Samstag, den 5. Krbruar. Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ich hatte doch recht, MessieurZ! Wenn nicht alles trügt, haben wir in wenigen Minuten die Dragoner hier. Der Teufel weiß, wer sie herführt!" „Unmöglich!" rief Napoleon heftig. „Still, hörst -du waF, Rybscynski?" (tzn dumpfer Schall. „Das ist Kavallerie/ich kenne den Don! Das Signal, Herr' Graf, ziehn Sie die Leute zurück!" Der Gaul stieg unter Napoleon Rutrowski in dre Höhe. Nast hätte er aufgeschrien: „Und Hanna?" „Rasch, ums Himmels willen! Das Signal! Es handelt sich um eine Nation, Euer Gnaden!" . Fast befehlend kam es Heraus. Napoleon Rutkowski war Lotenbleich. „Gut, ich gab Ihnen mein Wort." In seinen Angen blitzte der Haß. Gell Hangen die Pfiffe. Sie klangen kurz, schars, schneidend, jeder mußte sie hören. „Nach dem Walde zurück!" Die Pfe^deköpfe wandten sich. Eure Minute später kam im schärfsten Trab ein Zug Dragoner die Chaussee entlang. Weit voran ritten mit verhängtein Zügel zwei Offiziere. Als die gellen Pfiffe über allen Äirnr hinweg die An- greiser zurückriefen, hatten die Halb trunkenen die "letzte Tür gerade zertrümmert. Nachdem der Baron die Treppe preisgegeben, hatte er sich im ersten Zimmer verschanzt. Er konnte ungefähr aus rechnen, wie lange er sich noch zu halten vermochte. War dieses Zimmer genommen, so war die Flucht in ein zweites Zimmer möglich. Im dritten war Hanna, waren die Weiber. Vor der Tür des dritten Zimmers wollte er, wenn es so beschlossen war, sterben. Aber er wollte sein Leber: so teuer verkaufen wie möglich. Es begann das alte Spiet. Unermüdlich war der .Schmied. Sein Arm schien freut Stahl zu sein. 3tastlos fuhr die Axt gegen die Tür, die in allen Fugen ächzte und stöhnte. Die Eingeschlossenen wiederum rückten einen der schöneren, altertümlicher: Schränke davor. Ob er nur eine Minute aus- htelt, er hielt aus. Und wieder splitterte das Holz in der: Axthieben, wieder krachten die Schüsse, dazwischen Flüche rmd Wutgeheul, und wieder mußte der Posten preisgegeben werden. Ms der Schmied ins Zimmer stürzte und den Verhaßten wieder nicht fand, hätte er fast aufgeheult. Er mrtßte sich einen Augenblick sctzerr. Selbst er war jetzt matt. Nur einer schien auch jetzt noch keine Ermüdung zu kennen. Jarr Hebda, der verrückte Schulmeister. Wie ein Ballettänzer hüpfte er von eirrem Bein aufs Mrdere; seine Stimme war heiser geworden, aber stets von neuem krähte er: „Der Senkercschüvung geht durch die Welt' hn, wie schneidet der Stahl oie Aehren, volle und taube miteinander; das rauscht Tag und Nacht, und das fällt und fällt; o, Brüder, die Frecheit ist alt wie die Well und jung wie diese Strtnde, das ^ahr des Heils ist gekommen, und die Freiheit geht auf zum drittenmal, blutrot, und Jan Hebda, hört es alle!, war ihr Prophet!" Die alten Phrasen, die jeder schon von chm vernommen: hatte. Doch er schrie sie empor zu eigenem Ergötzen und schwang einen Säbel, den er irgendwo aufgelesen, einen Säbel, der viel zu groß für ihn war. „Haha, der Sclprned ist müde, müde, wo die Freiheit wartet und die Knechtschaft hinter der Tür steht. O heilige Freiheit, wo sind deine Kämpfer? Nur ich, dein Prophet; Michael Laskowicz jedoch ist schon müde, dort aber steht oer, der deinen Sohn zum Krüppel gemacht hat!" Wie ein arrfgezogener Hampelmann hatte er vor dem Niesen gczappelt. Da plötzlich bekam er einen Stoß, daß er an die Wand flog. Mit einem Wntschrei war der Schmied aufgesprungen, er brauchte nur an den Krüppel erinnert m werden. Seine Hand packte den Sttel der Axt. Wild fuhr die Schneide gegen die Tür. „Die Tlxt ist stumpf! Den Hanrmer!" Cs war der rohe, schwere, der auf die stählerne Schrchplatte des Am- osses so klirrerrd niedergefallen. Er wuchtete jetzt gegen die Tür. Auch die anderri Leute rafften sich zu eurer letztens Anstterrgrurg auf. Attt aller Wucht warfen si)e sich gegen die Tür. Schon gab sie leise nach, da klangen plötzlich die grellen Psiffe- „Zurück! Zurück! Das Signal!" „Was heißt das?