Samstag. Ken September fäj Der rätSelhaffe Feind. Roman von Sven Elve st ad. (Fortsetzung.) Der Detektiv ging im Zimmer umher und spürte überall nach. Er bückte sich, nahm eifrig verschiedene Papiere vom Boden ans und las sie durch. Es waren lauter Schriftstücke, die für den vorliegenden Fall nicht das mindeste Interesse boten, Kaufkontrakte, Abschriften von Geschäftsbriefen, alle Rechnungen und derartiges. Krag untersuchte auch den .Bodenteppich, und diese Untersuchung nahm mehrere Minuten in Ailspruch .Sie schloß damit, daß er plötzlich apfstand. Ein scharfer Beobachter hätte bemerken können, das; er etwas vom Boden anshob, aber.das lvar sowohl dem Amtsvorsteher Wie dem stellvertretenden Amtsrichter entgangen. Als Asbjörn Krag mit seiner Untersuchung zu Ende war, sah er sehr ernsthaft aus. „Der Advokat muß gefunden werden, so viel steht fest," sagte er. Dann fragte er, ob er nicht die Frau des Kaufmanns sprechen könne, und die kleine und unansehnliche, etwas schüchterne Frau kam sofort herein. „Sie sehen, waS hier vorgegangen ist," fing Krag an. „Ich weiß von gar nichts," behauptete die Frau. „Haben Sie keinen Lärm gehört?" „Gestern' abend kam es mir einmal vor, als ob ick) einige starke Stöße gegen den Fußboden hörte, aber ich kümmerte mich nicht darum. Ich meinte, der Herr Advokat fei droberr in seinem Zimmer." Krag deutele auf die Stühle. „Sie werden gehört haben, wie diese Stühle umgefallen sind," sagte er. Nun mischte sich der Amtsrichter in die Unterhaltung. „Vielleicht ist auf beu Advokaten ein Ueberfall verübt worden," meinte er. „Das glaube ich nicht," sagte Krag. ,Jn diesem Fall hätte er sehr leicht Hilfe herbeirufen können. Nein, das ist ein Einbruch, nichts anderes." „Der Herr Advokat hat stets größere Summen in seiner Brieftasche bei sich gehabt," warf die Frau ein. „Dem Dieb war es nicht um Geld zu tun, der suchte etwas ganz anderes. Er suchte nach einem Papier. Um wieviel Uhr Haben' Sie den Advokaten zum letztenmal gesehen?" „Gestern abend um halb acht Uhr." „Befand er sich da in seinem Zimmer?" „Nein, er saß unten ü^nnserer Stube und schrieb eilten Brief." Krag dachte an den unvollendeten Brief, der sich in seiner Tasche befand. An diesem Brief mußte er da geschrieben haben. Aber warum hatte er sein Schreiben so rasch abgebrochen? „Das weiß tA nitfjt. Wir haben uns nie um seine Sachen gekümmert. Er sah nach der Uhr und ging dcnm rasch zum Zimmer hinaus." ! „Hat er den Brief zu Ende geschrieben?" 1 ! „Sagte er, wohin er gehen wolte?" „Ja, er wolle hinaufgehen in sein Zimmer, sagte er. Etwa eine halbe Stunde nachher hörte ich die Stöße gegen den Fußboden, aber da ich meinte, der Herr sei droben, dachte ich aar nicht weiter darüber nach." „Und seither haben Sie ihn nicht mehr gesehen?" „Nein, weder ich noch mein Mann. Mein Mann ist sehr unruhig. Es gehen ja jetzt so viele unheimliche Dinge hier in der Gegend vor/' „Ist jemand hier gelvesen und hat nach ihm gefragt?" Die Frau gab feilte Antwort. Unsicher sah sie zu dem Detektiv auf. Krag fixierte sie scharf. „Hier ist nichts mehr zu tun," sagte er. „Kchrnerr Sie mir ein Fahrrad verschaffen?" Es stellte sich heraus, daß der Amtsvorsteher im Besitze eines Rades lvar. Krag fuhr darauf eilend- dävo-tt, und die beiden andern starrten ihm erftaftirct nach. Der Detektiv fuhr ;um Hause des Obersten: bort schickte er dem Fräulein seine Karte. Dagny ließ fragen, ob er sie durchaus sprechen müsse, sie sei durch die Pflege ihres Vaters vollständig in Anspruch genommen. Der Detektiv antwortete kurz und bündig, er müsse si« unbedingt sprechen. Dagny kam. Die junge Dame lvar jetzt ganz schwarz gekleidet, was ihre bleiche Schönheit besonders hervorhob. Asbjörn Krag stand aus und ging ihr entgegen. „Ich bitte um Entschuldigung, daß ich Ihnen unter de" gegebenen Umständen lästig fallen muß," sagte er. „ES ist aber durchaus notwendig, daß Sie mir einige Fragen beantworten. Haben Sie seither irgend etwas über die Sache gehört?" „Nicht das mindeste." „Wissen Sie, daß der Advokat Bomann verschwur^ den ist?" ; Die