Pechmarie unb Hans im Glück. ®ie Geschichte einer Jugendfreundschnst von C. v. D or n au. Nachdruck und Uebersejzungsrechl in fremde Sprachen Vorbehalten. (Fortsetzung.) Und dann bekam sie mit einem Schlage so unermeßlich viel zu tun, daß ihr für fruchtloses Grübeln nicht dir geringste Muße mehr blieb. Haus hatte ihr nicht auf die wenigen, steif-üngeschickten Zeilen geantwortet, die ihre kostbare Kranzspende begleiteten. Das war ihr recht so —• sie erwartete keinerlei Dank —« sie hätte auch gar nicht gewußt, was er ihr, was sie ihm nun noch in aller Welt schreiben sollte. Die hohe, schwarze Mauer seines Unglücks reckte sich unübersteigbar zwischen ihnen ans. Er brauchte ja feilte Freunde nicht mehr — auch Philipp, der ihr öfters einen fröhlichen Gruß, einen lieben Planderbrief sandte, wußte nur durch seinen Neffen, wie es in Hans Jmhosfs Hause stand. Und es war herzlich weuig. was der junge Mann zu berichten wußte: Herr^mhosf lebe ganz still für sich — er schiene viel j$u arbeiten — man träfe ihn fast nur aus einsamen Spaziergängen — er scheine körperlich wohlauf zu sein und sähe ein wenig abgearbeitet und müde, sonst aber gesund alls. Und das Kind gediehe prächtig — die alte Liese überzeuge sich manchmal davon. Das war alles, was die treuen Freunde erfuhren — fünf lange, ewig lange Monate hindurch. Dann endlich — September — legte der Postbote einen jener wohlbekannten, länglichen, heimlich trotz aller Vernunftsgründe so bitterlich vermißten Briefumschläge in Maries .Hände. Es geschah am Sedantage; draußen flatterten bunte Fahnen gegen beit blaß blauen Himmel uno Maries Seele hißte eine wundervolle Freudenflagge. Er hatte sich von selbst wieder auf sie besonnen — er wußte wieder, daß er noch treue Freunde besaß. — Sie flüchtete mit ihrem kostbaren Schatze in das winzige, nach den: Hof zu gelegene Stübchen, das sie als Schreib- und Arbeitszimmer benutzte. Niegelte hinter sich zu, riß in sren- diger Hast'den Brief aus —' Und saß dann doch, mit dem offenen Schreiben in der Hand, ohne zu lesen, in urplötzlicher, beklemmeilder ?Dlt- losigkeit , . . Was würde er ihr zu sagen haben? Würde er die ganze Wucht seines Jammers vor ihr ausschütten? Oder würde er in stolzer Verschlossenheit ihr hungriges Herz mit ein paar Brosamen kärglich-kalter Dankesworte befriedigen wollen? Sie wußte nicht, was von beiden sie am meisten fürchten sollte. Und las schließlich doch, alle Kraft zusammen ruf send: über die Freude w-ar fort. Bis sie die ersten Zeilen mit starren Augen, fliegendem Atem entziffert — dann lvar di« Freude überwältigend reich wieder da. — Er schrieb: „Liebe Marie! Heut' komme ich mit einer riesengroßen Bitte zu Dir. Ich weiß mir nämlich absolut nicht mehr zu helfen, und da bin ich in meiner Kopflosigkeit schließlich aus Dich, treue Seele, verfallen und bitte Dich im Vertrauen auf unsere alte Freundschaft um Deinen Rat, Deinen Beistand. — Denke bloß: Meine dicke Mieke hat das Heiraten bekommen! Eine unheilbare Krankheit, gegen die kein Kraut zu wachsen scheint. Der Erwählte ihres Herzens — ein versoffener, rothaariger Tischlermeister — besteht aus baldigen Abschluß des für ihn jedenfalls vorteilhafteren Bündnisses: er ist Witwer mit fünf unerzogenen Rangen. Mieke bat mir also heute früh zum 1. Oktober gekündigt. Ihre Schkvester. die brave Pflegerin meines Buben, und ich selber habeil zwei Stunden lang vergebens versucht, sie ihrem unheilvollen Entschlüsse abspenstig zu machen. Sie ist seftgeblieben, wenn auch unter Tränen strömen. Augenblicklich setzt sie die Küche unter Wasser, nachdem ich sie hinausgeschicrt habe, um an Dich schreiben zu können. „Was soll ich tun?" „Wat kann Eener dorbi dauhn?" fragt unser Landsmann Jung Jochen. Ich kenne hier kaum einen Menschen — Phipp ist in Venedig — seine alte Liese, zu der ich gleich Hals über Kops rannte, weiß für den Winter wenigstens keinen Ersatz. Zum Frühjahr wär's möglich, daß sie mir jemand verschaffen könnte. — Ader ich kann den Winter über nicht mehr hierbleiben, Marie! Meine Arbeit dieses Sommers ist fertig. Und geworden — geworden, Marie! Du sollst auch mit ihr zufrieden sein. Wer nun muß ich hinaus! Nun fängt die Einsamkeit, meine treue Helferin bei der Arbeit, an, mich zu belästigen. — So undankbar ist der Mensch Ich will fort — Neues sehen, in mich aufnehmen, empfinden — leben mit einem Worte! Ich habe bereits an Phipp Koch geschrieben, daß er mich in Venedig erwarten soll, — sein Nesse füllt seinen Posten zur völligen Zufriedenheit aus — Phipp und ich, lvir wollen zusammen reisen diesen Winter — bis nach Aegypten soll's gehen. — Mer oas Halls gehört noch dies und das künftige Jahr mir. Ich kann's nicht aufgeben, schon um des Kindes willen. Miekes Schoester ist die treueste, liebevollste Wärterin. Auch darüber hinaus reichen ihre Leistungen und Geisteskräfte nicht — Du verstehst nun, was ich brauche, nicht lvahr? Ich suche nicht so eine einfache Küchenfee, sondern eine Art Wirtschafterin, eine Vertrauensperson, der ich Haus und Mnd und alles übergeben kann, bevor ich lveggehe. Und da meine ich nun, in Berlin findet sich so was eher als hier. Und ich meine ferner, daß Du mir gewiß gern behilflich sein wirst, ein derartiges Wesen auszugraben. Es gibt doch wohl Burealls für so'was, nicht wahr? Du erkundigst Dich gewiß einmal und schreibst mir, ob Du was gefunden hast. Ich gebe alles blindlings in Deine Hände. Herzliche Grüße von Deinem alten HanS Jmhoff." Gab's solche Seligkeit noch 'mal ans Erden? Er hatte sich ihrer erinnert, er schrieb an sie, er kam vertrauensvoll mit seinen Nöten und Sorgen zu ihr. — — Und wenn's auch geschah, weil seine Köchin ihm gekündigt hatte — der Grund blieb gänzlich Nebensache. Das Beglückende lag eben dr seiner Bitte an sie. —\ Sie durfte ihm Helsen, er brauchte sie? Freudentränen stürzten aus ihren Augen —, Pechmarie war ein sehr glücklicher Mensch an diesem gesegneten Sedanstage. —i Aber bald schalt sie sich, daß sie egoistisch der eigenen Freude nachging, statt seiner Sorgen zu gedenken. Sie mußte vor alten Dingen seinen Wunsch zu erfüllen suchen, die treue Menschenseele für ihn finden, der er sein Kind und sein verlassenes, ödes Heim getrost arwertrauen durste. — Es klopfte an die Tür ihres Zufluchtsortes. Sie rief „Herein!" und besann sich erst bei dem ungedulLigeir Rütteln, daß sie ja vorhin hinter sich abgeriegelt hatte. Leise vor sich hin lachend ob ihrer Gedankenlosigkeit ging sie eiligst öffnen. Und das frohe Licht wich nicht ans ihren: Gesicht, trotzdem die alte Kamille nun als die böse Laune in Person hereinschoß und eine zornbebende Anklage gegen die Menschheit im allgemeinen und den Fleischer im besonderen erhob. Marie ließ sie eine ganze Weile reden, ohne auch nur einen einzigen Satz zu verstehen. Sie stand ganz still vor der wild mit Händen, Angen uri> Worten Herum fahrenden Und blickte ihr mit sanftem, liebevollem Lächeln in das gerötete Gesicht. „Und dann Hab' ich dem Kerl die Kalbskeule einfach wieder mitgegeben!" schloß Kamille triumphierend. Das war das erste, was Marie deutlich verstand. Sie nahm die zuckende Rechte der Alten und streichelte sie. „Reg dich nicht so auf, mein Millchen!" bat sie fast zärtlich. „Er wird nun gewiß eine bessere bringen!" „Das will ich ihm sehr geraten haben!" fauchte Mille, und ihr Blick weissagte furchtbare Dinge. —- Sie wandte sich der Tür zu. Marie rief sie nach kurzem Ueberlegeu zurück. „Mille," sagte sie zögernd — das Herz klopfte ihr plötzlich so stark dabei — „Mille — ich möchte dich etwas fragen! Würdest du —> würdest du mir etwas sehr, sehr Großes zu Liebe tun mögen? Etwas ganz Großes, weißt du?" Mille sah sie schief an. „Dumme Frage! —'" knurrte sie. „Was willst bu denn schon wieder?" Marie mußte auflachen. Aber ihr ward gleich wieder sehr ernst, ja bange zumute. „Ich Hab' nämlich — ich Hab' eben einen Brief von Hans Jnchoff bekommen," fuhr sie in gleicher Unsicherheit fort. — Sie sah die Alte dabei nicht an. Sonst hätte sie am Ende bemerkt, wie Mille die Ohren spitzte. Es war förmlich sichtbar! „Bon — Hans Jmhoff —" wiederholte Mille in atemloser Spannung. „Ja. Einen furchtbar netten, lieben Brief. Und er bittet mich — •— Mille, könntest du dich entschließen — zu ihm zu gehen? Ihm sein Haus za verwalten, während er verreist ist? Sieh', er ist in großer Unruhe und Sorge —, er braucht notwendig jemand, dem er die Oberaufsicht über Haus und Kind und Amme anvertrauen kann — Marie erzählte noch eine ganze Weile so fort, immer mit niedergeschlagenen Augen, tn flehendem Don, froh, daß dre Alte wenigstens nicht gleich heftig widersprach, immer auf einen Zornesausbruch von ihr gefaßt. — Und weil sie so scheu und ängstlich fortsah, konnte sie eben mcht sehen, wie sich über das runzlige Gesicht vor: ihr der ganze Sonnenschein des Septemberhinnnels draußen' brettete. — Und sie erschrak förmlich, als sie nun endlich snustywlcg, weil nichts mehr zu Ueberredendes zu sagen bUeb — und fast schüchtern aussah — und Mille zuerst sprach. — a ' „Wann muß ich denn da fein?" fragte Mille unbeschreiblich nüchtern. ,,0, Mille? Du — du willst!" rief Marie glücküber- waltrgt. Und sie siel der ?ktteu um den Hals und weinte fast abermals vor Freude. Milte blieb völlig kühl und sachgemäß: „Wenn's nämlich noch ein paar Tage Zeit hätte, wär's mrr lieber/' erklärte sie gefühllos. „Wegen der großen Wasche — die schafft' ich lieber erst völlig beiseite. Und dann mußt du auch noch ein paar Dienstmädels haben — mit der Kleinen allein kriegst du das nicht fertig. So gut sie sich auch macht. Aber von dem Kochen versteht sie noch so gut wie gar nichts." ,,Die Küche wollte ich daun selbst übernehmen," 'warf Marne demütig ein. „Meinst du nicht, daß das ginge? Mit eiiiem einfacheil Küchen Mädchen, die mir bei den groben Arbeiten zur Haiid geht? Eine teure, perfekte Köchin niöchte ich jetzt nicht mieten —, unser Haushalt kostet so schon soi viel." „Das weiß der liebe Himmel! Wenn dir das Beste immer nur grade gut genug is für die Bande!" Mille hegte eine tiefe Verachtung fiir die Pensioniere ihrer jungen Herrin. „Und die faule Trine — die Stilling — könntest du auch ein bißchen anstellen, damit sie dir wenigstens etwas' hilft!" fügte sie giftig hinzu. Ihre ehenralige Vorliebe für diese Dame hatte sich ber 'näherer Bekanntschaft „in gährend Drachengist verwandelt. „Ja, da hast du recht — mit Meta Stilling muß ich auch einmal reden!" sagte Marie gedankenvoll, und zum ersten Male senkte sich wieder ein Schatten über ihre Helle Stirn. Fräiilein Meta Stilling befand sich nur noch allein im trauten Heini ihrer Nachfolgerin — Fiddi Moll war fort —■ Marie Ijatte sie eines Abends, als sie mit der heimatlichen Kreisarztstochter und zwei anderen jüngeren Pensionärinnen frühzeitig von einem verregnete:: Ausflug heimkehrte, in sehr fragwürdiger Herrengesellschaft int gemeinsamen Salon angetrofsen, daß eine Trennung unvermeidlich blieb, wollte Marie nicht den Ruf ihres ganzen Unternehnlens aufs Spiel setzen. — — Die kleine Schauspielerin war sang- und klanglos verschwunden — weniger niedergeschmettert, als Marie ertvartet hatte sie mochte an derartige Zufälligkeiten gewöhnt sein — das einzige Andenken, was sie hinterließ, waren verschiedene unbezahlte Mchnungen. Marie hatte vorausgesetzt, daß Fräulein Meta Stilling freiwillig das Schicksal ihrer Herzensfreundin teilen würde. Mer auch.darin hatte sie sich getäuscht. Fräulein Stilling, die nicht mit zu. der verunglückten Landpartie gehört hatte, erschien am näststen Morgen unmittelbar nach Fiddi Molls unfreiwilligem Abgang ruhig und würdevoll vor Marie: „Ich bedauere Sie, daß Sie derartiges erleben muß- ten!" erklärte sie erhaben. „Aber ich habe dieser Person eigentlich nie besseres zngetrant." „Ich denke, sie war Ihre Freundin!" rief Marie. Die andere nickte unerschüttert. „Früher vielleicht. Mer jetzt habe ich ihr sofort erklärt: „Mein FrMnd kannst du nicht länger sein" — — wir sind für ewige Zeiten geschieden. —, Ich komme nur, uni zu. fragen, ob ich jetzt nicht besser in das leergewordene Zimmer umziehe? Es ist kühler und ruhiger!" Sie zog also in das bessere Zimmer, unb sonst blieb alles beim alten. Leider auch bie Methode der Pension^ zahlung, die die beiden Danren seit einiger Zeit angenommen hatten.-Mit der haperte es nämlich schon'längst bedenklich. Marie mußte stunden und iinmer wieder stunden. -Und gestern, am ersten September, hatte Fräulein Stilling keinen Pfennig mehr beznhlt. (Fortsetzung solgt.) Der Uamps in der Steppe. Bon K. Eggert. Im Schutze großer, schattiger Schi rumkazien, einige hundert Meter abseits der großen Karawanen straße nach Tabora, mackst in der Ugogvstcppe gegen Mittag eilt berittener Zug der Maschmen- gewehr-Abtlg. Nr. X kurze Rast, um den durch langen Ritt er-' matteten Maultieren Erholung zu gönnen. Abgesattclt, von ihren schlveren Lasten befreit und mit Spannfesseln versehen, weiden die Tiere unter Aussicht eines Mkari das dürftige, trockene Gras unter den geg-n die Tropensmine schutzspendenden Bäumen ab. Sattelzeug und Ausrüstung liegen zu sofortigem Aufbruch bereit. Unter Führung deS Leutnants G. .. ist die Abteilung als fliegende Kolonne schon tagelang unterwegs, uin die Engländer« dort aufznsnchen, tai sie es am tvenigsteu vermuten, ihnen unter gründlichster Ausnutzung des Moments der Ucberraschnng ein Gefecht *u liefern, ebenso schnell, wie glommen, wieder zu verschwinden, um an «anderer Stelle das Gleich zn versuchen. Dia des Landes unkundigen, englischen Hilfstruppen können ein Liedchen von diesen fliegevden Maschinengewehr-Abteilungen singen, die wochenlang Steppe und Urwälder durchkreuzen, keine Mühe und Entbehrung Jemwu, Hunger und vor allen: Durst willig ertragen, nur mit dem tinm Fiel vor Augen, den Feind zu treffen und Zu schlagen. A:is digemn Söhnen des Landes rekrutiert, vorzüglich 187 sus gebildet, mit natürlichem Verstand und äußerst scharfen Sinnen Lus gerüstet, an Cirtbehnuvg«r und Strapazen von Jugend aus g-e- wöhutt, genügsam und unsere'.! Führern blind ergeben, gehören die Askari der Schutztrnppe zu den vorzüglichsten Soldaten, lind wieder die besten unter ihnen zählen zu den Maschinengewehr-Abteilungen, sie würden den Teufel aus der Hülle holen, trenn es möglich wäre. — Vorausgeschickte, eingeborene Späher besorgen die Nachrichten Über die Bewegung des Feindes mit staunenswerter Schnelligkeit. Die Tiere liegen im Baumschattcn, alle Viere behaglich von sich gestreckt, auch die Askari haben Schub vor der Sonnenglut ge lucht und ruhen; nichts stört die einsame Ruhe der Steppe. Mit dem ältesten Unteroffizier, Schau sch Ha miß, bespricht Leutnant G. .. die Unternehmungen der nächsten Tage. „Ich glaube nicht, daß Onrari heute noch mit Nachrichten eintrifft!" sagt plötzlich Leutnant G... „Es ist Wohl möglich, Bwana kubwa!" (großer Herr) antwortet Ham iß, „jedenfalls hat er fest versprochen, heute zurück zu sein, andernfalls müssen wir ihn ja auf unserm Weitermarsch spätestens in der Nacht treffen!" „Es ist gut, Hamiß, gehe jetzt auch ruhen, laß die Abteilung uni %6 fertig machen." Ham iß revidiert noch eininal die Posten und geht dann langsam auf dem schmalen Steppenpfa.de vorwärts. In Gedanken versunken äußert er im Selbstgespräch : „Ich kenne doch meinen Ndugu Bruder), er muß heute hier sein, wenn er nicht selbst in der Klemme itzt." Von einem Termitenhügel gewahrt er weit in der Steppe einen kleinen, schwarzen Punkt, welcher eilends näher kommt, und schon bald erkennt er seinen lang ersehnten Bruder Omari. Im Geschwindschritt geht es jetzt ins Lager. Den Speer in der nervigen Faust, staubbedeckt, und in zerrissene Lappen gekleidet, erzählt Omarp dem gespannt horchenden Führer in seiner Nan greichen Muterstprache fol; 7 cndcs: Als ich von.aufbrach, kam ich nach lagelangem, heißem Marsche in die Nähe der englischen Safari (Karawane). Ich mischte mich unter die zu Trägern cingefangenen Landsleute und stellte mich als Stammesgenosse vor und erhielt eine Last Patronen zu tragen. Am andern Tage ntclbete ich mich als Führer und gab an, die Gegend, aus welcher ich zu Hause sei, genau zu kennen. Z:vei Tage führte ich die Feinde dir entgegen, dann verstauchte ich mir den Fuß und wurde krank, cs gelang mir, den unerfahrenen, englischen Führer zu täuschen. Endlich überließ nian mich, als scl/.verdanken Mann, in einen: Dorfe meinem Schicksal. Kaum war der Schlvanz der Karalvane verschwunden. war ich auch schon wieder gesund, irnd auf Umivegen eilte ich dir, Herr, entgegen. Möge Allah diese Hunde verruchten, wenn du heute bei Sonnenuntergang abreitest, haben wir sie morgen früh in der Falle am Plateanrand. Jnshalla (So Gott will).- Die Sonne rüstet sich zum Untergang. Mann hinter Mann traben zehn Netter und sechs Packtiere mit zwei Maschinengewehren, Schlitten und Munition lautlos auf dem schmalen Wege zum Plateau. An der Spitze Leutnant G .. . mit dem Führer Omari, mit kurzem Abstand folgend Hamiß und die Askari mit den Pack- tiercn. Die kurze Dämmerung macht bald völliger Dunkelheit Platz. Die Abteilung schließt von selbst wortlos ans, unentwegt und sicher folgt alles dein Führer Omari. Ihren: eigenen Instinkt überlassen, kennen die Tiere die Gefahren der Steppe bei Nacht ganz genau und bleiben von selbst beieinander. Hyänen wittern die Tiere und lasse:: ihr schauerliches Bellen, einem lvahnsinnigen Lachen ähnlich, ertönen, auch der Köirig der Tiere ist in weiter Ferne zu txrnehmcn. Im Morgengrauen erreichen die Reiter das Ende -dew Steppe, jäh, steil -und zerklüftet liegt der Platoaurand des ostafrika-- nischen Grabens vor ihnen. Nach ganz kurzer Rast beginnt au? schmalen engen Saumpfaden der Ausstieg, und als der Sonnenball sich über den Steppenrand erhebt, bezeichnet Omari den Platz, wo die Maschinengewehre in Stellung gebracht werden können. In Eile werden die Tiere abgesattelt, von ihren Lasten befreit und nach ' rückwärts außer Sicht gehrach. Weit schweift der Blick aus überhöhter Stellung über die in der wärmenden Morgensonne still daliegende Steppe. Mit fürchterlichem Grinsen deutet Omari auf einen schmalen, grauen Streifen, den Weg, voelcher unten unregelmäßig zwischen Gebüsch verschlungen sich hindurchwindet. „In einer Stunde' wird die englische Karawane diesen Weg entlang kommen, und das Strafgericht für unsere verbrannten Dörfer über sie hercin- brechen. Tod diesen Bluthunden. „Jnshalla" (So Gott will). Sorgfältig. neben einem pilzförmig übevhängenden Felsen wird die Stellung ausgesucht, werden die Maschmeugewwhre fertig gemacht und Munition Ivereit gelegt . Sorglos, nichts ahnend, erscheint die Spitze der englischen Marschkolonne. In geringem Abstand folgend und wohlgeordnet :m Gänsemarsch Mann hinter Mcrnn, marschieren', abwechselnd :nit Askari, Träger, Maultieren, mit Maschinengewehren und Gebirgs- kanonen und der ganze Troß von Weibern. Im vorderen Drittes, a::f einem schneeweißen Maskatesel, reitet der Führer .... Gespannt, jedes Winkc'L gewärtig, liegen die Richtschützen hi::ter den Zielfernrohren, tu heißer Erwartung umklammern die Hände die Handhaben der Gewehre, ihre Falkenangcn Erfolgen jede Bewegung des Feindes in der Steppe. Jetzt.... rin kurzer, leiser Befehl an Schausch Hamiß, den Führer des rcclrten Gewelpres: ,T)u nimmst den MaSkatcscl, darin die Tragtiere, ein halber Gurt Puuktfeuer wird genügen." NiNi noch einer: Augeiwlick gespanntester Erwartung, die Müw duugen streichen die Kolonne ab. Da.leise, aber messerscharf und schneidend ertönt der Befehl: „Visier 800 — Achtung — Br.ntenseuer, Tan er jener. Wild hämmern die Maschii'.ehre, ein Gurt nach dem andern verschwindet unter geschickter Führung im ..Gewehr, — Glühendheiß werden die Läuse, — das Kühlwasser kocht, — zischend entweicht der Dampf dem Wassermantel, aber unentwegt, ohn. Unterbrechung fegen die Geschosse wie ein vrrderbcmbringeuder Sturmwind in die Reihen englischer und indischer Sö!dr:er. -- — Im Nu haben die Träger sich der Lasten entledigt und fliehen regellos unter fürchterlichem Geschrei in die Steppe. Der Fich.rcr ist gefallen. Ratlos mit stieren Augen laufen Askari und Inder durcheinander. Einige schließen, sich de;: fliehenden Trägern an, andere versuchen sich zu formieren und Widerstand zu leisten. — Ein kopfloses Durcheinander herrscht und alle Ordnung ist 'erkoren gegangen. — Inzwischen hämmern unbarmherzig uns hart die Maschinetv-Geivehre weiter in das Chaos vor Angst siebe: .-der Menschen, wimMender und schreiender Venvundeter. Auch der letzte Zusammenhang geht verloren, pen letzten Versuch Widerstand zu leisten bricht der unsichtbare Gegner. Bald sind die wenigen, die das güttige Geschick verschonte, initer Zurücklassung der Venvundeteu, die mm eine Beute der Hyänen, Löwen und Aasgeier werden, aus die Rettung ihres eigenen Lebens bedacht, um vielleicht wenige Augenblicke später in die .Hände hecumstreifender, grausamer Eingebo reuet:trupps zu fallen. Das letzte Geschoß hat den glühendheißen Lauf verlasse::. Tie Vernichtung ist vollstairdig. El hanrdu lilcch! (Gott sei Tank!) vle Zchnijcheuer». Ein Beispiel staatlicher LcbenSmittelversorg:mg in Deutschland v-as frühere:: Zeite::. Fast überall in unseren heimatlichen Gauen, besonders auch vr den Rhein- und Mäingegenden haben sick) alte Gebcuwe erhalten, mi welchen noch hettte der Name „Zehntsck-euer" oder „Zehntbof" haftet. Es sind meist große Gehöfte mit Scheuern und Stallcmgen, auf ehemaligem herrschaftlichen: Grund und Bode:: erbaut, welche ursprünglich dazu bestiimnt waren, den „Zehenten", die Nittural- abgaben der Untertanen an die Obrigkeit, aufzunehmen imd zu verwahren. Dcn:n es ist rwch gar nickst so lange her, daß die ländlichen Gemeftwen ihre Steuern größtenteils nicht in Geld erlegten, sondern nach alte:::, deutschem Gebrauch vom Ertrage ihrer Felder und Flluren den zehnten Teil (daher der Name „Der Zehente") an öcit vom. Landesherrn eingesetzten Bogt tu die dazu bestimmten Sauv- melftelle:: abliefen: nrüßten. Die Naturaltvirlschaft hat ja überhaupt auf dem platter: Lande viel länger, als man gemeinhin anniinmt, in Deutschland noch vorgeherrscht, selbst zu einer Zeit, als die Städte Und ihre Beivohner schon längst zur reiuen Gelbwirtschaft übergegangen waren. Wie weit dieses Steuersystem ausgebaut war, lehrt rn:s eü: Wetstun: (Dorfrecht) des 13. JahrhwlcheriS. ES heißt da: „Zeheuter: soll mau geben jedes Jahr vorr der Frrwlst arrs dem Felde >urck> dem geborenen Vieh im Stalle, >vas und welcherlei das sei, rrud von verdientem Lohn und aller rechter Gewinn: Zr: der Frucht auf dem Felde gehört alles, s von Hungersnöten lheiingcsucht worden sind n:w welch ernsten Sinn das Gebet „Unser tätlich Brot gib und heute" für unsere Vorfahren gelebt hat. Kam es doch sogar vor. daß Nord und Oft- Deutsclüand bitteren Mangel au Lebensmitteln litt«:, während im Stiden m:d Wosbnr Uebersluß herrschte. Denn e? bestand ja keinerlei Möglichkeit, die dort vorhandenen Vorräte in genügender Menge nach den bedrohten Gebieten zu schassen, da alle Verkehrs- mittcl zu solchen: Massentransport fehlten! Für solä>e Zeit. :: muß» ten die Behörden in den einzelneu Staaten Vorsorgen Nach den vorlicgnchni Berichten Haben da:u: die in den Zehnlsck>'.wriH lagernde:: Getreidemengen dazu gedient, die Not zu lindern, so drückend auch vorher die jährlvtstt: M'gal>en für dir Lanbinn^hner 188 tzewesen totalen. Man. rrahnr Me Verheilung in ber Weise vor, bau bm Bedürftigen das Getreide ober Mehl An einem von den Behörden festgesetzten Höchstpreis abgegeben, ä'urde. In den Städten verteilte man Brotmarken, gegen welche die Bezugsberechtigten bei den Bäckern ihr bestimmtes Quantum erhielten. Die ältesten Brock- »n arten sind uns aus den Hungers ahven 1539—1540, die damals, aus Kupfer geprägt, von der Stadt Nürnberg mrsgegeben wurden, bekannt. 9?ur n«ar diese PArt obrigkeitlicl^er Fürsorge meist sehr mangelhaft, denn für längere Zeiten der Not reichten die Vorräte fast niemals aus. Tie Macht des Staats war nicht imstande, der frevelhaften Gewiimsucht entgegenz-irtreden, die aus dem Steigen! der Preise Vorteil zu ziehen suchte rmd die notwendigsten Lebensmittel zurückhielt; wie heilte hat schon damals dieses weitverbreitete Uebel eine traurige Rolle in der Geschichte der Ecnährungsschwierig- keiten gespielt. In den Berichten über diese Heimsuchungen, mrf dem Schaustücken, welche zur Erinnerung an dieselben entstanden, lesen wir wiederholt den Spruch „Wer Korn einhält, dem fluchen die Leute, aber Segen kommt über den, der es hergibt." Eine große Erschwerung war es auch, daß in Deutschland keine einheitliche Regelung durch die ReichscxÄvult möglich N-ar rmd jeder Staat in volkswirtschaftlichen Dingen tmr und lassen konnte, was er wollte. Das hat noch bei den letzten großen Mißernten der Fahre 1816—17 und 1847 zu schweren Reib urigen und Vermehrung der Leiden in einzelnen Gebieten geführt. Astch heute stehen wir buircfy den fluchbeladen eir Aushungerungskrieg rmsever Gegner vor erheblichen Schwierigkeiten in unsere? Errrährnng. Wir können denselben aber mit ganz anderen Mitteln entgegen treten als die Deutschen früherer Jahi'hurrderte. freute vermag das Reich, die Vorräte in den einzelner: Gegenden festzu- stellcn und gegeneinander auszugleichen. Dem Transporte auch großer Mengen stehen keine, rmüberwindlühen frindernisse mehr rnr Wege und durch strenge Rationienulg kann eine zwar knappe, aber immerhin auskömmliche Enlährung gesichert »verbell. Freilich, die Negierung allem kann der Lage nicht Herr norden, sie bedarf dazu der Mithilfe eines jeden einzelnen, der Einsicht rmd des Mten Willens, zumal auch der Landbevölkerung. Jeder muß hier mit seinen Volksgenossen teilen und ertragen, beim wir wären alle verloren, wenn die Eigenliebe des einen Teiles es 1mmöglichgnachte, den andern Teil des Volkes zu enrähren. Schlimmere Zeiten als d:e heutigen haben unsere Vorfahren dnrchgentacht und überstanden, vbrvobl sie noch nicht als vollberechtigte Bürger am Staate Teil hatten, sondern oft in harter Fron ungeliebten Herren dienen mußten. Wenn wir Uns heute Entbehrungen auferlegen, so wissen wir wofür, es gilt das Heiligste zu retten, das rms alle umschließt und schützt, unser geliebtes, deutsches Baterlarrd! I. C. NermrkchtcS, * Ter automatische Soldat in Amerika. Um die Kriegsstarke des amerikanischen Heeres wirksam zu ergänzen, melden sich seit einiger Zeit die Erfinder nachdrücklichst zu Worte. Unter den neuen phantastischen Vorschlägen, die die neue Situation gezeitigt hat, verdient jedenfalls die Entdeckung des automatischen Soldaten, die in einer Zeitschrift im fernen Westen ernsthaft erörtert wird, besondere Beachtung. Der von Bern Pieper ans dent Staate Jllinops erfundene Automat, der den stolzen Titel „King Grey" träist. ist ein Stahlriese in Menschengestalt von 3 Meter Länge und mit einem Gewicht von 300 Kilogramm. Das nur ein Drittel so große Modell aus Holz und Nöetall kann schwere Lasten tragen und sich wie einMensch bewegen. Ter innere Mechanismus, der sebr entwickelt zu sein scheint, besteht aus zwei Motoren von 40 PS. und einem .Hilfsmotor von 2 PS., „der das elektrische Nervensystem treibt", wie der Erfinder es nennt. Bern Pieper glaubt, daß eine größere Anzahl solcher Stahl riesen ohne jede Schkwierigkeil die Stacheldrahtlstudernisse durchbrechen, über die Schützengräben schreiten und die Besatzung niedermähen würde. Bern Pieper scheint freilich dabei die feindliche Artillerie nicht mit in Rechnung gezogen zu haben, und das ist immerhin ein nicht ganz unbedenklicher kleiner Recherlfehler. * Das Grammophon a l s Militärkapelle. Ter englische Mannschastsmangel zeigt sich auch darin, daß die englischen! Militärkapellen, selbst in der Heimat, eingezogen worden find — man braucht alle Leute bei der Waffe. Die englischen Truppen wissen sich aber zu helfen, mrd wenn englische Soldaten in geschlossener Truppe durch London marschieren, erklingt doch die übliche Militärmusik. Sir „marschiert"' der Truppe voraus: es ist ein einzelner Kakhimann, der ein Grammophon auf den: Rücken trägt. Ein schwedisches Blatt, das dies mitteilt, belegt seine Angabe durch eine photographisch' Ausnahme. * Wie die Bäcker in Kristianssund sich Kohlen verschafften. In Kristianssund befürdet sich ein Bäcker, der den dortigen englischen Konsul zu sein eil .Kunden zählt. Eines! schönen Tages, so erzählt das „Svenska Dagblad", war sein Kohlenvorvat gänzlich erschöpft, und er wandte sich an den Konsul Mit der Bitte, ihm gnädigst zu gestatten, seinen Kohlenbedarf zu decken. Ter Konsul lehnte jeooch diesen berechtigten Wunsch ab. Ta swlld nun der Bäcker und sah sich vor der Notlvendigkeit, sein Geschäft zu schließen. Bald darauf fanb eine Versammlnng samt- i licher städtischer Bäcker statt, und da erwies es sich, daß kein einziger von iljneu die Brotlieferung für das errglische Konsulat übernehmen wollte. Illid man beschloß, dem britischen Konsul mitzuteilen. daß — falls der Konsul ven Bäckern keine Kohlen verschaffen konnte, sie dem Konsul auch kein Brot liefern, könnten. Und liehe da — unrnittelbar ldarauf churoe der Kohlenmangel der Bäcker behoben. * Ein See mit giftigem Wasser. Es ist jedenfalls eine wohl einzig dastehende Dderkwürdigkeft, daß in den oberen Schichten des Wassers eines SeeS ganz vergnügt alle möglichen t ische leben, während in der Tiefe kein pflanzlickies oder tierische- ebewesen existieren kam:. Das ist im Ritom-See in Bal Piota des Kantons Tessin der Fall. Von 12 Meter unter der Oberfläche an ist das Wasser so stark mit Schwefelwasserstoff durchsetzt, daß der Aufenthalt für alle Organismen dort unmöglich ist. Selbst in größter Verdünnimg hat sich das ans der Tiefe entnommene Wässer »chon nach kurzer Einwirkung für Forellen als tödlich erwiesen. Nach einer Mitteilung der Fischerei-Zeitung ist die Hydrologische Kommission der Schweizerischen Naturforschendcn Gesellschaft mit der Untersuchung der Herkunft des giftigen Gasgehaltes beschäftigt. Tie Wasserkraft dieses Sees ist als Kraftquelle für die Gotthardtbahn in Aussicht genommen. * Ter Auktions-Sänger. Daß bei öffentlichen Versteigerungen die kostenlose Verabreichung von Getränken und belegter: Brötchen die Geschäftsstimmung hebt, ist bereits eine alte Weisheit. Auf eine neue Idee aber kan: ein englisches Kunst- versteigcrungshaus, das die folgende Anzeige veröffentlichte: „Gesuche wird für dauernde Anstellung ein sentimerrtaler Sänger, der sich bei Versteigerungen durch seine Kunst nützlich macht! . . Vöcherllsch. — Velha^en & Klasings Monatshefte geben soeben ihr Aprilheft heraus. Es ist wieder frisch und dabei abwechselungsreich und gehaltvoll, lieberrasckxeird schön ist diesmal der Bilderschmuck. Zwei Aussätze wird jeder gleich lesen, weil sie überaus zeitgemäß sind: wie Fritz Bley der: neutralen Herrn Wilson schildert und Klaus von Rhoderrs muntere Plauderei über die großer:^ Schwindler, die die Dummheit und (Geldgier ihrer Zeitgenossen auszubeuten verstanden. Ebenfalls ganz zeitgemäß sind Otto Röses Arbeit über „Tie Schkveiz im Weltkriege" und das schwungvolle Gedicht stindolf Herzogs auf Graf Zeppelins Heimfahrt. An dm Krieg geurkahlren eine Reihe von bunten Bildern. Karl Felbers, die den Schauplatz der Kämpfe zwischen Maas und Mosel schildern. An die ^Kunstfreunde wendet sich der mit farbenfrohen Bildern geschmückt« Aufsatz über Kart Ludwig Jessen, einem .Hermatsmaier aus dem Frieseuland, desseir kräftige Bilder sich lden: Gedächtnis unvergeßlich enrprägen. Literatur freunde werden dagegen Karl Streckers Betrachtungen über die in ben Berlinern Theatern im letzter: Winter aufgesührten Thead'rstücke und Tr. Pfeifers Würdigung des vor hundert Jahren verstorbenen Frei- heitsdichters Max von Schalrkendors mit Interesse verfolgen. Garrz besonders glücklich sind iit dem vorliegenden Aprilheft mur Belhagen & Klasings Monatsheften die erzählcrrde Beitrüge. — sTerTürmer -'Kriegsausgabe) Herausgeber: I. E. Frhr.- v. Grotthuß Vierteljährlich (6 Hefte) 5 Mark, Einzelheft 90Pfg. Probeheft portofrei «(Stuttgart, Greftrer L Pfeiffer,. Aus dem Inhalt des zweiten April Heftes: Sinei Botschafter) und verschiedene Gedanken. Von I. E. Frhrn. v. Grotthuß. — Die schwedische Margret. Eine Kriegs- mrd Hexengeschichte aus Nord- schleswig. Bon Erich Schlaikjer. (Fortsetzung.) — Vlamland frei! Bon Obecpfarrer A. Sckw-valter. — Sieger Frühling. Von Inge Karsterr.'— Vertrauliches und Erbauliches ai:s Michaels Waschküch. Von I. F. Frhrn. v. Gotthuß. — Gertug von Amcrfto' — Fricdrich^ List, Deutschlands Retter. Bon Dr. Georg Bicdenkapp. — Mvnroedvktrin^ rurd Weltpolitik. Von Otto Eorbach. — Die Vlamen. — Soft wann verriet uns Italien? Von Tr. Justus Schoenthal. — Wie Lange noch? Von Walter Jäger. — Höchstpreis für .Bilder. Bon K. St. — Meister der Klavierbunst ans per vorklassischen Zeft. Bon H. Oehlerking. — All>ert König nrrd Ferdinand Steiniger. Von K. St. — Türmers Tagebuch: Der Krieg. — Auf der Warte. — Kunstbeitagen. — Notenbeilage. — Augn st Strindberg-Quarantäne Nr. 16 der Weltlftevatur. Mft eurer Karikatur August Strindberg von Olaf Gülbranssohn. Preis der Nummer 10 Pfg. Erhältlich in jeder BuchhcnMrmg. Verlag der Weltliteratur, Mürrchen 2, Färber- graben 24. _ Abstrichrätsel. Verstand, Acht, Llärz, Halftern, Ur, Bora, Note, Kram, Siegel Von jedem Wort ist die Hälfte der Buchstaben zu streichen derart, daß die andere Hälfte aus uebenoinauderstehe den Bnchstaben besteht. Die nicht gestrichuen Hälften müssen im Zusammeuhaug eine kriegerische Maßnahme nennen. (Anflüsung in nächster 9ftrmmer.) Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Wir und unsre Bundesbrüder ringen alle Feinde nieder. Schristleitung: Fr. R. Zeuz. — Zwitling-runddruck und Verlag der Arühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießeir.