Hüftmotf». 18 Snril T'] m~i - Hr. \2 Pechmarie und Hans im Glück. Die Geschichte einerJugend freundschaft vsn C. v. Dor n au. Nachdruck und Ueoersetzungsrecht in fremde Sprachen Vorbehalten. ^Fortsetzung.) Nun hatte er Weib und Kind! Jetzt erst gewann in Maries Augen feit^c Frau die volle Bedeutung für sein Leben, da sie ihm sein Kind gab-- Nun hatte er ja olles, alles, was sich ein Mann nur wünschen kmrn: eine schöne .Frau, ein liebeö Kitrd, ein Hein: — Arbeit und Erfolg seiner Arbeit'fiir die, die er liebte. WaS brauchte sie da noch hier zu sein? Die kürglichen Brosamen dieser Naa)mittags stunden aus der Füll«, seiiss Reichtunrs hinnehmen? Eine ungeheure BitterVeii k»n Über die arme Marie. Sie wurde ungerecht — sie zürnte nttt ihm, daß er sie hierhergerufen, wo sie doch s-o gan^ und gar nichts nütze war —> sie bekam brennend« Sehnsucht nach ihrem stillen, gevrdivet-en, frie- densvollen, eigenen Heini, nach der g^treicen ?)ttlle, der sie alles im Hoben bedeudeb- — — Sie würde morgen Heim- kehren. Ein Oruud würde sich schon find«:. Sie fing trotzig und finster tomi* mit dein Zicsannnenräumen ihrer Hab- seligkeiten an, schleifte den Koffer, der draußen ans dem Borboden stand, ü*s Zimmer und schloß ihn auf-Und warf sich dann plötzlich angekleidet, mit eurem Strom von. Tränen, aus ihr Lager- Immer war'S rhr getveseir, als ob ihr doch ein Stück wenigstens das alt-rn Freundes gehörte. Heut abend — heut abend hatte sie ihn ganz und gar und fiir immer verloren — Der Gvnnd 2tbrei.se fand sich ganz überraschend am nächsten )Norgen. Sie kam später als sonst zum Frühstück herunter — etwas in ihr h^iubt« sich gegen das Wiedersehen mit Hans. Er war nicht inrhr tm Eßzimnrcr, und sie atmete aus. — Frau Elfrisde kam gleich danach frisch und rosig in* Zimmer, erzählte daß Hans bereits seit einer Stunde fort sei — sie hätt« noch geschlafen, als man ihn wegrief —* man habe ihn zu Philipp Koch geholt, der in der Nacht erkrankt wäre. H^r-krampf oder so etwas. Gs' ginge schon besser, aber er habe dock) sehr gewünscht, Hans zu sehen. „Er wird hoffentlich beabsichtigen, sein Testament zu machen," fuhr die junge Frau nachdenklich fort. Sie saß mit im Sck>oß verschränkten Händen da und sah Marie zu, die aus der Kasfeenmschirre den Movgentrank bereitete. „Das kann nran nicht früh genug tun, nicht wahr? Der arme Philipp Koch! Gestern alnnd sprachen wir noch von ihm. Es ist nur gut, daß er gleich arr HanS gedaclst hat und ihn holen ließ! 2Lec Sie sagen ja gar nichts, liebste Marie." ,Hch höre zrr," versetzte Marie mechanisch. Sie füllte die Tasföll nrit etwas zitterigen Händen und setzte sich rasch Nieder, um grübelnd zum Fenster hinarrszuseheir. Elfriede boobachtsw sts leicht blinzelnd. „Da ist auch etwas fiir Sie!" sagte sie plötzlich inib zog einen Brief aus dem Schlüsselkörbchen, das sie als"' Attribut ihrer Würde gern neben sich stehen hatte, solange sie ihrem Manne am Frühstückstische gegenübersaß. „Ich hab'S vorhin dem Briesboteir abgenonnnen — ans Berlin, nicht wahr? Gewiß von Ihrer alten. Wirtschafterin. — Ein« possierliche Handschrift! Ganz männlich!" „Er ist nicht von Mille," sagte Marie, während sie das Kuvert aufriß. Sie las erstaunt, mit großen Augen die ersten Zeilen, sah nach der Unterschrift, dann lächelte sie, zum ersten Male am heutigen Morgen. „Ich muß gleich abreisen — heute noch!" stieß sie nach kurzem Besinnet! hervor. Es fiel ihr gar nicht ein, daß ihr Benehmen ungewöhnlich sei. Sie fand ganz einfach, daß dies eine prachtvolle Gelegenheit wäre, fortzukommen, ohne irgend einen Grund erfntden zu müssen — wogegen sich ihre grundehrliche Seele schon den ganzerr Morgen gesträubt hatte. „Abreisen!" rief Frau Elfriede mit weitaufaerissenen 2kugen. „Heute noch! Aber ich bitte Sie — weshalb denn?" „Ich Hab' eirren Brief bekommen, der mir sehr gut patzt —< — Ich-" Marie hielt inne, schob das Schreiben in dett Utnschlag zurück und stand hastig ans — ,Lch meine —i es paßt sehr aut, daß ich heute reisen kann. Eine — eine Freundin in Berlin bittet mich, zurückznkomnren- —" „Eine Freitndin!" sagte Elfriede mit Betonung. Sie ließ kein Aicge von Marre, die hastig, im Stehen, ihren? Kaffee