Mittwoch, den 22. August Der rcüfelfiafte Feind. Rmnan von Sven Elvestad. (Fortsetzung.) „Woher wollen Sie aber so sicher wissen, daß diese Sperren von dein Pferde des Rittmeisters herrühren r' „Da9 habe ich auf dieselbe Weise festgesdellt tvie Sie selbst," antwortete der Advokat und blinzelte den. Detektiv wieder spöttisch an. „Sie müssen vorsichtiger zu Werke gehen, wenn Sie die Indizien verbergen wouen, die gegen Ihren Freund, den Herrn Rittmeister, sprechen. Eine halbe Stunde, nachdem Sie im Stall gewesen waren und die Hufe der Stute untersucht hatten, wußte ich davon, und nun tvar ja altes klar." „Mit andern Worten, der Rittmeister ist von allen Seiten mit böswilligen Spionen umgeben," rief Krag nicht wenig gereizt. „Ja, er soll sich nur in acht nehmen. Das Netz um ihn hieht sich zu. Morgen früh hat er vermutlich seine Rolle pusgespielt, wenn ich als Zeuge anftrete." Asbjörn Krag ergriff den Mann an seinem Kragen- -Ufschlaa. „Ich will Ihnen einmal erwas sagen!" brach er los. „'Es ist mir gleichgültig, was Sie morgen vor Gericht in dieser Angelegenheit Vorbringen werden. Aber ich bin nun einmal fest davon überzeugt, daß der Rittmeister unschuldig ist. Und außerdein glaube ich, daß hier von verschiedenen Personen Ranke geschmiedet werden. Dieses Ränkespiel aufzudecken, wird meine erste Aufgabe sein. Und bei dieser Gelegenheit werde ich auch, klarstellen, welche Rolle Sie in diesem Drama spielen. Gute Nacht, mein Herr. Setzei: Sie nur Ihre Untersuchungen weiter fort." Der Detektiv ließ den Advokaten stehen und entfernte sich eilig. Nicht lange daraus setzte auch dieser seinen Weg sort und nahm die Richtung den:! Hofe des Rittmeisters zu. 10. Kantel. Der Schrei. Asbjörn Krag ging durch die Felder und näherte sich der:: großen Besitztunk des Kaufmanns. Die Fenster des Hauses waren erleuchtet und schimmerten durch die zunehmende Dunkelheit. Ar: einer Biegung des Weges blieb er plötzlich verwundert stehei:. Eine Dame kan: ihm entgegen. Es war Dagnt). Krag grüßte, und Fräulein Holger nickte ihm zu. Daglih wollte erst schweigerck an ihm Vorbeigehen, aber dann war es, als bedächte sie sich. Sie tat Asbjörn Krag herzlich leid, dem: sie sah verstört und totenblaß ans. „Wie sonderbar, daß wir uns hier treffen," sagte er. „Das war von mir auch nicht beabsichtigt," erwiderte sie. „Ich nahm an, Sie seien bei ihm —i bei dein Herrn Rittmeister." „Ich vorllwe eben voi: ihm her. Darf ich mir die Frage erlauben, wo Sie Herkommen, gnädiges Fräuleins „Ich bin ein wenig spaziere:: gegangen." Asbjörn Krag betrachtete das Mädchen forschend. „Habe:: Sie wirklich Lust, jetzt zu dieser Zeit spaziere:: zu gehen, lvo Sie doch leicht einer peirrlichien Musinerkfam- kett aus ge setzt sein könnten?" „Nein, ick babe keine große Lust dazu." „Dann sind Sie also an einen destinunlc Ort gegangen?" „Ja." „Haben Sie eilten Feind oder einen Freund ausgesucht?" Fräulein Holger schwieg längere Zeit. Es war deutlich zu nterkell, daß sie nach Fassung rang. Endlich stieß sie die Worte hervor: „Ich hoffte, ich würde keinem Menschen begegnem Nun ich aber doch mit Ihnen zusammengetroffen bin, habe ich eine Bitte an Sie." „Nur heraus damit, liebes Fräulein." _ „Versprechen Sie mir, dem Rittmeister nicht zu erzählen, daß Sie mich hier getroffen haben." „Das verspreche ich Ihnen. Haben Sie sonst noch eine Bittet „Nein," antwortete sie und machte Anstalt, weiterzugehen. „Dani: möchte ich Ihnen etwas sagen. Sollten Sie sich in den nächsten Tagen einer großen Gefahr ausgesetzt sehen, so lasser: Sie n:ich rufen." Dagny nickte nur und gab mit Worten keine Antwort. Aber als sie eine kleine Strecke gegangen tvar, wandte sie sich, um zu sehen, ob der Detektiv ihr folge. — Krag lvar stehen geblieben und starrte dem jungen Mädchen nach, bis es hinter einer Wegkrümmuna verschwunden war. Dann schüttelte er den Kopf und ging in der entgegengesetzten Richtung weiter. Er fühlte sich sehr erregt von der unerwarteten Begegnung, und er hatte das bestimmte Gefühl, daß dieses Drama noch nicht zu Ende gespielt sei, daß sich in: Gegenteil jede Stunde etwas .Neues ereignen könnte. Zu welchem Zweck war die junge Dame um diese Tageszeit unterwegs? Was hatte diese Geheimnistuerei zu bedeuten, mit der sie sich umgab? Der Detektiv sing an zu vermuten, daß er sich noch weit vom Kern der Sache befinde. Wenn er ihr weiter nachspürte, würde er vielleicht auf noch größere Rätsel stoßen. U:rd wenn er sich die verweinten Augen der jungen Dame vorstellte, dann überkam ihn eine Ahnung, daß etwas neues Schreckliches ihrer warte oder vielleicht schon einaetroffeu sei. Unter solchen Gedanken war Asbjörn Krag beim Hause des Kaufmanns angelangt. Er trat ssin und verlangte den Kasuftnann zu sprechen. Dieser erschien auch sofort. Krag merkte chm gleich eine gewisse Zurückhaltung an. Der Manu sprach ausweichend, 366 in langsamen Sätzen, und suchte die Sache möglichst zu umgehen. Dem Detektiv wurde schnell klar, daß die Leute der Geaend mißtrauisch gegen ihn geworden waren, weil sie meinten, er habe die Partei des Schjuldig-on ergriffen, der in ihren Augen niemand anders sein konnte als der Rittmeister. Es wurde ihm unheimlich MMüte, wenn er an den unendlichen Schaden dachte, den solch eine vorgefaßte Volksmeinung in eurem bedeutenden, schwierigen Falle aurichten kann. Gewiß würde er aus Gesprächen mit den Nachbarn seines Freundes, tvie er jetzt eines anzjuknüpfen versucht yatte, nicht viel herauszuvrtngen vermögen. Aber der Zufall, der Mbsö.rn Krag schon mehrfach in wunderbarer Weise zu Hilfe gekommen war, tat dies auch jetzt. Er unterhielt sich mit bent Kaufmann in dessen Stube. Auf dem Tisch befanden sich Schreibsachen, Feder imb Tintenfaß, sowie mehrere Papiere, darunter^ruch ein an- aefaugener Brief. Dieser Brief fiel Asbjörn Krag in die Äugen, und als er die Handschrift sah, war er so verblüfft, daß er seine Bewegung kaum zu verbergen vermochte. Diesen Brief mußte er haben! Uitb er mußte ihn womöglich so in seinen Besch bringen, daß der Kaufmann nichts davon merkte. Nun hörte Krag anscheinend aus, den Kaufmann über den vorliegenden Fall und die darein verwickelten Personen auszuftageu, Und betrachtete sich statt dessen die Photographien an den Wanden mit großer Aufmerksamkeit. Und siehe da, es währte nicht lange, da befand sich der Brief in der Tasche des Detektivs. Der Kaufmann hatte nichts gemerkt. Nun ging Krag nach Hause. Es war inzwischen neun Uhr geworden und bereits recht dunkel. Dennoch zog der Detektiv den Brief aus der Tasche und las, was da geschrieben stand. Es war ein ^anz gewöhnlicher, noch unvollendeter Geschäftsbrief, der sich um den Verkauf eines Waldes drehte. Aus dem Inhalt ging deutlich hervor, wer den Brief geschrieben haben mußte. Außer diesem legten Punkte bot der Inhalt für Asbjörn Krag nicht das mindeste Interesse. Die Handschrift war es allein, die sein Interesse gefangen hielt, und er zitterte vor Freude über seine Entdeckung. Das war der erste Lichtstrahl tn diesem geheimnisvollen Dunkel. Abs nun Krag langsam über die Felder ging, hörte er plötzlich aus der Richtung, wo des Rittmeisters Haus stand, einen Säuret des Entsetzens. Asbjörn Krag blieb erstarrt stehen und lauschte in die Dunkelheit hinein. Dieser Schrei war ihm durch Mark Und Bein gegangen: er kam ihm vor, wie der Hilferuf eines Menschen in höchster Not. Anscheinend war der Schrei von der andern Seite des Gehölzes hergekommen, wo das offene Feld war, das an den Hof des Rittmeisters grenzte. Asbjörn Krag blieb längere Zeit stehen und lauschte, ob sich der Schrer wiederholen werde. Er wartete mehrere Minuten, da aber alles still blieb, ging er entschlossen weiter und beeilte seine Schritte. Er hatte ein unbehagliches Gefühl, daß in der Nähe von des Rittmeisters Haus etwas vorgefallen sein müsse. Krag erwartete halb und halb, das ganze HaUs in Aufregung zu finden; als er aber heimkam, war alles ruhig, und die Fenster leuchteten friedlich in die Nacht hinein. 