Die blonde Drossel Roman von E. Fahrow. (Fortsetzung.) ^Entweder — oder! Entweder ich habe so viel, daß ich die Sache ordentlich und gründlich machen kann, oder ich fange gar nicht erst damit an. Damit meine ich, wenn mir meine große Erfindung nicht glückt, so warten wir noch ein Weilchen, nicht wahr?" „Oh gern!" rief sie frisch. Er aber runzelte die Stirn. „Gern? Nein, gern sollst du nicht warten. Für mich ist es ein unerträglicher Gedanke, noch lange ohne dich leben zu müssen." „Und hast doch sechsundzwanzig Jahre ganz gut ohne mich leben können." „Was man nicht kennt, das vermißt man nicht. Aber du bist wohl eine solche kühle Blume, daß du nicht ntetitf brennende Ungeduld teilst?" „Bin ich kühl? Ach nein, ich glaube nicht." So entzückend unschuldig kam das heraus, und so leuchtend rein war der Blick ihrer großen Augen, daß er Mühe hatte, auf seinem Sitz zu verharren. Mit blanken Zähnen biß Ruth in den saftigen Braten, der jetzt aufgetragen war. Hermann hatte sorgfältig die Bowle gemischt und trank ihr so oft zu, daß sie lächelte und nickte, aber dazu den Kopf schüttelte. Zu alledem sang ein Zeisig aus einem der Bäume, und Hermann legte seine Hanjd auf die ihre. „Horch," sagte er leise, „der singt wie du." Ein einziges Mal hatte er ihrem wnnderholden Gesang gelauscht, kurz bevor sie Dortmund verlassen hatte. Sie hatte es nicht gewußt, denn ganz heimlich hatte er sich dazu unter ihr Hoffenster gestellt; der alte Stockton hätte ihn dort nicht entdecken dürfen, denn nach wie vor wäre ja dem wunderlichen Kauz ein solcher Freier als eine „Unmöglichkeit" erschienen. Ruth neigte sich vor, um zu sehen, ob andere Gäste nicht zu nahe saßen. Zufällig war das nicht der Fall, und sie zierte sich nicht lange. Ganz leise begann sie zu trillern, so leise, daß es für eine Berufssängerin eine Kunstleistung ersten Ranges gewesen wäre. Kürow war selbst musikalisch, spielte schön Geige und hätte ein Leben ohne Musik für halb verloren erachtet. Atemlos lauschte er. Nach ivenigen Minuten hörte Ruth wieder auf, denn au entfernteren Tischen hob hier und da doch einer den Kopf und blickte sich suchend um. „Du!" flüsterte Hermann weich und langsam, „du ach du!" „Später," sagte Ruth, „werden wir uns gegenseitig also Musik machen. Und zusammen können wir musizieren! Ich glaube, das rverden unsere glücklichsten Stunden sein." „Sie iverden alle glücklich sein, Ruth. Du und ich, wir werden zusammen das ergeben, was Gott selbst für eine Ehe gewollt hat — einen harmonischen Zweiklang." „Eine Terz!" rief sie heiter. „Eine große Terz, wie fk die großen, fröhlichen Glocken haben! Nicht eine kleine in Moll, die so leicht traurig klingt." Er erhob sein Glas und blickte sie unendlich selig an. „Es lebe die große Terz!" sagte er. „Tu mir Bescheid, mein Mädel." 12. Kapitel. Seit seiner letzten Aufnahme war Heinz Riethling jeden Tag bei Otter erschienen. Ruth mußte ihm höflich Rede stehen, denn dazu war sie hier; auch konnte sie nicht umhin, den lebhaften, geistreichen Plairderer liebenswürdig zu finden. Er verstand es gut, dieses Plaudern, weil er mit unfehlbarer Sicherheit heranszufinden wußte, was dem anderen interessant war. Bei Ruth hatte er es beim zweiten und dritten Besuch mit feurigen Blicken und Sch ineicheleien versucht, war aber einer so kühlen Abwehr begegnet, daß er nun den Ritterlichen und Ehrfürchtigen hervorkehrte. -'Auf Anlerika brachte er die Rede, bewies, daß er mit den Dichtern und Denkern von jenseits des Meeres gut vertraut war (wenigstens konnte Ruth uid)t merken, daß seine Weisheit eine ganz junge, aus dem Konversationslexikon herrührende tvar), und versicherte, daß er einen „grenzenlosen Respekt" vor allem Amerikanischen habe. Dann traf ihn Ruth — zufällig, als sie um sechs Uhr nach Hause ging. Er behauptete, denselben Weg wie sie zu S en, und blieb an ihrer Seite, bis das Haus der Pension ubert erreicht war. Einige Schritte vor der Haustür nmrde sie von Mr. Bost begrüßt, der mit aufreizender Unhöflichkeit über chren eleganten Begleiter hinwegsah ruck) nur fie anblickte, während er grüßte und bei ihr stehen blieb. Riethling lächelte sarkastisch. Dieser ausländische Jüngling mit dem Knabengesicht störte ihn durchaus nicht, vielmehr amüsierte er fkfy, daß jener so wütend über sein Aus- tauchen war. Ruth hatte Bost die Hand geschüttelt und freundlich gesagt, daß sie nun wohl zusammen hinanfgehen könnten. „Aha," dachte Riethling, „also so ganz und gar unzugänglich ist sie doch nicht! Diesem langhaarigen Affen macht sie ganz freundliche Augen." Er empfahl sich mit gewohnter guter Form, wobei er nicht verfehlte, dem Amerikaner zum Aerger von einem baldigen Wiedersehen zu sprechen- und Mr. 