Die blonde Drossel Roman von E. Fahrow. Gortsetzimg.) Glück hatte der schöne Riethling auch jetzt wieder. Denn schon am nächsten Tage, als er nachmittags bei Kurzins saß, erschien Frau Ulrich wieder bei diesem und wünschte nunmehr ihr Testament zu notarieller Form aufnehmen zu lassem Es wurde ein Zeuge herbeigel>olt, ein Kaufmann, der in der Nahe wohnte, als zweiter Zeuge diente der Referendar Heinz Riethlntg. . Und so erfuhr dieser nochmals bis in alle Einzelheiten hinein, was er vorher schon erlauscht hatte. Seine gute Laune wuchs mit Riefeugeschwindigkeit. Die alte Ulrich war ja noch viel reicher, als er gewußt hatte! Ein weiteres Glück war es, daß der Monats-Crstc wieder herannahte und er nun Geld genug hatte, um eine kleine Reise uitternehmen zu können. Bei den, Justiz rat erbat er sich einige Tage Urlaub, um nach der Heimat reisen zu können, wo ihn hochwichtige Besprechungen erwarteten Und am nächsten Tage stieg er in Dortmund in einem der ersten Hotels ab und wunderte dann sogleich auf das Wohaungs Meldeamt, um sich zu vergewissern, wo Herr jölugust Stockton seine Wohnung und demnach auch sein Laboratorium ansgeschlagen hatte. 17. Kapitel. „Gibt es einen Zufall?" nturuieUe Therese Berber, als sie in einem Etappenlazarett im Westen unter den Leichtverwundeten auch einen Vizefeldwebel traf, der unverkennbar Herr Amadeus Kirchler war. i Gr erkannte sie nicht sofort, weil er in einem durch Morphium herbeigesührten .Halbschlummer lag; inan hatte ihm eine schmerzhafte kleine Operation am Kopse dadurch erleichtern wollen, und Therese dankte im stillen dem Stabsarzt für diese Zartheit. Sie wollte um keinen Preis von dem tapsern Photographen erkannt werden, denn zu genau war ihr das letzte Gespräch mit ihm im Gedächtnis geblieben. Flugs ging sie, nachdem sie den Assistenzarzt, dem sie half, bis zur letzten Lagerstatt begleitet, wieder hinaus und eilte zu dem guten, granbärtigen Oberstabsarzt, der sie schon seit Wochen kannte und schätzte. _ „Nun, Schwesterchen, was gibt's denn?" fragte er sie. „Sie kommen ja angeschossen wie eine Granate." „Bloß nicht so explosiv!" antwortete sie. „Ich habe eine große Bitte, Herr Oberstabsarzt! Sie fahren doch jetzt weiter, nickst wahr? Und Sie sagten mir doch, daß drüben in dem Senchenlazarett nock) Hilfe fehlt?" ,£jto, Schwester, das habe ich wohl gesagt. Aber der Dienst ist dort noch anstrengender als hier. Und Sie haben schon das Menschenmögliche geleistet." Therese machte ihre hübschesten Augen. „Ach, bitte schön, Herr Oberstabsarzt, nehmen Sie mich doch mit. In Ihrem Auto ist ia noch Platz. Ich möchte so gern bei den Typhuskranken Dienst tun." „Sie sind ein Prachtkerl, Schwester. UebrigenS, wenn Sie auch ein bißchen blaß geworden sind, Kräfte haben Sic wirklich noch mehr, als die meisten Ihrer Kolleginnen. Also kommen Sie nur, ich nehme Sie mit." „Dem Himmel sei Dank?" dachte Therese, als sie -wischen den bis an die Zähne bewaffneten Männern dahin fuhr. „Lieber will ich Todkranke pflegen, als dem liebecrsüll ten Fachgcnossen begegnen! Das fehlte mir ja noch!" Aber Therese wußte nicht, daß sie einer kleinen Un annehmlichkeit ausgewichen war, nm viel schwerer wiegenden Schicksalsfügungen entgegenzugehen. Aus der Fahrt wurde kaum ein Wort gesprochen. Alle diese Männer hatten zu viel des Furchtbaren in den ver gangenen Wochen gesehen, um Lust an überflüssigen Ge sprächen zu haben. Wohl kannten die erfahrenen Aerzte die Schrecken des Todes schon lange Jahre gar genau. Aber nicht so oft und so in Massen hatten sie das junge, frische Leben dahinströmen sehen, wie hier. Ernst blickten alle diese Augen, fest geschlossen blieben die Lippen unter den wieder zu Ehren gekommenen Vollbärten. Und Therese hatte Zeit, nachzudenken, was auch ihr seit vielen Wochen nicht vergönnt gewesen war. Ihr frohes Lachen war verstummt. Doch das liebe, aus richtige Lächeln, der sonnige Ausdruck in ihrem Gesicht, der war geblieben, und der war schon unzählige Male eine bessere Arznei am Wundbett gewesen als alle die herrlichen und erprobten Mittel, die mit so großer Sorgfalt angewandt wurden. Manch junges Augenpaar hatten Thereses weiche Hände schon zugedrückt, und manchen Seufzer, viele letzte Grüße ausgeschrieben, die dann in die Heimat geschickt wurden. Sie selbst hatte nur ganz wenige Postkarten nach Hause geschrieben. Auch bezweifelte sie, ob diese angekommen waren, denn bei dem rasenden Ansturm der ersten Zeit, noch bevor die ungeheure Maschinerie der Feldpost regelrecht funktio^ nierte, konnte man nicht auf allzu pünktliche Erledigung rechnen. Die Fahrt ging jetzt durch einen Wald, der schon tief in herbstliches Bunt gekleidet war. Die farbenfrohen Augen der jungen Schwester glitten genießend über alle die unglaublich verschiedenen Töne von Goldgelb und Bronzetinten hin. Und tief sog sie den eignen Duft des vermodernden Laubes ein, der sich mischte mit dem würzigen Hauch von Pilzen und letzten Blumen. Das letzte Mal war sie im Walde gewesen damals mit Ruth zusammen, als sie die Aufnahme von den Rehen gemacht hatte. Wie lange, unendlich lange das her war! Würde denn jemals wieder dieser fürchterliche Lärm Schlachten verstummen? Würde man einmal keinen ~ 306 Kanonendonner, kein Heulen von Granaten mehr hören? Mehr als einmal schon war Therese mit den Sanitätern in gefährliche Nähe der Front gekommen, und sie kannte das Pfeifen der Geschosse aus eigenster Erfahrung. Sie versuchte, indem sie die Augen schloß, sich einen der Nachmittage vorzuzaubern, die sie so besonders gern hatte, Nachmittage, die sie bei einer alten Patentante auf dem Lande verlebt hatte. Die saß dann mit ihr in dem schönen alten Garten auf einem runden Rasenplatz, der eingefaßt war mit Rosenstämmchen. Und der Duft von gutem Kaffee und frischgebäckenem Kuchen stieg von dem 'blütenweiß gedeckten Tische auf, und ein Frieden und Genügen lag über der ländlichen Welt, die sie unbeschreiblich glücklich gemacht hatte. Würde es jemals wieder so werden? Sie fuhr zusammen, als eben jetzt ein surrendes Geräusch aus der Lust herabtönte. Ein Flieger sauste dort unter dem grauen Himmel vorwärts; vielleicht flog er geradewegs in Tod oder Gefangenschaft hinein. Aber dann raffte sie sich empor, und ein tiefer Atemzug hob ihre Brust: Ueber alle Erwartung herrlich war ja bisher Sieg auf Sieg erfochten worden! Und daheim im Vaterland läuteten die Siegesglocken, und die deutschen Fahnen wehten von den Häusern. Und plötzlich stimmte sie halblaut ein Lied an, das sie von jeher gern gehabt, noch bevor es so windbrautschnell volkstümlich geworden war, wie jetzt. „Stolz weht die Flagge Schwarzweißrot." Und sie hatte kaum begonnen, da stimmten die ernsten, bärtigen Männer ein, nicht durchaus melodisch, aber alle mit heller werdenden Mienen, Und dann hielt der Wagen an vor einer großen Halle, die hier in günstiger, geschützter Lage aufgerichtet war: eine Halle für Flugzeuge, mit anschließender Schmiede und „Werkstätte für Flickarbeit", wie in großen Buchstaben in Kreide zu lesen war. „Hier werden Flugzeuge repariert," sagte der Ober- Mbsarzt, „aber hier wird auch noch mehr geleistet. Und ich möchte einen Blick hineintun, weil da ein junger Bekannter von mir am Werke ist. Lange werde ich mich nicht aust- halten." Er stieg aus und verschwand hinter dem Eingänge. Nach etwa zehn Minuten kam er wieder heraus, begleitet von einem hochgewachsenen Feldgrauen, bei dessen Anblick wiederum Therese im stillen ausrief: „Gibt es einen Zufall?" Denn der da eben herantrat und die Anwesenden, auch sie, mit freundlichen Worten und Händedrücken begrüßte, war kein anderer als Hermann Kürow, der Ingenieur, der hier mit wichtigen Neuerungen an den Maschinen beschäftigt war, nachdem er durch eine leichte Verwundung am Fuß vor kurzem aus der Front fortgemußt hatte. „Herr Kürow!" rief Therese aus. „Welch ein Wiedersehen! Erkennen Sie mich denn eigentlich?" . . sagte er lächelnd. „Sie sind Ruths große Freundin, Fraulein Berber, nicht wahr?" „Schwester Therese, unser Stolz!" setzte der Oberstabsarzt hinzu, indem er einstieg. „Lieber Kürow, es ist famos, was ich gesehen habe, aber jetzt dürfen wir uns nicht eine länger aufhalten. Auf Wiedersehen, sobald es irgend geht. Vorwärts, Unteroffizier!" Therese wäre gar zu gern noch geblieben, hätte wenigstens Wrochen^ ihr so sympathischen Riesen ge- * «. ?l er f [ e konnte nur noch zurücknicken, denn der Fahrer Mb schon den erhaltenen Befehl ausgeführt, und Hermann Kürow verbeugte sich vor einer dicken Staubwolke, die sich hinter dem grauen Ungetüm von Kraftwagen wirbelnd erhob iv. Kapitel. D^uziska Sebius ging, leise pfeifend, mit vergnügte Miene durch chr großes Glaslager. fcv* a? k gute, vermehrte Einnahmen gk da sre nnt Heeres referungm beschäftigt war. Auc ^efteUrfad)e, persönlich zufrieden zu sein, denn di Siege^nachrichten gingen ihr ins Blut wie reiner Wein un belebten alle ihre Seelenkräfte. Sie wirkte in der Stille tag m/s !! sandte unaufhörlich Liebesgaben ins Fel Richtungen^hin^^O^^ bll Beiträge nach den verschiedenste' Längst hatte sie in ihrem Hause Einouartierung voi Landwehrmännern und auch zum Teil genesenden Verwundeten. Und wer sie nicht kannte, hätte ihren durch den Kneifer- funkelnden Augen nicht so viel Liebe und zarte Güte zugetraut, wie sie in dieser Prüfungszeit entwickelte. Dabei leitete sie mit gewohnter Umsüht ihr Geschäft und hielt alle Fäden in ihrer kleinen, festen Hand. Daß Herr August Stockton ihr eine besondere Hilfe werden würde, hatte sie nie erwartet; sie war also auch nicht enttäuscht, als sie sah, daß ihn der Krieg vollkommen unberührt ließ. Was ging ihn der Krieg an? Er hatte sich nach und nach so fest hineingelebt in seine amerikanische Maske, daß er gleichgültig und erhaben nur zuhörte, wenn der Stammtisch kannegießerte. Einmal hatte ihn Herr Wecker ganz bissig gefragt, ob er denn „als Amerikaner" ebenfalls ein ergebener Vasall von England sein und es für „ehrliche Neutralität" hielte, an England und Frankreich Waffen und Munition zu liefern? „Was? Das tun wir?" hatte er ahnungslos gefragt. „Nck, Herr Stockton, lesen Sie denn gar keine Zeitungen?" „Nein, das tue ich aus Prinzip nicht. Die deutschen Zeitungen sind doch allesamt Käseblätter." „?lch, was Sie sagen! Es gibt vermutlich wirkliche Zeitungen nur in Amerika? Nun, dann lassen Sie es sich also A.ewgt sein, daß Ihre lieben Landsleute sich in der lächerlichsten Weise von England Vorschriften machen lassen, und daß ganz Amerika vor England automatenhaft dienert und knixt." auf den Tisch schlug. Dieser Ausbruch kam so unerwartet, daß die ganze Tafelrunde erstaunt zusalumenfuhr. .„Hol sie der Henker!" schrie Stockton noch einmal. „Das ist eine Gemeinheit, wenn es wahr ist!" „Es ist wahr. Also Sie lieben England nicht?" . u Herr August Stockton so ergiebig und kunstvoll über alle Anwesenden hinweg bis in die hinterste Ecke befände er sich noch in Buffalo und säße zwischen Pferdeknechten. r "? T0 I t! r / ibm sein Gegenüber zu, indem er das Glas lachend erhob Es scheint also doch Ihr deutsches Blut noch Nicht ganz erloschen zu sein.^ Alle tranken mit, nur Herr Wecker nicht. Er trug seinen Groll gegen Ruth so wohlverstaut im Herzen, daß er auch gegen deren Vater nicht anders als feindselig empfinden wimte. Durch Frau Sebrus hatte er vernommen, daß es Ruth vortrefflich ging, und daß sie ihre „Undankbarkeit" gegen Wecker nrcht im Mindesten zu bereuen brauche Der alternde Seladon mußte wohl oder übel fertig wer- den chU den Gluten, die in ihm aufgeflackert waren. Er tat es mit sauersüßer Miene und glaubte, die Welt ahne nichts von alledem. Dennoch war etwas von seinem vergeblichen Johannistrieb unter die Leute gedrungen, und er hatte es ?