Mittwoch, den 29. November Iriffi Königsträume. Roman von K a r l Busse. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 4. Kapitel. Joses Laskowicz. der Sohn des Schmiedes, hatte lauge durch die trüben Scheiben gesehen. Jetzt stand er auf und humpelte mühselig nach der gegenüberliegenden Wand, ^n einem trogartigen Gefäß lag ein Bündel weißer, gesckßilter W"idenrut'en im Wasser. Er bücttc sich herab und nahm eilte der Ruten auf. Prüfend bog er sie hin und her. Sie war durch das halbstündige Wässern elastisch geworden. Da seufzte Josef Laskowicz und setzte sich an die Arbeit. Das Zimmer war klein, und wenig nur stand darin. Ein derber Tisch, zwei, drei kräftige Stuhle, ein Bett, und auf einem weiteren Stuhl eine zinnerne Waschschüssel. Int Ofen prasselte das Feuer. Davor, hoch ausgeschichtet, lag auf dein hartgestampsteu Lehmboden Brennholz, und gleich dabei ein großer Posten Weidenrnten, mancl)-e geschält und gebleicht, manche noch mit der Rinde darum. Manntgfach.es Handwerizeug lag in der Nähe, nicht sauber geordnet, sondern grad' eben beim Verlassen der Arbeit hingeworsen. Da war die hölzerne Zange zttm Schälen, der Reißer zum Zerspalten der Ruten; seltsam geformte Hobel und hölzerne Formen trieben sich daneben hertun. Von der Unordnung, die an dieser Wand des Zimmers herrschte, stach um so tnerk- würdiqer die Ordnung ab. in der ändere Gerätschaften am Fenster ansgestellt waren. Auch dort Handwerkszeug, aber es biente nicht der Korbarbeit, Neben größeren und kleineren Klötzen weichen Linden- und Birnbaumholzes gab es da verschiedenes Stemm und Stechzeug, wie es die Bildschnitzer brauchen. Eins der Hölzer zeigte schon die Spuren der ersten rohen Bearbeitung. Auf dem Fensterbrett selbst stand eine fertig geschnitzte Madonna. Es war die übliche Arbeit, wte sie dörfische Künstler liefern. Das Gesicht mit starrem Ausdruck, ganz ohne Leben und Lieblichkeit. Nur die Fallet! des Gewandes fielen leidlich schön. „ c - Josef Laskowicz hatte inzwischen mechanisch ferne Arbeit begonnen. Ziemlich rasch flocht er den Boden des Korbes. Dann sanken seine Hände vor, und sein Blick, der noch eben gleichgültig über die weißen Ruten geglitten war, sah seltsam verträumt nach draußen. Die Sanne kant durch die Wollen: in den trüben Scheiben !ag ein schwacher goldener Strahl. Dazu sang das Feuer, und nebenan fiel dumpf der Hammer auf den Amboß der mächtige Hanrmer, den Michael Laskowicz, der Schmied vott Nasgora, schwang. Joses war von Kindheit an so daran gewöhnt, dag er's saunt noch hörte. Nicht Hall und Schall tveckten ihn, wenn er träumte. Unb die Traume durchwoben ia sein gaitzeS Leben, durchwoben es Jahre jund Jahre schott. Mit jedem wurden sre schöner, farbiger,»heißer — mit jedem baute sich das geheime Märchen weiter, dessen Held er selber war, das er jede Stunde durchlebte, das ihm sein Dasein erhektte, und das doch niemals, niemals zu Enoe kam. Draußett rollte jetzt ein Wagen vom Schlosse her dte Chaussee entlang. Rascher, als irgend jemand es chm zu^ getraut hätte, lvar der Krüppel aufgesprungen und ans Fenster gestürzt. Er sah nichts mehr; nur die beschneite, sonnenbeschienene Straße, die Felder drüben, den Kiefernwald. Da rieb er sich die Augen und legte dann die Dana darüber. Sein sonst blasses, abgefallenes Gesicht war leicht gerötet, und die Brust atmete kurz und heftig. In der Schmiede nebenan war der Schlag der Hammer jetzt verstummt. Gleich daraus tönten schwere, ungleichmäßige Schritte im Nebenraum. Michael Laskowicz, der Lchnned, -machte Frühstückspause. Eine dicke Schnitte Brot mit einem Ende Räucherwurst dazu in der einen, das ausgeklappte Taschenmesser in der anderen Hand, so erschien ec bald darauf vor seinem Sohne. Sein Gesicht war berußt, das lederne Schurzfell hing ihm um die Hüften. „Hast schon gegessen, Juschu?" fragte er in seiner rauhen Art. Der Krüppel schreckte auf. ^ „ . r ... „Ich habe keinen Hunger, Vater." Dabei beugte er sich gattz auf seine Flechtarbeit und hantierte eifrig daran herunr Das Gesicht des Schmiedes sah immer finster aus; letzt ward es lwch finsterer. Fast heftig fuhr die Klinge des Messers ms „Es ist dafür gesorgt, daß ich's nicht vergesse," murmelte er. Und lauter: „Bon der Luft lebt kein Mensch. Das geht nun Tag für Tag so. Und der Josef Laskowicz wird ctu Mann dabei, den ein Kind umpustet." Er setzte sich schwer ans einen Stuhl und legte die Faust auf den Tisch. r „ , rt .. „Als ich so alt war wie du," sprach er, „Hab ich gewünscht, daß der Heilige, der so riesenhast stark war und das Christkind trug, vont Himmel käm', um mit mir zu rtngen. Gott vergeh' nur die Sünde: es war lästerlich. Aber wo ich auch hinkam, ich Hab' keine Faust gesunden, die besser hieb wie meine, und keinen Arm, der stärker war. 's war mein Stolz als junger Kerl, und schämen tu’ ich mich noch heut nicht drum! Deine Mutter selig war nicht anders. Hab' ste zum erstenmal gesehen unter den anderen Mädchen, da lacht sie und nimmt die beiden schweren Wassereimer hoch — sw wareti ganz vollgesüllt —, und lacht wieder und larist damit, als wollt' sie zum Tanz. Die anderen denken, sie können's auch; aber nach drei Schritteti müssen fre d« Eimer hinsetzen, daß das Wasser überschwappt. Da halt ich die Frau, wie sie für einen Schmied paßt. Und der Junge, denk' ich. wird so stark werdet! tvie tvir zwei zusammen, und wenn er und ich die Hämmer sausen lassen, fühlt es das Eisen, daß zivei Laskowicze darüber sind Hopla, Freundchen, und jetzt? Warst ein Bub wie kein zweiter, nicht satt zu kriegen, und wild wie der Teufel Und hast du den anderen Löcher in den Kopf geschlagen, so zog ich dir 678 — die Hosen stramm und hieb wohl nach Kräften; aber bei jeden: Schlag hat mir das Herz im Leibe gelacht, daß ich so einen Jungen Hab'." Er schwieg, das Haupt gesenkt, die Brauen in Schmers und Haß zusammengezogen. Die Faust, die auf dem Tisch lag, zuckte; man sah, wie die Muskeln schwollen. Juschn, der Krüppel, hatte sich immer tiefer auf die Arbeit gebeugt, seine Finger flogen fast vor Uebereifer. Die schmale Brust zusammengedrückt, die Wangen jetzt wieder etwas rot, saß er da und flocht. Dann krachte der derbe Tisch unter einem wilden Faustschlag. Michael Laskowicz, der Schmied, erhob sich. „Hopla, Freundchen, und jetzt?" rief er noch einmal, während ein finsterer Blick zu seinen: Sohne hinüberflog, — „jetzt Hab' ich einen kranken Schwächling, der Körbe flicht, dem die Hämmer zu schwer sind, der Tag und Nacht sinniert! Und alles nur deswegen, deswegen!" Er hob beide Fäuste und schüttelte sie drohend nach der Richtung, in der das Schloß lag. Dann wischte er mit dem Arm über die Stirn. „Das böse Blut," murmelte er, „es kommt immer wieder und frißt mich iwch auf." Brummend schritt er in die Schmiede zurück. Aber er fing nicht gleich an zu arbeiten; er stützte sich auf einen der schweren Vorschlagshämmer. Es war sein Groll die ganzen Jahre lang. Er konnte es nicht verwinden, daß gerade sein Sohn der Dorfkrüppel sein sollte, daß gerade er, der starke Michael Laskowicz, solch ein schwachbrüstiges Hühnchen zum Kind besaß. Daß Juschn S lahmte, war ein Unglück, aber er hätte sich damit ausgesöhnt, te dem Baron vielleicht langsam verziehen. Ein lahmer mied war immer noch besser als gar keiner, urrd der Arm war :n der Schmiede nötiger als das Bein. Was ihm jedoch gar nicht in den Kopf wollte, das war die langsame Wandlung, die mit seinem Buben vorgegangen war Da versagte seine Weisheit vollständig. Wo war die Kraft und Wildheit und fröhliche Frische geblieben? Sie steckte doch Nicht im Bein! Uiid trotzdem war nach dem Un- atück ganz allmählich der Juschu ein anderer geworden. Ob das lange, einsame Liegen im Bett schuld war, ob was anderes — er verstand es nicht. Zuerst dachte er: Wenn der SV 1 !?? cr ft wieder gesund ist! Aber er ward gesund, und doch blieb s die alte Geschichte, ja, es ward nur noch schlimmer. m ^^bnttvickelte sich dieses Sinnieren in Juschu, dieses Borsichhintraumen. Fe stärker es ward, um so mehr suchte der Bursch die Einsamkeit, am so weniger nahm er Anteil an allem. Nur sein Körper lebte hier gleichsam in der Schmiede, sein Geist war anderswo. Wo, das wußte selbst k^^^^Bater nicht. Vielleicht hätte Michael Las- die Achseln auch darüber gezuckt. Doch als persön- Uche Beleidigung faßte er es auf, daß Juschn mit der steit !^?