'Bost aus Philadelphia ahnte nichts davon, daß er soeben mit einem zoologischen Vergleich bedacht worden war. In der Tat trug er das Haar, wie die meisten seiner; Landsleute, ziemlich lang für preußische Begriffe. ,/Sie kennen schon eine Menge Herren hier," meinte er, seine knabenhafte Eifersucht ganz offen zeigend „Finden Sie?" neckte ihn Ruth. „Nun, ich lveiß nicht. ob das eine „Menge" ist. Der Herr, den Sie eben sahen, ist ein Kunde bei uns, und der andere Herr, den Sie neulich! bei mir trafen, das ist ein — sehr naher Freund von mir; dann kenne ich Sie noch — aber Sie rechnen vielleicht doppelt oder dreifach, nicht wahr — und außerdem noch mindestens ein Dutzend Offiziere, die sich ja mit Vorliebe bei uns photographieren lassen." Mr. Bost wußte, daß ihn das schöne Fräulein zuweilen ,?verulkde", aber das nahm er nie Übel, hatte sie ibm doch wirklich schon ein paarmal gestattet, sie zu einer Berliner Sehenswürdigkeit zu begleiten. „Fräulein Stockton," sagte das Mädchen, das oben öffnete, „es ist Besuch stir Sie da. Fräulein Berber wartet in Ihrem Zimnrer auf Sie." Therese stand am Fenster, als Ruth eintrat, und betrachtete eingehend eine kleine Photographie von Hermann Kürow, die auf dem Schreibtisch gestanden hatte. „Guten Aberld," rief sie der Eintretenden entgegen. „Entschuldigen Sie meine Dreistigkeit. Ich- habe mich hier in das Bild Ihres Liebsten vertieft — das ist er doch, nicht Wahr?" „8a, so sieht er ungefähr aus. Nett, wenn auch nicht hübsch." „Hübsch! Ein hübscher Mann ist etwas so Unangenehmes! Llber dies hier ist ein prächtiger Kopf. Ich glaube, hinter dieser festen Stirn wohnen nur kluge und gütige Gedanken. Und dieser ruhige, heitere Mund wird niemals harte oder gar rohe Worte zu Ihnen sprechen." Ruth war neben Therese getreten und blickte gedankenvoll auf das Bild herab. i . ,Ach hoffe es," sagte sie ernst. „Aber das eine muß ich doch gestehen, daß ich die deutschen Ehefrauen bisher nicht beneidet habe." „Ich auch nicht. Deshalb werde ich auch nicht wieder heiraten. Auf zwanzig rücksichtslose Männer kommt noch raum ein rücksichtsvoller." „Nun, so nach Prozenten kann ich es nicht berechnen, habe ja auch nicht so viele Einblicke in Familienleben gehabt, wie Sie. Aber da, wo ich bineinblickte — nein, verlockend war das gewöhnlich nicht/' „Ich will nicht generalisieren und auch nicht ungerecht fein. Es mag wohl in den meisten Fällen mit an der Frau gelegen haben. So viel glaube ich aber bestimmt: einer von den beiden Gatten wird allemal untergebuttert." „Was wird er? Unterge." „Gebuttert, stmtre ich. Das ist ein volkstümlicher, ab« treffender Ausdruck. Haben-Sie schon einmal solch hölzernes Butterfaß gesehen? Ja? Nun sehen Sie — so ist es oft in der Ehe. Kommt da noch Sahne und Schaum und Fett hoch, ko wird es unaufhörlich wieder 'heruntergearbeitet, und zu- «tzt ist es nur noch ein einziges, festes, solides Stück Butter, und der Rest ist unbedeutendes, nichtssagendes Zeug. Zuweilen ist die Frau das Butterstück, und zuweilen der Mann. Meistens bei uns zulmche der Mann. Ausnahmen bestättgen die Regel." Therese hatte trocken und ganz sachlich gesprochen. Ruth aber erhob abwehrend beide Hände: „Sie machen mir ja Angst, Therese!" c ,,2kh bewahre, Sie bekommen nicht so leicht Angst. Auch sind Sie niemand, der sich an die Wand drücken läßt, davor ist nur gar nicht bange. Ich habe nun aber auch einige ganz entgegengesetzte Fälle kennen gelernt, die sogenannten idealen Ehen. Da ging es herrlick) zu! Bloß waren sie zumeist etwas langweilig." „Nun" sehen Sie," lachte Ruth. „Zufrieden sind Sie nie - ßfy Mr meine Person ziehe ein wenig Langeweile ganz entschieden ledem auch nur vorübergehenden Zank vor. Zank ist schrecklich. Schrecklich!" Sie dachte an ihren mürrischen, zänkischen Vater, und Therese wußte das. So stellte sie Kürows Bild wieder auf