Btn6 Londoner Erzählung aus den Spätherbsttagen 1915. Bon Justus Schventhal. . ' (Fortsetzung.) „Lexy, Lexy!" stieß er hervor. „Wir iverden den Prozeß Verlieren/' Sie versenkte sich in ihre Arbeit, als kümmere sie das nicht. „Dieser Schuft, dieser SoUthriffe hat... hat gegen Mich ausgesagt heute." Die Nadel hüpfte ernfig auf und nieder. Er schob widerwillig den Teller mit dem Weizenbrot zurück. „Uicd dar rührt dich nicht?" Die dunklen Augen ruhten für eine Sekunde aus ihm. Sie zuckte mit den Achseln. Seine Stirnaber schwoll an. Er schleuderte wild den Stuhl hinter sich. „Du sagst kein Wort?" ' 1 Starr blickte sie ihn an. Aus ihren Lippen wich die letzte Röte. „Mas soll ich denn sagen'?" höhnte er. „Was soll ich denn sagen? Ja, ist denn die ganze Welt gegen mich verbündet? Feinde draußen! Feinde im Heim!" Er röchelte. Dann ging er auf sie zu und faßte sie an ihrer schlaff mederhängenden linken Hand. „Lexy," bat er, „Lexy, kannst du mir denn nie verzeihen? Du mußt mir helfen, hörst du, du mußt mir jetzt helfen. Ich brauche dich! Ich brauche dich! . . . Herr Gott im Himmel, ich nmß einen Menschen jetzt haben! . . . Du bist ein Weib, bist mehr, bist mein Weib, die Gefährtin meiner Not? . . . Ahnst dn denn nicht, was auf dem Spiele steht? Es sind nicht die zwanzig, dreißig Pfund, die der Prozeß kostet ... es ist mehr, es ist . . . nicht ans'zudenken ist es ... Ich bin zu Tode gemartert . . . erdrosselt bin ich, erdrosselt von diesen Hunden!" Er sank erschöpft aus den Stuhl zu ihrer Linken. Ihre großen Augen füllten silch Mit Tränen ... Da hörte sie aus der Küche ein Wimmern, die Stimme ihres Kindes, . . . und ihre Augen wurden hart wie Stahl. . . Sie entzog ihm ihre Hand. „Tu weißt, was Mischen uns steht!" hauchte sie und ließ ihn allein. . . . Sie hatte . . . kein Mitleid mit ihm. Sie konnte nicht vergessen . . . „Du weißt, was zwischen uns steht!" Gleich glühendem Eisen bohrte sich das in sein Hirn. Ja, er wusste . . . freilick) wußte er . . . und ' hätte er's je vergessen, das klägliche Wimmern seines Kindes hätte es ihm in die Erinnerung zurückgerufen, das Wimmern des Unschuld! gen Opfers. Es würgte ihm in der Kehle. - Und wieder stand das Bild vor feinem geistigen Auge ... Es war ein später Herbstabend wie dieser. Er w-ar nach Hanse gekommen und hatte das dicke Paket vom Alhambra- theater vorgefunden. Sie hatten ihm sein Stück zurückgeschickt. Er war niedergedrückt, gleichwohl nicht zerschmettert. Seine Frau war zu ihm getreten, hatte seinen Kopf in ihre beiden Hände genommen und ihn zu trösten gewußt. . . . Und plötzlich, wie unter einer Eingebung, war sie hinausgeeilt, in ihre Winterjacke geschlüpft und hatte ihm mir zugerufen: „Ich bin gleich wieder da!" Wütend hatte er das Paket mit dem Dramenmanuskript zur Erde geworfen. Die Blätter flogen wirr über den Teppich. Er ärgerte sich über seine Frau. Me konnte sie ihn in dieser Schicksalsstunde verlassen? Nein, . . . Und seine Gedanken hatten die Tochter des ZeituugsWnigs gesucht, . . . nein, Lady Edith hätte das nie getan. Dazu empfand die Tochter Lord Southrifses zu fein. . . . Ja, ja, so dachte er damals ... Es gab eine Zeit, da er so töricht war. ... Und dann hatte er das Fürchterliche gesehen. Das spielende Kind, das die Blätter vom Boden' aufgehoben und eines nach dem andern, eines nach dem andern, sein ganzes Werk, die Arbeit vieler Nächte, vieler Monate, in das lodernde Feuer im Ofen geschoben. Emen gurgelnden Schrei hatte er ausgestoßen und war aus den Kleinen zngestürzt, hatte ihn zurückgerissen. . . . Zu spät. Kaum zehn Seiten von den hundertzwanzig konnte er retten . . . Eine breiige Welle Blutes war in sein Hirn geströmt. Er hatte den Kopf des kleinen Wesens zwischen seine rohen Fäuste genommen und, ohne des mörderischen Geschreis zu achten, unter wahnwitzigen Beschimpfungen gegen die Kccheln des Ofens gestoßen, in sinnloser Wut, wieder und wieder, bis das Kind nur noch leise