Der KMum-Vulkim. Notttan von St. E. White und S. H. Adams. Autorisierte Übersetzung. — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Unsere dlbsicht war gewesen, uns hinter die Tiere zu schleichen und die Herde aus der Höhle zu treiben, aber dazu war die Höhle zu eng und die Tiere zu dicht zusammen- edrängt. Nach und nach gewöhnten sich unsere Augen ent as Halbdunkel und bald konnten lvir die Gestalten der einzelnen Seehunde unterscheiden, die in einer einzigen ungeheuren Masse die Höhle füllten und in ihrer Angst einen furchtbaren Lärm machten. Zwischen uns und den Seehunden lag, wie eine Heute Insel, ein Fels block, auf den Perdosa "sprang, um besseren Ueberblick zu haben. Haudy Salomon fuchtelte mü den Armen in der Lust, aus die Herde deutend, und schrie irgend etwas, aber es war unmöglich, ihn in dent Getöse zu verstehen - Wir alle schrien. Aber teiner hörte den audertl. Perdosas Gesicht verzerrte sich vor Wut. Da stürzte sich eitt riesengroßer männlicher Seehund vorwärts, um an uns vorbei ztt' entfliehen, und die ganze Herde setzte sich in Bewegung, ihm zu folgen. Hätten nur ihn vorbeigelassen, so hätte sich'die ganze Herde blindlings hinter ihm hergewälzt, und nicht:? hätte dem Anprall der schweren Körper standhallen lönnen. Thrackles schlug das gewaltige Tier nieder, und die Herde lvich brüllend zurück. Da kamen Pttlz und der Neger, die des Wartens milde geworden waren und ihre Posten verlassen hatten. Pulz und Handy Dalonton versuchtet!, sich dttrch Zeichen zu ver- fdändigeu, aber es gelang ihnen offenbar nicht. Unentschlossen standen wir da. Perdosa, auf seinetu Felsblock, rollte sich eine Zigarette und zündete sie umständlich an. Thrackles stützte sich auf seine Keule und starrte auf die Seehunde. Der Neger war eitt wenig zurückgeblieben. Nun schrill Thrackles auf Pulz und Salomon zu und schrie irgend etwas, wurde aber nicht verstanden. Daun bückte er sich, hob einen Stein auf aus dem Geröll und schleuderte ihn in die dichtgedrängte schwarze Masse. Sofort verstanden iyil die anderen. Ein Hagel von Steinen prasselte auf die Tiere nieder, die noch lauter und noch ängstlicher brüllten, es aber nicht wagten, sich atts ihre Peiniger zu stürzen. Nur ein einziger Seehund stürzte vorwärts und wurde durch Keuleuschläge getötet, aber keines der anderen Tiere wagte sich hervor, obgleich die Männer Steine schleuderten, so wuchtig und so schnell sie nur konnten. Plötzlich duckte sich Handy Salotuon und sprang mit einem Gebrüll, das das ungeheure Tosen übertönte, mitten in die Herde. Ich sah, wie die Tiere sich noch enger, noch ängstlicher zusammendrückten hn ihrer Furcht — sah, wie feilte Keule fortwährend empor fuhr und immer wieder niedersaufte — und dann kam auf einmal ein Wogen in die schwarze Atasse. Sie bewegte sich vorwärts. Sie stürzte auf uns zu. Es wurde ein Kampf unts Leben. Jeder vott uns wußte, daß der Mann verloren war, der uiedergerissen wurde, penn kämpfen Seehunde auch nicht gern, so besitzen sie dock) eine furchtbare Waffe in ihrem starken Gebiß, llnb die Tiere waren toll vor Furcht. Wir waren mitten in der tobenden, vorwärtsdrängenden Masse. Es blieb utls nichts übrig, als blindlings unsere Keulen rechts und links niedersausen zu lassen, mit der Wucht, der Schnelligkeit, der fast übermenschlichen Kraft, wie sie nttr der Kampf atts Leben oder Tod einem Mann verleiht. Wie ein böser Traum war es. Wie ein Kämpfen mit einem grauenhaften, hydra- köpfigen Untier — denn die Seehunde schienen nnverwund bar. Wir wußten nicht, ob unsere