** tönte es durcheirrander. Noch einmal ein schriller Psiff. „Das heißt: Die Dragoner! Reitet euch, Brüder!" „Hinten durch den Park nach dem Walde, vorwärts!" Ein wirrer Krräuel, stürzten sie durcheinander nach der Treppe. „Feiglinge! Schufte!" höhnte der Schmied verzweifelt. „Der Sensenschwung geht drrrch die Well; sie alle fliehen!" krähte Jan Hebda und tanzte wie besessen. „Wo ist das Fräulein? Ich darf nicht ohne das Fräulein zurückkommen!" In fliegender Hast stürzte ein Fornal herein: „Dis Preußen!" Ein Trompetensignal klarrg wie eine Bestätigung in die hervorgekeuchten Worte. Der Fornal war schon 'wieder verschwunden. Von drinrren hörte marr ein Jauchzen. Auch die Angegriffenen wußten rinn, da)ß Rettung nahe sei. Michael Laskowicz schäumte vor Wut. Wild sah er sich nnl. Nur drei Mann warerr noch bei ihm: Bartek Zychod, der verzweifelt die Hände rang, daß er seinen Auftrag nicht aus- sührerr konnte, einer der drei Helfer, die ihm Napoleon mit- gegtben, und Jarr Hebda, der verrückte Schulmeister. Da schmetterte der Hanrmer so furchtbar gegen die Tür, daß sie barst. Mit dumpfem ßaut stürzten die vier ins Zimmer. Schüsse krachten, sie trafen nicht. - fi - ^DaS Fräulein ist nicht hier! Wegi'« schrie der Bursch Uttfe packte Barlek Zychod am Arm. „Pan Laskowicz, Ihr seid verloren l" Der hörte nicht. „Psta Krew!" flachte er; „Hab- ich dich endlich!" Er stand vor Albert von Graßnick. Der Baron r te den Revolver weggeworfen. Rar den Krückstock hielt er der Hand. Sekundenlang trat Totenstille ein. Die beiden Gegner Vraßen sich mit den Blicken. „DaS für den Krüppel!" schrie der Schmied dann auf. Uber ehe er den Hammer noch niedersansen lassen konnte, ihn ein Hieb deS Stockes. Funken tanzten vor seinen gen. „Stirb ! Hund!" Und mit aller Macht schmetterte er den Hammer gegen HanS Albert. Der versuchte, den furchtbareil Schlag mit dem Arm zU parieren. Lautlos brach er zusammen. .^Quitt!" jauchzte Michael Laskowicz. Da packte ihn eine sKaust und stieß ihn vorwärts. „In einer Minute sind die Dragoner da!" Der Fornal stürzte voran. „Schlagt sie nieder!" krähte Jan Hebda, und, leircen großen Säbel schwingend, hüpfte er die Treppe hinab. Erst da ward sich der Schmied der Gefahr bewußt und flüchtete gleichfalls. Das alles hatte sich in ein paar Augenblicken abgespielt. Die wenigen Leute, die sich zitternd um den Baron gedrängt, standen noch immer wie erstarrt. Erst als der Riese in Sätzen oie Treppe hinunterspraug, kam Leben in die Leute. „Jesus Maria! Haltet ihn, haltet den Mörder!" Bis zur Treppe rannten sie vor. In diesem Moment stürmten oie Dragoner ins Schloß. Voran Ernst August mit verzerrtem Gesicht. Jeder zweite Mann war abgesessen, die Wut deS Führers hatte sich den Soldaten mitgeteilt. Noch war Michael Laskowicz nicht in Sicherheit. Gleich den andern wollte er seinen Weg durch den Park einschlagen. Da tauchten die Uniformen auf. Mit einenl Satze übersprang er die halbe Treppe. Es hätte nichts genutzt. Aber in diesem Moment stellte fick) mit seinen fast possenhaften Bewegungen Jan Hebda den Eindringenden entgegen. Sein Säbel durchschwirrte die Luft. „Der Sensenschwung geht durch die W —i —Ein Gurgeln, ein letztes Tarmieln. Mit einem furchtbaren Säbel- Lieb- hatte Ernst August dem kleinen Schulmeister den Schädel gespalten. Und über den Fallenden fort stürmten oie Dragoner in das halbzerstörte Schloß. So krrrz der Aufenthalt war, den Jan Hebda veranlaßt tte, er genügte, um den Schmied zm retten. Durch die forte, die sein Sohn, Juschu der Krüppel, aufgesprengt, Üchtete er nach dem Walde. Einen Augenblick später spreng- n, von Peter Wroblewski geführt, die Dragoner um dre Parkmauer, um die Fliehenden vom Walde abzuschneiden. Aber sie sähen nur noch die letzten zwischen den Bäumen verschwinden. Trotz der vorgeschrittenen Dämmerung sahen sie es deutlich. Denn jetzt brannten die Ställe und Wirtschaftsgebäude lichterloh. Der Schein rötete den Himmel und ward weit im Lande bemerkt. Auch über den Wipfeln deS Waldes sah man ihn. ' 14. Kapitel. Um die kleine Holzfällerhütte, die Juschu Laskowicz gesunden und in Besitz genommen hatte, war es still. .. Letzter