KömgsLräume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsevung.) „Er hat doch ein Schnäpschen getrunken," dachte Peter Wroblewski. „Russenblut wohl, nun, was geht's mich an!" Und laut sprach er: „Du bist ein guter Mensch, Juschu, der Gotteslohn wird nicht ausbleiben. Und mache dich bald ans Werk, denn schlimme Zeiten kommen über uns, es tut not, daß die Gebenedeite hilft. Dir und mir und uns allen — auch Michael Laskowicz, deinem Väterchen!" Ein Zucken ging über Josefs Gesicht. Die Hand sank herab, er ließ den Gendarm los und trat traurig beiseite. „Ich habe zu früh versprochen. Pan Wachtmeister, ich glaube, ich kann das Bild doch nicht machen. Mein Vater wird es nicht erlauben. Ich soll Körbe flechten und kleine Madonnen schnitzen zum Verkaufen, für das große Bild gibt mir niemand etwas, und mein Vater ist streng. Ihr kennt ihn." „Unsinn!" knurrte Peter Wroblewski. „Da müßt' ich nicht sein bester Freund sein, wenn ich das nicht mal durchs setzen sollte! Hier, Juschu, die Hand drauf. Michael Lasko- wicz, dein Vater, soll nichts wider die Arbeit sagen, so wahr ich Peter Wroblewski heiße und ein Hauskreuz habe, daß Gott erbarm! Man muß ihn nur zu nehmen wissen^ und das werde ich!" Leise setzte er hinzu: „Mißte ich ihm selbst erzählen, daß es ein Bitten an die heilige Jungfrau ist, den Polen zu helfen und ihre Feinde zu vernichten." Zwei Tage später holte Joses Laskowicz aus der versteckten Waldhütte den großen Holzklotz heun. Wider Erwarten hatte Michael Laskowicz die Erlaubnis gegeben. Und mit glühendem Eifer begann der Krüppel sein Werk. — 8. Kapitel. „Sag' selbst, Bruderherz, bin ich dein Freund oder nicht? Du kannst daran nicht zweifeln, schon mit deinem Vater selig saß ich beim Wein, du warst ein Jungchen, Napoleon, drei Käse hoch, so wahr ich Kozlowski heiße." Er legte die Hand aus den Schlitten. Napoleon RrU- kowski kutschierte selbst. Der Kutscher saß steif hinter ihm auf dem kleinen Bock. „Ja, zum Teufel, Freund, was willst du denn? Raus mit der Sprache! Du siehst doch, daß ich Eile habe. Ich muß sofort nach Muchocin zurück." Kozlowski kraute sich den Kopf. Gutmütig und bekümmert sah sein Gesicht drein. „Ich möchte dir keinen Schmerz bereiten, wenn es wahr ist, Napoleon. Aber die Spatzen pseifen es von den Dächern. Nicht nur in Nasgora, sondern in Wreschen vor allem, wo die Dragoner stehn." Ein Schatten flog über das Gesicht des Grafen. Spielend ließ er die Peitschenschnur durch die Luft tanzen. „Leb' wohl," sagte er kurz. „Halt, Freundchen, als Freund deines Vaters: Ist & wahr, was die Leute reden? Zürne mir nicht, aber man sagt, das deutsche Fräulein von Nasgora wird sich demnächst verloben. Bei allen Heiligen, ich habe gelacht und geantwortet: Warum nicht, den Bräutigam kenne ich, mit seinem Vater selig saß ich oft beim Wein. 9hm, nun, Napoleon, ich bitte dich, als alter Freund, aber man lachte mich aus. Nicht du bist der Bräutigam, sondern ein Offizier, ein Dragoner von denen, die jetzt in Wreschen liegen, Gott selbst möge die deutschen Namen alle behalten!" Starr sah der Graf ihm einen Augenblick ins Auge. Dann lachte er gepreßt. „Die Leute reden viel, Bruderherr! Dummes Zeug! Verzeih' mir, und aus Wiedersehn. Ich habe Eile!" Ein Händedruck, ein Peitschenknall, und fort brauste der Schlitten. Mit leisem Lächeln sah Lucian von Kozlowski ihm nach. Dann ging er noch einmal zu Pan Jurek hinein. Es waren neue Wasfensendungen angekündigt, und er gab die nötigen Weisungen. Zwei Stunden später saß er auf seinem Gut Milostowo und rauchte behaglich seine Zigarette. Am Tische hatte ein Mensch mit glattrasiertem Gesicht Platz genommen, der mannigfache Papiere vor sich ausgebreitet hatte und eifrig Notizen machte. „Die Sache wäre erledigt," sagte er in geschäftsmäßigem Tone. „Ich fasse zusammen: Der anonyme Brief hat den Grafen vor zwei Tagen getroffen! Am selben Tage hat Wenzel Pollak, der Scherenschleuer, den Aufruf der Nationalregierung vom 22. Januar in seine Hände gespielt/* „Einige zwanzig Exemplare," nickte der Gutsbesitzer. „Schön. Ich