Die rttistaAugel. (Nachdruck verboten.) . Bon St. Adolf. *o. Januar. SWp 5?j£f SÄ* ’J& } . verstehe es nicht, diese Leute zu behandele ^5rdei§He Ehrlichkeit und AckKung vor allem, was Menschen- mir als Erbe meiner Vater tief im Blute. « P «« anderer Kerl. Er betrügt das Volk als echter F ra r r ftinn ' UTtb wenn sie es wagen, zu sogleich de n Herrenmenschen und läßt die Peitsche fa f l : f n M bie ^lge jft, dar; alle vor ihm krieche'.,. Erst gestern mit brauner Bursche dem er tags zuvor eine tüchtige Lektion KJ?* Reiche erteilt hatte, ihm ein wunderbares Ding ^ um erwn Pappenstiel verkauft,- eine Kriitallkugrl, ^ 6ie ^k,re benützen, um daraus die Zukunft Scklnr^s^L-^? ge 4 U flehen. Ich -glaube nicht an solche,^ ^cr ^ WZ bte ^"ael ausleihen, um zu unter- besteht. Ich gla-rbe, es ist irgend T bC I^ nt f, d^Ea.l Glas ist es jedenfalls nicht und keingkristall ^ Eigen Prüfung erkennen konnte, auch 16. Januar. gestern telegraphisch zu einer Kommission ins S 3* e P L ^l mmdestens 8 Time fernhalten wird. KL* stch das gut, weck er nrrr sonst die Kugel nicht so £, te b f® h'^ C 3l k 1 W 2*- ^ ist ein et&ifr Sammler. Tie SfeUwA «^ e c- r feum . ait ' a&ec der Hand gibt er 3® 1 /reut, wie reden rechten Sammler, nicht o^ 7 .^ugan such, nutzt sem künstlerischer oder kulturhistorischer Hmfcl eS?*^ Zusammentragen und Auffpeichern. Ta nach Indien verschlagen, sammelt er indische ^ Ä "ner. aber er würde aildei'stvo nrit demselben Interesse ange- vauchke Pfeifen vder Briefmarken sammeln. Ist es glaublich ^ uje l 2 u ^kurwen besessen, ohne ihre geheimnisvolle Kraft probrert zu haben? Ich iverde sedenfatls die Zeit benützen, um das ^mg nnt deutscher Gründlichkeit zu studiere». 17. Januar. rin 3*iraito Die K>i»el ist ganz gewShnlich-S allerdings nicht massiv,. sondern hohl und mit irgend einem Gav gefüllt, dessen 9iatur ich noch nidjt festgestellt habe. Das lerne aber steht fest, daß ich trotz aller Bemühungen nicht imstande war, rrgerrd crn Bild irr der Kugel hervorzuzaubcrn, außer das menres Zimmers, welches sich in der glatten Fläche spiegekt. und dock» niuß etlvas an der L>ack,e sein, denn ich Hobe Männer E annt, kubl denkende niichterne Männer, die fest und steif darcuif lwrc'n. das; ihnen in einer solchen Kugel Dinge erschienen, welche skakrc unmöglich wissen konnte. Es steckt offenbar irgend ein Laschen>vielerkunststück dahinter. Unten in der schwarzen Stadt t wohnt ein Heiliger, der aus dem Glase prophezeit und zu dem h das Volk scharenweise drängte Ich will heute hingehen und die ache studieren. Vielleicht komme ich hinter den Trick 18. Januar. Heureka, ich Habs. Es Handelr sich um gÄvisse Beleuchllmgs- effekte, die nötig sind, unr die angebliche magische Kraft ans Licht zu beförbem. Ich l)abe mir die Stellung der Kugel und der Kerzeii genaii angesehen und beobackjtet, daß sie derartig war, daß die re fl e kt leisten Strahlen das gelwimnisvolle Glas im Innern hell rmfle-uchten ließen, wie eine kleine Sonne. In dieserr Lichtpunkt üeß der Fakir die Frager blicken Es handelt sich offenbar i'.m eine Art Hhpnofe. Das erklärt auch, wieso meine Gewährsmänner ^rnge sahen, die der Fakir nicht wissen konnte. Und auch nicht zu wißen braune, füge ich hinzu, um das Wunder zu bewirken W oem er nrcksts anderes hmzufügt, als den faszinierenden Ltvahlenglanz hervorzurufen. Das andere bewirkt unter