Montag, den JO- September Der rätselhafte Feind. Roman von Sven Elve st ad. . (Fortsetzung.) „Wir haben längst gegessen," sagte er. „Wer ich wollte dich nicht stören." " r „Ich brauche vorerst nichts zu essen," erwiderte der Detektiv. „Nur eine Tasse Schokolade möchte ich gern haben." Krag schritt einigernale im Zimmer ans nnd ab. „Hast du die Sache überdacht?" fragte der Rittmeister. „Ja." „Hast du heransgefurrden, tuec der Mörder ist?" „Ich glaube ja." „War es ein urrd derselbe, der den Oberst nach den Advokaten niederschlug?" „Eirr nnd derselbe." „Hält er sich n-vch tinmeu hier in der Gegetrd ans?"' „Wenn der, den ich meine, der richtige ist, dann hält er sich rroch irnmer hier in der Gegend ans." „Wo?" „In rrnserer allernächsten Mhe." „Urrd er ist rroch irnmer ebenso gefährlich'?" „Er ist immer noch ebenso gefährlich. Lieber Freund, hast du einen Revolver?" Der Rittmeister zog eine der Schubladen seines Schreibtisches heraus. Drinnen blitzte ein Browningrevolver. „Das ist gut," meinte Krag. „Aber bn tatest am besten, ihn bei dir zrr tragen. Dann hat man ihn stets in dev Nähe." ' ' i Der Rittmeister lächelte überlegen. „Was sollte mir denn in dieser friedlichen Gegend gescheherr? Ich habe mich in Indien nicht gefürchtet, und ich fürchte mich hier auch nicht." „Stecke den Revolver ein, das verlange ich," sagte ftrag. „Und wenn du die Gefahr kommen siehst, dann schieße, schieße sofort?" „Man kann also die Gefahr sehen, ehe sie über einen kommt?" fragte der Rittmeister, während er den Revolver in die Tasche steckte. „Das glaube ich bestimmt. Beide, der alte Oberst wie der ''Advokat sind ja wie wilde Tiere deni Wald zugejagt worden, ehe ihnen das geheimnisvolle Weset: den Schlag versetzte. Findest du es nicht sonderbar, daß beide dein Walde zu ge flohen sind, statt über das freie Feld oder den Häusern zuznlaufen? Wenn jemand einem Mörder zu entrinnen trachtet, ist es nicht gerade das gewöhnliche, daß er in den tiefen, finstern Wald läuft. Das ist mir gleich als ein sehr merkwürdiger Umstand a.rsgesalleu, aber ich habe zuerst kein besonderes Gewicht drauf gelegt. Ich dachte, es konnte Zufall sein. Jetzt sehe ich, daß es keineswegs ein Zufall war. Im Gegenteil, gerade dieser llmstand macht mir die ganze Sache erklärlich, psychologisch erklärlich." „Was hast du M tun im Sinn?"" fragte der Rittmeister. Asbjörn Krag lächelte auf sorcderbare Weise „Heute bin ich es, der spazieren gehen will," sagte er. Er hitrg ans Fenster und blickte hinaus. Es fing bereits an zu dämmern, aber die Luft tvar vollkommen klar. dRcrn konnte die Lichter in den Fenstern des Dorfes blinken sehen. „Klares Wetter," murmelte Krag, „ganz klares Wetter. Demvoch, lieber Freurrd, nrußt du mir deinen gelben Gummis mantel borgen. Ich habe draußen im Mur einen hängen sehen." „Was Mim Henker willst du bei diesem Prachtwetter mit einem Regenmantel?" „Gib ihn nur her. Die atrdern beiden sind auch im Regenmantel überfallen worden. Ich wünsche ebenfalls in einem gelben Gummimantel zu sterben." Ms er beu Zdegenmantel erhalten hatte, sagte er: „Bielen Dank? Jetzt gehe ich." „Allein?" „Ganz allein. Das geheimnisvolle Wesen greift nur einzelne Mensck)en an," erwiderte Krag, indem er der Türe zuschritt. 