Der Kgümm-Mlksn. [Roman - von St. E. White utib S. H. 9t b a nt s. Autorisierte Uebersetzung. — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Der Nigge» rief uns zu Tisch. Wir aßen in ber Kajüte, wo die m>rf> immer verschlossene Kiste stanb; Putz, ber vorgab, Kenntnisse irn Schlosserhandwerk zu besitzet, wollte später seine Kunst daran probiere'.:. Nach beut Essen gingen wir zunächst wieder an Deck. Die Insel erschien jetzt nur noch als ein leuchtender Fleck am .Horizont. Ich lehnte mich über bie Reeling, schaute borthiu uub streifte babei zufällig mit dem Mick das unter mir penbelnbe kleine Boot. Sofort durchzuckte mich ber retteube Gebanke, baß ich damit zu Percy Darrow zurückrnbern könne, wenn ich meine Flucht noch iu berselbett Nacht bewerkstelligte. Wir beibe würben daun schon mit Fischen unb .Hammelfleisch unser Leben fristen, bis wir uns aus den Trümmern des „Goldenen. Horns" ein Fahrzeug zusammengebastelt hätten, mit dem wir vielleicht zur Zeit der Sommerpassate eine oder die andere der Sandwich-Inseln erreichen könnten. Ein vor- überfahreubes Handelsschiff brächte uns dann vielleicht von dort wieder in die Regionen der Zivilisation zurück. Wohl erkannte ich die Abenteuerlichkeit meines Planes, doch schien er mir lange nicht so verzweifelt als meine Lage inmitten der Räuberbande, besonders seit diese ungehinderten Zutritt zu den Getränken hatte. Während solche Gedanken sich in meinem Kopfe kreuzten, erglühte plötzlich eine der vielen dunkeln Wolken über mir, die sich den ganzen Nachmittag bald zusammengeballt, bald wieder zerstreut hatten, in seltsam weißem Schein, der eine erschreckende Aehnlichkeit mit Percy Darrows „Teufelsflammen" aufwies. Merkwürdigerweise aber sah es so aus, als ob die Beleuchtung nicht wie bei vulkanischen Ausstrahlungen von vnten herausdränge, sondern von außen aus die Wolke geworfen würde. Gleichzeitig empfand ich einen scharfen, innerlichen Ruck, der, obgleich nur von Augenblickes Dauer, mich doch wie ein elektrischer Schlag von Kopf bis Fuß durchzuckte. Ich konnte diese verschiedenen Eindrücke jedoch nicht zergliedern, dem: meine Aufmerksamkeit wurde unmittelbar darauf durch einen schwere:: Fall in der Kajüte ab- aelenkt, worauf Pulz mit entsetzlichem Geschrei die Treppe herauf und das Deck entlang stürzte. Handy Salomon packte ihn und tvarf ihn zu Boden. „Mein Gott, Maat — was hast du?" schrie er. Aber Pulz antwortete nicht. Er wand sich in Zuckungen und blieb schließlich mit steifen Gliedern und verdrehten Augen regungslos liegen. „Krämpfe!" sagte Thrackles achselzuckend. Die allgemeine Aufregung legte sich. Man flößte dem Leidenden gewaltsam Rum ein, und nach kurzer Zeit erholte er sich, konnte uns aber keine Aufklärung über seinen Anfall geben. Nachdem das Abendessen verzehrt und der Tisch g.b- geräumt war, schritt Handy Salomon zu einem erneuten Versuch, die Mste zu öffnen. „Der Poncho*) hier behattptet, er sei Mechaniker gewesen!" sagte er. „Mit andern Worten also Eitchrecher, da könnt ihr Gift drauf nehmen. Also schlägt die Kiste in sein Fach" Grinsend lehnte sich Perdosa über den Decket und sing an, mit einem krummen Draht das Schloß zu bearbeiten, während die übrigen sich dicht um ihn drängten. Ich nah::: die günstige Gelegenheit, wo das Gesamtinteresse sich in diesem Brennpunkt sammelte, wahr, schlich nach der Tür und sah zu meiner Ueberraschung eben ein paar Beine auf der Treppe verschwinden. Es war Pulz. Da ich angenommen hatte, daß jeder einzelne stark genug bei der Sache interessiert wäre, um beim Auspacken der vermuteten Schätze zugegen sein zu wollen, kam mir dieser unerwartete Zwischenfall sehr iu die Quere. Ich hosfte jedoch, daß Pulz sich nach dem Vorderkastell begeben und ich das Hinterdeck leer findeit würde. Noch einen Blick warf ich zurück. Atemlose Erregung hielt die Piraten, auf deren letdenschaftdurchwühlte Züge das Licht der Hängelampe scharfe Schatten warf, in Bann. Mit ihren schmutzstarrenden, blutigen Lumpen und den lur* rasierten Gesichtern bildeten sie einen schneideitden Kontrast zu dem fleckenlosen Weiß, dem blitzenden Metall und gläu- zenden Leder /in Old Serubs