Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sie war versammelt. In einem saalartigen Zimmer hatte sich die Gesellschaft um den langen Tisch gruppiert. Da saß Siga Wendrewski, der „Marquis", mit seinem Stückchen neben dem aufgeregten Eusebius von Degorski, der schlanke Marhan Batranski unterhielt sich lachend mit seinem Gegenüber, dem Grafen Bininski, detn Wiederuin mit finsterem Gesicht der von Rybsczynski zur Seite saß. Zwei, drei andere Edelleute saßen weiter oben am Tische, dein dev Hausherr präsidierte. „Soll die Ecke hier noch besetzt werden, Kozlowski?" fragte der Marquis und schlug mit dem Stückchen auf einen freien Stuhl, der links von ihm stand. „Es fehlt doch keiner inehr. Also, wenn du Glicht auf Geister wartest —" „Wenn die Geister weiblich sind," lachte Batranski, „sollen sie mir willkommen feint" „Sie werden es auch ohnedies, hoffe icfj!" erwiderte Kozlowsti. „Nur einen Augenblick Pardon, gleich werdet ihr sie sehen!" Verwundert folgten ihm die Blicke. Er verließ das Zimmer. Gleich darauf. Härte man ihn reden. Dann öffnete sich die Tür weit. „Da ist die ganze Gesellschaft," sagte der Hausherr strahlend. Auf der Schwelle an seiner Seite standen Napoleon! Nutkowski und Kasimir Rzonka. Einen Augenblick legte es sich »vre ein lähmendes Schweigen über die Gesellschaft. „Ich habe die Ehre, meine Herren," sprach Graf Napoleon laut und verbeugte sich. Ein seltsames Lächeln zuckte um seine Mundwinkel. Rybsczynski war es, der sich zuerst faßte. Sem Gesicht ward noch blasser, seine Augen glühten. „Lucek Kozlowski," ries er in die Stille, „was soll das heißen? Was —" Er konnte nicht ausreden. „Verrat!" schrie Eusebius von Degorski und sprang auf. „Wre kommt Napoleon der Deutsche in diese Gesellschaft?" ity zurückgeschobene Stuhl schlug mit Gepolter um. Auch die übrigen sprangen auf. „Was heißt das? Wozu sind wir hier? Den Wagen vor!" klang es durcheinander. „Ruhe. Ruhe. Messieurs!" brüllte Graf Bininski dazwischen. Nur der (Marquis, der den Klemmer aufgesetzt und scharf zu Kazlowskr hinübergesehen hatte, blieb mit etwas ironischem Gesicht sitzen und schlug ein Bein über das andere. „Damit kann man sich manche frohe Stunde vertreib den/ murmelte er vor sich hin. Und laut, während er mit dem Stückchen auf den Tisch schlug, daß es schallte: „Meine Herren, uh habe Nerven. Bitte, das zu bemerken! Und mir scheint, Graf Napoleon hat auch welche!" Sein glattes, weißes Gesicht, dieses Knabengesicht, zuckte. „Ruhe!" sagte jetzt auch Lucian von Kozlowski. „Was soll unser Freund von uns denken, Brüder, wenn ihr ihn so empfangt — Gott verzeih' euch —, anstatt zu jubeln! Hort mich an, Bruder: Der Sohn des bester Ritters der heuigen Jungfrau, Gras Napoleon Nutkowski. will der und mit uns für die Befreiung Polens kämpfen?" Mächtig hatte die Stimme den Lärm übertünt „Heda, was sagt Ihr nun?" „Napoleon der Deutsche? ytapoleon unser," zappelte D^gorskr, „Herzbruder, wenn das wahr ist. altes bitte ich Und wie ein Brausen erhob sich's rinas. Navoleon Nutkowski, ist das wahr? Napoleon Nutkowski/ willst du zu uns stehen und zu unserer Sachet , ^ hutte bis jetzt, außer dem ersten Gruße, keinen Ton gesagt. Mrt ubereinanoergeschlagenen Armen blickte er stumm auf den Kreis. Trotzig und finster flog es nur einmal über fern Gesicht, als Degorski „Verrat!" schrie. Da rief es jetzt, Antwort heischend, von allerr Seiten. „Es rst wahr?" sagte er laut. „Ich will zu euch stehen! Eure Sache ist meine Sache? Deshalb bin ich hier!" „Freund! Bruder! Gott segne dich? Nun wird Polen srer! In buntem Durcheinander scholl es an sein Ohr Ueberall streckten sich die Hände ihm entgegen. Jubelnd drängten andere heran, um ihn zu umarmen. Wie besessen tanzte der von Degorski in der Stube herum. „Mes bitte ich ab, alles nehme ich zurück!" schrie er immer von neuem. Napoleon atmete tief auf, als die Vertreter der Slachta ihn also als einen der Ihrigen begrüßten. So wollte er's haben, hier sah er, was er bedeutete, wie man ihn schätzte. Kräftig drückte er die