junge Dame fuhr erschrocken zusammen. „Verschwunden? Das ist ja sonderbar," sagte sie „Ich höre, daß Sie ihn kennen und wissen, wovon ich! rede,'"' erwiderte er. „Seinettvegen bin ich hierher gekaute men." Fräulein Holger war dunkelrot geworden. Sie ging auf die Tür zu. „Entschuldigen Sie, daß ich Ihnen diese Falle gestellt habe," sagte .Krag. „Aber ich habe mir nun einmal vorgenommen, dieser Sache auf den Grund zu kommen. Es ist nicht klug von Ihnen, wenn Sie gehen, Fräulein Holger." w^te sollten sich hüten, Falten zu stellen," sagte sie. Aber sie blteb stehen. Asbjörn Krag saß gelassen da und wippte mit dem einen Bein, das er über das andere geschlagen hatte. „Erinnern Sic sich, Fräulein Holger, daß ich Ihnen gestern abend etwas nach acht Uhr begegnet bin?" „Ja, ich erinnere mich daran." „Ich fragte Sie, wozu Sie noch so spät unterwegs seien, »und Sie wollten mir keine Antwort geben, aber ich sah wohl ein, daß Sic sich nur ans einem sehr triftigen Grunde vom Krankenlager Ihres Vaters entfernt haben konnten." „Was gehl denn das Sie an?" „Liebes Fräulein, wenn Sie die Sache so ausfassen, dann bedauere ich, jetzt gewisse Rückslchttcn aus die Seite setzen Tu muffen. Wollen Sie mir eine Frage, eine ganz bestimmte Frage gestatten?" Fräulein Holger gab keine Antwort. „Ich erlaube mir. Sie zu fragen: Haben Sie das Schriftstück gefunden?" . Die junge Dame wurde totenbleich und sank aus den nächsten Stuhl. Asbjörn Krag lief zu ihr hin. Sic war einer Ohnmacht nahe. „Soll ich die Dienerschaft rufen?" fragte er. ' „Nein, nein!" flüsterte sie. .Vorsichtig ergriff er ihre Hand. „Warum wollen Sic auch alles vor mir verbergen?" fragte er. „Bezweifeln Sie, daß ich Ihr Freund bin?" Plötzlich stand sie aus. „Jetzt müssen Sie gehen," sagte sie. „Nein, ich gehe nichtt, ehe ich eine Antwort auf meine Frage erhalten habe. Haben Sie dasSchriftstück ge - 7 u n d e n ?" „Ich weiß nicht, wovon Sic reden." ^ Asbjörn Krag zog einen kleinen Gegenstand aus der Tasche. Es war das kleine Ding, das er aus dem Fußboden rnt Zimmer des Advokaten gesunden hatte. Er legte das Ding auf den Tisch. „Bitte!" sagte er. „Dies gehört Ihnen." Die jjunge Dame stieß einen lauten Nus der lieber* raschung aus. L.i 15. Kapitel. D i c Begegnung. Verwirrt starrte Fräulein Dagnh den kleinen Gegenständ an, den Asbjörn Krag auf den Tisch gelegt hatte. „Wo haben Sie das gefunden?" fragte sie. „In Mvokat Bomanns Zimmer drunten beim Kauf* mann. Versuchen Sic nicht zu leugnen, Fräulein Holger, daß dies Ihnen gehört." Es war ein schmaler goldener Ring mit einer weißen Perle, den Asbjörn Krag auf dem Fußboden im Zimmer des Advokaten gefunden und unbemerkt hatte cinsteüen können, während die andern Anwesenden mit dem Betrachten des argen Durcheinanders im Ziinmer beschäftigt waren. , Die junge Dame gab keine Antwort, aber die krampfartigen Zuckungen ihres Gesichts verrieten ihre heftige Gemütsbewegung. Sie stützte den Kops in die Hand. Asbjörn Krag stand eine Meile schweigend da und betrachtete sie. Seme Stimme klang außergewöhnlich mild, als er endlich fragte: „Siebes Fräulein, Ist es Ihnen lieber, wenn ich gehe?' . Ä- gab zuerst immer noch keine Antwort, aber nach eurer Werke sagte sie doch: „Ich wollte . . . ich wollte, Sie wären niemals hierher gekormn en!"• Diese Worte berührten Asbjörn Krag peinlich. Er ging ent paarinal hin und her und blieb dann vor dem junaew Mädchen stehen. Er hatte die Hände ans den Micken gelegt Mid blickte Dagnh ernsthaft an. „Wenn ich nicht gekommen wäre, sähe es hier ietzt tzanz anders ans," sagte er. „^awohl!" brach sie los, offenbar kämpfte sie schwer Mrt den au fst tagenden Tränen. „Liebes Fräulein Holger, ich begreife wohl, das; Sie ^unglückttch suhlen, und ich habe herzliche Teilnahme für Unglück, sagte der Detektiv. „Mer Sie dürfen darum dock) nicht gar zu ungerecht sein." „Was soll ich tun? Ich stehe ganz allein." _ halsHrrria sind. Ohne Vertrauen kvm- fe 1 nicht wetter. Ich Witt nicktts als Ihr Wohl, Ihres imd das Ihres und meines Fremrdes, Jvar Rye. Nun will l ^ 11 f m