lKajüte. Als ich die Stufen hinaufgesprungen lvar, versagten meine geblendeten Augen mir oben in der Sternennacht zmtächst den Dienst. Um sie an das Dämmerlicht m gewöhnen, blieb ich eine Weile stehen. Irr der nächtlichen Stille vernahm ich jetzt nur das Sausew des Windes in der Takelage, das Anklatschen des Wassers' an die Wanten und den Metaltktang von Perdosas Jnstruntent. Von Pulz entdeckte ich keine Spur und tröstete mich schon damit, daß er wohl nach vor:: gegangen sein werde, als ein zufälliger Blick in die Takelage mir hoch oben, dicht am Hauptmast seine Silhouette zeigte. Was er dort wollte, war mir rätselhaft, doch zerbrach ich mir nicht weiter den Kopf darüber, sondern freute mich, daß er mich auf diese Weise nicht stören konnte. Gern hätte ich eine Waffe und Munition oder :venig- stens etwas Zwieback und Wasser mitgenommen, aber dazu war keine Zeit mehr. Noch immer sah ich am Horizont die dunkle Glut der Insel, so batte ich also meine Feuers und Rauchsäule, um mich zu letten. Ohne Zögern löste ich das Tau und zog das Boot längsseits. Was nun folgte, will ich so genau wie möglich und in richtiger Reihenfolge schildern. *) --- mexikanischer Mantel; Spitzuame für Mexikaner, 622 Ein langer, weißer Lichtstrahl schoß durch das Kajütendach zu beträchtlicher Höhe empor. Er schimmerte durch di? hölzernen Planken wie durch Glas und war seltsamerweise von scharf begrenzter, rechteckiger Form wie ein Lustschacht. Vom Augenblick seines Erscheinens an trat vollkommene Windstille ein. Obgleich die strahlende Säule ihre geraden, bestimmten Umrisse behielt, verbreitete sich das Acht an der Stelle, wo sie an dein Kajütendache hervortrat, wie flammendes Oel, und das Feuer, wenn man es so nennen will, drang mit unglaublicher Geschwindigkeit durch alle Ritzen und Fugen zwischen den Planken, bis das ganze Deck einem Feuerwerkskunststück ähnlich in feinen, glüheirden Linien skizziert war. Von jeder dieser Linien aus griff das Feuer dann weiter um sich, als ob es durch die Planken sickerte. Der ganze Vorgang dauerte nur einen Augenblick. Ich konnte mich weder bewegen, noch schreien, ja, mein Fassungsvermögen reichte nicht einmal mehr zur bloßen Beobachtung aus. Plötzlich wurde die Totenstille unterbrochen. Durch einen harten metallischen Klang. Dann hörte ich einen gelleirden Schrei. Putz war durch ein starkes Ueber- holen des Schisses aus der Takelage geschleudert worden, stürzte gegen die Reeling und über Bord ins Wasser. Dann erdröhnte wieder ein furchtbarer Schrei, ein zweiter, ein dritter — und im nächsten Augenblick stürmten alle Leute der Mannschaft aus dem Kajüteneingang, rannten wie Wahnsinnige an die Bordwand und sprangen ins Wasser. Meine Gedanken fingen an, sich zu verwirren. . Obgleich ich die Flammen, die jetzt das ganze Schiff ernhullten, zu spüren meinte, fühlte meine Hand sich ganz kühl an. Mes verschwamm mir vor den Augen, daun wuchs urplötzlich ein tolles Verlangen riesengroß in mir empor, von dessen unwiderstehlicher Kraft Sie sich keine Vorstellung machen können: der Wunsch nach Wasser. Es \mx nicht Durst oder bic Sehnsucht, die mir undeutlich zum Bewußtsein kommende, körperliche Glut zu lindern, sondern eine ganz unbezwingliche, jähe Begierde nach der Flüssigkeit selbst. Ohne Zögern, als ob es das' Natürlichste von der Welt wäre, schwang ich mich über die Reeling, um mich ins Meer zu stürzen. Ich. entsinne mich nur noch des letzten flüchtigen Eindrucks. Es war der eines wahren Schmelzofens von Licht. Dann empfand ich eine starke Erschütterung und verlor das Bewußtsein. Dritter Teil. Verlassen auf der Insel. 1. Kapitel. Der Kreuzer „Wolverine". Als Slade seine Erzählung beendet hatte, herrschte tiefes Schweigen in der Messe der „Wolverine". Kapitän Parkrnso;: der kerzengerade in seinem Stuhl saß und starr über den Berichterstatter hinwegblickte, schien wie ein Rich- ter du geschilderten Tatsachen abzuwägcn. Doktor Tren- oonv knorrige, halb im Schatten verborgene Gestalt war ganz in sich zusammengesunken. Seine hellen Angen blickten mit leicht besorgtem Ansdruck auf Slades Gesicht. Die £?. ber i ^nden völlig unter dem Bgun des Gehörten. Wie ^nder, denen im Theater die Welt um sie her ver- simlen ist, folgten sie hiiigerissen den Worten Slades, nnb Tu pMlchen Falten des Vorhangs, so reckten sie Ende"!var^^^^bu mit den Augen, als die Erzählung zu Bei Slade, der leidenschaftlich erregt gesprochen batte rat ein starker Rückschlag ein. Er murmiekte ein paa? uw zusaunuenhaugeude Worte — v „Das wäre alles," schloß er. In die Griivve kam Stoben 11119 (3tÜ ^ e lmirben gerückt und scharrten auf dem „Von allem Außergewöhnlichen, das man jemals-" murmelte eine Stimme in nachdenklichem Ton — «- ***** „Mkmetwegeu i.wgen Sie denken, daß ich Ihnen eine Raubergeschichte erzählt habe!" murmelte s/ade p ötzl ch zusnmmeubrechend. „Es ist mir gleichgültig." P B J sythe"^" f a ^ ren i° uach der Insel!" beruhigte ihn Fort- „Uud das ist gut so!" rief Slade. „Mögen Sie mir nun glauben oder nicht — nur holen Sie mir Percy Dar- row von der Insel! Dann worden Sie auch hören, was der zu sagen hat!" „Darunter dürfte manches Interessante sein!" murmelte Forsythe leise. „Wünschen Sie noch irgend eine Auskunft von mir?" wandte Slade sich förmlich an den Kapitän. „Warten Sie einen'Augenblick!" unterbrach ihn Treu- don. „Boy, bringen Sie einen Kognak für Mr. Slade!" ,,-^ur über das Schicksal unserer Leute möchte ich gern ettvas wissen," antwortete der Schisfskommandant nach kurzer Ueberleguug. „Es tut mir leid, daß ich Ihnen darin nicht dienen kann," erklärte Slade kopfschüttelnd. ,^Doktor Trendon sagte mir schon, Sie wüßten nichts von Edwards." «... ,,Edwards?" wiederholte Slade, im Geiste noch bei den kürzlich erzählten Erlebnissen verweilend, unsicher. „Erinnern Sie sich nicht, daß Barnett, als Sie das Bewußtsein wiedererlangt hatten, Sie nach Edwards siagte?" kam Trendon dem angestrengt Nachdenkenden zu Hufe. „Er war einer unserer jüngeren Offiziere, der auf die „Laughing Laß" kommandiert wurde." „Natürlich! Nun entsinne ich mich —" „Wir beorderten Mr. Edwards an Bord des verlassenen Schoners, als wir diesen zum ersten Male trafen," erklärte der Kapitän. „Verzeihung!" erwiderte der Reporter. „Mein Hirn arbeitet offenbar noch nicht ganz richtig. Erlauben Sie einen Augenblick!" Stumm saß er ein Weilchen mlt geschlossenen Augen da. ^ „Wann trafen Sie die „Laughing Laß"'?" fragte er dann plötzlich. „Zum erstenmal vor fünf — nein — sechs Tagen.". „Dann haben Sie also das Feuer gelöscht?" Unwillkürlich rückte jeder mit seinem Stuhl vor-, und der Kreis schloß sich enger um Slade, der den Kapitän an starrte und sich mit zuckenden Lippen sichtbar aufs äußerste anstrengte, seine Gedanken zu konzentrieren. Der Arzt beobachtete ihn, stirnrnnzelnd. „Dort war kein Feuer," sagte der Kapitän. Slade fuhr empor. „Kein Feuer! Ich habe es aber doch gesehen. Als ich über Bord sprang, stand der Schoner in Hellen Mammen " ^ . "?A e ■ '^ ten in das kleine Boot und verloren das Bewußtsein! sagte Trendon. „Gehirnerschütterung! Wahrscheinlich sind die Flammen, die Sie gesehen zu haben glauben, eine retroaktive Fiebererscheinung." „Ach was! Retroaktiver Blödsinn!" schrie Slade. Verschon >Lie mir, Doktor Trendon! Wenn Sie aber gesehen hatten, was ich sah, — Barnett!" wandte er sich Beistand suchend an seinen alten Bekannten. brannte wirklich nichts," erwiderte der Offizier, „..nt A'nvnahme der ailgesengten Steuerbordreeling fanden wir keine Spur irgend eines Feuers" J m#tt°flun4““ U0 “ bet Sam '" fn9te ® Iabe ' " UMb "a^cr tatsächlich alles," entgegnete Barnett. Tln r P ”r. n) J^ f unch beit Hergang noch einmal wieder- saDe der Berichterstatter langsam. „Sie fanden alfo den schöner, der mcht brannte, auch nicht einmal gebrannt zu haben schien, und schickten unter Ihrem Lenti- nant Edwards eine Besatzung an Bord. Durch den Sturm wurden Sie von dem Schiff getrennt und trafen es dann Wiederum verlasseu au. Stimmt das so'?" „Jawohl, und'das war vorgestern morgen!" „Danu^hat das Feuer die ganze Zeit geschwelt, und als es ausbracy, sprangen Ihre Leute ins' Wasser" „Unmöglich!" rief Barnett. ssA’ftS 011 Mr. Edwards kann ich nicht annehmen, daß ein Seh Weand ihn dazu getrieben haben sollte, seinen Posten zn verlkissen; und zwar uin so weniger, als der Schoner nicht pitön^ein"" den Flammen zerstört wurde!" warf der Ka° ?uch unsere Schar über Bord gesaut" wiederholte Slade behaglich. „Glauben Sie, die seienFech- linge gewesen? Als jene Hölle aber losgelassen wurde är mußte» sie einfach über Bord, sage ich Ihnen ob' sie wollten oder nicht. Furcht war eS keineswegs', und ebensowenig Schmerz - - So etwas läßt sich eben nicht erklären " ^Fortsetzung folgt) Die Anfänge des modernen Kriegswesens. Von Prozessor Dr. A. Dören.