Mittwoch, den 24- April F lieqer über bondoif. ... ..... 1 0Hne Londoner Erzählung aus den Spütherbsttageu 1915. Von Justus Schoenthal. (Fortsetzung.) Atterley faßte in überschäumender Dankbarkeit mit beiden Händen nach Longsords Rechten. „Sie sind mein Lebensretter, Kapt n! Ich. weiß gar nicht, toie ich Ihnen danken soll. Ich konn.e für re r Tbemse springen. Wenn Sie remals ernen Menschen vrauchen, der für Sie einen gefährlichen Dienst tunZoll.-dann^denken Sie meiner! Ich wollte um mernetwrllen, ich hatte recht ba.d We ®«e» SSKÄÄ» Weg su '^^„©k'lönncn Sn vielleicht i* Helsen, aßmib fÄSS» ftSÄiS: ft SSiS WiS w« •<. »i“ unbefangen fort als er des andern Bestürzung bemertte, durch meine Abweisung des „Telegvaaf"-Berrchterstatters habe ich mir w»hl Feinde gemacht, Ich b-wrg- bemahe: cs ist jetzt schon eine Berichworung wider mich rm Gang. Der Bamnirer klapperte vernehmlich nnt Telwm und Gläsern. Erst jekt bemerkten sie, daß im Raum fast alle Lichter gelöscht worden waren. Die Zeit, da man ms zur Morgendämmerung im Klub sitzen konnte, war vorb . war Krieg, ^ind lNl Innern wurden die Klu.t£ alt nächtlich früher geschlossen. Sie waren fast die letzten rm Bar- TaU1 \(;§ fie sich trennten, hatte zwar Longsord nichts von LadN Edith erfahren, aber dafür die Ueberzeugung erlangt, wieder einen gewaltigeii Schritt vorwärts gewmmen zu ftin. Ulld Atterley stürmte freudig bewegt tue Treppen zu seinem Leim empor. Den Brief an Lord S-Mnsfe tätig L a r,* aber den Werbeaufrus von Lord Deroy, der noch unversehrt samt seiner eigenen Anichrist auf dem Schreibtisch lag, riß er in tausend kleine Fetzchen entzwei. Neuer Lebensdrang quoll ui ihm aus. 10. Kapitel. Zwei Briefe. Seit einer Stunde saß er und lvartete ... . Wartete ... ■fr# h - nv v 1ttn Ve^Ay-eiselu Er sprang aus und holte sich Auer Sm« StmnmÄis- Ji sch?» IW dritte» Mal. laUgdnmmt. w *t mn seinen Kops^en. aber Men L an den Dardanellen Mieten und werter bluten würden . . . Jetzt sah er im leiste. wie die alk Erze'ttenz von Grundherr den Schnurrüart kraufelbe nno LHre?kichlen Art Öen „Falk Longsord" mit den Wch-ten Schade um den Jungen! habe, .y» .."Siiimr «uf’ Weibern gewarnt . . . Wie sagt der Dichter? Schoner Lli wand, schmählich vertan?" . : . Schade, schade um der. Teufet das war ein rühmloses Ende! Ir war aber aml) zu töricht! Gerade, da er sozusa^n der lauteren Quelle saß und den Born nur ausM schöpfen brauchte, mußte er sich selbst die Larve vom Anll tz ^Er' stampfte mit dem gesunden Fuße auf und vechrchte sich dadurch abMlenken, daß er dre grausamsten Flüche auf sich wieder in dem altmodischen Gvoß- vaterstuhl nieder und ging mit sichIu Rato Eigentlich — bei Gott — dre Sache war gar mcht so ungeschickt eingefädelt. Es war wohl „noch das Mgste. wäs er tun konnte, wohl dre emMge MoArchM, srch mit ein paar blauen Wecken und leichten Schrammen aus o.r unangenehmen^ Klemmern Ziehen. seine HßeSi^Schaft Paßte. ... Er mußte den Entwurf nochmals ubersehen. Durck» eilten Boten sende ich Ihnen diesen Brief. ^>ch bitte Sie, demselben auch Ihre Antwort anvertraueu zu ^^My-ady ich bin gestern im Groll von Ihnen geschieden. Aber % Kiffen selbst, daß man Ihnen nicht böse fern kann. Stt) MÄÄW« erschüttert, von alledem, was^gestern ans mich mnstürmw Meine Gedanken wollen fick nur schwer zur Klarheit formen lassen . . . ^ch weiß E eines Mylady, ich habe Sie über alte Maßen lieb. ' Und wenn ich mir die Freiheit Ihnen ^ zu aestehen, so tue ich dres rn dein Glauben, daß für Sre Die e GeMste schon seit Tagen kein Geheimnis mehr smd- Sm müßte» nicht die geistig hochbedeutende Frau sem, ale die i» Ue «tze wchm Sie nicht vom ersten Tage an, von d?r ersteü^Stnude unseves Beisamme M.