Der Radium-Vulkan. Ctovnan von St. Gr. White und S. H. Adams, Autorisierte Uebersetzung. — Nachdruck verboten, (Fortsetzung.) Der Kiel der Gig knirschte im Sande. Da die Aut Hockstand, mußten die Landenden bis zum Fuß der Klippe waten. „Hier ist die Stelle, hier, wo das Wasser durch dre Spalten hineinflutet!" zeigte der Kapitän. „Dort oben ist auch eine Oesfnung," sagte Trendon. Varnett untersuchte die Felsen. „Scheint kein allzu schwieriges Material zu sein/' erklärte er. „Scheu Sie, wie regelmäßig die Adern laufen?" „Ja, wie wollen Sie aber die ganze Höhle freilegenA „Natürlich sind bei der Amvendung von Sprengstoffen unberechenbare Zwischenfälle niemals ausgeschlossen," gab Darnett zu. . Nachdem er seine Patronen sorglos auf ernen flachen, ans dem Wasser ragenden Felsblock gelegt hatte, begab er sich längs der Klippe auf die Suche und kletterte auf eine handbreite Kante hinauf, erdbedeckt, wo ein Büschel purpurroter Blumen wuchs. Er lockerte eine Handvoll der trockenen Erde, die er herunterbrachte und zu den Sprengstoffen legte. Dann winkte er einen der Matrosen herbei, stieg aus dessen Schultern und hockte bald auf der flachen Kante eines ungeheuren Felsblocks, der seiner Lage nach offenbar den Schlußstein der Blockade bildete. „Wir brauchen eine langsam wirkende Ladung," überlegte er. „Wenig Brisanz, at>er konstanten, sich weit fort- pflanzenden Druck. Ich denke Nr.3. Vor allen Dingen müssen wir diesen Felsen hier losbrechen." Er klopfte aus eine Kante der ungeheuren Platte. „Von meinem Platze aus läuft eine hübsche Ader in einem Winkel nach innen. Spaltet sich der Felsen hier, so rollt er durch sein eigenes Gewicht vom Eingang weg; denn er ist nur mit seiner obersten Zacke unter der Wölbung hier festgeklemmt. Werfen Sie mir doch 'mal die Patrone dort herauf; die dritte von links!" Der Arzt wich unwillkürlich zurück. „Wenn Sie das Ding aber nicht ausfangen?" „Ach so, Sie haben auch jene fast abergläubische Scheu vor Sprengstoffen," lachte Barnett. „Dynamit geht nickst so leicht los, Nne die Leute geuwhnlich glauben. Sie könnten das Ding dort ohne Gefahr von der höchsten Spitze der Klippe hinunterwerfen. Muß ich es wirklich, selber holen?" Trendon zog ein schiefes Gesicht und schleuderte das Päckchen nach oben, wo es geschickt aufgefangen wurde. „Nun feuchten Sie die Erde dort gut an, tun die Masse in den Segeltuchbeutel da drüben und schicken Sie ihn mrr durch einen Mann berank." Nachdem er das Paket .geöffnet hatte, streute er dagelbe Pulver in leicht gekrümmter Linie den Felsen entlana und klebte die angefeuchtete Erde wie ein kleines Dach darüber. „Damit es nicht sortgcweht wird?" fragte Trendon. „Nein; damit es nach unten explodiert, nicht nach oben." „Das"bißchen Dreck wird gerade einen großen Unterschied machen!" „Meinen Sie? Sprengstoffe sind merkwürdige Dinge. Eine Schmutzkappe hält ihre Kraft ebenso nieder, wm Zentnerlasten von Felsen. Warten Sie ab, was geschehen wird!" Er glitt von seinem erhöhten Sitz in das fußtiefe Wasser und watete nach dem Boot, wo er ein paar Augenblicke lang herumwühlte und dann eine Schachtel zuin Vorschein brachte, die er behutsam auf einen passenden