Anstrengung hatte der Krüppel die Baroneß, dre kern Zeichen des Lebens von sich gab, auf seinen Armen brs hierher getragen. Ms er die Waldhütte erreicht, als er Hanna auf das Mooslager gebettet, das er für seine eigenen kranken Träumerstunden geschichtet hatte, brach er neben hr zusammen. Lange Minuten hörte man nur das Rasseln einer Brust, das Pfeifen und Keuchen seines Atems. Es lauerte lange, ehe er sich erholte. In der Hütte war es >unkel; das Dänmrerlicht, das von draußen kam, konnte >en Raum nicht erhellen. Mehr und mehr aber gewöhnten) Ich seine Augen an die Finsternis. Und leuchtend durch liefe Finsternis strahlte das totenbleiche Antlitz der wunder- chönen Königstochter. Regungslos, als war's ein Madonnenbild, lag es da. Keine Miene zuckte darin. Juschu Laskowicz starrte daraus hin. Seine Augen wurden immer größer. Lebensglut und Todesschauer fühlte er durch seinen Körper gehen. Langsam kam er dem totenbleichen Antlitz näher. Seine Lippen wölbten sich heiß; heißer, als wäre die Glitt der drüben lodernden Flamme« yineingeschlagen, strömte sein Blut. Aber plötzlich lief ein Zittern durch seinen Körper« Seine Augen schlossen ' sich. Lächelnd^ wie im Traum« lächelnd, sank sein Haupt zur Schulter. Nun also erfüllt« sich, was er durch Jahre geträumt hatte. Die heilige Jungfrau segnete ihn; sein felsenfester Glaube hatte rhu nicht betrogen: bei ihm, in der verlassensten Hütte, war dr« wunderschöne Königstochter. Er selbst hatte sie hergetragen auf dielen schwachen Armen. Uno wenn er sie jetzt küßte, würden die wilden Nelken! duften und die Sterne fallen; dann war die ewige Seligkeit wohl nahe. Wenn er sie jetzt küßte! Eilte liebliche Verwirrung kam über ihn. Das bleiche Antlitz schien still zu lächeln. Verwirrt und leise bog er sich ihtn noch näher. Und tief neigte) er sich und küßte die kühlen Lipperr, einnral! Nicht, wie er geträumt, mit glühendem Munde, tu Jubel und Schluchzen, im höchsten seligen Lebensrausch. Nein, in holder Verwirrung, in Furcht und Scheu, wie oer Bettler eben die Königstochter, derl fromme; Beter das 'Heiligtum küssen mag. Das Höchste und Letzte seiner Seele, sein Traum und ferne Sehnsucht, es lvar alles irr dem einen Kusse. Alles, was er vom Leben begehrte, war sein damit, und doch lag in dieser zitternden Berührung der kühlen Lippen etwas Reines und Wuuschloses, das hilrausging über dieses Leben und jede Wirklichkeit. Kein Begehren zuckte in ihm auf, sich wieder und wieder über das stille Antlitz zu beugen. Ein rrrhiges Leuchten stand auf seinem Gesicht, eine wunschlose Verklärtheit. Jede Unrast schwieg, selbst die Sehnsucht hatte ihre Schwingen gesenkt. Er trat vor die Tür. Die wilden Nelken dufteten nicht, kahle Bäume fröstelten in der Runde. Keine Sterne sielen! vom Himmel, er war grau und nur in engem Umkreis gerötet vom Widerschein der Feuersbrunst. Aber der Krüppel entbehrte nichts: Nicht die Nelken und nicht die Sterne. In seinem Herzett war die Stille der Ewigkeit, die großes Stille der höchsten Erfüllung. * Jetzt ward der Wald lebendig, die Leute, die vor dem Herannahen der Dragoner flüchteten, störten seinen Frieden rjttt ihrer friedlosen Hast. Wie gehetzt, sich anrufend, stöhnend und ernüchtert, jagten sie vorwärts, manche nur etwa zwanzig Schritte an der Hütte vorüber. Jetzt klang fern aus dem Walde ein Pfiff, sie liefen ihm nach. Und wieder Stille. Ob es ewig so bleiben wird? dachte Juschu Laskowicz. Da regte es sich tu der Hütte, seufzte, dann ein Angst- schrei: „Mrnächtiger Gott!" Fast wie Schmerz wollte es einen Augenblick über Juschus Gesicht zucken. Dann trat er in die Hütte zurück. „Fürchtet Euch nicht!" sagte er leise. Gr hcitte jetzt nicht laut sprechen können. Mit entsetzten Augen, halb aufgericg- tet, starrte Hanna von Graßnick in das Dunkel hinein. „Was ist denn das? Wo bin ich denn hier?" murmelt« sie halblaut, als träume sie. Dann wieder ein Angstschrei. .Sie sprang auf. „Josef Laskowicz,bist du's?" Die zitternde Furcht verlieh der Stimme einen seltsamen Ton. „Ich biu's, Herrin!" „Und was heißt das? Was soll ich hier? Wo bin ich?