dargebotenen Hände. „Und der andere Gast?" fragte Rubfezynski mißtrauisch Erst da wandten sich aller Blicke auf Kasimir Rzonka, der noch immer unbeweglich, aber alles beobachtend, auf der Schwelle stand. „T as batte ich wirklich beinahe vergessen. Ertalibt, Brüder: Pan Kasi —" „Ladislaus Pyrka!" schnitt der Abgesandte ihm das Wort ab. Fest und laut klang der Nmne über den ganzen Tisch. Und mit der gleichen Sicherheit: „Ich bitte die hochverehrten Herren um die Erlaubnis, mich auch hier Ladislaus Pyrka nennen z?u dürfen. Wenn die schwarz-weißen Grenzpfähle hinter uns liegen, werde ich die Ehre haben, meinen toahren Namen den Herren 51c sagen. Damit aber kein Mißtrauen Platz greift, bitte!" Er legte die mit dem Siegel der Nationatoegierung versehene Ausweis karte auf den Tisch. Viele Hände griffen danach. Eusebius von Degorski hielt sie hoch. Doch er fuhr zurück. „Von der Nationalregierung!" Die andern drängten sich um ihn. Es ivar plötzlich stilt. Mit halber Scheu flogen die Blicke zu dem Fremdling hinüber. 22 V „Und was führt Sie her zn fragte der Marquis dann. „Welche Aufträge haben Sie?" . r „Das gehört wohl in die eigentliche Verhandlung, tziga!" rief Kozlowski von dem andern Errde des Tisches. „Wollen die Herren erst Platz nehmen." Nach einer Pause: „Uub nun, Bruder, zu der Hauptsache —" „Halt?" unterbrach ihn die Stimme Rybsczynstts. Er S cke die knochige, hagere Faust auf bei; Tisch. ,,Ehe wir ere Pläne zur Rettung der heiligen Kirche und zur Befreiung des Vaterlandes entroickeln, ist es recht, daß derjenige, der neu in unfern .Kreis ausgenommen ist, denselben Schwur leistet, den wir geleistet haben." ^ * fl , Von einem kleinen Schenktisch, der rn der Erke starrd, nahm Wladimir von Rybsczynski ein Kruzifix; es ,var sorgsam eingewickelt. Er riß bie Umhüllung ab Mnt durstigem Munde küßte er die Wundmäler an den Füßen des Heilands, der, in plumper Arbeit dargestellt, ani Kreuze hing. Dann hielt er's hoch. „Es hat den Auszug der 'Zweihundert gesellen unter f adlewski," ries er wild ergriffen, „als wir die Gewehre bec die Grenze brachten. Es hat den Notschrei von unÄ allen gehört, es hat das „Boze cos Polske" vernommen, das Söhne UnseresVolkes und gläubige Kinder der rechten Kirche eiitblößten Hauptes in der Winternacht migestimmt. Manch einer von ihnen wird schon sein Blut vergossen haben — und bei dem Blut dieser Märtyrer, deren letztes Gebet der Ausblick war zu diesem Kreuze, soM du schwören, Napoleon Rutkowski, daß du mit Gut und Mltt zur Sache der heiligen Kirche, zur Sache Polens stehen willst, daß ou sie fördern wirst, wie und wo du immer kannst, daß du lieber sterben willst,, als sie jemals schädigen und verraten. Willst du das schwören, Napoleon Rutkowski?" Sein Fanatismus bezwang alte. Der eine schien ein leise ironisches Lächeln um die Lippen zu haben, der andere sah finster drein, der dritte ungeduldig. Aber keiner unterbrach ihn und sprach. Wladimir von Rybsczinski hatte dem Grasen das Kruzifix entgegengestreckt. Unbeweglich lag es in der knochigen Häicd. Die Sekunden verstrichen. Äöapoleon Rut- kowskr sah hernieder aus den Gekreuzigten. Blitzschnell schossen ihm Gedanken durch den Kops, die ihn schon während der letzten Tage beunruhigt hatten. Die Gedanken: Wenn Hanna von Graßnick ihn nur jetzt abgelehnt im ersten mädchenhaften Erschrecken über seine ungestüme Werbung? Wenn sie selbst es schon bereute? Eine herzliche Bitte um Verzeihung ermöglichte vielleicht einen neuen Verkehr und eine andere Entscheidung. Wer wenn er sich jetzt hier band, wenn er ins Feld mußte — „Willst du das schwören, Napoleon Rutkowski?" sprach da lauter noch die Stimme Wladimir RybsczynskiS. Aller Augen waren aus den Grafen gerichtet. Es war totenstill. Man verstand sein Zögern nicht. Er hob langsam das Haupt. VoulsKruzifix hoben sich seine Augen, his sie denen Wladimir Rybsczynskis begegneten. Es gab kein Zurück mehr. Und schließlich: wenn Hanna ihn liebte, würbe sie warten, würde dem siegreichen, mit dem Kronreif geschmückten Feldherrn nicht mehr ein „Nein!" en.tgegenrufen. Und liebte sie ihn nicht, dann konnte nur eins helfen, dann lag -die Hoffnung^ sie zu gewinnen, nur im Aufstand». l „Ich will es," sagte er, „ich toill den Schwur leisten!" Ein befreiendes Atmen ging durch den Kreis. „So sprich mir nach!" Und langsam, die Schwursinger aus das Kruzifix gelegt, wiederholte er die einzelnen Worte. „... und daß ich lieber sterben will, als unsere Sache jemals schädigen und verraten!" schloß er. „Gottlob!" lachte Mmchan von Batranski, „auch das —" Aber jäh hielt er inne. „So wahr mir Gott helfe!" tyotte 'ltybsczynski gesetzt, während ein mahnender, dunkler Blick zu dem vorlauten Sprecher hinüberflog. Ein kurzer Schauer lief die Reihen entlang. Dem schlanken und fröhlichen Maryan blieb das Lachen in der Kehle stecken. Er ward still. „Nun, zu den Geschäften, messieurs!" rief Kozlowski. „Ich denke, wir hören zunächst den Herrn Abgesandten der Nationalregierung!" Kasimir Rzonka verbeugte sich. „WaS ich zunächst bringe, hochwohlgeborene Herren, ist der Dank der provisorischen Regierung, die in Warschau die Geschäfte führt!" Ein beifälliges Geniurmel. Daß der Abgesandte nur von einer „provisorischen" Regierung gesprochen, war ein Schach- zilg, der seine Wirkung tat. „Die Natlonalregiernng," fuhr Kasimir Rzonka fort, „weiß, wie Sie durch gefahrvolle Gewehrlieierunaen unS unterstützt haben, weiß, daß jeder von Ihnen sich als ganzer Mann und ganzer Pole benommen hat. Ehre Ihnen allen!" Er hatte schon jetzt die leicht entflammten Herzen gewonnen. Als er weitersprach, hob er die Stimme. „Nun aber, meine Herren, frage ich Sie, fragt durch mich Sie die provisorische Regierung: Wollen Sie dem großen Kampfe, den Zhr, den unser Volk um seine Freiheit, seine Religion, seine nationale Würde führt, von hier aus nur ziv» schauen? Nur zuschauen, und nicht auch als Führer und Kämpfer daran teilnehmen? Sollen die Schwerter des polnischen Adels — es sind die besten Schwerter der Welt — in der Scheide bleiben, wenn der weiße Lldler den Verzwerp- lungskampf kämpft?" Und nrit einer prachtvoll ungestümen Bewegung, die wirklich der Erregung des Augenblicks 511 entspringen schien: „Nein und dreimal nein'! Das glaube ich nicht! Ich glaube es nicht und kann es nicht glauben, daß die polnische Slachta klein geworden ist; ich glaube es nicht, daß ihre Schwerter stumpf geworden sind und ihre Arrne schwach!" Ms !väre es lange zurückgedämmt gewesen, brach ein brausendes Rufen los, und alle Stimmen schwollen jfiw saunnen zu einer einzigen, zu einem großen Kampf- und Iubelschrei: „Boze cos Polske!" Die Hände griffen irrend in die Lust, als suchten sie einen Säbelgriss zu packen, die Augen glühten, und die Herze:: stürmten. „Das ist ein Wort!" ries Eusebius von Degorski, halb schluchzend. „Warum sind wir noch nicht drüben? Worauf warten wir? Vorwärts, Brüder, vorwärts! Ich habe alte Säbel zu Haus, sie sind durstig seit mehr als dreißig Jahren!" „Sie sollen zu saufen kriegen, Herr!" erwiderte Kasimir Rzonka wild, „Moskowiterblut ist mehr da, als uns lieb ist. Noch ist es Zeit! Hören Sie mich, meine Herren!" ' „Ruhe! Reden lasseil!" tönte es hier und da. Degorski hatte den Kops auf die Arme gelegt. Es schüttelte ihn Übermächtig. Auch Napoleon Rutkowski war von der allgemeinen Begeisterung hingerissen. Nur Kasilnir Rzonkas Gesicht war wieder kalt und regungslos geworden. „Nichts anderes," sprach er, habe ich erwartet. Es bleibt nur noch übrig, festzustellen, auf welchen Zu^ug unsere Streitkrästr drüben zu rechnen haben. Ich bitte jeden einzelnen Herrn, genau zu überschlagen, mit wieviel ergebenen Leuten er zur bestimmten Zeit die Grenzen über- schreiteil rann." Er nahm ein Notizbuch aus der Tasche: „Also, wenn ich bitten darf, Herr Gras voll Rutkowski?" „Sagen wir sechzig Mann. Natürlich müssen die Leute, sofern sie es nicht sind, vorbereitet werden." lind halb sür sich: „Das besorgt Bartek Zhchod wohl schoii seit Wochen!" „Sehr wohl. Herr von Wendrewski'?" Der Marquis druckte den Klemmer