Wirre Lonooner Erzählung aus den SMtheröstLagmr IVIä. Von Justus Achsen thal. (Fortsttzuns.) „Wo, wenn ich fragen darf?"' „Unter den Papieren, die Sie in Händen haben!" „Die stehen nicht zur Sprache!" „Aber Longford h-at mir ja selber ein Geständnis abgelegt ..." „Schriftlich?" fragte der Lord dazwischen. „Genügt Ihnen mein Wort nicht?" „In diesem Falle genügte mir nicht einmal das Wort des Königs!" „Soll ich Ihnen vielleicht den Coroner mit seinen Konstablern zur Haussuchung kommen lassen?" „Sie drohen mit Gewalt, Exzellenz?" „Ich bin dazu gezwungen, wenn Sie nicht nachgeben, Mylord." „Gut, dann sollen Sie Ihren Willen haben. Die Verantwortung trifft nicht mich!" Ec drückte auf den Klingelknopf an seinem Schreibtisch. Aus dem Nebenzimmer trat ein jüngerer Herr herein, dessen gepflegte Erscheinung wohltuend berührte. „Mein Privatsekretär, Herr Courtman", stellte der Lord vor. — „Bitte, lieber Courtman, schließen Sie den Kassa- .schrank auf! Hier sind die Schlüssel!" Die schwere Panzerstahlplattentür bewegte sich geräuschlos nach außen und eröffnete den Blick aus die Stahlfächer im Innern. Das unterste Fach stand offen. Geschäftsbücher lagen darin. Darüber waren zwei Reihen gleichgroßer Fächer angebracht. „Oeffnen Sie das mittlere Fach links ... ja, dieses!... Bitte, drücken Sie auf den Knopf, der sich hinter dem Schloßrahmen befindet . . . weiter oben . . . da!" Aus der Seite sprang mit leichtem Federdruck ein Fach auf. „So, greifen Sie hinein und nehmen Sie den zuoberst liegenden Brief heraus!" Der junge Mann tat, wie ihm geheißen und reichte seinem Herrn einen mit fünf dicken Siegeln versehenen Umschlag hinüber. Dein Minister ward etwas unbehaglich zumute. Die Förmlichkeit des Hausherrn gefiel ihm schlecht. „Könnten wir nicht lieber —7?" „Einen Augenblick!" unterbrach der Zeitungskönig. —- „Also Sie bestehen darauf, daß ich Ihnen diesen mir an- vertvanten Brief ausständige, und drohen mir mit Staatsgewalt und Haussuchung?" „Ja, allerdings, das heißt . . ." „Danke, danke, weiter braucht eS keiner Versicherung. >—i Sie, lieber Courtman, schreiben wohl dem Hauvtmann Longford ein paar Zeilen des Inhalts, daß ich mich leider infolge der gewaltsamen Drohung Seiner Exzellenz genötigt gesehen, den mir anvertrauten Brief zwecks Vermeidung einer Haussuchung auszuhändiaen." „Aber bitte, wozu die Förmlichkeiten? Ich darf den Brieft nun wohl —" Er griff danach,' aber der Lord verwahrte das Schreiben noch in der Hand. . „Ich würde Wert darauf legen, erst von dem Inhalt Kenntnis zu nehmen." „Ich glaube nicht, Mylord, daß er viel Neues bieten tvird." „Daß weiß ich nicht. Es wäre dann doch merkwürdig, daß Exzellenz so großen Wert ans seinen Besitz legen." „Und wenn ich mich weigere, Ihnen Kenntms geben?" zu „Dann joerde ich selbst die Siegel erbrechen, um mich zu überzeugen, mit welchem Rechte Sie in fremder Leute Privatgemächer eindringen und sich dort geheimnisvolle Briefschaften aneignen." Die Exzellenz ging mit. sich zu Rate. „Ich bin damit einverstanden, daß Sie den Brief ge- meinsam mit mir lesen, stelle aber zur Bedingung, daß Sie mir feierlich Schweigen geloben, enthalte der Brief was er ivolle." „Wünschen Sie ein schriftliches Versprechen?" „Nicht nötig. Ihr Wort in Gegenwart eines Zeugen genügt mir." Aber er war innerlich unzufrieden und schalt sich selbst einen Narren, da er nun, statt auf das Ehrenwort eines jungen Offiziers, auf das Wart eines Mannes bauen mußte, der selbst erklärt hatte, er breche sein Wort, wenn höhere Interessen im Spiele stünden. Vielleicht — sah er morgen schon dieses höhere Interesse für gegeben an, wenn es 'galt, die Regierung zu stürzen. „Darf ich nun um die erforderlichen Aufklärungen für Ihr sonderbares Vorgehen bitten, Exzellenz?" fragte nach einer kleinen Pause Lwuthriffe. „Ja, wir setzen die Unterredung vielleicht unter vier Augen fort." „Durchaus nicht notwendig," schnitt der Zeitungskönig ab. „Ich kenne vor meinem Sekretär keine Geschäftsgeheimnisse." ,Ms handelt sich hier um mehr als ein Geschäftsgeheimnis. Wird