*) Noch im 17. Jahrhundert war es so, daß der Deutsche überall, kw es in der Welt zu kämpfen galt, an erster Stelle stand, daß er den Lockungen der höheren Löhnung damals folgte, Wie er bis in die jüngste Zeit solchen Lockungen im friedlichen Wettbewerb, nicht imnier im Interesse seines Vaterlandes, gefolgt ist. So konnte es kommen, das; Deutschland, trotz aller furchtbaren Prüfungen und allen Menschenverlustes der Religionskriege, dank seiner unverwüst- lrch-en Volkskraft noch immer aus unversieglich fließenden Quellen die frenrden Länder mit Kämpfern speiste . . . In Preußen aber, wo die Herrscher seit dem Großen Kurfürsten srchl der sittlichen Pflicht gegenüber ihrem Land und ihren Untertanen im vollsten Maße bewußt waren, galt es jedenfalls bei den Staatsangehörigen mit allen Mitteln, auch solchen strengsten . Zwangs, erzieherisch zu wirken, um jenes Verantwortmrgsgefühl dem Staate^gegenüber allmählich zu wxcken, vor allem aber den Bedarf an Soldaten gegenüber einem finanziell überlegenen Wett veiverb von außen her unter allen Umständen zu sichern . . . So wurde zuerst zwar das Prinzip der Freiwilligkeit bei den Werbungen dem einzelnen gegenüber vom Staate beibehalten, aber Krerse und Gemeinden wurden zur Rekrutenstellung gezwungen und so das Odrum versteckter Zwangswerbung auf sie abgewälzt. Und nun taucht, gerufen von der Notwendigkeit, dem werdenden Großstaat seinen Bestand durch eine schnell anwachsende Armee zu sichern, nuch rn Preußen um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts der m ^.r Anhike wbe in den ältesten Zeiten deutscher Geschichte schon verwirklichte, ttanrr voM Staub der Jahrhunderte verschüttete Ge d>anke von der Wehrpflicht des freien Mannes wieder auf. . Das Sichwiederfinden von Staat und ivehrhaftem Volk, die An- dahnung emer Neugestaltung des Heeres zu dem, was es' nach ^'bitschkes Wort in jedem Staate sein sollte: „die zusammengefaßte physische.Macht des Volkes", das ist das wichtigste Ergebnis der absolutistischen Epoche . Mit dem Sieg der monarchischen Zentralgewalt wird der Krieg zinn letzten Gewaltmittel zur Durchsetzung der persönlichen Politik der Staatsleiter. Die Periode der Kabinettskriege, die hierdurch charakterisiert rst, wird erst im Zeitalter Friedrichs des Großen' und durch dre „Levee en masse" der Französischen Revolution überwunden: der Preuße von >1756 wußte zuerst wieder, wofür gekämpft uiw gelitten wurde, und es ivar doch nicht mir mehr die strahleiäw Helle Fines Glaubens an ben großen König, die ihm die 7 jährige Nacht s emer Leiden durchleuchtete, sondern auch der Glaube an die Sache, der diese Kämpfe galten. In der Entwicklung der Technik liegt der größte Fortschritt in der Erfindung des Schießpulvers und der Feuerwaffen. Gerade der technische Radrkalrsrnus dieser einen Neuerung aber brachte es uru: suh, daß sie so ungeheuer langsam und mir unter tausend technischen und-oft auch seelischen Widerständen sich durchsetzte: galt doch noch lange der Gebrauch der Feuerivaffe als des braven, persönlich! tapsereii Einzelkriegers univürdig. Während vor allen: die Kwere Artillerie nicht zum wenigsten durch die Verdienste Kaiser Maximilians bald technisch vervollkommnet wurde, führte die Ausrüstung der Infanterie und später die der Reiterei mit den neuen Waffen zu emer Takttk von ungeheurer Schwerfälligkeit, die fast nur zum plrmrpen Mafseustoß fähig war. Erst die langsain durch Moritz von Oraurerr, dann durch Gustav Adolf, durch die großen Franzosen zur , Zeit Ludwigs 14., Conde und Turenue, endlich durch dre preußrfchen Fürsten seit dem Großen Kurfürsten und ihre Heller jich,durch,etzendeu techunchen Neuerungen führteil wieder zu M^lMtwNis der Waffen, zur Auflösung der Massen, zu tattrscher Gliederung zur Bildung von Reserven: bis es Friedrich dein Großen im ^ahrMr Krieg durch die volle Ausbildung der Lmeartaktil und die Wiedereinführung der sogenannten schiefen Schlachtordnung, durch Steigerung der Feuergeschwindigkeit und -regelmaßigkert bis zu sechs L>chuß in der Minute bei' der Jn- santerre, durch Wiederbelebung eines schneidigen ßlrrgrisssgeistes bei m k enblidj burd) bie Trennung der Feld-- voll der ^ BelaMrimgsartrllerie ntlaua, bie preußische .irmee zu jenem jedem Tfcinfteit Truck uachg-cbeubeir Instrument milMschasien, bis sähis lvar, den Armeen halb Europas siegreich «egeimberrutreteii Alls dem Gebiet des Festmigsbaues. beB Wer und Magerimgswesens sind dagegen zuerst die Holländer m ihren FreilMtskämpfen, bann die Franzosen, vor allcili der geniale Bauban, Lehrer Europas gewesen Wert geringer sind die Fortschritte, die die Kriegführung während dieser Periode rn der Richtung auf Vermenschlichung ihrer ans di- TiirchsittliclniNg ihrer Aufgabe gemacht hat. gtan „sac oo di« Roma" zu Beginn dieser Periode folgert die «ltuehmen diese interessanten Ansführnngen eniem Beitrag des Versassers zu dem soeben erschienenen Bändchen der Sammlung »-Ans Natur und Geisteswelt": Kulturgeschichte des §^Eg«s lVerlag B. G., Tuchner. Leipzig, geh. Mk 1.20, geh E. 1.M) von den Leipziger Universitätsprofessoreil Tr 9 Weule D°e HBethe, Dr B Schneidlcr, Dr. A. Tore!-Und Dr.P. Henne Krieg und Kultur iu ihrer gegenseitigen VecfleckKuua mth durch Mterttim, Mittelalter ^ur$ Neu zeit bis zur GegeniMrt verfolgt. - Greuel der französischen Religionskriege mrd des 30jährigen ! Krwgcs, folgt zu Ende des 1". Jahrhunderts die entsetzliche Verwüstung der Pfalz durch die Bauden Melacs : und erst die Krieg- kuhruug Friedrichs deä Großen zeigt lvenigstens das Streben eines ausgeklarteu,freien und weiten Geistes, Plünderung und Verwüstung als Selbstzweck zu bamrcrr und sie nur im Rahmen höherer, unumgänglicher Krregsziveckc als notwendige Uebel gelten zu lassen, tm ^enenHoere konnte der Untertan, der den: Staate gegen- P sticht tat, Nicht mehr mit der rein geschäftsmäßigen! ^5?sOs5^$^b/u^^oheit,,die dein Söldner gegenüber bis zu einem gewißen Grade notwendig war, behandelt werden. Noch! imrner aber, und letzt sogar wieder in erhöhtem Maße infolge der erhöhten Beweglichkeit der Heere Ulid der Notwendigkeit, ihre Ver- VtF 11 .® oer heimischen Magazinversorgrmg einigermaßen unabhängig zu machen, urußte das besetzte feindliche La,id das Heer errrahren und grausame, unbezahlte -Requisitionen, vor allem auch 1 aV ei r t€ l l ^ e £ „Winterlager", iit denen der Kampf ruhte, dulden. Auch das ^>anitätswesen lag rrbch ziemlich im argen, wenn auch hier gerade manche Fortschritte zu verzeichnen waren. Nach dem Vorbrw der Städte war schon im Heere der Landsknechte ein Wundarzt für jedes Fährllein vorgesehen, aber allerdings mir in den seltensten Fällen vorhanden. Auch hier brachte erst die Per- ftaatlichuiig mit der Forderung wissenschaftlicher Vorbildung der Feldschere eine wesentliche Besserung vor allem auf dem Gebiet der Wundbehandlung und die Anfänge emer Kriegshygiene: zu Beginn des 18. Jahrhunderts begegnen wir zuerst auch der Forderung emes .erhöhten Schutzes für die Verwundeten und ihre Pfleger 1671 wird zu Paris für die Kriegskrüppel das erste Jnvalidenhaus gegründet. . Zum ersten Male hat sich seit der Antike wieder in dieser Perrode, die, geistesgeschichtlich angesehen, als Zeitalter der Renaissance urrd der Aufklärung erscheint, auch die von religiöser Bevormundung freilverdende Wissenschaft wieder des Heeres- rmd Kriegswesens bemächtigt: eimnal dadurch, daß sie das Wesen von Technik, Takttk und. Strategie historisch urrd systemattsch zu durchdringen und, gestützt vor allem auf die großen Lehrbücher der L>pütanttke, ihrem inneren Wesen nach klarzulegen versilchte: dann aber dadurch, daß auch die höheren und schwereren Probleme der Heeres Verfassung, des Verhältnisse" von Volk und Heer, ebenso lvie die des Wesens urrd der inneren Berechtigung der Kriege selbst unter dem furchtbaren Truck der Not der Zeit wieder Leben gewannen. . . . Ueber die Uiitersuchung der Mittel iind Ziele der Kriegführung aber lnnaus schritt dann diese Zeit, die zum ersten Male wieder überall nach dem irdischen Wesen uird dem ursächlichen Zusammen- lMige aller Tinge suchte, auch fort zur Untersuchung des Wesens der Kriege selbst iurd ihrer sittlichen mtf) rechtlichen Grundlage Mitten in den Stürmen des 30jährigen Krieges erschien im Jahre 1625 das grimdlegende Werk des holländischen Staatsmannes und Gelehrten Hugo Grotius „Vom Recht des Krieges und des Friedens", das die Grundlagen s " ^4 getarnte moderne Völkerrecht schuf. _ vermischtes. * Wie soll man Daueräpfel aufbewahren^ Um Daueräpfel mit Erfolg zu halten, müssen sie einen kühlen Raum mit germgeni Feuchttgkeitsgehalt haben. Auf offenen Horden in uuge- eigrreten Räumen werderr sie bald rvelk urrd verliere:: ihre Qualität Wo ein passender Aufbewahrungsort nicht gegeben ist, Mt man nach einem Ratschlag der ZeiFchrift „Ties Blatt gehört der Hausfrau" am besten, die Aepfel in Tonnen oder Kisten gepackt in den Keller oder auf emeri frostfreien Boden zu bringen. Zu dem Zweck werden tte sorg,am von allen fleckigeu oder wurmstichigen Früchten gesondert, darin lagernveiie iu die Tonrre, rvozu sich sehr gu^ saubere Zeiuenttonneri eigner:, gepackt, so daß sie ohne Druck, aber fest crireinander liegen. Sie werden mit sauberem Papier bedeckt: dann versasl:eyt man fte fest mit einenr! Deckel rrnd bringt sie an ihren Standort, ^zede Sorte wird Nattirlich für sich gepackt und rnit der genauen Bezerchmrng versehen. Vorzüglich halten sich der Sckwne vor: Boseop und die Große Kasseler Reiuette. Sie bleiben, rvenn gilt verpackt, ftisch vis an der: Sommer hinein. ^ * Zur Seifen ersparnis. Zur Reinigung gestrichener Treten, lamerter Holzmobel usw., die gewöhnlich rnit Seifenwasser ab gewaschen ivurderr, ernpfiehlt die Wochenschrift „Ties Blatt gehört der Hausfrau" bs,r der jetzigen Seifelrkrrappheit bk Anwendtrng s ncr d.^ßmung von 15 Graumr Salmiak .nicht Salirriakgeistt, 50 Pottasche, 5 Gramm Borax, 1 Liter curfgekochtem und ab- gekuhltem Wasser. Ungestticheue Küchen tische. Bretter usw. mit Blrtzolank und ^andabbursten. Kachelofen: Ein Ar Schuß Salnnak- gerst rn das Wasser gießen. Glasscheiben, Silber nsw. pichen: Spiri- tua nti. '^uilciiuTifreibe verrnbrerr, damit den Gegenstand einreiben trocknen lassen, urrt sicher Bürste oder rveichen: Papierballerr ab- o der Wäsche M sparen, ist es wichtig, daß man 85$ Mecke, wre Obstflecke, mit einenr Fleckmittel eut Y 1 -- UN schädliches M'-.ttel, das mau sich in einer Drogerie ber stellen lassen kann, besteht aus 100 Teilen Seifemmrrzel, 2,5 Teilen ^ 0 2^t und w Tellen Weingeist. Zurr: Einweickfen der Wäsche verwende Uran statt Borax und v^oda doppeltkohlensaures Natron: ,mutterer Grö^ zwei Eßlöffel. Die Wäsche rorrc kalt mit uun Natronlvasfer aufs Feuer gebracht und muß lane>- fcrnt ertuiarmt werden, itatüTJtuf) nicht bis sunt Kochgrad. 'Dcntit hrtf üblich waschen. _. , . _ _ m . * Leichtes Oeffnen von Et n Macheglasern. Bet den Ersatzgumnnringen sitzen die Deckel der Einmachegläser oft sehr fest, und ein Oeffnen ist nur Mit Gewalt möglich. Dadurch wird Glas und Gummiring zum nochmaligen Gebrauch oft wertlos. Um dies zu verhindern und den Gummiring gebrauchsfähig zu ersten, empfiehlt „Dies Blatt gehört der Hausfrau", das Glas ohne Klam- über in einen Topf mit W'gsfer zu sehen und es einige Minuten kochen zu lassen, bis der Deckel sich 'leicht abheben läßt. Durch dieses Erfahren bleiben die Gummiringe erhalten. Allerdings dürften bet den Treueren,Ringen, die weniger Elastizität besitzen, die Klagen Wer allzu festen Schluß selten Vorkommen. Das iveniger gute Material dieser Gummiringe läßt einen zweiten Gebrauch so wie so kaum zu. ' * Die Galin soga. Nur weinigen ihrem Namen nach bekannt, ist dieser Neuling, ein Unkraut, das sich cm manchen Orten in eiwern Maße verbreitet, bah es schlver fallen wird, seiner Herr 'zu werden. Gerade im letzten Jahre ist infolge der mitunter längere Zeit anhaltenden Regenzeiten, auch wohl infolge mangelnder Arbeitskräfte die Unkrantenttvickelung sehr groß gewesen. Das zeigte sich besonders in den Kartoffelfeldern. Hier bildet es sich naturgemäß, sobald das Kartoffellraut abz-nsterben anfängt. Das ist dann die Zeit, in der die Kartoffeln geputzt d. h. vom Unkraut gereinigt werden müssen. Aber niemand kam dazu. Die Zeit wurde durch die lang anhaltende Heuernte, der die Getreideernte auf dem Fuße folgte, vollständig jit Anspruch genommen. Der Grund, daß man sich durch das Ausziehen des Unkrauts Schaden tue, ist wohl hinfällig, denn bei trockenem Wetter entsteht nicht nur kein Ähaden, sondern ein augenfälliger Nutzen, wie jeder Landwirt weiß. Unter den gegebenen Verhältnissen war es denn die Galin- svga, die sich, alle anderen Pflanzen verdrättgertd, so recht nach Auslandsart breit machte. Sie stanrntt nach der mir vorliegendekt „Flora von Dvsch und Scriba" aus Peru, von wo sie mit ausländischem Samen in hiesige Gegend verschleppt wurde. Daß sie ein Kind wärmerer Landstriche ist, geht auch ans der Tatsache hervor, daß sie schon beim ersten Herbstreis^schwarz wird und abstirbt. Ihrer Gemeingefährlichkeit wogen soll hier ihr Steckbrief folgen, denn! Ivährend sie noch vor ungefähr 40 Jahren hie und da aus gebautem Felde verwildert vorkam, z. B. bei Darmstadt, an der Nvsenhöhe, nach Eberstadt zu, bei Braunshardt usw., kommt sie in der Umgegeird von Gießen jetzt massenhaft vor, und ich vermute, daß. sie sich auch anderwärts schon eingenistet hat. Wo sie sich aber einzeln oder in Gesellschaft zeigt, mache man kurzen Prozeß mit ihr und rotte sie recht gründlich Ms. In genannter Flora wird sie folgendermaßen beschrieben: „Blätter gegenständig, breiteiförmig, gezahnt; Köpfchen klein, kugelig, lang gestielt, in dreigabeligen Cymen, Strahlenblüten 5—6. weiß." Hinzufügen will ich noch des besseren Verständnisses halber, daß die Pflanze zu den Korbblütlern (Cornpositen) gehört. Einen anderen Namen, den man der Pflanze vielleicht gegeben 'hätte, wie dies ja bei anderen Pflanzen vielfach vorkommt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Aber jedermann wird auch wissen, was gemeint ist, wenn ich erwähne, daß es manche Leute mit der Sense oder Sichel erst abhauen mußten, ehe sie ihre Kartoffeln ansmachen konnten Es wuchert vornehmlich in den Lleckern, die in regelmäßiger Folge Kartoffeln und Korn oder auch fortgesetzt Kartoffeln aufweisen, denn in diesem Fall findet diese Pflanze die günstigsten Fortpslanznngsmöglichkeiten, ein Grund mehr für eine vernünftige Saatenfolge. Auf keinen Fall dürfte man dieses Unkraut zur Blüte oder gar zur Samenreife kommien lassen, bemt dann ist es zu spät, wenn man es auch verbrennt, sondern in grünem, jungem Zustand muh es sorgfältig entfernt werden. Br. vtlchettlsch. — Das deutsche Wunder. Roman von Rudolph S trotz. (Ullstein L Co., Berlin.) Dieses Werk ist, so schreibt der Verlag, das erste eines Zyklus, der begonnen ist mit dem Willen zur Größe. Die Schrankeu zu überschreiten, die in den Jahrzehnten vor dein Weltkriege für den deutschen Roman bestanden, das machtvolle Geschehen in machtvollen Bildern wiederzugeben, das ist der Wunsch, den Rudolph Stratz in den ehernen Sätzen des Vorwortes anssprich!. Durch ganz Europa führt ihn, den Kenner de? slawischen Ostens, des franko-britischen Westens, der Völker am Mittelmeer, seine den ungeheuren Stoff meisternde Erzählerphantasie. Dom goldenen Kreml, von der Uspensky-Kathedrale, die nach feierliche,n Bittbottesdienst, beiin Läuten stürmender Glocken, der Zar Nikolaus verläßt, ivandert sein Blick zum Konkordienplah, über den umjubelt der Britenköuig einzieht. Petersburg zeigt er, Brussel, London, die Reede von Spithead, einen italienischen Hasen, Belgrad, Cettinje, und inmitten der feindlichen Koalition, die allenthalben in diesem strahlenden Sommer 1914 den Weltbrand heraufbeschwört, das uindrohte, noch friedliche Deutschland. — Schüsse vor Warschau. Roman von Christian Bouchholtz. (Ullstein & Co., Berlin). Dieser Roman des ElsässerS Christian Bouchholtz, der 1914 als westpreußischer Kanonier nach Rußland zog, steht tm Zeichen des polnischen Winters. An den Ufern der vereisten Bzura liegt das KriegStheater, das er malt, liegen in braunem Zickzack deutsche und russische Schützengräben. Am nebligen Horizoitt steigen die Fabrikschornsteine von Blonje auf, und ein Meer von Häusern glaubt der ungeduldige Blick zu sehen. Ist es Warschau, di? heißumstrittene, große, mir noch einen Tagemarsch von den Siegern entfernte Stadt? In einer Villa nahe bei Brochow, in dessen altertümlicher Kirche Chopin getauft ward, drängt die erregende Handlung sich zusammen. Ein Derratssall ist das in dumpfen Stimmungen festgehaltene Motiv, dem die Gestalt einer Polin romantischen Reiz gibt. - D e u t s ch e r W i l l e (K u n st w a r t). Erstes Oktoberheft 1918. (Kriegsarisgabe zu erinäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) — Der Leiter des Heftes, mit dem der „Kunstwart" seinen 30. Jahrgang beginnt, handelt über die „Presse im Kriegszustand" nnd sucht die Summe dessen zu ziehen, ,vas sowohl Schriftleiter wie Leser aus bem gegrn- wärtigen Zustand für die Znkunit an Folgerungen ziehen werben. Wollgang Schumann schreibt über den literarischen Expressionismus in einen: Aussatz über „die neue Richtung im deutschen Schrist- tum", Franz Gürtler über die gegenivärtigen Zustände auf dem Gebiete der Musik. Wilhelin Stapel bespricht Heinrich Wölsflins »Kunstgeschichtliche Grundbegriffe". Ferdinand Avenarius behandelt an der Hand von Ablüldiingen die angeblichen deutschen Bilder- sälschungen, die uns von beu Gegnern vorgeworlen werden. Er weist nach, wie sehr zu Uurecht uns dieser Vorwurf geniacht wird. Fälschungen mit der Absicht auf Verleuindiing liegen in Deutschland überhaupt nicht vor. Professor Raimund Friedrich Kaiudl erörtert in eineln Aufsatz über' »Militärgrenze wid Militärverwaltung" diese wirksame Form des Grenzschutzes, die vielleicht auch in der Zu- kullft eine Rolle spielt. Es folgen eine Anzahl »Arbeilergedichte aus dem Felde". — Die Theaterfrage behandelt Wilhelin Kiefer in der von ihm herausgeqebenen Monatsschrill für das deiltsche Kunst- und Geistesleben »Bühne n n b W e l t", und zwar in dem soeben erschienenen Oktoberheft. Wilhelin Kiefer, der um seine Zeitschrift lange vor dem Kriege schon die eigentlichen Urheber der Theater- reforinbeivegimg sammelte, gibt in diesem Anssatz einen Rückblick auf die Entwicklung der Bewegung und nimmt z,i dem Hildesheimer Verbände zur Forderung deutscher Theaterkultur Stellung. Neben dieser Abhandlung enthält das Heft einen Aussatz des 50jähr. Dichters Julius Havemann über „Preußentum uub Kunst", daran anschließend eine Würdigung über ihn selbst von Jakob Bödewadt. Der Franziskanerpater Dr. Expeditns Schmidt läßt in deinselben Hefte einen Aufsatz über ..Die literarische Fremdherrschaft in Deutschland und der Krieg" erscheinen. Der weitere Teil des Heftes ill neben einer Abhandlung von Hugo Bennewitz „Weimar, deutsche Weltanschauung und Weltkrieg" bem verstorbenen niederdeutschen Dichter Johann Hinrich FehrS gewidmer. Das sehr inhnltreiche Heft kostet 60 Psg. und ist durch jede Buchhandlung, die Post und den Verlag von »Bühne und Welt", Hamburg 36, zu beziehen. — Türkischer S v r a ch f ü h r e r. Eine Sammlung von Gesprächen, nebst kurzer Grammatik, alphabetischen und systematischen Wörterverzeichnissen und einem Anhang: Militär und Marine. Von Dr. Paul B r ö n n l e, (vormals) Dragoman in der Generaldirektion Ihrer Hoheit der Vizekönigin-Mutter von Aegypten. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. 160 Seiten. — »W i e wir unser Eisern Kreuz erwarben". Selbsterlebnisse. Nach persönlichen Berichten der Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914. Bearbeitet von Friedrich Frhr. v. Dmcklage- Campe, Generalleutnant z. D. 14. bis 16. Lieferung. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 57, Potsdamer Str. 88. Rösselsprung. Pflicht mann be- ten gend dei- o o- ihm Saa- deine streut las- der schweb ge- Sä- ra- sei- dich ob und hen nicht ne von der ten still se sie tue Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer r 3 H H ft e e 1 1 k Sa lam anc& Helms tedt Hekat ombe n e m c d b a t e Schriftleitung: Fr. N. Zenz. — Zwittingsrnnddrnck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.