Pechmarie und Hans im Glück. Die Geschichte einer Jugendfreundschast von C. v. D o r n a u. Nachdruck und Ueberseyungsrecht,i.n fremde Sprachen Vorbehalten. (Schluß.) Das war ein wundervolles Heimkommen! Ein Herbsttag von strahlender Pracht — Sonnenschein über allen Wegen. Er hatte sich innerlich ein wenig vor dieser Heimkehr ge-' fürchtet, Var dem Wiedersehen mit den vertrauten Dingen, zwischen denen er so viel gelitten, so Bitteres durchkämpft hatte. Nun war alles leicht, milde, verklärt, überwunden. Er dachte mit Rührung des Grabes, in den: die Mutter seines Kindes schlief. — Unter dem Namen kannte er ihrer liebevoll gedenken. Sie war ja von ihm gegangen, ehe die Enttäuschung alles hatte zermalmen können, was ihn einst für sie erfüllte. — Und doch nicht so früh, daß er nicht schon geahnt, gewußt hatte: seine Liebe würde an dieser Enttäuschung einmal sterben müssen. — — Ein ruhiger, versöhnender Gedankengruß dem halbver- geßueir Grabe. Dann eilte seine Seele den raschen Füßen voraus zu seinein Kinde. —' Er hatte sein Gepäck auf der Bahn gelassen intb ging mechanisch durch die altbekannten Gassen den altbekannten Weg. Sah nicht rechts, noch links, ging immer rascher, voll immer freudigerer Erwartung. — Er kann über den Marktplatz und dachte gar nicht daran, nach Phipp Kochs Hans auch nur mit einem flüchtigen Blick hinüberzuseheu. — Und sah o es halb nicht, was andere, die über den Platz schritten, erstaunt, erschrocken, tu bewegtem Verstehen sahen: Die zugezogerien Borhäirge an der ganzen Vorderfront — den Arzt, der achselzuckeud, mit tiefernstem Gesicht davonging, — die alte Wirtschafterin Liese, die mit dickb.Noeinten Klugen hinter dem Arzte die Haustür schloß. Haus Jmhoff sah nut vorwärts. Er sprang die Stufen zur Tür seines HLuZchens in freudiger Eile empor. Kr schellte fast stürmisch, ohne auch nur an die kranke Mille zu denken-die treue Wärterin seines Kindes öffnete. Er lachte sie strahlend an, und sie lachte zurück, ohne daß die wundervolle Ruhe ihres Volksstammes durch das Erstaunen über sein plötzliches Erscheinen gestört worden wäre. Es ging Mille bedeutend besser. Der Doktor war heute früh sehr zufrieden gewesen. Es wäre besser gegangen, seitdem das Fräulein da war. Mille schlief jetzt ganz tief uud ruhig. Und das Fräulein? Das sei natürlich beim Jungen oben. In dem großen Klltanzinmier. Das hätte doch das Fräulein für den Jungen eingerichtet. — Havs Jmhoff stieg langsam nach oben. Das Herz klopfte Mn so, er konnte nicht springen wie vorhin. Die freudige Erwartung, sein Kind wiederzusehen, lähmte ihn beinahe. — Mo das Altanzimmer war des ffelneu Hans Spiel- [tute geworden! Es hatte leer gestanden, als Hans Jinhoff der Große abveiste. Die Möbel und Ausstattung, an der die arme Elfriede so reiche Freude gehabt, waren von dem Witwer an ihre Mutter geschenkt worden. — Frau Wieden* brancks Dank lvar so freudig überrascht, so begeistert ae- wesen, daß Halis wehmütig lächelnd empfunden hatte: Dies: Geschellt hatte die Trauer gedämpft.-, Er stand wohl eine Mnute oben im Flur, ehe er die Tür öffnete. Danll schalt er sich selbst töricht ob seines geheimnisvollen Zauderns. Und öffnete ganz leise mW trat ein. — Es war niemand in dem großen Zimmer, durch daS sein suchender Blick fuhr. Mer vom Man draußen, durch die weit offene Glastür drang krähendes Kinderjauchzen bis zu ihm. Auf den Zehenspitzen ging er näher heran und spähte vorsichtig hinaus. Und stand, und blickte, und die Minuten verstrichen uu- empfunden. — In Gold und Purpur umrahmte das Herbstlaub ein bezauberndes Bild: Ein Mädchen mit langen, dunkleit' tief- herabhäugenden Zöpsen, auf den: Boden klüeend, die Anus zärtlich weit ausgebreitet, mit liebeglühendem, frendegeröte- tein Antlitz, mit strahlenden, wounelächeluden Augen. —i Und die Arine, den Blick, das Lächeln dem holdesten kleinen Wesel: entgegengebreitet, dein blonden, blauäugigen Lockerr- köpfchen, das strampellld, breitbeinig, ein bißchen unsicher noch, aus die Kniende znstrebte. Ganz eins ins andery vertieft, jauchzend vor Lust alte beide! Uud nun lief das Elwelknäblein auskreischend in den sicheren Hafen der liebevollen Arme — die letzten Schrittchen waren mehr Mir seliges Taumeln —, und das junge Weib riß es fest, fest au sich und küßte den kleinen, glüheudroten Ml lud — gltd stammelte: „Halis! Mein Hans! Liebster! Geliebtester!" War denn das Marie? Konnte das Marie sein? Gab es denn so Frauen, die erst auf dem UnNvege über die Mutterschaft zllin Weibe werden? Ja, die gab's also. Hier war eine davon. Eine von diese:: kühlen, spröden, keltschverschlossene:: Weib es natu ren, deren Hingabe berauschender ist als die aller anderen-- Wie er sich ihrer Liebe mit einem Herzschläge so völlig bewußt ward! Wie klar er sein eigenes Herz erkannt« in diesen seligen Minuten! Vielleicht lvar dies alles schon unerkannt in ihm gewesen — damals, vor drei Jahren, als. sie beide im herbstlichen Abenduebel auf der alten Steil:- brücke ftaubeu und die plötzliche, tiefe Sehnsucht ihn gepackt hatte nach einen: Herzen, dem er alles war — Damals hatte ihll eil: Irrlicht seitablvärts gesockt. Mer Halls im Glück kann lvoht einmal auf Irrwege, auf itmH Wege geraten — sein guter Stern führt ihn schließlich, zur rechter: Zeit, auf den rechten Fleck zurück. Damals lvar Nebel über den: Wege gewesen — heut sag der volle, lautere Sonnenschein auf der ganzen Welt. UUd zeigte ihrn so deutlich die Straße, die er zr: gehen hatte 206 - D?es hier vor ihm War sein Glück. Sein künftiges W'erbi Der Freund, der Kamerad, jder Genosse fürsl Leben. «Die eine Seele, die ihn völlig verstand, die völlig an ihn glaubte. Wie groß, wie hoch der Mensch arrch steigen mag — und Hans Jmhofs spürte es in dieser Stunde mit gottgesairdter Kraft in sich, daß er nicht mix ein Werdender, ein Kämpfer imb Sucher, soridern ein Führer, ein Vollbringer, fein sollte ■ wie hoch er auch einmal stieg — diese eine Seele brauchte er. Und nmrde sie sich jetzt gewinnen —ach! sie gehörte ihm ja bereits! Gehörte ihm seit leid erprob den Jahren — Fesh- halten würde er sie sich jetzt, und nie wieder loslassen! Der kleine übermütige Mann da unten hatte bereits ein neues Spiel begonnen. Er faßte einen der langen, starken Zöpse, die dem Mädchen über Schulter und Busen hingen, und zog und zerrte in drolliger Tolpatschigkeit daran herum — so kräftig, daß es weh tat. Marie nrachte sich lachend von ihn: frei, stand vorsichtig aus und schüttelte das schöne Haar in den Nacken zurück. — In dem Augenblick sah sie den Mann auf der Türschwelle. Und ihre Augen weiteten sich ganz groß, ihre Gestalt erstarrte, die Hände sanken ihr hilflos zu beiden Seiten nieder — das Kind hielt sich an ihren Röcken fest und blickte gleich ihr mit großen Augen aus den fremden Mann. So standen sie alte drei, lange Atemzüge hindurch, ganz still. Dann — mit einem Male — hielt Hans Jmhofs schon das Mädchen in seinen Annen. — „Marie!" sprach er flehend und sah ihr tief, tief in die Augen —, „du mußt es wissen — du weißt es läugst — daß wir zwei zueinander gehören —. Sag' mir, daß du mein werden willst!" Sie blickte ihn starr an, blaß und still — den Kopf zurückgeworfen, denn er hielt sie fest umschlungen an sich gedrückt. Sie schwiegen erst beide, sahen sich nur an. — „Nein —!" sagte sie plötzlich heiser. Sie bog den Kopf noch weiter zurück, lmb ihre ganze Gestalt erstarrte in Abwehr. „Nein," wiederholte sie mit derselben tonlosen Stimme. „Das kann ich nicht! Das — will ich nicht!" Sein braunes Gesicht erblich. Er ließ sie aus seinen Annen. „Warum nicht?" fragte er klanglos wie sie. „Nein —!" ssieß sie zuin dritten Male abgebrochen hervor. — „Glicht so — lieber gar nicht, lieber nie! Nur, weil du denkst, daß dir wieder eine Frau brauchst-- eine Wirtschafterin, eine Pflegerin für dein Ktird —! Denn wes- hvlb nähmst du mich wohl sonst —" Da hielt er sie schon zum zweiten Male an seinem Herren und — küßte sie stürmisch. — „So! Da hast du's —" flüsterte er ihr dazwischen zu. „Küßt man so seine Wirtschafterin? Das Kiitderfräulenr, bas man grad' engagieren möchte? O, du ungläubiger Thomas!-- So küßt Hans Im ho ff nur die geliebte Mau — die er für seine Seele nötig hat, nicht für sein Haus oder seinen Jungen —" Hans Jmhofs der Kleine hatte bei dem ersten stürmü- schen Ueberfall auf seine Pflegemutter sein noch immer blwas schwankendes Gleichgewicht verloren und sich ziemlich kräftig neben das aufgeregte Paar ertvachsener Leute auf den Erdboden gesetzt. So verblüfft, daß er zuerst sogar zu weinen vergaß. Aber lange ließ dieser energische Jüngling sich nrcht zur Seite schieben. Bei seines Vaters letzten Worten siel er prompt wie auf ein Stichwort ein. Und brüllte ^_daß die beiden erschrocken auseinanderprallten, Marie sich schuldbewußt zu ihm hinabbog und ihn angstvoll besorgt aus den Arm nahm. — Da lachte er schon wieder getröstet. — Und kuschelte sich fest an die vertrage Zufluchtsstätte. Der große Hans stand daneben und kam sich lvieder mal überflüssig vor. Marie druckte das krause, blonde Köpfchen mit der freien Hand an sich und sah durch Tränen lächelnd zu dem geliebten Manne empor. „Für den Jungen bin ich dir doch auch recht nötig — Me sie ganz leise mit einer zarten Schelmerei, die neu in Mem Wesen erwacht war und Hans Jmhofs als eine selige verheigung entzückte. * „Er hat dich nicht so nötig als ich," versicherte er, legte t\ e unb öog sie mitsamt ihrer kleinen Last dicht an sich Der jüngere Hans duldete es gnädig. Und Marke sammelte unter seines Vaters Küssen: „Daß es so etwas gibt — daß es so etwas gibt —i —, Ä9 Hans! sie schob ibn etwas zurück, um ihm ins Auge sehen zu foitnen: „Ich Hab' fct gedacht, du würdest am Ende oie Meta heiraten-!" „Was — ?" Hans schrie es fast beltauflachend. „Die! Meta? Die fette, satte, selbstzufriedene Meta?" Marie nickte stumm. „Der wolltest du mich ausliefern?" fragte er kopsi schüttelnd weiter. Sie zuckle die Achseln mit einem Anflug ihrer gltev, kühlen Zurückhaltung. ,^Jch dachte, du liebtest das Sanfte, Nachgiebige 7— Ich selbst bin doch so eine schreckliche Kratzbürste — " „Ja — Gott sei Dank!" sagte Haus inbrünstig. „Denk' mal, was !vir uns! manchmal zanken werden, Schatz! Es wird prachtvoll werden —! Ich freu' mich, jetzt schon auf den nächsten Zank. Am liebsten finge ich gleich an! Es ist doch eigentlich empörend, du hartherziges Geschöpf, daß du gestern eiiifach kaltlächel iid ab reistest Uiid mich mit deiiier gefährlichen Empfangsdame dann allein ließest — — Wenn ich nun wirklich auf die 'reinaefallen wäre?" ~ Er sah Marie scherzend-üvermütig in die Augen ^ sie erwiderte seinen Blick ganz ernst. „Weißt du, Hans," sagte sie mit der ehrbaren Gründlichkeit, die er so innig an ihr zu lieben und zu verehrest begann, „weißt du, Hans — da hätte ich dir auch nicht helfen können! Keinen Finger hätte ich dagegen rühren dürfen — ich schon gar nicht! Gerade weil ich dich — so lieb hatte! Denn da mußtest du ganz allein oen Weg zii mir finden — und hast ihn ja auch gefunden — weil du eben Hans im Glück bist — denn, sieh mal" —> sie errötete plötzlich in lieblicher Schalkhaftigkeit — „das glaub' ich jetzt schon beinah selber —: Es war' dein Pech gewesen, wenn du biß Pechmarie nicht schließlich doch gekriegt hättest!" cri Die Kettung der verwundeten. v. Bülow *). Ein Bataillon des Regiments 126 liegt hier in St. Renü)' auf Vorposten. Württembergs, famose Kerls. Ich habe sie lieben gelernt in die! er Nacht. — Ich schildere dem. Hauptmann, den ich treffe, die Lage meiner Verwundeten. Bitte um Hilfe, um Bedeckung für die Wagen, die ich heranschafsen will. Gern sagt ec sie mir zu und stellt mich dem Major vor, der auch bereitwilligst jede Unterstützung verspricht. Jetzt zur Sanitätskoinpagnie! oder imeni> anderswo Wagen aufsprechen! Ich sause die stell sich senkende Straße hinab, Etival zu. Auf halben: Wege stehen einige Häuser. Tort halten Sanitätswagen, drei Stück. Das war Hllfe in der Not. Wie hätte ich im! Dunkeln sonst suchen Utüssen. Tenn es ist Nacht geworden inzwischen. Langes verhandeln. Bor allem der Führer macht Schwierige keilen. Endsich fährt er. Zwei Dragoner klapperir im Dunkel vorüber, antworten nicht auf Anruf.- Ich komme tzu den 126ern und erfahre, soeben habe einq Dragoncrpatrouille den Anmarsch feindlicher Kolonnen geinelde^ Direkt im Dal vion Tibonprö habe sie außerdem drei Gruppeit Franzosen geseben. Verflucht, das ist übel! Soll im, letzten Moment die Rettung! der Verwundeten scheitern? „Wenn Herr Hanptmann .gestatten, mache ich doch den Verinch." „Bitte," sagt er, „wieviel Lewe möchten Sie mithaben?" „Drei Gruppen." Wenige Augenblicke später habe ich meine 24 Mann, lauter, Freiwillige, du ihre wunden Kameraden herausholen wollen. dazu emlg^ tüchtige Unteroffiziere. Hetzt kann's losgehen!- . Vorn zwer Gruppeu, dahinter die drei Sanitätsivagen inmitten der dritten Gruppe. So setzen wir uns in Marsch, lang-, bonnt nicht lautes Wagenrollen den Feind aufmerksaui macht.. Zu Fuß bm ich bei der Spitze. Mein Rad ließ Ich dort, wo ich du Wcipen fand. Bei der Feldwache ein kurzer Halt. Auch hier hat man Nachricht von der Annäherung des Feindes. Genaues ist nicht bekannt, doch Pt die vordere Postierung eingezogen. Falls wir angegriffen, werden, verspricht der Feldwebel Hilfe m bringen. Wieder vorwärts. Der Mond leuchtet. In der Ferne tönt Hun^gebell hört mmr weit, weit einzelne Schüsse knallen. Rechts nnsterer Tannenwald. Leise schleichen wir vorwärts: 100 Meter hinter uns die Wagen. JH § ei Brockhcms erscheint unter dem Titel „Die Jäger vor!" (FeKpostausgabe 1 Mk.) soeben das zweite Buch des Oberleutnant- v. Bülow, dessen Krregsnovclle „Fahneneid" einen großen Erfolg gehabt hat. Durch das Eiltgpgmkommen der Berlagsyandlung sind wir m der Lage, einen ll-arakterissischen Abschnitt abzildrucken. Stil urü> Tenrperameiit sind ganz Soldat: den Blick auf das Uesent» iche gerichtet, Tatsache ^Hmidlunm Schlag auf Schlag. Das KM lebt von der erste,: bis Mv letzten Selle. ®fne Miese, tofuf der bte Nebel ziehen. Gell liegt daS Mvnd-i licht «uf der wcWen Mache. Dahinter der Hochwald. Gchtvarz boN-, Wlerten die Dannen, m die nnser Wea sich! oerltert. Wie in finstre Nacht hinein geht es dort.. Unheimlich dies Dunkel, denr wir uns nähern. Weist Deubel, ltvas ist das? Was naht dort aus der Stwaste? Kommt uns im finstern entgegen? Kolonnen?! Die Dragoner hatten dochi recht. Und wir mjttten in der hellbestmhlten Miese. „Stellung nehmen I" Hinter jeder Bodendeckung, hinter Steinen, Erdhaufen nnd Büschen verschwinden meine Kerls. Näher kommt es im Dunkeln. Deutlich glaubt man die Pferde der Führer feit hören. Gart klappern die Hufe aus der Straßje. KcAnt 50 Schritt vor uns — und nichts zu sehen! „Dapp — tapp — tapp — tapp — tapp —" „Galt! Wer da?" Haut schrei ich es ihnen entgegen. Und nochmal i „Halt? Wer da?" Kein Halten, keine Marsckstocknng. Gleichmäßig kommt es naher. Weist |ber Kuckuck, das sind viele. Immer noch! nichts zu sehen. „Sehen Sie nichts, Unteroffizier?" „Nein, Herr Leutnant." „Halt! Wer da?" Es wälzt sich naher ohne Stockung, un* aufhaltsam, mit furchtbarer Gleichmäßigkeit. „Feuer!" Da kracht es und blitzt es, „Päng päng — hat\d) — päng- Päng." i Hell blitzen die Schüsse. Krachend tönt der Knall im engen Tal, hallt »oider von derr Malrändern. Kein Stocken drüben. Jetzt koMmt's hervor aus dem Dunkeln, komntt's ins helle Mvndlicht. „Halt! Stopfen! Stopfen!" schreie ich. Eine Kuhherde! — Das Feuer schweigt sofort. Durch ^unsere Mitte stürzen die geängstigteu Tiere. Eines bricht tot zusammen neben mir. Der Nest flüchtet, wer freist wohin. Donnerwetter, wie voar das möglich?-Ich hab's mir oft überlegt seitdem. v llni> honte nach Monaten, must ich sagen^ ich würde aenau (v'ieder so handeln wie damals. ZN täuschend war das (.Geräusch der Tritte. Zu ungünstig unsere Stellung. Schade Uni das arme Vieh!- Wir sahen uns an nach diesem Jitter mezzo. Viel geredet haben nnr nicht darüber. Wetter! — 2Ler !vo fiub unsere Wagen? — Fort! Jnr Galopp sind sie gefahren, als vorn das Schießen begann. Wie soll ncan sie wiederholen? Mein (Rad nicht zur Hand. Ms Fußgänger hole ich sie ja nie Irin. Trotzdem lasse ich galten und gehe allein eiligst Zurück. Doch schon nach wenig Kiloinctcrn kommen mir meine Wagen im Galopp entgegen. Die Freude lvar groß — Wir steigen langsam aufwärts und sind jetzt oberhalb des .Tales von Tibonpro. Nnlüg liegen die Gelöste. Die Wagen haltim oben auf der Sttaste. Bedeckung bleibt bei ihnen. Mit den andern Leuten schleiche ich leise bis au deui Taliand und lpähe und horche. Mles still imd rnhig. Wenn man Mr wüstte, ob die Dragoner recht hatten, ob fvirklich Franzosen im Tal waren, und ob die Franzosen noch dort sind! Lange warten wir. Endlich eittschlieste ich mich, hinunter- zugehen- schleiche hinüber' zu deri Häusern. Noch immer keM0 Klarheit. Ein sckmuderhaftes Gefühl, so im, Hellen Mondschein herunv- zutappen und nicht zu Nüssen, pb nicht auf drei Schritt Entfernung der Schuß kracht. Ich klopfe am ersten Haars. Sterilberg öffnet. Das war reine F-rüude. „Kern Franzose lvar bisher im Dal. Die Dragoner, irrten sich. Mer 'Koborrnen find oben vorbeimarschiert auf der Stratze. Das liabeu wir deutlich gehört." Jetzt tragen wir sie heraus ans die Straste, die armen Ber-' Wundeton. Eiir lvettcr Weg dirrch Gärten und nächtlickfeu Wald, bis nur sie in den Wagen haben. Ustd Jute sollen nrir sie alle! unterbrmgim? 12 Liegeplätze haben die Wttgen, dazu 6 Sitzplätze. 22 Schwei vern undete warten. Was irgend «u iimchen ist, wird möglich gemacht. A,l>er nur 21 smd (mtterzubrmgen. .Einer, ein letzter Mich Zurückbleiben! 0)anzi im möglich, ilm mttzunehmeu! Ich will ihn tragen lassen. Äunde^^' " §entt, „dann stirbt er in einer halben Es hilft nichts. Wjir müssen ohne ihn loS. Drei veriruudetü Franzosen liegen ja auch iroch in denr einen .Haus. Bei bnieii! uuch er bleilx-u. Ich werd' ihn nie vergesserr, diesen der zurückbleiben mußte. Wie gern hätt' ich thii mrtgehabt. — Wir sind fertig. Die Wagen sind übervoll, zur Abfahrt bereit. „Paug päng", dicht aiu Wege. Es ist höchste Zeit. Vorwärts, voriv-ärts! Nicht noch im, letzten Augenblick den Franzosen M die Hände fallen. GS glückt. Unbehelligt kommen tvir bei der Feldwache au und dann beim Bataillon 126. Ml herzlichem! (Dank scheide ich von den Württenibergettt, die mir so tapfer halfen, die so behutsam und sorgsam die Vers-, mundeten rwn Wagen trugen. Nach Etival wollen die Wagen und weiter nach Raon-l'Etap^. Unterwegs hole ich nifir mein Rad, lasse die Magen allein und fahre voran. Ich siNuH ja zurück zum Bataillon. Wer weist, ost es noch in CHavre liegr., „Halt! Mer da?" Immer wieder tönt dieser Ruf an mein Obr. Unterosfizierposten imd Feldwachen, Artillerie, Tram, Magens kolonnen und Kavallerieposten. „Halt! Wer da?" immer und immer wieder. Ich sehe sie oft schon stehen, die Posten, radle ganz langsam und rufe ihnen ent* gegen: „Deutscher Radfahrer! Parole Blücher." Was man so all^ sieht binttr der Front. Die armen Gäule vor allem, die da in Nacht und Wind unachaeschtrrt an der Straße steheri. Schlafende Menschell auf den Fahrzeugen, bald ittzend, bald oben auf dem Wagen liegend. -- Herrgott, bin ich müde! „Halt! Wer da?" Miau fährt aus denr Traum auf; und foieder ^Halt! Wer da?" 20mal, 80*, 40moX in dieser Nacht, Ich vergast das Zählen. — Kiuöerjplde im Hrühling. Nachdeui nun endlich der Frühling seine volle Herrschaft aiigo treteu .hat, find allenthalben die bekannten althergebrachten Frühjahrsspiele der Kinder wieder int Gange, wie das.Kreisel- treiben, das Marmel- oder Murmelspiel, das Himmel» und Hölle- Spiel, das Reisenschlagen, das Ballspiel usw. Dem Kriegsspiel wird in diesem Jahre weniger gehuldigt, als in deri vorangegangencn; Jahren; die Hauptursache für diese „Kriegsmüdigkeit" hat man wohl darin .zu erblicken, dast sich immer weniger Kinder dazu bereit finden wollen, die Rolle unserer Feinde zii übernehmen Jeder, möchte doch gern Deutscher und Lueger sein. Man hat schon längst der merkwürdigen Tatsache seine Ans merksam reit zugewandt, dast gewisse Kinderspiele an bestimmte Zetten des Jahres geknüpft sind. Diese Beobachtung hat schon ein Zettgenosse Goethes, der elsässische Dichter Arnold, der Verfasser des von Goethe überaus günstig rind wohlwollend besprocheiieii Lustspiels „Der Pfingstmontag" gemacht. Obwohl doch im Sommer und im Herbst ebenfalls alte Vorbedingungen für^ das Murmelspiel, das Kreiseltreiben, das Himmel- und Hülle-Spiel u. a. gegebeir sind, erreichen diese Spiele doch immer mit dem Frühling ihr Ende, um dann anderen Spielen Platz zu machen. Eine andere nicht minder merkwürdige Feststellimg ist die, dast die meifteu unserer Kinderspiele sich durch Jahrtausende hindurch fast unverändert erhalten haben, und dast viele von chnen genau so \vie jetzt schon ton den Kindern der Völker des grauen Llltertums gespielt tvordeii sind. So alt wie die homerische Schttderung im sechsten Bucha her Odyssee, wo sich die liebliche Königstochter Nausttaa damit belustigt, ist auch das Ballspiel. Es wurde von den griechischen Aerzten sehr empfohlen und uauieutlich von der griechischen Jiugend mit Leideuschaft gei'ibt. Die Babylonforschung hat rms gezeigt, bist das Himmel- und Holle-Spiel der heutigen zlünderwelt mtt seinen inagischen Figuren wm einer Zeremonie der babylonischen Priester lserzuleiten sei, die damit der Verehrung des Feuers und der Sonne 2lusdrnck r-erlieheii haben, und dast sich die Figuren, die heute die.Kinder entweder mit einer Scherbe in den Erdboden eiuritzcn oder mit .Kreide aus die Platteii der Bürgersteige htti- zeichnen, sc!>vu in fast genau derselben Form in ben Trümmern des uralten Babylon feststellen lassen. Auch das Reifeiitreiben wurde schon von den Kindern der römischen Kaiserzeit eifrig geübt. Während man heute mit Recht alles tut, um das spielen der Kinder im Freien zu fördern, gab es bei uns nter‘mürtngerivcife eine Zeit, in bcx man ihm mit aller Entschiedenheit entgegvittrat^ Einen sehr interessanten Beleg dafür bietet uns eine Verordnung des Amt'Kon sistor ia l kon ven ts der Stadt Wiesbaden aus dem Jahre 1740. Diese tautet wörtlich folgendermaßen: „Als wird deren Eltern bei drei Gulden Straf hierdurch erustlidi anbedeittet, ihre Kinder vom Dato an zu Hause zu behalten und selbige auf die Werltage fleißiger zur Schule und nach deren Endigung zum Lernen nnd allenfalls mich zur Arbett, an Sonn Fest- und Feiertagen aber zur Kirch' und Katechismnslehre. um! derm Endigung aber zur Lesuiig geistlicher und erbaulicher Bücl.rr an—> bergest alten von tmieit Straßen und publiken Plätzen der Stadt abznlxllten und selbigen nicht auf eine mehr alo he-dniscke Art, als wie die ungebundenen Kälber, auf denen Straßen und Gassen zu mauniglicher A erg er und Berdrnst herumlaufeu zu lassen. Wenn die Eltern hinfüro hiergegen sich vergehen, und ihre Kinder auf Gassen imd Straßen ferner lrenunlaufen tverden lassen, soll man selbige ncht nur mit Strafe belegen und darauf exequieren. sondenr demnächst auch ihre ungezogenen Kinder durch besonders hierzu bestellte Leute von denen Straßen und Gassen lünireg nach Hause treilieu und respektive f ei tschau und, im Falle selbige sich dangen setzen würden, durch die Landmiliz auffangen und aus die Waä» bringen, weiterhin tags darauf entweder in die Schule <>dcr dem Befund mul auf daö.RathalvS führen und selbige erstcrenfalls dunst den Präzeptor, oder anderenfalls durch den Amtsdiener in eine Futterwmre spannen und darinnen mtt den Rn en bevOe cofiigiaen lassen. . Tie „gute alte Zeit" \\x\x »virAich nicht immer so gut, lme ttns ÜNL Lobrcdner so oft eiuucbat uwUcju 208 Vermischtes. * D a K Ende der Wanb erzigeun e r. Schon vor längerer Zeit meldete eine kurze Nachricht aus Ungarn, daß etneiN Ueberbleibsel ans romantischen Tagen, das ganz unzeitgemäß mitten in Europa noch sein Wesen trieb, ein Ende bereitet tverden soll: die ungarische Regierung, durch die Kriegsverhältnisse in einem bereits gesagten Entschluß bestärkt, erklärte sich für die Mschaffung des Wanderlebens der Zigeuner. Der Plan tmb die Mittel zur Durchführung des bereits begonnenen Unternehmens iv-erden nnnnrehr in der Zeitschrift für die gesamte Strafrechts- Wissenschaft in den wichtigsten Punkten auseinandergesetzt. Es handelt sich unr eine regelrechte Kolonisation der Zigeuner, deren Karawanen von Organen der Proviuzbehöroen angehalten wurden, wo immer miau sie traf. Die Mitglieder der Wandergesellschaften werden nach ihrerr Zuständigkettsgemeinden gebracht; falls ihre Zuständigkeit sich jedoch nicht feststellen lägt, kommen sie nach Meu Gemeinden, an welchen sie sich zuletzt am längsten aufhielten. Sie werden hier einquartiert. Die Verwaltung ihres Vermögens wird von der Ansiedelungsbehörde übernommen. Das aus Wagen, Pferden, Waffen usw. bestehende bewegliche Vermögen wird auf amtlichen Wege verlauft, die erzielte Summe ebenfalls zugunsten des Eigentümers vermaltet. Das Geld dient in erster Linie zum .Aufbau dauernder Wohnsitze, zur Besck-asfuug laudtvirtichaftlicher Geräte usw. Falls eine Zigeunerfamilie sich als besitzlos erweist, werden die Kosten des Wohnhauses vom Staate getragen, nach 10 Jahren wird das Grundstück auf den Rainen des Angesiedeltcn oder seines Rechtsnachfolgers als Eigentum grundbuchamtlich überschrieben. Den neuen Rechten und dem Schutz, den die Zigeuner auf diese Weise geniesten, stehen natürlich auch die Pflichten des! ordentlichen Staatsbürgers gegenüber. Die kolonisierten Zigeuner baden sich den Musterungsbesttmmuugen zu unterwerfen, und die Kinder sind schulpflichtig. 10 Jahre nach Gründung der Kolonien wird die Vormundschaft der Gemeinde über die Bewohner aufgehoben, womit auch amtlich die Erinnerung an ihr einstiges „Zi- geunertum" gelöscht ist. * Trockenei. Die Länder, die Eier in großem Maststabe ausführen, verschicken die Eier im ganzen in schiffen mit Kühl- anlagcn, und die Folge ist, daß das Empfangsland sie teuer bezahlen must, Und zudem viele in verdorbenem Zustande ankommen. Diese Uebelstände sind, so berichtet der „Prometheus", zu vermeiden, wenn utan nicht frische Eier, sondern „Trockenei" verschickt, wie es die Chinesen, übrigens mit deutschen Einrichtungen, schon zu tun .pflegen. Bei einem Ei von 60 Gramm Gewicht kommen auf das Eiweis etwa 30 Gramm, auf das Eigelb 22 Granlm, auf die Schale 8 Gramm!; dabei enthält das Eiweis 86 vom Hundert Wasser, das Eigelb 37 vom Hundert. Das Trockenei dagegen enthält etwa 4,2 Gramin Eiweis und 7,2 Gramm Eigelb; diele 11,4 Gramm bilden den verwendbaren Teil des Eies, während die übrigen 46,6 Gramm nutzlos mitbesördert werden. Das Herstellen Von Trockenei ist nun verhältnismäßig einfach; man kann Ei'weist und Eigelb zusammen oder getrennt trocknen, und Unter günstigen Bringungen kann dies sogar an der Luft geschehen. Ties dauert allerdings mehrere Tage und es besteht habet die Gefahr der Verunreinigung, namentlich durch Kleinlebewesen. Das Verfahren echtes Berliner Geschäftshauses, das sich der Trocknung im luftverdünnten Raum bedient, vermeidet dies; der Eierbrei gelangt zwischen zwei Trommeln, die durch Dampf gehetzt werden; da diese Trommeln sich im lnftoerdüuutm Iianute befinden, verdarupft der Wassergehalt in ijucmocn Sekunden, ohue dast es einer starken Erwärmung bätürfte. Tie trockene Masse wird dann durch Schabemesser von den Trommeln eut- fcrnt und ür Blechjbüchftn verlötet, so dast eur Verderben ausgeschlossen ist und der denkbar kleinste Raum eingenommen wird. (Aus der Zeitung der 10. Armee.) V . * ß' \ 11 k i* & n ^ en> Fahrgast (ängstlich): Wir fahren ja heute furchtbar schnell, Mm das bloß keilt Unglück gibt!" Ein4 heimlicher (beruhigend): „O, das ntacht nix, wie fahren nur mit dem Wrnd. , H S. VLchertisch. — Puul Schulze-Berghof, Neuland der Kunst und Kultur. Verlegt bei Erich Matthes in Leipzig, 1916, 342 Seiten Preis 5 Mk. Eins Fülle tunstkritischer und kimstpolitischer Ge^ dcnneu zur Dichtung und literarischen Kultur ttnserer Zeit sind hier unter etnheitlicheit Gesichitspunkten zit eiitem sehr lesenswerten Bande vereinigt worden, Gedanken und Meinungen, die aufs stätkite zum Mttdenken anregen, maa mart nun zuslimmen oder ablehnen Beides wird dem eine nahe geistige Verwandtschaft mit „Rembrandt als Erzieher" verratenden Werke (das man in eine Richtung einzuordnen hat, für die man den Namen „Germautik" oder „Germanische Moderne" erfunden hat) irr hohem Grade oeichtwen setn, mettn es die gehörige Boachttmg findet. Es ist, wemgstens tn rlmfang reichten Teilen, ansgesprvchenermasten eilt e Mmpfschrtft. Der Verfasser glaubt aus verheißungsvollen Anfängen das Erwachen einer germanisch-dichterischen Monvuteutal- k tunst erhoffen zu können, setzt sich mtt Wärme und Geschick für die » Dramatik Otto Borngräbers und die Lyrik Theodor Sufes ein rmd strecket im Namen des intttttiven dichterischen Gefühls, dem er entscheidende Bedeutung zumißt, gegen die ausschließlichg Barschaft eines vermeintlich gefühlsarmett Jntollektttalismus fraw. zostscher Herkunft in der modernen deutschen Dichtung. Dabet fallen beisprelswerse Lissauers vielgelesene Sammlung „1813" und Hauptmanns „Bogen des Odysseus" einer vernichtenden Kritik zum Opfer. Der Charakter des Buches ist bewußt einseitige wir wundern uns deshalb nicht, wenn wir neben mancher lite^ rarrschen Tagesgröste auch, Ricarda Huch und Spitteler an dett Pranger des Jntellekenalismus gestellt sehen, ivogegen doch jveingstens un Vor beigehet t protestiert tverden soll. Monumentalität m , der Bühnenkunst endlich fittdet Schulze-Berghof weder bet Reinhardt, noch bei Hagemann, foitbmt am chesteir in der unscheinbareren Hamburger Tätigkeit Alfred v. Bergers. Den Schluß des auf alle Fälle geistreichen und .nicht getoöbnlichen Buchesin dem übrigens nicht mit uubewiesenen Behauptungen gearbeitet, sondern. verftM.wird, das Gesagte ztl veranschaulichen, bilden Vorschläge zu einer zweckdienlichen Gestaltung ftaotsmännischer Kunst Politik. Ein Beispiel: Der alte Gedanke der „Gelehrten- republtt", der sich gerade heute auch anderswo in nwdernem Ge- ^vande wieder findet, hat ivohl zu der Forderung geführt, m einent Netchskultttrvat, dem Landes-, Provinz- und sogar Orts(?)gruppen beizugeben wären, eine oberste Instanz (Zensur) für literarische iymgett zu schaffen. — Es liegt nahe, hier an die Behandlung zu erinnern, die Klopstock bei beit „zuständigen Behörden", das war damals der Wiener Kaiserhof, erfahren hat! Gieße,ier Hattssratten-Berein. Kochanwcisungcn. K rättte r su PP e. Verschiedene Feldktäuter leie Brennessel- spitzen, Sanerantpser, Scharbock, Lötvenzahttblätter tverden ge- tvaschen, feut gewiegt, dann schwitzt ntan eilten Lössel Mehl in Fett, gibt die gewiegten Kräuter dazu und dämpft sie ein paar Minuten mti Dann stillt nran mit Wasser auf, salzt und läßt die Suppe eine halbe Stunde kochen; gibt, dann rtoch z-vei Brühwürfel und Muskat- nutz dazu. A r t i s ch o ck e n a n f l a u f. Die Artischocken tverden in heißes Wasser gelegt und lassen sich dann leicht äbschalveu. Sie tverden wie Schtvarzwurzeln geschnitten und in Fett gargedämpst. Datm röstet man Mehl, das man mit Wasser oder Butterwilch glatte rührt, gibt eilt Ei daran und gießt es über die Artischocken. Jede Art Fleischrest, Bratentttnke, kalte, geriebene Kartoffeln, geriebenen Käse kann man dazwischen geben, dann alles zusanNnkn in eine vorgerichtete Form, mit Reibbrot bestreuen, einige Fettstückchen darauf legeu und im Ofen braun backen. Ka r t o f f e l pu dd i n g. Fein würflich geschnittener Speck, in Ermangelung anderes Fett, wird ausgebraten, einige klein-' geschnittene Zwiebeln darin gedäntpft, dazu gibt man 2—3 Pfund rohe, geriebene Kartoffeln mit der Brühe, einen Löffel Mehl und rührt es einige Zeit über dem Feuer, füllt es dann in eine aus> gestreute Puddingfornr mit festschliestendeuk^ Deckel und kocht den Pudding 4 Sttmden im Wasserbad. Mau gibt gekochtes Obst dazu oder als Abeudessen ein Glas Buttermilch. Will utan die Speise zntn Abendtisch geben, kann man sie morgens bereiten, 2 Stunden kochen und in die Kochkiste stellen. Kartoffelgemüse mit S'pargeln. Kartoffelgemüse mtt der Hälfte fingerlang geschnitteirer Ss^argeln gentischt ist ein gutes nahrhaftes Gemüse. Kriegsrätsel. Das erste übe immeröav, Im Herzen wohnt es hell und klar. Das Zweit' ist wichtig dem Battkier, Dent Speknlaltten tmd Rentier. Das dritte schließt tmd Trost getvahrt Es dent, der bat, daß er erhört. DaS Vierte schwirrt im Zeittlngßivald, Man ißt's gebraten, warnt und kalt. Von jedent streiche Kops und Schwanz, So zeigt das Rütsellvort sich ganz. Ich diene ihm, es dient dent Land, Durch Tapferkeit ist'S allbekannt. Und seine Ehr' ist meine Ehr'! Und seine Wehr' ist meine Wehr'! Und bin ich frei vom Militär, Ritt Sieb' und Stolz gedenk ich sein, Bis man mich legt ins Grab hinein. (Auflösung in nächster Nummer.) Zi Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: DaS Recht zur Seite Hilst im Streite. Echri-ticitlmg: Fr. R. Ze»z.-Z>villingsrm>ddruck und Verla, der Arühl'Ichcn UniversttätL-Buch-und Sleiadruck-rei. R. Lanze.'Gi-beiü