Der Flammentöter. Roman von Horst Bodemer. (Nachdruck verboten.) Herr Klausner, Besitzer einer ch.emischen Fabrik in einer größeren Stadt Mitteldeutschlands, lehnte sich weit in den Sessel zurück. Dann fu.hr er ^ sich mit der Hand über sein bartloses Gesicht, über die gra-'en, aufwärtsgebürsteten Haare. Ihm gegenüber au de _ ....a>tigen Schreibtische seines Privatkontors 'faß Hein erster Buchhalter, Borchardt, ein altes Männchen mit kahlem Schädel, grauem Spitzbart, eine goldumränderte Brille ans der Nase. Tief holte!der Fabrikant Atem. „Ungefähr so hoch habe ich mir die Verluste dieses Mahres vorgestellt. — glatte hunderttausend Mark!" „Ganz allein dem Zahnwasser „Klausners Wohl" haben wir den Nackenschlag Pt verdanken, unsere übrigen Artikel weisen steigende Gewanne ans!" meinte der Buchhalter in bescheidenem Tone. Mit flacher Hand schlug der Fabrikant durch die Lust. „Also Schluß damit, die Reklame hat und ungeheure Summe-« gekostet, es' war du Fehlschlag, mit dem wir uns vbfiudeu müssen! Wir haben doch auch recht gute Zeiten erlebt, alter Borchardt, das wissen wir doch ans unserer dreißigjährigen Zusammenarbeit!" Klausner wandte den Kopf dem Fenster zu. Die roten Gebäude, oie im Rechteck unr den großen Hof standen, hatte er alle nach und nach ausgeführt. In der chemischen Industrie werden leicht Vermögen erworben und — verloren. Es kommen so unheimlich viel Neuigkeiten ans den Markt, Sache der Reklame war es, diese einznführen, und die kosteten eben unheimlich!? Summen. Der Buchhalter schwieg. Damals, als „Klausners Wohl" heraus gebracht wurde, hatte er- gleich Bedenken geäußert. Es gab so viele Zahnwasser, und wenn dieses neue auch ganz vorzüglich war, um es durchzusetzen, mußten andere Marken verdrängt werden, die mit einer Reklame eingeführt worden waren, welche Millionen gekostet hatte. ' Herr Klausner erhob sich. „Also wahrhaftig. Schluß mit der Geschichte, sonst geh' ich dran kaput! Gleich werde ich unserem Reklamechef dre nötigen. Airweisungen geben nnd mit Herrn Doktor Dezins, Unserem Chemiker, sprechen! . . . Wir haben schlimmeren Stunden schon ruhig ins Auge gesehen! Guten Morgen, Borchardt!" Der hatte sich auch erhoben, ruckte an ferner Brrlle und sah hinter dem Chef her. Mit dem zu arbeiten, war eine Freude. Ging einmal etwas schief, so blieb er ganz ruhig nitb behandelte seine Leute mit doppelter Freundlichkeit. So einer zwang widrige Umstände aus dre Knie. Mrt dem Zahnwasser hatte freilich sein klarer Mick versagt — aber er hatte sich so stark gefühlt, den Großmächten in der chemischen Industrie den Fehdehandschuh'^oi' die Füße zu werfen. Jedenfalls War er in diesem Kampfe geschlagen worden Die Treppen schritt Klausner hinauf zum Reklaineches. Er begrüßte den noch jugendlichen Herrn mit einenr Händedruck .An den Wänden hingen zeichnerische Entwürfe,^ paar Reißbretter standen in der Ecke. Der große Tisch, an dem der Reklamechef saß, war mit Briesschafteu und Zeitungsausschnitten bedeckt. Zwei große Aktenschränke bargen die Korrespondenz nnd die Belege. „Herr Roht, wir kommen mit „Klausners Wohl" au.1 keinen grünen Zweig, neue Abschlüsse wollen wir nichl mehr mit den Zeitschriften und Zeitungen machen!/ „Gott sei Dank, Herr Klausner!" Der Fabrikant sah erstaunt fetwm Reklamechef an Der hielt den Blick ruhig aus. Auf seirvenr Gesicht spielte sich die Freude über den Entschluß seines Chefs ab. „W macht doch keinen Spaß, wenn man hier sitzt, Tag für Dag, sich abquält und dann erfahren muß, daß die Bestellungen den Erwartungen durchaus nicht entsprechen!" _ ^ t _ . Da drückte ihm Klausner zum zweiter Male die Hand. „Ich danke Ihnen! Ihre Worte haben mir wohlgetan! Hossentlich> finden wir bald etwas Neues, das' den Verlust aus der Welt schafft!" Der Reklamechef wiegte den Kopf hin nnd her; ferne blauen Augen starrten aus die Diele, aus der aufgerissene Briefumschläge umherlagen. „Was haben Sie denn? . . . Raus mit der Sprache! „Herr Klausner, Gott, es fällt mir schwer, ich brn- keiner, der anderen ohne NU an die Karre fährt, aber seit Jahr und Dag