furchtbaren Hiebe»trafen, ob sie verletztet!, ob sie töteten, weil immer neue Köpfe um uns austauchten und innner neue Massen nachdrüngten. Fortwährend waren wir in Gefahr, niedergerissen zu werden. Wir stolperten. Wir wichen zurück. Ich weiß nicht, wie lange der Kantpf dauerte. Ich weiß nur, daß es tnir schien, als seien Stunden vergangen. Die Arme waren ntir schwer wie Blei: der Schweiß rann mir von der Stirne in die Augen; mein Atem fruit und ging mühsam in keuchenden Stößen: ein scharfer, stechender Schmerz im Knie ließ mich anfschreien, und beinahe wäre ich zusammengesnnken. Aber ich tnußte auf den Füßen bleiben, koste es was es wolle, denn die drängende, stoßende Masse da unten ivar der Tod. Da fiel mir plötzlich ein, daß ich eilte Säiußwasse im Gürtel trug — Ich riß den schweren 45kalibrigen Kolt hervor und feuerte alle Schüsse mitten in das Gedränge. Und ans einmal wich die Herde zurück. Ich weiß nicht, ob das Ausflanrmen und Krachen der Schüsse es war, das die Tiere ängstigte oder ob sie vor Perdosa zuntckwichen, der von' der Seite aus, innner noch auf seinem Felsblock stehend, ans sie einhieb, oder ob der mitten im Gang sich auftürmende Wall von Seehundsleichen sie im Vordringen behinderte — wir hatten plötzlich Lust. Schwer atmend sah ich mich um. Pulz, Thrackles und der Neger standen ganz in meiner Nähe, etwas weiter zurück. Perdosa kauerte ans dem Felsblock. Handy Salotuon, der der Herde am nächsten gewesen war, lehnte sich keuchend gegen die Felswand. Er war mit Blut bedeckt, und seine Kleider hingen in Fetzen an ihm herunter. Uns anderen ging es nicht besser. Aber niemand war schwer verletzt. So standen wir starrend, regungslos da, zehn Sekunden lang vielleicht. Dann kletterten die Männer, brüllend vor Wut, über die toten Seehunde hinweg und griffen die Herde an. So verängstigt waren die Tiere, daß sie sich nicht länger wehrten, und was nun kam, war kein Kampf mehr, sondern ein Hinschlachten: das feigste und brutalste Morden hilfloser Geschöpfe, das ich je erlebt habe. Ich hatte gekämpft wie die andern, solange es ein Kampf war. aber von dieser Szene wandte ich mich mit Ekel ab. Wie Teufel hausten die Männer. Perdosa hatte die Keule weggeworfen und stach mit der Waffe um sich, die ihn: am liebsten war — denr Messer. 9tnr der Neger hielt sich abseits und schnitt den wenigen Tieren, die noch zu entfliehen versuchten, den Weg ab. Ich stand entsetzt da, gegen die Felswand gedruckt, und starrte mit stieren Augen auf das Schlachten, au müde und willenlos, um dem Morden Einhalt zu tun ooer auch nur die Höhle zu verlassen. Dumpfer, heißer Geruch erfüllte die Luft. Den Gang entlang rollte ein langsam air- schwellendes Bächlein, und hier und dort zwischen den Steinen bildeten sich große dunkle Tümpel schwarzroten Bluts. Während all dlLser Zeit hatte das Gebrüll der Seehunde jedes andere Geräusch übertönt. Nun aber wurde das Getöse schwächer und ich konnte deutlich das Fluchen und das Geschrei der wütenden Männer hören. Immer beklemmender wurde der dumpfe, heiße Geruch. Immer rascher floß das Bächlein. Eines der noch lebenden Tiere, sinnlos vor Furcht, wälzte sich dicht zu mir heran und ich sah, wie Tränen aus seinen Augen flössen. Das gab mir den Rest. Ich wandte mich und stolperte in dem Halbdunkel zum Ausgang, zu unserem Boot. Dort wartete ich lange. Ein Seehundjunges, keine drei Monate alt, watschelte herbei, brüllte entsetzt auf, als es mich sab, und tauchte ins Wasser — nicht um alles hätte ich dem armen, kleinen Kerl etwas zuleide getan. Dieses