Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Es sind Boten da, Eller Gnaden," meldete Bartek Zhchod ein Weilchen später und führte auf einen Wink nacheinander ein paar Bauern herein. Jeder sagte dasselbe aus: Daß die Russen, die so lange gezögert hatten, jetzt in Eilmärschen heranrückten. Und noch immer keine Antwort von Czechowski. „Das sieht dem Herrn ähnlich," sagte Kasimir Rzonka, der von den Vorposten zurückkehrte, ärgerlich. „Warten wir noch bis zum Abend." Endlich — man hatte die Hoffnung fast aufgegeben — ganz erschöpft ein Reiter an. Langsam, ohne eine Miene zu verziehet, las Rrttkowski das Schreiben durch. Ohne jedes Wort gab er es an Kasimir Rzonka. Der über- flog es. „Mit andern Worten: er kommt nicht?" Einen Augenblick herrschte Schweigen. Seine Leute sind durch lange Märsche ermüdet; Regengüsse haben die Wege beschwerlich gemacht. Er muß sich zwei Ruhetage gönnen „Pah, und morgen, wenn er ruh-t, sind die Russen hier!" „Ein kluger Herr!" antwortete Kasimir Rzonka. „Er weiß wahrscheinlich ebenso gut wie wir bereits, daß der iFeind anrückt!" „Und das soll klug fein?" „Erlauben Sie," sagte der Generaladjutant, „Euer Gnaden vergessen eins: so bleibt Ihnen nur der Rückzug. Und der Ruckzug wohin? Nun, südwärts, zu Czecholvski. Er will nicht zu Ihnen kommen, sondern Sie sollen zu ihm kommen! Dann steht die Sache wesentlich anders." „Ich zu Czecholvski?" Die roten Flecke brachen durch. Der Grus trat ans Fenster. Er biß die Lippen blutig. Wieder ein Bote! „Der Anmarsch der Russen? Weiß schon!" Plötzlich drehte er sich um. „Pan Rzonka, wann, meinen Sie, haben wir die Moskowiter vor uns?"" „Wenn wir stehen bleiben, in vier Stunden. Morgen f rüh werden sie aussreisen wölken. Es ist am besten, es wird osoi.^ der Befehl zum Aufbruch gegeben. Einen um so größeren Vorsprung haben wix." „Und um so eher kommen wir zu Czechowski, nicht?"" Napoleon Rutkowski hatte einen höhnisck^en Zug im Gesicht. Wie prüfend, als wollte er seine Gedanken erraten, ließ Kasimir Rzonka frett Blick auf ihm ruhen. Der Graf hielt den Blick aus. „Nein,"" sagte n kurz, „wir werden nicht zu Czecholvski gehen Wir werden ihm morgen abend einen Boten senden, daß die Ruhetage länger ausgedehnt werden können, da wir die Rnssen inzwischen allein geschlagen haben."" „Das fft ein Scherz, das kann nicht Ihr Ernst sein ." „Vollständig. Ich will den Missen mit dem Angriff zuvorkommen. Bereiten wir ihnen ein zweites Lukom!" Kopfschüttelnd sah Kasimir Rzonka ihn an. „Sie wollen sich über mich lustig machen, Herr Graf. Sie wissen so gut wie ich, daß lvir im offenen Felde dam Feinde nicht ftaichhalten können. Ntann gegen Mann, gut! Das lasse ich mir gefallen. Aber eine undisziplinierte, zusammengewürfelte Masse gegen eine geschulte Truppe, das ist Wahnsinn!" Aber der Graf blieb fest, und seit dem Nachtgefecht war sein Ansehen so gestiegen, daß seine Stimme auch im schnell berufenen Kriegsrat den Ausschlag gab. Mit glühender Beredsamkeit sprach besonders auch Marhan Batranski für den Kampf. „He, he," rief ihm der Marquis zu, „du legst dich ja feste ein!" „Man soll seinem Schicksal nicht aus dem Wege gehen," antwortete der schlanke. Er hatte einen seltsamen Blick. „Sie spielen zu leichtsinnig, Herr Graf/" sagte Kasimir Rzonka nachher. „Eine Niederlage, und alles ist aus!" „Sehr wohl. Aber eben deshalb können wir nicht unterliegen. Es darf nicht aus sein."" „Gewiß nicht, wenn wir so stark wären wie Ihr Glaube."" Im Nll verbreitete sich unter den Aufständischen das Gerücht, daß man am Vorabend einer großen Schlacht stehe. Jubelnde Rufe schollen in kräftige Freiheitslieder hinein. Die Branntweinhändler konnten idle Flaschen nicht oft genug füllen. Prüfend fuhren die Finger über die Schneiden der Sensen. Das Lager war so aufgeschlagen, daß man es von der Chaussee aus nicht erblicken konnte. Ein paar Erd- erhöhunaen waren vorgelagert. Wie auf einem Jahrmarkt iah es hier auA. Zelte waren ansgeschlagen, über denen kleine Wimpel im Luftzug fröhlich flatterten. Die Gewehre waren zusammengestellt, pyramidenförmig lehnten die Sensen aneinander. Und überall saßen, sprangen, liefen Rothemden, die nichts zu tuu hatten, umher, kniffen den Bauernweibern, die Eier urid Käse zum Kauf anboten, in die Backen, nrachten ihre Späße mit den Schnapsjuden, hörten einer Harmonika zu und lärmten durckleinander Im Augenblick änderte sich das Bild, als es bekannt wurde, daß eine Schlacht bevorstand. Diejenigen, die schon Lnkom mitgemacht hatten, gaben den Neulingen, die vor Kampfbegier brannten, ihre Erfahrungen zum besten. Die Aengstlichen versteckteil ihre Furcht unter dem lautesten Lärm. Wenige nur schienen sich um den nächsten Tag überhaupt nicht zu kümmern. Zu den wenigen gehörte Michael Laskowicz, der Schrnied. Er saß etwas abseits von den üverigen auf einem großen, oben abgeplatteten Feldstein lind hatte den Kopf in die Hände gestützt Die Flasche stand neben ihm. Er trank jetzt mehr als früher. Plötzlich legte ihm jemalld die Hand aus die Schlll:er 70 „Laß mich in Ruh'!" fuhr er ans. Doch als sem BUS über das Gesicht des vor ihm Stehenden flog, stutzte er. „Kuba Borodnik?" fragte er zweifelnd. „He, du gingft dock: nicht mit uns?" _ _ „Nein, Schmied. Aber vor drei Tagen hörten !vrr von Lukom. Nun, watz red ick) lange? Da sind wir!" „Gut, gut! Haft was Neues gehört? Im Dorf mein ich?" „War-lm nicht. Michael Laskowicz? Die Welt ist rund und dreht sich. Neues gibt's immer. Ich soll dir auch eine Bestellung machen." „Von wem'?" fragte der Schnned rauh. „Von Kascha Kaczmarek. Wer nimm einen Schluck vorher. Besser ist bMer." Unruhig sah Michael Laskowicz auf. Die Unruhe war auch in seiner Stimme. „Ich brauche keinen Schnaps. Red', tvas tft?" „Sterben müssen wir alle. Jeder kommt an die Reche. \t ist einer dran, den du kennst. Nimm einen Schluck, Lieb/' „Wer T fragte er heiser. „So ist mal der Wille der Heiligen: Juschu, dein Sohn, gsch soll's dir sagen." Ein gewaltiges Zucker: ging durch den Körper des Riesen. Kuba Borodnik fluchte auf, sein Arm mußte blaue Necke zeigen, so hatte:: die Mnger des Schmiedes ihn um- kauft) ft. „Ist das wahr, was du sagst ?' „Psia krew, laß mich los! Eine schöne Botschaft, man ntimnt sie aus Spaß mit, he? Höre, sprach Kascha Kaczr- Marek vorgestern z/u mir, Ihr geht zu den Aufständischen, ich weiß es! Dort ist auch Michael Laskowicz, der Schmied. Bringt ihm einen Gruß von Juschu, seinem Sohne. Er läßt sagen, wenn sein Väterchen ihn noch einmal sehen will, oll er auf dem Wege nicht ansrnhen Älso sprach m mir Kascksa Kaczmarek, und die Tränen liefen nur so. Er muß sterben, sagte sie, beeilt Euch. Nun, man ist kein Unmensch, kaum sind wir angekommen, such' ich nach dir. Aber ich, B ruder, sagte gleich: Nimm zuvor einen Schluck!" Der Schmied überlegte nicht lange, als er allein war. Die Grenze war weit. Er konnte bis dorthin die Chaussee benutzen Da nahmen ihn die Wagen, die vorüberfuhren, woyl mit. Denn sechs, sieben Meilen — das war keine Kleinigkeit. Ueber die Grenze wollte er dam: schon kommen. Er kannte die Wälder besser als die Preußen. Brach er jetzt auf, so konnte er am nächsten Tage in Nasgora feinu vormittags, mittags, je nachdem, in Nasgora, wo sein Sohn, der Krüppel, im Sterben lag. Er hatte während der verflossenen Zeit nicht mehr viel an chn gedacht. Biel wehr an den alten Baron, den sein Hammer nieder-, geschlagen hatte, und nun kam ein Fremder, Kuba Borvd- nik, und durch ihn bestellte eine Fremde, Kascha Kacz^ nrarek, daß Juschu, sein Kind, dem Tode nahe sei. Gequält lachte er auf. Warum sollte Juschu denn sterben? Nun gut, er war ein Krüppel. Schlimm genug, aber darum starb man nicht. Nachsehei: mußte man auf alle Fälle. Das Kontingent der Msgoraer, zu dem auch Michael Laskowicz gehörte, wurde wie die Leute von Mnchocin und Skydlewo von Napoleon Rutkowski selbst geführt. Ihm wollte der Schmied Bescheid sagen, bevor er ging. 9tur ungern erteilte ihm der Graf gerade jetzt vor der Eiitscheidmm den erbetenen Urlaub. U:w als Michael Las- rowicz längst schon gegcmgen, saß er.noch eine ganze Weile versunken da. Er dachte an Nasgora, an Hanna, an den alten Baron. Wie fern lag das altes ! Dann hob er mit einen: Seufzer das Haupt. Er befahl, sein Pferd zu satteln. Wenn er alles auf den morgigen Tag setzte, wollte er das Schlachtfeld wenigstens selber aussuchen. 