den Schreibtisch, ivandte sich zu Ruth rrnd sprach: „Ich rede, als ob ich stundenlang Zeit hätte; habe aber 0ar r-5 tn€ -cn r 1 ? , nur her, um Ihnen mitzuteilen, daß inein neulicher Vorschlag mit Frau Ulrich mehr Gestalt gewinnt." Therese war nicht eingeweiht in die Geheimnisse von Frau Ulrich u;rd Herrn Berber. Sie hatte nur den Auftrag bekommen, sich nmch einer „recht lieben, jungen Dame um- ? rau Ufrwfy eignen würde; und heute hatte Onkel Berber ihr mitgeteilt, daß die Idee, Fräulein Stockton vorzufchlagen, „vielleicht gar nicht so ganz von der Hand zu weisen" sev Deshalb war Therese jetzt hier und fragte Ruth, wie sie über die Sache denke. „Ich weiß," schloß sie ihre Rede, „daß Ihnen die Stellung bei Otter nicht ganz so zusagt, daß sie Ihnen zu wenig privat, zu — ich möchte sagen indiskret ist." „Sie haben recht," erwiderte Ruth ^rötend. „Es war jo sehr freundlich von Ihnen, mich dort anzubringen, und nun sieht es fast undankbar aus, daß es mir nicht so sehr gefällt." „Undankbar? Unsinn, Kleine. Ich bin ja froh, daß ich Ihnen gleich etwas anderes anbieten kann. Nur müssen Sie mir von vornherein Ihre Bedingungen nennen, damit ich meinem gestrengen Onkel alles recht deutlich und unverblümt wiedersagen kann. Wer Frau Ulrich ist, das wissen Sie jla schon. Daß Sie es dort gut haben werden, steht fest; die Frau hat ein goldenes Herz. Was aber haben Sie nun für besondere Wünsche auszusprechen?" Ruth fuhr ihr Gespräch mit Hermann durch den Kopf, und sie sagte zaghaft: „Ich glaube, Frau Ulrich! darf nicht wissen, was ich gern möchte. Denn es ist ein bloßer Wunsch, und daran darf die Sache nicht scheitern." , „Nun? Heraus mit der Sprache, Ruth, es wird doch nichts Gefährliches sein." . .„Ich — ich möchte gern manchmal — frei haben, damit ich — reiten kann." Therese sank auf einen Stuhl und brach in ein perlendes und keineswegs leises Gelächter aus. „Kinder!" rief sie endlich aus, „hat man jemals solch eine haarsträubende Naivität vernommen? Eine Gesellschafterin bei einer alten Dame will spazieren reiten? Sie sind wohl ganz und gar nicht bei Trost, Kleinchen?" Ruth schwieg kleinlaut, aber sie sah betrübt aus. (Fortsetzung folgt.) Die Franzosen und unsere Heldenfriedhöfe. „L'Jllusttation" r«m 12. Mai 1917 bringt einen Artikel von Henri Labedan: „Die bedeutungsvollen Stunden. Eine andersartige Besetzung." Da dieser Artikel ein' Musterbeispiel ungeheuerlicher Verhetzung ist und die wahre Gesinnung der Kulturfranzosen kennzeichnet, ist es dankenswert, daß das KIriegs-Presse-Amt Berlin durch die Verbreitung einer Uebiersetzung die Möglichkeit bietet, dieses Kulturdokument zur Kenntnis des deutschen Volkes zu bringen. Wir geben nachstehend die Aufforderung, selbst vor den Grä- Jjjtm des in ehrenvollem Kampfe gefallenen Feindes nicht haltzu- Machen, wieder: ' . Die Deutschen sind stark, zugegeben — und sie selbst halten sta- Wr stärker, als es ziemlich ilst. —, unsterblich sind sie nicht. Man tötet viele von ihnen —■; da§ ist eine Tatsache — unÄ auch sie müssen in'Menge sterben. Was macht Deutschland mit seinen Toten? Es begräbt sie, werden Sie antworten. Sehr richtig. Mer 'dier beginnt die lehrreiche und sonderbare Geschuhte, die herlsamje Üchre, die uns in dieser Hinsicht die Art ihres Vorgehens gibt. Der Germane hat die Gewohnheit, seine Denkart in absoluter Weise überall zum Ausdruck zu bringen, er behandelt den Tod und den Toten unter dem doppelten Gesichtspunkt, der ihn überall führt, manchmal bis zur Blindheit: Dem des Stolzes, der Aufdringlichkeit und dem das Gewinns, des Nutzens. Sein und Scheinen. , Aus Dünkel versucht er etwas Großes zu machen, was ihm me gehngt, und unternimmt dann etwas Kolossales. Sie glauben! doch nicht etloa, daß das ununterbrochene Schauspiel der schrecklichen ^^^rnben und die schmerzlichen Betrachtungen, die der« Krieg wden Menschen von GM und Herz machen läßt, imstande wären, den Barbaren angesichts seiner Toten jene Winsheit, Einfachheit, Vernunft, Schlcklichkeit,^Demut und Geschmackerhebung jn lehren, die bei dein Uebermvß von Leiden und Hingabe die ohnmächtige, Bettachtung der großen Mysterien erzeugt? Nein. — Mcht einmal angesichts des Grabes ersehnt uirü sucht der Barbär von heute -u „verstehen". Die Knochen eines pommerschen Grenadiers sind chm durchaus nicht so wertvoll, wie Bismarck es einst behauptet hat sie müssen Heute bis zum Schüsse ihre Pflicht tun, und wtt werden sehen, was man alles von ihnen erwartet. Der egoistische und gefühllose Ueberlebende, der sich den Amschern gibt, die gefallenen Kameraden zu ehren, denkt im Grunde, fernes Herzens nur an sich selbst. Einzig und allein in seinem eigenen Interesse gibt er große Summen für prächtige Begräbnisse und Trauerdekoratwnen aus. Inschriften, Girlanden, Paraden, Kränze, Reden, all die Ehren, die er dem Verstorbenen zu erweisen scheint, erweist er in sträflichem Wickel sich selbst. Der Grabstein seines Freurwes ist der Spiegel, in dem er sich beschaut, währ eich er vor sich selbst das Gewehr präsentiert. Errichtet er Stelen und Säulen, stellt er Erngangstore und diese ganze anspruchsvolle FriedhofÄ- architektur ans, in der er der Ähanitwslie seiner plumpen, brutalen! 279 Kunst ungehemmten Lauf läßt, so geschieht das nickt aus Achtung vor den Toten und aus Frömmigkeit, sondern um den Dünkel deS Leberrden zum Ausdruck zu bringen. Die deutschen Friedhöfe, die überall in den besetzten Gebieten, angelegt sind und von Tag zu Tag an Ausdehnung und Bedeutung wachsen, bieten in dieser Einsicht einen greuticheil und bezeichnenden Anblick. W sind nickst kleine Gelegenheitsfriedhöfe, rührend und naiv, in Eile und je nach den augenblicklichen Bedürfnissen angelegt, sondern richtige Daueranlagen, durch die Man kostenlos gewissermaßen Dauergrabkouzessiouen auf unserem Boden hat gewinnen wollen. Füä die abscheuliche Arbeit haben wir — sehr gegen unseren Willen — alles Nötige geliefert. Mit Ausnahme des Toten, der von ihnen kommt, kommst alles Ueb'rige von uns und gehört uns. Die Erde ist unsere Erde, dys Holz unser Holz, deb Stein unser Stein. Es sind unsere Kreuze'— Unsere schönen eisernen Käeuze — (b!ie sie sich genommen, ihre letzten. (Änm.: „Ihre letzten", Anspielung auf unser „Eisernes Kreuz" im Gegensatz hier zu den französischen eisernen Grab-Kreuzen.) Unsere Grabplatten und Grabgitter sind's, die heute die Leichen der Feinde ruhig und geachtet bedecken und umfrieden. Sie haben unsere Grabstätten geplündert und unsere Toten beraubt. Sie haben unsere Grabdenkmäler aus der Erde gerissen, wo sie unsere Vorfahren und Vätev aufgestellt, haben sie weggeschleppt, haben die französischen Namen, die darauf standen, ausgckratzt, ausgekratzt die ewigen Klagen, Nachrufe und Gebete, haben sie überarbeitet und gereinigt von allem, was sie mit der Vergangenheit verband, und mit diesen Materialien, nenaufgearbeitet und profaniert, haben sie ihre Baudenkmäler hech^ gestellt, ihre Eingangstore der Kommandanturen, ihre Tempel mit Kapitalen in falschem Griechisch und unechtem Romanisch, ihre lutherischen Vordergaebel, die kubische unjd scheußliche Anhäufung ihrer, Maurerarbeiten. In diesen christlichen Stein, diesen geweihten Marmor, hat der Meißel ihrer Künsthandw rker, noch stumpf von dem Au brechen der Geldschränke, grobe Götterbilder einer lederen Kunst gegraben, in der sich Münchener Sttl mit kanakischem paart, Statuen vonr Apollos vom Kasernenhof und nackte Kriege;, die antik sein sollen und nach dem Oberleutnant riechen, dessen gewöhnliche Nacktheit Modell und Stellung gab, und all' das in halbkreisförmigen Theaterbauten und Säulengängen ans Beton, um darin den Oedipns zu spielen, den Oedipns.. >aus Köln. Und unter unseren in Helmspitzensorm zugeschnittenen Taxusbäumen, inmitten unserer Zypressen, auf den Beeten unserer Rasenplätze stehen die Statuen von feistwangigen Germanien und Miner- ven mit den Körpern unförmlicher Melber; Statuen einer Sorte von bösen Engeln mit dem Antlitz eines verdammten Professors und den Brustmuskeln eines Herkules aus einer Jahrmarktsbude, die ihre Würgerhände auf die Parierstangen riesenhafter Schwerter stützen. Und diese ekelhaften Engel der Bestialität wagen es, au ihren Lastträgerschnltern ein Paar Flügel zu tragen, die ihrerseits so schwerfällig, dick und minderwertig aus sehen, als wären sie ausdrücklich dazu gemacht, den Ausstieg zu hindern, den Sturz hervor- zurufen und ihre Träger an der Erde festzuhalten. Rechnen Sie dazunoch Löwen, Adler, Greife, Sphinxe, Sieg- sriedschwerter, TheateMiilde, Blumenmädchen un!d