Königsträume. Roman von Karl Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er war froh, daß der halbverrückte Schulmeister ihn verlassen hatte. Was gingen ihn die Sensen und die Ftrun- rnen an, was ihn der Freiheitskampf? Er sah ein anderes! Bild, und in lichtem Nebel verlor sich die Ankunft. Unweit des Schloßparkes begann der Mefernwald, der sich fast eine Meile weit hinzog. Auf ihn schritt Josef Lasko- wicz, der Krüppel, zu, so schnell er konnte. Als er den Waldrand erreicht hatte, sah er zurück. Dicht vor ihm Park und Schloß, nur ein Sturzacker dazwischen. Er lächelte. Dann humpelte er in den Wald hinein. -Obwohl kein Pfad zu sehen war, hinkte er sicher und ohne Besinnen dahin. Er hatte ein ganz eigenes Plätzchen, das nur wenige kannten. Und er erreichte es bald. Es war ein kleiner Erdbau, wie ein Kelter anzusehen. Holzfäller oder andere Wa-ldarbeiter mochten ihn errichtet; haben, um drinnen ihre Gerätschaften zu verschließen, oder während des Tages die entbehrlicheil Kleidungsstücke dort unterzubringen. Sie hatten einen versteckten Platz gewählt. Der Krüppel hatte das HAtchen vor zwei Jahren etwa aufgefunden und in Besitz genommen. Er trug Moos hinzu und machte ein Lager zurecht, und auf diesem Lager streckte er sich im Sommer stundenlang aus. Es war dämmerig um ihn her, denn die Tür war nur klein. Aber so sah ihn niemand, und dafür blickte er ans dem Dunkel heraus in ganze Lichtströme, die durch die Wipfel spielten. Sie waren nur um so Heller und goldener, je däm- meriger es hier drinnen um ihn war. Und war's mit seinem Leben nicht auch so? Wohl stand er im Finstern, aber um so leuchtender erschien der wunderbare Märchentranm, in den er hineinfah. Immer Heller war auch jetzt sein Gesicht geworden, je mehr er sich dem Ban näherte. Er war beinahe freudig, als er die Tür aufmachte. Sie knarrte in den Angeln; er mußte sich bücken, um hindurchschreiteu zu können. Drinneu konnte er gerade stehen. Er überzeugte sich bald, daß niemand inzwischen sein Heiligtum betreten hatte; zu stehlen gab es hier auch nichts. Oder doch? Juschu Lasko- wicz ging in eitlen Winkel. In Laub und Moos kramte er herum. Dann holte er mühsam etioas Großes, Plirmpes' hervor, was mehrfach in Lumpen und alte Tücher gewickelt war. Es !var ein ziemlich grober Holzklotz, doppelt und dreifach so groß wie die, welche zu Hanse in seiner Stube lagen. Auch hier traten in roher Bearbeitung schon die Umrisse per Madonna hervor, die wohl das Jesuskind im Arm halten sollte. Es hatte seine eigenen Gründe, daß er dieses Werk gerade hier und nicht zu Mairie schnitzte. Der Pater hätte nicht gelitten. Denn wer sollte wohl eine so große Madonna kaufen? Die kleinen verkauften sich leichter. Da hatte er sichere Zlbnehmer. Vor allem jedoch: Hier hatte er seine schönsten und herrlichsten Stunden verlebt, hier, in dieser dämmerigen Waldeinsamkeit, war sein Herz so voll, so rein, so feierlich gewesen wie niemals zu Haus. Und er meinte, nur hier würde er deshalb etwas schaffen können, was all diese Reinheit einfinge. Wenn der Wind im Walde sang, wenn sein Herz schwoll, dann segnete ihn und sein .Werk wohl die heilige Jungfrau. Ihr sollte es ja gewidmet sein, sein großes Datckopfer. Wofür? Für das große Glück, das sie ihm gegeben, für den schönen, schönen Traum. Für den Traum. Juschu Laskowicz hätte das Stechzeug nicht nötig gehabt. Er wickelte den Holzklotz rasch wieder in die Lumpen und verbarg ihn. Dann warf er sich lang auf das weiche Mooslager und schloß die Angen. ysirv manchmal öffnete er sie, um hinanszusehen ins Helle Licht. Und immer verklärter und seliger waren sie. — — Er war ein kleiner Junge. Er spielte mit vielen anderen Kindern und prügelte sie. N?nr mit einer spielte er, ohne sie zu schlagen. Wie hieß sie gleich? Ach ja, Kascha Kacz- marek. Sie kam ihm damals wohl sehr schön vor. Eines Tages spielten sie wieder. Gerade auf der Chaussee, wo der Kirschbanmweg abbog und zum Schloß führte. Und mit einemmal lag ec im Staube, Porte Kascha ausschreien. Schreck und Entsetzen lähmen ihn, er fühlt erst kaum einen Schmerz, nur etwas Dumpfes, Schweres. Vielleicht ist er