Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachörack verboten.) (Schluß.) Der Aufstand schleppte sich noch eine ganze Zeit hin. Aber es stellte sich heraus, dnß Kasimir Rzonka recht gehabt hatte. Die Bauern, die der kaiserliche Ukas von schiveren Lasten befreite, unterstützten die Bewegung nicht mehr. Hier und bHi ward wohl noch ein Sieg erfochten, aber er konnte das Schicksal der Polen nicht ändern. Und als das Jahr sich seinem Ende zuneigte, war der Aufsband so gut wie erloschen. Die polnischen Edelleute, die unter VLapoleon Rutkowski gekämpft hatten, feierten das Weihnachtssest teils in Paris, teils auf ihren angestammten Besitzungen. Im Februar 1864 stellte auch die Nationalregierung ihre Tätigkeit ein. Schon vorher waren die preußischen Truppen zum größten Teil von der Grenze abgezogen worden und in ihre alten Garnisonen gerückt. Nach einer längeren Unterredung mit Hans Albert und Ernst August erbat Fritz von Versen seine Entlassung aus dem Militärdienst. Man hatte sich dahin geeinigt, daß um Ostern 1864 heruni die Hochzeit Hannas stattfinden sollte. Ernst August, der mit Leib und Seele Offizier war, wollte im Militär^ dienst bleiben: Versen sollte Nasgora übernehmen und allmählich Ernst Augusts Vermögensanteil herauszahlen. Der alte Baron übergab seinem Schwiegersohn die Zügel der Verwaltung gern. „Mit einem Arm kann ich sie doch nicht kräftig genug packen," sagte er. „Und was die Hauptsache ist: Ich habe mit mir selbst so viel zu tun, daß ich Ruhe brauche!" Das war keine Phrase. Es ging ihm jetzt im Alter wie andern Leuten in der Jugend. Er mußte aufbauen, an sich arbeiten, uni sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen, um den neuen Standpunkt sich ganz zu eigen zu machen, daß er fest und unerschütterlich ward. Auch das Fluchen verschwor er. Aber ganz wurde er es nicht los. Manch kräftig Mörtlein, das er nicht rasch genug verschlucken konnte, entfuhr ihm nach alter, lieber Gewohnheit. Hatlnas Hochzeit wurde ziemlich still aefeiert. Wieder kam der Sommer und die Ernte. Dann hing sich Hans Albert den Jagdstuhl über den rechten^lrm und ging in die Felder. Er saß mitten im Glühen der Sonne, mitten im Reifen und Schivellen. Immer nachdenklicher ward er. Zu Hause rechnete er bei verschlossener Tür, schrieb Briefe nach alten Seiten, knikpfte langst abgerissene Beziehungen von neuem an, und er wurde fröhlicher dabei. „Ich glaube," sagte er zu Versen, „daß ich alter Esel doch noch zu etwas auf der W^elt Nütze biu. Ich habe noch einen Leliensztveck." Aber fragte man ihn, so klopfte er sich auf den Mund. „Die Zeit wird's lehren. Ich muß meiner Sache erst sicher sein!" Was Hans Albert plante, war nichts Geringeres, als dem Dorf zu einer Kirche zu verhelfen. Was er selbst schlecht gemacht hatte, sollte ein anderer gut machen. Unaufhörlich war er tätig, einflußreiche Kreise für sein Vorhaben zu gewinnen. Es kam ihm zugute, daß nach dem Fehlschlagen des Aufstandes unter der Bevölkerung eine geftcicjcrte Religiosität platzariff. Und die polnischen EdeTente, die für die Kirche stets Gew hatten, gaben um so lieber, als ein deutscher Protestant es war, der sich, so eifrig für den Bau eines katholischen Kirchleins ins Zeug legte. „Nun werden sie nicht mehr sagen können, daß ich sie habe abtrünnig machen wollen." Er sprach es halblaut vor sich hin und lächelte. Ihm war, als ob er damit eine letzte Schuld tilge. An einem Junitage saß er auch wieder anr Rain der Felder. Er sah ans das heilige Korn und hörte auf die Lerchen, die in der Luft standen. Mit der Spitze seines Stockes hatte er in großen Strichen ein Gotteshaus mit schlankem Turm in den warmen Sand gemalt. Da kamen Schritte heran. Er sah auf. Fast gleichzeitig erhob der Näherkommende den bisher gesenkten Blick. Es war Michael Laskowicz. Unwillkürlich war der Baron aufgestandcn. Der Schmied taumelte zurück, als hätte er einen Stoß empfangen. Die? Spitze seines Stockes, auf den er sich stützte, grub sich tief in den Boden. „Guten Tag, Pan Laskowicz", sagte Haus Albert. Fast widerwillig nahm der Schmied die Ntutze ab. Er war grau geworden in den zwei Jahren. Sein Rücken war gebeugt. ,Wollt Ihr mir nicht die Hand geben?" Es arbeitete in ihm; immer wilder wogte die Brust. „Laßt das, Herr!" Die Worte rissen sich vom Munde. „Ihr wißt, woher