^ Sie griff sich an den Kopf. „Laß mich hrnaus!" Mit einem Sprunge stand sie vor der Hütte. Ihre Stirn schmerzte. Si« war gegen die niedrige Tür aeschlagen. Auf den ersten Blick sah sie drüben die brennenden Gebäude. Und mit einem qualvollen Aufschrei schlug sie die Hände vors Gesicht. Mau hörte lange nichts. Dann kamen) von neuem in wilder Jagd ein paar dunkle Gestalten durch den Feuerschein über den Sturzacker, auch sie hielten auf den Wald zu. Es waren Barlek Zychod und der verwegen« t ornal, der bis zuletzt airsgeharrt hatte. In mächtigen) prungen folgte ihnen der Schuried. Man konnte die einzelnen nicht erkennen, denn die Entfernung war nickst gering. Und nur dem weithin leuchtenden Feuerschein mrd deui strengen Winter, der den Wald- gelichtet hatte, war es zu danken, daß sich die Schatten überhaupt) bemerken ließen. „Euer Gnaden^" sprach Juschu wieder leise, „verbergt Euch, tretet in die Hütte. Wenn Euch jemand sieht! N^h ig 55 die Gsstrhr nicht vorüber f" Er schien sich die Worte vom Munde -u reißen. Sie sah mit einem Blick auf. Aber gehorsam wie ein Ikind fügte sie sich. Fröstelnd kauerte sie sich in dem engen ßltaume zusammen. „Josef Lask)wicz," sprach sie dann plötzlich nach langer Dause, „warum hast du mich gerettet? Gerade du? Du bist der einzige, der uns fluchen könnte!" Der große Friede wich nicht von seinem Gesichte. Aber pe wartete vergebens auf ein Wort. „Mein Vater wird dich dafür segnen!" Er lächelte: noch stiller und schöner ward das ruhige Leuchten, das sein Antlitz verklärte: „Ich bin gesegnet!" sprach er. Hanna von Graßnick mochte kaum zugehört haben. Eine jähe Unruhe hatte sie ergriffen. „Mein Vater, Herrgott in: Himmel, wo ist mein Vater? Was haben sie mit ihm getan?" Wieder sprang sie auf, trat hinaus, starrte hinüber in die ! liegenden Gluten. Der Krüppel sah sie nicht an. Er wollte ie nicht ansehen. Mir Zeit und Ewigkeit lebte in seinem Herzen das wunderschöne, regungslose Antlitz in seiner bleichen Lieblichkeit, auf das er sich erschauernd hinabgebo- gen hatte. Kein irdisch Bild, die Königstochter selbst nicht, sollte ihm das stören. Da wieherten Rosse. Kommandorufe kamen herüber. Im Laufschritt drang eine Abteilung Soldaten gegen den Wald vor. Rechts und links Fackeln. „Ihr seid gerettet, Herrin!" sagte Juschu Laskowicz. Rufe kamen näher. „Das ist Fritz, gelobt sei Gott! Fritz, Fritz — hierher!" Die Dragoner stutzten, lauschten. „Fritz!" Ein jauchzender Gegenruf: „Hanna!" Und allen voran, als geAe eis Tod und Leben, stürmte jemand durch die Büsche, daß die gefrorenen Aeste unter den Schritten brachen. Im nächsten Augenblick hielt Fritz von Versen seine Braut im Arme. (Fortsetzung folgt.) Die Wiedergeburt des deutschen heims. Von Tr. Heinrich W i l h e l m. Die Liebe zum Heim, zu seinen „vier Wänden", die den armen entwurzelten Großstadtmenschen, als einziger Anteil am Mutterboden, an der Heimatscholle geblieben sind, ist ein rein deutsches, im weiteren Sinne ein germanisches Gefühl, für das der Romane, weder der Franzose, noch der Italiener, kauni einen tiefer«: Sinn, ja, kaum ein richtiges Verständnis hat. Es gibt für diese Behauptung, so gewagt sie auch zuerst erscheinen mag, einen untrüglichen und unwiderleglichen Beweis: denn als in und nach den: Jahrs 1848 die Staat«: des deutschen Bundes und der österreichischen Monarchie an die Niederschrift 'von Verfassungen ging«:, da fanden und benützten sie als Vorlage für all die schön«: Dinge, wie Freiheit der Person, Freiheit der Presse. Freiheit der Lehre an, den Universität«:, die „Bürger- und Meuschenrechte der großen französischer: Revolution". Nur eines dieser staatsbürgerlicl-en Grundrechte, das dem Deutsch«: besonders am Herzen lag, konnte nicht aus dem französischen Verfassungsgesetze, es mußte, ohne Umweg über die Seine, direkt von der Themse bezogen werden: es> war das „Hausrecht", der verfassungsgeinäß gewälj-rleistete Schutz des Heimes, für den der Franzose keine Schätzung hatte, den aber der Deutsche seit den stolzen Bürgertagen Hans Sachsens, der Meistersinger, Albrecht