Samstag, dt» 16 . Stbis« mmm WMM% Die Rächer. Roman von Herrnann WagneQ bedrücktes Wogsehen genügte ihn.m, )cch ^i _i)ec|tanD.geit Sturmne SSerfpeeujuurgen nmtbeti gegeben, Hvjfnungen wurden auf Augen blute rege, um sogleich tvieoer zu gerben. Beteuerungen wurden verlangt und nicht oerwngert Und über alledem hing die zitternde Freude des Vertrauens und Bertrau-endürstns. Kein Wunsch, der brutal war, kern Wort, das pch nutzt geschämt hätte, deutlich zu werden, so keusch war es, ua.ra.l nur ein vages Sehnen lind eine winzige Hoffnung aus eine ferne und unbestimmte Zukunft, echte zarte Pflanze, dre nur gedeihen konnte, weil zwei sie mit vertrauender Luve pflegten... , „ ^ . „Es ist alles so fern," sagte sie. „und es war alles so leis, daß ich es — vergessen mußte - - " „Aber es war doch da," erwiderte er, „es bestand, und wir glaubten daran." Damals ..." . o „Ich nahm es mit mir, und es war das Ernztge, das rch hatte, als ich im Gefängnis war. Hub dort, in der grenzenlosen Einsamkeit, blühte es auf. Aus der schwachen Pflanze, die wir beide gepflegt hatten, wurde erne Blume- die mir entgegen dichtete . . . Keines deiner fydtyen Worte hatte ich vergessen, ich erinnerte mich jedes Blickes, stdes Händedrucks,' jedes stummen und doch verstandenen Versprechens. lind aus alledem wob ich eine Welt zu, am mm, in der ich in Wirklich« lebte... Du standest in dem Mittelpunkt dieser Welt. Ich lebte nicht ackern denn rch hatte dich. Tu. sprachst mit mir und tröstetest nncp und sagtest zu mit: fftzarte. Sei geduldig und warte, lieber teden Tag neigt sich ein Abend, und aus jeder Nacht blüht em Morgen. Auch uns wird ein Morgen blühen, lind etrnnal Lomml die Schunde . . . So habe ich gewartet, Dag ctuj jUta, Woche auf Woche, Monat auf Monat, Jahr auf ^ahr, und es wurde mir gar nicht schwer, denn ich lebte rn etnem festen Glauben, der mich völlig ei »schoß, in den keines der br»»- talen Geräusche hineindrang, die die Weit draußen erfüllten. Ich sah, daß Glcmbenkönnen alles ist. Und tch glaubte. Ms . . . — bis ein Ton der Welt draußen doch stark getma war, in m-einbn Glauben einMdringen, der plötzlich ch schreckt nrederbrack tmd entsetzt in sein .verzerrtes SpregelbUd starrte... Da starb ich, der ich ein langsames, lautloses Loben geführt hatte, nun eänLn ebekrso langsamen und laut- losen Tod/Tag auf Dag, Woche Mts Woche, Monat auf Monat, Jahr auf Jahr. ALein Tod tvar endlos. Er war ein Leber:, das keines war -und das dennoch eines fern mußte. . . Ich halbe ratn nur mich, m war mir unbenommen, mich zu betrachten, und ich mußte es auch tun, obgleich mir vor mir graute, denn es gab sonst nichts, das tch betrachten konnte... So versenke ich mich in mich. Und aus dem Grauen wurde langsam ein Staunen, und aus dein Staunen wurde ein Glück, denn ich erkannte a-lmäh.ich» daß ich gar nicht tot war Ich entdeckte das Leben meiner Seele, während ich früher nur das Leben meiner Triebe gekannt hatte, die, wenn auch von Gefühlen einer zarten und unbestimmten Sehnsucht um'weht, doch nur Triebe gewesen waren . . . Bon dieser S.unde an wurde ich weder glücklich Und es war kein Glück süßer Me ancho ie, sondern hatte eit« sanfte blaue Heiterkeit, jene Heiserkeit, die die Blumen haben dürfen, wer. sie sich ihrer Triebe nicht ve-. mutzt sind Es war die Heiterkeit der Unschuld, dir muh der schuldige Mensch wieder erlangen kann, wenn er über seine Schuld hinauswächst. Ich warf meine Schuld hinter mich und war ihrer ledig Bor mir lag nertes. Land . .. Und von neuem dachte ich jetzt an die Stturde, die konnnsu mußte, eines Tages, gebieterisch und sicher, aber mm dachte ich aus eine andere Art mr sie als zuvor. Ich wollte dich unedel finden. Nrü> ich wolcke dich auch besitzen, — mein Hrwz schrie noch nach dir, wenn es auch meine Triebe nicht mehr taten. . . Sie hat geirrt, dachte ich. und sie hat Zeit. das zu erkennen. Eines Tages wird sie es sehen. Eines Tages wird sie schm, daß sie mir etwas schuldig ist, und ihr Gewissen wird ihr keine Ruhe lassen, bevor sie sich nicht enb» schlossen hat, es mir zurückz g den Den Glauben «n sie. den sie mir