3n Sturm und Stille. Roman von MaxTreu. (Fortsetzung.) „Fräulein Beate von Hassow," fuhr Wellingerode fori „ist allerdings eine so außerg ewöhnliche Schönheit, daß ihr gegenüber auch nur Außergewöhnliches am Platze ist. Sie wissen, gnädigste Frau Aebtissin, daß der Hof zu Kassel ein Sammelpunkt glänzender Schönheiten ist." „Das iveiß ich, Herr Graf," schneidend und scharf klang die Stimme, ,chas weiß ich — nrrd auch noch manches andere." Der Graf räusperte sich, ehe er fortftlhr: „Ich hatte das große Glück, Fräulein von Hassow in Kassel zu begegnen. Ihre Schönheit bezauberte mich, ich sprach den Majestäten davon, und die Folge war, daß die Königin die junge Dame als ihr Hoffräutein in ihrer Umgebung ausnehmeU und sie unter ihre.: mütterlichen Schutz nehmen will. Der Hofstaat Ihrer Majestät soll vergrößert werden, und auf Fräulein von Hassow ist zuerst der allerhöchste Blick gefallen. Ich habe den Auftrag erhalten, Fräulein von Hassow ihre Berufung als Hofdame Au überbringen. Zn meinem großen Erstaunen war jedoch das Fräulein von Hassow vor kurzem ganz plötzlich aus Kassel verschwunden." „Dazu hatte sie ihre guten Gründe gehabt, Herr Graf," unterbrach die Aebtissin. „2th!" „Ich werde nicht irö-iig haben, sie Ihnen zu sagen!" Wellingerode zuckte die Achseln. „Ich wüßte nicht, gnädigste Frau Aebtissin —" „Sie wissen rächt? Dann erlauben Sie, daß ich Ihrem Gedächtnis ein lvenig auf die Sprünge helfe. Ist Ihnen wirklich nicht bekannt, daß Fräulein von Hassow wochenlang in zudringlicher Weise belästigt worden ist?" „Belästigt? Gnädigste Frau, Sie lieben starke Ausdrücke —" „)tur die richtigen, Herr Graf." „Wenn nran sich um die Bekanntschaft einer Dame bemüht, ihren Namen, ihre Adresse zu erfahren wünscht —" „Und wenn —" ftel die Aebftssin aufs neue scharf ein, „die junge Dame solche Bemühungen entschieden zurück) veist, und sie dennoch fortgesetzt werden, so trennen wir das in Preußen Belästigungen —" „Ich handelte im allerhöchsten Aufträge." „Dadurch wird die Sache nicht besser. Im allerhöchsten Auftrag eine jurrge Dame aus offener Straße anzusprechen. >— hm, mein Herr Graf, nur denken darüber etwas anders, als das in der Kasseler Hofordnung vielleicht benannt oder auseiuaudergesetzt sein mag." „Sollte ich mich in der Tat der jungen Dame gegenüber ungeschickt oder ausfällig beuonunsn haben, so werde ich darum um L^rzeihung bitten, gnädigst« Aebtissin. Mein Uebereifer aber entstammte nnr meinem Bestreben, meinen allerhöchsten Herrschaften dienen zu wollen." „Keine Entschuldigungen, Herr Graf. Sind Sie zju Ende?" „Ja. Es gelaiig uns, den Aufenthalt des Fräuleins von Hassow zu ermitteln, — sie ist hier in diesem Hanse, und ich bitte Sie, gnädigste Aebtissin, mir eine Unterredung mit ihr zu gestatten oder zu vermitteln, damit ich mich meines Auftrages entledigen kann." Die Domina führte langsam eine Prise in die etwas groß geratene Nase. „Das lväre mchlose Mühe, Herr Graf," sagte sie ktlhl. „Gnädigste Frau-" „Ganz nutzlos, Herr Graf, ganz nutzlos. Dasselbe Spiel, tvie wenn die Kinder mit Muscheln die Elbe ausschöpfen wollen." „Aber ich bitte gehörsamst — ein allerhöchster Auftrag voll Gnaden —" „Der mit einem runden Nein abgelehnt wird." „Frau Aebtissin!" „Mit einem runden Nein, Herr Graf. Wollen Sie das den Majestäten mitteilen und meinen untertänigsten Respekt vermelden. Kann ich sonst noch dienen, Herr Graf?" Wellingerode hatte sich erhoben. „Ich vermag in dem Bescheide der Frau Aebtissin noch nicht den Bescheid des Fräuleins Beate von Hassow zu erblicken —" „Ah so, — einen Augenblick, Herr Graf!" Sie klingelte. Ein alrer Diener erschien. „Ich lasse Fräulein Beate von .Hassow zu mir bitten." Der Diener zuckte leicht die Achseln. „Das gnädige Fräulein geht soeben mit dem Jung Herrn von Sormch im Garten spazieren —" „Hm,—mit wem?" „Mit dem Jungherrn von Sormitz !" Jetzt trommelte das hochedelgeborene Fräulein Ludo- vika Aemiliane von der Rott einen Marsch auf ihrer Tabaksdose. „Dann rufe mir