Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die Hauser blieben hinter ihm; hinter ihm blieb die heilige Jungfrau vorc Nasgvra mit dem Jesusknaben. Sogar den Hut vor ihr abzunehmen, vergaß Joses heute. Er blickte nur inrmer in die Ferne und ging und ging, bis weit draußen eine Biegung des Weges die Reiter seinem Blick entzog. Erst da stand er still. Was wollte er eigentlich? Weshalb war er ziellos so weit auf die Chaussee hiuausgelaufen? Wollte er nach Wre- fchen? Er niußte- nach Atem ringen. Er vertrug dieses schnelle Laufeu nicht mehr. Und mit glänzenden und doch traurigen Augen sah er von neuem in die Ferne, wo ihm etwas'entschwunden war, ivas ihm Kopf und Herz erfüllte, die Schönheit, die Königin der Träume. Langsam ging er den Weg zurück. Weder Hanna noch die beiden Offiziere hatten ihn bemerkt. In fröhlichem Geplauder trotz des Windes waren sie ein gutes Enoe vorwärts gekommen. Dann hielt die Baroneß ihr Pferd zurück. „Es ist Zeit, daß ich umkehre. Papa sieht es nicht gern, wenn ich allein reite." Sie schüttelte Ernst August herzlich zum Abschiede die Hand. „Auf baldiges Wiedersehen Y‘ Es konnte auch für Versen gelten, denn gleich darauf sagte sie ihm Adieu. „Komm' aut nach Haus," rief ihr der Bruder noch nach. Sie wandte sich. „Danke!" Und plötzlich: „Ehe ich's vergesse. Sie wollten noch eine Antwort hören, Herr von Versen!" Im Nu war er herangesprengt. Ihr Gesicht war rot. „Heute morgen fragten Sie, ob ich mich von allem lösen Wnnte. Ich glaube nicht." In stürmischer Freude griff er nach ihrer Hand und küßte sie. Sie entzog sie chm rasch, warf das Pferd herum und jagte davon. Es tat mir wohl, den Wind im Rücken, durch den kühlen Tag so dahinzusprengen. Sie wiegte sich im Sattel, und ihr Herz tanzte, und wie ein drängender Arm packte sie der Wind und legte sich um ihre Hüsten. Warum hatte sie Versen die letzten Worte gesagt? Warum die Freunde begleitet? Bloß deshalb, weck Versen nicht schlecht von ihr denken sollte? Weil er nicht glauben sollte, daß sie leichten Herzens jemals ihr Deutschtuni aufgeben und verleugnen würde? Sie wußte es nicht, und sie wollte nicht daran denken, jetzt nicht. (8s war ihr genug, daß eine innere Wärme und Freudigkeit chr Wohltat. So brauchte sie nicbt zu bereuen, was sie Getan hatte. Der Fuchs, den sie ritt, griff curs und schlug scharf mit den Eisen. Die Straße war leer. Nach einer Viertelstunde tauchte unweit von Nasgora Juschu Laskowicr auf. Langsam humpelte er dahin; an dem Humpeln erkannte sie ihn. lieber rhr Gesicht flog ein Lächeln. Sie hatte ja der Kascha versprochen, mit ihm zu reden, und heut hätte sie gern jedem eine Abende gemacht! Ein Schlag mit der Gerte, und schneller flog dkw Fuchs dahin. Juschu Laskowicz hatte sich umgewandt. Als er die Reiterin erkannte, ward er rot und bleich. Hastig, ohne an seine Brust zu denken, lief er dem Dorfe zu, um die Schmiede noch vor Hanna von Graßnick zu erreichen. Deirn wohl konnte er nicht genug von ihr träumen, aber wenn er zufällig einmal in ihre Nähe kam, verttoch er sich am liebsten vor Angst und Schani und Herzklopfen in den fernsten und dunkelsten Winkel. Es nutzte ihm heute nichts. Der Gaul holte ihn ein. Als er sah, daß es kein Entrinnen mehr gab, lehnte er sich an die alte Weide, die das vergraute uick> verstümmelte Bild der heiligen Jungstau trug. In kurzen Stößen ging seine Brust aus und nieder. Die Baroneß war herangekommen und zügelte ihr Pferd. „Wovor hast du Furcht, Josef Laskowicz?" fragte ste freundlich „Weshalb läufst du so?" Er hob die Augen zu ihr wie der Bettler zur Madonna- Augen voll zitternder Andacht und zagender Scheu. Er wollte antworten, aber kaum ein Lallen brachte er heraus. Lächelnd klopfte sie den Hals des Pferdes. „Es beklagt sich mancher über dich. Deshalb will ich mal mit dir reden. Warum gehst du deinen besten Freunden auS dem Wege?" Es dauerte lange, ehe Hanna eine Antwort erhielt. „Euer Gnaden, ich versteh' nicht." „Sieh' mich einmal an, Juschu Laskowicz!" Er tat's. Sie hatte große, ruhige Augen, wie