Junge allein war von der ganzen Herde am Leben geblieben! Nach und nach kamen die Männer, einer nach denr andern, todmüde, hohläugig, schwankend wie Bettunkene, blutig vorn Kopf bis zu den Füßen, mit zerfetzten Kleidern, mit zitternden Gliedern. Kein Mensch sprach ein Wort. Als alle ins Boot geklettert waren, stießen wir ab und waren nach wenigen Ruderschlügen wieder rin Hellen, im Sonnenschein. Langsam ruderten wir zurück, wortlos, wie wir gekommen waren. Ganz sttll saßen die Männer da, als sei die flammende Mut in ihnen ausgebrannt. Handy Salomon netzte fortwährend seine Lippen mit der Zunge — wie ein Tier, das sich die Lefzen leckt. Thrackles starrte geradeaus' vor sich hin aus glanzlosen Augen. Nienrand sprach. Als wir bei der Hütte landeten, stand die Sonne schon tief im Westen. Unser erster Gedanke war: Wasser! Müde schleppten wir uns über den Hügel z-u der Quelle, und die Männer warfen sich flach hin und tränkeit gierig, bis sie nicht mehr ttinken konnten. Dann zündeten wir ein Feuer an, aber der Neger weigerte sich ,zu kochen. „Soll ein anderer koch'," knurrte er. „Habs genug gekocht an Bord." y Perdosa, der Mexikaner, der das Holz für unser Feuer herbeigeschleppt hatte, ärgerte sich gewaltig über den Neger und schrie in seinem gebrochenen Englisch: „Ich gehackt Holz! Ich getan meinen Teil. Wenn ich hacken Holz, du verdammter Nigger müssen kochen Essen!" Aber der Nigger schüttelte nur den Kopf, und sinnlose Mut packte Perdosa. Er sprang mit beiden Füßen in das Feuer, um die Flammen auszutrampeln, schleuderte das brennende Geäst weit weg, ins Wasser sogar, und brüllte, wenn memaiid kochen wolle, so solle auch kein Mensch ein Feuer haben. Endlich legte sich Pulz ins Mittel. nt wohl die Mäuler hatten, ihr verdammtes Gesindel! ' fluchte er. „Mach' dich ans Kocheii, du schwarze N'.gaerseele — wir müssen doch essen, Narr, einfältiger! Und du tap,t das Feuer in Ruhe, Perdosa, sonst sorge ich dafür, daß du neues Hotz hackst!" ^ ' 1 ' Mit ernem schrillen Schrer stürzte sich Perdosa au ihn. Pulz war klein, aber behende, und verstand sich gründ lrch auf die rauhe Art des Raufens, wie es unter den Schiffsvolk niederster Klasse Sitte ist. Er empfing Perdost mit zwei blitzschnellen Fausrschlügen; auf die Schläfe mi der Linken, unter das Kinn mit der Rechten. Aber er hatti die richtigen Stellen nicht getroffen. Perdosa packte 'ihn und im nächsten Augenblick wälzten sich die beiden, wüten! hin und herrollend, im Sand. weckte den Neger aus seinem ärgerlicher tzlnbruten; wie mit einem llkuck schirr er zu erlvacher und starrte erstaunt auf die Ringer. Dainr blitzte es bösartig in seinen Augen auf. Er zog sein Messer und schlich sich mit katzenleisen Schritten zu den Kämpfern hin — die Gelegenheit war zu gut, sich an dem Mexikaner zu rächen. Thrackles sah ihn und schrie: „Weg da! Keine von deinen verdammten Tricks!" „Geh' zur Hölle!" knurrte der Mger. Thrackles sprang auf ihn los, und da packte plötzlich all' die Mäiiner eine ungeheure Wut, blind, furchtbar: ein sinnloses Toben, so, wie bei dem Morden der Seehunde in der Höhle. Sie stürzten sich aufeinander. Ohne Grund. Sie hämmerten sich mit Fäusten, und bald blitzten die Messer. Irr wildem Knäuel wogte es hin und her, in so engem Gedränge, daß ich die einzelnen Personen kaum unterscheiden konnte. Ich stand auf und starrte und tauschte auf das Keuchen, auf das dumpfe Dröhnen der Fausthiebe, das scharfe Surren zerreißender Kleider, den klatschenden Brandungston, der in starker Naturgewalt den Lärm der Menschen