versagt doch Doktor Dezins vollkommen, er kostet Ihnen' eine schwere Menge Geld! Was wird nicht allein an Versuchen verpulvert!... Kämen Sie nicht besser weg, sie warteten, bis sich Gelegenheit findet, eine neue Sache zu kaufen?.... Wenn wir durch Chiffreanuonce probierten, mit einigen Erfindern in Verbindung zu treten, es laufen genug in der Welt herum, und das wenigste wird etwas taugen, aber mitunter hat man Glück!... Die vertvaw lichen Verhandlungen zu führen, wenn irgendwo erne grerf- bare Aussicht ist, bin ich von Herzen gern erbötrg!' Der Fabrikant nickte freundlich. „Danke! Ich weiß, was ich an Ihnen habe!.^. ES kömite sein!... Und für den Fall werde.ich^mrch Ihres Angebots erinnern. Guten Morgen, Herr Roht!"... Doktor Dezins stand in einem langem Lernennttel m seinem Laboratorium, als sein Chef dncrat. Beißerrder Qualm zog gerade zum geöffneten Fenster hmaus. Ern langer, schwarzer Bart umrahmte das blerche Gesucht de^ Chemikers ein. Er begrüßte Herrn Klausner mrt erner förmlichen Verbeugung. ,. „ , . . , Der Fabrikant drückte auch ihm dre yand und sagte mit „Klausners Wohl" har es ein Ende, Herr Doktor!" 194 / Der zuckte unwillig die Achseln. „Liegt am Namen, ich Hab's Ih nen damals glerch gesagt!" . „Möglich! . . . Das ist gewesen! Jetzt heißt es: rn die Zukunft geblickt! Einen Massenartikel gebrauche ich! Sonst muß ich einen Teil meiner Arbeiterschaft entlassen! Uris was das für euren Eindruck macht, brauche ich Ihnen ja nicht erst zu sagen! . . . Aber ich bin dein Kröchls!" „Ich habe meine Pläne, Herr Klausner, Sie Wissen doch: Probieren geht über studieren!" „Ob ich das weiß! Also Massenartikel, Herr Doktor! Erw-as Billiges, tuaZ jeder braucht! . . . Na, tsch will Sie nicht stören! Guten Morgen!" ... Nach! der Fabrik ging Klausner. Den! Doktor hatte er ein paar gute Sachen zu verdanken. Der bekam von hem Verkauf seine Tantiemen, aber ein angenehmer Mitarbeiter war er nicht. Dezius brununte ärgerlich vor sich hin, nachdem sein Chef gegangen war. -Er hielt viel von seinem Zahnwasser, hatte sich von ihm' goldene Berge versprochen, und nuuj der grandiose Reinsall.... Natür'l'z'i war da nur der Klausner mit der verrückten Benennung schuld! . . . Massenartikel! Billig! . . . Als ob man solche Neuigkeit aus den Äermeln schütteln könnte! In der Welt zerbrachen sich hunderttausend Männer mindestens täglich die Köpfe, wie man so etwas zustande brachte! . . - Nun, er hatte hier sein Auskommen, und an Fleiß ließ er es muh nicht fehlen! Aber wenn er wieder etwas Gutes erfand, denn diktierte er den' Namen, sonst schnürte er sein Bündel, ihn nahmen andere Fabriken mit Handkuß aus! . . . Der Fabrikant schritt von Arbeitsranm $u Arbeitsraum. Blieb hier stehen, da, nickte seinen Leuten freundlich zu und nahm die Berichte der Werkmeister entgegen . . . Noch wurde das schlimme Wort nicht laut: Arbeitsmattgel, aber seine alten Vertrauensleute, die das Heranwachsen der Fabrik miterlebt hatten, fragten in den verschiedenen Sälen doch schon,' wie der Chef für die nächste Woche disponiert habe. Hier wagte er noch! nichts zu sagen, das; die Fäbrrkation von „Klausners Wohl" — vorläufig — eingestellt werde. Es umßte erst ein neuer Verteilungsplan ausgearbeitet werden, denn Arbeiterentlaffungen wollte er vermeiden, so tauge es irgend ging. Kündigte einer und der andere — und das kam ja immer vor —, so stellte er keinen neuen für sie ein... , . Dann ging er wieder in sein Kontor mrd arbeitete, bis die Dampspseise der Fabrik verkündete, daß es Mittagszeit gewordenwar .... Durch den Garten, dem mau -ansah, daß er noch nicht lange angelegt war, schritt Klausner seiner Villa, ans gelbem Sandstein erbaut, zu, langsam, die Hände aus dem Rücken. Hinter ihm lag die Fabrik, eine von Schnee bedeckte Dannenhecke bildete die Grenze. Wenn er die kleine Pforte öffnete, lieh er fast immer die Geschäftssorgen in den roten, großen Häusern zurück. Er war vorwärtsge- kvmmen, Aerger warf ihn nicht mehr um, so hatte er gedacht, als er sich hier seine Billa gebaut und den großen? Garten angelegt_ Und nun waren doch wieder böse Zeiten gekommen!... Also ehrlich seiner Frau und den beiden Töchtern gesagt, wie die Dinge standen — und sich ein wenig eingeschränkt. Das Blättchen wendete sich! auch schon wieder einmal. Nur klaren Kopf behalten!... Der Schnee knirschte unter seinen Füßen, bitterkalt war's heute, da beschleunigte er seine Schritte — Als er mit dem Drücker die Haustür öffnete, kaue ihm sie blonde Trude, feine älteste, zweiundzwanzigjährige Toch?