Ijie ü! UN Fi ß Än der Stätte der Himmelfahrt. Zum tzimmelfahrkstage, 17 . Mai. Vmi allen Wundern bet* Bibel ist die Entrückung des Herrn, deren Gedächtnis die Himmelstchrödfeier gilt, eines der geheimnisvollsten. Er ward aufgehoben gen Himmel, ^en Hinkmel — so berichten kurz die Evangelien. Schon im Jahre 315 zeigten die Christen die Stätte der Himmelfahrt. Auf den: Oelberge bei Jerusalem glaubten r.r • S ^chuden zu haben, lvofür der Bericht der Apostelgeschichte einen Anhalt gibt, obwohl gerade Lukas im Evan- gelmm einen Widerspruch m dieser Ortsangabe enthält. Allem die christliche lleb erliefe rrrng hat an dieser Stätte be i Hnnmelsahrt zähe sestgehalteil; viele Kirchen, Klöster und Kapellen such im Lanfe der Jahrhunderte hier errichtet worden, und die eigentliche £niinnelsahrtskirche, die über Stialte der Entrückung errichtet wurde, hat mancherlei Gestalt angenommen; sie lourde von Christen erbaut und lnngebaut, von den Sarazeiren zershöpt, danil lvieder auf- gebaut, fte diente als Moschee und als christliche Gottes- tatte, und heute, wo sie seit Jahrhunderten im Besitze der Krrche ist, feiern die Christen alljährlich in ihr das Fest der Htnmielfahrt. Und in der Tat, hierzu ist jene heilige Stätte jo recht angetan- Bon, Oelberge, der höchsten Kuppe bei Jerusalem, schlveift der Blick über das Häusermeer der Stadt mit beit Kuppeln, Minarets und Kirchtürmen, und in weiter Rundung erfaßt das Auge aus dem herrlichen Rundblicke so manche Statte, die mit dem Leben Jesu eng oerknuvft ist dtach Süden, zu schlängelt sich der Weg, der gen Bethlehem fuhrt, im Südosten lugen hinter einer Bergkuppe einzelne Hauser Bethaniens hervor. Die Stätte der Himmelfahrt selbst weiß von vielen Wundern zu erzählen. Wohl das größte darunter sind die Spuren des Herrn, die er beim Auffahren gen Himmel Jur"- fr” cn un ^ ^it vielen Jahrhunderten dort den Maubtgen gezeigt lverdeu. Die ältest Himmelfahrtskirche, die hier stand, war über dieser Wunderstätte dachlos; die Stelle der Spuren konnte überdies nicht mit Marmor belegt oder gepflastert lverden, da der Boden inrmer alles wegspie, tw& Menschenhand anzubringen suchte, so daß . 6^b)en Raume der Basilika der Boden loie ein Rasen Mn blieb und der alte Erdstaub für die Verehrer beu Ein- brück der gotMcl>en Füße bewahrte. Und obwohl — schon nn vierten Jahrhundert — täglich Scharen von Walljahre rn die Stätte der Hinnnelsahrt besuchten, erlitt der Boden doch keinen Schaden und behielt sein unverändertes Aussehen, m, so berichtet die lleberlieferung weiter, obwohl die Wallfahrer gerne eine Haudvoll von der heiligen (Me, ans der der Herr zuletzt gestanden hatte, nntznnehmen pflegten, blieb der Boden mit den Eindrücken der Füße unverändert. Ms Lichtberg war der Oelberg seit alters bekannt; ans senver Zknppe hatten die Inden regelnräßig zuerst die Ren lahrs seine r entzündet, und das Jeiierzeichen tvaird auf dem Berge Sertebo erwidert und ging iveiter. bis allenthalben in Israel die Feuerbrände lohten. Ms die Hinrcnelfahrtskirck-e auf dein Oelberge erstanden war, bereit er den Namen des Lichtberges mit Recht bei; in der .'cacht des Hinrmelfahrtsfestes brannten in der Kirche nicht ^cr die getvöhnlichen acht Lampen, sonderrt es funkelten unzählig viele, so daß von ihrem Scheine nicht nur der ganze Oelberg erleuchtet