Herr Courtman schweigen können?" „Gewiß, der Privatseft:etär eines Zeitungsverlegers hat eine Hochschule des Schweigens absolviert. Ich verbürgs mich für ihn." Der Minister fuhr etwas beklommen fort: „Dann .... ich werde die Herren also jetzt in ein Geheimnis einweihen, das für alle Zeiten ein Geheimnis bleiben muß, — im Interesse des Staates, versteht sich. Sie sind zu gut Briten und lieben Hhr Vaterland gewiß zu sehr, um das nicht sogleich selbst ernzusehen. Nämlich" — 1 er sah beide finster an, als wollte er bis in den hintersten Winke! ihrer Seele scharren — ,,dieser HauptMünn Long- ford, den Sie, Mylord, so trefflich vewirtet haben, ist sin deutscher Offizier?" Die erhoffte Wirkung dieser Worte blieb aus. Der Zeitungskönig erschrak nicht, sondern sagte einfach,: „Ich dachte mir's doch!" Entrüstet herrschte ihn der Minister an: „Sie dachten sichs? Und Sie haben keine Mitteilung an amtliche Stelle gelangen lassen?? Das ist in der Tat stark! Ein starkes Stück ist das!" Aber Lord Southrisfe wehrte den Hieb mit seinem Spott ab: „Mein Verdacht wurde selbstverständlich zerstreut, nachdem ich gesehen, oaß die Behörde, die doch zunächst alle Ursache hatte, sich mit der Person des Herrn in gründlicher Prüfung zu befassen, keinen Anstand nahm, ihn im Kriegs- «mt unrerzubrtngen." „Soll das vielleicht ein Vorwurf sein?" versetzte der Minister gereizt. „Nichts liegt mir ferner als das! Das wird ja einen ungeheuren Aufruhr in der Presse geben." Und wieder grollte der andere: „Nein! Das wird es eben nicht! Das Wort der Herren habe ich. Die andere Presse wird keine Silbe darüber« bringen! Hier muffen alle kleinlichen Gegensätze schweigen. Ich ziehe Sie persönlich ins Vertrauen, eben damit aus der Angelegenheit kein Skandal entsteht." Mit unbeweglicher Miene stand Herr Courtman da. Der Zeitungskönig lächelte fein. „Nun, Exzellenz, hier ist der Brief. Sie wollen sich von oer Unversehrtheit der Siegel überzeugen!" Der Minister erbrach mit zitternder Hand die Siegel und entnahm dem Umschlag einen mehrfach zusammen- gesalteten Kauzleibogen. Er reichte ihn.dem bescheiden im Hintergrund harrenden Courtmarl und forderte ihn auf, vorzulesen. Courtman las mit gleichmäßig ruhiger Stimme die folgenden Sätze: j „Mylord, • Wenn Sie diese Zeilen lesen, bin ich entweder ermordet morden oder spurlos verschwunden. Zn meinem Bedauern muß ich Ihnen gestehen, daß ich Ihre Gastfreundschaft in der schnödesten Weise mißbrauchte: Ich bin nicht der, den Sie in Ihr Haus geladen zu haben wähnten; mein wahrer Name ist Paul Kersten; ich bin ein einfacher deutscher Hauptmann und habe nie eine andere Absicht gehabt, als in Lorrdon meinem Vaterlande durch Kundschafterdienste zu nützen, nachdem ein englischer Granatsplitter es mir leider unmöglich gemacht hatte, dies auf andere Weise m tun. Ich bin also nicht der kanadische Hauptmann, für den Sie mich hielten. Und es tut mir wirklich leid, Sie enttäuschen zu müssen. Ich weiß nicht, ob es nach Ihrer Auffassung shocking war, me Einladung, die doch dem Captain Longsord und nicht dem Hauptnrann Kersten galt, überhaupt anzunehmen. Aber Sie werden zugeben, daß nicht ich es war, der sich Ihnen ansdrängte . . ." An dieser Stelle konnte die Exzellenz ein Lächeln der Genugtuung nicht unterdrücken. „. . . Schließlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Täuschung auch Ihnen und Lady Edith gegenüber durch- tzuführen, wenn ich nicht den Zweck verfehlen wollte, zu Lessen Erfüllung ich ausgezogen war. Es wäre vielleicht angebracht gewesen, werden Sie meinen, wenn ich mich Ihnen entdeckt hätte. Aber daraus wäre Ihnen zweifellos die unangenehme Pflicht erwachsen, diese Entdeckung der Polizei, dem Attorney General oder einer anderen Behörde zur Kenntnis zu bringen und vor dieser Unannehmlichkeit wollte ich Sie gern bewahren. Trotzdem muß ich ehrlicherweise zugeben, daß ich mich in Ihrer Schuld stehend fühle. In Ihrem Hause wurde ich als Held gefeiert: Ihre Blätter machten so wundervolle Reklame für mich; Ihre Tochter nahm sich meiner