20. Kapitel. Das zerschmetterte Fenster. Der Rittmeister hielt fei nett Freund noch einmal aatf. „Wohin willst du?" fragte er mit gerunzelten Brauen. „Ich habe kein bestimnttes Zrel fltr memert Spaztw- galtg." „Zmn Kaufmann?' „Durchaus nicht." „Zürn Amtsrichter oder zun: Amts Vorsteher?" „Auch nicht." Krag blieb mit einem nachdenklichen Ausdruck auf dem Gesicht an der Türe stehen. Er deutete mit der Hattd nach Osten. „Wenn ich irgendwo hingehe, dann gehe ich in dieser Richtung," sagte er. Der Rittmeister suhlte sich von einer tnerkrvürdigcm Bewegung ergriffen. Er verstand, was sein Freutrd meinte. „Zu ihr?" fragte er. „Das ist noch nicht sickier. Soll ich vielleicht Grüße von dir bestellen?" „Nein!" erwiderte der Ritttneister hart. „Ich habe ihr irichts zu sagen, ehe sie selbst gesprochen hat. Aber du kannst ihr erzählen, daß du tnich gesehen hast uttb daß ich noch am Leben bin." Ein bitteres Lächelt: legte sich um feinen 2tiMzld. As- björn Krag nickte. „Gut, lvenn ich sie wessen sollte, werde ich ihr Mitteilen, daß du noch ani Lebet: bist," sagte er. „In ^tvet Stunden bin ich wieder da." Krag sah tmch der Uhr. „Jetzt ist es nenn Uhr. Bis elf Uhr bin rch zurück." — 398 äh iruf dich «arten f- f Ja." ,,Und luenn du vis elf Uhr nicht da bist?'^ ASbjöm: Krag überlegte. „Wenln ich bis elf Uhr nicht da bin, so warte bis zwölf Uhr," sagte er. ^.UnD wenn du auch bis zwölf Uhr nicht zurück bist?" Der Detektiv wurde plötzlich sehr ernst. Er ging auf seinen Freund zu und ergriff dessen Hand. „Wenn ich bis Mitternacht nicht da bin, so bedeutet das Gefahr," antwortete er nachdrücklich. „Dann mußt du sofort deine Leute aufbieten. Du mußt denr Amtsrichter Botschaft senden und die Bauern zusammentrommeln." „Wozu sollen alle diese Menschen zusammengerufen werden?" „Um nach mir zu streifen. Dann bin ich mit dem geheimnisvollen Wesen zusammengestoßen, das den Advokaten umgebracht hat und um ein Haar auch den alten Oberst Holger umgebracht hätte. Dann muß die ganze Gegend abgesucht werden. Geht über die Felder und Wiesen, bildet im Walde Ketten und ruht nicht eher, als bis ihr mich, tot oder lebendig, gesunden habt." Der Rittmeister erschrak sichtlich über diese ernsten Worte. „Und du willst dennoch allein gehen?" fragte er. „Wenn ich mitginge, dann wären doch noch zwei kräftige Arme und ern sicherer Revolver mehr dabei." „Einer allein kann vieUeicht etwas zu sehen bekommen, zwei Werder: jedenfalls nichts erkrrnden," erklärda Krag- ,,Und ich habe mich nur: einmal errtschlossen, allein zu gehen. Ich freue mich der Gefahr, und ich habe keine Lust, sie mit jemand zu teilen. Darin bin ich selbstsüchtig. Aber verarg nicht, wenn ich bis zwölf Uhr nicht zurück bin,'dann komme ich vielleicht gar nie mehr." Mit diesen Worben entfernte er sich. Der Rittmeister mochte nicht noch einen Versuch machen, ihm seine Gesell mast aufzudrängen; er kmrnte seinen Freund zu gut, als ß er nicht gewußt hätte, wie nutzlos das gewesen wäre, r lauschte auf seine Schritte, die allmählich draußen verlangen. Rittmeister war sichtlich, nervös geworden. Das Untunliche bn dieser Geschichte hatte sich schwer auf ihn ge- Ößtte ihn verwirrt. Gefährliche und nervenerre- aerttre Erlebnisse waren ihm nicht fremd, aber etwas so Unheimlichen: hatte er noch nie gegenübergestanden. ?aß wirklich eine Gefahr vorhanden war, konnte er aus Krags Auftreten mit Sicherheit entnehmen. Der zur Un- tästgkeit verurteilte Rittmeister fühlte sich unsicher und nervös. Wenn er stch Nicht durch Asbjörn Krags Anordnungen gebunden gefühlt hätte, wäre er ihm am liebsten nach^- gelaufen. sich die Zeit zu vertreiben, ging er in das kleine e zu disputieren. .Er hatte erst be: fernem Vater gelernt; dieser schickte ihn aber dann'.nach Frankfurt:n die schule, damit er nicht, wie sein Kollege Wiiickek^ mann m der Gedenkrede (Oratio flmebris, April 1618) erzäUt, mm Menschensemd würde. Mit 14 Jahren wurde er auch schm Bakkalaureus und. mrt 18 Jahren Magister. Tie erstere Würde erwatt» man smj damals nach ein- bis zweijährigem Studium in der philosophischen Fakultät als untersten akademischen Grad. Tie .vtaglsterwurbe, dre dann etwa Unseren: Toktortitel entsprach war die Voraussetzung für das eigentliche Fachstudium in den Oberen Fabultatm M:t 20 Jahren war Helwig Professor des Griechrschm und Lateinische:: m Marburg. Da fan: es bekanntlich U-?bu be JL Men-Kasselschen und der Hessen-TarmstädtiM zum streit über die Verioaltung der Universität des Glau- 522 qnnn r ‘ J fl ü b i raf der Getreue gründete 1605 in der Einwohner zählenden .Festung Gießen, absichtlich in der Rahe Marburgs, die neue Universität, die nun zugleich eine Festung dev reinen Lutherwms sein sollte. Da fand denn auch Christoph Helwig seinen Platz. Mit der Universität Verbmiven Luch schon räumlich :m alten Rathaus) »var das Pädagogium, ^urlaustr des Gymnasiums. Tie Mitglieder des letzterem ^e Schüler, bildeten mit den Mitgliedern der Universität Msammen eine Art eigener politischer Gemeinde, die nur in ßaich^c^^. D^euchtsbarkeit dein Festungskommandanten unter- Au dieser Gemeinde blühte nun damals ein besonders leb- haftes pädagogisches,Interesse. Einmal galt es, der neu gegründete: zum geeigneten geistigen Nachwuchs zu verhelfen. Man wollte Marburg überflügeln, was auch in kurzer Zeit gelang. Mau wollte ferner aber auch dem lutherischen Glauben im Kampfe Ealvinismus recht leistungsfähige Bor- kainpfe: erziehen. Bind hierin begegnete mau sich mit dem viel- beru hinten und vielumstritteneu Pädagogen Ratte, der gerade SUimit' 1612 der Kaiserwahl nach Frankfurt a. M. kam und seine nenerfundene Lehrart anpries. Er loar der lieber 2^' r bc Jl mün zu ^uer einträchtigen Religion wieder foiinnen uur auf Grund genauer SpraclLeuntnisse die Bibel richtig zu lese:: verstünde. Daraus erklärt sich der hohe Wert 899 den er auf das rasche Erlernen, des Hebräischen, Griechischen^ Lateinischen und mrd-erer Sprache»: legte. Beide Gssichtspilnkbe Mutzten Christoph Helwig entspreche»!- seinen eigenen Anlagen ttnd Interessen anzicchen. Ten: Pädagogischen beivies er auch schon vor der Bekanntschaft mit Ratke lebhaften Eifer. Fiir das Paeda- üvgium wurde»: damals von verschlkedenen Gießener Professoren Lehrbücher geschrieben. Helwig hatte bereits 1606 die unter den: Trtel !„Gietzener Grammatik" berühmt gewvrdene lateinische Sprachlehre verfaßt, die noch bis 1769 in Gebrauch gewesen ist- 1608 hatte er ihr eine hebräische Grammatik und in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Bächnmnn eine lateinische Poetik folge»: lassen. 1610 erschien: seine Anweisung zum Berscmachen, in grieckfifcher Sprache. Auf das Reden und Be'rsemachen in "den attei: Sprache»: legte die dainalige Schulerziehung großen Wert. Man begreift bei dieser Tätigkeit Helwigs, daß er sehr bald durch o:e von Ratte ausgehende Bewechmg mitgerisse»: wurde. Ratke kän: auch persönlich nach Gießen, und dam: hatte der 'Larchgraf Ratkes Memorial de»: Gietzener Professoren.zUr Beurteilung zn- geyei: lassen, lieben seinem Anttsgenosse»: JUiux arbeitete »um ‘ an 9 n ' e 3cit mit Ratke zusammen, erst» in Frankfurt, Hann n: Augsburg. Jung bearbeitete das Gebiet der Mathematik, der Dialektik uud Rhetorik, ^Helwig gerade das für Ratkes System Do w:cht:ge Gebiet der Sprachen, voran der orientalischen. .An, Epott hat es den beide»: eifrigen Gießenern nicht gefehlt, »oeil sie s:ch eurem noch nicht einmal durch akademische Grade beglcuwig- terr Schwärmer unterordneten »md für ihn A B C-Bücher versatzten. Sie Hobe»: aber dann ihrerseits das allgemeine Verständnis für die neue Pädagogik durch eine»: Bericht, der mit demjenigen zweier Jenaer Professoren zusammen erschien. Was Helwig für die Sache Ratkes »mb für die Pädagogik überhrupL geleistet hat, stellt Profeisor Lübeck in seiner gründlichen Studie in per Universitäts- seftchrist von 1907 JBand II, Sette 293 ff.) dar. Zn i>en obe»:- ^wähntcn HauptgesichtspU»»tte»: tritt die Begeistermrg für viele Einzelheiten der Ratleschen Lehrkunst hinzu, so für Gedarrten wie: die Lchüler nichts Unverstarldenes auswendig leriren zu lasse»:; s:e gleich an die Sache (»ras freilich da'nals nur so viel bedeutete, }w e an den lateinische»: Aittor) herarrzuführe»:; z»machst Mutlersprache zu pflege»:, die sich mit dien: Griechische»: und Hebrasichen besser reirne als das Lateinische, »r»»d worin auch alle freu»: Künste Und Wissenschaften erst gelehrt werde»: könnte»:, ehe man solche »n fren»den Sprachen lehre. Tas Zusan»n:enarbeiter: »i»:t Ratke, sür welches Helwig u»»d Jung von: Landgrafen be-^ Urlaubt waren, fand freilich eir: mrliebsaines Ende d»»rch bitteres Zerlvürfnis. Weim in der „Allgeineinen Teutschen Biographie" d:e A»»deutm:g gemacht wird, als ob auch Helloig ei»: Teil der Schuld trage, so hat dieser Vorwurf wenig sachliche»: Bode»:. Worüber srch Helwig beklagt, das ist Ratkes Herrschsucht »md Geheimniskrämerei, Eigensck-aften, die dem ga»:ze»r Wese»: der Sache wenig entsprachen .int-b die Ratke überall mit feinen Pläncki [Centern ließen. Auch kam Helloig »virklich »»icht' nur als Schüler, Mdcrn vo»: vornherein nrehr als verständnisvoller, begeisterter Mitarbeiter zu Ratke, »:»:d es »var des letztere»: Torheit, eine so wertvolle Kraft nicht besser benützt M.haben. An soliden Kenntnissen, ttnd s»ttl»chen» Ernst übcrtraf jedensjakls Helwig den beriihurtei: Pädagogen, und als friedfertige Ratur wird er »»icht »mr in der Oratio fnuebris geschildert. 1614 nach Gießen heimgekehrt, führte da»»»» Helloig das inzwischen Gelernte ii: seiner: dortigen Wirkungskreis *-»»», während sein Amts genösse Iu»:g nach Lübeck ging/ Es lvurdcn »hm aus den drei unteren Klasse»: des Paedagoginms 20 Lchüler, dazu einzelne Stadtschüler und Prosessoreukinder auvertrant, die vor: den: Pädagoglehver Medikus täglich 3 Stunden nach Hellvrgs Anleitn»:g in: Lateinischen »mterrichtct »ourbcn. Ter Erfolg war günstig, »md nun schickte der Landgraf auch a»»dere Lehrer zu Helloig, daß sie bei ihm lerne»: .sollten. Bon über-, eifriger pädagogischer Arbeit si»»d d-ic loenigei: letzte»: Jahre Helwigs erfüllt. Er gab Luthers Verinahnuirge»: an.die Bürgermeister »mb Ratsherren aller Ltädte mit einen» „Rachbericht" neu heraus, Ivelch letzterer auf de»: da»»»als in Herbori» weilende»- berühmter» Päjdagogen Ainos Eoinenius besonderen Eindruck »nachte. .Helwig ist »oohl auch- der Verfasser der „Anleitm»g »»: der Lehr-Kuu,t W. Rattchii". Reben der eigenen Lehrtätigkeit arvertete er. noch nn neuen Graminatiüen. Hatte Ratke in den: Mittelpunkt des Latein-Unterrichts de»: Terenz gestellt, so erschiei: das Helloig »veger: des vielfach anstößige»: In Hills bedenklich. Deshalb gab er 1616 seine Eolloquia fannliaria, eii: lateinisches Gespräch- und Lesebuch heraus, das »»ach den Gesprächsbnchcrn der gropeu Dumainste»: Erasmus und Vives .zusainiue-ngestcllt ist. B»s zum Ende des Jahrhunderts »rar diese Gesprächssaniinlung das Hauptschulbuch der Gieß er» er Gymnasiasten. (Mai» vergleiche hier- zu Mesfers „Geschichte des Lcmdgraf-Lndwig-Gyinnasmms zu ^Aeu »»» de»» Vertragen zur hessischni Schul- »md Universitäts- geschchte, Band I ^. 3t5 ff.). In allen feine»: Lehrbüchern kommt es Helw:g auf kurze lieber,»chlichkeit an, weshalb er vielfach vor: der' , vor ii» der Tabellen Gebrauch niacht. Auch für das Geschichts- stUd»!»»n fnchitc er ,o in lateinischen oder dc»»tf'chcr: Chroniken be- qlieine Unterlagen zu schaffe»:. Während seine Grauunatiken der Zeit Vorausnltcn, kam: man dies freilich vor» seinen geschichtlichen Lchrbltchern »»icht sage»:. Hier hält er sich »roch an die mittelalter- lrche ErnterlUNg der Weltgeschichte tn vier Weltreiche, gemäß der bekannten Ltelle m: Propheten Daniel, .Kap2, 31 bis 45. Die Ze»t von der Ersck-affnng der Welt bis y,it Zündflut iintb als exitc Periode für sich vorangestellt. So wird also die absolute Zeit- rechmmg auch hier noch zngrn»»de gelegt, twtzdenr danials scl^n durch Glokhofred»»s eine richtigere Te»'luug und M»ffassu»:g der Weltgeschichte sich anbahnte. Immer noch fließt bei HeUvig die deutsche Ka»sergeschicbp.' mit der röm»scher: zl»san»n»en. Eine Fülle bedeutungsloser Herrschername»: uehnier: vielfach de»: Raun: in 9lu- spvuch, bloß u»n den zeitlichen Z»:samn»enhang herzustelle»», »mr hre. und da ciunrat durch sachl:ck-e Mtize»: oft anekdotenhafteir Charakters belebt. So wird das Wort des Polpbros übel a»:ge- wa»:dt, daß »nan aus der Kenntnis der historischen E»»»zclheitein »veu:g für die Gesanlta,»ffassuug der Geschichte ler»»en kö»»ne. Scharf- s:m: und Belesenheit beweist aber Helrvig selbst »roch gn diesem trockne»: chro»»olügischer» Material. Bei der libergroßen Last seiner Arbert ist ihm die Zeit wohl oft knapp gewesen, so datz Wiukel- »nanu :»: der Gedächtnisrede darüber sagt, die macht habe ihn: nicht leiten nachliesern.muffen, was der Tag ihn: oirtzog. Er rsthnU Inerter, Une HeUvig alle seine Lebensbodürftiisse »rnd selbst den SckMf anfs a»»tzerfte eingeschrärrkt habe. Leider wird er aber auch gerade durch diese lleberarrstrengimg seilrein Leben ein so frr'lhes Ziel gefetzt habe»». Rach seinern Tode ließ das pädagogische Interesse tu G»etzen rasch wieder nach. Teils waren die Lehrer mit der: an fte gestellten höheren Anforderurrgei: bei Beschränkung ihrer Eiu- ki»»»ste ün zu fr reden, teils u»:d noch uiehr war es der Truck des ftlrcU- baren Krieges, der nur: alle kulturelle»: .Bestreb»»»rgen lähinte Anderer seits war doch- auch gerade wieder der Krieg damals eru strenger Mahner M guter Iugeirderziehung, als dem wichtigsten Mittel des geistige»: Wiederaufbaues. Ernmerten mir schon an A"os Eomenrus, der vor: der: Gietzener Pädagogen e»:tscheider»d« Anregung en»pf»>»g, so dürfe»: wir auch der: Hanrburger Prediger Balchasar schupp, de»: tüchtigen Kanzelredner und Schwieger'sohn Hclw-rgs, »»icht vergesse»:. Auch feine pädagogischen Gedartte,: sind vielfach eme Fortsetzung von Helwigs Bestrebimgen. Es sei nur an so wichtige Forderungen, wie stärkere Beto»:nng der Muttersprache n»ch schaff»mg von Lehrerbildrmgsstätten, erin»:ert. So haben »»icht nur Hekivigs Lehrbücher de»: großen Glaude»:skrieg N»:d »roch ern Iahrhimdert »nehr überdauert, sondern auch feine allgememei: pädagogischen Anregungen habe»: weiter getoirkt und surd zu einer Kraft im Strom her allgemeinen Erttwickltina ge- wiorde»», der auch uns he»»tenoch ttägt. Ter große Krieg erstattete der Znkmift an u>ertvo-llen Theorie»: wieder, ,uas er der Gegenwart daniials an praktische»: Möglichkeile»: geraubt hat. ' Prof. Dr. Strecker. wie Ungodill ein Gentleman wurde. Mizze von G. Ka tz (Prag). vulgo Irngobill, war er»: feiner Kerl, ein Heller Kopf, das gäbe»: alle seine Kaineraden neidlos zu. 2lber zum Gentleman hat ihn doch erst der Krieg gemacht, zu so einem richtigen Gent m:t patenter Kluft, hohem- Hut »md einem tückstigen Gnthabei: ans der Bank. Und das ist so ztigegangen. Iingobill hat^sich nie viel mit Schulloeisheit geplagt, kaum da 5 er Lese»: nnb Schreibe»: erlernte. Rechne»: formte er übrigens — muß ihn» rem angeboren würden sein. Rechnen konnte er ^Erbrachte sich recht und schlecht durch. Mal eff» kleiner Taijchen- dwostahl, utoI em leichter Einbncch, n:al fing »nan emen H»md und verkaufte ihn Leiter. Lieferte ihn g»ich gelegentlich wieder ab, wenn die Belohnu»:g groß gemig »oar. Bei dein Reimen gab es auch M» t»»n: verlorene Eintrittskarte»: bringen bis zu dein Viertel des Preifcs. Ratt'irlich — ein Gent ,vird »na»: auf ^ »lrt »»»cht, auch »oeu»: n»ian »ojizeilich als Hilfsarbeiter' gemeldet :,t Und noch .nie erwischt wurde. Eines zeichnete Bill vor allen seinen Kainerade»: aus — er Jcttt Patriot, glühender Patriot. „Geh mir mit deiner Guillotine'" hatte er einem Franzosen, einen: schslvere»: Iu»:gen, gesagt. Ich bin Eiiglairder!" * bcr Krieg ansbrach, schuf sich Jingobill eine neue Speziäli- lat. Er wurde Jmgoma»»»» und das ist eii: Geschäft, das rwch etwas tragt Beim Pln»:dcrn deutfcher Geschäfte, beim Sprengen von Fr»ed «ms v ersa m m lim gen fällt iwnier ctums ab; hat »nan zudem c»ne,» schleppenden F»»ß, bann lassen die Werber einen: »mgeschorsn »i»m: mag „Rache an den Barbaren!" schreien, so laut nia»: eben w:ll. Iinaobills Weizen blühte, er iv^hsclte mit der Bleibe, .zoa "'hdftert m eine respektable Straße und nannte sich mm mehr William Croy, Esqu. Agcrtt. Mit dein geregelten Leben kamen ihn: auch alle Instinkte der Bürgerlichkeit zurück - ^ er ließ sich cm Konto be: der Bank eröffnen und legte SckMii:g ans Schilliim Hunderundfunfzrg Pfünd hatte er gespart, ein Anlagekapital für folidcre G-efchafte — Hehlerei, Micher oder so. Indes arbeitete er mlna werter »m ffcinen, wartete seine Zeit ab »md niackste sich beim Wechseln des belgpchen Geldes nützlich. Schade »:ur, daß es so tief :n» Kurse stand! Billies Klienteil verloren tüchtig — Küm istWoa' Es :st ein schlechter Mich, der niemand Gutes zulveht- Bill wurde l.niner vergnügter, je länger das Morden dauerte.' Ei» 1.am» »n den besten Jrchren, dachte er sich nach den» Frieden orteil- hast z»» vcrhc»ratm. Es war ja eine Hochkonjunktur in Männeru Uni) lustig pse»fend gmg William Croß Esqn. die Straße hin unter' nm uach Geschäften auszufpähen. Er stand fest auf de» Fäßen er hoppla! R»m JiAire er doch beinahe gefallen! ' Uebcr einen harter! Gegenstand, der' am Rande des Bürger-. Miies lag. Billie bleckte sich. Eine große, abgeschabte Brieftasche! Meclmnisch versenkte er sie in den Uedervock. Als Bill zu Hause, bei sestv er riegelt er Türe, die Prieftascl>e ßmt er suchte, hatte er einen schweren Kanips gegen seine schleclckerent Regungen zu bestechen. Gegen fünfhundert Pfund in belgischen Bantimten und basem Gelde lagen vor ihn! ausgebreitet. Fünfhundert Pfund! Ein Bernrögen! Und das sollte er nnr so einfach auf die nächste Polizeistrativn tragen? Und der vecda --Belgier- Würde es mit einem „Danke schön!" eirrstecken? Eh dies geschah — Ruhig, Bill, ruhig! Tie Sache n-ill überlegt sein.! Respektabili- tär ist auch ein Kapital: wenn man nun beobachtet hatte, wie er die Tasche ein steckte! Daß der Belgier Lärm schlagen »vürde, war gennß. Und dann ade ihr- Träume von einer vorteilhaften Heirat! Auch mit den LHechsclgeschästen war es alle: wenn einer mal gesessen hat. — Uird Billie setzte sein Geld so vorteilhaft UM! Eben recht lagerr tveit über hundert Pfund in belgischen Banknoten in seinem Schreibtisch. Das heißt, hundert hatte Billie gegeben, tvie viel war nun da? Billie ging an seinen „Safe", nahm die bloten heraus und zählte: „Hundert, zehn, zwanzig, zwei urrd ein halb." In vier Wochen! Rein, dies Geschäft durfte er sich nicht verschlagen, es blieb nichts anderes übrig, als — Wirklich, nichts anderes? Bills edle Züge strahlten. Er nahm die Briefe, Karten und Rechmmgen — vorhin hatte er sie als unwichtig IzUr Seite gesckwben —, studierte sie und warf sie zerrissen ins Jener. Daun packte er die Banknoten'säuberlich wieder in die Tasch'. Wieviel er ivrohl zulegte? Mles, alles! Es würde ja gute Fruchte tragen! Und Billie gelobte sich, sollte dies Geschäft gelingen, auch innerlich den Gent auzuziehen, allsonntäglich zur Kröche zu gehen und nie lviedcr zu stehlen. Das heißt — direkt. Auf der Polizeistätion wurde er, seiner Ehrlichkeit ivegen, als Held gefeiert, lind so was macht inun-er Vergnügen. „Sie wissen doch," sagte der Beamte „daß die Brieftasche samt Inhalt Ihnen zufälit, sollte sich der Eigentümer in Jahresfrist nicht melden!" ,/O Herr, damit ist nicht zu rechuen!" Ter Beamte schrieb die Adresse auf: „William Croß, Esqu. Ageni..-iftreet", beglückwünschte ben „ehrlichen Finder" noch einmal zu seiner Rcspektabilität urrd.Bill war entlassen. Es blieben ihm zn»ar rrur knapp fünfzig Pfmrd ans der Bank, aber Gott würde weiter helfen. Rach einein Jahre tarn der sehnlich erwartete Brief van der Polizei. Bills Traum hatte sich erfüllt — Brieftasche und Inhalt würden chm zugespvochen. Er holte sie persönlich ab und erfuhr zu tzinem Erstaunen, daß sich nock> am selveu Tage ein belgischer Flüchtling, „efti verdächtiges Individuum", gemeldet habe, der das Geld für sich^reklamierte. Ta. er aber nur von nicht ganz fünfhundert Vsund an zwölftausend.Franken belgischer Roten und losenr Gelde - sprach und außerdem von Briefen, Pisit- mrteu, Rechnungen faselte, wies man ihn ab. Es waren ja über ssschsh uudertzlvanzig Pftmd ^ an dreizehntansendrcihuudert Franken — vorhanden! „Und da ist uns der Gedanke gekommen!" fuhr der Beamte fort, „Sie müssen im Kaffee oder — ja? Also, dort müssen Sie herum geschtoatzt haben, Herr! Ter Kerl verhörte sich glücklicherweise in der Summe, sanft hätte er Sie richtig um das Geld gebracht!" „Ich kann wirklich den Attrnd nicht halten!" gab Bill bereitwillig zu. „Und verkehre tatsächlich im London-Cafe, wo es von belgischen Flüchtlingen wimmelt!" So kam es, daß Iingo-bill ein richtiger Gent .vurde, mit einer patenten Kluft, einen, hohen Hut cmd einem tüchtigen Guthaben auf der Bank, das stetig wachst. „Ehrlichen" Geschäften geht er nicht aus dem Wege. Er wechselt ausländisches Geld, kaust und verkauft „Wertsachen" — mein Gott, der Krieg! Rach den! Frieden wird er es nicht schiver finden, eine vorteilhafte HeiraÜ zu machen, denn er ist respektabel, sehr geachtet und stiehlt nicht direkt. Er geht sonntäglich in die Kirche und will von keinem Frieden mit den „Hunnen" hören. vermischte». * Kriegsgefangenen- und Internierten -Zeitungen. Hinsichtlich der geistigen Rührung haben die Kriegsgefangenen es am heften, in Deutschland uns bei unseren Verbündet,',,: nirgends gibt es in den Gesaugen-öir- und J'nterniertenlagern so viele (befangenenZeitungen wie bei den Mittelmächte!», die ihreiß Gesai.genen aus diese Weise ihr herbes Geschick zu mildern suchen'. Mau kann, so schreibt Siegbert Satter in einem Aussätze über , Lage!-Journalistik" im nen-ften Hefte der Zeitschrift „Ueber Land und Meer" (Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart) die Kriegsgefangenen- und Internierten-Zeitungen in vier große Gruppen ÄNorduen. Die von den Kriegsgefangenen selbst i!n den Lagern f^r- aestellten Blätter sind dabel di.- deiillvürdigsten. Die Gefangenenlager von Zossen, Ohrdruf, Ruhteben, Döberitz, Stendal, Göttiugen/ ! u.m.a. sahen eine ganze Mrzahl derartiger Zeitungen entstehen und vielfach erstaunlich schnell auch wieder eingehen Erwähnt seien La Gazette du- Cainp d'O-hrdrus", die in einem Umfange vvi< vier Seiten tvöl^ntlich erschhey wnd eure Lebensdauer von saß einen! Jahre auftveiseu könnt«: CanftH bat Hanovre", okiI Blatt, das für die Gefangenen dieser ^Provinz bestimmt war, kam nur einmal heraus, und die handschriftlicb herg'estellte ^Zossener Qagerzeitung „Le Hörgut" erschien «nur ein einziges' Mal, mn> sogleich unter dem Nanven „L'Echo de Zossen" kn einer Auslage von 300 Stück wieder auszncrstehen. Aper auch diesmal war rhre erste Mummer auch die letzte, ^vas nrdessen nicht verhindern konnte, daß sie, voller ^ähetr Lebenskraft, unter arabischer Flagge als „El Dschihad" nochnrals auf der BildflLche erschien. Freundlicher lächelte das Geschick dem „Echo de BiaraqucS' de Zwickau", der „JNteruvßde de Wflrrzlbourg", dps eine „garantierte" Auflage von 1000 Stück aufzmveisen hatte, .und dem „Echo du Camp de Renrv- bahn", das sechs Seiten stark erschien — eine Seite englisch > und nach, ziveiuumatigem Besltehen berefts eine Auflage von 7500 Stück besaß. Die Blätter des Göttinger Lagers „Dhe Wooden City" für die Engländer, „iöe Camp de Göttin gen" für die Franzosen und „Ouze Taal" süfr fiie Mamiesn sind in drucktechnischer Beziehüng^ besonders hervorzuheben: angeführt.seien ferner „In Ruhlebenj Camp", die „.Döberitz Gazette" und das Blatt der Kriegsgefangenen im Lager Stobs in Schotklalüd, die oft erwähnte „Stobsiade". Eine zweite Gruppe bilde nlvie Zeitungen, die die Behörden herausgeben, ilm den .Gefangenen die Zeitereignisse mitzuteilen und ihnen ein Bild von Deutschland, sevnSn Verbündeten und seiner Kultur zu vermitteln: dahin gehört ,bae öflvrraichrstche „Redjeftä" (Mjochch, die Hauptmiann Hugo .Nagele M Aufträge des k. u. k. Kriegs- minisieriunls für die russischen Kriegsgefangenen in Oester reich-lln- garns l^eransgibt, das von der KommandMtur des Lagers Ohrdruf gegründete „Journal du Ca »Pp d',Ohrdruf" und der für die russischen Kriegsgefangenen in Deutschland bestinrmte „Russische Bote", ein Blatt, ims wöchentlich gchtstlitig in GtzwUormät von 42 mal 50 Zentimeter erscheint. Tße dritte Gruppe dieser Zeittingm verdankt ihre Entstehung wohltätigen, im Dienst.der Kriegsgefangenen tätigen Vereinen, die damit einen doppelten Zweck verfolgen: den, Gefangenen geistige Nahrung und ihren stets hilfsbedürftigen Kassen Mittel zuz'usühren. Hierher gehören die „Nouvelles Hebdomadni- res", die Wochsenzeitung der Kriegsgefangenen, für die sich in Köln am Rhein eine besondere „Bereinigung zur Herausgabe einer Zeitung für Kriegsgefaugene" gebildet tjktt und die bereits Asnsangi 1916 an 40 Gefangenenlager und mi mehr als 100 Asrbeitskommai,- dos versandt »verden konnte. Die Vierte Gruppe endlich! umschließt die Lagerzeitungen der Internierten. In der Schweiz loaran es Wö Professoren Dr. Woltereck-Leipzig und Sck.ulthes; in Verbindung mit den. Dichter Hermann! Hesse, die für unsere dortigen Internierten die „Deuts'che Jnternicrtem-Zeitung" mit einer eigenen Drucke rei gründeten. Auf der Insel Man ivlarön es die Zivilgefangenen selbst, die für die 40 000 deutschen und österreichisch-ungarischen. Insassen des Lagers Knockaloe ein* Zeitschrift unter dem Titel „Quousque tandem?" („Wie lange ,noch,?") schrieben, zeichneten, setzten und druckten. .Sie wurde auch, von dem Hilfskomitee fite» Zivilaefangeue in Zürich Weihnachten 1916 zu ihrem Gunsten! vertrieben. Vöchertisch. — Das literarische Echo. Halbnvonatsschrift für Litera- tnrfteunde. Verlag: Egon Fleischet & Eo., Berlin W 9. Das 15. Septemberheft ist soeben mit folgen dein Inhalt erschienen: Friedrich Sebreckst: Metaphysik in Lyrik und Drama: Theodor Heuß: Wather Ratenau: Raoul Rikolas: Chauviiüsmus in der srmrzösi- schen Ateratur: Hugo Bieber: Christian Reuter: Georg I. Vlotke: Fünf Stvrm-Miszelleu: Ferdinand Gregori, Lyrische Mischernte: — Echo der Zeitungen; — Kurze Anzeigen — ^öotizen — Nach; richten — Ter Büchermarkt. 8 9 9 2 4 b 1 8 4 7 Sahlenrätsel. 56571894 Erholung. 1 ägyptische Gottheit. Singvogel, biblische Gestalt. Baum. Nahrungsinittel. Körperteil. Titelheld eines DraniaS von Shakespeare, ägyptische Gottheit. ReilligungSinittel. leitende Persönlichkeit, altgriecbischer Dichter, männlicher Vorname. Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer.» Auflösung des Abstrichrätsel.- äi voriger Nummer, I. m To . ., Dist ... . le . ben . n Tod ist Leben.) Schrrüleitung: Fr. R. Zenz. — Zwillingsrunddruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch. und Stetndruckerei. R. Lange, Ysteßen.