ich komme." Scheu war sein Blick auf den Boden gerichtet. „Ich weiß es, Pan!" „Nun also. Aus dem Gefängnis!" Tiefer noch grub sich der Stock. Er ward jäh zurückgebogen, daß ein Stück grasiger Erde gelockert ward. Dann fuhr sich Michael Laskowicz mit dem Aermel über die Stirn, an der Schweißtropfen hingen. „Gefängnis klingt besser als Zuchthaus." Er wandte sich. Schwerfällig ging er weiter. Da trat ihm der alte Baron in den Weg. „Wohin wollt Ihr, Meister? Nack) der Schmiede? Dann gehen wir, wenn's Euch recht ist, zusammen." Er wollte auffahren. Er strich sich wieder nur über die Stirn. Er sagte nichts, als Hans Albert neben ihm schritt. Eine ganze Weile gingen sie schweigend durch die scmnüber- glühten Felder. „Das Dorf wird sich freuen, wenn es Euren Hammer wieder hört. Ein Schmied ist uns nötig." „Meint Ihr, Herr?" Rauh klang es. Und plötzlich richtete er sich zur alten Größe auf. .Herr, Herr, was quält Ihr mich; was Nwllt Ihr noch 98 Von mir? Warum habt Ihr vor Gericht so gesprochen? Warum sprecht Ihr jetzt so mit mir?" Und als wäre der Damm gebrochen, strömten die Worte hervor. „Bin ich's nicht gewesen, der die Leute gegen daS Schloß geführt hat? Habe ich nicht befohlen, daß man Feuer an die Ställe lege? Habe ich nicht Euer Hab und Gut verstört?! Habe ich nicht nach Eurem Leben getrachtet? Mh konnte nichts dafür, wenn der Hammer Euch selbst nicht besser traf!" Ein rascher Blick auf den Arm. „Ah!" Wie ein Schrei klang's in die Junistille. Und halb flehend: „Laßt mich, was quält Ihr mich? Um Euch nicht zu sehen, bin ich hier den Feldweg entlang geschlichen! Um nicht in Eurer Nähe zu sein, will ich das Dorf verlassen, wo Mein Junge liegt. Wir zwei haben nicht Platz darin! Und nun leid Ihr der Erste, den ich finde, und redet zu mir, wie Ihr nicht reden sollt! Ihr sollt nicht, Herr, ich will's nicht! Glaubt e hr, daß ich nicht schon genug trage? Bürdet mir nicht noch ure Wohltaten auf! O, ich weiß, Ihr wollt's hören; so hört es: sie brennen mich wie das höllische Feuer!" Hans Albert hatte zugehört. Auch er war rot im Gesicht. „Hagel und Pest!" entfuhr es ihm, und ein Fußtritt schleuderte den Jagdstuhl beiseite. Er brummte, mit seinem Aufbrausen selbst unzufrieden. „Ihr seht Gespenster, Schmied," sprach er ruhiger. „Was ich gesprochen habe, war die heilige Wahrheit. Spät genug Labe ich sie erkannt. Warum wehrt Ihr Euch dagegen? Beide Laben wir gebüßt. Ihr habt Euren Jungen begraben, Ihr kommt von dort, wo eS nicht gut ist. IM Labe Schlimmes erlebt, der halbe Arm ist weg. Ihr versteht den Hammer zu schwingen uird schlagt nicht fein! Ich zürne Euch nicht mehr. Kiel faules Fleisch bin ich mit dein Arm losgeworden. Ihr Werdet eS noch sehen. Dafür muß ich Euch dankbar sein. Alles, was früher war, ist begraben. Warum begrabt Ihr nickt? Wie soll Neues und Besseres anferstehen, wenn Ihr nicht begrabt? Schmied, Schmied, beide haben wir's nicht allzu weit mehr zum Sarge. Je mehr Haß Ihr aufladet, wn so saurer wird die letzte Stunde. Wer sagt Euch, daß ich tourf) Wohltaten erweise? Ich wM'8 ja gar nicht. Ich tu's ja auch gar nickt. Air mir liegt's nicht, daß ich Euch hiev :tros en habe. Aber wenn es nral so ist, warum nicht reden? will etwas von Euch, Meister, ich will einen Dienst von fr! Und Ihr redet voii Wohltaten!" Sie wareir langsam nebeneinander geschritten. Michael üäskowicst batte die Worte nicht unterbrochen. Schmerz, Scham, Groll standen noch immer in seinen: Gesicht. Es war oos Gesicht eines, der gepeinigt wird. Aber plötzlich lief ein Zittern durch seine Mienen. Hatte « reckt verstanden? Gr sollte dem Baron einen Dienst «sten? Bon ihin wollte man etwas? Ein gespannter, ängstlich erwartender Ausdruck verdrängte den früheren. „Was soll ich?"' Es klang, wie etwa: „Erbarmt Euch, was redet Ihr da?" „Einen Dienst könntet Ihr mir tun, Michael Laskowicz, damit Ihr nicht glaubt, ich überlade Glich mit Wohltaten. Wollt Ihr?" „Sprecht?" Die Stimme zitterte, die Gestalt zitterte. ^Dann kommt zurück!" Erstailnt hob Michael Laskowicz das Haupt. Doch folgte er, iäts Hans Mert voranging; er ging dem Platze zu, wo er Kiesten. „Erkennt Ihr, !vas das ist?" Gr deutete mit den: Stock auf die rohe Zeichnung, die er ESr-j* gemalt hatte. Ein fragender, mißtrauischer Blick, als glaubte der SckMied, er sollte verhöhnt