Der Pfingfwoge! und die Pfingstrose. Als einer der Letzte« Stngvä-g-el trifft bei uns ein etwas scheuer und unsteter Geselle ein, der Pirol, der, weil er gerade in der Pfingstzeit sich besonders bemerkbar macht, in manchen Gegenden uus-eveS Vaterlandes auch Pfingsst Vogel genannt wird. Den Namen Pirol verdankt der Vogel fernem Rufe, der wie „Peripiriol" klingt; der Name ist also onomatopoetisch oder auf -gut Deutsch gesagt: lautnach- aymend gleich dem des Knckitcks. In ernigeir Gegeirden Wcrtteldeutschlands überscht das Volk den Ruf des Pfingst- vogels mit den Worten: „Pfingsten, Bier holn, aussaufen, mehr holn!" In Norddeutschland gar übersetzt man seinen Sang mit dem rnerklvürdigeN Satz: „Hast du sopen (gesoffen.), so betahl ook!" Mau begegrret auch den seltsamen Bezeichnungen „Bieresel" und „Bierhahu" für den Vogel. Ans all dem geht hervor, daß man ihn mit denr Brauch des Pfingst- breres im Freien in Verbindilng gebracht hat, der heute liwch verschiedentlich geübt wird, aber wegen der gegenwärtigen Knappheit an denr edlen Stoff in diesen Kriegs- Aeiteir eine sehr erhebliche Ei'.lschränkung erfahren hat... Das Gefieder des Pfingstvvgels ist gelb mit schwarzein Flügeln und schwarzem Schwanz, bei den Weibchen nnd den jungen ist das Gefieder gelbgrün Diese Färbung kenn- zeichnet den Vogel als einen Beroohner der Tropenzonen, der gleich dem Knckuck und Wiedehopf im Norden nur Sonmieraufenthalt nimmt, während er gleichzeitig dem! Naturgesetz Genüge tut, das die Erhaltung der Art zum Welt hat. Spät kommt er angereist, und früh, wenn die Smme noch brennend heiß herniederscheiut, zieht er in kleinen Trupps von dannen. Am frühesten hat man ihn bei uns in Baden und im Elsaß, nämlich schon um den 1. Mai, beobachtet. In der nördlichen Nheinebene erscheint er um den o. bis 12. Mai, nnd im Nordosten Deutschlands taucht er um die Mitte dieses Monats auf. UnnultelOar darauf geht ? n . v kunstvollen Nestbau, der fast einer kunstgerechten hJBeBerei gleicht. Das Nest hängt in der Gabelung eines Astes; Fuerst wird, um den Nestbau von- unten noch sicherer zu lassen, ein Netzwerk von hm nnd her geschlungenen starken Dalmeir angelegt, und in diese äußere Hülle kommt dann eme Matratze von glatten Grashalmen, die mit den -lehren vom hohren Grunde des Nestes gegen den einporgewölbten Raiw zugekehrt sind. Zwischen beide Schichten kommt eine Polsterung von Weichen Moosen und Flechten. In diesem be- paglichen Bau brütet dann das Ehepaar von Ende Mai bis Juni. Die Jungen mausern sich schon im Nest. Der scheue uitb zänkisch veranlagte Vogel, der auch dem Menschen nach Möglichkeit aus dein Wege geht, macht sich durch die Vertilgung voll allerlei schädlichen Raupen Nutzlast er ist aber ein besonderer Liebhaber der süßen Kirschen ^deswegen bei den Obstzüchtern ganz und gar nicht be- Er besitzt nämlich als sachverständiger Feinschmecker vte üble Angewohnheit, sich von den Kirschen die reifsten aiis- Msuchen, nnd von diesen pickt er nur die süßesten Stellen an. Es wird behauptet, daß ein einziges Pirolpaar imstande sei« wu, einen inittelgroßen Kirschbaum in einem Tage zu verwüsten; bei dieser Behauptung liegt.aber wohl sicher eine kleine Uebertreibung vor. Ist die Brutpflege beendet, so geht der Pfingstvogel bereits im August wieder gen Süden und zieht, obwohl er iiur ein mittelmäßiger Flieger ist, bis in das äquatoriale Afrika und nach Madagaskar. . . . Auch an der Pflanzenwelt ist die Pfingstzeit '.licht spurlos vorübergegangen, und da die Rose die Königin der Blumen ist, die mit allen großen Festen gern in Verbiildung gebracht wird, 0 ’SJJpk Gu f^ Pfingstrose gehen. Weil aber bei uns zu Pfingsten die Rosen noch nicht blühen, so vertritt die stolze, früher blühende Päonie, die ihren Namen dem Apollon Päon, dem heilenden Apollo, verdankt, ihre Stelle. Sie wurde bei uiis zunächst als besondere Seltenheit geschätzt und dementsprechend bewundert, als sie aber immer häufiger an- gepflanzt wurde und auch im Bauerugarten Aufnahme gefunden hatte, erhielt sie wohl auch den zu Urte E)t ent wenig herabsetzertden Namen Bauernrose. Tatsächlich müssen wir dem Bauerngarten dankbar sein, daß in ihm so viele liebliche Blumen des Lenzes uub des Sommers Zuflucht gefunden haben, die bei den Stadtbewohnern aus der Mode, gekommen und durch irgendeinen fremden, prunkenden Eindringling aus deren Gunst verdrängt worden waren. Im Bauerugarten haben unsere