Der Radium-Vulkan. Nom an von St. E. White und S. H. Adams, Autorisierte Nebersetzung. — Nachdruck verboten^ (Fortsetzung.) „Hierauf wandte sich sein Interesse den Naturkräften «u. In einem offenen Stahlnetz-Laboratorium studierte er den Blitz: doch mit wenig greifbaren Resultaten, außer rheumatischen Anfällen und einem verbesserten elektrischen Stromunterbrecher, den eine der großen Telegraphengesell- schafteu eiuführte. Sein Rheuma zwang ihn bald, die Experimente einznstcllen. Wahrscheinlich veranlaßte ihn das große Problem der Krafterforschung zu den Versuchen, die elektrischen Wellen an den Butzen zu studieren. Jedenfalls war er bald so in das Studium der Elektrizität vertieft, wie sein Laichs um nn Hertz. Wie er oft zu sagen pflegte, wunderte er sich selbst, daß er dieses Studium nicht schon früher ausgenommen hatte — das Gebiet der Kräfte, das er jetzt erforschen wollte, erstreckte sich über die ganze unermeßliche Welt der Aetherwellen, von denen, die wir mit dem Gehör, bis zu denen, die wir mit dem Gesicht wahrnehmen. Auf diesem Wege kam er ganz natürlich zu den bedeutendsten radioaktiven Elementen, dem Uraniurn, Thorium und Radium. Schließlich verfiel er auf die Idee, die ihm zum Erfolg verhelfen und das Leben kosten sollte. In den Cingelveiden der Erde mußte das Geheimnis verborgen fern! Er machte sich an die Vulkane — Erscheint Ihnen das närrisch? Hätten Eie den Mann gekannt, dann würden Sie es nicht mehr läck>erlich finden. Er war ein Mühender Enthusiast, der eborene Märtyrer, nicht so fischblütig wie wir, in seinen ldern rollte Feuer-- Wir gingen auf die Jagd nach Vulkanen, denn Professor Schermerhorns Theorie zufolge wurden vulkanische Ansbrüche von einer unbekannten Kraft verursacht, deren Wir- knMrr weder den Explosionen noch der Wärme allein zuzuschreiben wären, sondern einer crnoevem Kraftquelle — Radium meinetwegen, nur nannte er es nicht so. Das Radium, das unsere modernen Gelehrten kennen, betrachtete er als harmlosen Zeitvertreib für Leute, die nichts Besseres zu tun haben. Kraft in so minimalen Mengen sck)ätzte er nichts Kurzum, wir bewegten unS andauernd zwischen Vulkanen. Allmählich «geivöhnte.ich mich, denn auch derartig an baS Kampieren in: Umkreis sämtlick)er Höllenpfuhl-Arten, daß mir der Qualm eines Schwesclhölzcl-ens wie reinste Himmelsluft vorkam. Wo immer ein Pickel der alten Erde zu einer Beule znsammensck^vären wollte, »vciren wir dabei, bis der Doktor sich schließlich so durch und durch vergiftet hatte, daß er die Sache aufgeben und nach Philadelphia zurückkehven mußte. Dort erbettelte ein bejahrter, zurzeit auf dem Trockenen sitzender Seemann einen Dollar von dem Professor — was übrigens kein Kunststück lrmr — und ei> toälmte beim Herbeten seiner Leiden sMschiclste auch jenen kleinen Hexenkessel höllischer Bosheiten — eine vulkanische Insel, die nicht ans der Karte stand und ihm allein bekannt war. „Da ist ja endlich, wonach wir so lange vergeblich gesucht haben, Percy!" sagte er in seiner seltsamen, tar^ gedehnten Sprechweise. „Ein kleines Privat-Vulkanlabora- torium ganz für uns allein. Total unbekannt, auf keiner Karte zu finden. Morgen fahren wir ab!" Ob ich mitwollte oder nicht, hat der Doktor mich nie gefragt. Das nahm er als ganz selbstverständlich an. Ich sagte ihm auch nicht, daß die drei LebensversiclsermM- gesellschasten, die, auf meine gute Konstitution bauend, mich in törichter Vertrauensseligkeit ausgenommen batten, die wahnsinnigsten Anstrengungen gemacht hatten, sich mit mir über die Policen zu vergleichen. Sie fühlten sich über- vortcilt. Was nützt einem schließlich die beste Konstttution, wenn inan ans Vulkanen wandelt? Es hatte auch gar keinen Zweck, die Sache dem Doktor mitzuteilen, er hätte sich nur darüber geärgert. Außerdem glaubte ich nicht an das Vorhandensein jener Insel, die ich für ein Phantasiegebilda des gestrandeten Seemanns hielt. Ms sie eines Tage- wirklich an dem bezeichnten Fleck auftauchte, war niemand so erstaunt, wie das riskante Versicherungsobjekt, das jetzt vor Ihnen sitzt. WaS die Beschaffenheit der Insel crnbetrifft. so muß ich zngeb-cn, daß sie den Angaben des alten Seebären auf das genaueste entsprach Dort unten am Strande. wo Sie sich aufhielten, Stade, hatten Sie freilich keinen rechten Einblick in die Sache, aber weiter oben, wo wir hausen, ko nn te n Sie alles für Ihr (Mo haben. Eieyser, heiße Quellen, rauchende Spalten, versckMitzte Miniaturkrater voll lockender Lava, die fofort in halben Portionen heiß serviert iver- den konnte, mehr Gase, als Sie in sämtlichen chemifckwn Laboratorien der Welt hervorzubringen imstande ind: kurzum, der Ort war wie geschliffen zu einem paradiesi chm Gefilde für Satanas in höchsteigener Person und — Doktor Schennerhorn! In den ersten sieben Monaten betätigte er sich fast ans- schließlich in der Nähe der kleinen Ranchlöck)er, nur gelegentlich machte er einen Ausflug nach dem Hauptkrater. Meine Pflicht bestand darin, hinter ihm zu m'bcit und ihn wegzuschleppcn, wenn er bewußtlos wurde. Manchmal versuchte ich, ihn fortznziehen, ehe er so weit war Dann «geriet er in Äut nnb schlug mn sich Vielleicht büßte ich dadurch sein Vertrauen ein: denn er zog sich mehr und inehr in sich selbst zurück. Tagelang sprach er überhaupt kein Wort mit mir. Wissen Sie, iveshalb ich Sie damals so oft am Strande besuchte, SUrdc? Sie glaubten, daß ich Sie üdcrivack>en wollte. O nein, ich tat es nur, ich mich vereinsamt fühlte. Auch girrg öS mir wirklich nahs; deirn den alten Mann mußte man gern leiben, und zuzeiten schien er gar nicht derselbe zu sein Darf ich Sie um Hg Z ündhölzer bitten? Danke — ta m 546 Zuweilen ging die Sache schief: dann fauchte der Doktor wie seine kleinen Krater, brummte langatmige Verwünschungen urid wollte nichts essen. Doch der Dämon her Arbeit hetzte ihn bald wieder zwischen Krater und Laboratorium hin mrd her, wo er unentzifferbare Notizen inS Buch kritzelte. Er besaß eine besondere Vorrichtung in Gestalt einer seltsam «gesonnten Retorte, mittels der er die Gase aus den Kratern auffing. Wenn ich Hörte, daß er eine dieser Retorten wütend zerschmetterte, dairn wüßte ich: heute ist ein Unglücks tag. Inzwischen zeigte der Vulkan aber auch — daß er Temperament besaß. So verstrichen fünfviertel Jahre — anderthalb, und ich begann schon zu zweifeln, ob wir die Insel jernals! verlassen würden. Mein Tabak ging auf die Neige, und die Leute wurden unruhig, so daß meine Besuche am Strande sich recht interessant gestalteten. Eines Tages kam der Doktor mit strahlendem Gesicht aus. dem Laboratorium. „Jetzt dauert es nicht mehr lange, Percy," sagte er in dem alten Ton. „Fetzt nicht mehr. Der erste wirÜiche Erfolg! Wir müssen die Kraft bloß noch unter unsere Kontrolle bringen! Aber das Ziel ist erreicht!" „Es ist aber auch die höchste Zeit, Herr Doktor," erwiderte ich. „Wenn nicht bald etwas geschieht, werden wir mit den Leuten Schwierigkeiten haben." „So?" fragte er erstaunt. „Aber tun könnten sie uns nichts — gar nichts," setzte er hinzu, sein großes Haupt vertrauensvoll hin und her wiegend. „Wir sind bewaffnet." „Allerdings, sie aber auch." „Uns stehen Wasser: zu Gebote, wie sie noch nie ein Mensch besaß," wiederholte er, brach dann aber kurz ab und ließ mich stehen. Seitdem denke ich darüber nach, was wohl geschehen Ware, wenn die Leute uns angegriffen hätten. Es wäre sehenswert gewesen und — überraschend! Dessen bin ich gewiß. Vielleicht hätte ich dann etwas mehr von dem großen Geheimnis erfahren-Jetzt ist alles so dunkel m hier und da nur ein Fünkchen — — ein paar Theorien — H ein bloßes Aufdämmern ^ —>" 5. Kapitel. Cele stium. „Wie ich die nächsten sechs Monate verbrachte, kann ich Ihnen kaum beschreiben! Zuweilen langweilte ich mich ßirchterlich. Doch gab die Beimischung des Geheimnisvollem Ungewissen und der schlummernden Gefahr der Sache immerhin einen Reiz. In den Perioden tödlichen Stumpfsinns fand ich einiges Vergnügen darin, das Lager zu besuchen urch den Nigger zu necken. Slade wird Ihnen wohl schon erzählt haben, daß jener über einen unerschöpflichen Fonds an Aberglauben verfügte. Was er noch nicht wußte, lernte er durch mich hinzu und ich bin überzengt, daß er, falls er in seine Heimat zurückgekehrt wäre, beachtenswerte Bei- trage zur afrikanisch-amerikanischen Hexenlehre hätte liefern können. ^ Entsinnen Sie sich noch der Vampire, Slade? Und der Deufelsflammen? Natürlich hütete ich mich wohl zu erwähnen, daß ich über diese Svukangelegenheit selbst nicht Bescheid wußte. Doch bildete sie damals eüve Quelle des Vergnügens für mich, obgleich ich mir stets bewußt war, m:t dieser Art Zeitvertreib ein gefährliches Spiel zu spielen, ^.o:e keineswegs freundlichen, sondern immer halb zwei- xlnden, -halb furchtsamen Blicke der Leute mir bewiesen. Selbjt in Handy Salomons, des großen Realisten, Seele chlummerte ein Fünkchen Aberglaube, bei dem man ihn assen konnte Nur Gagen — Slcche wollte ich sagen — war aber mich erhaben. Ich habe mir in jenen Tagen genug über Sie den Kops zerbrochen, Slade-r— Wie ich schon erwähnte, beunruhigte mich des Doktors Benehmen öfters. Er hätte mir ein wenig mehr Vertrauen schenken können. Wenn ich nachts umherschlenderte, ließ er häufig seine merkwürdigen Lichter spielen, die bisweilen geradezu erschreckend wirkten. Zufällig machte ich, von einem erhöhten Platz hinunterschauend, eines Abends die Entdeckung, daß ihr Ausgangspunkt nicht das Laboratoriunr war. Der Doktor arbeitete stets im Freien, wenn er dieses Licht erzeugte. Eimnal nahm das Experiment eine ernste Wendung. Das nacferube Licht war erloschen und Doktor Schermerhorn ins Laboratorium zurückgekehrt. Ich kan: gerade den Bach herauf, als er plötzlich die Tür aufriß stiid heraüsstürzte, nÄS mit einem Unterhemd und einen: Paar abgetragenen HosM bekleidet. Um seine Hüfte flimmerte eine Art Glorienschein^ der sofort erlosch, als er kopfüber in die kalte Quelle sprang. Natürlich zog ich ihn sofort heraus. Er schien ganz be^ nommen urid antwortete auf meine Fragen nnr durch Ge-, murmel: „Das verstehe ich nicht. Es ist ein unbegreiflicher! Zwischenfall." Augenscheinlich wußte er selbst nicht, weshalb er inZ Wasser gegangen war, oder er wollte es nicht sagen. Am nächsten Tage war er wie ausgewechselt, zwar immer noch schweigsam, aber voll selbstzufriedener Heitere keit. So ging es Woche::-, ja monatelang. Die Anfälle von Niedergeschlagenheit und Aerger käme:: immer seltener. Da, als ich eines Nachmittags von der Hammeljagd heimkehrte, hörte ich zu meinem Schrecken merkwürdige Töne aus dem! Laboratorium. Trotz des strikten Verbots drang ich hinein und fühlte mich sofort in einer würgeriden Umklammerung, die sich schließlich als Umarmung entpuppte. (Schluß folgt.) 8t. Martin und der Martinstag. (11. November.) Kulturgeschichtliche Plauderei von Dr. E u g e n S i e r k e ^ Braunschweig. * w St. Martin war ein wilder Mann, Trank gerne cerevisiam, Und hatt' doch kein peeumam. Drum mußt er lassen tunieam. Altes Studentenlied. Heilige und Staatsmänner, die sonst miteinander wenig gemeist haben, teilen das gleiche Schicksal, viel Unrecht leiden zu müssen^ womit der so oft angegriffene Reichskanzler, Herr von Bethmann! Hollweg, sich trösten mag. Auch Bismarck ging es nicht anders« Aber vielleicht spricht ein späteres Jahrhuiidert beide noch einst heilig, wie es in: fünften Jahrhundert dem Heiligen Martin ge-, schehen ist, der etwa 317 geboren wurde und im hohen Alter von 83 Jahren als Bischof von Tours gestorben ist, ohne daß man viel von seinem Martyrium vernommen hätte Dies haben ihm erst dis mittelalterlichen Musensöhne auferlegt, indem sie chn ganz ohne beglaubigten Grund zu einem fidelen Kneipbruder stempelten, deü seinen Mantel habe versetzen müssen, um nicht wegen Zechprellerein arge Ungelegenheiten zu geraten. Martin, den man kordial auch Marten, Märtel, Matees, Mer-, tens und mit ähnlichen Koseformen zu umschmeicheln liebte, wall einer römischen Offizicrsfamilie entsprossen und soll, da er in seiner Jugend auf Wunsch seines von der Pike auf gedienten Vaters sichj gegen seine eigene Neigung, die ihn zu dem Anachoretentum und dem christlichen Bekenntnis hinzog, dem Soldatenstande zuwandte, von Mars, dem Kriegsgotte, später seinen Namen genommen haben. Als Kriegsmann mag er wohl einen guten Trunk nicht verschmäht haben — er gehörte bis zu seinem 21. Lebensjahre dem Heers an — l, aber daß er ein besonders starker Zecher gewesen sei, haben seine zeitgenössischen Biographen nicht bezeugt. Sie erklären den Verlust seines Mantels, der später sein Attribut geworden ist, ganz anders. Als ihm nämlich ein Bettler, der heftig unter der Kälte litt, begegnete, teilte er seinen Mantel und gab die eine Hälfte ihm. Im "Kampfe steckte er die andere ans Schwert oder an die Lanze und stürmte damit den Kameraden voran, ihnen den Sieg bringend. Da er schon als Knabe in Mvia, wo er erzogen ward, mit dem Christentum bekannt geworden und ihm gewonnen toar, so ließ ep sich bereits im 18. Jahre taufen, verblieb aber noch mehrere Jahre bei seinem Truppenteil in Gallien, bis er mit dem