^.ben überwältigenden Zeitereignissen zu danken, daß trotzdem diese für eine kleinere Stadt so interessanten Dinge letzt ganz vergessen waren. an dieser Tage, daß Frau Sebius zu nach Feierabend Herrn Stockton auf der schon herbstlich kahlen Promenade begegnete. Er war begler- tet von einem ungemein eleganten, schlanken, jungen Herrn, St°ckt°n!wch^Egrüßt^^ °” fa * U " b bQ " n ' ^^eich mit i ntte j! e d°ch diesen bildhübschen Menschen schon ,^^ben? Sle besann sich, blickte sich sogar unerhörterweise iwch emmal nach ihm um, konnte aber nicht darauf kommen (Fortsetzung folgt.) owei zreunoe. Modernes Märchen von Paul Alexander Schettler. « Zylinder und ein Helm schlossen Freundschaft miteins ^ an em und demselben Kleiderständer, freilich nur eine kurze Zeit, aber diese genügte, unr ihnen eine gegenseitige Zuneigung zu erwecken. Noch vor kurzem hatte den Zylinder die -nnsam^rt geplagt, zun: ersten Male chatte er in seinen: Leben o etwas wie Langeweile gespürt. Er War gewiß nicht verwöhnt, er kannte zum Lterben langweilige Gesellschastsabende. Er hatte i^^Aen und Bestie hinter sieh Hoheiten und Begräbnisse, Gelegenheiten, die eben nur ern Zylinder mit heroischem Gleichmut zu ertragen vermag. 9lber seit er mm letzten Male von einer 307 Abschi edsfeier nach Haus geVonrmeir und an tiefen Meiderhalter gestülpt worden war, war eine eiidlos lange Zeit vergangen, ohne daß eine Hand ihm lrebkoserck den glänzenden Biberpelz glatt- ^strichen hätte, ohne daß er die gewohnte Morgenspazier fahrt «irch die Straßen nrachen durfte. Tenn er ging selten, er fuhr Nur. Nun oder hing er und fein und leise senkte sich der Staub Ack seine glänzende Außenseite. Und der Zylinder verfiel in den Zustand aller vereinsamten Leute, er begann zu grübeln. Seltsam — dachte er — ganz seltsam, Welch eine Zeit herrscht heiute, daß man mich vergessen tonnte, mich, deir Freund der Aristokraten. Ob es U-ohl meinesgleichen ebenso geht? Ob sie am Errde eine neue Made aufgebracht haben? Wie, oder ob es noch «twaS Vornehmeres gibt als meinesgleichen? Wenn ich doch wenigstens noch einmal eine Spazierfahrt durch die Stadt machen rönnte, UM zu sehen, welche Mode heute herrscht. Ta kam ein unerwarteter Gast, der Helm am Kleiderstarider, zu Besuch. Tie Begrüßung zlvischen den beiden sehr verschiedenartigen Leutchen fiel, wie man sich denkerr kann, zuerst sehr kühl und mißtrauisch aus. Ter Zylinder war höflich und distin». gUrert, wenngleich es ihm scheußlich peirrlich war, daß ihn der Staub eines langen Wartens und Grübelns bedachte. Aber der Helm sah durchaus nicht sauberer aus. Nickst allein, daß Staub und Sckrveiß ihm alles Glänzende genommen hatten, er war auch rwch, Und das zeigte der Helm sogar mit einem gewissen Stolz, durchs löchert. „Wie?" räusperte sich, der Zylinder höflich-erstaunt, als sie deshalb ins Gespräch gekommen tvaren „ist denn die neueste Mode, äh, ein Hut, der durchlöchert ist?" „Versteht sich, Kam'rad'" schnarrte der Helm, „mit oder ohne Löcher, ganz gleich, aber ein Helm muß es sein — Zylinder — heute durchaus unmodern." Dem Zylinder gab es' einen Stich'!. Das Wort „unmodern" war für ihn der Ted, und er hätte gern dem derben .Helm — recht von eben herab — eine Abfuhr erteilt. Aber er besann sich, daß er ja bestaubt und aus^ der Mode gekommen war. Er fragte also etwas Unsicher: „Seit wann, wenn ich fragen darf, hat sich dieser Geschmacksunfug, ah, Umschwung vollzogen?" „Seit dem Krieg!" grunzte der Helm. „ ^ „Krieg?" säuselte enffetzt der Zylinder. „Tas ist ja entsetzlich Und davon toeiß ich gar nichts." „Hm!" brummte der Helm und rasselte unruhig mit der Schuppenkette. „Was sollen .Sie vom Krieg wissen, Verehrte ster? Erleben muß man das, mit dabei sein Tag und Nacht — und darrn selbst ein paar Kugeln abbekommen — Und dann kann man davon reden." Er verfiel in ein dumpfes Brüten. „Aber warum schweigen Sie, lieber Freuird?" begann der Zylmder wieder, „glauben Sie, das interessiert mich. Werrn man, wie ich,, yo monatelang abgeschnitten von aller Welt seine Tage verbrirrgen muß — reden Sie, erzählen Sie!" „Hnr!" sagte der Helm, „ich habe nur kurzen Urlaub, aber werm Lie's interestiert, will .ich erzählen." Und er sPracks von seinem Auszug in Feindeslalld, von Kämpfen Und Schlachten, von schweren Tagen und siegreichen Stunden. und während der Helm erzählte, schien es dem Zylinder plötzlich als ob der alte Helm irr neuem Glanze erstrahlte, oder war es nur die Mittagssonne, die einen heiligen Schein auf die Pickelhaube warf? Ter Helm erzählte von rnorgerrs bis abends, und dann wieder ben nächsten Tag von morgens bis abends und so fort, bis sein Urlaub herum lvar. Der.ZylUcker aber hatte wie gebarmt all diesem gelauscht, seine Eitelkeit ivar zUsamm engefchrnnipft, eine ungeheure Hockmchtung erfüllte ihr: vor dem glücklicheren Nachbar. Als die Abschiedsstunde schlug, wmren sie Freunde geworden „Nun wollen Sie wieder hinaus?" fragte der Zlstinder. r „Bis der Friede erkämpft sein wird." sagte kurz der Helm. „Und dann?" . Helm lächelte. „Wird es an Ihnen sein, menr Werk fortzu setzen. Wollen Die das?" „Tas will ich, —" gelobte der Zylinder. „Ich werde also dann wieder Mode werden, glauben Sie?" „Glauben? Tas weih ich!" rief der Helm zuversichtlich. -„Warten Lre auf mich, lieber Freund, wenn ich wiederkomme, wird Ihre Zett kommen. Gott befohlen." Seitdem hängt der Zylinder wieder allein an seinem Kleiderständer. Tie Zeit vergeht langsam — langsam. Mer seltsam, der Zylinder empfindet nichts mehr von Langeweile, von Müdseiu Er ack>tet nrcht des Staubes, der sich aus ihn legt. Er denkt an seinen Freund, den Helm, den er draußen in der Schlacht weiß, er träumt von feineil Tagen voll Not und Sieg und, indem er still und ge-; Wiedeikehr seines Freundes harrt, bereitet er sich aus fern Werk vor, das würdig sich den kühnen Taten des Helms emtofnt soll, das Friedenswerk. Eriitefrenden und Erntefeste vor 1Q0 Zähren. 3n diesen Tagen des zuversichtlichen Höffens auf die kom- toenbni Erntezeit ist es von besondere,ir Interesse, an die über alles Erwarten glänzende Erfüllung zu erinnern, die deir Erwartungen emer glliclllchen Ernte vor getan Jahrhundert beschieden war und die damals das dentschc Volk von drückender Sorge befreite. Tie schlechte Ernte des Jahves 1816 hatte die letzten Monate vor der Ernte 1917 in manchen deutschen Gegenden, vor allem in den Rheinprovinzen uick in Westfalen, zu einer wahren Leidenszett für die betrofferle Bevölkerung gestaltet, an der selbst das Eingreifen des Königs Friedrich Wilhelm HI., der Kr Mhilfe des Kornmangels in Westdeutschland zwei Millionen Taler ausgeboten hatte, eine für die damalige Zeit ganz stattliche Summe, recht wenig hatte ändern können. So lvarckte sich denn naturgemäß alle Hoffnung der neuen Ernte zu, von der man sich, da das Getreide allenthalben sehr gut stand, eine reich Ent» schädigung für die zu Ende gehenden Tage schlimmsten Mangels versprach. Ter Juli zog ins Land mrd mit ihm ein Erntesegen, der alle Erwartungen überttaf. Zeitungsberichte aus jener Zeit, lassen ims einen Einblick tun in die Erhebung der Gemüter, die in förmlichen Volksfesten ihren Ausdruck fand. So meldet ein Berichterstatter aus Frankfurt a. M. unterm 8. Juli: „Gestern war ich Zeuge einer -Feierlichkeit, wie man sie in Frankfurt vielleicht nie -oder wenigstens seit undenklichen Jahren nicht sah." Und er schildert dann in lebhaften Farben, wie es in den 'Straßen der alten Goethestadt irr den Nachmittagsstunden von Menschen wimmelte, die in Festtagskleidern hinanszogen vor das Stadttor, denn es war kund geworden, daß der erste beladene Erntewagen, der des Frankfurter Bürgers mck Gasthalters Schmidt, in feierlicher Weise ein ge holt lverden solle. Etwa Um 5 Uhr kam der Wagen ans dem Kornfelde heransgefahren inmitten einer Schar von Schnittern und Schnitterinnen, die Erntelilcker sangen. Er war von sechs prächtigen, mit Bändern und Blumeii geschmückten Pferden gezogen und mit Girlmcken vor: Kornblumen mtb Fekd- blnmenstr außen geschmückt. Ans der Vorderseite prangte der Frankfurter Adler und eine Anschrift, lautend: „Ties geschehet Gott zu Ehren, weil er uns will reich ich nähren." Ein anderer Spruch auf der Hiltterseite lautete: „An Gottes Segen ist alles gelegen." Aut Stadttore war eine Musikkapelle ausgestellt, die beim Nahen des Wagens ihre Weisen erschallen ließ. Tann setzte der Chor der versammelten und spalierbildenden Schuljugend ein, und brausend ,,'.aD Pl ,(&<$ aoq nr upM": ßvq M ^?noM In feierlichem Zuge ging es'hieraus unter Msrngen von Hymnen bis vor die St. Katharinenkirche, wo eine mit Blumen geschmückte Tribüne war, aus der der L>enat der Stadt Frankfurt Platz genommen hatte. Es war ein die Herzen mächtig packender Anblick, wie die ungeheure Volksmenge, die den Platz dicht füllte und auch alle Fenster und Balkons der umliegenden Häuser mit Beschlag gelegt hatte, begierig war, an der Weihe der Feierstunde teil zu nehmen, der ein Geistlicher durch eine festliche Ansprache besonderen Ausdruck verlieh. „Fast kein Auge blieb tränenleer," so berichtet der Korrespondent, dem wir die vorstehenden Einzelheiten verdanken, wörtlich, „jeder beeiferte sich, eine Aehre von dem Wagen IM erhalten, um dieselbe als Andenken überstand euer Not für seine Nachkommen auftnbewahven." Nachdem der Geistliche gesprochen hatte, stimmte die Versammllmg das Lied „Nun danker alle Gott" an. Tann fuhr der Wagen, während die Menge Volks sich teils zerstreute, teüs ihn begleitete, nach Hause. So endete vor 100 Jahren das für Frankfurt so denkwürdige Fest des Einbringens des ersten Erntesegens. Aus anderen Städten Westdeutschlands wurden ähnliche Mnckgebungen gemeldet. Sehr feierlich muß es u. a. in Kreicznach zugegangen sein. Unterm 3. JUli 1817 wird von dort geschrieben: „Tiefen -Abend Um 5 Uhr sind die zwei ersten Wagen voll Frucht — es war Wintergerste — nach Hause gefahren worden. .Während uns eben noch die traurige Nach richit von 14 verlmngerten Menschen lNiederbengte, während Wagen mit Brot vom Rhein und -von hier aus den unglücklichen Wald- und Gebirgsbewohnern gesandt werden ^habenwir nun die Freude, daß die Ernte beginnt. Gott allein die Ehre! Es war ein Volksfest. Die Glocken aller Kirchen wurden -geläutet, ein ganz freiwillig und aus Neigung zusammengttretenes MuMorps führte.die beider, geschmückten Wagen zunr Stadttor herein und durch alle Straßen. Festlich gekleidete Leute ans allen Ständen kamen ihnen entgegen und gingen von da in die Kirche." Spweit die an sich schmucklose und schlachte Berichterstattung der Zeittmgen aus dem Jahre 1817 erkennen läßt, nahm das Volk in allen seinen Schicksten an diesen Erutevolksfesteii überaus innigen Anteil, den man versteht, wenn man die Leiden ans den mannigfachen Meldungeii verschiedener Gegenden Deutschlands hat kennen lernen, die dern neuen Entte- segeu vorausgegangen Waren. Westdeutschland war es, wie schon erwähnt, ill erster Linie, das von der Getreidenot schwer heimgo- fircht war, wahrend Ostdeutschland durch seine Kornkammern gilt versorgt erschien. Die Getreidetransporte nach dein Westen erfolgten damals zu Wasser: aus der Ostsee in die Nordsee, und es kennzeichnet so recht die primitiven Transportverhältnisse der Zes) tm- 100 Jahren, wenn es an einer Emdener Notiz vom 7. Juli 1817 heißt: „Wir haben hier eine Erschnuung fast ohne Beispiel gehabt, währelld der Monate März, Llpril und Mai nltr 3 Tage Ostlrind zu üjaben. Die Alrknnft aller Getreidetrailszwrte aus der Ost- in die ?Nordsee ist hierdurch ailßerordentlich verspätet lvord-en." Vermischtes. * Z ur Eier kon se rv i e rnn g enrpfiehlt eine Gießeiler Hausfrau folgendes Mittel.: Die saul>er gelvnsck>euen Eier werdeii 308 in ot'/'tn rentm. porc>sen Blumentopf, nett Vapi^r bedeckt) t, an) < 5 ^ 5 E 3 i kühlen Puch im Keller auf bewahrt. Dies Mittel wende f<& zwar erst seit einigen Monaten an, aber, da die Eier l)eute nocl» wie frisch sind, iverden sie wohl auch den Winter überdauern. — Butter und Speisereste frisch erhalt e it. Butter halt man am besten kühl und fest, tveirn man, wie die Wochenschrift „Ties Blatt gehört,der Hausfrau" sagt, zwei. klcme irdene Töpfchen nimmt, den größeren mit Wasser füllt und den kleineren mit der Butter hineinstellt: der Raum zwischen den beiden Töpfen dars mir daumenbreit sein. Taten bindet man den Topf mit einem feuchten, mehrfach übereinander gelegten Tuch zu. Gebrateues und glckoch,)es Fleisch überdeckt man am bestell mit eurer Glasglocke und stellt es möglichist in Zugluft. Auch taim man die Glocke noch), mit einem nassen Tuch bedecken. Das halt nicht nur die Fleischfliegen fern, sondern schließt auch ziemlich die Luft ab, wodurch sich die Haltbarkeit verlängert. Allerdings ist trab allem an heißen Tagen das Frischhalten von Fleisch ohne Eis abzickürzen. Hat man Fleisch mit Lwste, so ist dieses am besten in einem kleinen Skäntopf aufzuheben, den maii Mr KühHichrg' ctRcf) ^lpch in Wasser stellen kann. Für Reste ömi ans- geschnittenem Fleisch eignen sich am besten flache Butterdosen, in die man die Fleischscheiden fest anseinanderlegt, zudeckt und dann mit einem nassen Tuch überdeckt. Wo ein Eisschrank fehlt, must die Speise- kamlne^ ein Gazefenster und eine hitzeableitende dunkle Fsardina haben Das Fenster must während der Nach^ geöffnet werden können * Richtige G e l e e b e r e i t u n g. Es ist wichtig, dast bei der Gcleebereitnng die Früchte nicht tzu reif sind, depn nur im Unreifen Stadium enthalten sie eine natürlich!? Gallertmasse, das Pektin. Der beste Beweis hierfür ist, wie wir der Wochenschrift „Die-. Blatt gehört der Hausfrau" entnehmen, das Apfelgelee; das Lrml man aus reifen Äpfeln niemals kochen, aber Fallobst gibt sehr gutes Gelee. Um den Saft für das Gelee zu gewännen, gibt man die Frucht in den Kochtopf, (es muß ein ganz reiner, fett freier Emailletopf sein-, bringt die Früchte nur mit dem Wasser, das noch daran hängt, aus ziemlich schnelles Feuer und deckt sie zu. Lange kochen diirfen sie nicht, nur 1 J i , höchstens */a Stunden: dann legt man sie aus ein Tuch, das über die Füße eines umgekehrten. Stubles gespannt ist. Der Saft must allein durchlaufen, er darf nicht der geringsten Pressung ausgesetzt loerden, sonst wird das Göllee trübe. Wenn er durchlaufen ist, hat man inzwischen den Zucker angefenchtet und gekocht, bis er Blasen wirft. Den so ge* klärten Zucker seht inan dem Saft unter ständigem Rühren zu. Es darf das Feuer nicht mild, aber auch nicht zu stark sein. Dann bis zur Geleeprobe kochen! Wenn man die richtige Geleeprobe verpaßt, so erhält man einen Sirup. Wenn die Masse sich dicklich zu ziehen au fängt, beginnt die Geleeprobe. Man gibt ernige Tropfen auf einen Teller. Erstarrt es, kalt geworden, bald, ist der Gelve gut. Dann füllt man es in heiße Gläser und lästt diese stehen, bis sie ab gekühlt sind und sich das bekannte Häutchen gebildet hat. Das Häutchen ist ein guter Schutz gegen die Bakterien. Damt. erst verbindet man die Gläser. Vüchertisch. .— Mauz, Gustav: Martin Luther im deutschen r t und Lied, Ckdanken und Gedichte deutscher Männer aus vier Jabrhund.Aen. Eine Festgabe zum 400 jährigen Gedenktage der Reformation. Verlag des Evangelischen Bundes in Berlin W 35. Gr. 8". 240 S. Geh. 2 Mk, geb. 2,50 Mk in Leinen 3 Mk — Das Buch verdankt seine Entstehung dem Wunsche des Evangelischen Bundes, im Gedächtnis jal-r der Reformation eine zusamillensasseudc Umschau über den Wandel des Luthcrbildes in vier Fa ln Hunderten zu bieten, sowie den eigenen Wünschen des Verfassers, gesinnnngsverwandten Männern und Frauen oder der heran, eisenden Jugend vom Wesen und Wirken des Erneuerers des evangelischen Glaubens zu künden, nicht was er selbst dieser großen Persönlichkeit verdankt, sondern wie diese gewaltige Persönlichkeit sich bei Zeitgenossen und späteren Geschlechtern, bei Freund und Aind, bei Fürst und Volk, bei Gelelwten und Predigern, bei Philosophen und Geschichtsschreibern, bei Sprachfocsct-ern und Litercn> Historikern. bei Künstlern und Dichtern widerspiegelt. — Neue Frauei, kleidung und Franenkultur. Organ des Verbandes für 'Deutsche Frauenkleidnng und Frauen- kulrnr. Schristleitung: Klara Sander, Else Wirminghaus, beide in Köln Verlag der- G. Braunschen Hofbuchdruckerei in Karls- rul)e Jährlich 10 Hefte in Ho^-Qnart mit zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen auf Kunstdruckpapier, sowie Schnitt- Muster bogen. Preis fürs Jahr 6 Mk., fürs .Halbjahr 3 