^?burger aß, daß sein Gesicht immer blasser und J& e - r ' Körper immer schmaler waro. Die Traume schienen ihn aufzuzehren. „Die Leute haben lose Mäuler," sagte Michael & iz* Är U ^ l0fe ^ äuTer ^den viel. Der Teufel^weiß. ob mV"** T teri1 ' ^ 0 'Mi' meinem Einzigen das Essen r öemiffe dumpfe Groll und die fie i e * 0 Ä l Ä nb !\ 9e9e !!. dieses langsame Hin- stechen. In Blick und Wort kam dieser Groll oft aenua MN Stuäbnitf. Und doch lebte in Michael Laskowicz^ eine tappisch-dlnmpe und tiefe Zärtlichkeit für den Sohn L; HL M ansdrücken konnte, mit der er sich abquälte' We r/i s !tu ^ em Dieb, nach außen schlich K stand noch immer auf den Hammer aestüüt neb?n r vr a§ Snbc ?mer schweren Gedanken war doch triimer das gleiche: er verstand die Wandlung in Juschu nicht L den: Unglück war sie langsam h-?vorgetreten und ffÄ"' r$°r mx bas Unglück, war der Baron daran SH"; autf) heut'. Und wie jedesmal packte er in wider Wut dann den schweren Hammer fester schwana ibn 'bn herabsausen, daß er mit aller Ge- dem' w K“ ' i°.. a V b" nItc Baron Graßnick lag' auf dem Amboß, und er dürfte eine Viertelstrinde zuschlagen. ' cu / e J K Drost, seine Wonne, das gab ihm das Kl fTpVi'* Schläge hörte dasganzeDorf Auch .^osef Laskowicz horte ;re nebenan. Er erkannte dir Vaters daraus. Und jetzt stvrien tte ibn Urstchlustig blickte er uniher. Die Sonne war voller in bie ütknster gekommen: selbst der Lehmboden erhielt etwas oft Da ging ein kurzes Leuchten durch Juschus Augen. Er zog »ich warmer an, setzte die Mütze auf und entnahm dem Handwerkszeug ein Stecheisen. Dann schritt er fast scheu hinaus. Er iah nicht rechts, nicht links. Als er von der Chaussee avvog — noch vor dem Schlosse — hörte er plötzlich eine Stimme, die ihn aufschauen ließ. „Wart' ein Weilchen, Sohn deines Vaters, die Nation hat langer gewartet und kommt auch zurecht. Herrlich steht Jahren " ^ Hebda war ihr Prophet schon vor dreißig <. * ®cm Dilles, seltsames Mäimchen packte ihn vorn am dicken Mantel. Es war Jaii Hebda, früher Schulmeister, aber wegen seiner maßlosen revolutionären Agitation von der Re- gierung abgesetzt. Seitdem lebte er in Nasgora und den: benachbarten Schuldorf, wie es ihm gerade paßte. In beiden Dörfern hatte er Unterkunft in einer elenden Baracke. Er kannte einige Kräuter und erteilte ärztlichen Rat; daneben war er Winkeladvokat, Schreiber, Privatlehrer, der für ein Mittagessen den Kindern eine Nachhilfestunde gab oder den Bauern die Zeitung vorlas. Auch half er wohl inal bei dev Obsternte und den leichteren Gartenarbeiten. Damit fristete er ganz gemächlich sein Leben. . „Was guckst du mich an, Josef Laskowicz!" krächzte er fetzt weiter und schüttelte den Kopf. Die weiße Konfederatka mit der schwarzen Pelzverbrümung saß putzig genug auf dem laugen, ungeschnittenen Haar. „Was meinst du zur Welt? Was sagst du, wie die Flammen lodern?" Juschu schüttelte den Kopf. Euch nicht, Jan Hebda. Wo lodern die Flammen. Ich kenn nicht viel voil dem, was vorgeht." Das kleine, behende Mäiinchen pendelte förmlich hin und her und sprang elastisch wie ein Tänzer trotz seiner 55 Jahre, vor Juschu aus und nieder. twit M a! A ie ^f am ^ W am «anzen Himmel, so wert er ist, mrd dieser hier ,ieht sie nicht. Und der Scnscnl- acht durch die Welt - hu. wie schneidet der Stahl ^ "Ä.^aube miteinander! Das rauscht Tag und Nacht, und das fallt und fällt — und du hörst es nicht >" Er riß ein Zeitungsblatt ans der Tasche, den „Dziennik Poznans!: , und fuchtelte damit in der Luft herum. skowrcz, die Freiheit ist so. alt wie die Welt und inng wie diese Stunde. Wlenn sie ihr Banner entrollt w 0^1 er ft im nicht? Und das Banner flattert neu sttzt für Polen und ruft dich. Warum stehst du noch hier? der^ind stchME" diad. anstatt drüben den zu gehen. H°nd1Lde^ *° 8 bliche Gesicht. Seine nMrt meinem Fuß?" fragte er nur. Jan Hebda schlug sich vor die Stirn. *>“«$ die Welt, gewöhne dich daran, daß die Aehren fallen. Hast recht, Söhnchen Krüvvel brauchen sie nicht. Aber sie brauchen Männer, Männer, lind so sollen die Krüppel und Greise die Weiber und die Kinder in den Kirchen knien imb beten EJL i e ^ e0 V @ ? »P 9 * 1830 ' ^ war's 1848, so sows jetzt fern 1863, rm Jahre des Heils, wo die Freiheit aufaebt l, n ^ Hbbda tvar ihr Prophet'"^ Er drehte sich auf dem Absatz. ^ ¥ ) "Holt' nnch nicht auf, Söhnchen, die Zeit ist kurz " . im war er fort, denn er hatte auf der Chaussee Bauern bemerkt, dem er in kurze,: Sprüngen nacklies Juschu Laskowicz hörte noch sein Heltes, krächzendes ^sen ^ „Wart e:n Weilchen, Sohn deines Vaters!" (Fortsetzung folgt.) Die hohe Mark im Taunus.