9htr Kasimir Olftonfn sollte ihn begleiten. Wahrscheinlick: saß der jetzt mit den anderen Herren in der Schenkstube. Lärm und Gelächter schollen ihm ans der Schenkstube ent-gegen. ,Recht, daß du kommst, Bruder Führer," rief Eusebius von Degorski. „Rettet man !vas ans den: Kriege, verliert man es an diese Wölfe! Wölfe sind sie alle miteinander!" Graf Bininski lachte Tränen. „Hat ein paar Goldstücke verloren und läutet, als ob sein Haus brenne. Wirf besser, Psia krew, hier sind vier^ zehn Augen." Er setzte den lederne:: Becher auf den Tisch. „Krieg und Sieg, Liebchen, Wein und Würfel!" stimmte ein anderer an. „Heda," fuhr er fort, „Maryan Batranski, Bruder, hast du deine Lustigkeit auf Reisen geschickt? Oder wirst du erst wieder ftöhlich :mch der Schlacht?" „Vor nicht, nach nicht," sagte Maryan Batranski, der Schlanke, achselzuckerw. „Spielt nur weiter!" „Und du spielst nicht mit?" „Morgen. Und dann spiele ich höher!" „Sieh', sieh', den Philosophen. Nun, Napoleon, kriegen wir die Hunde von Moskowiter::, oder kriegen sie uns?" Der Gefragte lachte. Dabei griff er nach den: Lederbecher und schüttelte die drei Würfel spielend auf die Hand. „Wir kriegen sie. Muchocin setz' ich dafür ein. Paßt auf, Freunde, Siea oder Tod!" Er schüttelte den Becher so stark, daß die fceinernem Würfel fast heraussprangen. „Frevle nicht!" schrie Rybsczynski ftnster. Aber schon hatte der Graf den Becher mngestülpt. Noch lagen die Zahlen bedeckt. Es war totenstill. Mles starrte auf den Becher. „Bitte, Herrschaften, wollen wir zählend Sein Auge leuchtete auf. „Dreimal sechs. Achtzehn Augen! Der höchste Wurf. Also Sieg, Freunde, Sieg!" Sein Blnt war warm, sein Herz war warn:. Es war ja natürlich alles Zufall, an den sich, nur der Merglauve band, aber doch schien ihm wieder, als stecke ein großes! Symbol dahinter. Auf das Schweigen war wilde Luft gefolgt. „Hoch Polen! Hoch Napoleon Rutkowski! Unser der Sieg! Marsz, Marsz, Dabrowski!" schrie und sang es durcheinander. „Wir werden sie niederschlagen, o Bruder, Bruder!" jauchzte Degorski unt> umarmte nach seiner Gewohnheit wieder alle Welt. Einen Augenblick, lächelnd, selig, als wäre der Kantpf entschieden, stand däapoleon Rutkowski noch an: Tisch. „Wir werden sie niederschlagen," sprach er den: vor Begeisterung purpnrroten Degorski nach. „Zweifeln Sie daran, messieurg?" Und lachend schritt er aus der Tür. „Was für ein Mensch!" rief Degorski und sah sich um, als wollte er jedem raten, nicht zu widersprechen^ Aber es widersprach keiner. Die andern wandten sich wieder dem Spiele zu. Nur Wladimir Rybsczynski und Maryan Batranski sahen noch imn:er nach dem Fleck, wo sie den G-rafen zuletzt erblickt hatten. (Fortsetzung folgt.) Und dann ... ? Von Anna Wahlenberg. Berechtigte Uebersetzung aus dem Schwedischen von Nhea Sternberg. Dämmerung herrschte in dem Wohnzimmer, das nur von einem Käminfeuer beleuchtet nn:rde. Aber das flamnrte auch munter auf und warf seinen flackernden Schein auf LeNa, die fünfzehnjährige Tochter des Hauses, und auf ihren Gast, die drei Jahre ältere Base Astrid. ( Die letztere saß auf einem niedrigen Stuhl etwas abseits vom Kamin, während Lena in halb liegender Stellung auf einem großen, weichen Schwel mitten davor kauette und, die Arme auf Astrids Stuhllehne gestützt, den Kops in die Hände gedrückt, die Base mit weit offenen, gierigen Augen betrachtete und jede Szene der Ge-? schichte vor sich zu sehen schien, die Astrid soeben erzählte. Es war aber auch etwas Interessantes! Ein ganzer Roman. Uebrigens nicht der erste, den Astrid erlebt hatte: Das wäre gar zu wenig für ein so hübsches, gefeiertes Mädchen. Mer es war der ernsteste von allen, und sie konnte nicht leugnen, daß sie selbst endlich verliebt war. r Während sie das Feuer ab und zu mit der Zange schürte, berichtete sie bis aus die kleinste Einzelheit, wlie es zugegangen war, als er um sie geworben hatte. Und Lena lauschte geftxmztt, nur ab und zu eine kurze Frage flüsternd: - , t „Was sagte er da?" Oder: „Was sagtest du da?" • Aber als Astrid ihre Geschichte mit dem Bericht schloß, daß ihr Verehrer ihr Spitzclckaschentuch geiwmmcn, es geküßt, sic gebeten habe, es behalten zu dürfen! und die Erlaubnis hierzu bekommen! hätte', da gab Lena unwillig ihre lauschende Stellung auf und erklärte, das hätte sie ihm nre gestatten dürfen. Eft erregte sie iin höchsten Grade, daß sein Sieg so leicht gewesen war. Der Roman hätte :a viel länger und viel spannender werden können. Sie würde nicht so nachgiebig sein, wie! Sie wußte, wie man die .Herren Kavaliere zu behandeln hätte. ' f rn9te Astrid erstaunt und entrüstet, daß ein so junges Dmg :hr Verhalten zu bekritteln wagte. „Tu solltest lieber mcht von Dinaen svrechen, die du nicht verstehst, liebe Lena." 71 „Die ick nicht verstehe . . . ?" Die fünfzehnjährige junge Lame setzte sich würdevoll aus ihrem Schemel zurecht, faltete die tzälcke um dre Knie, warf ihrer Base einen langen, scharfen Blick Pu und sab schr geheimnisvoll aus. < ' „Warst du etwa schon einmal verliebt?" fragte Astrid spöttisch «nd verzog die Lipven zu einem überlegeiren Lächeln. Lena schwieg, kniff den Mund zusammen und starrte ins Feuer. ^Oder ist vielleicht einer in dich verliebt?" Bedeutsames Schweigen. „Aber nein, liebt dich wirklich einer?" Es sah fast saus, aljs sei, Lena im Begriff, mit dem Klopf zu vicken, doch sie tat es noch nicht. ' „Ach, erzähle doch." „Es ist nichts," sagte Lena lässig, aber in einem Don, als hätte kie etwas sehr Interessantes zu berichten, wenn sie nur wollte. Astrid ließ sich jedoch nicht abschrecken. „Wer ist es?" „Das ist ja gleichgültig, du kennst ihn doch nicht." „Bist du so sehr verliebt in ihn?" „Ach, nicht so arg>. . . Ich weiß übrigens nicht . . ." „Ist es Mas Lönnholm?" > „Klas Lönnholm! Ein Gymnasiast! Ein Schuljunge! Na, ich danke!" Me würde ihr eine solche Mesülliänce in den SinU kommen. i „So will ich Nr sagen, rver es ist," meinte Astrid bestimmt. „Das kannst du nicht." „Onkel Westmark, der alle Sonntag herkommt." „Onkel Westmark . . . ?!" Lena brach in ein so erschütterndes Gelächter aus, das; sie beinahe der Länge nach zu Boden gefallen wäre. Astrid hielt sie fest urck wies flüsternd auf di^Schlafzimmec- tür. Leun schre-ie ja so, daß sie womöglich ihren Vater aus seinem Mittagsschlummer weckte. Ein wenig erschrocken blickte die Tochter bei dieser Ermahnung zur Tür, dann begann sie aber von neuen; zu lachen, wenn auch etwas gedämpfter. „Onkel Westmark, der im März neunundvierzig Jahre alt wird! Ich bin doch noch nicht ganz verrückt!" „Nun, dann weiß ich aber ganz gewiß, wer es ist," beteuerte Astrid wieder, nahm Lenas Kopf und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Aber Lena riß sich mit einer raschen Beugung ihres dunkeln kleinen Kopfes hastig los. ( „Er i st nicht Kommis," sagte sie mit Nachdruck. „Ja, aber er expediert bo$ ..." „Nur um das Geschäft zu erlernen. Sein Vater hat ein großes Haus in Küngsholmen, und seine Schwester nimmt Gesangslunden." „Nun, was ist er denn sonst?" fragte Astrid mit einem ver- 'gnügten Lächeln über ihre wvhlgelungene List und lehnte sich vornehm ein wenig zurück. „Er ist ... er ist .. . nun es ist ja ganz gleich, was er ist," antwortete ihre junge Wirtin. { Sie schwiegen einen Augeicklick. Lena schien nicht recht geneigt zu lyeiteren vertraulichen Mitteilungen, und Astrid überlegte, wie sie sie dazu ermuntern sollte. Sie beugte sich wieder vor und, setzte ihr Kreuzverhör fort. Ob sie sich häufig getroffen hätten — Wie sie miteinander bekannt geworden wären — Was er gesagt hätte — Doch Lena antwortete einsilbig .mit einen; „Oh!" oder „Ach, Unsinn!". Schließlich konnte sie aber doch nicht länger widerstehen. Tie Versuchung war zu groß, endlich einmal lauttonssprechen zu können, 'was sie Tag und Nacht dachte', und es lag auch etwas so Erhebendes darin, daß man eine Geschichte zu erzählen hatte. Sie wurde dadurch gleichsam.zur Mtergenossin Astrids, die man ja bereits als eine erwachsene Dame betrachtete. Und so begann sie. !Dsie Biuchjhcmdlung, in der er rvar, lag so nahe bei her Schule, daß die ganze Klasse dort ihre Bücher, Hefte und Federn kaufte. Aber a;n artigsten war er stets gegen Lena, ja, er ver-< nachlässigte die andern um ihretwillen. und kam sie je einmal allein, so sprach er sogar von Ronmnen, die er ihr zu lesen empfahl. Er fand, junge Mädchen müßten mit ihrer Zeit mitgehen, ruck er wollte ihren Eltern eine Anzahl Bücher zur Ansicht schicken. Dann hatten sie sich einmal auf der Eisbahn getroffen. Valsrid Borg hatte ihn ihr Angeführt. Er lief wie ein Preisgekrönter, und sie tanzten Walzer nick Fmn?!aise miteinander. Seitdem rvar er jeden Donnerstag und Montag.nachmittag — da hatte er frei — aut der Eisbahn, schnallte ihr stets die Schlittschuhe an ;md lies mit keiner so viel wie mit-ihr. „Und dort aus der iEisbahiühat er dir gesagt, daß er dich liebt?" fragte Astrid, die den Prolog cttvas lang fand und gern zu den; interessantesten Teil der Geschichte gelange;; wollte. Lena errötete sichtlich, tvotz des starker; Feuerscheins, der auf rhrein Antlitz lag. „Ja, er sagte r;icht gerade .... verstehst du. . . . Mer . ." „Mm, was sagte er der;;;.?" Lena zog die Knie hoch, kauerte sich darüber und blickte m die Flammen, als denke sic an etwas Angenehmes, das lebendig vor ihrem Inneren stand. „Es war an einem Abend . . ." Sie unterbrach sich und be- gann von neuem. Es war an einen; Mend, wo cs ganz herrlich ivar aus der E;sbahn. Heller Mondschein und nur cm paar Grad Kälte Sie liefen so weit hinaus, wie sie nur konnte,;, und schließlich waren sie ganz allein cnrf der Bahnt. Er lief so rasch, daß sie ihm kann; zu folgen vermochte und fast außer Aten; war. Zuweiler; drohte sie zu falle;; und knickte zusammen. Tann blieben sie stehen und lachten beide aus vollem Halse, iveil er sie so anzog, daß auch er beinahe umsiel. Aber einmal mußte er sie erst um den Arm und dann um die Hand fassen, sonst wäre sie ganz sicher gestürzt, und während sie das Gleichgewicht wiederzugewinnen suchte, zog er ihr den einen Handschuh unwillkürlich zur Hälfte ab. Da standen sie imb lachten wieder. Und dann. . . . „Dannl. . . ?" fragte Astrid. „Dann zog er den Handschuh noch rveiter ab. Und dann) sagte er." „Was sagte er?" „Dann betrachtete er meine Hand.. ." „Nun und?" „Betrachtete sie sehr lange. Urck dann sah er mich an, und danr; sagte er. ..." „Was sagte er dann?" Sie zauderte. „Wie süß. . . . sagte er. . . Wieder eine Pause. „Und dann?" Lena blickte auf, rasch und ernst, als wäre sie UNangenchtm gestört in ihren Gedanken. „Dann liefen wir- weiter," sagte sie. „Nun und dar;;;?" „Dann. . . .? Dann war nichts mehr." „Aber woher weißt du denn, daß er dich liebt?" „Das sah ich doch! Du hättest nur mal sehe;; sollen, tvie er meine Hand betrachtete und dann inein Gesicht. So !vas sieht man doch!" Astrid lehnte sich in ihren Stuhl zurück und brach in Lachen aus. Sie lachte so, daß sie sich schüttelte. „Nein, hör' mal, Klein-Lena, du bist doch wirklich zu drollig." .Drollig ....?" Lena fuhr auf, rnaß ihre Base mit dem Blick von; Scheitel bis zr;r Zehe und schien nxxf) etwas sagen au wollen, biß sich aber auf die Lippen und schwieg. Danr; nabm sie die Feuerzange und schürte die Flammen, und während es m der Glut prasselte, verbitterte sich ihr Ausdruck immer mehr. Sie warf die Zange ir; die Ecke und wandte sich mit funkelnden Mg er; zu Astrid: „Ja, ^ache du nur," strgte sie, „das begreifst du natürlich nicht, dazu bist du zu dumm. Du bist das dümmste Mädchen, das ich kenne, und ich hätte dir lieber kein Wort erzählen soll«;." 21m liebster; hätte sie ihre Arme gepackt, daß.sie blau urrd braun geworden rvären. Doch sie beherrschte sich, ging zum Sofa und warf sich in den dunkelst«; Winkel. Es hatte keinen Zweck, daß Astrid zu.ihr kan; und ihr zuzurcd«; versuchte. Sie hörte nicht auf sie und gab keine Antwort. Mh Freundlichkeiten versagten, ja selbst halbe Entschr;ldiguug«l verfingen nicht, und als die Base schließlich den Arm um ihr«; Hals legen wollte, stieß sie sie fort r;nd schlug mit geballten Fäuste urn sich, gleichviel, wohin sie traf. Astrid mußte sich zurückziehen, und als Lenas Mutter herein- kam rmd die Lampe anzündete, saß jedes der beiden jungen Mädchen in einer Ecke des Zimmers. Der Mend mar zerstört. Man bat Astrid, zu bleiben, sie aber erklärte, daß sie nach Hause gehen müsse, und Lena hatte nichts dagegen einzuwenden. Sie sehnte sich ja danach, daß sie gehe, sie wollte sie nie wiederfhen, und sie begleitete sie mir hinaus in der; Korridor, um die Tür möglichst lartt hinter ihr znschlacM: zu körmen und gleich darauf in ihr Zimmer zu stürzen und mit sich allein zu sein. Dort rvarf sie sich in einen Stuhl und schluchzte. Warum, das wußte sie selbst nicht recht. Es war ja nichts geschehen. Msolnl nichts. Aber dennoch war ihr, als sei alles verändert. Bor einer Weile Mxh schien die Welt so hell rmd groß vor ihr zu lieg-eN- mit ftmuntb sonniger; Wegen, ruck altes hat eine besondere Bedeutung: das Zwitschern der Spatzen, der leise Fall der Schneeflocken. ein Blick ans einem Paar Äug«;, ein Lächeln, ein Händedruck. So viel hatte in so wenigem gelegen, und die Welt war so schön gewesen. Aber jetzt . . . . Jetzt rvar altes zusarnmengeschruMpft, Oede, still urck leer war cs rings un; sie. Sie selbst war so rvinzig und unbedeutend, alle anderen so klein rmd alltäglich. Und ibre Geschichte — Hie war gar keine Geschichte. Deshalb schluchzte sie unaufhaltsam. wie man sich ohne Handwerker helfen kann. Durch der; Krieg wurden gar viele Handwerker zu der; Waffen gerufen, die man sonst bei der; in jeder;; Haushalt ununterbrochen vorkonrrrrender; Reparaturen und sonstiger; Arbeiter; zur Hand hatte. Die Frau ist also auch auf diesen; Gebiete mehr als früher auf sich selbst gestellt; dazu kommt der erschwerende Urnstand, daß fo viele Dinge, derer; man sich sonst mit einer gewissen Selbstverständlichkeit zu bedienen pflegte, nicht Mehr zur Verfügung stehen. Da heißt es alfö für die Frau, Mittel urrd Wege zu finden, rim 7 » den Anssrderungen der KrieqSzeit gerecht zu werden. Hier einige Winke, die die beliebte Frauenzeitschrift »Dies Blatt gehört der Hausfrau* ihren Leserinnen gibt: Zunächst einmal gibts gar viel zu kitten und zu kleben aber die Tinge, die man sonst zur Verfügung hatte, um gute Kitte herzustellen, wie Leinöl, Mastix, Stärke, Quark u. dergl. sind verschwunden. Em gutes Klebemittel. labt sich aus Gelatine und starker Essigessenz gewinnen, in der man so viel Gelatine quellen lägt, bi- eine sehr klebrige Masse entsteht. Dre Masse sieht bräunlich anS Will man weihe Gegenstände, wie z. B. Porzellan, danüt kleben, io setzt inan einfach etwas Schlemmkreide zu. Spalten und R»ff in den Wänden des Hauses, die sonst der Maurer znm Verschwur den brachte, müssen sofort in Angriff genommen werden, sobald sie sich zeigen, da sie sich sonst leicht erweitern. Dazu gebraucht man Leim. Einen guten Tischlerleim bereitet man sich, indem man die käuflichen Stücke Leim nach dem Zerbrechen in kaltein Wasser einweichl und etwa zwölf Stunden darin ausquellen läßt Dann erhitzt man dies im Wasserbad, bis eine sirupdicke Flüssigkeit entsteht. TaS ist dann ein guter, für die verschiedenartigsten Zwecke des. Haushaltes brauchbarer Lein,. Solleil mm damit Niste m den Wänden verklebt iverdell, so setzt man Kreide ober gebrannten Gips gn und verstreicht den Riß sofort mit der so entstandenen Maste, ehe sie erhärtet. Ist der Nib stärker, so verkleinert man den Spalt vor der Anwendung des LeiinS dadurch, daß man ihn mit zerkleinerten Ziegelbrocken u. derql. ausfttllt. Der Ofen raucht, und der Töpfex ist nicht mehr da. Hier handelt es sich zmlächst darlinl, die Stelle festzustellen, anS der