Miijwsck. Öen 21. Zun'r Die blonde Drossel. Roman von E. Fahrow. (Fortsetzung.) „Ich wollte nur nichts überstürzen, sonst habe ich gar keinen Grund, mich zu sträuben. Hermann. Wenn ich aber doch vorläufig noch angewiesen bin auf mich und meinen eigenen Erlverb, so must ich auch Rücksichten auf den Geschmack der Leute nehmen. Zum Beispiel fände ich viel schwerer eine Stellung als Gesellschafterin, wenn ich „verlobt"^ wäre. „Was für eine Gesellschafterin sollst du denn sein? Ich meine, ist es nicht viel bequemer und freier für dich dort, wo du bist?" „Ich eigne mich nicht so besonders dafür, glaube ich. Und es strengt merkwürdigerweise auch tüchtig an. Immerfort lächelli und liebenswürdig fein und so weiter. . . ." „Und lnußt du das erst recht nicht in einem Privab- hause?" „Nicht in dem besonderen Fall, von dem mir Fräulein Berber sprach. Es handelt sich um eine reizende, ältere Dame, von der mir Therese schon viel erzählt hat. Sie ist ganz anders als sonst die reichen Danlen, die eine Gesellschafterin halten. Frau tllrich heißt sie. Sie will mehr eine Haustochter als eine Fremde haben. Ich soll nun gerade so viel tun, Me zum Beispiel eine erwachsene Tochter tun würde. Und dann soll ich Musik machen - - das gefällt mir freilich besser als bei Frau Tribaldi dumme Solfeggien singen und mich dabei zieren." „Zieren? Wieso?" „Ach, da soll man den Mund s o und die Kehle s o auf- machen, und dann ans die Gaumensegel achten und auf die Mundwandlungen. Und Schwelltöne machen, als ob man ein Nebelhorn sei. Es tut mir schrecklich leid um Fränze Sebius, die ich so enttäuschen nrust. Doch will ich lieber einer Stockberlinerin im Silberhaar Volksliederchen Vorsingen, als mick) zu einer Koloraturmaschine ausbilden lassen." Kürow sprang auf und nahm Ruths Kopf zwischen seine beiden Hände. ,/Süßes Herz, du bist entzückend. Ich sehe ja, daß du ganz ebensowenig Vorliebe für öffentliches Auftreten hast Wie ich! Und vorhin wiesest du mich ganz gehörig in meine „Schranken" zurück, als ich so etwas sagte." „Nun, das ist auch etwas anderes. Ich würde eine Verfügung über meine Person eben nicht mögen. Daß ich selbst trotz meiner Abneigung auch auftreten würde, wenn es mir viel Geld einbrüchte, das ist doch selbstverständlich." „Nein! Viel Geld zu verdienen, das soll und darf nie ein maßgebender Grund für deine Lebensführung fein! Denke doch, wie leicht das über alle Grenzen führen würde." Ruth sah stolz und unnahbar aus, als sie versetzte: „Man läßt sich weder über alle noch überhaupt über die selbstverständlichen Grenzen führen, wenn inan Charakter hat " ,Mun siehst du wieder ganz böse aus Ich menre es doch nicht schlimm, Ruthmädel." . Da er seine große, feste Rechte über den Tisch reuhtr, schlug sie ein. ,/Du bist ja kein Philister, ich weiß es," sagte sie. „Mein, bei allen Göttern. Doch soviel weiß ich, ich werde alles daran setzen, so schnell wie möglich unsere Bev- heiratung herbeizuführen, denn du sollst überhaupt nicht arbeiten, sondern nur dazu da sein, glücklich zu sein und glück lich zu machen." Er war wieder aufgestanden, und plötzlich kniete er neben ihr, nahm ihre beiden Hände in seine eine und schaute mit unendlichem Ernst zu ihr auf. „Ruth, meine Braut", sprach er bewegt, doch ohne Hef tigkeit, „ich habe noch niemals vor einer Frau gekniet, mtd ich weiß nicht, ob ich es jemals wieder tun werde. Aber ich will es dir einmal sagen, daß du mein Heiligstes auf der Welt bist, uild daß ich an dich glauben und zu dir aufschuuen will wie zu dem Besten in meinem Leben. Ich weiß, du kannst mich noch nicht w lieb haben wie ich dich. Aber versprich mir, daß du meine Liebe verstehen und sie Hochhalten willst." Sie nestelte ihre Hände los und legte sic ihm um den Kops. Ihre Augen waren feucht, als sie lachte: „Hermann, mein Boy, was sprichst du? Wenn ich dich nicht lieb hätte, würde ich dich nicht heiraten wollen, nicht wahr? Komm, sei zufrieden, auch wenn ich nicht ganz so zu dir bin, wie du es möchtest." Ihr lieblicher Mund war so nahe dem seinen, als sie es sagte, daß er sich geschwind vorbeugte und sie küßte. Und dann sprang er auf, zog sie wieder von ihrem Sitz empor und rief: „Zieh dich an, Liebchen, nnd komm mit mir ins Freie. Es ist zu eng hier in diesem Stübchen, und mich verlangt es, mit dir unter grünen Bäumen zu sein, wenn cs auch nur ein paar armselige Berliner Bäume sind." Sie ließ sich nicht bitten, sondern griff flink nach ihrem Hut. Da klopfte es, und auf ihr Herein steckte Mr. Bost aus Philadelphia den Kopf herein. „Oh, ich bitte Ihre Entschuldigung," rief er, mit seinen graublauen Murmelaugen höchst erstaunt den männlichen Besucher betrachtend. „Ich wollte Sie bloß erzählen, Fräu lein Stockton, daß etwas Schreckliches ist passiert ein Mord!" „Treten Sie ein, Mr. Bost. Hier ist Herr Kürow, ein alter Freund von mir. Was für einen Mord meinen Sie?" „Man hat den österreichischen Kraunprinzen und seine Frau tot gemacht. Alle zwei. Sie sind ganz tot. Ist das nicht furchtbar?" „Mein Gott!" stammelte Ruth, die Hände faltend Kürow ballte die Hände. „Diese Schufte!" murmelte er. „Wo ist das geschehen?" Jetzt reichte der Amerikaner das Extrablatt hin, das er - 274 soeben auf ter ©tröffe bekommen hatte. Der Mord von Sera- jewo war darin gemeldet, und die weise Bemerkung hinzu- gesu<>t daß dieses Ereignis die „ungeheuerlichsten Folgen nach sich ziehen werde". Bost hatte eigentlich mit Ruth einige Minuten allein plaudern wollen, aber der große, fremde Freund machte ihm Beklemmungen; der sah nicht so aus, als ob er mit jedermann^ gleich gemütlich) plaudern werde. Nuth stand auch da wie angewurzelt. Therese hatte W r ein anderes Bild der Weltlage beigebracht, als es früher ihr Vater in ihr aufgerichtet hatte. Nach Mister Stocktons Meinung war in Deutschland so ziemlich alles kleinlich und langsam und rückgängig und lächerlich. Amerika war bedeutend großartiger; es tat ihm jetzt leid, das; er cs veip tassen hatte. Außerdem aber gab es nur ein einziges Land noch in der Welt, vor dem man Respekt haben, das nian bewundern müsse und das war England. Oesterreich? Das war so nebensächlich und fern, das hatte Mr. Stockton kauin jemals erwähnt. Ruth entsann sich, daß sie zuweilen geantwortet und erklärt hatte, mit Bewunderung und Respekt ^lern sei es nicht getan, und sie für ihre Person l i e b 0 Deutschlaiid und bcdaure, daß der Vater „bloß Verwandte" hier gehabt, aber Nicht selbst ein Urdentscher gewesen sei. Dies alles schoß ihr jetzt unsicher durch den Kopf, wäh- kQjC&te, ^^^se mit so ernstem Ton von einem Zog Kn Krieg gesprochen habe, in welchem Oesterreich und DeutMand Seite an Seite kämpfen würden. ~, KrM? Schon wieder dieses fürchterliche Wort? Gellte e wirklM) wieder durch die Luft? Oder hatte sie es nur ohne allen^usammenhang gedacht? hplwl't x ®l 1 ' ^ ungeschickt verbeugte und wieder verschwand, aber Ne kam erst wieder voll zu sich, als m Arm sich um ihre Schulter legte und Kürows tiefe, warme Stimme sprach: ,Äaft du dich erschreckt, mein Mädchen? Ja, du bist so hereinplatzm.w'"^ Eßt« auch der dumme Junge nah", sich zusammen. Sie smchte Handschuhe und Jacke zusammen, tat einen tiefen Atemzug und rief: KA l'.v? 6t ” f°. Ww^aft, aber dies ist doch wirk- Nch eine grausige Nachricht! Komm, laß uns schnell ins Sonnte"" ^ mäi)ie bu mir ' wie fü etwas möglich wer- tmn Krfilfr !S e 0ie J rie6e 5 Oon ""deren Dingen als von Politik gesprochen, aber auch er war erschüttert ^ob s-inen Arm unter den ihren, als sie auf die LT'S 1 ' ^ e-chtete seine Schritte nach dem Kfe® °m' C f ®° ct wußte er einen schattigen, großen Ätmod-schen W,rtsgart-,i, wo er als Student zuweilen ge^ Men hatte und wo man vom Berliner Lärm nichts ver- ruchl^en°MnAi^?^^i.'^As" Zusammenhang zwischen der Mtwen Mordtat und den Garungen in wnen kleinen Misch- staaten auseinander. Oesterreich >var eben, weil es so bunt mcütte es^könne nim?^' "Usgesetzt: aber er meime, es tonne nicht auseinanderfallen, weil es durch den ^mmengehalwn^werde^ ® i * WörcI 9dbrod)en ' ^ eisenfest zu- r ÄÄ": ig- Sffejg eu ym Dtn Schreck und bte Verstimmung überwunden und konnten srch wieder ihren persönlichen Angelegenheiten zuwenden 2 « 8 S 4m cv?ü r ^nige Tische waren besetzt, die gemütlichste Laube E>"^^ 9 runde stand leer. Hier nähmen sie Plav- Küi nn, Abendbrot ^^in, EZbeere/dazu'und °in^ warmes , a " un die erste Boivle, die ich uns braue " faate /Darm bin id) Künstler. Und hoffentlichswerdm ! ^u end Bowlen späterhin kusamn^MruL „Wo liegt sie, unsere Billa?" ftagte Ruth wichtig. fn„,.';„ r,W!: P et: ? n der Hnvel — so zwischen Potsdam und o^r in Sudtirol, nicht weit von Bozen." „Acy nem, lieber bei Berlin." "lfo 5" bor Havel. Zu der Billa gehört ein Uover Garten, außerdem stößt sie au den Wald. Es ist ein unten am Strom, in dem liegt ein Seegelboot für wm b K' bei Todesstrafe niemals ohne mich benutzen darfst. Für dich ist em niedliches kleines Motorboot dabei." 51uei Reitpferde," ergänzte sie ernsthaft. „Du rannst dir gar nicht denken, lote gern ich reite." „Was? Wo bist du denn schoii jemals geritten?" .. ^us, in Amerika, als kleines Mädchen, bin Snn f L?p ei ' lt 4 en * ?. ar wochenlang Gast bei einer be- ei " schönes Gut besaß. Ich werde reiten " Merlin, sowie uh em paar Mark erübrigen kann, «»iSinÄ!.' '"**■ *■ —» ** >m öoii seinem Toii berletzt, nicht von seinem Verbot, sondern sip ^[ e Absicht, „herumzujockeln"," sagte Weg^dazu'fintw retten, wenn ich einen passenden G^sK buKden dichten Haarschopf. T n, . bu p blft ra ein Eisenkopf! Ich kenne doch Berlin und weiß, was nian hier tun und nicht tun kann!" „(Line wirkliche Dame kann auch hier reiten, selbst K 1 ln tei ™ n '/®?tö' ü p e t'' hat, davon bin ich überzeugt. Es wird dann wohl ein alter Reitknecht oder dergleichen auszutreiben sem, der mitreitet." willst?"^ Me aIt£ ® ame/ M ber bu Gesellschafterin werden bin noch Nicht bei ihr! Glaube Nicht, daß ich wemi^n^?^^' T tne iotzrge Stellung aufgeben werde, ^rt bchaS k?nn * ” em ^wlsses Maß von Frei- unerfahrmesÖ : mU Mitleid an wie ein kleines, sKn mir wollen nicht mehr davon mttspndpä'• i? a ^' bu nie etwas wirklich Un- Vitta erzählen?" ®° U ^ btr nod) mdter Uon unserer r-f ^ ar gespannt, ob sie beleidigt tun und mit ihm Zöllen werde. Aber zu seiner Erleichterung lachte sie ihn schon wieder ganz fröhlich an und nickte ihm zu. r Vseroe sind also da,^^ fuhr er fort denn irfi hin selbst -in leidenschaftliche!- Reiter' Mein Bad ' tnhZ nt kT unserer eigenen Villa sitzen ÜL uns äL unserem Keller die guten Weine herbeibringen." •m&Hm&JP* " 8 “ # ta b" »Mi, ein ..rfffÄ'Äg'ÄÄS seitdem ich dich kenne, ferüg im Kopfe habe." ' e / n fet ? €l Gutsbesitzer, und wenn er nicht zu früh ge)torben wäre, wurde ich heute nicht ein so firmer ^hsucker sein. Na, um so mehr Lust habe ick), aus eigener 5s wird'ni!öi Mann zr 1 werden. Ich glaube auch, v "S'i'U 0 , febt lange damit.dauern. Denn siehst du, qe- nnv ^AiErftnduiig, die dein Vater immer machen wollte ^ {0 f, nn r te ' K- r,aB i . ld> fast fertig im Kopfe." ^ schlug hocherfreut die Hände zusanlmen. . „Dav sieht dir ähnlich, Hermann! Gar nichts saaen und CÄ”? £inet Sr ° 6en E^'udnng ekn^ektlhmwr I 1 ' t°!?Ge dankend den Hut vom Kopf« nehmen ver- b °^ e * btC l €lt s^°u neben sich auf den Stuhl gelegt und srchf mit einer komischen Geste in sein Haar- 9 3 ' nnieÄS.neU« »«* »"'« » aOw'" ,r 0r adtm die herrlichsten Möbel, bie suchst du ^sEmen aus. Denn im Hause herrschst natürlich du ganz allem. An den Wänden hängen wenige kostbare Gemälde. Im Garten stehen alle Bäume und Blum n d e du dir nur irgend wünschen ka.inst . . ." ' 16 DU in diesem Klima gedeihen." smd 'Äm ^Es, auch wenn es tropische Gewächse haus Ens!" Denn natürlich gibt es ein Treib- sw- "In meinen ungezügelten Bban- nnr immer ein eigenes Treibhaus gewünscht Zu all dreien Dmgen gehört aber eine zalKeiche Diene»: spieliges'Bm-gnTm." bwfe Wten ' ift dn kost- benfen r fo^t" tte mtt dner majestätischen Gebärde ihre Be- (Fortsetzung folgt.) Vas Flugzeug nach de-n tttiege. Von Alexander Büttner. ^ ZUln Ausbruch des Krieges sprach man dem Flugzeug! allgemein seinePraktische Verwendungsmöglichkeit ab', und die ^^b^verbe in vergangenen Friedenszeiten waren schSlmches Mittel zunr Zweck: ihre Aufgabe bestand tn der ^tatnualimg ^ mnm technischen tzrobleniS. Erst dem .Kriege murii *' ■, v t.™ u |U|L «w^raumgroiioc er,«neuen, oer l^ud: über die Zukunft der FLugindustrie werden allenthalben die verschiedensten Ansichten bekannt. W J“T - l ' fc ^r feine Frage, das; die zukünstige Gestaltung des Flug- ^ugev in erster Lime von den Interessen imtb Bedürfnissen der Heeresverwaltung abhängt. Denn legt diese ihre Hand auf die Flugzeugmdusyne und erklärt sie als eine Waffen- und Rüstungs- rudus ne, so tmvb die Flugtechüik das Schicksal der Übrigen Waffen- nidusti i - " teilen müssen und ausschließlich den Zwecken der Landes- oeitew.dienstbar gemacht werden. Eine andere als r-.ch> rische ^rwendung des Flugzeugs wäre damit aber gänzlich unuröglich ocE-' - ^ El es sich ,a im gegenwärtigen Kriege als Aultlarnngswerkzeug, als Angrisfswafse und als Berteidigungs- .bat, ist es Nicht ausgeschlossen, daß die Militärbehörde sich zunr mindesten eine weitgehende Kontrolle über und ihre Weiterenllvickelung Vorbehalten, ja ihre ^^stellnng vielleicht nur tu t-ojern und so weit gestatten wird, als Militärischer Bedarf vorliegt. Dann dürften wohl bedeutende Neu- lorinationeii gebildet werden, d< in verschiedene Klassen geteilt auv Großkampf-, Aufkläeungs-, Bombenwurf- und Ab wehr ge- schwadern bestehen. Nmr ist es aber br>ch recht fraglich, ob dieser Weg für die weitere Entwicklung der gesamten Flugzeugindustrie Ä; un ! mird. Behenki mnniffife die Beschäftigung der Fabriken durch Aufträge von Seite!, unmöglich ihr jetziges Maß, wird erreichen, können, und weuer, daß die Zahl und Größe der Flugzeugwerke tmaurtdS? rOT 2 TI Erh-ölich zu genommen hat, so wird man Sf? können, daß die ^ zu wenig beschäftigte Industrie ^ nicht zu Grunde zri gehen, sich nebenbei auch mit dem Bau von dost-, Last-, Sport- und Verkehrsflug-' m^on '?irü beschäftigen müssen. Sicher wäre es int Interesse der m '^Nscheu, bafe W FUrgrouo irnifeWjfciM« zu sviedlichen und kulturellen Zwecken herbeigezogen wird, oas auch der Flugsport wieder aufkommt, und so.nnab-häüKg von den militärischen Intevesseu und Forderungen eine Fortentwicklung v-es Flugzeugs statt,uideu kann. t J E'lar, daß aus Flugzeugen, die den weitaus schwersten An- E^^ingen denen des Krieges, haben genügen können ,fich olftift chiuhe auch Typen ftir friedliche Zwecke ausarb itcrr lassen. Die Kon- Urutteure brauclxn ;a beim Bau von Friedeusslugz-eugen die hin- oeindeu Voraussetzungen: große Steigfähigkeit, fabelhafte Ge- .chwrndigknt und vieles andere mehr, gar nicht weiter zu Berück* A a j •)* bls l c Bedingungen aber fort, so ergeben sich zahl- ^ 7 i^ 0 ^^ten in bezug auf Sicherheit, Flugdauer, $ragH ^bauemlichkeit der Fahrgäste zu erweitern. JTJ* 1 ' Allgemeinheit Wendel sich wohl in erster ^kehrsflUtzz^lgm zu, woher man nicht nur au einer* Wpvfrtn ^ öffentlichen Dienst, sondern auch an einen regelrechten! ^.//oneiwttfthr denct Ganz bestinimt läßt sich auf weitere undj Drecken ern P o st verkehr mit Flugzeugen einrichten, dev Siiivs o" urternat.lonalc Strecken ausdehnen kann und der m wandern und Gegenden, die von Straßen- und Eisen-, durchzogen sind, als in bisher noch unkultivierten Ge- große Bedeutung erlangen wird. Gerade dort, wo Flug- f ^S e r ^u^ugels geeigneter Verkehrswege konlürrenzlos sind, er-- wachst ahnen rvohl ein ungeheures Betätigungsfeld. Allerdings kommen als Verrehrsflugzeuge nur Groß- und Riesenflugzeuge mit Mo orenstarken von 1000 PS. an auswärts in Frage, die durch ^bbrerer Motoren unbedingt betriebssicher sind und LisO^osü'^auerleiftungbesrtzen Selbstverständlich bedingen die- f l>01t Hugstraßeu, die bei eintretenden Schäden nne gefahrlose Landung gestatten, und werter die Errichtung geeig" er Flughafen rn, unmittelbarer Nähe der Grostshädte mit glän- zenden Schnell Verbindung^ zur Stadt, damit die erreichten Bor- teile des Schnellverkehrs durch Zeitverluste der schlechten Stadt- virbmdungen nicht zwecklos gemacht werden. Als Fahrgäste der Verkehrsflugzeuge werden sicher nur solche Leute in Betracht kom- för Cn ist und die das immerhin stets teuer bleibende Schnell Verkehrsmittel für ihre Geschäfte benötigen Eine Ver- ™n be $krMr¥ ÄS f -r Iie&e fid]l dadurch herbeiführen, daß n d Post-Flugzeug vereinigt und aus den Porto- ^?ern der mitgenommenen Postsachen einen Teil der Betricbs- wäre ^ ^ü^haupt wurde der Mometerpreis des Luftverkehrs, bewl-l^vÄn b 1° als der des Bahnverkehrs, gerne ME? lverden, da durch ihn ;a eine Mindest doppelt so schnellet ^f^h^ rUnö5m?oTl ? )fcit gegeben ist. Unzweckmäßig wird allein die Aloiderl.ng einzelner oder ganz weniger Personen ans kl ne r ÄÄlS Ö5er ( fl ?r° Mtfahrerzahl, und je weiter die Flugstrecke isti, destzo rentabler und billiger gestaltet sich der ^ hlnftigc Summt. Darum darf man auch" fU dauüt rrchnLi' ^a6 di« schon, sv lange geplante Uebersee-Schnelrverbind-Lig mit AugMugen. dle nach dem heutigen Starfd der Technik bestimmt ist, nach dem Kriege mit großem Erfolg eingerichtet •ft. ß™ wrederkchrender Lieblingsge'oanke der Sporlsleute iL^l £ mf llcE der großen Verkehrsmaschmen, nämlich das nur für eme oder zwei Personen bestimmte reine Sportslugzeng' allem zum Vergnügen gebaut oder, daß es den Sonder- zwecken ^gewisser Hochstleiftnngen oder bestimmter Wettbewerbs- genügen soll. In den ersten Iühren seiner Ent- Svoris^ bCUt f ö T 9 ]a versagt, derartigen reines' Eorts- und Vergnngungszweckcn zu dienen, es wurde fast ans- s Erwerbsquelle verlvendet, oder diente rnilitärischen Zwecken. Und wenn es sich schwerer Geltung bei der dtllgeme n- heit verschaffte, als etwa das Autoinobil, so liegt dies einni^l an der Eigenart des. Flugsports selbst, der alles AnfängertNur Unb n ü r ?^ächigte, gut ausgebildeta Perjonen vei.langc, und dann auch daran, das; die Anschasft,n<* und >-er Unterhalt selbst für sehr reiche Leute viel zu kostsvieliitz waren. Die, Tatsachen nun, daß das Fliegen bcmüinet m^ ftugzeuge mit möglichst weit regulierbarer Geschlvindigkeit chie im und beim Landen ^rringert werden kann) bis und daß auch di« Kosten, di« feiu ' en Motoren auf gewendet sverden. LO' geringer geworden sind, feinen dös „©nnnStfe ^Flregen und auch das Fliegen als eigentlicki"n Svort LZM unmöglich.zu machen. Einzig und EntÄ l VS *25 dem Kriege durch Vereine mit staät^ ^^stntzn.ng .sich Flugzeuge halten und diese ihren Mit- ^^dern, in ähnlicher Weije znr Verfügnng stellen, wie dies vor dem Kriege die deutschen Lnftfahrtvereine mit ihren Freiballonen gomach haben, dadurch könnten wiederum viele Flugzeugfichr» tu,r kommende Kriege herangebildet werden Ob auch fl «m militamfe Reumm und Wettbewerb« abgehatteu ^kh«mt danim fraglich, weil diese nur auf schwer iien,,» landen SpezmbFlugbahueu möglich sind, mch dann auch tor allem, weil der DeereSoenvaltung derartige Vorstt imuaeu tan- ber großen Oeffeutlichkeit nicht erwünscht sein könne,! Aus ebm- diesem Grunde dürfen auch Schauflüge in eöheblichrm Dtaüe „irin mdjv stattfinden. Es kommt ßier&ci'^nod, feiu Me Ä zeugfabriken emer öffentlichen Werbung/ wie «Hedem durchans bewerbe zukünftig ansgetragen werden, erfdjcmt zweifelhaft sie ^ zweifellos ungeheuer scharf werden, denn es steht außer das; gerade Engl arid und Frankreich in zähester Werse aber sicherlich^ ganz erfolglos, der deutschen Flugiudustrie den Rang abzulausen versuchen werden. Ueberhaupt wird die gesetzlick»e ^?Trng des Luftverkehrs in den einzelnen Staaten einen ganz Entsairien Cnnfluß auf die zukünftige Entwicklung ausüben- es sich doch sehr, ob, und m welcher Weise und mit welchen Einschränkungen nach dem Kriege in der Luft 'herum- geflogeu rverden oarf, wert doch ein einmal in der Luft befindliches Si*f 5€ Jl g r5 ne a Un i ff kftudernde Bewegungsfreiheit besitzt und leicht täglicher Kontrolle und Ueberwachung eutgchen und aus- weickwn kann Der einzige Faktor, der wirklich der Enllvicklung Pege stchen wird, ist der Einfluß der atmJ? aw a 5 Y l) ^f. n ^erhalt.iifte: ist es doch nahezu unmöglich, im dicken Nebel bei mehreren hundert Kilometern Geschwindigkeit zu fliegen und zu landen, abgesehen von der Schwierigkeit, sich zurechtzu- ftnden Auch 'Sturm, der die Möglichkeit des Fliegens l-eute an und ftw sich nicht mckhr in Frage stellt, kann die DrwcMlru^ ? e r b gelten Luftverkehrs immerhin beeinträchtigen ivenn A b &?*t a **Ä n ‘' Leswnsgefahr beim Riegm abKut^n ÄÄft ist, als die irgU «fiS“ÄÄ L^e^mrschtes. Mystikdes Feigenbaumes. Die Wunder von Mystii Mid Magre, denen dre Äienschheit zu allen Zeiten nackit- gehaugen hat, beschränkni sich keineslvegs auf rein geistig fort* ftrinerte m jeoer Beziiehung übersinnliche Dinge: auch in de ft Natur, vornehmlich rm Pftauzeulebeu. sind .Mystik und Magie sie zrr Aberglauben ältesten und tu ^ ^1011,10)11 i,i:a gegeben. So »vurde seinerzeit im uächsten Heft der bei der Deiltsc^en Bl.rlagv-Anstalt in Slllttgart erscheinenden Zeitschrift , Ueber Land und Meer in einer Plauderei über die Mystik des Feigenbaumes \ cn Fruchtkapseln der mexikanischen Wolfsmilch w.'pnorisch- Gigeuschaft zugesturieben. Man beobachtete nämlich, daß die kleines Frucht hülsen, ans eine Tischplatte gelegt, nach einer Weile in ÄX oerwten unb von selbst u.vsielen. Erst ?päwr teilte sich l^iaus, daß hieran cm tu den .Kapseln verborgener uftiiftger Wurm die Sck^d trägt. Bekannt ist auch Mystik de ^ Alralinwnrzel Mid der „bö,e Blick" dvZ Berberitzenstrauch^ Wte EleSMlle.tenchre natürlichen Gründe haben so läßt sich auch dre Myiftk des Feigenbaumes ans reale Weil- erklären, man 276 Unterscheidet zwei Formten des gewöhnlichen .Feigenbaumes, dent -ahmen, der die guten Früchte trägt, und den milden, der zwar ebenso grünt, aber mir unbrauchbare Früchte hervorbringt. Schon in ältester Zeit bemerkte man aber, daß die gehegten Frucht bäume nur in der Nähe von wilden Feigenbäumen gedeihen, ,uid so entstand das M ärchen iwn der Freundschaft -wischen den beiden Baunmrten Und der Brauch, entweder die zahnten Feigenbäume stets neben wilde zu pflairzcn oder znniffrdest in den zahmen Baum einen losgelösten Zweig des Wildlings zu hängen. Um dem Rätsel auf die Spur zu fommai, muß zmrächst bemerkt werden, daß die junge Neige an sich eine .Ajrt geschlossenen Treibhauses darstÄlt, in welchem die Blütchen in Massen an den Feigenkolben sitzen. Und -war gibt es männliche und weibliche Blüten. Merkwürdig ist wm, daß in drm Jung feigen der zahmen Fruchtbäume nur Blüren- Weibchen sitzen, an den Frrrchtkolben der lvitden Feigenbäume hingegen per obere Teil in.it rein männlichen Blüten besetzt ist. Die Blüten des unteren Teiles endlich sind bei den wilden Bäumen meist angestochen wie kleine Galläpfel, und in ihnen haben Jnsektenmaden ihre Behausung ansgeschlagen. Es handelt sich um die Made einer kaum einen Millimeter großen Wespe, die dem Geschlecht der sog. Erzwespen angehört. Beim Aarskriechen begibt sich das Gewimmel der Wespen in den oberen Teil des Fruchthauses, die Wespeuweib- chen streben aus diesem Wege ins Freie und werden dabei über Und über von jdem männlichen BlütNistmtb der tvilden Feige bepudcrt. In diesem ordcattlicki eingepuderten Instand schwingen, sie sich schließlich in die Lust, ,vo sie sich sofort nach einem neuen Feigen bauschen nmsehen, um dort wieder einzukriechen und ihre Eier ein-ulegen. Sie schwirren also zu dem benachbarten edlörü Feigenbaum, und dasselbe ist natürlich der Fall, loenn man in eine,: zahmen Baum auch mtr einen Zweig eines ivilden gehängt hat. In dem Fruchthäuschen des edlen Baumes angelangt, sucht diq Welpe das Ei abzulegen, das jedoch dem langen Griffel des kräftig wachsenden Blütemoeibä-ens sdeckenbleibt und zu gründen geht. Dabei tvird aber der linännliche Blüteiastjaub des tvilden Baannes auf die weiblichen Blüten des zahmen übertragen, cw berührt die Narbe, mib die Fortpflanzung des vor rühmen Feigen-' Geschlechtes kmm vor sich gehen,, erst jetzt tritt die zahme Feige in ihre eigentliche Mffiezeit ein. So ist in der wilden Geißseige das Männliche, in der Edelfeige das weibliche Prinzip zu erblicken die Erzwespen aber versehen zwischen beiden den einigen Dienst von Liebesbvtem Dies erklärt die sozusagen unnennbare Schutzg-e- _R*. .7^.71, t.. v bcm wilden und dem zahmen Baum, die Mystik ist wieder' effunal entschleiert und aus des feinverästelte Zusammenarbeiten natürlicher Hilfskräfte -»rückgeführt. * Ter „Schwanengesang" der Vögel. Tie noch immer- ungelöste Frage, ob der sog. „Schwanengesang" der Vögel mehr als ein Volksglairbe sei, hat neuerdings zu einer regelrechten wissenschaftlichen Auseinandersetzung geführt. Im Verlaufe, derselben äußerte sich der Münchner Professor Zimmer dahin, daß Gesangesänßerungen kranker und sterbender Vögel keineswegs dem Märchenreich angehöreir, sondern häufig beobachtet werden könnten. Der Gesang des Vogels sei als ein Ausfluß von gesteigertem Empfinden verschiedenster Art zu betrachten, keinestvegs aber ausschließlich als eine Aeußerung von Wohlbefinden. Besondere Käfigvögel sängen sehr oft noch in todkrankem Zustande cin Sterbelied. Während andere Forfcher dieser Ansicht grundsätzlich widersprechen, äußert sich nun, wie den „Naturwissenschaften" «entnommen werden kann, der Gesanges- Psychologe Professor Braun dahin, daß die Frage, ob kranke oder sterbende Vögel zu singen pflegen, überhaupt nßcht eindeutig beantwortet werden kann. Die verschiedenen Dogelartcn unterscheiden sich auch in dieser Hinsicht voneinander, neben den rein- örtlichen Unterschieden seien aber auch noch individuelle Abweichungen in Rechnung zu stellen. Am besten sei die Frage so zu beantworten, daß „Schwanenlieder" todkranker Vögel durchaus nicht unmöglich sind, daß sic aber stets als seltene Erscheinungen verzeichnet werden müssen. * Rossinis musikalische Ra che. In Mailand wird gegenwärtig eine ,dec unbekanntesten Opern Rossinis, „Signor Bruschino", zur Aufführung gebracht. Tie Musik dieses Werkes ist nichts lveniger als wohlklingend, hat aber auch ihre eigene Geff fchichte, da Rossini sich mit dieser Komposition rächen wollte. Im Jahre 1813 erfuhr der Theaterdirektor San Mose in Venedig, dem gegenüber Rossini sich vertraglich zur Neverlassung seiner nächstes Oper verpftich-tet hatte, daß der Meister das gleiche für einen Vor- Awß von 500 Lire auch einem anderen Direktor zngesagt hatte. Erbost forderte San Mose die Einhaltung des Vertrages und zwang so Rossin 1, die Musik zu einem blödsinnigen Text zu schreiben. Die erste Ausführung ließ aber den Direktor sein -Viorgehen bereuen. Kereits luähxaw des Vorspiels war das Publikum sehr erstaunt darüber, daß die zweiten Violinen das Spiel der ersten begleiteten, indem sie von den Musikern vorschriftsmäßig gegen die Notenpult geschlagen wurden. Hieraus schluchzten die Baßgeigen in den höchsten Oktaven, während die Sopranistin mit ihrer Stimme gewissermaßen in den Keller hinabsteigen mußte. Während der kölnischsten ^ene des Stuckes ertönte ein gedehnter Trauermarsch. Die Vorstellung endete mit einem Riesenkrach im Publikum, aber Rossini war gerächt. Allerdings mag er kaum erlvactet haben, daß du; Italiener diese sonderbare Racheoper 104 Jahre später wieder ernsthaft zur Ausführung bringen würden. Süchertisch. — August H 0 rncffer , Die Freimaurerei. (Reclams Unt- versal-Bibliotbek Nr. 5930. Verlag Philipp Reclmn jun. Leipzig.) (öeheftet 25 Pf., gebunden GO Pf. Inhalt -J Die Entstehung der Freimaurerei: Entwicklungskämpse; Die freimaurerische Philo,ophre: Das Bundesleben im neunzehnten Jahrhundert: An der Schwelle des dr-itten Jahrhunderts. — Genau zweihundert Jahre nach der Reformation trat der Freimaurerbund ins Leben, und während sich die Protestanten zur Jubelfeier ihrer Kirck^e rüsten, begehen die Freimaurer das Gebnrtsfest ihrer „ehrwiirdigen Bruder,chasr und des von dieser Brüderschaft verkündeten Ideals. Da ziemt es sich wohl, einen Blick aus das Werden, Wollen und Wirken der Freimaurerei zu ioerfcn und auch die Frage zu stellen, ob tnellcuast. die beiden Entwicklungen: Reformation und Freimaurerei, m einem! kulturgeschichtlichen Znfammenhangc miternander ,tehen. Es kommt hinzu, daß durch das auffällige, den wahren Zielen des Bundes nicht entsprechende politische Hervortreten aus!andfich-er Logen in den letzten Jahren weite Kreise auf die Freimaurerei and merksam geworden sind unb sich über die Organisation des Blindes und seine Ziele unterrichten möchten. Das vorliegende kleine Werk des durch seine Forschungen aus dem gleichen Gebiete bekannten! Münchener Schriftstellers gibt einen zuverlässigen Ueberblick über alle wesentlichen Tatsachen, indem es in anregender Darstellung das Verhältnis des Bundes zu der europäischen Kultur der beiden letzten Jahrhunderte schildert und ihn von seiner Entstehung bis zur Gegenwart begleitet. ^ ^ . . .. , — Scholz , Hermann D.: Was wir der Re f 0 r ma - tion zu verdanken haben. Zur Vierhcundertialnfeier dep Reformation. Verlag des Evangelischen Bundes in Berlin W. 60. Gr. 8°. 136 S, geh. 1,50 Mk., geb. 2 Mk. — Die auf Veranlass, simg des Evangelischen Bundes verfaßte Schrift des in weiten Kreisen wohlbekaunten Verfassers ist eine ebenso gediegene als wertvolle Gabe zum Refvrmationsjnbeljahr. Schon dw Ueb.'r- schriften der 11 Abschnitte lassen den großen imd reichen ^nyatt ahnen: 1. In schwerer Zeit. 2. Aus dem Wege zur Reformation, 3. Reformation oder Revolution? 4. Altes mch Neues m der Re- iormation. 5 Die Grundlaapn vev rLfor»ncre»>r,sch-e,r Fr-öinnNgkcrt. 0. Die Reformation mch das „deutsche Wesen". 7. Die Reformation und die deutsche Bildung. 8. EnttvicÜnilgs-gänge der Reformation. 9. Die Reformation und der moderne Staatsgedanke. 10. Die Reformation imd das gesellschaftliche Leben. 11. Tie Reformation geht fort. — Hendschel, Kinder unb Käuze. 80 Skizzen. Preis Mk. 1,50, Pappbd. 2 Mk. Verlag von Jul. Hofffnalm., Stuttgart. Als der Frankfurter Maler Albert Hendschel zu Weihnachten 1672 seine erste Skizzenmappe veröffentliclste, hatte diese einen so außergewöhnlichen Erfolg, daß die.eingehenden Bestellungen lange Zeit nicht befriedigt werden konnteii. Eng gedrängt stand das Publikimi au den Schaufenstern der Buchlcchen imd Kunsthandlungen, inj denen feine Skizzen ausgestellt waren. Im Nu hatte sich der lieberlswürdige Schalk mit seiner Zeichenkunst die Bewunderung von jung und alt erobert und Wurde zu einer Weltberühmtheit/ Was sein Stift erzählte, koirnte überall verstanden werden, ,vo der Sinn für poetisch verklär teil Humor in Kunst und Lebent vorhanden war. Um die bei unseren Zeitgenossen unverdienter- maßen ettvas in Vergessenheit geratenen Arbeiten des einzigartigen Künstlers mehr als bisher zum Gemeingut des deutschen Volkes zu machen, bietet dieses Bändchen eine Anchvahl von 80 der bestell Skizzen des Frankfurter Meisters liebst seinem Bildnis, begleitet von einem kurzen Abriß über sein Leben. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite raturfreunde. Verlag: Egon Fleischet & Eo., Berlin W.9. Das 1. JüliHeft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Julius Rvdeirberg: Aus Tagebüchern IV : Walter von Molo: Charontische Bücher; E. Th. Kaempf: Keyserlings .,Fürstinnen": Heinz Micliae- lis: Dichtung und Journalismus; Kurt Martens: Flugschriften über den Krieg XIX: — Echo der Bühnen — Echo der Zeitungen — Echo der Zeitschriften — Echo des Auslandes — Kurze Anzeigen — Notizen. ' _ Wortspiel-Rätsel. Ampel — Eris - Eros - Qarteu — Gesang — Launen — Mais - Reich — Serben — Trab Von jedem Wort ist dlcrch Umstettililg der Biichstabeil ein aiideres Hauptwort zi, bilden Werden die neuen Wörter nach ihrer Be- deutiing wie folgt geordnet, beneniien die A,ifa,igsbnchstaben eine europäische Hauptstadt: 1. Balun heißer Länder. - 2. Voriiauie. - 3. afrikanische Hafcu- stadt. - 4. imd 5. Rahrungsniittel. — 6. Land in Asien. — 7. Haarwuchs. - 6. Trnppengattulig. - 9. BliUiie. -10. Flilß in Asien. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Rätsels in voriger Nuinmer: Aunilit, Alitoll. Gckrntlettung: Ir. R. Zenz. — ZwillinaSrunddrilck urid Verlas der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steiildruckerei. R. Lange, Gießen.