in so liebevoll besorgter Weise an, daß ich Ihnen einen kleinen Gegendienst erweisen muß. — Und das ist der. Sie als ersten von diesem unerhörten Skandal in Kenntnis zu setzen. Bei Ihrer mangelnden Vorliebe für die Regierung, woraus Sie ja nie ein Hehl machten, wird es Ihnen ein Skr* gnügen sein, diesen Skandal mittels Ihrer anderthalb Dutzend Blätter so zu vergrößern, daß die sämtlichen Winistersrühle ins Wanken geraten. Und dieses Vergnügen wird Sie reichlich für die kleintz Enttäuschung entschädigen, die ich Ihnen leider bereiten mußte. Es wird vielleicht weiter für Sie von Wichtigkeit sein, zu erfahren, daß ich im Artois nördlich von Arras meinen Schuß erhielt, schließlich ins Reservelazarett Brügge geschafft wurde, dort den sterbenden Captain Longsord kennen lernte und so nebenbei erfuhr, daß er keine Angehörigen habe. Dies hat mich dann aus den vorzüglichen Einfall ge* bracht, meiner Vorgesetzten Behörde den Vorschlag zu machen, daß ich, ausgerüstet mit den Papieren des inzwischen seinen Wunden erlegenen Longsord, über die holländische Grenze „entfliehen" und im weiteren die Komödie spielen wollte, in der auch Ihnen eine Nebenrolle zugedacht sein sollte. Seien Sie und Lady Edith dafür bedankt, daß Sie mir den ersten Teil meines Weges'durch Ihr freundliches Ent- z gegenkommen so bedeutend erleichterten! Meine Aufgabe zu erfüllen, ist mir nicht immer leicht gefallen; aber aufrecht hat mich stets das Bewußtsein gehalten, daß es ein ganz großartiger Spaß sei, halb England vom Kriegsminister an abwärts an der Nase zu führen." Nun war es an Lord Southrisfe, ein Lächeln zu unterdrücken. „.... In diesem Sinne Ihr sehr ergebener Paul Kersten, Hauptmann a. D., vormals Longsord, Captain der Ottawafiisiliere." Ms der Vorleser beendet hatte, sahen sich die beiden alten Herren einen Augenblick stumm an; dann verzog sich ihr Mund zu einen: verlegenen Lächeln. Nur CourtmanS Gesicht verriet keine innere Bewegung. „Es läßt nicht leugnen: Der Herr. fjafc Humor," kielst sich der Lord vernehmen, „und mir spielen keine zu glückliche Rolle in seiner Komödie. Was imrb nun mit ihm geschehen? Haben Exzellenz ihn verhaften lasser:?" „Noch, nicht! Ich-werde mir noch überlegen, was ich' mit ihm mache. Vielleicht ist es klüger, einmal beide Augen krampfhaft zuzudrücken mio ihn an einen Ort abzuschieben, wo er und seine Konrödie uns allen nicht mehr schaden kann." „Ich muß gestehen," meinte der Lord nachdenklich, „daß ich in seiner Lage diesen Humor nicht aufgebracht hätte. Ich Bat ihm ja ein wenig gram. Aber, alles in allem genommen, — hat er seine Sendung nicht ausgezeichnet durch- ge führt?" Der Minister erhob sich. „Ich brauchte den Herren wohl nicht mehr auseinander- zusetzen, weshalb hier Schweigen geboten erscheint, weshalb um des gairzen Reiches willen von oiesem peinlichen Hochverrat kern Sterbenswörtchen in die Oessent lichtet t dringen darf." Er reichte beiden Herren die Hand und schloß: „Es soll mich von Herzen freuen, wenn eine. Folge dieses Besuches etwas bessere Beziehungen zwischen Downing Street und der führenden Presse wären." Die Herren gaben der Exzellenz das Geleit bis zum Fahrstuhl. Den Brief hatte der Minister an sich genommen. Er ließ den Kraftwagen nach seiner Wohnung fahren, mrd während er sich zum Dinner umkleidete, überdachte er nochmals der: ereignrsreichen Dag. Cr hatte das Gefühl, daß er sich mehr glimpflich als schimpflich aus der Klemme gezogen, und glaubte sogar Ursache zu haben, mit sich und seinem diplomatischen Geschick zufrieden zu sein: Er hatte einen feindlichen Kundschafter überführt, hatte einern gefährlichen Gegner eine seiner giftigen Waffen entloimrden Und obendrein bessere Beziehungen für die Zukunft zu ihm angeknüpft. Er rieb sich die Hcutde. Der übrige Teil der Arbeit, die geräuschlose Beseitigung des Kundschafters, war die geringste Mühe. Danckt beprÄe er sich grundsätzlich nie. Das konnte er auch dies'nral seinen bewährten Vertrauensleuten überlassen. , Die Gäste rühmten an diesem Abend die aufgeräumte Stimmurrg und gute Laune der Exzellenz, und manch einer schloß etwas voreilig ans eine günstige Wendung in Südeuropa . . . (Fortsetzung stlgt.) 