Flieger über London. Eine Londoner Erzählung ans den Spätherbsttagen 1918. Bon Justus Schoenthal. (Fortsetzung.) „Das ist-" Aber er beherrschte sich und quälte sich, mühsam lächelnd, die Worte heraus: „Das letzte Angebot mutz ich entschieden ablehnen. Aber ich will versuchen, über die 100 000 Pfund Schweigegeld — so habe ich wohl rocht verstanden — nachzudenken und bitte um eine Frist von — sagen wir drei Tagen." Der Herr des britischen Kriegsamts preßte die Lippen zusammen. „Versuchen Sie beileibe nicht, zu entfliehen! Vollkommen unmöglich! Ich lasse ständig Ihr Haus überwachen, Lebend kämen Sie nicht heraus! Und bedenken Sw eines: Wenn Sie ablehnen, kann ich Ihnen das Leben nicht erhalten." Longfords Haltung straffte sich aufs neue. „Ich glaube noch imnrer, daß Eurer Exzellenz noch weniger mit meinem Tode als mit der Vermeidung eines Skandals gedient ist." „Wissen Sie es so bestimmt, daß es einen öffentlichen Aufruhr geben wird?" fragte der Minister mit gekünsteltem Gleichmut. „Ganz bestimmt!" — Er schloß seine Briefmappe aus und wies auf das zusammengerollte Kopierbuch. „Und glauben Sie iur Ernste, mich mit Papier schrecken zu können, das Sie in Ihrem Schreibtisch verschlossen halten und das mir durch die erste Haussuchung in die Hände gespielt werden könnte?" Longford lachte. „Seien Sie unbesorgt. Die Urschrift liegt wohlverstaut an einem sicheren Orte und" — fügte er in übermütigem Torie hinzu — „bei jemand, der davon Gebrauch zu machen wissen wird, wenn die Stunde kommt. Wie gesagt, Exzellenz mein Leben steht vorläufig in Ihrer Hand; aber ich lveitz meinen Kopf sicherer denn je zuvor auf meinen Schultern sitzen." Der Minister erhob sich. „Ich will Ihnen diese Ueberzeugung nicht rauben." Es klang sehr überlegen, wie ier das sagte. „Leben Sie wohl!" M Eine steife Verbeugung, und er schritt zur Tür. Dort wendete er sich nochmals um und drohte streng mit dem Finger. „Sie werden das Haus nicht verlassen, wohl gemerkt! Schützen Sie einstweilen Krankheit vor!" Jln nächsten Augenblick war Longford allein. Er lächelte sein und setzte gemächlich seine Stummelpfeife in .Brand. Dann lehnte er sich mit Behagen in den Großvaterstuhl und zog das Kärtchen hervor, das ihm die Mvrgenpost gebracht. Er überlas die unverfänglichen Zeilen noch einmal: „Für Ihre bisherigen wertvollen Bemühungen in der Uachlatzsache meines Onkels danke ich Ihnen bestens. Am Donnerstag oder Freitag abend wird Mynheer van 3. In dringenden Geschäften nach London kommen: ich habe iyM Ihre Wohnung angegeben und persönliche Grüße für Bk aufgetragen. Sie tverden ihn also wahrscheinlich in den nächsten Tagen sehen. Mit den herzlichsten Grüßen von uns allen Ihre dankbare Ilse DrovV. Er lächelte zufrieden in sich hinein. „Mynheer van Z. . . .!" flüsterten seine Lippen. „Mynheer van Z. . . .! Also so eine Art fliegender Holländer!" und er summte die Melodie des Spinnerlied- chens aus dem Fliegenden Holländer vor sich hin: „Summ und brumm, du gutes Rädchen, munter, munter, dreh' dich um . . 14. Kapitel. Entsiegelte Geheimnisse. Der Minister aber fuhr in tiefen Sinnen zum Kriegs»» amt zurück. E!r war nicht klüger denn zuvor. Nur eines wußte er. Dieser Longford oder wie er heißen mochte, durfte nicht leben bleiben. Sein Leben bildete eine stete Gefahr für das Bestehen des Reiches. Wenn nur . . . wenn nur der gefürchwte Skandal nicht wäre! Der Skandal war schlimmer als der Tod dieW Menschen. _ ' Ob man ihn nicht vielleicht doch fliehen lassen sollte? Aber würde er drüben in Deutschland reinen Mund halten? Würden nicht die Zeitungen sich um jede Silbe aus seinem Munde katzbalgen? War er stark genug, die persönliche Eitelkeit zu bekämpfen? Nein, gewiß nicht! Er würd« sein Ehrenwort geben, zu schweigen und würde es brechen, brechen müssen. Denn er war jung und hatte gerechten Anspruch aus die öffentliche Anerkennung, zumal er gänz Gng> fand übertölpelt hatte. Mer was wußte er von diesen Den-» scheu? Sie >wcrveu ja ans anderem Holze geschnitzt. Ihre Ls- bensanschauung ivar anders, der ganze Denkvorgang voE- Zog sich anders bei ihnen. Ob sie besser waren? — Vesser? Warum nicht gar? Sie waren nicht besser und nicht schlechter. Nur -anders! Sie vernachlässigten die Deinen und nächst- liegenden Ziele und handelten nur unter der Hypnose des letzten und höchsten Zieles. SWchvandler waren sie, große Kiüder, die in ihrer Unbekümmertheit ohne Klügeln und Wägen Und Zaudern das Rechte trafen, Leute, die arbeitete« Um des Werkes willen und aus Freunde an der Arbeit, niM um sich hinterher eine Rente zu kaufen oder andere für sich arbeiten Zu lassen. Sie waren unberechenbar. Und doch und trotzdem! DiÄs Land mußte vom Erdboden verschwinden! Wußte! . . . das heißt, wenn erst die Möglichkeit des SkanbM beseitigt war. ISS - „An einend sicheren Orte woOv^vstant, bei jemand, der davon Gebranch! M machen' Missen wird . . ." Sollte er die jährlichen Papwve bei dein sozialisttschen Anwalt Burn- l hinterlegt habm:? Mer welchen Gebrauch konnte er v^on machen, wenn die Stunde gekommen war? Er würde der ,Mbonr Post" üb-ermitteln, und die würde ein un- ftes Sätzchen sagen; ein paar Leute würden darüber -m, und die ernsthaften würden zur Tagesordnung über- n; die gewerbsmäßige Skandalsucht dieser Art Presse ja kaum ernst genommen. Und das wußte ein so Wäger Mensch wie dieser deutsche Offizier wohl auch. Nein, es' gab nur einen Ort, wo die Papiere ^ liegen Tonnten, bei Lord Sonthriffe. —i J!a, werm der Zeitunas- rbnig in den zahlreichen von ihm abhängigen oder chm ftmstwie gehöriger: Blättern davor: Gebrauch machte, dann war der große Skandal fertig. Dann konnte er sein Porte- Anille abgeberr, dann War er eir: Verfemter, ein Geächteter. Am besten, ar schösse sich eine Kugel vor den Kopf. . . , MÄ» Longford war rvvhl lauge gerrug Gast im Hause des Lords aÄvesen, um zu wissen, welche Fvende den: Zertungs-- Bvnig eine solche Veröffentlichung gemacht hätte. Der Magen hielt vor dem Kriegsamt. Ohne die Grüße der Diener dankend zu erwidern, Mnrtte die Grzellenz die Treppe hinauf. Den Sekretär tm BorvMm seines Arbeitszimmers beschied er zu sich. „Mngeln Sie sofort Ar: Lord Sonthriffe hinüber! Sehen Dl« mich nicht so töricht an, jawohl, zu Lord Southriffe, Und gmx ins Geschäftshaus. Ob ich ihn in einer dringenden Angelegenheit sofort sprechen könnte . . . Versteht sich, in seiner:: Verlagshans. Die Wohnung betrete ich nicht," murmelte er 'hinterdrein. Er schritt hastig auf urtd ab . Die Antwort ließ nicht lange auf sich rvarten: Lord Bünthrifse lvürde sich freuen, Exzellenz bei sich zu sehen. Eine Viertelstunde später hielt der Wagen des Mnisters ttor dem Haupteingang des Sonthriffeschen Verlags. Es War eigermich nicht ein Haus, es war ein ganzes Viertel, daS da von den Blättern des Zeitungskönigs' mit Beschlag belegt worden war. Anfalls rnochte es wohl nur ein Haus gewesen sein. Aber die stets wachseirde Musdehnung des ^twebes hatte bald den Llnkauf der Nachbarhäuser, Neu- grüiwungen und Erweiterungen, schließlich der: Erwerb des S StraßenzNges gnd Hänservierecks erforderlich ge- Das Ganze bot einer: unfertigen Eindruck. Die Ern- Peit der Fassade fehlte, und die grellen Reklame- KhMrer, die Bogenlarrchen und Lichtreklame:: wirkten störend |St> verwirrerw. Trotz des scheinbaren Wirrwarrs war aber M-es Wohl geordnet. In der Toreinfahrt, die der Minister jetzt betrat, stand ein Wegweiser. „Zur Arrzeigerwerwaltung II. Eingang. Zur Deschäftsleitung III. Eingang. Zur Zeittmgsansgabe II. Hos. Mrschinenfaal I. Hof (kein.Eingang.!). Btnchhaltnrchl 1 Treppe. Gchriflleitung 2 Treppen.^ Zeitungs bestelln.ng I v. Eingang. 8 Treppen. Berlagsoberlei tung (nur nach vorheriger Ärnnel- dmrg) 1 Treppe. . Das Letzte war's, was die Exzellerrz suchte. Ein paar Stufen schritt er hinan ruck) öffnete eine Glas- Tür. Ein grüngekleideter Diener erhob sich von feinem Hocker. „Wohin, bittet" fragte er ohne allzu große Freund- Achkeit. Der Minister war starr. Es gab also JÖöute in London, Leute in untergeordneter Stellung, die nicht vor ihm in Ehrfurcht erschauerten. „Ich bin zu einer Besprechung von Lord Sonthriffe gebeten." Gr betortte das „gebeten" sehr, Um sich wenigstens einiges Ansehen zu verleihen. — Ms den Diener übte das keine sichtliche Wirrung aus. ,Mne Treppe höher. Im Anmeldezirnrner erhalten der Herr Bescheid. Der Herr kann den Fahrstuhl benützen." Der halbwüchsige JUnge, der den Fahrstuhl bediente, Gar höflicher: er aeleitete ihn zUm Anmeldezimmer und öffnete sogar oie Tür vor ihm. An einen: Tischchen im Anmeld ezirntner saß ein Diener, mit einer Registrierarbeit beschäftigt. Er erhob sich! ge- >. ÜWN wünscht der Herr gemeldet zu werden?" „Lord Sonthriffe hat mich zU einer Unterredung gÄ« beten. Hier ist meine Karte." , l Mer der Diener besah! die Karte nicht. „Wollen sehen, ob Mylord im Hause ist. Will der Herr nicht einstweilen Platz nehmen?" Die Exzellenz sah sich im Zimmer urn. Außer chm warteten noch zwei Herren und eine Dame. Sie sahen au dem Tisch in der Mitte des recht geräumiger: Zimmers und lasen teils zerstreut, teils aufgeregt in den aufliegenden Zeitungen und Zeitschriften. . ,, Der Raum war behagliche und geschmackvoll eingerichtet;, die Wände waren mit dunkelgebeiztem Holze. getäfelt. _ Vervollständigt war die Einrichtung durch! einige Oelbilder; es schienen Originale niederländischer Meister zu sein. Lln den beiden Schmalseiten des Zimmers standen sich! zwe: alte! Schränke gegenüber. An der Fensterwand hing in einfachem Holzrahmen eure riesige Photographie: Aufnahme des ($0* samtpersonals zum 25;ährigen Bestehen des Verlags; wohl an 2000 Köpfe vereinigte das Bild. Der Drener trat wieder ein. Gr trat ar:f die Dame zu urrd überreichte ihr einen verschlossenen Umschlag. „Die Schriftleitung bedauert recht sehr," sagte er im Torle höflichen Mitleids. Jedoch die Dame war sehr unge- halten. . „Wer ich habe Ihne:: doch erklärt, niein Herr, daß ich..." „Ich kann Ihnen nur wiederholen: Die SchrifUertrurg bedauert!" erwiderte der Dierrer nun kühl i:nd ernst. Darin trat er zu einem der Herren, die bereits erwartungsvoll des Bescheides harrten. „Herr King läßt bitten. Zimmer 27 rechts der: Gang hinauf!" ' . Der Herr rafftfe beglückt Ueberwurf, Hut urw Mappe zusammen urw entferrtte sich eiligst. Auch die Dame verschwand, den Brief noch immer :n Händen halterw und erregte Worte murmelnd, deren nio- mand achtete. Dann sah der Minister der: Diener auf sich- zukommen. Sehr würdevoll benahm er sich, als er sagte: „Lord Sonthriffe läßt Exzellenz bitten, noch einen Augenblick zu verzeihen." Der Herr des Kriegsamts rückte gnädig, und der noch wartende Herr staunte flüchtig zu ihn: hinüber, bekümmert« sich aber nicht weiter um ihn. Der Diener nahm seine Registrierarbeit wieder auf. Am Fenster stand der Minister und blickte gedankenlos in den Hofraum. Bon mehreren Lastwagen herab würden soeben große, viele Zentner schwere Rollen weißlichgrauen Papiers in den Keller hinabverladen .... Fort und fort fluteten Leut« mit großen Und kleinen Päckchen, bejer gcklci ete und Leute in Arbeitsblusen, Männer und Frauen über den Hof. Es war ein ewiges Kommen und Gehen und sah von oben reichlich zwecklos aus ... Er blickte nach rechts hirmber in ein riesiges Sa!alfe::ster ruid sah> an langen Tischen fertig gefaxte 'Zeitungen liegen und ernsige Frarrerchände danüt beschäftigt, sie abgezählt in kleinerer: und größeren Packen den zumeist jugendlichen Verkäufern auszuhändigen . . Uitb er begann plötzlich, die prickelnde Unruhe und jagende Hast, die von diesem häßlichen HÄrserviereck ausgrng, im eigenen Blute unangenehm zu verspüren. Wie ein Film rollten sichi die Bilder vor ihm ab, und dazu erdröhnte das^ .Haus von einem unerträglichen Lärm, den: taktmäßigen Stampfen der ungeheuren Rotationsmaschinen, die beharrlich die Riesencmflagen der Sonthriffeschen Blätter hinaus- spier:. 5oöchst sonderbar mUtete der: Minister dieses Getrube an; er verglich es insgeheim mit einen: ins Uebermenschliche vergrößerten Bienenstock. Er dankte seinen: Schöpfer, daß er kein Zeitungsmensch zu sein brauchte . . . Er zog die Uhr . . . Hier im Vorzimmer zu wirrten, war bei Gott auch kein Vergnügen. . . Man schien nicht überrnäßig zuvorkommend zu sein in diesem Hause. Er wäre gern nnglmdig geworden. Mer das hätte wohl an diesem! Orte wenig Zweck versprochen. Da öffnete sich auch! schon die Tür, und der Zeitung^ könig erschien auf der Schwelle. „Ich bin erfreut, Exzeller^ bei rnir zu sehen, bitte um BerzeihnrN, werm ich nicht sofort zur Verfügung stand, i ., . Diesen Dag werde ich rot in meinem Kalender anmerken. 167 sG FG- und Feier iM des Hduses Southriffe. Darf ich Sitten^ Itznd er geleitet den Besucher über den 'Gang in sein Zimmer. . , . Der Minister glitt in einen Sessel und stellte mit einiger Betrübnis fest, daß dies ArbeitsKi'mmer unstreitig gemütlicher eingerichtet war, als sein eigenes im Krieg samt. Der Zeitungskönig setzte sich ent seinen Schreib trsch und betrachtete den Minister mit unverhohlener Neugierde. „Exzellenz rauchen gewiß eine leichte Havanna? Es plaudert sich angenehmer." Der Minister nahm dankend an. „Das ist gewiß, — fuhr Southriffe fort, — eine sehr dringende und ernste Sache, die Exzellenz zu mir führt?" „Das ist es allerdings," bemerkte der Minister hart, und zerzauste seiner Gewohnheit gemäß die Wildnis seines -Schnurrdarts. Er machte e-ine Weine Pause, sah sein Gegenüber finster an, als wollte er den Lord einschüchtern, und begann dann wieder: „Ich bin nämlich einem ganz fürchterlichen Verbrechen auf die Spur gekommen, einem Hochverrat, wie die Geschichte seinesgleichen nicht kennt. Und Spuren davon führen sogar —l —ich bitte, nicht zu erschrecken-sogar zu Ihnen." „Zu mir?? Wollen Exzellenz nicht deutlicher werden?" „Gewiß. Gerne .— Zu diesem Zweck"-er atmete tief 'aus und sagte auf gut Glück-„zu diesem Zweck werden Sie mir die Papiere aushändigen, die Ihnen Hauptmann Longsord zur Aufbewahrung übergeben hat." Lord Southriffe ließ sich tatsächlich überrumpeln. i „Wie? Hat er Sie vielleicht dazu ermächtigt, diese von mir einzufordern?" Der Minister lächelte zufrieden. „Das nicht. Aber ich weiß, daß Sie Papiere besitzen, die für diese Verbrechergeschichte von hohem Werte sind." ,^Jch bedauere, Ihrem Wunsche nicht entsprechen zu können. Diese Papiere werde ich Euer Exzellenz nicht ausliefern." „Und warum nicht?" „Weil ich dem, der sie mir zur Aufbewahrung übergab, das Versprechen ab leistete, sie nur ihm selbst zurückzugeben oder nur mit seiner Genehmigung zu öffnen und nach Gutdünken zu verwerten. Und ein Lord Southriffe hält sein Wort!" „Auch einem Lügner und Betrüger gegenüber? — Es ist erwiesene Tatsache, daß ein Betrüger Ihre Gastfreundschaft mißbraucht hat." „Das vermag ich nicht zu entscheiden. Aber selbst wenn andere Leute sich gegen mich nicht vornehm betragen, so gibt das mir noch lange kein Recht, ei!n gleiches zu tun, —1 es müßte denn sein, daß —" Er hielt inne und sah seinen Besucher durchdringend an. „Es müßte denn sein, daß —" ermutigte dieser. „Daß in der Tat höhere Interessen im Spiele ständen," vollendete zögernd der Lord. Und mit einer Stimme, die keine:: Widerspruch duldete, erwiderte grollend der Minister: „Steht Ihnen das Interesse des Staates, die Gefahr, in der das Reich schwebt, nicht hoch genug?" „Es ist nicht bewiesen, daß das britische Reiche bedroht ist. Vorläufig höre ich die Fugen noch nicht krachen." „Ich habe Beweise . . ." (Fortsetzung folgt.) Coucy. Von.Reinhard Meer. ' (Nachdruck verboten.) Nun stand bet- Name Meder in Ludendorffs Heeresberichten: Eoucy-le-Chateau. Man kennt ihn aus Uhlands Balladen, den Ritter von Eouey, „der so zärtlich Lieder girrte" und dessen Herz der Dame von Fayel als Sperse vorgesetzt wurde. Der schöne Fleck Erde, wo er seine sehnsüchtige Liebe zu. Grabe trug, ist wieder kampfnmklirrter Boden... Ein Stückchen Deutschland mitten in Frankreich, ein roman- tischer Traum in der stählernen Realistik der Westfront, das war uns Coucy-le-Chateau. Es gibt da einen Flnß, die vielgenannte Ailelte, und die ist eine französische Schwester der Nahe oder des ofterm Neckars. Es finden sich Straßen und Plätze und Häuser und Durchblicke, die beinahe nach Rotheitbnrg pb der Tauber gehören könnten. Und ein« Burg trotzte da in den Himmel, die in ihrer Neckenhastig-, fett an die Feste Königstein feit Taunus und an die Weinsberger Weibertreu anklang, aber beide an wehrhafter Starrköpfigkeit und Wucht der Formen noch sehr übertraf. Mim: mußte schon recht weit gehet!, um etwas Aehnliches zin finden — Erinnerungen an di« mächtige Olassburg, eine Schivedenfeste, hoch im Norden bei dem Amtischen Seebad Nyslott, wurden in mir bei ihrem Anblick wach. Doch ich wußte: auch in Deutschland hast du einen Orr gesehen, der ohne an die Großartigkeit von Eoucy heranzureichen, diesem doch Mnz auffallend ähnlich sieht. Erst fiel später fiel mir's ein: Wimpfen am ^Neckar! Es ist ein verzierlichtes Eoucy. Tie Aehn- lichkeit geht so- weit, daß beide Ojrte in zwei getrennte Gemein-, wesen zerfallen, eitles auf dem Berg, dörstich, burggeschützt, eines im Tal, etwas städtischer gefärbt, kirchentiberragt. — Doch ich will geordnet erzählen. Das ist nun mehr -als zwei Jahre her. Wir fuhren nach Couch an dem Tage, als sich an den Büschen die ersten Kätzchen zeigtet!. Tenn damals ivar der Ort die friedlichste aller Weinen Etappenstädte und ein beliebtes Ausflugsziel für Frontoffiziere, die einmal für ein oder zwei Tage der Feuerzone den Rücken kehren durften. Ein warmer, föhniger Wind- blies über die französische Landschaft hin, graue Wolken mit spärlicher: Sonnen- fenstern am Him'mel sagend. Unter diesem Wind und diesen Wolken lag verschüchtert das Stückchen Deutschland, dem unsere kleine Reise galt, durch einen Ring von Wäldern von Frankreich abgetrennt. Wir hatten unterivegs das schläfrige Ehauny, die typischste aller Etappen, besucht, wäret: am Jolembray vorbeigefahren, das wir jetzt toieder genommen haben und in dessen waldverborgenem! Grafen schloß während der ersten Kriegszeit Klucks Armeeoberkommando Quartier gehabt hat, und sähen nun hie Burg- von Eoucy nns den Weg verlegen, herrisch, wie xs einst die Insassen des Schlosses Katisl-euten und Ressenden, aber auch Fürsten und Königen gegenüber gepflogen haben sollen. Die sparen ein hartes, trotziges Geschlecht, unähnlich dem von Uhlattd besungenen Liebesrittsr, der wohl ein wenig aus der Art geMagen war. Kein zärtliches L:e- dergirren — wein, anders klang die Weise, die sich Gguerand der Dritte, der Erbauer der Burg, auserwählt: „Ni roi, n: duo, ni prince je suis — Je suis le Sire de Couch!" Nicht, Kön:g, nicht' Herzog, nicht Fürst bin ich — Ten Sire von .Eoucy nennt man mich!" Tiefer Wappenspruch des Eguerand (zu deutsch: Jngraben) kennzeichnet ihn und sein stolzes Schloß. Aus grünem Hügel ragt ein Rechteck mächtiger Mänern, landbedrückAid, an den vier Eck«: von starken Rundtürmen istankiert; Bastionen und Wälle griffen nach 'dem Bergdorf Eouscy le Chateau hinüber, dieses n:it einer festen Mauer unrklamm!ernd. Inmitten des .so beschjirnrten Bezirks aber stand der riesige Mauerklotz des Bergfrieds, ein Turm von einer Stammt gkeit nnd Wucht der Formen, die geradezu phatitastisch wirkte. Tas ganze Schloß, aus ern-ern Guß geschaffen, rvar Ausdruck nnd Symptom eines ins Maßlose gesteigerten feudalen Selbstbewußtseins, das denn auch den französischen Königen die härtesten Nüsse zu knacken gab. Mäzarin ließ es als Hochisitz des Aufruhrs zerstören bis auf den Bergsried, dessen sieben Meter dicken Mauern man nicht beikom'Men konnte. Biollet-le-dnc hat den Turmklotz, der Kr die Ewigkeit gebaut schien, wieder ausgebessert und mit neuen Treppen versehen. Jeder Ersteiger des Turmes war ihm wohl dafür dankbar; denn mian genoß'da oben, windumweht, eine Aussicht, die in ganz Nord- nnd Ostsrankreich nur wenige ihresgleichen gesunden haben dürfte. Man genoß . . . Ter Tnrmklotz steht nicht mehr. Was Mazarin nicht konnte, hat das Dynamit deutscher Pioniere vevrnocht. Bor einem Jahr flog der scheinbar unzerstörbare Bau in Trümmer, vor unserem Rückzug auf die Siegfriedsstellung. Hartes, eisernes Gebot militärischer Notwendigkeit. -Eoucy- kan: dicht hinter die neue französische Front zu liegen — da mußte dieses Bollwerk fallen. „ Der Ort Eoucy-, der Burg vorgelagert, trug bte L puren stärkster, straffster Hörigkeit und wägt sie wohl noch heute: so anmaßend das Schloß, so bescheiden das Dorf — aber -in aller Bescheidenheit doch der Anmut nicht entbehrend, die.so viele französische Nester aUszeichnet. Und inmitten aller Kleinheit und Aermlichkeit noch eine köstliche Perle: das Haus -der Gräfin d'Estrees, Geliebten Heinrichs des Vierten von Frankreich, ein Schmuckkästchen feinsten Geschmacks. Tas .große, saalartige ZiMmer, in dem sie ihur einen Sohn geboren, ließ er, ihr zum Tanke, mit wundervoller dunkler Täfelung und reichen Schnitzereien .ansstatt-en. Jetzt gehört das Haus einem ehemaligen Küchenchef, der sich- in einem Pariser Schlemmerlokal ein -Vermögen erkocht hatte. Ter Gräfin d'Estrees Bildnis — schwarzes Samtmieder, goldenes Haarnetz, — schmückt die Wanjd des holzgetäfelten Saales, die Frau des Kochs.— ausgeschnittenes gelbes Wendkleid mit Puffärmeln — hängt in Lebens-, große über der TreppenbiegUng. Hatrs und Garten dienten ^ — damals vor zwei Jahren — deutschen Offizieren als Erholungsheim. Damals .... . . Ein Stückchen Deutschland mittet: in Frankretch, e:n rornan- tischer Traum in ^der stählernen Realistik der Westfront, das war uns Eoucy-le-sChateau. ^ ^ , Nun stand der Name aufs nette in den deutschen Heeresbertch-, ten; wir haben dieses katnpsnmKirrte Stück Erde wieder. Aber Couchs Krone ist gefallen, di« Ballade vom Schloß Eoucy aus- g-esnngen. Ein Trümmerhaufen als Siegesetappe: „Coucystans- Ehatvcu." 168 Die lichtscheue Dame. Bon Professor Max Meijger, Lübeck. Aus Paris kommt die Nachricht, daß der vielgeleseue Rourar«- schnftsteller Georges Ohrret starb. Ei.ves seiner neueren Werke war der Roman „Die lichtscheue Dame", der tm 1 Jahre 1.900 erschien. Wir hätten keine Beranlafsung, heute diese „lichtscheue Dan«e" iwch einmal mit dem ScheNOverstr der Oefsentlichkeit zu bestrahlen, wenn das Buch nicht einige für die heutige Zeit recht iverwolN Bekenntnisse und Enthüllungen des damaligen französischen E«n-p- finL«öns und Denkens enthielte. Den Kernchnnkt des Romans bildet die iomtderbare Erfindung eines französischen Derrersls. Es handelt sich um einen neuert Sprengstoff dorr ungeheuerlicher, nicht mrszudenkender Wirkungs-- fmft. Das' erste Kapitel spielt im Kriegsministerimn'. Das Haus des Generals ist in die Lust geflogen und der General mit ihm. Dmch die ifikvvrfi-Mgkeit eines unheimlichen, geheinlnisvollen Verbrechers, der. sich in den Besitz des Sprengstoffes und des Rezeptes z-u seiner Herstellung fetzen wollte. lieber den Sprerrgstoff berichtet der Vortragende Oberst bem Knegsminifter: „Rehmen Sie die hundertfa che Wirku »r g des Pulvers au, womit wir unsere Granaten laden, bann mag etwa die Sprei'gfrast 'herauskvmmen, die bem! im Laboratorium des Generals entdeckten Zündsioffen imreroohnte." Und der Kriegsminister erimrert sich: ,/Ta, ja . . . Er tvar einer Entdeck!!ng aus Sec Spur, die imseren Geschützen eine derartige Ueberlegeiiheit^ gesichert hatte, daß unsere militärischen Stellungen fast un-angreifbar zu nennen sein würden." An anderer Stelle ersahuM lvir, daß mit dem neuen Pulver schon Versuche a« «gestellt rvaren: „Panzerplatten von Siemens-Stahl 0,30 Stärke wurden durchlöchert wie Papier." (!!) _ Nicht nur für Kriegszwecke sollte das Sprengmittel Berioenduug finden, sondern auch zur Kvasterzeugung überhaupt. Kriegsschiffe sollten keine KoUen mehr Meppen müssen und dafür um so mehr Geschütze und Bemarmirng mitführen können, die Lokomotiven sollten um den Tender erleichtert «Verden, die Entdeckung sollte die ganze froMösische Industrie umc^estatten. Bei dem Werbvechen, der«« der General und sein Haus Ätmii Opfer fielen, hatte eine Frau die Hand ün Spiele, eine „wnuoep« schöne Polin". „Seit einem Jahrhundert sind alle Intrigen auswärtiger Politik bei uns durch Frauen geleitet morde n", bekennt ein Franzose an anderer Ter Oberst ans dem Krie-gsmüsisteriM«' erklärt dem Unter- fuchnngsrichcher, daß Deutschland und Oesterreich nach den Eruüttlmrgen des Kriegsueinisterimns an dem Bersuch, sich der Erfindung zn bemächtigen, nicht beteiligt seien. „Ule unsere ^Gewährsmänner find einig in diesein Punkte. Sei! der letzten SpiMageepisode haben die verbündeten Riegierungen ihrer«. Agenten die gröUe Zirrückhalriirrg auserlegt. Wenn überhaupt die Politik hineinspielt, so kann der Versuch nur auf englische Rechnung gemacht «norden sein. Es ist Ihnen «voW bekannt, daß die Engländer sehr veraltetes Geschr'ltzrrmterial haben und sie nun alles aufbielen, zeitgemäße Ausrüstung zu schaHsn. Da es dieser« Krärrierseelenj viel näher liegt, Erfindnngeu. zu ka««fen, als zu nmcher«, scheint es nicht unmöglich, daß der Auftrag vor« dort aus ging. Selbst- verständlich 'würden sie die Mittel, deren man sich bedient hat, mit Entrüstung verleugnen, -der Schein gilt ja dort alles. Mdn kann so schlecht sein, als man will, \mtn man nur äußerlich ehrbar cmftritt: sie rwnneu das Anstand, «vir Heuchelei . . Hier wollen wir aufhören! Dieses Bekerrnttris, das George Ohnet, der beriihnrte Ronmrp dichter, — sicher aus dem Herzen seiner ganzen Nation heraus —. abgelegt hat, liest sich heute mit besonderen Geftihlen. Also so hat Frankreich damals schon die 'heutigen „touajngebenderfl und „beherrschenden" „Freunds eingeschätzt! Büchertisch. N.L.C. 5p. Kalkofss Historischer Wahlatlas der deutschen Parlament«. Bon einem großen, bisher einzig dastehenden Werk liegt der erste Teil abgeschlossen vor. Es handelt 'sich imr euren, historischen. Wählattas der deutschen Parlankenle> graphische Darstellungen der Parteien in den Parlamenten des Deutschen Reiches, bearbeitet U««d hecarcs gegeben von General- Preußische Ab geordneten Hans 1863—1918, Tafel 1 und 2 werden die Darstellung des Deutschen Reichstages bringen, gesondert nach Preußen den. übrigen deutschen Bundesstaaten. Der Preis der Preußen-Tafel beträgt 4 Mark. Die graphische DarsteWung ist Werfichtlich in Wandallasform zusammen gestellt, so daß man sie bequem als Wandtafel anbringen und vor Augen haben kann. Sie enthält in vier Reihen die preußischen Provinzen und g«bt in der letzten Abteilung eine FarbeneMäKwg. Jede einzelne Pmckei, die im Laufe der Jahre in«. Preußische«« WgeordnetenHause auh- getvsten ist, hat ein besonderes Farbenzeichen. Dieses Zeichsr ist in die einzelner!. Jahrestafeln, die, fortlaufend nach ProvirrM» geordnet vom Jahve 1866 bis zur letzten Session 1918/18 außevo-rdentlich arrschaickiches Bild der Vertretung vor AatzM bot die dem Wahlkreis im Abgeordneten haus zuteil gÄvarEm? «st. Man übersieht sofort das Vorherrschen dieser ober sener Pmcks in dieser oder jener Provinz und hat auf den ersten Mick eiwÄ Begriff von der Entwicklung und beni Bestand der eiuzcLwM Parteien. Das Bild wird dadurch vervollständigt, daß jddes em- zelne Faröentäselchen in schwarzem Aufdruck den dtamen des Ad- gsordneterr trägt, der den betreffenden Kreis vertritt. Es ist 8|p jedem, der die graphische Tafel vor Augen hat, ein leichtes, für jefce Legislaturperiode und für jeden beliebige-« Kreis den M» geovM'wten und die Partei feftznftelkerr, in deren Besitz der kreis war. So ergibt sich neben der «llgenreiuen pLastycbrq Anschaulichkeit in- großen auch die Möglichkeit, im einzelnen jwM Kreis -auf Karteizugehörigleit und Abgeordneten zu verfolgen. — Bomben ; liegen. Lu stabe nt euerlichp Geschichte««. Bart Marti«« Lau«pe l. 3 Mark. Berlin, Verlag von August Re her. — Eil« köstliches Buch! Martin Lampeß em jmrger Flb^er- offizier vom Bombengeschwader, ist ein flotter Erzülster. S«st«e Skizzen attNA« Leben und WirllichSeit. — Der Völkerkrieg. Eine reich illustrierte ChronN der Ereignisse feit bem 1. Juli 1914. Herausgegeben von Dr C. H. Baer, Verlag von Julius Hofsiuann, Stuttgart. Heft 1163 u««d 164, Preis je 40 Psermig. — Daß die Kriegführuug der Engländer in mw.reher Hinsicht auffallende Besonderhettsn «mf- weist, ist im Laufe des gegenlvärtigen Weltkrieges mehr als zu Tage getreten. Diese liegen in der befv-nderer« Volks Kultur mw in dei« dormrs hmworgegangenen politischen nissen 'der Engländer. Bei den kleineren, ganz selbstLndigen Ms» nehmungen ist ihre charakteristische Kriegsarl stärker zum AdS- druck gekomnten, ««« erster Linie bei jer«e«r Expeditione«« im Dt»8Kt, die sich jetzt an U«i«fang und Bedeutmrg iu«imer iveiter auswack-rÄp Vor« diesen en khalttn die neuesten Hefte 163, 164 Hes^ „Völker frriqp ein« so eürgeheNde und gerade die irrteresstArten Seiten bervsr- kehrende Darsi!ell««ttg, wie sie diesem sonst als etwas ««ebemächfich angesehene«« Teil des großen Krieges andersiM km«««« gegönnt \ex&> Gie^errer Hausfranen-Berein. Kochanweifungen. Zuckerkuche««. 1 Ei, 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Milch. 8 Tassen Ätzeh!, 1 Backchrlver. Eigelb mit Zucker verrühren, das Uebrige hrnzufügen «i««d in einer Spnngform 20 Mkruterr backen, Hiiermls tvird der Kuchen aus dein Ofen genontmen, nrit dem leW zersichlagerren Eiweiß bestriche««, mit Bntterflöckchen beleal., e&t Handvoll Zucker darüber gestreut und uochmals etwa 20 Mmute»! gebacker:. B u t t e r st r e cker. 30 Graimnt Butter, Y* Pfund weiße rr-eu, geriebene Zwiebel««. Die Bu.rter roird mit den ZwiLDÄr« Kd- bräunt, die abgekochte««^ durchgestrichenen Boh««e«r gut damit taOM rührt u»«d das nötige Salz, hrnzargefügt. Birnen- oder P s l a u m e u s u p p e. Vier Zehr«tel Mr. getrocknete Bir««en ^ oder Pflauiner«, .2 Liter Magermilch Granrin Mehl, 1 Ei oder Ei-Cwsatz, elwas Salz ««uv Zucker Geschmack. Das Obst «vird i«r einer genügerrden Menge W enigewei cht urck am svlaerchen Tage t>ari.n abgekochjt. Aus dem M« den« Ei und der Milch .bereitet ««An Klöße u««d legt sie n« die kocha Suppe. Sind die Klöße gar, so Wird en« Eßlöffel Mehl mit fcs? Milch verrührt und das Ganze M«n Kocher« gebracht. Satz. Zucker wird nach Geschn«ack hinzu gefügt. Homvgramn!. B H m m H B m m i. Weltstadt. m m 9 m B 2. Temperatur. B m m m m 3. Metall, B m m Die Buchstaben A, E E E, FF, II, N N, 0, P P, 1 » 8 8 8 8, TT sind nach dem Muster obiger Frgrrr derart zu ord» nen, daß di« drei wagerechte«« Ngihen gleichlautend mit den senkrechten sind und Wörter von der beigefugten Bede««tung biKs«. (Auslösung in nächster Sttrmmer.) A«iflösur«g des Sllbenversteckrä'tsels in voriger Nirmmer. Die Nacht ist keines Menschen Frer«««d. Schristleitung: W. Meyer. — Zrvillingsrmrddruck der BrLhl'ichsn Nnw.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Ofleßm.