Die Rächer. Roman von Hermann Wagner. (Fortsetzung.) Reisner steckte sein Exemplar in die Tasche, ohne daß sein Gesicht etwas anderes als Gleichgültigkeit ansgedrückt hätte. „Das wäre abgemacht," sagte er, indem er eine Zigarette in Brand setzD. „und wir hätten jetzt wohl Grund, uns ein wenig zu erholen." „Wie?" fragte der Geschäftsführer, der Reisner nicht verstarrd. Reisner blies eine dichte Ranchmolße vor sich hin und blickte ihr starr nach. „Ich meine, daß wir uns vielleicht etwas erholen könnten, inoem wir ein Lokal aufsuchten... Oder geniert es Sie, wenn man Sie mit mir sieht?" «Mich?... Mer bestimmt nicht!" Reisner lächelte, als berühre ihn das Ueberlaute des Protestes nicht im geringsten. „Gut," sagte er, „so gehen wir.. /' Es dämmerte schon, und Reisner schlug eines der Vornehmstert Restaurants vor, in dein sie anständig soupieren könnten. Ein Auto brachte sie in tvenigen Minuten hin. „Dt)," sagte Reisner, indem er iiber die Schwelle de- Lokales trat, „tvelch ein Leben?" Er hob seine Stimme, als wünsche er die Aufmerksame feit auf sich m leufeit, was ihm auch gelang, denn an mehreren Tischen tvandie man sich nach ihm um!. Sein Begleiter zeigte auf einen Eckttsch, der frei war. „Wollett wir vielleicht hier —?" „Warimi hier?" gab Reisner zurück. „Soll ,nan uns nicht sehend' Und er sch ritt, alle Anwesenden musternd, nach der Mitte des Lokales, nahm geräuschvoll Platz und befahl dem 'Kellner in lautem Don, die Wein- und Speisenkarte m bringen. Er schien sich außerorderrtlich wohl zu fühlen und sprach den Speisen und dem Wein tüchtig zu, ohne sich freilich dadurch davon abhalten zu lasten, die Unterhaltung laut weiterzuführen. Es war, als reize es ihn, den gepflegten und vornehmen Leuten, die rings um ihn saßen, zu zeigen, daß er ihre Formeil verachte. Mer er ging darin doch nie so weit, daß er die Grenzen dessen, was gerade noch zulässig war, überschritten hätte. So machte er alles irr allem den Eindruck eines lebhaften Temperamentes, dessen Blut durch den Wein iir Wallung geraten lvar. )■ „Die Dumm köpfesagte er, indem er mit einer hoch- mittigen Bewegung seines Kopfes auf einen Tisch zeigte, an dem Leute saßen, die ihn offenbar erkannt hatten und die mm, die Köpfe zu ja Minen steckend, miteinander tuschelten. „Jetzt starren sie mich noch an! Wollen Sie tvetten, daß ich kie in einigen Monaten dahin bringe, mich zr' grüßen?" Er dämpfte seine Stimme und sprach mit der Mien» eines Menschen, der in seine eigenen Worte verliebt ist, von seinen Plänen. Was er erstrebte, war vor allem eines: viel Geld es» tuedven. Nicht ans 5>absucht stellte er sich dieses Ziel, nicht toeil ihn ei,re schnnitziae Neigung zum Gelbe hindrängte, nein, nur um srch und der Welt zu beweiserr, wie hoch ein Mensch, der harttiäckig, zäh und kalt seinen Willen aus ei« einziges Ziel eingestellt habe, steigen könne. Um seinen Mund lag, während er so sprach ein Zug bitterer Härte. Wieder rnusterte er mit einem Spott, der in sich selbst versessen schien, die Leute ringsum. Nein, es gab nichts, nicht das geringste mehr, doS ihn noch mit ihrren verband. Er stand' allein. lhti> er wollt« allein stehen, denn er wußte, daß genug Kraft dazu in ihm war. Und diese Kraft verdankte er dem Gefängnis, daS ihm die vier nützlichsten Lehrjahreseines Lebens geliefert und irr dem er zudem den einzigen Menschen keimen gelernt hakt«, der ihm Respekt einflößte. Er bedeckte das Gesicht mit beiden Händen. als denke es angestrengt nach. Und seine Stimme >var völlig verändert als er dann sagte: „Können Sie es sich vorstellen, daß es einen Väenschen gibt, der, um ein Ziel m erreichen, zwölf Jahre Gefängnis in Kauf nimmt? Und der die Riesenkraft in sich spürt, diese Strafe ungebrochen zu übersahen? Der Stunde zu Stunde, Tag zu Tag, Woche zu Woche legt, der die Wochen zu Monaten forrnt urtb die Monade M Jahren, und der darin zählt: noch elf Jahre, noch pcht Jahre, nur noch sechs, nur noch vier Jahre — ?. .. Und der warten kann? Immerzu warten?" Er machte eine