werden. Doch der Baron blieb ernst, ruhia. „Eine Kirche^" „Ja, eine Kirche. Und die Kirche, die wir für Nasgora bauen wollen." „Für Nasaora?" Des Schmiedes Gestalt straffte sich. „Eine evangelische Kirche?" ^ „Eine katholische, Meister!" , ... Die Qual in dem Antlitz schien sich zu verdoppeln. Und leisem „Warum höhnt Ihr mich?" Hans Albert m die Umrisse im Sande nach „Jhr seld mißtrauisch, weilJhr den ganzen Haß noch nicht gejätet habt. Wrr wollen sie bauen. Wenn das Dons wangelchh wä«, würde ich eine evangelisch« Kirche bauen. Da es katholisch ist, eine katholische. Ihr seid fast der erste, der es hrer erfahrt. Scho-n haben viele Leute Geld gezeichnet, vieles fehlt noch, ich werde r# bekommen. Was aber not tut: es gibt manches zu tun, tvas ich nicht überwachen kann. Uno manchen Merster brauchen wir. Ihr seid ein geschickter Mann, Schmied und Schlosser? An Euch habe ich gemacht. Wenn Ihr wollt, Ihr könntet mir helfen. Ihr könntet mir und dem Dorf Wohltaten erweisen, die Euch auch im Himmel zugerechnet werden. Michael Laskowicz, wollt Ihr?"- Er streckte ihm die Hand hin. Wie ein Aufatmen der Erlösung war es über das gepeinigte Gesicht gegangen. Herr! Herr!" . „Wollt Ihr, Michael Laskowicz?" und wieder, flehend: „Laßt mich jetzt, laßt mich in die Schniiede! Ich komme morgen aufs Schloß, ich — Es war hervorgekeucht. Uiid ehe sich Hans Albert dessen versah, floh der Schmied, fast laiifend, den Rain hinunter. Aber am nächsten Dage kam er wirklich ins Schloß. Er war gefaßt. Und aus das: „Wollt Ihr, Michael Laskowicz?" tönte als Antwort ein sicheres ,Ha . Die Arbeit sollte ihn erlösen. Alm liebsten hätte er gleich angefangen. Das ging nun nicht. Wer bald dröhnten die Hammerschläge auf dem Amboß. Er durste hier bleiben in dem Nasgora, in dem er festgewurzelt war. Nicht mehr brannten die Wohltaten wie höllisches Feuer, er konnte sie erwidern. Und er wollte es tun, ob er die Nächtelang schassen sollte. Ein Feuereifer kanr über ihn. Die Kirche m bas war das Erlösungswerk. Er sammelte dafür, arbeitete dafür. Immer, weiin er aufs Schloß kam und etwas bringen konnte, hob sich feilte Brust freier. Und eines Tages waren, seine Augen leuchtend. Er hatte das Tuch von Juschus Madonna abgenommen. Warum sollte sie auf dem Werdendaum stehen iir Wind und Wetter? Hatte die alte vor dem Dorfe so lange ausgehalten, so ging's auch noch länger. Nein, her Kirche, seiner Kirche, wollte er das Werk des Krüppels schenken. Es dauerte tnojchj sechs, sieben Jahre, ehe der Bau wirklich in Angriff genommen wurde. Erst als dre Milliarden nach dem deutsch-französischen Kriege ins Reich strömten, war auch ein gut Stück Geld für die Kirche von Nasgora da. In dem Gotteshause steht nnir das Werk des Krüppels. Und der Weihrauch dampft empor zu der süßen Mutter Jesu, die das Haupt zärtlich neigt nach dem Kinde, das! krank und schwach in ihren Armen liegt. An dem Dage der feierlichen Einweihung des Kirchleins ging Michael Lcökowicz, trotzdem sein Kopf noch grauer geworden, zum erstenmal wieder ganz gerad e und au stecht. Er versäumte auch nie einen Gottesdienst in „seiner" Kirche. Wenn es aber jenrandeii gab, der noch eifriger darin war, so war es Kascha Kaczmarek, die auch weiter .Hanna von Bersen diente, wie sie einst Haniia von Graßnick gedient hatte. Sonst ist nur wenig noch zu erzählen. Kasimir Nzonka tauchte nie mehr in der Gegend auf. Er hatte noch vor den polnischen Edslleuten die AussichKlosigkeit des Aufstandes erkannt und hatte Czechowskis Heerhaufen verlassen. Siga Wendrewskl, der Marquis, hatte ihn ein paar Jahre später in Paris getroffen, wo er eifrig gegen das Kaisertum konspirierte. Ein Gerücht wollte wissen, daß er sich später Garibaldi angeschlossen und in den Kämpfen um Dijon gefallen sei. Näheres jedoch wüßte niemand. .Wladimir Rybsczynski endlich, dessen Verwundung bald herlte, bewirtschaftete noch einige Jahre sein Gut lind trat dann — was feine Freunde schon immer prophezeit hatten — m ent Kloster. Auch von ihm hörte man nichts mehr. Er hatte einen der strengsten Orden gewählt, dem er als Laienbruder angehorte. Die übrigen Edelleute der Umgegend, die mit chm zugleich in den Kampf gezogen, lebten recht und schlecht auf ihren Gütern. Ihre letzte Hoffnung, den weißen 'wL. einmal frei fliegen zu sehen, sank zusammen, als