T r ^"hlen, wie sich die Dinge zu getragen ^bn, »veim rch, nne Sre wrinschen, nicht hierhergekommen Ware. Liebes Fraulein, wäre es wirklich Ihren, Wünsche entsprechend, roenn der Rittmeister jetzt unter dem Verdacht, bei, Mordversuch an Ihrem Herrn Vater b-egangen zu haben, hinter Schloß und Riegel säße?" „Ach, es gibt keinen. Menschen, der das zu behaupten wagt. Er ist dock) nn schul big!" „Das rveiß ich ebensogut wie Sie. Mer das Gericht siagt nicht nach Glauben und Gefühlen. Das trifft unbarnv- herzig, wo es meint, daß cs treffen müsse. Es waren viele Indizien vorhanden, die für die Schuld des Rittmeisters sprachen. Hoffentlich Halter, Sie mich nicht für eingebildet, liebes Fräulein, aber ich muß wiederholen, wenn ich nicht gekommen wäre und die Sinnlosigkeit dieser Indizien ins rechte Licht gesetzt hätte, so wäre der Ritttneister verhaftet! worden, und wir hätten einen noch größeren Skandal fürs ganze Land, als er es jetzt schon ist. Sie kostet es vietteicht nur ein Wort, Licht in das Dünkel zN bringen. Se allein können es, da Ihr Herr Vater immer, noch bewußtlos ist und üns keine Aufklärung geben kann!" Dagnh schaute den Detektiv an. Sie sah vergräimt aus, und ihre Augen standen voller Tränen. „Ich kann nichts Mitteilen," sagte sic. „Oder was ich zu sagen habe, steht mit dieser Siche in keinerlei Be-- ziehnng."- „Gewiß steht es damit in Beziehung." „Es ist grausam von Ihnen, an meiner Aufrichtigkeit zu zweifeln. Es ist die reine Wahrheit, daß ich keine Spur von einer Ahnung habe, wer meinen Vater zn ermorden versucht haben könnte." „Es ist leicht möglich, daß Sie das nicht wissen. Aber worin besteht das Geheimnis, das über den, tragischen Vorspiel zn dieser Begebenheit, dem Bruch Ihrer Berlobnna nnt Rittmeister Rye liegt'?' Fräulein Dagnh stand ans. „Dieses Geheimnis geht nur mich und den Kranken an," sagte sie bestimmt. „Das betrifft den Rittmeister gar nicktt Ich bitte Sie dringend, machen Sie dieser peinlichen Szene ein Eiide." , t (Fortsetzung folgt.) Der volliresser. Novelle von CUrt R ein ha r d Tic tz. HaUptmann Gerhard Lütten faltete die vor ihn, an^gcbrcitctt Karte zusanimm und schob siech, die Seiteutasche seines ieldaranen Wasfenrockcs. Ein schmerzliches Lächeln l-nschte uni seinen fcinge- schN'Ungenen Mund: besser, als wie es ihm die genaueste Karte hatte zeigeuI'onnen, kannte er die Stadt da vor sich aus unzähligen gl Nattchen stunden, die er m ihren Mauern verlebt Antwerpen' Wie oft l^lte er Straßen und Winkel durchwandert aus 'seinen Studienreisen, ehe er n'ui Wett über die Bandenkmäter der Flamen herausgegeben. Später, als er Manon Benoin kennen gelernt und dann, als fie seine Braut geworden, hatteri sie zusammeni die ganze Gogend durchstreift. Er, der junge deutsche Gelehrte und sie, e,ne heißblütige, echte Französin, die Tochter eines deck größten Reeder Antwerpens. . .d??bard Lütten chchr aus seinen .Trännlcreien aus. Eiiicj feindliche Graiiate mußte unweit seiner Batterie ein geschlagen! tuU Cl ~ n cm ^/ ^^'itze heran. „Sind neue! iiw- fnTi • r irfh ‘ ."JchE, Herr Hauptmann. Um fünf ÄS a»ft SÄ..!"“ 01 ** obt eineut «nSwomn.« Mechanisch griff Lütten an den Mützenschirm. „Tanke." Eine ent)etzl,ck-e Angst übertäm ihn mit einenr Male. 2venu Manoi, i,nr gesleh.-n ittar, wmn sie nur rechtzerttg die Stadt verlassen hatte! Aber das. hatte.sie sicher nicht getan - ihr Stolz 'Vr Trotz hatte cs nre gelitten. Er lackte leise ans, hart, vrwletzÄ r} im .sich )elbfd rvchzittnn. Als weiiii er es immer noch tonne, das, was seit Tagen, ja seit Wochen setzt E, unerbittliche Wahrheit glÄwrdcn, schüttelte er dm Kops. Er konnte ^s immer noch nicht begreifeir, ivas mit Manon iii den wenigen Ltnnden — damals im August, als die Kriegs enlarung kam — vorgegangcn war. Wohl hatte sie niemals ihre sranzosischc Abstamnumg .verleugnet und ihre fast südländische -.atur widern tonnen, immer hatte sie mit einer kleinen Opposition gegen, alles, was deutsch tvar, gespielt, aber er hatte es stets nur für c,ne Laune gehalten, die sie aiisnntzte, um \idt interessant