das Fräulein -aus dem Garten heraus. Der Jung Herr soll unten ivariten, — ich habe nachher mit ihm zu sprechen." Einige Minn-ten später tvar Fräulein von Hassow im Zimmer. Sie zuckte heftig zusammen, als sie den Grafen erblickte. „Mein gnädigstes Fräulein!" Er verneigte sich tief. Ohne ihn zu buchten, trat Beate an die Seite der Domina. „Du hast mich gewünscht, Darrte." „Ja. Dieser Herr bringt dir eine Berufung als Hofdame nach Kassel. Du sollst dich erklären, ob du ihr folgen willst." Mit stolzer Bewegung hob Beate das Harrpt- Wie eine belsidigte Ksiügin stano sie vor dem Grafen. „Hast du die Erklärung noch nicht stir mich abgegeben, liebe Tante?" fragte sie die Domin«. 442 „Der Hevr Graf wünschte sie ans deinem eigeiren Munde z-r Mven ." Beate wandte sich an Wellingerode. „Dann bitte ich, den Majestäten mrtznteilen, daß ich niemals in ihren Dienst treten »verde. Hören Sie, mein Herr, niemals! Denn ich mitefyte nicht, daß ich mich vor mir selbst Lu schämen nötig hätte." „Bravo!" sagte die Domina halblaut. Und dann, sich zum Grafen wendend, sprach sic: „Sie haben die Entscheidung des Fräuleins gehört, Herr Graf, — kann ich Ihnen mit noch etwas dienen?" Wellingerode sah das ironische Lächeln, das bei diesen Worten um die scharfen, hageren Züge der Domina spielte, und in seinem Innern kochte es.. Aber ex verstand es, sich zu beherrschen. „Ich bin untröstlich, gnädigste Frau —" „O, Sic werden sich anderweit zu trösten wissen —" Der Graf biß die Zähne übereinander. Wortlos verneigte er sich und verließ das Zimmer. Tief aufatmend sank Beate in die Arme der sie liebevoll umfangenden Domina.- Die Abweisungen, die der Graf voll Wellingerode gestern bei Hans Joachim von Sornitz und heute bei dem hochedel- aLborenen Fräulein Ludovita Aemtliane von der Roll. Äebtissin des Stiftes Hohenbergen, zu verbuchen gehabt hatte, sollten nicht der einzige Verdruß sein, den er auf dem heißen Boden der Alllnark zu erfahren hatte. Am Nachmittag dieses Tages meldete sich bei ihm der Kapitän von Salignac, den er gestern zum Gouverneur nach Magdeburg geschickt hatte. Etwas erstaunt sah der Graf dem Offizier, der ein verlegenes Gesicht machte, entgegen. „Wie ist das möglich, Herr Kapitän, daß Sie schon zurück sind? — Sie brauchen vier Tage bis Magdeburg und hierher zurück —" „Verzeihung, Herr Graf, aber ich war gar nicht in Magdeburg." „Sie waren nicht —" r • * n Magdeburg," wiederholte der Kapitän, und fern Gesicht wurde immer verlegener. „Denn wir waren gestern kaum zwei Stunden geritten, als wir plötzlich von einem Haufen maskierter Kerle angehalten und. ehe wir uns zur Wehr setzen konnten, von den Pferden gerissen wurden. Man durchsuchte uns, nahm mir Ihren Brief an das Gouvernement ab, band uns daraus an Bäumen fest und verließ uns in dieser Lage, nicht ohne daß man unsere Pferde mit sich nahm. Erst heute morgen wurden wir durch einen wacke- re JV, ? m J . au ^ un F ei '^ r üblen Situation befreit und sind halb- erschöpft hierher zurückgckommen." r r de dien!" knirschte der Graf. „Das sollen sie buuen! Und wo ist mein Brief?" s„Das weiß nur der, Herr Graf, der ihn hat." "Und Sie hohen keine Ahnung, wer die Täter sind?" neu // me Ahnung! Die Gesichter waren nicht zu erken- „Aorist ha^ man Ihnen nichts genommen, außer dem Brief und den Pferden?" sehrt"^^ geringste. All unser Eigentum ist unver- ims Ar? l 1 e f Graf, heftig im Zimnrer auf ’ ft i tn Überfall aus politischen Grün- den. Man wird frech und unbotmäßig hier: — es ist Zeit da.z ein Exempel statuiert werde. Ich danke Ihnen Herr ttni^ist ri ^ en ^ ßu ~‘ ^ ^erde überlegen, was zu * n^-^ er0 r en Scit ' aU der Graf diese Unterredung Mit semem Offizier hatte, trat Riezler bei Hans Joachim ein "Ick heww eenen Breef, Jungherr." Schreien^»nt spöttischem Schmunzeln das ^o ll ;# &cs uaEagdeburg in die Hände. 