wurde, sondern der Helle Schein aus die näheren Teile der Stadt fiel und es aussah, als ob dre Berg kuppe brannte, wenn man von Jerusalem aus den Blick auf sie richtete. Die Christen in Jerusalem liebten es, die Nacht zur Hinimelsahrtsfeier ans dem Oelberge zu benutzen. Seit deni 17. Jahrhundert-gibt es zahlreiche Berichte, dre davon erzählen, ivie die Christen nachts mit brennenden Kerzen den .Oelberg erstiegen, zur Mitternacht die Matu- tnia sangen und aus tragbaren Altären, die über die Stätte der heiligen Fußspur gestellt umrden, das Meßopfer feierten, wie sie zu anderen Malerl wieder in dem Borhofe nachts ihre Zelte aufschlugen, Teppiche ansbreiteten, das Fest mit großer Pracht begingen und den Gipfel belench. teten, so daß der Oelor“ c - -- - erglänzte. 'erg, der Berg des Lichtes, weithin Der Verräter. Bon Vöartin Proskauer. Der Kviwiwndont der Festung betrat mit dem Vorsteher der Munittoiisfabrit den großen tz»f, auf de«! SAareu non Soldaten beschäftigt waren, Kytxn m hahen Stapeln «uf&itfteMai. Ratten,d ntljreit riesige Lastautos daz»m,chen und schlepKen fauchend ihr« Ladungen Mm A>r hmanS. .Ter Ob-chtivvllde eben «ÜrüZ sagen, als ihn ein fernes dlunpfe« Pvasteln, anschcrnend oon Festmigskmerten. vvin Westm lnr lauschend den Kopf heben ticfj. Ta beugte sich auch schon ein Soldat tvm Dache der Fabril ilnd ries laut und lauggezogen in den Hvf: „Achtnng! — Flieger!" — Gleichzeitig kEder ten die Maschine!igttoehve wm den Dächern oer Mnttikioiisfabrck in beit blauen Hiinnrel hinein, die Fahrer ranantos kurbelten ^ihre Wagen au, wendeteu sie kurz um E. , dchren ste ut beu Schuß der Schuppen, die sich rings um das G,'viert des Vofies zogen. Die arbeitercheu Sowaten sprangen in die Türen der Häuser, E beiden Offiziere traten in den nächsten Torbogen ~ Ebenso rasch verstumm Nu die Maschinenaeioehre, und nach -chu Minuten klang der eintönige Ruf des Wächters iwmDach- „Flieger — außer — Sicht?" w Acichmütig traten die Soldaten aus ihren Deckmrgen an die Arbeit zuruck. Der Hauptumun ging mir denk Dbevft schnuigend }. r beu Hos tu das Bureau. Hier winkte er den Schreibern mnauszugehen, dann sagte er: .. >^.rr Oberst, das ist das dritte Mal in der lebten Wockx'. vch ich Munitrou verladen tage, mw noch jedesmal tntteii u>u der Besuch der serndlickxn Flieger!" „Nun und?" „Und d«se Regelmäßigkeit macht rnich mißtrauisch. Es kann ic leui, daß dre Flieger ohnehin Ersuchen, unserer Festung etnS auss-iUrnschem w«il ste so dicht hinter der Front liegt; ich öerffcdK- auch, daß sw sich die militärischen Anlage»: als Ziel ihrer Bomben aussuchen — aber das; sie sogar unsere Berladctage erraten, -das glaube ich nicht!" Der Festtingslömmandant sann nach, dann sagte er. „Sie könnten Recht ^haben, Herr Hauptmann, das Zusammcn- tzessen ist mindestens sehr verdächtig. Demnach hätte»: wir einen Vpion in der Festung. Aber wie bringt er leine Neuigkeiten in die ^ feindliche Front?" ^Vielleicht habe .ich mit meiner Vermutung unrecht," lenkte der Hauptmann ein, ,/cker ich möchte cinmäl eine Probe machen, »er Hof ist bald ausgeräumt, ich werde daun eine ganze Ladnug poerer Kisten hinaus stellen lassen. Wir werden ja sehen, ob das der Flieger für eine echte Ladung hält und wiederkommt." „Sehr gut." nickte der Oberst, „dann wissen wir auch gleich Hb