ungetrübte Sterne. Fest sah sie in die seinen, so fest und unverwandt, daß er wie gebannt zu chr emporblictte. Er konnte daS Haupt nicht wenden, er mußte hochschauen, ob er wollte oder nicht. Kennst du Kascha Kaczmarek?" „Ja!" Es zuckte keine Miene in seinem Gesicht. Er gab die Antwort, als wäre seine Seele ganz anderswo. Wie ein Wunder der Ewigkeit dünkte es ihm, daß er hier stand und emporschaute zu ihr, sich blind schaute an ihrer Schönheit. „Sie ist eine flinke und hübsche Dirne, die Kascha. Was meinst bu?" '„Ihr habt zusamnien gespielt? Und hattet euch doch lieb als Kinder, Josef!" „Jv! y/ „Unb nun beklagt sie sich, daß du die einstige Spielgefährtin ganz vergessen hast. Du kümmerst dich nicht mehr um sie, und das macht sie traurig. Das ist nicht hübsch, Josef. Die Kascha hat dir doch nichts getan?" Einen Augenblick ließ ihr Blick von dem Krüppel ab. Er atmete aus, als erwache er aus einem Trauma ..Nein," sagte er verlegen. 614 — „Wun also!" Ihr Auge bannte ihn wieder. „Dann ist eS doch nicht recht, wenn du unfreundlich bist. Ich glaube, Josef LaSkowicz, die Kascha weint sich deineth-alb noch die Augen auS dem Kopf. Das wäre schade. Ihr kanntet es beide doch so gut haben. Wenn du nicht wolltest!" Irre Lichter zuckten in seinen Augen auf, und als müßten sie sich satt trinken für eine lange, dunkle Nacht fxn Heller Schönheit, ruhten sie auf ihr. „Euer Gnaden," stammelte er nur, „Euer Geraden!" Wahnwitziges Verlangen, vollste Hingabe, heißeste Andacht und Ehrfurcht, Gnaden flehen und Ersüllungsseligkeit l—i alles lag in diesen Blicken, und gleich als ob sie sich körperlich davon berührt fühlte, bog Hanna sich halb verlegen zur Seite. „ueberleg's dir also," sprach sie in dieser Verlegenheit, „man muß ein Glück nicht mutwillig von sich stoßen. Versäumt ist es gar leicht." Und nach eurer Pause: „Wie geht es dir sonst?" „Gut, Euer Gnaden, so gut!" Wie eine stille Verzückung lag es jetzt auf seinen Mienen. „DaS freut mich, zu hören. Da bist du wohl nicht mehr so döse auf uns, wir können doch für das Unglück auch nichts." „Euck?" Als hätte sie gotteslästerliche Reden geführt, trat er in jähem Schreck einen Schritt zurück. Ihr böse sein! „Um jo besser. Adieu, Joses Laskowicz. Und nicht wahr, fcttit der Kascha überlege dir das gründlich! Du verstehst schon, ich würde mich freuen!" Sie nickte einen Gruß und ritt davon. Josef blieb stehen, die Mütze in der Hand, daß der Wind durch sein Haar blies. Gr schwankte einen Augenblick wie ein Betrunkener her und hin. Sinnend hielt die Baroneß die Zügel. Ein merkwürdiger Bursch, dieser Krüppel! Wie er sie angestarrt, es wäre unverschämt gewesen, wenn nicht so viel demütige Hingabe Ln dem Blick gelegen hätte. Ein zitternder kurzer Schauer, als berühre sie jemand, lies ihr über den Rücken. Sie wandte sich jäh um. Juschu Laskowicz sah ihr mit großen Augen unverwandt nach. Alle seine Kraft lag darin, sein wildes, krankes Begehren, seine Qual und seine Sehnsucht sammelten sich in den: Blick. Fast unwillig versetzte Hanna dem Fuchs einen Schlag mit der Gerte, daß er sie schneller weitertrug. Als sie in den Schloßhof einritt, war der Krüppel vergessen. Kein Gedanke kehrte zu ihm zurück. Dann kleidete sie sich in ihrem Zimmer zum Essen um. Als sie nachmittags in ihr Stübchen rurückkehrte, trug Kascha Kaczmarek gerade wieder ein Bündel Holz für den Ofen herbei. Sie trug's in der Schürze. „Es ist alles ausgebrannt, Herrin," sprach sie entschuldigend, „und der Wend wird kalt." Die Baroneß nickte nur und sah ihr zu, wie sie die Wamme an fachte. „Ach übrigens, ich hatte dir doch versprochen, mit Josef ein Wort zu reden! Verdient hast du's nicht, aber ich hab's heute für dich getan!" Ein abgebrochener Schrei. Kascha Kaczmarek schnellte auf, sekmrdenlang stand sie vorgebeugt. Dann krachte das Holz auf dem Boden hin, und mit einem Sprunge war sie vor der Baroneß, warf sich nieder vor ihr, nmNammerto F®““' preßte sie zusammen, lachend, jude-lnd, seltq: „Das habt Ihr getan, Herrin? Was hat er gesagt? Was