Roman von Hermanit Wagner. (Fortsetzung.) Das war kern Schreck, der Reisner packte, das war eine Lähmung. Er wollte reden, aber die Stimme versagte ihm, und so machte er nur seltsame Bewegungen mit dem Munde. Und die Beine zitterten ihm, er war so- entsetzlich müde. . Wo war doch ein Stuhl? Da. . . Er packte ihn nnd tvä've beinahe über ihn gefallen. Endlich saß er. Er fühlte den Schweiß, der ihrn aus allen Poren des Körpers brach Sv, das war also die Stunde, da dieser ferne Gläubiger kam, um mit ihm zu reden! ... . Es ist ein böser Tag, dachte Reisner matt, er will mich fressen. Er sperrt den Rachen auf und will mich verschlingen. Gibt es eine Rettung? Neun Was kann ich noch tun? Was zu ttm, bleibt mir noch übrig? „Hermann Reisner, "wer hilft dir?" fragte laut und kalt die andere Stimme. Niemand, dachte Reisner, Zvenn ich mir nicht selbst helfe, — nnd das tue ich, ja, das tue ich jetzt! Laut aber fragte er: „Was wollen Sie von mir?" „Ich Null einem Begräbnis zuschauen," antworckete Behrens, „Ih rem Begrab ms, Hermann Reisner, denn ich bin eigens hierher gekommen, um Sie zu bestatten!" „Sie kormnen zu früh," sagte Reisner, „ich bin noch Nicht tot." „Mer sie liegen im Sterben." Reisner lachte, nnd sein Lachen loar schattenhaft nnd krank. „Mau hat schon manchen totgefagt, und — —" -er ist dennoch .gestorben! . . . Wer soll Ihnen Helsen?" Reisrier schwieg. „I ch könnte Ihnen Helsen, ich allein. Aber ich tue es nicht. Daß ich es nicht tue, das ist meine Rache. Sie sind arm, bettelarm. Bon alledem, was Sie umgibt, wird in einigen Tagen nichts mehr Ihnen gehören. Was wollen Sie tun? Kommis werden? Ihre Gefängnisstrafe wird Ihnen sehr hinderlich sein. Wollen Sie Lebensversicherungen abschließen oder Vertreter vor! Weirl- und Zigarrenhäusern werden? Sie sind schon recht alt, alt und verbraucht. Biel Elend erwartet Sie. Und nicht nur Sie. Auch Ihr Kind, auch Ihre Frau. Haben Sic nicht auch deren Vermögen gestohlen, wre das so vieler anderer? Welche Namen soll rch Ihnen nennen? Es gibt so viele. Alle verwünschen Sie. Alle sind bereit, sich an Ihnen zu rächen. Erinnern Sie sich noch eines Mannes namens Gntzeit? Er hat sich erhängt. Und seine Frau ist schwindsüchtig geworden, während seine Kinder irgendwo dem Laster zntreiben. Sehen Sie imchts rricht die Gesichter dieser Leute? Und können Sie noch schlafen? Werden Sie überhaupt je wieder ruhig schlafen können?" Reisner hörte die Anklage und schwieg. Ja, es war die Wahrheit. Und doch war es wieder nicht die Wahrheit. Alles war verkehrt, verdreht. War er der Angreifer gewesen? Nein, Nein! Ihn hatte mau angegriffen, ins Gefängnis geworfen, weil er irrsinnig gewesen war, und ihn hatte man, als er aus dein Gefängnis kam, verachtet. Nur daß er diese Verachtung nicht erst abgewartet, sondern sich sogleich im vorhinein gegen sie zur Wehr gesetzt hatte. Durfte er sich etwa nicht wehren? Es war fern Recht, sich zu wehren! Und er tat es, tat es, bis zur letzten Minute! „Schweigen Sie," brüllte er, „alles ist falsch!" „Beweisen Sie das," sagte Behrens ruhig. „Ich werde es beweisen, — Ihnen, allen! Sie glauben, daß ich tot bin! Ich tverde lebendig werden, lebendiger als je! Schon morgen! . . . Ich verachte Sie!" „Ich verlache See!" höhnte Behrens. „Morgen lverden Sie am Boden liegen nnd roinseln. Ich habe Zelt." „Gehen Sie!" schrie Reisner ihn an. „Ja, ich gehe. Und Sie werden mich bettellr, zurück- zndommen. . . Denn ich habe Sie in der Hand." Reisner sprang in die Höhe, um sich auf ihn zu stürzen. Doch seine Hände griffen ins Leere, Behrens tvar fort. Ä)ie Tür knackte leise hinter ihm ins Schloß. Reisner wartete eine Weile, lauschte und verriegelte sodann feilt Zimmer. Er ging zmn Schreibtisch und machte Licht. Die plötzliche Helle tat ihn: weh, uno er griff sich an die Augen.. Tue ich es? fragte er sich mechanisch Es bedurfte keines weiteren Kampfes, es gab für ihn nur die Möglichkeit, es zu tun. Er hatte längst gewählt. Jetzt galt es nur noch, dre Sache gub zu machen. Er stöberte in alten Dokumenten herum, bis er eines nnt der Unterschrift der Frau von Mansch