^ bemerkt hatten wie unlöslich mich 35«. feenhaftes»fe», jg* wie törperlich« Schönheit >n Ban» «eWagen ... glaube, ba% Z Z^J^^önlichen flgerte m singen. Ä haben das alles wohl oft genug gehört. »» Kastä w £ "SS* KE t'üVSÄ.'WÄ“ iS. ISO heraus zu sagen — der Vulkan meiner Gefühle den Eisblock meines Verstandes in seinen Feuern begrub. Und da Mylady leider in diesem Augenblick, veranlaßt durch eine unbedachte, aber harmlose Aeußernng von mir, eine Vermutung aussprachen, die ich als britischer Offizier nicht zu ertragen imstande war, konnte ich zu meinem lebhaften Bedauern nicht mehr aussprechen, was mein Herz zutiefst bewegt, und muß nun in diese Sätze quälen, was sich gestern noch mit drei kurzen Worten Hütte sagen und fragen lassen. Mylady, es wird vielleicht vermessen, vielleicht ungeschickt klingen. . . aber ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß Ihnen die Gefühle, die ich für sie hege, nicht gleichgültig geblieben sind. Ja, die Küsse, die beseligend auf meinen Lippen brannten, ließen mich beinahe glauben, als könnten Mylady diese Gefühle erwidern. Mylady, ich kann keine schönen Worte machen, ich bin kein Dichter, sondern ein Mann der Tat. Ich weiß, was ich der Ehre einer Dame, was ich der eigenen Ehre schuldig bin. Ein Mann wie ich bleibt nicht auf halbem Megei stehen. Man bricht nicht einen Edelstein aus einer Krone, solange die ganze Krone noch zu erstreiten ist. Und darum kenne ich keine anderen Folgen der trotz des abschließenden Mißklangs herrlichen Stunde dies gestrigen Dages, als die zwei Fragen, die den Zweck dieses Briefes bilden: Wollen Sie meine Frau werden? Darf ich bei Ihrem Vater uni Ihre Hand anhalten? — Ich möchte diese Frage aber nicht aussprechen, ohne noch einiger persönlicher Einzelheiten Erwähnung getan zu haben. Sie wissen ja aus beit Zeitungen das Meiste über mich, daß ich Kanadier bin, in der Gegend von Ottawa eine Farm besitze, nicht reich, aber wohlhabend bin, wissen auch, daß ich jetzt im Generalstab eine aussichtsreiche Stellung bekleide. Sie brauchen als meine zukünftige Frau nur den Wunsch zu äußern und ich kehre nie mehr nach Amerika zurück. Die Farm wird verkauft und ich bleibe Offizier im Generalstab, wo man mich wohl weiter verwenden ivird. ^ Ich bin auch der Meinung, baß Sie in den wenigen Tagen, die es mir vergönnt war, mit Ihnen unter einem Dache zu atmen, schon Gelegenheit hatten, über die rein menschlichen Garantien iyß Reine zu kommen, die ich zu bieten vermöchte. Wenn ich heute bereits die entscheidenden Fragen atr Sie zu richten wage, so mag dies vielleicht übereilt erscheinen; aber der Krieg und die hierdurch bedingten außergewöhnlichen Begleitumstände, die uns zusammengesührt, rechtfertigen dies ebenso sehr wie der tatsächliche Umstand, daß man'sich in wenig Tagen ununterbrochenen Beisammenseins wohl rascher kennen lernen kann, als ioenn matt sich alle paar Wochen in festlichen Gesellschaften gesehen und nur flüchtig gesprochen hätte. Ich selbst, Mylady, bin nicht mehr jung genug, um wie ein Zögling von Eton College Feuer zu fangen, noch ichon zu alt, als daß meine Liebe wie ein Strvhfeuer verwichen könnte. Mylady, der Bvte wartet auf Antwort. Sagen Sie bitte nicht nein! Und wenn -Sie heute noch nicht durch ein Ja sich binden können, wenn Sie mich länger prüfen wollen, dann rauben Sie mir wenigstens die Hoffnung nicht! Sind 'Sie aber über mich im klaren, so bitte ich, sich, versichert halten zu wollen, daß Ihr Ja zum Halbgott macht t Ihren getreu ergebenen Longford, Hauptmann im Großen Generalftab." Gr uberslog die Zeilen mehrtnals mit ingrimmiger Be- frredtgung. Bei Gott, das war der sonderbarste Liebesbrief, den er stch denken konnte. Er war nicht ungeschickt, und würde seinen Zweck bet einer Brrtin sicher nicht verfehlen. Sv nebensäch-- lich mußte das Vorkommnis behandelt werden, als Wune ihm! gar keine ernste Bedeutung beigemessen werden; so schaffte man's am befielt aus der Welt. Selbstverständlich würde sie ihm eine Absage erteilen. Daran war nie und nimmer zu zweifeln. Er war für sie die Laune einiger Stunden, Tagebuchblätter eines Backfischs, Ausflugserinnerungen einer Sommerfrischlerin. Sie würde schon als Erbin des Zeitungskönigs niemals die Hand einem oürgerlichen Offizier ohne Namen und Beziehungen reichen. Äolme Herren lädt, man sich zu Tisch, mit solchen Herren tändelt man. man liebt sie vielleicht und läßt sich von ihnen lieben, aber . . . man heiratet sie nicht, am wenigsten dann» wenn man Lady Edith heißt, oder... er müßte ein schlechter Menschenkenner sein. . . . Aber ob er wirklich mit diesem geheuchelten Liebesbrief den Eindruck der verräterischen deutschen Worte verwischen würde? Ob sie ihm nun glauben wurde, daß er ein britischer Offizier fei? Er zog die Uhr . . . Zu dumm! Der Bote mußte doch längst zurück sein. . . . Dies Warten war entsetzlich ... Er hatte das Gefühl, als würden seine Nerven zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben. Dicke Rauchwolken paffte er vor sich hin, als wollte er sich in einen Nebelschleier einspinnen. Dann schüttete er den Inhalt des Pfeifenkopfes in einen Becher des Rauchtisches und stand ans. Wenn's nicht um Hals und Kopf ginge, wäre die Sache eher luftig gewesen. Teufel auch! Es war doch spaßhaft, einer Dame einen Liebesbrief zu schreiben,.nur um einen Korb zu bekommen. Aber — er erblaßte — wenn er nun Gefühle durch diesen Brief in ihr erweckte, die er niemals aufrichtig für sie gehegt, wenn sie ihm nun ihr Jawort gab, durfte' er, um Hals und Kopf zu retten, das gleisnerische Spiel so weit treiben? Sich womöglich gar amt ihr verloben. Freilich, au den Verlobten der Lady Southriffe wagte sich so leicht kein Verdacht heran. . . . Aber ... in diesen Dingen heucheln?! Geroiß, im Kriege war jede List erlaubt, — versteht sich, im Kampfe, Manrr gegen Mann. Wenri man mit einer Lüge, mit Verstellung und Tücke das Leben von tausenden braver Landsleute retten kann, — sei s drum i Man führte den Krieg nur um des Friedens willen, Und um den herbeizuführen, war jedes Mittel recht, — jawohl jedes! Unbedenklich! v . Nur, . . . nur das nicht! ! Er sträubte sich dagegen, um solcher Männerzwecke willen den Ruf einer Dame zu gefährden, obgleich . . . Das mußte wohl der alte, unausrottbare Thusnekdaglaube der Deutschen sein, der dem Zioeifel in seinem Herzen zum Durchbruch oerhalf. Und da erwachte mit einem Male Groll und' Haß gegen dieses Weib in ihm, das ihm sein Geheimnis zu ' entlocken gewußt. Geschähe ihr recht! Das sollte seine Rache sein! Seine Rache! Das heißt . . ..nein, er wollte nicht darüber Nachdenken. Nicht darüber! Wer denkt, zweifelt. Wer Zweifelt, strauchelt. Wer strauchelt, fällt. Und er mußte, sollte, wollte blindlings-aufrecht den Weg verfolgen, den zu beschreiten ihm die Vorsehung auserlegt. Seine Gedanken ivcnrderten ab. Vielleicht schlurumerten im Hintergründe seiner Seele gleich unverschlossenen Blüten andere Pläne. Er erinnerte sich des alten Palastes am-Hydepark, wo .'Jumamte von Roggenhusen ihre Tage der Trauer um die Heimgegangene Schwester hinbrachte. War's wirklich rmr Atttleid rnit der Trauernden, Mitleid mit der einsamen Seele, die hier dürstete? Oder watts . . . mehr? Nein! Nicht denken! Nicht denken! Er wollte es nicht Missen, durfte es nicht! Er stand mitten im Zimmer. Ein schwerer Atemzug hob seine Brust . . . Bsi Gott, er hatte früher kaum geahnt, wie schwierig das Werk sich anlassen werde. Das schien alles' so selbstverständlich einfach: Man arbeitete im (Btahe und spähte alle Gelegenheiten aus, seinem Vaterlands zu nützen, 'schrieb harmlose Briefchen an die Vertrauensleute nach Holland, ... das war ja kaum heldenhaft. „Aber diese Qual schlafloser Nächte, dieser Alpdruck beängstigender Traume, diese an Wahnsinn grenzende Beherrschtheit in Blick und Miene, dies stete Fieber der Erregung, das nicht nachließ, nicht eine Minute, nicht eine Sekunde, nicht Tag und Nacht, dieser fürchterliche Schmerz rn der Brust, als wollte das Herz, ins Riesenhafte gewachsen, die Bande der Rippen sprengen, — dem widerstanden die besten Nerven nicht. { Er war entschieden krank geworden, von gestern auf heute . . . das heißt, vielleicht war ihm die Krankheit erst jetzt zum Bewußtsein gekommen, vielleicht war das . . . war das der Anfang des ... Irrsinns. Grausen erfaßte ihn. Er dachte des Tages von Careucy. Im Mai Watts gewesen. Mit seiner Maschinengewehrrotnpanie war er in vorderster Stellung gelegen, Stunde auf Stunde im wütend- 131 fijen Feuer. Er hatte nicht michV gehofft, den Tag zu überleben. Und keiner seürer Leute hatte die SMtbiutigfeit bewahrt. Sie waren stmntn dagelegen in dem fürchter- ticheu Lävn: der todsheienden Granaten und hatten gebetet. Die Liphen des Spöitters selbst form reu zitternd ein Gebet. Und immer weniger wurden sie, immer weniger . . . Links «nd rechts sausten die schweren Granaten heran. Man konnte nicht vorwärts. Man konnte nicht zurück. Man mußte bleiben, ausharren, ob man wollte oder nicht. Und Stunde auf Stunde zerrann. Und jede Stunde hatte sechzig Minuten! Am Abend lebten von 173 Mann gerade 32. Und iroch stürm- teu sie nicht. Noch stürmten sie nicht! Noch ließ die Hölle ringsurn ohne Unterlaß Dod und ^Verderben Platzen . . . Neben ihm hielt der Unteroffizier, der tüchtigste Kerl der ganzen Kompagnie, bei seinem MaschjneNge-wehr. Ihn schien nichts anzufechten. Scharf lugte er nach vorne (Fortsetzung folgt.) vie geMrliche Geometrie. Von Alfred Brat t. Es hartdelt sich — zur Versöhnung geometrieseindlich^r einstiger Pennäler sei es gesagt — Nicht anni eine jener Aufgaben, die wir niemals zu lösen vermochten, die uns beim Abitur fast Kops nnp Kragen kosteten und die nun in ängstlichen Träumen wiederkehrt, um uns so durch zeitweilige, albdruckvernrsachende Besuche bis ans Ende unseres Erdenwallens zu Verfolgs. Es handelt sich überhaupt tveniger um eine wissenschaftliches, als um eine zeitgemäße Und durchaus wahrhaftige Geschichte, die darlegt, daß der Krieg! der Phantastik im Tragischen wie im Komischen, überhaupt keine Kreuzen mehr zu setzen scheint. t s harrdelt sich, kurz gesagt, um einige Würfels iese Würfel waren aus Holz und überdies die sinnreiche Erfindung des Besitzers eines Ladens für Unterrichtsmaterial. Ter Erfinder mochte als Junge wohl über die Geheimnisse des Würfels und die sich daran anschließenden geometrischen Erkenntmffe gestolpert sein uord es darum für seine Pflicht halten, der neuest Generation den Weg nach vorwärts zu erleichtern. Oder aber er dachte, durch diese neuartige Ware feine schmalen Einkünfte zu steige«:. Me immer dem sein mochte: die Erfindung ward gemacht, an dieser Tatsachle, die sich durch mancherlei wundersame Ereignisse fühlbar machte, ist nicht zu rütteln und zu deuten. Tie —• wie schon erwähnt — hölzernen Würfel hatten verschiedene Größen und verschiedene Farben. Mit ihrer Hilfe sollte es möglich fern, ein großes Gebiet der Volksschulgevmetrie, die Künde vom Quadrat, vom Dreieck, vom Würfel, vom Rauminhalt nsw. den Kindern praktisch begreiflich zu machtzn. So hatte der Schnlwarenhändler ein gutes, zu begrüßendes Wer? getan, indem er sein ans Papier, Stiften und Linealen bestehendes Lager um diese Würfel bereicherte. ! Der Papa des klein«: Georg, der seinem Söhnchen ein paar neue Hefte besorgen wollte, kaufte als erstesr diese WKrfel (denn die Geornetrie war leider Georgs schwächste Seite) und brachte sie sks Ueberraschnng nach Hause. Dort legte er das Packetchen aus den Tisch in: Vorzimmer und vergas; im weiteren Laus der Dinge darauf. An diesem Tag ließ in der Familie Georgs das Mittagessen, ungewöhnliche lanae ans sich warten. Die Köchin wurde zitiert und müßte sich manch«: ioenig ehrenvollen DchmeichelnamM gefallen «rnen — aber das hals alles nichts: die Suppe wollte und wollte Nicht fertig werden. Endlich brachte Marie heulend den Snppen- iopf herein und schluchzte etwas von neuen Ersatzmitteln, die best vernünftigsten und geduldigsten Märschen wahnsinnig machen könnte::. Aus dem Rand der Suppentopföffnnng schwebte wie sonst traulicher Dampf empor, dem aber der übliche schmackhafte Wohl- aeruch gänzlich mangelte. Und was eine Suppe sein sollte, erwies sich bei näherer Untersuchung als heißes Wasser — jawohl, als chemisch völlig reines heißes Wasser. Da an diesem geeignet«!! Lage Fleisch- Md Fettlosigkeit znsammenfielen und überdies die Gemeindegraupen infolge Zuspätanfstehens nicht mehr hatten „erstanden" werden können, waren Zorn und Enttäuschung groß. Noch größer aber war die Ueberraschnng, als nran beim Ansleeren des nicht mehr diesen Namen Verdiensten Suppentopfes eine Aw Lahl verschieden gefärbter Würfel fand, die sich bei näherer Untersuchung als hölzern heransstellten. Marie hatte nämlich das Paket- chcn geöffnet und geglaubt, der gnädige Herr habe einige der neuest Riesensnppenwürfel gekauft, über die kürzlich in den Zeitungest geschrieben worden war. ^ ! Die mißverftaudenen geometrischen Behelssmrttel wurden also von dem heiß«: Bade getrocknet und dann in Georgs Schultasche gesteckt. An: nächst«: Morgen trabte Georg stolz zur Schule, intern erhebeichen Bewußtsein, gewissermaßen als PWner der Wissens Mlst eine bchentsam'e MMe zu spielen, und in der .Hoffnung, jetzt doch noch eine Versetzrmg zu erzivingen. In der Klasse hütete Ge- iorg die Wunderimtrsel vor der: neugierigen Blicken seiner Kameraden, um sie erst zu Beginn der Geometriestnnde aus der Tasche zu holen und sorgsam, aber klappernd, in schöner Reihe auf das Pütt zu legen. Der Lehrer kam mit einem RiesenMitt herbei, betrachtete diese schon durch das .Ungewohnte cnffreizende -ickt, er selbst aber wirrde ans einem Pionier neuer und praktis ^her Unterrrchtsmethoden ein kleiner Jungender eine Stauche nacksitz«: machte und wegen Frechheit ins Klassenbuch geschrieben! wurde. Damit tvar die Schülkariere der Würfel kurz, aber glorreich vollendet. Zu Häufe wollte man die UnglüMgebilde gerade in den Ofen steck«:, als zufälligerweise der seit gestern amtierende „Kvmmy- eamtenchUck dje Situation, zog sein dickes Dienstbuch hervor, schlug Seite 879 ans, verlas den Absatz 3 6 des Paragraphen 24 des Gesetzes über das Verbot anderer als der ausdrücklich vor-: Mundesrat rationierten nach fteigegebenen Beheizungswittel unft erhob wegen unpatriotischen Verstoßes gegen eine Kriegsvorschrift eure Ordnungsstrafe von 125 Mark. Man kann sich daher leicht denken, wie froh Georgs Vater war, als der zu Besuch weilende dänische Onkel Johanns«: sich bereit erklärte, die schicksalsschwangeren Würfel nach Neutralien mitzu- nshmen als Geburtstagsgeschenk füx seinen Sprößling, der eine, greifbare Erleichterung zur Ginführrmg in die Geheimnisse des G eouretrieunterrichtes sehr guck gebrauch«: konnte. Onkel Johannft s«: packte also die Würfel in seiner: Reisekosser und fuhr ab in dem fröhlichen Gisüps eines Mannes, der ein reines Gewissen hat und ein kostenloses Geschenk nach Hause bringt. , Die Familie des kleinen Georg war mehrere Stunden später mit dem Verzehren der — diesmal aus ander«:, als hölzerne!- Würfeln verfertigten — .Suppe beschäftigt, als der Postbote er-i schien und ein Telegramm üherbrachte. Die Drahtnachricht stammte von Onkel Johannsen, war von der deutsch-dänischen Grenzstation datiert und besagte ganz Fürchterliches. Ter Onkel war wegen versuchten Schmuggels und Verstoßes der Gesetze über das Verbot der Ausfuhr von Lebens- und Ersatzmitteln noch auf deutschem Boden verhaftet Word«:. Sein Hinweis auf die Tatsache, baß die Würfel doch aus Holz seien, hatte die Untersuchungskommission keückswegs! ein genügender Beweis dafür gedünkt, daß es sich nicht un: süß Nährzwecke bestimmte Würfel handle. Ta aber Georgs Vater einen Herrn kannte, dessen Waschfrau mit dem Sohne eines AusbllfS- dieners an: Auswärtigen Amt verschwägert war, konnte das Mißverständnis innerhalb 72 Stunden aufgeklärt werden. Onkel Johannsen n:ck> den Würfeln wnrden die Freiheit und die Erlaubnis zur Weiterreise gegeben. Doch ach, kann: war Onkel Johannsen über die Grenze gelangt, 's er nunmehr den dänischen UntersnchMgsbeanlLen in die Hände el. Er wurde wegen Beförderung maskierter Sprengstoffe in Haft genvnvrAn. Drei IckgierrrngsmiSer ans Kopenhagen wurdest yerbeizitiert und walteten sorgsam ihres Amtes. Tie Zeitung«- waren voll von dieser mystischen Angelegenheit. Besonders gut in- inrmipr+p ' tinrftrftHrt ittiS tum einem di- fort in eh: Kopenhagener Sanatorium, um sich von den: zw«' maligen Schreck und den Entbehrungen während der Hast zu er holen. Das corpus delicti hatte er in den Sund geworfen. , Die Kosten für die Würfel betrugen nunmehr: 2,50 Mk. Einkaufspreis, 125 Mk. Strafe, 600 Mk. Sanatoriumskosten. Also insgesamt 727,50 Mk. , rr Georg und der Sohn Onkel Johannsens wurden wegen krasser geometrischer Unkenntnis nicht versetzt. ^ Tie Londoner Times aber brachte einen zwei Spalten langen Artikel über den „Atterckatsv ersuch eines von Deutschland bestochenen Agenten in: neutralen Ausland". Sagen Sie selbst, kann man da (wenn überhaupt) noch länger ein Anhänger der Geometrie sein? . . . H?ein «euefter pm. Ans der Werkstatt eines Kinvdichters. Von Paul Rosen Hayn. Telephon klingelt. „Hier Filmgesellschaft!" „Wir müssen sofort einen Film haben. «tDetektiojilM, < mit Joe Jenkins im Mittelpunkt." Ich: „Sofort? Unmöglich." der Detektiv muß sympathische Gegenspielerin haben. Vielleicht junge Dame, jDie gelähmt ist, später gesundet. . ." „Lieber Herr Direktor, das erfordert Zeit — vierzehn Tage _noch mehr/^ „Ausnahmsweise! Ein origineller Einsall — sowas schütteln Sie doch ans dem Aermel." „Ein Tetektivsiln: ist niemals ein Einfall, sondern stets ein Komplex von Einfällen, die inan sucht, findet, wieder ver-' wirst, Zurückholt. Was Sie da verlangen von heute auf . . ." „Nicht meine Schuld. Fräulein Nadja Jhlfen hat die Masern bekomm«:, und nun können wir morgen „Tie Löwenbraut" nicht kurbeln. Atelier reserviert, Regisseur verpflichtet, sämtliche Darsteller angagiert: jeder Tag kostet zweitausend Mark! Soll ich die zum Fenster .Unanswersen? Also Sie sehe:: ein ^ . * ,,Aber ich. rann hoch nicht über NacU — —" 132 — „Na also -H itmi ganz offen M reden: Montag müssen wtr ansangen. Für Montag steht alles parat." , ^ ^ Ich blätterte iit rneinenr Notizblock. „Tie Tram vss SallW- phernes". Was meinen Sie dazu?" „Ausgezeichnet! Mal ein Titel, ber dem man ftch was denken kann, tverligstens der gebildete Teil des Publikums. Was ist das übrigens, die Tiara des Saitapycrnes?" . ^ „Eine Tiara ist ein priesterlicher Kvvsschnruck, uno Salla- phernes war ein .Hohepriester. Erimrern Sie sich nicht.der .Geschichte? Die Tiara des Saitaphernes tauchte vor Jahren rn Paris auf, Nrrd tont Paris strömte ins Louvre, um suh an der Schönheit dieses Kunstwerkes zu berauschen. Ms sich eines Tages heransstellte. daß tws aufgelegte Kleinod ein aufgelegter.chwwrn- del war, eine FÄschurrg, die ein junger Mann ans Odessa . . . „Tja — Hauptsache ist, daß ich Montaig früh das drchfertrge Szenarium habe . . . etwa hundertzwanzig Szenen. Adieu/ Kleine Pause. Ich Asse mir die Tiara des Saitaphernes durch den Kops chehen. Wenn man vielleicht... Telephon klingelt. Seine Hoheit der Darsteller des Joe Jen- krns: „Servus! Also Montag sangen wir cm. Ich bin hier berm Direktor und Labe euer Gespräch mit angehört. Hauptsache ist natürlich meine Rolle. Ter Detektiv darf überhaupt nicht von der Leinwand herunterkommen, hörst du? Ich denke, mrt dieser Ziara. . *,. . . . Tiara." _ „ „ . . Tiara läßt sich eine Menge ansangen. Zum Bersplel: ich dringe nachts in. eine düstere Kellerwerkstätte ein, in der ein jniiger Mann sitzt und fälscht." „Würde Zensur verbieten. Fälschen darf nicht gezeigt werden, ijt ** „Also gut — sagen wir: die Tiara wird gestohlen. Ein Mann erbricht einen Geldschrank. .." . ^ ^ , „Würde Zensur verbieten. Einbruchsdiebstahl ist Berbrecherr. „Tormerlvetter . . . also: die Tiara hupst allein aus dem Geldschran?. Würde das die Zensur etwa muh verbieten?" „Allerdings: plKsikalische Uumöglichkeii — Irreführung des Publikums. Schluß!" _ „ „ Kleine Pause. Wenn man vielleicht . . .-das Telephon klingelt. Fräulein Maria Bianca — die blonde Maria Bianca. „Grüß Gott." Sie spricht einen Dialekt, in dem alle ^möglichen Akzente mitAingen: ein bißchen Wienerisch, ein bißchen italienisch, ein bißchen Attowitzerisch. „Sie deaken doch an eine schöne Rolle siir mich, liebster Freund?" . „Selbstverständlich. Sie spielen eure Frau, dre gelähmt. . . „Sie sind wohl net g'scheibt? Tanzen will ich. Die Rolle schMl ich net . . . Schluß." -- Die Sache fängt gut m. Telephon klingelt: der Direktor: „Msv die Frauenrolle gmm anders werden. Keine Gelähmte. Tanzen muß sie. . . " Telephon Mngelt: der Regisseur. Telephon klingelt: dr? aarne, die die Wirtschafterin des Detektivs spielt. Telephon klinge.lt, Telephon klingelt... , ..., In diesem ToLuroabohu ritzt der unglückliche Autor, schverbt -streicht aus-diktiert — telephoniert . . . ändert . . mch am Montag früh lieft er dein versammelten' Volke den rn Dagerl und Nächterr nrit Mühe und Not fertiggewordeuen Film vor- „Tie Tiara des Saitaphernes", Detektivroman m vier Akten. Und der Direktor nickt ^ind schüttelt den .Kopf, und der Regisseur schüttelt den Kopf Und nickt, und die Darsteller nicken und schütteln den 5lvps, und da.ru scheu sie sich an und schütteln nochuials den Kops': „So ein Kinodichter verdient sein Geld doch im Schlaf . . ." St. Laurent. Aus toten Augen eures toten Hauses spähend, Gewahr' ich nichts als Tod und Trauer: Viel Kreuzlein, schief und schlottrig stehend, Im Rahmen einer roten Ziegelmauer. Grabesstille. Frifchgefall'ner Schnee. Tie Natur ein einzig, toeißes Weh. Kein Hauch des Lebens mich umschwebt; Bin ich das einz'ge, das hier lebt?. Geblendet von den weißen Nebelweiten, Laß' ich den Mick im Morgerrdämrner gleiten. Und sieh: von Eisenstäbchen eingegittert. Steht auf zerschosfenenr Balkon Ein Blumentopf, am Rande nur zersplittert, Drin sproßt — wahrhaftig — Grünes schon. O Hoffnungsstrahl! Ist dieses junge Grün Das neue Leben, das aus Trümmern soll erblüh'n? O weh! Roch ist's nicht Zeit: Lenz rsr noch weit! Zu früh erstandest du! Zu spät erkanntest du Ter Sonne gleißnerischen Trug, Der dich belog mit Lenzeslug. Wärst Blumenkübel du in tausend, Scherben! Das junge Leben muß im Rauhreif sterben. Walter Jensen. Büchertisch. — Kunst und Künstler, Verlag: Bruno Cassirer. Berlin. Preis 7 Mark, vierteljährlich, Einzelheit 3 Mark. .Das 7. Heft des XVI. Jahrgangs ist erschienen und enthält u. a. eine vortreffliche Arbell von Karl Scheffler über Erich Hackel, wald. Formales und Psychologisches". Auch hrer sind die Reproduktionen von Werken des bedeutenden mittelalterlichen, MerstprZ hervvrznhdben. Eduard Piezschs Abhandlung über die „Neuerwerbungen der Berliner Gemäldegalerie seit 1914" dürfte ebenfalls höchstes Interesse erregen. — Neuerscheinungen der Universal-Biblio- thek. (Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig.) Nr. 5961. Der U e b e r l ä n fc t. Kriegsbilder aus Frankreich irnd Flandern. Bon Karl Rosner. Geh. 25 Pf. und 60°/o