Bischost.Hilariusl von Poitiers in persönliche Berührung trat, der ihn für den geist-, lichen Stand zu gewinnen suchte und ihn ausbilden lassen wollte.. Mir die Theologie, wie überhaupt für das Studium der Wisseii-, schaft, scheint er indessen nicht viel Neigung verspürt zu haben, dq er das Leben eines Einsiedlers vorzog, um als Heidenbekehrer zu tv^rken lind dem Christentum, das er innig verehrte, viele Anhänger zuzuführen. Auch in seiner Familie- trachtete er als Werber für drests zu wirken hielte aber nur bei seiner Mutter, die sich ebeir-, falls taufen ließ- Erfolg. , Jii den theologischeil Wirren, welche durch das Auftreten dev Arianer entstanden, hielt er treu zu seinem Bekamitnis, für das er wüar das Martyrium körperlicher Züchtigungen auf' sich nahm. Spater hielt, er sich auf einer Insel tn der Nähe der genuesisch^ Kujte auf, ging dann aber wieder nach Gallien imd gründete dort in der Nähe von Poitiers uni 370 eine MönchSgelneinsckiaft nniß em Kloster. Als der Bischof von Tours gestorben >oar, wählte ihn diese Stadt in ©emmfdjoft mit Nackibcrracmeinden zum Bischof, ioas ihm aber so wenig erwünscht ivar, daß er sich eiitschicden da-, gegen fträilbte und in seinem Kloster der Annahnve des' Bischofs^ stabes sich zu entziehen verfuckZde. Auf starkes Andringen gab er icdoch nach, als man ihri halb mit GewM aus dem Kloster zu eitfr 547 — BVttir Miene wiaWe. Tours tauft* nach fernem Tode ein viel- besuchiter WMßrhvtsort, da Martin alsbaD- zu der Höhe eineÄ fränkischen National heiligen erhoben ward. Sein Andenken stieg immer mehr zu hohen Ehren empor und wurde auch von Dichtern! außerordentlich gefeiert, „k'aire 1a Saint Martin" sagte man später von einem Zechgelage, Martiner, sich betrinken: „le mal de Saint Mart1nj"-Raus«ch. Wie St. Martin zu diesem zweifelhaften Ehren, die mich das oben zitierte Studentenlied erwähnt, gelangt ist, ergibt sich puls der nordischen Mythologie. Es ist zweifellos uach- toeisbar, daß Martin an. die Stelle Odins oder Wuotans, des Göttervaters, getreten ist, dessen Andenken man im Herbst bei den großen Fester: zu feiern pflegte, die im Beginn des November von den alten Germanen zu Ehren der Götter mit Opfern und Trinkgelagen veranstaltet wurden. „Minnetrinken" hieß bei solchen Gelegenheiten, durch Trunk das Andenken (Mi.nne) ehren. Solcher Umtrünke fanden vor allem zu Ehren Wluotans statt; der: man> sich '$u Roß oder zu Fuß m weiten Mantel gehüllt und das Haupt mit einem breitraiMger:, tief in das Gesicht gedrückten und es verdeckenden Hute arrsgestattet vorstellte. Genau in derselben Art wird St. Miartin in Bildern dargesteM. Wie WNotan hält er Lanze, oder Schubert auf dem Rosse sitzend ir: seiner Rechter:, rmd da auch er an: 11. November seinen Namens- und Gedenktag hat, so leidet es keir:er: Zweifel, daß er ar: die Stelle Wuotans getreten ist. Auch der Vdantel bezeugt dies. Denn Wuotans M^antel, den die heidniq scher: Priester in einem Tempel bewahrten und.der den Königen, sobald sie ir: die Schlacht zöge::, von den Priester:: umgehängt oder auch nachgetragen wurde, rvar das Symbol und UnterPfand dc^ Sieges. Martin, der Reiter mit dem Mantel, ist der Schutzpatron der Kriegsleüte: wer möchte bei solcher:.' Analogie:: mit Wüotcm iroch leugnen, daß beide Gestalten einander decken? So aber erklärt sichj auch die Beziehung Martins zum Trinken, die sich in den, ober: erwähnter: französischien Redewendungen noch erhalte:: hart es sind das nichts rvgiter als Ueberbleibsel der> Wuotans^-Ghren-, trunke im Herbste vor Einbruch der Winterszeit. Auch rourde St. Martins M,antel den Königen in die Schlacht mitgegeber: — ein weiterer Beweis für die Identifizierung Martins mit der altnordischen Gottheit. Dieser Mvntel, lat. capa, verschaffte denen, welche ihn hüteten, den Wächtern des He:ligtun:s, den Namen cap'ellarii, und dem Bau selbst die Bezeichnung capella, woraus bann für die ersteren, die doch stets Pen: geistlichen Stande znge-, gehörten, die Bezeichnung Kapl>ar:, für den Ort: Kapelle wurde. Kluge erklärt den Namen ans dem Diminutiv von capa, das capella lautete und ein kleines Mäntelchen bedeutete. - . Auch die Martinsgans, die man leider seit dem Kriegsbeginn gleichsam als eine Rarität zu betrachten hat, hängt mit dem heidnischen Götterkultus zusammen, der im November die großen Ernte-Dankopfer erforderte. Simrock bemerkt darüber