dem Ein- Gehirn der Frager. Wie einfach und selbstverständlich, such doch selbst die scheinbar geheimnisvollsten Tinge erklären lassen. Zrvei Stunden später. Ich habe das, Experiment an mir selbst gemacht und es ist gelnng^. Wahrhafttg, Unsere Seele birgt noch ungeahnte Geheim- !m ,C ' ® ar€ ,^ abergläubisch, ich tvürde an Wunder glauben Man stelle sich nur vor i Ich lege die Kugel vor mich, lösche die Lampen und stelle erne 5kerze so hm, daß die grünlich- Sonne aus vem Innern der Kugel mrr entgegenflammt. Kvum blicke ich in das HS so l^rschwiiidet es auch schon und mit ihm die ^ S? 9m ^ Seltner. Ich sehe ein weites Tal, die Bergeshange Mit Baumen bestanden, sehe es so deutlich daß ich sogar besllmiwn könnte zu welcher Art die Bäume gehöre Wre em Werges Band schlangelt sich durch die Niederung am Bache entlang die Landstraße. Ein Reiter kommt herangetrabt Er reitet emen hochbemigen Rappen und seine Gestalt erinnert an Bob Bob selbst na ^ et ' ^ erf€rtne bie Gesichtszüge, w-ahrhaftig es ist Mein Erstaunen, oder wenn man will. Erschrecken beim Auftauchen der Gesichtszüge meines Freundes war so groß, daß ich Msammenstthr und durch eine .unwillkürliche Belregung meiner Hand die Glaskugel Verschob. Sofort Versch-vand alles und ich sah wieder mem Zrmmer und den Schreibtisch rnit der brennenden Erlilnenmgsbildern ,ovb die Phantasie des Wack,tvaun?s ihre^- stalteiu Zufälligerweise kann ich zwei Prmkle feststellen, ivelche be- wenen, datz eS sich mcht um ein Fernsehnr gehandelt haben kann solidenr imt euic Mgchung von Wahrheit und Dichürng. Bob recket stÄs seinen asten Braunen, einen Rappen gibt eS im ganzen Orte nicht. Und die Gegend, wohin er beordert wurde, liegt in der Ebene, wo es weder Berge gibt, noch Fichten, swrdern nur Dschungeln und Reisfelder. 19. Januar. das bedeiiten? Ich hatte mir eine so schöne und befriedigende Erklärung zurechtgelegt, auf die ich nicht wenig stolz hwr, und mm wirft eine Kleinigkeit «reine ganzen logischen. Schlußfolgerungen über den Haufen. Ich gehe heute morgen durch die Ltraßen, da kommt ein fremder Offizier ovrübergerrtten arrf einem Pferde, welches auf ein Haar Bob's altem Braunen gleicht Ich starre ihm nach, da klopft mir von hinten Mister Brown aus dre Schulter. „Ist das nicht Bob's Pferd?" frage ich. „Natürlich," gibt Brown zur Antwort. „Die beiden haben vor drei, vier Xaatn abends rm Klrrb den Tausch ausgemacht und Bob hat ein tüchll^ <-tück Geld drmrfgezaAt. Ter Rappe soar aber auch ein Staats- Pferd." Ich habe Brown üehen gelassen und bin davon gerannt'wie «n WahnsmNiger. Ich weiß es bestimmt, ich hatte kein- Ahuirng von dem Pierdetausch U.nd doch sah ich Bob aus dem Rappen Also konnte das Bild nicht aus meiner Pl-antasie kommen Etwas wie eche bange ?Lhmmg legt sich niir zenMerschrver aui die Brust Ich wlll aufs Amt und mich dort erkttndigen. wohin Bob geritten und wann er wiederkvmmt. 210 ßn»; Strafen später: , , Auf dem Amt toeifc man n ichts von BobS Abberufung Tv G . chtchtt von dem Telc^ramm ist nicht wahr. Auch ist er nu® irr der angegebenen Richtung davon gcritt«, sondern .üiSflügler LDLsvr ihn auf dem 2Bc«e zum Gebirge. Er war so in Gedanken ver-rurken. daß er nicht einmal ihren Gruß erwiderte. Eine stunde später: m Ich habe die KugH nochmals gefraat. Was sie zeigte, Uetz 8 ir oa^> Blut in den Adern erstarren. Dob ritt euren schmalen ergps^». vockts die steile Berg'.vand. links einen Abgrund Ter Rappe wckl nicht '.xuer, er spornt rhn. er schlägt mit der Peitsche. Ta- Tier bäumt sich verliert den featt, stürzt ab! Vor schrecken stieß «h an den Tisch, die Kugel fiel -erab and zerschellte. 28. Januar: Vir haben seine Leick-c geborg«i. Wir fanden ihn genau an der Stell«, die ich nie vorher betreten und dock, schon Baratt, 1 r-ir ritten durch das Tal mir Füchten hängen rmd der weisen Laichstraße, wo ich nie vorher gewesen. We.che dunkle Macht ttieb kh:i hinaus in den Tod? Leit 24 stunden suche tdj nach dem Fakir, der die Kugel braclrre. aber er ist ivie vom Erdboden versckIvundcn. Als ich mal ermordet würde. Bon Ranny Lambrecht. Eine Geschachte zwischen Tag und Dunkel aus den Ardennen. (Rackdruck verbotet) • Wenn ich in schonen, friedlichst Zetten in die Art-enncn reiste, lehrre rch auf dem Landgut „Der segnende Heiland" bei der uralten Madame Bichotte ein. Und dann erzählte sie mir immer dieselbe Geschichte, jedes Jahr einmal, die Geschichte: „Als ich mal ermordet wurve." Damals, als fette grausige Mordtat mft beinahe geschah, trug sie wahrscheinlich noch nicht den wunderschön altmodischer kn-t. aus den man ein Biedermeiergedicht Hüne machcri können, edr seitlich heruntergeUapoter gelber Strobhut. mit blauem Kennband Lusa mm enge halten, das runzlige Gesicht mit den brandroten Bäckchen und dem schlohweißen Haar umrahmend. sie hatte am £>c*t Leopolds II verkehtt zu der Zeit, als der kleine Thronfolger starb, und Leopold auSrief: .Hch werde nun nicht mehr weinen können." Aber nicht von den Tränen Leopolds sprach sie mit Borliebe, ste sprach mit Borliede von seinem Lächeln. Sie sagte: „Er konnte lächeln. daß 'ein Bart liedensivürfeg erschien." Und wenn sie dos sagte, blinkten ihr Banißmeimiichtaugai wie Leuchtkäjevchm in Mainäclrten. Doch blinkten ihre Bergiß- meinnichtaua-n ebenso, wenn sie davon erzählte, wie sie mal ev- mordet wurde. Man muß. um nach dem Gut der Madame Bichotte z» M'ae en, an dnn väu-chen mit der blühenden Rosemvand oor- Dder In dem Häuschen niit der blühenden Rofen :and wohnt der garde champetre. der Feldhüter, eui einsamer, aLiondcv- Okfer Mann Er sagt: „Die Rosen sind meine Frauen." Ja und wie gttagt, so seltsame Menschen wohnen in dem Lnnde der Ardermen, wo iene Geschichte zwischen Tag und Dunkel iich zutrug. „Sic wissen sie doch noch, die Geschichte, nicht wahr?" fragte Madam Bichotte. „Rein", sagte ich. denn ich weiß, es macht ihr.Vergnügen, Venn ich sie i?de4 Jahr oerges^ Und also begann sie: „Wir hatten die texten Tomaten emgeerntet und zogen für den Vinter in mein botel nach Brüssel, meine Schwester »rnd ich. wissen Sie. rnein armer Mann war schon tot. mein Lohn noch auf Kriegsschule. — Sie haben ihn ja bei den lebten Manövern gesehen, meinen stolzen doU rjd mit den Spiel bah n stdern Aber damals war er rwck auf der KriegS'ckarle und freute sich sehr, wenn keine kleine Mamon nach Brüssel kam. Und die kleine Maman, barrd «ucks fcerj, die freute sich noch mehr Und dar ansien Sie doch aiuh noch, daß wir, wenn wir den Wr-ter über noch Vrü'stt ziehen die Wertsachen und silln-rnen Lak,l^tschirre mi'- l m- n Sie W n ,a sckon selber mit ei, . rck.