ohnmächtig. Dann, ohne noch schreien zu können, schlägt er die Augen entsetzt auf. In Todesnot, Schreck und einem jäh fühlbar werdenden Schmerz Miten sie sich. Sie nehmen ein Bild auf, das sich ihnen einprägt für alle Lebenszeit: über sich gebeugt, große Tränen in den blauen, erschrockenen Kinderaugen, sieht er ein Mädchengesicht, so fein, blaß unfc kühl, daß es kein zweites ähnliches mehr geben kann. Was weiter geschieht, iveiß er nicht. Halb besinnungslos liegt er da. Er hört, wie wenn die Leute reden und schreien. Ihm ist, als hebt man ihn auf. Da wirb der Schmerz unerträglich. Jan Hebda, der verrückte Schulmeister, der die Kräuter kennt, pfuscht an ihm herum. Als man endlich den Arzt holt, ist es zu spät. Tage und Nächte, Wochen und wieder Wochen muß er im Bett bleiben. Und dennoch das ganze Leben dazu verurteilt, ein Krüppel zu sein. Äas Kinb erfaßt die ganze Tragweite des Unglücks noch nicht. Viel schlimmer drückt den kranken Juschu die Langeweile. Seit zwei Jahren if# die Mutter tot. „Sie hat sich verhoben," sagt der Bater. So ist er ganz allein. Niemand ist bei ihm. Endlos dehnen sich die Stunden. Er hört die anderen Kinder draußen lärmen und schreien. Er sieht, wie sich Kasch« Kaczmarek manchmal am Fenster hochzieht und sich die Nasi an der Scheibe plattdrückt. Und dazu das ewige wilde Gehämmer nebenan aus der Schmiede. Er weint und ist trotzig. Cr denkt an dies und das: an das Nest mit den Eiern und an die Enten im Dorftümpel. Auch an Kascha Kaczmarek. Aber plötzlich verschwindet alles, und nur eins steht vor ihm: das wunderschöne, feine, blasse, kühle Gesichtchen der kleinen Baroneß. Er könnte es malen: das blonde, regellose Haar, das schon ein wenig ins Bräunliche fällt, die blauen Augen, in denen die Tränen glänzen, die weiße Stirn, die wohl nie von Straßenstaub und sengender Sonne berührt war. Und wie sie die Hände vorstreckte! Alle, die er kannte, auch Kascha Kaczmarek, hatten kurze, braune Finger. Aber diese Hände waren weiß ünd fein, wie sie Maria hatte, die heilige Jungfrau. Das Bild wich nicht. Wie eine himmlische Erscheinung hatte die kleine Baroneß vor ihm gestanden, wie das Kind eines fremden, glücklichen Landes, in das er, der Dorfbube, nie hineinkam. Als sein Vater Frühstückspause-machte und ins Zimmer trat, fragte er wie gewöhnlich, ob der Junge was wolle. Er verlangte Wasser und Seife. Und er wusch seine Hände rastlos, in Trotz und Scham versuchte er's stets von neuem. Fast die Haut scheuerte eir, sich ab. Ms er sah, daß alles nichts nützte, weinte er. Juschu Laskowicz hatte die kleine Baroneß Hanna bisher immer nur flüchtig gesehen. Der Wagen fuhr in scharfen: Trab, wenn jemand von den Herrschaften darinnen saß. Nur wenn er leer war, gingen die Pferde langsam, und dann guckten die Dorfkinder neugierig und doch voller Ehrfurcht hinein, über die schweren blauen Polster fort bis zum runden kleinen Spiegel empor. Das Fräulein durste nicht auf die Dorsstraße hinaus. Der Baron hatte so seine Ansichten von zweierlei Menschensorten, die so wenig' zusammenkommen konnten wie oben und unten. So geschah es, daß Juschu die Baroneß kaum jemals iwher gesehen. Nur ihr Lachen hatte er gehört, wenn sie im Park mit dem Schmetterlingsnetz umherlief. Eine ganz andere Welt ging ihm nun auf. Er träumte und malte sich aus, wie sie wohl wohne. Seine Kinderphantasie erhöhte sie immer mehr. Alles Menschliche streifte er ihr ab, sie wurde eine weiße Märchenfee. Sie war so schön, daß sie die Schönheit selber sein mußte. Und da er nichts Schöneres jemals gesehen, so wurde sie ihm das Maß aller Dinge. Gleichgültig, ja, mit einer gewissen Verachtung, dachte er nun an Kascha Kaczmarek. Eine fiebernde Schönheitssehnsucht war in ihm geweckt und richtete sich auf Hanna von Graßnick. Die lange Zeit, die er untätig im Bett zubringen mußte, beförderte diese Entwicklung. Wäre er gesund aufgestanden, und hätte er die Möglichkeit gehabt, wie früher in wilder Ungebundenheit umherzutollen — vielleicht wären in Streit und Spiel mit den alten Kameraden die Träume verflogen. Aber es ward ihm so weh, als er sie springen und laufen sab und doch selbst mühsam nur