Teuerungstzilschlag = 40 Pf. — Nr. 5962/63. Milit ärstrafgerichtsordnnng vom 1. Dezember 1898 nebst Einführungsgesetz. Dextausgabe^ mit kurzen Annrerkungen und Sachregister. Herausgegeben von Kurt Elsner von Gronow, Feld-Oberkriegsgerichtsrat. Geh. 50 Ps. und,60»/o Teuerungszuschlag = 80 Ps. — Nr. 5964. Blüchers Briefe. Ausgewählt und erläutert von De. Heinrich Stümcke. Mit Blüchers Bild. — Nr. 5965. Tante Tüschen. Bolksstück m drei Aufzügen. Bon Mvrtirr FrMee. — Nr. 5966. Ein deutsches Barbar. ErzäHlurrg. Von Luise Westkirch. — Nr. 5907. Kriegskalender 1916. Tell II vom 1. Juni bis,30. sept. 1916. Eine übersichtliche Zusammenstellung der gleichzeitigen Ereignisse ans den verschiedenen Kriegsschauplätzen. Bsarb. vost Generall. z. D. Mvtzler. — Nr. 5968—70. Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft. Von Friedrich Theodor Bischer. Herausgegeben uud eingeleitet von Theodor Kappstein. 1. Seil. (344 S.) Geh. 75 Pst und 60°/° Zuschlag - 1,20 Mk. Das eigenartige Erzählwerk des grössten Dichters irnd Mesthetikers ist em Erzeugnis jenes wurzelechten Hirmvrs, der den Schnrerz zum! Vater und die Freude Mr Mütter hat. Das alltägliche Leiden des Erden- nienscken am Endlichen und Allzumenschlichen bildet das Thema der Dichllrng; der Humor als WetAnsckxlumrg ist ihre Seele. wA Held ist eine tragische Gestalt, die Verkörperung des Widerspruchs von Unendlichem intb Endlichem. — Der gigantischen de nts chenO ffe n si v e a n de r West- fr ont ist zrmr großen Teil die neueste NumNrer, 3901, der Leipziger Illustrierten Zeitung" (Verlag I. Jt Weber, Leipzig) gewidmet. Major a. D. von Schveibershosen legt im Eingcmgsartikel dar, welche Bedeutung „Der Durchbruch durch die englischen Stellungen" für die eitere Gnlloickllmg des Riesenkampfes hat. Eine Mrte veranschaulicht die Front vom Meere bis zur Schweiz urtb den erzielten Gllärrdegbwüm, der aus einer Nebenkarte noch inr einzelnen Umschrieben wird. Tie Nummer enthält die Porträts der siegreichen Heerführer, denen die großes Erfolge zu danken sind. Zahlreiche Aüfnachuen zeigen die Beute an Gefangenen, GesclAheu. Miuütions- und Provimrtlagern, sowie interessante Momente vom Vormarsch unserer Trrlppen. Zerch- nungen von Hans von Hapek, Hans W. Schmidt, Richard Atzmann, Willy Loeper, Msred Liebing, R. SckMidt-Hamburg fithren auf die verschiedenen Kriegsschauplätze und M cmsever Marin«. Wertere! Bilder geben den Besuch der HeldenbesatzunA des Hilfskreuzers „Wolfs" in Berlin wieder, andere lassen die Schönheit .Kiews, der ukrainischen Harkptstadt, erkennen. Ein reich Mustrierter Vertrag „Spinnstoffe im Zeitenwandel" von Bernh. Max Strobotz führt die Fabri?ati!on von Papiergeimben und die Erzeugnisse der Paprer- getveberndilstrie vor Angen. Die „KulArrundschan" läßt verschiedene Autoren über die Frage der Krittk zu Wvrte kommen. Eine lnsllge, feldgraue Geschicke „Das indische Schlafkleid" vv.r Karl Graf Scapinelli und eine Reihe iveiterer Mldbrigaben und lllustriertev Artikel gestalten den Jllhalt des Heftes besonders vielseitig und anregend. — Stuttgarter Reliefkarten der Kriegsschauplätze. Nr. 39: Arras und Lille, Nr. 44: Sonune und Ancve (Amiens— Arras—Bapanme—Peronne), Nr. 45: Sowme und Orw (Nesle—Laon—Soiffons—Compiegne). Preis jeder NumiNer 25 Ps. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — „V o n S p e i s e und Tran k". Unsere wichtigsten Nah- -rungsmittel nach Zusammensetzung, Gewinnnug irnd Mengen. BoN Tw Msred Hastevknk (Sllrllgart, Franckhstche VerlagshaMnng; geh. Mk. 1,25; geb. Mk. 2 ,—). _ Gleichung. l / 8 a-}-b+c + d= x a Gemeinschaft, b ftavbe, c 2lrtsruf, d Fürwort, x Tierwohnung. (Auflösung in nächster Nummer.) Auslösung des Magischen Qudrats. GARN ARIE s RIGI NEID Schristlewrnq: W. Meyer. — Zwilkrnasrunddruck v--r Brüh l'schen Nn'v.-Bnch' und Steindruckerei. R. Longe, Gwucn.