herunterstürzte und sich dann zur Tür wandte. „Ich muß gleich zur Post, an Mille telegraphieren, daß ich komme," sagte Marie atemlos. Sie lies nach oben, Hut und Handschuhe zu holen. Die junge Hausfrau lauschte ihr vorgebeuat noch ein paar Sekunder! nach. Dann griff sie flink nach dem Briese hiitüber, den Marie vergessen hatte, riß ihn ans dem Umschlag und suchte in fliegender Hast zuerst nach der Unterschrift. —i . Nein! Es war wirklich —< eilte Freundin. „Ihre arme, verzweiselte kleitre Freundin Fiddy Moll." Kein —• Freund, wie Frau Elfriede einen Augenblick ganz ernstlich befürchtet hatte. — — —•• Aber der Brief, den sie sorgfältig ztveimal durckstas, beunruhigte sie trotzoem. Das glatte, freuitdliche Lächeln verschwand aus dem Kiudergesichtchen und machte mißnuttigern Grübeln Platz. Da schlug unten die Haustür zu. — Hans mußte zurückgekommen sein. Und zugleich horte man diese unglaublicl-e Marie die Treppe hinabpoltern. Sie polterte inrnrer ein bißchen, besonders aber, loenn sie aufgeregt war. Dann war sie noch ungraziöser als gewöhnlich! Harts uird Marie trafen draußen anfeiumider Und karnen zusammen ins Zimmer. Frau Else trank ihre Tasse auS. Der Brief lag unberührt auf dem alten Fleck. Hans war sehr ärgerlich, daß Marie so Knall und Fall fort wollte. Er zantte sie weidlich ans. Seine Frau kam ihm zu Hilfe, bat und schmeichelte und redete zu, doch wenigstens noch ein tzaar Lage zu bleiben, sich die Sache 166 erst noch einmal zu überlegen. l —> Marie blieb starrköpfig dabei, daß sie heute mittag abreisen müsse. Eine gute Bekannte, eine Freuudin, habe sie darum geoeten. Mehr sagte sie nicht. Haus wurde schließlich fast grob, während eine Frau nachdenklich sckwieg. Mit einem Male fragte sie anft und glatt in das Gezänk der beiden arideren hinein nach Phipp Koch, und Hans wandte sich verdrießlich von Marie ab und berichtete. Es ginge Phipp aottlob wieder ganz gut. Nur ein wenig matt sei er noch. Aber das ginge wohl auch bald vorüber, bei der guten Pflege seiner alten Liese. Er habe derartige Anfälle schon öfter gehabt, dieser sei wohl kaum Viel heftiger gewesen als die früheren. „Und warum ließ er dich diesmal Holend fragte Frau Elfe aufmerksam. ,/O, das hatte nrit seiner Krankheit nur indirekt zu tun." „Er will sein Testament machen!" rief Elfriede in die Hände klatschend. Hans sah sie verständnislos an. „Sein Testament? Das hat er wohl schon längst gemacht! Und dazu braucht er mich doch nicht! Nein, es handelte sich um etwas anderes." „Schade!" sagte Elfriede enttäuscht. ,^Jch dachte schon, er würde wenigstens so eieren Anhang an sein Testament machen — wie nennt man das Ding nur gleich ? —> und dir was aus seinem Gelde vermachen —" „Mir? Aber Kind — wie konrmst du nur in aller Welt auf so einen närrischen Einfalls" „Närrisch? Wer Harrst Das Elfchen schmollte. „Er bat doch nieinand tveiter auf der Welt als dich! Deshalb haben wir chn doch so oft eingeladen!" Ein Zucken des Unbehagen lief über Hansens Gesicht. „Deshalb? —" wiederholte er ungeduldig. „Du sprichst dich nicht ganz deutlich aus, meine Kleine — das klingt beinah so, als ob wir ihn uns ins Haus lüden, um bei ihm erbzuschleichen! Phipp steht übrigcirZ gar nicht so allein, wie du annimmst. Es lebt noch ein Neffe von ihm — Sohn einer bedeutend älteren Schwester, die sich frühzeitig ins Ausland verheiratete und dort mit ihrem Manne in großer Aririut gestorben ist. Den Sohn hat Phipp auf seine Kosten in Deutschland fertig erziehen lassen. Sticht hier am Ort, um seines Vaters willen, der sich mit der Tochter wegen dieser Heirat bitter erzürnt hatte. Und um der Leute willen, die seiner Schwester Andenken nicht beschwatzen sollten. Aber jetzt kann ruhig darüber gesprochen werden. Der junge Mensch — t r ist schon beinahe zwanzig Jahre alt — hat sich sehr brav entwickelt, und Phipp ist entschlossen, ihn zu sich zu nehmen. Als Gehilfen und künftigen Nachfolger. Hertte nacht hat er sich dazu entschlosseu. Vielleicht infolge eines seiner närrischen Gesichte. Jjch Hab' dir doch einmal davon erzählt, daß er bei uns der Spökenkieker heißt. Gesagt hat er nichts darüber. Er hat mich nur gebeten, noch beute an den Jungen zu schreiben, daß er sofort Herkommen soll — er selbst ist noch zu schwach dazu." „Und der fremde Mensch bekommt nun 'mal all das schöne Geld!" sagte Elfriede traurig. „Und Marie —" „Ja, wo ist denn die?" Hans sah sich vergeblich um. „Fort, wahrhaftig! Da klappt schon die Haustür!" Er trat ans Fenster. „Unglaublich! Da läuft fie bereits die Straße hinunter! Ein rabiates Frauenzimmer! Wohin will sie denn eigentlich? Schon zur Bahn? Der nächste Zug geht in drei Stunden — fi „Zum Telegraphenamt. Wer — Hans —" Frau Else karn näher und schmiegte sich liebkosend an ihn — „mit der Marie mußt du noch mal ein ganz ernstes Wort reden! Sie darf ihr schönes Geld nicht verpulvern —i an Unwürdige verschtvenden." — „An Unwürdige? Was weißt du denn davon?" „Sie hat's mir vorbin anvertraul. Wer du sollst gar Nichts davon wissen. Ich Hab' ihr versprechen müssen, dir nichts zu sagen. Du darfst sie's also nicht ein bißchen merken lajsen, daß ich dir was verraten Hab« —" „Wenn dn's ihr versprock-en hattest, darfst du mir auch mchts sagen!" „Pah! Wv's doch zu ihrem Besten ist! Sie hat da in Friedwau, anscheinend im selben Hanse sogar, eine Bekannte wohnen, die Zimmer an Fremde vernrietet oder so tvas ähnliches. Und die steckt in plötzlicher großer Geldklemme und bittet Marie, ihr ru helfen — die Möbel sollen ihr gepfändet werden, soviel ich verstanden habe; sie schreibt ! r- fie spricht, meine ich -- gar so undeutlich. Mavie hat ihr ' schon öfters geholfen, scheint es. Unb jetzt reist sie Hals über Kopf hin, um dieser zweifelhaften Bekanntschaft bei- zu stehen." „Aber das ist doch hahnebüchener Unsinn!" rief Hans erschrocken. „Marie ist so vertrauensselig — sie kann da schön hineingelegt und ansgenutzt »verden! Ich werde ihr ganz gehörig meine Meinung sagen!" „Ja, das tu, lieber Herzensmann, auf mich hört sie ja doch nicht-Mer sei vorsichtig, damit sie ja nicht mertt, daß ich dir etwas verraten habe! Versprich mir das!" „Natürlich versvreche ich dir das, kleine Banabüchse, — ich begreife nur nicht recht, warum sie dir das alles anver- traut hat, wo sie ja boch. keinen Rat von dir annimmt." Frau Elfe wurde ein wenig rot unb verbarg ihr Ge- sichtchen an Hansens breiter Brust. „Es geschah wohl in der ersten Erregung!" flüsterte sie. „Und sie ist ja überhaupt ein bißchen wunderlich und unberechenbar, die gute Marie —" „Ja, wahrhaftig! Das ist sie!" Hans mußte wider Willen lachen. „Na, jedenfalls muß sie mir beichten, und ick ward' ihr nachher ordentlich den Kopf waschen, während ich sie zur Bahn bringe; abreisen tut sie ja nun doch auf jeden Fall, da kenne ich sie schon." Hans fand keine Gelegenheit, der störrischen Freundin „den Kopf zu waschen". Sie mußte es zwar dulden, daß er sie im Korbwägelchen des Nachbarn, in dem er sie vor drei Wackln abaeholt, wieder zur Bahn brachte. Wer sie saß bocksteif neben ihm und setzte allen mehr oder tveniger verblümten Anzapfungen dickwpfiaes Schweigen entgegen. Er bekam absolut nichts von ihr heraus. Und da er Elfriedei gelobt Hatte, ihre Ausplauderei geheim zu halten, so blieb ihm schließlich weiter nichts übrig, als nach ein paar sehr heftigen, ärgerlichen Anzüglich ketten, die sie ebenso rücksichtslos erwiderte, gleich ihr trotzig zu steigen. Es wurde eine äußerst unerquicklick)e Fahrt! Becke waren froh, als der Wagen vorm Bahnhofsgebäude hielt. Hans sprang zuerst heraus und half der Freundin mit almewandtem Gesicht beim Aussteigen. Darauf zankten sie sich abermals nicht unerheblich, da sie beide den Wagen bezahlen wollten — wobei schließlich Hans Sieger blceb. Das versttmmte Marie noch mehr — sie riß ihm fast ihre Handtasche ans den Fingern und lief, ohne sich nach ihm nmzusehen, in das Bahnhofsgebäude hinein. Er durfte ihr rveder beim Fahrkarten- tauf noch bei der Gepäckaufgabe behilflich sein und stand mit finsterer Miene untätig daneben. Wer aus den Bahnsteig kam er dock) mit hinaus, so wenig liebenswürdig sie ihn auch anknnrrte, daß das „absolut nicht nötig sei." Der Zng stand schon bereit, sie ging rasch darauf zu, suchte sich selbst ein Abteil aus. Hans immer schweigend und verärgert hinterher. Im Begriff, einzusteigen, besann sie sich dock) darauf, daß sie schließlich drei Wochen lang sein Gast gewesen sei und er nun doch wohl Anrecht ans ein paar fteundschaftliche Wschiedsworte habe. Sie gab ihm die Hand, ohne ihn anzusehen: „Ich — beb auf mich auch schön!" fotefc ffcs dabet hervor. (Fortsetzung folgt.) Meiusha. Von Heinz Wendel. Aus der Kirche des galizischen Torfes strömt«n die Bauern,' viele warfen sich vor der Tür noch einmal demütig nieder Mid küßten die Schwelle, dann gingen sie eilfertig den Süeg zum Dorfe hinunter. Voraus eilten die Weiber. Ihre grelliarbigen Röcke und buntgestickten Kopftücher leuchteten in der matten Wintersonne in seltsamem Kontrast zu der weißen Schneedecke, ein schönes farbenprächtiges Bild. Die Männer in ihren Schafpelzen, Fellmützen und holten Schaftstiefeln folgten. In den einzelnen Gruppen wurde, etwas lebhaft besprochen. Deutsche Quartiermacher waren im Dorf,' das doch recht weit von der Front entfernt lag. Zweimal war der Krieg an dem Dorfe gnädig vorübergegangen, sollte er noch einmal zurückkehren? „Heh, Panje, proboscer?" (Pfarre^ rief bars geschnittenen Gesichtszügen und schneeweißem Haar! Sein Deutsch hatte den scharfen, polnischen Akzent, als er den Offizier begrüßte. „Herr Pfarrer,"-begann dieser, „ick muß Ihre Gastfreundlichkeit für wahrscheinlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Rtein Regiment kommt hierh-r in Reserve, die frei der jetzigen Ruhe an der Front wohl längere Zeit dauern wird." Es imro mir eine große Ehre sein, Herr Ofsie.ier," erividerte der Pfarrer, „wir haben viel gehört von den Deutschen, ich werde rnich freuen, sie kennen zu lernen. Bitte sehr, wollen wir nach Hause geh«r." ©ritt» Scholz, so -letz btt fmtge Leutnant, wurde eS ganz warm Ums Herz, als er in das Pfarrhaus hineinkmn. Nachdem er drei lange Monate im Schlamm und Schnee herumgelegen l)atte, grad' Dnfrieden war, wenn man itachts ein Dach über sich und etwas Stroh Wider sich hatte, da mußte ihm das Pfarrhaus ja auch wie ein Palast Vorkommen. „Europäische Mädel," wie er sich ausdrückte, Gardinen und alle die Kleinigkeiten, die unser verwöhnter Geschmack iu einem Mohnraum verlangt, machten die Zimmer behaglich. Am meisten freute sich Hainz über einen schönen Flügel, da war also anzunehmen, daß irgendwer musikbegabt im Hause lvar, und Musrk, ach, lvie hatte man die die ganze Zeit entbehrt. Er füfcte der Frau Pfarrer, einer freundlickien, rundlichen, alten Dame Elterlich die Hand, tätschelte dem jüngsten Sohne des Pfarrers, Sever, der ihn neugiertg musterte, wohlwollend den Kopf fühlte sich überhaupt infolge der Freundlichkeit seiner Quartiergebcr und' der Umgebung sofort heimisch. „Sagen Sie, Herr Leutnant," begann der Pfarrer ein Gespräch, „wtie sieht es vorn au der Front aus?" „O, sehr gut, die Russen verhalten sich ganz ruhig." „Das ist gut, aber sagen Sie, wie lange wird dieser Krieg noch dauern?" ,Ha das weiß ich auch nicht," lachte Heinz, „aber was wollen Sie, hier hinten ist ja der reinste Frieden. Ich habe mir vorhin den Kirchgang angesehen, das war wirklich ein sehr hübscher Anblick, die bunten Kleider und Tücher. Leider sieht man bei uns zu Hause dies immer weniger, denn unsere Bauern wollen städtisch gekleidet sein und verachten vielfach ihre altiiüerliefcrtc Tracht. Da verdrängt nun Grau und Schwarz immer mehr die alte Fsrbenfteudtg- keit, es ist wirklich schade daruin." Hier sprang der kleine Sever herbei und sagte, sichtlich stolz auf seine Kenntnisse: „Bitte, Herr Leutnant, zum Frühstück." Man erhob sich und ging hinüber. Am Tisck-e hantierte ein junges Mädchen. „Melusha," rief der Pfarrer, „ich möchte dir den Herrn Leutnant vorstellen." Dieser war ganz begeistert. Dieses süße, ovale Gesichlchen, wie sich der Spitzenkragen um das feine Hälschen legte, das Kleid leicht und luftig die ganze Gestalt umschloß, und die .lugen, diese großen, schwarz-n, strahlcn- den Augen! Mit der Sicherheit einer Dame sah das Mädchen ihn an, gab ihm die Hand: „Es isttmir eine große Ehre, Herr Leutnant." Heinz strengte sein Gedächtnis an und sagte eine chm aus früheren Zeiten geläufige Phrase Dem „unverdienter Freundlick^eit" und „zu schätzen Wissen". Bei Tisch beachte er das Gespräch mit großer Gewandtheit wieder auf Volkstrachten und von da ans Volkslieder. Er bemerkte bald, daß die Pfarrersfamilie äußerst mujtflit&enb war. Mau vertiefte sich in ein- Gespräch über Musil und bald saß man am Flügel. Melusha spielte, spielte erst ukrainische Volksweisen, daun, klassische Musik. Die wuchtige, männliche Musik Beethovens, die Weiche, wehmütig- schluchzende Chopins, die belveglichece Mendelssohns »wechselten. Für Heinz begann nun eine schöne Zeit. Wenn sein Dienst vorüber lvar, cklte er nach Hause und schnitt auf Tod uud Leben- Melusha die Cour. Er freute sich, wenn er sah, daß sie dem nicht gleichgültig gegenüber blieb, ein kleines Aber nxtr aber doch dabei. Er mußte an ein paar blaue, tteue Augen denken, die ihn beini Abschied damals so lieb uud traurig angesehen. „Ich möchte Ihnen gerne etwas Liebes tun," Halls Lene damals gesagt. Ach — er schlug sich vor den Kopf, er liebte das Mädchen lvahnsinnig, er vergötterte, er verehrte es, und sie — nein, iwe hatte er nur so blind sein können! Einen wundervollen Frühling hatten sie zusammen verlebt, fröhlich uud ungezwungen. Sie l>atten zusammen gerudert, im Walde getollt, und er hatte sie verehrt, lvie ein Jüngling eben nur seine erste Liebe verehren und lieben kann. Mit jeuer Reinheit urtb Innigkeit, mit der er in der Geliebten den Inbegriff offen edlen Frauentums sieht, mit jenem Feuer und jener Ganzheit, mit der er sich für sie eher in Stt'icke schlagen ließe, als etwas Böses an sie heranzulasscn, mit jener Bescheidenheit, mit der er sich durch jeden svenndlid>en Blick, durch jeden .Händedruck beglückt fühlt. Er hatte seinem Ideal „ewig tteu" bleiben wollen imb kam sich jetzt ordentlich schlecht vor. .Er beschloß, sich Melusha gegenüber zurückhaltender zu benehmen. Was empfcntd er auch für sie? Gew>cß, sie war schön, und wenn man aus dem Schn tz.rn graben kommt, du lieber Gott, dann freut man sich über ein hübsches Gesicht, über etwas Freundlichkeit doppelt. Melusha war eine echte Ruthenin, feurig, kokett, lebenslustig: aber iu dem kleinen Köpfchen saßen nicht nur niedliche Grillen und Launen, sondern auch ernstere Gedanken, die sie dann in ihrem drolligen Deutsch Heinz vvrtrng. Sie lieble Hein^. Gegensätze ziehen sich mt, der etwas stille, blonde Jchnge gefiel ihr. Daß er bei seiner Jugend Offtzier nxtr, imponierte ihr, denn der deutsche Osfi- 1 N,er lvar ihr der Inbegriff der Tüchtigkeit und Tapferkeit. Sie jörte gern seine einfad)en Kriegserzählungen, in denen das „Ich", ast nie vorkam, sondern immer durch das bescheidenere „Wir" er- etzt wurde. Es ärgerte sie, daß er sich so zurückzog, und sie suchte hu durch kleine Koketterien zu reizen. i So saßen sie eines Tagi^s wieder zusammen am Flügel. Heinz verloren in den Anblick dieses bezaubernden GeschöcheS, Melusha wollt« gefallen, ihre Augen blitzten erregt, ihre Wangen glühten, alle Leidensclxrft, alle Hingebung legte sie in das Spiel. Sie sah hinreißend schön aus. Heinz wehrte sich dagegen, aber die Töne wahnven ihn gefangen, Musik entnervt, sie zwingt uns iu ihren Zanberbnnn. Heinz lauschte und ttäumte, eine süße Sehnsucht nach Liebe, Söiärme, Freude zog in sein Herz. Wenn er die Notenblätter umlegte, forftrte er die Wärme threS Körpers, den Duft ihrer Haare. Er beugte sich Weiter vor, sekne Schulter berührte Lhre Schulter da war es geschehen. Melusha wandte sich jäh, ihre Arme umschlaw gen seinen Hals, ihr Busen lv-vZte. ich ganzer Körper bebte, leiden- sckwftlich suchten ihre Augen ferne. Heinz schrak auf. doch die bren> rwnden schwarten Älugen hielten ihn feit. Blitzschnell ,chwirr5en ihm seine Vorsätze durch den Kopf, er dachte au Lene, doch — sek feilt Tor, burdföuefte es ihn, hier furchst du, waS du dort ersehnst, Liebe, Leidenscl-aft, ach —• und er küßte die roten Lippen, die ihm «rtgegengehalten wurden, preßte den schlanVm Körper an sich, klißbe, küßte ohne Besinnung. Aufatmend standen sie endlich gegenüber. Melusha drückte, sich auf den Zehen erhebend, iwch einen Kluß auf seinen Mund und huschte hinaus. Er sah ihr nach. Wtie war es doch gekommen? Es litt ihn nicht im Zimmer. Er stürmte hinaus in die kalte Winterluft. Ha, wie der Schnee unter den Füßen krachte, wie eisig der Wind entgegenschlug, wie das kühlte. Nun hatte er doch, was er ersehnte, weshalb jauchzte er denn nicht? Wienn Leite zu ihm freundsich gewesen lvar, dann war er doch immar ganz selig gewesen. Liebte er Melusha? Nein, da war ein Mißton, das war nicht Liebe. Was hatte er empfunden, als er sie küßte? ' Das Weib hatte seine Sinne berauscht, ein Taumel lvar es gewesen. Es durfte nicht wieder sein, er mußte ihr das sagen. Er kehrte beim. Melusha kam ihm lächelitd entgegen. Trium- phiereitd, wie ihm schien. Da faßte ihn ein Zorn, daß ersich hatte so gehert lasselk. Der Rausch lvar verflogen. „Fräulein Melusha." begann^er kalt, „ich habe Sie tun Verzeihung zu bitten, wegen vorhin." Sie lächelte und ivollte ihn lviedec umscküingen. Er trat zurück. „Melusha," sagte er wärmer, „verzeihen Sie, aber das darf nicht sein, daheiln . . .[ ." Sie verstand, blitzt« ihn zornig an, brach plötzlich in Tränelt ans und eilte fort. Heinz sah ihr nach. Er war wohl doch etwa- zu schroff ge- .wesen. Doch was Hilsts. Es nxtr eben Krieg, und mit ihm wurde auch nicht sanft umgegangen. Sein Bewußtsein, richtig und ehrlich gehandelt zu haben, wurde aber doch etwas gestört. Unnrutig ging er fort zu den Kameraden, wo es wie immer fröhlich, übermütig und sorglos zuging. „Wir trinken den Wein, und küssen die Maid traS lassen den Eulen das Klagen" klangs ibm entgegen. Er stürzte einen Becher hinab. Ja, das war der richtige Ton, nur nicht denken, warum sich alles noch schwerer machen. Umüerreigen rmö Nmde Nieder im 5?öhling. Der Frühling ist so recht die Zeit der Kinder. Froh, den engen Stuben rmh den langen Abenden entronnen zu seilt, ttun- meln sie sich drangen int Freien umher und beginnen nun alle die Spiele, die schon bei den llreltern uttd darüber hinaus bei früchren Generationen üblich rvarnr. Wohl die am meistert oer- brsiteten Spiele, nanventtich bei ben MÄ^l^m, sirw» der Reigen rmd ähmiclie Scheie. Dabei werden allerlei Lieder gesuugert, die auch schon uralt sind und die sich alle dein Gedankenkreis der Kinderwelt anschließen. Vielfach gibt es für das Zteigenschel noch besonder? Benennungen wie KreiSschelett, Knäuelmachen, Zamtdinden nn8 Zatn,lösen, und diesen versäriedenen NantQt entsprechend rmrd der Reigen im einzelnen and) nach recht mannigfacher 2lrt gescheit. Die Liedchen, die dabei zum Bortrag ftmmten, sürd oft voll von kindlichem .Hnnlor mtd kil»dliid)er Sd-aliheit. So heißt es in einem Lieddren, das die Kiitder in verfrhiedetten Gegetlden Teiitsahlmrds sinaeit: Tie Kuh, die flog ins Sd>ivalbemrest Viit zroanzig nuigert Ziegen. Der Esel zog Pantoffeln an ltnb ivollte zu ihr fliegen. Tie König irr von Porttigal, Tie handelt mit Spinat. Ter Stephansturnt vont Wiener Tal, Ter nnrd alsbald Soldat. Von Kinderchilichen und Kinderärmchen wt'rtxm beim RenMt- schel Zäune aiifgefüchtt, loobei daun imeder eine der Geschelimtert hinter dem Zaun Aufstellung rrehnten muß. Das Lied, das die Kinder dal>ei singen, lautet: Wir wollert den Zaurl binden. So lnnden wir den Zaun! Tie .... (Name) hilbsch und fekn, Soll in den Zaun gebunden sein. So wird eine der Schelgefährtimteu nach der Mideren besun- aeit und in den Zaicn gebrmden, bis dann die Zannlöftmg beginnt. Tabet wird ein Liedd^m gesungett> in des es heißch: Wir wollen den Zaun lösen. So lösen rvir den Zaun! Tie .... (Name) hübsd> und fei«, Soll ans dem Zaun erlöset sein. In einent Liedclien, das namentlid) in Nord- uud Ostdcutsd)- land gesungen nnrd, heißt es: Tritt in de;t Ktris, du meine ^iosa. Tritt in den Kreis, du meine Vlonur, Tritt in den Kreis, mein allerletzter. Ment allerletzter Trost! Ist dann ein Mädd-en in den Kreis «ingetretcn, so muß diese znnäM das Einschlafen am Abend darstellen. Dabei wird der nächste Vers gesungen, in dem e^büßt: Schlafe eilt, du meine Rosa, Schlafe efct, du meine Bloma, Schlafe ein, mein allerletzter, .Mein allerletzter Trost! Ein anderes Liedchen, das beim Kinderspiel im Freien gesungen wird, handelt von [leben kleinen Negern, die eins ng>h dem anderen verloren gehen, so daß schließlich kein einziger mehr übrig bleibt. Im Schwarzwvld ist ein Spiel in Hebung, wobei die Kinder den Geirdarm darstellen, der einen Dieb abholen soll. Naclrderu der Kutscher des Polizeiwagens, der ebenfalls durch Kinder dargestellt wird, gerufen hat: Macht auf das Tor, macht auf das Tor! Es kommt ein großer Wagen, fragt der Chor der Spielenden: Wer sitzet darin? Wer sitzt darin? Hierauf antwortet der Kutscher: Ein Mann mit rotem Kragen, worauf wiederum der Chor einfällk: Was chvill er denn? Was wftl er denn? Auf die Antwort deS Gendarmen: Ich will den .... (Name) holen, wird vom Cbor gefragt: Was hat er getan? Was hat er getan? Und der Gendarm antwortet zum Schluß: Ter.(Name) hat gestohlen. Viele dieser Spiele nnb Lieder bleiben lange Jahrzehnte in der gleichen Form bestehen, bet manchen von ihnen z-eigt sich aber auch die Gestaltungskraft der Kinder immer von neuem, und es kommen neue Mwandlungen zustande. Das sehen wir jetzt auch in hen Kriegszeften. wo so manches Lied Einflechtungen und Umänderungen enthält, die dem Gedankenkreis der Kinder über den Krieg entsprechen. Q K- vLchertisch. -- Teutsches Vorkstum. Tie von Wilhelm Kiefer bisher Unter dem Titel „Bühne und Wett" herausgegebene Monatsschrift wurde in den Kritiken der Presse als das führende und bahnbrechende Organ der geistigen und künstlerischen Erneuerung bo- zeühnet. und sie erbringt mft ihrem soebert erschieneirsn Märzheft wiederum dafür deu Beweis. Eine Mbandlurrg das Dichters Dietrich Eckart „Der Heilige rmd der Narr" leitet das Heft ein._ Fhr folgt eine Anseinandersetzung mit Gustav Schnrvllers Ausführungen über die ,^udenfvag^ von Dr. Ernst Tinter. — Erwähnenswert aus dem reichen Inhalte des Heftes blteibt ferner in erster Linie ein Aufsatz des Literaturhistorikers Adolf Bartels „Der Thoatervereru", der als ein wichtiger und kenntnisreichev Beitrag zur Theaterftage bezeichnet werden tonnt- Es schließen sich weiter an Abhandlungen von ^Johannes Schlaf, C. W. Sckstei- t^r, Paul Lingens, Emil Petschnig, Reinl)old Braun, Chara tzcrtßt u, a. — Eigenartigkeiten. Zusammengestellt von Hermann Otto. DreÄ>en 1917. Verlag % Tressels Akademische Buckrhandlrrng, Inh. Hayno Focken (Preis 2.40 Mark). Lbuf die Reichhaltigkeit des Inhaltes das Buchs weisen schon die Ueberschriften der Kehn einzelnen Abschnitte hin: che style c’est Thomme/—Volkseigenart gegen Volkßeigenart. — Gescknchltsschreibrmg. — Naturbetracbtung. .— Kopf und Herz. — Frauenlogik. — Unlogik des Selbstgefühls. -— Unterbewußtsein. — Les gxandes pensees viennent ducoeur. — Philosophie als Begriffsdickitung. Der Verfasser bringt Bilder aus den versclncdensten geistigen Gebisten. Unter Währung der Effah-Form ist er bemüht, allentl>alben tvisfensckraftlich-gründlich Ku bleiben. Durch sorgfältig ausgewähtte Zitate sucht er anschaulich Ku Wirken. Die behandelten Fwa^en gehören ausnahmslos der) Interessensphäre des gebildeten Laren der Gegemoart an. — Vom „V öl kh,r krieg" (Verlag . Julftrs Hoffr.rann in Stuttgart, Herausgeber Dr. C. H. Baer) sind nunmehr das 119. und 120. Heft erschienen. Neben den großen Werken über den Krieg, die in letzter Zeit herausgekommen sind, darf diese Zeitschrift nach wie vor eine besondere Bedeutung für sich in Anspruch nehmen. Vor allem bietet sie, über jene Werke hinaus, eine Sammlung voni Quellen, wie sie nach dem Krieg unmöglich wieder zusammen gebracht werden könnte, da der „Völkerkrieg" alles von Belang an fich rieht, so wie es Dag für Tag aus vielen öffentlichen und privaten Kanälen ihm zuströmt. — Das literarische Echo. Halbnwnatsschrift für Lfteca- turfreunde. Verlag: Egon Fleischet L Eo., Berlin W 9. Das 2. Aprilheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Emil Ev- matinger: Conrad Ferdinand Meyer und wir: Paul Friedrich: W. Nitback-Stahu: Walter Nfthack-Stahu; Aus meinen! Leben; Paul Rckla: Das Puppenspiel: Carl Enders: Ferdinand Avena- rius: Werner van der Schulenburg: Aus allen Zonen: Gustav Jakob: Die nwderne deutsche Literatur in Venezuela — Ecl-o der Bühnen — Echo der Zeitungeir — Echo der Zeitschriften — Scho des Auslandes. — Hesses Volksbücherei Nr. 1123—1150. Preis ieder Nu'Umer 25 Pf. Hesse & Becker Verlag tu Leidig. Trotz des Krieges wieder eine fu-eue, diesuml besonders Hervorvagende Reihe dev Volksbücherei! Lustige rrrrd ernste Geschichten der Zeit wechseln ab mit glücklichen Ausgrabungen aus den Meisterwerken der europäischen Literatur. Ten Reigen eröffnet Heinrich Zschokke alS Vertteter des übermütigen Humors mit seiner Erzählung „Der tote Gast" (9tr.1123—1124). Karl Stieler folgt ruft dem uns längst liebgewordenen Liederbuch „Wanderzeit" und dem reizenden „Winteridyll" (Nr. 1125), der äkrvne aller türzeren Berserzählungerl irr deutscher Spvack-e. Seine „Hockstandsbilder" (Nr. 1148—1150) sind köstliche ProsastÄcke, teils humorvoller Art. Für anspruchslose Leser fftrdcn wir die in harnckosem, doch künstlerisch gesteigertem Unterhaltmrgston gel-altenerr Erzählungen Ostorr Hubiclis „Blut- brüderschaft" (Nr. 1123) rcnd Peter Dörflers hübsch« volkstümliche „Onkel Christophs Geschickten" (Nr. 1139) frisch und flott erzählt mit einem Ariklang an Hansjakob. Grote Masss ist rnit eindrucksvollen und packenden Kriegs Novellen vertreten „Enkel der ltn sterblicher" (Nr. 1140), die nrcknvand ohne tiefe Bewegung loser: wird. — Der Insel-Verlag läßt soeben in seiner Insel- Bücherei eine flärrrische Reihe erscheinen, die gewissermaßen ein literarisck>es Ereignis darstellt, demr sie ist die erste Sammlung, die im Querschnitt die flämisch Kirnst von mittelalterisch r Mistik bis zur rrwdernarr Dichtmrg zeigt. Derselbe Verlag gibt zu gleichv Zeit derr „Ewigen Juden" von August Verrrveyleu, das „Werk, das marr deu Flämisck-eu Faust gerrannt hat, heraus, uub kündigt das weitere Erscheinen der besten Werke der flämischen Literatur an, für deren Bedeutung erst jetzt in Deutschland das rechte Verständnis erwacht. — DieElektrizitälalsLicht-UndKraftqnelle, Bon Professor Dr. P. Eversheim. Zweite verbesserte Auslage. 149 Seiten mft 105 Abbildungen im Text urrd aus Tafeln. (Wrssen- ft^aft und Bildung, Bd. 13.) Gebunden Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer irr Leipzig. — Kulturgeschichte der Deutschen im Mittel- alter. Von Professor Dr. G. S t e i u Hausen. Ztvefte neubs- arbeitete Auflage. 164 Saften. (WisstnCchaft und Bildung, Bd. 68.) Gebunden Abk. 1:25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — Gustav Schröer, Tie Fttrcht vmr der Murmairbahn. Nach den Berichten eines Torgauer Husaren. (Grote'sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Sckvriftstcller Band 127) IV, 201 Seiten, 8°, geheftet 2 Mk., ftr Pap^arrd geh. 2,50 Mk. Berlin, G. Grote. — Mi tteleuropa und feine Grenzmarken. Ein Hilfsbuch für geographisch Studien und ExkulLioireu. Bon Professor Dr. G. Bra un. 164 Seiten rnit 2 Kartenbeilagen. (Wissens- schuft und Bildung, M>. 141.) Gebunden Mk. 1.25. Verlag von! Quelle L Meyer in Leipzig. — Honor6 de Balzac: Leb wohl. El Berdego Nv. 15 der Wettlfteratur, die zrmr Preise von 10 Pfg. aUwöcherttlich einender befücn Romane der Weltliteratur veröffentticht. Münck>m 3, Färbergrxrbst 24. . — Deutsche Dichtung in ihren geschichtlichen Grundzügen. Von Professor Dr. Friedrich Lienhard. 141 Seiten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 150.) Gebunden Mk. 1-25. Verlag dort Quelle & Meyer in Leidig. Hatfel. DaS Erste ein Werk des Künstlers dir nennt. Geübt schon in früheren Zeiten Von vielen Völkern des Orient, Dient oft auch als Zierde des Zweiten. Das Letztere du als Stütze siehst, Muß schwere Last oft tragen. DaS Ganze, ob vor- oder rückwärts du's liest, Wird stet- dasselbe dir sagen. M. S. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Skataufgabe in voriger NumMet.^ Jrn Skat lag oben a 7, unten d A. M wendet also d A, drückt» 10,7, Hernach ist Kartensitz: Vd 10, K, 9; aK, D, 9, 8; b K, D, c 7. MabB, d A, D; b 10, 8. 7, cA, 9, 8. HcdB, d 8, 7; a A; b A, 9; o 10, K, D. Spiel: 1. V a D, d A, a A. 2. M o A. c D, o 7 3. M c 9, c 10, b K (— 14 ). 4. H b A, b D, b 7 (—14) 5. H b 9, d 10. b 8 (—10) 6. V a 9, o 8, o t (-4) 7. VaK, dD, dB (—9) 8. H d 7, d 9, b B. 9. M, a B, d«, dK. 10. Mb 10, cB, a8 (-12) Damit haben die Gegner 63. — V hätte a 7 tourniert, b L, I) gedrückt und nun 3 Trumpst iche und einen Stich in a abgegeben mit püainnien 4-1. Schristleltung: Fr. R. Zenz. — Zwillingsrunddruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lang«, Gießen.