stöhnte und schließlich ein Blutsturz. der aus Mund uitb Nase brach, auch dem Stöhnen ein Ziel setzte. ... Dann war eisige Besinnung über ihn gekommen. Leblos lag der Kleine am Boden. Er ... er hatte sein Kind gemordet. Behutsam hob er den winzigen Körper aus und bettete ihn auf den Divan. Er beugte sich über das kleine Herz. Es schlug noch Er rannte in die Küche und holte ein feuchtes Tuch. Sorgfältig reinigte er das blasse Gesichtchen von den Spürer des Blutes. Da klingelte es draußen. Seine Frau kam zurück. Froh und guter Dinge. „Siehst du?" plauderte sie lachend. „Da hatte ich zu Christmas ein paar Schilling für dich gespart. Sollte eine Ueberraschung werden. Aber ich denke, für dein seelisches Gleichgewicht wird heute eine Flasche Tokaher von nöten sein.'— Hier! Sieh her!" 114 - Und sie schwang triumphierend die Flasche mit dem Ungarwein. , ^ ^ ' Sie sah nicht, wie schmerzlich, ww "qualvoll diese Worte her Liebe in diesem Augenblick für ihn waren. Und seine Kehle brachte keinen Laut hervor. Erst sein Schweigen ließ sie stutzig werden. „Nun," scherzte sie, „nicht einmal einen Kuß gibst du mir?-Aber was ist dir? Um Gotteswillen, was ist geschehen? Du . . . du blutest ja und hier --" sie waren tu die Küche getreten-„dies blutige Tuch . . .? ? !" Da errdlich hatte er rauh die Worte hervorgepreßt: _ „Nein! Ich. . . ich blute nicht. Tommy ist. . . ich habe . . . Tommy hat mein Drama verbrannt, und ich habe ihn geschlagen." . t w Mit einem fast tierischen Aufschrei, in dem alle Ahnutr- gerr des Schreckens widerzitterten, war sie ins Zimmer ge- ftürgt, wo der Kleine noch immer schwer atmetrd lag. Er wollte ihr behilflich sein und den Knaben zu Bett bringen. Aber schützend hatte sie den Leib vor den Kleinen geschoben. Zornblitzend drohten ihre Augen. „Rühr ihn nicht an, du! Du, Teufel, du!" . . . Der Knabe war dank ihrer pflegenden Aufopferung genesen, aber von Stunde au schwachsinnig geblieben, ßx hatte die Sprache verloren, lallte meist unverständliches Zeug Und lachte ein blödes Narreulacheu. Nur, wenn er seinen Vater sah, wachte die Erinnerung in ihm auf, und er begann zu wimmern, ja zu zetern, wenn man ihn nicht schleunigst ans dessen Nähe brachte. — — Und dabei liebte James Atterley den kleinen Tommy. Es hatte keinen glücklicheren Vater gegeben als ihn. In einem wahren Freudentaumel hatte er gelebt, als^ der Kleine zur Welt gekommen war, Und wie dann der Verstand allgemach erwachte. . . Als der zahnlose Säuglingsmund sich zum ersten Male zum Lachen verzog . . . All die halb- vergessenen trauten Bilder tauchten auf. Wie manch kostbare Stunde der Arbeit hatte er für ein Lächeln seines Kindes geopfert! Auf allen Vieren war er durchs Zimmer mit dem Kleinen gekrochen und hatte Pferdchen und Reiter mit ihm gespielt. Wie der Kleine gejauchzt, wenn er aus dem breite!: Rücken seines Vaters Hopphopp durch die Stube ritt! Und nun . . . ? Nein, er hatte sein Kind nicht gemordet, nicht gemordet. . . Es lebte, das Denkmal seiner Wut und Schande lebte! . . . Was er getan, war schlimmer als Mord gewesen. . . . Mit Geierschnäbetn fraß die Reue an feinem Herzen . . . Und damit war das Maß seiner Schuld nicht ansgeschöpft. Es stand noch mehr zivischeit ihnen. War er nicht entflohen vor dem schwachsinnigen Kinde, entflohen vor der stummen Anklage der großen dunklen Frauenaugen? Hatte er nicht bei Lady Edith Trost gesucht? Er begriff das alles heute nicht mehr. Wie ivar es möglich, daß dieses seelenlose Geschöpf, dieser Vampyrmund, der nur nach den Küssen des unglücklichen und verkannten .Dichters lechzte, ihm ein feineres Verstehen seiner leidenden Seele vorgaukeln konnte? War sie wirtlich ganz seelenlos? War nicht ein Glimmen des göttlichen Funkeris auch bei ihr Au verspüren? War das alles nur Sittnestäuschung, wenn sie ihm Troftesworte gespendet und Hilfe zugesagt? Hatte sie ihr nur umgarnen wollen, um die paar Küsse ekstatischer Leidenschaft zu erhaschen und ihn hernach zum willenlosen Werkzeug ihrer Laune zu erniedrigen? Und was fesselte ihn heute noch cm sie? Was drängte, trieb, stieß ihr: in ihre ß^ewalt? War's Liebe? War es der Haß des Betrogenen und Selbstbetrügers? — Sein Verstand versagte dem Rätsel gegenüber. Er drehte die Gaslampe aus urtd begab sich ins Neben- Kimmer. Dort im Dunkeln ließ er sich in der Schreibtisch- scke -nieder und grübelte weiter. Nicht frei kommen können aus den Banden des verführerischen Weibes! Nicht freikommen können! Immer und immer eine Widerholnng jener Stunde höchster Leidenschaft herbeisehnen, da seine Lippen auf ihren Lippen geruht! Wissend und sehend vorn Wege ab zunr Sumpfe schreiten! . . . Ja, sie war die echte Tochter des ZeitungsköNigs. Sie verbrauchte Menschen, gleich ihrem Vater: Wie andere Blumen von den Wiesen pflücken und sie spater achtlos auf best Kehricht werfen, so pflücken jene — — Menschen und Aehen sie auf dern Kehricht verdorren, verenden. Urplötzlich sah er klar. Dü"?r Lord Southrifse wünschte nicht, daß er hochkam, der wollte ihn klein und geduckt. Er hatte ihn znm Spielen I verleitet, um ihn in seine Gewalt zu bekommen, er hatte ihn zu sich ins Haus geladen, um ihn dem eigenen Heim zu ettt- fremden, —er hatte ihm die Stelle in der Zeitung gegeben, um ihn zjum Sklaven herabzuschrauben. Und er, — er hatte seiner Frau vorgeredet, er müsse diesen reichen Leuten gefällig sein, um wirtschaftlich vorteilhafter gestellt zu werden; wenn er öfter bei dem Zettnngs- Lönig als Gast erscheine, werde er Nutzen haben . . . Und dabei hatten jene ihn ausgenützt, sein Rückgrat in tausend Stücke gebrochen, seinen Knochen das Mark entzogen und ihm für zwölf Pfund im Monat seine Freiheit aogefellscht. Das alles sah James Atterley mit einem Male erschreckend klar, und ein ekles Gefühl stieg ihm vom Schlunde in die Kehle herauf. Ein namenloser Haß gegen die ganze Menschheit zerwühlte sein Jntreres, er hätte sie alle ohrfeigen, ihnen die Schande ins Gesicht schleudern, sie ait* speien, martern mögen. -Ihn fröstelte. Er lehnte sich an den Ofen, um feilten erstarrten Adern etwas Wärme einzuslößen. Doch der Ofen war kalt. Er schien seit Tagen, vielleicht feit Wochen nicht geheizt zu sein. Freilich, — die Kohlen! waren teuer.. Man mußte froh sein jetzt im Kriege, wenn man ein Zimmer beheizen konnte. Und dann auch wozu dies Zimmer Heizen? Seit jenem Abend, da er sein'Kind zum geisttgen Krüppel geschlagen, hatte er keine zehn Stunden mehr in seinem Arbeitszimmer gesessen. Er fand nicht den Mut, er fand die Sammlung nicht zu einer größeren Arbeit. Immer und immer sah er sich selbst, den vor WUt geifernden Mann, der das arme, unschuldige Wesen, das sich nicht wehren konnte, mit dem Kopf gegen die harten Ofenkacheln stieß. Mit ehernen Geierschnäbeln fraß die Rette an seinem H erzen. . . . Er trat znm Schreibtisch zurück und steckte die Petroleumlampe an. Das gab doch wenigstens etwas Würmo. Richtig, da lag ja noch der Brief. „Dringend! Eilt sehr!" war auf den Umschlag gestempelt. Cr riß ihn neugierig aus und nahm verwundert ein gedrucktes Schreiben heraus, einen Werbebrief von Lord Derby, der noch immer sein Heer bott drei Millionen' „Freiwilligen" nicht zusammengetrommelt hatte. Hysterisch lachte er auf und warf das Schreiben zerknüllt in den Papierkorb. — Dann nahm er vom Kleiderständer im Borraum seinen Wintermantel, warf ihn sich als wärmende Decke über die Knie, breitete einen Qnart- bogen über die Schreibunterlage und begann gu schreiben. Einen Brief an Lord Southrifse. Er dachte dabei nicht im entfernteste'.r daran, diesen Brief abznsenden. Aber er hatte die Gewohnheit,- wetrig- ftens in etttem nicht abgesandtett Brief jedem, der ihn gekränkt hatte, die ungeschminkte Wahrheit zu sagett. Er vernteinte, das seiner Gesmrdheit schuldig zu sein, irtdem er deir infolge der Kränkung erhöhten Blntandratig tiach dem Gehirtt lvieder in friedlichere Bahnen