- ter entgegengestürzt, hing an seinein Halse. „Papa, lieber Papa, soeben ist der Leutnant Krohlow gekommen, Mama ist im Salon bei ihm!... Bapa, lieber Papa!" Er kam gar nicht zu Mort, so küßte ihn sein Mädel ab_ Und die Lene, die ein paar Jahre jünger war, steckte den dunklen Kops zu einer Tiire heraus, kicherte und schlug sie wieder zu. Endlich hatte Klausner den Mantel ausgezogen. Ein Zucken lief über sein Volles Gesicht, dann war er wieder der ruhige, selbstbewußte Mann. Er hatte verstanden. „Kind, Kind, das ist ja sehr plötzlich gegangen, wenn ich aus deinem Gestammel klug geworden bin!... Hals über Kopf geb ich eud) aber nicht meinen Segen, kann's einfach nicht!... Na, komm mit rein, ich deinem Leutnant zu sagen habe, mußt du mit anhören! Uitb ich! bitte mir aus: keine Szenen und kein unnützes Gerede. Peinlichkeiten brichi nran nrit Anstand den Hals!" Ehe die Trude ein Wort erwidern konnte, hatte er schon die Tür geöffnet. „Guten Dag, Herr Leutnant!" Gin Händedruck folgte. „Guten Dag, liebe Tine," er küßte seine Frau auf die Stirn. Der große, blonde Feldartilterist stand mit rotem Gesicht stramm da, den Helm in der Hand, im Waffenrock, mit Epauletts, um seine Werbung anzubringen, aber Klausner ließ ihn gar nicht erst zu Worte kommen. „Herr Leutnant, Sie waren mir immer ein sehr lieber Gast! Und es tut mir herzlich? leid, daß ich Sie bitten MUß, Ihre Besuche einzuschränken! Selbstredend- bin ich genötigt, Ihnen die Gründe darzulegen, die Sie als Ehrenmann gelten lassen und für sich behalten müssen!... Ich habe dieses Jahr mit einem glatten Verlust von hunderttausend Mark gearbeitet, meine Töchter sind verwöhnt, ich Weiß, Sie haben selbst ein kleines Vermögen, trotzdem wüßte ich jetzt Gelder flüssig machen, und das darf ich nicht, denn meine Existenz steht auf dein Spiele... Sie sind noch jung, beide, also gewartet, vielleicht läßt sich über etwaige Projekte in drei Jahren sprechen, früher kaum!"... Klausner hielt dem Offizier die Hand hin. „Wie gesagt, ich habe nicht'das Geringste gegen Ihre Person einzu- wendeu, sonst wäre ich sicher nicht so offen gewiesen! Adieu, mein lieber Herr Leutnant, und hoffentlich auf Wiedersehen !" „Herr Klausner, wenn wir uns einschränkten . . Der schüttelte den Kopf. „Ich bin Geschäftsmann! Hat man einmal einen Nackew schlag bekommen., muß mau's möglichst merken lassen, bas ist nicht hübsch, aber es läßt sich nicht ändern!" Der junge Offizier verbeugte sich sichtlich verwirrt und verließ das Zimmer. Trude Klausner weinte in einer Ecke still vor sich hin. Auch sie hatte mit der Möglichkeit nicht im entferntesten gerechnet. Aber die Liebe läßt sich nicht so leicht werfen, Papa hatte gerade jetzt den unerfreulichen Jahresabschluß gemacht, waren erst ein paar Wochen ins Land gegangen, würde sich manches in erfreulicherem Lichte zeigen. Aber sie wußte: mit Hartnäckigkeit verdarb sie alles! Also sich vorläufig damit abgefnnden und ihrem Schatze geschrieben, auf eine lange Probe würde ihre Geduld sicher nicht gestellt zu werden brauchen; daß ihr Vater ein beträchtliches Privatvermögen auf der Bank liegen hatte, war ihr bekannt. Merkte er nur erst, daß es'wieder vorwärts ging, dann wiirde er schon nrit sich reden lassen! . . . Nur jetzt vernünftig geblieben. Sie war doch ihres Vaters Tochter, der mit Ruhe und Zähigkeit sich emporgearbeitet hätte!. . . Frau Klausner hatte mit ihrem Manne manche schtvere Zeiten durchgemacht, sie war eine große, schlanke Frau mit leicht ergrautem .Haar. Ihre Hände legte sie auf seine Schultern. „Fritz, es ist nicht das erste Mal, daß wir einen Strich unter die unerfreuliche Rechnung ziehen mußten." „Er ist schon gezogen! . . . Ein Hohn! Klausners Wohl!" Spöttisch lachte er aus. Seine Frau nickte nur. Er aber nahm sie bei der einen, die Trude bei der andern Haub. „So! Und nun den Kopf hoch! Pleite gehen wir noch lange nicht, aber die Ohren müssen wir steif halten! . . ... Und nun geht ihr beide zu Lene und schenkt der reinen Wein ein! In einer halben Stunde sitzt die Familie beim Mittagessen und macht keine langen Gesichter! Denn Unannehmlichkeiten zwingt man, indem man ihnen ruhig ins Auge sieht und sich nicht die Nerven kaput zerrest läßt!" Als Frau und Tochter gegangen waren, fuhr er sich mit dem Taschentuche über die Stirn, atmete rief auf. . . Für heute war's genug! Uno uun gezeigt, daß Friedrich, Klausner ein ganzer Kerl war, über den die Konkurrenz nicht höhnisch die Mundwinkel verziehen durfte, er fuhr ihr schon wieder an die Karre, — aber tüchtig! Die Hände in die Manteltaschen vergraben., mit vorgeneigtem Kops und schleppendem Säbel ging der Leutnant Krohlow nach, Hause . . Aus allen Wolken war er gefallen! Gar nicht auf den Gedanken war er gekommen, daß er sich! erneu Körb hätte holen können. Die Drudiö hatte ihn lieb, Klausners zählten zu den reichsten Leuten der Stadt, er war bei ihnen immer sehr freundlich aufgenommein 196 Korden, seine HLnftgen Besuche da draußen in der Billa Hatten doch verraten, wie es am chn stano, abgew!intt war Gm auch nicht worden — und rmn dieses energische Nein! .... Was anders war doch die Vertröstung auf drei Jahre nicht . . . Den Hausherrn hatte er allerdings wenig M Lehen bekornnwn, der war wohl auch 'des GlaubenS gewesen, so schlirmn würden die Verluste nicht sein, sich wieder aus- Llerchen drssen! . . . Im Kasino hatte man noch neulich, mit einern vielsagenden Seitenblick auf ihn, darüber geredet, Kos an so einer Flasche Jahn was, er verdient wurde! . . 4 Uub nun doch der riesige Verlust.! Daß der nicht von heute vuf morgen zu tilgen war, lag auf der Hand! Wer mit Klausners wurde sich schon noch reden lassen! . . . !Jm iGynrnasium hatte er mit Heinrrch Wellerkamp in eirrer Klasse gesessen, der wollte doch damals Chemie studieren! Ein heller Kops! Was mochte aus dem geworden sein? . . . Die Wege hatten sich getrennt. Bor Jahren war ihm einmal M Ohren Aeo-rmigen, daß Wellerkanrp aus der Universität ein rechter Raufbold geworden war . . .'Der mußte doch zu erwischen sein! Unter seinen Bekannten war vielleicht einer oder der andere, der etwas erfunden hatte. . . Einen Schimmer hatte er ja auch, -nie es in der chemischen Industrie zugeht, denn Lei den häufigen Besuchen iviar natürlich öfters das Gespräch auf dieses oder jenes gekommen, an dem Hunderttausende, Millionen im Handumdrehen verdient worden waren. Irgend etwas, das man dann in die Ecke geworfen, als es nicht mehr „zeitgemäß" war, an das heute niemand mehr dachte . . . Also gleich hingesetzt und an einen Freund geschrieben, der in der Stabt geblieben war, in der man gemeinsam das Gymnasium besucht hatte, er solle ihn: Wellerkanrps Adresse besorgen. Der junge Offizier ging die nächsten Tage wie. im Traume Herum. Sein Batteriechef las ihm. die Leviten. „Ja, zu in Teufel auch Herr Leutnant Krohlow, was ist denn in Sie gefahren?" Und bald wußte er es. Man tuschelte es sich heimlich! zü. . Der arme Kerl hat sich bei Klausners einen Korb geholt! Wer das gedacht hatte!" . . . (Fortsetzung folgt.) Ser Ange-lÄUck im Paradiese. Skizze von E l Cor re i. „Entschuldigen Herr Leutnant .... Erkennen mich Herr Leutnant pich?" In der gelben Sommer sonne stand da ein. Mann wie eine schwarze Silhouette, eine Krücke unter dem linken Arm, ein Umriß von preußischem! Landsturm. Der angeredete junge Offizier, der auf der Bankern Park des Kurorts saß, schiittelte den Kopf. — .