will er? Wird er gut zu mir sein; hat er die Kindheit vergessen? er gesagt? Um aller Helligcn willen, redet!" .... Die Worte überstürzten sich. Die junge Brust flog, das junge Herz schlug so stark, daß Hanna es spürte. zappelli^w ^^katz! Sonst muht du noch länger Flehend hob sie die Hände. Da lachte die Baroneß ^Ganz klug wird man ja nicht ans ihm, aber ich denke, die ^J ü i nt nicht, und ich habe ihm ge- sagt, er soll sich die Sache überlegen. Es würde mich freuen wenn ihr beide zusammenkämt. Was meinst du, Kascha' wenn eS in Naögora bald Hochzeit gäbe?" ' Sag war aufgestanden. Ms fasse sie es noch l' 6 ba ' bie H^'de teile flehend noch immer ansgestreckt, mit kurzem, erregtem Atem. Und ein Schrei dann, gellend, selig. Mit beiden Händen strich sie das tZSX ^ AMk das Danken. Ms wäre Hanna nicht ' «Wohin, Tildkatz?" , ^ Ein irres Lachen. „Was fragt Ihr, Herrin, . . wohin soll ich anders gehen als zu tf>m?" Die Hand lag schon auf der Klinke. „Mädchen!" ri.es die Baroneß ärgerlich. „Ich glaube gar. du tust es wirklich. Bist du denn von Sinnen? Was willst du bei ihm?" Ein Lachen und Leuchten zitterte über das Gesicht, wie durstig öffneten sich die Lippen, die tveißen Zähne blitzten durch. „Zu ihm will ich, was weiß ich? Nur bei ihm sein- wenn er gut ist, und er wird mich küssen und schlagen wie damals, als ich der Russe war, und, und — laßt mich gehen, Herrin!" Hanna war enipört. „Hast du denn so wenig Stolz im Leibe, Kascha? Lieber Gott, wie kann man sich so tvegwerfen — bedenk' doch, was bu tust, Mädchen!" Eine kurze Pause. Ihre Angen, die schwarzen, glänzten stärker. ,^zch versteh Euch nicht. Ich will zu ihm." Achselzuckend erhob sich die Baroneß. „Du bleibst!" sprach sie kurz. „Wenn du gehst, brauchst du nicht mehr zu- rückzukommen. Dann mache, was du willst. Wenn du aber weiter auf dem Schloß bleiben niöchtest, verbiete ich dir, dies Zimmer zu verlassen." Der Ton wirkte. Kascha Kaczmarek ward wieder die gehorsame Dienerin. Ihre Augen senkten sich, irrten scheu über den Boden. Sie svrach kein Wort. Dann kauerte sie sich vor den Ofen hin uno begann ihr vorhin unterbrochenes Werk von neuem. Ein Stück Holz na.ch, dem andern legte sie in die Flammen. Und sie blies das Feuer heute wilder an als je, und in ihren dunklen Augen stand der Widerschein der tanzenden, zuckenden, spielenden F-lämmchen, die mit gierigen Zungen nach dem Holze leckten. Juschu Laskowicz, der Krüppel, war noch lange an derselben Stelle, wo Hanna von Graßnick ihn verlassen hatte, stehen geblieben. Es verwirrte sich ihm alles. So lange er wie gebannt nur in ihr Antlitz gesehen, so lange sein Blick sie noch hatte treffen und erreichen können, hatte die Anspannung aller Nerven ihn gehalten. Als er die Reiterin dam, ans dem Auge verlor, befiel ihm ein jähes Zittern, eine große Schwäche. Eine wohlige, überselige Mattigkeit kam über ihn, seine Knie hielten ihn kaum, er lehnte sich an die aste Weide, die das Bild der heiligen Jungfrau trug, und lächelte. Leise Schauer des Lebens zogen durch seinen Körper, die Landschaft verschloamm vor ihm, ein Singen und Läuten war in ihm und um ihn. Er glaubte immer, in der wohligen Müdigkeit würden ihm die Knie brechen, und er würde einschlafen, von einem Traume in den andern. Den Kopf bog er zurück und preßte ihn gegen die Rinde des Baumes, so fest er konnte. Die Weide war alt und knorrig, die Knorren driickten ihn. Aber er empfand den leichten Schmerz als eine Wohltat und preßte den Kopf nur noch fester gegen den Baum. ö Nasgora? War die Welt noch diellt? Er tat zitternd einen Schritt vorwärts und drehte sich um Hier also war es, gerade hier, wo Maria segnend den Heiland der Welt trug. £>, sie selbst, die heilige Jungfrau, die ihn lieb hatte, hatte es so gefügt. Er sah empor. Und lang- ff f ün * er 111 die Knie. Die Straße war leer, lieber der! Mutze faltete er beide Hände und drückte sie gegen die Brust. Und die Außen — noch voll von dem Bilde der irdischen Jungfrau, -hingen gläubig und glücklich, verträumt und verloren an der himmlischen. Er betete. Nicht in Worten, nicht in klaren Gedanken. Ein so starkes und großes Gefühl dnrchbebte ihn, daß er nicht stammeln und beten konnte, nur immer die Mütze preßte und emporsah. Und die Himmelskönigin verwandelte sich. Nicht mehr erhob sich auf der Weide das vom Straßenstaub ver- graute, verwaschene und zerschlagene Bild der Gottesmutter — es stand em anderes da in schöner Reinheit und voll wun- . 