fand. Er betrachtete es genau Es war nicht schwer, die Sache war zu machen. Und es blieb ihm wirklich keine Wahl. Er verbrachte zwei volle Stunden damit. Er versuchte so lange, bis er sicher zu sein glaubte. Dann setzte er an. Es ging. Es war geschehen. " . Er hielt die Unterschrift eine Armlänge von sich ab und prüfte sie. Sie war gut. Ein Verdacht konnte nicht auf- kommen. Und wenn,-für ihn gab es jetzt kein Zurück mehr! Ob ich zu Lncie hinübergehe, dachte er, oder zu Lu? Nein, er konnte es nicht. Er war so entsetzlich müde. Wie gebrochen war er. Er streckte sich aus und schloß die Augen Er schlief. ' 24. Kapitel. Reisner schloß die Unterredung, die er mit dem Chef- Ingenieur gehabt hatte, indem er aufstand und sagte: „Die Sache ist also hoffnungslos?" „Ganz," antwortete der Ingenieur trocken und nickte. 46 ,Zch begreife Nicht, daß Sie sich nicht schon früher ein sachgemäßes Urteil über das Terrain verschafft haben." . „Das ist geschehen," sagte Reisner apathisch, „es lagen Gutachten vor." „Welche?" ,Äusläiü>ische. Die Gesellschaft war von Ausländern gegründet." Der Ingenieur pfiff durch die Zähne. „Aber, aber," sagte er. Und er sah Reisner scharf an: „Sie haben doch alles sehr, sehr billig erworben?" Reisner lächelte bitter. „Oh ja, aber trotzdem . . ." „Gott," meinte der Ingenieur, „wenn alles sehr, sehr billig war, dann . . . Ich meine: ganz verloren ist Ihr Geld dann noch nicht. . . Als Baugrund kommen die Terrains natürlich nicht in Frage, das ist ausgeschlossen, völlig . Das heißt: es müßten in diesem Falle Unsummen in sie hineingesteckt werden, Millionen, und dazu liegt, solange andere, billigere Gründe vorhanden sind, natürlich feine Veranlassung vor, — ja, es wäre das geradezu ein Wahnsinn, eine Verrücktheit. . . Aber-" „-aber einen bescheidenen Nutzen wirft das Terrain immerhin ab, wenn man es versucht, es, das jahrelang brach gelegen ist, zu bepflanzen . . . Nach Jahren würde es schon etwas bringen." „Nach Jahren, . . . etwas. . murmelte Reisner. „Aber als Baugrund —: ein glatter Betrug!" „Ich werde sehen," sagte Reisner, indem er mit halb abgewendetem Gesicht dem Ingenieur die Hand reichte, „jedenfalls danke ich Ihnen. . ." Die Unterredung hatte in dem Bureau des Ingenieurs stattgefunden. Reisner trat auf die Straße, und die Häuser, die Wagen, die Menschen tanzten vor seinen Augen. Er mußte sich während.der ersten Schritte die Häuser entlang tasten, um nicht umzufallen. Immerhin, dachte er, erschöpft, ich kann einmal zu ihm' hinfahren. Und er stieg in eine Droschke und fuhr bei Mannheimer vor. Mannheimer war gar nicht erstaunt. Er gab sich so liebenswürdig wie immer, den kaum merklichen Spott um seine Lippen gestattete er sich eigentlich nur als einen höchst überflüssigen Luxus. Reisner sprach tonlos und matt, nichts von Wut war in ihm, nicht einmal etwas von Erbitterung und Enttäul- schung. Er berichtete mit wenigen Worten, was sich heraus- gestellt hatte. Mannheimer hörte chm stumnr zu und zuckte nur uir- geduldig mit den Schultern. „Das war dumm. Dumm von Ihnen." Sonst sagte er nichts. „Sie haben mich, betrogen, Mannheimer," sagte Reisner ohne jede Schärfe. Mannheimer lächelte mitleidig. „Verzeihen Sie, mein Lieber, so etwas höre ich nicht gern . . . Betrogen! Unsinn! Man betrügt nur, wenn man faßbar ist. . . Haben S i e früher vielleicht betrogen, wenn Sie eine Sache abstießen, die oberfaul war?" „Sie find faßbar, NLannheimer," entgegn-ete Reisner fast flehend. Mannheimer schüttelte energisch den Kopf. „Dann hätte ich die Sache nicht gemacht. Und außerdem — —" Er erweiterte den Luxus, den er sich gestattete, und wurde höhnisch. „-und außerdem, dächte ich, müßten Sie selbst «ufpassen, daß man Sie nicht faßt . . . Nicht?!" „Was meinen Sie —?" Mannheimer sah ihn durchdringend an und hatte doch unter einem seine perfid-liebenswürdige Miene. „Ich Meine, — die Unterschrift. . . Das heißt: ich will nichts gesagt haben!" Reisner wurde übel. Er schluckte Und schikuckte und suchte pach einem'Wort, das ihn retten könnte, nur für einige Minuten retten. . . Er fand keins, nicht ein einziges. Er sah erbärmlich aus. Und schwieg. Es gab eine Pause, die Reisuer endlos schien. Mcmnheimer glitt fachlich über sie hinweg, mit einer Diskretion, die käüeste Grausamkeit war. Er hob dozierend den Zeigefinger. „Lllso, man darf nicht faßbar sein, —, darm betrügt man auch! nicht, — selbst dann nicht, wenn man. . . fälschtet . . . Hm. Haben wir uns noch etwas m stvgen?" Da umschwärmte Reisner ein Gedanke: warum war dieser Schurke so ruhig, wenn er doch wußte, daß jene Unterschrift gefälscht w ar? _ Wtelte! und würgte und stotterte dann: „Me Bürg-- schaftserklärnug — ist doch — noch —> bei. . . Ihnen?" „Nein," sagte Mannheimer kurz. „Nicht ■— 1 ?" „Nein," wiederholte Mannheimer. „Wo —• ist sie?" fragte Reisner angstvoll, denn es schren ihm plötzlich, als wäre die Staatsanwaltschaft schon hinter ihm her und als müsse er, wenn er jetzt auf die Straße hinausträte, sofort verhaftet werden. Mannheimer strich vorsichtig die Asche von seiner Zi- ßarre. „Ein Mann interessierte sich für die Bürgschafts- emämttig," sagte er, „noch ehe sie geschrieben war, ja. . . Er hat sie mir abgekaust, für den vollen Betrag. . . Ein fHr nobler Mann, — alle Achtung!" Und Mannheimer blies behaglich den Rarrch seiner Zigarre von sich „Ein Mann? Wer?" „Ein Mann namens — Behrens." . Reisner wollte einen Freudenschrei ausstoßen. Er zog rndessen nur sein Taschentuch und betupfte damit seine Stirn. Sein Mund war schief verzogen. „Es ist gut," sagte er letfe, „ich danke Ihnen. . ." „Es war mir ein Vergnügen," sagte Mannheimer jovial, „beehren Sie mich wieder!" . fößfy die Straße entlang und enrpsand es als eine Wohltat, daß er nicht imstande war, zu denken. Er ging schnell vorwärts und betrachtete die Menschen. L>ie waren ganz anders, ihm ganz neu. Soviel Helligkeit war an ihnen, die auf ihn zurückfiel, — oder war es und- gekehrt, war die Helligkeit in ihm? Gleichviel, sie war da: Sie fiel sogar aus einen Menschen wie Mannheimer. Wie dumm dieser Mann doch war, da er so grenzenlos hamsterte und sich eines Tages doch hinlegen nmßte, um zu sterben. Auch Frau von Marisch bestrahlte die Helligkeit, eine Frau, der er viel Unrecht arigetan hatte. Und den armen Gut- zert und dessen Frau, — ach, warum hatte er sie doch damals verschmäht! Und auch an Lautenvach in Hamburg dachte er, — ach, wie übel hatte er dem Unermüdlichen nntgellnelt! Aber aus dem Herzen aller dieser Leute nahm er den bitteren Stachel, wenn er sich jetzt freiwillig dessen begab, wessen sie ihn neideten: alles Reichtums, aller äußeren Zeichen der Macht, seiner Frau, seines Kindes, — wenn- er lautlos und ohne zu klagen in einer Versenkung verschwand, die ihn nicht mehr yergeben würde, tvenn er vergessen ward, von niemanden vermißt oder betrauert. sollte ihn vermissen, betrauern? Die Merch scheu? Er hatte sie mit bewußter Grausamkeit als Mittel für seine Zwecke benützt. Seine Frau? Er hatte sie betrogen. Sem Kind? Es kannte ihn kann:. ^ ,? a , ^ war seine Pflicht, zu verschwinden. Er war das sich schuldig und vor allem den anderen. Und er war es auch Behrens schuldig, der nun mit den Gesten des Rächers einber- gmg, wie auch er es vinst getan hatte. Reisner lachte lautlos in sich hinein. Er kannte das, er hatte es erfahren. Hatte dieser Mann erst seine Rache, dann hatte die Rache bald ihn. Sie umstrickte ihn, und er verwickelte sich in ihren Maschen immer mehr, bis er schließlich gefesselt war und stöhnte. Oh, er sollte alles haben, worauf er ein Recht zu haben glaubte! Ihm, Reisner, nahm er nur eine Last ab. Er sollte sie tragen . . . Reisner wurde lebhafter, sein Lebensgeist entfachte sich langsam zu einer dünnen Flamme. Er ging mit schnellen, hastigen Schritten. Und dann: es war auch nicht seine Sache, sich in ein verborgenes Dorf zu verkriechen, denn das war eine Flucht. Er durfte nicht fliehen, durste sich nicht entziehen. Hier mußte er bleiben, nur hier war sein Platz. Es würde ihm gelingen, so viel tzu verdienen, daß er leben konnte. Je elender er bebte, eine um so größere Genugtuung würde er empfinden. Als Versicherungsagent, ja. Treppauf, treppab, in einem Anzug von schäbiger Eleganz immer sich duckend, immer lächelnd, nie widersprechend, die ewigen Abweisungen und Demütigungen wie ein Schicksal hinnehmend, das ihm gebührte. Den Nacken beugen, die Hände küssen, die ihn schlugen. Geduldig sein, maßlos geduldig. Und dann Lenken: Du leidest, ein anderer hat dich leiden gemacht, aber du muckst nicht auf, denn es ist deine Strafe. Du zahlst ab. Alle die Falle: Lauteiö- bach, Gutzeit, Marisch, Lucie Blümrrer, Behrens. Und eines Tages bist du fertig. Bist niemandem mehr etwas schuldig. Und legst dich hin und machst die.Augen zu, während diL andern weiter leben und erkennen müssen, daß sie aus Gläubigern Schuldner geworden sind! — Reisner kam heim, glühend von einer Erregung, die ihrn jb rein schien wie die flackernde Flamme eines Kerzenlichts, vas man in ein Totenzimmer stellt. Er rief sofort Prokop und sah ihn eine Weile stumm an. „^Lie befehlen?" fragte Prokop eisig. „Prokop, ich habe dir, — ich habe Ihnen nichts mehr sat befehlen. Sie müssen mich verlassen. Ich bin ruiniert. Ich bin arm, viel ärmer als Sie." Prokop warf den Kopf hoch „Ich bin nicht arm," sagte tx hochmütig. „Aber Sie sind auch nicht reich, — und ich gedachte, Sie für immer bei mir zu behalten und Sie einmal gut zu entlohnen und unabhängig zu machen." „Das wäre überflüssig gewesen," sagte Prokop, ,chenn ich habe für mich selbst gesorgt." „Wie?" Prokop machte eine wegwerfende Handbewegung. „Glauben Sie, daß ich es nicht gesehen habe, wie Sie sich ruinierten? Mir konnte es recht sein. Wenn ich auch immer schwieg, jb habe ich doch viel gehört. Ich gehe zufrieden von hier fort. Mein Leben ist gesichert." Reisner winkte müde mit der Hand. „Gut, ich gönne es Ihnen. IXub denken Sie nicht allzu schlecht von mir." „Ich werde gar nicht über Sie Nachdenken, ich wüßte nicht, weshalb ich das tun sollte. .Ich werde leben und für den Rest nreiner Tage Herr sein. . . Leben Sie so gut, als Sie efs können, — mir ist es gleich! Adieu!" Reisner öffnete ein Fenster. Ein warmer Augustabend wehte ihrn entgegen. Die Straße hinauf und hinab eilten vereinzelte Fußgänger, zwischendurch auch Kinder, vornehm angezogen, sauber und gesund, mit Bonnen, die sie behüteten. Eine heitere Sicherheit lag auf allen ihren Gesichtern, und es gab nichts, was diese trüben konnte, denn man war in dieser Gegend sehr reich-. Reisner schloß das Ferrfter wieder und zog alle Vorhänge zu. In diesem Halbdunkel saß er dann und brütete dor sich hin. Nein, es war anLgenmjcht: seirr Kind sollte es gilt haben «nd auch seine Frau sollte es aut haben! Ein Gefühl der Freude ourchströmte ihn. Er hätte nicht geglaubt, daß «s so leicht war, sich selbst zu vergessen ww mir an andere zu denken. Und er fettete lang auf. Dann machte er Licht und setzte sich an den Schreibtisch Noch viel war irr Ordnung zu bringen. Vor allem wollte er «M Behrens schreiben, der ferne Mreffe auf dem Schreibtisch Smrückgelassen hatte. Und dann wollte er mit Lueie reden. Es war ja alles so einfach. . . (Fortsetzung folgt.) riSnig Sonne. \ Märchen von A. Clara. . Um des Weltherrschers Thron waren alle Geister versammelt, die ihm dienten. Sie drängten sich zu beiden Seiten dicht aneinander und ließen die Mitte frei. Hier stand einer allein — hoch und schlank — der schönste und lichteste von allen. Mer sein Antlitz war bleich und gesenkt. Mit schroffer Bewegung wandte sich der Weltherrscher ihm zu: „Du hast schwer gesündigt, — knie Lieder! — Kn meiner Gegenwart steht keme Missetat aufrecht da!" Der Jüngling hob langsam den Kopf; so stolz und edel war diese Gebärde, daß sich seine Gestalt aufrichtete durch sie, als mußten Me andereu ihm zu Füßen fallen: „Sühnen will ich. Herr," antwortete er, „aber nicht knien!" Und er suchte den Blick des Herrsch rs und zwang ihn tief in den seinen. Es tag eine Macht darin, eine Hoheit und ein Match, daß ihm keiner widerstanden hätte- wrd der Weltherrscher liebte diese Angen, denn er hatte nichts Leuchtenderes in seinem großen Reich. — „Gut," sprach er, „komm her — du sollst sühnen!" Und in das Weltall hmcrusdeuMtd, wo im fernsten Ducktet die Weltmkörper ihre Bahn liefen, fuhr er fort: „Siehst du die Finsternis? — Me sollst du erleuchten durch die Kraft deiner Seele! Nun sieh zu wie du es fertig bringst — und erst wenn Licht ist — dort hinten — dann will ich dir ver- ijfeiJjcn Y* 1 Der Jüngling neigte sich tief. Schweigend trat er aus der Nähe des Weltherrschers, und den Kreis der «Geister verlassend, die rhm trauernd nachschauten, wanderte er in die Einsamkeit, die ihm gezeigt worden war. Dort baute er sich einen Thron nnd nannte sich König Sonne. Das, was er leisten sollte, Men ihm nicht altzw- schwer; denn er wußte, daß setrte Seele stark und reich war. Und er öffnete sie, — immer weiter, immer tiefer, bis in die geheiru- sterr Mnkel und mußte selber über die Wrmderschätze staunen, die in ihr waren. Er Wo sie^alle herauZ — ckll«. Dann trat er cafif seinen Thron, breitete die Arme ans nnd ließ den ganzen Reichtumstiner Seele in die Dunkelheit hinabsallen. Das war wie ein golden ner Sprühregen anzusehen, — so, als rieselten lauter Sterns durch die Nacht. Mer sie wurde nacht hell davon; hie und da büeri wohl eiu leuchtender Funke in ihr hängen, aber er war so unschm bar, daß ihn König Sonne kaum erschauen konnte. Alles andere versank Lautlos und ohne eine Spur zu 'hinterlassen in der Tieft. Entsetzt starrte der junge König in den schwarzen Schlund, der ihm plötzlich wie ein fürMerlicher Feind vorkam, itnd schaudernd ahnst er die Riesengewalt, .die er brechen sollle, und an der sein erstes svohes Bemühen wie ein Nichts abgeglitten war. Ta sank das stolze. Bewußtsein seines Wertes in sich zusammen nnd ferne Seele litt zum erstenmal den bitteren Schmerz der Demütigung. Doch sein Mut war reicht gebrochen. Immer und immer wieder versuchte er es, Hegen die Finsternis anzckkärnpfen, -oft urrd oft trug er ein heiliges Feuer in den Händen — und mußte immer wieder sehen, daß es auslöschte, kaum daß er es in die Dunkel-- heit versenkte. Es faßte ihn -eiu würgendes Weh um seines Urv- veruiögens willen und ein heißes Mitleid mit allen Wesen, die in der Dunkelheit litten. Sein waches Empfinden fühlte dir brennende Sehnsucht, die nach ihm tastete, —, den tiefen Jammer der zu ihm schrie: „Hilf — ach Mf uns zum Licht!" Und er konnte nicht helfen. — Wie ein gefällter Baum Mng er ans den Stufen seines Thrones hin und stöhnte. Er biß sich die Lippen blutig und bohrte sich die Nägel ins Fleisch, so hart ballte er dst Hände in ohnmächtigem Zorn. Ta kam es plötzlich wie em kühler Hauch m ihm, und ewtäe weich« Hand legte sich auf seine Schulter. Zlusschauend gewahrte er ein Weib neben srch — ein Mädchen. Das sah mit klarest Augen in fein Gesicht: „ML wie bist du schön!" Er betrachtete sie erstaunt: „Tn brst sicher ebenst schön," meinte er, und sein schmerzstarres Antlitz tauchte in ein Lächeln wie in «inen wunder» baren Glanz. „Wie heißt du — mcd wo kommst du her?" „Bon der Erde," antwortete das Mädchen, „aber ich habe keinen Namen, denn ich bin eine Seele nnd muß die Liebe suchen, bls^ich sie finde, weil ich auf Erden ohne Liebe war." — König Sonnetz Herz kam in ein leises, wohliges Schlagen. „Willst int nicht eine Zeitlang bei mir bleiben, Seele?" Und seine Augen leuchteten mit unwidersteUicher Bitte in ihr Gesicht. Da errötete sie bis über di« lichte Stirn und den zarten .Hals, und heircklichs Min schert nnd Hoffen zwarrgen ihr die Antwort ab: ^Gern bleibe ich, toemi du es möckstest!" „Seele" — sagte König Lw-rrne leise — „stmw, Seele!" Und er legte den Arm um sie; da fühlte er lütter den feirten Schleiern ihren schlanken .Körper und er konnte nicht anders — er küßte sie. Sv lebte er nun mit der 'Seele zusammen, die st hold und licht war, daß all sein Leid verflog, wenn er sie anschante. Ein ganz neues jauchzendes Lebert sprühte nnd begehrte irr feiner Brust, eine starke, unendlich liebevolle Freride fällte ihr: aus, daß er zuletzt alles — alles vergaß und nichts wollte und erfaßte, als einzig die Seele, die um ihn! war. Das sich der Weltherrscher und er sandte einen Boten zur Seele und ließ ihr sagen: „Tn hast geändert, was