am Stock schleichen konnte, daß er sich in Scham und Herzweh in den finstersten Winkel verkroch. Die er früher geschlagen, höhnten jetzt, denn sie wußten, daß er sie nicht mehr fangen Nur Kascha Kaczmarek war zu ihm gekommen. Doch sie hatte er in der Wut fortgestoßen. Da blieb er auf die Einsamkeit und die Träume weiter angewiesen. Die Jahre vergingen. Er lernte von einem Wanderlehrer Körbe flechten. Ein anderer zeigte ihm das Bildschnitzen. Stunden und Stunden konnte er dabei sitzen. Hin und wieder geschah's, daß Hanna von Graßnick vorbeifuhr. Aber es geschah viel zu schnell. Er behielt stets das Kind im Kopf. Als er ernst unweit des Weges, der zum Schloiß führte. e:ne schlanke Mädchengestalt sah und fragte, wer das wäre, bekam er von einem Formal die erstaunte Antwort: „Ps:a krew, kennst du das Fräulein nicht?" Mer er lachte nur. Dann kam ein Dag, wo sie mit Kascha durchs Dorf ging. Er saß vor der Tür. Sie redete ihn an, fragte nach dem Berne. Seine Antwort war halb gestanrmelt. Und von dresem Tage an war er ihr rettungslos verfallen. Sie war kern Krnd mehr. Er auch nicht. Aber in ihrer Jungfräulichst war sie noch tausendmal schöner, tausendmal reiner. Und alter Sehnsucht, aller Träume Ziel war eben nur sie und wreder sie. Seine Träume wurden heißer, seine Phantasten kränker und glutvoller. Die Inbrunst, mit der er ihrer «Me, verzehrte ihn. Immer bleicher ward er, immer mehr verfiel er, immer schtvächer ward seine Brust. Sie schmerze oft. Dann drückte er die Hand dagegen und träumte vorr seinen: Märchen. Es war ihm einst in den Sinn gekommen, als er au einen: Sommerabend hier in !dem! Waldhüttlein lag. Der Tag war voll sengender Glut gewesen. Heiß war auch der Abend noch. Der Wald stand still und rauschte nicht mehr. .Ein Nelkendust, süß und beklommen, schwamm durch die Luft, fern spielten Knechte auf der Harmonika ein altes Lied von zwei Liebsten, und der Mond stand am Himmel, zärtlich wie ein goldener Traun: vom Glück. Hin und lvieder ein elektrisches Knistern in: Moose, und zuzeiten die Stille jäh unterbrochen durch das Bellen eines Rehbocks. Wie ein heißer, seliger Atem ging's durch die Nacht; wie ein zärtlich Geflüster schien's von Baum zu Baum zu klingen. Da ward's ihn:, den: Krüppel, immer wilder unrs Herz. Er streckte die Arme aus, — wonach? Er rief, halb irr, einen Namen, — welchen? Seine Brust atmete schneller und stärker, und der Nelkenduft, es mußten tvilde Menduelken sein, ward immer heißer. Uno tvilder und süßer ward sein Märchentraum: Es war einmal ein ganz blutarmer, häßlicher, dumn:er Krüppel, der sich an der Krücke fortschleppte und Körbe flocht, die er verkaufte. Seine Hände waren braun und grob und schmutzig, und er wohnte in einem kleinen, verfallenen Hause. Nicht weit davon hauste in einem prächtigen Schlosse eine Königstochter. Sie war von solcher Schönheit, wie man sie niemals früher oder später bei irgend einem Menschen vorfand. Ihre weißen Hände waren wie die der Himmelskönigin, und wer sie ansah, hätte niederknien mögen und beten. Der arme, verkrüppelte Bettler sah sie au. Und seit diesen: Tage verließ ihn ihr Bild niemals mehr. Es war sein höchstes Glück, daß er an sie denken konnte. So weit war Juschu Laskowicz schon immer gelvesen. Er stöhnte leise. Der heiße Abend, die wilden Nelken, der Mond und all das Geflüster und Getuschel ringsun:. Er dachte immerzu an die Königstochter, fuhr Juschu Laskowicz plötzlich in seinen Gedanken fort, doch er wußte nicht, was werden sollte. Und eines Abends im Walde siel ihm ein, wie das wohl loäre, wenn er, der Bettler, die wunderschöne Königstochter einmal in: Leben, ein einzigmal, küssen würde. Zuckte kein Blitz? Stano das Herz der Welt nicht still? Sein eigenes setzte den Atem aus. Wen:: er sie einmal im Leben küssen würde, dachte er zum zweitenmal. Er zitterte wie berauscht; gleich elektrischen Schlägen ging es durch seinen Körper. Er, der Juschu Laskowicz, sollte Hanna von Graßnick im Arm halten, sie umschlingen, sie küssen. Er richtete sich halb auf, rutschte auf den Knien von: Eingang der Hütte ganz ins Freie und sah nach oben: unzählige Sterne funkelten hernieder, unfern aus Moos und Büschen schienen Glühkäser zu leuchten, der Duft des Abends war hier draußen noch stärker. Und plötzlich warf sich der Krüppel vornüber auf den Boden, barg sein glühendes Gesicht im Moos und stieß dumpfe, halb unterdrückte Laute aus: Jubel und Schluchzen. In jener Sommernacht, in der Jüschu Laskowicz die Fortsetzung seines Märchens gefunden hatte, schlief er nicht. Und wie es zu geschehen Pfleat: der Gedanke, der ihm erst ungeheuerlich erschiene::, ward ihm allmählich immer veh- trauter. Es schien ihn: bald selbstverständlich, daß das Märchen gar nicht anders weit er gehen könne, daß eben der Bettler wirklich die wunderschöne Königstochter küssen würde. In heißen Liebesschauern wölbten sich seine Lippen. Sein ganzes Leben war von nun ab nur noch die große Sehnsucht nach Erfüllu::g, ein großes Erwarten des Tages, der sie gewähren sollte. Er war so naiv sicher, daß der Tag eintrete:: mußte. Ein selsenfester Glaube, den nichts erschüttern konnte, erfüllte ihn. Und ihn: war ferner ganz außer Frage, daß hier sein kleines Heiligtum ihn und die wunderschöne Königstochter aufnehmen, daß Sterne fallen und wilde Nelken durften würden, wenn seine Lippen die ihren dereinst berührten. Weiter aber versagte seine Phantasie völlig. Er dachte wohl: Ich werd sie küssen — aber das Drun: und Dran, !vas sein würde und werden sollte, verlor sich in einen: lichten silbernen Nebel. -- Auch heute, am kalter: Wintertag, kam Juschu Laskowicz m:t dem Märchen nicht zu Ende. Als er immer wieder selig getmumt hatte, humpelte er seufzend aus feinem Ban hervor, .machte die Tür zu und sah nach der Sonne. In kurzen: würde es auf dem Schloübof Mittag läuten. Auch die / — 583 Mrffer richteten sich nach der Glocke. Da mußte machen, daß er nach Hause kam. Als er die Dorsstraße knapp erreicht hatte, schlug die Glocke vom Gutshof wirklich an. Er beeilte, sich. Aber er ward noch einmal aufgehalten. Mit hastigen Schritten kam vorr der entgegengesetzten Seite, im Begriff, nach dem Schloß zurückzukebren, Kascha Kaczckarek. Sie stutzte, als sie ihn sah. Der Fuß, den sie eben vor- gesetzt, haftete mn Boden. Langsam stieg die Röte in ihr Gesicht. Und mit einer instinktiven Bewegung, als sei sie so nicht schön genug, strich sie das dunkle Haar glatt. (Fortsetzung folgt.) . ; ) 3n und um Gießen übliche Provinzialismen. Zn den bekanntesten Professoren der Gießener Universität am Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Christian Heinrich Schmid. Geboren am 24. November 1746 zu Eisleben, studierte er in Leipzig Philosophie und Rechtswissenschaft, wurde 1767 Privatdozent in Leipzig, 1769 ordentlicher Professor in Erfurt und wirkte vom 31. Mai 1771 ab bis zn seinen! Tode amt 22. Juli 1800 als Professor der Beredsamkeit und Poesie in Gießen. Schon frühzeitig zeigte er lebhaftes Interesse für die deutsche Dichtung. Bereits 1767 schrieb er eine Theorie der Poesie, und bald entfaltete er als Rezensent und Herausgeber von Sammellv-erken aus dem Bereich der schönen Literatur eine erstaunlich vielseitige Tätigkeit. Allgemein war er als der „Gießer Schnnd" bekannt. Wenn nun auch seine Kritiken nicht immer eintvandsfrei waren, es sei nur an seine verfehlte Beurteilung von Goethes Götz von Berlichinaen erinnert, so hat sich Schmid doch allerlei Verdienste als Kritiwr und Literaturhistoriker erworben. So ist auch sein Interesse für die Volks- knnndart nicht $u unterschätzen, wovon Zeugnis gibt das 1792 im ersten Stücke des 9Jahrganges des Journals von und kür Deutschland S. 51 abgedruckte Verzeichnis einiger in und um Gießen üblicher Provinzialismen. Manches daraus ist nicht aus Gießen und Umgegend beschränkt, bloße Eigenheiten der Aussprache stehen mitten zwischen wirklich nur in der Mlundart gebrauchten Wörtern, mitunter ist wohl mundartliches schon wieder zum Teil ins Hochdeutsche zurück übertragen, z. B. stumpfen für stumpen, vieles fehlt ganz, und der geschulte Germanist von heute mag noch manches auszusetzen! Txtben: aber wir dürfen nicht vergessen, daß Idix mit Schmid's! Verbuch in den ersten Anfängen der mundartlichen Forschung stehen. Schon deshalb verdient er Beachtung. Obendrein ist es interessant, wie : ■ große Mehrzahl der angeführten Ausdrücke noch heute fröhlich weiter lebt. Einiges Verschwundene ist mit der dadurch bezeichnetcn Sache zugrunde gegangen, bietet aber mm eben deshalb kulturgeschichtlich Wertvolles. Selt für dort. — gelt für nicht lvahr? Man sagt sogar: Gelten Sie?'— ichwarausfür ausgegäugen. — nacheinem Ort machen für dahin reisen. — nummers für nur etwas, ein wenig. — ein winkelchen für ein bißchen. — ein rüb- belchen von Speisen, ein wenig. — ein Lappen für Beet oder Land in Garten und Feld. — stänpern für stützen; ein Stäuper, das man zum Stützen «unterstellt. — die Bach für der Bach. — Hintergarten für Hausgarten. — Laube für den Boden unterm Dache. — Erbes für Erbsen. — Feldhuhn für Rebhuhn. — Pärd für Pferd. — na nt für nichts: aub für etwas. Im Sprichwort heißt es: Es ist naut, es kömmt v o n a u t. — a l s für immer, stets. — Verstrich für Auktion; ich habe das gestrichen für erstanden. — Kaut für Loch; Käuterchen. kleine Löcher, z. B. für die Grübchen in den Wangen, H e r z k a u t für Herzgrube, Schindkaut ein Schimpfwort. — es war mir vergessen anstatt ich hatte es vergessen. — oder für aber. — alleweil für jetzo. — Trumm, Ende eines Fadens. — di e Trum in statt die Tromntel. — S ch nr a l z k r a u t für Salat. — glatt für gänzlich. — ratte - kahl, wenn etwas ganz verzehrt ist. — die Sch.ore .der Weg um den Wallgraben; schoren graben. — uzen, einen 8nm Besten haben, ein Uz für ein Spaß. — sch epp für schief; sich s che pp und krumm lachen. — ein L a m m e l, eine Bordüre von Schmutz um einen Rock. — Sesselstnhl fiir Lehnstuhl. — Hcckerose für Rose. — Grasblunre für Nelke. — N 2 gc l chc n für Flieder oder Hollunder. — Federröschen für Federnelken. — doppelt bei Blumen für gefüllt. — m i l l, das ist milde für reif. — I ei t für liegt. — wcitl.ä u ft i g beim D Io nn e r für in der Ferne. — rappeln für rasseln. — tappeln für tappen, stark auftreten.. — Tie Tappen für Fußstapfen, — pfetzen für zwicken. — Faddem für Faden. — Der Tuch, L i n n e tu ch für Leinwand. — Schn m a ch e r für Schuster. — Schau für Schuh. — groß m ächtig für sehr groß. — gar mächtig für gar sehr, gar m ü ch t i g schön, n i ch t g a r m ä ch t i g s ch ö n. —, Sch l a f r o ck für Schlepprock. — Stau ch e r für Riuff. — Fallen mautel, Zwickelman - t e l für Saloppe. ,— Wase, Wäsercheu für Base, Böschen. R a n g e r s ch e für römischer Kohl. — Vorreiber für Riegel. — greinen für meinen. — kreischen für schreien. — es vad naut für es hilft nichts; mau sagt auch zusammen: ES hilft und b ad n a n t. — H a n s ehre n für Vorplatz im Eingang des Hauses. - Steeg c für Treppe. — Gais für Ziege, sauwohl für wohl, ime eine Sau. — Flacht für Dampf, übler Geruch, .— Vogclskorb für Käfig. — Fut her für Futter. — Kernerbsen für Schotenerbseu. — zisseln für schütteln. — Offen für Ochsen. — geschickt für artig und sittsam. — abscheulich, und grausam vor allem Ungewöhnlichen, auch im guten Verstände, z. B. abscheulich schön, grausam gelehrt. — Sack für Tasche, z. B. aus seinem Sack hergeben, Sackuhr, S a ck m e s s e r , Sacktuch für Schnupftuch, — die Köhl statt der Kohl. — Pfirsching für Psirsä-en. — das dies Kräutz, das böse Kreutz für Trübsal. — lu ern für lauern. — Greinhaas für Kaninchen. — gebeitzter Brate n für Sauerbraten, Essigbraten. — es steht mir zur Hand für es ist mir zur Hand. — Flans für Flachs. — schwätzen für plaudern. — gehl für gelb. — das ift der best für daS ist am besten. — Quätsche für Zwetschke. — 5) onig und» H oho für Mus oder Latwerge; daher, wenn man es näher bestimmen will Quätschenhonig, B i e n e n h o wi g. —Bräu für Brühe. — rechtschaffen für hinlänglich, tüchtig, z. B. es kocht rechtschaffen, einen r e ch t s ch a f f e n a u s p r ü - geln. — Schwede! für dasjenige, Ivas man von einem Schmause mitnimml oder geschickt bekomimt. — Krvtzen für den Grobs mit Obst. — Rauau für Renette. — Klebber für Käser — einen zanken für mit einem zanken; er ist gezankt worden. — Butterschnitte für Butterbrot. — Bau m - wollen Garn für Baumwolle, denn man sagt auch