genommen hat, ist sie mir schuldig S^e wird frei« willig kommen und mir sagen: Du, — du hast dich nutzt ge- täirsäp. Eine Zeitlang war ich abwesend, war in in der Fremde, in einer Wildnis, in der ich mich »ich! zu.recy.sa.no, aber jetzt bin ich wieder daheim Ich bin wieder die Alte, die du gekannt hast, aber ich bin es nicht blind, sondern bewußt. Berzeitz mir meinen Irrweg! Ich gehöre wreder duk, — mit meiner Seele wieder dir!" Et schsviog und sah sie an Ihre Augen waren sehr groß geworden und hatten einen tiefen Glanz Sie waren wie forr Spiegel eines Wassers, das keinen Grund hat. Er sah WessSoele in ihren Augenl Sie griff nach seiner Hand, küßte sie, preßte ihre Lippen darauf und ließ sie auf ihnen liegen. So verharrten sie eine lange Zeck. „Lrrcie," sagte er weich, „jetzt kann ich wieder an dich glarcken" „Und dock wollte ick, ich Mrs tot." „Rede," forderte er sie leise aus. „Em. Wort, ern gutes Wort zur reck.eu Stunde, zündet Helle in uns an und verbrennt' alles Dunkle und Schwere." „Ein gutes Wort . . ., zrtr rechten Zelt . . . wiederholt« sie tteftranrig. „Glaubst du nicht daran?" „Ich, --- ich habe es . . . verpatzt.. /' Er schüttelte den Kops. „Du überfchchesr die Ier^, VE du fts nicht kennst. Ich hatte reichlich Gslegenheit, die Zeit verachte» M fetten. WaZ ist, eme Wmibe, «t D»g, was jtnd himttrt, IMVS sind Wch-ich TÄge? .Ae dmn«l em W sein, ©etfen&Iafen, Me ^rxtatzM. Mid ein ,t»ge». MirP fotm inroft sein, kann ste tn ferner Wirkung Me uoer> ragen. Mlern auf den rechten Augenblicks kommt es an. Und fitt den ist es nie zu spät, — gläub nur: ^ ., Iscö) weiß so viel von dir," sagte )w, „aber es gibt nichts, das du von mir weißt. Auch hinter nur liegen. Jahre, Jahrs. . . ." .. Er lächelte: „Ich wem alles." . „ „Nein, was in mir ist, kannst du mchir wissen. „Erzähle," sagte er und führte sre zur Ottomane, „es wird alles klar werden, lvenn du spmchir. Während er ihre Hände rn den seinen hrelt, wurde es S r leicht, zu reden. Lmfangs tasteten noch ihre Worte rn nem Dunkel, sie ging durch ein Gestrüpp', das sre rrtzte und des^n Zweige ^ ihr ins Gesicht schlug«:, ab«: rhre.^rte schoben die Zweige auseinander, schufen sich einen Pfad, der allmählich breiter wurde und der in einen freien M mündete, von dem ans ihr Auge einen klaren Mick über die Me sie gewandertvvu dem unbestimniten Wunsch getrieben, etwas zu suchen, über dessen Art sie sich keine Rechenschaft ablegen konnte und das sw ^S«L"'st?L°«°mn.en. Ede und -uttMcht Und es war vielleicht nur ein Zufall gewesen, das; ste zu dieser Zeit Reisner getroffen hatte. Dieser Mann hatte ste aufgehoben, vom Mege, an dessen Rand ste sich niedergelassen yatt^um aus^nruhmi ^ ^ e [ u Zufall gewesen. Aber er war ein Mensch, der Zufällen eine mystische Bedeutung gab. und so hatte muh, sie an diese Bedeutung geglaubt, mit geschlossenen Augen, hoffend, daß er recht haben möge, und war seine Frau geworden. . . Sie wollte nicht ungerecht sein, wie ste es diese Nacht noch gewesen war, sie wollte es zugestehen: er war ntcht schleckster, als es der Durchschnitt der anderen war, eher besser, und ganz gewiß, das sehe sie jetzt ein, habe sie mchtv getan, um ihn besser zn machen. Schon nach einer kurzen Treue wandte er sich von ihr ab, nicht innerlich, nein, aber um, so mehr nach außen hm, indem er Zerstreuungen suchte, weil er unfähig oder wett ste ihm nicht dabei behilslicy war, eine ruhige LMnnttung und Harmonie in sich selbst zu finden. „Von diesem Tag an graute mir vor ihm, sagte sw. „nicht weil er mich verließ, sondern wett er sich mtt emem billigen Ersatz begnügte, der mich schändete. Es nutz kd nur mchts, daß k mir sagte, er sei doch der Vater meuws Kindes. Das, was in meinen! Ktnd von ihm war, lebte nicht mehr, er hatte es verloren. Er trieb nur noch als em Wrack aus dem Wasser des Lebens umher, und ich wünschte ihni den völligen Untergang. Auf ihn wartete ich, und ich opferte gern mein Vermögen, mn ihn zu beschlenutgen . . . Und dann, als er da war, gestern, diese Nacht, wett sch«mmer und entsetzlicher, als ich es geahnt hatte, da ülwrlw, mich eine heiße Freude. Jetzt ist er tot, dachte ich, du bist gerächt. Und doch — —" ' - Sie unterbrach sich und sah ihn starr an. Er nickte heftig und fragte: „Und doch—'?' _■ und doch fühlte ich in jenenr Augenblick, da er zusammenbrach, daß ich ihn — liebte. .,. Das, was vor: ihm in meinem Kind war, lebte plötzlich, wieder auf, es war Fleisch von meinem Fleisch, Geist von meinem Geist, und je Heftiger und erbarmungswürdiger ich es zucken sah, um so größer wurde meine Liebe, die plötzlich retten wollte und retten mußte und die imr darauf wartete, daß auch er dieses Eine, dieses Zusammengehörige und uns Einende erkennen lvürde und für dieses das Opfer bringen würde, das allein es wert war. . . Mer er erkannte es nicht. Er blieb das Wrack, das er geworden war, und hatte keine andere Sorge außer der, es in Sicherheit zu bringen. Seine Furcht vor dir war größer als seine Liebe zu mrr. Cr wollte nickst ins Gefängnis kommen und so verriet er mich." „Und dieses kannst du ihm nicht verzeihen?' ftagte er. „Nein," rief sie verzweifelt, „das nicht!" „Und alles andere hättest du ihn: verziehen?' „Alles," schluchzte sie, „alles . . Er wich von ihr zurück, beglückt und Mmerzdurch- wühlt zu gleicher Zeit. „Du liebst ihn noch," sagte er düster, „du liechst ihm" „Nein," antwortete sie und starrte glanzlos vor sich hin«, „ich hasse ihn." „Das ist dasselbe, Lucie, — glaub' mit, das ist dasselbe." Er nahm aberrnals ihre Hand und strich liebkoserid über sie hirr „Du sollst dich iiicht schämett. Stolz sollst dn feilt. Es ist dein Recht, ihn zu lieben, — es ist jetzt deine Pflicht." „Es gibt nur einen, Herbert, beit ich habe," sagte ne weich, „ich weiß es, und das bist du." , „Aber er hat d i ch," begütigte er sie, „unb dieses, daß er dich hat, mit allem, was du bist und sein kannst, dres ist viel stärker ... Du gehörst ihm und kannst dich niemandem schenken. Fühlst dir das nicht?" Sie war sehr blaß. „Du magst mich nicht, — du willst mich nicht haben?' t „Ich müßte dich stehlen, Lucie, dem andern, der dich hat, müßte ich dich stehlen, —: hätte ich dich darm?' „Ich wäre dir dankbar ..." „Du würdest mich eines Tages verachten!" Sie hob unsicher den Kopf und versuchte es, in seinem Gesicht zu lesen. „Ich verstehe eines nicht," sagte sie unter Erröten, „dieses Eine: warum, tvenn du nrich nicht willst, hast du — das alles getan?" „Um nrich zu rächen," sagte er. „Und wohin soll die Rache gehen, deine Räche, — W welchem Ziel?' „Bis zum Ende." „Bis zum Ende? Was loird das Ende sein?" „Der Anfang, Lucie, —, sein itnb dein Anfang. . . Denn ihr beide hattet noch nicht begonnen, zu leben. Euer Lebert war rrur ein Vegetieren. Mer ihr sollt errdlich leben. Es war hohe Zeit ..." Sie stand aus und ntachte ein paar Schritte durch das Zimmer, Dann schüttelte sie den Kopf. Sie sagte, rtnd in ihrer Stimme war Entschlossenheit: „Nein, das kann ich, rricht. Ich kann nicht mehr mit ihrrt leben." „Kannst drt es ihm nicht verzeihen, daß er dich verraten hat?" Sie blickte ihrt erstaunt an. „Du fragst? Könntest du es ihm verzeihen?' Seine Antwort war jenes sonderbare Lächeln, das auch sie noch an keinent Menschen wahrgenotnntert hatte und bei dessen Anblick ihr Herz zu. beben anfing. „Habe ich nicht auch dir verziehen? Und dann" — er zog den erbrocheneil Brief aus der Tasche rtnd gab ihn ihr — „lies dieses ... Er schreibt: „Lueie, vergiß es nicht, daß ich rmr ein Mensch war.' . . . Verstehst du das? Und kannst drt das vergessen?' Sie nahm den Brief, riß ihrt in kleine Stücke unb warf diese tu einen Winkel. „Das sind Worte. Ich bin zu müde, um über sie nachzudenken oder nrich an sie zu halten. . « Ich will schlafen." „Ja, schlafe," sagte er und reichte ihr zum Abschied die Hand, „und warte aitf einen Morgen." (Forti etzung lorgl.) Lrirgrstkiwilllg. Derrr Andenkert der gefallenen Kameraden vom Ri.--J.