Dürers, der hochgemuten Patrizier in Augsburg, Nürickerg, Frankfurt wvhl zu werten tvußte. Dennoch war der Deutsche Krapp vor Ausbruch des Krieges drauf und dran, unter den: Einfluß französischer Gesellschaftssitten. Pariser Lebensgewohnheiten zwar nicht die Freiheit seines Heimes, wohl aber die Liebe zu ihm zu verlier«:. Kurz gesagt: wir hatten Wohnungen mit allem Komfort der Neuzeit, mit' Badezimmer, elektrischen: Licht, Warmwasserleitung und Staubsaugapparat, Lift Und Klopfbalkon ausgestattct, aber ein Heim hatten wir nicht mehr. Seine geselligen Freud«: suchte der Großstadtmensch, je nach ferner Einkomm-enslage, in der Hotelhalle, der Bar, dem Kaffeehaus oder am Biertisch, seine geistig«: Ergötzung«: in: Theater !rm Vortrags- oder Kvnzertfaal oder im Kino. Ter moderne Mensch aß zu Hause, er schlief zu Harl.se. er badete sogar zu Hause, aber er lebte aus der Straße — wie der Romane! Allerdings: w«:n man genau sein will, dann läßt sich ein fthr bezeichnender Unterschied zwischen dem deutsck-ei: Süd«: und Oesterreich auf der ein«: und Berlin und den: deutschen Norden auf der aiweren Seite feststellen. Der Unterschied fällt unbedingt z:r- E nsten Berlins (und des Nordens) a:B, der znmr als frostig ver- «een war, in dem aber der Sinn für häusliche Geselligkeit, für s Hein: bed«:t«:d stärker erhall«: geblieben ist. Ein sehr feiner Beobachter geselliger Bräuck-e und gesellscl-aftlichen Lebens wie Alexander von Glcichen-Rußwurm schrieb für den Zeitraum nach 1871 die charakteristischen Wortes „Den jungen Dichtern und lebrten, die hoffnungsfroh die Mvinliiue überschritten, kam dis süddeutsche Gemütlichkeit gar nicht gemütlich vor. Es fehlten ihnen Häuser, die gastfrei waren." Der sachliche Grund, warum dir Häuslichkeit in Berlin stärker betont war als in München oder gar in Wien, lag dastin, daß man verhältnismäßig in Berlin billiges und besser wohnte als in München oder gar in Wien, wo dass Zusammensein ganz aus den „vier Wand«:" hauptsächlich ins Kaffeehaus gedrängt worden ist, :md die Leb«:sformen des „Salons" einer Caroline Pichler, Jdima Laube, Frai: von Wertheim-' stein nur mehr melancholische Großvätererinnerungen waren. Ter Krieg hat das allerdings gründlich anders gemacht und»; aus tausend und einem Grunde, heiße er Befreiung von der lächerlichen Wicht übermäßigen Speise- und Trinkaufwandes oder' wohltätige Einschränkung des ösfentlitlMn L:oll!s, oder Mangel cot, Luxnsverkehrsmitteln. die häusliche Geselligkeit zu neuen Ehren-' gebracht. Ein Gang durch die, Straß«: an einem Sonntag abend? ivird es untrüglich zeigen, daß nun viel mehr Fenster als e^denr„ zwar nicht „feenhaft , Wohl aber traulich, wohnlich beleuchte^ sind. Und es nicht das erstemal im Lause eines Jahrhunderts^ daß ein lang währender Krieg mit all seinen Folgen, die das Lebenenger, aber inniger gestalten, den Sinn für die Freuden eines: stillen und anregenden Beisammenseins im Heim getreckt hat. Ebenso wie heute, toar es vor eisten: Jahrhundert. nach d«: Napoleonkriegen, als in Berlin Friedrich Wilhelm III. ent der Seit* seiner zweiten Gemahlin, der Fürstin von Liegnitz, „das Beispiel eines solid vornehmen Lebens" gab und in Wien (nach den Ueber- fütterunHen mit festlichen Sensationen auf dem „Kongreße zuö Zeit Kaiser Franz', des Sparkaisers, Biedermeier Trumpf war, als in Berlin der Salon Pal-el Dörnhagens die Erlesenst«! des Geistes, der Kimst uitd der Politik vereinte und in Wien — wovon die Schilderungen Adalbert Stifters und Franz Crlllparzers zeu- gen — in den kleinsten Bürgerstuben die schönste und grüßte Musik gemacht wurde,_ wovor einer auf Wanderungen durch stillste und engste Vorstadtstraß^t oft plötzlich überwältigt stehen blieb. Dem: die Pflege des Heims, der häuslichen Geselligkeit untz die Vernachlässigung des Zuhaufes, die förmliche Wohnungsflucht ist ganz und gar keine Angelegenheit jener „Gesellschaft", die man chie große" nennt. Der eine „flieht" zu seinem Glase Bi«: odeo >es „ , . enw Frau von Varn Hagen zuhause ihren Humboldt, Ranke oder Fürst Pückler empfing. Und üppig, .wie