Mk. Probehefte nnbcrechnet und portofrei. Aus dem JtnlMlt des Juni-Heftes: Kleidung für Sbadt und Land. — Wege zur deittschen Tracht. — Die Blutung der Heimarbeit. — Ein Kapitel zur Erziehung deutscher Farnen. — Elisabeth Gnanck-Kühne — Verschiedenes: Ms icklen Truhen — Die Geschmacksbildung der Verkäuferin. — Eine Frauen konferenz zur Alkoholfrage. — Ein Notaesetz zur Frage der Fvanen Innungen. — Die zweite Generalversantmlung des Verbandes deutscher Hausfrauenvereine. — Gegen den KleiderluxuA ans der Bühne. — Die Kleidermode in bezug ans behördliche Bestimmungen. — Aufruf zur Ermittlung deutscher bodenständiger Heimarbeit und Volkskunst. — Beveinsmitteiliungeil. — Beschreibung der Kleider. — Schnittmusterbogen. — Hans und Wohnung. Zeitschrift für Hausbau und Wohnungsausstatbung. Gegründet 1903. Heransgegeben von Direktor E. Abiat. Jeder Band 12 Hefte, einzeln je 1,20 Mk. (Vollständig gebunoen 15 Mk.) Probebiand mit 350 Abbildungen 8,50 Mark. Meine Ausgabe 40 Psg. das Heft portofrei vom Heintkultur- verlag, Wiesbaden. — Heimstätten für Kriegsteilnehmer. Deutsch- lantB Fiihrern und Kämpfern gewidmet von der Gesellschaft für Hetmknltur e. V. durch ihren Direktor Em/tl Mat, Wiesbaden« Mit Geleitworten unserer Kriegsminister und Heerführer und 125 Abbildungen. 90 Seiten. 1,20 Mk. postfret vom Heimkulturverlag, Wiesbaden. — „Deutsches Volkstum" (der „BülInc und Welt" 19. Jahrgang) ^Monatsschrift für das Kunst- und Geistesleben. Herausgeber Wilhelm Kiefer. — Inhalt des Junibeftes: Geaen Naumanns „Mitteleuropa" von Paul Wüstvow: Siegftied, daö deutsche Heldenideal von Max Seiling: Die Dichtung und die Schule von Generallnajor Frhru v. Ziegesar: Herntann Wette von Wilh. Kotzde: An die Kvpsanbeter von Hermann Wette: Savits nachgelassenes Shakespearewerk von Ludwig Schemann: Die Operetten- senche von Joses Stolzing: Das deutsche Gemüt in der deutschen Kunst von Carl Wilhelm Schleicher: Mein Ausschluß ans dem Verbände Deutscher Bühnenschriftsteller von Tr. Artur Dinier; ferner Reproduktionen nach Bildern von Theodor Mintrop. Preis des Heftes 60 Psg.; Halbjahr es bezug 3,50 Mk. Verlag der Deutschs nationalen Berlagsanstalt Aktiengesellschaft, Hamburg 36. Der Türmer (KriegSansgabe) Herausgeber: I. E. Frhr. v. Grottbust. Vierteljährlich (6 Hefte) 5 Mark, Einzelheft 90 Pfg. Probeheft portoftei (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer). —.. Aus dem Inhalt des zweiten Juliheftes: Die Probleme des Tüchtigen. Von Dr. Georg Bieden kapp. — Eine Pfin gstfahrt nach Kurland. Von Karl Storck. (Schluß.) — Entweder — Oder. Ein Rückblick und eine Abrechnung. — Musik. Von Walter Wolfs. — Reichsdeutsche Öffentlichkeit und Deutsch-Oesterreich. Von Karl .Hermmm. — Auf der Straßen b alp, in Holland. Ein Erlebnis von M Nilles. —< Erbrecht und Pflichtteilansprnch des Reiches. Von Lmtdrichter Dr. jur. und Phil. Bovensiepen. — Die Tragik Deutsch-Oesterreichs. — Kriegsziel-Erörterung. — Die Kunst der Freude. — Die Psitzner- Woche. Bon Karl Storck. — Türmers Tagebuch: Der Krieg. — Ans der Warte. — Knnstbeilagen. — Notenbeilagen. Schach-Ausgabe. Bon F. Havelka. Weist Weist zieht an mid setzt mit dem 3. Zuge matt. (Auflösung in nächster Nummer.) (7+6) Auflösung der Skataufgabe in voriger 9himnier. V. acB, aA, K, v. 8; b A, D; d A, D. M. b B, a 7 ; c 10, D, 9 ; d 10, K, 9. 8, 7. H. d B, a 10, 9; b 10, K, 9, 8, 7 ; c A, K. Skat. c 8, 7. Spiel: 1. VaB, a7, a 9. 2. V c B, b B, a 10 ( - 14 ) 3. McD. cA, aA 4. V a 8. c 10, d B ( — 12) 5. HbK. bD, d 10 (-17) Das Abwerstn ist richtig. Der Spieler mustte berücksichtigen, dast er b D auf b 10 geben könnte, sodast der Stich bei entsprechender Winunelnng von 2l den Gegnern 23 einbrächte; andrerseits war es auch möglich, dast M ein leeres Blatt von b bedienen mußte. 6. H b 7, b A, d 7 Der Spieler bleibt mn Stich und must selbst mit d kommen. Er gibt noch ab: dl), d K. b 10 (—17), wodurch die Gegner auf 69 kommen. Schristleitung: Fr. R. Zenz. — ZwiMngsrunddruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.