Alldentschland nach Frankreich hineinging. Da wußten sie, daß alles vergebens sei, und paßten sich, so gut es ging, den neuen Verhältnissen an. Muchocin und Skyblewo, die beiden Hauptgüter Napoleon RutkowskiS, fielen an die Czartorhskis. Sie gingen durch mehrere Hände und wurden schließlich von der Ansiedelungs-Kommission angekauft zur Förderung des großen GernianisiernngSwerkes im Osten. Deutsche Bauern führen nun den Pflug über das Land, das einst dem Nachfahren eines polnischen Königsgeschlechtes gehörte. Mer sie Nüssen es nicht. ' Und die polnischen Bauern, die daneben *der Erde die heilige Feldfrucht abringen, wissen es auch nicht. Hin und wieder, nicht hinterm Pfluge, wohl aber ans den Pslaumen- garten am Sommerabend, kann man die alten Revolution^ 99 lieber noch HHrrn. Sie singen vom weißen Adler und von Starten Sensen, von Johann Sobieski und Kosh zins zko, vom Uvoßen, freien Baterland und seinen: Unglück. Sie singen muh vom letzten Aufsturch, von Langiewicz und Miero-i Pawski, von Erechowski und anderen Führern, seltsam Dvrrige Lieder, die weh enden. Kon Napoleon Rutkowski aber singt keines. Schafft Eier! Geflügelzucht-Direktor Beeck, Kalle a. S.-Cröllwitz. Schlachtet kein Zuchtgeflügel ab, auch wenn die Kühner sich jetzt schlechter ernähren lassen als s o n st. Wir müssen alles daran setzen, Um die Hühner, auch bet der durch die Verhältnisse gebotenen schlechteren Ernährungsmöglichkeit, «n veranlassen, soviel als möglich Gier zu legen. Diese Aufgabe kam: der Landwirt Nur so leichter erfüllen, als der Preis für Gier ein sehr hoher ist, was viele veranlagt hat, mehr Hühner einzuft stellen. Andererseits ist die CrNähvungsmöglichkett auf den: Lande nicht mit so großen Schwierigkeiten verknüpft als in der Stadt. Deswegen darf aber der städtische Züchter nicht verzagen. Auch er wird bei einigermaßen gutem Millen seine Hühner durchhalteuj Und möglichst diel Eier liefern körmen. Er erfüllt damit eine nationale Pflicht, die ihm die Landesfutterftelle erleichtern wird, indem sie für sein Geflügel Futter in größeren Mengen als bisher bereitstellen will. Aber auch die ländlichen Züchter sollen dabei nicht »knberücksichtigt bleiben. Mir fömtcu unsere Hühner auch Unter den heutigen Möglichkeiten der Fütterbeschaffnng leistungsfähig ^ erhalten, allerdings nicht in den: Mlaßie, wie es bei einen reichlichen Zufütterung von Kraftfutter und Körnern möglich ist. Zu zeigen, wie sich das machen läßt, soll der Zweck nachstehender Ausführungen sein. .Mm: schließe sich zUr leichter: Beschaffung brauchbaren und pvers werten Futters zu Vereinen «zusammen. Sobald angängig, gebe man den Hühnern Weidegelegenheit. Je reicher die Weide an Gras, Würmern und dergleichei: ist, desto rveniger Futter dürfen die Hühner früh bekommen. Fleißige Fnttersucher sind auch meistens die bester: Fntterv erwerbe re und Eierleger. Bei geschlossener Hofhaltung ist es nötig, die Hühner irr steter Bewegung zu halten. Eir: heller, gegen Wlind Und Reger: geschützter Rann:, dick belvorfen Mit tt-ockeneu: Laub oder Kaff, ab und zr: ein paar Körner oder gekochter Unkrautsamen, besonders Brennesselsamen, eingcharkt läßt sie fleißig scharren. Nur gesunde Tiere sind leistungsfähig. ' Im allgemeinen rnüssen wir jetzt mit dem Körnerfutter sparen. Nur Gerste und vereinzelt Mais kommen iu Frage. Gilt Liter tzwon Muß jetzt für 20 bis 25 Hennen als Abendfntter reichen. Körner müssen weit auseinander gestreut werden, damit alle Hühner gleichmäßig davor: bekommen können. Ein Verfüttern in: Trog ist falsch. 'Bei Ungünstigem Wetter ist in dem! oben beschriebenen Scharr- raum zu füttern. Von dieser geringer: Menge Körner werden die Hühner nicht satt. Sie müssen aber vollständig gesättigt schlafen! gehen. Das fehlerckre wird an: besten durch rohe Rüber: ersetzt, die m haselnußgroße Stücke gebracht, ihnen 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen irn Troge vvrgesetzt werden. AM geeignetsten hierzu ist die Mohrrübe, dann kommen die Kohlrüben (jetzt beschlagnahmt) Und die Futterrüben. Von letzteren sind die gelbfleischigen besser' als die roten. Auch Weichsutter kann als Abendfntter gegeben werden, doch wem: irgend möglich, mit einen: Zusatz vor: Körnern. Be: fvostfrerem Wetter empfiehlt es sich, der: Hühneritt fortwährend Futterrübe,: an