11110 dnmittg neigte sich der Krüppel, und die $¥9*: Heiligen waren verklärt die Züge einer andern Die Himmelskönigin und die Königin seine/kranken Träume J teS 1 fie l Äef a5en ^ lMk er fnietö ^^^bsich.Undschmerzbaft ruckte sein Gesicht: Die t ? t J? die schmerzhaften Stiche, die er fürchtete, ^Äx^ftlg.ein. Da dachte er mit Inbrunst an das wunderschöne Märchen, das heute wieder ein Stückchen weiter war Ulid siehe sie taten nicht halb so weh mehr, die Stiche. Felsenfest ivar sein Glaube gewesen, daß etuft der l WUU DU» 616 lkag kommen würde, wo nach seinem Märchen der Bettler die wunderschöne Königstochter, die im Schlosse wohnte, küssen würde. Noch sieghafter, größer, bestimmter war dieser Glaube nun. Er faßte sich an den Kopf. WaS hatte sie gesprochen nnü was ihm gesagt? Er wußte es kaum; es war so gleichgültig, von Kascha Kaczmarek hatte er gehört. Was war Kascha Kaczmarek, wenn er in diese Augen sah? Er sollte freundlich zn ihr sein, warum nicht, die Königstochter wünschte es. Und schöner als je war sie heute gewesen. Er schloß die Augen. Ihm war, der Duft wilder Abendnelken schwimme durch die Luft, und er ircge wieder im Walde und bisse in toller Sehnsucht, in Lachen und Weinen in die Gräser, und ein Mund neigte sich auf seinen, und die leuchtende Schönheit nehme ihn, den armen, elenden Krüppel, in die Arme und hielte ihn wie Maria das Kindlein., „Heda, Joses Laskowicz!" rief plötzlich eine wohlbekannte Stimme, „sieh' dir das Bild der heiligen Jungfrau nur an! Sie verdient, daß man sich chrer erbarmt!" Erschrocken chatte der Krüppel sich umgedreht. „Ihr seid es, Pan Wachtmeister," sagte er verlegen. Peter Wroblewski lockerte den Gewehrriemen. Kopfschüttelnd trat er näher heran. „Der Gottseibeiuns soll mich lebendig bratenz, wie siehst du aus, Juschu? Hat mein Freund Michael Laskowicz, dein Vater, sein Fläschchen stehen lassen? Ein guter Tropfen, aber jeder verträgt ihn nicht." „Ihr irrt Euch, Pan, ich habe nichts getrunken." „Dann hast du ein gesegnetes Fell, mein Lieber. Ein anderer erfriert die Finger, und du hast einen heißen Kopf, als wär's im August, und stehst zu deinem Vergnügen auf der Landstraße. Gott schütze dich. Ach, die Jugend, die Jugend!" „Weißt du, Juscha," fuhr er fort, „wenn ick so hier vorbeikomme, habe ich niir schon immer gedacht: Ich muß mal mit dir reden. Sieh' dir die heilige Jungfrau an, es ist ein Jammern. Gin Arm ,sehlt, und !ro€& noch dal ist, starrt tz>or Staub und Schmutz. Man muß sich schämen, wenn man von andern Dörfern nach Nasgora kommt. Was meinst du, du bist ein geschickter Mensch und hast Uebung. Wenn du die heilige Jungfrau ausbesserst oder gar eine neue schnitzest, freuen sich die Engel im Himmel." Der Krüppel hatte ihm zugehört. Er sah enrpor zur heiligen Jungfrau. Sie war nun wirklich anders, als er sie vorhin gesehen, ganz so, wie Peter Wrobleivski sie schilderte. Es konnte einen jammern darum! Und plötzlich erfüllte ihn ein einziger Gedanke, der wie eine Offenbarung kam und« ihn erleuchtete. Maria selbst hatte es verfügt, daß er gerade hier vor ihrem Bildnis der leuchtenden Schönheit teilhaftig ward und ihr ins Auge sah. Maria selbst hatte es so gefügt, daß er hier vor ihrem Bilde ins Knie sank, daß ihre Mge verklärt und leuchtend wurden, daß sie in eines flössen mit den Zügen des irdischen Weibes, das seine Träume erfüllte. Und Maria fügte es weiter, daß ihm nun durch den Mund des Pan Wroblewski kund ward, wie er ihr danken sollte. Eine zitternde, heiße Sck-affensfrercke, wie er si-e nie gefühlt, überkam ihn. „Pan Wroblewski!" sagte er und preßte die Finger um seinen Arm, „Euch hat die heilige Jungfrau selber geschickt. Ja, ick will's tun, ich will arbeiten, ich sehe sie schon vor) mir! Wißt Ihr, wie schön sie ist? Und ihre Augen sind groß und leuchten, und [te beugt sich halb über das Kindlein, das sie eben geküßt hat!" Schwärmerisch leuchten seine Blicke; als müßte er nach dem Stechzeug fassen, hatte er die Hand ausaestreckt, während die arckere noch immer den Arin des Fußgendarmls umklammerte. • (Fortsetzung folgt.) „Sei gesegnet!" Eine indische Legerrde von Henrik S ien kewi t sch. Deutsch von M. Beßmertny. In einer hellen Mondnacht sah der große und weise Krischna kn tiefe Gedanken versunken; endlich rief er mrs: „Ich glaräste. der Mensch sei die herrlichste Schöpfung der Erde, doch ich irrte mich! Dort sehe ich die Lotosblume, vom leichten Abendwind bewegt. O, um wieviel schöner ist sie als andere lebende Wesen! Kaum, daß ihre Blütenblätter sich vor dein strahlenden Morgen- glanz« entfalten und dennoch kann ich den Blick von ihr nicht abwenden . , Nein, die Menfckicn haben nichts Aehnliches aufkuiveisen!" Nach einem Augenblick sagte er jedoch sinneird: „Sollte mir, »inem Gott, nicht das Zanbenvort &u Gebote stehen, um ein Wesen zu schaffen, daS unter den Menschen VaS wäre, waS die Lotosblume unter den Pflanzen? Ja, so sei eS, zur Freud« der Erde Und der Menschen! Lotos, verwandle dich m ctrt lUnges Mädchen und stehe vor mir!" Leicht kräuselte sich die Welle, wie von einem Schwalbenflüge! berührt; die Nacht wurde Heller, der Mond schien noch leuchtendes am Himmel, lauter sangen die Nachtdrosseln, dann verstummten sie. Der Zauber vollzog sich: Bor dem Gotte Krischna stand die Lotosblume in menschlicher Gestalt. Der Gott mußte sie staunend bewundern. „Du warst die Blume des Sees," sprach er, „sei von nun an die Bin me der rufen Meeres gedanken und meiner eigenen Wortes Und das Mädchen begann zu flüstern, so leise wie die weihen Lotosblätter flüstern, wenn der sommerliche Zephir sie küßt: „Du Weiser, du Venvairdeltest mich in ein lebeirdes Wesen; wo, befiehlst du, daß ich wohne? Denke daran, erhabener Gott, daß ich als Blume meine Blätter schließen mxb zusammenschauern mußte, wenn der leichteste Windstoß sich nahte. Ich fürchtete mich vor dem strömenden Regen und dem Sturm, ich zitterte vor dem Donner und Blitz mrd auch vor den glühenden Strahlen dev Sonne. Du gebotest, daß ich eine verkörperte Lotosblume werde, dainm verschwand meine frühere Natur, aber jetzt fürchte ich mich vor der Erde fuick vor allem, was auf ihr lebt. Wo wünschest du, daß ich ivohnen soll?" Die Augen mit weitem Blick zu den Sternen erhoben, dacht« Krischna nach mrd sagte: „Willst du auf den Bergeshöhen wohnen?" „Dort ist Schnee und Kälte zu Hause; ich fürchte mich." „Nun, oder auf dem Grunde des Sees, ich will dir dort eine« Palast ans Krishill erbauen?" ,,Jn der Tiefe des Wassers lebt die Schlange rmd anderes Gewürm: ich fürchte mich/' „Willst du die unendliche Steppe erwählen?" „O, Weiser, die Windsbraut und der Sturm jagen über die Steppe, ioie wilde Horden." „Was fang' ich denn mit dir an, mein verkörpertes Lotosblümchen? Ach, in den Felsgrotten von Ellora wohnen dis heiligen Einsiedler . . . Willst du mit ihnen fern vom Geräusch der Welt leben?" „Dort ist's dunkel: ich fürchte mich." ( Krischna setzte sich auf den Stein und senkte sein Haupt in die Hand. Voll Zagen und Zittern stand das MKchen vor ihm. Inzwischen begann der Hinnnel im Osten sich rosig zu färben. Die Morgenröte vergoldete den Strudel des Sees, die Palmen und den Bambus. Die Fischreiher, die blauen Kraniche und weißen Schwäne, die Pfauen und die Tiger im Walde stimmten einen Chor an. Laut erschallte das Echo einer menschlichen) Stimme, begleitet von den Tönen der Satten, die über eine große Perlmuschel gespannt waren. Krischna stand auf und sagte: „Das ist der Dichter Balmikß er begrüßt den Sonnenaufgang." Purpurne Fäckier, von Lianen umschlungen, teilten sich über dem See, und an dein Ufer erschien Balnnki. Plötzlich erblickte er die verkörperte