folgendes (Deutsche Mythologie 508): „Im Spätherbst Pflegt der gemeine! Mann noch jetzt sur den Winter einzuschlachterr. In heidnischer Zeit aab er dabei auch den Göttern ihren Anteil. Grimm bezieht auch oer: Brauch, beim Einschlachtcn ein Gastmahl zu rüsten und Fletsch und Würste den Nachbarn zu schicken, auf die alte Opfergemeinschaft. Daß der November nicht des häuslichen Einschlach- tens wegen Schlachtmonat heißt, sondern mit Bezug auf die alten Opfertiere, zeigt der entsprechende angelsächsische Nante: „blot- monadh", der mit Blute:: nichts zu schaffen hat, da angelsächsisch blütan, add = pluozan opfen: bedeutet. So ist uachgewiesen,daß lanher der Gans, Hühner, Schiveine, Kühe und Pferde zur Martinsfeier gehörten. Das Pferdeopfer, das für die Deutschen charakteristisch blieb, obwohl )vir es mit Indern, Persern und Slawen gemein hatten, erkannte an, daß das Pferd ein reines Tier sei." Auch die Martinsfeuer, die früher in äh::licher Weise, wie am Johannistage, entzündet wurden und einesteils zu Ehren Wuotans (Wodes) zum 5)immel emporloderten, andeenteils um die böser: Geister, die am Beginne des Wiriters die Menschen nm- lcn:ern. ferne zu halten, zeigen den heidnischen Ursprung der Kulthandlungen. In Der:tschland galt — zurnal in bei: nördlichen Teilen — der Noventber bereits als Wintersanfang. Man verlegte den Termin auf den Martinstag, an welchem zur heidnischer: Zeit die großen Opferversammlnngen eines ganzen Bezirks stattzu- sinden pflegten, mit denen auch die Feier der Weinernte verbunden war. ?lnch die gallikanische Kirche begann mit diesen^ Tage der Adventszeit das neue Kirchenjahr. „St. Martin macht Feuer im Kamin" hieß es früher, loeil nicht nur draußen, sondern auch drinnen in den Behausurrgen der Wintersanfang sich geltend wachte. Auch ir: ländlicher Hinsicht ivar St. Martin ein wichtiger Termin, denn von diesem Tage ar: begann man das neue Pacht- iahr zu rechrien. — Das bezeugt auch die noch vor einem halben Jahrhundert in Ostpreußen auf dem Laude und in kleinen Städten gebräuchlich gewesene Ziehzeit des Gesindes. Knechte und Mägde entließ und mietete man zu Martini. Ans alt diesem ersieht man, was für ein wichtiger Heiliger der gute Martinus früher gewesen ist und,wie umfassend imb mannigfach seine Einwirkung auf das ■ bürgerliche Leber: sich gestaltete. Marteine, Marleine Mach's Wasser zu Weine sangen früher die Kinder in Sachsen. Wir wären heute schon zufrieden, wenn er uns reichlich Kartoffeln bescherte! 2lber damit scheint er sich nicht abzugeben. — VermkschteO. "Eine Ersparnis von 140 Fr S., die die Franzosen 10 Millionen kostet. Da der französischen Regierung von der Presse immer wieder vorgeworfen wurde, daß sie in der Kriegszeit zu viel Geld nutzlos vergeude, suchte der Finanz- mnnster Ribot endlich einmal feinen Sparsamkeitssinn an den Tag zu legen. Wie es ihm aber dabei erging, kann n:an dem unsremullig komischen Bericht des „L'Oeuvre" entnehmen. Schon vor Monaten beschloß die Regierung, den Kriegslieferanten einen Teil ihrer Gewinne in Kriegsanleihen auszuzahlen. Da zur Ausführung des Beschlusses aber die rlchtige Organisation fehlte, setzten die Kriegslieseranten durch alle möglichen Schliche immer wieder durch, daß sie sich um diese unfreiwillige Kricgsanleihezeichnung drückten imb ihre Forderungen in barer Münze ausgezahlt erhielten. Darum wurde beschlossen, für die Zahlungen an die Kriegslieseranten einen besonders organisierten Schalter unter ständiger Kontrolle zu errichten. Und gerade in diesem Augenblick wurde der Finanzmiuister Ribot jäh von seinen: Sparsamkeitstaumel ersaßt. Er forderte, daß ihm eine Aufstellung übergeben werde, rvelche Kosten zur Einrichtung dieses Kassenschalters erforderlich wären. Tiefe Aufstellung erfolgte auch, und der Kostenanschlag belief sich auf 153 Frs. Herr Ribot erklärte jedoch, daß dies für einen Kassenschalter zu viel sei, und verlangte eine neue Aufstellung. Diese erfolgte auch, und diesmal betrug der Kostenanschlag 140 Fr». Der Finanzminister rneinte jedoch, daß auch dies noch zu viel sei, und ließ den Kostenanschlag wieder zurückgehen. Seitdem wurde keine neue Aufstellung vorqenommen, und bis zum heutigen Tage wurde der Kassenschalter nicht eingerichtet. Nach der Berechnung eines Finanzsachverständigen aber hätte die französische Regierung in dieser Zeit von seiten der Kriegslieseranten nicht weniger als 10 Millionen Kriegsanleihe erhalten können, rvelche Summe der Ersparnis von 140 FrS. gegenübersteht. Es ist demnach begreiflich, wenn „L'Oenvre" den Finanzminister Ribot eine nichts weniger als geniale Persönlichkeit nennt. * Das Erfinderfieber bei den Neutralen. Die außerordentliche Wichtigkeit technischer Hilfsmittel in diesem Kriege und die in allen kriegführenden Ländern unablässige Arbeit an Verbesserungen und Neukonstruktionen für den Kampfgebrauch haben zu einer Art Erfinderfieber geführt und die verschiedenartigsten Projekte und seltsamsten technischen Phantasien häufen sich in den Kriegsministerien. Doch nicht nur be: den direkt am Kriege Beteiligten grassiert dieses Erfinderfieber, auch in den neutralen Ländern hat die ständige Beschäftigung mit dem Kriege und die Hoffnung auf außerordentllche Bezahlungen nicht wenige Leute veranlaßt, sich mit Kriegserfindungen zu beschäftigen. Das „Journal deS D6batS" berichtet, daß die französischen Botschaften in den neutralen Ländern von morgens bis abends durch den Verkehr mit neutralen Erfindern in Anspruch genommen rverden, und ganz besonders wissen sich die Militärattachees kaum vor dieser neutralen Erfinder-Offensive zu retten. Die Erfindungen selbst sind oft die Blüten der sonderbarsten Phantasie. So wurde einer französischen Botschaft ein Mittel angeboten, das die Ueberlegenheit der französischen Flieger sichern sollte. Es besteht in einer Art ungeheurer Angelschnur, die der Flieger herabläßt, wem: er sich über einem feindlichen Flugzeug befindet, um dasselbe so in der Luit zu ,.angelnd Eine Erfindung noch neueren Datums ist der .bewegliche Schützengraben^. ES handelt sich um einen Schützengraben aus bombensicherem Material mit Unterständen, BeobacbtungSposten und allem, was dazu gehört, der fix und fertig auf Rädern aus der Fabrik geliefert wird und auf der ganzen Front nach Belieben hin und her geschoben werden soll. An das trojanische Pferd erinnert eine Stahlkugel von ungeheuren: Umfang, die an den Feind herangerollt und dann plötzlich geöffnet werden soll, um ein ganzes Bataillon Handgranatenwerfer auszuspeien. Der Erfinder begnügt sich aber nicht mit dieser Idee, sondern schlägt außerdem-, einen Apparat vor, durch den diese Kugel wie ein Geschoß hinter die feindlichen Linien geschlendert wird, worauf die in der Kugel befindlichen Soldaten hervorkriechen und den Feind im Rücken angreifen. Man sieht, wie viel Entwicklungsmöglichkeiten die neutralen Erfinder von diesen: Kriege noch erwarten. * Die „Flüssigkeit der Mäßigkeit". In französischen Blättern rverden der Zweckmäßigkeit oder Schädlichkeit der verschiedenen Genußmittel jetzt längere Betrachtungen gewidmet, rvobei das alle Sprichwort von dem Fuchs mit den sauren Trauben wieder manch neue Anwendung erfährt. Nachdem die „Revue" kürzlich einmal die Urteile verschiedener Autoritäten heranzog. um die Schädlichkeit des jetzt knapp gewordenen Tabaks zu errveisen, verlegt sie sich jetzt auf das Loblied des Kaffees,. der den alkoholischen Getränken entschieden vorzuziehen sei und sich in der französischen Literatur mancherlei begeisterter Würdigung erfreute. So war er das Lieblingsgetränk Voltaires und Delilles und des Historikers Michelets. . Dieser besingt den Kasse: als die „Flüssigkeit der Mäßigkeit", die in: Gegensatz zu alkoholischen Getränken die Klarheit steigert und die nngewiffe, schwere Poesie der umnebelten Vorstellungen unterdrückt und die Funken einer gut ge- ehenen Wahrheit sprühen und die Lampe der Wahrheit leuchten äßt". Auch Eugene Mouton preist in seiner „Kunst, ein Buch zu chreiben" die Vorzüge des Kaffees, doch warnt er vor dem übermäßigen Genuß, da dieser die gleichen nervösen Störungen verursachen könne wie der -Alkohol. A _ vücherttsch. — Von Kindern und Helden. KriegSerzählungen von Helene Stökl. Preis in Geschenkband 3 Mk. Verlag Friedrich Andre«- Perthes, A.