dir fehlte — nun kehre heim. Denn ihnr, den du liebst gereicht deine Liebe zum Verderber:. Er ist verdammt und kann sich selber nur erlösen, wenn ihn nichts anderes hält."" Da ersch>räk di« Seele. „Aber er liebt mich doch!" — „Willst du, daß er zugrunde geht, daß er sich selbst verachten muß deshalb?" Me Seele drückte beide Hände auf ihr armes Herz, das seinen Reichtum' hergeben mußte, und verbarg hie aufsteigenden Trauert in einem Lächeln: „NeiA nein, das will ich nicht!" Mit ihren leichtm, weichen Schritten trat sie m König Sonne und schmiegte sich an ihn: „Liebster — ich muß mm strtgehen von dir!" Er dachte, es sei ein Scherz, und antwortete lächelnd: „Liebste — ich lasse dich nicht!" Da senkt« sie traurig das Köpfchen: „Du darfft dich nicht verzetteln, du sollst doch die Dunkelheit besiegen." Sem Antlitz erblaßte st jäh, oaß sie leist aufschrie. Ta riß er sie cwt{ sich und wühlte seinen Kopf an ihre Brust und klammerte seine, Arme um sie, daß sie m sterben memte: „Seele -— Seele, ich kann ja nicht — ich bin mr schwach!" Sie sah, wie er litt, und sie trollte ihm st gerne helfen. Mit ihren weißen kühlen. Hart», den hob sie sein Haupt empor. „Liebster — hast du mich lieb?" Gr erstickte die Frage mit einem einzigen, heftigen Kuß. „Siehst du," fuhr sie fort, „vielleicht ist dein Herz, das jetzt für mich bvQMt, hell genug, um das Licht dort hmabzutragen." Er sah sie an. „Und du, Seele — und du?" „Ich?" sie lächelte, „ich habe übergenug,' von.dtr bekommen und ftnde sicher heim." Er atmete schwer ist hartem Kampf und Welt sein Herz zögernd in den Händen. „Soll ich die Welt mit dir erlösen?" fragte er. „Ach t«,' pocht« das Herz träumerisch — .st als hätte es' kaum hingehört — >,ach ja!" „Tann nmß ich die Liebe opfern," sprach er hart. „Mm!' Das Herz bäumte sich ans im Schrecket und tat etnen wilden Schlag, daß es aus seinm Händen sie! nnd in die DucktAhell Wnäbglitt wie ein breites SträWenbüudel. Er wandt-?, sich um die Seele war fort. Er suchte sie, bis seine keuchende Brust keinen Ment mehr hx sich hatte — vis ihm Hände und Knie zitterten,— - er fand sie nicht. Mit einer letzten Hoffnung sah, er in die Dunkelheit, ob das Opfer nicht umsonst war, ob sie vielleicht ein wenig lichter ward — sie gähnte schwärzer dmn je. Ta schrie der jungt König aus und seine Stimme war wie -ein einziger, steinharter Schlag, der Furnken sprühen macht. Darm reckte er sich itnd hob dm 48 fr Kopf, als tucCftc er nie wick^r auf die Erde sehen, :tnd jetzt« sich aus seürsn Thron. Mit brx ganzen gesammelten Kraft, derer: er> fähig nmr, ver-senkte er sich in sich selbst-. „Jetzt mutz ich «H zwingen," dachte er, „ich mutz — ich mutz!" Und sein Heister, verzweifelter Wille fand einer: letzten, furchte baren LSeg und konnte doch die ganze Furchtbarkeit nicht ermessen; saust wäre er vielleicht zurückgeschvcckt. „Ich mutz selber brennen," sprach König Sonne vor sich hin, „das must das Rechte sein! Und wenn ich sterbe" — er jauchzte fast — „dann sterbe ich an meinem Sieg!" Es kam nach seinen Willen. Seine herrliche, stolze Seele wurde Kum Flammenmeer, immer Heller, immer leuchtender, strahlte sie aus ihn: heraus — schon färbte sich der Saum des Himmels um König Sonnes Thron rot von ihrem Licht. — Da ivar es plötzlich ganz dunkel um ihn. Ein namenloses Entsetzen, faßte ihn, er tastete an seine Äugen, er griff um sich und stand plötzlich, als wäre sein Geist gelähmt, — und plötzlich wieder wie im Wirbel von tausend furchtbaren tÄdaukan, die nur einen Ausdruck hatten — „blind — bin ich denn blind?" Da brauste es von fern heran wie Meeresrauschen, wie lauter Glocken- und. JubelftimMen, da stieg eine jauchtzende Welle der Seligkeit unzähliger Herzen zu ihm empor und küßte seine Hände und seinen Mmrtelsaum: „Es ist da — es ist da?" „Was ist da?" 'Zwischen den Zähnen stieß König Sonne die Frage heraus. Und ein einziger, von jubelnder Erlöstheii beseelter Schrei antwortete ihm: „Das Licht!" Er fuhr mit der Hand an den Hals, als drückte ihm eine Faust die Kehle zu, er wankte — „das Licht!" Er lachte aus, halb wahnsinnig vor Verzweiflung. „das Licht!" ries er — „das Licht!" — die Stimme brach ihm — „und ich — bin blind!" Mit rmftcherer, hastender Bewegung griff er um sich, aus seinen erloschenen Augen strömten die Tränen inr Weinen, das ohne Schluchzen ivar. „Mcht einmal eine Waffe — nicht ein erbärmliches Messer kam: ich finden, das nrir helfen würde — nicht mehr^ blind |u sein!" Jedes Wort knirschte zwischen seinen Zähnen wie eint derOveifelter Much. PWtzlich reißt es ihn hoch: „Wer — wer gibt euch denn das Licht?" Und ivie «ein Donnerschlag kam die Antwort: ,D>u, König Sonne, du leuchtest ja so warm, so herrlich! — O Sonne! — Sonne!" Und der Name floß durch den erhellten Himmelsrann; wie eine Woge, die bis in die fernste Ferne verrinnt: „Sonne — Sonne!" — „Ich —" König Sonne stand ganz still ,stchj —!t" Utnd mitten in den unseligen Jammer seiner Seele siel die Erkenntnis hart und klar: So muß es also sein — so muß man brennen, daß man selbst nicht mehr steht, um anderen das Licht zu geben. Er strich sich über die Stirn und stützte den Kopf müde in die Hand. Bon unten kam wieder die jubelnde Freude bis zu seinem Mhvon und pries ihn und erhob ihn zur Gottheit des Segens. Er Lauschte, t Da setzte sein Herz mit hartem Schlag ein und bäumte sich vor Schmerzen — blind — blind — jund seine Jugend zerrte an der eisernen Fessel — ich bin so stark!— ich bin so schön — ich will leben — leben will ich und sehen — ach sehen! „König! Sonne —!" Wie ein Hauch kam der Name an fein Ohr von einer stimme, hie er Unter tausenden erkannh hätte. „Seele — Seele —!" Er fühlte ihre tveichen Atme um seinen Hals und ihr Gesicht —. ihr sützes Gesicht an seinem — da vergaß er für eines Augenblicks- Länge all sein Leid und es wurde ganz weit und still in ihm. Und in diese Stille hinein tönte ihre Stinune weich und klingend, „Der Weltherrscher schickt mich zu dir, er hat dir verziehen und du sollst heimkehren. Ich muß dich nur auf die Augen küssen, dann sind fte wieder Aar, und wir beide können uns ewig aneinander freuen." ^Seele — du süße Seele!" Sein zermarterter Sinn versank in den heiligen Frieder: dieses Namens wie in lauter Duft und Wohltat: Und wurde stavk und gesund davon. „Was wird derm nun aus denen hie sich jetzt an meinen: Lichte freuen?" — Sie tverden die Freude! mit in ihre Dunkelheit hineinnehmen," arttwortete die Seele still, „Sv geht das Licht mit nrir vor: ihnen! — Und die Dunkelheit und die Sehnsucht und das Leid bleiben ihnen!" König Sonne senkte das Haupt ganz tief, und plötzlich vernahm er rvieder den jauchzen- den Klang — Sonne — Sonne! „Nein, nein, ich will sie nicht verlassen," sagte er hastig und laut. Im näch-sten Augenblick sank er stöhnend aus seinen Thvon: „Ich bin so jung, Seele — ich möchte so gern glücklich sein — und die andern, Seele, — Seele, schau hinunter, sind sic auch jung und schör: —< ist auch die Liebe bei ihnen — !vollen — sie auch — glücklich sein?" Ta faßte die Seele seine Hand: „Ja, sie sind jung und schön — sie lieber: sich mit «irrer starken, fruchttragenden Liebe — nicht so wie mir — und ihr Glück ist eben aufgeblüht — durch dich!" König Sorme drückte die Seele an sich und küßte sie und sie hielt ganz still. Dann schob er sie von sich: „Geh — Seele — ich kann nicht fort, ich muß bleiben. Zürnst du mir? — O sage, daß du rnir verzeihst, rvenrr ich dich verlasse! — Hast dri keine Antwort für mich — Seele?" Da legte es sich wie tröstende Hände urn sein Herz, wie der Hauch eines Kusses auf seine Lipperr und auf seine Stirn. — „Ich liebe dich — König Sonne — ich liebe dich!" in meiner Liebs getragen!" „Tann, Herr, laß mich König Sonne blerben!" — „Ja!"-— Ter löntg, der Gewaltige des Lichts, sitzt aus seinem Thron, Und alles Leben — alle Wonnen — alle Wärme und alle Schönheit, blühen aus seinen toten Augen. Er sitzt unwandelbar in seiner Majestät, und alles Geschehen wandert in seinem Bannkreis und sehnt sich in seine Nähe, bis es dereinst in seinem Glarrze untergeht. Büchertisch. — Die Schaubühne, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegebkn von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Mummvr 6 ihres' vierzehnten Jahrgangs; Grundsätze oder Ziele? von Germanieus; Das Wörterbuch, von Cnrtrus; Ernst Graf zu Reventlow, von Johannes Fi schart; Vorschlag, von Gregors Werte; Die Hermannsschlacht, von S. I.; Tier neue Mplnar, von Alfred Polgar; In entern urchekannten W in kel, von Fritz Reck-MalleczewKr; Weltstreik? von Lorarius; Autworten. Meßerrer Hausfrauen-Verer«. Kochanw ei jungen. Mer einen kleinen Vorrat Bohnen bar, den: sei ßolgendeZ Rezept empfohlen: - Bohne n -orte. IM Gramm tveiße Bv'hnen weicht man über Nacht ein,^Zocht sie dann weich und schüttet die Brühe ab. die man als Suppe verwenden kann. Tann treibt man di« Bohnen erkaltet (am besten am sagenden Tag) durch die Hach, nraschü«. IM Gramin Zucker werden mit 2 Eigelb schaumig gerührt, mit 8 gerieben m MandÄn oder Mffser:, etwas abgerie, bener Zitrionenschale oder Vanille, 3 /± Päckchen Backpulver, den Bohnen vermischt, das zu Schnee geschlagene Eiweiß darunter ge- geben und 3/ 4 Stunden gebacken. . Kölner-Schnitz tl Weißkohl wird tveich gekocht, an: basten :n der Kochkiste, auf ein Sieb gegeben, damit alle Flüssigkeit ab- läust, nnd dmm durch die Röaschine getrieben. Ter Menge des Kohles entsprechend röstet :nan einige Löffel Mehl in der Pfanne trocken selb (darf nicht anbrenn-en) rührt alles rmt ellvas.Salz zu.eines festen bidndigen Masse, formt SckMitzel und bäckt sie in Fett. Es können auch geriebene mehlige Kartoffeln anstatt'Mehl genommen! werden. Richtige Behandlung von Dörrgemüse und Dörrobst. Borbedürgung für eure richtige Zribeveitung der Gemüse ist das Einweichen am Dag« vor ihrer Veciverrdung. Wik wir ja aus oigeirer Erfahrung wissen, ist das Trocknen der Gemüse nichts anderes, als ein Entziehen des Wassers. Dieses Wasser uu:ß bem Gencüse vor dem Kochen itfkbec zugesetzt Hierbei:, timb zrvar soll die MffauMngsdau-er ein« möglichst lang« sein. Je härter das Wasser ist, desto sthiwevsr kann es in die Gemüse ein« dringen; deshalb soll :nan dem Wasser, um es weich zu' machen, immer etwas Natron zusetzen. Vor dein Einweichen ist das Genrüse selbstverständlich gut zu waschen, damit man es mit dem gleichen Wasser aufsetzen kann. Zweckmäßig ist es, Trockengemüse in der Kochkiste zu kochen, da die in ihr erzielte stete Einwirkung des Hitze auf , die durch das Trockrren sehr verhärteten Zellnloseteilchen lösend wirkt. Tie lange Hitzeeinwirkung befördert auch eine besonders innige Bindung des Gemüses mit dem zugesetztei: Fett. Setzt man dein Tvockengemüse etwas Fleisch am besten in zerkleinertein Znstarrde, zu, so gibt man ihm den uns angenehmen und gewohnten FleischZeschnmck und erzielt so die Täuschung eines ausgiebigeren Fleischgennsfes. Für die Zuberellung des getrockneten Obstes gÄt das gleiche. Tie jeweils erforderlichen Gemüsemei:gen sind der Art entsprechend verschieden. Wan muh z. B. von Spinat viel mehr verwenden, als von Karotten, die auf ein kleineres Maß emgetrock- net sind. Das Gefäß, in dem das Trocker:gen:nse Mffgeiveüht wird, muß immer iimverhÄtnisümtzig groß sein, da mmt dem Ge- mnse^ Platz lassen muß, sich richtig aufzurollen. Diese Regeln müssen bn der V»rbereit::ug von Dörrgeinüss und -obst befolgt werden, sollen gute Speisen entstehen. Lrgäkzungrrütle!. E er, 0— tz, -nd, Pa-r, Do—, La—, W—e. - Statt der Striche sind jedesmal drei passende Buchstaben einzusetzen, so daß bekannte Hauptwörter entstehen. Tie eingefügter» Buchstabengruppeir müssen tm Zusammenhang einen Sinnjpruch ergeben. (Auflösung in nächster Nummer.) Auslösung des Wortspielrätjels in voriger Nummer: a. Harke, Hund. Anker, Kain, Meile, Weste, Hanne, Bein, Wange, Halm. — d. Barke, Hand, Acker, Kahn, Meise, Wette, Henne, Beil, Wanz«^ Helm, Bachstelze. Er richtete sich auf, überstark und herrlicher dem: je zuvor, Und feirte Stimme dnrchdraug den Rauln und kain an den Thron des Weltherrschers: „Herr, habe ich nun gesühnt?'' „Ja, mehr als das — tausendmal mehr!" „Verzeihst du mir?" „Ich habe dich stets SchrffUeitilng: W. Ais-»«:-- — ZMÜingsruuddruck der Vrühl'schen Un'v.-Bnch- und Steindruckerei. R. Sange, Gießen.