Mitiwoch, -en 6. Zun?. Die blonde Drossel Roman von E. Fa h r o \t>. (Fortsetzung.) „Sie fragt noch!" rief er ans. „HrmmeL, ist denn so etwas denkbar? — Aber uatürTirf) — eine Frau, bringt alles fertig! Alles !" Therese fyatte jetzt ihre Volte Ruhe miedergefnuden und betrachtete das emPorgewandte Gesicht des entrüsteten Be- sucl)-ers, das mit seinen starren Zügen und dem dunklen, kühn gemellten Haupthaar interessant aussah. „(5t sieht mir eigentlich ein bißchen ähnlich/' dachte sie. „Hat nnr viel stärkere Angerlbrauen. Hat so etwas Rinaldo- Rinaldinihaftes. Uebrigens scheint er et'was übergeschnappt zu sein." Jn.pvischeu hatte jener die Anne sinken lassen, räusperte sich, als Meiin er nach Fassung trachtete, und stieß dann ebenso dramatisch rote vorher heraus: „Sie ruinieren mich! Sind wenigstens auf dem besten Wege dazu. — Oder wollen Sie etwa behaupten, daß Ihre Konkurrenz rein und lauter sei? Unlänter ist sie, das erkläre ich Ihnen-hiermit!" Nun lorrrde es Therese aber dock)- zu bn.lt. — Sie faltete ihre klare Stirn, trat einen. Schritt vor mcd sprach: „Sie haben nun Grobheiten genug geäußert, finde ich. Wenn Sie dazu imstande sirrd, so roden Sie jetzt schlicht und deutlich. Bon welcher unlauteren Konkurrenz sprechen Sie?"' „Ich bin Photograph," polterte er. „Das sehe ich!" erwiderte sie wieder mit eiueltl ironischen Blick ans seine Samtjacke. „Was geht das mich aber an?" „Ach, welche Unschuld Sie heucheln! — Sollten Sie vielleicht nicht wissen —" (und hier ward es unsagbar, welchen Sarkasmus er iu seinen Ton legte), „durchaus gar nichts davorc wissen, daß ich ein Sp^ial-Atelier für Tier- ausnahrueu habe"" „Acht" Therese sank jetzt ans einen Stuhl. Sie begriff jetzt. Und so gerecht war sie, daß sie in vollster Gutmütigkeit alterr Zorn vergaß und nur daran dachte, welchen Schlag sie in der Tat dem aitbeni versetzt haben mußte. „Entschuldigen Sie," sagte sie ganz ehrlich, „ich habe es in der Tat nicht gewußt. Sonst hätte ich in meinen Anzeigen natürlich rächt den Passus gebraucht „das erste und einzige Tier-Atelier der Stadt"." „Fa!" ries er ans, „das ist es ja eben? — Dieser Passus löscht mich einfach aus — macht mich sozusagen tot — fffft — weg bin ich — fortgepnstet — ich existiere einfach nickck mehr! - Fräulein Therese Berber ist die einzige Spezialistin am Ort! — Und soviel weiß selbst ein neugeborenes Kind, daß es natürlich, bei der modernere Menschheit mehr „zieht", wenn eilte junge Dame sich zum Photographieren erbietet, als wenn ein ganz gewöhnlicher Sterblicher, — ein bloßer Manu — ein simpler Berufsphotograph — dasselbe tut!" „hoffentlich zieht es!" erwiderte Therese kÄtblütt«. „denn wissen Sie, zunt Spaß etabliere ich mich nicht! Ich will Geschäfte machen! Es tut mir ja leid, daß ich Vm Ihnen nichts wußte, und bei meinen künftigen Anzewsn werde ich natürlich den bewußten Passus w-eglasseu. — Aber weiter kann ich Ihnen nichts versprecheu. — Ich habe meine Inserate in lauter Blättern erscheinen lassen, dte von Sportsfreunden, Gutsbesitzern und Tierliebhabern gelesen werden — zurzeit bin ich aber noch aar nicht selbständig etabliert, sondern ich habe nur die Erlaubnis von meinem bisherigen Ehef, bereits Ausnahmen zu machen, wenn man sich an mich wendet." „Und Sie haben also nach gar kein selbständiges Atelier?-' fragte der nun selbst erstaunte Herr. „Nein. Wie kann ich denn ein Atelier haben, wenn ich lauter Pferde und Hurcde, Rinder Und anderes Viehzeug photographieren will? — Ich werde herumveisen. — Ja. vorgestern bin ich bereits auf einem Rittergut gewesen rmd habe dort einige Ausnahmen gemacht; — ich bitte höf- lichst um Entschuldigung, daß ich mir das erlaubt habe." Riualdo Rinaldini setzte sich mit einem Krach auf einen Stuhl; er schien alles vehetnent zu machen. Darm holte er ein schönes, seidenes Taschentuch hervor — leider war e$ karmoisiurot — und wischte sich die Stirn datnit. „Das ist was arideres," murmelte er. Tcherese fing an, sich zu amüsieren. Und sie tvartete mit leiser Spannung, was nun ihr wunderlicher Gast weiter tun werde. Da er gar nichts tat, sondern sitzen blieb, als sei er dazu arrsdrücklich aufgesordert worden, erhob sie sich und räusperte sich jetzt ihrerseits. „Also'?" sprach sie ermunternd, „wenn Sie mir nun nichts mehr zu sagen haben . . „Gleich!" sagte er. ,/Fch gehe gleich. Ich möchte nur — ja, ich glaube, ich habe um Entschuldigung zu bitten. Ich war aber sehr aufgeregt." „Allerdings. Und Sie sind also entschuldigt. — Was sonst nochA' Da sie sich der Tür näherte, und in ihrem ganzen Wesen deutlich ausgesprochen lag, daß er nun überflüssig sei, erhob er sich gleichfalls. Es schien, als ob er jetzt erst sähe, daß er einem sckwneu Mädchen gegenüberstehe. Denn seine vorher flammenden Augen wurden ganz sanft und demütig, und er wurde in einer netten und ruhigen Art rot. „Ich bitte wirklich um Verzeihung," wiederholte er. „In der Regel bin ich nicht so ungezogen. Ich war nur so.. „Aufgeregt," fiel sie ihm ins Wort. „Das haben wir ja bereits festgesteltt. Uno ich verzeihe Ihnen auch wirklich. — Es ist Nicht angenehm, wenn man!bishev alleiniger Spezialist war, nun einen Konkurrenten zu errtdecken. ?toch dazu eine Konkurrentin. Ich sehe vollkommen ein, daß dies beit Fall verschlimmert." „Im Gegenteil," ries er mit plötzlicher Geflauterie, „es 246 mildert den Fall! Jetzt, da ich die Ehre gehabt habe, Sie kennen zu lernen, empfinde icb mein Eindringen bei Ihnen mehr und mehr als ungehörig. — Es tut mir furchtbar leid. Und es liegt mir daran, Ihnen eine bessere Meinung von mir beizubringen. — Darf ich nicht ein andermal Iviederkommen? Vielleicht am Vormittags „Ich bedaure, ich empfange leine Herrenbesuche." „Ach so! — Nun, aber unter Kollege:: — ? Wäre nicht vielleicht gerade eine Aussprache — ich meine, wir könnten ja vielleicht gegenseitig etwas voneinander lernend Therese schüttelte lächelnd den Kopf. Und während sie über den sonderbaren Kauz lächelte, der in voller Aufrichtigkeit jetzt devot und bescheiden war, sah sie so anziehend aus, daß er sie anstarrte, ohne noch weiter zu reden. Therese räusperte sich nochmals und bewegte sich noch Mehr der Tür zu. Wie von unsichtbaren Drähten gezogen, folgte er ihr. Und an der Tür legte er die Hände zusammen und fragte dringlich: „Wo speisen Sie?"' Therese platzte mit einem hellen Gelächter heraus. Sie Lachte so herzhaft und so lange, daß er Zeit hatte, ihr wundervolles Gebiß und ihr ganz von Lachmuskelchen durchzogenes Gesicht genai: zu betrachten. Dann öffnete sie weit Die Tür, machte eine kleine Verbeugung und rief: „Leben Sie wohl, ungeschminktester aller Sterblichen! Ueberlassen Sie es den Göttern, ob Sie mich einmal Wiedersehen werden, und gelvvhnen Sie sich etwas mehr Gelassew- heit an. Ich empfehle mich Ihnen." Er war hinaus, ehe er noch recht wußte, wie. Drinnen «uf dem Sofa saß Therese und lachte noch lange und cms- Liebig, wenn auch jetzt nur noch leise. 7. Kapitel. Vor dem Bahnhof auf dem Potsdamer Platz stand wie festgebannt Ruth Stockton und starrte in das Meer von Licht, Lärm, Leben und Hast, das hier stürmte. Neben ihr blickte Franziska Sebius ebenfalls in das Gemühl: jedoch mit einer heiteren und beinahe mitleidigen Miene, die deutlich ihre Gedanken verriet. „Gott im Himmel," dachte sie, „wie ist es nur möglich, daß es mir jemals in diesem Skandal gefallen hat! Man lieht ja fast nichts vor lauter Lärm! Und dabei erinnere ich mich noch gut der Zeit, wo nur eil: Teil der Berlinere Straßen asphaltiert war, und wo man buchstäblich schreien mußte, wollte man sich seinem Nachbar verständlich machen." Ihre Stimme war auch letzt immer noch laut aeirua, «ts sie zu Ruth sprach: „Also, Kindchen, dies wäre der erste Eindruck gewesen! r habe ihn dich volle drei Minuten genießen lassen, das schon eine ZertverschWendung in dieser amerikanisch gelten Stadt, wo Gelo und Zeit eins sind. — Du brauchst nichts zu sagen, ich sehe es schon, daß es dir gefällt. .Deine Augen glänzen. Du kannst auch noch weiterstrahlen, heute und morgen, bis die Arbeit beginnt. — Borläuftg bist du noch unter meinen Fittichen, und jetzt geleite ich dich in deine Pension." Sie wilckte einer Automobildroschke, denn sie hatte sich vorgeiwmmen, ihrem Schützling gleich alle Herrlichkeiten der Weltstadt lnöglichst in der Nahe zu zeigen, damit der Nerz der Neuheit nicht von jeinand anders ausgebeutet werden konnte. „Wir haben ja nur das bißchen Handgepäck," sagte sie, können wir gleich noch eine kleine Spazierfahrt machen. Dein Koffer kommt erst in zwei oder drei Tagen an. — Chauffeur, fahren Sie nach den Linden, dann