überschallte. So gefangen nahm mich die furchtbare Szene, daß ich Kapitän Ezra Selovers Kommen nicht hörte und ihn erst sah, als er dicht an meiner Seite stand- „Halt!" tönte seine gellende Falsettstimme in den Lärm hinein. Und diese Stimme, so unglaublich es klingt, hörten die Männer sogar in dieser Siedehitze tobender Aufregung und — gehorchten ihr! Sie ließen sich los, sprangen auf und wandten die schweißtriefenden Gesichter dem Kapitän zu, halb in Drohung, halb in ängstlichem Geducktsein. Nur Thrackles sprang vorwärts, als wolle er sich auf den Kapitän werfen blieb aber wie gebannt stehen unter dem scharfen Blick des Mannes, dessen harte Faust er so oft gesuhlt hatte. „Ich bezahle euch Männer dafür, zu kämpfen, wenn ich es euch befehle — und nur daun!" sagte Ezra Sclover mit starkeck Stimme. „Was soll der Lärm hier heißen? Was fällt euch ein? Soll ich-" Einen nach dem andern sah er mit stechendem Blick an, und einer nach dem andern senkte scheu den Blick vor denr starken Willen dieses starken Mannes. Alt ihre Drohungen, all die ausgeheckten Mordpläne zerflossen in Nebel. Aengstlich !oie Schulbuben vor denr gestrenge« Lehrer standen die Männer da, die mir so furchtbar erschienen waren. Und dann — Ich starrte den Kapitän unverwandt an und sah aus einmal zu meinem Entsetzen, luie die Willensstärke ans seinem Blick schwand und ein glanzloser, schwacher, stierer Ausdruck in seine Augen kam . . . Auch die Männer mußten die merkwürdige Veränderung gesehen haben und ihre Bedeutung fühlen. Sie drängten sich langsam vorwärts — blieben aber wie an- gefroren stehen, als die .Hand Ezra Setovers sich langsam, zu seiner Hüstentasche senkte. Aber statt des gefürchteten Revolvers kam die Hand mit — einer Flasche wieder zum Vorschein... In den Gesichtszügen des Kapitäns prägte sich nun die gleiche Willensschwäche aus wie in seinen Augen! Er lächelte — ein liebenswürdiges, dummes trunkenes Lächeln! „M—macht doch keine Ge- sch -schichten," redete es die Männer in beinahe weinerlichem Ton an. „Seid doch — hw—m—meine guten Jungens - allright, allright. Wollt rhr wen Sch—schluck haben? Js 'n verdammt guter Whisky, könnt ihr mir glauben guter, alter Whis sch ky. " Er stolperte, schwankte und ging mit unsicheren Schritten auf die Männer zu, immer noch blöde lächelnd — „Bei Gott - der Kapitän ist betrunken!" Leise sagte es Handy Salomon, flüsternd. Mer alle l)örten .ihn nrio alle verstanden, was er nreinte. Kein Wort mehr wurde gesprochen — kein Signal war nötig. Gleichzeitig, wie ans Kommando, stürzten sie sich aus ihn. Einen Augenblick noch zeichnete sich die schwan- kende Riesengestalt Ezra Selovers scharf ab gegen den Abendhimmel — dann wälzten sich brüllende, tobende Ge- palten an der Stelle, wo er gestanden hatte, Messer blitzten. Ich hörte ein leises Auf stöhnen. In einer Minute war alles vorüber. LFortsehung folgt.) Die ttriegslost und die jungen Mütter. Don Schwester LotteMüller, Leiterin der MUtterhilse. Berlin. Es ist nicht 'nur von Interesse, sondern anch von Wichtigkeit, die Einwirkung der Kriegskost auf unser Volksganzes festznstellen. Mit unseren I^eranwachsender Kindern in gleicher Linie stehen unsere jungen Mütter. Für sie ist, dank der Lebensmittelkartenregc!im*T, die Mich dein Kinde vonr Tage der Geburt das volle, den Erwachsenen ungeteilte Maß gewähren konnte, gilt vorgesorgt. Ich» habe in meiner Arbeit, als Leiterin eines Hcimvs für junge werdende und gewordene Mütter viel Gelegenheit, die Einwirkung und den Einfluß der Kriegs Lost auf diese zu beobachten. Meine Schüblinge gehören Zu 85 Prozent der arbeitenden Volksschicht an, wenn auch über M Prozent von diesen nicht direkt Arbeiterinnen, sondern in Stellung waren und demnach beköstigt wurden und in der Regel besser genährt wurden, als eine Arbeiterin sich nährt. Immerhin fühle ich mich berechtigt, hieraus und aus meinen sonstigen Beobachtungen einen Schluß auf die Allgemeinheit zu ziehen. Im ersten Kriegsjahre habe ichj eine Veränderung durch die damals entstandene:! Ernährnngswechsel überhaupt nicht bemerkt. Gesundheitszustand von Mutter und Kind blieben gleichmäßig günstig wie in Friedensjahr-en, die Mütter konrmen in gleicher Kräftezustand d^w Vorjahre von den Entbiirdnngsanstalten, meistens 5—7 Tage nach der Entbindung, zu mir, in unser. Heim. Tamals konnte aud) die von mir als zweckmäßig erkannte und eingeführte Heimkost fast unverändert gegeben locrden. Sie ist aus .bestimmten Nahrungsmitteln, die besonders ciwKß und fettreich sind und somit fiir junge Mütter und ihre von ilmen genälfrteu Kleinen die notwendigen auflraucndcu Stoffe entlialten, zusammengesetzt. Ich denke in einem anderen Aufsatz darüber Nälteres zu berichten. Im zivcitcn Kriegsjahre brachten wirtschaftliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarktc eine größere Zahl Arbeiterinnanmutter zu Uns. Be- ilxuur konnte ich vielfach eine Unterernährung dnrck) Mangel guter Voreruährnng .feststellen. und zivar in den tr^itaus meisten Fällen durch nnziveckinäßige Ernährung. Unlerernährte Mütter blieben in der Regel 6 10 Tage in der Klinik und waren anch nach dem Wochenlrette anfälliger, als ich das onst bcvbach et 7?abe. Jedoch war ihre Pflege eine besonders dank- lmre Arbeit, di sie und ihre Marder vorzüglich gedielten, trotzdem unsere Kost sich, deu Berlstilmissen enrspreck>end, noch ocrcinfacht l^tke. Fleisch und Fisch gab es für uns nur wenig, Butter. Fett, Milch und Brot für jede die ihr und ihren: Kändck>en zur Verfügung stehende Menge. Auch Mütter, die besonders starke Esser tuarcn, rcickten damit und fühlten sich bald gekräftigt und wieder arbettS- jälig und arbcitsfrendig. Eine Mn ahme der Stillsälngkeit lxlbe ick. nicht beobachtet. Es icklten 100 Prozent nach wie vor. davon 75 Prozent ausschließlich 25 Prozent mit Zugabe von Flaschennab/rung Tie Be.'back- ttingszeit sckyrankt je nach dem Heimaufentlialt z irischen 8 Wockeir bis zu 3 Monaten. Tie (^eu'ickitsZunahme der Mütter l>etrug dnrchsckmitrtich t bis 6 Pfund im ersten Monat und hielt iich auch bei tveitcrcm Nähren «Ulf gleicher Höl>e, die Gewichtszunahme des Kindes ivar den der Friedensjahre gleich, 500 700 Gramm im Monat bei Brnst- kindern. Es ist zu cttvarten, daß das Ergebnis in Mittel- und Kleinstädten und besonders in Landbezirken noch günstiger ist als in der Großstadt und zu wünschen, daß innge Mütter sich vor allein der ^erantirwrtnng beivnßt werden, die ihnen iwnr Staate zugcwiescue Merlgc von Lelrensniitteln ganz besonders Mich in der Zeit, für sich allein zu verwenden und nicht Familienmitgliedern zuznwenden. Geschlecht und verusswahl. Bon W. I. Ruttmann.