Ziergärtner so manche „Neuheit" entdeckt, und sie haben sie als solche wieder in Mode nnd damit zu Ehren gebracht. So ist es auch der Bauerurose ergangen. Als Päonie und Pfingstrose genießt sie wieder eine von Jahr zu Jahr sich steigernde Beliebtheit sowohl als Garten- und Parkblume wie als Schnitt- blUme. Sie muß ja die wieoererlangte Gunst mit einigen Schwestern teilen, die aus China und Japan zu uns gerammen sind nnb die manche Eigenarten in Form und Farbe aufzuweisen hasten, sie weiß sich aber ihnen gegenüber sehr wohl 511 behaupten, und sie wird hoffentlich so bald nicht wieder aus der Mode kommen. Die Pfingstrose, die mit ihrer edleren Schioester in der Farbenpracht wetteifern kann, gehört zu den Hahnen kämm gewachsen, den Ranuiikelazeen, und ist somit eine Verwandte des Hahnenfußes, des Rittersporns, der Waldrebe (Klematis), Anemone usw. Oefleres Umpflanzen schädigt ihr Gedeihen, die schönsteil Blüten findet nian daher immer an älteren Pflanzen, die inan an ihrem alten Standorte belasseil hat. Wildwachsend trifft man sie in Deutschland und Oesterreich nur auf dem Müllersberg bei Neichenstall, in Oberbai-ern und im südlichen Kram an. Sie galt früher als Heilmittel gegen die Gicht und heißt daber noch heute m verschiedeneil Gegeirden unseres Vaterlandes Gichtrose. Nach der griechischen Göttersage soll Apollon Päon, der Gott der Heilkunde, mit ihrem Kraut den Gott der Unterwelt Pluto geheilt haben. Dieser Gott hatte sich offenbar in den kühlen und lichtlosen Räumen der griechischen Unter- welt ein Gichtleiden zugezogen. Krühllngsahven. 1 (Schluß.) Herr Heiniburg War eigentlich selbst erstaunt, wamM er so fomdig überrascht voni Wagen sprang und ihr Eeaeneilte, um etniae Sckwitte vor ihr stehen zubleiben wie ein ®mD, ba> eine MäochmÄchcmmig zu sehen glmckt. Ja, aber warum sah ^e -uchso mLrah, che er sie selbst bemerkte Hier füll er nichts, als das süße, ernste Gesicht, rosig augeh-mcht Lu der srischen Märzluft. und^ die, groben verträumten Auqen unter deni runden Mzhut, der eine ,clsr malerische, aber gar keine moderne Fasson Tjattc. Und er ging mit ihr zurück drwch den Wald Im Walde machte er eure neue Entdeckung. Namlrch, daß der Frühling ein zauberhaftes Wunder sei, und daß ev für rhu brsher keinen Frühling gegeben habe. ^ _ Hellmut sprang nrrt Odin und Baldstr rm vollen Jagen vorau^. Ter Weg führte sie durch den Frchtemvald rn ern Gehölz von jungen Birken uno Buchen. Tie ^Nachmittagssonne warf schrate Strahlen zwischen die schlanken Stamme, rn deren GeZwerg dre feuchte Waldluft als duftblauer Nebelschilerer hing. Das Geäst zeigte derr warmen, rötlichbraunen und violetten Ton IMrngerwer Knospen, während aus denr Boden dererts frisches, jasttges, grünes, Gras zwischen dunklenr Moos und dem faulen Laub de» Winters sproßte. Ein herbes, würziges Aroma stieg aus dem Waldboden, und ans den Zweigen tönten die ersten süßen Vogellaute herab, ein Zwitschern wie verhaltener Jubel, in den sich hie und da das laute, trotzige Krächzen eines Raben und das gellende Geschwätz der Elfter mischte. Aus der Tiefe des Waldes tönten singende, lauüMde Kiirderstimmeu. Herr Heimburg blieb stehen und lauschte. -seine Brust weitete sich, er atmete tief auf, blickte erstaunt um sich und lauschte. „Wie gut das klingt," sagte er „rch vermute, das stnd Kinder aus deur Torfe." Frau von .Hochberg lächelte. ,^pas ist der Wald," sagte sie. „Man kann im Frühling rn kernen Wald gehen, ohne dieses liebliche Singen aus seiner Tiefe zu hören. Im Frühling singen alle Wälder." Wenn ihm eine von seinen Stadtbekanntinnen das geantwortet hätte, hätte er sie für kindisch oder verrückt gehalten, von dieser Frau gefiel ihm die Antwort seltsam gut. Ja, er selbst hörte plötzlich) ans dem zuwerlerr leise verhallenden, zuweilen zu jauchzendeir Rufen anschwellendem Gesang, gcheimninsvolle, märchenhafte Klänge und Töne, wie sie sein Ohr nach nie vernommair. Und das wohlige Entzücken, das ihm das Herz schwellte, hatte sogar nichts mit alledem zu tun, was ihm bis jetzt begehrenswert, schön rmd angenehm erschienen war. „Mama! o, Mama!" rief.Hellmut jetzt herbeispringend, ^dort auf der Waldwiese blühen schon die Anemonen! Komm doch, komm!" Frau von Höchberg folgte dem Ruf und auch Herr Heimburg eilte nach der bezeichneten Stelle, als gelte es etwas ungeheuer Wichtiges in Augenschein zu nehmen. Zum erstenmal' fei seinem Leben, als reifer Mann nnd Chef