-R. 22b in der Wirttcrschlacht in den Karpathen. Bon Feldunterarzt Rudolf G ö r l a ch, Gießen, z. Z. im Felde. Eisig fegte ein steifer Wind über die tief verschneiden Karpathenberge und trieb seine Schneenadeln dem frierend umherstehLndsm Häuflein der Kompagnie ins Gesicht; dichter Ranhreis legte sich an? Uniform und Waffen. Die Nacht hatte die Truppe urn eine mächtige Tanne geschart in Mantel und Decke gehüllt verbracht; die letzte Eiserne Portion war an mühsam unterhaltenem Heuer verzehrt worden. Verklammte Hände und der menschliche Hauch mutzten erst den Rauhreif von hm Zweigen tauen, bevor ste auf bte Angelndeni Flämmchen gelegt wurden, und doch qualmte das Feuer, daß es das Wasser in die Augen trieb. Einer hatteZwu anderen wach gehalten, ans daß keiner hintenüber sank in den Sck-snee, der wie eine Mianev 2 Meter hoch um die Feuerstätte stand — einschlummerLe und erfror. Dicht aneinander g edräng t hatte es so die Nacht verbracht, das wackere sHänflern der UeLriggebliebenen vom Krtegsiretwüligewt regiment Die Gedankeli mancher zogen tm Halbschlnmmer rückwärts Wo waren die anderen geblieben? Gräber zeigten den W^, den das Regiment durch viele 'Gefechte gegangen, drüben rn Mrd- srankreich, quer durch Rnsfisch-Polen, und nun hier tu den ttar- pakhen. Da nraren die Reihen arg gelichtet worden; manchem Freimd und Gefährten ans sorgloser Jugendzett hatten jte d« Äugen zudrücken müssen, kaum daß sie ihnen ern schlichtes HE kreuz setzen konnten. —Ws-üter gingen sw bau Weg der Wtchtl „Mmrpagnie in Gefechtsstärke von 46 Geivehreu zur stelle?" tzneldete der Offizier. Der Batalllonssührer dankte kurz und reichte dem jungen Leutnant die Hand: „Ich Mtz, wie erschöpft ^hrs Leute sind; doch die Lage geöietet's- daß sie heute herausgeben,, was in ihnen steckt. Die Kompagnie bezieht Feldwachstellung ans der Höhe tli75, Warna SLspa, mG Mt die Höhe bis zum letzten Mann!" — „Zu Befehl, Herr Hauptmann!" r Noch liegt Nacht über den Tälern, u:ib finstere Nebei wogen in Schluchten und Gründen, pur auf den kahlen Bergkännnen dämmert der Morgen in fahlem, eisgrauen: Licht. — In müde in Stampfen arbeitet sich die Kompagnie durch den Schnee; Mann hdrter Mann, die Hände sirls dem Rücken unter dem' schwerdrückenden Tornister geklemmt; den Blick auf den Boden gesenkt, kaum dag Ne die Augen vor Erschöpfung offen halten können. Min Wort wrm laut, manchmal ein dmnpses Stöhnen; beim Anstieg geht keuchend der Atem aus der schwerarbeitenden Brust. Die Gesichter sind gefallen, der Hunger, die Kälte, die Schrecken der Schlacht steheih in Runenschrift in den Zügen dieser jungen Menschen geschrieben. Die Reihe stockt; die Vorderen können nicht mehr oorantreten, sie sind zu sehr erschöpft. „Wer übernimmt freiwillig die weiter«, Führung der Spitze!" fragt kurz der Offizier. -Eine kleine Pause entsteht. Dann meldet sich Musketier Ernst, ein kriegsfrnwcklig-er Student. Er reicht seinem Kameraden, der sich mit ihm nach der Spitze durch den Schnee arbeitet, das Gewehr. Der Anstieg geht weiter; imitier höher scheint der Schnee zu wckrden. Ernst versinkt oft bis an die Brust und muß sich mühsam wieder heraiiswühleu. Ter Tornister drückt unsäglich. Manche Stelle, wo der Wind den Schriee zu großen Weben zusammengetrichen. muß er an! Händen und stützen erklettern, um Weg zu schaffen. Hans folgt dem Frennd wie im Traum. Sein junger Körper ist noch viel mehr erschopff, durch Ungeziefer pud schlechte Pflege ist sein Körper mit Beulen und Krätzaussch-lag bedeckt, eitrige Schwüren plagen ihn an Hals und Rücken, gerade wo der Tornister aufsitzt, der Frost ist u: me wnu- den Stellen gedrungen. Doch er hält sich be'r. der .Truppe, und er hilft min seinem Freund bei schweren Werk, ohne Vträuoen, ohne Klage „Ich muß," sagt ihm die innere Stimme, und der zähe Wille hält den kranken Körper, befähigt ihn, über die Kraft zu leisten. , . „„ , , Nack 2 Stunden sinkt Ernst matt nieder, der Körper verlangt Pein Recht. Ein anderer wird an die Spitze befohlen, em Pole, der den Ruhm in der Kompagnie genießt, der stärkste zu fern. Doch bald, müssen sich Ernst und Hans stillschweigend nneder an die Spitze scüen, und nach zwei werteren Stunden qualvollen Steigens ist vre .Höhe bezwungen. ^ Ernst ist durchnäßt vom schweiß, vor den Augen schwirrt s ihm von roten mib grünen Funken, in wenigen Minuten ist bei dem steifen Höhenwind von 20 Grad Kälte alles an iyin gefroren. Es knistert und knackt in seinen Kleidern bei jeder Bewegung, und ein ständiges Zittern geht durch seine Glieder. Nur letzt m loegunq bleiben, sonst ist der Tod gewiß. ,, . . . ^ Das Einschanzen beginnt. Jeder baut lich eure Höhle uns Gewehrauflage aus Schnee. Ein Maschinengewelff, das zur^ Verstärkung mit hüchgeschasst worden ist, lvird in Stellung geo^ach». Tie Nackst bricht an', ein kristallklarer Himmel wölbt sich über dem in Eis erstarrte * Gebirge und d e Temperatur linkt , Feinde. Stunden ioerden da zu Ewigkeiten von Qual; kern warmes - Fleckchen, kein Essen, kein Tabak, nichts, gar nichts, was den Menschen über die Härte und Grausamkeit der Lage hiiiweghelfen. könnte. Man schlug sich mit den Armen wmrm, tritt ständig mit UU So^schwindet träge die Nacht und ein neuer Morgen erwacht und mit ihm die Hoffnung auf Ablösung. Doch die kommt nicht, e>n anderer ist während der Nacht aus beu Berg.gestiegen -- der Russe. Und nun beginnt er von der Flanke zu schießen. Zischend fahren die Kugeln den Mtreueu um die Kopfe, hoch in die Luftt oder singend in den Schnee; sie beantworten das Feuer, und so vergeht der Tag in nutzlosem Schießen. Me zwei bissige Hunds kläffen sie einander an, doch keiner wagt den anderen anzupacka» und niederzuringen. ^ ^ ^ Der Hunger wird grausam!.. 8 Tage rem Jeldküchmtesjeu —- die rammen ja schon lauge nicht nvckir über die Pässe nach — dann! tagelarig voii Konserven gelebt, mrd nun schon ^ Tage gar nichts. Abseits liegt einer und windet sich rn schweren, Magerttrampfen,, stöhnt und schreit oft.laut ans; keiner regt sich, sie sind stumpf ge> worden im Elend, können ihm ja doch nicht helfen, stellen stumm an ihren Gewehren, zielen und Lücken mechanisch ab. ^ ' Tie Munition wird knapp. Eine List muß helfen, tonst sind sw kvehrlos verloren. Das Maschinengewehr wird dauernd aus- uns eingebaut, immer an audiwe Stellen, um ben Feind irber die Stärke zu täuscheir. Gottlob- das hält in Bewegung. Einer ist m der Nacht ausgetreten, vor Schwäche umgesunken, erfroren fand! man ihn. ^ ^ Mn Abend arbeitet sich die ablösende Kompagme heran. Ein Seufzer der Erleichterung geht durch die Reihen. -Der nächtliche Abstieg beginnt. Mehr fallend und rutschend, gelangt die Mteuung schließlich m einem Dalgrund an. Ein Torf hat man ihr angegeben, worin sich das Bataillon sammeln solle. Vsn drunten blinkt Lichtschein herauf. Der Lebensmut ist neu belebt, man hofft auf. ein wärmendes HeMuer, ein KochgeschÄv voll Essen und eine Lagerstatt, sei's auf blankem Boden emeü schmutzigen Panjehrrtte, nur nicht m Scixnee draußen liegen müssen» Hans schleppt sich neben Ernst, der ihm von den kommenden schdnen Trugen erzählt. Doch der ist so matt, daß ihn nicht einq mal der belebende Klang der Freundesstimme aus seiner Erschlaff fmrg reißen kann. Vor Schwäche rinnen ihm die Tränen aus den Augen, und keuchend und fiebernd taumelt er vorwärts. Schon ist die Mteilung «rn das Torf heran, >md deutlich» fällt der Lichtschein aus den Blockhütten aus den Schnee — da kracht ein Marmschnß, und schon zische:: die Kugeln den Wege-, müden entgegen. Ter Russe hat das Torf besetzt, das eigene Bataillon hat es kurz zuvor räumen müssen. Einen Augenblick stehew sie betroffen, dann eilt jeder rückwärts, so rasch ihn seine Füße tragen können. In einer geschützten Waldmulde finden sich wohl an 30 Mann wieder, die anderen sind geblieben, tot oder gefangen. Hans fehlt auch Rastlos warrdert Ernst die Nacht durch um das kleine Lagerfeuer, ttestraurig und sorgend um den Freund. Manchmal z-^ckt er zusammen vor krümmenden Schmerzen im Unterleib, er spürt das Fieber im Blut, mrd es hämmert im Kopf zum Zersprengen. „Mein Freund — Heimat, wie schön, und frei — mein Mütterchen —- wo ist Hans? — überall aus freier friedlicher Wanderung warst du doch bei mir — Hans", ruft er taut — „mrd irr Polen bei Sturmangriffen und Patrouillen. Hans, wo bist du?" Am Morgen geht die kleine Schar nach PatrouLlenerkun^ düng gegen das Tors -vor. Es ist irr der Nacht von: Feind geräumt worden. Tie Kameraden stürzen sich begierig in die Hütten. Ernst irrt allein umher, er sucht mrd sucht und zwingt die fiebernden! .Augen, klar auszuspähen. _ . Was liegt da am Graden? „Hans!" --- Em weher, gellender Schrei; und der Treue sinkt über des Freundes Leiche. Erschöpft durch all die schvoeren Wintarmonate und die letzten Unmensch^ lichen Leistungen, ist Hans am Abend beim Uebersall der Russen zurückgeblieben und matt am Wegrand hingesunken. Tas Bafonett eines Russen steckt tief in seiner Brust: seine Hände haben un Todeskamps ein Büchlein hervorgezerrt. Vor ihm im Schnee liegt eine welke Rose — entblättert. Noch einmal fährt Ernst aus seiner Ohnmacht empor, schaut verwundert ringsum, nichts regt sich weit und breit. Fern knattern Gewehre und Maschinengewehre, der Kampf um den höchsten Ge» birgskamm, den Großen Schirak, ist entbrannt. Das Fieber umfängt wieder die Sinne des Mnfam-en, -7- verioirrte Worte murmelt er vor sich hin — — Kriegsfreiwrl lrg -. Pflicht-Tod. Tann wird.'s Nackst um ihn. Sachte sängt es an zu schneien und Flocke um Flocke senkt sich auf die kampf-ersüllte Erde, decken Freund und Feind wie { Freunde im Tode vereint. — Karpathengrab.- : — Das neue Geläut. Von Josefa Metz. (Nachdruck verboten.) Eni wenig bekümmert stand der Küster zwischen seinen Aosen. Diese herrliche La France ging zurück, verlor von ihrer Schönheit, die dmckelorangensarbene .RArstMon ivar blaß geworden, und auch die Madame Rothschild wollte sich nicht recht entfalten. Mit dem Marschall Niel batte es immer Schwierigkeiten gegEe» bei der Beschaffenheit des kargen Bodens. Nur die Monatsrosen lachten in jedem Jahr empor wie unbekümmerte, fröhliche müder. Sie gaben ihr Jungsein dem Frühling und flatterten vor den schwüle: Lüsten des Sommers davon. Sie waren dre Freudenbringer, waren die liebliche Erfüllung eines zuversichtlichen Höffens. — Ter Küster strich mit den sanften alten Fingern über dre Blühenden, wie ein Vater wohl über die Köpfe der Kinder streichelt, Frau und Kinder fehlten dem Düster rtr . 0 „'Morgen, morgen!" rief -der Briefträger .über derr Zaum Er war immer eilig, iimitec am Lausen. Er war die Zeit. ^ Und etwas anderes loar der Briefträger noch: die Welt. Er war der Mittler zwischen dem kleinen umgrenzten „Hier" und der Ferne, die die Wunder trug, die unendlich weit war, ge- heinmisvoll und ein wenig erschreckend. Zuweilen kam eins der Münder in den engen Kreis gelaufen mit starkem Geräusch und unschönem Atem. Aber es hielt sich nicht lauge aus, trug seine Fracht an Fremden weiter an reizvollere! Orte, wo die' Berge höher waren und die Täler anmutrelHer, tt» die Ströme leidenschaftlicher zum Ziel stürzterr und die Blumen inbrünstiger blühten. Hier war die Ruhe und das Genügen. Hier waren kleine Hügel und weite Ebene. Aber m diese Ebene ließ sich viel hineintragen: viel bunte Träume. Mem diese Traume kamen, der konnte sie gut ausbreiten aus dem wartenden Lande. Tann war die Fläche nicht nüchtern mehr und leer, oann wurde sie belebt durch die hohen Berge und singenden Ströme, das üppige Blühen und die tiefen Farben der Sehnsucht. Träume der Kinderzeit ritten in klirrenden Rüfmngerr,zuM Turnier oder ließem sich in den seidenen Gewändern des Orients auf Zauberpferden ans den Lüsten herab. Ten Hunmel felbst ließ mm sich herniedcrsenken mit seinen heiligen o wie uh wül, Mw iw'bei ijt |ie rricht yau> .xo -hüvich wie Ihre da . . . „Ja, iiiiö die Richüiw-iori ..." r . , „ r . Mm, fo viel Aeir yatbe der Briefträger mcht, um sich über den Stand aller M,eupürten des Küsters berichten zu lazsen. Er drückte dem alten Mann eine Zeitung in die Harro: „Da leferr Sie uralt Sre firld rrun überflüssig gervorden, Küjter. " Behalten &te nut da, ich hol' sie nachher wieder ab-, es ist die Zeitung vvm Lwttor. Er ivar schon um die Ecke. Der Küster imnd und las. Warm lag der frühe Sommer über denr Land. . Immer tvicher las der Küster dasselbe: man hatte dre Erfin- dmrg gernacht, Kirchsnglocken auf elektrischem Wiege 31 t läuten. Ta tarn wieder^ dreje Ferire, Aosuoe, die;e Mhemurche Macht und riß ein Teil Menscherrtnm an sich, erschlug es, verschlang es. machte es hinfällig. Sie tagte die Kraft gnch ',eMSs .lrrnes brach mit ihrer gewattrgen Kraft. Ein Haltegriff, nüchtern, fchnch, nicht die warme Harid ließ die Glocke mehr sprechen. Eine, frenwe Stmmve rief aus ihr.' durch die der Strom des Males mcht rlmrg. Ern« kühle, gteiclMäßige Stimme ttulroc es sein, abgezirkelt und UM' schwankt. Kein liebevolles Verweilen gab es mehr, tem,träumendes UnchschwingM, es gab Sein Änfiauchzen mehr und befrertiÄ Jubeln. Im Schritt und Tritt tvÄrde die Glocke gehen, der Klang de» zens rvar ihrem Geläut Mcht Ehr eingestellt. Und er? . . . Was sollte er Mich? , Jede Mtdere TieustleiiLiurg erschien ihm unwichtig, verglichen mit dem beseligenden Ämt des Läulens. . Er spürte plötzlich den warmen Dolzgernch der souneduräp strömten Turmzelle, in den die Düste alter bliihenden Blumen sich mischten. Wie ein Kranz umfing«: sie das Seil. Ihm waren die Düfte zugleich Form imb Farbe. Er erkannte seme chvfen hrrrdurch, den Jasmin und den „fehtm Duft des frischen Heues. Den Atem der Erde spürte er. Sie alle schlangen srch nur yG$ Gl ocken fei., fliegen empor und umkränzten das dunkle R>rnd, das zu sprsuMr anhub, wenn seine Hand es gebot. Das war oer ttngeubuck, wo er sich Herrscher fühlte. Seine Stimm? war schwach, sre wurde auf Grdsrr oft überhört. Sein Geist war einfach, ferne Gestalt dürftig und demütig war feine Seele. Aber wenn feine bescheidenen Finger sich um das Glockensell legten, dann stieg er Thron stufen empor, dann schlug seine demütige Seele einen Purpurmantel um. Es war Mur der rasch bleichende Panpur weniger Minuten, aber ferne galten flössen königlich, mrd in diesem Augenblick sprach der arme Küster als König zum Volk der Erde. Alle Klänge, fernes Herzens klcurgen im Chor mit, wenn er die hohn: Träume seiner armseligen Jugend läutete Es war ein Aussprachen, ein Beredtwerderr von Trugen, denen sein Mund keine Worte verleihen Boomte. Werm dann die weißen Tauben, durch oas Mau oes, HrmnrÄs vorübervlitten. waren sie ihm die Möwerr über den unendlich vlauen Meeren. die er nie -erblickt. Der Gartenzaun des Pastors ward zum HNer lmmdersamer Schätze, von deren Dasein man wußte, aber die 'mar: nie «-rejcherr konnte. Tie späten Sonnenblumen des verö- sbes wurden ihn: m goldenen Kapsln fremder Kremen, unter denen ein fremder Gott Lngebetst wurde, der vielleicht dennoch derselbe Mir, dem er diente. Ja, unrer dem Läuten wurde fern ganzes Sein groß und mächtig und schritt weit aus; und wiederum wurde es klein und horchend, mrd es war em langsames Umblattern m dm alten Märchenbüchern der Kindheit, wo von Seite zu Seite die Erwardvlig sich spannt und man zögert, allzuschuell aus Zrel K!i gelangen. Ach er! Was tvar er? Aber! Was wurde Gott ßrgen? ^ Er. der Erhabene, dem zu dienen so köstlich war. Würde er K ' reden sein mit der Ahlen Kraft, die der: warmblütigen Men- i sollte ihm M Ehren? : ~ u llno doch! .Hatte ec selbst f« nicht erschisfen, diese Kraft, mcht den Menschen erleuchtet, daß er sie fand? ^ Rem, nein, es war nicht Gott, an peil er dachte: an fich, cm sein kleines Selbst! Das war es! Rur das! — — Naa . .?" Uotblan Am es durch das bftim der Lnndstlwft r der Brief* träger. , , « Ter Küster kehrte langfaur zur Welt zurück. „Was sagM Sie daM, Küsten?" Ter Küster sagte nichts, er mckte nur. „ „Na, hier ist keine Gefahr, zu rmserer Kirche kofnnrt dre Elsttrizilät vorläufig nicht.", . ... Ter Küster sah auf. Eure warrrre Welle, eur GlucksgefuHl dnrchsttönite ibii. Darali lintte er klickst gedacht. Ja. das war das Glück der Meinen: sie waren m gering, als daß große Kräfte an sie verschwendet wurden. Siie lagen zrr sehr tm Wmkel, me Ströme der Zeit ranftHten vorüber wohl werfen ftre em paar Tropfen «ns Ufer, aber die breiten Wiell«r blieoen fern. Und das war das Glück der BerborMnen: daß sie verborgen bliebsr. Jh» tvar es das Glück mrd vielen mit ihm. Er lächelte, als er dem Briefträger die Zeitung Kurnckgab. „Mögen sie sie läuten auf ihre Weise, ich kann es nicht hövor lttid ich kann es iiicht aufhalten, das neue Geläut." „ Und aus einem Dankgesühl oder dem, eurer Gesvhr entvmmerr zu sein, heraus, schnitt er eine La France ab, die einzige, me ut alter Köstlichkeit erblüht ivar. Er hielt sie euren Airgenbttck vor sich hin und sah ans die sanft gerötete, noch geschlossene Kuppel zwischen den blassen, nack- außeii gervarl-dteii Blütenblättern herab. Darm gab er sie dem Briefträger. Büchertisch. — Ueber Rußlands politische Neugestaltung bringt der wohl mit am besten unterrichtete Milttcw- mrd poli- tvche Schriftsteller Wilhelm von Massow in dm soeben erichrmmm Hefteii 163—166 von Boiigs Illustrierter Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/18 in Wort und Bild" (Deutsches Verlagshaus Mng & Co., Berlin ^57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 35 Pf.) einen äußerst interessantm und lesmskverten Bcicrag, a.us dem tv-rst die Beweggründe kmrren lerneti, lvarnui das, russische Volk dick Wütokratie des Zaren mit einer svMalen Repiiblik erirzntausehen gewillt ist. Dieser Aufsatz bringt auch die Bilder der ivichtcgsten Polw tischen Persönlichkeiten. .Hieran sästießt sich eine packende und reich illustrierte Schildermrg -der Kämpfe an der russrschen Front rm Frühjahr 1916, welche die russische Offtnsive Mit chven RwseM Verlusten in Galizien urrd Wolhhnien m Worh und Bild darstettt. Hiermi reiht sich die Wiederevoberung von Ostgalizien mit ihren Gegenschläaen, die mit der Besitznahme von Tarnopol und Ezernrnc Witz, uin mir die Hmiptpunkte zu nmursn, rhrm Abschluß Mde„ Me t-i fe glänzend n Tarstellnngeu leruhm an d t g wissen ha ftMm Beurteil »mg der besten Maderialauellm, dre dein beAnnten Verfasser Wilhelm von Masfow zur Verfügung standen. Das Verlagsbaus hat auch diese neuen Hefte der bisher so glänzend ;achlichFind illustrativ dnrchgesührten KviLgSgeschiaste Karten und Plänen versehe.it, so daß feder sich kive.r me Kampsck ,efa *L 8, %“Ä, Sch,»ß S-it°-rb-i. D--mE° Legende. Fünf Akte. Umsckstag- und EinbandzerchulMg «>n Heinrich Jost. Preis geheftet 2.50 Mark, Sebmchen 4 Mark. Verlag von Wert Langen in MünckMi. — Dichter, der dcw alte Problem des Jugmdtrunkes neu und packend gestattet, gibt der Legende danebm alle Schönheit seiner Sswache und allen Retz einer bewegten, spamrenden Haiidlinig, so daß „MWoß Zeitvoroei , das sich Halbes besten Bühivenwerken zur Seite stecken rann, emLs großer! Erfolges sicher sein darf. Greftener Haussrauett-Berein. KoÄamveisnngen. Falsches Gänsefett. 2 Nelken und l h Lorbeerblatt wer- .dm m i/4 Liter Wasser eine Brectelstimde gekocht. Dann,wird das Gewürz herausgenonrmKi, -ein Apfel und eine Zwiebel hinein- qerieben, 1 Eßlöffel' Grieß hiuzugesügt, etwas Lalz,. mrd nach^m das Ganze eine Viertelstunde gelocht feit, wird em nnßgroßes Stück Butter darunter gerühert. Grießkncheitz 2 Tassen Grieß. 2 Taffen Mehl, eine Tasse Milch, 1 Tasse Zucker, 1 Ei. 1 Backpulver, etwas Butter. Fleischklöße aus Wurst. Tie Wurst wird geschält imd durch die' FleischmaschMe gedreht. Kriegsmeht wird durchgenebt und die Kleie anstatt Weckmehl unter dre Masw gerührt, ev. etwas Fleischextratterfatz Kreaton oder antares Gckivürz hmzuge- fügt, Klöße geformt und gebacken. E i n t o p s q e r i ch t. 200 Gramm weiße Bohnktt, 1 Pfund Wirsing -oder Wsßk-aut. 1 Pfund Erdkolstrabi, 75 Gramm Grau« ven IV» Pfund Kartoffeln. Zwiebeln, Petersilie, Bohnenkraut Künnnel ^ie Bohnen werden riber Nacht eingeweicht, 20—30 Minuten gekocht und 2 Stunden in die Kochkiste gestellt, dmrn nochmals zum Kochen gebracht. Das Genrüfe wird m etwas Fett oder -aufgelösten Suvponwürftln gedünstet und dm komendm Bohnen hinzirqesngt, ebenso die kleingeschnitterzm Kattofsaln mid die eingM- ekchtm Graupen. Zuletzt fiige man eaw Mischung die Gewürze rrach Geschmack M und fetze das Ganze nochnials 2 LtnndKi in di« Kochkiste. Charade. Er wies ihm das Erste, kampfbereit. Das war von ihm nickt das Zweite. Wir leben doch nicht mehr in jener Zeit, Wo Ganzes enlsckied im Streite. Aitslösnng des Älbteilrätsels in voriger Nummer. Kaiit Raab. Auden, Äsen. Orden, Kali, Frau, Bande, Ka>e, Norden, Schru'tteiiicng: W. Lievrr. — Zwillmgsrunddrirck der B r ü h l'scheu Uirv.-Bnch- und Steindeuckerei. Vi. Lange, Gießen.