*) Während des Krieges ist die Frau in einem nie für möglich gehaltenen Umfange in Berufe eingedrimgen, die bisher als vorzugsweise männlickre galten. Und ans diesen Bernsen wird sie auch nach de'itt.Kriege Nicht so ohne »veiberes und so lxrld verdrängM sein Für die Berufswahl des Mannes einerseits und der Frau andercr- seits wird in viel größerein Maße als bislser niefit nur das KcS- komnren, sondern vor allem die phpsiologisckre und pslickwlogische Eignung der verschiedeinm GesckileckKer ansschlaggelumd werden» wessen. Tie Unterschiede in der Begabungsairlage der Heiden Geschlechter greifen ans Gebiete über, die für unser bisheriges Wissen und Tenken ivenig Zusammenhang mit der Gesckstecktsbesckmsfenl^it »n l-aben schieneki. Wenn beispielsweise Farbenblindheit bei Man- *) Diese interessanten Mrsführungen entnehmen wir der so. eben erschienener Schrift W. I. Ruttmanns: Berufswahl. Begabunc und Arbeit öle isttnig in ihren gegenseitigen Beziebnngx'n (Simm lung AuS Natur und Geisteswelt Bd. 522, Verlag von B G Teurer. Lerpzm und Berlin, Geh. Mk. 1—, geh. M. 1.25, in der der Verfasser dre für Voraussage und Beratung bei Berufswahl und Bernfsiveckuscl und für das Fortbmrmen im Beruf nnck ttgen aNgemernen Fragen und Prüfnngsmettwden sonne prak tischen Gesichtspunkte beliandelt. nern sechsmal so oft ge inn den nürd wie bei Frauen, so kann hie« zunächst kein Zusammenhang weder mit primären noch mit sekundären Geschlechtsmerkmalen gesehen werden Dennoch ist es dre Gesamtheit der sekundären Merkmale, welche- sich in Körper und Geilt des Menschen ausprägen, welche die Grundlage für die spezifische Begabung der Geschlechter bildet. Eine Anzahl von Unterschieden der Geschlechter ist für die rede Arbeitswahl von BcdeuUrng. Aus den Matrikeln der Hilst .! ulen ist ersichtlich, daß eine wesentlich geringere Zahl von .'Je äscheu Hilfsschulbildung benötigt, als dies bei den Kiraben der Fall ist. Dies kann darin begründet liegen, daß bei den Mädchen der Schwachsinn sÄteuer ist, oder daß sic, trotzdem und obschon eine höhere Fortentwicklung ausgeschlossen ist. ihr Fortkomme.l finden. Der Zöglingsbestand in preußischen Fürsorgcanstaltcn weist in allen Jugendstufen die doppelte Anzahl Knaben gegenüber best Mädchen ans. Nach eingehenden Untersuchungen bleibt das sozra! höherstehende Mädchen körperlich und geistig über denk sozial tieser- stjehendcrr gleichaltrigen Knaben. Klls richitig darf angesehen, werden, das; das Mädchen weniger Fürsorge benötigt, um im Durchschnitt sozial lebensfähig zu roerden, als der Knabe. Hier ergeben sich für die künftige Forschung wichtige Fragen: Ist es eine lwsondere Begabung des n eiblichen Geschlechts, die ihnr die Erfüllung sozialer Pflichten leichter tmackit? Sind es vielleicht, mir die kultureUerr Faktoren, die einen uralteir Zwang ausüben, aber dennoch) anch mit dem Selbsterhaltungstrieb des Menschengeschlechts Zusammenhängen? Anch bei den einzelnen seelischen Erscheinungen und Funktionen zeigen die Gesell echter wesentliche Unterschiede. Die Sinnesleistung ist deutlich verschieden. Für die Praxis des Lebens erscheint besonders bcackstenslvert die feinere Hantempsindnng der Frauen gegenüber den Männern. Tie geringere Schmcrzempsindlichkeit der Frau ist eine altgenrcine Erfahrung. Saure nrrd bittere Ge- schmücke erkennt das weibliche Geschlecht besser als das männlickv. Farben werden von der Frau rascher und genauer erkannt als vom Manne. Die Schärfe der Formunterschsidnng ist beim Manne besser. Eine bereits unübersehbare Fülle von Gcsckstechtsunter- schieden, denen allen eine größere oder geringere Bedeutung für die Arbeitsir-ahl anerkannt werden muß. ist durch zahlreiche Unter snck.nttgen an Schulkinder.! für das hölierc Seelenleben scstgestellt. Der reine Dorstellnngsschrtz scheint nickt sowohl durck das Geschleckt als vielmehr durch die llnnmlt bedingt zu sein. Assoziationen knüpft das wciblicke Geschlecht rascher als das männliche. Beim letzteren liegen sic in der Linie der Llehnlichkeit, wonrit vielt ei ckrt die Witzigkeit des Mannes bedingt ist, beim weiblichen mehr i,h der Linie der mehr 'Fülligen Berührung, womit sich die Um ständlich'eit !:nd Weitscknveifigk.it des weiblickxn Tcnkens erklären läßt. ES sei hier schließlich daran sestgehalten, daß die Frau eine Snnime von Eigenheiten besitzt, welche sich sozirfogisch besonders einordnet. hütiehutten. rie Pflicht, alle verfügbaren Rohstoffe für die Ernährung der Bevölkerung gebührend auszrinutzen, lveist uns auch aus die jH-eranziehung säintlich-er nildwachsender Pflanzen und Frücküe hin. Schon haben mir im Laufe -sveier Kriegsjahre manch? von ihiren schätzen gelernt, deren Veüvendnng in der Küche uns bisdw ferngelegcn liatte Aber l.och immer sind aus diesem Gebiete neue Werte zu heben oder schon gehobene ) Veite reu Kreisen bekannt zu nwaren. Zn den. wenigßeirs in Norddeutsch!and. nicht nach Ge bühr geschätzten Früchten, die der Herbst beschert, gehört die Mengen wiD wächst als Frucht des Wildrosenürauckres lcuckuet ste uns im Ott ober tanscndsach ans Hecken rurd Büschen an Wald >ern jund Eiscnbabudämmen^entgegen — fleißig gesammelt werden. NM sie zu. Supf>cn, Saucen, Marmeladen Kvmpott. Mus. Pasten, Likör. Wein und Tee zu verarbeiten. Der letztere. U'elcber einen angenehmen Vanillegeschnrack auflvcist und als Er satz. für chinesischen .Tcc dienen kann, wird durch zlveiftnudigeS Kochen ans den getrockneten Kernen der Hagebutte gewonnen die Ihü der Verwertung der Früchte entfernt und nach svoisälti n r ueinignng getrocknet anchenahrt ivurden. Für die Zubereitting >er Früchte in Zucker und Wasser, auch in Weinesstg. rinden sich die verschiedensten Kockivorschnsten in unseren Kochbüchern. Auch als Mannöladen und Mus leisten si' i i h u igee Z-it. di^ ictnn wohlsclaneckenden Brotaufstrich) besonders gute MWWMW»»rentte. zu- ilnal mau sie in Anbetracht der Zuckerknapp beit ohne diese Zutat cinttxlien Und sterilisieren. sc>dann erst zun Gebranck mir Sirup oder Kunsthonig nachsüszen kann. Eine andere leicküe Kou'.n. viernngsmethode ist das Trockne,, i>er reifen Hug.bulleutcuckte Sie dürfen dazu glicht allzu reif, leiuesn^gs tveick sein. Tanp kaiui mau sie von Stielen, Kappen und Keinen entblösi auf Hürden l*ei schuackhinn Feuer z>der anch an der Sonne trocknen und io eine n^rtvolle Winttrwürze für Suppen, Srnren und Ke.umnre gelvinnen. Dü' Vc'rN»endnng tx'r Hagelmtle in großen Mengen. B. in der »Konservenindustne. hat mit der Sckrnnigkeit zu wckmen. daß die virlcu verschiedenen Roseuarten Früchte außmäsen. die an Gestalt und Züsanunensetzung erheblich vonein.mde! ab- Wachen, m verschiedenen Zeiten reifen aotb daher bet wahllosem! Einsanrmcln stets ein Gemisch von ungleichmäßiger Güte ergeben. Für diese Zwecke müßte also der Anbau bestimmter besonders geeig- rleter Sträucher im großen gefördert werden, ein Unternehmeni, das gewiß empfehlenswert wäre, um auch in spateren Friedenszeiten der Einfuhr srenMändisck-er Atarmeladen und jöbfb* kon serven «entgegenznw'irken. Tie Apfel rose oder großfrüchtige Hage- butte, Rosa viltosa, und die japanische Apfelrose, Rosa rugosa, toev- den in dieser Hinsicht am meisten geschäht. Da sie Zugleich wunücr- hübsche Ziersträucher sind, so sollte ihre Anpflanzung soviel wie Möglich gefördert werden. ONanches brachliegende l Stück Harrd^ ÄuM Beispiel hie neben deir Schiene ngleisen der Eisenbahn sich hiw- Mheüden endlosen .Strecken tünnten aus Dies« Weise verschönt tuud zugleich in nutzbringender Weise verwertet werden. vermischtes. "Habsbllrgs M a ll e r n. Rlldols von Habsburg hatte sich einst, wie die Chronik von Hirsan berichtet, eine »reue Burg geballt — aber ohne Wälle nnd Mauern. Als sie vollendet war,- zeigte er sie seillem Brllder, dem Erzbischof von Straßburg. »Für- wahr, ein stolzer Bali," sprach dieser, .allein, wo sind Wälle lllld Mauern?