„Woher soll ich Sie kennen ?" Der aufrecht an seiner Krücke Stehende j achte — lachte leise, behaglich und etwas verhalten glucksend, so wie dicke, satte Leute mit Vollbärten lachen, wenn von gewissen Düngen gesprochen wird.. Dem jungen Artillerieoffizier siel das.jedoch nicht auf Mit Müdem! Antlitz schaute er ans den Wegkies. Cr dachte: „Singt da ein Vogel oder eine Grasmücke?" „Ja, Herr Leutnant," das kleine, anzügliche Lachen begann wieder, „Kurios war's damals!. Un noch kurioser is, daß ich den Herrn Leutnant hier treffe, rund nach einem Jahr! Schon seit ein paar Tagen beobachte ick/ den Herrn Leutnant un frag:« mich in einem zu: is Hr's wohl oder is er's nicht. . . Ich, bin — mit Verlaub — 'der Unteroffizier Horn — Sturm bei Berdnhn mitjemacht — Oberschenkelschuß — lauge im Lazarett jelegen — seit drei Wochen ihir am Ort zur Kur!" Ter Offizier nickte nur. Was! ging! ihn das an? Ihn interessierte etwas anderes mehr. Er fragte ohne aufzublicken: „Singt da ein Vogel oder eine Grasmücke?" , 1 Unteroffizier Horn wich verblüfft um zwei halbe Schritte zurück. So stimmte es also doch: der junge Leutnant hatte es „mit den Nerven". Mit seiner Batterie hatte er einem' solchen Vernichtungsfeuer stand-gehalten, daß zuletzt nur er übrig blieb, zwischen Leichen und glühendem Eisen lebendig begraben, verschüttet, tagelang mit dem Tode ringend. „Ein Vogel ist,'s!" sagte der .Uüterofsizier endlich „Aber, ich hätte Herrn Leutnant was zu berichten — von damals —- von Sommerweiler!" Ter junge Offizier hob jäh den Kopf und starrte den Sprechenden ^an — starrte ihn an.mit seinen großen, tiefbrauuen, leiden-, schaftglühenden Augen . . . Und nun ivar der Unteroffizier serneü Sache ganz gewiß! Das 'tvar wirklich der kleine Artillerieoffizier, von damals. „Sie sind's!" rief er froh aus. „Gratuliere znmj Eisernen, Herr Leutnant! Und an Sommerweiler werden Sie sich doch erinnern! An die Nacht, wo die Nachtigallen aeschrien habeir wie nsch gescheid . ... Und wir zweie — sch meine, der Herr Leutunnr mi sch — mrk die elektrische Taschenlatern« — von 6'ckm m Mla . , nn das Hans mit denk vertracktien Namen gesucht Ej gefunden ! Un keine.Menschensseele, die ma hätte fragen rönnen! Nur die Nachtigallens ... Sv fast hie ganze Nacht durch, bis her Herr Leutnant plötzlich stehen.blieb un sagte- Unteroffizier Horn hielt inne. Ter junge Offizier hatte sch erhooen, entsärbteu Gesichts. . das träumte ich doch nur!" stammelte er und griff m dre Luft, als tage er nach einer Spukgestalt seiner Einbildung. „'Er, woher denn!" In Väterlichem Tone sagte es der Mann. „Tav geht allens mit rechten Dingen.zu! Die Welt ist lleene un man trifft^ sch! Un nun kann ich doch die Grüße ausrichten, die nur das Frölen hat aufgetragen für den Herrn Leutnant!" Unger, der junge Offizier, wurde jäh purpurrot im Eestcht. -Er rang nach, Atem, -er känipfte sich d-urch die Ueber- MckMlg pmdnrch und stieß endlich hervor: .„Erzählen L-ie! Setzen ^ IW! Doch nein! Lassen Sie mich erst Nachdenken! . . . Wie war's doch damals ?" t Er schloß, sich in hie Bank -zurücklehnend, seine Augen . ™ uan lahmer alles wieder vor sich: den Etappenplatz, das, tleme fremde Ltädtchen im Brande der Mittagssonne, die'holpe- M.eir Pilastergafsen, die gähnende Oede eines Marktplatzes mit platschernoem Brunnen. Geruch nach Staub und .Pferden. Auf oer Landstraße draußen in Staub und.Glut der Zug abrückender Kav-allene, der er beim Morgengrauen des andern Tages mit ferner Abteilung zu folgen hatte — fort an die Front, in Feuer nnd avd . Aber irgendwie war -er gebannt. Er mußte allein lern, irgendwie Abschied nehmen. Oder beten. Sich, finden zu emenl Begriff, p einem, Gefühl, das ihm half, ihm helfen würde, stnm br der Hilfe bedurfte ... Er hatte keine Eltern mehr, kerne Geschwrster, keinen aufrichtigen Freund. Nur Geld. Er war eir„ „reicher Junge" — in dieser Stunde aber fühlte er, !vie a rm er. war. Nur seine, geliebte Uniform, hatte er. Damit stand er Gott, die war sein Schicksal, die führte ihn zu Ehre und .Tod. — Mit dreien Gedanken war er durch die öden, unbekannten, sonneglühenden Gassen des Grenzstädtchens geschritten —; bis plötzlich rate Erscheinung vor.ihm auftauchtet Ein weißes Kiew, etn Paar stiller Augen, die ihn ansahen, als sei ihnen jede Regung fernes Herzens offenbar. . . Und cm diese Augen hing ttch plötzlich seine einsame Seele. Da war ein Halt, ein Verstehen, rat Zusammenklcmg seines Wesens mit einem anderen' Wesen. Und er folgte der Frau. Er starrte sie unverwandt an, wartend. Denn sie war nicht -allein. Ein alter Herr und eine alte Tante waren bei ihr, vermutlich ihre Ettern. Sie gingen endlich un ein Hotel am Markt Md setzten sich in der kühlen. Allen Gaststube zu TrichEr blieb int Nebe.nl aal und durch hie offene Tür iichaut ax , zu ihr hin, bis «sie — wie hypnotisiert — aufstand und hau üb er in. den La-äl kam . . . Sie fragte leise, wie im Vorbei- gehen: „Warum sehen Sie mich.so -an?" , Seine Hand faßte nach der ihren. „Ich muß Sie sprechen," bat ev „Wo?" „Sommeriveiler — Villa Beau Sejour!" flüsterte sie. „Ich kann nur abends kommen!" flog's von s-eiuen Lippen. „Erwarten, Sie mich!" Sie nickte, entzog nach kurzem Truck ihre Hand der seinen und ging an ihm vorbei. , Und abendsf als Jer Dienst ihn freigab. machte er sich nach dein nahen VMenort Souimerweiler aus den Weg. Schwer dufteten! aus den fremden Gärten die Rosen. Tie Akazien Ließen ihre! BlüLentranben leuchten und strömten ihren Wohlgeruch in weichen' Wellen aus. Tie Nachtigallen flöteten -ohne Unterlast Die ganze Welt atmete in einem geheimnisvollen, feierlichen Glück des -Leuts ... Und ^dieses feierliche und womteschwere Glück fühlte er Llich in sich. Seine, Hand empfand noch wohlig den Druck einer anderen Hand; seine Lippen glühten gleichsam noch vom Anhauch eines anderen Mundes. Tabei über allem -ein Staunen, dem er keine Begriffe leihen wollte... Es war wie im Paradiese, Wo sich die Seelen faitden ohne Worte,-ohne die gemeinen Gesten des Alltags. In ganzer erfüllender Seligkeit erschloß sich ihm das Wunderbare. Er hatte Gnade gefunden vor dem Allgeist der Liebe und durfte noch einmal leben — -leben, bevor er hcugiug, um zu sterben. Tenn das wußte er in dieser Rosennacht, Aus ihn wartete,der baldige, schwarze Tod, der heilige Opfertod ß'irS Vaterland. Lerne Stunden waren gezählt. Sein Name stand bereits im Bml'e der Ewigkeit. . ; , Später dachte er freilich anders über diese Stunde und ihre Stimmung. Später maß er alles .mit Hein Maße der Sucht nach einem letzten^Abenteiuer iml Zeichjen des -Kriegs, der alle Schranken lockert. Später glaubte er, von einer Leichtfertigen nur genarrt zu sein, denn er fand die genannte Villa nicht. An jeder! Gartentüre starrd er still und wurde von tausend schwülen Düften, tausend Geräuschen, Schatten und Sinnestäuschungen trunken. Und die Zeit verstrich, die köstliche Zeit seines bemessenen Eigertlebens. Als er zwei abseits liegenden Lcmdhäuseru, die init erhellten Balkou.eu lockten, zuhastete, gesellte sich ein Mann zu ihm, wie er im feldgrauen Mck, eine kleine Pfeife rauchend. Der half ihm flijchcht rmd beleuchtete mit seiner Taschenlat-erlte die Namensschilder^ an den Villen. Vergebens:, weit irnib breit keine Billa Bearl Lejour. — Ter Tramrr vom' Paradies war ans. Ein Leid. 196 m M Ekel wer. im Verzerr, mm er bnmMorgengrauM mit bitterer Freudigkeit, sein verhöhntes selbst! vemchteud, rn s Leben äurücl — dem Tode errtgegen . . . Um mm? Was hatte da der Wann gesagt? War das sein nächtlicher Begleiter? Der junge Offner richtete nch. Lang- snnr aus — eilt bärtiges Gericht lächelte rhn an,. . . Geduldtg hatte der Mann die ganze Zeit gewartet, m sagte er: ,,^ch hatte mir ja gedacht, was .der Herr Leutnant suchte. . . um da ging ich andern 'Abends wieder los un — tch fand sie . . sch fand die Filla. Sie hieß nich mehr so ftanzostsch. Un tm td* so am Gartentore stehe, so ganz im mustern, da kommt eme wer ge Gestalt, nimmt mich bei der Hand und sagt ganz oyne Puste. „Endlich kommen Sie! Ich erwartete Sre doch schon ,gestern Nacht!" Sie dachte wvll, ich sei der Herr Leutnant! Als fte a&u itrfet meine Tatze rühlte und Meine Piepe roch, da stoppte ste mtt ihrer Offensive und prallte ah. Ich aber, mÄ faul, sage. Ter Herr Leutnant hat die ganze Nacht bte Filla Boschur gesucht un nich gefunden! Er ist heute früh vor nan und Tag avgeruckt und läßt das Frölen noch schön.grüßen! r- ■**; hat ire dAMtawnm wie 'ne Steinfigur! Und dann brach.e s re nur vor. Ihnen! llnd grüßen Siel ihn, wenn Sre rhn Wwderfchen! ^avermtt war sie weg wie weggeblaseu!" , , . ». Der junge Offizier hatte längst die Hand des anderen gepam Seine heißen Augen glühten verschmachtet aus dem blerchen Gesnht. „Sie hatte gewartet?" stammelte er, „erzählen Sre alles noch ern- Ä TeX'"«.!* U»«r^E s-m- kleine Geschichte, die wie -ein Märchen chang. Tw Meise zwrtschertc- ganz leise dazu, des Jasmin ließ -seine Tuftwogen m dre schwere Mittagssvnnenglut strömen — und jetzt begann auch eure Grav lltUrf Unb die^Welt war plötzlich so weit, das Leben so wunderbar- reich urrd.gütig. Wie im Paradiese war's, >vo üch me Seelen. fanden ohne Worte. . , Wenn ich gesund bin, iverde rch sre lvreder such«: und »u finden wissen!." sagte der junge Offizier dann lerse und ferne Hand ruhte leicht und glühend in der festen Pranke oes anderen. aber nickte und lächelte, lächelte, milde!nnd sagte dann wrezn eurem! kranken Kinde: „Jetzt fingen sre rple beche — dre Marse rm -bu • Grasnkücke . . . Herr Leutnant, hören sre s i * E« wird alles wieder gut werden." Wir freuen «in*. s»" schreibt di- 8h)."., auä ttuem -vf W milellten Briefe eines Batderresuhrers ans dmr irpe.de von rr-we Mai folgende Stelle initteilen m können: .,Heu^ cbm sehr netten Ritt gemach, durch Mve Gegend, rn dm fett 1^14 v ä nw schwer amm lvorderr ist. .Die Dörfer, durchs rch fean, werben chohl nie wieder so anfgebmrt W der Beschießung gänzlich verschwinden; aber draußen auf bat Feldern gestilrzt aebreiter, ars woirrr: ac w«' “v-" —-v Drefi Jahreszeit und der Krieg paffen pnch Mn; besondersschlecht zusammen. Sehr freute Mi mich, einige (deutsche .Mriegergraoer zu sehen, die die Franzosen .hergerichtet hatttn. ^a Büqcln schlickte Holzkreuze, dre dre JNschrrst trugen. .,Un Alle- wand inort pdnr sa patrre". („Ein Demts-chw, der.sur fern Bater- Larid aqstorben".) In den Zeitungen liest nran rmmer nur von Gräberschändungeu, aber fast nie etwas Gutes von dem rMv.de. Büchertisch. - gr vs e t f o r Beter Behrens: Vom sparsamen Bane'd V. gMrrrden 2,80 Mk. Verlag der BmrnE. Berlin SW 68 lfilftein & Co. -i In denr soeben erschrenenen Buche SÄ WiU Peter Behrens seine künstlerische Kraft und w-attiiche Gcchhrung rn den Dienst des Arbeiterhruses. Seine Bor- SKS nich: nur dein gutbezahlten HandMb^r, sondern-auch der untersten Lohnklasse eru ivurdrge^ ge-nnde^ Haus-- nicht leine Zelle in einer Mietskaserne — zubeschafsen. Erne neu« Msteilung des Geländes erlaubt cs, die Massenrosterr ganz, bedeutend hevabzusetzen. Weitere Ersparnisse entstehen durch techngchn Werbesserungen an den Einzelheiten., M-es m allem wrll Peter Behrens auch dem Mann mit Familie und 1200 Mk. Einkommen ein' Hans gegen erschwingliche Miete anbieten. — F M üller-Lyer, Dre Zahm nng der N o rnen. Erster Teil: Soziologie der ZMtwahl und des BevÄst-rungswefins. ß Band der „Enttvicklungsstufen der Menschheit". Preis gehestet i bO Mk gebunden 10 Mk. Verlag von Albert Saugen m Mnchen — Bon der MÄlier-Lyerschen Soziologie ist soeben, der 'Teil erschienen. Immer deutlicher wird ersichtlich, daß dieses S tige Wert eine völlig neue Grundlegung der Sozrologre, be- und als Mart,stein nnd Wendeprmkt rn der EntwrÄung dieser modernsten Wissenschaft zu betrachten rst. Nachdem Mnller-Lher in den bisher ^erschienenen Bänden der' „Gntwr alungsstn rerr der Menschheit" das gesamte Geschlechtsverhältnis und die Famrlre behändst HÄ, nimmt er irr dem vorliegenden. Breche den wrchittop«n Zmillingdrmrddruek der Bräl; Teil des GeneralÄttrsverhällniffes in Angriff, die Soziologe dÄ Zuchtwahl. Das Buch ist, 'wie die früheren, gemeinverständftch geschrieben und setzt keinerlei Fachbenntnisse voraus. Das Thema ist aus knappem RaNM ersMpfend beharrdelt. Tom ftischen, lebendigen Buch voll Rarer Diktion und logisch durchgeführten Argumenten darf die Wirkung einer nicht nur hochinteressanten, arr- regenden, sondern selbst spannerrderr Lektüre zngesprochm werden. Es wird auch darum dazu! beitragen, den Lehren des mroßen Soziologen die Berbreitung zu verschaffen, die sie verzerren. — Das indische Grabmal. Roman von Thea von HarbvU. Berlin, Ullstein u. Eo. — Ter neue Roman der Hnrbvu ist eine .Bision mit der -Mut und dar düsteren Schatten des Wunderlandes Indien. In riner Nacht tvird es von der jagendenj Phantasie des Bildhauers Michael Fürbringer erlebt, der, noch fieberkrank, in seiner Wohnung derr Besuch eines Fremden empfängt, eines braunen Asiaten. Der Radscha von Eschimpur sendet ihm ein Schveiben, worin er von ihm fordert, er solle einer Frau, die der Wirst geliebt und verloren hat, ein surrvergleichilichkÄ Grabmcck errichten, aus Blöcken hundertsarbigen Marmors, aus Silber rmd Gold, ans Perlen und Edelsteinen. Und nun stürzen über dre berausch!« und entsetzte Seele des Künstlers toi-e ein ungeheueren Albdruck die fliehenden Gestaltmrgen einer exotischen Welt. — Eb crI) ard Büchner, Kriegsdokurnente. Der Weltkrieg 1914/16 in der Darstellung der zeitgenössischen Presse. Neunter Band: Barr der Kriegserklärung Jtalierrs an Oesterreich bis zum deutschen Bormärsch aus Warschau Juli 1915. Titel-, Umschlag- und Einbarrdzrichmmg von Bros. F. H. Ehmcke Preis sgeh. 4 MH, in Lernen geb. 6 Mk.. Verlag von Albert Langen, Muirchen. — Der vorliegende neunte Band des bestens bekannten Sammelwerkes setzt nüt beit Maiwochen von 1915 eilt, deren ge- witterschrvüle Spannung sich irr der Kriegserklärung Jtalrns^an Oesterreich-Ungrrn löste. In die folgenden Monate fallen die ersten Tvefsen an der italienischen Grenze, die lchten Kämpfe um Dmtsch- Südiv.'st Und die Eroberung der Festung Przcmysl durch die Russen, fällt >äber auch schon der Beginn des deutsch n Vormarsch^ in Polen. Um die M itte Des Juli 1915 und mit dem verheißungsvollen Ausblick aus den baldigen uuatlsbleiblichen Fall Warschatls schließt der Band. ' ... i— T i e e r st e neue Karte von Europa ist erschrenen und läßt rms in übersichtlicher farbiger Darstellung die neuen Staaten im Osten sotme die Grenzänderungen der schou Rstandenen Sickaten ersehen, soweit die bisherigen. Friedensverträge darüber! Bestimmungen getroffen haben. Das große russische Reich ist tu! eine Mei-He kleinerer politts'chcr Gebiete^ aufgelöst und mrser altes! Europa bekommt dädmch ein ganz vermodertes Gesicht. (G. Freh- tags Karte von Europa 1918, 1:7^/° Mill., 70:90 Ztm. groß, Preis bei Vorauszahlung K. 3,10 = Mk. 2,10, Verlag G. Frey tag Bericht, Wien VII., Schottenfeldgasse 62.) — Der Siegeszug durch Rumänien. Von Major im Kriegspressen mit Mfved vvn O l b e r g>. Hermann Hillger Verlag, Berlin, Preis 2 Mark. — Ter Verfasser hat als Führer emer Gruppe neutraler Kriegsberichterstatter im Aitto die eroberten Gebiete Rumäniens kreuz und puer drerchzogetl und so die beste Gelegenheit gehabt, die Gegenden, in denen wir unsere gewalttgeni Siege erfochten habmt, genau keimen zu lernen. — Bevölkerungs- und Siedelungsfragen im Land Ob.-Ost. Vvn Pros. Dr. K. v. R ttmker. (Preis 80 Pf. mit 20 Prozent Teuenmgsztlschlag.) Verlag Paul Parey, Berlin SW 11. — Rechtsfragen für Haus und Beruf von Referendar R. Werner. Verlag L. Schwarz 6- Cv., Berlin 8. 14, Dresdener Str. 80. Preis Mk. 1,50. Taschenformat. — „Waffensieg und Wirtschaftskrieg" von Tr. Georg Wilhelm Schiele. Verlag „Das Größere Deutschland" G. m. b. H. Dresden-fA. 1, Preis 80 Pf. — Mein Vaterland. Deutsche Jugendbücher zur Pflege der Vaterlandsliebe. Baud 38 und 39. Der Kaiser war bei uns! Eine Sammlung Kriegsberichite von Paul Lmdenberg. In Papp- batch geb. 1.50 Mark. Stuttgart, Verlag vvn Wolf Bonz LCo. — Frei e Ba h n s ür d e n T ü ch t i g en. Ein Vortrag von Oberstudien rat Dc. Georg K e r s ch e n st e i n e r, M. d. R., 32 S., hrosch. 80 Pf., Stuttgart 1918, Verlag von Jung L Sohn, Sttittgart. Stammtisch-Scherz. Erimntalkommar K riminalwachtmeister Schutzleute (Auflösung iit nächster Nummer.) Auflösung des Homogranuns in voriger Ntimmcr. K 1 A j N Z A ß T A N T 0 N Z . ll l»sch»n lllr-n.-Buch- und Steindruckerei. R. Zange. Gießen. Schristleitung: W. Dleukr.