Felsblock trug und dort öffnete. Zunächst entfernte er eine weiche Hülle, die eine kleine, in Fächer geteilte Blechschachtel bedeckte. Mit unendlicher Vorsicht nahm Barnett einen Gegenstand heraus, der wie eine kurze Patrone aussah, ballte etwas Watte in der Hand zusammen, legte das Ding in diese Polsterung und dann beides auf den Felsen. Nachdem er nun wieder sorgfältig die kleine in die große Schachtel getan und letztere ins Boot zurückgetragen hatte, ergriff er die Patrone und watete mit ihr wieder nach der Klippe. „Hier steckt der wahre Teufel drin!" sagte er, auf seine zierliche Last deutend. „Knallquecksilber — das temperamentvollste Zeug der Welt! Man braucht es nur schief anzusehen und es reißt einem glatt die Hand ab." Er legte die Patrone in sein Taschentuch und gab es einem Matrosen zu halten, der es äußerst vorsichtig behandelte. Dann kletterte er wieder auf seinen Felsen und ließ eine Schnur hinunter. „Binden Sie das Taschentuch daran und machen Sie, daß Sie fortkommen!" befahl er. Ganz behutsam und äußerst sachte zog Barnett seine gefährliche Last hinauf. Als ein Windstoß sie einmal gegen die Felswand trieb, verschwand der Kopf des Offiziers schleunigst; doch lief es diesmal gut ab. In der nächsten Minute hatte er die winzige .Hülse in der Hand, befestigte eine Zünd- Zschnur daran, und schob sie unter die Schmutzkappe. „Wollen Sie Befehl zum Klarmachen des BooteL geben, Herr Kapitän?" rief er anfstehend. Der Befehl wurde erteilt. „Sobald die Zündschnur brennt, koinme ich hinunter, und wir fahren fünfzig Meter loeit hinaus. Lassen Sie den Nest oes Joveit ruhig liegen! Fertig?" Er hielt ein Zündholz an die Schnur und beobachtete, wie sie Feuer fiirg. ^ » . „Alles in Ordnung" sagte er, unten angelangt. „Kerne Uedereilung! Wir haben noch viel Zeit." .In ungefähr siebzig Meter Entfernung zog man di« Ruder ein und wartete. 538 Nach zwei Minuten puffte eine Staubwolke auf. Ein dumpfer Kttall, und unter leichtem, weißlich-grauem Rauch- Pekräusel rollte der große Felsen hinab urrd enthüllteeinen gähnenden Schlund. Das Experiment war mit der Genauigkeit einer geometrischen Berechnung gelungen. „Mein Auftrag ist ausgesührt, Herr Kapitän," meldete Barnett in dienstlicher Haltung. „Moderne Zauberei!" sagte der Kapitän. „Vorwärts!" befahl er dann, und als das Boot auf dem Sarrde knirschte, wollte er sofort in die Höhle dringen, wurde aber von Barnett zurück'gehalten. „Es ist sicherer, noch ein paar Minuten zu warten! Die Gase verfliegen nicht so schnell, und es erfolgen nach einer Explosion igelegentlich auch noch Nachstürze." Da die Offiziere von ihrem Standort aus nur ein Seines Stück der Höhle übersehen konnten, kauerte sich Trendon hin urrd beschattete die Augen mit der Hand. „Dort drinnen brennt etwas," sagte er. Gleich darauf sahen sie alle, iveit hinten in der Finsternis, wie ein ZyNopeuauge einen glühenden Punkt, der abwechselnd Heller und dunkler wurde — und dann tauchte» in den: Licht des Fünkchens die Züge eines menschlick>ei Antlitzes und ein Paar kräftiger Schultern auf. Alls dein Dämmerlicht des Hö-Hleneingangs schleuderte ein Mann hervor, der die Zhgarette aus dem Munde