. 3n Sturm und Stille. Roman von Max T r e u. (Fortsetzung.) „Ich erlaubte mir schon gestern Kn bemerke,:/ «mt- tzegnete er nicht ohne Verlegenheit, ,,datz mich auch gewrsje dienstliche Aufträge hierhergeführt haben, und ich bin „Dienstliche Aufträge?" fiel die Domina lebhaft ein. „Mit so starker Truppenmacht?' „Zweihundert Mann!" versuchte Wellingerode zu scherzen. „Fstr eine Jagdpartie ein so unge)vöhnliches Gefolge. Jörn- Graf, daß ich an die Wahrheit dieser Geschichte nicht zu glauben vermag! Jedenfalls muß ich Sic bitten, piese Wiese wieder ftei zu machen, — ich verweigere sie Ihnen für Lag erw ecke." ^Oder haben Sie etwa einen schriftlichen Befehl Ihrer Behörden?" . »,Den zwar nicht, gnädigste Frau Aebtissin, aber die Vollmacht Sr. Majestät des Königs, nach meinem eigenen Ermessen zu handeln." „Darf ich diese Vollmacht sehend' „Ich bedauere, sie nicht vorzcigen zu können, da sie noch andere Mitteilungen enthält, die nur für mich bestimmt sind." . . Die Domina führte eine gewaltige Prise zur Raft. „Sehr wohl, täerc Graf, dann bedauere auch ich, Ihnen die Wiese nicht für Ihre Zwecke überlassen zu können, für die sie nicht da ist. Ich bitte Sie, diese Wiese zu räumen." „Und wenn ich das nicht tue'?" Die "Domina wollte gerade eine neue Prise nehmen. Mer sie tat es nicht. Mrt 'scharfem Krach schlug sie den Teckel der Dose zu. Mer kühl, als handle es sich um eine Selbstverftäudlrch- keit, klang ihre Antwort: „Dann werde ich meinen Leuten den Befehl geben, Ihre Zelte abzureißen." Der Gras sprang von seinem Sitze auf. „Eh bien ! Und dann werde ich meinen Leuten den Befehl geben, jeden Versuch dazu mit der Waffe abMveisen." Auch die Domina hatte sich erhoben. „Tun Sie, was Ihnen geeignet erscheint! Aber vergessen Sie nicht, Herr Graf: bei dem ersten Sck)usse, der fällt, lasse ich die Sturmglocken läuten, imb dann mögen Sie sehen, \w Sie mit Ihren zweihundert Mann bleiben " „In der Tat, Frau Aebtissin,' das werde ich sehen. Zunächst sind Sie meine Gefangene. Sie verlassen dies Zimmer nicht ohne meine (£nmnlftgimg. Und ebensowenig empfangen Sie irgendwelche Besuche — ein Posten wird vor Ihrer Tür stehen." Er öffnete das Fenster und gab einen Wink nach dem Hofe hinunter, auf den hin der Kapitän Salignac sofort zwei Soldaten nach oben sandte. Völlig ruhig war die Aebtissin geblieben. Ein ironisches Lächeln spielte um die blassen, blutleeren Lippen. „Ganz wie es Ihnen beliebt, Herr Graf. Mer vergessen Sie dabei nicht, daß die Aebtissin des Stiftes Hohenbergen und ihre Leute keine Hasen und Mhböcke sind." Die Soldaten waren offenbar schon instruiert. Denn fte ließen den alten Diener nicht mehr hinein. Rasch entfernte sich dieser nach unten. So, Frau Aebtissin, es wird ganz auf Sie ankommen, wie lange die Haft währt." „Allerdings, Herr Graf, ganz auf mich." Und wieder spielte das ironische Lächeln um ihre Lippeir. Wellingerode tvollte sich entfernen. . In diese in Augenblicke hörte man draußen zlvet Schüsse in kurzem Abstairde htnwreincncher fallen. Ein Lächln des Triumphes trat aus dre Züge der Domrna. „Wer schießt da'?' ries der Graf bestürzt, und schnell, ohne Gruß, eilte er hinaus. * Niemand konnte 'ihm, als er den!großen Hofraum betrat, Auskunst geben, wer die Schüsse abgefeuert hätte. Jedermann hatte sie gehört, aber keiner bemerkt, wo sie gefallen waren. Nur das eine ließ sich feststellen, daß sie nicht von freit Soldaten abgegeben worden waren. Diese weitere Nachricht machte Wellingerode nach deutlich. „Entweder liegt hier ein Zufall vor," sagte er m den begleitenden Kapitänen Salignac und Breville, „oder es handelt sich uni irgend ein verabredetes Zeichen. Ackso Vorsicht, meine Herren, Vorsicht!" Eine kurze Pause. Dann fiagte der Gras: ,,.vmt Fräulein von Hassow das Stift bereits verlassen?' „Jawohl, Herr Gras. Sie ist muh dem Gehölz hinübergegangen." _ ^ . „Sehr wohl. Dann handeln Sie nach meinen Befehlen — schnell, vorsichtig, geräuschlos! Sie 'haben mich verstanden, lieber Kapitän?' ^Gewiß, Herr Gras!" „Erst die eine, dann den anderen! Wrr wollen doch mal sehen, wer hier Herr im Lande ist." Das sollte in der Tat der Herr Gras von Wellingerode sehr bald erfahren.- , Währenddessen war Beate, ohne eine Llhniurg davon, was im Stifte vorging, am Gehölze drüben angelangt. Hans Joachim kam ihr entgegen; herzlich streckte er ihr die Hand hin. „Tausendmal toill kommen, Fräulein Beate!" „Willkommen, Herr von Sormitz!" Der Braune, der in der Nähe an leckeren Kräuterv naschte, stieß ein fröhliches Wiehern aus. 464 begrüßt Sie ebenfalls,' w-ars dem schönen sagte Hans Joachim fröhlich eine Kuß- „Er lächelnd. ► Beate w-ars dem schönen Tiere Hand zu „Guten Tag, Brannchen! Aber nun zu Ihnen, Herr von Sormitz! Sie machen mir ein so ernstes Gesicht heute, das gar nicht in dieser: sonnigen Frühlingsmorgen passen will. Was ist Ihnen?" Langsam, jScite cm Seite, gingen sie den stillen Waldtoeg entlarrg. Bmrte Sonnenlichter glitzerten dnrch die noch kahlviederholte Beate ihre Frage, als er nicht gleich Antwort gab. „Ach," sagte er, „wozu wollen wir uns diese Stunde verderben lassen durch die leidigen Händel in der großen Welt da draußen?" „Es muß Sie aber auch persönlich airgehen, Herr von Sormitz. Nicht nur die große Welt. Denn Sie sind verstimmt. — gestehen Sie es!" Er holte tief seufzend Atem. . t,Ach, ja! Gestern abend, als ich nach Hause kam, fand ul> einen Brief aus Berlin vor. Heble Nachrichten. Preußen, von dem wir alle hofften, daß es sich an Rußland anschließen und damit das Zeichen zum Abwegen des drückenden Joches geben würde, hat sich Frankreich unterworfen, hat die Bedingungen Napoleons angenommen und stellt für ihn ein Hilfskorps gegen Rußland. Die Vesten und Tapfersten in Preußen können das nicht ertragen und scheiden grollend aus dem Heere aus, um nicht unter Napoleon fechten zu müssen. Gneisenau, Boyen, Elausewitz, die Grafen Dohna und viele andere hängen den Säbel au die Wand und lassen chn rosten oder sie gehen nach Rußland. So weit ist es gekommen, daß Preußen aus Vaterlandsliebe gegen ihr eigenes Vaterland kämpfen. Wahrhaftig, es wäre zum Lachen, wenn's nicht so herzbrechend wäre!" Und ein leises Stöhnen kam aus seiner Brust. Beate ergriff seine Hand. „Mein armer Freund!" Er sah ihr tief in die leuchtenden Augen. „Noch nicht ganz arm, Beate. Ein Vaterland habe ich verloren — mein Herz sucht eine andere Heimat — geben Sie sie ihm. Beate m Ihrem Herzen, — eine Heimat in Sturm Lmd Stille. Er ließ such vor ihr auf die Knie nieder und Wie seine heiße Stirn auf ihre Hand, Sie aber strich ihm lnebkosend über Stirn und Haar. leise fan ” "rmes Mädchen Ihnen sein?" fragte sie „Alles, Beate! Mein Stern, an den ich glaube, meine Hoffnung, die mich hochhält, nieine Stütze, wenn icl) in dunkler Nacht einmal nratt und müde werden sollte' Sprich Gebebte, willst du mir das sein? Sprich!" Sie faßte seine Hand, wie zu tapferem Gelöbnis, und entgegnete schlicht: "Ich will, Wenn mir Gott die Kraft gibt." Ta sprang er auf, umschlang die zarte Gestalt und küßte ihre raten Lippen. 3 n der Ferne verklang jauchzend der Amselruf — Scwveigelch, Hand m Hand, schritten sie weiter. Die Sonne Ä l ‘ü!- bu ' lusciiMicfKT 1 Gestalten, und der warme Hauch d^ frühlings küßte ihnen Stirn und Wange. I .Innann leligen Schweigen nahm endlich) Hans Joachim wieder das Wort: „E;.' werden unrulnvolle Tage hier bei uns im Lande kommen. Die französische Armee mit alten ihren Bundes- 1$* !lch nach Osten zu in Bewegung, und wir wer- den die Emquartterungen in den näch)sten Wochen nicht mehr los werden. Dagegen können wir nichts machen, wir müssen vorgcschrieben ist - aber »vir werden uns auch nicht unter die Füße treten lassen. Wir werden nichts imh Cr &' J 50 / e m a äber das, was ihnen zufteht, hinausgeht ^brutaler Getvalt werden wir mit Gewalt zu begegnen .. s„Ach, wenn doch diese schrecklichen Tage erst vorbei waren, Hans Joachim! Und wenn doch erst dieser abscheuliche Mensch dadrin —" sie zeigte nach Stift Hohenbergen hin- r { Y er / . //Un ^ verlassen hätte! Mir ahnt immer Unheil von ihm." „Ohne Furcht, Beate! Sollte er wirklich einen Gewalt- streicl) wagen, — es ist für alles Vorsorge getroffen. Ich werde aber der Tante Aebtissin noch heute nahelegen, daß sie m durch eme direkte Beschwerde an den König nach Kassel den unwillkomnienen Gast vom Halse schafft. Jerome ist kein Tyrann, er ist nicht ohne Einsicht und begründeten Vorstellungen leicht zugänglich, wenn ihm nicht etwa von Paris aus die Hände gebunden sind." cm a '^wert euch, Hans Joachim, daniit der unheimliche Mensch von hier sortkommt." "Es soll geschehen, Beate. Und nun noch eins, Geliebte, u^d sei rmr mckst böse darunu Ich habe die Absicht, in die russische Armee cmzutreten-" "Hans Joachim!" rief sie erschrocken. r,Ser nicht böse, Geliebte," bat er weiter. „Aber sieh, w sicher die Sonne heut über die Erde scheint, so sicher ist dieser Krieg für den Eroberer ein Vernichtungskrieg. Das ahnt ein jeder, der die Dinge kennt und ihren Lauf beobacht ^ bat/ 'klue treuesten Anhänger in Frankreich haben i J,? n Kampfe gewarnt und nennen ihn offen eine j Verrücktheit. Aber er hört auf nicmaiub, — wen die Götter vernichten wollen den schlagen sie mit Blindheit. Er rennt in sein Verderben! „O, wäre es so!" „Es ist so, Beate, und da darf ich doch nicht fehlen Mit offenen Armen mmmt uns Rußland auf — es kann uns da^ist "' nb ° lnic & ziehen, Geliebte, wenn die Stunde „Aber wenn du nicht wiederkehrst?" „Ich..kehre, wieder, mir sagt es das Herz, und seine ml! m p rttC ' öat und nicht zusaminengeführt, mit uns nach kurzem wieder zu trennen. Nein Beate das tut er nickst. Willst du mich gLen lassen?" Da küßte sie ihn auf die Stirn. - . lstn, Geliebter. Du sollst das Mädchen, das du dir ^wählst nicht sa-wach finden Zieh hin, aber kehre'wieder, Hans ^zo^chun, kehre wieder! Küssen^ ie ^ Cine 9frmc uni) Gedeckte ihren Mund mit «,d I.Ä di- äö'äjt* lic A mb “»'»*“«- d-,« rni„?^^e-chzcitig fuhren Hans Joachim und Beate be- stürzt auv ihrer Umarmung auf. (Fortfe^uug folgt.) rroscittszko. Ein Ernrnerungsblatt zu seinem 100. Todestage, 15. Oktober. Name Koseiuszkos ist zum nationalen Symbole geworden. Die polnifchc Geichichtsichrerbung ltellt Kösciuszko gern ini Liebte »««tri-b-n und InMch üLlüfsig ^ UtN. rein Geilte, ja nuryterne a)i)tvrlker neigen zu der Ansicht dak er ^taatsmaim wie als Felderr kanm erheblich Der daS 'Mittel- maß hluausgeragt habe. Aber daraus kommt es bei seiner Brurtei- eittscheioeud au. Er war ein leidenschaftliwer Patrrot, tm reiner intb hoheitsvoller Charakter: der Sache, der er diente, gab er sich mrt Leib mrd Seele bin: so verschmolz diese ganz mit seiner Verum, so Umrde Kosciuszko zu in nationalen Symbole des polnrul)en Volke» und,emes Geschickes, und selbst die Legeuve hat ihre LAanze um seine Gestalt gewunden. Legeirde ist es, wenn erzäW w^rd, daß Koicnlszkv, als er m der Entsckieiduugsschlacht von Macie- jowue verwundet zusanimenbrach, ausgerusen lube »«“j" Dies. ÄE.«« « E «ÄWÄ können, denn m Mahcheit ist sem End. auch das des altm « se» war Kosciuszko der Schicksalsn,cnsch scinZ sEr crsten Hälft- romanhaft bewegt ©a Sohn ern-s litaurschcn GiutSL-ichers ans dem niederen Adel b^^b^brschrst des Fürsten EzartordSki einen Platz an her Kädettenschule in Warfchau, wo er sich so auszeichnete üak ^ erhielt, das chm die Fortsetzung seiner Studien ermöglichte. Aber jäh unterbrach seine Osfizierslauf- bie schöne Tochter des ^Narschalis vvn Litauen -und Vrzekwnfeldherrn Josef SosuotE. batte sem ^das Fr^lein liebte ihr nnöder, aber bem SS'»?P mi ^ ^elurann und junge Offizier als Erdmu vnl zu gering, und mit verwundetem Herzen, mich in feiueni 455 Stolze tief gekränkt nahm Kvsernszko seinen Abschied und iv«Me sich nach Amerika, wohch gerade die neu begründeten Vereinigten' Staaten die ideal-gesinnte Ingrid von ganz Europa zur Teilnahme mn Kampfe gegen Heu britischen Unterdrücker rief. Dort hat ev etiva acht Jahre tapier und erfolgreich an beu Kämpfen Leilgenom^ nt eil, hat die Freundschaft Lafayettes und das. Vertrauen Washingtons geioonnen, der ihn zu seinem 2lfdjutanten gemacht hat, und yt dann als Bkrigadeg-eueral, niit Ehren reich beladen, nach der Dcunat zuichckgekehrt. Er fand Polen bereits mitten in seinen letzten Krisen. Die Verfassung von 1701 deutete einen lebten Versuch der Patrioten, .Posten von der drückenden Umklammermig des russischen „Freunde " zu befreien. Wsziuszko schloß sich den Patrioten an, ivurde nzit der Mhcung des Heeres betraut und schlug die munen bei Dubienka. s 2H>er Polens Schicksal ivar nicht mehr zu beschwören. Polen, bestock>ene Edelleute und Magnaten, waren es, die das Spiel der russischen Katharina spielteil, und im Jahre 1793 erioigte die ziveite Teilung des Landes. Da begann der Aufruhr in der ganzen Republik fiij im Mi!?-: vorMberoiten und die Hoff-- nnngen aller Patrioten richteten sich aus den Sieger von Dubienka Koseiuszko r-atte inzwischen sein Vaterland verlassen, lebte in Leipzig, ° 5£; T -- beobachteud, gab sogar ans, daß er eine meiie nach Italien antivte, und martere den rechten Zeitpunkt ab. Dttt einem Acale, ganz unerwartet — es war am 23. März 1794 ■— erschien er in zMackau,'übernahm die oberste Regierung und DeereKeitung, orgnii.,iecte, erlieg Ausrufe, bewaffnete die Bauern uttd schlug, mit seine« Sensenmännern die herbeigeeilteu Russen bei Railaviee. Eine echt nationale Gestalt war er, wie er in der Volkstracht, den Säbel schwingend, das Kranz hoch eniporhaltend, allen voran zum Kampfe [türmte, und eine unwiderstehlich an- seuernde Begeisterung ging von ihm ans. y Nur zu bald sollte er erfahren, daß sein Volk zur Freiheit nicht mehr reis war. -schon damals, wie heut loieder, war seine Uneinig-- teit jeul schlimmster Feind. In Warschau eingezogen, sah sich Kofeulszro von beide^^xtrenien Flügeln, den Demokraten wie den ^lristorraten, bemjßeWWe und befeindet,' der Mob feierte seine Or- Men, die Zügel der Regierung entsanken Kosciuskos Händen. Als Militär tat er, w.is in seiner Macht iltcctb^. aber bei Szczekvcimi von den Prangen geh<-age.i, mußte er sich nach Warschau zurückzietten. Dm V^teidigung Warjchaus bildete seinen letzten Erfolg: da? treu Wlchr BelagernngSheer sah sich durch diplomatische ivie militärische Rüchtchtcn zum Abzüge veranlaßt. Aber nun nahte Snwvrolo mit seinen von allen Seiten her an drängenden Russenmassen; bei Macie- lowice erlag die polnische Heerschaar ihrer Uebermacht und Kosciuszko geriet verwundet in Gefangenschaft. Als Paul I. die Regierung antrat, gab er ihm, gegen die Ver- Michtiulg, mcht gegen Rußland zu fechten, seine Freiheit wieder. Koicichzw ließ ftch nach einem erneuten Besuche Amerikas in Paris nieder, wo er alo Privatmann, jedoch zugleich imnier als der ideale Mittelpunkt des polnischen Volkes, als der große polnische Volks- beiD terte Sem Wort genügte, uni die polnische Legion zu bilden, .. /Schlachten für Frankreich geblutet und seinen Undank gründlich kennen gelernt hat. 1806 wollte sich Napoleon Koftinsz- kos Namen im Kampfe gegen Rußland bedie'nen. Kosciuszte, seinem Worte treu, lohnte ab. Napoleon kümmerte sich näht darum und Mißbrauchte Kosciufzkos Namen, um die Polen ans seine Seite zu locken. Erst nach Mipoteons Tode konnte Koscinszko diesen Betrug-, chp'ntlich aufdeckeii. Itt Lllexander I. hoffte er den Retter seines Vaterlandes gefunden zu haben. Dieser romantische Poseur verfehlte nicht, mit dem Helden des polnischen Volkes eine sentimentale .Rührszene aufzuführen, in der er von Versprechungen überströmte Es ist Koscinszko erspart geblieben, die Verlogenlxeil Löcfer Ver- lprechungen zu erkennen und die russische Qual seines Vaterlandes mitzuerleben. IM Solothurn, wo er bei der Familie seines alten Fi-eundes Zeltiier, des früheren eidgenössischen Geschäftsträgers in Paris, lebte, ereilte ihn der Tod. Er würde viel betrauert die Dichtung besang und beklagte ihn, und makellos, strahlend und geliebt ist sein Andenken bei den Polen lebendig und auch anderen Völkern wert geblieben. Als Holtet in seinem Liederspiele , Der alte Feldherr" Kvsciuszko aus die deutsche Bühne brachte, wurde das Stück mit Begeisterung ausgenommen. ^ uud Le s sing. (Zur 200. Wiederkehr von Gözes Gelmrtr?tag. 16. Oktober.) Am 16. Oktober- 1717 ist' Johann Melchior Götze ein tüchtiger Bibliograph und gelehrter lutheri- scher Theobog der orthodoxen Richtung, in Halberstadt geboren. Seme tycologiickie Lauchahn ftihrte ihn nach einem in Jena und Dalle absolvierten Studium zunächst als Prediger nach Asckxrs- leben dann nach Magdeburg und 1755 als Hanpttiaswr an die St Katharinenkirche in Hamburg. Bei seiner äußerst volemisch veranlagten Natur geriet er bald in zahlreiche literarische Streitig- vnten mrt den Anhängern der Aufklärung und Psenvoaufklärung, wie ledere beispielsweise durch Karl Friedrich Bahndt vertreten^ ward, der nacheinander UniversitätsplVsessor der Tl)eologie, Generals nperintendent und — Kneipwirt war. Auch Goetl>e bat wegen Leiden" seine Kampflust enrpftmden. Anl berühmtesten ^rrst Me durch fernen langimerigen Streit mit Lessing ge- vwiden. Dieser hatte xn den Jahren 1774, 1777 und 1778 die veröffentlicht, wie er die Schrift «, Apologie oder schchschnst für da? vernünftigen Verehrer Gottes und,über dic ?weich>naWlctzre durch kirchmgeschickLliche Keimt- Nipe des damals noch unbekannten Hermann Samiel ReimaruS mannte, und war so aus deii Bodeii theologischer Kämpfe gekommen Kaum Ivaren di? „Fragmente" erschienen, als auch schon Göze mit lomem ersteii Auf>atz in den „Frel-wiliigen Beiträgen zu dar Damburgischen Nachrichten aus dein Reiche der Gelehrsamkeit" sog. Lchlvarzeu Zeitung, gegen die Person des Herausgebers iii scharf,ter Wei,e zu Felde zog, während er den Fragmcn listen sE mit Worten der Verachtung abfertigte. Tie Angrisse Gözes mis Las,mg vermehrten sich in schneller Folge, und durch alle zog Nch wte ein roter Faden das Bemühen, Lessing denselben Stand- mit dem Fragmentisten anzuweiseu, ihn zu einem Leugner des Christentums, zu einem Beniner bloß der natürlichen Religion, ia zu noch iveniger zu stempeln. Lessirig verteidigte sich gegen Göze durch seinen berühmten geistvollen „Anti-Göze", von deni ein angesehener Zeitgenosse des Verfassers sagt, daß er ebenso viel Scharfsinn ime Ostenherzigkeit und Klugheit verrate, während nach ^desselben Gelehrten Auffasftmg Göze nichts vorgebracht habe, „waö die ttefeii thaologlichen, historischen und philosophinben blenw, deren Lösung Lesftng ansträote, .auch nur berühre". Bald r, ^ ex "Nnti-Göze" erschienen war, halte man dem Biblio- tyevar Lespng, dem unermüdlichen Vorkämpfer der Toleranz, lwhe- ren Orts tede weitere Einmischung in tirchlick>e Tinge nnte'rsagt, woran, der Dichter im Jahre 1779 in seinem berühmten VerS- 7 -^?™ „Nathan der Weise" seinem Gedanken einer reinen Mensch- lichteit irvch, einmal niederlegte. . . . Johaim Melchior Göze lonr in der Verfechtung semer Ueherzeuginngon, die ihn in einen so ,chrofseil Gegen,atz zu Lessing stellten, unermüdlich tätig. Außer ungezählten Ltrütichrpten hat er überdies namentlich viele Predig, teil verfaßt, die zu seiner Zeit sehr beachtet wurden, jetzt aber zum grössten -veil vergessen ,ind. Seine bibliographischen Arbeiten, l'^oeiondere der „Ver,uch einer Historie der gedruckten nieder- huschen Bibeln vom Jahre 1470 bis 1H21", welch letzteres Vuch 1 c io in Halle erschienen ist, haben auch heute noch ihren Wert. Am 19. Mai 1786 ist Göze iu Hamburg gestorben. was ich an der Zomms träumte. Von VizefeldweLel Walter Jensen. ^ Nach drei bMrbösm Tagen im zerschossenen ^mdengraben eiidlich abgelolt, schleppe ich m,ich itottuüde ins Oluartier An einer ansehnlick,en Ferme verläßt mich die Kraft' - ich kann nicht tenter. Erschöpft smke ich am Rand des Wäldchens, an das die Ferme angelehnt ist, ins hohe Gras, gerade an einer vvn einem Graiiatvolltrmer zu Boden geschnietteisten Tanne. Ich wundere mich, daß die beiden Blicken, die dicht rechts und links der Tanne stehen, ganz unverletzt geblieben sind, und dann — schweifen, die Gedanken ab, weit weg. Matt imd wej zuckt das letzte Erleben im Kampfgrabcn nochmals durch den Linn. Meine Augen brennen. Da fährt mir ein ^>'verhangendes Buckenzweiglein ganz sacht darüber: ich spüre: rel.n Weh mehr. Non! einmal fühle ich das Streicheln — und nun d mir wohl mH leicht: ich schlafe, ich ttäume. schlafe bewußt; wissend, daß ich schlafe. — Und ich träume auch a.enn war nenueu das ja „träumen", was uns ein hoher Wundergeftt in einer zweiten, weiten Welt erleben läßt, wemr ,rch der müde Körper von den Wunden dieser einen, engen Welt im schlaf erholen will. ii c ich aus dieser wüsten Welt in iene zweite. Und ich höre telttame Geräusche: Ein Weben und Wispern, ein Rauncu und Rauschen — da werde ich ans den Träumen wieder wach und sanmege den müden Leib dickst an die Erde, geduckt das Bcrsteii der Granate abzuwarten, deren .Zischen ich soeben hörte — Ich warte. — Zbein Krachen und Zisclwn erfolgt- Nun sveiß ich nicht, war das ein Blindgänger oder träume ich bloß, ich sei wach (und einer heransausenüen Granate ans- gewichm'? Ta höre^ich deutlich zwei Stimmen, die sich ini Flüsterton.' ^erl^teit. ^.übrige ohmmen wie von Kindern, bloß viel hauchi- ^ ist wieder einer von dem dummen Mensct-en-. geschlecht!"- ^ "Za, einer von den Würmenl, die sich selbst für das Wichtigste in diesem kreitenden All halten!"-„Schscht! Pssst' Laß uns seine Gedanken belauscken' ... Er spricht ja ini schlaf- „Hihihi! — Hahal)a! — So ein Dummer! — ®„ c ,. ton Grmiaten, die hie arme Tanne zerschmctterÄ hatten. Hihiln! — Hwlxiha! "Und n*eiß nicht, daß es der Vntz ivar, der sich luiserer erbarmte und die garstige Tanuen- £ e * c ^ftuistug!" . . . Nun Härte ich einen ganzen Kanon auf das Wont Tannenhexe -fingen;! j„Tannenlipre! Tannenbers' Tannenhexe!!! Hihihi! <- Hahaha! — Pschscht!!! — Nicht anflvecken!!!" . . ^nd nun beugte sich die cifiie Birke über mich und sang mir ms Ohr: „Höre zu, Menschlein! Jetzt will ich dir mal eiivas von der töfen Tannenhexe erzählen. - Zuerst will ich dir aber hier mein Weiblem vorstellen!" . Tabei näherten die beiden Birten ihre Ztveige einander und roiten sich. „Ich selbst," ftihr die Birke fort, „heiße Birkowski und 456 Imrf? die jetzige MadMne MrVoWska vor vielen, Violen Jahren sennein Damals ivaren wir n?:h kleine Schönlinge und spielten lustig und unbekümmert m it in utbe:i n ' ’i ®wg ' •' 1 , M - (v.cfp'.eti.t en gar stattlich gewordene Tanne daznstschen und sagte: „Papperlappapp! Jetzt sehe ich mir euer Geliebel lange genug mit an! Ich bade mich leinen Tannerich, und will auch gar keinen! Ta 1 tel>c ich! An-einander ihr zwei? Meine Nadeln sind spitz, lind wenn lhr künftig schäkern wollt, so zerstecht ihr euch an mir!" O, singen wir da zu weinen an! Aber es hall alles nachts! Die Tanne Wurde größer und stärker und schob uns roh zur Zeile. Ta beteten rvir heiß nnd inbrünsttg: ,>Dü, der uns hier he e- gesetzt zu TmH ünd Spiel, kaß. uns zusammen wieder sein! Sicher !)ast du uns einander z u bestimmt, und die Hexe aus denn Geschlecht der Zapferich will deüre weise Borsicht zu schänden machen.!" — Tn ertönte eine Donnerstimme: „Iran Zapfina, neigt euch zur Seite nnd gebt Raum zur .Hochzeit der Birßvwski!!" Sie aber sagte: „Nichts wird' daraus! .Hier, stehe ich und mag nicht anders? Dir rief die Donnerstimme: „Fort, Hexe!" Und ein Blitz streckte sie mit scharfem Strahl zu Boden. — — Nun sind wir Manu und Frau!-Tu aMr,. Menschlein, trolle dich wad preise dich glücklich, wenn du nicht erleben mußt, wie der Schöpfer dem ganzen eitlen Mensckwarvolk ein Gleiches tut, als wie der Tannenhexe hier!"--— — — — „Bier' Wochen Erholungsheim, junger Mann! Schonen Sie Ihre Nerven, dann geht's schon wieder!" meinte der Stabsarzt.-„Was ist mit dem da los?" wandte er sich den: Nächsten zu ... . folgenden Wochen dein rätselhaften Sachverhalte nach, nnd die Lösung war, faß er hier das Wochenbett eines Kaninchens ausgv- fanden hatte Die Häsin gräbt an einem unauffälligen Platze einen! Notban ttes in die Erde, wo die Jungen vergraben bleiben: Tags" über bleibt die Litte von den Jungen fern, abends erscheint sie, prüft und sichert, ob alles in Ordnung ist, legt den Eingang frei, um zu ihren Jungen zu gelangen. bei denen sie die Nacht verbringt, gräbt morgens den Bail wieder z>l nnd kommt erst am nächsten! Abend wieder zurück. Erstaunlicherweise stellte Hegendorf fest, daß ein solches Wochenbett von einer Häsin volle sechs' Tage hinter-i einander nicht besucht ltturde. .Er grub die Jungen aus, fand sie körperlich etwas abgekommen, jedoch sonst noch irtiatter, und beä* tvegen schloß er den Bau wieder. In den folgenden Tagen kam die Häsin wieder und besuchte ihre Jlungen! Die Anwendung deS Terragraphen zur Beobachtung der Bogelwelt hat ein paar schlagende Beispiele für den großen Nutzen geliefert, den manche Vögel durch die Vertilgung von Insekten ernvciftn. Die Aufzeichnungen! .eines Terragraphen an einem Schjwanzmeisennoste, das eine ganzü Maiwock'e hindurch beobachtet wurde, ergaben, daß die Alten täglich zgiord 500 mal ßchre Jungen sillterten. Sie brachten dabei stets zwer oder mehr Raupen, so daß sich eine Tagesmenge von 1000 Stück ergibt, und da sie sicher selbst ebsnsdbiele verzehrten, nmß majl annehmen, daß die ganze Schwanzmeisenf-lmrilie täglich 2000 Raupen vernichtet. Es handelt sich idabei um die Raupen c>es Eichentvicklers, und zwar war' es ein einziger Eichbaum, von dem sie ihre Beute ablajen. Aehnliche Zahlen hat.Hegendorf au einem Schwalbenneste ermittelt. Danach begannen die Schwalben um vier Uhr morgens mit dem Herbeiscksteppen'von Futter, letzten es den ganzen Dag über mit kurzen Untierbrechungen fort und l>orteni regelmäßig um halb sieben Uhr abends auf. Dnrchlch-nrtt^ lich fütterten sie 800 mal am' Tilge: jedesmal brachte^ sie zioei oder mehr Insekten, und weirn man auf die Eltern rbensoviele Infekten zur Nahrung rechnet, wie auf dre Jungen,' so verttlgt eine einzige Schwalbenfamilie ^igttch 3200 Infekten, im Monat also rund 100000! - d vermischtes. * Ne. e Entdeckungen in der hei mi schen Tierwelt. Daß r.. unserer heimischen Tierwelt noch wichtige Entdeckungen zu machen >en, klingt von vornherein wenig wahrscheinlich, wann man bedenkt, wieviele Nelehrte und lviebiele Jäger ^ icit Jahrzehnten auch die kleinste Kleinigkeit beobachten und veröffentlichen Durch die Erfindung eines sehr sinnreichen Hilfsmittels zur Beobachtung von Tieren im Freien ist es nun deni ausgezeichneten Waidinanne und Naturforscher .Hegendors gelungen, eine Reihe wickstiger Entdeckungen über die Lebensführung von ein- hei missten' Tieren zu machen, die bislang als reckst gut erforscht galten Dieses Hilfsmittel, das er in niehriähriger Anwrndungl durch gebildet und auf eine hohe Stuft der Volksurmenheit gebracht hat, lazeich-net er als „Derragraph": es ist eure Einrichtung, tue mit Hilft der Elektrizität genaue Aufzeichnungen darüber nracht, m\ui ein Tier seinen Bau. sein N-est usw. aufsuchst oder wieder verläßt usw. Hegendors veröffentlicht soeben im Verlage von Theodor Thomas in Leipzig unter dem Titel „Der Derragraph" ein treffliches Bückchstn, in de.m er die Einrichtung des Terragraphen und seine Anwendung auch in Gemeinschaft mit der photographischen Kammer, darstellt und an einer Reihe ausführlich,er Beispiele schildert, was er mit seinem HilfÄnjittel entdeckt. Hält.der Dachs einen Winterschlaf? Namhafte Jagdzoologm bejahen diese Frage, dock' ist es sicher, das. viele Jäger dem Dachs im Winter, selbst bn Schneeroetter, begegnet sind oder ftische Spuren vou ihm gefunden haben. Hegendors hat diese Frage nun init^Hilfe seines Derrogravhen in Angriff genommen jund dabei einen trefflichen Einblick in das Leben des Dachses gewonnen. Danach steht fest,- daß der Täcks nicht etiva, wie es in einem neueren Jagdwerke heißt, . im Herb sie'Moos und Laub in den Bau führt, sich ein bequemes Winterlager zurecktmacht und sich, zum Winterschlase einkugelt", sondern seine iüinter£ir1-c Einlagerung hängt von den Witternngs- verhästnissen ab: je gelinder der Würter, beflio häufiger läßt eü sich spüren: nur ivenn Wstld und Md mit hohen! Schnee bedeckt' sind, ,'ckwinden für den Dachs die letzten Hofstlungen. irgendetwas *m Nahrung zu finden. 67tägige ununterbrochiene Beobachtung am Dachsbau l-at eindeutig ergeben, daß von einem Winterschlaft wirklich nicht die Rede sein kann; der Dachs verläßt den Bau mir |um so Seltener, jeMechttr die Witterung ist. Ein ganz unerwartetes Ergebnis hat Hegendors bei der Beobackstung wilder Kaninchen mit dem Terragraphen qenwnnen, wobei ihm frellich> der Zufall schr günstig war. Eines Tages entdeckte er nämlich aus einer Wiese einen großen kahlen Fleck, jaus dem jeden Morgen frische Kaninchenlosung zu finden ioar. .Mit dem Derragraphen, der nun dort kunst- gereckst angebracht ivurde, erzielte er jedoch Zunächst kein Ergebnis, denn ain Atzend fand er die Batterie aufgebracht. Dies lmeder^ Holle sich, wid Hegeiidors konnte das Rätsel nur dadurch lösen, daß er mehrmals nachts seinen Terragraphen besichtigte. Da sa«id er denii über einer Kontaktstelbung eine ziemliche Menge Erda angehänft und davor führte ein Loch-, in den Boden. Er ging m den Vücherüsch. — Mutter Erde. Gedichte VE Ludwig Fiuckh. Mit l0 Holzschnitten von Wilhelm Lange. .Geheftet 2,25 Mar?, ge-, müden 3 Mark. (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt.) — ^üüh- cend Ludroig Fnrckh seinem ersten Prosa-Baud, dem „Rosendottor \dm mehrere andere ErzMnugaw hat folgen lassen, die den Er-, ft'lg jenes Erstlingswerkes noch i-re.'trafen, i',t das Bückst ein, das ;r „Rosen" nannte, bisher jebic ebrzige lyrische Gabe geblieoeu. Desto freudiger werden all feine zahlreichen Leser und Le,ennnan >s willbomnien heißen, daß er jetzt eine neue Samnrluug srtzner stwa im letzten Jahrzehnt entstandenen Gedichte herauSglbt. In yem Titel „Mutter Erde", den xr dem neuen Bändcheir gegeben hat, klingt schon der eure Grund ton dieser Lyrik an, die reit den jünglingshaft schwärmenden und spielenden Gedichten der „Rosen" männlich reifer uitb sonorer, man möchte sagen sommerlicher ge-, worden ist: das starke, freudig hei wusste Wurzeln im mütterluhen Boden der Heimat und der Wirklichkeit. Das Glück eines idyllisch friedlichen Lehens in schöner, freier Natur, das Glück einer har^ mmlischen Ehe, das Glücksernpsinden, mft dem der Vater das Heranwachsen seiner fröhlich gedeihenden Kuider belauscht, baut sich auf jenem Grundton als voller, heller Trecktang auf. Aber oas Heimatsgefühl erweitert sich, wie wir cs schon ru den Erzählungen beobachten konnten, immer mehr zum Vaterlandsaejuhi.: 5 er Tüchttgteit seiner engeren Stammesgeirosftil, der Schwaben,,rmd der in die Welt hrn-ausdrMgeuden Tatkraft des großan demscheik Bottes spendet er manck>es preisende Wort, ftiirem König und dem Deutschen Kaiser bringt er dichterische Huldrgungen dar, die sich von Konventionellem ftrnhalten. -- D i e Wikingerfahrt der „Trnto". Bon Karl Richarz. Verlag von August Scherst, G. m. b. H., Berlin. Pr'eis 1 Mark. Als vor Wemaen Monaten die Zeittmgen die Kunde brachten, daß 28 junge deutsche See'kadetten vom Lloyd-Schul- sckiiff „Herzogin Cäcilie" von Chile ans ans einem alten morfchnr Küstensegler die 12 OM Mellen lange Fahrt bis Norwegen in 124 Tagen zurückgelegt hätten, ging ein jubelndes Staunen durch ganz Deutschland über solch neues herrstiches Zeugnis Vaters ländischer Trrmp. Mn chegt die Beschreibwtg dieser Fahrt als Buch vor, versaßt von dein Leiter des kühnen UnternelMens Karl Richarz, der rmgeachcht seines schveren Ohrenleidens alles daran mn Hnt ^luck.tnlau der LloMstdetten verlvirklickien zu helfen. Zcherzratse!. Ich Hab' er rasch. Ich wagt'S mit srck)'rer Hand. Fand's in der Erde und es bracht mich hin. Ist es daran, so fließt's in fernem Land. Ist es darin, erfreut es Herz und Sinn. -1». (Auflösung in nächster Nummer.). Auslösung des Vexierbildes in voriger Nummer: Zu den Füßen der Soldaten. Man betrachte das Bild von rechts. Schristleituna: W. Rteoec. —ZwillmgSrunddruck der Brüh l'schsn Nirv.-Buch- und Lieindrnckcrei. R. Lang e. öftesten.