geschlitzter Stelle (Scharraunft zur Beringung zu stellen, ihner: aber dann das Wasser zu entziehen. ,-v5C mehr Naßfutter, desto weniger Wasser und umgekehrt Master darf im Winter nicht zu kalt gegeben rverden. Bei stackem! Frost genügt ein dreimaliges Tränken mit sich sofort anschließender Entfernung der Tränkgefäße. In: Frühjahr tritt an die Stelle der Rüber: das Grünfutter, nachdem es auf der Häckselmaschine, nüt den: Wiegemesser oder der Schere so fein als möglich 2—5 mm geschnitten ist. Bogekmiero Mausedarm, Lolvenzahn, Breruressel. Rübser:, Eomfrey, (besonders für Enten), vor allen: aber Kjl-ee, später in Samen geschossener! Salat, Spinat; dam: Kraut, aber auch saftiges Gras tut ante Dienste. J .Ariih rvird in Anbetracht der Körnerknappheit imrner nur Merchfutter gegeben. Kartoffeln mst> Kleie galten bisher als Grund- fntter. Jetzt rvird es aber nur noch rvenigen möglich sein, Fntter- kartofteln den Hühnern zu verabfolgen. Ta !n:Uß die Rübe anshelfen Ipatcr das klerngehäckselte Grünfutter. Die Rüben rverdn: am besten gedampft Und mit Kleie und da, wo es noch möglich ist, mit etwas Schrot angemengt Ein guter Ersatz dafür ist fein gehäckseltes Kleeh.-n oder Kleemehl. Alle Klooarter: von der Luzerne bis zur Serradella Mt gleich Mt zu verwerten. Ein kurzes Anfbruhen oder ein inniges Mischen nnt der: gekockberr, noch heißer: Rüben und längeres Stehen- lauen rm.WgedeckttN Topfe (1 Stunde) genügt. Ans einer versielt- TTW11 5 lltc {mur: ficT) ein brauchbares Heuschrot' selbst Hersteller:. Der Kails von .Klechäcksel verteuert das Fntter, noch mehr Aeemehl bei dem ar:ch Fälschrmgen nicht ausgeschlossen Und. Wem viel Kleeheu zur Verfügung stcht, ttrt gut, die Blätter HI) Ll'er ein S:eb abzUrerben und sie n:it Meie (1) und Schrot (1) gemischt, u:it kocherwem Wasser gebrüht, eilte Zeit lang stehen zu lassen Und lauwarn: der: Hühner»: als Mvrgenfutter vorznsetzen. Die Stengel Werder: von: Großvieh oder der: Kaninchen gerr: gefressen Eie sind 3—4 mm gchäckselt und gekocht einschließlich des Koch»" Wassers auch eir: brauchbares Schweinefutter. Serradella- nnd RübensamenspreN können ebenfalls genommen rverden, ebenso Heusamen. Von außerordentlichem Wert sind getrocknete, zerriebene Brennesselblättcr. Kleehen uub Brennesseln enthalten große Mengen Eiweiß und Kalk, Wirker: daher äußerst vorteilhaft ans das Legen der Hühner. Das Weichsutter für Hühner darf niemals schmierig, aber auch nicht zu trocken sein. Eine feucht-krümelige Masse wird von ihner: am liebsten gcrwmmen. Kartoffelschalen, Krautstrünke und sonstige Abgänge der Kirche sollten ebenfalls gekocht und dem Weichsutter zugesetzt werden. Allem,Weichsutter ist für je 5 Hühner eine reichliche Messerspitze Viehsalz und je 1 / 2 Teelöffel phosphorsaurer Kalk und Schlemmkreide zuzusetzen, bei HühUerhaltung lauf beschränkten Auslauf noch Vs Eßlöffel scharfkörniger Sand. 7s Liter Körner nnt ausreichender Kleeheüverfütternng geben immer noch bessere Eiererträge als eine körnerlose Ernährung, es sei denn, daß letzterer größere Mengen an Fisch-, Fleisch- oder BlUt- rnehl zngcsetzt rverden. Auf die Tarier ist aber ohne alle Körnerfrucht eine größere Eiergewinnung picht Möglich. Wer an Kraftfutter noch etrvas übrig hckt für feine Hühner, wird viel Eier bekommen. Der Kraftfntterbedarf hängt ab van der den Hühnern zugänglichen Weide. Je größer letztere ist, desto lveniger brauchen sie davon. Es genügen dann im November, Dezember Und Januar täglich 5 g für ein Huhn, im Oktober und Februar die Hälfte, in der: übrigen Monaten nichts. Der städtische Züchter wird im Sommer mit 5, im Winter mit 10 g anskommen. Eines der besten Kraftfutter für Hühner sind getrocknete Garneelen, die auch für die Kückenaufzucht das denkbar beste FutteU sind. Weiter kommt irr Frage Knochenschrot, Trockenhefe, Eiweißsparfutter, Melkogen, Strohkraftfütter, Malzkeime, Biertreber sowie die gemahlenen Oelkuchen. Je abwechslungsreicher ein Huhn ernährt ivird, desto mehr Eier rvird es legen. Obstrste, Äepsel- Urck) Mrncnkerne und Meerlinsen, Kastanien Und Eicheln, geschält, geviertelt und nrehreve Tage gewässert, dann' gekocht, sind empfehlenswerte .Futterzusätze. Kaffeesatz ist auch in, größeren Mengen nicht schädlich, besitzt aber wenig Nährwert, ist aber ein gutes Füllfutter. Enten sollen kein Körr^r fntter bekonftnlen, nur früh und abends je 72 Pfd. Weichsutter. Gedänrpfte Kartoffel:: oder Rüben mit Kleeheuschrot,'Rübensamenspreu, Henblumen oder Comfrey. Kleie, wenn möglich etwas Maisschrot oder Oelkuchen, eine Prise Salz, phosphorsanrer Kalk, SchlemMkreide und .Sarckr- stick) ein gutes Winterfutter für sie. .Wer ivor: Neujahr au 5—10 g Fischmehl, Fleisch mehl, Knochenschrot, Dalggrieben oder dergleichm, auch Treber oder Malzkeime Kusetzen kam:, rvird zeitig und viel Eier van ilmen bekommen. Und das ist jetzt die Hauptsache: Eier schaffen! Der wundermann von London. Einen ebenso NUterhaltsanwu lvie interessanten Bettrag zuM Kapitel des Abergianberrs und Geisterbeschrvöruugs-Schwindels in Er:glarrd bildet ein in der Daily Matt veröffentlichter Berickjt des bekannten englischen Publizistei: Harold Ashton, der eine „Sitzung" bei eir:em in London besonders beliebten „WünderMann" schildertr ,^Zeden Morgen um 1 ,/ 2 12 Uhr halt der ,,göttliche" Prediger und Seelenheilkünstler Frederick L. Rawsor: in seinem Gebetladen im Zentrum Londoils — in der Regent Street eine Sitzung mit sog. geistiger Behandlrurg ab. Früher konnte mar: kostenlos ar: diesem Ereignis teilnehmen, aber der Zulauf Mrrde so groß, daß Ratvson nur noch seine Dauerpatienter: kostenlos znläßt, Ivähvend sonstige Besucher Eintrittsgeld zahlen nrüssen. Eine seiner Vettalinnen steht ar: der Tür Und nim'ntt das Geld in Empfang, wobei sie jeder: sreme- den Besucher nach Namen rmd Mresse fragt, rinü diese Angaben in einem dicken Buch zu veretvkgen. So rvird jeder Neugierige geangelt. Um dauernd für die BehandUmgsrnethvd^ gewonnen zu rverden. Die Versanmrlnng. zu der ich mich hatte eintaden lasser:, bestand ans 13 Personen: 11 höchst elegant gekleidete Dainen, meine W'erügkeit und der göttliche Ratvson. Der heftige Mann saß vor einem Prrlt und erledigte seine morgendliche Geschästskorrespondenz, die mir durch ihren Umfang imponierte. Es waren gam- Stöße von Briefen, und viele enthielten Schecks. Ms dies -erledigt rvar, begann Rarvsor: die eigentliche Arbeit: den Bortrag über seine Behandlnr:gsmethode. „Ich be- girrne", sagte er sanft, „indem ich zuerst rnich selbst behandle." Ich betrachtete ihn anftnerksam ans nächster Nähe. Er beugte sich ft: seinem Stuhl vorwärts, sein Gesicht nahm eine ganz sonderbare Linie an, Und seine Anger: glotzten ins Leere. Es rvar genau derselbe primitive Jahrmarktstrick, den ich bei alten bisher gerichtlich bestrafter: Wrindcrmännern und Wiindersraner: ir: meiner langen Praxis auf diesen: ^wbiete hatte beobachten können. Nunmehr begann Narvsvn ft: krirzerr, hervovgestoßenen S«tzen die Bcschrvö- rnng. rvobei er altes Böse ft: dieser Welt durch Abtengnung vernichtete: „Es gibt keine Lüge; es gibt keinen Mord.' es gibt leinen 100 Schmer-, keine Sorgen. MLes ist ftmifc«, Freude. Freude! Die Söhne Gottes jubilieren: Freude! Es gibt fein schlechtes Nrsen- licht!" H>ier inöchte ich emschialten, bö& Rvwscm in semem „Buch der Wunder" berichtet, Me er vor Jahren nach seiner geistigen Methode fein schlechtes Mgenlicht so gründlich geheilt habe, daß er ont nÄhsten Tage die Brille für inmver svrltlviersen konnte. Nachdem Rows-on die Anwesenden Nrit dieser Besctzwö-nmg erfreut hatte, griff er nach einer Bibel, rllrd er svaunlicher weise zog er eine Brille ^rvor mrd setzte sie auf seine Nase, ehe er die Arbeit fortsetzte. Merkwürdigerweise nahm niemknd aus dem Publikum von diesem Widerspruch zwischen Theorie und Praxis Notiz. Die nächste Behandlung Rawsons aalt seinem an der Front befindlichen So HU. Dabei flocht er die Erzählung zahlreicher von ihm vollführtev Wunder ein. So berichtete er, daß ein Offizier durch seine Behandlungsmethode so nnverwundbar geworden ^i, daß er stundenlang lächelnd und schiltzlos nriiten im schwersten Trommelfeuer, geradezu dicht vor den heulenden Schlünden der feindlichen Geschütze stand, ohne daß dies ihm irgendlvie 'zamr Schaden seicht hätte. Weiter erzählte er, daß vor einem der letzten ZcpvÄÄumgriffe der erhabene Geist ihm verkündet habe, daß die Zeppeline das große Lazarett in Birrnmgtzanr vernichten (wollten. Durch seine Methode der Gedanken konzen tration aber habe er dieses Unheil abgewandl. Der beste Beroeis hierfür sei, daß das Lazarett noch heute stehe. MS ec dann die Zuhörer mit immer größeren Auffchneidereisn berauschte und sä^lieUich erzählte, wie einmal ein Irrsinniger sich mit geballten Fäusten auf ihn gestürzt habe, wie aber infolge seiner Beschwörung kein einziger Schlag ihin habe treffen können, war mir dies demr doch zu viel. Ich erhob mich und fragte: „Wollen Sic damit sagen, daß, wenn ich vor Sie Untreren und Sie schlagen wollte. Sie mir dies auf rein geistigem Wege unmöglich machen könnten?" „Mein lieber junger Freund." erwiderte Herr Rawson salbungsvoll und Kugleich ein klein wenig besorgt, „ich versichert Ihnen, daß kein einziger Schlag mich berühren könnte." „Gestatten Sre also, (bttfe ich es versuche?" fragte ich tveitcr. ,/Wenn sie es> wünschen," enlgegnete Rawion mit einem etwas kläglichen Lächeln, „aber Sie können mir auch so glauben, daß ich die Wahrheit sage." „Kann ich es gleich jetzt machen,?" fragte ich kurz. Herr RarHon. ivand sich auf jede mögliche Weise und suchte iniiner wieder das Thenm zu ivechseln. Lbber ich ließ nicht locker Mid trat dicht vor ihn hin. „Bitte." flüsterte «er. „machen Sie nur ja steine Szene." „Durchaus nicht," erwiderte ich kühl, „beginnen Sie nur ruhig mit Ib.er Beschwörung." Rarvson machte ungehsuerliche Glo.augen und keuchte in überirdisch befeistendern Tone: „Sie — werden —> mich nicht — berühren!" Es würbe unheimlich still im Raum. Ich bog mich zurück, hob den Arm und fragte: „Jetzt, Herr Raw- son?" Rawsons Llugen flackerten, er ettoiderte nichts. Ich beugte michwjeder vor und schlug ihn ordentlich unters Kinn. Er sank auf seinen Stuhl, wackelte mit dem Kopf und rief: „Aul"... Ich verließ den Ort der Geschehnisse und habe nie Meder etwas von, Herrn Rawson gehört. 180 Schilling Eintrittsgeld — soviel hatte man mir abgeknöpft — war keine geringe Summe, aber ich finde doch, daß die Sache sich bezahlt gemacht hat." Vermischtes. * Sie europäisierten japanischen Augen. Wie »Tit-Bils* zu berichten weiß, sind die Japaner nicht nur unentwegt bemüht, sich in allen Dingen der geistigen Bildung und der ganzen Lebensart den Europäern anzupassen, sondern sind bestrebt, auch die charakteristischen Merkmale ihres Aeußeren nach Möglichkeit zu verwischen. Seit ein paar Jahren nämlich ist in Japan eine Operation geradezu Mode geworden, durch die die mandelförmig geschnittenen Augen der Japaner eine europäische Form erhalten. Der Chirurg macht einen etwa l)i cm langen Einschnitt am äußersten End- jedes Auges, von dem Pnnkt allsgehend, au dem sich die beiden Lider vereinigen Dann dehnt er die Haut der Augenlider lind die Augenbrauen und klebt ans die Wunde ein schon vorbereites Pflaster. Nach einigen Tagen ist die Wunde völlig vernarbt, dos Auge hat seine ursprüngliche Form verloren u,ld kairn niiii mit seinem schönen Oval rmt den schönsten europäi- schen Allgen korlkurrieren. Die Operation verursacht demjenigen, der sich ihr lmterzieht, keine Sch,nerzen und keine Unannehmlichkeit außer de»', dein Chirurgen 2000 Mt. zahlen 511 muffen. Viele amerikanische »rnd europäische Aerzte, die zu Spezialisten dieser Operation wurden, haben in kurzer Zeit recht ansehnliche Vermögen erworben. Unter ihren Patienten befanden sich bekannte Politiker Japans. Alan behauptet sogar, daß der Mikado seine Augen europäisieren ließ. * W a r,l m gähnen wir? Keilleswegs ist das Gähnen inuner ein Zeichen der Nlihebedürstigkeit. Wenn unferc Organe untätig waren, das Blut langsam durch die engen Adern schlich, und jetzt nelie Ausgaben, nerle Ansprüche an »ms herantreten, dann recken wir unsere faulen Glieder, strecken die krampfhaft gesteiften Arme in die Lust, strammen die breit gestellten Beine »ind legen den Kopf steif in den Nacken. Wozu? Um unsere Muskeln auszu- preffen, damit das schlechte, schlackige, verbrauchte Blut zurückfließt ius Herz, und Platz macht dem hellroten, frischen, das neile Nahrung, frischeli Salkerstoff hineinträgt in die lebensdllrstigen Glieder. Denselben Ziveck hat wahrscheinlich auch das Gähnen: dab Gehirn aufzufrischen, er zu befreien von dem trägen, langsamen Blut, daß erquickendes, sauerftoffbeladene« einströmen kann: Wir öffnen ganz automatisch, krampfhaft den Mund, holen tief Atem und halten tbn an — der luftgeleerte Brustrallm saugt das Blut ins Herz zurück — die HautmuSkeln des HalseS straffen sich, daß das Blut au» den großen Droffelvenen hinabfällt ins Herz. Es ist eil, köstlich Ding, das Gähnen, wenn auch wenig höflich und nicht schmeichel- haft für den Anwesenden; beweist es ihm doch, wie ivenig Anregung er unserem Gehirn geboten. vücherttsch. — Dem Abbruch der diplo,natischen Beziehungen zwischen Deutschland und Anierika ist die. neueste Nummer 3842 (KriegS- nummer 133) der .Leipziger Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber) gewidmet. Im Leitartikel .Der neue Abschnitt deS Weltkrieges* beleuchtet der bekannte Parlamentarier Graf Westarp die gegenwärtige Lage. Den deutschen Einfluß in Amerika und die kultlirellen und politischen Beziehllngen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten behandelt Louis Viereck in dem Artikel »Deutschland und. Amerika*, dessen Ausführungen durch trefflich gewählte Illustrationen eine wertvolle Stütze erhalten. Ueber die »Zusammensetzung der Nationatitätel, und Raffen in den Bereinigten Staaten" plaudert O. Sperber. Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten und seine berufliche Gltederuleg veranschaulicht eine charakteristische Karte. Einer der besten Kenner des »Lande« der unbegrenzten Möglichkeiten", C. A. Bratter, bringt uns in seinem Artikel über »Tie a,nerikanische Seele" der Erkenntnis der Wesenszüge Uncle Sams wesentlich näher. Die »Wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Dentsckland und den Vereinigten Staaten* schildert die sachkundige Feder E. FitgerS (Bremen). Eine Reihe statistischer Zeichnungen führt die Zusammensetzung der Bevölkerrmg der Vereinigten Staaten, den Verdienst der amerikanischen Kriegslieferanten, die Ein- und Ausfuhr von und noch Deutschland im Jahre 1913, den Wert der in den amerikanischen Häfen stilliegenden 63 deutschen Handelsdampfer im Verhältnis zu den deritschen Kriegskosten u. a. m. vor Augen. Ueber den verschärften U-Boot-Krieg rmd den Minenkrieg belehren Zeichnungen von Willy Stower, Schmidt-Hamburg, Kurt Hassenkamp, eine Karte der Sperrgebiete, ein Durchschnitt dllrch einen deutschen Tauchboot-Minenleger und ein Artikel über den »Mineu- krieg*. Auch der Krieg ist durch inehrere Zeichnllngen und Aus- nahmen berücksichtigt. Zllm 60. Geburtstage Max KlingerS bringt die Nummer einen reich illustrierten Beitrag über die neueste Schöpfrlnq des Meisters, die Radierungen-Folge „DaS Zelt*. Tie feine Kunst deS verstorbenen Landschaftsmalers Gustav Schönleber zeigt die Wiedergabe seines Genläldes „Brügge*. — DaS literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W. 9. DaS 1. Märzheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Georg I. Plotke: Max Ludwig; Max Ludwig: Autobiographische Skizze; Hugo Kersten: Aktivismus; Alfred Biese: Theodor Storni in Briefen; Martin Somiuerseld: Erlebnis und Schicksal; Max Zobel von Zobeltttz: Ein vergessenes Stück von Malß. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. — Kurze Anzeigen. — Notizen. — Nachrichten. — Der Büchermarkt. — Kürschners B ü ch e r s ch a tz. Band Nr. 1102/1103 : »Au« einer ostpreußischen Kleinstadt." Roman von Georg Wasner. 190 Seiten Umfang. — Preis 40 Pfg. — Herm. Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/126. — Seime Lagerlöf: Tale Thott, Das Schatzkästlein der Kaiserin, Die Grabschrist, Die alte Agneta, Die Geisterhand. — Verlag der „W e l t l i t e r a t u r", München 8, Färbergraben 24. Preis 10 Pfg. — Die Arche, Roman von Werner Schess. Mit einer Vorrede von Georg Engel. (Verlag Ullstein & Co.), Berlin.) — »Völkerkrieg" (herausgegeben von Dr. C. H. Baer, Verlag Julius Hoffmann in Stuttgart). „Das Deutsche Reich während des dritten KriegShalbjahrcs" heißt die Allfgabe, die in den Heften Nr. 111 und 112 behandelt wird. Taujchrätsel. Angel, MarS, Zahl, Weib, Bund, Horn, Reis. Rost, Kater, Mund, Haus, Zecher, Mond. Wonne, Netter, Mahd, Bllch. Von jedem Wort ist durch Umtausch eines BllchstabenS an beliebiger Stelle ein anderes Hauptwort zu bilden, jedoch so, daß die neu eingefligten Buchstabeu eine glänzende Waffentat der Mittelmächte ans dem Balkankriegsschauplatz benennen Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Pyramide in voriger Nummer: E E i Ire Bier Brief Fieber Vchristlettuna: Fr. R. Zsnz. — Zwillingsrllnddruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Bllch- und Stetndruckerei. R. Lange. Gießen.