1»ir - Nr. ,sr \£) J Samstag, den J5. Dezember "llllCilhl jeßE, D) HrüerhaÜungsblall Mm ^GießenerAiyeiZer lGenersl-A^erLer). wk. ( y Die Rächer. über Vornan von Hermann Wag ner^. (Fortsetzung.) Dritter Detl. > Lucir. A. Kapitel. Reisner machte seins Reise, nicht um sich zu zerstreuen, so-itLern um sich zjn sammeln, nicht un: sich zu vergessen, sondern um sich »visderLnfinden. Alles, was er say, Menschen, Orte, Dürge, betrachtete er mit einer stummen Erwartung: würde es ihm sagen, was er nicht wußte: wer er ivar? Er suchte in den Augen der Menschen \u fefeat, was sie t ihn dackten, und er las nur Gleichgültigkeit. Eiw i>r.cllglicher redeten schon die Dmge auf ihn ein. E>s »rar, als ob sie pu ihm sagten: grüble nicht, leb-s! Und gav. non den Landschafteil enlpfing er mrmer wieder die erhabene Mahnung: Sei wie wir, — sei ohne Sck-uld! Wir atnren, wachsen, blühen, tragen Früchte und walken — und uns bedrückt keine Erinnerung an die Berg an gen heil und uns schreckt keine Furcht vor der Zukunft! Dock^ er wurde um so unruhiger, \e ruhiger der Rahmen war, in den er sein rreuss Lebert hineingesetzt hatte. Er sah es, daß ec vor sich selber floh, wo er doch ausgezogen war, sich zu finden. Er war das Gegenteil von Peter Schlemihl: der Schatten, dem er zu entkommen trachtete, blieb einig bei ihm! Er fuhr nach München und tv-nßte, dort angekommon, nicht, was er dort wollte. Er schleuderte planlos durch die Straßen und hatte das Gefühl, verkauft zll sein. Er besuchte Cafss und Theater und langweilte sich tödlich. Er knüpfte auch, von einer grauen Verzweiflung gepackt, galante Bekanntschaften an, löste sie aber schon wieder, kaum daß sie ein paar Minuten gedauert hatten. Mit keinem Menschen kam er in Fühlmtg, immer gähnte zwischen ihm' und den anderen ein toter Raum. Er kam nach Innsbruck. Es entging ihm nicht, daß Wne und Färber: hier mrders waren, und er blieb auch eine Weile neugierig, atu bald darauf doppelt enttäuscht zu iver- den, da er dem Neuen in dieser Staot um keinen Schritt näher kam. Er merkte es, daß die Menschen in seiner Gegenwart stiller wurden oder gar verstummten, sicher aus dem instinktiven Verdacht heraus, einer: vor sich zu l-aben, der ihnen irger^lvie feind war. Und er dachte mit Erbitterung an das Mal auf seiner Stirn, das, ohne sichtbar m sein, doch immer fühlbar blieb. Er schickte Prokop n:it dein Gepäck über dm Brenner voraus uiid tvandbe sich selbst in tagelarrgen Fußmärschen: Mrwarts. Die Einsarnkeit tat ihm schließlich doch wohl. .1e Merrfchenhasser. um des tu ifuum. brach liegenden lieber- mm * schnsses an Liebe ledig zu »verden, sich oft mit einer für sie erstaunlichen Zärtlichkeit Tieren und der Natur zuwenden, so l^bte es auch Reisner jetzt, stundenlang im Walde dem. Rauschen der Bäume zu tauschen, seiner: Buck voll nachdenklicher Melancholie an den Wolken Hänger: zu lasser: urü> mit Hunden, Vögeln. Käfern stille Gespräche zu führe::. Er kam allmählich bis Brixen und darin muuer südlicher nach Bozen. Dort erwartete chn Prokop. Er schickte ihn abermals voraus, diesmal bis Meran, um ihm auch ein zweites Mal als Fußgänger zu folgen, jetzt ein sonniges, warmes, blühendes Tal durchschrervend, das, von einem tiefblauen Hirnrrrol überwölbt, ir: der lleppigkeit seines saftigen Grüns einem paradiesischer: Treibhaus glich. Ueber dienern neuer: Himmel stahl sich ganz jäh eine ihm noch neue Heiterkeit in sein Herz. Er erwachte eines Morgens in einem Landgasthof, von der summenden Wärme draußen geroeckt, die durch die offener: Fenster in breite« Weilen zu tf>m herein floß Er sprang aus dem Bett, wirsch sich kalt urck> saß dann Mt ttl X^v». -1_ ?_ uttten in der Veranda beim Frühstück, von einem jurmen Vtädchen bediertt, dessen blerrderrd rveiße SclKrze alle Strahler: der Sonne auf sich zr: riehen schien. Das Mädchen lachte ihr: freundlich an uub begann ein Gespräch mit ihm, in dessen Verlauf er erfuhr, daß dieses Kmd kaum siebzehn Jahr alt war, Klara hieß und ans einem Dorf in der Nähe Klagenfurts hierher in Stellung getont men war. die ihre erste war. . Klara sprach ein reines Deutsch, in dem der weiche Dia- lekt der Kärntnerinnen kaum wahrzunehmen war. Sie hatte lene biegsame Schlankheit, die nicht ohne beginneiche Fülle ist. Ihre Augen und ihre Haare waren braun und sie hatte kleine, flesichtge Hcnche, die noch nicht schwer gearbeitet hatten. Reisner bat sie, sie möchte mit ihm eine Stunde spazieren gehen. S:e sagte auch zu. Hub des Abends schritten sie wirklich nebeneinander auf einem Wiesenpfad, der durch Büsche und Gestrüpp zu einer uralten Ruine hinaufführte, m bereit düsteren, zerfallenen Toren, Bogenfenstern und Mauern ein romantischer, kühler Moder hing. Es wurde dunkler, und sie säße:: nebeneinander auf einer Bank, ohne mehr als dann und wann einen halben Satz zu reden. Es war auch nicht nötig, daß sie sich mit Worten verständigten, denn etwas ganz anderes war zwischen ihnen, das sie einander nahe brachte und sic eng miteinander ver- band. Es war dies die geheimnisvolle .Kraft eines dunklen Verlangens, das aus ihnen beiden aufwuchs und das sich danach sehnte, von dem andern gefühlt und gestillt zu werden So legte Reisner nur stumm den Arm um Klara und küßt: stark" den Mund, der ihm cntgegenblühtc, jung, durstig uni 2lls wäre damit alles zwischen ihnen ins reine gckom men, fanden sie nun auch Worte, um sich zu sagen, daß sü einander gern hatten. Das ,du' fiel zwischen ihnen und rif ™h Ä!?^ n l tn fort. Sie spürten daß sie jung mnrtr imb das Recht halten, iung zu (ein. Ihre Zuneigung juettv * ander hatte Uivt Hindernisse zu überwinden. Es war einfach so: sie nahmen einander und gaben einander wieder frei „Morgen gebe ich wieder," sagte Neisner, „immer weiter, iNtd weiß doch nicht, wohin. Aber ich werde immer gern -an dich denken . . . Hattest du schon einen Schatz?" „Nein," sagte sie, gleichsam verwundert darüber, dost cS so war, wie sie sagte. c , „Aber du wirst bald einen bekommen, denn du bist schön_sehr schön!" Sie lachte lautlos, und in diesem Lachen lag etwas Schmachtendes und etwas, das für den Augenblick doch satt war, weil sie ja nun wußte, wie die Liebe war, von der sie zum ersten Male gekostet hatte. „Du sahst heute früh so bös aus," gestand sie ihm, „ich fürchtete mich vor dir!" „Und jetzt? Bin ich bös?" „Nein, nein. . „Und fürchtest du dich vor mir?" „Gar nicht," faßte sie und schlang beide Arme um ihn, und er erkannte in ihrem warmen, pochenden Blut dieselbe Mahnung, die ihm jüngst nur die Blumen zugerufen hatten: grüble nicht, lebe! Er setzte am nächsten Morgen seine Fußwanderung fort, aber er tat es jetzt mit einer genießerischen Langsamkeit, wie einer mit Bedacht bei einem Genuß verweilt, der chm urplötzliche aufgegangen ist und den er bis zu den letzten Zügen ausschlürfen möchte. Noch nie in seinem Leben hatte er getrunken. Er erfuhr jetzt, welche verfeinernden und das Lebensgefühl steigernden Wirkungen der Wein haben konnte, wenn man es verstand, ihn zur rechten Zeit und an rechter Stelle zu trinken. Er kam nach Terlan und nach Eppau und saß stundenlang in kühlen Gärten, das Glas vor sich und einer sinnenden Zufriedenheit hingegebeu. Träume umgaukelten ihn und führten ihn in ein Land, M dem cS wohl war, leben. Alle Dinge verloren ihre Schärfen und Härten, ein lieblicher Schleier hüllte sie ein, der nur ahnen ließ, wie schön sie waren, und den man in begnadeten Stunden lüftete, um sich mit dem Zauber, der hinter ihm war, zu verschmelzen. ES war etwas Wundervolles, nichts zu tun, nur zu ruhen. Auch sein Verstand, seine Vernunft, sein Wille legten sich hin und taten einen langen Schlaf. Und nur seine Phantasie war wach und begann ein Spiel, an dem sie nie ermüdete, weil die Farben und Formen, die sich wie im Danz vor ihm drehten, unablässig wechselten und immer neue und immer kühnere Ueberraschungen boten. , Die Zeit «litt langsam vorüber und nickte zufrieden, weil sie sah, oaß sie m Wahrheit ausgenützt, nicht verschwendet war. Unermeßlich sind die Möglichkeiten, die die Zeit bietet, und nur der ergreift sie, der die Zeit scheinbar mit Nichtstun vertut. Nur der Beschauliche genießt die Stunde, der Tätige hetzt blirrd an ihr voriiber, einem Ziel nach, das ihn narrt. Denn er stirbt eines Tages und weiß nicht, daß er gelebt hat. ReiSner wurde braun, und in seine Augen kam Leben. Er aß um der Speisen Witten, er machte Fnßrvandernnaen, well seine Glieder danach verlangten, und er gab sich dem Schlaf hin, weil eine wohlige Müdigkeit ihn dazu drängte. Er hatte es für einige Zeit überwunden, sich sein Leben durch überflüssige Gedanken ya komplizieren und sich auf diese Weise künstliche Hemmungen zu schaffen, die in Wirklichkeit gar nicht da waren. Gr sah, daß es zuweilen not-, tat, wie ein Tier zu leben. Ein triebhaftes Verlangen drängte ihn jetzt immer wie der zum Weibe. Es. verging kaum ein Tag, an dem er ihn nicht nachgab. Er fand jederzeit offene Arme. Es lvar, al; ob die Natur, die sich untere diesem Himmel verschwendete hier auch die Mädchen zur gleichen Verschwendung trieb Und über alledem schwebte eine heitere Selbstverständlich keit. Man litt hier nicht, »venu man liebte. Und diese Leichtblütigkeit schien sich auch auf Fremdl zu übertragen, die, selbst wenn sie aus dein 'Norden kamen bald bereit waren, ihre Kälte, unter der sie hier nicht frol wurden, fallen zii lassen. Neisner traf auf seinen Wanderungen eine Dame, die wie er bald erfuhr, ans Schleswig stammt« und die mi ihren züvei Kindern hierhergekorninen war, um einen zeitige! Frühling zu genießen, während ihr Mann, der nicht meh )ung M sein schien, daheim nrit Eifer und Liebe, die beid echt waren, Men staub schluckte. Sie hieß Dora und bat ihn, sie nur mit diesem Namen zu nennen, nrit kein ein arideren, sie iiberhaupt nicht alsl Dame zu behandeln, sondern als eine zufällige, aber doch liebe Bekanntschaft, ettva als «irr Mädchen, das man trifft, küßt und vergißt. Denn sie sehne sich maßlos danach, irach- träglich, wenigstens für Stunden, jene Jugend zu genießen, die sie, als sie jung war, doch, nie gekannt habe. Sie war ungefähr dreißig Jahre alt und durchaus nicht häßlich. Neisner erlebte mit ihr acht Tage, die ohne Leidenschaft dafür voll niilder Wärme- waren. Nicht im mindesten glich sie jenem Typus von Frauen, die genießen wollen, weil der Genuß für sie das Leben ist.. Sie lvar im Gegenteil eine von denen, die ihr Leben lang hungern und die, erst wenn sie alt geworden sind, erkennen, daß sie es getan haben. In diesen Frauen glüht das Verlangen, das Dasein wenigstens ein- nr a l zu packen, ein einziges Mal, eh« sie sterben, rmd sis verjüngen sich dann, wenn die Gelegenheit sie findet, nur Jahre. An einem Maimiorgen nahm Neisner von Dora M- schied. Es war ausgemacht zwischen ihnen, daß keines voll beiden dem anderer! mehr nachforschen werde, und sie wußte!: beide, daß sich ihre Wege nie mehr kreuzen würden. Ein solches Bewußtsein macht inild und dankbar. Dora geleitete Neisner ein Stück Weges, bis an den Rand eines Waldes, hinter tvvlchem er dann verschwinden mußte, ohne daß sie ihn je wieder sah. Obgleich sie sich trennten, umreit sie heiter. „Bon dein nrnß ich nun leben," sagte Dora, „von dem, was mir die paar Tage an Lebensinhalt gegeben haben, —* diese wenigen, die jetzt dahin sind." Sie hob die .Hand über die Augen und blickte in die sonnige Landschaft. „Und Sie? Für Sie lvar das eine Episode, lvas für mich ein Ausschließliches, ein Definitives lvar. ititt> doch beneide ich Sie nicht. Sie werden sich in vielem zersplittern, während ich für alle Zeiten immer mit von einem zehren werde. Ihr Leben wird bewegter, meines glücklicher sein." „Glücklicher? Mi Ihrem Mann?" „Nickt mit, sondern neben meinem Mann, dafür mit meinen Kindern... Lieben Sie Kinder?" „Darüber habe ich nie nachgedacht..." „Gibt es überhaupt jemanden, den Sie liebend „Nein," sagte er. „Ich dachte es mir. Und ich? Was haben Sie für mich empfunden?" hJhnen lvar ich gut," sagte er freundlich, „aber nur, nreil unsere Bekanntschaft wie im Traum geschlossen war. Der, der ich hier bin, bin ich in Wirklichkeit gar nicht. Mein echtes Ich ist daheim geblieben. ^em, der hier ist, ist erlaubt worden, zu träumen. Er hat Sie im Traum liebt gehabt." Er ging fort und sah sich, nicht mehr nach ihr um. Hinter alles, lvas er hier erlebte, setzte er, nachdem es vorbei lvar, einen Schlußpunkt. Hub mit Spannung blickte er schon wieder nach Neuem aus, das er ohne jeden Uebergang genoß, — in der Art, wie es in der Tat mir Menschen können, die träumen. (Fortsetzung folgt.) » Zagen vom Apfel. Bon I u 1 ut s K ii o p f. Wenn der Mihnachitsbauin, festlich geschnrückt, im Zimm-eL prangt, und ferne Zweige den.würzigen Harzdnst ausströmon, die den weiten deutschen 3M> in den engen Wohnranm zaubern, dann tverden unter dem Zierat, daS mc Verschönerung seines Aussehens dient, außer den üblichen Pfefferkuchen und Nüssen auch die Aepfel nicht fehlen, allerdings in dieser Zeit der Teuerung irickxt in.großer Anzahl. Entweder hängen sie am Baum mit raten und gelben Backen, wie Gott sie wachsen ließ, oder sie sind mit Gold- und Silberpapier fein säuberlich umwickelt. Und doch — während der Weihnachtsbauin in: Zeichen des Friedens sieht, kann man bcn Apfel, der ihn ziert, geradezu als Sinnbild der Zwietracht, des Hasses und des Unglücks betrachten. Nicht umsonst wird von einem Zankapfel gesprochen. Wenn man der Geschichte des Apfels nachfpürt, so will es einen dünken, als wenn gerade dieses geschätzte Obst so gar nicht zn dem geruhigen und friedlichen Charakter des Christbaums passen will. Ar Um mit der Urgeschichte der Menschheit zn beginnen — der «Wl ist es gervesen, der die Menschen aus dem Paradiese vertrieben und diesem irdischen Jaminertale überwiesen l-at. Wenn Adanl und Eva nicht vom Apfel gegessen hätten — wie glücklich und lerdciisfrenid, lvie sündlos und ttigeirdsaur würden wir Menschen -- 531 nvch Tjeut« CeBen: vielleicht! Ter ^lpfel der (SrHomtute ift -um N-eberbringer der Sünde geivorden. Tahin — da hui! * Toch nicht :tur in der biblischen Schöpftulgsgeschichte spielt der Apfel eine bedenkliche Rolle, auch die griechische Mythmogra Weiß van seiner Zwietracht säend«: Eigenschaft zu erzählen. Er ift es, der den inännermordenden Trojanischen Krieg entzündet hat. Als Thetis, die Tochter des Meergottes Nereus, des Achilleus schäum entstiegene Mutter, mit den: thessalischcn König PeleuS ihre Hochzeit beging, war der gesamte Olymp feierlich geladen, bis auf Eris, der Zwietracht unholde Göttin. Aber Eris erschien trotzdem auf dem Hochzeitsfcst unb brachte als arglistige Oöabe einen goldenen Apfel mit der Inschrift „Ter Schönsten". Der Apfel rollte in den Saal, und Jjou ihren Reizen überzeugt, wie es «nn einmal die Göttinnen uttb auch die sterblichen Frauen sirrd^ forderte jede den Apfel für sich Ein gewaltiger Streit und Wortwechsel Hub an, und mir ihn zn enden, beauftragte ZeuS den Hirten Paris, zn entscheiden, wem, als der Schönsten, der Apfel gebühre. Paris erkannte ihn der Aphrodite zn, und damit begamr die Feindschuft unter der: Göttern tmd unter den beider: Böllern, den Griechen und Trojanern. Tenn bn Erisapfel gab ben Anlaß zum Raub der Helena, zir des Patroklus Tod und Hektars und .Trojas Fi:ll. Ter goldene Bann: aber, der diese goldenen Aepfel trug, der KLtmrderbaum, den Gäa, die Göttin der Erde, der Hera, des' Zeus Gemahlin, als Hochzeits gescheut gebracht, er stand inr Gar- len der Hesperiden. Tiefe Töchter des Atlas, des Titanen, der den Himmel trug, behüteten die goldenen Aepfel. Ter Drache Ladon aber hielt die Wach bei de:: Aepfcln, unter 0er Ober-, aufs ich des ehrwürdigen Vaters Atlas. Ta erschien Herakles, der griechisch Nationalheros, mrd der Starke erbot sich, den: Atlas die Last des Himmelsgewölbes abzunehmen, so er ihm die Aepfel der Hesperiden holte, lind Atlas, der froh war, seine Schultern n:it dem Himmel nicht mehr beschoer«: zu brauch«:, ging auf das toerUxfcnbe Anerbieten ein, packte dem verschmitzten Athleten den Himmel auf, brach die Aepfel vom.goldenen Baum rmd übergab sie dein Manne in der Löwenhaut. Toch Herakles bat ihn, mrr für kurze Zeit noch die Last zu tragen, damit er sich unterdessen ein weiches Polster um das Haupt legen könue. Uno der onmme Atlas ließ sich vor: den: schlau«: Sohn des Zerrs überlisten, der sich mit der: goldenen Aepfeln frohlockend davormrack^e. Auch Atalairta, die heroisch gricchsch Heldin mrd Jägerin, rvurde ein Opfer der golden«: Aepfel. Ter araivische Jüngling Hypomenes hatte sich vermessen, sie im Wcttlauf zu besieg«:, doch Atalanta war schneller als er, und nur dadurch, daß er ihr drei golderre Aepfel m den Weg warf, die sie in weiblicher Neugier »md Lust amSchmuck aufhob, gelang es ihm, den.Wcttlauf zu aervinrum und das Reirnen zu machrr. Einer der höchst seltenes Fälle, in denen der Wttrnn listiger war als die Frau. Im übrig«: galt der körnerreich Granatapfel den: grauen Altertum als ein Sinrckckld der Fruchitbackkeit. Und als ein solches rvar er ein Attribiü der hohen Göttinnen, rvie der Hera, Parse-, phone, Aphrodite und sogar der Kriegsgöttin Pallas Athene. Auch in der altnordischen Sage, in der Edda, ist von den goldenen Aepfelr: zu lesen. Ihr Genuß gewährt den Göttern die ewige Jny«ck>. Jdmra, die jür^ste Tochter des Zwergentönigs Jwaldi, die Göttin der rmverwelllichen Schönheit imd Zugeich, uich zugleich Bragis, des SaMesgiottcs Gattm, sie ist es, die die Aepfel hütet. Iduna in ihrer frauenhaften Güte führte durch ihre Aepfel einen unglücklich liebeichen Jüngling, Hjuki, dem Glück zu. Er liebte die herrliche Gerda, aber die herrliche Gerda rvollte nichts von fhm nriffcn, und seinen Boten Skirmir, der seine Werbung«^ Überbrache, nicht anhören. Ta schei:kte Iduna d«n verziveiselt«: Jüngling elf ihrer goldenen Aepfel, die die ewige Jugend brachen. Dieser verftthrerischen Gabe konnte die schöne Gerda als ein echtes Weib natürlich nicht widerstehe!:. Sie erhörte den Jüngling. Ob die beidei: nun auch .glücklich geworden sind, oder ob bic e ?ncn Aepfel .nicht auch hier unheilbringeud gcwes«: sind, ber ist in der Edda nichts zir lese::. Auch in unsere:: lieben, deutsche Märchen spielt der Apfel, als Uebcrbringer der Bosheit und des' Unglücks, eine gewichtige Rolle. Wer kennt nich das Märchen von dein lieben Schneewittchen, das tausendmal schöner ist als die böse Stiefmutter, von der cS tzu den fr endlichen siebe,: Zwergen über den Bergen geflüchtet ist. Aber der Stiefmutter sagt es dar Zaubevspicgel, wo sich das unglücklich Kind befindet, sie will es mit Schri'irband und Kamn: töten. Toch als diese Mittel versagen, versucht es die garstige Stiefmutter mit den: vergifteten Apfel. Uub der vergiftete Apfel tat seine Wirkung. Und die Zwerge, die Schneewittchen in den gläsernen Sarg legten, weinten, rvie Klein-Marlenchen um das getötete Brüderlein tveinte. Mieder lvar der Apfel die Wurzel des Nebels gewesen. Mar- lenck-ei: hatte von der Mlttter ein«: Apfel geschenkt bekommen, das Brüderchen aber sollte sich selbst ein«: ans der Apfelkiste rwhmen. Unb als das Brüderchen sich seiner: Apfel heraushvlen wollte da klappte die mrholde Sttefmutter d«: Teckel zu, und der kleine Kopf flog mtter die roter: Aepfel. Und der Wiunderbaum rnit d«: silbernen Blättern und goldervenr Repfeln, der dem braven Zweiäualein aus den Eirrgeweid«: feiner getöteten Zrege gavach«: war, brachte ihm -War viel Hoffart." __ Tas Gold erinnerte: „Ich war im ganz«: Reiche das einzig Bei Um di ge, ich trotzte den Elementen. Ich rvar der Herrscher." Tas Eisen: „Und hast die M«:schen verführt und verdorben." Gold: „Tie verführt und verdorben seü: rvollten. Sie haben m 1 ry tnueorigi, ma>r ich sie." L^sen: „Heuchler! Und rvie gerirlgsch blickt auf.nttch. Obschor: iu mir allein die Kraft, die Arbeit uÄi die Wehr liegt. — Ich ^lanb's, daß es dich .wurmt, rverrn ^jetzl in ermster Zeit .sich alles pm: dir wendet., lmrn: du von allen Seiten börcrr mußt: Gold aebe ich kür Eisen!" Gold: „Tiefe Zett ist dein. Llber ick niöebte auch schon waZ leisten, weru: mar: mich nicht hier gefallen hielte." Eisen: „Tu was leister:? Da wäre ich doch neugierig." Gold: „Nrrd zeig«:, daß ich ebenso starr bir: rvie Ln." Eis«:: „W«:n du so stark bist — versuch's, geh' jetzt bloß einmal ins Freie. — Nicht wahr, wie sick) die Zeit«: ändern! Sonst rvarst du mein Herrscher, jetzt bin ich dein .Kerkernreister." Gold: „Sage mir, Eisen, bist du err: edles Metall?" Eisen: „Tas sieht dock- alle Welt." Gold: „So laß mich frei. Tu wirst seh«:, tvas ich faim," Eisen: „Ich kann mir's denken. Ten Krämerbrchen würdest du zulauf«:, den Spiechöhlen, den Lasterhäusern." Tas Gold kvmtte eine Weile nicA sprechen vor Kränkung. End» lich sagte es leise: „Ich würde ins Feld ziehen, vor die Front." Eis«:: „Tu? Du ins Feld? Wohl gar um den Feind zu stechen, daß er dir das Geschäft nicht verderbe!" Gold: „Hartes Eis«r. Wie nwllte ich deinen Spott Mschanden mgchen!"- Nun ivurde das Eisen^ nachdenklich mck> schaute errrst aus. das Gold, das in: Trmkeln ein ro«:ig leuchtete. „Gut," sagte daS Eis«r, „wenn es wahr ist, daß du rms err:stlich zn Hilfe kommeni willst in ^dieser Not, so rmll ich bei Seiner Majestät ein Gnaden-, gesuch emreichen um berne Befreiung.'^ Sck-on am nächsten Tage rvar's, da c^llang Ser Auf durch die 'bentscher: Gaue zur Goldsarnmlur:g. ^oglewh sprangen alle Schränke und Truh«: auf iu: garrzen Land, das Gold drang üq die Welt, vereinigte sich zu eincrn Riesen Heere, zog ins Feld und brachte der:, schlverbedrängf«: Soldaten mündliche Mengen von Kampf- und LebenSmittelr:, eür Meer vor: ftischer Kraft m:d von Herzensnlnt. In neuer, urUviderstehlichcr Kraft «rtbranrtt« der Kanrpf. und der Feirrd lvurde geschilag«:. Tas tapfere Gold ist danr: ausgezeichnet !oord«: — ruft dem Eisernen 'Kreuz. vüchertlfch. — Tr e n e'Ka m er ade n. Erlebtes und Erlauschtes aus dem Kinder- und Tierleb^n von Helene Esselborm Mit Federzeichnungen von Heinrich Getrost. Falken-Verlag 1917. 8 °. 77 Seiten. Preis 2 Mt. 50 Pf. — Aus der Feder einer Gießcnerin erhalten wir in dem vorliegend«: schnurcken Schriftchen eine Reihe von anmutigen, rnit köstlichem Humor erfüllt«: und von dichterischer Begabung zeugenden Schildernugcn aus dem Kinderleberü und von den enger: Beziehungen unserer Kleinen zu ihr«: Harns- genossen tu nd Spielkamerad«: ans der Tienvelt. Ihnen allen ist das auf trefflicher Beobachtung sich aufbanende, durch »v-arme Mutterliebe geschärfte B«'stäudnrs für das Gcmütsleben unserer Kl «neu und Allerkleinsten gemeinsam, die in ihren stummen Spielgefährtei: daS eigene Fühlen ruck» Denk«: dichtend hinein tragen und sich damit eine eigene reick-gestaltete Welt zu schassen wissen. Klein und groß, besonders aber der Tierfreund, wird ar: den: geschmackvoll ausgestatteten,, mit allerliebsten Bilde«: geschrm'tckt«: Bück)elchen, das sich besonders gut zur Weihnachrsgabe eignet, seine Helle! Freude haben. ' ^ H. Haupt. 582 — Ernst Ben fard: Das literarische Porträt des Giovanntmo&ue. Ern Beitrag zur GeiÄchte der Kunst- geschickt München 1917, 8^r4ag F. .B ruckman n. — Giovanni Cimabue, dcnr italienischen Maler des 13. Jahrhunderts, den: Begründer dev neuen italienischen Vtalerei, dessen Streben danach ging, der starren mrd typischen Form des Byzantinismus ent-, gegenzuorbeiten, nüdmot Ernst Bankard eine tiefgründige Arbeit, die dem Kmrsthlstoriker, dem Forscher manchen neuen Hinweis ver- sckZaffen wird. Ist es doch gerade Eimabue, über dessen Autorschaft vei aus seiner Zeit stammenden «^en lebhaft gestritten wird. Nur eilt Merk des Meisters hacken wir, das urkundlich ihm seüre Entstehung zu verdanken hat, das Mosaik bAV "des tymnsützm Heilandes und deS Evangelisten Johannes in der des Domes zu Pisa. Den Schluß auf das Bestehen weiterer Wekis können wir nur aus Basari zic^u, der für dieft eintritt. Tür die überlieferten Basarisdellen, f-errrec an Tante, an Phüippo Bellari, Lorenz« Ghiberti und Christofovo Landrno lehnt sich Bsnkard an und versucht das Ansehen Eimabu.es zu vermehren, unter Heran» zirhung von Kunsthistorrograph«!, die die Bockeutung Cimabues zu schätzen und würdigen vermochten. Cirnabue ist von überrag erch-cr Bedeutnirg für die Kunst des 13. Jahrhunderts. Er ist der Begründer des Kunst-Dogmas, daS in prrgßrr Berührung mit Giotw steht. — Ben'kards Arbeit ist nicht für den Laien geschrieben, wohl ater für den Forscher, dem es eine Frille von neuen Ausblicken eröffnet. Ihm sei es wärmstens empfohlen. — Der Bölkerkrieg. Eure reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgeg^chen von Tr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hofftnanu, Stuttaart. Heft 147 und 148, Preis je 40 Pfennig. — Tie neulich erschienenen Hefte 147 und 148 des „BRilerkrieg" sind in der Hauptfachs Italien gewidmet. Tiefes Land spielt in der Entente eine Rolle, die in, mancher Hinsicht mit der Rußlands verwandt ist; besonders trifft auch das eine ifür Italien zu döst seine ganze Haltung im Krieg von den sehr unsicheren inneren VechUtnissen beevnftnßt iv-rrÄ, und ohne Aveckel bereiten sich hier Dinge vor, die für den Ausgang des Weltkriegs von größter Bedeutung fein werden. Im Hinblick auf diese Möglichkeiten liest man.mit gespannten! Jutereffe die aus- ftchrliche und sachkundige Darstellung der inneren Vorgänge und Zustände Italiens im 4. Kriegs Halbjahr, die aus öffentlicher Szene und mit höchst dramatisckrer Belebung hervor traten in der 3. und 4. Kriegs tag,»ig des Parlaments, loelch letzter e unter dem Eindruck der österreuhischen Offensive r^s.r Szurz des Kabinetts Salandra berberführ de. Aus dem wrrren und le^enschaftlich«, Getriebe um die italienische KriegspolitiS heben sich zwei starke und für die Krivgsaichänger immer bedrohlicher toerdende Erscheinungen hervor: die nüchterne und kühne, adle lltgnerische ?Rache offen befehdende Politik der Sozialisten, tvelch» bei ihrer Zialbenmßtbeit und Fmrchtbosistkeit zu gegebener Zeit vielleicht entscheidende Erfolge wird erringen können, rrnd dre goostc wrrtfchrftliche Not mid drückende AbbängigSeit des Landes, die in »ositen KrersM imnrer steigende Erbitdevung gegen den Krieg irnd die Kriögsmscher her- vorruft. In sehr anziehender Weise wird auch das merkwürdige, fast rätselhaft erscheinende Verhalten Italiens gegen Dentsckchrnd, sein langes Zögern vor der drruger^ geforderten Kriegserklärung mit wirtschaftlichen Verhältnissen einleuchtend erklärt nrch dabei ein wichtiges Stück ZuLarftspolitck angeschnitten. Zu dem Kapitel ^Italien und Deutschland" wevdsn noch einmal die amtlichen Auslassungen von beiden Seiten zusammengestellt. So wickelt sich in diesen Heften ein leidenschaftlich bewegtes Bild italienischer Irr- uüd Wirrnisse mit deutlich erkennbarer Bewegung der Triebfedern vor uns ab/ eine Lektion in praktischer Politik, die denr Leser bleibende Einsichten vermittelt. — mid) das Kapitel über den Vatikan !§pd seine Bemühungen um den Frieden darf gerade gegenwärtig hohes Juteresw bsanspruchen. — Tie Bilder bringen uns eine Reihe italienischer .Politiker und Kriegsszenen von ver° schiede,wn Scl^auplätzen. — Jugendliebe. Rmnan aus Alt-Berlin. Bon Felix Phifttzpi. Verlag: August Scherl G. m. b. 5)., Berlin. Preis 3,5# Mark. — Tie alte und doch ewig neue Geschichte von junger Harzen Glück und Leid stellt Felix Philipp! in die Zeit des langsam zur Weltbedeutung heranreifenden Berlins. In diesem Berlin wachsen die Spielgefährten auf: im stolzen Vorderhause der verwöhnte, einzige Sohn des reichen Buchhändlers. im niedere,! Seitenflügel das liebreiznlde Töchderchen des Buchhalters. Der enge Aos mit seinern alten Brimnen und der anschließende prinz- )ark mit seinen dichten Laubgängen sind ihre KindernÄt, und wie der Verfasser die beiden jungen Menschenkinder mit lebendiger 5kraft zeichnst, so schildert ec die verträumten stillen Win- Sck der guten alten Zeit. . crn 77 Tie Schaubühne, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirffchatt, herausgegeben von S!egfricd Jacobsohn, enthält in der Nummer 49 ihres dreizehnten Jahrgangs: Staatsinannische Demokratie, von Gerrnanicus Zum Problem der Demokratisierung, von Moritz Goldstein. Zu diesem Krieg, von Theodor Heczl. Bon der inneren Geschlossenheit, von Erbe. Ter Menschen Hasser, von A. H Zeiz. Ton Carlos, von S. I- Gefahren von Dtax Epstein. Tor Maronibrater, von Alfred Polgar. Z. E. G., von Lora Aus Antworten. . — Kleine s Prlzkuochbuch. Für Kriegs- und Fried«!--, zecken. Aniverstmg zu sackigenläßer Behandlung und Zubereitung der Pilze tm einfachen bürgerlichen Haus^ckt. Bon Emma und Eugen Grambera. 64 Secken. Gel-eftet 0,60 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. cm •“ ^. ie letzten Acht von S. M. S. „Franenlob". Mcme Kriegsfahrten auf e>. M. S. „Frauenlob" bis zu ihrem Untevgang; das Lchicksal der acht Ueberleb«!den. Von Fähnrich z. See Malter Stolzinann. Preis 1 Mark. Stuttgart, Verlag von Jlckius Hoffmann. — Frvntvffiziere. Roman von Otto von Gott-, der g. (Verlag von UlMein & Co., Berlin.) Pvvis 4 Mark. Em vWmcu! von 1914, gr^ckMebsn mit einer stürmenden Kraft, die alles wisder so erlebt, als ob noch die groß«! Empfiudnnasn des) Krv'gtzlmfangs die Herzen mit ftch riffen. Ein Ronran der Marne- lchlacht ; denn sie ist der Höhepunkt des in jähem Tempo vor«^ wärtSgesührten Ge^cheheils. m -T- Hendschel, Kunterbunt, 86 Skizzen. Prsrs 1.50 Mark, PapjÄxuid 2 Mack, Verlag von Jnlius Hoff-l n««in, >Ltuttgar1. — Tie linke Landgräfin. Eine Historie von Peter Aergell. Geh. 3^50 Viar^ geh. 5 Mark. Max Heffes Verlag BcrlniW 15. — Daß Milipp der Großmütige mit Martckr Luthers Erlaub,!is eine rochRsMtige Doppelehe sckKoß, galt allezeit für em rntersffmrtöS Goßchehnis deutscher Reformateonsgeschichte. ^as Lebensbild der „linken Laitdgräftn" aber führt uns vor Augen, welch ein ergreifendes rein menschliches Problem der Verlauf dieser Biaamie aufrollt. ' L e ** Kbrr. Die Harfe. Vierundzwanzig §Äc. (S. F ischer, Verlag, Berlin.) Geh. 1,50 Mark, geb. 2,50 Mark, — Dies sind GelegenheitsgDichte von bleibende,» Werte, gedorm aus der inbrünstigen Hingabe an jede- Eclecknis eines toachfelq vollen Daseins. Leicht beflügelt tknnnien sie daher, und sengt vsn pathetlschem Zivange, imd schaffen der bewndeven Eingebung um Etimuruna deS Moments lieblick^e Leibhafti^oit, indem ste d^ schmerzhaften oder witzigen, evotischvn oder künstlerischen Ereignis^ m ihrer ganzen Süße auÄosten. — Der Sinn und Wert des Lebens. Bon Geheim- rat Pros. Tr. Rudolf Encken. 5. völlig um gearbeitete Skuftage. £8-—20. Tausend. Gebunden 4,40 MaA. Verlag von QuÄleöi Meyer. — Häusliche Bu in enpfleg e. Eine Arckeitung zur Pflege der dankbarsten Zinnner- und Balkonpflanzen. Von Paul [• F. Schulz. (Naturwiffenschaftliche Bibliothek.) Geb. 1,80 Ml. »erlag v«! Quelle L Meyer in Leipzig. .— Die Weltliteratur, Heft 49 enthält: Detlev von Lnrenkron: Portepeefähnrich Schädig, Verloren, Adjutant«!liUe Gießener Hausfrauen-Berein. Kochanrveisungen. Vorzügliches, billiges KviegSgebäck. Gefüllte Hörnchen. Vs Pfund geriebene, aeSockLe dofteln, Vs Pst», gesiebtes Kriegs,nÄ-l. l U Pfv. ZuÄer, 1 Ei, 1 Ä7 spitze Ammonium, einige Löffel Milch oder ButdermÜch. alles wird gut untereinarckrergemsngt, der Teig ausgevollt, B.. ausgestioch»! und diese mit Llepftln oder Marnrelade gesüklt zu Hörrvchen geforint. Falsche Schokolademakrvnen. Vs Pfund gMt Vi Pftmd Zucker, 1 Ei, Vs Backpulver, Mannelade oder Zw^fttzoie Honig. Tavon wird ein Teig bereitet, den man nitt einem fiSfS aufs Msch jetzt. » - .dutte,r milch Plätzchen. Vs Pfund Kriegsmeht, V/Pftmd Ämter, 1 Cu 1 Backpulder urL so viel Buttermilch, daß es dmm Teig zum Ausvoll«! gibt. Davon kleine Kuchen ausstechen, backan und glasieven. Äasler Lebkuchen. Vs Pfund Kunsthonig oder Gelee, Vs Pwnd Zucker, 1 Pfnnd Dtehl, 2 Eier, 1 Messerspitze Muskat. Nelken, Zrmt, 1 Teelöffel Backpulver. Ter Teig wird ausaerollt m.Eckchen geschnitten, dunkel gebacken und mit Glasur bestrichen^ Keks. M ~ löffel Backpulver, ___ __ r und kleine Kuchen davon backen, die man vorher no$ mit 'einer stärkeren L-trickrmdel bestechen kann. . Einfache Glasur., 1 Wöffel Zucker, 1 Eßlöffel Wässer, ein Zaar Tvovsen Essw- ^res laßt man zusannnen '{frdvn. bis Var Df, und bestreicht damit das kalte Gebäck Gleichklang. Oft macht' ich ste drohend, von Zorn be,neisterd Doch er tm Theater hat mich begetstart (Auflösung in nächster Numrner.) ' ^ 9 Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer l v Ti« Feder verdirbt ost, war das Schwert gewann. Schrcktteituua: W. Meyer. — Zw'.Llingsrunddrnck der Brühl'scden Unv.-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.