haßerfüllte Geste. „Einen solchen Man« kenne ich. Ich habe mit ihni im Gefängnis aelebt, und ich habe es von ihm gelernt, Geduld zu haben und zu warten ... Urid wissen Sie, was ihm die Kraft gibt, so lange geduldig Zu sein?... Der Haß! Der Haß, der: jeder Gefangene gegen die in sich trägt, die in Freiheit leben dürfen. Urü) mit tent er den Tag erwartet, an dem er sich rächen kann!" „Racken? Au imnr In der Stimme des Geschäftsführers zitterte das geheirne Widerstreben des braveil altern^ gesessenen Bürgers, der seine ererbten Ideale gegen den brutalen Einbruch eines Frenrden verteidigen möchte. „An rvem? An der Welt! An der ganzen Welt, die sein Feind ist und die er haßt!" „Wieso ?' fragte mit dem sanften Augenaufschlag de- Biedermannes der Geschäftsführer. „Was kann die Welt dafür, daß einer bestraft wird, der sich gegen die Gesetze vergangen hat?" „He? Wer hat derm den einett dazu getrieben, sich gegen bie soaenamtten Gesetze zu veraehen?" „Die Wett?" Die Augen Reisners verdrehten sich auf höchst mer^ lv-ürdige Werse, so daß inan einen Moment nur das Weiß« in ihnen sah. „Ja, die Welt! Sie loax es, nur sie! Don« alles, was einen dazu treibt, etwas Mt tun, tvas gegen dt« Gesetze verstößt, liegt in der Welt, liegt irr jedem. ein&Tnert ffJlenfcfyen barin! Niemand tut etwas, lvas auch, nicht ebensogut eilt anderer tun könnte! Und doch kehren srch alle immer gegen den einen, der der zufällige Tjälter ist, in blinden?, ewigen? Haß!" Mit einem Seitenblick auf die Tür, die sich geöffnet hatte, unterbrach er sich plötzlich. Sein Gesicht verzog sich zu einem häßlichen Lachen. Er stteß seinen Begleiter heftig an. „Sehen Sie! Kennen Sie die beiden?" Der Geschäftsführer hatte nicht Zeit, zn antiv-orten, beim die beiden, die soeben eingetreten waren, ein Mann und eine junge Frau, rräherten sich jetzt der Mitte (des Lokales. s Der Geschäftsführer war rot geioordeu., machte den Versuch, sich ab zu wen den, erhob sich aber dann doch Und grüßte. Beide dankten, der Mann n?rt erneut Lächeln, die junge Frau mit einem leichten Neigen des Kopfes, bis... bis sie mit einem Mab' beide in ein verzerrtes Antlitz sahen, das sie regungslos anstarrte... Me junge Frau stieß ciueu leisen Schrei aus. Ihr Mann stützte sie schnell und wollte sie lächelnd beruhigen. „Aber Erna ..." Doch sie klammerte sich zu Tode erschreckt mit beiden. Händen an ibn und drängte ihn nach dem Ausgang zu, wo ein Kellner, oer den Vorgang beobachtet hatte, ihnen rasch die Tür öffnete und sie -diskret wieder hinter ihnen schloß. Reisner warf den Kopf hoch, lachte hart und sagte so karrt, daß mau es au den benachbarten Tischen hören konnte: „Ja, das war einmal meine Braut!" „Schweigen Sie!" raunte ihm der Geschäftsführer zu. noch immer bemüht, einen Auftritt zu vermeiden. „Schlneigen Sie, inan ist ans uns aluftnerksäin geworden!" „Ist man das- Mir gleich!" „Ich bitte Sie../' Reisner schlug nlit der geballten Faust auf bejt Tisch. „Wollen Sie schweigen," schrie er, „Sie Feigling Der Geschäftsführer pochte nttt einem Geldstück auf den Tisch und ries angstvoll: „Zahlen!" Man hörte das Rücker? von Stühlen, einige Gäste erhoben sich und rerfbcii die Köpfe, andere lachterr, aus einer Ecke kam der Ruf: „Unverschämtheit!" Drei Kellner waren an den Tisch Hera „geeilt, umstanden ihn und zeigten eine drohende Mene. „Zahlen?" fragte wrmig liebenswürdig der eine. Reisner warf ein Goldstück ans den Tisch, stand aus, schob mit dem Fuß den Stuhl heftig zurück und zischte Haiti- lcntt „Gesindel" vor sich. hin. Draußen in der frischen Luft entblößte er den Kopf m?d fuhr sich mit der Hand über' die feuchten Haare. Ein Gefühl der Schum und Verachtung würgte ihn. Sein Wunsch war es, dre Welt zu vergiften, und doch lähmte ihn eine dumpfe Angst vor dieser Welt. Der Geschäftsführer schritt neben ihn? einher und vernichte es, chn zu trösten. Der Unterton seiner Worte war Freude. Lchndenfteude über die Niederlage de-- anderen der srch damit gebrüstet hatte, der Welt überlegen zu sein. Nein, niemand war der Welt überlegen, in der Welt hmg der eme vom andern ab, ein jeder brauchte den Nachbar, der ?a mt Grunde gar nicht so böse und rachsüchtig war, mu . ^^te, daß man sich der Allgemeinheit fügte! Dre Allgemernhett! Sie war es, die man bei allem was man tat, vor Augen haben mußte. Man mußte immer )UNerh und Glied marschieren, durfte nie so arnnaßend sein, frch abseits zu begeben Und gar gegen den Strom konnte niemand schwimmen ... Reisner verglich die Worte, die er da hörte, mit denen, die der alte Jnstrzrat zn ihm gesagt hatte, und lachte laut cÄ' x allmählich, ruhiger zu werde?!, und er schämte f?ch nur noch ein wenig. Wie dninm war es von ihn? aewesen, zu zeigen, was er fühlte, nud lvie dumm war es überhaupt, so zn suhlen, me er fühlte, ja überhaupt zu suhlev! Was gingen ihn die Menschen an, da er nichts nichr mit ihnen gemein haben > >nte? Nein, er marschierte- nicht m Rech und Glied, er ging abseits, und er lvürde es doch erleben, daß die aubeivu, die ihn heute iwch verachteten imd die glaubten, ihn ducken zu können, ihm nackr- iiefen! Er schämü' sich mit einem Male aruch deiierr, daß er diese-n Manne da. der künftig doch auch nur ein gefügiges Werkzeug iu feinen HSiiden sein sollte, so offen «ezeigb hatte, w?e er über ihn dachte. Immer aufs neue drängte sich if)^ die Ueberzeugunz nitj, vast ö?e Lüge, in die nrau sich, der Welt gegeiiüber hüllte, nicht notwendig Schwäche sein Niußte, daß sie im Gegenteil eine stärke sein konnte, gegei? die die Menschen machtlos lvaren. ® a f lu l Ö, u ^stltand, daß die Menschen bös ?u?d rachsüchtig waren, gelangte seine Natur leicht dahin, z?l glauben, daß es eine Dummheit lväre, sich, gegei? sie mit Güte zur ^hr zu setzen. Womit nrau sie am erfolgreichsten knebelte, waren vielmehr dieselbe Nachsucht und dieselbe Tücke, die sie selber gegen einen zur Anwendung brachten. Nur nutßte nrau, )™ e sie, heucheln und so tun, als ivolle inan ihr Gutes, welche Heuchele? dann den Genuß, sie zu beherrschen, noch erhöhte. wurde Reisner nun mit einen? Male zu den? Geschäftsführer freundlich und entschuldigte sich bei ihm Wege?? der heftigen Szer?e in? Nestanrant. Als einer, der noch allziisehr unter den? Eii?druck der verflossenen vier Jahre stehe, sei er außerordentlich reizbar und seiner neuen Mitwelt gegenüber ungerecht: und so be- da?lere er vor allen? seine ehemalige Brau?, der er durch sein Benehmen nuverdienterweise einen solche,? Schrecken cin- geiagt habe. Das nahm der Geschäftsführer sofort zum Anlaß, sich des näheren über die Verhältnisse dieser Dame auszulassei?. öic l)a&e eine vortreffliche Partie gemacht. Ihr Mann sei ein Architekt, der trotz seiner Jugend schoi? sehr beiannt und mit Aufträgen überhäuft sei. Und das Ehepaar erfreue sich a??ch schon zweier reizender Kinder. „Ja," sagte Reisner wie bereuend, „wenn ich dara?? denke, welche Wendung vielleicht mein Lebei? ge??on?men hatte, wenn sie meine Frau geworden wäre . . .... tröstete ihn völlig befriedigt der Geschäftsführer, ,,S?e dürfen trotzdem ben Mut nicht verlieren!" Reisner gab ihm die Hand und trennte sich von ihm. Er ging allein durch die nächtliche Stadt, voller Gedanke?? und Pläne. ?Lr nahm es wahr, wie es klarer und rußiger in ihm löU tö£- uub er litt nicht dar?n?1er, daß er allein rvar, denn er fühlte srch. plötzlich wieder stark. der Häuser vor? Uhlenhorst duftete der Flieder. Em iinrges Paar hatte sich an einen Zaun gedrückt Rersner fpürte eine süße Bangigkeit in sich. (Fortievung toiat.; Das Zpionagenest. Von Alfred Bratt. Wenn ich jetzt, nach drei Kriegsjahren, die Bilanz uleincr nngeir-ohnlickien Erlebnis,e wäl/reuö dieser- Zeit ziehe, so muß ich eingeslehen, daß das Ergebnis eigeritlich beschämend gering ist ’ Ich meine natürlich die rein äußerlickien „Erlebnisse", die aus der Krregszeit geborenen Verwicklungen, die uns unter Umständen anslanern rönnen. Eigentlich fällt nrir^nnr ein einziges richtiges Abenteuer ein. das ,ich übrigens zum Lchli,.