finde die Art, wie er's bewerkstelligt hat, zwar ungewöhnlich, aber es mag sein." „Vielleicht war es wirksam. Und ferner: Bedenken Sie, Kasimir Rzonka, daß .. „So heiße ich nicht, Herr von Kozlowski." „Nun also: Pan Ladislaus Pyrka, bedenken Sie, daß der Gras sehr jähzornig ist. Er hätte sonst vielleicht den Wenzel Pollak angezeigt. Geschossen hat er so wie so auf ihn." In dem Antlitz des Fremden zuckte es höhnisch auf. „Ich fürchte fast. Sie überschätzen Ihren Grafen, Verehrtester. Wäre er geistesgegenwärtig, so könnte Wenzel Pollak den Karren des Scherenschleifers nicht mehr durchs Land ziehen, sondern läge mit durchschossener Stirn im gräflichen Forst. Offen gestanden, es wäre mir lieber gewesen." „Aber das ist. Mord!" fuhr Kozlowski aus. „Keiner dient unserer Sache treuer als Wenzel Pollak." Der Fremde zuckte die Achseln. „Wenn man große Ziele verfolgt, darf man sich nicht bei Kleinigkeiten anfhalten. Härte der Gras den Wenzel Pollak, als er ihm so frech aus den Schlitten sprang, niedergeschossen, so hätten wir zwar einen Mann weniger. Aber ich hätte dann eher geglaubt, einen anderer zu gewi"--*r. der all dies Kanonenfutter aufwiegt. 618 Aber wir vertrödeln die Zeit. Also den Aufruf hätte der Vraf zweitens." „Drittens haben Sie heute mit ihtn gesprochen." Kozlowski spürte ein leises Unbehagen. Aber er bezwang sich. . „Ganz recht. Wir können in Nasgora auf zwei Leute bauen. Auf Michael Laskowicz, den Schmied." Sein Gegenüber notierte den Namen. „Gr ist ehrlich, von gründlichstem Hasse gegen unsere Feinde beseelt, und kann uns noch nützen." „Braucht also nicht bestochen zu werden?" „Nein! Weiter haben wir den Johann Kohalyn. Er ist Knecht aus dem Gute und unser Spion. Von jeder Anwesenheit oes Grafen auf Nasgora wie überhaupt von allen wichtigen Vorgängen hat er uns Mitteilung zu machen. Von ihm wußte ich, daß die beiden Dragoner da waren. Das vaßte in die Rechnung. Es ist verbreitet worden, daß das deutsche Fräulein und der Leutnant vor der Verlobung ständen. Als ich den Grafen in Stralkowo traf, habe ich ihm damit eine Wespe ins Ohr gesetzt, die ihn toll macht." „Dann beginnt m e i n e Aufgabe," sagte der Fremde und nahm sorgsam die Blätter zusammen. „Und ich hoffe," fügte Kozlowski hinzu, während er sich erhob, „daß sie gelingt. Es wäre ein Segen fiir Polen. Aber ich bin beruhigt, da ich diese Aufgabe in so guten Händen sehe." „Das Gelingen hängt nicht allein von mir ab. Es ist das Lächerliche, daß immer, wenn man mit Männern rechnen möchte, sich Weiber dazwischenschieben und die Ausstellung verwirren. Wie heißt oie deutsche Dame?" Er überflog die Zettel. „Hanna von Graßnick. Gut. Und noch eins: Wissen Vte in Muchocin einen uns treu ergebenen Mann, aus den man sich in etwaiger Verlegenheit stützen könnte?" Der Gutsherr dachte nach. „Fragen Sie nach Bartek, nach dem alten Diener. Er hat 1830 und 1831 mitgekänrpft. " Auch dieser Name wurde sorgfältig notiert. — Gs mochte gegen drei Uhr nachmittags sein, als vor die Gchloßtreppe von Muchocin ein Wägelchen vorfuhr, ein Einspänner, der schläfrig die Chaussee entlanggerollt war. Bartek Zychod, alt und verfallen seit der Nacht, und mürrisch nicht minder, stand in der Tür. Sein Herr hatte sich auf den Divan geworfen, um zu ruhen, und hatte deu Drener fortgeschickt. Der Fremde, der bei Kozlowski auf Milostowo gewesen, entstieg dem bescheidenen Gefährt und grüßte den Alten, während das Wägelchen warteno stehen blieb und der Gaul eine Decke übergeworfen erhielt. ,^Jch möchte Seine Gnaden, den Grafen sprechen." Mißtrauisch musterte ihn Bartek Zychod. „Da kann jeder kommen. Wer seid Ihr?" „Zu dienen: Ladislaus Pyrka, der Feldmesser, der gncö> dtge Graf wollten Skydlewo vermessen lassen." „Davon weiß ich nichts. Kommt ein andermal wieder. Der Herr schläft." Mürrisch kehrte er ihm den Rücken. „Aber ich muß sofort zum Grafen, bitte!" Be: dem Ton stutzte der Alte. Dann aber gab der Aerger ihm etnmS von der früheren Elastizität zurück. Mit der ganzen Würde eines alten herrschaftlichen Dieners richtete