in den Salons des französischen Rokoko, ist es in dies«: „guten Stuben" des Berliner und Wiener Biedermeier wahrhaftig auch nicht zugegcmgen. „Tie himmelblauen Zimmer", schreibt Varnhag«: von Ense über Rubels Salon, „waren geräumig und besonders hoch, aber ganz einfach ausg'e-s stattet, ohne Kostbarkell und Glanz." Weder von besmtders kulinarischen noch sonstigen festlichen, luxuriös«! Gemüsen erfahr ren wir, desto mehr von solchen des Geistes. Lese- und Must» zierab«:de Untren — sozusagen — an der Tagesordnung, imt Salon des Mittelstandes ebenso wie in der grrten Stube des Handwerkers, nur mit dem einen Unterschied, daß im Salon des Mittelstandes der Autor eb«: in höchsteigener Person erschien und aus dem ungedruckten Manuskript vorspielte oder vvrlas, wie noch knapp bis an unsere Tage der junge Wildenbruch im Hause des Museumsdirektors Olfers und seiner kunstsinnigen Frau. Erst nach dem aigantischeu Amoachsen der Großstädte, mit dem lleberl-andnehmen der Vergnügungen, der öff«:tlick>en Kunstdac- bietimgcn, der Reisen im Sommer, Muter, Frühjahr ung Herbst, mit der Einengung der Wohnungen und dem albernen .Protzen-, tum, das nicht freundlich bewirt«: zu dürfen, sondern kostspielig „aufzutischeu" zu müssen glaubte, ist die Pflege der Häuslichkeit — ob«: wie unten beim Kleinbürger wie im Großbürg« l-ause — geschwunden. Tie Hausfrau hib nickst mehr zu sich, sie mietete ein-, zweimal in der Saison die Gesellschaftsrüume irg«rd eines Luxushotels, die womöglich nach irgend einer verblüffenden Deviso „Eine Nacht in Venedig", „Das Kirschblütenfest", „Ein Symposion" umgemodelt wurden, ja, die Mißachtung der unersetzbaren! Anziehungskraft des Heims, dcft Dinge, die durch die tägliche Verbindung mit-einer bestimmt«: Person auch ein bestinüntes Gesicht «falten haben, ging so weit, daß man selbst bei Einladung«: ins .Haus das Tafelgerät wie den Blumenschmuck, die Sitzgelegenheiten, Wie den Kdch und den Servierkellner fix und fertig sich von irgetch- einem Unternehmen liefe«: ließ. W«rn man schon nicht int Gasthof den „Wirt" spielte, so spielte man in seinen eigen«! vier Wänden Gasthof! Paris war das Vorbild, und in bet: Puppenwohnun» gen, wie sie die Wohnarchitektur im modern«! Paris geschaffen hat, wie sie die «tormen Boden- und dann:: efanso enormen Mietpreise beding«!: da war allerdings ftir Geselligkeit daheim kein Raunt, und man traf sich irn „Lunapark", bei d«! G«:eralprob«! der Co- m6die, im Restaurant, im Ballsaal. Man traf sich „auswärts" vor allem darum, iwjeÄ einem der Simt für das Hei:u nicht im Blut gehör«: war wie dem Deutschen. Den Deutschen braucht nur em bißchen auf sich gestellt sein zu lassen und er findet sich auch wieder iu seinem Heim, wie vor hundert Jahren und h«tte. In allen Häufe«! find«: nun wieder kleine gesellige Zu sann::«: fünfte statt, die — trotz der Lebens- mittellcuerung — der Hausfrau mchjt einen Bruchteil von dem kosten, was ein „Tiner", ein „Souper" oder auch nur ein ein« Bnsacher „Toe dansant" von ehedem verschlang. AuS den Bars. Hotelhallen und Kabaretts ist das laute, lärmende und luxuriös« Leben polizeilich verdrängt. Der Mangel an Mietwagen dämmt die öffentlichen SchauftcIXuitgen des Kleidecprnnkes wohltätig ein. Paßverbote und Schützargraben schränken einen sinnlosen Reiseluxus ebenso sinnvoll ein. Der Krivg drängt von allen Seiten das Leben enger, aber auch inniger zusammen, verrveist es auf das Heim, und sehr viele, die vor langer Zeit eine wahre Beklemurung vor der Oedigkeit eines „Abends zuhause" empfunden haben, gestehen, daß sie nie bekönunlicher und auf edlere Art — behaglicher jhre Abende verbracht haben als jetzt. Vüchertisch. — Deutsche Wohnkultur. Wie ein Volk wohnt, das gibt den besten Maßstab zur Beurteilung seiner Kulturhöhe, denn oie Wohnung Ift das erweiterte Kleid des Ateuschen, ist envachsen aus seinen: tiefsten Sein. Wohnkultur haben heißt Seelenadel besitzen. Nicht oft genug kann daraus Hingelviesen werden, daß für die künstlerische Ausgestaltung urrserer Wohnräume eine dauernde Anregung unerläßlich ist. Ein ebenso bewäbrter, wie unterhalten der Ratgeber aris dein Gebiete der Wohnungskunst Ist die von Hof rat Alexander Koch-Darmstadt herausgegebene Kunstzeitschrill „JnnendekoratiorrE. Gerade das Eröffnungshest des 28. Jahrgangs zeigt, welche umfassende Arbeit von ihr allein auf dem ergiebigen Boden der WohnnngSkunst geleistet worden ist, aber auch noch ge- leistet werden kann und muß, wenn wir die mm erreichte Kultur- höhe behaupten und rveiter arlSbauen wollen. Hier liegen unsere Krall- und Schöndettsschätze, die unS Helsen müsien, uns unab häuglg vom Ausland zu machen; sie zu heben, zu pflegen und zu verbreiten ist heilige Pflicht jedes Deutschen. Das vorliegende Eröffnungsheft des neuen Jahrgangs zeigt iit seiner über Erwartung großen Stattlichkeit und Schönheit, daß der Verlag die Arbeit auf dem wichtigen Gebiet der Innendekoration mit stets gleicher Sorgfalt in einer Weise weiterführt und vollendet/wie es nur in den besten Friedensjahren verwirklicht wurde. Um nur ein paar Namen zu nennen; mit Arbeiten sind vertreten: Professor E. v. Seydl-- Müncben, Professor Max Läuger-Karlsruhe, Architekt Eduard Pseiffer-Berlm, Architekt Max Peche-Wieu. Karl Joh. Moßner- Berlin, Architekt Paul Huldschinsky-München, Architekt Karl Pullich-St"ttgart usw. Der wundervollen Schöpsllilg von Professor Länger »Das Halls Albert in Wiesbaden" sind 32 , meist ganzseitige Abbildungen, darlinter drei Sepiatondrucke und eine farbige Beilage gewidmet. Aus dem Laildhallse des Ballrneisters Prof. Emanuel von Seidl wird das Schlafzimmer der Gattin des Künstlers, eine reizvolle Schöpfung voll Phantasie und intimster Behaglichkeit, gezeigt. Ein Landsitz am Rhein wilrde von der Firma Schneider & Hanau-Frankfurt in vornehm-traditioneller Weise ausgellaltet. Karl Pullich-Stuttgart zeigt beachtenswerte Entwürfe eines Kanrins, eil,er Diele, eines Kinder- sowie eines EmpfangSztmlnerS. 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Der Preis dieses EröffnungS-Dopvelhestes beträgt nur Mk. 5.— ; das Hell ist üilrch alle Biichhaudlungen, soivie direkt durch die Verlagsanstalt Alexander Köch-Darmstadt 31t beziehen. — Der »Belfried". Mit dem soeben erschienenen siebenten Hell eröffnet der ^Beliried", die im Jnsclverlag cvfctvctuenbc deutsche Monatsschrift für Gegenwart und Geschichte Belgiens, seinen zweiten Halbjahrgang. Rittmeister G. Tehn-Schmidt veröffentlicht eine statistisch dokulnentierte Stlidie, au§ der die Ungunst des gegenwärtige,: belgischen Wahlrechts für die Flauten hervorgeht. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. L. Queffel zeigt die ivallonischen und die flämischen Strömungen im belgischen Sozialismus aus. Negieruiigsbaumeister Dr. K. Späth, der Verfasser eiiies Buches über Brüsseler Stadtbauprobleine, schreibt über die Umgestaltung Alt-Brüssels seit der Lcopoldinischen Zeit Der Beuediktlner Dr. K. Alohlberg von Maria-Laach, ein ehemaliger Schüler der Lömeuer Universität, gibt einen Abriß Der Geschichte dieses sebr bebeutTatnen katholische!, Instituts. Dr. W. Hausenlletn zeiclnret in einem illustrierten Aussatz ein Profil des Brüsseler Bildhairers Godecharlc, einer der wichtigsten, zil Urirecht vergesseneii Erscheinungen der belgischen Kuuft des 18. »:ud des beginnenden 19. Jahrhunderts. Eine interessante Chronik des belgischen Wirtschaftslebens der letzten Monate beschließt das inhaltsreiche Hell. — Walter B l 0 e m: V 0 rm a r s c!). Verlag Grethleiu & Eo. Leipzig. Kart. 4,60 Dik, Leinen 6 Mk. — Ern neuer Bloem, en: Tagebuch, das eigentlich gar keines ist, denn dazu ist eß im U«fe* lausigen Sinne zu fompaft, zu einheitlich in der Form und M durchgefuhrt und ausgemeißelt in der Art. ,vie sich Bild an BÄ reiht. Mit starker Schilderungskunst erzählt der Versaffer von d« Tagen, da eS wie ein Erwachen durch den Körper des deutsch«« Volkes ging, von den Tagen des Vormarsches in Belgien, dem stimmenden Siegesflug, dem Ringen und Kämpfen in Feindesland. In vorderster Linie war e§ ihm vergömit alle diese großen Ta«« mrterleben zn dürfen Wechselvoll, bunt, wirr und spannend bei innigster Berknüpsullg mit persönlichen inneren Vorgängen d«B Herzells, bei seltener Großzügigkeit des Bildes erheben sich dt«f» Krlegserlebliihe weit über den Nahmen eines Kriegstagebuches unk roerbeit so allenthalben begeisterte Ausnahine finden. — Die I u g e n d w e h r ü b u n g e n im Bilde. Paul Hey, einer unserer volkstümlichen Künstler, hat soeben alle Haupt* zweige des JugendwehrdiensteS mit großer Liebe und erst, nachdem Ek sich genau in alle Einzelheiten eiirrvethen ließ, in packenden hübschen Bilder'postkarlen sestgehalten. Trotz vornehmer, mehrfarbiger Ausführilng kosten sie rrur 6 Pfennig das Stück, die ganz« Reihe von 8 Karten also mir 48 Pfennig und 5 Pfennig Porto. ^Deutsche Jugendwehrkarten Nr. 1-6. Verlag des Deutsch«« Ofsizierblattes Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr.) Hochlar: d. Monatsschrift für alle Gebiete des WiffenL. der Literatur und Kunst. Herausgegeben voii Professor Kan M u t h. Jos. Kösel'sche Vuchhandluug. Kempter: und München. Vierteljährlich Alk. 4,50. - .I n h a l t d e s I a n u a r - H e f t e 9 1 Politische Sittlichkeit und Realpolitik. Von Hochschulprofessor Dr. Robert Saitschick. — Marlinian flicht den Teufel. Roma,: von Johannes von Guenther. — Ideen von 1914. Von Hermann ^ahr. — Von der Zukiinll des deutscheir DramaS. Don Johannes Schlaf. — Die Mutter. Gedicht von Heinrich Lersch. — Der Wieder* auf bau der Provinz Ostprerißeri. Von Dr. Aloys Vogels. — Klein« Bailsteine. Belgische Pränionstratenserabteien Ein Bestich von Johann Georg Herzog zn Sachsen. England m,d die napoleonisch« Weltpolilik. Von Proieffor Dr. Paul Holzhausen. Noch einmal: Das weidljche Dienstjahr. Von Elisabeth Gnauck-Kühne und Medizinalrat Dr. I. Graßl. — Kritik: Neue Romane Von Fran, Herivig. Eln Hebbelroman. Vor: Geheiinrat Isiriv.-Professor Dr. Siinon. — Rundschau: Kriegsbetrachtnng. Joseph Lotte. Berliner Theater. Die Weimarer Hoibühne. Stätten christlicher Kunst im südlichen Kriegsgebiet. — Lienes vom Büchermarkt. — Nufer« Kuustbeilagen. — Jeremias G 0 tthels: Elfi, die seltsame Magd, W!« Christen eine Frau gewiniit. Nr. 4 der „Weltliteratur", München 2, Färbergraben 24. Preis 10 Psg. Gießerier Hattsfraucl;-Verei-<. Kochanrveisungen. Quarkspeise. Nudeln -werden in .SalMassar abgekoch«, dann abgetropst. Quark veurührt man mit Zucker, Zitronenschale rurd Zimt. In die mit Butter alnsgestrichme Form kommt eine Lage Nudeln, dann eure dicke Lage Quark, windeln machen den Schluß. Leicht mit Butter überstreichen und mit Zucker bestreuen, 40 bis 45 Minuten im mäßig warmen Ofen backen. Einfacher Haferflockenpudding. In eine vorgen rechtete Pnddingsvrm gibt man euren halben Liter Milch, die man aus Trockenmilch bereiten kann, schüttet eure große Tasse Hafers flocken dazu, eine Prise Salz und rocht den Pirddmg 2 Stunden. Er wir gestürmt, mit Zimt uud Zucker bestreut, mit beliebigey Obsttunke oder gekochtem Obst gereicht. Apselbier. Man kocht 10 Liter Wasser mit 150 Gramm, im Bratofen scharf getrockneter (dunkelbraun) Apfel- schale n 1 bis IV 2 Stunden, läßt die Flüssigkeit 24 Stunden stjchen, gießt sie durch ein Haarsieb und mischt sie dann inist 15 Gramm aufgelöster Hefe und .875 Gramm Zucker. Diese Mischung füllt mau auf Flaschen, die bis zum Rande voll sein müssen. Tie Flaschen werden nun offen einige Tage zum Gähren an einen loarmen Platz gestellt (in die Nähe des Herdes). Es ent» stehen nach 1 bis 2 Tagen kleine Sck-aumhütchen aus den Flaschen» die mehrere Male, solange sie sich bilden, entferirt werden müssen. Dann werden die Flaschen, nicht ganz bis oben gefüllt, (jtrfo( drei Zeirtimeter unter dem Kork», geschlossen. Nach 8 bis 14 Tagt» ist das Gebräu trinkbar. (Vorsicht beim Oeffncn.) Zahlendiamanträtsel. 6 alte Gottheit 6 7 Stimmungsausdruck. 5 6 7 weiblicher Vorname. 6 7 Stadt in Hannover. 6 Fluß in Europa. (Auflösung in nächster Nummer.)'. Auflösung der Charade in voriger Nummekl Fallschir m. SchriitleUung: Fr. R. Zenz.— Zwlllingsrunddruck und Verlag der Brühl'schen UnioersitätS-Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießeru