alexandra Fes-, dorowna mit dem Sohne zccrückbleiben solltest irsw. ErMich wurde mitgeleilt, daß Nikolaus zusammen mit Alexandra Feodorowna, ihrer Tochter Maria und einigen Herren. der Begleitung reifen, würde, während die anderen Töchjer, Alexe: :md der Rest des Ge-. folges, zusammen 40 Personen, vorläufig zurückbleibeu sollten^ Am nächsten Morgen ging die Reise wirklich, vor sich, und zwar zunächst von Tobolsk bis Tjnnten, 250 Werst weit, mit gMßer Schnelligkeit unter achtntaligesn Gefährtlvechsel zu Wagen. „Es schien nicht, als ob die Reise Nikolaus Romanow ernrüdets. Er schien in: ganzen im Laufe des letzter: Jahres gut zu Kräften gekommen zu seist. Er hatte viel in der freien Luft gearbettet, Brennholz gehackt, in: Garten gegraben, kurz, sich vollkommen wohl befunden; seine Gesichtsfarbe war denn auch gefuStd tutb frisch. Dagegen schien die Reise Alexandra Feodorowna sehr zu erschöpf«-::. Von Tjumen ging die Reise mit der Eisenbahn weiter. Romastöwj fühlte sich im ribrigen während der Reise ganz behaglich, insofern es wesentlich drei Fragen itmren, die ihn beschäftigten: seine Familie, das Wetter und das Essen. Er ist seiner Familie sehr ergeben und hat große Zärtlichkeit für sie. Er sprach weder über Politik noch über den Krieg, und politische Fragen schienen ihn offenbar nicht zu interessieren. Mle seine Gedanken waren von Familiestastgelegenheites: ist Anspruch geitontmen. Nur einmal ging die Unterhaltung über die gewöhnlich,en -Grenzen hinaus. Wir kamen an einer Kirche vorbei und Nikolaus schlug ein Kreuz. Daraus sagte er zu mir irgendetwas über Religion. Ich antivörtete, daß ich zwar selbst nicht religiös sei, aber jeden: überließe zu glauben, was er 'wollte. Er brach aus: „Ich! bin derselben Meinung, ich bin auch; für völlige Gewissensfreiheit." Ich blickte, auf, ihn, ohne verstehe:: zu können, ob das Spaß war, aber sein Gesicht hatte einen vollständig aufrichtigen Ausdruck, so daß keine Rede von irgendeinem Hintergedanken sein konnte. Im ganzen eutpfing ich aus der Reise einen starken Eindruck von der phänomenalen Beschränktheit des M-annes. . Mit Alexandra Feodorowsm hingegen ist es eme ganz andere Sache. Sie ist in hohem Grade stolz und listig und hat großen Mufluß 'auf ehren Mann. Tie ganze Zeit unterivegs hielt sie sich allein, ohne ihr Abteil zu verlassen. Sie lehnte jede Austnecksanu- keit von unserer Seite in hem .Grape, ab,, daß es cuts .Ssuderbave 200 grenzte. Ter Gang ink Wagen ist bekanntlich sehr schrnal, so daß, ! ;venn zwei einander begegnen, der eine auswttchM rnuß. Um mcht f in diese Lage zu fonnrten, stand Wexandva F-sodovöw-na um 5 Uhr des Movgerrs auf, ging in den %teeteeraum Höte wnich sich, bevor iu>d) irgend jernand im Wagen wach war." , Kommissar Jafowkew erzählt zum 'Schlüsse, tme er De: der Arnft in Jekaterircknrg seine liebe Not hatte. Tie Nachricht von der Ankunft der Zarensamili« hatte sich doch verbreitet, und vor dem Bahnhol hatte sich eine riesige Menschenmenge cmgesammelt, ans der man Rnfe hörte wie: „Wir wollen den Blutsauger sehen! Cs gelang dem Kommissar jedach, von der Menge unbemerkt, seinm Zug nach der Station Jekaterinburg M. ,2 weiterzuführen, wo sich kerne Menge versammelt hatte. Gegen eine Qmttung gab er Nikolaus Rommww m:d seine Begleitung ab. Tie Familie ist dort in einern gewöhnlichen, van einem großen Zaune mngebeitenl Muse untergebracht. Bon H. G. „Bonvärts!" tönte der Befehl an sein Ohr. „vorwärts!" In rasendem Tenipo gings weiter. Kanonen donnerte::, Granaten! ,lausten, Schrapnelle platzten, Gewehrfeuer knatterte. In all dresem Lärmen und Toben konnte er nicht denken. Er suhlte nur, suhlte, Hätz ihn: in dieser 'SckSackK die Erfüllung lvard, die er fett sernm Knabenjahren herbcigesehnt hatte. Er ward vpn dem ©etft beseelt, der ihn einst Herrn Lesen der K>eldengeschchten getragen und :n der Geschichtsstnnde erfüllt hatte. Und die vielen stummen Kampfe, die er allem in seinem Innern siegreich durchgesochten, belebten! seine Seele. — Rechts und links .von ihm fehlte bald dreser, bald jener Kamerad, sie warerr dahirtten geblieben. Ein jlernes Häuflein nur nach, das sich! dem Ziele näherte. -- Da auf mmrral rrß ihn ein dumpfer -Schmerz zu Boden, er Wh noch d:e Sonne rm Mittag stehen, dann ward es vor seinen Augen dunkel. — — Silben: und golden glitzerten die Sterne am na.chll:cher: Hrnrrnel, als er die Singen wieder ausschlng. Lautlose Stelle lag rn der Lust. Wildes Pochen und Schmerzen der rechten Hüfte hatten ihn erweckt. Mannes Blut quoll aus der Wunde und durchnässte rhm dre Kleider. Sein Kopf brannte in fiebernder Glitt. Kuhle Nachtlnst um strich sanft seine Schläfen. Ob sie ihn rroch rechtzcrttg tenden würden? Cr wollte Meier: vor Schmerzen, dann würden sre:hn vielleicht finden rrnd könnten ihm helfen. Liber er konnte kernen! Laut hervvrbringen. Und es war Nackst und man konnte rhn lercht übersehen, zumal er irr einem Graben lag. Doch klemmuteg wollte er rricht fern, er hatte als Held gekämpft, er wollte als .Held sterben In seinen. Gedanken tastete er langian: zurück rrach neu letzter: G-eschehnissen. Ob die anderen wohl noch das Torf genommen Hatten? Würde er das noch erfahren? — Unwert von. chm sing femÄ zu singen an, andere fieler: ein: „Nun danket alle Gotte.. Das waren Ivo hl leichter Berwmrdete, die wußten vom S-reg. Stolz erfWte seine Brust, das Bernußtscin. zum Sieg beigetragen tzu haben, liest ihn einer: Augenblick seine Schmerzen vergessem — Ms die Kameraden das Lied zu jEnida gesungen hatte::, Ivar die Seele wrs dem Körper des Kärnpsers geflohen. Sie hatte stch ausgeichMM-q r und die Morgerttvinde, die zu roehen ansurgen, trugen ste eine reine, lichte Welt. f * Büchertisch. Hessen-Heimat. Der ziveite Jahrgang der „Hessen- Leimat" ist soeben bei der N. G. Elwertschen Verlagsbuchhandlung G. Braun in Marbrrrg erschienen. Das! Werk enthält Gedichte und Skizzen von Autoren, die rn mhr oder weniger nahen Bezrehungen zum Hessenlande stehen und eine große Anzahl sehr gnlec Reproduktionen von Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitten tüch- ttger Künstler. Es finden sich Bilder vor: großen: Sttmmungswert, wie Paul Wilhelm Reis'kes düstere „Brücke", Karl» TWmanns märchenhafte „Heimsuchung", Llnton Jllers wuchtege „Näherrn . Willy Mulois spitzwegisch „Rheinisches Städtchens Bon Ged:chten sei Wilhelm von Scholz mit seinen: „Wettergelpenst" unb Leo Sternberg mit seinem „Nach dem Tod" erwähnt. Das Buch, wird sicher allen Freunden des hessischen Landes und darüber hinaus Men Liebhabern von Heimatknnst »Freude bereiten. I— Walter Bloem: Treiklang des Krieges. Sze- Nen aus der Zeit. Geheftet 2,50 Mk., gebunden 4,50 Mk. Verlag vor: Grethleir: b Co., G. m. b. H., Leipzig. — Der beliebte.Dichter beging am 20. Juni seiner: 50. Geburtstag. Seit 4 Jahren hat seine fleißige Feder gerastet, nur das Kriegsdokument „Vormarsch formte veröffentlicht werden, das die Erlebnisse des Dichter^ während der ersten Kriegsmonate schildert. Heute liegt als mmd Gebnrtstagsgabe der „Treiklang des Krieges" vor. ein packendes Werk, das seine Entstehung tatsächlich zwischen den Schlachten fand Es ist eine Folge von drei dramattschen Szenen, die ihren! Stoff dern Weltkrieg entnehmen. Schon ihre Titel „Leben" —- „Tod" — „Unsterblichkeit" lassen erkennen, daß die Geschehmsse typische Bedeutung beanspruchen. Es sind Vorgänge, die rn ihrer schlichter: Tragik unh Lebensechtheit ganz das Wesen unserer Zeit wrderspiegeln, in der tapferes Leiden und rühm- urck wortloses Heldentum Alltäglichkeit gervorben sind. Sie schließen sich zuftm»- nten zurr: „Treiklang des Krieges", dem vrele Herzen erhebt iverden. Ter Verlag erfüllte einen ausdrücklicher: Wunsch des Dichb ters, indem »et diese durchaus bühnenmäßig geschauten Szenen «Ü Buchform der Lesergemeinde des Dichters übergab und es bie{§8; überläßt, ob sie der: Wunsch empsircken wird, die Gebilde der Dichtung auch fcöTt der Bühne herab aus sich wirken zu lassen. i— Oftapsiens ko mmender Weltbrand. Vor: Hiev- mann Bagnsche. Falkerr-Verlag in Darmstadt. (Preis 2 Mt.) —’ U. H. Zeiz: Tanz um den Tod. Erich Reiß, Verlag- Berlin. Zahlreiche Schilderungen aus dem großen Krieg tauchen in Episoden lauf den: Büchermarkt auf, aber setter: liest man Kriegs- Erlebnisse, die so tief persönlich enrpfunden Und wiedergegeben sind/ wie der „Tanz um der: Tod" von A. H. Zeiz, . l— „Das Nachrichtenwesen im deutschen Heere" betitelt sich die soeben erschienene Nummer 3911 der Leipziger Illustrierten Zeitung". Ist der Form der beliebten Sonder» irummern des Blattes (Preis 2,50 Mk.) gibt das Heft — nicht ive-- Ixigeu als 5 Buntdrucke großen Forrnates schmücke:: es — eilten höchst instruktiven Ueberblick über das lveite Tätigkeitsfeld bes Nazhrichtentnrppe, deren Arbeit das Getiten der militärisches Operationen in ausschlaggebender Weise zu beeinflusse!: imstande ist. Eine Truppe, die von allen Nachrichtenmitteln entblößt ist, ist hilflos, und die besten Absichten des Feldherrn bleiben Stück-» werk, ivenn er nicht in der Lage ist, seinen Willen de:: Truppen aus scllnellste Weise zu vermitteln. Was die Tättgkeit der Telephonisten, Telegraphisten, Funker, Flieger, Blinker, Meldereiter und Meldegänger, Brieftauben und Meldehunde zu bedeuten hat, wi« sie vor sich geht und welche Schwierigkeiten sich ihr eittgegenstellen^ wird im vorliegenden Heft in einer Reibe von dlnfsätzen erstem millitärischer Fachtejnte jin airschanlicher .Weise geschildert. Zum ierstei: Male werden hier alle Zrveige des Nachrichtenwesens zusammenfassend behandelt. Alle Artikel sind reich illustriert, :mä zwar zum größten Tell nach Originalen der im Felde stehendest Sonderzeichner oder künstlerischen Atitarbeiter des Blattes. Gietzener Harlsfrauerr-Vereirr. . Kochanweisnngen. Stärke-Ersatz. 4—5 rohe Kartoffeln werden: geschält durch die Maschine getrieben, alsdann wird unter ständigem MhvtN kocherwes Wasser darüber gegossen, bis die Masse dick wird. Das Ganze wird dann durch ein feines Haarsieb oder ein Säckcher: gegossen. Die Brühe ist die fertige Stärke, die zurückbleibende Masse wird.^u Kartoffelklößchien verwartet. Man fonn unter die Stärke ein llein wenig Bläue nehmen, da sie etwas grau aussieht, sie ist jedoch in der Farbe schön. Diese Stärke ist. jerveils zum sofortigen Gebrauch. Will man Stärke zum Ausbewahren mache::, so fültt man die durch die Maschine getriebenen Kardofseln in ein Säckchen und schwenkt cs ständig in kaltem Wasser hin und her. Ter sich bildende Bodensatz wird alsdann getrocknet und die Stärke ist fertig. F l: e d e r m i l ch s u p P e. 4 Eßlöffel Fliederbll'ttcn iverden in 1 Liter süßer Milch gekocht. Man verdickt die Sllppe mit etwas Mehl^ läßt sie eilte Stunde ziehen und gießt sie durch ein Sieb. p: n a t f l o ck e n s n p p e. AbgcivelltM, gehackten Spinat verrührt man mit Ei und Mehl zu einein Teig, den man absticht und in der kochenden Milch.garziehen lqßt. Einfache Schaum speise. 10 Blatt Gelatine läßt nuar einmal auf lochen und verrührt sie mit 1 Liter Obstsaft, dem :nan vielleicht noch etwas „Zucker zusetzen nn:ß. Nun wird dir Masse eine gute halbe Sttntee stark geschlageu, bis sie zu steifem Schaum geivorden ist. züllrätsel. 1. Neuseeländische Bogelgattung. 2. Deutschrussische Stadt. 3. Teil des Kopfes. 4. Singvogel. 5. Futterpflanze. 6. Quälende Enrpsindung. Die Buchstaben A A A, E E, G G, I I I I, K K K, L. M, N N, R R R, 8, T, W sind in die Felder vorstehender Figur derart einzutragen, daß die wagerechten Reihen Wörter von der bet» gefügten Bedeutung bilden, während die mittelste senkrechte Reihe eine Zeitbezeichnung ergibt. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Stanuntisch-Scherzes in poriger Nummer. Unfallpolizei. Schristteuung: W. Bieqer. — Zwillingscunddruck der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.