0 p de Straat funnen." er den BrA schmunzelte ebensalls..Dann öffnete „Zuni Kuckuck! Riezler, das ist ein guter Fang!" /,Jo, w, Jungherr. Wenn ’n richtiger Jäger ov de ^>aad Aiunghen." ^ ^ Kn ^ mit tu &ag ' Dat is foV Brut „Schönen Dank, Riezler!" „Keen Grund dafür. Adjüs, Jungherr n Riezlxr. Und grüßen Sie die Frau unt die Lutten. Schreien sie noch immer?" ^ ^ ob se an de Speß stäken. Ower Prachtkerl' sin's doch. Adiüs, Jungherr." >Damit war er hinaus. Hans Joachim aber pfiff durch die Zähne. Und als er meinte, daß ffc sich dieses Vergnügen lange genug geleistet hatte ,holte er selbst aus dem Keller eine gute Flasche alten Rheinwein, füllte das Glas, hob es empor und sprach: „Hie gut Altmark allerwege!" Und dann leerte er das Glas auf einen Zug. (Fortsetzung folgt.) Die beiden Gefangenen. Erzählung von Martin Pros kau er. Tie-OfflzüV^I französischen Chasseur^Regiments "saßen im Unterstand zusammen, rauchten, plauderten und horchten auf das unablässige dumpfe GrMen, das von den erster: Gräben zu den Neservestellungen dröhnte. „Ta vorn scheint's ja wieder nett zu sein," sagte der Re-, giinentsadjntant Teborne und trommelte mit den Fingern auf seinem Stahlhelm, der vor ihn: auf den: Bretterttsch lag, „da sind Wieder schwere Miueu dazwischen." „Angst, nichts als Äugst von den Hunnen," autivortete der Kapitän der ersten Konrpagnie, ein kleiner schwarzhaariger Süd- franziose, „den Hunnen liegt unsere Offensive in den Knochen, noch ehe sie augefangen hat!" „Sehr rrckstrg!" inengte sich ein magerer, langer Offizier urit den Abzeichen der Militärärzte am Kragen und schwarzem glänzendem Vollbart ein, „so wie ein Rheumatismnskranker konrrncndes> Negeuwllter in allen Gliedern spürt, so sind die Kerle da drüben schon vorher nervös geworden." Ta polterten derbe Schritte auf dem Brettergang vor km Unterstand, und die Tür wurde aufgerissen. Ein Unteroffizier trat em: „Was gib's?" fragte Adjutant Teborne. „Zwei Ge-, fangene sind draußen, inein Kapitän, zu.ei Flieger!" Tie Offiziere sprangen aufgeregt vop ihren Sitzen auf, „Flie- i n -.~ Terttsche? — Wunderbar Llbgeschossen.?" „Ja, mein Kaprtan. Lre kamen Wer imscre Gräben, da hat sie die Mwehr- ba'tterre hinter der Reservestellnng gefaßt. Gerade zwischen dem ersten und zweite,: Graben ftnb sie gelandet." „Und ihr Flugzeug?" Ter Uretero ffizrer zuckle die Achseln: „Zu spät, meru Kaprtän, sie hatten es angezündct — total ver- bEnt! £2 F’Ä 11 - 1 Impfte mit dem Fiche auf. „Gemein- heit! Wo ftrcb sre? Br mg' sie rein!" Ter Unteroff^ier giirg zur Tür hinaus, gleich! darauf betreten zwei große, schllmke Offrzrere, noch in Dturzhckm and Fliegerjacke, den engen Raum. „Aha, zwei Hunnen-Flieger!" rief der Haupt- mnnn der ersten Kompagnie. Ter Adjutant winkte ihm besckwichti- genD und trat vor die Deutschen. „Guten Abend, meine .Herren " scheu ,/&t€ mVben schien, daß es mich freut, Sie hier zu Tie beiden deulscheir Flieger verzogen keine Miene in ihren hageren, scharfgeschntttenen Gesichtern. Ter Franzose zog eilten beran, blätterte m emem Nochbnch und liahm den Blel- Mst schrttbberet. m dte Hand. Tann fragte er: „Verstehen Sie beide französisch? Ter größere Flieger antwortete: „Ja, mein Herr, ^ch verstehe es gut, mern Kamerad nicht so gut." „Um- so besser, so brauchen rv'ir .keinen Tvtmetscher " be- Ö wie Heißen Sie?" „Leutnant Hans von ^Ä?bnrch. ,/L-re sind ern Prlot?" Nein, ich bin Beobachter." . „Also der andere — Me heißt der?" „Leutrtant Schnlitz " Bei ^ Nennung fernes Nanrens sah Leutiraiit Schulitz seinen Käme- Äd) S. mt ' ber beruhigend mit den Augen un- „Von ,welcher Mteilnng sind Sie?" .Von einer abteillmg " „Bon Mlcher?" „Das möchte iltz nicht sagen," ant- wollete Leutnant von Taeirbrnch gelassen. „Hm! Von wo siW Sie abgestogen?^^ Sinter' dk»r> tzE« „Wo liegt JY° ÄÄÄ'S L Ä '?ldjntant .Telborne sah die beiden Gefangenen stterig an' „Ich verlange Antworten, verstehen Sie? Keiiie Ausflüchte und ^'nmhetten, verstanden -" ,.Nee r sagte Leutnant von Daeirbriich auf deutsch, „den Tvii verstehe rch Werhanpt nicht'" ^ „Warum sprechen Lie nicht frcutzösisch?" Das kann uh erklärte der Deutsche nNN wieder in französi- '^ V Ä AnschnauHen verbitte ich mit — oder ist wre^hre grmche Nation" gefangene Offiziere Wenn ^re mich noch ernmal,so anschreien, gebe ick >;h-ien uberhatlpt kerne Antwort mehr, verstanden!" r,, tant Tehorne biß sich auf die Lippen; ihm fiel der Be- die' ein ' b r er enMtt und ausdrücklich auf h !,v^ - ^ ^efangenenousmgM hingewiesen hatte Und aut 'iS® 1 'Wf* frchcr allerlei InteressmE Er wies ans zwei freie Litze. „Ste können doll Platz nehmen. Mer nun — - 443 {uüffen Sie auch die notnxnchige:: Fvageir boanüvvrten, diamit ich Lie^bald nach Unten schicken ton. Je ausführlicher imb ehr- ftcher Bit antlporten, destp besser wird n«m Die behandeln!" Daen'bruH schwieg Md blinzelte seinen Mitgefangenen an. ..Was für eine Type war Kbrigens ^JHr Flugzeug'?' begann der Adjutant wieder. „Ein Mbatros-Toppeldecker." „Warum haben Eie ihn angezündet?" „Uns war kalt!" „Zu welcher Division gehört Ihre Abteilmrg?" „Ich weiß nicht." „I!ch weiß, daß Die nur nicht reden wollen. .Aber ich erinahne Sie ptit letzten Male cn Ihrem Interesse — geben Die richtige Antworten!" „Wieviele Reserven liegen in Ihrem Gefechts abschnftt?" Daenbruch stand auf und reckte sich behaglich: „Lassen Die die Fragen, Herr Kapitän, von uns kriegen Die dach keine'Autlvort, weder wach nach im Schlaf!" „T^as werden wir ja sehen," bemerkte Deborne höhnisch, da drängte sich der Militärarzt Wieder vor und faßte den Adjutanten am Aermel: „Deborne, Deborne, — einen Moment .— höchst wichtige Idee 6oinm' mal her!" Er zerrte ihn in eine entfernte Eae und flüsterte aufgeregt auf ihn ein. Die beiden Deutschen deobaclxteter, die Szene mit vollem Gleichmut. Der Adjritartt kam wieder aus die beiden zu: „Man wixd Due zum Sprechen bringe;:, meine Herren — Im Gefaiigenenl rg-er hat man Mittelchen, glaube:: Die mir. Es wird Ihnen noch leid tünch lachte er, „nur haben Mittelchen — .oh lala!" „UntevoffiZier!" rief er dann. Ter Unteroffizier erschien. ^Vorwärts, die Deutschen hier abführen mrd im leeren Vöunitwns- rann, nebenan ^emsperren, aber girr bewachen, du haftest mir dafür! Lampe, Tisch mrd Säiemel in den Raum stellen!" „Jawohl, men: Kapitän!" antwortete der Soldat und winkte den beiden Fnegern. * Im Gesechtsabschnitt des französische:: Chasseur-Regiments hatte der erste Tag der herrlicher: neuen Offensive leider nicht so geklappt, wie man es gwacht batte. Statt zitternd der: Angriff zu erwarten, hatten die Deutschen um Mitternacht ein derartiges Sperrfeuer hinter die z-veite feindliche Linie gelegt, daß das Re- mment von jeder Verbindung übgeschnitten war. Auch die Gefangenen, die inan noch nachts mit 'einigen abgefangenen Patrouillen zusammen nach hinten schicken wollte, konnten nicht ab- Aansportiert werden mrd saßen nach in ,den Unter stäirden der Reservestelllmg. Und als das erste Morgenlicht graute, schob sich die fenrrge Wand, der Regen aus Stahlsplittern und Schrapnell- Kugeln, den die Deutsche:: herüberriesell: ließen, einnrat hin und her, pras jette nun gerade in die feindlichen Grüben imd wunderte vor den arigreifeirden DerUschen mach rückwärts. Do stieße:: die deiitsamr Infanteristen bis in die französische Rsservestellung vor, in oer sie eiirlge hundert Chasseurs abfaßten und außerdem etwa »wa-uzig derrtsche Gefangene befreien..konnten. U:rd sckwn an demselben Abend saßen die beiden Leutnants von Daenbruch und Dchw- Ntz, von schrellen Alttos heimgeholt, im Kasino der Fliegerab-, teillmg, im Kreise ihrer Kmneraden. . Minder," sagte Schrlrtz, ..laßt mich bloß 'nral verpusten und erneu schluck trirrken. ich erzähle gleich weiter!" Tie lachenden Gesichter der Kameraden scchen ihn erwartungsvoll an. Endlich setzte er das Glas ab und fuhr fort: „Also vne der Franzose merkte, daß aus uns nichts herauszuholen war, wurde er eklig und ließ uns in einen ganz cnqtn Uitterstand sperren, aber auch Ltühle mrd eine Lampe 'reinsetzen. Ta hockten 'loir mm Mid warteten die zuküriftigen Tiilge ab. Endlich kam einer — aber mcht der Kachtän, der rms zuerst angeguatscht hatte, sonderir don, der will mrs so 'ne kleine Privat- sdmde geben, soznsager: kleiner „Ploetz" im Unterstmrd, aber er wiederholt intnrerfort nur den einen Satz." Schul itz rnarkierte UM ’jbm Händen einen Vollbart mns! Kiinr, verdrehte die Airgen ::nd sagte: „Die — werden — ant-^ Worten!" Ringsum dröhnte das Gelächter der Runde - das WM r«bn Minuten lang." Scknilitz fort. tä'~’ MN Einschlafen. Daenbruch stM noch immer an der Wanb nird Hort sich dos Theater an. Plötzlich sagt der Vvllbart feier- M: soeben-«reden-linken - Urin!" Ilich Toenbnrch - hebt langsam den lmkm Arm - steif wie Hak». Ich denke, er ist verrückt, da blinzelt er mrr zn, nich mr Augenblick w-ird mir die amize Mrnnk Nar: Ter ftanzösrschc Kerl «ll ims hypnotisieren — wrd batm ausfragcn! Habt Ihr Töne? chen königlich pr-enstischen Flieger hypnotisieren' Und nrein Daenbruch, steif ltrie ent Popifax, der künstliche Mann im Panoptrknni, Soldaten.und Kinder haben Entrse, macht einen Schritt! ^ , „^öoch^ _ einen —/Schritt!" Daenbruch macht noch einen schritt. Ich krieche in meiner dunklen Ecke förmlich zusammen vor Neugierde, !lvas nun werden loird. Ter Franzose holt nun eine Kiarte crus der Tasche — soviel ich sehen konnte, Maßstab eirrs zu achtzigtausend, also Gerieralstabskarte — und halt sie auSgebreitel Daenbruch entgegen. „Kommen — Sie — Uerher!" Dambruch seht ganz dicht vor ihn hin. ^Zeigen S-ie — wo — Ihre — Ab», tttlmig — liegt!" jagt unser Lchlangenbeschwörer und stiert Taew». bvuch an, daß ihm vor Aufregung der Unterkiefer mit dem .Haar- schmuck ivackelt. Daenbruch hebt ganz langsain den Arm — diesnlal den rech- te:: — holt langsam arks — und haut den: Franzosen eine 'rnirter, daß der Kerl fast umfällt! Ich;beute, ich soll vor verhaltenem Lachen platzen. Ter Franzose fliegt zur Seite, hält sich die Be.che und faßt beiorgt an seinen Männerbart. Dambruch stel)t noch iminer nnbeivegt da, den Mrn: erhoben, starr und steif. Mein Franzose lvirft rroch einen scheuen Blick auf chn und saust zur Tür 'raus. Kamn ist er »veg, reckt sich Taenbmch wro sagt ganz ruhig: „Do, Schulitz, nun gil, mir 'n Streickibol?.!" Wieder brauste pibeUkdes Lachen und Zurilfen aus dem Kreise der tun gen Ofsrztere enrpor. „Großartig! Fanws!" ries es durch, nnander. „Aber, sag mal, Darichr:ccl>." lvandte sich einer der Karneraden a;: ihn, „wem: ihr mm nicht befreit worden wäret, dam: hattest du aber eVig 'reinfallerr können." Ter lanaL Fl:egeroff:zrer griff nach seinem Glas: „Keure Spur," sagte er phlegn'.atffcy, „hätte einfach erklärt, war total in Hypnose, toeiß von mschit! Ter Franzose hatte mir die Ohrfeige suggeriert!" — >— Lebenslaufe. Bon Alfred Fried mann. (Nachdruck verboten.) . Im Jahre 1811 wurde in zwei ganz verschiedenen Mainstädten kleinen Pvovinzlenten je ein Knäblein geboren. Zwillinge waren sie demnach nicht, sie erwiesen auch im Säuglings-, Jünglings« M airnesalter, )m in ihrer—natürlich spätere n—Greisen ha ftigkeit Mertmale ganz verscküvdener Gaben, Vorzüge und menschlicher schwächen aus. Sie erhielten, nachdein sie ein glückliches Kindcs- aller zwischen guteri Eltern, Geschwistern, den heimatsdörflicksen Gänsen, Ziegen und Ferteln verlebt und ein fast diesen ähnliches Dasein im F-rcren genoffen, enre äußerst mangelhafte Scknck- ^^IUg Mit 14 fl. süddeutscher Währung verließ der erne Knabe, Joses Wruter, so tote mit 14 Jahre::, seine liebe, schöne am Fluß gelegene Heünat und in ihr viel.wohlwollende Freunde Da war der Apotheker, der Rabbrner, der Pfarrer, der Lehrer die alle beit geweckten, anstelligen Joses gerne gehabt, mrd gar'von den trefsltchen Eltern schied er in Tranen. Aber er sollte als' genr-achter Mann rwch oft zum Besuch ins Elternhäusle kehren unter den: großen Himmelbett des dann für ihn von der uuüber- trefflichen M::tter hergerichteten Zimmerleins schlafe:: und den lieben Apvcheker, den guten Rabbi, den llugen Pfarrer und die schlitternden Gänse ans dein Gemeindematy. aus dem die (grünen Grä,erspitzeu auffchossen. Wiedersehen, die knarrenden Frösche, die Pveter: des Mains,'wieder hören. Sein Dorf blleb sein Eldorado, er tanckfte aus späteren Sorgen da loie in einem Stahlbad unter und weim seine einmal mit ihn: im Zilge vorüber-sausenden — Freunde es^absällig geringschätzig beurteilte::, so gab ihn: das wohl einen Stich ins Herz und lockte ihm zwei Zähren aus seinen Miigen. Aber er schwieg, verteidigte die hilflose Sckwne nicht Konnten denn die anderen mit semren Ktgel:: sehen, mict sernemt Herzen fühlen? Hatte:: sie etwa ihre süßeste Jugend in Obermain- stadt verlebt? Während Ioier Winter nun sen: Glück zuerst i:: dein ::ahen Bamberg, der Bischofstadt mit dein schönen Dom, versuche, wuchs der andere Knabe in Kesselstadt in noch scheid euerer Weise auf. Er war von Anfang an ein Humorist, ein Idealist ::nd ein Koster des Lebens. Es zog ih:: nicht in die Ferne :md n*em: er seine nach und nack den: Herkirles uack)eiferuden Gliedmaßen in dem gurgelnde:: Warnstwm babm xonnte, so ivar er bedürfnislos So blleb er denn auch m seinem Kesselstadt, hatte einen Hang zum Zrgeunertnm und kam mit 14 Jahren, nachdem er notdürftig den Analphabeten abgestreift und sogar etwas bildnngs- fttchig geworden, zu einen: kleinen Goldschmied -in die Lchre Dieser hatte am nnem Regal sogar eine erste 'Ausgabe Wcftsgangrs sänitlichr Werke, und so las Ferdn:and linke sogar den Ben- venuto^ Celli in. Wenn er nicht mit Glaskirgel, Blasrohr. Feile mw -Lchnielzttegel, vorn dem Lebersack mid hinter sich der: Schmelz- cl^ IchlEwrcrcm Metall, den: danufts anftamt>enden teuere:: Pl-krkn, Mumnnum und Edelsteinen, die zi: fasse:: warm, hnn- tierte. L.o blleb er, fast all sein Lebm lang, ohne große Ambition ohne großen Verdienst und ohne Fo:chschritt. Josef Winter hingegen war kraft seiner säst edel zu nenneiv- den Energie in rasllofem Aufstieg. <&: verließ Bainberg und wanderte ,:n dre Welt. Er sah Köln imd stieß bis Paris vo:> .Hier blleb cr einige Seit, trat in ein großes ZrLnnnisswnechmö als Ein- lmd Verkäufer, de:::: Kenntnisse errang er sich sielend, im -Scknafk- durch seine Hände günpn: nid:,che Schrie, dre IM 000 J-ro. Wr-ueu' und ferne Bljvitterren. Er reiste fttr Haus. K stund gm 444 4 Uhr des Morgen- mrf und nahm für LeiureS Geld bei gukn Stoiliencni und Spaniern Spracknutterricht. Er warf sich utcfK an geringe Weiblich'nt meg unb heiratete in Weintar ein herrliches Mädchen ans guter Ftmilie. Ter SchN'ieger vater, auch ein Goldschmied, chrtte schon lange in>r, nach Frankfurt am Main überzu- {iebeln und dorr ein noch nie dage-vesoues Gold- und Juwelen- geschäft zu gründen. Er sah sofort, was in Josef Winter steckte, Und gab den fmrgen Leutchen, die jimgtoll ineiuander verliebt, waren, seinen Segen. — Damals p.'rrscküou in^der guten alben Reichsstadt noch recht retrograde Verhältnisse. Statt Freizügig- Yeit, die neues Leben anzog, ^rr Beschränktheit mrd Zunftzwang. Wer GoÜmxrren einzeln verkaufte, durfte auf der Zeit einen teuren Laderr. anftnack>en. Wer aber zwölf Armbänder aus einmal los- Norden, demnach Grossist: werden tvvllte, der durste nur in oberer Etage, also d-en fremden Spaziergängern, den besten Kan fern unsichtbar, seinen Stenerbeitrag erwarben, llnd der tvar da in als recht gering. Tie erbgesessenen Goldhändler rmn strengten gegeir die neuen Ansiedler Pvogesse an. wann sie einmal die kinDisch fleinlic&m Vorschriften iwertraten, und machten Joses Winter, seinem Schnüeaervater und dessen Tochter, die wacker im Geschäfte mitarbeitete, Bücher führte, Kimden bediente, das junge und alte Leben weidlich sauer. Aber sie ließen sich das nicht aineä)>ten, liebten sich, und das junge Paar bekam schöne, wohlgeratene Kinder. So verstrich nun die Zeit. Joses Winter war jetzt Besitzer eines Welthauses. Er und seine Skschwister, ein geschlossen, die er zu sich genommen und zu etwas gemacht, standen der Zentrale und gleichwertigen Filialen in London, Paris, St. PeteEdurg vor; Summen wurden verdient, auch durch leicht gewährte Kredite an ZnTeiftlhrftc, durch verschwrmdene Wertsendungen verloren, aber dm Umsatz und Gewinn war ein riesiger, und Verluste kamen gar nicht in Betrackft. Hanau, Pforzheim besaßen kleine Gesagte, die alle für Josef Winter arbeiteten; er itwr wie einmal später Krupp, zog alles iu Bereich und Abhängä.Mt, beschäftigte ein, Heer von Arbeitern, die ihn teils kaum kannten, terls verehrten wtd liebten, und die Chefs tarnen des Sanrstags in das .Hauptgeschäft, Fertiges abzickiesern, das geprüft und sofort bezahlt wurde. Edelsteine, die Winter zu den zu stellenden Meisterwerken fteferte, wurden anvertraut und gewogen. Das Nachwiegen in der Fassung war nicht möglich, auch da kamen Unregelmäßigkeiten vor, die aber bei dem großen Betrieb nicht ins Gewicht sielen, gar nicht' Ku votttro liieren waren. Josef Winter prosperierte, und seine Sühne wuchsen heran. Ter Eine zeigte schon srüh Dichtertalent, Lust dazu, es rruSAubilden, und bezog nach lahrelangem, oft hartem Kampfe mit dem edlen, aber mit Recht aufs Reale bedachten Bat»r, die Universitäten Göttinaen, Tübingen, Heidelberg, Zürich, prvmo- vierte leicht und spieleiw, ober ernst lerueub und ürebrnd, zum Doktor. Da mochte er vom „Geschäft" nich-S mehr wissen. Ferdinand UnL tour auch einer der Männer, die ein selbständiges Fnbrikchen ousgerichtet hatten. Auch er lieferte Sam-ta-S setzte Lüare als kleiner Fluß in das große Wckthausmser, aber er mochte tun und treiben, was ec wollte, seine Sachen Hie&mt immer minderwertig und schtververkäuflich. Ein Unstern mrd Ungeschmack waltete über ihnen. Unke war ein grmrdgütiger Kerl, aber ein Leichtfuß. Er spielte alle möglichen Jnstrum-NIe, war nebenbei Musik- und Tanzlehrer in Kesselstadt, wohin einige Groß- Herren auch ihre Söhne in die -Lehre taten. Er vermittelte so ggnz jungen Haussöhnchen die erster Lebensgenüsse. Er arrangierte Tanzstunden, Tanzkränzchen, da wurden ersre, naive, unschuldige kindhaste Liebes vom an cheir gesponnen, die ersten Liebesseufzer geseufzt, die ersten Liebestränen vergossen. Später dachte man nüt Wehmut und Freude an diese Wonnen und Leiden. Auch Albert, der Tichtersohn Josef Winters, hatte dort eine Zeit tNirrrend, seilend, tanzend verlädt, und es ivar nicht seine beklag teste Lebens- epoche. Jagend hilft über alles himveg; über Kampf zwischen Real und Ideal, Geschäft mtd Dichtkunst! Lluch Ferdinand Unke, etwa zehn Jahre nun in die Abhängigkeit von Winter getreten., hchte einen Sohn Fritz, etwas jünger als Albert, zu dem dieser Fritz in Bewundermtg aufsah. Tenn um 'diese Zeit erschienen die crsteir Gedichte Albert Winters irr den Beiblättern dm vaterländisckien, städtischen Zeitungen. Schon formschön und ideenreich, von einer gewissen Originalität, ob», wohl Rassische Muster, hauptsächlich Hellenen und Römer, aus ihnen lugten mrd sprachen. Und der nun schon bejahrte Josef Winter und sein Geschäft waren es ja eigentlich, die dem jungen Fritz Unke zu einer eigentlichen, zu tziner höherer Ausbildung nachhalsen. Tenn (wenn man den wackeren Alten nicht seinen Schund «xuand-meme abgenommen und zu verlustreichen Preisen en gros an geschmacklose Canadier, Neuseeländer rnrd andere Pseudo-Briten verlaust hätte, wo würde Tanzmeister Papa Unke den Draht für Fritz mrd den zweiten Söhn Max hecgenommen haben? Außer^ dem fiaub Albert Winter bei diesem Max noch! Pate, und eben! dieser Max wurde, stets durch dieselben Mittel, später ein ganz berühmter Spezialist der vieler Leidenden .nicht immer in eint besseres Jenseits, sondern meistens zu einenr leidlich .geflickten Leben' irachhalf. — Teils durch eigene Begabung, teils auch sehr ongefeu-ert und gespornt durch das leuchtend« Vorbild Elfter ts, nmrde aber auch Fritz Unke Dichter. Während Mberr Idealist blieb, zog Fritz das Praktische vor. Er wurde Journalist, dichtete ein aufgesu brckes Märchenspiel und geriet wie Schmock Gustav Freitags in die RedaktionssA-ben. Dort wird man, während der Lyriker sich- quält, leicht eine Miachc, und die ließ nach und nach Fritz seinen -Anstifter zur ErMmntnNg des .Parnasfos. wo er sonnte, empftudöir. Bald Ma&tgte er jenen durch eilte fördernde An-ckae und Kritik, bat ihn Mn einen Essay über einen vorsborbe- tffli Poeten, hem wieder Albert.Winter uachgestvebt — bald wies er ihn ab und tötete ihn drrrch Stillschweigen, als der Sohn des Großhändlers einen anfsckherrervegenüen Novellen Zyklus l?eraushab. Einmal glaubte spritz sich irriiserwmse von Albert znrückgesetzt, spieÜe den Beleidr^en, obwohl der Anlaß einen graften Geist nie berlthren konnte. Fritz saß im Schnrollwinköl: der Krieg zog herans, und Albert erfrchr nur, daß der Redakteur eiirbernfm war und lraendwo in elftem Schützengraben bald Frankreichs, bald Rußlands sein zwar vatmlandsgemäßes, doch keineswegs angenehmes Tasein führte. Seine teilnelymcrtben Erktmtzigungen fanden leinen WiderlZall. selbst nickck l^i Fritzens wohtedler Gattin: denn Fritz Unke 'war längst unter Haube und Pantoffel gegangen. Ta erfuhr Alben eines Tages ans den Listen, daß sein Fugendgenosse sch^oerverwundet irr einem Lazarett an einem Orte Frankreick>s lag, in dem eine KriegSzeib.vrg gedruckt wurde, die Fritz.noch vom Schmerzenslager aus als Redakteur mrd Mitarbeiter bedient hatte. Er machte sich aus und ^og dahnr. Er fand.den Leiderrden in extremis, und nicht sonderlich betreut. Er suchte zwei Kreuzschwestern und setzte es durch, daß der Aufgegebene in beste Pflege getan und nicht eher aus den Augen gelassen wurde, bis alle Gesalw entschwunden. Tann brachte er ihn mit den Schwestern in sein Heim ziurück, unv Fritz Unke war so großmütig, dem armen Mbert Winter das ihm gar nicht angetane Unrecht girädig zu verzeihen. Urrd in seinem ersten nächisten Feuilleton sagte Fritz Unke: Mbert Winter ist doch rot Dichter! — Sücherttsch. — Das Volk steht auf. Von D. Gottfried Tranb. -Verlag von I. Engelhorns Nachfolger, ^DcuLtgart). Ter Mann der „Eisernen Blätter" gibt hier wbch-eirtliche Stimmungsbilder anS den ersten Krieasjahren, „Andachten", wie er sie nennt. Die wurrdervoll kernige Kraft imd sittliche Gesundheit des unermüdlichen Streiters für die 'wahre Grütze der „Heimkrieger" spricht wis jeöem einzelnen dieser kurzen Mücke, die wirklich dazu angetan sind, uns den Sinn disser wildbewegten .Zeit klar und erhaben! vor dic Seele zu stellen und unö den Nacken zu steifen gegart äußere und irtntro Feinde. (Preis 4,50 Mark.) — Drei Tage. Eine Novelle von Mons Petzold. Ed. StvkvÄ, Berlaa, W^rnSdorf-Wreit 1917. Preis K 3,60 od. M 2,70. Ter ÄrbsÄertzichLer Alfiorts Petzvld schckvert in diesem fcfmiittat Bändchen drei bange Tage seines Lebens. Brotlos — okn« «Lveit — und obdachlosdas Schicksal jener Tausende von Gvoßügdtproletart«n ist in diesen drei Tagen zu einem nrächtigen GemÄdS des GvoßstadchelendS gestattet worden. Hintergrund und Erlebnis sind eines, cfcer plleS im Spiegel einer leidzerquätten Phcvttasi». — Diederich. Prof. Tr. Benno, Aon den alten Weltreichen. Geschichtett ans dem griechischen Mtertum. Neu erzähl). Mit U) Tondruckbildern nach Originalen von Dtax Ber- nuth. 160 Seiten stark: Geb. 3 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — MS ein Gegenstück zu Gustav Schvabs berühmten „Schmrstien Sagen des Mtertums" besckwänkt sich daS vorliegende Werk darauf, die klassischert Geschichten des griechischetr Mtertums in neuer Fassmrg unserer hercntwachsenden Jugend zu erzählen. — Verklärung. Ein Weihespiel (in einem Akt) von Alfons Petzold. Ed. Dtrache, Verlag, Warnsdors-Men. Preis broschiert K 1,90 ob. M 1,45, geb. K 2,60 od. M 1,90. — Tie Weltliteratur, Heft 39, ist erschienen uird errt- hält von Otto Julius Bierbaum: „Leberecht der Geftrengck' und „WaschermMhistorie". _ Bilderrätsel. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Zahtenrätsels in voriger Nummer: Infanterie, Natter, Farn, Arie, Niere, Tante, Eier, Rain,Iran, Erna Schriftleüung: W. Meyer. — ZivitluiFSrunddruck der. Brüh l'scheu Un o.-Ba h- und Steindruckerei. R. Lange, Wic-j n.