die Gottheiten des Rhei'ines, die übitr Urnen weinen, die Blierkrägen ähneln, dev ganze Schund der Wagnerschen Mythologie ausgehauen aus dem Stein oder Marmor der Kämme unserer Schlösser und überall ausgestellt zu beiden Seiten der Fried hofswegc, an ihren Kreuzungen und aus ihren Plätzen, und Sie werden sich utoch immer keine Vorstellung von diesen Friedhöfen machen können in ihrer finsteren abstoßenden Häßlichkeit, ihrer unerträglichen Anmaßung, die sie unter unserem Himmel ansbreiten. Denn durch all diese Ausschweifungen etiles schauerlichen» Dünkels, denen sich der von Stolz trunkene Barbar hingibt, um sich für seine andauernden Mißerfolge zu entschädigen, leuchtet klar die Berechnung», did ttefe Absicht und der leitende Gedanke hindurch. *. Miese Totenstätten sind einzig und allein in der Absicht gebaut, um ihnen schon heute eine Handhabe zu bieten, eine Art von. Eroberung und Besitzergreifung, die bestehen bleiden und ewig dauern sollen trotz der Räumung. • Unseren Boden herabzuwürdigen, zu entehren, zu verunstalten, m unterdrücken, zu demütigen!, ihn selbst nach öe/ni Rückzug ich.ch besetzt zu halten, mH zlvftr in jeder nur möglichen W,eise durch seine beleidigende Kunst und seine agressive Aesthetik, durch seinen Sttl, seine Monumente, die Unverschämtheit seiner Embleme und die Heuchelei seiner Grabschriften, die Herausforderung seiner Sta- tuen und beleidigenden Allegorien — das ist das Endziel des Deutschen, sein Kriegsplan in der Niederlage. Er kannte unsere altangeborene Achtung vor dem Tode und sagte sich, daß dank dieses heiligen Gefühls die Gebäulichkeiten und Bildwerke, mit denen er absichtlich vor seinem Rückzug unserem Boden bedeckt hat, unverletzt bleiben wiljrden. Er hofft unter dem Deckmantel seiner Toten-den Arm unserer Leb.Nden angesichts dieser l)erausforderndeu Trophäen zurmckzuhalten. Mehr noch, die Geister zu fesseln, in Erstaunen zu setzen und zu beeinflussen durch einen; Schein von Grüße und Pappkartonmajestät. Die Stelen, hat ec in ferner Verschlagenheit berechnet, werden Ankündigungen seiner K'rakt. Zeugen seines Widerstandes werden und die Säulen eine Art & von Grenzpfählen dar stellen. Und da bxerfe ganze schöne Anlage bestehen bleiben wird, allein ilnberührt innMten allgemeiner Vev- Wüstung, wird er damit ist jkder SstcM und jedem Dorf eigre deutsche Permanenz schaffen, eine ständige Erinnerung, eine Zone des Grausens — möglich —i aber eines ungeheuren, furchtbaren, mcheimlichen Grausens, das das Gedächttris an den großen verab- scheuten Namen für immer wachhalten wird. In der Tat, der ewige Haß, den man diesem teuflichen Feinde weiht, kümmert ihn wenig, vorausgesetzt, daß er in jedem Fall — mag er besiegt, vertrieben mch geäck/.at sein — trotz allem Spni^ und Z-eichien. seiner Verbrechen, seines Einfalles zurücklassen kann. Die iinvertilgbare Spur hat er schon in Form seiner Zerstörungen zurtickgelassen, aber das allein genügt ihm nicht. Er will sich auch durch Bauten unserem Gedächtnis aufzwingen, bei uns festsetzen, und zu diesem Zweck hat er seine Erinnerungs- nird Grabdenkmäler 'erfunden. Auf der einen Seite vernichten, auf der anderen bauen — beides tut er. Wenn unsere Beobachter im Flugzeug das Chaos der Kriegs- zone überfliegen, sehen sie neben jeder zerstörten und verwüsteten Stadt einen einzigen großen Platz, der unberührt und gepflegt ist — der Bochefriedhof. Häuser und Schlösser sind zerstört, verbrannt, aber die letzten Ruhestätten der Herren Brandstifter recken ihre weißen turmähnlichen Portale ruhig in die^Luft. Die Keller sind leer, die Gräber Frankreichs geschändet, seine Särge aufgcbrochen, aber die sterblichen Ueberreste der Säufer und Schänder rachen friedlich in ihren schönen Gewölben. Kirchen und Kathedralen sind dem Erdboden gleichgemacht, aber die Giebel der Friedhofstore, die zum Ruhme der Offiziere der „Kultur" erckänt wurden, erheben sich überall. Die Museen sind ihrer Schätze beraub-t, die Sammlungen gut verpackt über den Rhein gewandert; aber die Räuber lassen uns dafür zum Ausgleich Probestücke ihrer eigenen Meisterschaft zurück, ih«S zwiefachen Könnens, mag es sich um Zerstörungen oder Auchmr handeln. » * ! i Rias werden wir angesichts dieser klugen Organisation, dieser Ausnutzung ihrer Toten seitens der Deutschen tun? Werden wir auf diese scheußliche Mache hineinfallen? Werden wir die Einfalt besitzen, den Fehler begehen, die gutmütigen Torhüter dieser Zweigniederlassungen, die Wächter dieser Totenmuseen, die Gärtner dieser Anlagen zu werden? Werben wir sie pflegen und unterhalten? WIerden wir den Einwjphnern, die nicht einmal mehr den Platz ihrer in Asche liegenden Häuser auffinden konnten, die Marter auferlegen, stets auf die weiße, Keine, soeben erst erbaute und geschmückte Stadt der feindlichen Toten zu blicken, geschmückt mit unseren Blnmen, beschattet von unseren Bäumen, den einzigen, die man nicht umgehauen hat? Werden wir mitten unter uns nach dem Kriege diese Orte feindlicher Ansammlung lmd kaufmännischer Vereinigung dulden, die geeignet sind, ihr Kommen imd Gehen, ihre Wallfahrten, ihre Karawanen zu Jährestagsfeiern. kurz alle Arten von Eindringen und Sicht-Ausbreiten zu begünstigen? Ich stelle diese notwendige Frage und überlasse es unseren Soldaten, daraus zu antworten. Wir werden die Totest nicht anrühren, die da ruh^n. Da sie nun einmal hergekommen sind, um hier zu sterben, lassen wir ihnen unseren Boden. Mögen sie ihn düngen. Aber nichts weiter. Die secks'Fuß Erde, ans welche sie'wie jeder Mensch ein Anrecht haben, gelten aber nur fiilr die Länge, nicklt auch siütt die Hlöhe. Lassen wir ihnen ein einfaches kleines Holzkreuz, niedrig und gut, so sind wir schon mehr als freigebig. Und wEs den Rest anbetrifft .* l nieder mit ihm. Pickel und Mauerbrecher herbei. Nieder mit den stierköpfigen Engeln, mit den Luzifarn von der Spree, den geslü!- gelten Siegesgöttinnen, den zweiköpfigen Lüstern, den Trophäen aus/Zement. Dsiir werden sie in die Nacht zurückwerfen, weit noch hinter die Götterdämmerung, alle diese Götter der Tetralogie, die wir von ihren! Sockel: gestürzt haben, imd Npttur, Witterung, Jahreszeiten und Jahre werden ans diesem Nichts dann machen, was ihnen gefällt. £JcvmS?c!}(c$. * Gewinnung von Fett ans Baum knospen? „Die Garten weit" 21. Jahrgang, Nr. 25 von 22. Juni 1917 Seite 289 berichtet: „Der KI r i e g sa u s s ch n ß s ü r p f l a n z- l i ch e und tierische O e l e u u d .F e t t e hat sieb ber eits in den ersttw Rionaten des Jahres' 1916 mit der Frage der Bei.Wertung der Banmknospen beschäftigt. Dnr-tt Gutachten w'ssensckask- licher Sachverständiger wurde überems-i-rmend selige' eckt, dal die Baumknospen in der Hauptsache harzige Stoffe und Gerbsäure ent- halttn, so daß ein Ersatz für Oel oder Fett daran? nicht gewonn-en werden ^ kann. Bestem fa!ls sind die Banmknospen a:if Harz zu verarbeiten, lvas indessen mit Rücksicht an' Pie mit dem Ein sammeln verlmndenen außerordentlichen Schwierigkeiten mckt lohnend ist. Unter BezuanahNle aus ein ihnen z a gangenes Flugblatt d e r R o h ft o f f st n d i e n - u n d Be r w e r t n u g s ge sel! ^ schüft m. b. H. in Berlir:-Wilmersdorf, :omin die Sarmckn'ng von Linkem- und Bnchenknospen zwecks Gewinnung von Fett und m-cnschliehen Nahrungs- und Futtermitteln dringend empfohlen wird, habon sich verschiedene Kommu.ialverbände an das Kriegs ernähruu-gsamt in der .WnnäÜme gelvairdt. daß, die frag'icl Per- 2Ö0 Affen tlichMtynt Vvnt KnegsePwäHttkngSami ttuSgehttr. Das Kriegs- ernährungsctmt steht damit in keinerlei Zusammenhang und sieht die Frage der Verarbeitung von Baumkiwspen durch die Versuche des Kriegsausschusfes für Oele und Fette als erledigt an." Die vorstehende Notiz aus der „Gartenwelt" ist im Hinblick ans das von dem Gießener Privatdozeitten, Herrir Dr. T h o m a e längst angegebene Verfahren zur Gewinnung gewisser Substanzen Lus Müttern, Knospen und sonstigen pflanzlichen Wällen von Interesse. Eine vollständige wissenschaftliche Klarstellung der Natur dieser Stoffe erscheint vom Standpunkt der Volksernährung im Kriege dringend. * SB i c in ü n sich in hei bien G egende n vor der Hitze ü h t. In den heißen Gegenden 'unserer Erde sind freilich Äe vohncr Mt die Unbilden der Hitze mehr gewöhnt als in unserer «gemäßigten. Nichtsdeswwvniger 'haben sie aber auch geimg davon zu ertragen. Die vornehmlen, reichen Perser haben znm Beispiel versenkbare Zimmer; ja sie haben ganze gläserne Paläste, die in der üppigsten Weise aus ge stattet sind, mit denen sie auf dem Wasser ctuf eigenartigen Bohleneinrichtungen herUmschüvimmen und die sie unter die Wasserfläche tauchen können. Natürlich sind Vor-, richttmgcn für die Zuftchr frischer Luft getroffen. So war zuml Beispiel der Seepalast des Fürsten von dlgra berüyint. In China hat Man über der Wasserfläche schwebende Galerien" errichtet, die ähnlich ivie Unscr'e Seestege in den Seeknrorten eingerichtet sind, nur daß sie höher gelegen und weiter in die Wjasserslächc hinMlsgebaut sind. Auf den Sundainstln hat man für die heiße Zeit ganze Seedörfer gebaut, kleine Hütten auf starken Pfählen Witten im See. * Zur Psychol ogie des Melken s. Da das Melken der Kühe in unseren ledigen Ernährnngsverhältnisseu keine unbo- deuteirde Niesle spielt, sei darauf hingennesen, was Jürgens Petersen in seiner Schrift : „Nüilchkühe" über dre Kunst zu melken sagt. Et' führt darin zunächst ans, daß durch das schlechte Melken dem' Landwirt ein ungeheurer Schaden, erwachsen ftnm. Es gilt, die ^Üuh ganz anszuNwlöen, da die letzten Strahlen die fetteste Mich Neben. Der Unterschied ist so großi, daß von. den ersten Strahlen 17 1 I* Pfund Milch ein Pfund Butter geben, von den letzten Strahlen hierzu nur 12 Pfund nötig sind. Aber es kommt auch auf die Bchaichlüng der Kuh an. Vor dem Melken, so behauptet jene Schrift, muß die Kuh zunächst freundlich gestimmt werden, durch liebevolles Zureden, Streicheln usw. Während des Melkprozesses will die Kuh Ruhe haben. Lautes Sprechen, Lärmen, Schelten« ist zn vermeiden, „dagegen ist ein gutes, ermnnteritdes Wort wohl angebracht", uird nach Bleiendigung der Arbeit „ntnß, Die Kuh wieder ein paar freundliche Worte und Liebwftuigen als Dank für die Milch erhalten," denn „sie quittiert für alle Unbehaglichkeiten, indem sie weniger Milch gibt". vüchertisch. — 2 o n n w e n d des G l ü ck s. Tie Symphonie eines Lebens. Roman in vier Schien von. Zdenko vo n Kra ft. Deutsches Berlagshaus Bong & Co.' Berlin W 57. Im kleinen Dürnstein spielt diese „Symphonie eines Lebens", das Sckffcksal des Wolf- Kang Llimvdvus Burger und der Seinen umschließt es, und' ans diesem Schicksal erwächst im Gleichnis ein allgemein-anenschlichcs, durch zwei Generationen. Ticsein stillen Schicksal verketten sich die Schicksale der Frünnde, nitt denen Wvlfgang Amadeus im Quartett nuisiziert. Wie sich deren Leben zum Qimrrett verquickt, so Würgt und wirrt sich das ihrer Kinder durcheinander und löst sich, wie im Spiele, jäh abbrechend m Dissonanzen und wieder harmomscl verklingend. Wie die SommersvnnenN^rde des Jahres Leben in Anfsttcg und Niedergang schüdet, so führt des Glückes Sonnenwende ür diesem Bnck-e der Menschen Leben zur Bollendirng oder znm Absturz. Es ist ein Buch der Süße und der Herbe, ein Buch der Freude und des bitteren Leides, ein Buch der Stille !und froher Geschäftigkeit, ein Buch der Jugend und des nach-, denktichen Alters, ein Buch, das mrr eilt echter Dichter uns zn schenken vennochte. — Deutsche Handel sw arte (Beiträge zur Deutschen Wirtschaftspolitik^ Niirnberg, Schvppershofsttaße 86/88. Herausgeber: Generaldirektor Theodor Wieseler. Zahresbezugspreis: Mk. 6,—. Einzelheit 30 Pf. Probennmmern kostenlos durch alle Buchhandlungen und den Verlag. — Die letzte Nummer dieser !Zeitschrift enthält folgende Aufsätze: Dr. ÜB*. Stein: Freiheit des Handels und Staatssvzialismus. Der herrsck^irde Staatssozia- lismns ist durch die Kriegsverhäktnisse bedingt. Ihn für den Frieden beizubel-alten, wäre verkehrt, weil unser Reich die Verluste an seiner wirtschaftlichen Machtstellung wir wieder gntmächen kann, tvenn es zu dem bisherigen bewährten System des freien Handels und freien Wettbewerbes so schnell wie möglich brdingnngslos zn- rückkehrt — Victor von Reisner: Die Kunst des Ver- kaustns Das Verkaufen ist direkt eine Kunst, und nur jener Kauf- jnmtu kann auf ernstliche Erfolge als Verkäufer rechnen, in dem. die Veranlagung znni Meitschenkenner steckt. Neben einer Mitten M- gemeinbildnng muß er außerdem' eine gediegene Fackbtkdnng be- fttzew Dein vielfachen Maicgel an gründlicher äbenntnis der Wavew- kiurde wäre vielbeicht abzuhelfen durch Einfügung eines obligaten Besuchs-Kursus in unseren Fabriknr (nach Llbschmß der Studien). — Engen Clauß: Die angestellten Kanftente und die Sommerzeit. 9deben ihauswirtschaftlick-en Vorteilen bringt die neue Zeit einen wertvollen Fortschritt, der die Fortbildung der Berufsgenossen, der Gesundheit imd dem deutscheit Familienleben nnr förderlich sein brnn. —Prof. Dr. Rob. Lie fmann: Ueber die gegenseitige ^)lb- ttängigkeit der Goldwährungen. Schluß: Ist der Geldwert bei der Goldwährung stabiler? — Engen Isolani: Wie denken die im Felde stehenden kanfmännischen Angestellten über ihre Wiederau stellnng ? Vielfach ganz anders, als man in der Heimat annimmt. Biele gibt es, die keine Lust mehr Ijaben, zum alten Beruf znrückznkehren, weil sie dem engen kaufmännischen Leben vollständig entfremdet sind. Der Verfasser schlägt vor, Llusknnfts- und Beratungsstellen zu errichten- — Kaufinanns Tagebuch. — Mert- wort. — Wil Helm Schaer, Fremde Heimat. Roman (Oldenburgs neue 3.50 iM.-Romane.) Oldenburg & Co. Verlag. Leipzig. Geheftet 3.50 Mk., gebunden 5 Mk. — Hoch oben an Bntjadmgens sturmNnrtosten Seedeichen setzt die spannende Handlung ein und spielt sich hinein in das Oldenburger grüne Marschenland. Engel Maria Siads, das g'lutängigc Kmd einer fremden Sonne, sieht sich vom -Schicksal zwischen die Menschen der rauhen, nebligen Nordseeküste gestellt. Wird es ihr neben der blonden Landestochter gelingen, sich ihr Heimatrecht zu erkämpfen, in ehrlichem Wollen deutsch zu denken, zu fühlen und -- zu neben? Ter Verfasser gibt uns damit eür Heimatbuch voll farbenfroher Meer- und Landsckwftsbilder, voll Herbigkeü und zumal voll sprühender Leidenschaft in Schilderimgen der Ehejahre der „fremden" Frau. — A. O. Weber, Wenn Mars regiert! Nerre gereimtcu Satiren. Heinrich F. S. Bachmair Verlag, Berlin W. 62. Preis geheftet in künstlerischen Unrschlag 2 Mk., feür gebündelt 3 Mk. — Bongs illustrierte Kriegs geschrchtc, Der Krieg 1914—17 in Wort und Bild, das 131. bis 134. Heft (Preis je 30 Pf.). Deutsches Verlogschius Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Straße 88. Gietzener Haus-rauen-Berein. Kochanweisungen. K r iegs su vpe. Man nehme für jede Perfon eine diüme schnitte Brot (Bvotveste lassen sich natürlich auch verwenden), und sechs mitdelgiDße Kartoffeln. Tie Brotscheiben werden mit soviel Wasser, als man Suppe haben will, in den Kochtopf getan und langstnn verkockft. Die geschälten, tu Stücke geschnittenen Kartoffeln werden gar gekocht, abgegossen und zur Bwtsuppe getan, mtt dieser zusammen recht säinig gemocht. In et,Vas Fett, cs braucht nur wenig Ui sein, bratet inan eine Zwiebel gelb und tut dies zur Sirppe. Etwas Geivürz und Salz nach Geschnmck. Kartoffeln mit Fi sch rosten. Mwl schivitze in ctivas Oel eine geloiegte Zwiebel an, schsteide gekochte Kartoffeln iw 'Scheiben, gebe kleine Stückchen von übriggebliebenem Fisch aus denen die Gräten entfernt wurden, darunter, lasst alles gut heiß werden und schwenke es mit etwas Milch tu die man einigen Zitronensaft oder auch nur ein paar Tropfen Essig träufelt, gut durch. Stacheckbee r speise. 2 Pfimd .gereinigte Stachelbeeren werden erst mit kochendem Wasser, in dem eine Messeispitze Natron gelöst ivUrde, abgewellt und dann in frischem Wasser weichgekocht. Man rührt sie mm durch ein Sieb, süßt nach Geschmack und läßt sie mit etwas in Milch «oder Wasser zerrührtem Gri.ß nochmals leicht aluflachen, wenn.man Gelatine nicht zur Verfügung hat. Erforderlich sind 6—8 Blatt Gelattne. Tie gelöste Gelatine lio’trb unter die erkalteten Stachelbeeren gemischt imd die Speise dann in eine Glas-, schüsstl gegeben und kaltgestM. Zifferblatträtsel. III HI IV V VI VH VIIIIX X XI XU An Stelle der Ziffern des Zifferblattes einer llhr sind die Buchstaben A A B E E G G'I L N R T betört zu setzen, daß die zu den angegebenen Zeiten zwischen den Zeigern stehenden Buchstaben Wörter von der beigefngten Bedeutung ergeben: 13 Uhr 32 Min. — deulschrnssische Stadt. 2 r 36 , — Tischgerät. 3 , 37 , — altbiblischer Name. 4 „ 42 „ = Wasserstraße 7 „ 51 „ = Wasserpflanze. ' " 8^9.--- Flur. 10 „ 8 „ = alte Waffe. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Wortspiel - Rätsels in voriger Nummer: kalme, Erici), Tauget-, Erbsen. Reis, 8tam, Bart, Ulanen, Rose, Gange* Petersburg. tzchristlettunq: Fr. R. Zenz. — ZwillmgSrunddruck und Verla, der Brühl'schen Univerfftäts-Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen,