Königsträume. Roman Dort Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) . Der Krüppel hatte immer schneller geatnret. Er stützte stch auf den Tisch. Seine Angen starrten, auf die Talerstücke, Dre vor ihm lagen, urib die seiis Vater ans dem Stvumpf geschüttet „Du tvillst nach drüben," stammelte er dann, „in den Erleg'?" „Das will ich! Men will ich es auszahlen, was sie ans un<' gemacht? llnd vorher noch soll einer zahlen, was er an.s drr geinacht hat! Er soll höreil —{' jäh brach er ab, blickte den Sohn mißtrauisch an. „Was gcht's dich an? Nimm das Geld! Und wenn du erneu Laut Liber die Lippen bringst, sollst du sehen!" Ohne sich noch einmal nmzublicken, ging er in die Schmiede, wo er sorgsam die geradegeschmiedeten Sensen auslas. Der Krüppel stand noch immer am Tisch vor dem Gelde. Eine loilbe 'Angst befiel ihn. Was hatte der Vater zuletzt gesagt? Es sollte jemand dafür büßen, daß er ein Büppel war? Was meinte er damit? Was führte er im Schilde? Es tonnte sich doch höchstens gegen den Baron richten. Gegen den Baron und gegen die wunderschöne Königstochter ans seinem Märchentranm. Die Angst wuchs in ihm. Instinktiv erriet er, daß etwas Schreckliches geschehen sollte. Das durfte ittcht sein. Und ob er Tag und Nacht über das^ränlein vom Schlosse wachen sollte. Jnschn Laskowicz legte sich an diesem Sonntagabend erst nieder, als er den Vater schnarclMi hörte Und er erhob sich in der Frühe des nächsten Morgens von seinem Lager und saß wartend und lausck-end da, als müsse etwas geschehen. Der Morgen war neblig. In dichten, weißen Wolken lagen die geballten Dünste über der Erde. Man koimte kaum drei Schritt loeit sehen, als die Glocke vom Gutshof zuin erstenmal läutete. Staschu, der Pferdeknecht, dem dieses Amt eiil für allemal übertragen war, holte tief Atem, als er den Schwnngriemen losließ. Gleichsam abschiednehmend, mit einem langen Blicke, sah er zur Glocke einpor. „Nur die .heiligen wissen, ob ich morgen auch noch laute," murmelte er. „Denn die Heiligen wissen alles." Allmählich ward es lebendig. In seltsamer Geschäftig- kelt liefen Knechte und Mägde durcheinander Wenn sich Zwki trafen, sahen sie sich bedeutsam an. Die Gesichter waren blaß. Eine zitternde Angst lebte in jedem. Maisch einer bereute es, daß er sich gestern gebunden hatte. Aber jeder schämte sich vor dem andern, feige zu erscheinen. Und angstvoll, aber entschlossen, harrte man der Dinge, die da kommen sollten Langsam ging der feiger vorwärts. Jeden Augenblick zog Stachn die Uhr. Je näher die gefürchtete Stunde kam, um so heißer ward ihm. Im größten Stall, dessen Tür osseii stand, hatten sich die Männer versammelt. Bis auf Wenzel Smilicz, der sich in wilden Verwünschungen erging, erschienen sie alle gedrückt. Die sklavische Furcht vor dem Herrn stand in jedem Gesicht. „Ich läute!" rief Staschn plötzlich, „es ist Zeitk" Und wie entschuldigend fügte er hinzu: „Um so schlimmer, wenn der Saal dann leer bleibt!" Und schioankend, als hätte er was getrunken, ging er zur Glocke. Die andern stärkten sich aus der Schnapsflasche. Laut klang jetzt das zweite Glockenzeichen über den Hof. Und hinein in die Klänge tönte plötzlich von draußen, am Gitter, der langgezogene Ruf: „Sck>eren, Messer! Scheren. Messer!" Wenzel Smilicz trat hinaus. „Packt euch fort!" rief er beit beiden Scherenschleifern Za, die draußen standen. „Es ist Zeit, was anderes zu wetzen!" „Sachte, Freundchen, sachte! Komm' ein bißchen näher." Und als der Fornal dicht ans Gitter trat, steckte der Scherenschleifer ihm hastig etwas zu. „Pst! Lies es! Zeig's den andern! Scheren, Messer? Scheren, Messer!" Die Leute zogen weiter. Die Glocke hatte ausgeläntet, Staschu schritt in den Stall zurück, Wenzel Smilicz desgleichen. „Macht die Tür zu!" sagte er und entfaltete das Blatt, das der Scherenschleifer ihm zugesteckt, „Gott will uns stärken, Brüder, die Proklamation!" Sie drängten sich unr ihn. Wie ein Verzweifelter war Oehmke inzwisch-en ans den Hof gestürzt. „Staschn, Pjotr, Wenzel! Lumpenhunde, ihr, habt ihr die Glocke nicht gehört?" Keine Antwort. Schon wollte er auf die Ställe zu- jtiirzeu, als er den Baron kornmen hörte. Da lief er zurück, so schnell ihn seine Füße trugen. Und gleich hinter .Hans Albert von Graßnick betrat er den Betsaal. Etwa ein Dutzend Leute waren darin versammelt. Ein paar Diener, die mit den Knechten wenig in Berührung kamen, ein Deutscher darunter, dann die Hausmädchen und ein paar andere Weiber, die sich zitternd und zagend hineingeschlichen hatten. Wie gervöhnlich, die Schirmmütze auf dem Kopf, den Krückstock in der Rechten, die dicke Bibel unter dem linken Arm, hotte Hans Albert das saalartige Zimmer betreten. Mer loie angewurzelt blieb er stehen. Der Inspektor mit eingezogenem hals hinter ihm. „Oehinke!" Es war mehr Staunen als Groll in der Stimme. „Herr Baron?" Im Augenblick hatte Hans Albert den kahlen Raum mit den Blicken überflogen. Forschend hatte er in jedes Gesicht gesehen. „Das Glockenzeichen ist doch richtig gegeben uwrden? Wo sind die Leute'?"' 38 „Ich l—> id) - " stammelte der Inspektor, „ich wollte eben Nachsehen, als der Herr- Baron schon eintraten."! Unruhig trat Hans Wert von einem Fuß ans den andern, i „Die Rabenbande wird gestern den Schnaps wieder tonnenweise in sich reingegossen haben. Und am Morgen schmeckt das Anfstehen nicht!" „Die Leute," schluckte Oehmke, ^sind auf!" „Sind auf?" MH warf Hans Albert den Kopf empor „Und warum sind sie nickst hier? Raus, Oehmke, wer in fünf Minuten nicht da ist, wird entlassen!" Sein Gesicht loar rot. Seine Lippen preßten sich fest zusammen. Er bestieg das Katheder, schlug die Bibel auf und solgte, die Uhr in der Haird, dem Sekundenzeiger. Das Schlagen der Herzen war fast hörbar. Einer der Leute hustete. Als wäre er auf einen: Verbrechen ertappt, bezwang er sich. Dann näherten sich Schritte. Totenbleich kam der Inspektor zurück. Schreck und Staunen, als hätte er etwas Unfaßbares vernonrmen, lagen in seinem Bedientengesicht. „Die Leute sind in einer Minute fjier?" Der Gefragte zitterte. „Nein, Herr Baron!" „Was heißt das?" Es war wie ein Aufschrei. „Die Leute wollen nicht kommen!" Hans Werts Gesicht ward braunrot. Wie ein Schlag ging es durch den mächtigen Körper. „Was reden Sie da, Oehmke?" sagte er herser. „Sie haben falsch verstanden. Was hat man Ihnen geantwortet?" „Herr Baron k —Flehend, ein Bild des Jammers, sah der Inspektor den Gutsherrn an. ,Lch frage, was man Ihnen geantwortet hat! Sie sagen es sofort oder packen Ihre Sachen!" „Die andern waren still, aber Wenzel schrie: „Der Herr oll für sich allein beten. Wir lassen uns von dem der!.. . luchten Ketzer . . . Gnade, Herr Baron! Ich habe es ja agen sollen!" Unwillkürlich war er ein paar Schritte zurückgetreten. Denn als wollte er ihn zerschmettern, hatte Hans Albert den Krückstock gepackt. Einen Augenblick wankte er auf dem Katheder. Braunrot, wie gedunsen, sein Gesicht. Als könnte ihn jeden Moment der Schlag rühren. Allmählich faßte er sich. „Wo sind die Leutes > „Im Pferdestall rechts!" „Gut! Ihr bleibt alle hier!" Mit schweren Schritten stieg er herab. „Friedrich! Kuba!" Die beiden Diener, der deutsche und der polnische, die ihm treu ergeben waren, sprangen vor. ,Hhr kommt mit!" Die Bibel hatte er auf dem Katheder zurückgelassen: der Krückstock begleitete ihn. Der Hof war leer. Im Nebel lagen noch immer die Ställe und Wirtschaftsgebäude. Aus den halboffenen Türen zogen wie Rauchwolken die warmen Ausdünstungen des Viehes. Stimmengewirr tönte aus dem Pferdestall. Dann sprach einer, als ob er vorlas. Andere redeten drein. „Laßt ihn nur kommen!" höhnte jemand. Und mit einemmal Totenstille. Die Leute drinnen mochten Schritte gel)ört haben. nächsten Augenblick ward die Tür zurückgestoßen, daß s:e krachend bis zur Wand flog. Hans Albert von Graßnick stand vor seinen Leuten. Die Köpfe duckten Lch, d:e Augen wurden scheu und irrten über den Boden. Selbst Wenzel Smilicz zog den Kopf ein und sah nur von unten herauf nnt bösem Blick in das Gesicht des Gutsherrn. Mit gewaltrger Anstrengung zwang Hans Albert sich zur Rnhe. Das färbte ferne Stimme. * ^ a ?i e cr ' " ln * r ^ Dehmke gesagt, daß ihr mmass^, gegen ihn gewestn seid. So wahr ich hier vor euch stehe: ^ch lasse ieden, der meinen Befehlen nicht gehorcht, und der d:e andern dazu anstiftet, von: Hofe herunter, peitschen, daß er seine Knochen nicht mehr fühlen soll. Ihr kennt mrch! Ihr habt die Glocke gehört; und anstatt mir £ . r ÄI ! lC11 * öU banken, daß ich die heiligen Lehrers der B:bel :n eure Bnffelschädel reintrichtere, wagt ihr Lumpengesmdel, mir zi: widerstreben. Wendel!" Der Fornal zerknitterte das Papier in der Hand . . "Wenn :ch.dich in einer Stunde noch auf meinem Hof sehe lasse :ch d:ch runterhetzen. Und ihr andern werdet eure Strafe gleichfalls erhalten. Jetzt marsch, in den Betsaal '" Hans Albert gkng zwei Schritte. Keiner folgte. Mit verbissenen Gesichtern: blieben die Männer stehen. Kein Fuß Ulh - Sans Wert schwamm es rot vor An^n, > so mächtig brauste das Blut empor. Die ganze Gestalt schtvankte. „Schufte!" brüllte er und hob den Krückstock. Der Atem ging ihm aus. Als müsse er sich Luft schaffen, riß er mit beiden Händen den Rock vor der Brust auseinander. Wenzel Smilicz murrte. Und als hätte das den andern Mut gegeben, hoben sich die Köpfe langsam. „Wer wagt da zu reden?" schrie der Baron heiser. „Wir gehen nicht in den Betsaal. Wir finb rechtgläubige Katholiken!" preßte Wenzel Smilicz heraus. „Lumpenhunde seid ihr!" Und als ob Hans Wert erst jetzt das Papier in der Hand des Fornals sah, sprang er zu. „Was ist das? Her damit'" Aber blitzschnell hatte der Knecht die Hand auf dem Rücken geborgen. Mit verkniffenen Aeuglein sah er auf. „Das ist für uns, für die Polen! Der Aufruf geht nicht am die Deutschen!" „Der Aufruf?" Seine Stimme überschlug sich. „Her damit, Schurke!" Und mit eiserner Faust packte er den Fornal am Rock. Aber auch Wenzel Smilicz war in Wut geraten. „Da, Ketzer!" schrie er. Und mit der Faust, die so lange die Proklamation gepackt, schlug er nach dem Gutsherrn. Er traf nicht. Har^ Albert war zurückgesprunaen. Er keuchte. Und ehe sich's einer versah, sauste sein Krückstock auf den! Schädel des Knechtes nieder, daß Wenzel Smilicz lautlos! wie ein geschlagener Ochse zu Boden stürzte. „Bindet ihn!" brüllte er die beiden Diener an. „Nachher zum Gendarmen! Bis er da ist- schließt ihn in den Keller." Ein wildes Murren erhob sich. Drohend gingen die Leute vor. Im nächsten Augenblick schien Hans Wert verloren. Aber er war bis zum Eingang des Stalles zurück- gew:chen, und, seinen Krückstock schwingerw, rief er: „Ich schlage jeden nieder, der mir zu nahe konm:t, wie den Wenzel!" __ Wutverzerrte Gesichter blickten ihn an, Fäuste ballten s:ch, Flüche schlugen an sein Ohr. Als wollten sie ihn unker- larffen, hatten sich die vorderster: geduckt. Mer sie waren zu ftige. Keiner wagte zuerst vorzugehen. Die Furcht vor dem Krückstock, der so gut niederzuschmettern vermochte, war zu aroß. Wie tot lag Wenzel Smilicz. Mit einem Ruck hatte der deutsche Diener ihn gepackt ur:d an die Statttür geschleift. Er band ihn unter den wilden Drohungen der Auf- sassrgen. Dann schleppte er ihn mit Hilfe Kubas irr den, Keller. Immer noch hatte Hans Wert schlagbereit in der Tür des Stalles gestanden. Jetzt machte er Kehrt. Langsam, absrchtlrch langsam, ging er dem Schlosse zu. Eine Flut von Fluchen und Schimpfworten ergoß sich hinter ihm drein. Der Inspektor errvartete ihn, aoer er betrat der: Betsaal nrcht. „Die Leute sollen ar: die Arbeit. Die Andacht fällt aus!" In demselben Augenblick meldete mar: ihm, daß der Gendarm bereits seine,: Patrouilleirgang unternonunen hatte. Er nickte nur. „So bleibt der Kerl so lange gebunden, bis Wroblewski zuruck:st!" An den: zitterrrder: Oehmke vorüber, der sich seines Lebens ruckst rrrehr sicher fühlte, schritt der Gutsherr in sein Arbe:tsz:mrner. Er schloß sich ein darin. Niemand hatte Zutrllt. ' Die Knechte waren derweil in rnaßloser Erregung auf der: Hof gedrängt. Ms wollten sie alles demolieren, standen s:e kampfbereit. Seit Hans Wert nicht mehr zu sehen war, hatten sie alle den Mnt wiedergefunden. Der Hof ballte w:der von wüsten Flüchen. „Er muß den Wenzel herausgeben!" - „Schlagt ihn tot, Hund! — „Den roten Hahn ausis Dach!" — „Ich er- wurde ihn!" — „Der Schinder hole ihn und seine Brut!!"? Bunt dnrchernarckier gellten dtn Rnfe der! Wut und Mache ^ "Freunde, Brüder!" schrie plötzlich Johann Kohalyn.' „Was sagt Michael Laskowicz, der Schinied? Wo ist er? Bei allen Heürgen, er soll uns führen. Vorwärts zu Michael Laskow:cz!" .. Die andern stimmten zu. Lärmend wälzte sich der kua r. te Elang- Als hätte er die fleute etroaiteL stand Michael Laskotmcz breitbeinig vor der Tur Ale drängten auf ihn ein; jeder wollte erzählen. C-rst allmählich konnte such der Schmied ett« Bild von dem Vorgefallenen (Fortsetzung folgt.) Der Geisterbeschwörer. von Jan Grapolski. » Mus dem Polnischen von Jda Sorte v. (Nachdruck verboten.) Eines Abends befand sich eine Gruppe von vierzehn polnischen Reisenden auf dem Wege in das Innere Rußlands. Reitend und Marschierend war man vorgedrungen und hatte nun vor einem Virtshause Halt gemacht, nur da zu übernachten. In bunter Mischung und in lebhafter Unterhaltung, wie sie sichl zwischen Reisegefährten -in einsamen Gegenden bald entspinnt, saßen, die Männer um den Tisch. Man sprach von allem niög- lichen, und plötzlich — war es der Einfluß des trüber: Herbstabends? — kam das Gespräch auf übersinnliche Themen, und man mrterhielt sich über Hynotiseure, Geister, Gespenster und Geisterbeschwörer. Einer der Reisenden, ein ungefähr fünfundzwanzig!ähriger Mann, vom. Aussehen eines Geschäftsreisenden, der sich in der Welt schon viel umgesehen zu haben schien, äußerte seine Zweifel an überirdischen Erscheinungen sehr lebhaft und mnter großem Spott. Er tat so überlegen, daß die meisten seiner Reisekameraden sich seiner Meinung anschlossen. Rur einer, ein ungefähr fünfzigjähriger Russe, der sich- als Viehzüchter vorgestellt hatte, saß ganz in ferne Gedanken versunken da, als höre er nicht einmal, was rings nur ihn her gesprochen werde. Ta drang aber plötzlich eine so lebhafte Lachsalve des jungen Kaufurannes, beleihet von neuen spöttischer: Bemerkungen, an sein -Ohr, daß der Viehzüchter erstairnt aufhorchte. „Junger Mann," sagte er daun .ernst, und sein Blick ruhte fest auf dem des Reisegefährten, „junger Märrn, Sie sind ja mit Ihrem Spott sehr freigiebig, — aber ich könnte wetten, daß Sie beim Arrblick der ersten jetzt von Ihnen so verspotteten Erscheinungen wie ein Feigling davon! anfen würden." „Sie, alter Herr," erwiderte der Kaufmann hochmütig, „wer ist es, den Sie hier einen Feigling zu nennen belieben? Sollten Sie müh etwa gemeint haben, so muß ich Sie schon sehr bitten, dieses„Wor: nicht zu wiederholen." „Törichter Knabe!" erwiderte der Russe imb er preßte den Arm des jungen Mannes mit solcher Kraft, daß dieser aufschcie. „Törichter Knabe, wiederhole ich, wissen Sie denn auch, nrit welchem Unrecht Sie spotten? Ich sage es noch einmal, daß Sie vor dem ersten Gespenst, das ich. Ihnen zeige, in Ohnmacht fallen." „Lassen Sie doch meinen Arm los," rief der junge Kaufnrann erregt, „Sie sind ja ein Narr!" „Nun," .sagte ver Russe, „Sie sollen Ihr Urteil über Unch linden:. Wenn Sie es wünschen, so will ich den Geist Mer Person, deren Namen Sie mir nennen, vor Ihnen het- anfbeschwören." . „Nehmen Sie ihn doch beim Wort," riefen einige Reisende jbelustigt und interessiert. „Nun gut!" entschied der junge Kaufmann. „In diesem Falle," sagte der Russe, „will ich 1000 Rrrbel wetten, daß Sie nicht imstande sind, den Anblick inehr als fernes Geistes zu ertragen." „Tausend Rubel? Die Wette kann ich nicht halten," er- lviderte her jurrgc Mann. „Ich darf es nrir leider nicht erM lauberi, soviel einzusetzen." „?lber wenn Sie doch so sicher sind, daß es keine Geister gibt, junger Freuno, so riskieren Sie doch nichts uird werden! meine 1000 Rubel einstecken." Das war ein Argument, dessen Richtigkeit der junge Kaufmann nicht bestreiten konnte nrrd er sagte daher zögernd: , Ich habe nromcntan mir 200 Rubel bei mir." Der Russe lächelte geringschätzig und schob die Rolle Banknoten, 5>ic er schon bereit gelegt hatte, wieder in die Tasche. „Glauben Sie," sagte er höhnisch, „daß sich die Geister um solch elende Lappalie von 200 Rubel auf diese traurige Erde zurück bemühe n werden? Nein, mein Herr, mein Einsatz sind 1000 Rubel. Entiveder halten Sie ihn — oder die Wette) gilt nicht." Die anderen Reisenden saßxn in höchster Spannung da, alle brannten vor Reiuglerde, zu sehen, wie sich nun beide Teile aus dieser sonderbaren Affäre ziehen würden. Als diese aber nicht einig norden konnten, sagte einer der Rei,eichen lachend: „Nun also, ich will mich mit 100 Rubeln als stiller Teilhaber an der Sache beteiligen." „Ajuch ich lvill 100 Rubel riskieren," rief ein zweiter „Und ich sogar 200," cm dritter. In wenigen Minuten läge:: 800 Rubel vor dem jungeil Kaufmann, denr es mm möglich gemacht worden war, mit seinen eigener: ,200 Rubeln die Wette zu halten. Er war vor Erre^ gtmg gariz blaß geworden, seine ganze frühere Spottlust schieir verschwunden, lund mit zitternden Ungern griff er nach den Banknoten und schob sie in seine Tasche. Der Viehhändler bat den Wirt um ein völlig dunkle' Zim- mer, und der Mann ftihrtc seine Gäste in einen'kleinen Raum, dessen .Fenster ennen Blick auf weite, uachtdunkse Wiesen bot. .. r , Der BteWandler schob seinen zweifelsüchtigen Gegner in das nusie:e Zimmer, verschloß die Tür tmd nahm, von den anderen zwölf Mlänuern unistaiwen, vor der Dür Aufstellung. Seine Augen glühten in düsterem Feuer, sein braunes, von Wind und Wetter zergerbtes Gesicht hatte einen fast diabolischen Ausdruck. Wie gebannt starrte er aus die geschlossene Tür, während er unverständliche Morte vor sich hinmurmelte. Einige Minuten verstrichen. „Nun," rief jetzt die höhüende Stimme des Kaufmanns von innen, „werden die Geister heute kommen oder erst morgen?" „Was sehen Sie nun?" fragte der Viehhändler. „Nichts!" kau: die Erwiderung aus dem Zimmer. Mieder einige Minuten des Stillschrveigens, während das Gesicht des Geiste rbeschwörers in wildem Aufruhr bebte. „Und tvas sehen Sie nun?" fragte er dann. „Nun," erwiderte der junge Kaufnmnn in völlig veränder- tem Ton,- „nun sehe ich in der Ecke des Zimmers eine weiße Wolke schweben." „Die Wolke flattert, nicht wahr?" „Sie schwebt ans mich zu. Sie verändert sich . . . beginnt einem Menschlichen Wesen ähnlich zu sehen. Ja, ja, ich kann schon den Kopf erkennen." „Wer: sott ich Ihnen zeigen?" Der junge Kaufmann zögerte ein wenig, dann vernahm nran seine Stimme, schwach und zitternd: „Meine Mutter!" „Sehen Sie hin! Erkennen Sie sie?" ftagte der Russe. Wieder Stillschweigen, nur die Herzen der zwölf M.änner schlugen in wildein Tempo. Plötzlich ertönte aus dem kleinen Zimmer ein Schrei verzweifelter Herzensangst. „Sie ist es," keuchte der junge Kaufmami in wildem Sch,recken. „Meine Mutter, meine arme Mutter! Sie ist in ihrem Sterbe- kleid . . . ihre ihlfugen sind )reit offen. . . ihre Wängen sind von Berzweiftungstränen .überschivemmt, genau so sah sie aus, als sie starb. Sie kommt auf urich zul. . . nun rührt sie mich an . . . sie schlingt ihre Arme um mich> Ich kann es nicht länger ertragen, . . . hörest Sie doch astf. Sie ivcrden mich iwch töten, . . . Hilfe, Hilfe!" Die Lauscher horten der: schiveren Fäll eines Körpers m\ den .Boden. Sie rissen die Türe auf, stürmten in das Zimmer, imfr trugen den jungen Kaufinamr, der sich in einem Zustand der. wildesten Histcrie befand, heraus. Man goß ihm kaltes Wasser über das Gesicht, lief lum Essig, rieb seine Gliedmaßen. Plötzlich schierl der junge Mann zu sich zu kommen. Er erhob tsich, seine Augen schossen Blitze und irr maßloser Wut begann er zu schreien: „Wo ist er, »vo ist dieser Verbrecher von einem Russen? Laßt mich ihn erwürgen. Ach. dieser Elende! Einen Mitmenschen so zu foltern!" Me Männer sahen sich nachdem russischen Viehhändler um—■# aber der war schon Iläugsts ist: den nachtdunklen Wiesen ver- sch wunder:. Da nahm der junge Kaufmann alle seine Kräfte zusammen, er stieß förmlich die Hände, die sich irm ihn sorglich bemühten- zurück, um, wie er sagte, dem elenden Zauberer nachzueilen, um! Rache an ihm zu üben. In wenigen Minuten hatten auch ihn die nachtdnnklen Wiesen verschlungen. Mit ihm tvaren die 800 Rubel der zwölf Männer gehangen. Als die Männer sich an: nächsten Morgen zeitig versanr- melten, um die Reise fortzusetzen, waren sie schon so weit beruhigt, die Komik des gestrigen Abenteuers zu erfassen, und sie lachten weidlich iiber die kühnen Schwindler. „Nun," sagte einer von ihnen, „wir sahen gestern wirk- lich keine Toten toiedcrkommen, sahen dafür aber unser gutes Geld verschwinden. Aber das nxu eigentlich nur in der Ordnung. Tenn lvas könnten uns die Geister der Toten nützen? Die 800 Rubel aber u-erden den beiden Spießgesellen gute Dienste leisten." Am Uriegsherö. Uns wird geschrieben: Wenn wir unser Eintopfgericht aus der Kriegsküche am weiß gedeckten Tische daheim in der Familienrnnde verzehren, machen wir uns keine Vorstellung von der Riesen-Kleinarbeit, die dem Zurichtcn und Kochen selbst der einfachsten Speisen vorausgehcn. Für die richttge Mengenverteilung an Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Suppengrün und Gewürzen im großen Kriegskochtopf fehlt der besten Hausfrau, der tüchtigsten Herrschaftsköchin die rechte Beurteilung. Ihre Hochachtung und Bewunderung für den Kriegs- küchenmcister nimmt zu, wenn sic ihn erst einmal an seinen brodelnden Kesseln, über danipfenden Suppen, zwischen Gemüsesänin- bvrasios, Kartoffel!: ügcln, Fleischbänken und Snppengrünbeelen hat wallen und schassen sehen. Einem Feldherrn gleicht er mit seinem größten Stab von helfenden Geistern, von denen jeder sein genau eingegrenztes Arbeitsreich zu erledigen hat und ein lebendes Teilchen der großen Kochherdstelle bildet. DaS Kochen bei dieser Lebeusmittel-Großinesse ist eine richtige Kunst, denn die Kriegsküche soll das wichtigste praktische Mittel zun: Strecken der Lebensmittel bilden. Welche hohe Bedeutturg einer fachkundigen und gewandten Kriegsküchenleitung beigemessen Itritb, beweist, daß zurzeit in Hamburg Lehrgänge zur Ausbildung von Vorsteherinnen der Massenküchen geschaffen worden sind. Weil in der Massenverpflegung wirtschaftliche Vorteile erkannt werden, wird voraussichtlich dieses Küchensystem auch noch nach dem Kriege fort* geführt werden. Ein Besuch in den Kriegsküchen, wenn dort gekocht wird und man den Topfgucker spielen darf, ohne das Mißfallen der Hausfrau oder Küchenfee befürchten zu messen, ist hochinteressant. In riesigen Kesseln mit Doppelnürnteln und als Feuerstelle ein kleines Gasflammenmeer, brodeln die köstlick>en Gerichte. Es ist Linsen- tag, und die rotbraunen Linsen kugeln sich in ihrer schokoladen- gefärbten Brühe mit Fleisch-, Speck- und Kartoffelstückchen im heißen Bade. Das wirbelt und brodelt und dampft und gurgelt in ruhigem Gleichmaß und kann doch bei allem Vorwitz über den Rand des Kessels nicht hinweg. Gegen das Anbrennen, das am Familienherd so leicht und zum Verdruß der Hausfrau geschieht, hat man am Kriegsherd weise Vorkehrungen getroffen, so daß die Hauptarbeit eigentlich getan ist, wenn das Fleisch und die darauf berechneten Suppeneinlagen in ihrem rechten Mengegrad in die Kessel gewandert sind. Schon sehr früh, um 5 Uhr, hat der Koch am Herd zu stehen, wenn um 11 Uhr die ersten Anstragekessel zu den verschiedenen Ausgabestellen gefahren werden sollen. Aus Krähuew läuft die fertige Suppe in, die Behälter. Ist das letzte Liter heraus, kommen sofort die Kessel putz erinnen uird reinigen mit Besen und und Wasserschlauch die großen Kochtöpfe, damit sie für den neuen Tag wieder aufnahmefähig sind. Für das nächste Mittagessen werden daun auch schon die Gemüse und Kärtosfeln geputzt und geschält. Selbstverständlich füfrrcu diese Arbeiten mehr die Maschinen aus als menschliche Hände. Die .Kürtoffeln wandern z. B. mit ihren Erdklumpen in eine trommelartige Reinignngsmaschine, die sie über rhre gelöcherten Wände rasch blank spült. Von da aus kommen sie in die Schäl-, richtiger Kratzmaschine, deren messerscharfe Kanten die heute so wertvollen Erdäpfel nicht schälen, sondern abkratzen, bannt der beste, unter der Schale sitzende Stoff iricht verloren geht. In der .Kratzmaschine solchert sich schon die Kartoffelstärke ab, die sich beim späteren Wässern der zerschnittenen Kartoffeln noch vermehrt. Die grürwliche Putzerei der Kartoffeln geschieht mit der Hand. Danach werden sie in badeähnlichen Kü'chel decken gespült und berieselt, so daß auch das letzte unsaubere Stellchc-n rein wird. Für das Gennise hat man wieder Gemüsezerkleinerimgsmaschinen, die 4—6 Zentner Rüben und Köhl in Blitzesgeschwindigkeit suppcn- ferttg -übereilen. Daß au£ diesen! Gebiete noch manches verbessert wirb, daß Versuche, auch Fehlschläge dabei immer wieder neue Erfindungen Hervorrufen, ist selbstverständlich. Der deutsche Geist hat w gerade in diesem Kriege manches Wunder der Technik und Erfindungsgabe gezeitigt, so daß jeder neue Tag auf fast jedem neu ^orgamuerten Gebiete neue Besserungen schaffen läßt Zum interessantesten Möbel in der Kriegskück)e, auf die der Knegskoch hohen We'-t legt, zählt die Knochenmühle. Da hinein wandern die großen bdindsbeine und Schinkenkiwchen, nachdem sie ansgekocht sind, um zu Pulver zerkleinert und zerrieben zu werden Dieses Knochenpulver aufgekocht, liefert ein wunderbares Fett, zu- tttzt etn Hühnerfutter. Neben der Küche liegen die Vorratsräuine. Was frort an egbaren Herrlichkeiten lagert, wird das Herz jeder Hanssrau erfreuen, unsere Feinde aber, könnten sie nur einen Blick yrnein tun, dre Ueberzengung lehren, daß es mit einer Anshungv- rung Deutschlands noch lange, lange Meile baben wird» vermischtes. * W a r u in l e ch z e n S ch w e r v e r »v il n d e t e n a ck W a s - I er ' Dw durchschnittliche Blutmenge eines erwachsenen Menschen betragt se nach dem Körpergewicht 5—6 Liter: doch kommt der Körper auch mit einer geringeren Menge aus und erträgt im allgemeinen Blutverluste bis zu zwei Liter. Wfe bei den, Röhrennetz einer Wasserleitung sinkt auch im Adernetz des inenschlichen Körpers der Truck, sobald Flüssigkeit abgelassen svird. Der Zellenstaat Hilst ttch .^machst dadurch, daß die Keinen Adern sich durch krampfhaften Berichluß, die größeren durch Zusammenziehung der Mutmaße an- passcn. Am die Tauer kann der Körper aber den Verlust nicht ertragen, er sucht daher so rasch als möglich neueä; Blut, neue Blutkörperchen zu bilden. Dazu braucht er eiligst Wässer. Er nimmt's, wo er s kriegen kann, zunächst aus ben Zellen und Gervebeu. Natürlich sind me Zellen dadurch aufs Trockene gesetzt, es entsteht unvermittelt ein brennendes Durstgefühl unb der Schiver verwund das Blut verloren, stöhnt mit heiserer Stimme: „Wässsa Wmser! Um Verblutende zu retten, bedan es also, abgesehen von blutstillenden Mitteln lUnterbiiideii der Wunde!) vor allem genügender Mengen Wassers, damit wenigsteiis der Kreislauf unterhalten blecht und nicht gestört svird. *Eine neue Dtiuensangvorrichtuug auf no r« m e g i s ch e n H a n d e l s d a m p f e r n. Die Gefahren, denen die vandelsdampser nun schon seit geraumer Zeit hindurch infolge der Seemiuen ausgesetzt sind, haben iimner wieder zu neuert Schutz« versrrchen Veranlassung gegeben. Das neueste Mittel zlim Schutz gegen die Minen lumbe vor kurzeni aus norwegischen Handels dampfern eingesührt, und zwar handelt e» sich nm eine Minen- vorrtchtimg tu Gestalt eines Netzes. Nach einer Schilderung des „Prometheus" hängt das Staylnetz von zwei langen Balken ,^ ,e Stück über den Bug des Schiffes hinausrageu. ^lese Ballen sind zum Zweck einer sicheren Versteifung vor dem roug des Schiffes durch eine eiserne Stange miteinander verbuiiden, beiden Seiten der Bordbreite noch ein wenig hinausragt. gnadratisch, aus 6 mm starken Stahlringen verfertigt und wird durch zwei weitere, von Vordersteven schräg hinunter- 8f j??* elskrne Stangen ansgespreizt. An dem unteren Ende des Petzes, ungefähr 3—6 m unter der Wasseroberfläche bei glatter See, sind Gewichte angebracht, um ein Hochklappen der Vorrichtung zu Diirch diese« Netz sollen alle Mi,ien rechtzeitig bei geschoben werden. Wenn anch diese Vorrichtung »nancherlei praktische Seiten hat, so dürfte doch auch sie den Fehler ähnlicher ytteme haben, namllch bei hohem Seegang infolge der heftigen Aus- und Abbewegung des Schiffes zu versagen. m ® ‘ e englischen Sch ulkin der i n H o l zp a n t o ff el n. ir e 9,* n der außerordentlichen Kriegspreissteigerung der Schuhe in England sollen, wie Londoner Blätter berichten, sämtliche Schul- nder von Eastbourne mit Holzpantoffeln atlsgestattet werden, und zwar^handelt es sich um eine sechsmoiiatige VersuchSzett, und wenn die Elterrt und Lehrer den Lärm al.shatten können, will man dtese^Emfuhrung dauernd rnachen. ctU'Ut ? 1 e „ H"" de freund in. Eine Dame, so erzählt „London ElubfeNow, besav zwei Hündchen, die sie über alles in der Welt . me§ Morgens aber stürzte das Stubenniädchen ganz ent- s tzt herein, mit der Mitteilung, daß der eine Hund gestorben sei. verzweifelte Schreie, Tränen usw. Endlich kam die Dame halb- wegs ztt sich und ließ einen Pelzfnbrikauten kommen. wünsche, erklärte sie, „daß Sie aus dem Felle meines toten Lieb« E.nen Muff Herstellen." — ^.Sehr gerne, aber es könnte yochstenv ein Kmdermuff werdend — „Nun," entgegnete die Dame nach kurzem Zögern, auf den anderen lebenden Hund zeigend, .dann nehmen Sie anch den zweiten dazu." Iolanthe Marös: Begierde. Ein Berliner Rotnmr aus der vor dem großen Krrege. Vertag Wich. Borngräber, Berlin, bwsch. 4 .Mk. - Die Berfas,erm, die zweifellos über eine äußerst geschmeidige tfeper und packende Sprach-' verfügt, hat hier ein Problem angesck.nttten, dessen ho^s Ziel im Rahmen einer solch anschauliche Darstellung wohl unterhaltend wirken, aber nie gelöst werden faim. „Tre Frau, das Weib, gleichgülttg ob Mutter Mondame oder Künstlerin, ist nur der menschlickwn Begierde des Mmmes unterworfen" das ist die große Anklage, die aus diesem Werke ,ich auslost. Es »mag vieles richtig sein und scharf bei vbachtet wert erscheinen, unter die Lupe der literarischen Kritik genommen zu werden, aber solange wir keine nur ätherischen, Dil türmen scheu besitzen imd wir bekommen sie hoffentlich nie - wird diese Anklage nicht überall auf fruchtbaren Boden fallen Der brerten Masse mag sie gelten, aber der geistig höchst, hende Kulturmensch wird awh m seiner Begierde Verständnis „nben rmd mif eme Art ergänzende Gegenbegierde stoßen. Der Ronurn wird bn Uiner spauiieiiden Handlinig lind der klaren Stoffbehand-. lung seme Liebhaber finden. Professor -i. r. Dietrich Schäfer: D i e V e r t i n i n t c n 6 1 e rt 1 § e j * m a d) L lLtne geschichtliche Betrachtung zur Beleuchtung der Gegen,vart. (Schritten zur Zeit und Ge. a),chte 3. Bändchen. ^8 Seiten. 50 Pfg.) Verlag von G. Grote Merlin. — Ter hervorragende Historiker der Berliner Universität gibt m dieser Schrift einen Ueberblick über die Entivicklung der Vereinigten Staaten als Weltinacht. Er weist nach, daß das her« konimliche politische Urteil über die große Repliblik jenseits des Ozeans, als eines Friedensstaate?, eines niieigennükigen Förderers der Killtrir, eines Beglückers der Menschheit stark z.l revidieren ist daß vielmehr die Union eine Macht ist wie jeder andere Staat auch, mit genau denselben inneren Trieben und Bedürfnissen ja daki in ihr die Natur staatlicher Entwicklung offener, iingescheuter rncksichtsloser wirksani wird als in den altbegründeten, ganz über' wiegend inonarchisch geleiteten StaatSbildiingen. Die Schrift ist daher zur Beurteilung der Politik der Vereinigten Staaten im Weltkriege gerade zur gegeuwärtigeu Stunde, auß Anlaß der Wilson« scheu Fnedensnote, von höchster Wichtigkeit. Arithmogriph. 12 3 456371 de»itscher Dichter der klassischen Reit 13 13 6 Palme. 13 15 Heizmittel. 1 3 5 6 Ernährung. 2 8 6 6 3 ein Spiel. 4 3 5 6 ein Verkehrsmittel. 5 6 3 2 4 eine Stadt in Pommern. (Auflösung in nächster NumE.) Auflösung des LogogripHs in voriger Numnter. Stern - Astern — Ostern. Schriftleitung: Ir. R. Zeuz. Zwillingsrnnddrnck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- »md Steindruckerei. R. Lauge, ©h-feeit.