3n Sturm und Stille. Roman voll MaxTreu. (Fortsetzung.) Die Domina gab ein Klingelzeichen. ^ ^ ,.7Vdj eröffne den Gerichtstag des Stiftes Hohenbergen, sagte sie dann. „Hat jenrand unter den Konventualmnen etwas dagegen einzuwenden?". Alle Damen schüttelten den Kopf. . . Jetzt wandte sich die Domina an den Grafen, der immer erstaunter das megesehme Schauspiel betrachtete. „Da<- Stift Hohenbergen," sprach sie, „hat seit uralten Zeilen das Vorrecht, selbst Gericht zu halten über alle Ver- Lrechen, die gegen eine Insassin oder gegen eine zum Stift gehörige Person begangen werden. Dieses Recht ist von der Königlich Westfälischen Negierung ausdrücklich bestätigt wor- de,i. Zwar haben wir seit langen Jahren von diesem Rechte keinen Gebrauch mehr genlacht, einmal, weil - Gott sei Dank! derartige Verbrechen fast nie Vorkommen, und dann um deswillen, weil wir der Ansicht sind, daß das Schwert der Justiz in der Hand voll Frauen leicht stumpf werden kann. Es kann aber Fälle geben, wo es zu unserer. Pflicht wird, selbst Gerechtigkeit zu üben, und ein solcher Fall liegt heute Sie schwieg einen Augenblick, ehe sie fortfuhr: , Ein schweres Verbrechen ist begangen worden. Am hellen Tage, vor ilnferen Augen, ist ein junges Mädchen, ein adliges Fräulein, mit Gewalt entführt worden, -- wohin, hat sich noch nicht ermitteln lassen. Der Täter dieses Verbrechens ist der Graf von Wellingerode, den wir daher zur Verantwortung vor uns beschieden haben. Ich habe den Jn- kulpaten zu fragen, ob er seine Tat zugibt." - „Ich habe," entgegnen der Graf, „zunacyst zu erklären, daß ch dieses Gericht nicht als zuständig anerkenne. Ich bin französischer Offizier und kann nur von einem Kriegsgericht abgeurteilt werden." Die Domina nahm langsam eine Prise. Davon steht in unseren, uns von der Koniglicheli Regierung in Kassel bestätigten Privilegien nichts, sondern da .heißt es" sie schlug das vor ihr liegende Buch auf und las : „Unterwerfer der Gerichtsbarkeit des Stiftes ist jedermann, der eines der genannten Verbrechen begeht.^ Damit der Jnkulpat sich überzeuge, lege ich ichn Schrift, Unterschrift und Siegel zum Augenschein vor." , Sie schob dem Grafen das Buch zu, in welches dieser einen Blick hineinwarf. „Das ist unmöglich!" rief er. „Ich wüßte nicht, warum," entaegnetc die Aebtissm frostig. „Für unmöglich hätte ich es gehalten, daß das Gastrecht in so frevler Weise verletzt würde, wie es Jnknlpat uns gegenüber getan hat. Ich frage daher wiederholt: gibt der Jnkulpat feine verabscheuungswerte Handlung »u? Oder wünscht der Jnknlpat, das; wir alle diejenigen als Zeugen vernehmen, die den Vorfall beobachtet haben? Oder^will Jn- Efulpat etwa behaupten, daß die ihm unterstellten Soldaten eigenmächtig, ohne seinen Befehl, in dieser Sache gehandelt hätten? Oder will der Jnkulpat endlich uns überhaupt kerne Antwort geben?" „Ich verweigere jede Antwort, bis ich vor meinem zuständigen Richter stehe." Die Domina klingelte. ^ „Dann rufe ich den Baron Hcms Joachim von Sormrtz als ersten Zeugen auf." Hans Joachim von Sormitz trat vor den Tisch. Sämtliche Damen erhoben sich von ihren Plätzen. _ „Hebe deine Schwurfinger hoch, Hans Joachim, ;agte die Domina, „und schwöre, daß du uns nichts als die reine Wahrheit sagen willst." „Ich schwöre es." Die Damen setzten sich wieder. „So erzähle, was du gesehen hast." Hans Joachim erzählte kurz uird schlicht, was er heute morgen, nachdem Beate ihn verlassen, beobachtet habe. .„Hat der Jnkulpat auf diese Zeugenaussage etwas zu erwidern?" „Nichts." „ , x t „Will der Jnkulpat — ich frage nochmals — etwa behaupten, daß die Soldaten, die das Fräulein von Hassow überwältigten und in best Wagen rissen, eigenmächtig, ohne seinen Befehl, gehandelt haben?" Jetzt hob der Graf doch den Kops. „Sie haben auf meineil Befehl gehandelt/ „Ah," machte die Domina. „Danach steht fest, daß der Jnkulpat der Urheber der Entführung einer zum Stift gehörigen Dame gewesen ist. Wünschen die Konventualmnen über diesen Punkt noch weitere Beweise oder nicht? Kopfschütteln ringsum. . x ^ r .„Dann habe ich," fuhr die Domina fort, „den ^nkul- paten zu fragen, zu welchem Zweck er diese Entführung vorgenommen hat?" t Der drohende Ernst, der aus den Zügen der Domma sprach, löste die Zunge des Grasen. „Ich handelte in höherem Aufträge. „In wessen Auftrag?" . - „ „Darüber verweigere ich die Auskunft. „Zu welchem Zweck war dieser Auftrag gegeben? „Das Fräulein von Hassow sollte Hofdame nt Kassel werden." . r ,, . „Wider ihren Willen? Sonderbar, l-ochst sonderbar. Und was ist die Aufgabe der Hofdamen in Kassel?" Ein Räuspern entstand unter den Konventualmnen, und manche vvil ihnen sahen eifrig vor sich nieder. Aber die Domina ließ sich nicht beirren. ^ „Welches ist der Zweck der Hofdamen am Hofe zu Kassel?" fragte sie aufs neue. . . . „ „Da müssen die Frau Aebtissm schon den König selber fragen," war die Antwort. „Ich bin nicht der König." 466 „Aber tit an sagt, baß Sie in die Geheimnisse des Hofes ein geweiht seien." „Davon weiß ich nichts." Die Domina klingelte wieder. „Sind die Konveutualinuen der Ansicht, daß ein edler, ein sittlicher Zweck vorliegen kann bei einer Entführung wie diese? jOder sind die Damen der Ansicht, daß dabei mir verwerfliche Zwecke in Betracht fontinen?" Eine der Damen erhob sich. „Ich bin der Ansicht, daß eine Entführung wie diese nur zu den schlechtesteil. Zwecken ins Werk gesetzt worden ist. Zu edlen Zwecken bedarf es keiner Gewalt, und niemals wird, sofern es sich um edle Zwecke handelt, solche angewandt werden, wenn die Person selbst sich diesen Zwecken verweigert. Ich bin der Ansicht, daß auch dieser Punkt genügend aufgeklärt ist." Sie setzte sich. Die übrigen Damen stinnnten ihr zu. „Darm habe ich den Jnkulpateu zu fragen," fuhr die Domiua fort, „ob er noch etwas zu. seiner Verteidigung zu sagen habe?" m 'Man stelle mich vor ein ordentliches Gericht!" rief Wellingerode zornig. „Bo'x dem stehen Sie, und dieses Gericht wird seinen Spruch ab geben." Wieder schlug sie das Buch auf und las: „So aber jemand eine Insassin des Stiftes oder eine rzrauenspersorl, die in seinen Mauern wohnt, gewaltsam entführt, um sie an Leib- oder Seele zu schädigen, der sol^ mrt dem Dode bestraft werden. Und ist .selbiges Urteil all- fofort durch den Strick zu vollziehen." Der Graf verfärbte sich. Leichenblaß wurde sein Gesicht. „Das ist nicht das ^Gesetz des code penal!" rief er laut. . "Wir haben unser Hausgc'etz. Der code penal gilt in | dreien Mauern nicht." J Wieder gab die Domina ein Glockenzeichen. ^ „Also kommen wir zum Spruch. Das Gericht des Stiftes Hoyeubergeu erkennt zu Recht: Der Graf Wellingerode aus ^aiiei wird, wer! er eure Frauensperson, die in den Mauern des Stiftes Hohenbergen wohnte, gewaltsam critführt bat. stln Lerb und Seele zu schädigen, mit dem Dode be- straft. Und ist jelbrges Urteil allsofort durch den Strick zu vollziehen." 