ablenkte. Er hatte schon Dutzende solcher Briefe geschrieben, ohne daß die dariit angeredeten Perfouett davon auch nur eine Äh- nung erhalten hätten. . . . (Fortsetzung folgt.) ErimrenmM an vapaume. Bon Kurt Küchler. Es ivar int August der Somuieschlacht 1916. Bapaume, das unsere mrgestünt drängenden Truppen int ersten Schrvung dÄ neuen Vormarsches wieder znrückgewonnen 'haben, war noch fest in unserer Hand. Ein paar Kilometer weiter südlich wühlte seit Wochen die Schlacht. Tag und Nacht fielen Granaten in die zerschossenen Straßen der Stadt. Damals erlebte ich in Bapaume eckte Nacht, die unvergeßlich in meiner Erinnerung steht; die tote Traum war und un'.mrlliches Geschehen. Ich ritt um Mitterrracht von erneut Bahnhof aus über Straßen und Wege der picardischen Ebene utrd suchte eckt Dorf, in dent rnan mir Qnartter angewiesen harte. Es war eine blaß erhellte, watsne Nacht. Me Mondsichel hing jveiß inr fahlblauen Hcknmvl, trnd die Sterire blitzten matt nnd ohne Kraft. Wie schwere Maltern standen die Hecken att den schwach leuchtenden Saudwegen. In der Ferns ltnrterm HoriZiottt war eckr schwaches;, lveißes Blitzen, das fahrig und geisterhaft, tvie ein rasches Wetterleuchten, über den Himmel tvischtt. Atts diesein seltsamen Huschelt des Lichtes kam' Mverlen ein dunkles mid dmnpfes Pollerrr mrd Rollen. . . Leuchtraketen und Schein- Werfer der Fvmck und das' ferne Donnern der deutschen und de? französischen Kano'.Mp, Ich ließ die Zügel häng«: und das Pferd in Schritt gehen und verlor mich an die Stimmung dieser Sommernacht. Mit einem Male wurde ich gewahr, daß ich den Weg verloren hatte. Ich hielt Mein Pferd an und spähte und füllte in die SchatteMvelt hinein, die vor mir hingebreitet lag, ctber ich fand mich nicht zurecht. Das verworrene .Geräusch der Front mar stärker geworden, ich hörte manchmal den reißenden Einschlag einzelner Granaten und das dumpfe Krachen schwerer Minen. Ich erkarmte, daß ich auf einer Landstraße war. Pappeln schnitten riesenhaft ins Dunkle, zerschossene Häuser standen am Wege. Urs verwüsteten Gärten, die blag im Mondlicht lagen, strömte, vermischt mit Geruch von Schutt und Brand, ein schwüler-.Dust von Jasmin. Ich ritt weiter, die, Häuser mehrten sich, wurden pur Straße, und mit einem Male war ich aus dem blaß erhellten, totenstillen Markt einer kleinen Stadt. Jedoch die Häuser, die den Markt umgaben, waren verwüstet; ans schwarzen Fensterhöhlen >vehte es eiskalt her. Nur ein kleines, zierliches Rathaus mit spitzem Turnt und schön geformter Arkaden- halle, alles undeutlich erkennbar im Dunkel der Nacht, und ein! ragenk»es Standbild, das sich reglos aus der Oede des Marktes emporhob, schienen unversehrt. Da wußte ich, daß ich in Bapaume war. ^ Ich ritt eine Straße hinab, die wieder ins Freie zu führen schien. Die Straße iuar trostlos Zerschossen. Zerschlagene Dächer, zerrissene Wände, Dachsparren, die wie schwarze Gespensterarme frierend in die Luft ragten, zerbrochene Straßenlaternen, Schußtrichter im Straßenpflaster. Manchmal sah Mcm ein Haus, das wie unter dem Faustschlag eines Riesen znsanEngebrochen schien. Das nuseinaudergesprengte Tachwerk und die zerfetzten Fußböden hingen 2 Stockwerk tief in das verwüstete und verödete Innere. . . < Ta sah ich hart am Ausgang der Straße Lichtritzen in einem kleinen, noch u'.'zerstörten Hanse. Das Licht kam aus einem sorgsam abgeblendeten Fenster im ersten Stockwerk, ganz! dünn, ganz schwach.. „Da ist ein Mensch wach," dachte ich, „ein deutscher Offizier oder ein zurückgebliebener Einwohner vielleicht!, der dir der: recht«« Weg zeigen kann." Ich stieg ab, band das Pferd an einen Latcvncnpsahl und ging ins Haus. Mit meiner Taschenlaterne leuchtete ich best schmalen Flur ab. dann erstieg ich eine steile, knarrende Treppe und kan: M einer Tür, unter der ein blasser Lichtschimmer war. Achs der Tür klebte eine Karte und darauf stand der Name: JEan-Baptistr Blöranrourt. Ich klopfte. Ein Stuhl wurde drinnen gerückt, Rascheln von Papier ivurde hörbar, Schritte schlurften über den Boden, die Tür wurde vorsichtig ausgemacht, und ich sah eine:: alten Mann, der eine brennende Kerze emporhob und mit ruhiger, dmrkeltöuigöü Stimme fragte: „Wer ist da. . . was wünschen Sie?" Ich wollte antworten, da kam ein WirHstrom aus der offener: Haustür und löschte das Licht. Wir standen in der Finsternis. „Warten Sie, ich will Licht mache::," sagte der Alte und ging mit schleppereden Schritten ins Zimmler zurück. Ich folgte ihm in die Dunkelheit, hörte, ivie er Uvi scheu raschelnden Papieren herum- suchte, bis er Streichhölzer fand. Bald brannte die Kerze iviedetz und das gelbe Licht schwankte durchs Zimmer. Die Stube nmr dürftig ausgestattet. Ein Bett mit braunen Decken, ein Schrank ohne Tür, der mit Büchern vollgepsvopft war, ein alter Sessel mit ljoher, goldgerahmter Lehne und uralter, abgenutzter und zerrissener Brokatbekleidung, und ein breiter Tisch, auf dem befchriebä- nes Papier, leere Blätter und Bücher im nriiiften Durcheinanderlagen, das war alles. Der einzige Schmuck dos Zimmers war eins verstaubte Gipsbüste aus de::: Schrank, die ein«: Kranz- von ^verwelktem Lorbeer trug. Der Alte stand auftecht neben dem Tisch und fragte ruhig, mit einer schönen Stimmt, die nichts Greisenhaftes an sich hatte, nach meinen Wünschen. Während ich sprach und mich nach der Richtung meines Weges erkundigte, sah ich ihn mit Staunen an. Die Haltung des Mannes war edel und ganz auf Ruhe und Gelassenheit geTtimr.it. Er hatte ein bartloses, gut gezeichnetes Greisengesicht mit ausdrucksvollen Falten um den Mund und auf der Stirn. Nur die Augen, die unter buschigen, weißen Brauen lagen, waren matt und müd. Das silberweiße Haar, das im Geleuchte der Kerze wie Mordlicht schimmerte, hing ihm fast bis auf die Schultern. Er trug ein«« eigentümlichen, langen, schwarzen Mantel, eine Art Schlafrock,^ der etwas Dalarartiges hatte, etwa den mittetalterlichm deutschen Gekchrtenmänteb: gleich. Lbus den :veiten Aermeln kamen schlank« blasse Hände, von denen die eine znsammengebnllt aus dem> Tisch ruhte. „Das Torf, das Sie suchen," entgegnete er auf meine Frage, „liegt an dieser Straße. Sie 'besuchen nur geradeaus zu gehen, es ist das erste Dorf, das Sie erreichen." Ich hörte diese Worte kaum, so sehr fesselte mich 'der Anblick des alt«: Mannes, der mmittest der Verwüfturrg«: dieser Stadt lebte. Jeden Tag und jede Stunde K-nnte sein kleines Haus von den weittragenden Geschützen der Franzosen zermalmt werden. Eine innere Bewegung, die rvie ein Zwang war, trieb mich, ihr: auszufragm. Er sah mich groß an und es schien tm ^venig Licht in sein- alten Augen zu kommen. „Warum sollte ich dieses Haus verlassen," sagte er mit einem Merkwürdigen: Lächeln, das die Falten um seine:: Mund glättete. „Dieses Haus rvird nicht getrost«: und stürzt nicht zusammen ohne den Willen Gottes!" Ich wußte nicht recht, lvas ich entgegnen sollte. Gegen den frommen Glauben eines ^Kindes gibt es keinen Einwaud. Schließlich fragte ich: „Müssen Sie denn hstrbleibm ... in der Gefahr?" Der Mte blickte mich forsck^nd an, dann nickte er und sagte in aller. Ruhe: „Ja. . . ,ich muß hierbleiben, weil ich nirgends anders arbeiten kann als in diesem Hause, in dem ich über 50 Jahre lang lebe!" „Und was arbeiten Sie, tvenn ich darnach fragen darf?" Mit einem leuchtenden Lächeln wies er aus den Tisch: „Schm Sie doch hin! Ich schreibe. . . schreibe. .4" Ich betrachtete die Blätter, die ans dem Tisch lagen. Sie war«: alle bedeckt.mit einer seinen, krausen Handschrift, lauter rhythmische kurze Zeilen. „Verse?" fragte ich erstaunt. „Sie sind 'Dichter?" Da schien feine Gestalt ins Majestätische W wachsen, seine Lippen Kuckten. Er hob mit einer unnachahmlichen Bewegung des Stolzes die Hand, und sagte jede Silbe betonend: „Ich bin Jeau-Baptiste Blerancourt'!" Ich sah ihn betroffen an. Ein unbehagliches GesüM überkam mich. Diese Alugen waren die Augen eines Irren. Ich nahm ein Blatt vom Tisch und versuchte zu lesen. Was ich in der Hand hielt, war ein Stück eines langen Gedichtes in Me^andr-mern, im klassischen Versmaß der großen Dichter französischer Vergangenheit, eine schwülstige und unechte Andichtung der erhabenen Mütter Natur, der süßen Freuden des Frühlings und der glühenden Leidenschaft«: des Sommers und dazu melancholische Godau bei: über die Vergänglichkeit und wortreiche Phantasien und Phrasen über die jVerklärung im Ewigen. . . Morte und Klänge, die weitab lagen von dem donnernden und schrecklichen Wüten der erbarmungslosen Zeit, die mich um! Mitternacht in die Stn.be emes alten, zerstörten Dichters geführt halt«:. Es war eine Weile statt im Zimmer. Jpgendlvo z-ernagte eine tickende Uhr die Zeit An Staub. Die Kerzenflamme knisterte leise am Docht. Bon draußen kam dmnlpf und drohend das wühlenda Geräusch der Ferne, in der sich Menschen auf Tod und Leben bekämpfen. Mein Pferd scharrte mit seinen Huf«: da§ Pflaster der Straße. Ich wollte mich zum Gehen wenden, doch fast ohne das ich es wollte, kam die Frage über meine Lippen: „Wie ist es nur möglich, daß Sie solche Verse machen können, ivo der Krieg ihr Haus umbrandet, wo Ihr Volk ft: furchtbarsten Kärnpsen steht?" Ter alte Poet lächelte verloren. Seft: Blick war schon wieder ohne Glanz, und ging träumm.ch ft: den leeren Raum. „Was ist/' sagte er mit seiner drmkl«:. fest prststerlichm Stimme, „was ist nach Kehirtausend Jiahren dieser Krieg? Was ist ewiger, die Kriege des werxes . . . oder die Werke Homers?" Und nwrne Gegenwart völlig vergessend, griff er nach einem Blatt und fing an, seine Verse zu lesen, ganz leise, ganz verloren im Rhythmus des alexandrirrischm Versmaßes skandiererrd. Seine alten Lippen regten sich. kaum. Ta gftrg ich. Die Tür fiel ins Schloß, die Treppe knarrte, draußen stand mein Pferd am Laternmpfayl, ein Granattrichtev log im Straßenpflaster wie ein MMÄkrater, aus zerschossenen! Häusern bebte der Atem des Grauens, durch die Lüfte zogen schwere Gerüche von Brand wird Blumen, ich hörte die harten Abschüsse der deutsch«: Kanon«: und sah die farbig«: Lichter der Front, die wie bleiche Geisterhände über den.fahlen Himmel griffen. Ich ritt an höh«: Pappeln vorbei meinem Ziel entgeg«:. Tie rechte Hand griff in hen Zügel, in der Stufen hielt ich noch immer das Blatt, auf dem der alte Poet, der weder Mitmensch war noch Fvarrzose, der für die Zeit nach zehntausend Jahren lebte und dessen Seele die Gewitterschauer einer von schrecklichen Wehm heimgesuchten Erde nicht erschüttert hatten, feilte Hymnen an den Frühling und an dm Sommer niederschrieb. J£a begriff ich, düs; der Alte die zerschossene und gestorbene Stadt nicht verlass«: konnte. Ter Tote gehörte in die tote, von: LeichAWruch verbrannter Häuser und verwelkender Blumen durchwehte Stadt. > -f: Tie Welle der Frarrzosen brauste über Bapaume. Nur: sind die Unseren wieder über die arme Stadt hingebrandet. Wio blieb Jean-Baptisie BlLranconrt? Bon L c n a Ehr i st. Bayrische Jäger hatten ihn bei Luck gefangen, mid er wurde dem Krottcrbanern von Reikersing statt eines Knechts überlassen. Er hieß eigentlich Iwan Tschessnvkk und besaß irgendwo lveit hinten in seinem Vaterland ein kleines Bauerngut, das aber seit dem Dag, an welchen: Iwan von seinem Väterchen Zar in den Krieg geholt wurde, einsam mrd verivahrlost stand. Iwan war ein stiller 'Mensch und kein schlechter Arbeiter; der Wachtposten hatte wenig an ihm zu- tadeln, und die Krottenbäuerin amh nicht; höchstens, daß er manchesrnal fürchterlich fluchte: aus d«r Krieg — ans Väterchen Zar, — aus sich selber und aus die ganze Welt. Ta Konnte sich die Alte :vohl bekreuz«: und ^ sag«:: „Aber Iwan! Fluacha bös! Kimmst in d' Höll zum Tatst!" Tvck) der Rußki lachte und meinte: „O nwi Matt! Ncx bös! Nix Höll! Jlvann gutt!" Ja, er war sonst wirklich ein guter Kerl, der lange, hagere Bursche mit seinem strippigm Sttohschüppel imd dm wasserblau«: Äugen; aber er hatte dock) einen groß«: Fehler; er war verliebt in die einzige Docht« der Krottenbäuerin, in die Barbara. Und infolge dieser Liebe tat er vieles, was ihm mehr Tadel «Ls Lob eintrug; bei seinen nntgefangerven Kamercvden, bei der alten Krottermutter mrd nicht zulech bei Barbara selber. Wenn .der Rußki oft mitten' irr der Feldarbeit innMelh und die schwarze Dirn unausgesetzt anstarrte — schier eine Viertelstunde lang -— und zuletzt „Warinka! O, Warinka!" seufzte, da iourde die Kvotterrvabeu ganz wild. „Was stehst denn schv wieder und gaffst mi o wiea a heiligs Bildl!" rief sie; „mir hat di da net zum Schangn aussato, sondern! zürn Arbatn!" Ties letzte Wart „arbatn" verstand er von der ganzen Predigt am besten, der Russe. Und er lachte, zeigte feine breiten Zähne und meinte: ,,D! Jwann gutt arbeiten! Warinka sitze Zuckerheerz — mm Braut weibliches, — Jwann arbeitet fier Warinka — Braut mir. Wenn Krieg gaiiotva — fertig, Jwann wird deitsches Mann, Warinka — meiniges Frau — Warinka, wann wird Krieg fertig? Heile? Morgen? — Nicht fertig? — S Sakermant, Teifi, Teifi!" Und daun arbeitet er ime ein Wilder, so das; ihn seine Kameraden einen Verrücktei! Tropf schalten und sich in ihrer Muttersprache bitter beklagten, daß Iwan so viel werke und, schaffe — für diese Feinde, diese Bauern, — diese Deutschen. Doch Iwan urachte bloß eine wegwerfende Handbewegmrg zu ihnen hinitnd tat, als hörte er dies alles nicht. Und so gingen die Tage und Wachen hin, und Iwan war immer fester entschlossen, nach diesem Krieg ein Deutscher zu werden, die Kvotterwaben zu heiraten und mit ihr den Hof zu übernehmen. Tie Waben aber merkte bald, daß die Liebe den Russen zu einem tüchtigen, guten und billigen Banernkuecht gemacht hat, daß Iwan für sie alles tat, — Und sie begann, ihr Benehmen! danach einzurichten. Sie schalt nun nicht mehr so, wenn er sie anstarrte, sondern lächelte und Jagte: „J-s scho recht,. Jrvan. Dua nur schee arbat'n, nachher bist brav!s" „O! Iwan brav! — Warinka brav! Sitze Zuckerheerz meiniges Warinka!" O, er verstand und sprach schou recht gut deutsch, der Rußki. . Und er wußte allerhand hübsche Dinge zu machen, die ein Mädchenherz erfreuen. Als Barbara einmal über die große Hitze jammerte und sich mit einer Zeitung ein wenig Luft zu fächelte, du wußte Iwan! sogleich etwas; er holte Späne und ein Messer und fertige ihr -einen/ gar zierlichen Holzfacher, den er mit etlichen Farbstifte» auch noch sehr reich bernalte. Ein anderes Mal klagte die Mabsu über ihre Holzpantoffel, daß sie so schwer und unhandlich wären; — drei Tage später stand Iwan vor ihr, — verlegen lächelnd, — 'mit einem Paar selbstgemachter Holzschuhe, die gar nicht mehr drückten und auch nicht schwer waren. Und er malte ihr da, uw die Ferse auf den Schuh tritt, ein flammend rotes Herz und rund herum auf russisch die Worte: „Iwans Herz zu Warinkas Füßen." So karn der Winter heran, und mit ihm der Barbaratag, der Namenstag unserer Krvtterwaben. An diesem Tag w-ar Iwan wie im Fieber: er kam ganz erregt zur alten Kvotterm. bat sie in einem langen Kauderwelsch, daß sie die Stubentür zuschließen möcht, damit die Waben nicht eher hme>nkönnte, als bis er verschiedenes drinnen gerichtet hätte. Ilnd als endlich die Waben vom Melken ans dem Stall Jam, scheltend über den faulen Russen, der noch nicht einmal den Kühen das Gesott gerichtet hätte, da stand Iwan vor ihr, demütig wie ein geprügelter Hund, wurde bald rot, bald blaß-und murmelte': „Warinka! Nit schümpfen! Heile gntte Tag — Warinkatag! — Mltkommen J" T ie Waben sah ihn verständnislos an: da zog er sie hin ein in dis Stube, w-es mit der Hand nach dem Tisch und schlich darnach an die Tür. Tie Barbara aber war ganz starr vor Staunen und Verwunderung, denn da standen leichtlich ein Dutzend Vögel, alle zlerlich geschnitzt ans feinen Spänen, mit weitgespreizten Flügeln, der eine.mit einem hohen Schöpf, der andere mit zwei mächtigen/ Rachwwanzen — .wieder einer mit vier Flügeln und einem hohen Fuß ge stell, und sonst noch allerhand Arten. Und der Rnßki lehnte immer noch'an der Tür und ivartete. Und suchte nach Worten, ihr dag Rechte für diesen Tag zu sagen; denn er wollte ihr heute einen ordentlichen Heiratsäntrag machen. Aber da trat der WachtMsten ins Hans. „Iwan, lvas machst? Tnast. heite nix arbeiten?" Und im selben Augenblick drehte sich auch die Mcheu nach ihm um und sagte: „Inan, a Gsott schneiden, a Gsott für die Küah!" Ta mußte er seine Rede schon auf eine bessere Stunde ver schwben; lind er ging nachdenklich mld nicht ganz zufrieden mit sich und den andern an sein Tagewerk. Nicht lange danach feierte man die Weihnacht im Krotterhof und wieder nicht gar zu lange darauf abermals ein Fest. .. T? mußte Iwan schöne Tannenreiser holen, Kränze binden, : iioncr bürsten und das Zaumzeug putzen, die Klitsche ivaschen mb den Hvf ausräumen. Und dann kam die Krotterivaben garrz in Seide und Samt i JJßd 0 tüWat Kranz km Haar und einem wekHm RstchE darüber, dre Strege herab und lief in die ausgeputzte Ltnbe, wo schon allerhand Männer und Weibsleute saßen. Und Ech erschien erner, mit Rosmarin geschmückt, — ein Soldat — öer Bernreziernm-on! der Wachtposten! — „Iwan! D Ross anßa — einspänna!" Russe härte kaum. Wie ein Betrunkener stierte er ver» stündnlslos vor sich lun. Und da er von ungefähr die alte Kwtter- L “•* mum * « di° Frage: ,.Js Hochzeit! Jawohl, eine gar lustige Hochzeit! Tenn der Kwtter- yos hat erneu langen Bauern. <. Mittags, nach tEm Mahle, sitzen alle, das Brausimar und Fi* Gaste, machend und scherzend beieinander; der Ochsenbub schlägt vle Zsther, ver alte Bezenbilidermartl traktiert die Harmonika und die Kvottermutter hockt zufrieden auf dem Kanapee und läßt Kopf nt eurem leichten Lchl^af bald hin, bald wieder sinken, da fallt dem Hochzeiter etwas ein. „Waberl," sagt er, „was ruvanst, wenn ma jetzt unserrr G'fan- genen a an jeden a Glasl Wer' gaben — oder a Stamperl Lchnaps ? — Tenn sie san ja schuld, daß i di kriagt haü!" Freilich nwhl! Tie Gefangenen! Der neue Posten geht, sie zu holen. ■ J * ' 1 9« koinmen nicht alle — Jnmu fehlt. „Was ä Ter yrvan? — Wo is denn der?" ca- ,^e Hochzeilerrn meint: „Er ward halt im Stall sein beim Breh. Und ,o denkt man Nicht weiter an ihn. Bis plörllich die A ul ^ ^liler sich hereindrückt — aschfahl im Gesicht, — die Augen blutunterlaufen — ein kleines Schnitznresser in der geballten Faust. „Sabako! Hund — blutiges!" ^ Mit einem Sprung ist er am Tisch, — hebt den Arrn zum 'L-boß. . . Und laßt ihn langsam wieder sinken Denn da sitzt der Hochzeiter ganz ruhig, hat sein Auge fest und mwsteruu auf den Rusien gerichtet, iwe auf ein Raubtier, — Ad sagt ganz langsam: „Na. Iwan! Gute Schnaps? — Gute Wutka, he? . . .? Und reicht dem Russen lüchclub eine Flasche Lchnaps. ^ Und Iwan? . Der fällt tu sich zusammen, nimNrt die Flasche und schleicht wre em verprügelter Hund hin zur Ofenbank. und^mdes sich langsam einer um den andern von seinem! starren schrecken erholt, wischt sich der Russe verstohlen mit dem Aennel über Re Augen und murmelt: „O, Jwi.n! Dummes Niißkl! — und trinkt. _ . _ . Büchertisch. ,, T " We l th üh neder Scimubühne XIV. Jahr, Wocher> dousiL, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried ^acoosohn, enthalt m der Nummer 14: Tie Weltlage von Germamcus; Neue Politische Ziele?, von Leopold von" Wiese- wirpitz, von Joharrnes Fischart; Claude Debusch, von Oscar Bis ^.er Sohr», von s. I.; Zwei Gesänge gegen den Tod, von Paul Kd: Die Nachtigall von Wittercherg, von Wfred Polgar; Ter Hofmeister, von Egon Frrodell; Auf die Weltbühne, von Theobald Tigern Ala. von Lorarius; Antworten. ^ mm Nuslösung des Rätsels in voriger Nummert ' * Zeichnet Kriegsanleihe. Sch-iM-uung: W. A«^r. - Zwilling,muddruck der Brühl'Ichrn Unio.-Buch. ,md Strlichruck««!. R. Lange, SieLens