-,, chl'-n. nich wahr? Aber Sie waren sehr ungeschickt. Sie holten die fr"* stecke Vergessen, nicht wahr?" „Verzeihung, die Fischbestecke hotte Madame vergessen." „LH la la! min bin ich wieder ein bißchen konttrs" „Wahrhaftig. Madame ist ein bißchen konsuS." Ihre tmrchstch. Nge wächserne Band glitt übers Knie -,'^oymis' meine Schwester reiste also mir den Wettsachen nach Brüssel voraus, ich aber unterbrach die Fahrt und besuchte noch «eme^b.onde Freund,», deren Mann als Kabinettsches den politi- kchen Dienst anittterl hatte. Ich wollte drei Tage bleiben und blieb d«izehn. Ich hätte nicht auf den Dreizehnten aßr-isen dürfen. dann nEre nnr da» nicht passiert. Aber meine Schwester schrieb eine ba&ni wieder fee Fisch, w^kke Vergessen Also auch Grund genug, auch aus den trd* ff T m i! ®S |fiÄfT ttug und langt- r ach halbstündiger Fahrt aus der kleinen Station an Venn ich mich beeilte. konnte ich iwch den Zug 6.54, der abends nach Lüttich zn- rückfnhr, erreichen. Ich mochte mich tim der Station aus hurtig auf den Weg. den« die Dämmerung fiel schon, und ich hatte noch gute zwanzig Minuten »u gehen. Ich nahm mir vor, im Vorbeigehen an daS Räuschen des garde champöttt zu klopfen und ihn mit mir zu nehmen, den« der garde champötte hatte von uns den Auftrag, in unserer ?td- wesenheir daS verlassene Gut euvas im Auge ^zu behalten.^ „Der garde champetre, dessen Rosen seine Frauen sind?" fragte ich. , -Ia, ja. dieser närrische Mensch, der seine Rosen wie die Frauen liebt, w^ü sie — duften und schtvcigen. — Ader als ick) nun an daS RosenhäuSchen klop'te, aab mir niemand Antt ort. und ich sah zu meinem Schrecken, daß der garde chamt den Schlüssel einzustecken hotte. Ich steckte also den Schtückel ein. drehe ihn mit beiden Dändcn im Lchloß, das Tor knarrt au,', und ich trete in den Park ein. DaS fallende Laub lag haufenweise in den Pfaden Der Wind stob hinein und triäb es wirbelnd auf. W,e große phantastische Schmetterlinge flatterte es um mich Ich wurde wieder schreckhaft, denn die» Flattern und Rauschen und Rascheln fiel in eine namenlose trauttge Stille. Aber da sah ich zwischen.den Stammen die weiße Statut des segnenden Heilands ragen, weit au-gebrevet sein Mantel und die Arme breit auSgeftreckt. segnend, gnadenfpendead, als steh« er verklärt im Abendschein auf dem Berge Tabior. Geradeaus zum seg- tvndeu Hnla:rd ging ich und frfcir mrch dorr auf di- r*ank und ruhte ein wenig in der schauervollen Harfhämmcrung aus Wie wunderbar ttaurig daS ,var! Eine heilige, stille Trauer, die wir Frauen von gestern so gern baden. Aber als mrrne verhätschelte Trauer aniina. mich zu graulen, sprang ich aus und lies rnS HauS. Durch die Küche uei. ich. die »ebm der Kellertreppe in» Haris führte. Dann durch die vorrat^kämmer Merken ^-ie sich wohl. durch die Vorratskammer. Sie haben einmal gesagt, unsere Borratekammer sei wie ein Mamettianifcher ÄVÜrr. Eh men also, durch di? Küche, dann dtr Vorratskammer eilte ich ins Hau» und ein schmales Treppchen hinaus an die sestverschtonenc Körridortür und in die Zimmer hinein. Ab man dien, mon die», sind Sie aui einen Abend schon einmal ^lein durch den Wald gegangen? Und haben Si-' nicht mrt jedem Schrüt um sich geschaut, ob ettm, nich: einer Zinder diesem oder »enem Bougnstamm hervottrtte, ein Unheimlicher. Schtveigender. t jährlicher? So ist das. wenn man in leere, »^rla^ene Ai«, »er kommt, vw es mu-ng riecht und die Vorhänge dick: herab lastech wck Ich schrak »ummmen. wenn mein Rmk raschelte, oder an Schrank im Leim knackte. Ich »Sgette. eine Tür zu öffne«, als säb' ich dann im Zioielicht des enrschivu»denen Tages jemand mitten im verlassenen Zunmer sitzen. Cba eine ganze Gesellschaft, stumm und wanend. £ ich dumme Frau! Al^-r. mein Gott, nun war'» mir wirklich, als wehe ein Schalten, irgendein Schatten, hinter mir brr Ich getkaute ?:Nch nick:, mich umzudrchm. ,ck, eilt? vorwärts, immer vorwärts, geradeaus in drn Lpmesaal, « den Kredenz, und im Kredenz mußte ick d.^ Bestecke nndem Ich haue eine K^rze am Bronzcleuchta angezürchet. nahm -S'selbund aus meiner Tasche, suchte, prol^erte einen ^-lus> l aus den andern — und da fällt mir cm: das war«, ja d»e T ü r sck>!üsstl, die Schrankschlüs el batte ich im Pompat-our — uiu> bru Pompadour? Ab dH? den Pompadour hatte ich wabr- batttg aui der Bank im Port tieaen gelassen Allo nur schnell wreder m den Park hinaus. Ich nehme die Kbrze vom Leu tu er und zunig den Weg durch die Zimmer zurück. An der Kvrttdottür stttke ub die Kerze m den Kübel des dorr stehenden Lorbeerbäume,, damit sie mir nicht verlösche, und schlüpfe in die Winkerttthle der Borrottkammer und durch dr< Küche, die jetzr stockdunktt lag. und ösine und will htmms — allmächtiger ltzot, . . tza — saßt mich Jemand - eine brutale Band — HKtten am t^enick. wrst mich grg«r dre »Sand, daß ich betäubt taumle - und da fühle ich'» — anf krallende fcanb in meinem tzoar. in meiium schönen, rvllen v«ar - ich fühle mich geschleift — wob,«, weiß ich nicht. ,vahr- Lxmlrch ** die Küche zurück - nckr sausen di. «tzedanken wie ein Wirbel, wre man wirr und im Alpdrücken träumt, halb bctiubt rtüd}. mtb doch mit ächzender Gnvvlt seine Gedanken »urückrufend. «n heißer Männeraiem spett mir ins Gestch». Tabolbunst — zischende Worte, ich höre nur ein knirfchendes Fluchen — da plütz- sich erlaßt auch eine ve-zwttfrlte Mit w,e ein böse«, tolles Tier, ich ichiiappe noch der üpnd. die mich schleift - - ««!> Mt zu. be,ße in schraender Raser« baße, beiße, und da fühle Ich Blut um meinen Mund n,inen und da fühle ich ,wch ev'ms Furchtbareres ich kühl--, daß ich.chm die Band p-rsleischt trade, und schrch- und juble . da läßt er von nKv ab. da schlandett er mich hd'. da höre ich Sein,men h„rch tzz, 0 \^ tne Ztzgch<„tgi.k und da höre ich, wie ba & Schreckliche die Türe der BonalSkammer zullappt und den Schlüssel mnd recht- Am fluten faa icb, und Lchgtc und stopfte mir den Mund *u. denn wenn der Schreckliche mich hörte. würde er kbntmen .m- vnch vollmd« töten. Meine Zübne f! wm. idj stopfe rmr noch immer den Mund und bin ganz wirr und weih nicht mehr. was tch tue — mir wirb mir plötzlich tewuin. daß ich an sonderbares Ding in j> Dand halte und mir damit den Mund stopfe . Ich tafle . . pai war's?' Ad nein nein, ich irrte mich ivohl . . ater wahr^ yL'tia. aber ganz gewiß — e-o war ein Käppi — da 3 Käppi des Garte chauwstre Da Härle ich mich schon dnnrsten die fluchende Stimme derbe charnpetre. und pur ihm eene Mzcnge Leute Sie reiße:t amals erdlukte ich nänllick, eäms Taaeö am Tor jcrras Dau'cs einen Jett» mit der aufreiKuten Uetenorift: ..D obnung für ruhige Leute." • Nicht etwa ..für nihetedürftige Mensche," Sondern, wäe 'sagt . für rutere Leute" Dan der fou^roirt feinen Mietern den ddrenkitet ..N?e-"ch" renve.rere. war nicht das Scküimmste Vor dem fhxcQt ging um mit dieser Bezeichnung überhaupt etwas spo^amer um man gebrauchte sie höchstens in der vecallgem^z- enutn, teu r so üterau» »eit gemi^ an mutenden In sammln Atzung ..Menschenmnteri. Da? *7 . i^'te mar nur der Anspruch eines generbsmäAgen Vermietn' sich unter den vier Mviertempee»- men!a dir ASuswahl 'vrputebnl:« Als ich da-» er mol versprach. empring mich ein ladeNmeS Stule: m dchen mn «»'teiri'jntrm. gepolstertem Scheitet. dem eine Andnnung von 6 m schluht-hä«gliche 9fc>tf »u Ttttnf bubte ..Der Den wünscht Auskunsr Mi die Wohnung^ Närete dres goldige Geschöpf . Bier .stimmer mir Zutehär. »Mette Etage, »«send bkaik?" ..Schön Nmi 8«iren Äe niü?, sorcp'Ätiast über etwas ungleich Wichtigeres aus In idrer Ankündigung ist die Rete von ..ruhigen Leuten" Was verstehen sie «tt r ..ruhigen Leuten"?" Tos Mädchen läctelre verschämt: temt es war im Begrlft, Unvers<1»Unrr. ^ri sogen „Ja — die gnüdigc wimsch.' keine Kinder Und Dunde auch nicht . In Mir gemnuien Empfindungen die Oberhand, die einem Mitglied de- sozial rer elui ionären Erekutivkomitees m Ru^and Ehre gernacht hätten ..Wäre o» nicht m^üüb. diese vonrrkMchr Dame einem pro- sönl, ten Verhör » . umerruhen'^ „Bedaure - die Gnädige ist soeben ausge.rangen." TaS war wieder »m, eine Unverschämtbeit. denn ich Halle bo- «ils von dn Strasse aus eine vckt Änckartett befchäsligte Matrone am Parterre lenster bemerkt, die mir mein Spürsinn — r t sich später Hera» stellen soNte. mit vollem Recht — soglstch als wswirtin denunzierte. . Dm. dos ist m nun allerdings ein schwieri7rr FaN Bezüglich de: Dunte könnte man ,a am E?rde ei« bnrtenrdes Vrrspr. terr abgcb.m: olnr nril den Ämtern liegt die 3cdx schon tedenklicter V,me vern,'mnwn. 'chtug sw !tüttn mir. der ick» mich irn'n ,ten aus den I-lu, gestüchte: dotte. die 7ür ik I ch bin uraHfflMte». icker^nget r nen Mem'cten gegenüte'r v,cht rmpiindiüh. Es war mir und dem Kr,r , grt»n.rer,. d:e Ta«.- vo» ihrer Kinder scheu gu künn» - .,enü.rte un' Ich bin üben «n Das nächste Mal teite tr mub auch mit r*imn XMtem und einer Koppel wilder Duade »mN- kommen \ Txi Intel bängt noch immer am Tor.... IVr spü'e Frühling im Karte«. Voriges Jahr liest das Estenest auf sich wvrten. dros-nak !»ch « wir einen ».noeioöhnlich tväten Len» B.'r de«: ersten ILat tettrn uHr eigentlich nicht einen nnngen Frndkrngc.'rg: mra üUt l.tulHi ,! "> Uhu in( d« Sonne, ivrotzt das auf Blumen. Sttuu.teru und Matdcn mit tep^crprr Kialt. ll« den 212 Vorfruhlrng mit seinen seinen, ahnungsvollen Reizen sind wir dtestnal ganz mtd gar gehttnnlieu. Dafür werden wir nun voraus- frchtlrch einen umso reichereil Frühlingsflor nachträglich haben. Alles wird auf eilimal fonttnfett, baut die Natur wird sich beeilen. Versäumtes tmchzuholen; auch ihr sind oestimntte Ziele gesetzt. Um sie zu erweichen, mutz sie sich nun doppelt sputen. Auch imr PRkwschen sind diesen Naturgesetzen uilterioorfen, und nras die Gartenwirtschaft anbettifft, sogar in dem Maße, daß wir, wenn dte Natur uns nicht vorarbeitet, überhaupt nichts an sangen können. Das hat sie nun diesmal versäumt. Und meint sie jetzt etwa mit Strirmschritten vorwärts eilt, werden lvir Müslie haben, überall nachzukonmren. Wozu man sich sonst 6 Wochen Zeit lassen konnte, das möchte-jetzt in 6 Tagen geschafft sein. Bei den heutigen, ohne- dus umständlichen Verhältnissen ist das tvahrhaftig keine Kleinigkeit. Es gewährt gerade jetzt einen besonderen Reiz, sich zu vergegenwärtigen, wie der Gärtner und der Bauer die Gartenwirt- scl)ast in der Regel sich tzBstkt und wie sich das in ihren altüber- lomnteiien, alterprobten „Bauernregellt" mtsspricht. Wir werden daran ermessen können, was wir bis jetzt l>ersäumt haben und wo wtr am ehesten eingreisen müssen, umt diese Einbuße wieder wett zu ntachen. Schon sehr zeitig sangen die Landbervvhner an, sich Gedanken Über die kommende Ernte und was .bamfct znsanrmenhängt zu wachen. Schon vom 21./22. Januar sagen sie: „Fabian und Se- b^stünt — lassen den Saft in die. Bäume gal-it." Daß das nicht bloß müßiges Gerede ist, daß cs ihnen vielmehr damit durchaus ist, b^veist die von altersher hohe Bederünng des Tages Maria Lichtmeß. Bon diesem Tage, der nur reichlich eitle Woche später fällt <2. Februar), heißt es: „Mariä Lichtmeß —* mt Kunkel und/ Spindel vergeß." Das bedeutet aus mittelalterlicher Anschauung veoaus nichts miders als: nun hat es mit der Wintevarbeit am häuslichen Herd ein Ende; nim werden die dazu benötigten Gerätschaften in die Ecke gestellt, da jetzt im Freien viel geschasst lverden muß. Dafür ist auch gleichzeitig ein letzter äußerster Termin gesetzt. Das ist der 25. Mai, Sankt Urban. Von diesem Tage ^ißt ks: „An tteitigkeiten oder gar diplomatischen Verwicklungen weiß der „Figaw" leider nichts Genaueres mitzitteilen. vüchertisch. — Die neueste Nummer der seit IV» Jahretr erscheinenden Wochenschrift „Die Welt-Literatur" bringt zwei reizende dLovellen Arthur Schnitzlers: Der blinde Geronimo Irnd sein Bruder und Ter Ehrentag. Wir haben an dieser Stelle schon wiederholt aus diese volksttunliche, billige, bildende und unter- haltende Wochenschritt aufnierksam gemacht, jo daß sich eigentlich jede weitere Empfehlung erübrigt Den besten Beweis für die kulturellen Bestrebungen dieses Verlages (dessen Inhaber ein Sohn des Begründers der Münchner „Jugend" ist) bringt jede einzelne Nummer selbst. Die Vielseitigkeit der Berösfetttlichuitgen ermöglicht es uns nur kurz aus dert Jnhall der letzten Nrrmnter hinzuweisen. Bon den in diesem Jahre erschienenen J.8 Nummern nennen wir trur di« Björnson — Knut Hamsun — Selitra Lager lös — Ludwig Thoma — I. I. David — Heinrich Mann — August Strindberg — und die eingangs erwähnte Schnitzlev-Nummer. Schon diese Nometi allein bedenken ein Progranvn, sind aber doch mtr ein kleiner Bruc^eil des Gebotenen. Freunde guter Literatur sollten tricht versäumen, sich ncll dieser vorzüglichen Wochenschrift bekannt zu machen und sie in ihrem Kreis zu empfehlen. Der junge rührige Verlag will au-cb in Zukunft nur stets die besten Romane und Novellen des Schrifttums aller Zeiten und Völker veröffentlichen. Wöchentlich ein Hoff für 10 Psg. Interessenten erhalten kostenlos eine Pwbenummer vom Verlag: „Tü Welt-Literatur", Wallher C. F. Hirth, München 2. Sahlenrätsel. 1 2 2 1 3 2 4 4 2 modernes KriegSinittel. (12 2 geographische Bezeichnung; 1 3 2 2 4 Waffe; 3 2 41 2 4 Volk in Asten; 2132 Baum; 13 422 Fluß, an dem eine Weltstadt liegt; 2 112 Teil der Feuerungsanlagell (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Kriegsrätsels in voriger Nummer. Regiment (Treu. Agio. Amen, Ente). Schrijll-ttung: Fr. R. Z^ij. - ZwiNingsrunddruck und Berlaz der Brühl'schen Univ-rsttäts-Buch. und Stetttdruckerei. R. Singe.