*) " Kamp fvescitigimgen angelegt wur-den, ist nicht zur Gewißheit ftÄll * * «"fÄÄ 679 gekommen, sie mögen vielmehr zur Erschwerung des Zugangs be- ittmmt, als Zufluchtsstätten und zur Bergung der Geräte, Waffen, Herden und Nahrungsmittel gedient haben. Die einfache Bauweiish der in der Hohen Mark nach vovhanoenen Reste von Ringmauern deutet darauf hin, daß diese Schutzwälle schon der Zeit vor der Romerherrscl-aft angehörten, wenn sie auch in späteren Jahrhunderte» ll **9 bmutzt worden sein nrögen. Der Altkönig, dieser schönste Berg des Taunus, der die markantesten Ringwälle auftvevt, gehörte «ur Cwnberger Mark. Jedenfalls aber standen die Befestigungs- walle der Hohen Mark in Bchieh'nng zu den Verteidigungs-Werken des übrigen Taunus. Die ersten Spuren von Gräben, die den nach dem Altkönig hinaufziehenden Weg begleiten, sind nördlich von Hochstadt jenseits der Straße zu finden, die von Oberursel nach llronberg führt. An dem Wäg, der von Oberursel, unter den Cu- stines-Schanzen her, nach dem Hesselberg sich hinzieyt, befinden sich verschlungene Ringwälle; ein weiterer Steinwall geht nordwärts nach dem Urselbach. Beide Schutzwehren haben wohl zum Schutze von Ursel, Stetten und Bommersheim gedient. Wenn diese Befestigungen auch nicht als Berteidigungswerke, sondern als Zufluchtsstätten errichtet waren — denn die Gernranen zogen es immer vor. den sie bedrängeiiden Feind im offenen Ftzlds anzugreifen — so haben sie doch Unfalls den Römern mtt Veranlassung gegeben, ihre Bauten in der Hohen Mark zur Befesttgungi ihrer Herrschaft und gegen Einfälle in ihre Linien aufzuführen« Ueberall finden sich Reste von Türmen und Kastellen zur Sette des römischen Pfahlgrabens. Die bedeutsame Geschichte der großen Wäldgemeinschaft Hohe Scharff im Archiv für Frankfurter Geschichte Urrd Kunst 1862 anschaulich behandelt; einiges sei daraus wiedergegeben; , „Homburg trat an die Stelle der Saalburg-, als diese verschwand: die Römerstraße nach der Niederlassung an der Nidda führt seib- an Homburg vorüber. Ursel! lind wahrscheinlich auch Stedten sind alter als Homburg, die Märkerdinge der hohen Mark blieben rn Oberiirsell, auch als Homburg den Vorsitz erlangt hatte. Die Dörfer waren die ältesten Niederlassungen, weit spater entstanden Homburg, Cronberg und Königstein, später noch die Stadt Frankfurt. Nach den Römern kam die Völkerwanderung und nicht lange uaZ dieser, rm achten wid neunten Jahrhuiidert treten in über- ^schendst^ Weise eine Menge von Dürfen auf, welche geordnete Eigentums-, Gemeinde- und Kirchen-Verhältnisse besitzen. Es ist Nicht denkbar, daß dies alles in der verhältnismäßig km-zen Zeit nach der Völkerwanderung geschafien wordeii sei, es muß fett Jahlr- hunderten schon sich herrausgebildet haben. Aber vor diesen Zeiten war eben die Schn ft unbekannt alle rechtlichen Verhältnisse wurden ^^?k,bder Gemeinde-Versammlungen mündlich geordnet, im Gedächtnis der Umstehenden wurden sie bewahrt. Tie Römer schrie- betraf, und ebenso im neunten und, Sehnten Jahrhundert die Geistlichen wieder. Alle, oder doch fast alle Mitteilungen über Dörfer aus der'genannten Zett beziehen sich auf Klöster gemacht wurden, sie ^NÄc^bdergele-gt, und so finden wir sie heute noch in- den ältesten Schrifturkunden, zugleich mtt den Namen der betreffen- wordm sttchie niedergeschrieben, nicht aber zuerst genannt; r&Z ^Etet uns mm die hohe M ark ein merkwürdiges Bei- ^iel für die Zähigkeit, mtt welcher in Berg und Wäld die Sitte hafitt, um so interessanter als es dieselben Menschen sind', welche s^atlick-eii oder bürgerlichen Verhältnissen dem gewaltigen Strome der Zeitverhältnisse folgen, die Einen diesem, die Andern eurem andern Staate zugeteilt werden, daneben aber in allen Vk-r" srch auf ihren Wäld beziehen, durch Jahrhunderte uranfanglichen Sitte fefthalten. Tenn! Wi an diesem- hatten die be- hohe Mark blieb dieselbie bis in die ersten Zeilen des ^ lwr (l6cr Ech höchst wahrscheinlich viele L^hmckeNe b«ntS rn derselbe Verfassung gewesen wie wir sie J» ?fr ältesten ^rku^e darüber, iN dcnr „Weisttzume" vton 1401 Ketten ^lben die Märker auf das uralte Her- ^^n sich berufen, und haben daran festgehalten in umoichstigeri sowohl wie in wichttgen ^>achen. Eine sehr beachtenslverte Tatsache macht es wahrscheinlich, daß die hohe Mark über die Zeiten der ^A^Mkrercht die Zusammengehörigkeit nämlich der Bewohner ^bssetts ebenso wre lenserts der Höhe und des Pfahlgrabens' Dia starch gleichlnäßig zu den Bewohnern von Homburg, ^^ ^^-^^ ^^b^E Neiffenberg, Arnoldshain und Bionu- bach und sie umfaßte Mall)er der Janjseite ebenso wie die Wald- Lezrr^ auf dem südlichen Abhang des Taunus. W^slich, ^uau den Bereich der hohen Mark anzu- geben, da sich viele Streitigkeiten im Laufe der Zeiten über die Grenzen echobeu, und diese Streitfragen noch zuletzt die Teilung der hohen Mark nicht wenig erschwert hab^n- 7^ Ä'is ^ c? C Wyc Märk instand, waren im 7^-'verschiedenen Herren unter,vorfen. worden, in Betreff ihrer Mark aber waren sie lelbständig geblieben, keinem Landes- hcrin untergeben. Am St. Katharinen tage versammelten sich alle Luf den, Markertag oder Mch-kerding zu Oberursel auf der Aue^ ^ ^^aniglrchen Waldboten oder Waldpot seine Herrlichkeit und Oer Mark Rechte zu „weisen". Solche Weistümer in protolollari- lim find mehrere aufbewahrt, das älteste aus dem Jahre , * ^ bElnn von 1484 werden „die Edlen, Ritter und Ampt- leute, Rath- und Sendboten, welche zu dem Märkerding erschienen auch der ^tadt Frankfurt und der Ritterschaft von Reifienberg Amptleute und Rätl>e angegeben. Waldpot war dev Wel Herr Gottfried, Herr zu Epstein und Müntzenberg, Graffe zu Tietz' er war mtt sammtlichen L-r. Gnaderi Amptleuten und Räthen erschienen und ließ dre große versammelte Menge, Schultheißen. Hübner und.Landmann, welche' in die Märk gehörten, zu Haufen- zusammentreten, das Märkerding hegen und der Mark Recht ™tn ndlich welsen. Damals baten die Märker und Landleute Wiche Eide rhnen zu erlassen, da in vielen Jahren der Mark Recht und Rüge eines Waldbotten Herrlichkeit nicht geweift würden, und öer Alten, die das mehr gesehen und gehöret hätten, gar we-nig am Leben; sie wollten ober als fromme Leute, so viel ihnen von den Alten kund geth-an, dre Weisung thun. Danach wurde dann auch der lLid abgeandcrt, sre schiwuren: daß sie der Mark Recht urid Rüge, }ß Wie iie g von den Alten gehört, lveisen wollten." ^Weistum von 1484 zeigt nun, wie damals schon die Schreiberei über dre Mündlichkeit Oberhand gewonnen. Tie Akärker überreiche ein „Berzettebmg", welches nach ihrer aller Angabe von Simeon Bensherm, wohnhaftig zu Ursel, aufgesetzt worden Für mittwillige Mschäldig-ungen des Waldes galten damals noch die alten rohen Strafen; wer einen Baum schelete, dem wurde ein Darm aus dem Leibe gezogeii und an den Bäum gebunden, und so ^ige imirfre der Schädiger um den Bäumgeführt, die beschädigte Stelle mtt dem eigenen Eingeweide zu verhüllen, bis er zusammch^ die Mark freventlich anzündete, den soll man, so besagt das Weistum, dreimal in das grüßest und dickest Feuer werfen: kommet er darails, so ist der Frevel gebüßt. Es läßt sich gar manches noch darüber Miführen, lvie der Märker gieicyberechtigt mtt den Edeln war, diese rcur die Ersten! unte-. Gleichen fern sollten. Auf den Märkerdingen wiirden die Mär- r e r me i st er gelvählt; sie waren aus den Edeln zu nehmen, mochte man diese nickst haben, aus den Priestern, machte man diese nicht ai ^. ..den Landleutest, die dazu die besten wären. Die 'erwählten Markerineister hatte der Wälpode zu bestätigen und sie sckstvoren zu lassen der Mark getreulich vorzustehen, und gleich damit Umzugehen den Armen wie den Rei^chjen. A?uf deni Märkerding von 1484 laßt der Wätpot das Bedenken stellen, es sei der Katha- rrnentag wegen häufigen Frost und Regens und der kurzen Tageszeit em bequemer Tag, sofern es deii Märkern und LandnWnn ae- ttebe, so wolle er den Bestelltag abändern auf Mittwoch nach Pfing- sten - und als Märker und Ländmann darin auch Gefallen hatten ward daraus von seiner Gnaden mtt Verwilligustg der Märker und Landmann die Abänderung beschlossen. Es zeugt von dem hohen Alter der Kultur dieser Gegend, daß zu Anfang des 15. lFahrhmiderts nicht weittge Torfschaften, die ansehnliche Felder zur.Bebauung gehabt, bereits wieder unterae- gangen und verschwunden sind. Es müssen qewalttge Stürme odev alckauernde BHrängnisse oder Siechtum die Veranlassung dazu ge- beben haben. Tickt bäi Homburg! liegt das H eu ch e l s h e im e r- leid, nordöstlich das Willkommshäuferfeld und der Dlllttiger Berg ber Oberursel der Hauserhain und der Häuserweg. Bon allen diesen Ortschaften ist beretts im Jahre 1401 nicht mehr die Rede. Gatten- hofen und Mtttelnrsel verschwanden vollständiig, d. h. so, daß kein Berechtigter mehr bei den Märkerdingen aufgerufen lourde, erst im Laufe der nächsten 80 Jahre. Um diese Zett auch Torreholzhusett (Tornholzhausen) Nrederstedteii wurde im 30 jährigen Krieg ver- wüstet, cm Rest der Einwohner zog nach Homburg, behielt abev lernen Schultheiß und Gericht; es' wurde all jährlich bis in die Eeste Zeit unter der Lttide im Medersttdter Feld geheget, und der Schultheiß hatte rwch Stimme auf den Märkevdingen der Hoheit Es ist nicht unwichttg, zu verfolgen, wie allnrählich die Bddeu- tung des gemnnen Mähers in! d^n Hintergrund trat, wie dke O r t s v o r st e h er, dre Schultheißen, und unter diesen wieder die- leiiigen der fünf Haupt fl ecken: Homburg, Bon am es, Oberiirsell Praunherm Rerffenberg, auf dän Märkerdingen und außer denselben das Wort führten und die Berechtigten mehr und mehr ver- Endlich, wie die IL ari d e s r e a i eiru n g e n sich einzu- mrschen suchten, dabei aber Mt der W/Ü'ä>e des Obristen Mäickers und Waldpotten m manck^en Strauß gerieteir. Bereits auf dem Märkerdnig von 1545 wurde eine Ordnung zur Bäschlußnahmc vorgelegt, deren Fassung emem Ausschuß übertragen war, i,' ioelck'cm neben Homburg und Könrgsttiii auch, Solnis, Hanau, Ryffenbera (Reifenberg) und andere Dynasten, auch die Stadt Frankfurt ver- treten war, letztere durch Jrrsttnian von Holzhausen, Johann Bölcker »«—.«**™- Markewing ^^ub^,r geklagt, daß durch Aufrichtung vieler Hop- Sorten die Miark sehr ruiniert worden sei. es wurde die Verwendung von Batchenstangen durchgehends verboten. Wenige cftÄ^o^nachher, 1678, vürttre auch das Tobaktrinkeii (rauchen) im !• c ^5 n V ^^lvler Strafe verboten, zur Verhütung des vielfältigen Schadens wegen Ansteckung der Bäume. Es blieb dies nn s.ehknu.es Verbot, das so ivcknjig beachtet lchrrde, wie ähnliche 580 Voli^iveroMmna-en in Frunkfurt. Ein jeder tadelte wohl die sck)laffe^Handhabung der Gesetze aber sich seMt denselben zuMaen. daran dachte keiner. Und doch konnte die große strerhett, ioelche die beteiligten Gemeinden oder die Märker tu der hohen Mark genossen, nur erhalten bleiben hei strenger AufrechterhalLnng der Gesetze, Achtung vor denselben war uw! so nötiger, als bei der herrschenden Gemeinschaft *u befürchten smnd. daß der einzelne nicht geneigt sein werde, für diese Genieinschaft Opfer -u bringen, wohl aber dieselbe in seinem eigEN Interesse möglichst auszubeuten In den -ttayv- hunderten der Erschlaffung, wo man den Mut mcht mehr hatte zu strafen, um das Gemeinwesedr M retten, wo ferner dem Gemern. besten sich unterordnen, jeder aber unbehelligt ferne gpret&ett ge»g niesten fvollte, da wurde das Gesetz Gegenstand des Spottes und her Verachtung, und die Freiheit tvuwe zum UU!hch.l. ’ Ter Wald war verödet, die Markgenossenschaft bedeutungslos geworden, doch wnüden die alten Formen Und Zeremonien autS gewissenhafteste beobachtet. Noch immer wurde bis rn die letzten Zetten das Märkerding damit eingeleitet, daß der Marksäs-rerer, ent Oberförster ober Förster, mit einer Pürschbüchsc den Anwalt von vom- bürg abholte^ Sie ritten nach 8 Uhr auf OVernrsel und wurden von dem Türmer mit Fahne und Trompetenschall angezetgl, am Tore von einer Ehrenlvache begrüßt. Nach entgeltommenem Frühstück zogen der Amvalt mit den MMermeistern Und schultheiyen durch das Untertor nach der Aue: der Markichreier mtt der Pürfch- büchse voran Ans der Aue befand sich Hamburger Mannschaft, gelvöhnlich 20 Bürger, welck>e in Froitt salutierten, unter den Luiden einen Kreis schlossen, In diesen trat der Anwalt mtt den Markmeistern, den Schultheißen, Markschreibern und dem Markfreier. Ter Anwalt stieg ,yu Pf-echi. hieß den Marschreier die Anwesenden mlsrnfen tmd hegte das Märkergeding „mit alletr semen L-olennr- taten und wohlbergebracksten alten Gebräuchen". An die stelle der abtretenden Markmeister witrden neue, gewöhiilich aber dieselben. wied er gewählt, von dem Anwalt verpflichtet oder an die bereits früher übernommenen Pflichten erinnert. TaS Protokoll nmrde im Zelte oder im Markhäuschen niedergeschrieben Der An- nwlt stieg wieder zu Pferd und ließ verlesen, uxa£ der Man zum Besten verordnet lvorden. Hierauf wurde in der Regel das Morrerding geschlossen, Ter Zug ging zurück nach Ursel, es wurde am Tor tvieder salutiert u,rd eine Salve gegeben, alsdann aber, wie bereits im ^otokoll angedeutet wordeu, verfügte mcnt sich ,,rn aller Freundschaftlichkeit zu dem beym Herrn Märkermenter zube-- richtetem Mittagsmahl". „Tie Frevel man anbringt und strafst. Wovon hernach wird cntgeschasit Ein wohlbeftelltes Tractament. Man ißt und trinkt bis an das Endt. Ein Willkommsbecher ist vor die. Welche beim Tractament noch nie Gewesen, der drei Schoppen halt: Ten muß man trinken alsobaldt In einem Zug und zeigen an Das Wahrzeichen so unten dran." Vüchertisch. — Alfred Bratt: Die Welt ohne Hunger, Roman, geh. Mk. 4,—, geb. 5,-. Erich Reiß Verlag. Hier hat ein Neuer, dessen Namen man sich inerten wird, ein Problem behandelt, das von internationaler Bedeutung ist. Die größte und im weitesten Sinne aktuelle Menschheitsfrage — die Welternährung — hat hier überraschend grandiose Gestaltung gesunden. EL ist die Geschichte eines Chemikers, der als Erfinder und Mensch die Erde vom Hunger befreien will. Er versucht dies mit einem Ernährungs- präparat, das als „Bellsckfer Würfel" die Welt auf den Kopf zu stellen droht. Tie Entivicklung dieser Idee, ihre Verwirklichung und ihre ins tiefste gehenden Folgeerscheinungen vereinigen sich zu etnein Gemälde, ans dem alle Farben des modernsten Zeitalters mtt größter Schärte leuchten, zu einer Musik, die vom Baß bis zum Diskant aus den, Niesenorchesler der arbeitenden, ringenden, leidenden und genießenden Menschheit tönt. Arbeitslose und Trust- könig, Politik und Zeitungswesen, Macht, Verbrechen und Glanz begegnen sich, mit seltener Plastik und Kühnheit dargestellt, aus den verschiedensten Schauplätzen der Erde: im Diebel und Kohlendnnst der Handelsstädte, in europäischen und überseeischen Großädten und aui dem Meere. Es ist selten genug, daß trotz solchen Riesenaufgebotes au wechselnden Schauplätzen und hineinspielenden, die ganze Menschheit aufrüttelnden Massendemonstrationen doch das Gesicht der einzelnen Hauptfiguren durchaus innerliches Leben hat. Und ist es wirklich ein Vorzug, daß ein großzügiger Roman bei dem Leser auch äußerliche Spanuung bis zur letzten Seite anslöst, so zeigt dies Buch, wie man spannend sein und doch d «bei nus literarischer und künstlerischer Höhe bleiben kann. — Der flammende Saum. Neue deutsche Märchen von Frida Schanz. Mit Bildern vou Steiner-Prag. (Verlag von Ullstein L Co., Berlin.) — Neue Märchen von Frida Schanz, erfüllt von der zarten, ganz zur kindlichen Phantasie sprechenden Symbolik des Baude» „Ans den alten Zauberbronnen". Mitten im Kriege erscheint das versonnene Buch, dein die Verfasserin die Worte nritgibt: „Ordnungen und Notwendigkeiten der Welt spiegelten sich mir in dieser Märchen Gleichnissen und Ausgleichen. Wie wenn ein wilderKtnderschwarm sich zu Paaren stellt und in schönen' Reigentänzen schreitet." Von den unschuldigen Kleinen erzählt Frida Schanz, die mit dem Rattenfänger im Berg verschwanden, uno von ihrer Rückkehr zur lichten Außenwelt, von der Meerjungser, die falsch sang, von Elken und Heinzelmännchen, von Rose und Schmetterling, von Jungfer Blutenstaub und der Glückserbse; und immer weiß sie, wo sie einen überkommenen Stoff nimmt, ihn mit feinen Händen wiederum zu beseelen. — Eine deutsche Zarin. Denkwürdigkeiten der Kaiserin Katharina II. von Rußland. Herausgegeben von Wilhelm Rath. Mtt 5 Bildnissen. Verlag Wilhelm Langewiesche - Brandt. Ebenhausen bei München. Biegsam kart. Alk. 1,80. Geschenkmäßtg gebunden Mk. 3,—. . ^ — Loebell, Marg.: Vom Seelchen Roselind. Roman eines liebevollen Herzens. Geheftet Mk. 3,50, in Rohleinen gebunden Mk. 4,50. Verlag Ed. Focke'S Buchhandlung. Chemnitz — Walther Weibel: Herren. Bauern und Beamte. Russische Satiren von Russen. Preis 1 Mk. (Verlag von Julius Hoffmann. Sttcktgart) — Der ungemein witzige und treffsichere ironische Inhalt dieses Büchleins gibt klarere Einblicke in die russische Volksseele als maucher ui ifangreiche Band, der diesem Thema gewidmet ist. Es vereinigt eine Anzahl von Skizzen, die während des Krieges in der russischen Prelle evfct)icnen sind; sie erörtern die großen Fragen, die der Krieg neu ausgerollt oder schärfer beleuchtet hat, in der dramatisch zugespitzten Form der schonungslosen, alles Menschliche aber mit einein Lächeln entschuldigenden Satire. . — „Blut u n d E i s e n*. Kriegsnovellen von Franz Laver Kappus. Preis 1 Mk. 50 Psg. Julius Hoffmann Verlag. Stuttgart 1916. — „Wie unsere Gegner den Krieg sehen." Bilder vom Kriege, ausgenommen von nnfereu Gegnern. Gesammelt und mit einer Einleitimg heransgegeben von Erich Schoittek. Ein O-uartband mit 200 Bildern. Verlag Grethlein L Co., G. nt. b. H., Leipzig und Berlin. Gebunden Mk. 2,60. - Wie Misere Gegner den Krieg sehen, will das wis vorliegende gediegen aiisgestattete Bildwerk zeigen. ES läßt tit rund 200 hervorragenden Reproduktionen das Kriegs- und Heimatlebei, in den Ländern der Enteiite a>n Beschauer vorüberziehen lind gibt damit einen tieferen und wahrheitsgetreueren Einblick in die Feindesländer als das geschriebene Wort es vermag. Demi nicht diirch die Brille eines neutralen Zeitungsmannes, solider« diirch das klare Objektiv des photographische,i Apparates lernen wir die Stinunlingen uiid Gefühle der Feinde kennen. — W e i h n a ch t s h e f t e für nufere Soldaten hat auch in diesem Jahre der Verlag von Martin Warneck in Berlin wieder herausgegeben lUid zivar: v. Lahusen: Licht, Liebe, Leben. Ein Wort an die Brüder im Felde. Weihnachten 1916. — v. Di. Conrad: Zur dritten Kriegs,veihnacht. Ein Weihnachts- qrnß für Heer und Flotte. - Psr. H. Priebe: Das Leben ist erschienen. Eine Weihnochtspredigt für liniere Brüder im Felde. — Psr. Ed. Le Senr: Teiinoch l Ein Weihnnchtsgruß an unsere Brüder im Felde. — Preis 10 Pfg. 100 Heste Mk 8,-. — Meyers Hi st orisch-Geographischer Kalender für das Jahr 1917. 21. Jahrgang. Mit 365 erläuterten, die Geschichte des Weltkrieges 1914/16 chronologisch begleitenden Abbildungen, historisch lind geographisch denkivürdigeil Landschaft.- uiid Städtebildern, Bildnissen, Darstelliliigen aus den, Gebiete der Literatur-, Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte, Gedenktagen. Sprüchen, Gedichten und Zitaten, einer Jahresnbersieht mit astronomischen Notizen, einem Register und einen, Kalendarium aus der 9lückseite. Als Abreißkalcuder eingerichtet. Preis 2 Mk. Verlag des Bibliographischen Jnslitlits in Leipzig und Wien. — Mari passant: Der Strick, der Orden, Der Esel, Clochette, Alls der Reise, Selbstmorde, ist der Inhalt der Nr. 48 der „Weltliteratur". die z»lln Preise von 10 Pfg. überall erhältlich ist und sich besonders zil»n Versand ins Feld eignet. Verlag der „Weltliteratur", München 2, Färbergraben 24. - Die Bodenreform. Griindsätzliches und Geschichtliches zur Erkenntliis und Ueberwindung der sozialeu Not. Von Adolf Damaschke. Zehnte vermehrte Auflage. Verlag von Gustav Fischer in Jena. 490 Seiten. Preis brosch. 3,25 Mk., vornehm gebunden 3,85 Mk. - Magisches VuadraS. In die Felder nebenstehenden Qiiabrat3 sind die Buchstaben AAEEEESHISSSLLRR derart eiuzutragen, daß die ivagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Griechische Göttin. 2. Ein Tier. 3. Ein Nahrungsmittel. 4. Schmackhaften Fisch. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nummer: S t u r z b a ch. Echristleitung: Ir. R. Zenz. — Zrvillingsrunddruck urid Verlag der Briihl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.