-T, Gotha. — Was die beliebte Erzählerin an Taten und Abenteuern von sämtlichen Krieg«fchauplätzen, vom Meer und au« der Luft zu berichten weiß, wird sicherlich unsere Jugend nicht nur freudig und gespannt aushorchen lassen, sondern ihr auch den Ernst, die gewaltige Ausdehnung und Größe unsere« RingenS vor A»lgen fuhren. — Handbuch der Kunstwissenschaft. Begründet von UniversitätSprosessor Dr. Fritz Burger, München, fort- geführt von Professor Dr. B r i n ck m a n n, Karlsruhe. Mit zirka 6000 Abbildungen. In Lieferungen im Abonnement ti Mk. 1,50, außer Abonnement Mk. 2,—. (Akademische Verlagsgesellschaft, Neu- DabelSberg). Lieferung 28: Eurtius, Die antike Kunst, Hest 4. Immer wieder ist inan auf daS angenehlnste überrascht, wenn bei dem Erscheinen einer neuen Lieferung sestgesteNt werden muß, daß die vorhergegangenrn wieder übertrumpft worden sind, daß ein unerschSvOichcr Bor-rat an Bildern — um nur eins zu erwähnen — den Herausgebern zur Benüguug zu ftefjeii scheint. Dies ist auch wieder der Fall bei Lieferung 28. in der Prof. Dr. Eurtiu« im vierten Heit über die antlke Kunst spricht. Weit über den Rahinen seines Themas (altägyptifcher Kunst) hinallsgehend, stellt er die interessante Frage -deS Sehens und des DarstellenS zur Diskussion und legt in überzeugender und eindringlicher Weise dar, aus welchen Gründen die Verschiedenheiten deS WiedcrgebenS in den verschiedenen Jahrhunderten beruht. — Fritz Schmidt, »Rompcnbitim der praktischen Photographie- ist bei E. A. Seemann in Leipzig in sehr veränderter 13. Auflage erschienen und liefert neuerlich den Beweis von dem großen Können des Vcr-taffers, der sich als Vorstand des wissenschaftlich-photographischen Instituts der Technischen Hochschule in Karlsruhe eines ausgezeichneten D*i, f e5 erfreut. In der Neuausgabe inerkt man säst aus jeder Seite die bessernde Hand und das Bestreben nach klarer Ausgestaltuna unter tunlichster Vermeidung von Fremdwörtern. Einzelne Abschnitte, wie die über Wahl und Prüfung der Objektive, Belichtung, Entwicklung des unsichtbare» Bildes, Lichthöke und Solarisatton, Kohle- und Brom- öldruck, zählen zu dem Gediegensten, was in dieser Hinsicht ge- schieben wurde. Der Preis deS Werkes in Leinen gebunden beträgt 6 Mk. 50 Pfg — Heinrich Brinker, Abriß der Geschichte der B a l ka n st a a t e-n. (Schrieen zur Zeit und Geschichte. 2. Band- chen.) VII, 12b Seiten Oktav mit zwei Karte,». Geb. 2 Mark. Verlag von G. Grote, Berlin. — In allen Kreisen unseres Volkes findet sich heute die regste Anteilnahme an den Derhältni'feu der Balkanstaalen. Sie wird zuin größten Teile durch eine Reihe von Schrillen befriedigt, d,e über die politischen und wirtschaftlichen Lebensfragen jener Völker belehren. Vielfach werden darin auch Einzelheiten aus der Geschichte, allerdings meist nur der letzten Jahrzehnte, erwähnt. Wer einen Ueberölick über die geschichtliche Entwicklung der Balkanvölker gewinnen möchte, findet z,w Zeit für seine Zwecke kein passende« Buch. Tie vorliegende Schrift möchte allen denen dienen, welche zwar die Entwicklung der Balkanstaalen nicht in größeren Werken studieren können oder wollen, die aber doch da« Bedürfnis haben, sich mit den wichtigsten Tatsachen der Balkangeschichte bekannt zu machen. — Berufswahl. Begabung undArbeitSleiftung in ihren gegenseitigen Be»,ehnugen. Von W. I. Rnttmann. Mit 7 Abbildungen. (IV u 107 S) 8. (.Aus Natur und GeiileSwelt-, Sammlung wiflenschastlich - gemeinverständlicher Darstellnugeu. 522. Bändchen.) Geheftet Mk. 1,20, gebunden Mk. 1,50. Verlag B. G. Teubner, Leipzig und Berlin ISIS. — .Da« Land-, Zeitschrift für die sozialen und volkstümlichen Angelegenheiten der Landbevölkerung. Organ für die gesamte ländliche Wohlfahrtspflege. Herausgegeben von Prof. H. Sohnrey. Vierteljährlich Mk. 1.50. T,e auf dem Felee der ländlichen WohliahrtS- und Heimalpstege führende Zeitschrift »DaS Land- hat ihren 25. Jahrgang begonnen. Das erste Heit bringt eine Reihe von Zuschriften führender Männer, die, wie Erzellenz v. Bissing und Exzellenz v. Batocki, der Zeitschrift seit langem naheltehen. Die Ansiedlnna auf dein Lande, die „DaS Land" und mit ihm der Tentfche Verein für ländliche WohliahrtS- und Heiiuatpstege feit nunmehr 24 Jahren betreiben, ist eine wichtige Aufgabe der Zukunft. Nur gesunder und reiches Volksleben auf dem Lande kann uns die lebensfrohe und arbeitSfreiidig« Landbevölkerung erhalten. Dafür gibt .Das Land-, daS die Worte S ^,nq vom Lande- und „Heimatkuust" prägte, in Anregungen und MWpielen praktische Wegweisungen; dafür auch pflegt eS iu seinen Schilderungen des Volkstums das feinfühlige Verständnis und die Notwendige Freudigkeit. — Sch lumlf t. Eine Hunde- und Menschengeschichte. Von Agne« Harder Mit 16 Bildern von Dora Baum. Preis in Geschenkband 3 Mk. Verlag Friedrich Andreas Perthes, A.-G^ Gotha. - Vom wunderbaren Lebenswege de« allzeit treuen Hunde« SchlumS.i erzählt die Dichterin mit zarter, inniger Heiterkeit. W,e SchlumSki von seinem väterlichen Freunde, dem klugen Schäferkaro, erzogen wird und wie er diese Erziehung in allen Lagen seine» wechselnden >b-n«. das reich tzst an Not ,md Entbehrung. aber auch an Liebe und Anhänglichkeit, zu verwerten weiß, bi« t r schließlich durch eine mutige und hilfreiche Tat zum glänzenden Ruhm« aussteigl, -- ba« n Möge man In der Erzählung selber Nachlesen. ■ßJaö das Buch über die Mehrzahl.der Tiergeschichten hoch erhebt, ist die liebevolle Darstell,lng der vielgestaltigen Beziehung zwischen Kind und Tier, von der die ganze Handlung getragen wird. Dt« Bilder unterstützen gerade diesen Zug aus« glücklichste. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literat,,, freunde. Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W. 9. Da« 2. Novemberheft ist soeben mit folgenden, Inhalt erschienen: Walter von Molo: D,e Tragödie der dra.natlsche., Handlung: S. Rudniansk,! Ofoelhe ,m Urteil der führenden russischen Schriftsteller; Tony Kellen : L,e vlä,nische Literatur I; Kurt Marten«: Flugschriften " ötrleg. Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo de« Auslandes. - Kurze Anzeigen. — Noti. n. — Nachrichten^.— Der Büchermarkt. ““ ^ lü 1 ,1 Ai, zengrube r. Wenn es einer zu jcblau !\ ,n . « c Der Schatzgräber. Der gottüberlegen« Jakob. Verlag der Weltliteratur. München 2, Färberaraben 24. Preis 10 Pfg. Gießerier Hansfrauen-Berein. Wochcu-KSchenzettel. Sonntag: Würfelsuppe, Gulasch mit Kartoffelmus, Apfel- kompott. Montag: Hastrmo^suppe. Aepfäl nrit Kartoffeln. Dienstag: Ticke >l>artvffelsnvpe, dtudclspciseJ) Mittwoch: Gemüs^'uppc, Klvste rnit Tomatenkünde .*) D o n n erstag: Kerbelsuppe. Samuckraut mit Kortoffelschnee. Freitag: Suppe von TLei-engrai>pcn, Kräuterfisch mit Kartoffeln?) SamStag: Gersten ffockcmsuppe, Birnenouflauf?) N u d e l/ p e i s e: Aus sc4bstgemachtem Nudelteig schneidet man viereckige Stückchen. Eine beliebige Anzalst mürber Aepsel wird geschält, in feine Schreiben gesäpiitten und mit Zucker überstreut. Eine feuerfeste Form wird aue-gesirlchm, Teigftücke und Aepfel lagen- weise hineingeschichtet. Ettvas Magermilch mit Zucker und, wenn man hat, ein Ei verquirlt und über die speise gegossen und hell-« braun gebacken. ^)Klößemit Tomatentunke: Einige SemMcckn werden eingeweicht und verrührt. Zerlassene- Fett oder Butter, etwa- Magermilch, ein Ei, Salz. Petersilie, Mehl und geriebene Semmeln,, der Schnee des Eies hinzugefügt. Alles y* Stunde stehen lassen und darin mit dem Löffel abstcchen und in Salzt nass er obkochm. Mit Tomattmtunfe anrichten. ') K r ä u t e r f i s ch m i t Ka r t o ffel n: Ter Fisch, See- oder Flnhfisch wird gereinigt, in Stücke geschnitten, entgrätet und mit Salz bestreut, beiseite gestellt. Salzkartvffel lxilbgar abschütten, das Wasser derselben mit einer Hellen Mehl,m,brenne sämig kochen. Kartoffeln, Fischstttcke, Petersilie, Zwiebeln. Dill. Thymian, Pfeffer und gargekochte (Mbe Rülnm pnd tüchtig schwenken und durchziehen, wärmter Schüssel anrichen. *) Birnenauslauf: Ein Suppenteller Birnen werden geschalt mit Zucker bestreut beiseite gestellt. Ern Teig aus geweichte« Semmeln, Butter, etwas Zucker, ZimMt, Mehl und Magermilch kventl. ein Ei, wird mit den Birnen vermischt und in der gut ausgestrichenen Auslaufform iy 8 Stunden gebacken. einen s»rppenwürfel hinein« gilt abschmecken und in et* Si!benr3tftl. a, nl, be, bürg, ca, cl, ei, de, del, dor, dorf, ei, fest, he, hs, held, lx, 1!» ne, nl, nl, o, rlne«, Rtor, ten, tro, nna, ?e. AuS vorstehenden Silben und Buchstaben sollen neun Wörter gebildet und derart »mtereiuander gesetzt werden, daß die Anfangs» und Endbuchstaben von oben nach unten aelesei, die Namen »weier Maler ergeben. E« bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Weiblichen Vornamen. 2. Eine Südfrucht. 8. Ein Ostfeebad. 4. Einen Vogel. 5. Assyrische Stadt. 6. Eine Schntzvorrichtung. 7. Deutsche Stadt. 8. Ein Juiekt. 9. Griechischen Schriftsteller. ^ Auflösung in nächster Nummer« Auflösung des Kreuz- und Qucr-Rätsel- in voriger Nummert Ha gen Se gel Hagen, Hase, Segen, Segel, Hagel, Gelse. SchriftleHung: Fr. R. Zeuz. — Zwilling-runddruck und Berta, der Brühl'schen UnioersttätS-Buch- und Stetudruckerei. R. Lange. Gießen.