der Verräter in unserer Fabrik selbst sitzt oder ob er die JWien et blnen richtigen Munitionstransport ansieht." . Der Tag verging, und allmählich wurde es über der Festung wmöel. Die Scheinwerfer fingen an, ihre Strahlen über die vesrung hinzu schicken und den Himmel nach Feinden abzufuchen. die eüva rm Schach der Nacht einen Angriff in Luftschi Mp Magen nwllten. Als der Ntorgen San:, huschten ihre Blitze in ihre Nester in der: Festnugsniauern zurück. Gegen Mittag hob das dumpfe Belten der Ballon^Abmehr- ilttze auf den Äuhenwerken an; ein schwarzer Strich stieg - rn den Helten Himmel gegen die Stadt zu und kurz rul dröhnte ern kurzer lauter Knall. Im Burem: der Kommandantur klüigelte das Telephon, und der Hanpttnann meldete: . "Herr Oberst, eben sind zwei Fliegerbomben gerade in unfern Dos gefallen!" — „Explodiert?" „Jawohl, Herr Oberst, eine ist explodiert und hat zehn leere Mten zerschlagen, die andere steckt als Mindgänger im Hühnere stall des Magazin-Inspektors hinter der Schrapnelldreheinch _ TerOber-ftlpiig den Höver an, liest sein Auto kommen und fuhr nach der Munitionsfabrik. Hier ging er mit dein Hauptniann auf den Hof und betrachtete die Splitter der HolFisten, die tvirr viurchei,ianderge,chuiettert umherlagen Sclfiießlich sagte der Oberst:: „Ihre Probe hat ihnen recht gegebeir, Herr Hauptniann. Ich bjn mrn überMlgt, daß ern Verräter in der Festung ist, jetzt heißt w. »u lassen. Ich werde heute abeiid den Polizeidirektor zu rntr bitten, eben,o d:e Herren von: Generalkommando. Sie kommen M- lreber HaUptmann, nicht wahr? Dann wollen wir 'nval scheu ob wir die Geichlchte nicht aufklären können!" — grüßte und ging zu seinen: Wagen zurück. . Am Abend saßen die Offiziere und der Polizeidirektor, die der Oberst zusammengevufen hatte, in: Arbeitszimmer des Koman omrten. Ter Hauptmann trug sein«: Verdacht vor. keinem R^llta? ^ ^rsckZedensten Möglichkeiten, kam aber zu ff. t ?? r Nacht, als die Offiziere sich verabschiedeten. Der Hauptmann ging mtt einem der Offiziere vom Geiieralkvm- E>en Stadtpark nach Haust? während ,nkfe mtt 16TÖT wri6Bl W“«™ 1 ^ ^Plötzlich griff der OberlnitumÄ nach dem Arm des Häupt- „Dn — mir fällt 'was ein!" IdÄ 1 ' ® ta * ? 5aft ^ ben Spion?" fragte der H«mpt- ^^Neüi^— aber eine Idee, Jtne man ihn wirklich fangejn „Und die wäre?" — h*mn nickt, vielleicht irre ich mich auch — und £ ^,^1ch den ttwm fc alle dir hohen Herren SU«® ®« >!:ltte,t MS « in das Generalkon.mando, w, ^ allem im Dienstzimnter saß und sich langweilte m eintrat, sprang er auf. rangwenre. O >/ Z Lr 9 vt u.u i. mt JlTfcWr WlJ** Oberleutnant, „telephonieren Sie sofort Sta S“,“'S"»' SCiS- - lö if 1ö9C L l m i dralle Scheinwerfer um Punkt 12 E nnt dNnnute pausieren sollen. Punkt 1/3 Uhr 1 geht altes werter wie gewöhnlich." — Tann verglich der Oberleutnant seine Uhr, verließ das flim- 5? c rmn ^^)§eschosse in de,i Durm des Gebändc's^vmi wo aus nmn die ganze Stadt übersehen konnte. ' 02 er mie ^überschwemmt von der Flut der Ä I f«Ä£ men tm>tot “**« ble Schemw-r^K Kou: Rarcke der Stadt und von der: militärischen Gebäuden ruck- sie nnt ihren breiteu Strahlenickwertern. die die Dunkelheit gleichsan: durchschnitten, als sie plötzlich in sich selbst z nrückg litten und urmestörte, unlso schwärzere Nacht über den Dächern lag. Rasch sah sich der