zurück durch Friedrich- und Leipziger Straße und halten Sie hier in der Königgrätzer Nummer 132." Sie stiegen ein, und Franziska freute sich, daß die Bor- Wereilendeii doch Zeit fanden, Ruths vor Aufregung und Erwartung leuchtendes Antlitz bewundernd zu bemerken. Lautlos sauste das Gefährt davon. — Ruth faßte nach Franziskas Hand; der Ateni stockte ihr, die zahllosen elek- mjchen Lichter blendeten sie, und sie empfand etwas wie Angst. „ < ^ ra j?p fa tat, als bemerke sie es nicht. — In rascher Rede erllärte und erzählte sie, scherzte in ihrer trocknen Art Mid stockst dairn wie zufällig ein, daß man in der Pension, wo sie angemeldet waren, nicht bleiben werde, weit sie au teuer fei 0 UM meinetwillen solche Kosten! Wie soll ich das nur wieder gutmachen V „Na, höre, das ist doch einfach genug! Du wirst mir bei Heller unb Pfennig zur.ückzahlen, was ich auslege/ es ist nichts als kaufmännischer Kredit, was du bei mir genießest." Ruth drückte die kleine, feste Hand, die auch hier ohne Handschuhe neben der ihren lag. „Liebes Herz!" murmelte sie .„Ich weiß schon Bescheid! — Aber ich bin doch froh, daß ich dir folgte und herkam. « Glaubst du, daß mein Vater überwinden wird, daß ich mich ihm zum ersten Male widersetzte?" „Kind," versetzte Franziska philosophisch, „es muß alles im Leben einmal zum ersten Male getan werden! Dein Vater wird eben die Raupen, die er im Kopfe hat, ein wenig einschränken, dann überwindet er auch den Aerger über deine Wioersetzlichkrit." „Aerger," sagte Ruth nachdenklich. „Wenn es nur das wäre! Aber er sprach immer nur von Kränkung und Undankbarkeit." „Mun ja, weil er eben die großen Worte liebt. Das sind für ihn wichtige Werte, crn denen er sich selbst aufrickstet oder niederdonnert. — Dieselben Tatsachen mit ganz nüchternen Worten benannt, wirken ganz arrders, glaube mir das. — Ich weiß, daß dein alter Herr seinen grimmigsten Zorn auf mich persönlich wie auf einen Brennpunkt sammelt, und das wird dir zum Vorteil gereichen, während es mich ganz unberührt läßt." „Wieso?" fragte Ruth erstauart. „Gerade bei dir hat er doch die Stellung angenommen, die ihm sein Brot gibt! Da kann er dir doch nicht zürnen?" „Im Gegenteil, er zürnt mir, weil ich ihn: die Möglichkeit geboten habe, sich durch eigene Arbeit zu erhalten! Das ist im Grunde ganz verständlich. Es kommt immer darauf an, daß wir verstehen, warum ein Nebenmensch so und nicht anders handelt; dadurch gewinnt mau Menschenkenntnis und Erkenntnis überhaupt. — Sieh mal, wie übertrieben dort die Dame in dem Wagen sich frisiert hat. — Es ist doch merkwürdig, wie jede Mode, mag sie auch schon an sich unbequem und nicht naturgemäß sein, doch immer sofort übertrieben wird!" (Fortsetzung folgt.) Der Ausreißer. Skizze von Max Adler. Peter ging, den neuen graugrünen Rucksack aufgepackk, in de. Rechten den Knotenitock schwingend, rasch durch die morgenfrischen Straßen. Manchmal vergewisserte er sich, ob der Revolver noch in der Hosentasche stak. Dann lief er wieder schneller. Von Berlin W bis nach dem Schlesischen Bahnhof war ein gutes Stück Wegs: da mußte einer, der den Fahrgeldgroschen sparen i»ollte, tüchtig aus greifen. Denn ganz sicher war er eigeMlich nicht, daß marh ihn einstellen werde, und darum wollte er jck>enfalls das Geld für die Rückfahrt zusammenbehalten. Obzwar: brauchen konnte man da draußen wahrhaftig jeden; und wenn er nur erst an Ort und Stelle war, so würde sich schon alles finden. Vor dem Bahnhof gesellte sich ein Mann in einer abgetragenen Uniform zu ihm, der offenbar auch zur Front wollte. Er erzählte ihm einige Episoden aus angeblich mitgefochtenen Kämpfen un^ fragte ihn über seine.Absichten aus. Peter, der, wie der Mann in der sehr schlissigen Uniform so unbefangen-kameradschaftlich plaudernd neben ihm einherging, von dem frohen Gefühl beseelt war, als läge jetzt die größte Schwierigkeit — die des Hineimoeuhsens in die neue Sphäre — bereits weit hinter ihm, vertraute sich dem Begleiter unumwunden cm, und sein Vertrauen wuchs, als ihm jener aus seiner Praxis heraus in väterlichem Tone mit Ratschlägen uitb Warnungen diente. Ob er schon eine Soldatensahrkarte habe? Die käme nämlich bedeutend billiger. Wie er dazu gelangen könne? Ganz einfach: er weiche für sich -wer gleichlautende nehmen — eine für die