ß bloß als eine Blamage oder als ein Rem fall, wie man verdi-ntscht sagen mnß - entpuppte. .Immer- hin genoß ich kürze Zeit die Schauer eines Mannes, der sich ganz plötzlich und ganz gegen seinen Willen in dir dämonischen Tnutelh. iten eines Spionagen estes verstrickt sieht. Gleich zn Kriegsbeginn — ich wckl es ehrlich gestehen — fuhr nur emo unnatürlich gesteigerte Nervosität in die Knochen, wie \k L c #' 1 ’ u l r 3 e $ c A 11 zahllosen Fällen als „Kriegspsychose" regi- strieit^ haben. Nachdem ich an einer Litsaß-Sänle die Erklärung des Kriegsstcwdrcchls ?md seine gesamten Paragraphen gelesen hatte, Mhlte ich in ich als geschlagener Mann. Ich trug zivarO»veder eine Lchuß- noch eme Stichwaffe bei mir, ein winziges Taschen- me,,er ausgenommen, ich verkehrte nicht mit verdächtigen Ele- menten, ich war mir auch nicht beivußt, einen Anslauf zu büden ii,lv. Trotzdem hielt ich es nichr für unmöglich, eines schimpflichen Todev zu ,ierbea, da ich mir nichr alle die verschiedenen Piurtte merken konnte, bei denen die Erklärun? mit der Strafe des Erschießens drohte. Dieser Gemütszustand, dessen ich mich l>eute schäme, läßt es begreiflich erscheinen, daß ich in den folgenden Wochen, die ja bekanntlich von heftiger Bewegung getragen waren, aus einer Klemme iii die andere geriet. ., Getreu den fortwährend veröffentlichten Bevordnungen, hütete ich ui ich, vor einem Museum stehe,! zu bleiben., statt dessen geriet ich immer wieder in die Nähe von Brücken und Kaserlien, und das geiade tvarrn ja die „Kunstibauten", vor dene?i gelvarut wurde ^n der^ Untergrundbahn erregte ich unliebsames Aufsehen, .oell meine ° Itmiic voarg wo hüten übereifrige Leute meine „englts/-e" Glart» vasiertheit, krrr^ nub gut: ich hcrtte trichts zu tuchen! -ßcib-er nZnrde ich, als nach Verlauf van mehreren Monaten wein krankhafter Zustand sich bereits etwas gemildert hatte, von einem heftigen Ri'icksall heimgesucht. Ms ich einnral arglos ineine Wohnung betrat, berichtete inan mir, ein Kriminalbeamter sei da gewesen und habe verlangt, daß ich niich sofort zur Polizei begebe. Ties tat ich imgern, aber doch — )rnd der Polizeikbm^ inissar überraschte inich durch die Erklärung, baß ich aar nicht ich, sondern ein flüchtiger Russe sei. Man wollte inir nicht glauben, das; ich nicht der andere wäre, imb ich wiederum konnte doch nicht ^rraus verzichten, ich zu sein. Ter Russe hatte nämlich eine Etage über mir gewohitt, im Polizeiregister aber nxrr ihm der erste Stock und mir der zweite eingeränmt uwrden. Ms man mir endlich bescheinigt hatte, daß ich unschuldig und ich selbst wäre, bestand weine erste weise Tat darin, meine Wohnung zu kündigen. Sie war nur gründlich verleidet, und außerdem hatte ich plötzlich einen Abscheu davor, einsam zu Hauser:. Ich zog also zu Beginn des ersten Knegssommcrs in eine Pension, die von einer Dame Müller ge- leitet^wurde. Schon am ersten Vormittag wurde in mir der Verdacht rege, daß es in der Pension nicht nnt rechten Tingen zugehe. Ir: den: Gang vor meinem Zimmer befaird sich- der F.nrspccchapparat, und ich hörte die Stimme der wirtlichen Frau Müller, die iraend- clrvas von einer' „Salome" sprach. Jedermann nstrd zugeüen, daß dies verdächtig war, denn das Opernhaus hatte seine Ferien begonnen, und eine nichtkom powerte Salome konnte nur feindliche Ausländerin sein! . . . . Aber das menschliche Gemüt ist ja im allgemeinen geneigt, mit einigem Leichtsinn über Zweifel hinwegzngehen, rmd so hatte ich bald den kleinen Zwischenfall vergessen. Um so deutlicher rvird n:an sich die Empfindung vorstellen, dre ich am nächster: Morgen hatte, als wieder vor ineine:' Tür d:e Ltimm? ^der Frau Müller' am Fernsprecher erklang. „Ich habe das bei ^alomc eravartet," sagte sie, „bei ihr muß nurn immer nnt einer geimssen Unzuverlässigkeit :m entscheid enden Auge;ck>lick rechnen. Tagegen Hab? lsch von Lord Blackpool das Allerbeste gehört. Was meinen Sie, soll man sich diesmal ihm anvertrauen?" Lord ^Blackpeol! . . . Anvertrauens ... Großer .Gott! Mir trat der Schweiß aus die