eines Bankhauses, sprang er über kleine Wassergräben und kletterte über Gehege einer schönen Frau nach, die all diese Schwierigkeiten mit spielender Leichtigkeit überwand, und zum ersten Male platschte er mit Vergnügen auf einer feuchten Wald.mese umher, sich immer und immer mühselig nach den zarten, silberweißen Blüten bückerid, er, der daheim die kostbarsten exotischen Blüten seines Treibhauses selten eines Blickes würdigte. Als endlich alle Drei die Hände voll Blumen hatten, gingen sie nach einer alten, knorrigen Eiche am Waldessaum. Tort fetzte sich Frau von Hochberg auf einen Baumstumpf und ordnete die Blüten zu einem prächtigen Strauß, während sich Hellmut lang in das Moos zu ihren Füßen warf, von Odin und Baldur umlagert. Und auch der Chef des Bankhauses warf sich lang ins Gras und machte die Entdeckung, daß es entzückend sei, den btaßblanen Himmel durch das braune Eickengeäst auf dem Rücken liegend zu betrachten und noch entzückender, den Fuß einer schönen Frau in. das weiche Moos gebrückt in unmittelbarer Nähe neben sich zu haben. lieber der Wiese zog der Nebel seine Zauberkreise, in denen gespenstische Lustgestalten zu schweben schienen// und die sinkende Sonne setzte den Abendhimmel in Brand. Ten schwarzen Fi'chtenstämmen gegenüber entzündete sich gotdrotc Feuersglut und aus dem Eichen-; Wipfel flog erschreckt mit klapperndem Flügelschilag ein großer Vogel, der mit Nagendem Rufe eine Zeitlang über dem Nebel schwebte, bis er sich geängstigt in den Wald zurückflüchtete. „Eine Eule!" rief Hellmut. „Wenn ich noch meine Büchse hier hätte!" Frau v. Höchberg hatte leise ein Liedchen gesummt, da bat Hellmut: „Mama, sing noch einmal schöne Frühlingslied !" und als auch Herr Heimburg bat, stand sie auf und mit dem Rücken an die Eiche gelehnt, sang sie das Jubellied: ..Wenn der Frühling auf die Berge steigt." Herr Heiniburg hatte die ersten Primadonnen der Welt in Konzerten gehört, in denen er seinen Platz mit 100 M. bezahlt hatte, aber noch nie hatte ihn ein Lied so hingerissen, wie dieser Frühlings-, gechng im knospenden Walde, aus dem die Klage um erlittenes Leid, lfm die „Hegenzeit und Vinterqual" und der schmetternde, Jiubelrus „O wie wunderschön ist die Frühlingszeit!" so natürlich, wk auS tief,rem Herzen klang. Er satz reguimslos lauschend und ttukte rn die Wendövmw, in den wogenden Nebel auf der Weis lmd in die duftig-blaue Waldestiefe. Ein Ahnen bescklich ihsti daß das Leben noch andere Höhen habe als diejenigen, auf welchem Intelligenz und Willenskraft ihre Siege feiern, noch andere Gütep als tricjenigen, die sich durch dhrbeit und Pflichterfüllung erwerben! lassen noch ein anderes Glück, als das des reinen, starken Selbst-, bewußtseins der Familien- und Manneslehre — nein — ein Glück- so süß und märchenhaft, wie der Lenz, von denr der schweigend^ Wald ringsstmher s äumte — ein pstück, um das dev stolzest«, stärkste Mann auf den Knien bittet, wert es sich nicht erringen Unb eig kaufen'läßt, sondern nur wie ein Gnadengeschenk rn den .schoß fällt. Er ging wie ein Träumender neben der schönen Frau zurück nach dem Schloß. Und als er sich von ihr verabschiedete, hielt ca ihre Hand fest in der seinen und sagte mit grobem, ehrlichem! Mannesblick: „Tacs ich wiederkommen? daN ich es übernehmen, Ihre Angelegenheiten zlu ordnen und den Selbstbetrieb des Kohlew- werkes für Sie zu ermöglichen? Ich hoffe zuversichtlich, daß Sie imstande Jein werden, dieses schöne Gut Ihrem swhne zu erhalten." Ta stürzten plötzlich Tränen aus ihren Augen, und aus dein! Zittern ihrer Hand und dem leise gestammelten „Ich cmnke Ihnen!" hörte er all die Angst und Onat heraus, die sie gelitten^ Er beugte sich tief herab und küßte ihre Hand, es war ein Kuß, der mehr sagte als Morte und als er ihr dann noch einmal u$ die Augen sah, glaubte er in ihnen das Frühlingsahnen sernesl Herzens wiederzufinden, das zugleich die Verheißung war vost der Märchen Pracht stnd den goldenen Mündern des komm enden! Lenzes. _ pfingstbrunnen und vrunnenpfingften. Zu Pfingsten hat die Lieblichikeit des Maien ihren Höhepunkt erreicht. Kein znreites Fest ist wie dieses danach angetan, im Freien begangen zu werden, und seit Atters wandert alt und jung zu Pfingsten hinaus, in Wälder und Herne, um an schattigen Brunnen und Quellen zu lagern. Bon jeher haben die Brunnen beim Pfingstfesle eine Rolle gespielt: in den „Brunnenpfingsten", die in vielen deutschen