11. Kapitel. D e r S ch u l d i g e . . . . Aus dem Hofe traf Asbjörn Krag den Verwalter und ^ing sofort ans ihn zu. „Ist etwas vorgesalleu, -Herr Verwalter?" fragte er. „Borgefalten?" versetzte der Verwalter, der sich die Frage nicht zu deuten vermochte, und schaute den Detektiv erstaunt an. H ^ dc>rt auf dem Wege war, hörte ich einen Schrei," erklärte Krag. „Er schien von dieser Seite zu kommen." fjji/v'' - en Schrtü? Hier hat niemand geschrien, das weiß 4 -A" Verwalter betrachtete den Detektiv mit mißtrauischen Blicken. Er war ein breitschultriger, gesetzter Land- mann, dem es augenscheinlich merkwürdig vorkam, was sich hier, für Dinge ereigneten, seitdem ein Mann von der Polizei m dieser sonst so friedlichen Gegend angelangt war. Asbjörn Krag deutete auf dem Rand des Gehölzes, das einige hundert Meter vom Hause des Rittmeisters entfernt war. „Dorther kam der Schrei," sagte er. „Er hörte sich an, als ob er vom Rande des Gehölzes herkäme." Nun fing der Verwalter an zu lachen. ^,Dann waren es die Pferde!" rief er. „Die schreien zuweilen so, wenn es dunkel wird." Bei diesen Worten deutete er auf die Wiese hinaus, auf der sich mehrere dunkle Schatten hin- und herbewegten. Das waren die Pferde auf der Weide. „Es wird wohl die wilde „Eva" getvesen sein, die so geschrien hat," meinte der Verwalter. Die Pferde! Asbjörn Krag schwieg nachdenklich. Sein Gehirn arbeitete angestrengt. „Ist des Herrn Rittmeisters Reitpferd sehr wild?" erkundigte er sich. „Die „Eva" hat ihre Zeiten," erwiderte der Verwalter. „Es kommt zuweilen so über sie. Ich kenne mich mit diesem Pferde nicht aus." Asbjörn Krag brach die Unterhaltung kurz ab. „Dann ist es also wohl eines der Pferde gewesen," sagte er, nickte dem Verwalter zu und ging seines Weges. Als er einige Schritte gemacht hatte, drehte er sich, um und fragte: „Ist der Herr Rittmeister zu Bett gegangen?" „Das weiß ich nicht." Die Pferde! . . . Krag überlegte. Sollte das möglich sem? Sollte er den Notschrei eines Menschen und den Schrei eines wilden Pferdes nicht zu unterscheiden vermögen? Als Krag ins Zimmer kam, saß sein Freund am Kamin und wärmte sich; eine lange Pfeife hing ihm schlaff im Munde. Er schlummerte, wachte aber sofort auf, als die Schritte des Detektivs erklangen. Krag trat mit Absicht hart aus, um ihn zu wecken. Der Rittmeister fuhr auf und starrte den Eintretenden mit schlaftrunkenen, wirren Hingen an. Wie um sich zu entschuldigen, sagteer: „Ich habe in den letzten Tagen kein Auge zugetan." Asbjörn Krag setzte sich an seine Seite, und seine Stimme hatte einen weichen Klang, als er sagte: „Armer Freund!" Der Rittmeister preßte die Lippen zusammen. , ,,,'Jch habe mich nie gern bemitleiden lassen, und ich möchte auch nicht von dir bemitleidet werden," sagte er. Krag schwieg eine Weile, dann sing er an: „Auf morgen ist wieder eine Verhandlung angesetzt. Ich balle es für wahrscheinlich., daß das Gericht den Entschluß faßt, eine Verhaftung vorzunehmen. — Das scheint dich nicht stark anzufechten?" „Geschehe, was da wolle, ich. werde die Fassung nicht verlieren," erwiderte der Rittmeister mit stoischer Ruhe. (Fortsetzung folgt.) Llaire. Skizze von Otto Törn er. ™ rM denr zertretenen Rasen des Malles, der die Pariser Vorstadt Pantrn von der großen Festung trennt, lagert eine müßige Lclxir der vom Kriege Ueberraschien, die rücksichtslos aus aller Regelmäßigkeit herausgemorfen siird und nun außer Mmst der müden September sonne das Schauspiel genießen wollen ben_ Fernd erirrücken M sehen. Man sagt, daß Paris als offene stadt erklärt worden fei; desto besser für die Leute, b'sitze^ ^ern Landhauss in den sicheren Provinzen. Claire ist auch gekommen, heute wie gestern irnd alle sonnigen Tage, seit ihr geklebter Hans sie so plötzlich, so ganz ohne Mschaed verlchsen hat. Oder ist er rricht mehr jhr lieber Hans? Hat sie vielleicht den Viktor lieber, den lustigen Vetter-, der Hansens Nachlfolger geworden ist und der, als das Vaterland rhu gerufen, dein Mädchen geschworen hat, den deutschen Trännrer und Dichter unter Millionen F-eiirden heraus^ufinden? Auf wel- chen von beiden wartet sie hier? Sie >veiß es nicht und wischt sich dre Augen, erns für Hans, das andere für Viktor Tie Leute auf dem Walle nutzen den schönen Tag unb bte nicht weniger schone Freiheit, die zwar nickM einbringt, aber auch nicht viel kostet. Sie trinken den Wein ans der Flasche und essen aus dem Papier; sie suchen mit Ferngläsern den Horizont ab und machen Späße. Furcht haben sic