Stirn. Zugleich aber wurden mir die ganzen geheimnisvollen Zusammenhänge in ihrer erschreckenden Wahrheit klar. Tie ehrenwerte Pieusionsinhaberin Müller, zu der rch mich ans meiuen Wirren gerettet hatte, war eine Spionii: Ansgerechnet n:ir mußte das zustoßen! Zuerst dachte gch daran, mich allen Weiternilgen durch sofortige Kündlgnng zu entziehen. Tann aber sagte ich mir, daß dies höchst unmännlich und anßerden: nichts anderes als uupatriotisch iväre. Tenn wen,: hier wirklich die verbrecherischen Fäden der Spionage gesponnen würden und ich ,var ihner: ans der Spur, so durfte :ch nicht den glänzende^ Beobacksterpoften raumen. Es war meine verdammte Pflicht Und Schuldigkeit, auszuharren i:ud zu ergründen, welche Verschwörung eigentlich in: Gange war. Nun also: ich blieb. Am nächsten Nöorgen wartete ich nickst, bis die Ereignisse nnch überraschen würden. Ich wachte schon nach sechs Uhr ans, bedrängt von einer Unruhe, die — ich null es gestehen — auch incht ganz frei von dem Laster der Neugierde war. Ich zog mich an, ruckte euren 'Ltuhl ganz dicht an die Türe und lauschte. Eine halbe stunde verging; eine zweite; eine dritte. Noch immer nichtch was :n: vaterländischen Juteresse der ernsthaften Beobachtung wert war ^ Um neun Uhr eridlich Vernahn: ich auf dem Gaiig schlürfende ^chrttte. Tas Geräusch war meinen mittlerweile detektivisch gut geschulten Ohren lvo hl bekannt. Es waren die Morgenpantoffel der Lpionin Müller. Ich hielt den Atem zurück vor lauter Aufmerksamkeit. Jetzt: der Hörer wurde abgenommen; die Micke Nummer ivurde verlangt. „Wie," flötete Frau Müller, „ Feld:,:arsw all memei: Lre? Einen Augenblick, da muß ich erst fragen" Sic rief etueu Herrn Hansen, einen dänischen Gast der Pension. Ick' hörte ,me die beiden sich halblaut beriete,:, dann flötete Frau Müller Meder in den Apparat: „Also gut, Feldmarschall! der: üblichen Latz!" Feldmarschall! Bion denke Feldmarschall! Vorgestern ward von einem Enlenteweib, ge,rern von einem Lord gesprochen heute von emem „Felduiarschall"! Und der dänische Herr Hansen war 5 Lprel O, o, ich sah klar, ganz furchtbar klar: Frau Müller war nickst erne gewöhnliche Solo-Spion in, wenn ich so sagen dar;: ne:n, sie leitete en: ganzes S p io nag euch! An dieseni Tage bewnd ich wich schon emnral auf den: Wege zun: Polizeipräsidium erst in: letzten Augenblick machte ich wieder tehrt. Ich hielt es nach reiflicher Ueberleguug doch für besser, noch einige Tage mit der Auze:ge zu warten. .Hatte ich iuuerk)alb 24 Stunden die Beteiliauua des Herrn Hausen eittdeckt, so konnte ich di:rch weiteres Sehnungen und Horchen vwlleicht iwch anderen Mtschuldigen auf die Spur konimen. Ich bezog also wieder ineinen Posten, und meine Ausdauer wurde rachftch belohnt. Innerhalb eurer Woche hatte ich zwei Tratte! der Pensionär? auf meiner schwarzen Liste • i m aber hielt ich nicht rnchr aus. Währe,ch des nachnen ' GesprachkL erichreu .ch plötzlich aus dem Gang und fragte. „Frau Mutter, ira Zütl das peißer:?" ' ,üiOU .... ^ tc in Mütter luutb-iQic m:ch teajicc Mrüvort, so-nderic t l U>tte ri il >ig das Gespräch tzu Ende, ivtoba die Namen Kluck, Jvvnn« und Gibraltar fielen. Tar:n erst warrdte sie sich zu rnir rrnd meinte strahlend: „Nun, ,nein Herr, wollen 'Die sich nicht auch einmal beteilige,:- Ich habe dw glänzeichsten Tips." , „Beteilige,:? .Tips?" rief ich zurück. „Wie, . . was . . . ,v« meruen Lre . . . ." „Na, wir setzen im Wettbureau „U:nou" aus die Sommer-, rermen. Ter Geschäftsführer hat fn'iher bei n:ir gewohnt und nennt nttv immer dre besten Pferde . . " Allerlei Notgeld in früherer Zeit. Kaiser .Friedrich II. ließ im Jahre 1241 bei der Belagerung von tfcciii« Geld aus Leder Hersteller:. Kleine Lederstückchen wurden gestempelt und dienten als Zahlungsmittel. Tie von der deutschen Rerchsdruckere, vor etwa zwanzig Jahrei: aus dem Nachlaß eines inftftciIcu» Ludwig Clericus errvorbeue Papiergeldsamnrlung enthält zwei russische Lederrrckel, die als Notgeld gedient haben, {£$ eure unter dem Zaren Alexei Michailowitsch im Krieg mit Polen lbob, das lürrgere für die russischen Truppen während der Belagerung von Riga, die am 4. Juli 1710 mit der Eroberung der ^tadt epdigte. - Nach einer alten, in der Heidelberger Biblio- rhek aufvewahrteu Handschrift über die Eroberung Granadas vom Jahre 1487 berichitet Antonio Llgapida, daß der Graf Tendilla bei der Belagerung der Feste Mhama im Jahre 1484 kein Geld mehr hatte, uni seinen Käuegsleuten den Sold zu zahlen, so daß diese zu inurren begannen. Ta schrieb der Graf verschiedene Sumn:en auf kleme Stücke Papier, setzte seinen Namen darnnter und gab sie semeu Leuten an Geldes Statt; an die Bevölkerimg aber erließ er die Wnsung, dies Papiergeld, für dessen Ernlösung e:' mit semeu, ritterlichen Worte hafte, unweigerlich als Zahlung an- zunchmen; iver dies unterlasse, solle mit schtverer Leibeszüchtiguna bestraft werden. ?lgapida aber fügt hinzu, daß der Graf „rMich und chrrjtlich" das Geld nach und nach eingelöst habe. — Als Mainz, das seit den: 21. Oktober 1792 durch Custtne urch seine > 2 ansculottes eingeiwmu:en und besetzt worden war, im folgenden Jahre von den ztzoalitionstnrppen unter General von Kalchreuth belagert wurde, gab nurn ht der Stadt, als der Geldmangel immer dr:ugeuder wurde, ein „Belagerungs-Papiergeld" aus. Tre Scheine ttugen folgende frmrzösisiche Aufschrift: „Vöonnage de Sisge. Lrvres a exchanger du uumeraire"; darunter den Stemel: „^:eg? de Mayence, Mm "1793 2e de la Rep. Franc." Ms die Franzosen :m Jahre 1807 die so tapfer verteidigte Festung Kolbe rg belagerten, entstand m der S>tadt e:n sehr e:up7indlicher Man-- gc, au Kleingeld, was 'uameittlich 7ür die ärmeren Leute schwer erträglich war. Ta vict Joachim Nettelbeck zur Ausgabe von Not- papiergeld, dcrs er aus seinen. Reisen als Schiffskapitän bei den Pslanzern in Holländisch-Mnercka als Aushilfsmittel für den flamm Verkehr kennen gelernt httte. Ter Kaufmann Dresow ent- wars dann den Plan der Ausgabe, welcher folgendernmßeu ins Werk, gesetzt wurde. Ein Buchbinder schnitt Stücke Pappdeckel in längliche Forn: und liberklebte sie mit weißen: Papier, das dann, we:l es in der Stadt keine Buchdruckerei gab, von Schüler:: deS Lyzeums entsprechend beschrieblen wurde. Es gab drei Wertstufen' „Zwei Groschen", nnt schwarzer Tinte; „Vier Groschen", mit hellblauer Tmte und „Acht Groschen" mit roter Tiitte Alle trugen, den Vermerk: „Unter königlicher Garantie" und waren fortlau seich genummert. Aus der Rückseite trugen sie in Schvarz- oruck den Stempel „Mnigliches Gouvernauent pon Colberg". Unterschrieben wurden diese Stücke von dazu beorderten Magi- strats^Mftgl-'edern, Bürgervertcete'.n uz.d Aecke' e.i des S g'arhaufeö einer Vereinigung von Schiffsreederu und lkauflei'teu. Sluch noch nach Aufhebung der B.lagcrung blieb dies Papiergeld in der < 2 tadt und ihrem Weichbilde bei Zwangsstand in: Unckaich und erst am l* ^bptember 1808 wird es außer Verkehr gesetzt. Im ganzen war für 5209 Taler davon hergestellt worden. veeinrfehtes. Moritz, Prinz von Oranien. (Zur 350. Wiederkehr des Geburtstages des Oraniers, 14. November. Bor nun 350 Jahren, am 14. November 1567, ist Moritz, Prinz von Oranien Graf von Nasian geboren, der in der Geschichte der Niederlande eure bedeuisame Rolle gespielt hat und unzweifelhaft einer der größten Feldherren aller Zeiten ist Prinz Moritz, ein Sohn Annas von wachsen, der miglücklichen z,o?iten Gemahlin des Pri,:zen WiU-elm I. von Oranien, hatte eine sehr unruhige Jugend verlebt. Er wurde zu Tillenbnrg in der Verbcunumg unter den Wirren geboren, die die Seinigeu aus den Niederlanden vertrieben hatten und bl:cb auch nach der Rückkehr seines Vaters in die Niederlande 1572, mit seinen Sch-vestern auf dem Stamnlschloß zurück, unter der Obhut seines Oheims, des Grafen Johann, der bei den Michern semes, in den Niederlanden ränipfenden Bruders jetzt Vaterstelle vertrat. Sehr jung noch hatte er die Universität Heidelberg bezogen. Seipe ^tiesnrntter, Charlotte vor: Bourbon, ließ ihn: eü:e weitere sorgfältige Erziehiup; Urteil werdül. bis er im Jahre 1582 aiu Mutsch der Provinzen Holland, Zeelmch and Utreck»: :uch aut jö*r Stoßen auf bie W feibett tmivb* um fkb auf dir WegknmflJaÄÄen twcni^rrttet, Me fäwcr später viettcicht Herren sotten. Ndoritz blieb hrer b:S zum Tode feines Wüters, 1584, und rvinde dam: Statthalter der Pvovinzen Hm- idmd und Zeelaild, denen sich bald auch Utrecht zugesellte. lindere stützt von seiner Augen, edelgesinnten Stiefmutter und dem staats- männischen Rat Johann von Oldenbarneveldt, nnrstte er das ihm anvertrante Regienmgsschifflckn geschickt zu steuern. In erster Linie war Moritz von Oranten aber Soldat, nach Neigung und Berus ; bei der Belagerung von Antwerpen, 1585, sah er zum ersten Male den Krieg ans der Nähe. Er befreite in der Folge Gelbem, Oberyssel. Friesland nnd- Gräningen von den Spanien: und erhielt nun nebst dem Oberbefehl über die La'.rd- Ilnd Seemacht aller- vereinigten Pvo-vinzyr zugleich die Statthalterschaft von Gelben: und Oberhssel. Arrch hier wieder war Oldenbamev-echt ihm ein selbstloser Förderer und treuer Mithelfer gewesen. Zwischen Olden- bariteveldt und dem Prm-en Moritz hatte sich damals ein treues Freundschaftsverhältnis entwickelt, das im Laufe der Jahre allerdings arg getrübt tvard und schließlich einen tragischen Abschluß fand. Eine lange Reihe von Wasfentaten hatte der Oranier in den 'nächster: Jahren zn verzeichnen: er hatte zahlreiche Festungen, niedergerungen, in mehreren Schlachten glänzend gesiegt, und sein Feldheirnrnhm war dadurch fest begründet. Tann kam der Waffenstillstand von 1609, der bem kriegsstarken Freistaat für 12 Jahre wirtffl^stliches Gedeihen sicherte Bon jeher ivar Olden- barneveldt ein ausgesprochener Förderer der Friedenspolitik gewesen, gnd .unter ferner Leitung hatte sich m der Folge eins aristokratiscl^ Friedenspartei gegründet, die sich der den: prinz- lichen Statthalter anhängendm: volkstümlichen Kriegspartck allmählich immer schroffer entgegensetzte. Dazu kam der Religions- streit ztvischen oen Armdrianenl und Gemaristen, so genannt nach den Leidener Professoren Armiirius und Genta ras, bei den: Oldettbarnevckdt die van dem Prinzen bekämpste Richtung der Arminianer vertrat. Tos führte zur völligen Entfremdung zwischen dem Prinzen und seinem väterlichen Frcuitd, und es gelang den Gegnern des Staatsmwrnes sogar, den: Prinzen durch immer wieder ausgestrentc Berlepmdun-geu zur Unterzeichnung eines Hin- richtungsbefehles gegen Oldenbarn-cDeldt zr, bttvoget:. Im Hofe des Haager Schlotes unter den Angen des Oranierprinzen wurde das Urteil voll streckt, Pas auf das Rnhmesschild des Ovcmiers für alle Zeiten einer: dunklen Schatten ivars. Um den Tod seines Vater- zn rächen, verschuwr sich rveniae Jahre später Renö von Otdenbarrwl'eldt mit seinem Bruder Wilhelm gegen Moritz von Oranien, um nnmittckbar darauf gleichfalls dern Henker zn verfallen. Äon neuem ward der Onanier in einen Kumpf gegen die Spanier hinckngerissen, und mitten in diesen kriegerischen Verwicklungen ereilte den ruhelosen, ehrgeizigen Fürsten der Dod. Er starb kinderlos an: 25. April 1625; sein Bruder Friedrich Heinrich trat 7ern Erbe an_ vüchertikch. *— Max Strruer s „Kl e i ne re Schritte n" und Ent- aegmmgen aus die Kritik seines Alertes „Der Einzige und sein Eigenttnn" aus bei: Jahren 1842—1848. Heransgcgeben von John Henry Makay. Verlegt von Bernhard Zack, Treptow bei Berlin. De:' stattliche, jeder Bibliothek zur Zierde gereichende Band enthält neben der Behandlung zeitgeschichtlicher Fragen, die sch,on den kühnen, Ulverschcockenen Denker verrät und noch beute verdient, van dem gvbilÄetan Publiknnr beachtet zu werden, seine Entgegnungen ans die Kritik seines Werkes „Der Einzige jrnd sein Eigentum". .Hierin tritt uns Stirner als der überlegene, scharfsinnige und kühne Denker entgegen. Mit spielender Leichtig^ keit weist er :mch, das» seine Kritiker Szeliga, Ferelrdrch und Heb ihn nicht nur nicht verstzrnden haben, sondern auch im begrifflichen. Denken befangen geblieben sind. Der Begriff als Prädikat sagt alles und doch UNEr nichts,' er ist in gewistein Sinne absolut und doch wieder Fragureut in Beziehung zu seine:« Inhalt und dem ihm unterstellten Subjekt. Die Unzulänglichkeit, das Fragmente- rische des begrifflickien Deirkens zeigt Stirtter mit zwingender logischer Schärfe — seinen Kritikern ist cs Geheimnis geblieben. Er ist der Denker, der das tiefste ureigenste Wesen des Individuums in seiner Willensbetätigung als integrierenden Bestandteil des Weltgeschehens in logischer Schärfe erfaßt nnd auf sich selbst her ans gesetzt hat. Stirner ist Links-Hegelianer geivesen! Der Herausgeber sagt mit Recht: „Wie Stirners „Kleinere Schriften" die natürlicher: Vorarbeiten zu seinem Leben sioerke sind, so sind seine „Entgegnungen" dessen letzte Ergänzungen, und die KsrntniS beider erscheint mir unerläßlich für jeden Bewunderer und jeden Hasser jätet nnvergleichilichen Tat, mit der eine neue Epock»e in dem Leben deS Mensengeschlecktes mit ebenso stiller wie zwingen- der Mackst ckngckeitet wurde." Ein Radikalismus des Denkens tritt ttns bt srtti ng Kop fp rsr'S — tot oder lebend: g Muchlakvicbeuer des mistt. — Das literarische Echo. Halbmoimtsschrift für Lidern turfrennde. (Begründet von Tr. Josef Ettlinger. Herartsgegeben vor: Dr. Ernst Heilborn.) Verlag: Egon Flckjchel & Eo., Berlin SB J. Tas 2. Novlemberheft i|t soeben eri'chie.ten u:ck> ertthält u. a.: Werner Mahrl-olz: Wilhelm Schäfer: Werner v. d. Sahulenburg: Ern pvovenzalisches Liederbuch: Erich Hoogesttaat: Begriff :rm> Gck>a,äke: Engen Zcksel: Jrtnger Reichtum: Patck Merker: Geibek Nnd Otto Ludwig,' Fedor von Zobeltitz: Ans dem grasten Kriege. Gicszcner Hansfr^uett-Berein. ^ Kvchanweisrmgen. Gemischter Sata t. Gekochte Kartoffeln, gekochte Rote- riiben, wem: man will auch gekochte Sellerie und Mohrrüben, werden (nach Schälen oder Abziehen) in glckchmäßi^e Scheiben geschnitten und gemischt. Dazu fügt man in Scheiben geschnittene saure Gurke, Apfelscheiben, nnd macht den Salat mit Essig, Salz, Zucker usw. an. Gefüllte A epfel. Einige n:itdckgroste Aepfel tverden gut abgerieben, der Stiel entfernt und ein Deckelckzen abgeschnitten.. Dann höhlt man mit den: Kartoffelbobrer das Innere etwas auS, aber nicht zu sehr, und bestreicht jeden Apfel innen mit etwas Salz. N::n bereitet mai: eine glatte Masse aus gekochten oder gebratenen Fleischresten, fein gehackt, 1—2 geriebenen kalten Kartoffeln, wenn möglich etwas gehacktem Speck, feingeschnittener Zwiebel, Pfeffer, Salz, etwas Mllch (an: beste:: Sauermilchf oder etwas kräftiger Brühe. Dies füllt mmt in die Aepfel, die man in ckne gefettete Forn: setzt, auf jeden Apfel ein Butukrflöckchen gibt und ste 30 bis 40 Minuten lang im Bratofen braten lästt. Die gefüllten Aepfel schmecken sehr gut zu Rotkraut nnd Salzkartoffelu, sind auch kalt vorzliglich. D a n: p s n u d e l n. Bon */ 4 Pstmd Mehl und 30 Gramm Hefe macht man einen Vorletg, den man ttichtig gehen lästt. Währenddessen reibt man einen Suppenteller voll gekochter kalter Kartoffeln, mischt sie mit dem Vorteig, cknem Ei, etwas Salz.und wenig lauwarmer gesüstter Milch. Ist der Tckg tüchtig verarbeitet, wird er zum Gehen wieder in die Wärme gestellt, etwa lVs Stunden, dann sticht mar: mit cknem Glas ans dem Backbrctt Stüche vom Teige ab, und lästt sie darauf noch V» Stunde gehen. In eiserner Pfanne wird ein Kaffeelöffel Fett uttb 3 U Tasse Milch (Trockenmilch) zum Kochen gebracht, die Nudeln hineingelegt, rasch zugedeckt und darin gekocht, vis sie angebraten riechen nnd d:e Milch angekocht ist. Dann erst aufdecken und behutsam herausnehmen uni mit Dörrobst zn Tisch geben. §chach-Ausgabe. Von E. E. Lindquist in Värnamo. Weiß zieht an und setzt mit dem 8. Zuge matt. Auflösung in nächster Nummer. Drrflösung dr» französischen Scherzrebus in voriger Nummer: 0u U.4 äaus^at (Un T dans ccnt). 13 VchrMeilung: W. Pteyec. — Zwfll'ngsrunddrnck der BruHl'schen Un o.-Buch' und Gtckndruckerei. R. Sange, Gießen.