0 cü, ?!u en Augenblick das tiefe Schweigen, das vor etwas Furchtbarem emtntt. Wellingerode taumelte einen Schritt zurück. „Das ist Mord!" rief er. Lhuc jede Bewegung in der Stimme nahm die Domina aufs neue das Wort: ^ 'r®$ rjaBe ^l )ie ^onveirtualinnen zu fragen,, ob sie das * HS?* c r und billig und geniäß den Gesetzen des Stiftes Hohenbergen halten?" Gtistes^.hohenbevgen." ^ ^ 9em * 8 •«»« des Wieder wandte sich die Aebtissm an den Grafen üer blerch und verstört anssah ' ' „Wohlan, so bringt ihn dem Spruche oemäß vom Leben Dode — cairch den Strick, wie geHrieb«, sieht." Wellmgerode schwreg. Wortlos ließ er sich von den Bauern ab fuhren. Wenn es denn nicht anders war, wollt« er wenigstens als Mann zu sterben wissen. Aber es kam anders. * £ er seelischen Sp«nnnng Mld Er- «Sder letzten Minuten drer Pfiffe nberhü-rt, die draußen "r^ 01 ^ Wat J\ U,tb da die Fenster des großen Ä, ^ nach der Vorderseite des Stiftes, nicht nach dem Emgangstore zu lagen, sondern nach der Rückseite e l 5^ mrf)t b«nerken Wunen, was sich im Vorderhoft rnzwischen zugetragen hatte. dem ^-genblick in dem die beiden Wachen mit „^kä^arteilten zur Ture schritten, wurde diese voii außeir ^afsnet, und schreckensbleich stürzte der alte Diener Jakob äSJÜ A°lte doch! Ach Jotte doch! Jungherr! Jungherr!" Sexuell tiut Hans Joachim ans ihn zu. „Was ist los „Das ganze Feld ist voll von Franzosen, alle Wege niiü ArtttiM —i?'-" ^h«r kann -- Infanterie, Kavallerie, deni Fuß, und er äingk- - b jT ® enerat ^ «'s Schrill tönte die Glocke der Aebtissin. P? r re die Feierlichkeit der Sitzung nicht!" rief sie ,"^ r Strsts-Kouvent bleibt bis zur Voll- zrehuug des Urteils gier beyammen — nachher ist genügend Bert für andere Angelegenheiten-" J ü "ltn a r.Ä^ sagte Hans Joachim. „ r t*i Geerchdotag des Strftes .Hohenbergen bar uickcks' Ä kl f? r anb J u Iwreu," eutgegnete die Domina würdevoll. ,,Man führe den Verurteilten ab. Der Diener Jakob hat -ich tofort zu entfernen, bis er gerufen wird." ' ^ < o-ortfcyinij folgt.) für d'wse/Leben?"' Spmä }- § a6en Sie noch einen Wunsch „Dieser Spruch ist ein Unrecht!" toir öot j' nii f unserem Gewissen und Byrrm König abzumachen, nicht init Ihnen" berichke? *!*■ mir ***' ** *« den König entgegnete^ die Züge der Llebtissin, als sie * au * et i „Und ist selbiges Urteil allsofort durch den strick zu vollziehen." Allsofort' Wir können nicht wchen das Gesetz. Und an Ihren König !vc tbe ich sewst Z- Sffeit °u^".hrlich darauf dürfen Sie sich ver- ^ ® n |. St'ft Hohenbergen hat nichts zu verheimlichen Und das Liche der ^>onne haben wir nie qescheick Machen Sre sÄi bereit zu Ihrem letzten Wege." W ' „vJtein König wird mich rächen." Stolz entgegnete die Domina: „Wir werden uns der Verantwortung nicht entziehen Wir l-aiidebi nach Recht und Gesetz." * ™ n ‘ Sie lvinkte den Bauern. gehört?"^ *** verurteilten ab! Ihr habt den Spruch Die Bauern nickten. Nsnarchenbegegmmg. Bo n S e l m a Lagerlöf. (Ailtonsiertc lckebertragung aus dein Schwedischen von Marie Franzos.) ('^achdrilck verboten.) der achtziger Jahre in einer Eisenbahn^ stkrtion in Warmlaiid, an der der Körrig vorbelsah.nm solüe ckll^ war mir Grün und Bümren geschnlückt, Fahnen ire'iren herÄigeAtchit^ ^ mt ^ bec ganzen Gegend waren . ^ die Menschen sio dastmrden und darauf warteten, daß der Komgs-ug eunahre, \vaxm .sie fröhlich unb guter Tinge Een sich E, .ww U e Seme Ma^stät mtfaSwi Ä ^ würden Lmrra rufen, uni) jie würden ihn: Blumei: neuen uud ft- wurden ,mgm Ich hier in der B,Äm WS würde L müubc^^ 17 ^ 1 daß er es all sein Lebtag nicht vergessen cs. v i m d^r.Zug hermibrauste, entstand fürs erste eilte vT 1 Ä? ]ld) ^drängen im Uten, damit sie in ^uglichm Wagens kamen. Vinn Hütten sie ja Hurra tuen Wen, aber das hatten ste rein vergessen, aus lauter Angst i suy.nicht m emem flirten Platz hinbügsieren zu können ®' ! ,iirr da, der weder lief n-och drängte, sondern ganz .tick Kimi) lnib ,^en Ltock mrt dem großen silbernen Kuo^i etbcki tl ™ L,e Jl, ^ ait 3 li schlagen, und der so Harra rief daß e- von allen Mauern widerhallte. Es war ein kleines Mämichen das eme hohe, grime Kappe auf dem Kopse trug, und seine aai^ Bru t war mit Sternen was, Gold- und SUberplchier bW :r-,u J C L ,l/ ^ nu König und denen, die init u-m waren, aufsiel, daß da unter der ganzen Menschenmenge doch ,-^wi war, der lich ruhig verhielt und sich richtig benahm wahreild all die andern sich ivie toll gebärdeten " ' s . Aus dem leimig wurde nichts, denn seht, die Schulkinder die imgen sollten, drei raren in dem Gedränge nach allen Seiten verstreut' unb auch keine Blumen^ hekam der Köwg mrt L-traußeil m den Händen da?tmiden, wvren vor Schon >o verileiner., daN sie es nicht wagten, auf ihn zuzugehen ' verlor die Besimumg nicht, und gerade in dem mrd^ vor dM'stationshMselLckl'^lif"re# SfmSteeifa? “5 SLFZS decket hatte. JJi „Gruß Gott, mein lieber König Oskar!" saute der ^TerH^nchH'üÄ sÄ und streckte die Hand aus' xei Ko.ug wh sehr besriedigt aus'. Er freute sich daß es Jjl e £ ^tatVii .Kils doch einen gab, der nicht so blöde war taJafiÄ ÖerforCTt me ’ lo ^ tm !t * t6te ' ltri « « sich 467 * kGE Gott!" gab der König zurück. „Wer bist dem: du?" Da ettvtderte der M«nn, wie es die Wahrheit war: „Ich Lin Kmser Johann von Pvttugallieu." Aber das sagte er mit so müder und sanfter Stimme, als es ihm nur möglich war, denn W Mutte j-a sem, daß der König es geahnt war, hierzulairÄ wrmer als der Erste zu gelten, und es ihn nicht angenehm berühr^: würde, wenn es eineir gab-, der ebenso hoch shand wie er. Ta Ovaren wohl noch andere, die befürchteten, daß es sich V^halten könnte, beim die ihm zunächst standen, zupften ihn am Rock und wollten ihn fortziehen, so als wären sie nicht ganz sicher, wre diese ^Begegnung endigen köirute. Aber der Köuig war Nickst von dem Schlage, der seinesgleichen nicht vertragen rann, er wmkte ihnen rrur, sich stille zu verhaltest. steh mal!" sagte er, und seine Stimme klang sehr vergnügt. „Hab ich da gar einen Amtsbruder getroffen?" , „^u, toir haben wohl nngesähr dieselbe Last zu' tragen." wgte mstru er. der Kaiser, ganz, ganz demütig. Tenn, seht ihr, .sich zu rühmen, daß er ein höheres Amt hatte als der andere, das hatte ^er nie .übers Herz gebracht. - , ^2ch höre, du hast die richtige Auffassung von der Sache," wgte der Könrg. „Tie dies nickst auspvobiert haben, wvs das herizeu will, me glauben, nur Könige hätten n.ichts anderes zu tun, als mit der Krone ans depr Kopf und mit dein .Zepter in der Hand aus dem Throne zu sitzen. Aber werd' einer nur König, dann wird er schon etwas anderes erleben. Lllso wirklich, es ist auch w schwer, Liaijer wu Portugallien zu sein!" fügte er mi± einem ^eutzer huizu. „Dioher äst es ja nicht gar h schwer gewesen," sagte der ^Aser, denn er wio-llte doch sein eigenes Land nicht beschämen. „Äöir Voniitcn ja den Frieden behalten, und das ist doch das größte Mau sah es, daß der König.höchst befriedigt war. „Mir scheust, ^^.u verstehn dicy auf die Regieruugskunst," sagte er, „denn b-ncfcqi zu erhallen, das ist das Erste und das Letzte. Ter .M für baß Reich das, was die Gesundheit für den Körper ist. Ta nu-ßte sich der Kaiser doch umdrehen, und rings um sich eheu, der König dies sagte. Die Leute iwudeu mäusck^eußill in wecrem Krer,e da, und kein einziger wagte sich vom Fleck zu rühren, um nur ia kern Wort von dem zu verlieren, was er und dev König enia-uer tagten. Es wäre dock) hübsch gewesen, wenn er daran gedacht hätte, die Kathrin mitzunehmen. Wenigstens hätte er n.ä gewünicht, daß irgendein Svartsjöer. am liebsten einer von den Herrschaftsleuten, zur Stelle geivesen wäre ?lber zugleich hörte er auf das, ivss der König sagte, und war wgleich mtt einer Antwort bei der Hand. „ fT "^ ü/ Irlich ist der Friede eins gute Sache," sagte er. „Uber mau weiß halt nicht, wie lauge -man ihn bewahren -kann Ten verwichen en Lomttag. als ich vom Gottesdienst in' der Lvartsioer Kirche nach Hause ging, tarn tef) ins Gespräch mit fremden Männern. Und der eine davon, das war der Krieg uiid der andere, das war der Tod. » Es war für ihn, der Kaiser von Portugallieu ivar, so natürlich, allerlei ^eltfanlletten und Wunderlichkeiten zu erleben, daß er Efi ich! glaubte, das was er jetzt von der Begegnimg auf dein Kttchwege erzählte köuute als ein Ber-such betrachtet werdeir, sich zu erheben. Aber es mußte doch wohl so ausgesehen haben, venu jetzt begannen die, die dahinter standen, chm wieder am Rock N. und wollten ihn zuin .Schweigen briirgcn.. .Aber der König begriff Wohl, daß eine solche Begegnung.für eirren Mann wie ihn nicht weiter von Belairg war, denn er lvinkte den Leuten, sich doch stille zu Verhalten. „Was sagst du da?" sagte er. „Dir bist mit dem Tod und dem Krieg gegangen? Ich möchte wohl wissen, ivie die beiden ausgesehen haben." . //'Sie sahen wohl an: ehesten wie ein paar arme Holzfäller an-, ^ sagte ber Kaiser, dmn sie trilgen große Zimmerärte über ^ hatte, ,o>er sie lvaren, fragte ich ,n natürlich, m rvelcher Wsrcht )tc ausgewogen waren, und da 9£ te ” 1 IC 2 ^gen umher und sanrmelten Breunlwlz für große «cheiterlMifen. Sie änderten trau Land M Land, nnd Nxmn Ne uur^fertrg wurden, wollten sie die ganze Welt in Brand stecken." "^I 6 , wohl nicht daran denken, in diesem Laude hier erueu Lcherterhaufeu mifzurrcksteu," sagte der König, uud noch lächelte er wrd sah vergnügt drein. .. weinten, in diesem Lande würde es mit dem Ber- mJtJLTy a^swheu," sagte der Kaiser. „?lber aii der West'bruw wollten sie doch immerhin erneu Versuch machen Denn Ne glaubten, dort wäre es schon möglich, Zündstoff für dmx ordentlichen ^chetterhausen zir sammeln." m ) v ' dem Augeikblick, in dein der Kaiser von der Wesckant. gttprochen hchte, richtete sich der Köiiig empor und »vmde sehr ernst. „Nnn," sagte er ganz .scharf und er lob die ,Äs"‘er' faafa? 6 & ^ Station, KilS cä yönm tonnte, i. or sagte, „das Imrd rhüeu nicht gelrirgen. Hier ivird es reine ,lrbeit kur Kn^j rnrd Tod geben, solange ich lebe Glcnid L'chwia Lr sün. bie’i* mir tili ^"teriverfeu müfjfe? Ich loeiß , 00 hl, es ist schwer FÄder niedergetrampelt und Meiischen tot ^r verwundet sähe, ^ch habe es erlebt, wie es während meiner Regierung rn merueii beiden Ländern vorioärts gegangen ist " ,agte er und 'varf einen großen, strahlenden Blick um sich, und fjL^ btwas^razu tun, das zu zerstören, ivas wachsen uc sehen meine größte Freude ist." za r • ^es Msagt tzatte, lag ein Mch«r Glanz Lb« snnem Antlch, ,ind die L-tininie bebte so schön, datz mair h^rtr Ph/e glaubte, was er sagte. Aber der Kaiser hatte s- stuch nicht weniger von chm erwartet, irird je&t legte er ihin die Laich oiLw" & "Mein girtec König Oskar! Mein guter Lmg SÜÄMr! sagte er, um ihn zu berubigen. inid^ nur .auf die Probe!" sagte der Königj und iah storzer aus als je. . „jp« ö«e Senfe, rmgsherum fanden, dag der König so schön kte Tranen tn die Llugen kamen, Mid ehe man sich s versah, ging einer an, Hurra zu rufen. ^i.^eL/bmielben Aug^blick ,ertönte der Ruf auf der ganzen ten f, teit Üe ihm mit Hüten und Tascl^u- tuch^ru zu, >.nd nun sangen ne, und nun brachten sie ihrr Blumen d^nn sthl, jetzt hatten sie keine Angst urehr vor ihm, jetzt W er ihnen wann gemacht. Run bekam er all das, was sie sich nicht getraut hatten, ihm zu gebeu, als sie ihn zuerst saheri. obeii wir dio r!cme.Fahrt auf den ^nächsten Tag, uud wir verLrack-ceir die Rach- SÄ V 11 biiiem langen Schlcndergang durch Innsbrucks alte Gassen Wir wauderteii durch Ln, zu sehen, unc hier Die Menschen flcbeii bf7t/ b'^l-rgkeit, sich dem Genuß einer Stunde hiuzu- Es ist ein Gehen und Koimnen. Tie blntteir Unifarnren der Ni Zw re brrugen eine fi-eudige mrd farbige Note in tvu3 Bild, das Um ^vig verärrdert . . ?.^au grüßt sich, man Mudert, Blicke uud Worte gehen hm und her', dliuch der Einsame ist hiev nicht alleftu Er schwimmt mit im Strom der ander-eu, und dieser Stwin blitzt und schillert, ist bunt und hat die gefälligsten Farben. Plötzlich Bommeii die Veusiker, schmucke, junge Soldaten, von ihrem Kapellmeister angeführt, in Reih und Glied an. Eine kleine ovgxvmat# acht durch, die Menge, imb alles schließt sich Mum d^üNen sü mit ihren 9roten mrd vliMau'keü ^ Mit ckner Ouvertüre beginnt dre^e -stunde Musr7 zwischen Nachmittag und Abcnddammcrnng, mit rrgendemem hubsckxnim JS n ~ t ü v -f oa£, man fct>on von Kindertagen, ix.ni ailersrnhesten Hlavi-'-stunden der kennt. 'Aber natürlich kann ich mich nicht ülnch ^r i5"n eigentlich ist.. Und als mir bcr q' ' uc Tichtcr und Bauer' einiällt, i,t das fröhliche stuck schon _ '' " . 5^ ii+» , 7 x>iü nicht einmal, oj e.' gut oder schlecht war ÄrÄen'^ll». sttatzienden Rana der dSriier l^-c x m l- Lbrn. und i fm ih,‘ liim »Slbftcn Stück, bei riu«m wunbctKtwmen Walzer m« Wm ^>.6 fl'bc ich miü. «is ihres ^ien»en t Lern e n Zer st in ein Künstler, nnd ein K.nd dazu und ein Ar ist in die schönen Klänge seines Instrumentes «n wenig ein ttvnder Trompeter, rmd es ist eine, Freude, znsehenr \ '\& einer nmudervollen Bewegung er leine Trompete an (k h ajin kleines Mädchen ststht Mit serwi M- r^' dich' ne'^n ichm ',md ist ganz beglückt und b^anbert und WWZMMMZ ^"'Ä^Em Avichundchch^ in den Pausen zwischen d«- »in« «. Ä Älf \£%'X °md Ä,"Ä* fÄ S Iftct-unb ein Lächeln immer «oft *3«t rfiT»ren V£r steht da und tvartet aas das Zeichen, und l™ IS ’IS gMnden haben, nickt er ein wenig. läßt lerne S.ugen strah- tcu und lächelt mit weist m Zahnen. nrofien Oie MM* » W Ln "Ä S. Li- Hxirh das Leben in einer Umwelt, wo niemand nch brnter cngm Mcuern verschließc nnd verbirgt, wo vielmehr auf freien Bicüdung. Er wird mit dem auige rechten Lck-vert in seiner RechtenMN^ahrze^^r^ Kriege dröhnenden Welt. Tos tragische Schicksal des elsainschm Redc-gsabgeordnetmi Jean Bvllm, der nach Uesmnerenl Zw^ soait stch für Teutschchmd entscheidet, aber ferne fcauj vertiert und seinen Sohn, gibt dem Werke das erfchürterrrde .Hauptmotiv. — Gereifte Frucht, eftt Wardafo-^Roman von Berta Freifrau von Naivendvick. Verlag G-ebr. Paetel, Berlin. So an-, spruck^slos und eiitfcd» die Handlung auch i-t, so gerade und.glatt der F<ü>cn, an dem die .WnfliLe cnLlanchlcruien, anck> oalnnrieht, so spannend ist doch die Schilderung di'cker El-etrcrgö-die, die int bcutfdjcn Hövrden ihren Lüifang nimmt und im sonnigen süden am Gardasee nirt einer Frage an das Schicksal endigt. Psvawlogisch fein durchdacht und gezeichnet, bietot dieser Roman alle Borterle fließender, anregender Erzählung. — Die häusliche Krankenpflege und das Verhalten bei ansteckenden Krankheiten von Hofrat Dr. A>. Toll Karlsruhe. 21 Abbildungen. Max hesse's Verlag. Berlin W15 — Ter auf diesem Gebiete seit langem bewahrte Verfasser hat cs in meisterlxifter Leise verstanden, auf engem Raum hier alles zusammenzubringen, was malt über dte Pflege Erirantwr im lstause wissen must, ob cs sich nun um die lv wichtige Bevo- achtung der Kranken oder um Berrichtlingen aller Art am Krankenbett'. wie Einpackungen, Lagerung, Waschungen utw. handelt. Aare Abbildungen, wie es zu nrachcn \\t, zeigen, wre oft hier tetver schwere Fehler begangen werden. ^ ... .. Als beste deutsche illustrierte Familren-eitung für die weitesten Kreise enipfchlen wir „Das Buch für Alle". Uuwu, Deiüsr - Perlagsgesellschaft, Stuttgart.) Seit länger als etnem halben JckhehuirdeA hat es Mltimten von Lesern durch reichen und sorgfältig' gewählten Unterhattungsstvsf die Misteflunde.i verlä-ont ; es ist ein nützlicher, stets freudig erwarteter Gast rm Hanse und in der Familie geuwrden nnd lfat alt und fuug Erholuirg und Befriedigung .grbracht. Den soeben begiwieiiden 53 Jahrgang eröffne ii n'oci scannende Romane „Das Tejtpamsirt des >eligeu Eusebius" von BUor Helling und „Dia Jungfer Nauett vom Goldeneu Straußen". Ihnen reichm fich M den Abteilung«,. „Was die Frau angeht", „Voiksimrtschast und l^suudhit.swslege' „Nottittv!ss'enschaft und Techm«" interepante Beiträge an a.i§ allen Gebieten des Wisions nird der praÄt,ai^u Erfahrung, ern, lm»iioristisr>r Teil mit Rätsel- und Spielecke sorgt^fur Erchnterturg. Besonders hervorgehoben sei der reiche, zum -r