Gauen an den „Pftngstbrunnen" gefeiert werden, finden sich die Reste der alten Quellenverehrung erhalten, und manchmal hat sich die christliche Legende dieser Quellenverehrung bemächtigt und hat sie in ein neues Gewand gekleidet. Ter „Ganggolfsbrunnen zu Mendt" (Nassaus, zu dem am zweiten Pfingsttage seit vielen Jahren die Kinder hinausziehen, um ihn mit.Blumen zu bekränzen und ftöhlich um ihn henimzutanzeu, ist ein Beispiel hierfür. Seine Entstehimg verdankt er, wie die christliche Legende wissen will, einem Ritter Gongolf, der aus Mendt nach Palästina gezogen war nnd seinen Bürgern ver-, sprachen hatte, er wolle ihnen allen etwas mitbringen, wenn er gesund zurnckkäme. Im Heiligen Lande dachte er daran, daß man in Mendt kein Wasser habe, und so flehte er am Grabe des Erlösers zu Jerusalsm den Heiland an, er möge in Mendt einen Brunnen springen lassen. Im Traume erschien ihm darauf ein Engel, der ihm verkündete, was er zu tun Habs? Nack) der Rück-, kehr in die Heimat folgte ec dem Geheiße des Engels und stieß seinen Pilgerslab neben der Kirche vor aller Augen in die Erde, woraus der wundervolle Quell aus dem Boden heraus geschossen kam. Eine andere Gangolfsqnetle, zu der am Pfingstmonat gleichfalls eine förmliche Wallfahrt erfolgt, findet sich tm Großherzogtum Baden nahe der württembergischen Grenze bei Neudenau. Auch mit ihr ist eine Sage verknüpft, nach der Gangolf, ein großer Krieasheld, durch das Wasser der Quelle Heilung fand und zum Tanke dafür eine Kapelle errichtete. Mit der Heilkraft der Quellen ward überhaupt die Pfingstfeier anr Brunnen häufig verbunden, und die weite Verbreitung des Brauches läßt auf einen gemeinsamen Ursprung in der Vergangenheit, eben in der alten Quellender-, ehrung, schließen. So gibt es im Oberlande Steiermarks, an dev Salzburger und Kärnttier Grenze, in den Wäldern eine ganze Anzahl von „Pfingstbrünneln", die während des ganzen Jahres unbeachtet bleiben, zu Pftngstcn aber das Ziel vieler Tausender sind und früher sogar in festlichen Aufzügen mit Musik aufgesucht wurden. In der Nähe Muraus liegen niedrere Pfingstbrünnlein, die am Pfingstsonntage aufgesucht werden: den ganzen Tag wird dann gescherzt mtb gespielt und von dem frischen Wasser getrunken, das als „Heiligen-Geist-Tau" bezeichnet wird, während die Brunnen auch als „Heiligen-Geist-Brunneu" bezeichnet werden. Andere, solche Pfingstbrunnen, die im Rufe stehen, große Heilkraft zu haben, sind die Quellen bei dem böhmischen Orte Bremik (Güntersbad', solvie der St.-Pirmins-Brunnen an dem berühmten Wallfahrtsorte St. Pirmin in Luxemburg. Auch diese beiden Brunnen )iitb am Pfingstmontage das Ziel ungezählter Wanderer. Von der Luxemburger Quelle heißt es im besonderen, sie vermöge kranke Kinder zu heilen. An den verschMwnsten Orten Deutschlands werden die Brunnen zu Pfingsten Geschmückt und geziert, und die dabei üblichen Bräuche weisen nur geringe Ab-, ueich'.mgen voneinander auf. Bald sind es die Kinder, bald die Mädchen, dann wicder^die Burschen, denen das Brnnnenschmücken zu Pfingsten obliegt. So schmücken in Ilmenau in Thüringen die Kiuder die Brunnen, auf den Wiesen werden Blumen gepflückt, die in Gestalt von Kränzen den Brunnen zieren sollen; Birkenzuweilen auch Erlen werden um den Brunnen hemm in den Boden gesteckt, und an manchen Orten, so bei dem berühmten Brunn enfeste, das. die Stadt Mühlhausen zu Popperode feiert- 231 R*er hin oäicfj Bkutnen ge winde in das Wasser selbst! geworfen. An fc ^rte im Unterelsaß geht der Brunnenpfingstfeier eine enretnigung voran, die in den Händen der „Pfingstknechte" liegt, während es im Rheinland Sache der Mädchen ist, den Brunnen ansznsthöpsen und zu reinigen, während die Burschen Bäunrchen und Kränze ringsherum verteilen. Tie Mädchen gehen dann von Haus zu Haus und fordern mit einem Gesänge eine Entschädigung, aus Giern bestehend, für ihre Arbeit: „Bonne, Bonne ist gesächi! / Gätt os Eier, dat ös rächt." woher stammt der „Pfingstochse"? Trotzdem die Volkstümlichkeit des Pftngstiochsen diese Bezeichnung sogar in zahlreiche landläuftge Redensarten hat über- aehen lassen, wüßten wohl die toenigsten Le?tte zu sagen, woher 5er Pfingstochse eigentlich stamn-t. Tie Verbirchnng des Ochsen mit Pfingstbränchen ist leicht erklärlich, da ja überhaupt das Vieh beim Pfingstfest eine große Rolle spielt. Die Pftngstzeit bedeutet essren besonderen Abschnitt im Leben der Hirten, denn zu Pfingsten wird das Vieh wieder auf die Weide hinausgetrieben, weswegen moii es mit verschiedenartigem Schmuck bedenkt. So verden den am Psingstmorgen auf die Weide getriebenen Kühen und Pferden Maienbüsche, sog. „Tauschteifen" an den Schiveif gebunden, die Hämmel erhalten Blumenschmuck ustv. Häuftg wird mit den geschmückten Tieren ein Festzug veranstaltet, und die Hirten vergnügen sich an Rinderwettkämpfen. Daß rmter allen Herdentieren der Ochse zu Pfingsten am meisten geehrt wird, ist allgemein bekannt, im Mecklenburgischen und Braunschweigischen beispielsweise wird der fetteste Ochse des Dorfes bereits einige Tage vor Festbeginn mit vergoldeten Hörnern, Blumenkränzen und Bändern durch die Straßen geführt. Tie interessanteste Erklärung für diese besondere Auszeichnung des Ochsen lieferten die Folkoristen W. Schwarz und A. Kuhn. Nach ihnen geht die Bedeutung des Pfingstochsen auf die germanischen Opfer in Heidnischer Zeit zurück. Bekanntlich war Wotan nicht nur der Gott der Ernte, sondern auch, der Gott des Ackerbaues und der Viehzucht, tveswegen ihm hauptsächlich Rinderopfer dargebracht wurden. Temnach war der Ochse bei den alten Germanen ein dem Wotan geheiligtes Tier, und. die ihm damals dargebrachte Verehrung hat sich bis aus die heutige Zeit in den Pfingstbränchen erhalten. Verfolgt mau diese Betrachtung lveiter, so kommt man schließlich auch zu einer wahrscheinlich««? Erklärung des bekannten Wortes: „aufgedonnert wie ein Pfingstochse". Allmählich wurde auch manch ironischer Scherz mit dein Austreiben der Ochsen getrieben, eS wurden nämlich die allgemeinen Wettaustreiben des Viehs am Pfingstsonntag eingesührt, und der Hirte, der dabei als letzter ausgestauden war, mußte sich den Spott seiner Kameraden gefallen lassen. Man nannte ihn höhnisch einen Pfingstlümmel oder Psiugstsnchs oder auch Psingstesel, und schließlich bürgerte sich besonders die Bezeichnung Pfingstochse ein. So hatte das Wort Kreits einen gewissen höhnischen Beigeschmack erhalten, und der brauch, die Ochse?? zu Pfingsten mit buntem Schmuck zu behängen, führte dann zu der obenerwähnten Redensart. Der Flieder blüht. Unter allen Frühlingsstrauch:nt und -bäumen erfreut sich keiner bei unseren Dichtern einer so großen Beliebtheit, wie bei herrlich duftende Flieder. Das kommt nicht etwa daher, daß sich das Wort „Flieder" so hübsch auf „Lieder" reimt: dieser Blüten-- sträuch stellt fürwahr tatsächlich eine der entzückendsten und prächtigsten Zierden unseres Frühlings dar. Viktor Blüthgcn singt in einem seiner bekanntesten Lieder vom Frühling und vom Flieder: „Wer hat das erste Lied erdacht. Das in die Lüfte scholl? Ter Frühling fand's in lauer Nacht, Das Herz von Wonne voll. Er fang es früh im Fliederbaum Und schlug den Takt dazu: O Maienzeit, o Liebestraum, Was ist so süß wie du?" Wenn sich das lvirklich so verhalten, habeil sollte, daß der Frühling das allererste Lied inr Fliederbau in gesungen hat, so kam: dies leider nicht in Deutschland oder im übrigen Europa geschehen sein. De?m der hier gemeinte Flieder, die „Syringa valgaris", die u/ir zur UrcterfaeidlMg von der „Sambuelis nigra", dem Dolde?? fl ieder, Fliederteeflieder oder Hollmder, auch türkischen Flieder nerrnen, hat erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts sci??en Einzug iiB Deutschland gehalten. Vorher kannte man ihn auch im übriges Europa nicht. In unserenr Vaterlande aber tvaren schon lange vorher viele schölle Lieder zum Lobe des Frühlings erklungen, wie dies besonders die herrlichen Frühlrugsliedcc Walthers von der Vogelweide !mrd vieler anderer; Dichter vor ihm dartnn. Die Syringa vulgaris, die heute überall selbst in den entlegensten Bauern- gärten anzutresfen ist, wurde zuerst im Jahre 1554 unter d.nn stiamen Lilac von denr Leibarzt der Kaiser Karl V. und Ferdinand I. Peter /Andreas Mattioli, h^ckp-ieben und abgebildet. Mattiolj selbst aber hatte sie damals noch nicht lebcitb gesehen, da der Strauch rrft ürrz vorher durch bcu kaiserlichem Gefa?cdte?» bet der hohen Pforte Augier de Busbeoq ans Konstäntinovcl nach Men geschickt wordeit war. In Afrika, wo er sehr häusig vorkam, wurde er Dertnga genmmt; Ltnnd gab diesem Namen durch die Abänderung in Syringa einen klassischen Anstrich, obwohl der Flieder iw Alter-, tum und Mittelalter in Europa gänzlich unbekannt war. Erst die Türken, die seit jeher vortreffliche Bluwenkennec und proste Blu-, menfreulide gewesen sind, haben bald nach ihrer Festsetzung in Europa, die ihnen-durch die Eroberung von Konstantinopel im Jahre 1453 ermöglicht wurde, diesen herrlichen Zierstrauch aus seiner persischen Heinrat nach unserem Gchste-il gebracht. 