Flieger ober London. Eine Londoner Erzählung aus den Spätherbsttagen 1915. Von Justus Scho ent hat. (Fortsetzung.) „Aber warum haben Sie denn dann cmgeniommeit? 1 " Er kreischte auf. Seine Stimme klang düster und rauh. „Stellen Sie sich doch, einen Menschen vor, der irr einer Leichenhalle spazieren geht, mit dem festen Entschluß, sich in: nächsten Augenblick auf die Babre zu legen unb ins Jenseits zu entschlummern. Und in diesem seelischen Zustande begegnet der Mensch einem Mitmenschen, einem lebensprühenden Draufgänger, und der bläst von seinem Geiste ihm Odem ein. So ist m r gerade aut Vorabend meines Selbstbegräbnisses der Hauptmann begegnet. . .. Und dann habe ich am Rande des Grabes nochmals fiebernd nach dem lockenden Himmelsmanna Leben gegriffen. Aber was ich möchte, was ich im geheimsteil Hintergründe meiner Seele hoffte, — das ist ausgeblieben . . ." Er reckte die Arme schwer seufzend. „Wissen Sie, Lady Edith, was ich mir träumte? — Ein. Jahr lang möchte ich sorgenfrei gestellt sein, um während dieser Zeit ein Werk zu schaffen, mein Werk, etwas ganz Großes, Erhabenes, Gewaltiges. Nicht solche Zwitterdinge, die in jeder Zeile die zitternde Angst des Schreiben- den vornl Mißerfolg verraten, oder solche Alltagsware, die man mit Ekel und Abscheu für die große Menge zurechtfeilt . . . Nein, item, um schreiben zu können, so, wie ich schreiben möchte, müßte man frei sein, da mühte inan seine Vergangenheit toie eirr rtnreinss Hemd ansziehen und in einer Springflut der Vergessenheit sich wieder jung baden Wunen . . . Ja, ich war einmal ein feuerspeiender Berg, heute bill ich ein leergebrannter Krater." Seill Kopf fiel schwer aus den vor gestreckten Arm nieder. „Aber, James Atterley, seien Sie doch nicht kleinmütig. Sehen Sie, jetzt haben Sie so wundervoll viel freie Zeit. Jur Kriegsamt sind Sie gewiß an keineinTag länger als bis Mm Lunch beschäftigt. Dann können Sie arbeiten, soviel Sie lustig sind." „Mylady, Sie meinen es sicher gut mit mir. Aber jetzt im Kriege, finde ich noch weniger Sammlung als? sonst. Ich kann keine Beziehung zwischen mir und den: Krieg entdecken. Ich stehe dem Kriege wie einem unfaßbaren, mich angruseln- beu Rätsel gegenüber. Ich kann das wirklich Heilige, Große, Gewaltige, Erhebende, das die andern am Kriege rühmen, nirgends sehen, hch weiß nur, daß der Krieg die zur Methode erhobene Menschenschlächterei, eine hirnlose Raserei des Vö'kerlvahnsinns, eine Tragikomödie internationaler Tollwut ist ..." Edith schüttelte mißbilligend den Kopf. „Sehen Sie, von Carry Watton habe ich schon drei oder gar vier spannende Kriogsromane gelesen. Wenn Sie Ihrem Herzen einen Stoß gäben und einen oder zwei solcher Romane schrieben, hätten Sie plötzlich einen Namen und einen hübschen Haufen Gold und könnten schaffen, wonach Ihnen der Kopf stünde." Atterley beachtete den letzten. Einwand nicht. „Wie heißt die strebsame Kriegsdichterin, die schon drei oder vier spannende Romane geschrieben fyctt?" „Carry Watton," gab Edith etwas befremdet zur Antwort. „Nun, ich kenne die Dame Watton nicht," höhnte er beißend. „Sie kann trotz ihrer Fruchtbarkeit ein ganz anständiger Mensch sein. Ein Bekannter von mir hat schon 32 Krregsnovetlen verzapft urrd ist auch noch nicht eingesperrt." „Ach, spotten Sie nicht, Atterley, Sie haben es am wenigsten nötig." „Ja, da haben Sie recht," bemerkte er. bitter, „in meiner Lage hat man