er srch aus. „Ich bedaure, den Herrn nicht melden zu können Wenn der Herr etwas wünscht, dort drüben wohnt der Ver- walter. Meinetwegen wendet Euch an ihn. Er führt die Geschäfte." Steif machte der Me Kehrt und wollte ihm die Tür vor der Nase zuschlagen. Mer ehe es noch geschehen konnte, hatte ^r Fremde im Sprung die paar Stufen genommen, den Fuß zwischen die Tür geschoben und stand nun im Flur. „Seid Ihr Bartek, der Diener'?" „Bartek Zychod, woher habt Ihr den Namen?" ^Jhr habt 1831 drüben gekämpft, Bartek Zychod?" Es war seine stolzeste Erinnerung. „Allerdings, Herr, und wenn s beliebt, so tapfer wie nur einer. Mer was geht das Euch an? Ich kenne Euch nicht und melde Euch nickst. Ich habe Euch gesagt, wo Ihr Euer Anliegen Vorbringen sollt. Hier ist Euer Platz nicht!" Der Frenrde sah ihn groß an. . fe " nt mich nicht," sprach er langsam, „vielleicht wnnt Ihr aber dies hier, Bartek Zychod?" Mit raschein Griff hatte er ein Papier aus der Täscke ^gen und hielt es dem Mten hin. Es war eine mit dem »ei der Nationalregierung versehene Aus weis karte, die bei strenger Strafe jedem Polen befahl, dein Vorzeiger, der im Auftrag der Regierung handle, in jeder Weise behilflich zu sein. Sowohl die berüchtigten Hängegendarmen, die die Todesurteile der Nationalregierung vollstreckten, wie die mit dem Eiiltreiben der Mgaben oder init außerordeiitlichen Missionen betrauten Personen führten solch eine Legitime tionskarte mit sich. Der alte Diener hatte keine guten Augen; mehr. Er mußte sich tief herabbengen. Plötzlich begann er zu zittern. Das Zittern lief durch alle Glieder. „Herr," sprach er leise, „was wollt Ihr? Maria und Josef, was sucht Ihr in diesem Hause?" Ruhig steckte der Fremde die Karte ein. Kühl sah er auf den Greis herab, den die Angst schüttelte. „Ich habe Euch gesagt, Bartek Zychod, ich will Skyd- lewo vermessen." Der Diener schüttelte den Kopf. „Was mir nicht gelang,"- sagte er traurig, „gelingt Euch auch nicht. Ich habe an ferner Wiege gesessen und vorletzte Nacht auf den Knien vor ihm gelegen." „Ich verstehe Euch nicht. Mer denkt, was Ihr wollt, Mter. Ihr habt die Karte gesehen. Wenn Euer Mund nur ein Wort davon schwatzt, serd Ihr verloren!" „Herr!" Beteuernd legte Bartek Zychod die Hand aufs Herz. „Schon gut. Ich rate es Euch auckr" „Was befehlt Ihr, Herr?" „Führt mich sofort vor den Grafen!" „Und wenn er schläft?" wagte Bartek Zychod noch ein?, zuwenden. „Dann weckt ihn!" Gedrückt, ohne Widerrede, schritt der Me voran; ihm war, als schwebe etwas über seinem Haupte, wös ihn jeden Augenblick zerschmettern konnte. Zitternd betrat er das Arbeitszimmer, undeutlich war seine Meldung. Er hörte, wie der Graf sagte: „Zum Teufel, Alter, du wirst schtvach'- srnnrg. Habe ich nicht befohlen, daß ich nicht gestört seilt will? Ich bedaure, empfange nieinairden!" Er ging über die Schwelle zurück, er wollte den Bescheid dein Fremden bringen, da sah er in seine Augen, uiid weit öffnete er die Tür vor ihm. Mit einem Mcken schritt der! Fremde an ihm vorüber und betrat das Arbeitszimmer des Grafen. Mit -scheuen Angen schloß der Diener die Tür hinter ihm. Napoleon hatte lang auf dem Divan gelegen, aber geschlafen hatte er nicht. Eine ewig zehrende Unruhe plagte- ihn seit zwei Tagen. Heute vormittag wollte er eigentlich schon, von Stralkowo konrmend, in Nasgora halten uird allem Zweifel ein Eilde machen. Aber da führte ihm der Zufall diesen Kozlowski in den Weg, der ihm brühwarm das unsinnige Gerücht von Hannas Verlobung mit Versen Mischte. Es regte ihn so auf, daß er alles seelische Gleichgewicht verlor. Die Gedanken jagten sich. Hanna von Graßmck, Versen, sein Antrag — alles wirbelte durchs einander. Dazwischen drängte sich ihin stets von neuern lene verrückte Idee auf, die Bartek Zychod in der Nacht wachgerufen, die er nicht bannen mw beschwören konnte, die rmmer wieder eindringlich zu ihm sprach, wenn fein) Blick auf Stanislaus den Zweiten fiel. König von Polen, er, der König von Polen! . w r oHte be !l ® turm in seiner Brust austoben lassen, Monte ruhen, wollte nienianden sehen. So hatte er sich aus die Chaiselongue geworfen und die Augen geschlossen, daß dre Außenwelt ihn nicht störe, nichts ihn abwnke. " , Da ließ Bartek Zychod wider seinen ausdrücklichen Befehl diesen Fremden em! Es war unerhört. Mit mühsam verhaltenem Aerger war er aufgestandcu und hatte sich vor den Schreibtisch gesetzt. Kaum, daß er die Verbeugung deÄ Fremden mit einem kühlen Kopfnickeir erwiderte „Sie wünschen?" „Ich habe dem Diener gesagt, daß ich Skydlewo vermessen solle und der Feldmesser Ladislaus Pyrka bin" „Bedaure, ich habe keine Beschäftigung für Sie!" Es war eine deutliche Verabschiedung. Der Graf deaann in einem Prospekt zu lesen, der auf dem Schreibtisch lag, Ruhig sah der Fremde ihn an. Er studierte sein GesiÄ Kur; vorher war sein Blick über die Bilder der polni chen Könige geflogen. Als er nicht ging, wandte sich Napoleon mit einer Falte des Unmuts aus der Stirn noch einmal zu sh"- • --Ich sagte bereits, daß ich aus Ihre Kunst verzichte. Ich habe wenig Zeit uno denke, wir sind fertig." (Fortsetzung folgt.) 61 V Alte weihnachtsspiele. Neuerdings sucht nran toieder die alten Weihnachtsspiele lebeii- big zu machen, die früher jahrhundertelang im 1 Volksleben um die Weihnachtszeit weit verbreitet ivaven. Heute sind diese Spiele fast nur noch in entfernten Tälern und in abgelegenen Gegenden- an-utreffen, in der mittelalterlichen Zeit aber lvaren sie überall bekamrt. Besjvnders in Deutschland haben sie sehr viel zur volks- tümlichen Gestaltung des Weihnachtsfestes beigetragen, aber auch in allen anderen christlichen Länden: hatten sie eine große Ausbreitung gefunden. Zunächst gingen diese Spiele wohl fast iinnrer in bejj Kirchen vor sich, und erst als dabei zu viel Unfug verübt wurde, kamen Beslimnuingeu heraus, die sie in den Kirchen verboten. Schon Jinnocenz III. hatte sie im Jahre 1210 untersagt, doch scheint dies Verbot nicht streng durchgeführt worden zu sein, weil die Weihnachtsspiele auch später noch unter Mithilfe von Geistlichen abgehalten wurden. In Preußen wurde ihre Aufführung in den Kirchen erst unter Friedrich dem Großen verboten, weil allzu viele „Mfanzereyen" vorgekommen waren. Dem Auffassungsveruwgen der großen Masse der Bevölkerung angepaßt nick) in ihrer Mundart geschrieben, umrbett diese Spiele vielfach z-u richtigen Volkskomödien, in denen volkstümlicher Humor, bäuerliche Schlauheit, grobe Possenstreiche, derbe Lebenslust, Verspottungssucht und Schadens:'ende zum Ausdruck kamen. Die Hauptpersonen waren ivohl immer Maria, Josef, das Wunderfindlein, Engel und Teufel, aber es wurden auch Spottverse und Andeutungen hinein verflochten, die auf gewisse Vorkommnisse der nächsten Umgebung und der Gegenwart hindeuteten, und je mehr die Mitspielenden solche leicht verständlichen Sticheleien ins Spiel hineinbrachten, desto größer ivar der Beifall, den sie erzielten. Den Teufeln ging es dabei immer noch schlecht, sie bekamen gehörig Prügel und ivaren stets die Geprellten. Vielleicht ist das Wort vom „dummen Teufel" bei diesen Weihnachtsspielen entstanden. Aber auch Josef und die Engel kainen nicht immer gut weg, und si-q mußten sich so ntanchcn Spottvers gefallen lassen. Josef wurde meist als ein etwas schwerfälliger uud einfältiger Mann darge- stellt, mit dem man sich! schon einen derben Witz erlauben könne, Nrid die Engel erschienen oft als recht materialistisch veranlagte« ßWesen, «die auch einmal euren guten Bissen oder Trunk nicht verschmähen. Darauf spekuliert auch der Teufel, tvenn er in einem Tiroler Weihnachtsspiel den Engel, der von Gott ausgeschickt ist, >um oen Hirten die Geburt Christi zu verkünden, mit den Worten anspricht: Engel, kehr ein I koch dir ein Wein Mit Zucker und Zimmt Wie ihn 's Dimcheln nintmt/ Tanzt 's bis an die Frua Mit ihrem Bua; Engerl, kulnm, kumm Sei nit gar so sehr frumM> Laß die Hirten im Garten s Äuf die Botschaft lei warten- Hast ja Zeit gium Bis in die Frua. Engerl kehr ein Sei fein! In einem anderen Weihnachtsspiel tvill ein HerbergsWirt Maria und Josef keine Unterkunft gewähren, imb es entsvinnt sich Öl ^ a UU k ^ en1 Herbergswirt folgendes Zloiegespräch. Ich Hab' aber eine böse Frau, . Darum ich mich vor ihr nicht trau. Maria antwortete darauf: * Sie wird dock) nicht von Eisen sein. Wenn sie anschaut niein Kindelem Wie es an seinem zarten Leib Erzittert; sie ist doch ein Weib. Die Frau läßt aber das heilige Paar doch nicht ein, und es er« geht :hr dafür sehr schlecht. Selbst das Christkindlein erscheint in den alten Weihnachtsspielen sogleich mit recht derben Bedürfnissen. So wenn ein Eirgel die Geburt Christi verkündet mit der Aufforderung: An Butter nehmt's und Kübel Schmalz, A weißes Mehl und saures Salz, An Haufn Woll, an Kübel Milch, An Leintuch von der kluagn Zwilch, A Kianholz zu en Feuer mach'n. k)n »nanchen Weihnacküsspielen bringen die Hirten für das Christa frndlem sogar einige Maß Bier oder ein Füßchen Mein, Ö. 7 War im Kröigf all' passiere kann. r Do hott'r in Owerhesse e Bauer sei ahle Gaul verkaast; de I hott den Bauer nett nrieh gefalle, awer gesresse hott er nock »waa. roas nrer'n auch aagesehe hott. Tlber der Bauer hott »out Herz gehott, und hott zu seiner Fraa gesuhlt, der Gaul svl »rett armer fremde Leu' kuimne uud tvidder abgerackert wern. aick ' an en GänlsMetzker, do hott der Gaul sei Rouh se "— ! - Un er hott n verkauft vn ci Gcftüsmetzker für zwaa Knnertuirdachtzig Moark. „Aber des sahn aich dr," seggt deck Bauer Mm Gaulsmetzker, „dou mußt'n glei schloachte, dou Haft en billig gekauft, un nor unner der Bedingliliig kriegsten." „Morje vormiittag werd' der Gaul aeschlacht; verloß dich druff," seggt der Gaulsmetzker und zog, met dem Gaul am Berinel, oab. Der Bauer e ? oar nix vml sei'm Gaul gehiert urrd hott an den Gaulsmetzker geschriewe, er sollt en doch schreiwe, ob der Gaul aach geschloacht worde sei: „Er es geschloacht," hott der Gäuls- Mbtzver geschirrewe, der Barcer könnt' sich sogar no eRumbschtek- lelche hole, wenn er in die Schtoadt kumme tat. — „Des kennt wer aigentlich onwal druff aa lasse kumme," seggt der Bauer zu seiner Frau; „übermorje hol aich mer den Broan." — Oam anneres Xoag kimmt der Nachbar Schorsch uff de Hoop un seggt: „Hannes, arch denk, dou host bei Gäulche schwächte losse, aich loß mer abber mm Sauschtall abbrenne, wenn aich das Gäulche heit net in der ^chtadt för em Wa'n gesehn hätt." „Dou seist wuohl narrig, a:ch hunns schwarz uff weiß, der Gaul is geschloacht, mausetut." „S :s nett wuohr, de: Gäulche zeeht noch oam Wa'n, aich war doch de: Gäulche, das als sei Nos über nie: Schbakier geschtekkt Hot, norl) kenne." Dem Bauer ließ die Sach' kaa Rouh; am a:r- uern Morje macht er sich uff de Socke — der Hannes hot en aach gesaat, wäi der naue Besitzer des Gäulchens sich schreiwe tat, wou er wohnt und kimmt gerade rocht, iväi sei Gaul ufßn Hoop in der Lochtoadt aagescherrt loerd. Woahrhaft'g, das tvoar sei Ga:il un kaa annerer. Wou hott Ihr beu Gaul gekaaft und wäi viel hott Ihr dafür bezoahlt?" sregt er den neue Besitzer: „Ei, von den: Gaulsmetzker do imd do, er kost 1300 Moark und drei Moark Halftergeld." „Hm," brummt der Bauer „Do hott Ihr jo e ga:tt Geschäft gemoacht, aich hunin en för zwaähonnertachtzig Moark verkauft, und Ihr hott dem Gaulsmetzker boave dausig Märkercher rn die Ribbe geworfe. Ter kann sich, freue, nett nor über die tausig ' MAkercher, aach über den Prozeß, den aich'n uft He Buckel häng:. Hadschee." * An em annere Ort, aich glaub s' woar aach in Owerhesse, hott sich, e Berger e Sau gekaaft, um se den gesetzliche Bestim- munge gemäß sechs Woche ze niäste, und hernoch mit Erlaubnis des Kommunal-Verbandes, des Kreisanits und der Borje- maasterei zu schlachte. Däi Sau woar wohlfeil, und hatte schon wäi er se kies, so ihr zwaahomiertsuffzg Pund uft de Buckel. Gesresse hott se aach för zwaa und is in dene sechs Wock-e uff- gequellt wäi e Fassenachtskreppel. Das hott dem Berger iradierlich Schpaß gemoackch, noch mieh abber seiner Fraa, die sie jede Tag e poar mal mit freudige Aage betracht hott un sich über den stattliche Bauch gefreut hott, der jede Taag dicker geworde is uud die bestniöglich,ste Aussicht uff 'Fett, Schbeck m:d Wurscht bot, und unuer Brüdern ihre 950 Pund weihe müßt. Kaa Wunner, das gute Futter und die Rouh, wem: doas nix batt, dcuill müßt des kaa echt Schbecksau gewese sei. — Kdrz m:d gut, däi Sau is, als se inoach> der Aasicht ihrer Besitzer lang ßertug ihre beschauliche Leben swanuel fortgesetzt hatte, geschloacht woarn. Wäi se fei oabgebrieht gewese is, am Krappe gehängt hott und von hiiine nach: vorn uffgeschnitte worn is, hott uff a moal der Metzker grüße Aage gemacht, denn es is em kloar geworde, daß er mehr wäi aa Sau geschloacht hott; er hott die ganz Bescheering sich betracht u::d gezehlt: aans, zwaa, drei, vair, simf, sechs, siewe, bis er bei verzeh am Enn woar, weiter gings nett, verzeeh schee Färkelcher läge vor ihm und kaans hott sich gemuckst. Der Säu- zichter abber war baff. „Sechs Woche h-mr arch die Sau gefüttert, ün hun e trächtig Muck geschloacht, alles is für die Katz." „Sechs Wocke" seggt der Metzker, also warsch ne Wöchnerin. Bahl glaub aichs e Säuche niäste macht. Prüf' ganz genau erst doas Geschlecht 11n kaaf' ün Sack jo nett die Katz' Aa Sau hoaßt Muck, die annere Watz. Er schad't sich wid dein Batterlaird Fehlt ihm der nöt'ge Sauverschtaiid. ^ vüchertisch. — Ludwig Thoma: Heilige Nacht. Eine Weihnachts- legende. Mit vielen Bildern von Wilhelm Schulz. Preis in vornehmem Pappband 4 Mk. Verlag von Albert Langen in München. — Ludwig Thoma erzählt hier nichts als die uns seit den Kindertagen wohlbekannte Geschichte der heiligen Nacht: wie Maria und Joseph von Nazareth nach Betlehen: wanderii, wie sie dort Unter- kunst suchen und von den Neichen überall abgewiesen werden, wie sie dann ein Armer in seinen Stall aujnimntt und ihnen dort der Sohn geboren wird, der ausersehen ist, der Heiland der Welt z:i werden. Nach gutem Brauch unserer alten Meister bringt unS der Dichter diese Geschichte auS dem sonnigen Palästina dadurch so recht nahe, baß er sie in deiltscheS Land und »lnter deutsche Leute verlegt. Mit dieser Dichtuna tu volkstümlich oberbayrischeu Versen ist Thoma bei aller Schlichtheit ein ganz großer künstlerischer Wurf gelungen. Und Wtlheln: Schulz hat Zeichnungen dazu geinacht, die an Schönheit und gefühlter Innerlichkeit dem Text illcht in: gettllgsten nachstehen. Auch sie sind kraftvoll und schlicht zugleich, naiv und meisierllch, gekühlt und gekonnt. Der Verlag hat aus die Wiedergabe dieser Zeichnungen und den Druck des Buches die 620 größte Sorgfalt gelegt und sich bemüht, diesem schönen Werke im ganzen das rechte Gewand zu geben. Wir sind überzeugt, daß Thomas »Heilige Nacht- heuer und aus lange Jahre hinaus unter vielen Christbäumen liegen und überall helle Freude bei den Be- schenklen erregen wird. Ä — Weihnachten 1.916. Eine Festgabe des „Da- h e i m* für unsere Krieger. — Mil iarbensrohen Bildern alter und neuer Meister geschmückt, macht diese Festgabe gleich von vornherein einen anheimelnden Emdrnck. Und dazu kommt, daß der Inhalt unterhaltend und abwechslungsreich ist. Einige anziehende Erzählungen, weiter spannende Schilderungen von Kriegsteilnehmern, persönliche Erlebnisse, tote sie jeder gern liest, und schließlich eine Fülle von interessanten Aussagen und Gedichken. Bedeutsam sind die Aussprüche von unseren Fürsten und Heerführern, die in der Handschrift wiedergegeben sind. Der Preis von 7b Psennig ist bei dem großen Reichtum des Gebotenen nur gering. - „Du mein junges Leben.- Gedichte von R. Noll. Verlag der N. G. Elwert'schen Buchhandlung, Marburg a. d. L. Br. 1 Mk. — Al» „WethnachlSgruß der Universität Marburg an ihre Studenten im Felde" ist dieses einfach schmucklose Büchlein, aus dem eine Dichterseele zu uns spricht, in den Buchhandel gegeben worden. Ein Ahnen und Raunen von Deutschlands zukünftiger Bestimmung und Größe geht durch diese Verse, und die Erinnerung vergangener Tage, froher Stunden steigt schmeichelnd in uns empor. Ehre und Andenken dem gefallenen Helden und Dichter, der hier sein Inneres aufrollte. — Erich Sarnekow: Der U-Boots hje l d. Von Dr. Schulze-Lübeck. Mst b Dovveltonbildern von W. Blank. Elegant gebunden 3.30 Mk., Volksausgabe 2,20 Mk. Verlag Ferdinand Carl Loewe, Stuttgart. — Der Verfasser schildert die Schicksale eines jungen Seemannes, der aus einem U-Boote die abenteuerlichen Erlebnisse des modernen Seekrieges mitmacht. Der Autor flicht -in seine Schilderungen stets Beschreibungen von Land und Leuten ein, die er aus seinen Seeiahrten eingehend kennen gelernt hat. so daß dag Buch unserer Jugend nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Belehrung dlent. — Im gleichen Verlage ist erschienen : Im G ra na t se u e r auf dem Balkan. Eine äußerst spannend geschriebene Erzählung aus dem Weltkriege von dem bekannten Jugendschriftsteller A. 0. Klaußmann (geb. 3,30 Mk., Volksausgabe 2 Mk.), und Han« der Flieger von Friedrich Otto. — „Wie wir unser Elfern Kreuz erwarben-. Selbsterlebnisse. Nach persönlichen Berichten der Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914. Bearbeitet von Friedrich Frhr. v. Dincklage- Cainpe. Generalleutnant z. D. 17. bis 30. Lieferung. Deutsche« BerlagShauS Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Str. 88. — Bongs»illustrierte Kriegsgeschichte »Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild-. 106.—108. Heit. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches VerlagshauS Bong * Co., Berlin W. 67, Potsdamer Straße 88. — Gustav Meyrink: „Das grüne Gesicht.- Roman. Geheftet Mk. 8.b0, kart. Mk. 4.-, gebunden Mk. 4,50. Kurt Wolfs Verlag. Leipzig. — Meyrmks neuer Roman — sicherlich eines der merkwürdigsten Micher, die je geschrieaen wurden, - spielt in Amsterdam, unmtttelbar nach dem Weltkriege. Allem Utopistifchen fern, aber dem Uebersinnlichen unheimlich nahe, schlägt dies Werk, von atemberaubender, spannender Handlung getragen, eine Brücke über die Abgründe tiefster menschlicher Verkommenheit zu den Höhen sublimster GeisteStätigkeit. Unabhängig von seiner künst- lerrschen Bedeutung und faszinierenden Form, ein Blich schönster menschlicher Bereicherung. — „Die Flucht der Beate Hoyermann-. Von Thea v. Hadon. Verlag Cotta; br. 3 Mk., gebd. 4 Mt. — Es ist eine prachtvolle Erzählung dieses Buch. Schlicht, ohne Schwillst tmd Uebertreibung der Koloratur stehen hier im Rahmen einer spannenden Handlung Menschen, von denen ein jeder ein typisches Bild des Kerns seiner Rasse, der er angehört, wiedergibt. Ter sein Vaterland über alles liebende Deutsche, der verschlagene, schlaiie Japaner, de>n nichts über sein Nippen geht, der Edelrusse und der geineine Russenpöbel, der du'nmstolze, aufgeblasene Engländer, alle ziehen gilt ersaßt und fein gezeichnet an der Kette einer fast abenteuerlichen Szenerie an uns vorüber. Das Buch hält seinen Leser fest und läßt ihn erst nach der letzten Zeile zu Atem koinmen. — Markgraf Gero. Ein Roman aus der Gründungszeit des allen deutschen Reiches. Voll Paul Schreclenbach Verlag L. Staackrnann, Leipzig. - Historische Erzählungeii sind nicht jederiilanllS Geschmack, zuinal heutzutage, wo sich eine Geschichte Europas aus baut wie ein hoher Turm, der schwer zu besteigen ist. Ten „Markgraf Gero- kann mail deshalb doch ruhig empfehlen tlnd lesen, denn eS ist gut, sich in dieser Zeit noch an Männern, Charakteren deiitscher Vorzeit zu festigen, die ivahrhast gerinanische, kernige Recken waren. Das ganze Buch ist in klarer, straffer Sprache ein Gesang der Pflichttreue, der Zucht und Selbstüber,vi>iduug, und nicht nur erwachsene Liebhaber geriiiantscher Vergangenheit sollten es lesen, nein, ai,ch rmserer heranreisenden deutschen Jugend sollte nran dies Werk etnf den Weihnachtstisch legen. — Kern warte des Weltkrieges von Rud. R o t h e i t (Verlag von Ullstein & Co., Berlin. Preis 2 Mk. — Einen Büch-. mann des Weltkrieges hat Rudolf Rothett verfaßt, eine Sammlung von Schlagworten, die mit dem zweiten Jahrestag der Kriegserklärung, dem 1. August 1916. abfchließt und nicht rein chronologisch geordnet ist, sondern nach beherrschenden geistigen Gesichtspunkten. Alle Aeußerungeu gibt er wieder, die dem deutschen Volk den Srnn des großen Ringens zeigte, von der Rede, die am 1. August 1914 Kaiser Wilhelm, auf den Balkon deS Berlin« Schlosses tretend, an die VolkSmaffen hielt, bis zu den Kundmachungen der letzten Tage. Tie Reden der feindlichen Staatsmänner, die Artikel der festidlichen Presse liefern Stofs für das epigraniniatlsch zusammengedrängte Werk. — „Deutsche Bücher 1916". Unter diesem Titel ist der diesjährige Almanach der Vereinigung Münchener Verleger 1914, e. V., erschienen, der, nach Kriegsausbruch gegründet, die bedeutendste,! Münchener VerlagSsirmen zufam menschließt. — Außer alphabetisch geordneten Buchanzeigen von 27 Verlagshäusern bringt das aiiinutlge, von Professor F. p. Ehmcke künstlerisch geschmückte Büchleiy eine Reihe höchst interessanter durchwegs biSher unveröffentlichter Beiträge aus berufeiisten Federn. Gietzener Hausfrauen-Berein. Wochen- Küchenzettel. Sonntag: Suppe, IWstrterkohl mit Kartoffeln, Hasev- flockenpudding 1 ). Montag: Suppe, Hackbraten in der Tüte und Erbsen. Zie tronenschaum *). Dienstag: Suppe, Kaninchenbraten, Rotkraut und Kav- toffelfihnse. ' Mittwoch: Grießsuppe, Eintopfgericht. Donnerstag: Hafersuppe Helianthi 8 ) und Kartoffeln. E r eitag: Einbrenn suppe, Sauerkraut und Kartoffeln, a m s t a g: Gemüsesuppe, Graupenauflauf mit Hagebutten % ^ Haferflockenpudding. 250 Gramm Haferflocken wev» den estrige Stuirden in reichlich Wasser eingeweicht, dann wird dack Wasser adgeserht (nicht weggegossen, kamr zu Suppe Verwendung finden). Vdan vermischt nun die Haferflocken mit 2 Eiern, 2 Gtz- löffel Zucker, etwas Zitronengeschmack und einer Handvvll Weinbeeren oder Nein geschnittenen Rosinen, auch ein gequellte und ktern- aeschnittene Törrzwetschen können genomnren roerden. gibt eine Ptrise Salz und ein halbes Backpulver dazu, füllt die Masse in eine vorbereitete Auflaufform, die man in einen Tiegel mil kochendem Wasser stellt und im Bratrohr überbäckt. 2 ) Z itronenschaum. V* Liter mit Wasser verdünnter Zitrorrerrsast, Zucker, 37 2 Blatt Gelatine, 1 Eiweiß. Ter nach Geschmack gesüßte Saft wird mit der in etwas warmem Wasser ausgelösten Gelatine vermengt und, sobald er anfängt sich zu verdicken, mit dem Eiweiß zusammen zu dickem Schaum geschlagen, danach in eine Glasschale geschüttet. Die Masse nmß nach denk Erkalten durch und durch schaumig sein und darf keiner! Satz von Gallert haben; dies ist ein Zeichen, daß nicht hiirreichend lange geschlagen wurde. J-n gleicher Weise läßt sich aus allen Früchtsäfben eine Säiaumspeise Herstellen. 8 ) H e l i a u t h i (Topinambur, Erdbirne). Die geschälten Knollen werden, wie Schivarzwurzeln, in mit Mehl verquirltes Wasser gelegt, damit sie nicht entlaufen. Die Zubereitung ist. nachdem sie in wenig Salzwasser weich gekochit find, gleich der der Schwarz wurzeln. (Ettvas sauer.) Sehr gut siud die Knollen in heißer Asche gebraten, auch kann mau Salat davon bereiten wie Kartoffelsalat. 7 Graupenauflauf mit Hagebutten. 200 bis 250 Gramm grobe Gerfteugraupeu wevdeu eingeweicht und andern Tag» mit 1 Liter Sglzwasser oder Äöagermilch m einem dicken Brei ausgekocht, den inan mit 3—4 hohen Eßlöffeln Hagenbuttenmark, etnxrs Butter und Zucker und nach Belieben einigen gedünstere» ganz-en .Hagebutten ober großen aus gekernten Rosinen mischt. Der .Brei wird in eine voroereitete Auflaufform gefüllt, sttt Rohr leicht überbacken und mit Hagebuttensoße oder DunftobH M Tisch gegeben. Kreujfätfel. 1 1 ! ! 1 l I 1 1 1 1 1 1 1 1 In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben d bcc e e eeeegg-iihhhi iii 111 nnnnnnnn o o ppprrsttuuua derart einzutragen, daß dt« senkrechten und wagerechte, Rethen gletchlautend fotgenbes ergeben: 1. Stadt in Württentberg. 2. Eine Krankheit. 3. Stadt in Norddeulschkand. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Zitatenrätsels in voriger Nummer: Ein jeder gibt den Wert sich selbst. Schristlettnng: Fr. R. Zenz. — Zwillingsrunddruck und Rerlaq der Brühl'scben Universitäts-Buch- und Stetndruckerei. R. Lange, Gießen.