nicht, da io viele bciiammen find. Claire sitzt abseits und schaut ins Weite. Sic überlegt, ob ,hr der Großvater mit Rat und Trost die Unruhe aus dem Herzen nehmen kann. Ter alte Mann hat'ihr ja auch zu Viktor geraten, als Hans nicht mehr da war; mag er nun auch weiter für die Ruhe rhriÄ Gemütes sorgen. Tenn vvir dem Tage all, da fre femen Rat befolgt und dem lustigen Detter endlich Gehör ge, 367 fdjien'fct hat, ist die Unruhe über sic gekommen. Ne l-at ihren neuen Freund aufrichtig lieben Mollen, hat aber dabei den Hans nicht vergesse,: tömwu. Das ist nämlich ein lieber, guter, komischem Kerl gewesen, so ganz anders wie ihre Landsleute. Vom Tanzen lund Trinken, vom Boulevard und von: Kiiw hat er nichts wissen Mollen; aber den abendhellen stillei: Park Monceau hat er geliebt, ans der Terrasse vor: Dt. Germain hat er stundenlang träumen können, und durch die Wälder von Montmorency ist er krentz Und quer gelaufen. Dein liebster Auferithatt ist aber tvvhl der Friedhof Montmartre gewesen; derrkt nur, ein Kirchhof! — Ta hat er manchmal bei einen: großen Denkmal gesessen- der loetfre Stein trägt den Kops eines Mannes mit einen: langen Barte, die Augen schauen sinnend, fast traurig aus ein Blumengärten, das den Stein umgibt, und auf dem .Steine sind Worte gemeißelt, die Claire nichit versteht, deren Schönheit sie aber immer wieder f ckühlt hat, wenn ihr lieber Hans sie langsam, feierlich gesprochen^ laire fmtn sie sogar ein wenig:rachsprechur, so aufmerksam ist sie dabei. gewesen, und indem ihr das alles tvieder dilrch den Sinn geht, kommt es leise, stockend, unbeholfen von ihren Lippen: Wo wird einst des Wandermüden letzte Ruhestätte sein? Unter Palmen in den: Süden? Unter Linden an dem Rhein? Ja, diese geheimnisvollen, sanft gleite:ck>en Verse hat der Träumer Hans in mancher stillen Stunde ihr ins kleine Ohr geflüstert, lmd wenn sie daran denkt, daß dieser gute, tveiche, scheue Mensch nun Soldat ist, daß er Säbel uird Flinte handhaben imb blutige Wunden schilagen soll, so must sie bei aller Traurigkeit und Sehnsucht ein wenig in sich hineinkichern. Ach was ! Das Trauern tzmd Sehnen gilt ailch gar nicht den: Hans) der ist ja ein Preuße, ein Feind, ein Verräter, ein Feigling, der nicht einmal Abschied von ihr genommen, der sich lvie ein Dieb in der Nacht fortgeschlichen hat, der sicher nicht mehr an sie denkt. Ta ist der Vetter Viktor doch ein anderer Kerl. Wie verwegen sitzt dem das Käppi auf den: Krauskopf, wie hat er so schiön. so würdig, so stolz von der Soldatenpflicht, von der Liebe zum Baterlande gesprochen; mit welcher Beredsamkeit hat er ihr bein: Abschied Treue bis in den Tod gelobt, und ein Wiedersehen in vier Wochen, eine festliche! Hochizeit in Aussicht gestellt. Ja, der Viktor ist aus anderem Holze geschlitzt wie Hans. Und doch! Wenn sie an den zurüKen'kt, wenn sie vergißt, was er jetzt ist und tut, — ach! wenn sie ihn doch noch einmal so habe:: könnte wie ir: den süßen Sommerabend- StUnden, im Park, im Walde, auf dem Friedhose, oder im gemütliche:: Zimmer hoch oben im fünften Stock, bei Tee, kleinen Kuchen, Singen und Mandvlinenspiel. Miun hilft alles nichts mehr. Ne nrnß zum Großvater und sich die dummen Gedanken von: Herzen schwätzen, und er muß dafür sorgen, daß sie nicht mehr Wiederkehr en. Der Großvater ist glttig, klug und so alt, daß er in allen Lagen des Lebens und der Liebe gründlich! Bescheid weiß. Er streichelt seinem Enkelkinde die schinalen Backen, setzt ihn: ein Gläs- " chen Kirschwasser vor und nickt zu allen:, was es sagt und klagt. Aber guter Rat ist teuer. Als Claire mit einem tiefen Seufzer, geendet, sitzt der alte Mann da, den Weißen Kopf aus die Brust gesenkt Und sagt kein Wort. J'ept nicht er sogar nicht mehr, so daß Claire ihn schüttelt und unwillig anfährt; „Ich glaube, da: schläfft, Großvater!" „Rein, mein Kind, wenn ich schlafe, so fchinarcke ich ein bißchen. Tu hast mich doch nicht schnarchen hören?" Dem Mädchen kommen die Träne:: vor VerzavviflUng ob solcher Gleichgültigkeit. „Hast du denn gehört, was ich gesagt habe, Großvater?" „Vollkommen. nr-ein Töchterchm." „Und du kannst mir gar nicht helfen?" „Vielleicht, mein Püppchen, ich will darüber Nachdenken." — Claire steht auf, mit ein-em böser: Mund und düstereu Augen. Sie leert nicht einmal das Gläschen Kirschlrvasser, bietet dein Alter: nicht wie sonst die Backen.zum flüchtigen Kusse; sie zieht ihn: den Bart, aus anerzogener Zärtlichkeit, mehr aber ans ^ Aerger, und sagt; „Jvtzt kannst du ivarteu, bis ich dich wieder besuche." Damit geht sie und wandert zurück nach Pantin, bekümmert, verdrießlich und zornig gegen das Mam:sVolk, gegen die Jungen Und die Alten. Au: besten ist es wohl, wenn sie ir: der: Kanal springt, um den: Großvater, den: Viktor r:nd dem Hans ein recht großes Leid anzutun. Mer nein! Ein größeres Leid wird es fiir die sein, wenn sie sich einer: neuen Freund sucht, und daß sie der: sinder: wird, gleich morgen auf den: Wall unter de,: vielen junger: Burschen, )ne da lachend und scherzend nach dem Feind ans- schiauen, dessen ist sie — nach einem herausfordernden Blick ir: das Spiegelglas des nächsten Putzladens^- gewiß wie immer. Der Großvater aber l-at sich an den Tisch gesetzt, hat Tinte, Feder und Papier genommen .und einer: langen Feldpostbrief an der: Viktor geschirieben. — Reichlich vier Wochen sind verflösse::, da hat Claire den: alten Manne wieder einen Besuch gemacht. Doch rvie ist sic da vergnügt gewesen! Wre hat sie den Großvater herzlich umarmt und mit !vel- cker Geheimnistuerei bat sie ihm einen Brief von Viktor zu lesen gegeben. Rich,t alle Stellen, Gott bewähre! - denn das meiste, was ihr der lustige Vetter geschrieben, schnkt sich nicht für alte Leute. Aber da, Uno es heißt, daß die ganze feindlich»? Armee besiegt,, gefangen, getötet ist, darunter auch — leider der Hans, der Träumer, der Arme, das darf der Großvater lesen. „Und nun gelwre ich nur noch Viktor, brauche mir wegen Haus keine Gedairken weh: zU. machen, da er ja tot ich nickt wahr. Großvater? Es ist ja auch schioi: sv lange her, weiß kaum noch, :vie es mit ihm war. habe .'hu fast vergesse:: — Der Großvater nickte zitsttmmend, lächelte wie eu: S-chjalk, dem ein guter Spaß gelungen ich und schenkt seinein E::?elkinde ein GläÄhen Kirschwasser ein. Das weitze Uorn. ^tachdem Roggen mck Gerste wohl in alle:: Gauen unseres Vaterlandes glücklich unter Dach und Fach gebracht worden sind, ist jetzt überall die Weizen ernte in vollen: Gauge. Ter gvtisckM Raine des Weizens hvaiteis bedeutet so viel lvie das weiße Korn. In verschiedenen deutscher: Mundarten wirb heute noch der Meißen als Weißer: bezeichnet, so ii: der schrveizerisck-eri, ober-schwäbischer:, elsässischen, oberhessischen, rvettermrischen nnd lu^emburgischeir Mundart. Die Gerste lvar die älteste in Mitteleuropa bekannte Getreidcart, nach ihr machte mar: die Bekanntschaft mit dem Weizen Und dann erst mit dem Roggen. Ta die Gerste ein dunkles Riehl ergibt, so tvirrde also der Wetze:: im Gsgensatz zu ihr als das weiße Korn bezeichnet. Auch die Körner des Weizens zeichnen sich ja durch eine hellere Farbe gegenüber de:: übrigen Getreidearten aus. Ms die Heimat dieser feinsten Getreideart sieht man nach den Ergebnisse:: der neuesten Forschungen die Euphrat! ä:cker an. Bon hier aus wunderte der Weizen mit bei: Kulturvölker:: nach Westen. I:: de:: ältesten Urkunden je::er Völker tvirid er bereits als Brot- iruckit erwMit. In: erste:: Buch Moses (18,6) lesen wir: „Mraham eiste ir: die Hütte zu Sarah (als die drei Männer bei ihn: eingekehrt waren) und sprach; „Eile :md menge drei Vtaß Semmelmehl, knete und backe Kuchen." Mit dem „Semmelmehl" in der liebersetzung Marti:: Luthers ist Weizenmehl genieint. Tie Chinese:: kannten den Weizen schon 3000 p. Ehr., sie bauen ihn heute vorwiegend als Gartenbanfrucht an. Nach deri: vm: ihnen geübten Verfahren bestockt sich jede Wurzel viel reichlicher als ber uns, tvaist also weit mehr Äehren aus als in unserem althergebrachten Feldbau. Da mithin die Ernte reicher ansfällt und weniger Korn zur Aussaat erfordert tvird, würde es -sich, 'so schreibt stns ein Mitarbeiten em-fehlen, dies chinesische Verfahren, das keine besonders große Mühe erfordert, auch bei iüu? zur Einführung zu bringen. Tie Laubenkolvnisten, die Besitzer oder Pächter Kerner Ackerparzellen usw. könnten sich cu:f diese Weise eine:: Teil ihres Bedarfes an Brotfrucht selbst anbauen. In de:: alte:: Mmniensärgen Aegyptens ist uns sogar Weizen a::s der allerältesten Kultnrperiode Aegyptens» bis in unsere Tage anfbewahrt worden. Tie :mn:er noch tvieder- kehrenden Behairptungen, daß man solchen Weizen zum Keimen Und Blühen gebracht habe, sind selbstverständlich unrichtig. GS steht fest, daß der Pariser Gärtner, dem dortige Mtertnlnsforscher die Körner des Mumienweitz-ens tu Killtur gegeben hatten, den leichtgläubigen Pariser Gelehrtei: eine:: Streich gespielt hat. Seither aber wurde das Märchen von dem keinrfähig gebliebenün Muniienweizen in die Welt hinausposaunt. Bei den Aegyptern, Griechen Und Römer:: war der Weizen die vorzüglichste Getreideart. Statt des bei uns gewöhnlicknen Hafers bekamen die Pferde in: alten Griecheulmtd Gerste als Futter; reiche Hcckden aber gaben, wie wir aus Hoiuer ersehe::, auch Weizen. So ruft in: 3. Gesang des Ilias Hektar aus; „Wohlauf, ihr ineine Rosse, zeigt euch dankbar für die gute Pflege, die euch Andwmache hat ange- deihen lassen, indem sie euch köstliche:: Weizen und Wein vorseAe, so oft ihr nach Futter und Trank verlangtet." Auch die schnellfüßigen Rosse des Tiomedes erhielten, wie aus den: 10. Gesänge zu ersehn: ist, den lieblich scknneckenden Welze:: als Futter. In den Mittelmeerländern reicht der Wetze:: als eine uralte Knltnr- pflanze n::d als eines der Hauptgetreide der frühesten historischen Zelte:: bis zur Bronzezeit Kleinasiens (Troja), Italiens und Spaniens, bis zum Neolithicum in Aegypten, de:: Pfahlbauten und Terramarcn Italiens zurück. Früher nahm man bei uns allgenieiu an, daß der Weizenbau erst unter rönlisck-en: Einflüsse nach Mitteleuropa gekommen sei. Diese Ansicht ist durch die Ergebnisse der neuesten prähistorischen Forschung gründlich ividerlegt worden. Das beweise:: Funde, die bis in die ältere Steinzeit zurückreicheu, so DÄrlpürren aus Nennttergeweiy in der Höhle des EspSLugu.es bei Lonrdos und Brmtiquel. lleberaus häufig s:::d ferner Körnerfunde vor: neolithischen Perioden ab im nrittkeren und nördiLickcn Europa. \\. a. haben auch die Pfahlbautei: des Bodensees zu Wangen eine reiche Ausbeute von Weizen und Gerste geliefert, und in den ostdeutschen Leichenseldcrn znnschen Elbe und Weichsel ist ebenfalls eine nicht unbeträchtliche Menge geröstete,: Weizens zutage ge- sördcrt worden. vernnsehtes. * Verschwundene B äu ch c. „Wieviel haben Sic abgc- n-ommen." Das ist die Frage des Tages. Man klagt einander sein Leid, spricht von 10 oder 20 Kilo - - auf etlvns mehr oder weniger kommt cs nicht an —, aber wenn inan durch die Kriegseritähmng wirklich seinen Bauch verloren h.:t, ist man bei sich in der Rege! dieser Tatsache froh. Man fühlt sich ohne das lästige in'N viel wohl er nud gesteht sich, das; der Krieg In dieser Bezieh,u:q als „Marienbad-.Ersatz" gennrlt habe. Die verscknnmdenen Bckneiie. um d:e es sich dabei handelt, sind zuneileu recht statt!ick: gelvcsen. so merttvürdig.cs nun scheint auch das Gebiet Banckrssx-ckes ist Bretts Gegen slaick) einer lmssenschaftliche:: Unterst ich» ng genasen. Ü68 Ein Arzt. Tr. Gustav Oebc^ dessen Sonderfach die Heilung durch zweckmäßige Ernühnnig ist. hat .länger als ein Jahrzehnt den Menschlichen Bauchspeck gemessen und die Ergebnisse seiner Untersuchungen verschiedentlich mitgebeUt. Tie meisten M-cnscheu iverden keine rechte Vorstellung davon haben, wgs für Fetttnassen ein Wirklich bau chbeha steter .Mensch mit sich herumschleppt: Unter L77 ^Lulen, -die vgch landläufiger Meinung als „fett" anzusprechen sind, .hatten nur 43 auf dem Bauche eine Speckschicht von weniger als 3 Zentimeter Ticke, bei allen übrigen toar sie über 3 Zentimeter dick, bei .vielen doppelt so stark und darüber, Und die stattlichste Speckschickst nraß nickst weniger als 9,5 Zenti-, meter! Durchschnittlich nrißi also die Speckschicht eures fetten Bauches 4,4 Zentimeter oder ein lvenig drüber, und nnt das Verhältnis Kur Körperlänge und zum Körpergewichte zu veranschaulichen, seien ein paar Zahlen hergesetzt: eine Dame von der stattlichen Höhe ono 173 Zentimetern, die mit eurem Körpergewichte von 92 Kilogrannu als fett zu bezeichnen tvar, hatte einen M'pockpanzer von 4,4 Zentimeter anr Banche, und genau so dick war der Bauchspeck bei einem fetten Herrn von 182 Zentimeter,, der 106 KilograMnr wog. Wie pmtt ein solcher Speckbauch verschwindet, hat Tr. Oeder an denr Beispiele emes außerordentlich fetten Herrn gezeigt, der zuerst nicht weniger als 134,7 Kilogramin wog. Ter Bauchspeck hatte damals eine Dicke von 8,2 Zentirnetern. Nach einiger Zeit wog der Herr noch 116,4 Kilogramm, hatte also 18,3 Kilogramm abgenommen. Gleichzeitig war der Bauchspeck aus eine Ticke von 6 lZcntimeter gesunken: an pen übrigen Stellen rund einen Zentner, genau 49,5 Kilogramm, abgenoMmen hatte, war die Speckschicht entsprechend geschmunderl, am Unterkinn und Hals betrug ste danials noch 1,69 Zentimeter, anr Nacken 3,1 Zenttineter. lltach weiterer Abnahme ans 103,6 Kilogramm maß der Bauchspeck 4,5 Zentimeter: als der fette Herr auf 99,1 Kilogramm „abgemagert" war, betrug die Dicke des Bauchispeckes noch rnrmer 4,15 Zentimeter, und als er «Mich nur noch 85,2 Kilv^ gvamm wog und keiner! Wrfpruch mehr auf die Bezeichnung fett erhebe'n .durfte, war der Bauchspcck 2,6 Zentimeter- dick. Der Fette war also dadurch zu einem „Normalen" geworden, daß er und fast die ganze Abnahme des Körpergewichtes war nach den Messungen Mnahme des Fettes, hauptsächlich am Bauche. E kamr aus diesen! einen Beispiele folgern, daß alle die Leute, vährend des Krieges und durch die Kliogsernaäbrung ihre fy.' ein g ebüßt haben — sofern ies sich nur sonst gesunde Menschen handelt —, noch immer eine Speckschicht von 2—3 Zentimeter am Bauche tragen, selbst wenn sie zehn, zivanzig oder mehr Kilograinn! abgawmMen haben, denn 2—3 Zentinieter Bauchspeck ist das ^Lormale. Auch dies hat Dr. Oeder durch Messungen fest- K 'lt: bei 607 Gemessenen hatten 51 weniger als 2 Zentimeter Bauchspeck, mrr 8 niehr als 4 Zentimeter urrd rund 400 rin Fettpolster von2 bis 3 Zentimeter. Aber selbst tvenn ein solcher ,/lüormaler" sein Bäuchlein verliert, so daß er wirklich als mager zu bezeichnen ist, eine nicht unerhebliche Speckmenge bleibt rhm dennoch ^ 1,1 Zentimeter ist die durch schnitt liche Ticke des Bauchspeckes, die Tr. Oeder an einer größeren Anzahl von ausgesprochen Mageren ermittelt hat- * Der h e i l ig e B u r ea u tr a t i ns i n England. Unter denn Titel „Geschäfte, wie sie nicht geinacht Vierden sotten" ivendet die „Dattp Mail" sich sehr energisch gegen die fortschreitende Bu- vcwikriatisierung in den englischen Kriegsämtern. Der Leiter einer solchen Abteilung, schreibt das Blatt, erklärt uns, auf welche Weise die Korvesponden; erledigt wird: „Jedes bei nus eintreffeude Schreiben wird unterschiedslos tauf dieselbe Weise behandelt, selbst wenn es nichts weiter als die Aukündigimg eines innerhalb weniger Stunden zu erwartenden Besuches enthält. Zuerst komint es in die 9lb- teilung, 100 die Briefe geöffnet werden und miau aus jedem Schreibe!' einen Auszug aus den wichtigsten Mnkten zusaminenstettt. Dieser Lluszug wird überprüft, dein Original angeheftet, und beide Dokumente erhalten eine Nummer und kommen dann in ein Fach, wo sie eben tvarten Essen, bis ihre Stunde geschlagen hat. Wenn all dies erledigt ist, werden die Briefe in Körben znM Verteilungs- stab gebracht. Hier ordnet Man sie wieder in Körbe für die einzelnen Unterabteilungen, und dann läuft in bestimmten Zeitabstände.i ein Schreiber umher, um den einzelnen Beamten die Post zuzustetten. Wemi z. B. Herr Brown in einem Brief niitteilte, daß er um 11 Uhr Ergeus erschein«: wolle und um diese Zeit der betreffende Beamte nicht anwesend war, wird man ihm nach ungefähr 5 .Jahren Nachweisen können, daß er allein au der ganzen Sache die Schuld tttlg. Denn die Briefe werden natürlich, nachdem sie endlich von den Adressaten gelesen wurden, ncht fortgeworfen, sondern ivandern wieder einen umständlichen Weg zurück, um in eine besondere M- teiluug zu gelangen, lvo Man sie bis zum Ende aller Zeiten anfzn- be4vahren gedenkt. * Englische Lügen. In einem der neuesten Hefte des .Mch's für atte" (Union, Deutsche Berlagsgestllschaft, Stuttgart) lesen mir: Warum England alles aufbot, um Rußland mit in den Weltkrieg zu hetzen, l)at seine guten Gründe: der russ. Koloß konnte chni eines Tages in Indien unbeauem werden. Wie hertte ein gau- zes Heer von Lu g und Tru g dazu helfen soll, uns i n der ganzen. Welt verhaßt zu machen, so versuchte !nan es in London mit Lügen über Rußland, die gut die Leichtgläubigkeit der Indier berechnet waren. Jni Jahre .1888 fand sich in der russischen Zeitung „Kiewskoje Slowo" solgende Mchrickst: Die Engländer drucken ganze Bücher über Rußland, um die Hnidus zu der Ansicht zu bringen, daß die Russen ganz wenig über den Tieren stchen. Gm englisch«- Verfasser schrieb geradezu: „Dre^ Russen trinken reinen Spiritus und essen rohen Schiwernespeck. Sie haben rote Augen und ungeheure Hau- zähne. Ihre Kleider sind DierMe." Zo schildert der Brite die EiMvohner der Städte. Nach fernen Worden „gehen die russischen Bauern auf allen vieren. Die wildesten unv grimmigsten vog ihnen kommen , jährlich zur Armee, und da ihr Radschi — der Dbrr --gar kem Geld hat, so ist ihnen erlaubt, jedes neuervbert» Land völüg austznplündern." vstchertisch. . — Ecke, G. „Unsere Glocken." Ein Abschbedsgvuß. Er- werterter LMiderdttcck aus den: „Reichsboten". Mit Titelbild, hübsch geheftet. Preis 0,80 Maick. r ^'.bwin Emerson, Mit den deutschen Heeren. Kriegs- berickste exnes Amerikaners 1914—1915. Mit Bildnis und Fab, unile-Brief des Verfassers, seckus Schlachtplänen imd sechs Ueber- ß 24 ö - 8 °- München 1917, Franz tzanfstaengl. ^chv. Halbmonatsschrift für Litera-- turfreuude. Verlag: Egon FleischÄ L Co., Berlm 9. Das 1. Leptemberheft ist soeben mä folgendem Inhalt erschienen: Hans M'anck: Ter Kampf ums Theater; Friedrich Hirth: Heine und' Börne; 'S. Rudmanfki: Nikolaus Leskow: Rudolf Fitrst: Frauen- bücher. — Echo der Zeitungen r— Echo der Zeitschriften —. Nottzen — Nachrichten — Der Büchennarckt. Gietzener Hausfrauen-Bereiu. Kochanweisungen. B r o m b e e r k a l t s ch a l e. Tie Rückstände, die bei Beoeituna des Brvmboersaftes verbleiben, werden mit soviel Wasser über- gossen, als man suvpe haben will, ausgekocht und durchgeschlaE Tann kocht man die Suppe Mit ttrvas kaltein Zintt, streut den vorher eiugeioeichten >sagv lauf die Person einen knappen Eßlöffel) Nnein und läßt ihn weich kochen. Dazu Eisthneeklößchen oder Zwieback. „Rote Grütze" von B ro m bee r sa f t, halb mit Wasser verdünnt, dazu Zucker mit Grieß, Sago, Matsnwhl oder Stärke verdickt, auf 1 Liter Flüssigkeit 100 Gramm gerechnet Vraupenbratlinse. 200 Gramm gemahlene Graupen, 200 G vamm frische Pilze, 1 Ei, Zwiebel, Salz. Fett Die eh£ geweichten in der Kochkiste dick ausgeguollenen Graupen mischt matt mit den seingehackten Pilzen, die mit gehackter Zwiebel in Fett pÄ>ämpst wurden, gibt Ei, L«l- und tvenn die Masse noch ntcbiti ^ Murs l—3 Löffel geriebenes Brot hinzu. Nach dem Er> kalten formen und braten. Nimmt man weiniger Mlzie, so kanns man femgewiegte Kräuter daran tun. h». ? ^ e U. 0 * 11 f^eickEich 1 Pfund Tomaten iverden in etwas Butter oder Fett gedämpft Und durch ein Sieb gegeben, ^ abaekockttn durchgepreßttn Kartoffeln ^ bartüt vermischt, in, Mrslaussorm gefüllt, mit Käse und Reibbvvt bestreut imd 40 Minuten gebacken. . n i, del n. Die Pilze iverden mit Butter und Salz Dampft, die Mudeln gekocht, am bestem werden sie in bet fff. Mit verquirltem Eigelb und Etsckm« vermischt, Ml Backform und s u ©tuube gebacken, mit Butter odeü Speckstuckch«! belegt. — • J h ! 1. Körperteil 2. Kleidungsstück • 3. bekanntes Bad 4 . edles Getränk b. Erfrischungsort • I» n r- 6. Singvogel ! 7. Nebenfluß der Donau In die Felder vorstehender Figur sind die Buchstaben AAA, 6. EEEEEE, G, H, IIII, K, L, MM. NNNNN, 00, RR, 8888, TTT, W derart einzutragen, daß die mittelste waaerechte «nd senkrechte Reihe gleichlautend ist und die wagerechten Reihen Wörter von der bet- gefügten Bedeutung ergeben. (Auflösung in nächster Nunnner.) Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer; 8 Mai L i n d e Fla sehe Schriftlettung: Fr. R. Z-nz. - Zwillingsrunddruck u»d Verla, der Brützl'lchen Unio-r^ILtz-B^-b- -md SI-indrucker«i. R. Lang«,