es wirklich nicht nötig, andere zu verspotten . . . Wirklich nicht. Aber selbst wenn das alles nicht wäre, selbst wenn das alles nicht wäre . . . wie soll man beim zur Ruhe des Schaffens kommen, wenn der innere und äußere Friede mangelt. Es ist nicht allein der Prozeß mit der „Labonr Post" und ihrem niederträchtigen Advokaten, diesem Bnrnham ; es laufen auch noch andere bissige Köter herum, die sich ein Vergnügen daraus machten, mir ans Bein zu springen oder mich wenigstens mit ihrem Geifer zu besudeln." Er schüttelte wütend die Fäuste und knirschte zwischen den Zähnen das Wort „Lumpenpack" hervor. „Auch das könnte man schließlich ertragen, auch das noch . . . Wenn man wenigstens ein Heine hätte, eine Burg, an bereit Schirmwehr alle Angriffe wirkungslos abprallten .... und nicht einmal das Hab ich mehr!" Er stöhnte, daß es ihr zu Herzen ging. Sie legte die Gerte fort und trat auf ihn zu. Leise strich? sie mit der Hand über seinen Scheitel. „Mein armer Junge? Mein armer Junge!" Er erfaßte ihre Hand und flüsterte leidenschaftlich mit wildznckenden Lippen: „Wenn man nur fort, fort aus diesem Morast des Ekels und des Widerwillens könnte! Nur fort! Gleichgültig, wohin. Auf eine einsame Insel, w!o einen nieumnd kennt/ wo keine Pcht mich erreicht, am liebsten dahin, wo man keinen von diesem Schurkengezücht mehr sehen muß!" Sie liebkoste ihn streichelnd. „Lassen Sie mich ein paar Tage Nachdenken, James. Ich will sehen, ob ich nichts für Sie tun kann. Vielleicht kamt ich irgendwo hundert Pfund zusammentromineln und Sie machen damit eine Reise in die Einsamkeit. Sie brauchen eine Erholung, armerA Junge!" Er küßte ihr in auswalleuder Dankbarkeit die Hand und zog sie ganz nahe an sich Iheran. Dann preßte er seine üinpen ans ihren Mund. 146 — „Edith! Edith!" raunte er bebend in ihr Ohr. „Hast du mich lieb, Edith, hast du mich lieb?" Sie küßte ihn leise auf die Mange, auf die Stirn und auf den Mund. Jubelnd umschlang er sie. „Du mußt mein sein! Du mußt mein sein! Darm kmrd alles gut. Ja, laß uns zusammen Wehen. Jrgeud- ND da draußen im Ozean wird eine einsame Insel sein: da Mollen wir den. Traum der ersten Menscher: vorn Paradies noch einmal träumen." Edith zuckte zusammen. Sie fühlte den gierigen. Atem seines Mundes. Sie empfand imangenehm den feuchten .Händedruck seiner Rechten, die ihre Linke umspannt hielt. Ihr Mund verzoa pch wre unter einem körperlichen Schmerz. Und sie entwand juch ihm mit einer geschmeidigen Bewegung Scherzend sagte sie: „Sie knicken mir ja meine unschuldigen EngelsMael entzwer." ^ . .Aber er achtete ihrer Worte nicht. Er stand aus und mH.ihr siegestrunken in die Augen. „Rein, kleine Schlange im Engetsaewand, jetzt entkömmst bu mir nicht!" U"d er eilte mit ausgebreiteten Armen aus sie zu. , Doch blitzschnell hatte sie den Tisch Mt schon sich und ihrr gebracht. ötc griff hastig nach der Gerte und hob sie Mim schlage: ' „Rühren Sie mich nicht an!" ( er fidb feige, als sei der Hieb schon niederqe- jaust. Mein wurde er mit einem Male, ganz klein. Und'er hob bittend die Hand. haben?"