fest. „So viel bringe ich schon auch noch aus," warf er lässig hin. „Also sechzig." Der Abgesandte sah prüfend 51t ihm hin. Sein Blick begegnete dein des Marquis. Da verbeugte er sich leicht und notierte die Zahl. „Herr von Degorski'?" „Schreiben Sie, schreiben Sie, Herr! Es sind nur sünf- zig, aber sie sollen schlagen wie hundert!" „Ich bitte dringend," sagte Kasimir Rzonka, „nur so viele anzugeben, wie aus jeden Fall verbürgt werden können. Zehn sichere Leute sind besser als zlvanzig unsichere." Er spielte mit dein Bleistift. Degorski war leicht rot geworden. „So nehinen Sie nur vierzig," sprach er zögernd. „Dreißig Mann," nickte der Abgesandte und sckxrieb. „Herr!" „Um Verzeihung! Sicher ist sicher. Darf ich weiter fragen?" Als jeder der Herren nach bestem Wissen Auskunft gegeben hatte, zählte er flüchtig zusaminen. „Drei- bis vierhundert sichere Leute! Der Ansang ist besser, als ich. dachte! Ich gratuliere, meine Herren!" „Und wann soll die Grenze überschritten werden? Wo trifft man sich? Wie lange Zeit hat man 51, den Vorbereitungen? Sollen die Leute bewassnet sein?" Ein halbes Dutzend Fragen schwirrten durcheinander. „Das," wehrte Kasimir Rzonka ab, „wird von vielen ttwötiiibcn abh äugen. Die Festsetzung alles dessen steht den Anwesenden zu und dem gewählten Führer!" Ein Blitz der Augen zuckte zu Ko-lowskr herüber. „Denr Führer? Was brauchen wir Führer? Jeder führt eben sein Kontingent!" , x „Freunde!" rief Kozlowski da und sprang auf, „hört Mich an! Ich bin wohl der Aelteste von euck)! Einen Führer müssen wir haben! Einen Führer, dessen Name Hunderte und Tausende, die noch säumen, zu uns zieht! Ihr habt recht — freie EdeHeute sind wir, und niemand hat uns zu be- K ! Jeder soll im Kampfe an der Spitze der Leute stehen, über die Grenze geführt hat. Aber daneben, Brüder, müssen wir aus unserer Mitte einen wählen, dem wir freiwillig das Kommando geben! Sonst sind wir bald uneinig, und die Uneinigkeit hat Polen schon so oft gestürzt. Seht mich an: Ich stehe hier, und ihr kennt mich. Ihr wißt, daß ich nicht der letzte war, wenn es galt, für das Vaterland etwas zu opfern. Nun wohl: Wählt einen Führer, wählt den Jüngsten aus eurer Reihe, und ich, der Aelteste, werde dieses Dauvt vor ihm beugen. Wer aber, frage ich, soll der Führer sein/ Bei allen Heiligen, ich kenne nur einen hier, der es vermag. Nur einen, dessen Name Tausende zu uns herüberziehen könnte! Dieser eine sitzt heute in unserer Mitte. Dieser eine ist der Nachkomme eines Geschlechtes, das in besseren Zeiten auf Polens Königsthron fast, dieser eine ist der Sohn des besten Ritters der heiligen Jungfrau! Nur er kann der Führer sein! Seid einig, Brüder! Napoleon Rutkowski, führe du uns zum Kampf und Sieg!" „Napoleon Rutkowski!" rief beistimmend der „Marquis" und hob den Arm zum Zeichen der Wahl. Und „Napoleon Rutkowski!" schrien Degorski und Graf Bininski und Maryan Batranski. Wladimir Rybsczynski sagte nichts. Die Augen des Grafen leuchteten. ,Zch danke Euch, Freunde! Ich nehme die Wahl an. Und ich will Euch zum Siege führen und zur Freiheit und weiter!" „Gott segne dich und unsere Sache!" rief Kozlowski strahlend. (Fortsetzung folgt.) Zn franzöfischer Gefangenschaft. (Schluß.) Nack' wieder ein paar Tagen! müssen neue Aerzche im Ort geweserl sein. Eine Schwester brachte dem Major und mir je eine Schüssel mit einem Brei von Weißen Bohnen und ließ sich sogar herbei, den Major zu füttern Er hatte jetzt für länger als zwei Wochen nichts genossen. Das ist eine furchtbare Gemeinheit der Franzosen, doch vielleicht auch sein Glück gewesen. Nur so und durch ein Wunder Gottes konnte er -ohne Pflege von seinem Bauch- schnß heilen. Vergeblich bat er freilich die Schwester, ihn zu ioaschen und zu verbinden. Sie meinte: „Es lolmt nicht mehr mit dir! Darum. norden wir dich a Wieben." Daß auch- sie du sagte, hörte ich vom ALajor. Uebrigens duzten uns alle Besucher. Es Men nicht nur Brauch, sondern fast dienstliche Borschrist zu sein. Akt nächsten Tage besuchte im§ eine