der Ranch konlint, und d,e oft aus eiiiem ilur kleinen, haarfeinen Riß zwischen den einzelnen Kacheln besteht. Man llinlmt nun ein Streichholz, ein Licht oder einen Wachsstock, sorgt jedoch dafür, daß die Flanune möglichst klein bleibt. Xamit leuchtet man dann, während der Oken brennt, alle Fugen sorgfältig ab. An der Stelle, wo der Rauch heranskoinmt, wird das Licht, das vorher riihig und gerade braiinte, z»i einer spitzen Flamme abgeleukt. Hat man so die fehlerhafte Stelle entdeckt, so verschiniert man sie mit Lehm, den maii in Master einweichte. Ist kein Lehm zur Hand, so tut e§ auch Ton oder gebrannter Gips, den ,nan mit etwas Wasser anrührt und den man einstreicht, ehe er erhärtet, waR zienilich rasch geht. Beini Nageln in den Wänden konimt man häusig aui Mauerstein, wodurch sich die Nägel krumm biegen. Ein harter Stahlnagel dringt jedoch allch durch diese Stellen. Man kann nun die weichen Nägel, die sich so leicht verbiegen, dadurch in harte verwandeln, daß man sie in emer Schaufel oder auf einem Blech über dem Feuer erhitzt, bis sie stark glühen. Dann wirft man sie rasch in kaltes Master, genau so, wie es der Schmied macht, wenn er einen Nagel Härten will. Sie sind dann zu hartem Stahl geworden und geheim auch durch starke Hindernisse. vermischte». * Aus der Sturm-- und Drangzett des Tabaks. Der Tabak, der heute so unentbehrlich geworden ist, hat ein« recht bewegte Vergangenheit. Vielerlei eingewurzelte Vorurteile mußten erst auS der Welt geschafft werden, ehe er seinen Ehrenplatz unter ben Genußnntteln erhielt und ehe die Raucher sich seiner in völliger Gemütsruhe erfreuen durften. Jakob I. von England befahl z. B., daß allen Rauchern die Lippen zerspalten und der Kops — ab- gehanen werde. Benedikt Xll. dagegen, der selbst leidenschaftlicher Raucher war, vernichtete die strengen Gesetze seiner Vorgänger und zeigte offen seine Vorliebe für die neue Pflanze. .Deshalb/ so erzählt der Coenobium, »ließ der Kardinal Niccolo Tarnabuoni im Jahre 1574 Tabak für ganz Toskana säen. In Persien, der Türket und Rußland riskierten die Raucher, wenn auch nicht den Verlust ihres Kopses, so doch ben der — Nase. Mit der Zeit kam ein großer Umschwung, der wohl seinen Höhepunkt in der Tatsache erreichte, daß hellte in England die Frauen sogar ihr eigenes Raucherinnencoups haben. Katharina von Mediei soll Jfhg besondere Vorliebe für Schnupftabak gehabt haben und uhEtützte daber die Einführung dieser Pflanze, als ihr Botschafter in Portugal, Nicot, sie 1560 nach Frankreich mitbrachte^ Unter Ludwig XV. gehörte es mm guten Ton, sich mit Tabak beschmiert »u zeigen, und ailch bte Damen der hohen Aristokratie pflegten dieser wenig ästhetischen Mode zu hlildigen. * Napoleons Doppelgänger. Napoleon I. hatte, wie bekannt, einen Doppelgänger, von dem die .Stampa' aller-. hal,d sonderbare Geschichte,l zu erzählen weiß: ,Es war ein bekannter Violinspieler naineilS BouchS, der eS auch liebte, ferne Aehnlichkcit mit dem Kaiser durch Nachahmung seiner Beweguilgen und seiner Kleidung au unterstreichen. Der Kaiser selbst machte sich diese auffallende Aehnlichkeit zunutze, indem er sich vorübergehend seine RegierungSauigabe etwas erleichterte. Da er doch nicht überall selbst zugegen sein konnte, sandte er nüinlich, um die Soldaten zu ermutige», Bouchs zu ihnen, der denn auch mit kaiserlicher Würde Bittgesuche entgeqennahm lind Belohnungen versprach." .Nach Waterloos so bildete sich die Legende fort, .machte der Violinist mehrere Versuche, an Napoleons Stelle in die ' naenschast zu gehen. Einmal brachte ihn die Aehnlichkeit mit nser wirklich in große Gefahr. Al« näml'ch in etnem ba8 . ec 60 b. ein großer ApplaliS losbrach, beschuldigte lfm Slcherbeilsbehörde der Restauration, ein Mitglied der bona- partiiliscbeu Verschwörung zu sein. Der Bericht des Prokurator» an den Minister lautete: ,Er gab ein Konzert, daS begeistert auf- aenommen wurde, zum Teil wegen der Aehnlichkeit. Die weißen Bemklelder, die verschränkten Arme, die Bewegungen des Tabak- schnupfenS, alles war uachgeahmt . • vllchertlsch. . ^ NielS Holgerfells wrlnderbare Reise mit ™ n t ^ l L bfldn{en ' Hm Eelma Lagerlös. Deutsch von Mathilde Mann. Leipzig, Hesse &. Becker Verlag. Geb. S Mk. — Selma Lagerlös hat das Buch in erster Linie für die rerfere Jugend besttnlnlt, aber es fanti nach seinem wahren Werte nur voir Erwachsenen gewürdigt werden. ES ist e»n Volksbuch im besten Sinire des Wortes. Eingegeben von einer tiefen Liebe zur Natur und zu allein Lebendigen, enthält es Szenen von einer köstlichen Frische lind Lieblichkeit lind andere von eiirem graziösen, elfen- haiteir Hunror. Wer cs einnlal gelesen, bem wird es unvergeßlich llleiben. Jedenfalls steht eS in der wirklich empfehlenswerten Ge- fcheukliteratur mit an erster Stelle. Der bekannten schwedischen Dichterin wird eS sicherlich viele neue Freunde zusühren; es wird 5ier vorerst der übrigens völlig in sich abgeschlosseile erste Teil de» Werkes geboten. Die Uebersetzung ist, ,vie eS voil Mathilde Mailn nicht anders zu erwarten war, meisterhaft, die Ausstattung vornehm und gediegen, der Preis in Anbetracht des Gebotenen sehr niedrig. ~ Kleinasten i m Weltkriege. Von den entfernteften Ausstrahlungen deS WeltbrandcS der Gegenwart, vom Krieg im K au k a s u s und im Irak, von kriegerischen Unternehmungen ln Arabien, Asghani'ta» und Marokko, und zwar in der Zeit deS dritten KriegShaldjahres. von August 1915 bis Februar 1916, wisse ,\ uns die neuesten Hefte 109 und 110) des ,Vö l k e r k r t eg' (heraus. ^E 0 ,Eben von Dr. E. H. Vaer, Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart) viel Wiffenswertes in ebeilso klarer als spannender Weise >u erzählen. ° - Eine neue Modenzeitung. Im Verlage der bekannten „Wiener Mode' ist soeben die erste Numiller einer neuen billigen Modenzeitschrift erschienen, die .Wiener Illustrierte Familien- und Modenzeitung". Bereit« durch ihr Titelblatt erregt sie besondere Aufmerksainkeit. ES stellt ein Orakel dar, daS von allen Lesern und Leserinnen über die ihnen ini Jahre 1917 bevorstehenden Ereigniffe befragt werden kann. Ein reichhaltiger Niobe- und HandarbeitSteil, eine Rubrik .Handschristendeutung' eine sehr originelle Rätselecke, flotte Skizzen und ein spannender Liebesroman statten die Zeitung derart au«, daß sie sicher in Bälde 8 U den gelesensten Modezeitungen der Monarchie zählen ,vird. Ai,f den außerordeiltlich billigen Preis (24 Heller = 20 Pfg.) sei noch speziell hingewiesen. • Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleische! L Co., Berlin W. 9. DaS 1. Februarheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Arthlir Eloeffer: FlanbertS Nopember; HanSNatonek: Das „Literarische'' KarlQuenzel: Heine und Nietzsche; Ernst Heilborn: Charlotte Lady Blennerhaffett; Anselma Heine: Mitliebende ; Karl Strecker - Neue Nietzsche-Literatur. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo de« Auslandes. - Kurze Anzeigen. - Notizen. — Nachrichten. — Der Büchermarkt. — Dr. Arthur M. Grimm: ,S e t f e n e r z e u g u n g fi m eigenenHauShalt, Streckung der Seife, Selfencrsatz' (Verlag der L. V. Enders'schen K.-A. in Neutitschein. Mit Porto 56 H. = 45 Pfg. — Friedrich Albert Meyer: I m ,n e l m a n n und B ö l ck e. Der deutschen Jugend und dem deutschen Volke gewidmet. Mk. I 40 Verlag der Schnell'schen Buchhandlung (E. Leopold) in Waren- darf t. W. _ Silbenrätsel. ach, ar, bal, ein, le, li, mee, mei, na, ne, ne, pan, rl, se, sc, wand, wll. Au« vorstehenden 17 Silben sind sieben Wörter von folgender Bedeiltung zu bilden: 1. Redeform, 2. Singvogel, 3. weiblicher Vorname, 4. Teil deS Wagens, 5. Tänzerin, 6 . Stadt in Deutschland, 7. Schutz des Landes. Sind die richtigen Wörter gesunden, so ergeben die msttelsten Buchstaben, im Zusammenhang gelesen, den Namen eine« mächtigen, siegreichen Fürsten. (Äufsösnnq in nächster Nummer.) Auslösung des Rätsels in voriger Nummert Bauland — Ulan. na: Fr. R. Zenz. —Zwillingsrnnddruck und Verla, der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.