Offizier nm. Kein Strahl flamNtte mehr, alles war schwarz und lver, und erst eine Miniute, eine wiandlickii lange Minute später blitzte:: die Scheinwerfer wieder und suchten werter. Uchselzucker:d streg der Oberleutnant von: Turm herunter. t ? n 7 ^ rIt P° r 0en suchte er seinen Äetter in der MiMitions- stwrrr mrf. Der Hauptmmu: begrüßte ist:: „Nun hast du den Spion?" „st^di," faate der OberleuUrant bedrückt. „Ich l-atte schon erneii Augenblick die iHoffiuing gehabt, aus die richtige Sptw gekommen zU sein!" „Darf Utan jetzt näheres über deinen Plan hören?" e> natürlich! pu, wte wir rms gestern abend befUij LZKuckantar über die Geschichte unterhielten, halbe ich das Gefühl, da,:, toftr alle auf dem falschen Wege waren. So ein Kerl! braucht doch m diesetn .Falle gar keine langen MeldiMgen zih piachen, nur darrch «in einziges verabredetes Zeichen zu sagend Hollah, aufgepastt, heute Mmitionstransport! Und als ich die Scheinwerfer sah, dachte sch, hast jntjeut die sehr gut brauchen! rann, loonn Mari vorher etwas vembredet hat." _ ,,Aher unsere Scheinwerfer?" wollte der Hanptmann ciiv- tvonden. „Nein, Unsere natürlich nicht," sagte der Oberleiitnant. „aber wer weist denn be: den vielen Strahlen, welche unsere sind und welche — von privater Seite?" „Na, weiter?" drängte der andere. x ,, oifö heute nacht plötzlich alle Scheinwerfer aust /"venlasM. Denn wäre ein wiberechtrgter dazwischen gewesen, so Mte n doch ruhig werter Mimtmert, nicht währ?" Der Haiiptwänn hatte eiffrg Mrgehürt, dann sagte er nachdenklich: ;r So dümw ist deine Idee aar nicht. Wir rvolleir das heut« vielleicht kann ich die zu eine::: befferenj Resultat verhelfen!" - * U-nb 4g der OberleUtnaiit gegangen war, rief der Haupte waml den Magazininspektor Und gab ihm den Auftrag, den halben Hof mit leeren Kisten vollz'ustellen. Ws es Nacht ipurde, ging der Hauptmänn in das Geirerab, Eatamten die lautlos tauembm Gestal t Ä^^der.Morgen ebän ^a:.te, wurde die Haustür aufgesch offen tasK ^lte eine Schar der KäiwinaMamten die Treppe hinauf bis Alock zum Dachgeschoß, wo ein kleines Schild „A Kü- ^ ^^^afiche ^rkstattt über einer Tür festgenagelt hing. Auf 5^^ lautes Klopstn erlchre:: der Bewohner, ein unordentlich aussehen--' bCr .dankte die Tür um einen Spalt. } s? knarrte ferne Sttnrme mrt hartem Akzent, q-r.. ?vter^ nnem heftigen Stoß der Polizisten die ü nb Mechaniker überhaupt wußte, was geschah UTA* ^ mtC art bm Handgeleicken gepacktnnd \AmA y/ Mdne ^ ,brin UItb "ch unter den Griffen w be? ^chtzr im der Polizeidirektor, der den Ber> haftete»! aniah. Einer der Beamte,: trat vor »Ä'SiSSiBsfÄi&a ebretn SchLaswum und andern Zimmern als Werkstatt bestand. nov ewrer nttbwen unscheinbaren TÄr Meben sie stehen. - ,Mvhin fuhrt diese Air?" wurde der Mechaniker gefragt. Küprm senkte der, Kops. „Auf den Boden, da steht nur Gerümpel." „Schlüssel her!" "Den habe ich im Augenblick nicht!" Ta krachte die Tür schon zersplittert auf, von den Füßen der L^^^^.^rtreten, und die Offiziere traten gettMt in den engen vrauin. Gleich darauf schickte der Hauptntann einen Polizisten fort, und zehn Mrnnten später hielt das graue Auto des Festung s- wmmandanten vor dem Hause. Der Oberst eilte die steige herauf, wo im Dachgeschoß die t ^ n warteten. Aufgeregt fragte er: ^Nnn^haben Sie etwas gefunden?" — Der Oberleutnant wies ans die zersplitterte' Tür, und sie traten ein. „Bitte, Herr Oberst, hier steht ein Scheinwerfer," erklärte der Hauptmann, „das Ochektio ist neueste französische Arbeit und ziem- uch stark H^ver ist das K!ab>el für den elektrischen Strom, den der Kerl angeblich für seine Werkstatt gebraucht hat — und hier aus /y en ^e r kunn man direkt in den Hof der Munitionsfabrik Und lrckhrend sich die Offiziere aus dem engen Dachfenster mnaiisbeugten, stanipften draußen im Gang und auf der Treppe die ^a/rute der Polizeibeamten, die den ertappten Verräter dem Getan gms und ferner L-trafe entgegenführten.- 3n der waldnachl. ^on M. Merk-Buchberg, München. Wie an der großen Waldtviese mit dein buntgestickten Bluutenteppich Staberl, der Fioxl, den. weiten Sprurtg über den Graben macht, leicht, flüchtig und elegant tvie {runter, hat Vas Herrle etne rechte Freude an denr schnittigen Kerl. Ultd wie der Hund mit den Vorderläufeu ans der Wäldwiese uigeudwo scharrt und kratzt und buddelt und wühlt, ist Hb^les Freud' über den sindigeu Kerl noel) größer, urtd auftrntttternd halb und halb lobend kliugt's aus freuud- sr^!^ H-uudi brav, brav's Hundr! Such's Mausi, e J^'r % lr ^ e au f der Bank au bent malerischen Waldwtnkel Platz nimmt, mit liebender Umständlichkeit die Zrgarre a>izündet und sich daun in das Studium der Zeitung vertteft, sucht Staberl, der Foxl, das Mausi. Zuerst tollt der Hund in weiter und weiter tverdeudeu Bogen auf der Wiese umher, schuopert hier, buddelt und macht einen bedeutungslosen Sprung nach einem abstrerchendert Pieper und überflieht endlich, elegant wL von der Sehne geschnellt, den Graben am Hotzraude. Dort ^nd z.u rasch über die kam, etue kurze Hatz, ein Sprung, ein Würgegriff, braucht sich NM die Dinge dieser Welt nrcht werter zu kümmern urtd zu sorgen. Zu Fetzen gertssen endet er rn dem Fang des Hutrdes', in deuiüber der Gierung von Balg, Wildbret ttnd Schweiß die Mordlust des Raubtieres erwacht. Dem Herrle war, als habe ein kurzes Faulen des °.^ r öenmtgert. Der eben gelesene Lokal- S"Interessant, und so dringt zwischen den Duftwolken der Zigarre urrd dett iuhaltschweren Blättern der Zeitung nur ein genrurmetter Hitndi und Matisi hervor Derweilen ist Staberl, der Fort, urit dem aerissenerr Qnartha,erl so ziemlich fertig geworden irnd ergeht sich tu vonrautikumwobener Waldnacht. 9 ; 1 > . be u n f Esichten rast er hinter einer Fasanenheune und dem Gesperr her, und mit zornig ein Murtseu führt vor dem rmßcn STrnfei ein alter Eichkater den Stamm ->"aM Unter der Sonnenerche, der alten, übergehaltenen Waldes- der Reh>v«l,sel gegen die Waldwiese hinaus Rehnntteruivg! W,e berauscht trinkt der dein Hayterifel ver- »aÜene Hund tu« Witterung, den Duft in sich hinm, n>id ^ Wawesdüster, als ob ein« große, weiße Mocke vor den: Winde dahinwirbelte. B i« ünMichem Fiepen wird die Rehgeiß aus dem Be^te hoch u,ch geht mit jähen Muchtan ^Ehe noch das Kitz mit den lrcÄen Tropfen er Welt, lvurde begriindet von dem Kaiser Küilgiu, der üon 1662 bis 1722 regierte. Man ioeiß von ih!!, /Ä 1 chrTflwie eiii K," la Schüler der um die MssensckMft in ^chpbrdtenten Jefmtenmtssionäre. Bon deren Tätigkeit beftden wir letzt in Sonssoucr augenscheinliche Beweise in Gestalt ?rtWiöen Htmnrelsgloben. Der Kaiser hat selbst nrrhrers wdc.stlge Werke verfasst ober iKraii-sg^Tcbcn, eiltet davon, daS nach Am l^nannte chm-esisck^ Wörterbuch, ist noch deute das beste seiner vm. ferner veranlaß tt er die Herausgabe großer Sammelwerke, M 5 - ^rL^Mn der Schule des Philosophen Tsckwhi. einer chenesb scheu Phvaseowgi« in 90 Bänden, einer Art Konversationslexiken. ln .1 Bünden u. a. Alle diese Werke wurden aber lmi über- tw.Nen von der Enzyklopädie des chinesischen Wissens. Mit ,velchen Mitteln und welch wrausschauender .Angl-eit der Plan in Szene «Mt, wurde, ersieht man daraus, daß der Kaiser zunächst ein: Witt ui icmem ganzen weiten Reiche verbreiten ließ, die Besitzer venl iwertvollen mid nützlichen Büchern möchten diese leihweise nach gering senden, damit sie dort ganz oder in Auszügen abgeschrieben lverden könnten 600 000 Bände wurden daraust-in bearbeitet von einer Komnchsion die ans den ersten Gelehrten bestand. Auch die Wuchtigsten Buchdrucker ließ der Kaiser nach Peking kommen. Vlach vierzig Jahren angestrengtester Arbeit konnte das Werk erscheinen unter dem Titel ..Vollständige, übersichtliche Dar- steüung von Altem und Neuem". 1000 Artikel enthält es, die sich Jiiaa 6111 « ikitmum öoii mehr als 27 Jahrhunderten erstrecken. fllöO ü. Chr. bis 1700 n. Chr.). Die Gliederung des Werkes wird folgendermaßen begründet: „Von allen Ersck-einungen sind Himmel Erde die größten, darum steht die Himmels künde obenan, und die Erde folgt sofort. Zwischen Himmel und Erde hat der Äen'ch ^eine Stellmig, darum folgt darauf, was die mansch-lichen Beziehungen betrifft. Nachdem diese drei Mächte festg-esteM sind, können ine emzelnen Arten entstehen, darum folgt Erforschung der Dinge. Dem schließt sich au das hellige Werk.der Vernunftichre und der komglick-e Weg" der Staatslehre." Im ganzen würden nur 30 Erenchlare des Riesenwerkes gedruckt, dann schmolz Man die wil Wn Jesuiten mit vieler Mühe beschafften 330 000 kupferne FElich ist das Werk in vollständiaem Zustand« buchst fetten. Vor 50 Jahren wurde es einmal in Peking angeboren für,14000 Tauls (das sind etwa 43000 Mk.). Das Britische Museum envarb später ein Exemplar für 1500 Pfund Sterling, es Üt das einzige in Europa. , * Wundbehandlung mit Heißluft. Ein neues, an fcheu.end ,ehr erfolgreiches Verfahren der Behandlung von Kriegs mrletznngen hat der Bataillonschefarzt Dr. Karl Kramer in ^„^bniunde Angeführt. Er vevtvsndet heiße Luft im Verein mit Höllenstein, erzielt Schmerzfreiheit, rasche Reinigung der Wmü)e Vernarbung. Wie die „Klmisch-therapeutischr Wochenschrift (Verlag von Dr. Walter Rothschild, Berlin-Wil- mersdorf) nntteitt, würde beispielsweise ein Kriegs verletzter ein* Snulfn?’ Handdurchsckmß mit Zertrümmerung von Mittelhandkiivchen erhaben hatte. Er hatte eine längere Fahrt hinter sich, schon die Körpertemperatur verriet die eingetretene Vererterimg und bei der Untersuch,mg der Wund« erwiesen sich Ern- und Ausschuß als migfarbig, jrruchrg rmd übelriechend, Die Wilnoen imirchen zunächst tum abgestorbenen «Ä-wrbeieilen, die stch lercht entfernen lreßen, aereungt, dann mit HMmIkinlösung bchandelt und mtt Gasetupfen bedeckt, die rn belmfreier phtzsio- Kvch>ol,läsung getränkt waren. Darm wurde darüber von Hlllrokh-BatM gedeckt das gan»e mit Watte vcrt^« und grob gcschrent, woraus dir so verbundene Hand eine halbe Stunde lang rn euren Helßlnftüasbm gesteckt nturde, dessen betrug Es erfolgte bet dem Verletzten ein «trMichcs dlnskrgen der Körpertemveralur. Mlem schon an, ^ dr« Heißluft- und HöÜonsteinbchandlung wieder- holt wurde, ^er^e ,rch beim Verba,rdÄuechsel, daß die Wunde wt ^ ÄS , S?¥ e ' ,D?s Verfahren wurde täglich wieder- polt, dis die Höllensteinbetraufielung teure Demepraturst«igerumr mehr hervorrief: twn diesem Tage an würbe txx Höllenstein lveg gelassen, die Hmylustbehandlung aber weiterae führt. Die Wund- J>eiluua verlief ausgezeichnet: nicht nur in diesem Falle, sondern &J?w32i« mit behandelten Kriegs verletzten, selbst bei l^elenkschüssen und liefen oder flächenhaften Eiterungen, trat kein Xl'täLJk 111 D ? n §Epsis. ans, auch Tetanus (Starrkrampf) und GasMegmone wurden nie beobachtet, dagegen bildete sich eine f & r . fe ' hytnackige Blutungen vorhanden waren - besonders nach Mmensplitberverletzungen — kamen sie dnrch Höllenstein rasch zum Stehm. und die hohe Te.nperatur des Helßluftkastens machte dre Wunden nähezu schmerzfrei ähnlich wie dies bei richtig abaemessener Bierscher Stauung geschieht? * r, K. Der erste Kriegsberichterstatter. Der Beruf Mätk^Krlch^iba ters ist nach den Mitteilungen italienischer d vermutet werden sollte. ^ öl ‘ nach den Erklärungen dieser Blätter der erste Kriegsberichterstatter em Italiener. Er 'hieß Giantonio Poreello di ^?vdoni und übte ferne Tättgkeit während der mailändisch-vene- Kcimpfe von 1451—1452 ans. Er ivar denr General-- Truppen, Iacopo Piccinino, belieben „alle Armeebewegungen und bemerkens- er bewohne sorgfälttyst aufzuzeichnen." Merkwürdig ist, daß dieser Pandom im selben Kriege auch a u f de r l e J ntX )L d) t n Seite Berichterstatterdienste leistete Er er- fan 5 %' e ^ubins auch die Mailänder unter » ni 2’ a I^ncesco Sforza zu besuchen um ein vollständiges Bild des .ü^rieges liefern Z können ^ ^ stlertlge de Wet. Der tapfere, in seine» r 'ltt versöhnliche Burengerreral de Wet steht bekanntlich als Rebell unter strenger poliz-eilicher Kontrolle. Neu- nch saß -er m einem Kaffeehause zu Praetoria inmitten einer groß«t Schar von Fveiinden, mit denen er sich munter unterhielt. Plötzlich ^ englischer Geheimpolizist ans die Schulter unv sagte taut. „General, denken > 2 ie daran, daß Sie keiner Versammlimg bei)vomn dürfen!" Der alte Freiheitskämpfer lächelte spöttisch und erividerte: „Sageic Sie mal, was kann ich denn dafür, daß die Ansammlung mr r bei w o h n t ?" vöchertisch. westlichsten Teil der Westfront. 346 Wir^ lichkettsbilder heransgegeben von ,der 52. Jus.-Div. mit einem Gelerüvort von Exzellenz Generalleutnant von Borries: fein kartoniert Mk 3,—, sein gebunden Mk, 4,50. Ovan.ien..Verlag, Her- Dies eigenartige Buch gibt rvie kein zweites ein an» MUIrcheS Bild der gewaltigen Arbeit und unsäglichen Mühen de- Ltellnugsmmpfes. Aus der Truppe selbst hervorgegangen, stellt § uns das Leben des Frontsoldaten in der Stellung dar, von der Au^ stellung der Divisson und ihrem Einmarsch in die Stellung an ÄS r^M^Ende der Sommeschlacht. Ernste uird heitere Bilder auö den ^MtMigruoen und dem Leben der Truppen in den Rubeorten wechseln ab nttt Darstellungen der leichten und schiveren Arttlleäe in tyven Feileusttlümgen uird Beobachtungen. Das gerade an der Somme so wichtige Flugwesen und die Fesselballons werden uni vorgefuhrl Es gibt t'ettien Augenblick im Leben der Miiipfende« Truppen der nicht seine Darstellung fände. Das Kampfs^td der ^MEs^vcht liegt vor Ulis. Wir sehen die ungeheueren Trichwr imd Spreugstücke sHversten KalibnS, die grauenhaften Zerstörmv- gen in Bapaume, Grevlllers, Miraumont, Puissienx, Bnquov, Sen^, Gommeeourl und airderen Orten zu beiden Seiten der Anrrr. Alles Orte au dem vor kurzem von uns gcräunisten Gebiet. Der gesamte Reinertrag fließt dem Hinterbliebeuenfonds der Division,^ y~~ .Zn dem soeben ersckfsienenen Aprilbeft der Vionatöschrift für das Kunst, «und Gvisteslebeu „Deutsches Voltsttim" (der „Bühne und Wett 18. Jahrgang, fällt der Leitaufsatz über- den Geist unserer Wittf als eure umfassende und gehaltreiche Untersuchung über die Kchflte auf, die unser nattonales Geschick leiten. Dieser Abhandlung folgt ein Aufsatz über Gustav Meyrink von Lllberl Zunmermann. Den Plmr eiues von Ädax Reinhardt geleiteten „Deutschen Nattonattheaters" in Betttn bekämpft Dr. Karl Theodor Kaemw in seinein Aufsatz „Derttsches Ratio:caltheater in Berlin?" m Ewe LMHandlung von Adolf Bartels über die Idee - t r D^ischurbiihile. Der weiterhin reiche Inhalt des Heftes diwch einen Aufsatz von Dr. Georg Göhler „Das deutsche MusirlerEN der Gegenwart" beschlossen. Der Bilderteil enthält Reprodickttonen des Karlsruher Vdalers Carl Blmn. — Das Heft ist zuni Preise von 60 Pfennig zu beziehen durch jede Buch'handluna und den Verlag in Hamburg. « . ~ Vvu Bel ha gen L Klasiugs Mo u a t Shr f t e n Ma'l)efl crsanenen. Bie BiDer von Franz Stmk, KcrA vllb. Und Adolf Hengeler, ganz besonders aber die zahlreichen T des GeschMsmal^rs Robert von Hang, dessei: LebenSwerk raa in ttelEler Weise dein Ver-stämidnis tveiberer Slteise nahegebraLt ist, werden das Ent^'tcken aller Kunstfreunde erregen. Hat man sich sv nr di« Schönheiten der Kunst wieder eiümäl vertieft, danp l'K man mit besonderem Jrcdeoesse den Aufsatz .Hanns Fechnäch ^Der KünUer Und sein Werk". Das gleiche Heft bietet auchär^ v« Lebensbilder von tzlvei Fvüueii: der bedeutenden KaisrrÄ dtbaria Theresia, deren Gelwrtstag sich zuw zweihundertsten Mal« sährt, und der liebenswerten Heimätdichterin Hennine Billinaer die wich reich gesegneteiii Schaffen vvr kurzem gestoZm T' Deutliche Kriegsaufsätze bringt das Maiheft von BelhagSt L Klasmgs Monatsheften diesmal nicht. Aber mehrere BeitraSo klingen an den Kriegan und sind deshalb überaus zeitgemäß. De- erzählende Teil des Marheftes von Bellmgen L Klasiugs VJfotutifr vtttlm bringt die neuesten Wevke von Jda Boy-Ed, Rudolf Haa» und Georg von der Gabelentz. Seekrieg" (HerausgeLdr Dr. C. H. Bv«h Verlag Julrus Hoffmanu. Stuttgart). Hefte 126 und 124. A A A D D E E L L L L L 0 | 0 R W Magischer Quadrat. Die Buchstaben im Quadrat si d derart zu ordnen, daß die vier wagerechten Reihen gleichlautend mt! den vier senkrechte,! sind und Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1. Schutzvorrichtung: 2, Arzened pflanze; 3. fremder Adelstitel: 4. Gestalt d„ griechischen Sage. (Auflösung in nächster dttinnner.) Auflösung des Zahlenvätsels in vonger Nummttr Seesverre (See, Speer, Perser, Espe, Spree. Este). BifcriUleitunfl: 31. Zenz. - Zwilling,runddruck unb Berla, der Brühl',ch°. Universitätr-Buch. und E.ei,rdrr.ck«r.i. R. Lang., G„»