weiß- Sxuiviftc ältere Krankenschwester, eine Oberin mit lilafarbener Haube und Schürze. Mit kundigem Auge betrachtete sie des Majors Verband und sagte, er müsse sterben. Das schien auch nrir zweifellos. Es war ein Jammer^ das eingefallene, bleiche, aber von AM und Speichel besckMutzte Gesicht des Schwervenrmndeten nrit den großen, fteberglänzezrden Augen zu sehen. Doch, der starke Mann konnte lächeln und sagen: „Möglich, ist es. Darum möchte ich gjent einen Brief an meine Jam nie schicken." Die Sch-vester fragte, ob er baut verheiratet sei? Der Major antwortete : er habe eine Frau und drei Kinderchen. Tie Oberin mehtte, Nachricht hülfe er den seinen nicht geben, doch, weil er Frau ,md Kinder habe, wolle sie ihm eine letzte Bitte erfüllen. Was er sich- wünsche? „Zu Trinkens" sagte der Major. Die Oberin schüttelte den Kopf und ging. Erst nach zwei Stunden kmn sie leise am den Zehen schileMnd zurück. Versteckt unter ihrer Schürze, damit kein Lands- NlMM es merke, trug sie ein großes Glas 'Wein und gab es dem Major. Er leerte eS zur Hälfte und schickte mir den Rest. Ich werde nie vergessen, daß er als ein Matur, der sterben sollte, sein Letztes nrit mir teilte. Sehr erstaunt war die Französin darüber und sagte, sie beute nicht geglaubt, daß es zwischen deutschen Offizieren und Soldaten Kameradschaft gäbe. Sie schärfte uns' ein, wir dürsten nicht verraten, daß sie uns Wein gegeben habe und betete dann ihre Rosenkränze anr Bett des Majors, den sie sterbend wähnte. Mn 29. September lagen wir noch, immer ohne Verband. Nachmittags kamen vier Krankenpfleger, nämlich Landftnrmleute, die sich, im Gespräch mit den: Major Professoren oder Pfarrep »umitten. Einer spnul, mit Detltsch auch nrit mir. Sie hoben uns auf '.Krankentragen nub stellten uns aut den Hof in die Sonne. Nack- einer Stunde ging ein franzäsffcher Kommandant vorbei und erümnte den Major v. W. au dem aus seinen Füßen liegenden Wafsenrock als Offizier. Er beugte sich über die Krankentrage und fragte zornig: „Warum stehen Sie nicht auf und grüßet:?" Der Major anllrwrttte, es sei ihm unmöglich autzustthem Ter wütende Franzose rief euren Gendarm herbei mrd ließ dem Sch-werverlvnndeten mit Bauch- urü) Schulterfchnß um beide Handgelenke zwei durch, eine Kette verbundene Stahlfesselu legen. — Wir blieben für Stunden in der Sonne. Ost gingen die Professoren und Pfarrer vorbei. Vergeblich: baten wir sie, uns in den Schatten zu tragen. Sie antworteten, daß sie nichts mehr mtt uns zu schaffen hätten, iveil wir jetzt unter Obhut der Gendarmen stünden. Endlich, wurdet! wir in ein Sanitätsautonwbil verladen imd fuhren davon. Auf 'dem. Platz vor dem Bahnhof riefen die Gettdar- men: „Ausstvigen!" Natürlich, war es unmöglich, dem Befehl zu folgen. Ich, fühlte mich so schwach, daß ich mich nicht bewegen! konnte und überhaupt kaum wußte, was mit mir geschah. Dapackten die Gendarmen mich, beim Kragen mtd zerrten mich aus dem Wagen. Wie es schmerzte, als meine Füße ans 'das Pflaster schlugen, läßt sich denken. Den im Fieberschlaf liegenden Major rissen die Gendarmen an der Kette seiner Handfesseln aus dem Waaen. Ohnmächtig fiel er nieder. Während ich versuchte, mich am Stock cnffznrichten, trat aus der johlend, fchiinpstnd und natürlich, wieder spuckend herbeilaufenden Menge eine Frau von zwanzig bis dreißig Jahren. Die Röcke etwas in den Händen hebend^ stellte sie sich- breitbeinig über den ohnmächtigen Major mit einer Gebärde, die atckündigte, daß sie etwas ganz Scheußlrch's tun wolle. Männer, Frauen und Kinder, darunter viele Menschen, die nach, Kleidung als gebildete Herren und Damen gelt«! konnten, schirren, gurtschten, brüllten und Heulten vor Verzügen. Sre llaschiteu in die Hände mtd sprangett in ihrer Fretlde in die Luft. Dadurch ermutttett, beugte sich das Frauenzimmer über den ohnmächtigen Major und schlug ihm twn rechts ttitb links eine Ohrfeige ins Gesickt. Als ich da die Menge von jetzt viel hundert Leuten auf dem weiten Platz wieder in die Hände klatsche« und Beiftrll brüllen hörte, nahm ich mir vor. nie wieder von Frauzoten! Gutes zu denken, sondern ihr Volk zeitlebens zu verachten mtd dafür zu sorgen, daß später in der Heimat jeder Verwandte mtd Bekannte meine Auffassung teilt. Ich war in den Krieg gezogen mit der Ansicht, daß jeder verwundete Kämpfer des feindlichen Volkes ein Kamerad und jeder Wehrlose, ob Mann oder Frau. nreineS Mitleids und meiner Hilft würdig sei. Ich war aut'dem Sächtchtftld den feindlichen Toten in Mrsurcht aus dem Wege gegangen und hatte geftl>en, daß unser alter Oberst an der Spitze der Kolonne vor dem großen Leichenberg gefallener Franzosen die Hand an den Helm M> und seinen Kopf zum Gruß gegen den Sattel beugte. Doch jetzt ftutn ick den Franzosen nur wünschen, daß der Himmel sie alle für ihre Graustmckeit straft. Es ist ein Voll, -nicht vmg Menschen, sondern von bösartigen Affen. Das wird suge&en, wer meine Gesck.iMe hört. Wer weiß, ob die Menge nicht noch Gulasch ans uns gemacht hätte, wenn nickt endlich ein Offizier gekommen wäre. Landsturmleute trugen uns auf KranLartrageN zu einem Vielüvagen, in dem schon fürff verwundere deutsche - Offiziere saßen. Dort Hob^r sie unsere Tragen und kippten sie um. Wir rollten m den Mrst. der gefesselte Major ffel auf den Bauch. Einer der fünf Offiziere sprang schnell zu und drehte ihn unt. Das verwies ihm der Gendarm von der Wache und sagte, wenn er noch einmal erneu der anderer! Gefangenen rrnfasft, werde er erschossen. Das nrurde mir übersetzt mtd nun kann ich auch Ortsnamen nennen. Da es den fünf mitreffenden deutschen Offizieren besser ging als dem Major, konnten sie aufpasftn, wo wir tvaren und auf Babrchöftn die Ottsnamen ableftn. In Trotzes trat wahrend der Nacht der Bcch-nh-ofskmnnmndattt an den Wagen. Einer unserer Offiziere bat, er möge dem Major die Fesseln akmehmen lassen Ter Franzose schien dazu gern bereit, doch der Gendarm nrentte, der Sck werverwnndete mit Bauch- und Schulterschuß ftt Nunverdächtig. Dar französische Offizier lächelte und best«« au) Abnehmen der Fesseln. Der Gendarm kramte m seiner Tasckx mtb mehtte, er habe den Schliffsel verloren. Der' Offizier zuckte dve Achseln und trat zurück. Der Major blieb in Ketten Natürlich batte der Gendarm den Schlüsftl keineslo.'gs verloren. lieber Lyon fuhren nur noch einen ganzen Tag und eine vmt Nacha. also 48 Stunden. Ans fast allen Station«! rissen Meulchen die Tür auf und beschimpften und bespickten tcns. Ost sprangen sie in den Wagen. Der Gendarm verhinderte ein Weib, dem Major mit einem Messer die Kehle zu dnEckmeid^r. Zivilisten und Soldaten beraubten die verwundeten Offiziere. Ein Haupt- mann ließ einem Herrn den Mer vom Helm schrmibcu, neckte ihn in die Tasckie und meinte, es sei der achte. Unsere Offiziere lackten verächtlich über „die Kriegsbeute des Etappen he! den". Wenn wir neben TruPprutransportnr hinten, stachen Soldaten mit Bajonetten nach. uns. Sie wollten uns vielleicht nicht vernmmen aber dock quälen. Wenn einer der fünf Offiztzcv austrat, samwetten sich lachende Fratren um ÄM. Es scheint für die Frauen Frankretchs keinen schöneren Anblick zu gehst. wLbreud ixiusiger Transporte in kommenden Ahmaden sah ich austretende deutsch' fangene stets von neugierigen Frauen umringt. Ewlegenlltck warf mis den BrchpthöftN die Hand emee- Un, > 24 üiueu Brot in unseren Borgen Einmal flog eine Büchse Sardinen hinterdrein. In der 'DrrnKlheit reichte eine Französin in halber Schlmsterntracht mir als Urlbekteidetem sogar Kaffee. Als sie aber im .Hintergrund die Nniformen deutscher Offiziere sah, ri& sie mir den Becher mit einem Schimpfwort wieder ans der Hand und gllrg weiter. Am 2. Oktober 191.4 kamen wir nach Cette. Ein alter General trat zmn Wagen und fragte die Offiziere in gebrochenem Deutsch nicht im freund! ich nach ihrem Namen. Ms auch der Major den. seinen mit Dienstgrad nannte, geriet der General in die Wut eines anständigen Menschen. Unsere Offiziere meinten, er habe nicht nur die Gendarmen, sondern auch die Offiziere ferne# Stabes an geschnauzt: -.Das soll ein preußqcher Offizier sein, meine Heroen, der so verbrecht in K-ctien durch, unser Land gefahren wird? Eine Schande für Frankreich ist es, das; er so schmutzig aussisht!" Tann beugte er sich scher den Mache und sagte iu seinem schlechten Deutsch: „Sie nickt fahren toerber." Jetzt fand der Gendarm sehr schnell tun: Schlüssel, der die Ketten löste. Ter Major wurde unter Aufsicht des Generals aus dem Wagen gehoben rrnd ich rief ihm Dank und viel Glück uadj. Noch glaubte ich aber nicht, daß er genesen könne. verrni setzte-. * Der »Mundsed erhalt er" Einen Federhalter, der zum Gebrauche Armloser bestimmt ist, also für armlose Kriegsverletzte geeignet ist, ist nach einer Mitteilung des .Prometheus' von deutschen Aerzten geschaffen worden. Ter Mund ist eS, der anstelle der Hände das Schreiben übernimmt, lind demgemäß ist dieser Mundfederhalter darauf eingerichtet, vom Gebiß gehalten zu werden. Sache des Zahnarztes ist es, nach dem Gebisse ein paffendes Mundstück zu schaffen; die Unterzähne sollen dabei in den unteren Teil des Mundstückes eingreifen, während den Ober- zähnen nur die Ausgabe zufällt, das Heransgleiten nach vorne zu verhüten. Dem Schreibenden soll es möglich sein, den Mund zu offnen, ohne den Federhalter zu verlieren. Ter eigentliche Haller besteht ans zwei verschiebbaren Hülsen, mittels deren er auf verschiedene Längen eingestellt werden kann, außerdem erhält er drei Gelenkstellen. DaS Papier muß beim Schreiben selbstverständlich festgeklemmt werden, und er versteht sich von selbst, daß das Schreiben mit dem Mundfederhaller ln geduldiger Arbeit erlernt werden muß. Doch soll die .Mundschrift" ebenso lesbar und flott wie die Handschrist werden. ' Ein neuer Motorschlitten. In Stockholm ist diesev Tage cm neuer Motorschlitten vorgeführt worden, der seine Proben glänzend bestanden hat. Es handelt sich dabei um eine Zu!ain,«enstellung eines gewöhnlichen Motorzweirades mit langen schneeschuhartigen Schlittenkufen, die auf der Seite mit Hilfe von Bügeln angebracht sind. Bei den Vorführungen fuhr dieser neue Motorschlitten über verschneite Flächen, ohne seitwärts zu gleiten- er erwres sich fähig, ziemlich ungebahntes Gelände und erhebliche vtergungen zu überwinden. Allein Anscheine nach aber ist er für Mstttarvatroulllen besonders geeignet. Binnen kurze,» sollen die Leistungen des neuen Motorschlittens der Allgemeinheit durch Film- aufnahinen vorgeführt werden. ^ a u e r, die in den Sprichwörtern fast aller Völker zum Symbol von Ruchkmdrgkeit und Abgeschlossenheit geworden rst, dre immer nur dann von allen Dynastien ansgebaut Kun rhre Heere die Stoßkraft zum Angriff verloren halten .und dre Angst vor dm ständig anstürmenden Barbaren wuchs: diese Mauer rst .sicherlich das rmponrerenöste Bauwerk der Erde, und wer ie ryre Zürnen und die klotzigen Türme, deren Quadern so fein aufemanoergepaßt ltnb, daß man fairm die Fugen erkemreu kann gegen die über der fernen Mongolei in rötlichen Gluten untergehende f2" ne gesehen hat der wird ihren Anblick nie vergessen. Diese ^brbt ür Welt redende Erich v. svunkt für jene nnkuttt- »^.obkrer geweseil. dre sich in die warmen chinesischen Nester ^blten Ebenen des Ostens setzen wollten. Das Tal wirb seiire Ubutung m diesem Srime me verlieren, und selbst wenn der inffi- j]> ouj ocm h'rn/.i ^chirti.'N von neuem seinen Vormarsch antreten sollte, um das blaue Kreuz im luei&en Felde über die eiS- freien Hafen des Großen Ozeairs wehen zu lassen, dann werden sich wre vor tauierrd, zweitausend und dreitausend Jahren wiederum bt($ lebten eben um jene Befestigungen absprelen, die heute leder Fremde, der irach dem Norden Chinas kommt, atemlos staunend ob der Klihnhert ihres Baues bewundert . - fl 3 fL r V e {b . e r Margari n e. Die Margarine tragt von Beginn ihrer Fabrikation und Berrutznng an chle Kemr- ^ - ^--/E^.^vsatzmittels zur - Schau, wann auch ihre Herkunft aus beslenr ttrndertalg sre in gewisser Weise wieder unchemisch und ..echt erscheinen laßt. Sre ist eben vornehmlich noch solides Friedens ersatzmrttel, das, da ein großer Teil des Talges Auslandsware »var, letzt ebenfalls, wie die Bittter, in seiner Produktion beschränkt und rn fernem Preis stark gestiegen sein Muß. Trotzdem kommt der Margarine noch rn so hol-em Maße der Charakter eines Uni- versaffpersefettes zu, lxrß die Geschichte ihrer Erfindung schon um der remlrchen Herstzelbmgswerse der „Kunstbrrtter" wlllen, die m gewisser Werse ein N-rbild für viele Ersatzmittel abgeben körmte, auch rni Kriege des allgemeineren Interesses versichert sein darf. Dre Mregmrg Zu rhre, Erfiirdmrg gebt auf einen Auftrag Napoleons HI. zurück, der durchs den ChemrVer MFge-Mouri^s für das .Heer nnb dre ürnnwen Bolksschichton einen billigeren und üatt- baveren Fetts^ff yergestellt haben wollte, als ihn dis Kuhbutter fwt- ftente. Der Weg, derr Möge-Nävnrrös ein schlug, um einen Ersatz für dre an sich ideale Butter zu finden, ist äußerst interessant. Gr Säl?2- bcit BvvzeH der in der Kuh bei der Erzeugung des MrrlchsetteZ aus dem Körperfett, also dem' Rirrdertalg, sich abspiest, streng zum Vorbild. Wre einem Bericht der „Naturioissenschaflen" zu entnimm rst, stützte er seine chemischen Fabrikatronsfolgö-, rungen auf dre fundameirtale Unberscheidnirg, daß der an Stearin- saure reiche Talg hochschmelzend, die Butter wegen ihres starSen Anteus an entltearinffierten Fettsäuren niedrig schnrekzend ist. Es galt also, dresen chemischen Vorgang im Laboratoriunr nach- ahmen zu können. Dazu wurde der grnndlrchst gereinigte und ge- schmolzsne Rrndertalg in Räumen von 25—Z0 Grad Celsius zuv Krrslaltrsatron gebracht, hierauf durckr hydraulische Pressen seines testen Anteils beraubt und in der verbleibende flüssigen Form in 5 ^'gneter Werse mit Milch und Pflanzenölen behandelt, lim alsäilrchem Berkaus als Naturbntter vorzubeugen, »oar vor denv Krreg em Zusatz von 10 Prozent Sesamöl Vorschrift. Dentfckib land allem pwdlrzrerte vor dem Krieg für 300 Millionen Mark Margarrne. vüchettisch. , ^ 9 Im Zeppelin g e g e n B n k a r e st. Geb 1 Mk., gebd. 2 Mk. Verlag August Scherl, G. m. b. H. (Berlin). - In flott gezeichneten Bildern entrollt uns der Verfasser das innere Leben auf dein Luftschiffe während einer erfolgreichen Kriegs- ahrt, zeigt uns O'fiztere und Mannschaften und die besonderen Gefahren und Anstrengungen während des Angriffs auf Bukarest das sich mit hundert Feuerschlündcn wehrt und doch die lieber- legenhett unserer Z-Lustschiffe zu spüren bekommt. Eine neue Welt tut sich vor uns auf. voll technischer Wunder, voll Abenteuer, voll wiffenschastlicher Ronrantik. * cT ^onVel Hagen LKlasings Monatsheften ist das Januarheft erschienen, gehaltvoll und abwechselungsretch wie rmmer. Die Freunde edler neuzeitlicher Kunst werden besonders Jnux"* IfVi* t)cn ” ben ^ arl)cn der Originale wiedergeqebenen Bilder stellen wirklich hervorragende Leistungen dar. Intereffant Ö mr® { l en l r f Bodes Bemerkungen über den alten holländi- schen Maler Brekeleukam, der neuerdings ittimer mehr aelchatzt also gewissermaßen neu entdeckt wird, und ein Anssah über da,' neue große phantasievolle Radterungswerk des eigenwilltoen Lein- ziger Künstlers Max Kltnger. Aber auch die Interessen der Geaen- war, kommen zu ihrem Recht, Ter literarische Teil des Heste, ist nngewohnltch reich. Romane, Novelle» und Skizze» von Juliane Karwalh, ^lctor Fleischer, Ferdinand Kimzelnmnn und Franz Hermann M-isner b.eten einen gehal,reichen, int-r-ssanten und spannenden Lesestoff. Schci'tlettung: Fr. R. Zen.;. Abstrich-Rätsel. Linde, Brest, Glauben, Artus. Leder, Heer, Liurmat. ü t^ on lbde'n Wort sind zwei Buchstaben an beliebiger Stelle zu reichen. Tie stehenbleibenden Buchstabengruppen bezeichnen in -ungemätzem Zusamnienhnng, was unsere Helden im Felde besonders erfreut. (Auflösung in nächster Nginnrer.) Auslösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer r B R A I N N A D E N N I 0 B E D l E N E K Zwillnigsranddruck und Versa, der Arnhi'sch-n l,»Ioersi,t>tS-Vuch. und Stcti;brMcfe-.ei. R. l'm, a e, Gichen.