171 — Heimkehr. Mrählmrg VAN Hanns Wiohlbold. Mn einem ttiiben Spätherbstnachmittag kani Frank Wedding Mm. Klein und gebückt schritt der Ulte die schnurgerade Lmrd- straße Lmischerr den Stoppel seldern entlang. Ein kalter Schnee-, jpmib Fing durch, bte kahlen Wipfel der Pappeln, er zauste die dünne Jacke des Wanderers urro bog die Krempe seines breite varrdigen, verwaschenen Hutes empor. JiMmer wieder mußte bec Mann stehen bleiben, um eine Minute fintjj zu verschnaufen. Sein Atem ging schwirr und das Herz tat ihm web. Es kam tvobl van dem angestrengten Marschieren oder vielleicht trug auch die alte «einkat dre Schuld daran. Seit einer Sturrde schon lag sie vor seirrem Blick. Im fahlen Licht des scheidenden Tages türmten sich schwere, blau graue Wolleurnassen über den Kernerr, weißen Häusern mit den roten Tächtern, die als das einzige Zeichen menschlichen Lebens aus einer niedrigen Bodenerhebung lagen Wrd deren Fenster wie tote Augen über die Felder hrnausstarrteu. Wedding roar scholl über die Sechzig hinaus. Ern grauer Stoppelbart wucherte aus dem imübeit runzetiger: Gesicht und weiße Haarsträhnen hingen unter denr Hut hervor. Vierzig Jahre war es Mln her, seitdem er das letzteium auf dieser Straße ging. Tarnals führte sein Weg in entgsgeng-esetzter Rr-chtung — m die Welt hinaus. Vierzig Jahve sind eine gar lange Zeit und er iivar unter-- desseic weit heruingekonimcn. Oft hatte er keine Stätte, iw er sein Haupt hinlegte. Gvanr und Groll trug er vierzig Jahre lang in der Fremde, sein schwarzes Haar war darüber eisgrau gelviorden. TA,ch nup war seine Stunde gekommen. Das Felleisen, das er damals rnit hinaustrahm, ivar nicht leichter uud nicht schwerer gewesen als das, toas er mit heimbrachte. Nur ein Bündel footffc nu n gen war drinn en getvesen, die hatte er nach und nach alle her- Kegebnr und drMlßen in der weiten Welt begraben. Bis auf du*., eie hing fest an seinen: Zorn und chatte ihn im, ganzen Leben nie 'verlachen.. Jetzt sollte ihr Erfüllung werden. Vierzig Jahre kmg war es ein Lauostreichen gewesen. Er kam heiml, u>n wenigstens als ein Herr auf seinem^eigenen Grund zu sterben. t Lautes Hundebellen, das plötzlich an sein Ohr schlug, weckte f m aus seinen Gedanken. Er stand dicht vor d^n .Hof seines Vaters. m ein großes Wohnhaus in der Mitte hoben sich die Scheunen mch Ställe. Frank Wedding sah. daß man nlianches neu dazu gebaut hatte, seit er fortgewandert war. L L Eine ältere, behäbige Frau trat aus der Tür und mahnte den Hiund zur Ruhe, der an der klirvendcm Kette zerrte. Das W iwAhl Lina Wedding — dackste der alte Wanderbursche meines BrnderS Frau. Wer gleich oaranf besann er sich, daß sie ja inzwischen, wie, ihr Mann, längst Zestor-M war. Langsam ging er auf sie zu, quer über den tauberen Hof. Sie sah ihn fragend Mi, rmd als er, in demütiger Haltung, , den schäbigen Filz in der Hand, Abendbrot und Na.lch!therberge erbat, nickte sie freundlich Gewährung und ustes ihn an, ins Hans zu treten. Immer noch hielt er den .Hut, dsc kalte Wind fpmte mit seinMr wirren, weißen Haar, und zögernd trat rr Wer die Schwell-? seines HaufeZ. Sein Haus war es und sollte es wieder werden, wenn ihn auch setzt mich niemand da drinnen kannte. Eine kleine Lampe brannte sin Hiausgang, uud ein hoch- gewachsener junger Bauer trat aus der Stube. Frank Wedding wich einen -schritt zurück, als er ihn plötzlich vvr sich scch. Ist es möglich — dachte er — daß Tote lebendig werden? Genau soj wie dieser sah sein eigener Bruder vvr vierzig Jahren aus. Ter Bursche lachte, als er das Erschrecken des JSrremben bemerkte, und als Frank mit ein paar gestammelten Wortm seine Bitte um ein Qiuartier erneuert hatte, wies er ihn mit einer Handbewegung in die Küche. Frank atmete auf, als er gleich darauf allein war. Was für ein Narr war er doch, vor dem jungest Menschen zu erschrecken. Freilich konnte er nicht wissen, daß seines Bruders Sohn, dem er das Erbe nehmen wollte, dem Vater so ähnlich war. Tas Herdseuer brannte und sein gelber Schein warf eine dämmernde Helle durch den gwßen, niedrigen Raum. Eine wohlige Wärme rieselte dem Greis durch die erstarrten Glieder. Behaglich setzte er sich hinter den breiten Holz, tisch, um auf die aitMreu zu warten. Wie seltsam war e.Z doch, daß er nun wieder daheim nur Herde saß. Etwas schnürte ihm die Kehle zusammen, wie durchs einen Schleier sah er das goldgelbe uw> das silbergraue Metall, das an den Wänden blitzte, die weißen Teller auf dem Eichen tisch und den rußgeschwärzten Kamin. Vierzig Jahre lang hatte er so Heimliches nicht Mehr gesehen, lebte unter freiem Himmel oder in Spelunken und Matwsenkneipen dreier Weltteile. Mer rasch ernannte er sich wieder, und unwillig über sich selbst wischte er mit der knochigen Hand die Alleen. Nichts, gar nichts war anders geworden. Beinahe unheimlich wollte es ihrn zumute werden. Im flackernden LiD des Herdfeuers rvurde die Vergangenheit lebendig. Ihm war, als höre er den schweren schritt des Vaters auf den steinernen Fliesen, uud keichtfMg ging die Mutter ausl und ein. Er selbst war ein Kind, sie tnjtf ihn auf den Armen und fang. Niemals in der langer:, langen Zeit hatte er mehr an das reltsame, schwermütige Lied gedacht. Er begann leise zu summen, tfmr er fss-d wck-sr die WovM, rwch ick? WelM« und» darüber tvchys Kr fast tr«Mric- KKvordsu. Alles mar aus seinem Gedächtnis ge-° ^ !>cht. Wieder ärgerte er sich gleich darauf über sich selbst Wie Wnnte er sich nur von alten Errnnerungen so übernÄltigM lassen! Als iex er Plötzlich seiner selbst nicht mehr ganz sicher, griff er nach dem Felreffer:, das neben ihm auf der Bank lag, Da drinnen Wtte er >eme Mpiere Aus ihnen konnte er sein R-echjt auf denl väterlichen Hof beweisen. Er galt seit vielen Jahren für tot. sertdern er damals nach dem Streit mit dem Vater in die Welt gegallgeu^ war, hatte niemand hier mehr ein Wort von ihm gehört, sie sollten bald sehen, daß er noch am Leben war. Nichts von allem, was er selbst gelitten hatte, durste den anderen erspart blew-em Tre ©in& des Vaters sollte dem söhn heimgezahlt wertst- Tenr: fern Bruder tr-ra Me Schuld, daß ec damals aus dw Heuuat ^mutzte, u: kühler Berechnung hatte jener Z i Met rächt <*£* <£*• Tas mußten Me, denen er das Erbe hmterlich, nun büßen., ^-.o arm, wie er selost eußgs gewesen war, als er fortging, wollte er sie von der Tur wusen. Noch heute sollten sie alles erfahren. Ter Mnge Bauer kam herein und nvit ihm das Gesinde Das Essen wurde gebracht, jeder griff zu und der Hausherr legte selbst dem Handwerkvouricheu Me Stücke auf den Teller. Es wurde nicht vier gereoet. Kern Mensch fragte Frank Wedding nach dem Weg änderest knarren 7- vw vMMwawuwi» tu IC UCUIC, hagevtz Gestalt, Me ein Kmd rm^Arrue trug. Sobald sie in die Küche kam, bLMNn sie halblaut M singen, und gleich darauf trat sie in bcrr Llchrkrsis der Lampe. .. Kr Alte hob den 5liopf beim ersten Ton der Melodie War's möglich daß man hier immer nvch das gleiche Lied sang mit dem auch ihn einmal die Mutter in den Schlad gefmigen hatte? l'Mch eben, vor wenigen Ndmuten, hatte er sich darauf besonnen, «Qm tottte es rhm entgegen, urrd alles wurde leberrdig, was so lauge Lot gewesen war. Und dann sah Frank Wedding das Kttld — schwarzes Kraushaar über einem kleinen, lachenden Gesicht Mit gvouen, fragenden Angen sah es den Fremden an. Frank Wedding wollte etwas sagen, aber er brachte kein Wort über die Lippen Er hattt twmrn- cm Keines Bildchen mit ,ich> cherumgetvagen, das srellte lyn selbst in ferner frühen Knrdheit dar. Ost hatte er es abgesehen und es seinem Gedächtnis ttef eingeprägt. Der Knabe Wx hatte Zug um Zug das gleiche Gesicht. Das Kind, das vor Mzrg Jahren Fr«lk Wedding gewesen v>ar, schien wiederge- ttyrt zu sem Lachend streckte der Knabe die kleine Hand nach den: AtcLil aus, doch dieser sah sie nicht. Zum zweitenmal au diesem Abeirdlag ein schlemr über allen Dingen und vergebens verbuchte der Alte, sich die Angen klar zu Wischer:. Ihn: schien es plötzlich, als sei sein ganzes, larrges Lebev mchts werter gewesen als ein schlimmer Traum. Ein Alpdruck chn geqUÄt, häßliche Bilder waren in chm vvrbeig^ogen, Me Machte -hatten um ihn und in ihm gelebt und gewirkt Im ^mde gurg ihn all das gar nichts an, jetzt nickst mehr. Gr \vax vlöÄich aus dein schweren Traum erwachst und wieder er selbst ge° ws^derr, war !wieder der gew'orden, der er einst getvelen DmnalS kam er herein v!uL -einer andewn Welt. Ihre Melodien klangen noch rn ferner Seele nach. Staub und Not hatten seitdem alles verschüttet , Aber -es whr noch v>orhanden, dein alten Landstreicher rnit all temeu bösen INMrkten scksten's, als wolle es loieber erwachen und auferststhM. -Er wurde ein anderer, er fand sich dsckt wieder, wo er ernst stand, ehe die Hstnd des Lehens ihn berührte und ihn ber-^ unter rn die Tiefe zog. Ein schweres Schweigen lastete auf den: kleinen Kreis. Die Menschen sahen ihn an, sie mertten wohl, daß etwas da war, das ihn überwältigt -hatte, aber sie verstaMn es nicht. Er stand auf und schnürte an dem Felleisen. Es war ihm unmöglich, letzt noch hier zu bleiben. Wm-u 'Sie müde Hub — sagte der Bauer langsam — so geyen sie zur 3duhe. Wir.haberr schon ein Nackstlager .hergerichtet. Frank Wedding schüttelte nur den Kopf. Er hielt ein Päckcken Papier zwischm den zitternden Fingern und trat zum Herd. Bi-erzitz Jahre, lang hatte er sie gehütet wie seinen Angachel. Sein Haß mrd seine Hoffnung hingen an ihnen allein. Das Herdfeuer loderte auf, als er sie hineinwarf. Dann nickte er den Knechten und Mägden zu. Sie wußten nicht, wie sie sich fern seltsames Verhalten erWren sollten. Ter Hausherr redete ihm-, als er nach dem Hw griff, freundlich zu, doch zu Äeiben. Er schüttelte mir den Kops. Sie ging-en miteinander hinaus und als sie die Haustür öffneten, peitschte der Nachtwind ihnen die .feuchbön Schneeflocken ins Gesicht. Wo willst du jetzt hin? — sagte der Bauer nochmals, — du siehst, es will Winter werden. — Frank Wedding stand einen -Augenblick in der offenen Tür« rmd sah den jungen .Mjann an, als wolle er etwas zu ihm sagen'. Wer dann gab er ihm schweigend die Hand, nickte ihn: zu und ging. Ter Bauer blieb noch eine Weile unter den: Hpstor stehen und sah ihm nach. Tie kleine, dunkle Gestalt griM. geborgt davon, als wenn sie eine s-chjtvere Las; zu tragen Hätte. Me wurde klenM rM Neurer, bis sie anblich hinter den: BDrharT der immer dichter wervenderr Flocken fern in der Nacht versMstmd- #*** j» i «HMK 1TS Var Lpiehmg. Bon Leutnant E u g e n S z a t m a r i. (Nachcnnck verboten.) An der rumänischen Grenze. Mitte März. Cs ist Schiluß geworden. Tie Rumänen haben den Wassen-- Mlstandsbedingungen gemäß auch den letzten Zipfel buktwinischen Bodens geräumt, und unsere Truppen gehen vor, um die Linie \ bis zur Grenze zu besetzen. Ihr Weg führt zwischen zerstörten I Schützengräben dahin; das .Holzmaterial, Bretter und Balken, die ? sich in den Gräben befanden, haben die Bauern längst weggeschleppt, i Verrostete Gewehre liegen überall herum, vereinsamte Maschinen-- > gewahre starren ans zerstörten Teckungen hervor, überall sind Patronen, Gürtel, Gasmasken und allerlei AusrüstnngSgegenstände zerstreut. Findige Juden gehen in den Dörfern herum und kaufen die russischen Gdwehve von den Bauern ans. An der Chaussee, die von Hadigsalva nach Rereth ftihrt, p steht links, unweit der Straße, regelrecht eingegraben, ein Ge- , schütz. Eine russische Feldkanone. Taneberr He^t eine große Menge j Munition. Das Geschütz ist nach Süden, gegen Rumänien gerichtet. I Merkwürdig, das einsame Geschirtz da. Was soll es fyn, allein, { zehn Kilometer hinter der Front? Wenn es noch eine^ garrze l Batterie wäre, wäre es selbstverständlich, da'.m könnte man glauben, ? die Zcussen haben sie gegen einen eventuellen rumänischen Angriff i ausgestellt, bevor sie noch die Front geräumt und den Rumänen ! übergeben hatten. Aber eine einzige Kanone? Seltsam. Wir gehen \ näher. Ta taucht plötzlich ein junger Bub neben der Kanone auf, ein j russisches Gewehr mit ausgepflanztenr Bajonett in der Hand. Ein zehn- oder zwölfjähriger Junge, anscheinend ein schwäbischer Bauernjunge mit große!! blauen Augen und langem blonden! Haar. Wir sollen die Kanone nicht 'wegnehmen, denn sie gshört ihm. Ja . . . ihm und seinen Kameraden. Er hat mit zlvölf Kameraden das Geschütz für Rum und Tabak von den russischen Artille-, Listen gekauft und dann ister am Rande der Stadt ausgestellt, um die Stadt gegen die Rumänen zu verteidigen, wenn sie kommen sollten. Tie Russen haben ihnen gezeigt, wie die Kanone zu bedienen ist, sie haben ihnen auch Munition gegeben, haben geholfen, das Geschütz aus der Stellung zu ziehen und haben auch Pferde geliehen, um cs hierher bringen zu können. Sie haben sogar fachmännische Ratschläge bezüglich der Ausstellung erteilt. Tie zwölf Jungen haben dann nach Art der Bolschewik! ihn zum Kommandanten gewählt, und seitdem exerzieren sie jeden Tag fleißig mit der Kanone. Ich sage ihm, daß er kaum dazu kommen könnte, seine Kenntnisse zu erproben, nachdem der Waffenstillstand mit den Rumänen bereits abgeschlossen ist und in einigen Tagen auch der Frieden währscheinlich unterzeichnet sein wird. Er stört traurig zu. Mit einer rührenden Sorgfalt streichelt er das .Geschütz und bricht plötzlich in ein Schluchzen aus. Er fleht, wir sollen ihm und seinen Kameraden das Geschütz nicht wegnehmen, beim es ist ihm und seinen Kameraden das liebste Spielzeug. Und wir haben ja so viele Geschütze. . . Ich tröste ihn und streichle ihm den blonder! Kopf. Das Geschütz steht aber still daneben und duldet still die Zärtlichkeiten der Weichen Kinderhand, während die Sonnenstrahlen aus. denr abgewetzten Grün seines Rohres herumsprmgen. Es ist kein Ungeheuer mehr, kein Mörder, kein JarNMer von Mütt- tern und FraiM, nicht mehr das letzte Wort erzürnter Könige keine Waffe mehr, nur ein Spielzeug. Und daneben steht ein Kind, das weinend bittet, ihm das Spielzeug nicht aus der Hand zu ^nehmen ... Büchertisch. — Im Reiche d e r Pharaonen. Bon Michael Huber 0. 8. B. Mit 54 Mldern und einer Karte. (Gehört zur Sammkung „Aus aller Welt".) Zwei Bände. 8° (XX tr. 562 S.). Fveibnrä 1918, Herdersch.' Berlagshandlnng. 7.50 MV., in Pappband 10 Mt Im Frühjahr vor dem Kriege hatte der Verfasser sich aus den Weg nach Aegypten gemacht, um jenes Wunderland als Sprungbrett ^für gelehrte orientalische Studien besonders in Palästina und Kleinasien zu benutzen. Äks er sich aber im schönsten Forschen u'ch Schauen befand, da ward er in Jerusalem, der Stadt des Friedens, vm: der Weltkatastrophe überrascht und blieb bis auf lveiteres an Ort und Stelle gebannt. Erst im Frühjahr 1915 öffnete sich ihm wieder der Weg in die Heimat. Leider haben es die Kriegsumstände dem Verfasser nicht erlaubt, schon heute das ganze Werk zu geben; mor der, Reiseabschnitt über „Aegypten", die zwei Bändchen „Im Reiche der Pharaonen", die noch tiefsten Frieden atmen, kömren jetzt in die Kriegsösfentlichkeit treten,. Ter andere Teil, „Im Schatten des Kreuzes", muß leider auf bessere Zeiten warten. Der bereits erschienene Teil führt uns in das alte Wunderland der Pharaonen am Nil, dessen ver- gangeuc Pracht mit den Wünderwerfen seiner Pyramiden, Sphinxe, Ternpel und Phirraonengräbor nicht bloß in Kairo und Umgegend, sondern auch droben im Tal Theben bei Luksor uns her Verfasser in der alten Herrlichkeit und im glühenden Farben- spiel der- Sprache des Orients vor Wegen ftihrt. Doch findet daneben auch das mribcrree Aegypten die gleiche warme Berück- sichtigrmg, nicht minder «ah die christliche Bergangen^-it des hr dH NSLN durch die Lektüre pies-ss Buches über MVA und Mnes gleichmäßigen. Ausschluß erhält. Besonders rntevesftererk me anderswv selten zu findenden Schilidermraen der religiösen Zuitäich-L und EinrichtunA'n, und zu m: aus dem Munde eines Pnesters und Lrbsnsmannt's, so besonders der fesseürü beschriebene^ Besuch in heu. Klöstern der Nitrischen Wüste. Ter ge- walrige wiffenschatzliche Stoff, der in dem Buch Kfiarnmen-- g^rängt ist, wird in einer durchaus persönlichen uni» äußerst smnnnmgsvo-ilen TarstelLmg geboten, bk nicht selten infolge der originelLeu Bilder und packenden Vergleiche ungemein romantisch- poetisch rpirkt, etwas überraschend bei dem. Verfasser, der als der bekannte SiebenschDser-Forschier sich sonst nur mit mehr nüchternen und streng wissenschaftlichen Forschungen beschäftigt und hierin sich einen Mtküngenoen Namen in wchdM Forscherkreisem ertEsrben hat. Mit einem Wort, die Lesung dieses neuen Buches Wer Aegypten ist ein ungetmibter Genuß. — In Europa dürste es kaum einen zwei Um Landstrich geben, in dem so viele BSKer rnHenerrschlder und durcheinander hausen wie in Hern von leichten Hügekwellen durchzogenen, znm größten Teil steppeniartigen Tanarrwinkel der Dvb ru d s cha. Außer Bulgar«!, Rumänien, Tataren. Türken und Russen, die das HawLelOnent der reevolkerung stellen, suchen mir da noch Griechen, Ärmenier, Zi- Muner, Iiäwn, ilngarn, Italiener, Albaner, Gagaufsn und in Keiner MßnAe noch ebne ganze Anzahl anderer, nach Herkunft^ Glauben «und Gesittung sich sremd gegenüverstehenden BMsstänmre, im ganzen irtcfis luentger als zweiundzwanzig. Zwilchen diesen! bunten Gemisch Leben seit % Jahrhunderten in eigenen Dörfern oder wenimrens 'besonderen Dvrsteilen auch 8500 fleißige deutsche Wuern. Von her gefa-uteu Bevölkerung machen sie mrr etzva drei Prozent aus, aber ungleich größer ist ihre kulturelle und wirtschaftliche MHeutmrg für das Land. Näheres über dies« Vorposten des Deutschtums enthält ein illustrierter Artisel von Dr. Parst Trae- g e r , der im vorigen Jahre ixie Tvbrudschcr bereift und sänrtliche bsutschen Möderlasftmgen ausgesucht hat, in brr soeben erschienenen sttunrmer 3907 der Leipziger „Jllnstrierr«! Zeitung" (Verlag I. I- Wchiejr in Leidig). Das Heft bringt weiter zahlreiche Balder nnd Beschrei'lmngen von allen Kriegsschauplätzen; daneben wird auch die Berichterstattung über alle bemerkenswerten Borkommnisse in der Heimat nicht vernachlässigt. — Das Fest. Drittes Buch der Dürerschule, hg. von G. H. Neuendorfi. Verlag B G. Tenbner, Leipzig lind Berlin 1918. 3 Mk., Vorzugsausgabe 7 Mck. — Ziel der Tnrerschule Hoch- ivaldhaußm (Oderhessen) ist die Schafftmg der neuen deutschen Schule als gesinnnngsmäßisi geschlossene Lebensgemeinschaft. Wie sich diese neugedachte Idee als schöpferisches Prinzip stilbewußter, die Gemeinschaft bejahender Feste porMgsweise in den Gebieten der Künste cmswirken kann, zeigt in Wort und Bild dies neue Buch der Türerschule. — Tie Weltbühne, der ^Schaubühne XIV. Jahr, Wocheu-- schrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Iacvbsvhm, enthält in der Nummer 21: Es steht fest..., von Ger- manicns; Hermann Pachuicke, von Jolmnnes Fischart; Zur Neugestaltung unseres MEmngsrvesens, vvn Karl Neurath; Frankfurt am Main, von Harry Kähn; Die stille Stunde, von Alfted Pol- igar; Tie Heilige Elisabeth, von El Ha; Das Reich, von Alfons Goldschmidt; Antworten. — Tas literarische Echv. Halbnw-ratsschrift für Litera- turfmirtbe. (Begründet von bstr. Josef Ettlrnger. H-rrmlsaegeSen von Tr. Ernst Hestborm) Verlag: Egon Fleisthel L Co^. Berlrn W 9. Das 1. Juniheft ist weben mit folgeudenr Inhalt erschienen: Jvsef.Winckler: Ter Dichter Jakob Kneip: Hans von Hülsen: Waten-Tämlnerung; Max Meyer selb: Wenn Diplomaten schreiben; Ludwig Geiger: Tie Duplizität literarischer Ereignisse; Hanns Iahst: Tie Nordlandbücher; Fritz Behrend: Saphir als Begründer des „Tunnels". — Echo der Bühnen — Echo her Zeitungen — Echo der Zeitscha-iften — Eck-o des dlnslandes — Kurze Anzeigen. An meinen: Kopfe trag ich Haare, Bald borstig, kurz, bald lang und weich. Im Alter werd' ich oft ein Kahlkopf, Man pensioniert mich dann sogleich Doch habe ich den Kops verloren, So bin ich wieder neu geboren. Nie bin ich auf dem Lande zwar. Im Wasser aber immerdar. — ß. (Auflösung in nächster Nummer.) Ausiösung des.Homogramms in voriger Nummer: V F E Paris Frost Bisen s t n Schriftleitung: W. Meyer. — ZwitlingSrunddruck der Brüh l'fchen Nn'v.-Bnch- und ZLeinvcufterei. R: Lange. Gie: m.