Wolle- Garn, Linnen Garn. — schnappen für hinken, aus eine Seite wanken, der Tisch schnappt. — Aesche für Asche. — f ischpe rn für flüstern. — Au hr für Uhr. — man schlägt zwölf für es schlägt zwölf. — ein groß Gefährte für viele Umstände. — Staube nt für Student. — Metzelsuppe für Schmaus beim Hausschlachten. — dvltern für stolpern. — Kitzel (für Kissel), cin lleines Kissen, das zur Unterlage dient, weirn auf dem Kopse getragen toird. — Gerap, Jnnege- rausch für Eingeweide. — s i ch tummeln fiir sich eilen. — Schlappschuh für Pantoffeln. — Laib, ein ganzes Brot von gewisser Größe. — Leibchen, das, für Korsettchen. — Haust für Haufen von Garben. — Bau sch Stroh für Bund. — Pull (Pfuhl) für Pfütze. — gautzen für bellen. — N acht- zeug, Haube der Mägde zum Staat. — Matrazen (und contracte) Marazen- Kappe, alltägliche Haube der Mägde. —• Französische Haube, Negligee-Haube der vornehmen Damen. — ures für übettwüssig. — Spiel für Menge, z. B. da war ein Leute-Spiel. — Bleifeder für Bleistift. — Schälchen für Tasse. —s Ehle für Me. — Platzen für klatschen, eine Platz für eine Klatsche. — versteckeln für verstecken. — Hagen für hauen. — der Bändel für das Bjand. — Lntscher, etwas, woran der Säugling zullt. — Putzschcre für Lichthupe. — Gulicht (Gaucklicht), ein Stück Unschlittlicht, im Gegensatz von Oellicht. — Holler für Hollunder. — Stein für Kern im Obst; daher Steinobst. — Er schreibt sichPeter für er heißt Peter. — an für fast, z. B. an die vier Gulden. — Vers chänden für verunstalten. i— Schlupp für Schleife. — rutschen für glitschen, z. B. das Brot null nicht rutschen. — an f der Karte spielen statt in der Karte spielen. — Mussig für Musik. — Freunde für Verwandte, die ganze Freundschaft. — gerne ft für gewesen. — eich sein da für ich bin da; ich sein gewest für ich bin gewesen. — gälern für schwatzen, scherzen. — zum teuersten für sogar. — Prast für Kummer; sich über etwas Wessen, — Es ist ihm ein Fluß gefallen für er hat einen Schlag!- oder Steckfluß gekriegt; bei Kindern: es ist ihm ein) Flüßchen gefallen. — m e r k i s ch, einer, der ein gut Gedächtnis hat. ;— Stählchen für Probe, Muster. — Ich bin es ein für ich bin es gewohnt. — wider einen sagen, über einen sagen für zn oder gegen jemanden sagen. — fl in er Sache gcfahr (gefährlich) sein für einer Sache nachtrachten. — rosseln für röcheln. — M ittag für Nachmittag. — Mairnn-Erde (Majoran-Erde, wie sie zum Majoran erfordert loird) für lockere Erde. — Taigscher für gemischles Brot. Weck für weißes Brot. — Sorgstuhl für Großvatcrstuhl. — Provct für Abtritt. -— Profitcken, ettoas von Blech, um das uiedergebraunte Licht darauf ausbrenuen zu lassen. — Popeir für Papier. — Gewalt, gewaltig für viel. — Dreher für Drechsler. — k l e p p e n für läuten. — Nupp e n für Grillen, Launen. — nützlich für niedlich. — tansig für tausend. — knöpsch für knapp, geputzt. — schuppen für stioßen. - - di e Voigt, Sonnenvvigt für der Fächer. — S o l p e r s l e i sch für Pökelfleisch. — st u nt pfen für stoßen. — uccksen für necken. — die Biere für die Birne, — ne u - s ch i e r i,g für neugierig. d i e K r ä n k e für die Epilepsie. — Ein Ußlnamc für Spottname. — ab tun für schlachten. — bro ckelhaft, wo viele Brocken darinnen sind. — Eine U n - s um m c für eine unendlich große Summe. — Stücke!che n für Stückchen. — Feldgut für liegende Gründe. — das Tippe für der Tops. — der Kröpfen, eisernes Kochgeschirr. — Pfan n ein k u che n für Eierkuchen. — seltsam für selten, z. B>. das kömmt gar seltsam an mich. — rippen für reiben. Nipperkl ein für sehr klein. — eine Prack) t von einer Sache statt eine prächtige Sache. — Leihtnch für Bettuch. — s ch \v> enke n für ausspi'ilcn. 664 vüchettisq. — Albrecht Dürers Leben. Bon Willy Pastor- Broschiert Mt. 4 ,-, gebunden 3)lf. 5,-. Neichsverlag Hermann Katkoff, Berlin W 35. — Was ist das Unterscheidende des vorliegenden TürerbucheS von dem bekannten älteren? Ganz kurz gesagt, liegt es darin, daß hier vornehmlich das Deutsche im Dürer herausgearbeitet wurde. Bei der südlichen Orientierung unserer gesamten Kunstgeschichte hatte man sich mehr und mehr daran gewöhnt, Dürer von der italienischen Renaissance aus zu sehen und zu beurteilen. Das führte zu einer Licht- und Schaltenverteilung, bei der manches für den deiltschen Dürer wesentliche Werk zu kurz kam und andere nur deshalb stark betont wurden, weil sich in ihnen italienische Anklänge fanden. Man war auf dem besten Wege, einen .lateinischen Dürer* zu konstruieren. Dagegen wendet sich das Pastorsche Buch, nicht etwa in Widerlegungen der anders Denkenden, sondern in einer rein aufbauenden Arbeit. — Max Adler: Die Tanzsymphonie. Georg Müller Verlag, München. — ES ist ein seltsames Buch, das mit der Sprache der Jüngsten unserer Literatur in eine Psyche hineinführt, deren Schwerkraft außerhalb des allgemeinen Mittelpunktes verlagert ist. Diese Art, zu sehen und zu gestalten, drängt auf eine so starke Konzentrierung des eigentlich Gegebenen hin, daß selbst zum vollen Verständnis Wesentliches außer Beachtung bleibt, und es daher oft schwer fällt, den Absichten des Verfassers zu folgen. Es seht demnach Leser voraus, die nicht gewohnt sind, über die Zeilen leichtfertig hin,vegzugi eiten. Solche werden den Eigenarten des Werkes mit tiefer Nachdenklichkeit nachspüren und die Schicksale des nach innen horchenden Abseiters in dieser säst ekstatischen Form voll zu würdigen ivissen. Es ist Musik in diesem Werke, das Beethoven- Tanzsy,npho>iie zum symbolischen Mittelpunkte hat, aber nicht die Programmustk unserer Tage, sondern eine Musik, die sich bewußt der abstrakten Formgebung nähert. —■ Heinz Sterlings Slbcnteuet' im 'Sflorgcit« lande. Eine Erzählung für die reifere Jugend von F e d o r von Z o b e l t i tz. Mit Bildern von Alfred Roloff. (Verlag von Ullstein & Co., Berlin.) - Deutsche Schatten- und Scherenbilder aus drei Jahrhunderten. Herausgegeben von Martin Knapp. Mit rund 260 Abbildungen. Der gelbe Verlag in Dachau bei München. Preis 2,20 Mk. Es ist ein verdienstvolles Werk, dre Schatten und Scherenbildkunst dreier Jahrhunderte in dieser faßlichen und übersichtlichen Form zusammenzustellen. Von der ältesten bis jetzt bekannten deutschen Silhouette, einem Tübinger Albumblatt aus dem Jahre 1631, sind alle bebcitlenbereu Vertreter dieser Kunst bis zu den modernsten, wie Pretorius, Carlos Tips und E. M. Enqert, berücksichtigt. Eine gute Einleitung führt in Wesen und Geschichte der Schattenrißkunst ein und reiche Anmerkungen geben nähere Auskunft über die Knust' Es ist ein Merkchen, das für den Weihnachtstisch wie geschaffen ist und sicher manche Anregung zur Wiederbelebung der anmutigen Kunst geben wird, die zur Zeit des klassischen Weimar so sehr verbreitet war. — Das d e n t s ch e Z e i t u n g s w e s e n. Von Erich Feldhaus. Geh. 20 Pfg. Neclams Univ.-Bibliothek. Nr. 5875. Inhalt : Zum Begriff „Zeitung". Die Geschichte der Zeitung. — Tie Mitarbeiter: Ter Journalist, Reporter, Schriftsteller, Dichter. Die Korrespondenzen. Nedaktionsverband. Zum Zeitungsstil. - Das Werden der Zeitung in der Redaktion, im Truckbetrieb. Setzmaschine. Druckpresse. Versand. - Das Rückgrad der Zeitungen: Der Anzeigenteil. — Zeitungen und ' öffentliche Meinung. — Charakteristik deiitscher Zeitungen. Boii der anSlandrschen Presse. - Tie deutschen Zeitschriften. — Em 'Ausblick. Die große BedeutiNig der Presse ist durch den Weltkrieg m die augenfälligste Beleuchtung gerückt ivorden. Um so fesselnder gestaltet sich gerade heule ein Blick hiiiter die Kulissen des moderne,l ZeitiingSbetriebeS, wie ihn der Verfasser, der bei führenden deiltschen Blättern dazu praktische Studien machell konnte, m seiner Schrift dem Leser eröffnet. Wenn dabei auch der ^riedenSdienft des Zeitungsmannes, das Wesen der Zeitungs- heranSgabe, der öffentlichen Meinung, des Anzeigenteils ufw. vor dein Kriege behandelt und kritisch zergliedert werden, so behalten diese Abrisse alls der zeitgenössischen Publizistik als treffliche Schilderungen der Elnrichtlingen iiiid Technik imserer Presse doch auch jetzt ihre volle Bedeiitung. Die Arbeit des Verfassers strebt mcht so sehr wissenschaftliche Vollständigkeit an, als bildhafte, au5 dem Leben gestaltete Einzelschildernng. Sie sucht daneben die qroyeu Zusanunenhänge zwischen deni Denken imb Wirken der Allgemeinheit lind fernem Niederschlage in der Presse ailfzuspüren. L»re stellt sich so als eine Folge dar von unterhaltend-belehrenden Aussätzen über eines der wichtigsten Kapitel aus dem öffentlichen Leben unserer Zeit. Lndwig Richter - Abreiß - Kalender 1917. M't mehr als 150 R'chterbildern. Preis 1,60 Mk. Verlag von Georg Wigand m Leipzig. - Welche Freude, diesen überaus rerzenoen Bilderkalender aiich in diesenl Jahre begrüßen zu büvfcn. Er kommt noch gerade recht, iun sich ein Plätzchen auf den Weihnachtstischen zu sichern. Und er sollte in keine», deutschen Hause fehlen, in dem die Poeste eine Stätte hat, und das darum hält, deutsche Art und christliches Wesen zv pflegen. Gictzener Hausfraueri-Berein. Wochen -Küchenzettel. Svnntag: Selleriefuppe, Rehragout mit Kartoffeln. Montag: Hafersuppe, Rosenkohl mit Salzkartoffeln. Dienstag: Bohnensuppe, Sauerkraut mit Kartoffelbrei. Mittwoch: Kartosftlsuppe, Hasersrikandelleu mit Kartoffeln!. Donnerstag: Grießsuppe, Rotkraut mit Kartoffelbrei. Freitag: Suppe aus Würfeln, Schellfisch mit Kartoffel,i und Senstunke. Samstag: Gemüsesuppe, KartoffelMßc mit Dörrobst. Merkblatt über Pflege und Aufbewahrung der Kartoffeln in den Haushaltungen. . ^ 1- Wirf die Kartoffeln nicht herum iind bestoße sie nicht, denn Druckstelle und rede Bcrletznng der Schale gibt Anlaß zur Fäulnis. 2. Sieh die Kartoffeln wenigstens alle 14 Tage einmal gründe cmrch und sondere diejenigen zum baldige,, Verbrauch ab, die Anzeichen des Verderbens zeigen. 3. Halte peinlich Haus mit der dir zugewiesenen Menge, damit du bis zum 15. August nächsten Jahres auskommst. Wenn irgenü angängig, >koche die Kartoffeln in der Schale. Schälst du sie, so schäle gUNi dünn, denn dicht unter der Schale sitzen die Teile mit dem höchsten Stärkegehalt. Nimm zum täglichen Gebrauch nicht zuerst die be.ten sondern umgekehrt; die schönsten und dicksten Kartoffeln halten sich am längsten. ! 4. Sorge peinlich für gute Durchlüftung der Keller, an warme« T^geii wache die Fenster auf: tonm Kälte eintritt, schließe sic und offne sie nur au frostfreien Stunden ynx Mittagszeit. Kartoffeln dunkel, sonst bekommen sie grüne Schalen Mußt du lüften mtb das Tageslicht dringt zum Fenster herein, so verlange die Fenster mit dunklem Stoff 6. Lnstwärme der Keller darf nicht unter 4- 3° sinken unL • 4 l rr ber ^ }1° Celsius steigen. Tu mußt einen Warntemefferi E Keiler \m schwebenc, aufhängen und dich von der Luftwärme im Spell er uberz eugen. ( 7. 2ege die Kartoffeln nicht in große,. feste Kisten, solider« in Niedrige, mrt Ritzen versehene (Eicrkisten), damit sie nicht hoch lagern und allerseits von der Luft nmspült werde«. Lege wenig- drei Stuck kantige Querhölzer unter die .Aste. Reicht eine iy'iLa **' lege windestE drei Stück kantige Querhölzer aus me Kiste und dann stelle die zweite Kiste auf sie und gegebenenfalls mehrere m der gleichen Wei.se. Tiiirch diese Stapelung ersparst du Kellerraum. In großen, fest geschlossenen Kästen iverden die Kartoffeln orrmpsig und scymecken nicht mehr gut. M rr 8 c. 9 Jt a ? gcIt ^ dir nicht an Raum .um die Kartosselu ans dem Kellerftlßooctaub zerfallenen Aetzkalk zwischen die Kartoffeln: du verhuiderst dadurch das Umsichgreifen der Fäulnis. 11- Werden die geschälten Kartoffeln schwarz beim Kochen oder bekommen iie schwarze Flecken, dann wckrf sie isicht fort, sonder« gieße kurz vor dem Garwerden etwas Essig in daö Kocbwaffer Tu^mrst nchen, daß dre sckyoarzen Kartoffeln weiß iverden. das; die Flecke verschlviirden. ohne daß sich der Geschmack der Kartoffel« verschlechtert. " Gesgraphifchrs verschiebrätsel. Jnnsbrnck — Halle — Belgien — Paris — Bern — Bochum — Schnniz — BreiSgau. Vorstehende Nanren sollen derart untereinander geschoben werden, daß eine Buchstabenreihe, von oben nach unten gelesen den Rainen eines amerikanischen Staates ergibt. Auslösung in nächster Nummer. Auslosung des Magischen Quadrats in voriger Nummer. 11 E R | A E 8 E | L r I I s * i. 8 | E Schulleitung. or. ss Ze»z. Zwilliirgsrnnddrnck und Verlaz der Brühlsschen Nnin«»rsität4-Buch' und Steindrucke' ei. R. tauge. Gießen.