nahm und höflich grüßte. „Bedaure lebhaft, daß ich Sie nicht schon an der Tür empfanden konnte. Sie waren es doch, die anklopften, nicht wahr? Darüber bin ich aufgcjoacht." Seine des Lichts entwöhnten Augen blinzelten. Schweigend starrten ihn die andern an. „Entschuldigen Sie, daß ich Sie nicht auffordere, näherzutreten. Böse Erfahrungen haben mich, hm - iffcn, milde ausgedrückt, — Mißtrauen gelehrt." Jetzt bemerkten sie erst, daß er einen gespannten Revolver rn der Hand hielt. Kapitän Arrkinson trat einen Schritt vor, worauf der Höhlenbewohner sofort ferne Waffe erhob. Dann aber ließ er sre plötzlich fallen. „Marine-Offiziere!" rief er in verändertem Tone. „Ich bitte vielmals um Verzeihung, konnte ansaiw-s nichts erkenne»,. Mein Name ist Percy Darrow." „Ich bin Kapitän Parkinson vom Kreuzer „Wolverine" der Vereinigen Staaten," stellte sich der Kommandant vor. „Hier Mr. Barnett, Mr. D^rrrow, Doktor Trendon." Sie schüttelten sich der Reihe nach die Hände. ,^uau so, wie aus jedem xbelrebsgen stumpfsinnigen Fünfuhrtee!" sagte Trendon später. „Wollen Sie nicht eintreten, meine Herren? Darf ich Ihnen eine Zigarette anbieten?" i Sie nicht berauben," lehnte der Ka- pitan nnt e,nem belustigten Augenzwinkern ab. Sie haben also das Tagebuch gefinrden!" sagte Dar (olK'V’l'l tl I ff* n Th um li. .v»: V. r . .. e* . . * * Yom. Eigentlich albern von mir, so zu Sagen. Doch unter derartigen Umstanden kann der Tabak zu einer ernsten Lebensfrage werden." ' wifriw! 0 ^ ^chfbellen," sagte Trendon trocken, wahrend er Darrow scharf beobadjiek. Er trat näher an ^rne Augen flackerten, und gewahrte die Ln neu, die srch von den Nasenflügeln ablvärts gegraben a * * t * rrtn f w vrit einen: Maiwm Stift eiw Ä> UÄ^Ä!SS ?5 “"«“»Wen „6k sind tot!" u ' _ . Er drückte Me Hand an die Stirn SWSS?«r* l " > " t ’ 1? ** *'*• »“5 - «t 'S*— Loren Sie auf!" Aber Darrow schien ihn nicht zu Loren Tm *TQ> t*tr wiederholte er. „Und ich bgbn.ch ich dm fünften uatür- lch auch sehr notn^endig brauche, derlir sonst ließe ich mir den Nicht muck-eu. Llber dmnit ist es auch inehr als geuirg. Ich hal^ \ik bteieii Sommer alles, ioas ick) brauche, im Ueberfluß, und selbst ^nn ich nrir noch etwas mackZen lassen sollte, was aber ga,» auSgeschtosten rst — ich lasse mir nichts mehr machen, ich halte die,es Anprobcereu einfack) körperlich nicht inehr ans, ich bm tod" n^ide Ser mrr nicht böse, aber- üh muß mich hinlegen." Nein, ich war meiner Frau wirklich nicht böse, im Gegenteil- ick) redete chr zri, fich zu Bett za legen, obgleich es erst mittag toar denn rch sah es memer Frau an, wie müde, ime blaß und wie abge- ^rr- 2tber das nicht allein, meine Frau bekam auch vlötzlch dre rasendsten Kopfschmerzen, so daß sie sich, als sie bald darauf rm Bett lag, kalte UmsckLäge machen rüußte. . Ich kam: keinen MensckZeu leiden sehen, am )r>euiasten meine ngene Fvau, so ivollte rch uvich denn wbeir i\yt Söctt setzeir und sie flC ^ mch: Laß ririch allein, ich imll versuchen, ein Paar SturDen zu schlafen." Das tat meine Frau denn auch, aber als ich nach ein Paar Stmcheu wieder lerse ru rhr Sck)lafziinnrer trat, um mich nach ihr unHuieheu, da chref merue Fr^r ünmler