Rückfahrt — und chm eines der beiden Billette abtreten. Peter leuchtete die Idee ein. Da war er ja aller Sorgen wegen der hohen Fahrkosten überhoben: denn bei der Ankunft an ihrem Beittmmungsort wollte es der Soldat ebenso machen. Der Mann in der Uniform nahm den dargebotenen Fünszig- marhchem — Peters ganze Habe — und versprach, den Rest zurück- zuormgen. Die Karte:: bekomme er hier nebenan in der Bahnhvfs- kanzlei. Er verschivand durch eine Durchgangstür imd kam nicht wieder zum Vorschein. Peter wartete in dem brausenden Gewimmel der Bahnbofsvoc- halle zehn zwanzig, vierzig Minuten. Als er auf die Uhr sah, merkte er, datz der letzte Zug, der heute noch süx ihn in Betracht W2B, ber eits g6gc fapt ‘ ; 247 Er biß dk Zähne Mammen, um nicht laut los zu he ulen. Erft nachträglich fiel ihm auf, daß der Mann feilt Seitengewehr getragen hatte Und daß feine Uniform ihm anscheinend viel zu groß gelvesen mar. Und nun nnr-ihm pennCv daß das üu chanpt kein Soldat gewesen war, sondern ein Schwindler, ein Bauernfänger, von denen ec schon so manches gehört hatte. Sollte er sich mit der Polizei in Verbindung setzen? Dann vrachte er sich von vornherein verdächtig. Und nach Hause? Dort würde syn sofort nach seinen Ersparnissen fragen, die er sonst stets der Mütter zur Aufbewahrung überließ. Sie hatte ihni den Schein ohnedies nur ungern mitgegeben; eigentlich nur deshalb, weil der angebliche Klassenausslug so früh stattfaud und keine Zeit mehr zunr Weck)seln blieb. Er hatte keine Mahl Mehr. Die Brücken hinter ihm waren abgebrochen. Langsam, wie zerschlagen, drängte er sich durch das Gewühl der Neisenden ins Freie. * Dalwar er also toicder — in Berlin! ... Es kam ihm wirklich vor, als wäre er soeben erst von einer langen Reise zurückgekehrt, als sähe er die Straßen der Stadt zum ersten Male. Nun konnte er also zusehen, wle er sich allein durchschlüge! Der junger meldete sich. Er setzte sich in einer Anlage auf eine Bank und verzehrte nach und nach den eßbaren Inhalt seines Rucksacks. .Dabei müßte er darüber lachen, wie wenig er seinem Appetit zügetraut hatte. Und mit dem Lachen kam ihr der alte Wagemut. Fürchten? — Er hatte junge, gesunde Glieder und formte arbeiten. Mit bfc Zeit würde sich sck)on irgend eine Art von selbstständiger Existenz für ihn finden; und nmittlerweile erlebte er wenigstens etwas. ^ Voll Neugier und Erwartung, so. als wäre er am Ziel seiner Fahrt angelcmgt, schleuderte er durch die Straßen, die ec nie zuvor gesehen hatte. Ec träümite sich in crne fremde Stadt, in eine der eroberten Polenstädte des Ostens. Manchmal drang aus einem geöffneten JOflbeu der Duft von getrockneten. Mandeln, geröstetem Kaffee ot»er frischgeschmierten Peitschenciemen, wie er ihn oft in den Gassen kleiner Provinzstädte wahrgenonrmen hatte. So erfrischt Und wohlig erregt war ec von der Wanderung und den neuen Eindrücken dieses Tages, daß ei, aus der die dü.men, ungelenken Töne eines kindlichen Klavierspiels drangen. Er ging hinein und bestellte für den letzten Groschen, den er noch irgendwo in seiner Weste Versand, ein Glas Bier. Während Herr Knopfe das Bier einschenkte, hatte Peter seine iklerne Tochter, die eben einfingerigi mit einem holperigen „W-er weiß, wann wir uns iviederseh'n ..." über die vergilbten Lasten gehüpft war, teils durch Ueverrcdnng, teils mit Gervalt vom Klavierstuhl verdrängt und oie „Mondschein- sonate" zu spielen begonnen. Das klang nun freilich etwas anders, als es Herr Knopke von seinen gelegentlichen „Künftträstm" sonst Ul hören gewohnt war. Nur ein bißchen zu leise, meinte er. Aber dann wurde es schon lebendiger in der Klaviatur, und gegen den Schluß hin ging es! * richtig toll zu. Wan konnte ja nicht eigentlich sagen, daß es lustig war; aber cs dröhnte und bumste doch, daß es nur so seine Ät hatte! Die paar Gäste, die im Lokal waren, brachen ihre Kriegsdebatten plötzlich ab, um zuzuhöc-en, und vor dem Eingang standen, etliche Passanten, die ganz verdutzt hinein.starrten. Das war immerhin schon etwas: eigentlich schon eine richtige „Attraktion"! AIS Peter fertig war und, ganz erschöpft von der Anstrengung, aus dem alten Kasten etlvas herauszuholen, sich erheben wollte, um sein Glas Bier anszutrüiken, spürte er plötzlich, ivie Knopke^ schwere Hand sich väterlich ans seine Schulter legte. „Bleiben Sie sitzen, junger Mann; bleiben Sie ruhig sitzen! Hier ist alles, was Sie brauchen. Es geht auf Regimentsunkosten. Greifen Sie zu und spielen Sie »veiler! Al-ec nun mal etioas recht Lustiges!" Aus dem Pianino stand ein Tablett mit dem bestellten Glas Bier und etlichen belegten Stullen. Nach und nach hatte sich das Lokal mit Neugierigen und i Stammgästen gefüllt. Peter spielte itatcr deni sanften Druck der Knopkeschen Aninnerkunst — die ganze Batterien srischgesüllter j Biergläser ausmarschieren ließ — „seine Tänze": Lannersche uns- Sckmbertt'che Walzer und sonstige Dinge von Qualität, die hier zivar sehr hoch im Kurs standen, die man jedoch passieren ließ, weil sie wenigstens im Takt die Richtung hielten. Aber plötzlich brach er jäh ab. Der Dunst und Lärnr um ihn her, das schwere Bier und sein eigenes überlautes Spiel, mir dem er sich Gewalt antat, hatten ihn betäubt. Er verspürte nur ein dttmpfes, schmerzhaftes Ben?ußtsein der falschen Situation und lwt, den Kops auf die Hände gestützt, den erwartungsvoll Harrendeir den Rücken zügewandt, das Bild eines rm Raum Verlorenen, Ratlosen, Entgleisten. • Was hätte er Harum /gegeben, wenn er nun einfach ohne Sckam, hätte nach Hause gehen können! . . . Aber formte er das Geld nicht auf dem Ausflug verloren, haben? Nein — man würde nach'vrschen und so erfahren, daß er überhaupt nicht dabei war. Er kam sich recht verlassen vor. Der.Wirt setzte sich zu ihm: zwecks Engagenientverhandtungen. Er ivlltt für jeden frag fünf bis sechs Stunden spielen, seine Tochter unterrichten und dafür das Essen und zehn Mark Monatsgehalt bekommen. Er wollte cs sich noch einen Tag überlegen. Jnsgehenu lockte, ihn das Angebot. Es war immerhin ein Anfang zur Selbstständigkeit. Und eine abeutwwrlick omantischc .Trutzstimm'ung, lag über demi Ganzen, ähulick) jener, in der er heute morgen ans gezogen war. Dann, während Papa Knopfe wieder *»ufgestanden rvar. um Gäste zu bedienen, und die allgemeine Aufmerksamkeit anderen Dingen zugervandt schien, begann er leise und versunken, sein! Lieblings stück zu spielen: Schumanns „Vogel als Prophet." Eine junge jchrvarzgekleidete Dame, die bereits längere Zeit vor dem Eingang tzugehört hatte, >var eingetreren und hatte sich stall an cinen Scitentisch gesetzt: so behutsam, wie nran in eine Kirche tritt, wenn die heilige Handlung im .Gange ist. Nie war sie in solcher Umgebung ge'.vesen. Und fühlte jia> doch aus rätselhafte» Act heimisch berührt. War es inöglich, datz es derartiges hier gab? Und ihre UÜberraschung wuchD als sic den jugendlichen Spielar erblickte. Was ihr, der Leidgereiften, Seele und Sehnsucht erfüllte: unter den Fingern dieses Kindes formte es sich zu künfllerisch- vollenlxtem Ausdruck. Süß und selig sang der frohtvaurige Vogel- toünd. Sic mußte die Augen schließen, damit niemand sehen könne, wie sic vor Sehnsucht und Trauer sich seuchteteu. . . . Jrgcnchivo in der Nähe intonierte plötzlich ein anzüglicher Vierbau, der lossenbar die Zeit zu allgemeinen nmsikalischeu Gefühls- explosioneu für gekommen erachtete^ breit und dröhnend: „In der Nacht, in der Nacht, wenn die Liebe erwacht . . ." Erschrocken sah sie noch, wie der Klavierspieler, aus allen Himmeln der Versunkenheit gerissen, den Deckel des Pianinock Mklappte, Mütze, Stock ruid Muck sack ergriff und weinend zu0 Tür hinausstür-zte. (Schluß folgt.) vLkmr Achtes. * Aus den Geheimnissen der Kriegsberichter st a 1 1 u n g. In den achtziger Jahren veröffentlichte ein damals sehr bekannter Wiener Journalist, der Ehcsv.daktcur der „Wiener Presse" Lercher, einig? Erinnerungen, aus denen man erkennen kann, wie es ein gesrückter Kriegskorrespondent machen touß, um sein Blatt mit Nachrichten zu versorgen. Lercher erzählt da unter anderem: „Bei der Kriegs- und ebenso bei der Friedensber!ch«t- erstattung spielt ein bißchen Mutterwitz die größte Rolle. Bei Beginn der russischen Operationen an der unteren Donau im letzte», Rus'ijch-Tltttischen Kriege fand ich mich urplötzlich in ein schwnng- hastes Lieserimssgeschäst von Lebensmitteln und in ärztlich.; >,wn- snltationen verwickelt. Ohue die Appiobatron der militärischen 'Zen'iur erlangt zu haben, durste der Berichterstatter der „Presse" kein Telegramm absenden, und diese erlaubte während der Operationen keine Mitteilungen über dieselben. Chissretelegramüne waren verpönt, und nun galt es, trotzdem Telegramme zu improvisieren. Eines schönen Abends, es war zur Zeit, als die türkischen Monitor? den befestigten Brückenkopf von Ealatz sorcimen ivollten, erhielt ich an meine Privatadresse die Depesche: „Unser Malaria- patie-.tt beute nach i Uhr drei heftige Schüttclsrostanfälle, starke Dosen Sulphat-E hinin brachten Beruhigung. Hoffe keine neue Recidive.^ Im nächsten Morgenblatte der Presse stand zu lesen: .Galatz. Heute nachmittag nach 1 Uhr erneuerten die türkisches Monitors drei.'wal ihren Argriss aus den öefesrigten Brückenkopf, wurden aber durch konzeirtriertes Geschntzfeuer derart zuriuk-.o- rcitfen, daß ihre Wiederkehr fraglich geworden/ Ein anderes Mal wucde dringend eine namhafte Haserlieserung bestellt rmd mitgeteilt. daß aus den Moldau-wolachischeu Bahnhöfen hinlänglich Kurnrutz lagern; dies war zu deuten: Die Artillerietransporte seien abgeschlossen, aber es rc^rden Kavallerienachqckxübe erwartet. Des Morgens um 3 U^r nach dem Tage der Hinrichtuirg der Zaren- mör^er in Petersburg nackte mich ein Nachbar, an den aus Petersburg ein rätselhaftes Telegramm eingelausen rvar, das der auch in journalistischen Dingen findige Mann als der Redaktion gehörig erkannte. Dasselbe lautete: „Uncahärter Skandal. Zanken sie unseren Lieferanten tüchtig aus. Geschäft gesülwdat. Bei der hittigen Druckprobe Papierrolle in Rorationsnraschine viermal gerissen. Papier oh'enl-ar faul. Zuin Uebersluß noch Maschinen- r.einer besoffen/ Unter den Originaltelegrammen des Morgen- blattes der „Presse" war zwei Stunden später zu lesen: ,Bei der haltigen Hinrichtung der nihilistisckren Attentäter ereignete 'ich ein unerhörter Skandal; viermal rissen die offenbar angefaulten Stricke, und der Henker war während seiner Funktion 'getrunken/ — Man muß freilich bei derartigen journalisttschni Rätselauf- aaben befürchten, daß doch dann und wann die Rätsel recht falsch gelöst werden." * Alkoholwürfel bei den Indianern. Die Herstellung der Lebensmittel in Wün'elforni. hie während des 5t*rioqe# bei wls einen so ungeahnten Äusschntong- genommen hat, ist keimswegs etwa eine Erfindung unserer modernen Ino-ntrte. Gewisse Indianerstämme ^idamerikas, namentlich im Britckck<- Gupana, haben sich bereits in dieser Form zu helfen gesucht, v» ans ihr geliebtes Vaiwari, ein bevauschendes, gegorenes Getränk, bei 248 langen --Lagereisen nicht verzichten zu müssen. Tüeten sie einen größeren Mansch an, sv beginnt eine große Zubereitung von Leckerbissen und von PaÄvari, «tu cö mitzunehmen. Die Mthaut trügt ihre Last selten ntti bei: Schnttern, in der Ziegel vielmehr in einem Tragkorb, der, mrr wenig auf dem Micken ruhend. hauptsächlich von d»im Kopf getragen wird, indem sich um die Stirn ein Tragband windet, das urit den Enden an den be:>ei: Hanptstäben des Tragkorbes befestigt witt> In diesem Korbe bringt der reisende Indianer außer dem, was er sonst mit schleppen muß, seine wichtig- fteir G eb rau ck^ gegen st ünde nnter. In diesen gehören sowohl seine Schmu: kbüchse. nne ein paar Leckerbissen, und vor allem seme Ulkoholwürsel. Alle diese Dinge vereinigt er in der sog. Pasara, einem wassechichte,:. geflochtenen Körbche»:, das er in den: großen Tragkorb, der nicht wasserdicht ist, nnterbr.ingt. Müssen doch die JllivholWürfel vor Feuchtigkeit geschützt werden, weil sie sich sonst jfcn allslösen würden Seinen Lieblingstrank länger als einest Tag zu entbehren, ist der Indianer nicht imstande. Daher bereitet ihm seine Frau schon mehrere Tage vor dem Antritt der Reise einige frische Eassada-Brote innd unterwirft eines davon einep Bjehandlnng, aus der die Alkoholwürsel hervvrgehen.: sie kaut nämlich eines der Brote, knetet es mit dem verdickten Safte der' Wäanibot zu einem Teig »md gibt es ihrem Mam: in der wasserdichten Pacara wohlverwahrt mit ans den Weg. Nach 4—5 Tagen geht der Gärungsprozeß vor sich. Wiill der Indianer nun fein eil} Durst löschen, der ihn niemals verläßt, so nimmt er eine Hemd Menge von der im Ndunde seiner Frau zubereiteten Masse, tut das Genrisch in seine Trinkschale, gießt Wasser darauf und rührt den Jnlxüt so lange :un, bis er sich gelöst k-a-t. Dann schlürft er seinen Pattvari mit Behagen. Bedauerlich ist nur, daß sich diese indianische»: Mkodolwürfel höchstens 14 Tage halten, da sie nach Verlaus dieser Zeit zum Tummelplatz zahlreicher Maden »verden. Indessen pflegt der Durst des Indianers dafür zu sorgen, daß die Kiodlii nichts mehr zu fressen finde,:. Uebrigens ist er ein ebenso leidenschaftlicher Raucher »wie Trinker, so daß er außer der Hängematte und der meist ans Jäguar-Fellen ^gefertigter! Jagdtasck>e iwbst Jagdgerät (Bogen, Pfeilen und einigen Angelhaken) sowie der Schminkbüchsc nebst Spiegel und Bürste seine Trinkschale, eine Dose mit'Tabakblättern und einige Streifer: papierähnlichen Bastes mitnimmt, worin er das Tabakblatt einwickelt. irm es als Zigarre $u rauchen. "'Konkurrenzkampf unter Pflanzen. Uns wird geschrieben : Wer die Pflanzen aufmerksam beobachtet, wird finden, daß sie untereiwucher ähnlich wie Mensch und Tier um Daseir^rechte und Vorteile kämpfen. Zwei gleich groß und schön entwickelte Apon- favtien hatten einige Jahre im Zimmer nebeneürmider gestanden.^ Nachdem man sie getrennt hatte und je eilte vor ein Fenster stellte, beobachtete man bald, daß ihre Entwicklung einen verschiedenen Verlaus nahm, obgleich sie dieselbe Beleuchtung, Sonne unb Pflege batten Das eine Bäumchen schoß auffallnü» rasch empor, sein Geäst blieb dagegen dürftig, das andere wuchs langsam und wurde rundlich, so daß es neben dem „blutarmen Gewächs" geradezu strotzend aussah. Beide Tannen wurden darauf wieder nebeneinander in ein Fenster gestellt. Bald fing die kleinere, rundliche ganz wie ihre Nachbarin an emporznschießcn. während die schlanke Tanne im Wachsen innchielt und dick wurde. Jetzt setzte nun zwischen beider: ein Wetteifern um Höhe und Umfang ein, der von dem Besitzer mit Vergnügen wahrgenommen »vnrde. Eines Tages legte man um die Krone des einen Tannenbäumchens eine:: tofeu Papierring, um das rasche Emporschießen zu :>erhinderu. Die Absicht glückte, und die Pflanze wurde wieder dicker, dagegen legte sich die Krone auf die Seite, mcd am St-ämmchei: bildete sich eine neue Gabelung. Bald daraus war am zweiten Bäumchen, das keinen Papierring trug, zu beobachten, daß auch seine Krone sich zur Seite neigte und eine »reue Gabelung genau an derselben Stelle wie am erster: Baun: anstrat. Ein großer Natur- und Pslanz-ei:frennd erklärte, daß die Nachbildung in Mu'chss und Umfang gerade bei Nadelhölzern eine anfallende Erscheinung ist. Sieht man doch häufig Kiefer::, die von Efeu l>ewachsen sind, wie tte, um sich ihrer Schmarotzer zu ent-» ledigen, in die Höhe streben, und daß ihre NachÜarbäume, die ohne Efeuraicken stehen, in demselben Maße wachsen und emporschießen. — Von Feindschaften unter einzelnen Pflanzen hört man die Blumenzüchter häufig reden. So wurde beobachtet, daß ei:: Mprten- stöckchcn neben einer Kamille i n Blumeu-och zu kränkeln begann^ oaß es sich jedoch rasch erholüe, als diese entfernt n:ü> dafür eine, Nelke, eure Hyazinthe oder Tulpe cingepslauzr wurde. * Der Film als Klavierlehrer. Noch vor Berücksichtigung des beweglichen Films für Lehrzwecke wurde bereits die praktisch Verwendungsfähigkeit der Photographie zur Erleichterung des Klavierunterrichts viel beachtet. Es ist begreiflich, daß die hiermit erzielten Erfolge den Gedanken nahe legten, auch den Film zu einer Art Klavierlehrer zu machen. Während bisher in den modernen Klavierschulen Photographien zur Erläuterung des Anschlages uiü) der Fingerhaltung dienten, »vnrde nunmehr die Vorführung der Klaviertechnik durch die Kinomatographie unternommen. Die ersten Versuche dieser Art mnaflv, wir- feie „Umschau" berichtet, eilte amerikanische Filmfabrik, und die Experimente sollest so'gnt gelungen sein, daß man in den Klavierschule»: der Vereinigten Staaten an die allgemein Einführung dieses kinontatociraphischen Lehrsystems zu gehen gÄ«nkt. Besonderen Erfolg verspricht man sich von den Ausnahmen der berühmtesten Klavierkünstler, so wurden z. B. PaderewsA und der bekamtte deutsche Geiger Fritz K'reihler wahrend des Spielens ausgenommen. Aus diesen Films kann ;ede Einzelheit der Arbeit und Fingertätigkeit aufs genaueste verfolgt werden, und je nach dem Auffassungsvermögen des betteffc:ü>en Schülers werden gewisse Steilen langsamer oder schneller vor- geführt. Die Aufnahmen der berühmten Klaviermethoden sollen überdies die Grundlage rincS modernen musikhistor: scher: Museums bilden. *DerSieg deSHostigsüber den Zucker. Die neuesten Untersuchungen von Bienenbmrig und Zucker, über die im „Prometheus"' berichtet wirb, haben tu verstärktem Maße die be- väts bekannte Tatsache bekräftigt, daß der Nährwert des Menen- honigs den des Zuckers in ganz bedeutendem Maße überragt. Der Prozeß, den der Zucker yu seiner Assimilierung erst durchmachen nruß, ist von dckn Bienen bei der Honigbereituna bereits durch- geführt, so daß bis im Bienenhonig eitthaltenen Stoffe unmittelbar vom Köper ausgenommen werdar könne>r Abgesel-ei: von dem Zuckergehalt, ist im Honig auch eine leicht assimilierbare Eiwem- menge, je nach Art der vo:: den Menen besuchten Blütengattungen, zu finden. Beso:ü>ere Beachtung schließlich sind den nnorgantiafen Mstarchteilen des Bienenhonigs zuzmvenden, die sich zwar nur:n sehr kleinen Mengen vvrfinden, aber trotzdem, für den menschttchen Körper sehr ivertvoll sind. Als solche mineralische Substanzen nennt der „Prometheus" Eisen, Magnesium, Kalk, Phosphor, Schwefel, Silizium, Pottasche, Ehlvrnatrium und Mengen. Sie finb sämtlich int Horrig enthalten, im Zucker hingege:: findet sich von: dreseN mwrgoirischen Stoffen auch nicht die geringste Menge vor, er besteht lediglich aus Wasserstoff, Kohle und Sauerstoff. Ans der: angeführte:: luihrr:ngschen:isck>en Gründe»: ist besonders bn alten Leuten und Kinder»:, bei Blutarmut und Körperschwäche der Brenen- horttg dem Genuß voi: Zucker unbedingt vorzuziehen. vüchertifch. — Deutscher Wille (Kunst wart). Zrvei des Mai Heft 1917. (Kriegsausgabe zun: ermäßigten Preis von 3,60 Mk. viertel- jährlich Verlag von Georg D. W. CaKwetz, München.' - Wolf- gang Schümarm „Von kominknden Diilge»:"; „PsiirgstlicheS aus Hermann Lotzes Schritte::": G. von Frankenberg, ein Beitrag zur ,,EnNvicklungssrage Europas": Erich Schaiver „Die Reformbedürftig Beit des Kleinhandels": Aveuarius „Klinger, der Poet in: Grittelinnstber": Rundschau: BonnS „Ge.danken zur HnnM'el- sahrt": P. Th. Hoffman»:, „L. Sternbergs »:e»:este D:chtm:ge:tt: Wolsg. Sckiülnann, „Spi.'lleitcr-Sünden": Otto Tcrubmanns ,,Por- zia": Mahrbolz. .-Jung? Münchener Kunst": Avenarins, „Ge- nrüseschöntzeit": Sck-airer. „Das Sch»rein in der Bade»oa»:nA : Tanflirchner, „Pferdefleisch und Muschelslei sch": Huebner, „Belgische Ber»valtm:gsreforn:en aus »nysttscher Grundlage", „Auch e:n Amcrika»:er": „Elisabeth Gnmcck-Küh»^ 1":. Züricher, „Schrtsl- steiler und Hilfsdienst"; Avcmrrius, „Fünfzig Ialae nach> Roß- mäßlers Tod": Schopbach, „Kunstivartbrlder in: Feld". An Bilder- beilagen finde»: »vir diesmal ei»: Bild von H. Lotze, Klingers>,Ga»:g Psyches »mch der Unterwelt", Zeichnungen zn de»: Garteimnlagen von L>. Tesselww und ein „Schwarzes Spiel" von M:d. Sievers. Als Noten silid chavakteristische Abschtttte cn:s Otto Tanbmm:,:s Oper „Porzia" 1>e:gefügt. — Heinrich Scholz, Das Wesen des deutschen Geistes. (Schriften zur Zeit ui:d OKschichte 5. Balünt-enü 136 Seiten Oktav Kart. 1 Mk. Verlag von G. Grote, Berlin. — B o n g s illustrierte Kriegsgeschichte. Der Krieg 1914/17 m Wort und Bild 127. bis 130. Heft (Preis je 30 Pf.). Deutsches Verlagshairs Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Skr. 88. — D: e Weltliteratur, Nr. 2. I. P. Jacobson Motze ns. Es butten Rose:: ba sein »missen. Gedichte. Preis der NuTNmdr 10 PßBerlag der T3eltliteratnr, Mültcher: 2, Färber graben 24. SkatAusgabe. abcd die vier Farben. VMH die drei Spieler. A Aß, Daus; L König; v Dame, Oder; 8 Bube, lirtter, Wenzel. V, der Vorha»»dspieler, sagt aus folgende Karte a - Handspiel (Eichel - Solo) a»:, nachdem die beiden andern sogleich gepaßt. ad 4 8^ alO, K, D; b A ; c 10. D, 8. Eichel Grün -, Schelle»: - Unter, Eichel ° 10, - König, - Ober ; Grün - Aß ; Not. 10. - Ober. - 8. Das Spiel ivird verlören. Wenn der Spieler sich die c 10 nicht abiangen läßt, kommt er höchstens auf 40 Punkte. M hatte 17 Punkte weniger in der Karte als H. Im Skat lagen d 7, o7. Wie saßen die Karten? Wie ging das Spiel? Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Bttderrätsels in voriger Nummer: Wer am lautesten vom Siege prahlt, steht vor den: Untergang. Hchrittlettung: Fr. N. Zenz. — Zwilli»:aLrunddruck und Verlag der B^ühl'schen UniversitätS-Buch- und Steiitdrnckerei. R. Lange, Gießen.