au machen. Wie ein Blitzstrahl ans heiterem Himmel hatte cs getrosten, als er am Tage der Mobilmachung glückstrahlend si"? doch mit einem leisen L>chn,erz ,m -Verzen über die bevor- stehende Trennung nnt der Mobilmachungsorder in seine malerisch« sieme Billa heinikam und Manon verschwunden war — spurlos vnschwundeii. ^.as Dienstnlädchtgl, das er nach ihr fragte, erklärte ihni etwas erftaimt, daß die gnädige Frau-am Vormittag bereits abgercist sei. Eineii Moment hatte er wie crfi-arrt dagestandm. Cr wiollte sich vvr dem Dienstmädchen keine Blöße geben. Er 383 ' „So — bann hat meine Fvau also doch beit Frühzug ge-, auotmticn. Sic tvar noch nicht ganz entschlossen heute morgen, als Ichtwg mußte." Woher er bie Kraft genornmen, bie Lüge herauszubriiigeu, wlußte er selbst nicht. Schnuren Scktrittes trat -er m feilt Arbeitszimmer - er stutzte: auf seiircm Diplom atett fianb unter einem mächtigen Strauß roter La France-Rosen Manons Bild und ein Brief. Er tonnte bas lange, schmale Format ihres Papieres, bas sie, wie \o vieles, noch immer aus Frankreich bezog. Knallgelb mit lila Umrahmung. . . . Hastig riß er ben Umschlag auf und las bie wenigen Zeilen. „Ich. kann nicht länger bleiben. .Ich hasse Euch Deutsche, ich hasse und verachte Euch. Verzeih' mir! Manon." Sie hatte französisch geschrieben, was er fich sonst ein sür^allemal verbeten hatte. Er lachte ans. Faßte sich an die hohe Stirn. Das tvar ibre Liebe . ... So- lohnte sie ihm seine Istngebenbe, verehrende Liebe, daß sie Um ohne Zaubern verließ in der Stunde, da er vor den Feind mußte. Hm einer Laune willen, einer fipen Idee .... Mehr veruiochte er in ihrent Verhallen nicht zu sehen, als eine Laune, ein plötzliches Durchgehen ihres Temperamentes. Kopfschüttelnd nahm er das Bild ans, das sie ihm auf ben Schreibtisch gestellt. Es war eine Aufnahme aus den letzten Tagen. Er hätte ausschreiew mögen vor Schmerz, lstitte henlctt mögen. . . . So unsagbar hatte er sie geliebt. . . . me würde er aushören sie zu lieben, nie sie vergessen können. Ein Paar Tage später war er mit einem Reserve-Felb^ Ar'titterie-Regimeut zur Front ausgerückt. Ein Brief Manons ans Eens hatte ihn kurz vor seinem Äusrncken erreicht: sie hatte es fertig gebracht, nach der Schweiz zu kommen unb betäub sich auf der Reise durch Frankreich %n ben Ihren nach Antwerpen. Roch einmal, Anfangs September, hatte er etwas von ihr gehört. Ein Brief durch Vermittlung eines Geschäfts freu nb es ihres Vaters in Hollanb war augekommen unb ihnt ins Feld nachgesaudk ivorbcn. Sie schrieb nur ein paar Zeilen. Daß sie glücklich bei ihren Eltern augelangt sei, bamals im August, und baß sie wieder bei ihnen )vohue in der Billa La Margna. Gerhard Lütten schaute auf. Er l)atte sich auf einen im Schußfeld gefällten Baumstamm gesetzt und den Kops in beide Hände gestützt. Es tvar unerträglich h.iß geworden.. Trüben au dein leis ansteigenden Hang, über und hinter und um beit sich die Stadt hinzog, lag die Villa Anatole Veno ins. Mit dem bloßen Auge konnte er die drei wuchtigen Stcinsäulen c rfc raten, i>ie beit Vorbau des ganz in Weiß - Marmor und Stuck gehaltenen Baues trugen. La Margna lag ganz abgesondert von den anderen Villen in riesigem, wunderbar angelegtem und gepflegtem Parke. Und dort toar jetzt Marion, sein .Ein und Alles, sein Lebensglück, fieberte vielleicht vor Angst und Furcht - und jeden Augenblick konnten deutsche Geschütze ihre Geschosse dorthin schleudern und altes vernichten, drüben sein Weib und hier ihn. Plötzlich sprang er auf, riß den Feldstecher aus dem „Futteral Und starrte irre gebannt durch das Glas zu der Villa seines Schwiegervaters hinüber. Alles Blut strömte ihnt zitnt Herzen. Eine wviße, scklan'tt^Gestalt war aus dein Hause getreten und blieb auf der untersten Stufe der breiten Vortreppe sie hon. Gerhard Lütten zitterte wie iin Fieber. Das war Manon, sein Weib, sein Glück! Er hätte einen Jauchzer ausstoßen, winken, rufen mögen - — kraftlos ließ er das Glas sinken: uienfand dort drüben hätte ihn gehört oder gesehen, seine Warnung hätte sie niemals erreicht durch das Dröhnen der Geschütze und das unaufhörliche Knattern und Rattern der Gewehre. In iähem Erschrecken, als habe er etwas Uneinbringliches versäumt, hob er das Glas wieder an die Augen. Tie Gestalt stieg die Slufcu wieder empor mit einer zlveiten/ eincnt Manne - in Uinfvrm, einem Offizier — jetzt gingen sic tu das Haus da laut noch einer zwei, drei, vier — ztvck au de re schleppten eine Kiste herbei - verschrauben im Haus- Er setzte den Feldstecher ab. Trüben lag alles lvieder leer und leblos da. Langsain erhob er sich und schaute auf die Uhr. Drei. Uhr Mittags. Bis zur augesetzten Stunde, da das Feuer seiner Batterie von neuem einsetzcu sollte, waren noch zu,ei Stunden Zeit. Er mußte ein wenig imhen, tvertn er nickt befürchten ,rollte, daß seine Nerven zwsammeubrächen unter der Last der Aufregung. Wie lauge er schon lag und sich in quälenden Träumen auf seiner Decke um herwälzte, wußte Gerhard Lütten nicht, als er plötzlich aufwachte. Eine Hand, hatte ihn leicht an der Schulter gerüttelt. Verwirrt blickte er auf. Leutnant Santen stand vor ihm „Verzeihuikg, Herr Haupttuann, es tut . mir unendlich leid, daß ich Lie Hören muß. aber cs bedarf dringend Ihrer Befehle. Trüben über der Ltabt, aus der >reißen Villa, kommen unablässig Licht-, und Lptegelsi guckte für die feindliche Artillerie _Gerhard Lütten war anfgesprungett und packte den jungen ^'I^ler am Arme. „Was sagen Sie — Spiegelsignale ams der Mißen Villa - aus Villa La Margna „Ich keniw ihren Namen nicht. Seit ungefähr zwcknzig Minuten geht die L-ache schon." „Das ist ja Benioins Villa - das ist Manon —" «r« -nL' 1 ' 1 ?! 1 ’ Ein paar Schritte und er Datie freien nt"".. dle Hohe und die Villa. Er lwb das Glas. Trüben lag alles still. Am Fitße des Hügels blitzte unablässig das Feuer und der Qualm arbette-ider G, schätze «nß An der Villa aber nichts, gar nichts Tic feindlichen Granaten schlngeit vorn bet der Insartteri« hinter^ den ersteii erstürmten Forts ein. Man mußte die Batterie zum 'Schweigen bringen. Plötzlich zuckte er zusammen Ter Leutnant neben ihm nies erregt mit der Recksten aus dia weiße Villa. „Jetzt kommen sie irjeder, Herr Hauptmann!" Gerhard Lütten zitl.rte am ganzen Körper. Trüben unter, dem Vorbau blitzte es plötzlich blendend hell auf und warf drei lange Striche den Hügel hinab. Spiegel signale . . . Leutnant; Santen schaute durch seiiwGlas. „TaS war die Ankündigung! einer Meldung. Tiefe drei Striche kommen jedesmal zu Anfang Ter andere stand wie erstarrt. Kein Wort brachte er über die Lippen. In der Villa La Margna spielten wieder die Morsczeichen: Punkt Punkt .— Strich — Punkt — Strich — — Sie mußten eine besondere geheime Abmachung haben. Lüttcir konnte sich die Zeichen nicht deuten. Tie Augen begannen ihm zu brennen wie höllisch Feuer. Trüben feuerten zwei, drei Batterien in die Linien der vorgehenden deutschen Infanterie. Jetzt mußte er — Ein Aufschrei rang sich über seine Lippen. Hilfesuchend faßte er nach deur Arme des jungen Offiziers. „Manon —! Manon—" Leutnant Santen stand ratlos. „Ist Ihnen nicht ivvhl, Herr Hauptmann —" Gerhard Lütten raffte sich auf. Hinter U>m war ein Reiter iii die Stellung eingeritten. Er trandte sich um. Ein Husareuoffrzicr sprang aus dem Sattel und pilte auf ihn zu. Schweiß und Staub bedeckten Reiter und Pferd. Er blutete leicht am Kopf. Hauplmann Lütten machte ein paar Schritte dem Ankominendeit entgegen. Ter Husar faßte salutierend an die Pelzmütze. „Oberleutnant von Camnrir, 2. Eskadron Husaren 9. Ich komme von der Spitze - auftrags des Stabs der Insanterie- Regiurenter. Tic weiße Villa dort —" er wies mit dir blutbespritzten Rcck)teii nach La Margua — „muß sofort unter Feuer genommen werden. Tic Infmtterie hat kolossale Verluste durch das Signalisieren." Gerhard Lütten war cs, als tvcnn ihni vor Gericht gesagt würde: Tu bist zum Tode verurteilt. Alles vorbei, alles aus. . . alle Hoffnung genommen .... Mechanisch legte er die Hand an den Helm. „Ich wollte soeben den Befehl geben. Wir wir wollten nur zuerst Sicherheit haben, ehe Wir einen —" er stockte dato Sdluttbc - - „einen solchen Treffer ttm. Das gibt ritten Vollttesfer." Er hob das Glas an die Augen und schaute zur Villa La Margna empor. Ein Zittern tief durch seineii starreit Körper. Aus der Treppe der Vorhalle staub wieder Jute vorhin Manon Beuoin — Manon Lütten sein Weib . . . , Mit plötzlichem Entschluß ließ er das Glas sinken. Seine limine klang ruhig und ohne Erregung. „Lassen Sie durchgeben, unten, alle Geschütze richten aus.die weiße Villa — fchtvien Sie die Karte nach: Villa La Maigna." Tann rvandte er sich an dett Oberleutnant von den nennten Husaren. „Kolossale Verluste hattett wir durch die dort, sagen Sie, Herr Kamerad?" „Wir hätten ein Drittel der Toten und VerivUudcten, wenn das nicht gekommen iväre. Tie Hunde . . . ." Er lvischte sich mit dein .Taschentuch das leis rinnende Blut von der Stirne. „Sie sind verwundet —" Ter Husar nickte. „Alles wegen denen dort! Eine Schramme nur, nicht von Bedcutting; ans dem Ritt hierher ist's passiert." Leutnant Sauten kaut zurück „Befehl ausgeführt. Batterie zum neuern fertig!" Gerhard Lütten dankte. Vor feinen Augen verschramm alles. Wie^in einem Traume sah er plötzlich wieder Manon, seine Manon: iui Lommer, abends trenn cr von der Universität kaut, ait dem ilcinen weißet: Gittertor zu dem Garten seiner Villa stehend und aus ihn warkeud. Tann kam sie ihm entgegen gelaufen wie ein Kind und er nahm sic in die Arme und süßte sie, intb sie wandelten Arnt in Arnt zurück zum Hause . . . Oder auf den Bällen und Festlichkeiten, die sie besuchten: die gefeierte, ge- rühmte Schönheit, um deren Besitz ihn Tausende bemühe hm . . . oder Wwun sie abends am Flügel saß und ihre weißen Else»Hände über die Lasten glitten und ihnen die schwermütigen, ichluckzeudcn. Lieder der Flamen entlockten . . . inanchnal sang sie dazu mit threr trvhllautcn tiefen Stiutme . . . Jetzt gaukelte ihm wieder ein Bild vor Augen: Manon ßkand auf der Treppe der Vorhalle vor der Villa La Margna, wie er es eben gesehen. Ahnungslos. Furchtlos. Ta kam etwas durch die Luft. Sausend, heulend — etn dounerglticker Schlag Lütlen riß sich empor. Seine ganze Gestalt» schien zu wachsen. Etivas gellte ihm plötzlich kn dett Ohren das, was der Husar getagt hatte: Kolossale Verluste hatten sie gehabt. . . Er trat ait das erste Geschütz und prüfte. „Gut. Mir feuern." Er schaute noch einmal kurz durch das Glas und reichte? dkm HU sa reu Offizier. Manon stand noch am gleichen Fleck. „Lehen Sie die wekße Franengestalt vor der Villa, Herr Kamerad?" Ter andere^nickte. „Ganz recht, jawohl!" ^Behalten Lie sic gut im Auge. Sic auch Santen." Lchtitzetw legte er die Hand u- ie ein eit Schirm über di« Aatgen, um -das Geschütz in der Sonne besser sehctt \n können. Hochaufgcrtchtet stand er da. * 834 „Alle Geschah soueru ghftchzestig. Befehl zum Feuern durchgehen? Erstes Geschütz — Fckuer?" §echs SMsse 'krackoden Suez bi nterv inander, lrenlend jagten die sechs Ladungen hinül»er zrrm ^entt* Langsam stieg der Pulver- damps l-ock». , . Tie Weiße Vi'la drüben in der 3oime lag tu ein Meer von Dampf und -QiUttlm gehättt Gerhard Butten jwr leichonblas; ge- nuorden, das Bl'rtt züngelte ihm an ioett sckjläfen emim’ wie junge Ottern. Langsam iruudte er sich vu den beiden Offizieren um. Kerne RtnMi zuckde in Kinen» Ge acht, nur die Hand hielt er fest anss Herz gepreßt. ^ „Tie weiße Geft-alr dort drüben, die m sahen, war mtme Kran . . . Äks war eilt Volltreffer, Hameruden. . . . " . vüchertlsch. — Adolf P a u l. Der b e w n st i c I e man d. Komödie in Akten. Um schlag Zeichnung von Karl Ar«vold. Preis geheftet 2 Man, gelnmden 3F0 Mw?, Verlag von Mbert Langen tu München. Ter Dichter Adolf Paul ist in diesen! Werk ein- echter Lohn des 20. Jahrhunderts, givoi fei süchtig und riet 'überzeugt von der ZweisentiFöeit aller Werte, von der ewigen Relativität Guten urrd Basen. Er h.rt diesmal feine skeptischen 0 ^- danleugünge in eine ait-lübischo K-iubdie versteckt) er tat das. gestützt auf sein schon oft bewiesenes grürrdtta>es historisches Wissen, das den Anschein erlvockt, als dichte er geradewegs aus den» Geist der Zeit und ihren Problemen heraus. So gut und dabrft unaufdringlich ist der mittelalterliche ^-pvechwn festgehalten. mit solcher Sachen ittuis ist das peinliche GerichLÄvefen geschildert, so lebendig bewegen sich Kaufherr und 5)7ndweAer. Geistlicher und Künstler in der bnuLerr Tracht von 1500, dag man die Gegenwart vergibt und nnr Sinn für den. äußerlich ganz dem Mittelalter gehörigen spannenden Vorwurf hat. Es ist die Geschichte des begabten und kecken Malers HMbeen, d».n sich der Teufel, der beivußte Jemand, jum Porträt isten ausgesucht hat. Aber der Maler, empört über den Eingrift in seine küElerisch und nrengchlicha Ueberzeugung, »veigert sich, das uNerlvünschte RLvdell anders denn mit der überlieferten wüsten I-ratze M malen, wenngleich der Teufel ihn den Widersinn seiner Ernpönrng nachveist: hat Hohl- beeu doch, gleichfalls gegen seine Ueberzeugnug, für schnödes Gold die hasst ich? Tochter des Kaufherrn Tvgewten-e-. als Engel darge- stellr. Und aus dieser einen Untreue gszsn sich selbst wird -folgerichtig die ganze .Handlung b'rgeleitet. Ter beleidigte Teufel versengt den 'Maler in schlaf und richtet in dessen HKstalt alles Unheil der Wett an. Ter Tür nt er >f riegSansgLrbe Herausgeber: I. E. Frh' v. Gvotthnß Biertellührlick (6 Hefte ^ 5 March Einzel Heft A» PfM Pr obeheft portofrei (Stuttgart, Greiner L Pfeiffer). Ans dem Inhalt des ersten September bestes: Tein-tratst: und Mvnar-. ckfte Von I. E. Freihernr twn Grottljuß ^ Meister Thieme. Eine Novelle van Eilhord Erich Pauls. Der Begriff „Belgien". Vor» I. E. Freiherrn van Grottchrst Was ist Wahrheit? Vom Re 'chStagsabgoordueten Prof. Tr. Werner-Niesten „R-evoln- tionshäfftuing! > Von Johannes — Wanderrrngen. Von H Vast. — Ausgleich? — Bech.nann. - Wie .England leibet, ohne xn klagen. — Tot dem Schlot! Von Kurt Arven. — „Heldenhaiue", Schutzwald und Woldgärten. Von Forslmreister Tielrftb — Türnrers Tagebuch: Der Krieg A-rrf der Wirrte — Kmist- bei lagen. — Hans Wettich: Die M a \ d> i u e in der Karr-; Tat uv. Verlag der Lustigen Blätter, Berlin. — Es uoar ein änderst glücklicher Ged-arfte, der den Verfasser veranlagte, dieses für Jeden Laien nnd Fachmann chochirrdere staute Werckä-en der Oestentlichkeit M übergeben. Mit fernem Sinn und Verständnis für die Entwicklung unserer Masckünentechnck sind hier mit trefflich erläuterndem und vockudem Tert die Mri-aturen der Technik aus Iohrlninderten zusturnucngestellt, und bis in die neueste Zeit b'iieiu, zeigt das Buck» die ,rn Papier gebrachten. u.dopWsck^eni Fanlasiegebilde Nichts bleibt serschont. Tie Mseubahnen, da- Fahrrad, der Kraftn.»ageu, der Magn-etisuvrs, die Elektrizität zu- fammeu, sie alte fügen sich in den Rahmen der Karikatur und der Groteske und bei'.»eisen in der Art der Bildniswiedergabe die selbst verspottete Idee des Mensck^en, in der Maschine eine Art lebendes Wesen zu erAicken. Jede«! Freunde der Technik, jedem Liebhrber der Karikatur kann d»os geschnackvoll ausgestittete Bändchen nur empfohlen lverdot». Gictzener Hausfrauen-Berein. Kochanweispngen. Eine Frucht, die unsere Hairssrauen immer nock> nicht genügend würdigen, und die manches Geniüse ersetzeu -arm, ist der Kürbis. Wir bringen h.'nte einige Vorschnsten. r b i s m ü )' e: ^ T-er Kürbis wird gesckKlt, in fingere lange schmale Stücke geschnitten, in .Salzwasser zehn Munten gekocht, und mit Bl»menkohlttcnke. die iuan nrit Buttermilch macht, angerichtet. Bchri'tleüung: Fr. R. Ze«tj. — Zwilliugsrunddruck und Verlag der Kürbissatat: Ter Kürbis l-oird geschält, einige ^>trerff» festen Fckeisches L»eransgefchnitten und auf .dem Gurkenl>obel in feine Scheilnlm» gehobelt. Mm» salzt mm den Salat, gibt Ejfta und Oel, etivas Pfeffer und wenig Zm-ke» dazu, mischt gut durch nnd serviert bald Aon besten schmeckt dieser Salat, der dem GuAensalat cchuelr, von dem sogenannten Melonenkürbis, veffdnl - Fleisch zarcker ist als das des ge'.oöh ilich?n Kürbisses. F a l s ft» e Mirabellen au s K ü r b i s: Ans dem garten Kürbis sticht inau mit dem Bällchen eisen kleine runde Kugebn Ms. Ans ein Pftmd Kürbivl'ugeln nimmt man zweihundert Graumt Zncker, Saft und Schale einer halben Zilrone und ein fingere l-anges Stück Vanille. .'Mit ganz rvelftg Wasser vochi man den Zuckersaft, .legt die Kugeln hinein, nnd docht sie langsam, bis sie glasig^werdeu, gibt das Gewürz dazu nnd füllt sie in die Gläser oder Steintopfe. Aach einigen Tagen schüttet man den Saft ab, Docht ih.r auf und giesst ihn erkaltet wieder daraus: dies loiederholt man noch einmal, und bindet d.rnn gut zu. Kürbis m a r m e l a d e: Zu einem Pftind gesckstilaen Kürbis-^ schnitzen, vier Omitttm, ein halbes Pfund Zucker. Kürbis und Quitten tverden geschalt, in Stücke geschuitie.i, durch die Fleisch- ntaschiue gepresst und mit dem Zucker und einer Stange Vanille zu nner steifen Marinebade gcstcht. Nimmt ucan ivenigec Zucker, so gebe man nach dem Kock)?n etwas aufgelöstes Beuzoe-Aatronj dazu. K ü r b i s m a » m e l a d e m i t Brvmbee v c u : Bier Pfnich Kürbis und ein Pfund Bvombeeren, zwei Pfund Zucker. Kürbife und Brombeeren durch die Fleifchmastlnue getrieben und mit Zucker zu einer steifen Marmelade geaoclst. Pfefferfürbis: Aus de.n festen Fleisch des Kürbisses schneidet .man fingerlange nnd fin-gerdicke Streifen, salzt dlckse ein und lässt sie vierrrndziuaustg Srinweu stehen Am anderen. Tage wird das Wasser abgozossen, die Kürbisse zioisck-eii einem Tuch getrocknet, darrn Äo-cht man .glitten Mein-essig, chesst ihnj etkaltet über den Kürbis, am dritten Tage uoird der Eftig wst-deir aufgeliocht. TM-an schüttet idann de»t Kürbis mit dazu, lässt iün schnell einmal anfftochen und stellt ihn sofort kalt. In einem Steintopf nn'ridöu tz-nn die Kürbisstveifen uiit Pfefserkbrnent- kleinen Zlviebclu, Lorbeerblättern, Till amb Estragon eingeschichtet, daun verbindet man den Topf mit Perganrentpäpier und stellt ihn an einen kühlen Ort. Man achte darauf, daß der Essig sttchs über dein Kürbis steht, da letzsecer sonst schimmelt. S fii f f li r bis: Der Kürbis wird in breitt', ettva fingerlange Streifen geschuirden, die man mit Salz bestreut. Auf ein Pftnid Kürbis nimmt man zehn Gramm Salz. Machdem die Stücke vier- undzlvailzig.Sturrdeu so gestanden haben, lässt mau sie auf einenr Siel» abtro.ftlen. Sie werden in einen Steintops getan, darru ftucht man guten Weinessig halb mir Wasser vermischt) auf ein Pfrord Kürbis einen viertel Liter Essig, lästt den Essig ertalten und gießt ih.r auf den Kürbis, der.damit ein bis z:vei Tage stehen kann. Am folgenden Tage Dcht mrur den Essig au? rrud gießt ihn kochend ruck den Kürbis. ^Anderen Tages -gibt mau deir Kürbis auf einen Durchschlag und schick»tet ihn mit folgenden Gewürzen in einen Steile dopf: Aus'je em Pfund Kürbis nimmt man zwanzig Gramm Ae ft re Zwiebeln, zchu Pfefstiköruer, zehn Gramm irr Würfel geschnttteuckri. rohen Meerrettich, ein Loabeerblatt, fünf Gramm SenftönreV^ eine halbe Kiüoblauchzel>e, eine Dilldolde, Estragon, zwei Gramm Retten, aus denen man die runveu Köpfchen herauSgelnochQr hat, da diese sckwrrze Flecke verursachen. Der Esftg tvird wach eftuual cmfgeÄcht und auf den Ktirbis geg-ossen, hierauf wird der Twps mit Peraamontpapier z-rlgebmideu mrd an einem kühlen Ort ausbv- tüahrl. Um Schimmelbildung zu verhüten, ist per Essig nach eirriger Zeit aufznvock»e,k ® ♦ » Rtihcnriilftl. 1 Teil des BauureS • ^ O S. Wild • ♦ » Z. Märchertgestalt • ♦ O i. gei ltche Würde G b. Lustart & H 9 6. Vorname Die Buchstaben AAA, S. l>. LLL. F, G, H, 0, It, 33, nach deur Muster obiger Fagtzr derart einzutrage«», daß die «vage- rectjten Reiben Wärter vor: der beigefügteu Bedeukftng bilden, «oahrend die mittelste serrkrechte Reihe ein beliebtes Reiseziel im Sonrmer bezeichnet. (Auflösung in nächster Nrrmmer.) Auslösung des Ergänznngsrätsels in voriger Nummeri ttatur, Werk, Zlchel, hasse. Lob, Ast, Vers, Lirlde, Brot, Gelst, Orga«, Znave, Perle, Bord. Ente. Nur lver sich selbst verliert, ist ganz verloren. Schuppli. rr"chl*sche,' UnioersrtätS-Brrch' und Steindrnckecei. R. Lange, Olirütn,