'Sein persischer Name ha? sich bis z?m? heutigen Tage als lilac im Englischen, Italienischen und Spanischen erhalten, die Franzosen haben ihn in lilas rnngewandclt; bei uns erinnert noch die Farbenbezeich, nnng „lila", die also „fliederfarben" bedeutet, an diesen Namen. In Deutschland führte urspri'chglich der Doldenflieder die beiden Bezeichnungen Holunder und Flieder, dann nannte man die Syringa den türkischen oder spanischen Flieder, und schließlich ging der Name Flieder fast ausschließlich auf den schönen Nsuankömm-, ling Über. Ist der Bezeichn?mg Fliedertee, für box man, wie bekannt, ausschließlich sie Blüten der Sambucus nigra verweirdet, hat sich aber eine Erinnerung an die frühere Benennung bis MM heutigenj Tage erhalten. Außerdem gibt es noch Gegenden in unserem Vaterlande, in denen Umgekehrt die Syringa vulgaris Holunder und die Sambucus nigra Flieder genannt wird. Auch der botanische Name des ausländischen Flieders ist in verschiedenen deutschen Mundarten m dessen Benennung verlvandt worden; aber man findet nirgends die richtige Form dieser Bezeichnung, sondern gar merkwürdige Entstellungen davon vor, wie Sirene (in Holstern), Zerenchen (in Thüringen), Zitrene (im Hannoverschen) und Zirinka im Alemannischen). Der treffliche alemannische Dichter Johann Peter Hebel rät der „Jümpfern" ^Jungfrau) an: „Flicht di Ar) Zirinka ckLhrairzj ins Hoor!" Ist verschiedenen Gegenden am Rhein wird die Blüte des türkischen Flieders „Nägelchen" oder ,,Näglein" genannt.. Die einzelnen Blüten gleichen fa ebenso mte die Gewürznelkeri kleirren Nägeln. Auch die Nelke, die Gartennelke, verdankt ihr«, Namen dem Vergleich mit einem kleinen Nagel. Aus dem niedere deutschen Worte negetken (kleine Nägel) entstand neilken, nelkm- und dies führte zur Bildling des besonderen Wortes „Nclk^. vermischtes. Wie erhöht man den Stärkegehalt der Frühgemüse? Ter Hauptnährwert der Blatt- und Frühgemüfe, wie Wirsing, Spinat, Kohl und Salat, ist in ihrem Gehalt an Salzen, besonders in ihrem Stärkegehalt zu erblicken. Ta nun einerseits die Stärke in Miserer Ernährung eine erbebliche Rolle spielt, andererseits! unsere Kost bis zum Frütckartosfelmarkt sich als verhältnismäßig stärkearm darbietet, erscheint eS von besonderer Bedeutung, eine Möglichkeit zur Erhöhung des Stärkegehaltes der Frühgemüse zu finden. Ein solches Mittel gibt es auch wirklich, und eS ist, wie sein schrstlichen lvsesde von die Gemüse statt am frühen Marge?? erst am stiachanittag geschnitten werden. Um dies zu begreifen, mich man die Stärket» tldung in den Gemüsen verstehen. Sie erfolgt in den grünen Blättern unter dem Einfluß des Sonnenlichtes, entsteht ans Kohlensäure und Wasser, der ganze Vorgang wird Assimilation genannt. Tie im Lause eines Tages gebildete Stärke wandert mit Einbruch der Dunkelheck und wahrend der diacht in den Stcnqel und die Mirzel. So erfliiit es sich, daß die Blätter der grünen Pflanzen am frühen Morgen fast ganz ftärkesrei sind. Nim fängt unter der Wirkung der Sonncnenergie der Prozeß der Assimilation von neuem an, es bildet sich) nsteder Stärke in den Blättern, der höchste Stärkegehalt ist am Nachmittag erreicht, und darum sollen jetzt oder zu Beginn des Abends die Blattgemüse geschnitten werden. Von hervorragender Bedeutung ist dies natürlich bei jenen Pflanzen, wo mit die jungen Triebe obgeschnitten werd.m. D r Untersäued im Stärkegehalt bei 'assii??iliere??de?? Blattern am Truhen Morgen Blättern b!c Stärke n>chrend der Nächst ktineswegs durch» Veratmung abgegeberr wird, so daß man das abends geschnittene Gemüse ohne jeden stärke Verlust 12 imd selbst 24 Stunden auf» heben kann. * Da der Fingerzeige für den K r i e g s g e m ü s e g a r t e n., Gemüsegarten z» einer Kriegsnotwendigkeit auch für jene Kreise geworden ist. die sich früher wohl kaum mit gärtnerischen, Fragen beschäftigt haben, ist in der jetzigeir Frühlingszeit jeder noch so kleine Rat mit Dank zu begrüß«?. Eine Anzahl von. Fingerzeigen für den Kriegsgcmüsegarten, die Gustav Müller im nächsten Heit der bei der Deutsche?? Berlagsunstalt in StuttgaN ersche?ne??dcn Zeitschrift „lieber Land linb Meer" verö'kntUchc, läßt erkenne??, daß die Geinüsezucht von dem Laien viel Sorg'alr imb m?ch ein gewisses systematisches Wissen fordert. Die- gilt heute ?m? so mehr, als ja die Vorbedingungen tvr heimische?» Ge- -nüsezucht wesenlluh schvieriger »vnrd«?, Wir waren ftuher in —' 232 der Sanienversovgiung in hohen: Mgß^ von Sollend, Frankreich !und Italien abhängig und müssen daher jetzt init dem Samen- Vorrat äußerst sparsam und hcmshäliertsch umgel-en. Die völlige Verbannung der Blumen und die Unuvand-ttulg selbst dos Fensterbretts in eine ßKinia tur-Gemüstzucht kömun als unsiimig.bezeichnet werden, dagegen erschofttt es für jeden Besitzer vwi 100 oder auch nur 50 Quadrattnrter geeignetem Boden verdienstlich, denselben zur Hervorbringuug wenigstens der wichtigsten Gemüsesorten zu ver- wrepden. Das Wetter läßt sich natürlich vom Menschen nicht beeinflussen, -u kühles Erdreich lann nicht einfach in sonnige Sagq Drückt tv-erden, daneben gibt es aber doch zahlreiche Möglichkeiten, durch Flein und Wisse:: die Natur selbst zu unterstützen. Auch auf flicht idealem Boden kann mau so der Natur vieles abrinqen wenn fcnan sich dabei der richtigen Mitte! bedient. Bei der Kühl ber< Gemüse ist zu beachten, daß Kohlgewächso und ähnliche Blattge- mine Stick,tvffzehrec sind, weswegen ihnen möglichst viel stickstofs- halttger Dünger zu verabreiche:: ist. Bei Hü lsenfrü asten, wie Erbsen pnd Bohnen hingegen kommt es hauptsächlich auf die riinftllcke PhosphorsäurenZufuhr an, während sie sich den erforderter Stickftoss selbst beschaffen. Hiervon abgesehen, rann man beim Fehlen von Stallmist zu künstlichen Düngemitteln greifen, in dr^er Hmsicht birgt selbst der Straßenmüll manchen ungehobenen Schatz, kalten, dunklen Bärten nach dem Norden zu muß man sehr bescheiden sein, immerhin lassen sich z. B. soll man nicht beetweisg Pflanzen, sonderr: in stteihen mit einem Abstand von 50-60 Z-gntinnter. Um Samen zu sparen, enrpfichlt es sich, im altge- inernen sehr dünn zu säsn. Da die Setzpflanzen teuer geworden s:nd, erscheint die Anlage eures eigenen kleinen Mistbeetes bereits für einen Garten von 200 Quadratmetern durchaus lohnend^ Manche Krregsgemüse wurden auch bisher zu wenig beachtet, das beste Beispiel hierfür bietet dor echte Riesen-Kolstrab: oder Goliath. wiederholte Anpslanzen desselben ermöglicht dauerndes Ernten vom Frühjahr bis in den 5)erüft hinein. Tie Annahme, daß er ünt der Zert holzig würde, ist falsch, er entwickelt sich iin Herbst höchstens etwas derber. Blumenkohl und Rosenkohl sind in: Kriegs- gemü,egarten gewisserinaßen Luxusartikel, da sie nur auf besten: Boden u: ausgetrockiieter, tvarmor, geschützter Lage erfolgreich gc- deiheii. Der Kürbis wächst am üppigsten auf Kompost Haufens Tomaten lollen an ausgespannten Drähten gezogen werde:!, vorzüglich auch an Rosen- oder Dalienpsählen. Tomatcnpflanzungen/ rann man übrigens auch auf Dachgärten anlegen, sie erscheinen bereits lohne,rd, wenn man sie in 30 Zentimeter breitem- nud ebenso tiefen Holzkästen in sonniger Lage zieht. Wer durchaus auch aus dem Balkon Gemüsezucht betreiben will, mag sich'auf Schnittlauch und. Petersilie beschränken, Kartofselkästen und ähn luyes auf dem Balkon erscheine:: fast immer nutzlos. * E : n P fing st brau ch dcr E iflerinnen. Man schreibt «ns: D:e Eifel bewahrt noch Manchen alten Volksbranch, dev 4%7?ö nnr in bestimmten Dorfgrenzen begannt und nicht einmal au: die Nachbargemeinden übergegangen ist. Dahin gehört das Pnngstvorrecht der Eisler Fr Mm. Während am ersten Psingsttage alle Dorfbewohner an den gemeinsamen Zerstreuungen nnd Feier- luhkeiten teil nehmen, bringt der 2. Psingsttag eine Trenntmst der Frauen von den Männern für die frühen Nachmittagsstnndm. Zu,e:ner Kafseestunde finden sich die jungm und alten Frauen, sonne die Bräute im Saale eines Gasthauses zusammen und besprechen be: Kuchen und Kaffee häusliche und frauliche Zhigelegew-, lMten. Da wird über Kochrezepte imb wirtschaftliche Pläne $&=< El, über Kindererziehung wird beraten und wohl auch über die Männer du sich nickst recht „fügm" oder ,.passen" wolle:!, geklagt tind gescholten. D:e Männer wissen das auch, und sie spotten! gern über d:e,e Psmgstvorreckste, respektieren sie aber aus Klughstt. zollte es dennoch e:n Vorwitziger wagen, die Frauensitzung gu stpren, ]o wird ihm bte Lust dazu bald vergehen, und unter Schadengelachter fliegt er an die Luft. Der Hinausgewörsene wird von lemen Mersgeiwssen noch gehörig gehänselt. Im Kriege fällt das Pfingstvorrecht dev Frauen fort, lvie manck-er alter Volksbrauch, da sich :n gegenwärtiger Zeit der Svm auf ernstere Dinge zü richten bat. . ^ v Süchertisch. /-«^'"^/"tscher Wille (Kunftivart). Erstes Maiheft 1917 (Kr reg saus gäbe zum ermäßigten Preis vo:M,60 Mk. vierteljährlich' Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Das Hest wird ein- geleitct durch emen Aussatz von Avtur Bonus über „Sachliche Staatsaestaltuug als Tcuticyla-rds Parole für die Völkerzukuuft" Paul Mar.op schreM über „Hans von Bülow und Richard Wag- V*? Corbach bringt einen Beitrag über „China im Welt- rrttge . Woligang Schuniann setzt seine Betrachtungen über „Frie denserhaltung utid Friedensgestaltung" fort. Unna-Hamburg sprictst ucy Wr daZ Thcma „Mftrnlichev Nachwuchs" au§. Marl SNtk«« stldet den Wschluß des ersten Teiles dieses Heftes mit einemtljHG fefe über „Schuldeutsch und Kindersprache". — Unter der „Bon Heute fürs Morgen" bringt Taufkirchner t-olitische Betrag Ulu?en „Zur ametikamschen Kriegszustands-Erklärung". Friedrich Dü;el bespricht dre Neiwrscheinungen an literarischen Erzen Misse« bi'3 Berlnrer Theaterlebens. Avenarius behandelt allerlei durch deq Krwg r:uzt:g geworocne Probleme wie „Kunst, der Luxus": „Not* geld., „Auslarckwsche Kunsthändler": „Russischer Kriegswarch-i ^ Ferner seren noch hervorgehoben die folgeirden Beiträge: .auftirchner, „Feldarmee und Lustmarmee" und „Glaubt mans?" Fruhlmgshaste Bilder von Cecüie Leo, Heinrich Otto und.Georg Broe.l schmucken das Ganze. Als Notenbeilage diesmal ein uiw Speltes und gesungenes Chorwerk Mendelssohns'- das Mmtted aus der „ersten Walpurgisnacht". 7- Ter B ö l k e r k r i e g. Berl ag von Julius HoffmUnw, Stttttgart. (HerMsg-eüer Dr. C. H. Baer.) Das soeben erschiene::« Heft (Prers 40 Pfg.) schilderst die Er ober: mg von Serbien und l i S — Tas genannte und das ebenfalls schon vorliegend« 7 ?-ertvülp- Zeitschrift enthalten :uxh eine ganze Reihe gr-erch pacrender Dap'ellmrgen von der Flucht des serbischen Heeres, jOw:e Erobenrng Ma::tenoM-^, wwlcke zusammen mit ixn! trefN:ch?n, auch landschaftlich höchst anzicl>enden Bilden: diesem! veroverLeten Werke inmrer wieder neu er: Reiz und Wert verleihen^ Ludwig Fink. Des Lebens Uebersluß. Nr. 20 der' Weltliteratur, München 2, Färbergraben 24. Gießerrer Haucisrarren-Bereirt. / , Kochamveisungen. h, ittaiferto ff ein. Ter Spinat wird ferttggekochik/ Wartoffeln, rn kleine Würfel geschnitten, in dem äbgegösse:vett' Spnmrwasser halb gavgMxht, mtt dem Spinat vermischt :uch Ms nebenbei oder in der Kochkiste ferttggedämpft. Auf rimder Schussel mtt Kranz von Rührei angerichtet. Spar 'ff elf uppe. E^anz Neingerchntttene Spargelstückichjea werden mtt 125 Gramm genmhlenen Graupen und -SrMpenkrartt gekocht. S p a r g e l a u f l a u f. In Scheiben geschnittene, gekochte Kar- "pem Werden nrit fertiggpkvcksten Spargelstücken in Ausl auf form geschachtet mit Mehlschwitze von Spargstroasser, Milch, Ei, Salz, Muscat Äbergossen und 3 /a Sttmde gebacken. Rhabarber mit Kartoffeln, mit etwas Zucker, Milch zuletzt gebräunten Ztviebeln übergossen. Rhabarber nrit Haferflocken, beides einzeln gekocht, mrt Zimt bestreuen. ^ t nt 11 Nudeln, einzeln gekocht, geschichtet, mit E:. Much, Zucker, Vanille üb-ergosse::, x / 2 (Btunbe gebacken. B Jß ö«barber mit Graupen, die vorher geweicht, ge-« rocht und m:t dem Rhabarber vermischt werden. Pfingsträtsel. ttrrscr Hoffen. Pfingsten! Statt der Glockenklänge, Tie die festliche frohe Alenge An das heilige Wunder niahnt, Lärm der Schlacht, Kanonendonner, Not unb Leiden, ungeahnt! Doch die Herzen sind erhoben Zn dem Schlachtenlenker droben. Und des heil'gen Geistes Kraft, Der die Zwölfe.einst begeistert, Auch bei uns noch Großes schafft! Was das Rätsel hier verkündet Und was leicht der Loser findet: Erst ein Fürwort, allvertraut, Ein Bezirk, drein Fanggeräte Und was man an Häusern schaiit. Lies es recht, ivillst klar du sehen Und de§ Rätsels Sinn verstehen. Diese Hoffnung füllt un? ganz! Deiitschlands Fahnen werden wehen Hoch und stolz im Siegesglanz. — Zi. (Auslösung in nächster Nummer.) Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer: Dreizüger von Taverner: W. K & 7, D a 3, L h 4. S c 2, g 2, T e 1, B b 3, 6, f 5, h 6. Schn». Ke5, Le4, Bd7, e 6, fö, h 7. } iS, Kf 5 : ; 2. 8 e 3-f u. , K d 5 ; 2. S e 3 +. , d 6; 2. D e 8. - . d 5 ; 2. T f 7. — -. cf; 2 S b 4. w.