Lotosblume, da hörte er aus zu singen, schlaff sank die Perlmuschel ans seiner Hand zur Erde, seine Arme fielen willenlos an den Hüften herab und feine Zunge war gelähmt. Wie versteinert stand er da, als hätte chn Krischna in einen Baum anr Seegestade verwandelt. Mit Freuden bemerkte der Gott, welch' eine verÄüffende Bewunderung sein Werk heruorzubrrngen vermochte. „Ermanne dich, Valmiki, und sprich!" sagte er. „Ich. liebe", stammelte der Dichter ganz leise. Auf das eine Wort nur kvnnte er sich wieder besinnen, und dies allein brachte er mühsam hervor. Krischnas Götterantlitz strahlte vor Vergnügen. „Ent^ückeirdes Mädchen — ich habe eine würdige Heimstätte für bttf; 1 gefunden: du soffst inr Herzen des Dichters Leben!" „Ich lrebe!" .... wiederholte Valmiki zum zweiten Male. So drängte der Wille Krischnas, der Wille der Gottheit, daS Mädchen irr das Herz des Dichters. Sein Herz aber machte der Gott so klar und durchiichtig wie Kristall. Sanft wie ein Sonrnierlüftchen, ruhig wie eine Welle des Ganges betrat das Mädchen den ihm bestimmten Zufluchtsort. Kaum blickte es ttefer in Valmikis Herz, als sein Anllitz erbleichte rmd ein Schrecken es wie ein kalter Wind umhüllte. . . . Krischna bermruhigte sich und sagte: „Fürästest du denn auch das Tickiterherz, mein verwandeltes Blümchen?" „O, du Weiser," entgegnete sie, „wo beliebte es dir, mich zu beherbergen? Hier in diesen: Herzen entdecke ich schneeige Berggipfel und Abgründe, von den immdersamsten Wesen belebt. Um> wiederum fürchte ich mich» so, gnädiger Gott!" Darauf aber sprach der gute und weise Krischna: „Sei richig, mein verwandeltes Blümchen! Wenn inr Herzen BaimikrS noch kalter Schnee liegt, so sei du der nxrrine FrEingshaiuh, vor dem er schmilzt, ist dort ein YVtlgrnnd. so sei du die Perle m der Diese, breiten sich öde Stepipan arO. so f je auf ihnen div Blume des GlücKi; sind dort düstere Felsenkläfte, so sei du chr erleuchterrder Sonnenstrahl." „Und — sei gesegnet!" fügte Balmüki hinzu, der wieder sein« Sprache erlangt hatte. 616 vüchertilch. DieschönstenGeschichtenderLagerlöf. AuSge- wLhlt und eingeleitet von Walter von Molo. Einbandzeichnung von Feiger. Preis in vornehmem Pappband 3 Mars. Verlag von Alben Laugen in München. — Ein deutscher Dichter von hohem Rang, Walter von Molo, hat den Drang empfunden. der großen schwedischen Dichterin seine Verehrung und Bewunderung dadurch auszudrücken, daß er die schönsten ihrer Geschichten gesammelt herausgab und ihnen eine wundervoll geschriebene Einleitung vorausschicktq. Was Walter von Molo aber besonders dazu antrieb, war die Absicht, Selma Lagerlöf dem deutschen Volke in seinen weitesten Kreisen noch naher zu bringen, als sie ihm schein heute steht. Der Verlag von Albert Langen hat diese dÄficht mit großer Freude begrüßt und sie sich auch seinerseits zu eigen gemacht. Er trug dafür Sorge, daß dieses schöne Buch in einer seines Inhalts würdigen Form erscheint, die es zum Schmucke jeder Bücherei macht, und dabei trotz des stattlichen Umfangs und der im besten Sinne vornehmen und reizvollen Ausstattung zu einem Preise, der die Anschasfimg jedermann ermöglicht. Für den, der die Lagerlös bisher noch nicht kannte, wird dieser Band außerdem ein Werbebuch werden, daS ihn hinführt zu ihrer großen, zeitlosen Kunst. ' — Lotte H agedo rn, Roman von Fel ix Phitippi (Verlag von Ullstein 6c Co., Berlin). Das erste wie das letzte Kapitel dieses Berliner Roinans hat zum Schauplatz die von festlich «stimmten Massen erfüllte Straße Unter den Linden. Kremser, Landauer und Droschken rollen cnn Dimmelfahrtstagr 1869 zum Brandenburger Tor hinaus, mit Tschingtratata und Trommelschlag kommt die Schloßwack^. in den alten Bäumen der Via triumphalis leuchtet die Sonne. 16. Juni 1871: Tribünen am Pariser Platz, mit goldenem Lorbeer umwundene Ehrenpforten, durch das B«lndenburger Tor marschieren, Eichenlaub an den Bajonetten, die Truppen ein. Das sind die Kalenderdaten, die die Handlung des bald ergreifenden und spannenden, bald auf liebenswürdigen Humor gestimmten Buches von Felix Philippi begrenzen. Frau Lotte Hagedorn gibt ihm den Namen, die Tochter des Kommisswnsrats Schlegel, die schöne Gattin des Bankiers in der Jagerstraße. Von ihrer Ehe an der Seite des leichtsinnige^ Spekulanten erfahren wir, durch dessen Schuld das Haus zusam- menbricht, von ihrer Treue für den Jugendgeliebten und von dem rnit Lachen und Weinen hingenommenen Glück ihres empfindsamen Herzens — Meister deutschen Humors. Mit einer ästhetischen Einleitung „Vom Wesen des Humors" herausgegeben von Max Bruns. Änbmrdzeichnung von F. P. Glaß. Preis in Leinen gebunden 3 Mark. (Minden i. W., I. C. C. Bruns' Verlag.) Was die Meister deutschen Humors von den Eulenspiegel- und Schildbürgerbüchern bis ans unsere Tage an Ergötzlichem und Erhebendem geschaffen haben, ist in diesem stattlichen, schmucker Bande aufsl glüMchste vereint, und man gewahrt mit Staunen, wie vielfältig der deutsche Volkshumor sich doch im Laufe der Jahrhunderte geäußert und wie er alle Stufen vom derbsten Witz bis zu den zartesten Phantasieschüpfungen oftmals hin und wieder durchlaufen hat. So außerorderttlich kurzweilig das Buch ist, so erziehlich ist es zugleich: denn in seiner Gesamtheit ströntt es eine Fülle von Lebenslust und -kraft und -zähigkeit aus, die jedem Leser sich unwiderstehlich mitteilen muß. So ist dieses schjne Werk ein trefflicher Gefährte für unsere Tage, da Festigkeit urch Zuversicht uns mehr als je vonnöten find. — Max Mack: »Tie zappelnde Leinwand". ein F i l m b u d). Verlag Tr. EySler & Co., Berlin. — Es ist daS erste deutsche Buch vom Kino, ein Buch, das daS größte Aufsehen erregen wird, voll sprühenden Witzes und künstlerischer Laune, ln dein der führende deutsche Filmregisseur Max Mack mit seinen Mit« Arbeitern Hans Brennert, Ewald AndrL Tupont, Rudolf Kurtz, Artur Landsberger die Gehein,niste der Filmwelt ansvlaudert. Das Milieu des KinoS wird hier, unterstützt durch eine Fülle von Bildern, nit liebenswürdlger Bosheit und einer geradezu unheimlichen Voll- 'tändigkeit zum ersten Male „projiziert". Tie glänzend geschriebenen Kavllel ergeben zusammen ein farbiges Tokument der Kmemato- graohie und der Menschen und Tinge, die vor und auf der weißen Leinwand des Kmos bald le denschaitlich. bald spaßig za pvelrr. Tas Buch ist durchsetzt mit zahllosen Streubildchen Lutz EhenbergerS m,t witzigen Unterschriften. Max Mack selber steuerte an« seiner Werkstatt zahlreiche Lichtbilder bei, die allerlei von den Taschen- sptelerkünsten, den „Illusionen" und „Tricks" eines inodernen Film- registeurs verraten, der mit berühmten Malern uud Dichtern zusammen an der künstlerischen Hebiiiig des Kinos arbeitet. Zehn große künstlerische Bildnisse von den Kinoslernen schmücken daS Buch vom Glashaus und semen Menschen, daS die Filmleute bei ihrer geheimnisvollen Arbeit zeigt und des einmütigen Leifallaller Kinofreunde gewiß sein darf. — Fahrten der Möwe. Bericht eines Teilnehmers. Mit mehreren Bildern. Preis kartoniert 50 Pfennig. Verlag von Georg Westermann, Braunschweig. Als die „Möwe" nach Taten voll unerhörter Kühnheit sieg- und ruhmgekrönt in ihre heimischen Gewässtr zurückkehrte und die ihr enlgegenfahrende deutsche Hochseeflotte sie mit dreifachem Hurra begrüßte, da antwortete sie all die Ehre»- bezeugungen so gelassen und sachlich, wie sie draußen aut ba* Weltmeere ihre Pflicht getan hatte, indem sie stillschweigend am Großmast die Kompagnie- und Hausslaggen all der von ihr flÄ* perten Sclfisse hißte. So viel Flagge::, so viel Siege, so viel WimpL so viel Triumphe deutschen Heldengeistes! Wann wäre je von daui langen Kette glänzender Ruhmestaten zur See knapper, bündig«^ wuchtiger Rechenschaft erstattet worden! Eine glückliche Gabe natLv- licher Darstellung setzte den Erzähler in den Stand, an seinem Ev« leben auch uns Landratten lebhaft tellnehmen zu lassen. I — Hans Ehrtstian Andersen: Der Schatten. Der fliegende Koffer, Ter Goldschatz, Tölpel-Hans, mit Bildern von Walo von May. Ties ist der Inhalt der neuesten Nummer der »W e l t l i t e r a t u r", die durch alle Buchhandlungen zum Preis« von lO Pfg. zu beziehen ist. — Schnurli-ButzliundandereDentscheMärchew Don C. B e r g. 128 Seiten mit sieben Vollbildern. Preis 8 Mk. (Verlag von Englert & Schlaffer in Frankfurt a. M.) — Ein Jugend- uiid Volksbuch im treffenden Sinne des Wortes, ein Märchenbuch voll Kindersinn und Iugendglück! Ein lebenskluges, mütterlicher Herz pocht in den Tichlungen, das zum Kindersinne in der ihm qeläusigen Svrache spricht und auch einpfänglichen Ge- müteru unter den Erwachsenen vielerlei zu sagen hat: von zwickenden und zwackenden Tenielchen der Eitelkeit, von falschen Kanzlern, von echten und uiiechten Prinzen Mid Prinzessiniien usw. Alles in einem neuen Gewände, ansprechend und farbenreich. Auch von fleißigen Anreisen, die sich vom Sibneckenregiment freimachen von Köingstmdern, die dein Hofzeremoiiiell ein Schnippchen schlagen, von Bösewichtern. die von der Strafe ere'lt iverden, und der Dummheit, die kaltgestellt wird, gibt eS Ergötzliches zu Horen. Die Bilder von K. F. D e l a v i l l a geben dem wirkungsvollen Buch« eine besondere Note. — Deutsches KriegSguartett. 15 Quartette in ele' gantem Karton 1,80 Mk. Verlag des Westdeiltschen Jünglings* buudes, Barmen-U. — Eine Geschichte des großen Krieges in Mort und Bild als Spiel, das aber nicht nur für den Augenblick geschaffen ist, sondern daS sogar spätere Geschlechter noch mit großen» Interesse zur Hand nehmen werden, dringt es doch auf jeden! der ßO Blätter ein wertvolles Bild nebst geschichtlichen Notizen auS der Jetztzeit. - Neue Frailenkleidung »rnd Franenkultur. Organ des Verbandes für Deutsche Franenkleidnng und Frauenkultur. Schri'tleitunq Klara Sander. Else Wir,ninghanS. beide in Köln. Verlag der G. Brannschen Hofbuchdruckerei in Karlsruhe. Jährlich 10 Hefte in Horst-Quart mit zahlreichen Abbildungen rmd Zeichnungen auf Kunsidrilckvavier, sowie Schnittnruster- vogen. Breis *ürs Jastr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. Probehefte ilnberechnet und portofrei. — Von Velha g e n u. Klafings Monatsheften ist das Dezemberheft soeben erschienen, gehaltvoll und abivechs- lungsreich, so daß das Dur chbl Litern helle Freude macht. Teü Bilderschmuck ist farbenfroh wie nur je tu Friedenszeiben, und man staunt nur immer, wie es möglich ist, daß in den jetzigen schweren Kriegsläufen noch so hervorragende Druckleistungen geboten werden könne::. Jrtteressant sind besonders sechs Gemälde des leiden allzufrüh verstorbenen jungen Dresdener Meisters Oskar Zwrnt- scher, denen Professor Ferdinand Gre^ori, warmherzige Worte der Erinnerung an ihren Schöpfer beigegeben hat. Für unsere Frauen wird noch interessanter sein ein Aufsatz von Max von Boehn über die Kleiderkunst in den letzte:: zweihundert Jahren. Die Reifröcke der Damen aus der guten alten Zeit sind auch für unsere Dagss von ungewöhnlichem Reize. Emen großen Leserkreis wird auch ein überaus anschaulich geschriebener Aufsatz über elektrische Grost- kraftwerkc finden. An unsere Zeit klingt ein Aufsatz des Wieners W. Fred an, der das bei uns wenig bekannte französische Zeitungswesen schildert, besonders den „M«atin", der in den breiten Volksschichten Frankreichs heute wohl den größten Einfluß hatt Zum Schluß flicken sich noch zwei rnhaltteiche gesckfichtliche Aufsätze, Sitatenratsel. AuS jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, |* daß sich ein neues Zitat ergibt: 1. Blut ist ein ganz besonderer Saft. 2. Ein jeder lernt nur, was er kann. 3. ES gibt im Menschenleben Augenblicke . . . 4. Den stolzen Sieger stürzt fein eignes Glück. 5. Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tage-. 6. Das Spiel des Lebens sieht sich heiter an. 7. Wenn die Rose selbst sich schmückt, Schmückt sie auch den Garten. (Auslösung in nächster Nummer.) Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer. Filter, Folter, Falter. Schrmlettung: Fr. R. Zen-. — ZwtllmgSrunddruck und Verlag der Brüpl'lchen UnioersttätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gieße»