Flieger über London. Wrr« Londoner Erzählung cms den Spätherbsttagen 1915. Don Justus Schoenthal. (Fortsetzung.) Der Hauptmann hörte mit gesteigerter Aufmerksamkeit zu. Er glaubte ja nicht alles, was Ätterley in Haß, Wut -und beißendem Spott vvrbrachte, aufs Wort. Manches schien Übertrieben: aber gelogen war das sicher nicht. Es lockte ihn, Näheres über die englische Presse zu erfahren. ,Zch hielt aber gerade die englische Presse für die anständigste." Ätterley stieß ein heiseres Höhnen aus. „Ich kenne die Presse fremder Länder wenig, glaube aber nicht, daß anderswo so grausige Zustände möglich sind, wie bei uns. . . . Ja, nach außen hin wird der Schild immer hübsch blank geputzt. Aber die Rückseite ist vom Rost zersetzt und zerfressen . . . Was sind es denn auch für Leute, die zum journalistischen Berufe übergehen? Meist um die Ecke gegangene Schriftsteller oder Leute mit zweifelhafter Vergangenheit, die nirgendwo anders gut taten. Ich bm ja mit den meisten von diesen Herren bekannt geworden; ich bin Überzeugt, es ist in ganz Großbritannien kein Dutzend ehrlicher Kerle darunter. Zeitungsmensch sein, heißt bei mir so viel wie irgendwo einen dunklen Punkt haben. Ich fühle Mich innerlich gedemütigt, wenn jemand mich für einen Mann von der Presse hält . . . Dabei sollte Journalist ein Ehrenname sein . . . Ein Schandmal ist es aber heute. Mir tut niemand einen Gefallen, wenn er mich Journalist nennt. Ich verzichte darauf, mit Spitzbuben und Lumpengesindel in Reih' und Glied zu stehen." Longford fiel ihm ins Wort. „Nana, wozu so scharfe Ausdrücke? Sie Übertreiben, Herr Ätterley. . ." „Uebertreiben? Möglich. . . Wer, glauben Sie, daß der verantwortliche Leiter der „Preß Edition" ist, die ihre Ungriffe gegen mich gerichtet hat? — Sie werden vermuten, daß an so verantwortlicher Stelle — es ist doch sozusagen das Sprachrohr der britischen Zeitungsverleger — ein Herr sitzt, der Universitätsbildung besitzt oder wenigstens eine höhere Schule besucht hat. Der Herr, eben jener Whol- merton, hat nie eine Universität, nie ein Kollege oder ein Lyzeum besucht, sondern, wie er sich selber rühmt, nur eine Elementarschulbildung genossen, wie sie jeder Arbeiter nicht besser und nicht schlechter hat. Und wissen Sie, wer der ständige Rechtsberater der Zeitschrift und der ganzen Vereinigung ist? Ein Herr, der wegen Eigentumsvergehens vorbestraft ist. Jawohl, ein entlassener Sträfling! Mündelgelder hat er als Treuhänder unterschlagender ausgez,eichnete.Herr Enner, der dann . . . nun, es genügt wohl? Diese Herren, rin bildungsloser Ignorant uno ein entlassener Sträfling, Heben in unserer Presse den Ton an. Nun werden Sie vermutlich genügende Hochachtung vor den anderen Gtemerrten der britischen Presse haben. — Glauben Sie, daß daL i» Frankreich oder Deutschland möglich wäre?" „Nun verstehe ich doch wenigstens teilweise Ihren Brief an Lord Southriffe. Was hat aber gerade er mit Ihrer Angelegenheit zu tun?" „Nicht eben viel und doch genügend!" versetzte Ätterley bissig. „Ihm habe ich all die Jahre mein Leid geklagt. Er hat mir dann die Stelle an seinem Verlag verschafft gegen den Hungerlohn von zwölf Pfund im Monat. Er hat mir schließlich geraten, den öildungslosen Ignoranten zu verklagen und mit ihm zugleich eine Leitung, die pm Teil die Angriffe gegen mich durch Veröffentlichung ihrer Unverschämtheiten hervorgerufen hat. . . Sie erinnern sich, daß kürzlich noch Lady Edith von den Verleumdungen sprcnh, die gewissenlose Ehrabschneider über mich verbreitet hätten? . . . Und als es heute zum Klappen kommt, sagt der Schuft gegen mich aus!" Ec schlug mit der geballten Faust auf den Tisch, daß Gläser und Flaschen zitterten. Longford war die Szene peinlich. „Aber beruhigen Sie sich doch! Wir erregen ja unliebsames Aufsehen. . . Haben Sie übrigens keinen Schristi- ftellerverband, der Ihnen helfen könnte?" „Gegen die Schurkerei, meinen Sie? Gott behüte! Lord Southriffe ist ja Ehrenmitglied unseres Vereins mit eine« Jahresbeitrag von 50 P furch! Wir werden doch ein so schätzbares Ehrenmitglied nicht bekämpfen?" „Ich dachte ja auch nicht gegen Lord Southriffe, sondern nur so im allgemeinen!" Aber Ätterley schüttelte traurig das Haupt. „Hier kann nur' noch eins helfen, und das bin ich wirb lens zu tun!" Der Offizier beachtete dies nicht; er fragte weiter: „Sollte Ihnen die sozialistische Presse nicht helfend' Ätterley lachte bitter auf. „Die Sozialisten??!! Ich bitte Sie, Herr Hauptmannl Das ist doch die Partei, die den Grundsatz verficht, daß die andern zahlen sollen! Die werden doch nicht in den eigenen Beutel greifen! — Sehen Sie, meine Klage heute früh, die richtete sich nicht allein gegen den bildungslosen Ignoranten, sondern gerade auch gegen die „Labour Post", unser größtes Arbeiterblatt . . . Ja, die Sozialisten sind in ihrer Skrupellosigkeit am weitesten gegangen ,und trotzdem fand ihr Anwalt heute den Mut, mich einen Schädling nennen und es als ein Verdienst der „Labour Post" zu lobpreisen, daß sie den Finger auf die Wunde gelegt . .. Sie sind doch Flieger, wie ich erfahren habe? Es ist möglich, daß Ihnen in einer Gesellschaft der Bursche begegnet, der die Stirn zu dieser Dreistigkeit hatte. Er verkehrt viel draußen auf dem Flugplatz in Woolwich. Sollte Ihnen ein Advokat vorgestellt werden, — merken Sie sich den Namen: Burnham heißt der Lump!!" In Longsvrds Gedanken fuhr rin Blitzstrahl. 126 „Verkehrt beim dieser Herr Burnham in den Kreisen der Loseren Gesellschaft?" „Manche Kreise dulden ihn aus Angst .Denn Advokat und Zugleich Sachverwalter der „Labvur Post^', das heißt d-och Satan und Beelzebub in einer Person sein! —- Leute, die keine Angst vor ihn: zu haben brauchen, meiden unN verachten den Lumpen, dessen Gewerbe darin besteht, KU lügen und zu verleumden." Der Hauptmann nickte befriedigt. Aber er sah, daß das Gespräch ins Uferlose geriet. Gr mußte einzudämmen suchen. „Nehmen Sie es mir nicht übel; aber diese zahlreichen persönlicher Einzelheiten kann ich mir doch kaum merken. Ich glaube Ihnen, Mister Atterley! So wie Sie spricht, kein Lügner! Sie mögen manches von ihrem Standpunkt aus besonders scharf ausdrücken, — aber ich bin überzeugt, daß Sie die Wahrheit sagen, (und es war mir ganz allgemein, wie ich Ihnen offen verraten will, von bleibenden: Werte, einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissei: der berühmten siebenten Großmacht zu tun. Wie viele andere Dinge bat eben auch die Presse rhre Schattenseiten . . . Und was die Advokaten anlangt, — von denen habe ich nie sonderlich ltterley ließ sich durch die ruhigen Worte ablenken. „Da haben Sie übrigens das Geheimnis', weshalb die französisch« Republik auf keinen grünen Zweig kommt! führen!" Longford forschte weiter. „Und was sind eigentlich Ihre Pläne für die Zukunft, Wenn ich fragen darf?" Der Dichter setzte wieder seine Schauspielermiene auf. „Ich sagte Ihnen doch: ich bin es satt, meinen Leichnam Weiter spazieren zu führen. Ich bringe ihn in die Begräonis- anstalt. Ich will mich beerdigen lassen. Man hat das in London von 1915 sehr beauem: man braucht sich bloß von Lord Derby arüverben zu lassen!" .Der Offizier fuhr aus seiner nachlässigen Haltung hoch. „Sie wollen-aber ich bitte Sie, übereilen Sie doch einen solchen Schritt nicht! Sie sind doch verheiratet, haben Familie!" Da erzLÄte Atterley seine ganze Leidensgeschichte. Er Verschwieg nichts und beschönigte nichts. Ergriffen lauschte der H a uptmann. „Nun, sagen Sie selbst," schloß Atterley, „ist da mein Entschluß nicht das allerbeste? Bin ich. nicht allen zur Last, allen Feind? Wird irgend jemand mich vermissen?" Longford stützte den Kopf in die Hand und sann nach. Bergessen hatte er für eine kurze Spanne die eigenen Sorgen, vergessen den Zweck, der ihn herangefübrt: Hier war ein Mensch am Mg rund der Verzweiflung, dem mußte er helfen. „Wissen Sie, Herr Atterley, was Ihnen fehlt? Ein gesichertes Auskommen, in dem Sie nichts mit Zeitungsverlegern und Journalisten zu tun hätten." Der jimge Dichter stöhnte auf. „Gewiß, das brauche ich! Aber gefurrden ist's leider nicht von heute auf morgen! Zumal jetzt im Kriege!" „Ich habe da einen glänzenden Gedanken," kam es von den Lippen des Hauptmanns. „Sie beherrschen doch, wie ich aus unserer „Telegraaf"-Geschichte während der Fahrt von Harwich weiß, die holländische Sprache." „Ich kann Holländisch leidlich, lesen, sprechen weniger." „Das dürfte genügen. Die Stelle, an die ich eben denke, ist die Drahtnachrichten- und Briefzensur von Holland. Soviel ich weiß, wird da ein Beamter jetzt benötigt, wohl als Hilfszensor." Atterley horchte gespannt aus. Das Leben lockte wieder. „Und . . . würde ich da wenigstens zwölf Pfund im Monat bekommen?" „Wahrscheinlich sogar ein paar Pfund mehr, bei sechsstündiger Arbeitszeit!" Atterley jubelte. „Das . . . das wäre ja großartig! Nicht mehr Journalist zu sein, der anständige Kerl unter den Spitzbuben! Und dabei die herrliche Arbeitszeit und die bessere Bezahlung! Das wäre der Anfang zu neuem Ausstieg!!" „Frohlocken Sie nicht zu früh!" unterbrach Longford. „Senden Sie jeden falls den Brief an Lord Southrifse nicht ab! Stellen Sie ihn lieber vor die vollendete Tatsache, wenn Sie angestellt sind! Wozu den alten Herrn kränken?" „Ach, ich wäre ja froh, so seelenfroh. Sie ahnen nicht, wie ekelhaft und widerwärtig einem das Leben durch solches Gesindel werden kann. Aber das . . . das gäbe neue Hoffnung. Man könnte endlich einmal wieder aufatmen. . < Sagen Sie, werden Sie mir mit einer Empfehlung dienen können?" „Ich fürchte, daß dies nicht genügend Durchschlagskraft besitzen wird. Ich werde Ihnen lieber"-er zog eine Besuchskarte aus seiner Brieftasche und warf einige Zeilen darauf-„eine Empfehlung an meinen Vorgesetzten, Eolonel Visoonnt Brauch, geben. Gr chird Ihnen gewiß gerne Nlit einer weiteren Empfehlung an die Zensurbehörde dienen, und dann dürfte Ihnen die Anstellung allerdings so ziemlich sicher sein." (Fortsetzung folgt.) Hessen am Lheppqwald. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Cheppvwald! Das ist auch so ein altbekannter, verwünschter Fleck zerisse'nen. blutigen Erdreichs am heißumstrittenen Eckpfeiler der Westfront. Wie Höhe 344 oder Chaumewald oder Vanxkreuz ist uns sein häßlicher Name in Fleisch und Blut übergegangen. Das Äugen überliest's schnell; man denkt nicht darüber nach, will nicht Nachdenken, es hängt einern zum Halse heraus. Wie aber wär's, wenn unsere Getreuen, die Jahr und Tag dort im Grabenschlamm stecken, auch so darüber dächten? Wenn sie auch mit diesem Ueberdrnß und dieser Teilnahmslosigkeit ge-, sätttgl wären? Ihre Taten, nur lleine Bausteine im mächtigen Gefüge des Weltgeschehens, ihre Taten le'hren uns gottlob Sofi Gegenteil. Und so gering sie oft erscheinen im Rahmen des Ganzen/ in ihnen leben so viele edle Eigenschaften und für die Menschen- feele gewaltige Ereignisse, daß es Sünde ist, sie achtlos in die Vergangenheit hinüberMmnmen zu lasten. Auch das Unternehmen eines hessischen Regiments, das vor einiger Zeit am Cheppywald sich abgespielt hat, war solch eine glänzende Perle im endlosen? Kettengefüge deutscher Heldenstücke. Ein kühler, klarer Morgen: eine dünne Eisdecke spannte sich trocknend über den darunterliegenden morastigen Boden. Stille herrschte über dem Schlachtfeld, fast so, als ob beide Parteien den Wem anhielten, die einen in fiebernder Spannung, die drüben m sicherer Erwartung eines Angriffs. Und es war so. Wie die Minen-, ungeheuer und die Zentnerz>uckerhüte der schwersten deutschen Geschütze in den französischen Stellungen drüben zu Hausen beginnen, Und ihrer Wirkung vertrauend die tapferen Hessen imgesehen an die feindlichen Gräben heranMkommen hoffen, da zischt auch schon! aus der rechten Flanke der verderbenbringende Eisenhagel eines gegnerischen Maschinengewehrs. Ein Ausweichen gibt's nicht mehr. Und das Wort „Zurück" ist dem deutschen Soldaten verhaßter «äs der Dod. Deshalb weiter und durch. SBetm hier und dort ein! lieber Kamerad stürzt, so hält das den andern nicht aus. „Kann dir die Hand nicht geben, bleib dn in ewigem &&en." und in| verdoppeltem Zorn reißt, tritt, schlägt und wirft er sich durch das unheimliche Heulen und Seufzen der entfesselten Schlacht unH das entwurzelte, enthauptete blutgrinsende, verwunschene Zivis^n-, selb. Ta ist keine Zeit, an Gingst oder ans Sterben zu denken, vba ein Gedanke beherrscht diese gräßlichen Minuten "des Grauens: bei* ganzen Menschen zusammenraffen, sich nicht unterkriegen lassem, nur leben jetzt; leben und seine Soldatenpflicht tun. Und eh« dieser Gedankengang noch zu Ende überlegt ist, sind die aualani reichen, stundengleichenden Sekunden vorüber, die stolzen Stürme« fluten wie eine unverletzbare Stahlwellie über und durch das vordere, znfamwengestampfte Stcllungssystem des Feindes, einen Ranchwall krachender Handgranaten vor sich chersendend. Zum! Ausschnaufen fft keine Gelegenheit, wenn man sie dem Gegner nicht auch gönnen will. Hier stellen sich nur wenige Posten, sofern sie nicht die Flucht vorziehen; sie werden überranut. Plötzlich stutzen unsere Stoßtrupps! vor einen: steil abfallenden, etwa 15 Meter hohen Hang, an dessen! Fuß ein Waldwasser hinrauscht. Hurra! die Bachunterstände! das Ziel! Und ohne Besinnen wälzen fickt die Menschenwogen den rutschigen Berg hinunter, und jetzt beginnt ein heißes Ringen. Was jeder einzelne dabei schafft, erlebt und leidet, es ist nicht zu schildern; ec weiß es ja hernach nreistens selbst nicht mehr. ZW die Schrecken eines jahrelang dauerirdeir Grabenkrieges ziehen in einer Viertelstunde vorüber in tausenderlei Formen. Es ist ein stummes Ringen, ein brüllendes Aufeinanderstürzen, ein ächzendes Berzweiflungsstemmen, ein schmerzendes, tosendes, verwirrendes Knallen, Kläppern, Brandei: und Erdbeben. Maschinengewehre mit mengestürzt, und unter den schwierigsten und abentenerliiMen! Erlebniffen werden Gefangene gemacht. Dien: Unteroffizier Hübner! gelingt es, durch Tatkraft, Umsicht und blinden Wagemut ganzj allein 9 Mann aus ihrem Versteck zu ziehen. Was sich immer ab», spielt, es find tonnderbare Einzeltaten von Helden. Da hält die französische Artillerie mft ihrem „Dicken" ft 127 fett*, Meßt nrittm fet die Bachutttestände und hilft so. a kos mit an deren gründlicher Zerstörung. Unsere Stoßtrupps indessen haben ihre Aufgabe glänzend erfüllt und huschen mit 27 heilen Franzosen unter der gegnerischen Granatertsperre hrn-- durch wieder in ihre Ansgangsstellung. IM Grirnde genommen gleicht jedes Unternehmen dem vorigen ftr s«ner ganzen Art; das eine verläuft vielleicht weniger glücklich als das andere. Mer jedes liefert den neuen Jeweis für die Strammheit und gehobene Stimmung unserer Truppen. Man E mit stummem Starmen vor ihrer ewig jungen, unverwüstlrHen t und den! urwüchsigen Witz, der ihnen in rätselhafter Frische j die bittersten Kämpfe hilft uud sie den guten Mut nicht verlieren läßt. Mit ihnen ist, eine höhere Macht, dem: ihre Minderleistungen übersteigen längst daS Maß des Menschenmög lichm. Nach diesen: Vorstoß des M a i n z e r R e g i m e n t s herrichte zunächst Ruhe im Abschnitt, bis dann am Mend des 16. März Hinter einer zehnstündigen Feuervorbereitung her die Franzosen etn-en Massenansturz ansetzien, der sie in den Besitz einiger Gefangenen und Beutestücke brachte. Aber dann mußten sie abermals me sicheren Hiebe der gegenstoßendeu Hessen fühlen und aus den Weinen besetzten Stützpunkten heraus in ihre übel hergerichteten» Gräben zurückeilen, link seither haben sie es vorgezogen, dort zu bleiben. Leutnant Kunzmann, Ossizierskriegsberichterstatter. Kapitän Tisssw. Bon Georg Engel. ES war ein frostiger Wintertag, spitze Schneekörper stürmten trug dem grauen Nebel hervor, und durch die Straßen der großen Hafenstadt wehte alles Lebende aneinander vorüber, Me ge*, räufchbose Schatten hinter bebenden und nassen Schleiern. Da traf ich ihn. Er stand über das Geländer des weiten Bassins gelohnt, das wie ein ungeheurer, welliger Markt mitten iu der volkreichen Stadt ruht, und er sah zu, wie sich die Möwen auf dem Eise ihr Futter suchten. Verwundert sprach ich ihn an, denn er war der Hafenmeister eines fernen, winzigen .Mündungsdorfes an der Ostsee, und ich wußte, daß er seit Menschengedenken nicht auf Reisen gewesen. Za, man erzählte sogar von den: wunderlichen Menschen, daß er das Meer nicht kenne, oder doch zum mindesten ein innerliches Grauen vvr dem Wasser hege. Eine seltsame Erscheinung unter all den unbekümmerten Schiffern und Fischern dort draußen an dem grünen Bodden. „Guten Tag, Kapitän Tissow!" „Tag." Er schreckte sichtlich zusammen, als er einen Bekannten gewahrte, fuhr sich einmal hastig über den runden, grauen Bart und wandte sein durchfurchtes Erficht wieder den Möwen zu. „Was treiben Sie hier?" „Ich?" Ter Hafenmeister zuckte zusammen und suchte augenscheinlich nach einer Antwort. Tann gab er, noch immer abgewandt Und nicht ganz sicher zurück: „Ich bin angeworben als Steuermann auf einem Hilfskreuzer." „Sie?" „Za, und nvorgen stehlen wir uns schon heraus." .Sa, aber-" Mein Befremden über den Entschluß des Wasserscheuen mußte sprechend und unverkennbar^sein, denn der Untersetzte Mann kehrte sich mit erneut schweren Seufzer plötzlich zu mir, schob seinen nebelnassen Arnl fast bittend unter den meiiren und rang sich murmelnd und stockend etwas kaum Verständliches ab: „Run ja — die Tage gleichen sich nicht, und man kann nicht alles nach den: Lineal abmessen. Aber tvie ich höre, kommen Sie ja viel mit Menschen zusammen und wollen ein Kenner sein, vielleicht können Sie mir deshalb auch sagen, ob ich groß unrecht habe." „ . . Ich erschrak über den verstörten Ernst ferner Züge: „I«, worum handelt es sich denn, Kapitän?" „Tas werden Sie alles hören, wollen uns erst still zusammensetzen — nicht hier — nicht hier." * Unruhig zog er mich mit sich fort, und erst nachdem wir in eins dieser kleinen Kellerlokale hinabgestiegen waren, und er sich in den dunkelsten Winkel gedrückt, begann er, gesenkten Hauptes, als spräche er alles in die geschwärzte Tischplatte hinein. Ich aber werd's mein Lebtag nicht vergessen. „Sehen Sie: ich weiß, man munkelt allerlei dummes Zeugs von mir, ich wäre gar kein richtiger Seemann, oder ich möchte das Wasser nicht leiden. Mles Schnack." Er lachte halb ingrimmig und halb versonnen in sich hinein. „Ter Grund steckt ganz wo anders. Ein Weib natürlich, und obendrein mein eigenes! Sie gucken mich so verwundert an, nun ja. Die haben meine Luise nicht gekannt, als .sie in Blüte stand. Sie is wohl noch immer schön und.eben, aber damals zu ihrer Brautzeit, da war sie, wie solch junger Kirschenbaum in seiner Mißen und wsigen Pracht. Es gab nichts, ums ich ihr nicht zuliebe tat, und selbst ihre Angst «nd ihren angeborenen Schauder vor der See nahm ich lachend in beit Kauf, denn sie war eine Küstertochter tief aus, dem Binnenland, und manche Menschen können die See nicht ansehen, ohne weiß und bläß zu werden. Aber damr kam's. Kürz nach der Hochzeit, ich hatte Mein Steuermannspatertt in der Tasche, da sollte ich einen eigenen Zweimaster nach Archangelsk bringen. Allein das war rtteW so einfach, denn meine luuge Frau benahm sich ganz verstört. Jede Macht rvurde sie von demselben bösen Traum geplagt: dann sah sie mich als Ertrinkenden mitten in einem unendlichen Wasser, und in ihrer Vorstellung tauchte ich nrit dem Kopf doch nninal empor und schüttelte mich, daß die Tropfen klirrend gegen die Scheiben ihrer Schlaf kämm er fuhren. Am Mor» igen, als ich nun doch absegelte da warf sie sich vor mich hin, und ich mußte erst über sie sortstetgen, bevor ich die Tür .hinter mir sMießeu tonnte. Tas Weitere wissen Sie. Es Muß wohl doch Augen geben, die weiter dringen, als der gewöhnliche Menschenblick, denn im Nordmeer in einer stockfinsteren Seenacht sank mir wirklich mein Schiff — Fortuna hieß es — geborsten und zerkracht unter den Füßen weg, und ich lag als' der einzig Lebende Unter den eisigen Schollen und schüttelte mich, ganz so, tvie mich meine junge Frau so oftmals geschaut. Tann kaut ich nach langer Zeit elend und entkräftet nach Hause. Jedoch meine Frau empfing mich nicht so, wie ich es ,mir ausgemalt, sie tat nicht so an mir, wie es sonst wohl junge Weiber in den Jahren der Sehnsucht pflegen, und erst nachdem mein uirgestümes Herz des Fremdsein nicht mehr länger ertragen konnte^ da nahnt sie mir einen Schwur ab — hören Sie wohl, Herr — euren Schitour, der mich verpflichtete, kein Schiff mehr zu betreten. Nie wieder. Eher wollte sie sich nicht als zu mir gehörig betrachten. War es Liebe? War es Kurzsicht? Was weiß ein Weib davon, wohin Männerdrang, geht? Aber ich, ich war ihr von Herzen ergeben und wollte Frieden um mich haben, und so tat ich nach ihrem Willen. ,Jch zog mit ihr nach dein Münduugsdorf am Bodden, nahm di« städtische Hafenmersterstelle an und lebte fortan von meinenr Beruf, wie in einem stillen, lautlosen Gefängnis. Ein paar Jahre nachher aber, da kam noch einmal das Glück zu uns. Unser Erwin wurde uns geboren, unser Einziger. Sie kannten ja den prachtvollen Jungen. Wer ihn einmal lachen gehört, der vergißt ihn nichts Wie auf Sonnenstrahlen ritt der Bengel durchs Leben, und was er anfaßte, das gelang ihm auch. Natürlich hatte seine Mutter m ihrer Herzensangst dafür gesorgt, daß er möglichst weit von mir Und meinem ehemaligen Stand entfernt würde. Und da das Glück mit ihm ging, so war er bald erster Zeichner dort drinnen in der Werst. Ich weiß, der Junge fing schon an, nach den Mädchen auszuschauen ustd sie nach ihm — da, eines TageS, da hob dieses größe Bölkerringen an, und dann —" Ter alte Kapitän stockte, er scheuerte mit der Faust hastig auf der Tischplatte hin und her, als müsse er irgendetwas fortwischen, und nach einer bangen Pause fiel sch ein: „Es ist mir bekannt. Eines TageS, da war Ihr Sohlt verschwunden." „Richtig," der Kapitän ntckte, „weg — sortgelaufen nach Kiel. Zur Kriegsmarine. Es steckte rhm im Blut, es ließ sich nicht ändern." - . ^ w t Und nach einem kanten Schweigen raffte tch mtch Meder zu der Frage auf:' „Und Ihre Frau, Kapitän! We hat dis ausgenommen?" i „ „ „ „Meine Frau sprach kein Mort. Nur Manchmal bltckte sie mich an, als hätte sie eme heimliche Anklage gegen, mich. Tann langten noch ein paar muntere und strahleitde Briefe an. Und zuletzt, nach der Seeschlacht, da traf nur noch einer ein. Nicht von ihm. Ten fing ich ab und las ihn allein und fleckte ihn heimlich zu mir, d«m tch glaubte es nicht. Aber sehen Sie, dicht Witte; meinen Fenstern, da lag der Hilfskreuzer, den, sie bei unS in der Werft ausrüsteten, und der junge Korvettenkapitän, der ihn kommandierte, der war auch in der Seeschlacht dabei gewesen. Da könnt' ich die Ungewißheit nicht länger aushalten und ging raus und fragte nach Erwin. Ter Kommandant blickte mich« eine Zeitlang mit seinen jungen Augen an und sprach kein Wort. End-, lick/ nahm er meine Rechte zwischen .seine Hände, drückte sie mit aller Kraft und brachte wie zum Trost hervor: ^,Ten Weg gehen, wir alle. Morgen dampfen auch wir ab. Und es fehlt mtr nur noch ein zuverlässiger erster Steuermann. Tenn die Sorte ist selten. Kapitän Tissow, wie wär's? Wollen Sie nicht an die leere Stelle treten?" Herr, als er des sagte, da war mir's, als ob mein Haus versänke mit allem, was darin jemals geschah — ich hörte nur immer das eine „an die leere Stelle — an die leeret Stelle", und es hallte vor mir so ein fernes, goldenes Lachten., Sv", der Seemann erhob sich, warf ein Geldstück auf den Tisch und! darauf machen, ob ich am Ende nicht doch ein Lump bin, der sein Wort nicht hielt." Schwerfällig stieg er die Kellertreppe m die Hohe. Tief atmend blickte ich ihm nach — und weiß Gott, ich Hab ihn aller Sünden ledig gesprochen. \ Die Bibliothek. Vort Eugen Szatmari. Es lebte einmal iin Osten einer großen Stadt und lebt jetzt im Westen derselben großen Staadt ein reicher Mann, der die Kriegszeit gehörig .cmszunützen verstand N verstand es, so gut< daß er Ud\t sonst ziemlich langwierige Ost-Westrerse m zwei knappen Jahren zurücklegte. Nun saß er im vornehmen Westen, in seiner prachtvollen ZwUf-Ztmmer-Wohnimg mit WarnEasser, Vakuum, .Wandttesor und, elektrischem Stiefelputzer, aber sein Herz fmtd keine Ruhe. .Nein. 128 Es dürstete Wt nach Mldmrg- ^ ^ . Er hatte nur Kr oft von den protzenhafkm EmporWmnrMigLN' aÄesen die sich in ihrem rr-eueu Reichtum verstaudmsÜos breit- St hatten.ohne sich um die Vervoflch.mnnmrg ihres Geistes »n kümmern, ohne danach getrachtet zu haben, , it-cC> auch Mistig in die höhere Sphäre des Westens emporzuschwmgen. Anch zuletzt Las er in der Zeitung eine beißende Satire von solch einem Wann, der sich eine PvachwAe Villa rm GrunewaL KusaminenMhcmrstert hatte — eine Villa, ine mrt QeldruckeN Mschmückt war und der die Mbliothek fehlte! . Er empfand einen tiefen Widerstmllen gegen enie derartig Unbildung. Aber er wollte ein Beispiel geben. In ferner Wohrrung mußte ein ganz besonderes Bibliothekzimmer emgenrytÄ werden. Und so geschah es. Das Eckzimmer wurde MM ^Bücherzimmer eingerichtet. Bier große Bücherschränre standmi an den^ Wauden, bereit, mir die Bücher fehlten. . Da ging er in eine Buchhandlung hinein. Es war nicht m oft vorgeLmimen m semüm Wen. , Ich möchte mir eine Bibliothek ernrrchten, sagte er gela,sen. ZL At- ÄSÄI'a «03 B . ich brauche achtündvierzig Meter Bücher. Acker Mbnnoeru ' Ter Buchhändler roar in eine Weine Verlegenheit, geraten. „AclKundvierzig Meter?" fragte er staunend. „Sie verzerhen ^ — Herr . . . aber ich verstehe nicht ganz. , Mer das ist doch sehr einfach! M.h-be vier Bücherschrank bianerr lassen m vier Etagen — je drei Meter . . . das such tm ganzen achturidvierzig Dieter. . . sovielBücher brauche ich. Sie wurden ihm geliefert. In Leder und Lernen. Der Maikäfer. Mit dem jungen Laub der Baume erscheint alljährlich muh bet Maikäfer und beschließt schon nach etwa 1 Vs Buchen fern sthwärmendes Dasein, nachdem das Weibchen'>rch,zuvor^stuwr Emc entledigt hat. Es verbirgt dre^ben, m der feuchten, wMNWii Erde, etwa 10—80 Kusanmien m eurer mastigen 2 kann Ehmen, drß der Ms« nwhrece solch« LegchAlm aussucht, da die Zahl der abgesetzten Gier, für gedes Welchen 60-BO beträgt. Egen den Hochsommer en 1 ;techausd«nE die Bane »>r d» Ewrita«, «*_ Ont S^%!»J tt te n V£5 Boden der Wiesen und Aecker, mrt nnersäErcher Gier die Wur- whi der jungen Halme 'zerstövend rurd verzehrend und, wohl ganze irrten vernichtend, bis im Bause des dritten Wahres un Sommer sich der Engerling tiefer vergräbt und verpuppt. A^ser Hülle liegt der Käser nun schlafend da, Berne und Jnhleranden Leib gezogen die Freßu-erkzenge in lmfcdttger Ruhe, die indes nicht lanM währt; denn nach einer voAkommenen stchhe von etwa 8 Wocherr beginnt der erwachte Käser nach und nach ans Tageslicht emporMsteigen. Anfangs noch blercl>, nimmt « bald ieme eigentliche Färbung an, drincft iimmer werter rrach oben .und beainnt endlich im April oder Mar feine schnurrende Aussahrt. gf?ft Ä H -uv!n- 3ofr«. Schwärme von Mcukäfern erzen gen. Eigentümlich ist, der Umstand, daß die Engerlinge M ihrer Entwicklung nicht überall dre § lei che Zeit bedürfen, penn wahrend dieselbe für Nord- und ltitchldeutschland 4 Jahre, für Ostprecrßen sogar 5 ^ahre b«ragt. beschränkt sie sich in Süddeutschlcmd, iN der Schwerz und m Fmnk- reich auf 3 Jahre. Der große Schaden, den der fertiM Kas« sowohl, als auch der Engerling yor 50—70 Zähren m Feld, und Wald angerichitet haben und lvovon wir uns heute aus eigner Anschauung keinen Begriff mehr machen können, , hat zu emem allgemeinen Vernichtungskrieg Mgen , diesen Schädling geMhrt. So wurde z. B. in dem starken Flugjahr 1864 rm Bereiche des landwirtschMichen Vereins der Provinz Sachsen die aktenmaßig belegte Menge von 30 000 Zentnern von Maikäfern zusimrmen- gebracht, die in heißem Wasser getötet und mit Kalk und Erd« geschichtet zu Kvmposthaufen verarbeitet wurden. Dieser Feldzug hat entschieden gewirkt und gezeigt, was gemeinsames Vorgehen in dieser Beziehung Kr erreichen vermag. So führt man seil einigen Jahren schon einen ähnlichen Kamps Mgen die furchtbare Raupenplage des Goldafters im Berliner Tiergarten, ohne indes bis jetzt einen rechten Esolg erzielen zu können. So sollte auch bei Ulis jeder Gartenbesitzer stets ein Auge haben auf das Ungeziefer, damit es rechtzeitig und wirksam bekämpft wird. Büchertisch. — Hessisches Sagenbuch vvn Emil Schneider, N. G. El wertst"che Verlagsbuchhandlung (G. Braun) Marburg. Pr. bwsch. 2 Mark. Tie 3., vermehrte Und erweiterte Auflage des beliebten Sagenbüchleins ist soeben erschienen, wiederum reich aus^ gestattet mit den vortrefflichen ZerchrümmM von O. Ubbelohd^ Es eriibrigt sich, auf den bekannten Z'nhalt des MerkeS näh« eü^ zugehen, nur sovick sei wieder gesagt, daß selten m so geschickt^ Weise Sagen aus Geschichte, Mythos um BolkÄnuud stammMh zufanimengetragen sind. In der BolkssaM prägt sich ber Volks- charakter aus, rnrd was der Verfasser hier von unserem Heffenlnnd« zu sagen iveiß, die Art, wie er die überlieferten Lxigen anordM Und wiedergibt kann als vorbildlich bezeichnet werden. — Die erst« ausführliche Ueb ersichtskarte dsr Ukraine liegt in einem schönen, 80:110 Zentuneter großen Blatte Jwr und zeigt, tvelch geloaltiges Gebiet die junge RepubM umfaßt. Das riber die zum Teil -noäjj stricht ganz seststehendKy Grenzen des neuen Staates hinausgreifende Blatt 'enthärt daS ßanze Gelände zwifchjen WarscAu—Dsostau— dern Kaspischen irtw Schwarzen Meere —Varna—Sofia m sehr reicher Bescyriftnng, die namentlich die EiMbahnstatsonen hefonders berüchrchttgt mw Aw gaberr über die Standorte der Kohlenbwgstoe rke, ^Eijenerzberg^ neuen Grenzen nach dem Frieden von Brest-LitowÄk auch schoß eingetragen. (Verlag G. Freytag und Berndt, Wien ^ II., ^'jptten^ ' —^Goldene Worte Hindenburgs. Aussprüche.mL KnndgebnnMn nebst eurem Lebensbilde des Feldherrn von VrcM Ottmann, Verlag Ernst Busse, Berlin. Preis kart. 1 ML. Gietzener Hausfrauen-Verein. Kochanweisungrn. ' Kerbelsuppe. Man Locht geschälte, geschnittene Ka^ tofseln in Salzwasser ob oder nimmt Kartoffelreste, die durch die Pivesse gedrückt oder ans'dem Reibeisen gerieben wer^n müst sen. Diese Masse wird sehr vorsichtig, damit es keine Klumpes gibt, unter fortgesetztem Rühren mit leicht gesalrenem Wasser, eoeü Brühe gekocht. Tann gibt man beliebig viel seMMhacktes frisch« Kerbelkraut dazu, läßt es einmal mit auffochm, schmeckt^ nach Salz ab und richtet in erwärmter Terrine an. Gerüstete Weitz^ bvotwürsel sind eine sehr gute ZugabeKU der Suppe. , Meerrettichkartoffelil. Man kocht Mirtosflun m bet Schale, gießt sie ab lind schneidet sie in Scheiben. Tann reibt man ein Stück Meerrettich macht von Mehl in Fett eure hellgelb«! Embremre. die man mit heißenr Wasser, Knschpnbrül« oder Brüh« aus einem gelösten Brühwürfel vermocht und fügt Las; und Mrwbenen Meerrettich dazcc. Dann läßt man die Sotze, er flüchtig anffochisn, so daß die Schärfe des dÄseesettichs sich verkocht- Mcn werden die KarbrffeLn rn der Tmrke umgeschwenr verdibEr. Kaninchenkkopse. Gehacktes Kmmtchensleisch wird nM gehackter, in etwas Fett geschmorter Zwiebel, salz. Pfeffer, MM tveichtem, altbackenenr Weißbrot oder geriebene« rohen oder ge-, kochten Kartoffeln vermischt, so daß ein Teig «rtsteht, der, gut hält. Aus diesem Teig formt marr Klopse, die man nach Pelieoerß entweder in siedendein Ärlzwasser gar kochen oder ans der Pfanne aus 'beiden Steinen braten kann. Wenn ncan sie kocht, sv be-> reitet mau vorr Mehl und einer Spur Mriebener Zroiebel in Fett errre Helle Einbrenne, verkocht sie mit etwaS von dem Kdchtz Wasser der Klopse zu einer Tunke mrd würzt mit Effig, Zuckerl und Salz nach Geschmack. Kartvffeleier mit Rhabarbermus. Man bered, tet einen festen, nicht bröckelnden Teig ^aus kalten, geriebenen Kar». tofseln und Grieß, einem Gr, etwas iZucker, Mandel- oder BanilLss Esserrz. Daraus formt man Klöße in Eiform mrd kocht sie ini Salzwasser gar. Aus runder Schüssel mit dick eingekochtem, pH Gelatine gesteiftem Rhabarbermus anrichten. g Magisches Quadrat. * 1. Gespinst s. Musikstück. 3. Berg in der Schweiz. 4. Charakterzug. In die Felder vorstehenden Quadrats sind die Buchstabe« AA, v, EE, GG, IIII, NN, RER derart einzutragen, daß die vi^ wagerechten Reihen gleichlautend mit den vier senkrechten sind und Wörter von der beigefligten Bedeutung ergeben. Auflösung des Mtsels in voriger Nummer r Zeichnet Kriegsanleihe. Schrrstlültuna: W. Meyer. — ZwillingSrnnddruck der BrLbl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.