nch nick>t. sie lag bei mit tw, feil Umscküageu auf dem .Kopf, mrt der Brille auf der Nase mrd hielt rn rhreir Hüudeir drs rrerieste Dtodehest. - benf r C/ % schEt, wolltest es iveuigstegrs versuchen " mernte rch vorwurssvM. stimncke meine Frau inir bei, „aber das n ?j ■ ^ Modebtatt her«ufgebracht,. das der Buch- kmüLer vorhin sackte. Na urch daß nvan als Frau nicht schbifen seWverstäudllch^" ntut ^ Modeblatt in Hächden hält, ist doch - fflyn," warf ich ein. „wenigsderrß magst Dir rm allae- menren recht hal,en aber m diesenr besonderen Falle verstehe ich Dich wrklich urckM Werl %a) iitrf^ weiß, weshalb Dich dieses Mode- bnm 60 Ä »d mcb- . „Das will ich selbstoerstäudlich auch nickst." fiel nreine Frau mrr rasch rn das ^mt. „ich gehöre Gott sei Dank nickst zu jeirÄ ^auen tue alle fmrf Mrnitten ihre An ickst und ihre dlbsickst ändern A bterbe ber de»n, was ich sagte, ich lasse mir lvenigstens für tiefere «uw nichts mehr ul!ack«m. aber trotztxwl ,Ber aerade ^shaB, sage mrr bitte ofse^r und ehrlich, findest Du dieses ^s^ückeud?" Urrd darnit hielt sie mir das Matt gesttst^r ^ttt ^ ^ ^ eil1 mit einem Bleifeder kreuzchÜ dass Kleid und das Kreuz, bis ich plötzlich sab daß mrs derselben Sette auch rroch zwei andere Kleider cuigestrichen - — 639 — Waren, und deshalb sagte ich, lediglich um Überhaupt etwas zu sagkttr „Dre anderen beiden Kleider sind aber auch sehr hübsch." ,Fcicht wahr?" rief meine Frau mir lebhaft zu, „die beiden anderen srnd eigentlich sogar noch hübscher, die sind sogar so hübsch, meine Kopfschmerzen anstatt besser noch viel schlimmer geworden „Das verstehe ich aber wirklich nicht," warf ich ein. „willst Du Wir das nicht näher erkläre:!?" „Das ist doch so furchtbar einfach," belehrte meine Frau mich, ..Du weißt, daß ich mir nichts mehr machen lassen will und mir selbscherständlich auch nichts mack«!.lassen werde, wenigstens vorlausig nicht, al«r einmal vruß ich mir doch wieder etwas mack-en! lassen, denn mit den paar Kleidern, die ich habe, kann ich nicht eung gehen, und da habe ich darüber nackMdacht, wenn ich mir später docl) einmal lvieder et»ras machen lassen muß, für welches dieser drei Kleider ich mich entscheiden Ivürde." „Ich entschiede niich an Deiner Stelle für gar keins," gab ich Kür Anttvort. „Für diesen Sommer bist Du mehr als reichlich versehen, rm nächsten Jahr aber sind diese Kleider längst unmodern und wrt unnwdernen Sack-en gehst Du doch nicht." „Natürlich nicht," sttmmte meine Frau mir bei. bis sie plötz bUh und unvermittelt fragte: „Du sätest ebeu, ich sei für diesen Sominer metM als reichlich versehen. Das bin ich auch, ich l-abe sogar eigentlich zu vftjl, aber trotzdem, ein Kleid könnte ich noch sehr gut gebrauchen, ja. wenn ick, es mir richtig überlege, fehlt nnr sogar noch erns." r rr "? ann ivürde ich mir dieses eine an Deiner Stelle noch machen lassen." E r . lag eine ganze Weile nachdenklich da, dann meinte tte: „Ja) hatte mir ja fest vorgenommen, Mir vorläufig unter gar ntx fy nwchen zn lassen, aber wenn Du es wünschet, wenn Du mir da sogar zuredest, ist es nattlrlich etwas lwveres Drr zuliebe und um Dir eine Freude zu nwck«», will ich mnne Ansicht Ordern, obgleich Du .mißt, daß ich sonst konsequent btn, aber wie gesagt, Dir zuliebe —" Bitte, bitte, davon staun aar nicht die Rede sein und nichts ftrner, als Dich in Dettien Grundsätzen irre zu machen, wollte uh mnner Frau zurufen, :cnd die mußte etivas 2lehnNck*s fürchten, denn um mich «bzulenken, jammerte sie plötzlich: „Mein ^aier Kopf, ich glaube, ich werde verrückt, denn ich weiß nrcht, fttr welckzes der drei Kleider ick) mich ent- soll. ~ ,®? 9 t SF 4e Erlich auch nicht, best«»' 9 «(, ich meiner nächsten Tag, wenn die Kopfschmerzen hoffent- U: vorüber wären zur Schneiderin zu gehen, um mit der vre Streitfrage zu besprechen. Frau widersprach: Nein, bis morsen b-ste ich . .^atifscknrperzen Nickckmrs, dce müssen eher vergehen und deshalb J* 1 ! 1 rar Schneidern! fahren. Ich wi« versuchen, jetzt au fruste hem Wenn ul) nnch angezo^n hal«, wird es schon besser werden. und wenn ich. erst an der frischen Luft bin , wird es sick-er 6>anz gut, also laß mich n:m bitte dttein." ^ niK ^ i-tl) meine Frau nicht ganz ver cm Ersatz aus. sie erstivb sicl), WLS? und l«ß ficT) boiii! euren Wagen kommen, um Ä i Int •*? ^»t, !^r sie tatsärlckich zu schoach *±$5 * c5 . ihr gar naht gut/, aber ccktz sie endlich, ^x.mn so besser. So frisch, so fröhlich so gesillud ^ckh sie samke!t, Uuwrssenheit und Bequeinlichsteit. Und doch) lstlft das Gennise, das reich an Nährstoffen, beson- Vers auch) an vflanzl!ch)em Eiweiß ist, uns die Eruähruugsschnne- r!gke!ten uberstehen. Und doch hilft Gemüse uns die Kartoffelknavv" yett Ie»chster ertragen und von vornherein die Kartoffel strecken . „ KErauen und Etadtftauen, helft auch in Bezug auf Kar- tosfelstreckung lxdacht sem ohne neue Maßnahmen. Benutzt das frrsch)« Gemüse und fthput von selber das Törrgemüse und die Gemüsekonserven — Seid eingedenk der großen Verpftichtuna! Bemltzt das frrsche Gemllse! Laßt kein frisches Geinuse umkommen ! sonder,istichn, g.-ivesenV'^m' trotzbies« »«S ^ nklft bag Kleid bekoMimn B^Hat SÄÄ Ueüerlogimg von heu dreien am besten mrr ein AuÄveg ich Lasse m/ir alle drei Kleider machen!" veemlschtes. , Vom Schlachten der Kaninchen. Auch das Kankw. chen sollte, ehe es zu Spersezwecken geschlachtet wird, einige Wochett lang regelrecht gemästet lverden. Wo besonders auf gute, volle Bv- haarung des Pelzes Rücksicht genommen wird, wähle man zum Schlachten dre Wäntermonate. so rät die Wochenschrift „Dies Blatt gehört der H«!sfrau". Zur Mast bringt man die Tiere einzeln» oder mehrere glerchen Geschlechts in ein Abteil. Ms Mastfuttev drenen gequttlter L>afer und Gerste, gekochte und zerdrückte Kar- tofseln mrt Schrot oder gerrngem Mehl, Magermilch und Molke, ^Etzt frnlrch schrver zu beschaffen sind. Bei dem gewöhnlicheitz sollte mmdestens etwas Magermilch nichL Mastftltter wird ttiglrch wer- b!s sechsmal regelmäßig L?Ä^?^°^-^rabre!cht. Dem Schlachten hat u»ibedingt bes Treves voranzugehen: mm: logt es ausgej'trockt arif den Boden und macht es durch einen kräftigen Schlag ins. man ilTtn mst einem schbrstrn, Unten Messer d« Halsschlagader unb läßt bas Blut auslarifen^ beschmutzt wird: das Mut ,«rd m einem Gesäß mlfgefangen, um zi, Kochz.vecken der- iS" sr&f ^ raen M-l-Srt schon einige Uebung. Nach dem völligen Ausblnten wird das Tier mit dem Kopf nach untm an den Hmterläiifen aufgespimzt aufgebüngt, dann wird bie K 4 «FJ'^? ä Z^mgelmik gelost, an den Läuten aufgeschniUei, bochchttg Wer den Kops ^rnnter-gestreist. After, Pfoten und Kopf ti>erd«i später von dem Balg abgeschnitten Saccharin gesundheitsschädlich? „Vorsicht beim Berbnruch von Sacchann": unte^dieser Ueberschrift l>at milce^ ?J2 t>«rf>mtet, daß Saechttriu ein unverdaulicher Mineral- jdojf fer, dre Verdauung des genossenen Eckoeißes verhindere und vL su allerhand Unzuträglichkeit«! führe, ^rftcht beun Gebrmrch des Saccharins ist allerdings eine richtche Mahmura. Aber m»r in dem Sinne, daß Saccharin nicht im Uebernvaß verNxndet werbe»! darf, weil es sonst bitter »nacht statt N dann, daß «s nicht gekbcht werden darf und in dem Sri» ne all der andern Belehrungen, die zur G«!Üge an die Beteiligten tn der Presse und durch befördere Anweisungen er- aangeu smd. Daß aber Sacharrn ein unverdaulicher Mineralstosl ft» oder dre Berda»r»»ng des aenossenen Einieißes verhindere oder wcagenschnrerze»! oder andere Unzuträgtichkeite»! Hervorrufe, ist nicht Frese Fragen ftnd sekbstvers'tändlich vor der- Zulassung des Saochariils «»!gel)e»rd geprüft worden. Auch die Beobachtung«« •lA n ^'letzten Mon«tte»! gesteigerten SüUtofcherbrauchö haben mcksts ergeben, was ans erne solche Schädlichkeit sckLießen ließe. Dre gernwen Mmgen, in den«! Süßstoff verwendet wird, per- mögen weder «us das aUgenrerne Beftnden no>ck) mif den Eitoeiß- ^^15^ Zufluß au^,!ülvn. Tic Llusuntznng der Nabrimg bleftrbe lvje bei Znckerverbranch. ?M wirtchMftttck^n Gritnden ist Sparsamkeit mit Süßstoff notwendig, 2 b«.lrens.ftn Mengen für den dringenden Bedarf der-^> stellt werden kam». Gesundheitlich aber bestell»» keine Bedenken gegen die Be»inendung. cnZ^^^V^^anzen im Winter, dllairze»! erfordern nn Wi»üer effie t*m* besonders sotgsa.^ Be- handlu»^: al>er :»!er und länger als int überheizten Zimmer. Kaltes Gießlvasser rst auch hier vom Uebel. __ Vöchertifch. — Franz Karl Ginzkey, Der Gaukler von Bologna. Noinan. Geheftet 'Mk. 3.60, gebunden Alk. 4.50. Verlag von L. Staackmann in Leipzig. In dieser ernsten Zeit ist ein Buch heiterer Grundrichtung dovpelt willkommen. Franz Karl Ginzkey scheint uns mit seinem neuesten Roman, obgleich er ihn voiKtiegS- beginn bereits vollendete, dieser Forderung ganz besonders gut entivrochen zu haben. Meisterbast in Ton und Farbe gibt er hier all die tollen Streiche des Magisters Boncompagno auf der Hoben Schule von Bologna wieder, die dem Gedächtnis unserer Zeit längst entschwunden sind, die aber eine derartige Wiederbelebung wirklich verdienen. Magister Boncompagno, halb Till Eulen- fpieget, bald Gascogner der Wissenschaft, wirkte zu Bologna als erster Professor der Rhetorik uiid Dialektik. Eitles feiner öaupt- prinzwien war, es müsse jeder Mensch, besonders aber jeder Wisien- scvattler, ausS einsiqste bestrebt sein, stets ntehr zu bedeuten, als er eigentlich sei. Dieser löbliche Grundsatz, der auch heutziitage noch mannigfach tin Schivtmg sein soll, gibt der Erzäbliuig eme starke Wendung ins Satirische. Der satirische Zug des Romane bedingt aber auch je»ten ,vetteren ethischen Hiiitergrund und jene Perspektive ins allgemein Menschliche, die alle Werke Franz Karl Gmz- keyS in hobem Maste ali^zeichne»l imd ihnen ihre laiige Lebens- dauer sichern. ?»lS interefianlcr kulti,rgesckicht icher Rahmen fügt sich um die wertvolle Erzählung das toll-vba>itastische Treiben der „Universitas" mit ihren 15 000 auf aller Herren Ländern zu- fammengemürfelten Studiosen. — Pier Monare milMackensen. Von Tarno.v-Gorlice bi» Brest-Litowsk von Erwin BerghauS. Preis 1 Alk. Verlag voll Julius Hoffmann in Srntlaart - Michel horch, der Seewind pfeift. Unter dem bezeichnenden Titel .Michel horch, der Seewind pfeift - , sind von dein Abgeordneten Dr. Gustav Stresemann gesammelte KriegZ- betrachtungen »m Reichsoerlag in Berlin W 35 erschienen (broschiert 161 Seilen Mk. 3,—) — Wilhelm Conrad Go m oll: Im Kampf g eg e n Rußland. Leipzig, F. A. Brockhaus 1016. 180 Seiten (in Formal und Ausstattung der Soldnteiiaiisgaben von Hedins „Volk in Waffen" und WegenerS .Wall von Elsen und Feuer") mit 48 Bildern. 1 Mark. - Bau uiidTätigkeit de - m r n schlichen Körpers. Einführung in die Physiologie des Menschen. ^ Von Prof. Dr. Hein- rich Sachs, Privatdozenl an der Universität nild Ncrveuartt in Breslau. Vierte Auflage. 14 —20. Tausend. Mit 34 Avb. r. T. (.Aus Natur irnd Geiuesioelt", Sammlimg wisset,schafllich-gemcui- verständllcher Tarstellunqen. Band 32.) II lind 146 S. 8. Gehenet Mk. 1 , 80 , aebd. Mk. 1,50. Verlag B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. 1916. — Tie nunmehr schon tu 4. Auflage m der bekannten Sammlung .Airs Natur und Geistesivelt' erscheinende, vo>, dein bekannten Breslatier llmversitätsprofessor Dr. Heinrich Sach» verfaßte Einführung in die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Menschen ivird augenblicklich um so mehr ivillkoinmen fein, als die gegenwärtige Zeit an die LeistnngS ähigkeit des inensch- sichen Körpers nach vielen Richtungen große Ansorberiliigen stellt und darum alle Kreise der Gesiiiiderlialtung, auch besonders der Heranbildung einer gefunden Jugend, ihr Interesse zmveiideii werden. — D e r T ür in e r (KUegsausgabe). Herausgeber : I. E. Frhr. v. Grotthuß. Vierteljährlich >6 Hefte) 4 Mk 5l) Pia., Emzelhest 80 Pf. Probehest portofrei (Sutttgart, Gremcr & Pfeiffer). — Aus dem Inhalt des ersten November Heftes: Die Metaphysik der Schützengrabens. Von W. Kuhanpt. — Des Menschen Wille ist sein Himmelreich! Von Heinrich Scharrelmann. — Hört den Engländer! Von I. E. Frhrn v. Grolthliß. — Etivas über das .Reden mit Gott". Von Hedwig Erchenbrecher — Soldaten- gedanken. Voll Acax Juiignickel. — Siebenbürger Eriunerungen. Von Professor F. Nippold. — Griindlagen der Waffenbrüderlichkeit. Von Lutz Korodi — König Otto. — Wie maus ihnen sagen »nutz! — Füisorgezöglinge — Zuchchau'kandidaten- Von Rich. Dietrich. — Die Armierung der Schlachtschiffe. Bon Ingenieur Ernst TredesinS. — Wie man von beinahe nichts — leben kann. — Gcrmanen'tolz. — Die .Fronde". — Anssprüche von GörceS. — Bunte Reihe. (Allerlei erzählende'Literatur.) Bon K. St. — Kommende Kunst. Von St. — Musikalisches Notizbuch. (Friedrich Gernsheim -s-. Ma» Battke f. Rezniceks „In memori *m .) Von Karl Storck. Türmers Tagebuch: Der Krieg. — Auf der Warte. — Kunstbeilagen. — Notenbeilage. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- raturfreunde. Verlag: Egon Fleische! & Eo., Berlin W. 9. Das 1. Novemberliest ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Martin Sommerfeld: Biogravhik; Arthur Luther: Katharina,!!- in ihren Memoiren; Hugo Bieber: Paul Heyse iind Jakob ttstirckhardt; Karl Euders: Friedrich Lieuhard, der Deutsche; Friedrich Hirt-! Von Kieler Professoreu; Arthur Babillotte: Kriegsnovellen. — Echo der Bühnen. — Echo der Zettuiige»i. — Echo der 3*44» schroten. — Echo des Auslandes. - Kurze Anzeigen. - Notizen. — Nachrichteii. — Der Büchermarkt. — B o u g 4 illustrierte Kriegsgeschichte .Der Kriea 1914 16 in Wort und Bild". 100.—102. Hest. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches VerlagshauS Boiig & Eo., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88. — Honors be Balzac. Die Geheimn'ffe der Fürstin von Cavignau. Der rührige Verlag der Weltliteratur bringt in feiner Nr. 44 der 10 Pfg -Ausgäbe eine Novelle von Balzac. Di« Weltliteratur ist in allen Buchhmidlungen niid beim Verlaß München 2, Färbergraben 24, erhältlich. — H i >i d e ii st ii r g - K a l e n d e r für Volk und Heer 1917. HerauSgegeben von Paul Liiideiiberg. Berlin, A. Hof- mmm & Eomp. 112 Seiten mit ca. 40 Orig.-Abd. Atk. 1,—. Giesjener Hausfrarren-Verei;^ Dienstag: Bohnensuppe, Brödchenauflauf mit Aepfeln (nach früherem Rezept). Mittwoch: Sagosuppe, Gekochtes Weißkraut*) mit Tomaten- oder Spargeltnnke. Kartoffeln in der Schale. Tonnerstag: Gebrannte Mehlsnpt'e, Gndimensalat, Kar- toffelrollen.**) Freitag: Geniüsesuppe, ApfelpfannknclZ'n. Samstag: .Haserflockcilsuppe, Ragout von Hammelfleisch, Kartoffeln in der Schale. *) Gekochtes Weißkraut: Das Weißkraut tpird in der Mitte durchgeschnitten, in Salzivas'ar UXvch gekmpt auf die Gemüseplatte gelegt und nrit in Butter oder Fett geröstetem Weckmehl gv- schmelzt. **) Kartosfelr ollen: Man kockst 2 Pfund Kai-Iosseln, drückt sie durch, vermengt sie mir 20 Gramm Fett, einem Ei. etwas Salz, 75 Gramm Mehl und 75 Gramm Kartoffelmehl ;u einem Teig, formt fingerlange dünne Rollen und legt sie in kochendes Salztvasser. bis sie obenauf schwimmen. Juzrvischen sind 60 Gramm Fett zu erhitzen und IGO Gramm geriebenes Brot darein zu rösten. Hierin werden die Rollen nach und nach in der Pfanne dnr chein andergeschüttelt, bis sie alle mit. dem Brot überzogen sind. (Für vier Persoum.) Uönlgrpromenahe. Man darf die einzelnen Wörter lu,d Silben n'ir in »er Welf« miteinander verbinden, daß mau — wie der König auf dem Schur»- breit — slelS von einem Feld aus aut ein benachbartes uvergeyt. ge fen dank der Hand schlis das a a»ich neu sters mei wohl könn schick sein sei rau de» ihn ter te sal hell hen grii wenn stein sanf glänzt und sen erst edel der herrlich Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nnmnterr Lot. Ar; Lotar. SchriflteUung: Fr. R. Zenz.—ZivtllingSranddruck und Vertag der Brühl'schen UttiversttätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.