^^ ^bith, können Sie mich denn nicht mehr lieb Sie serrkte die Gerte. „Ach, schweigen Sie doch!" Da warf er sich vor ihr auf den Boden. Sie ^ wich weiter zurück und hob die Gerte wieder. . "H, ~ krächzte er mit schäumendem Munde — „schlag Mich doch! schlag doch zu, du Hexe, dir, du Vampyr!" Sie wandte sich von ihm ab, wie npan sich, von einem Spielpartner wegwendet, dessen Spielstarke man zuvor überschätzt hat. „Stehen sie auf, James Atterleh!" sagte sie kühl. „Sonst mu ^nne morgeii zur festgesetzten Stunde. — Keine Wider- rede, beste Dämels! Machen Sie schnell! Denn Sie müssen mich dann umkleiden!" Die Alte schlurfte auf ihren Filzpantoffeln zur Tür Uia i»+( t y tm ^ T ^ art "^ m Eiott! Um Gott!" murmelnd. Atterley hatte sich erhoben. Er verbeugte sich steif „Ich darf inich nuii ivohl enipfehlen?" „Bedaure, nein!" erwiderte sie schneidend. „Sie werden Hfilirt! 1 Olligplah begleiten. Wollen sehen, ob Longford we >!"'"' o mm ^ Een i lein an ist, fein Versprechen zu bre- ... „Mylady, meine Beziehungen zum Hause Southriffe im k Cn ^? 0 f, den Ihr Vater heute morgen erhielt, vrel zu klar iunnffe.ii, als daß —" ' ’ ' „Reden Si^ bitte keinen Unsinn, lieber Atterleh. Es r »re nur von Nutzen sein, wenn Sie die Lady Southriffe im Automobil zum Flugplatz begleiten dürfen. Verfügung"^ Augenblick leider keinen andern Herrn zur mir dne^Ehre!" ^ ^ ^^Muckte etwas wie „es ist „So. Nun warteii Sie hier ein Weilchen Tch merd- nur mit tzUfc der guten Daniels dies Engelsgämud mit einem Straßenkleid vertauschen." ^ Eine Viertelstunde später raste das Auto mit fchvetgenden Menschen dem Flugplatz entgegen. m (Fortsetzung folgt.) Goethes haar. Eine Skizze von Sv eit b Leopolb. In Weimar twhnte eine alter Warn, der Besuichi von allen zu re yen den Goetheverehrern erhielt. Er mohnte in dem alten, Haus neben dem „Weißen Schwan", m über der Tür eine s.afel angebracht ist, auf der geschriebeii steht: „Mensch, ärgere dich nicht!" Mi alte Mann war ein Sohn von Goethes Friseur, und er war der emzige, der authentische Haarlocken von hem aiqantischen Lichter urch Geheimen Rat besaß. Sein Vater hob nämlickk wra- itK,ltl er öei '- SöttlickM .Exzellenz das! nicht^ somvenig Laufe von zwanzig Fähren ivar das gars , . Die Haare vererbten sich auf deu Sohn, der deu Sckmn als Ul.n teuerstes Erbe bütete. Er erbte auch.Haar von Schiller aber war dann uuo nebenbei rötlich und erinnerte fast ' allzu 147 ^ ® rni ? !,,: ' schiöinb-süchtigen Dichter. Goethes Smat fö € Sr wohlhabend Mindernder Schatz-, ^55^, Mt.verriet, daß er auf dem hervorragendsten Haar- Hoden der Menschheit gewachsen war. ' ^ ^ Diese Locken wurden das Glück des Sohnes', sie waren im EA« der mrZWIx Inhalt seines Lebens. Sie wurden Zr iL Pretat, Ehre und Erinnerung an etwas übermenschlich Gvoßes, Gvttbegrradetes. Ans ihnen baute er ein langes Leben mit sernen Leiden und.Freuden auf. Deut alten Mann Duntm die ^.uyen noch mrcht werden, rwaut er die Schachtel öffnete der nun> Jahrhundert der reichste Segen eutguollen war' ^le Fremden nno vemererjten, dre kainen, um eine Locke baten, be- kanierr namüch «ne Locke, and wohin irr der Welt diese Haare er'nwr achten sre die Ajugeu betaut, Uiiachkn sie die Herzen. Goethes Haar? . Der gute, alte Mann hatte es nie übers Herz bringen können l£ ( £ ffÄÄS !?-> E, ; «" Stommhuch ein» j’ . ' uu Hwtjcn Liinueruiigen tuimw zii halten und. bruz-itt-ageii, zum Baterlarchstzesühl und zur Begeisterung für die ffw Hll 1 !! 1 * 1 "?' ff SElrksal die harte Notivendigkeit zwan- ge.i ,hn deswegen rm Lause der Jirhre zu allerlei heiligen Ben ting-ereren Wie rn aller Welt sollten die Haare sonst ausreichm? ^ . chre Locken itiAat ganz rm Allen mit fremden Ingredienzien !Äbst! der Pude! Jphigenia mußte sem Scherflein z.ii der schachtet beitragen, und das ivurde wirklich gar nickt so wenrg un Lause emer längeren Reihe von Jahren. Aus der Barckerstnbe kamen auch Btiträge, und auf diese Weise wurde die Schachtel niemals leer. Dutzende von Sammlern erhielten, was ihre Herzen begehrten. , > 'Me Lehrerinnen zogen jttm dannen, um Medaillons für ihre hlS%rtr& TClt \\ • n Barbrer und fernen Lohn, und mit Hilfe des Pudels und ter Barbierststbe nahm der Segen kein Eiche. .^er alte Marm maichte sich keine Geioissensbisse, denn er war ein Mmschmfreimd. Schließlich endete er selbst! damit, an dre uug-einischte Echtheit ferner Locken zu glauben. ^-ihe,. er liebte die Menschen, er liebte'den Pichet, ü[Wj m lem -varmes, großes, überflüssig großes! A -' ar auch se,n Gewissen gut und rein, denn ek nuschw mir Haare zum Besten der Menschheit. o rtt r m Grunde alle die anderen, die Bücher über S x'^'S ererben schrieben, dasselbe? Waren nicht Wahrheit und Dichtung untemauder vermischt? Welte nicht der gute luveck alles? ein paar Pichelhaare mehr oder weniger, wenn mir die Illusion zum Segen wirkt! Ein Engländer über Deutschland und Zrantreich. - Unser ReichManM', Graf Hertling, hat kürzlich in e,,rer Rerchistagsrede den Schotten Thomas Carlylc als Repräsentanten jener Engländer von ehenrals, die Deutsck^ land Gerechtigkeit widerfahren ließen, erivähnt. Ihm zur KU stellen ist der bedeutende -Geistliche imb Schvif'ö- steller Charles Kingsley (1819-1875). Er schrieb, im Spät- .onrnker 8,0 an seine Freunde Max Müller (Oxford) und Eiiarlev Bnnbury zlvei beiiierkenswerte Briefe, die Fragen der Gegenwart berühren rmd hier im AusMg folgen. Sie sind den Briefen und GedenMättern, die feine Gattin -G'rausgab, entnornmen und nach der lleberseüung von M. ch selbst und für Dem Vaterland an. Der Tag, welchen der lw-oe Bunfm (wir wissen, aus n-elcher Seite dieser Name heutzutage genannt wird!) tränenden Auges erbetete, aber dann erst ^wenn se-.n deutsches Volk auch reif dafür und bereit dazu wäre ist m- ommen, und stehe das deutsche -Volk mar bereit. Wahrlich, Gort ist gerecht und em Herrscher: tvas immer die Zeitlmqem gegenteiliges sag«: mögen. Meine.einzige Furcht ist, die Deutschen mochten an Paris denken, das sie doch, nichts angehen kann und viockm-n dadurch ihr Augmmerk von dem abrvenden, was sie mächtig angeht: die Wiedereroberurrg des Elsaß, ivelches ihnen gehört, damit der Franzmann auch keinen Fuß breit Land mehr am Rhemuser besitze. Aus dem Rhein ein Wort zu machen, ivelches teui Franzose mehr auszusprechen Gelegenheit findet, rnuß das VS*#* aller denkenden TeutMu sein und dies allein. Jeders- „bleibe ich. . . voll Freude und Hoffnung für Tentsch- Der zweite Brief lautet: *oft»h?!yL -p^r Worte über diesen furchtbaren Krieg. Ich SJS 'b paß tverm ich ein Deutscher wäre, es mir als Pflicht «egeii mein Vaterland erscheinen ückrdc, ulerneu letzten -Sohn, mernen letzten Schilling m den Krieg zu senden und schließlich s-Mt zu gehen, damit endlich geschehe, was geschehen muß, damit es werde, , daß es em zweites Mal nicht mehr nötig ist mvZ ntlr ^'Bch, die Rache aus meinckm HerA -ZJ* KP"«*' y* Tetttsch'mL feit zwcih,mLrt TtfÄ p .Ebgiengen, unruhigen Nation gelitten .hat, alle», was cs selbst noch tut letzten Krieg (Männer nni, ^Menigelitteil. hat.-obgleich die Deutschen das nicht pergessenz ^p^.^lwcr erlich.; es auch um ihrer Mütter und Tanten willerik mchl. veigessm dürfen. Aber der geioöhnliche Deutsch» hat ein Rechten sagen: Das Eigentum, das Lebeii, dü; Frtthech wom- "00 -tta.-re lang m Deutschlmid' bedroht, roeil es w zerstückelt Sl'sZt ^ te lranMscheii Könige haben stets die Zersplitlermig befördert, damit das Land ilin so sicherer das Soielreur ifvrtä SnvSw s‘ ber französischen Revolution hat ^ das Volk w le S ntendw und Handelnden, also die Armee und die gebildeten Gleiches getan. Das soll mm ein Ende haberl Wir ge'lk>mmbeit-n"?? üch in ithfcre-inneren An- ch.lhechn M mischen. Wir !vollen. . . es s& JOmn ^kr-eich noch den Namen dI den gegenwärtigen Krieg angeht,'so war er früher U Ä ^ Prosen sehnten sich daimch 1813—15 rachen niid nickst tmsseir, daß Deiitsckland tzK; Mcheu« glrnma für 1807 Rache otiwmmen S £5*'“ .PNfe mir iu .logen - umb zwar mttn- Tränen — wi[; kcjcr Krieg kommdir müsse, daß er Gott nur bitte ibn S" ^2 nt!le - n öu..lassen, bis TeutsMmid bereit sei und die Nach- wcmzo-stiwen Invasion überwunden habe. Er ist ge- lonimen und Teutfchlmrd war bereit. Hätte dock der alte smb^'Macht an dem Ort Harmagedon ttiil. whs. 1», 1b) wie er sie zu neimen pflegte nickt wie m fnrchrebe «uf^deutschem!, sondern auf französischeul Boden' aus- gesochlen wird. S-ve nrußte Lominen. Es tväre unrecht gewesen wenn cke Deut,chm zuerst angefangeu hätten. Wer als ck^Li^L z Ä WE die Tentsckm ewig blamiert gewesen wenn .FehdelMidschsiih nicht aufgenvmnmr hätten. Wenn einer r 1 ] 9 El semer Faust! vor dem Gesicht he rum führ r Ad EUi-al werde er Sie gründlich! durchbläuen und Sie seien W doch nicht im Ltarcke, ihm zu widerstehe,i — so wwd As ^ SMn^wiZ9ck^Ztt^E | att ' ruhig warten, ua - w ' wrrrlich fÄlt, ,ab-er er wird anck wie DentsMion^ sich vorsehen, bereit zrc sieüi für das, waHlsicher kommen m u ß >Preu- f;m «B lttm Slnttmmm rate Sünde imb einen LS zn machen,»« hätte es auf einen Angriff FmnkrE aÄÄnnen b? besonderv m der deutschen Geschichte tvelcke ich durck- lchnittlich bei den Engländerii beobachtete. Eüie plumpe Ignoranz oder eiu absichtliches Vergessen nicht minder der^ • ES? C ^ü Jahren über Grenzberichtigungen ansge- stlseu hat. )ln Kuiidgeoungen, daß her Schlag demnächst falteii LL' M £ »nt es gegen die Se^fÄf sK r' x 100 ^ geschehen ist, sanftmütig die andere Backe -auch darznbiete'n, inag reckst chriWich sein, wenn es einen Märrn alleine angeht; es ist aber höchst mchrisÜich, niFria^ Ä T'mr/ 1 9esen Frauen ünü Kinder, iind die noch! ungeborenen Nackstommen. W unterliegt keinern Zweifel, daß Frankreichs Sk ^1 wieder darauf gerechnet hat, Deutschland zu enhweim uhd aus den geschwächten Teilen eine leichte Beme zu ae etliche Törichte ihn einen dyna?ti- Bl Neynen w«l sre noch die veraltete Theorie im Kopse haben, — n ur König e fmgen Kriege an — so ist! das ein sack uunmhr. Er ist von deutscher Seite nicht dynastisch. Es ist die En f O ii n o ,ein es Volkes vom Höchsten bis zum Niedria- ststn, weck «S! m einem tieferen Sinn Volk zu sein anstrebt als TrhLtVlm KWW *" HWa TeEat'di« Vermischte-» B , Di e W ü hl- ode x Sche erma u s. Viele Garten in diesein Ja.hre sehr über den großen S-chaden, den dies« ^I^rratte an den Pflanzungen anrickstet. Tie'Wühl- I? ^ ixe Tarten Pflanzen der Beete ab, sie verzehrt namentlich frißt sie gern die Wurzeln der E rrff ä ' T i i0 daß die Bäume Eingehen, iw ^E. Gift ist sie nur sehr schwer zu bekämpfeu : mcr)lt - T-um Anbeißen verlocken. Uebelrieckende; Jjjf' l>lC liran ^ängc legt, veranlassen sie, nicht weit davon emen neuen Wohnsitz einziinehinen. Sicher töten kann sie firn em guter Schutze, nachdem er eine kleine Strecke ihres Ganges vloßgelegt und sich m nmmttelbarer Nähe schnßsertig auf die .Lauer gestellt hat; gewöhnlich dauert es dann nicht lanae, so schaut das Tier aus der Oefsmmg heraus und beginnt beit Bau -Lf ^ rt S rc, I' Ebvi sie nicht allzuschwer zu schießen ist. In neuerer! Z. it räuchert man die Wohnung der Wühlmaus und des Ham- sters aus wodurch die Tiere ersticken. Am Abcnd tritt man die Ausgaugslocher zu und sieht dann am anderen Morgen nach ivel- ckwi Ausgang offen und belaufen ist. Dahinein steckt man die 148 Hamster-Matrone, die an der Zündschninr aNgieHmnut wird, nn!d schiebt sie mit einem Stock so inert als möglich in den Laufgangj der Wühlmaus. Nach eirsigÄr 'Sefiucbest «ützündet sich die Patrone lrnd es tritt etwas Dampf aus der Erde am zugetretenen Loch. Um einen sicheren Erfolg zu erzielen, müssen alle Nebenaus-, gangslöcher sicher und gut verstppft werden, sonst entweicht das Gas. Co weit- rrNd Delicia-Hamster-iPiatrlonM sind in fast aller: Drogerien käuflich zu haben. Da wir jetzt im Kriege einen} Schaden an unseren Nutzpflanzen verhüten müssen, so empfiehlt es sich, bei der Vertilgung der Wühlmaus nicht erst alle Mittel Zu probieren, kmdevn sofort zum sicheren Mittel der AjuArMchermrgi derHöhlenwvhnung zu schreiten. Büchertisch. --- Hessische Biographien. In Berbindstikg mit Karl L s.s e l bo vn und Georg Lehnert. Herausgegeben von Her- rnann Haupt. Tarnrstädt, Gvoßh. Staatsverlag. Band 1. 1912 bis 1918. — Nach dreijähriger, durch den Krieg verursachter Verzögerung erschien soeben die vierte Lieferung der „Hessischest Biographien", di« den ersten Band abschlließt. In dem groß angelegten Sammelwerke sollen alle im neunzehnten Jahrhundert verstorbenen Personen Ausnahme sirrden, die dem Gwßherzvgtum seit seinem Bestehen (1.806) längere oder kürzere Zeit angehört urrd in Kunst, Wissenschaft, Industrie, im Staatsdienst, im öffentlichen Leben oder sonstwie sich hervorgstan haben. Auch geborene! Hessen, die sich außerhalb ihres Geburtslandes ffuen Nanten erworbenhaben, sollen, ivenn auch kürzer, darin gewürdigt werden. Besoni» bers wertvoll sind die den einzelnen Lebensbildern beigegebenen Liten ratur- und Schriftenverzeichnisse, die für v.eitere Forschnngert einen bequemen.Wegweiser bieten. Die BezugsbedingungM des Werkes sind sehr günstig: ein acht Bogen umfassendes Heft kostet drei Mark und bei Voaausböstelurng eines ganzen Bandes oder des ganzen Werkes 2,40 Mark, der ganze Band kostet 12 Mark. -- Ludwig Thoma, Altaich. Eine heitere Sommer- igsechich'te. Umschlag- rmd Einbandzeichnung von Karl Arnold. 1. bis 20. Auslage. Preis geheftet 6 Mark, gebunden 8 Mark. Verlag von Albert Langen in Mlmchen. Dm. beiden tiefernsten, ins Tragische ausnründenden Pvosaepön ,.Arrdreas Böst" fand „Der Wittiber" läßt Ludwig Thoma, dm man aus Novellen, Komödien und Gedichten als Meister des Humors kermt, irr „Mt- aich" seinen ersten großen humoristischen Wo man folgen und schenkt 'uns damit ein herzergnicksrrdes und bei aller Lustigkeit warm zu Herzen gehendes Buch. Tchoura 'hat die einfache Geschichte mit affen Vorzügen seiner Kunst gestaltet. Er müßte nicht der Künstler sein, der er ist, wenn nicht hinter der scheinbaren Leichtigkeit seiner prächtigen, lachenideu Schlldevlmgm eine tiefere Lebens-, Weisheit stünde — die Erkenntnis vor allen:, nnt wieviel reicher und joertvoller ein bodenstäMges, erdverknüpstes Leben ist als das äußerlich und innerlich verhaftete Dasein, der roirrzelloseir Großstädter. Dieses schöne und fröhliche Buch ist so recht geschaffen, ein Lieblingsbuch dis deutsckM Volkes zu tvecderr. i— Mit der „G e r m «rr e n- rr n d M a g y a r e n - N u m - Mteir" (Nr. 3904) hat die Leipziger Illustrierte Zeitung (Verlag I. I. Weber) in eindrucksvoller Weise zu den zentralen und gerade jetzt wieder aktuellen Fragen Stellung genomnren. Nach der Episode, die durch das Duell Cleuieircean- Czernin ausgelöst war, ist der Wille zum Bündnis zwischen Deutschland u. Oesterreich-Ungarn hüben u. drüben germchsen. Es ist klar, daß dieser Wille hauptsächlich getragen wird von den Deutschen inr Reich und Oesterreich auf der einen und den Magyaren auf der anderen'Seite. Da ist es verdienstlich von der Illustriertes 'Zeituin-g, daß sie das Aiusernanidevarrgewies-ensern^ dieser beiden Rassen Unabhängig von allen Staatsgrenzen als bedeutsame Parallele Mm Ausdruck bringt zu der Gern ein famkeit, in die der Krieg die drei Staate»: für die Gegenwart urrd für alle Zukrmft verflöchte»!', hat. Im Mittelpunkt der Nuuinicr stehen die politischen Bekenrrtnisse! hervorragender, ftrhrendcr Persönlichkeiten des politischen Lebens irr Deutschland, Oesterreich und Ungarn.(Graf Andraffy, Freiherr tw»t Plener, Fürst von Wedel, UuterstaatSfekretär Dr. Schiffer, Gras Vse. ^llnannsegg, Oberbürgermeister von Barczy, Mgeord- «eter Pacher). In nge^artiger Werse beleuchten die einzelnes Artikel, tvie der von Dr. Naumann über „Die geschichtlichen Zu- sänrmerrhänge zwischen Germanen und Magyaren", von Prof. Weber-Budapest über „Die literarischen Beziehungen ziivffchen Ungarn und Deutschen", von Dr. Stolper-Wien über die „Ge- rrreinschaftliche Wirtschaftspolitik", von Pros. Bleyer-Bndapest über „Ungarn und Deutsch-Ungarn", von Oberst Egli über „Deutschch österreichische und ungarische Soldaten im Weltkriege", von Markgraf Georg Pallavicirri über „Die große Mission" (Ausgaben' .hetz Zukunst) die ganze Bergangeiihert und zeigen die Aufgaben der Zukrmft. Randleisten von Hugo Stenrer-Prag fassen jede Seite ein. Ern Spruch von Ottomar Enkrrrg gibt dem Inhalt jedes Aussatzes- ein Beglertmotiv, ein hervorragend schönes Blatt „Hafen von! Fiume" von Prof. Horst-Schulze, Zeichnungen von Rens Kuder und^Finektr und- eine Fülle vvrr Laudfchaftsbildern aller Art vervollständigen den ansgezerchrreten Schmuck des Heftes. -- Walter von.Mola, Fridericus. Ronran. 1. As 20. Auflage. Umschlag- und Einbandzeichnung vom Karl Arnold. Preis geheftet 5 Mark, gebunden ,7 Mark. Verlag von Albert ^airgeu in München. — Die Großen der Vergangenheit schwanken «als Lichjatten durch das Gedächtnis des Volkes, bis sie ein Dichter mit seinem eigenen Herzblut tränkt und sie, zur dänimernden Le-, gonde geformt, leibhaftig waNoeln heißt. So hat Walter von Molo den Deutschen ihren Schiller genial verleberrdigt, — so verlebendigt er ihnen heute Friedrich den ..Zweiten. Und der neue Stoff schenkt diesem echtm und reiche»! Künstler die neue Forni: tu derr kurzen Zertrarrm von vierurrdztoanzig Stunden pretzt er des großen Königs Schicksal. Ein Tag nur, aber welch ein Tag! Mit dichterischer Freiheit drängt Molo die Ereignisse knapper zusammen, als sie sich in der Geschichte folgten, doch tut er damit der inneren Wahrheit nirgends Gewalt an, sondern! schasst so^ eine gesteigerte Wahrheit, die uns als Mirerlebe.cdä rrr derr Sturm ches Geschehens reißt, daß rrns das Herz klopft irnd der Atem Hockt. Fürwahr: Ausdruckskunst in einem höheren und stärkeren Sinne als gar vieles, was heutzutage unter den Mo oeslag ge des „Expressionismus" zu segeln Pflegt! Zur rechtest 'Llrinoe kommt dieses Buch Es wird zum deutschen Herzen spre- jchen, wird vieler: Trost, Nachdenklichkeit und Zuversicht, Kraft und Erhebung schenken. cm „ ^ e r M a r che ir »ogel. Ern Buch neuer Märchen mrd Maren von Laurenz Kies gen. Mit 20 Bildern von Rolf v uk. ovmviuiiu uw jiwjcv iuw ocx rorroe «scyrer oes rr5mrer- alles übertöneu, ein Land liegt unberührt und feiertäglich st"!: Kinder- und Märchenland. Tahin hat sich der Dichter gerettet, und vom lockenden Schein unirdischer und doch einig wahrer Tröstung verführt, erzählt er Märchen urrd Mären, wie der Geist rhn tre»bt. Das Wunder des raunenden Baumes, die Stiinrnen des Waldes, das Unheimliche in Düster und Moor kleidet er in gestalten: er, belauscht die verborgenen Regrrngen der Herzen, stukt sich rn die Seelen der Kinder und schildert in farbenb'nnteil Gebflden ferne Gesichte. Auch der Klang ferner Sagen liegt ihm rm Ohr, und gestaltungsfroh hibt er der Mär vom Doinbau zu Kölir ern neues Gevaand. Dazwischen bindet er in kleinen Märe»: ioill- wmmnre Wershert, wie sie sich bei Beobachtung van Tier und Pflanze chm darbot. Neben den: Ernst einer Lebens- und Mannes- ersahrnng der Verfasser reicht..nahe an die Fünfzig heran — 'r le P 'NM? ssldmron Lichiec des HuumrS. spielen, daniit die Jungen} -und rntm mrt frohen Angen läsen. Denn Marck-err siird nicht nur und nrcht enrinal tu erster Linie für Kinder geschrieben, sonst waten sich rmfere Bester: in deutscher Dichtung nicht um sie be^ 'Uvhi. ^r Märchmvoael hofft mit seinem neuer: Liede arrch den ernste.: Menschmr im Leben rvoch eins Vorsingen zu körmen und rhnen aus dein Wirbel der mrmstigerl Tage das friedlich stille And der fugend wieder zu erschließen. — Des Künstlers (Rolf Winkler) Bilder erläutern und vertiefen die Absichten des Erzählers in gerstvoller Weise. ., .C".Die.Weltbühne, der Scharrbühne XIV. Jahr, Wachem- flhrrft für Polrtt., Karrst, W'irtschafl, hemusgegebeir von Siegfried Jacobsohn, errthäli in der Nummer 18: Die beiden Inseln,' tu» Germanicus: Mathias Erzberger, von Johan.res Fischart; Air den Reichsverbaud der deutschen Presse, von Robert Breuer; Bruno Frank, vor: Jntius Bab; Oscar Sauer, von Harry Kahn: Kvmodien-Ersntz, von S. I.; Panorama, von Alfred Polgar: Dxe unten Steuern, von Alfons GoldschmEä; Autworterr. Fütträtsel. 1. Getränk. 2. Hatistier. 3. Farbe. 4. Geivässer. 6. Russische Stadt. 6. Barriil. 7. Nageiier. In die Felder vorstehender Figur sind die Biichstnben A A, B B, C, v, E E E E, G, H, I I I, L, L L, M M, N N, B, 8. U TJ, WW derart einzutragen, daß die magerechien Rerheir Wörter von der beigefügteir Bedeutniig bilde>», ivährend die durch schivarze Felder gekenuzeichi-ete Winkelreihe einen Vornamen ergibt. (Auflösung in nächster Nnmurer.) Auflösung des Stanrintisch-Scherzes in voriger Nrmiiner: H oi ■ i 11 k i •!v ! M 84 j - Schristleituug: W. Meger. — Zivilliugsruudd»-.'ck der Brühl'scheu Uu'v.-Bilch- uub Steinbnictcrei. 9t. 0 n n .] e, Gießen.