* — .Die baue ich in einer Nacht," antwortete der Kaiser. Als der Erzbischof am nächsten Morgen wiederkam, wies ihm der Kaiser feine Soldaten, ötc Schulter an Schulter, Schild all Schild rillgs um die Burg aufgestellt waren: .Das sind meine Mauern!" * Die Aster. Sie gehört mit zu den spätblühenden Blumen, uird wenn schon fast alle anderen Vlunren abgeblüht sind, leuchten ihre bunten Sterne noch ans den Gärten hervor. Es gibt ungefähr 200 Asternarlen, von denen die meisten der nördlichem Erdhalfte angehören. Bereits im alten Griechenland und in Rom waren diese Blunten bekannt. Die schönsten Arten aber stammm aus, China und Japan uitd kamen erst spät nach Europa. Der erste, der sie nach Europa brachte, lvar der Jesuit d'Juearville. Er führte sie nach Frankreich ein, und von dort aus breitete sie sich ziemlich rasch nach den anderen, enropäisckMt Ländern ans. In China ist die Aster ein beliebtes uub häufig angewandtes Muster auf den verschiedensten Erzeugnissen der Kunst und des Gewerbefleißes.. Alis Seidenstoffen, aus Porzellan, aus Knustgegenftändetl, überall fiiuk't man die After als Mnsver verwendet. Die Farben man uig^ faltigkeit der Astern ist ganz außerordmtlich groß, denn wir zühlm bei dieser Blunle lveit über 6000 Farbei wer schieden heften. * Eie r s a tz. Tie Eierknappheit, die mit dem Nahen des Winters in Küche und Vorratskammer fühlbarer wird, hat er- findringsreiche Fabrikanten am'den Plan gerufen, sich in allerlei Ersatzmitteln zu versuchen. Dabei ist zu bedenken, daß das Hühnerei in seinen spezifischen, für die Ernährung in Betracht kommenden Eigenschaften lund tu seinem Geschmack künstlich nicht zu ec-- setzen ist. Wohl aber ist es möglich, diejenigen Eigenschaften des Eies, die es als Beigabe bei der Zubereitung der Speisen werbvoll machen, llämlich bic Fähigkeit, An binden, zu lockern, zu färben, durch gewisse Mischungm einigermaßen nachzuahmen. Wenn die Hallsfrau eines der mannigfachen, im Hartdel angebotenen Er- ersatzmittel erproben »vill, so tut sie gut. das Ersatzmittel nicht nur daraus ailzusohell, ob es iir der Küche den gewünschten Zweck erfüllt, sondern auch darauf, ob es mit Rücksicht aus diesen Zwerr nicht zu teuer ist. Aufgabe der Nahrungsmittelkontrolle und dev Preisprüsnngsstellen jlvird es sei», durch ihre Aufsicht dafür zu sorgen, daß die Eiersatzmittel aus einwandfveieit Rohstoffen her- gestellt, Volt schädlichen oder unerwünschten Beimengungen cher sind und daß sich ihr Preis in «Mglemkssen-en 'Grenzen hält. — Eine neue Futterpflanze. Der allenthalben auftretende Futternraltgel lenkt die Anfmercksanlkeit auf eine Pflanze, die in der Gärtnerei zwar schon seit 1869 bekannt, in der Landwirtschaft aber noch kaum eingeführt ist, trotzdent sie ganz gewaltige Erträge von Grünfutter liefert und weder durch Hitze noch durch Kälte, weder durch Nässe iwch durch Trockenheit leidet, auch an den Boden keinerlei Ansprüche stellt. Da nun neuere, in Frankreich unternommene Versuche ergeben haben, daß diese Pflanze vom Vieh gerlr gefressen wird, so dürfte sich ihr Anbau auch bei ums! sehr mipsehlen. Es handelt sich um Polygonnnr sachalmense. Diese Pflanze wurde von i>eu Russen von Maximowicz aus der t nsel Sachalin im Ochotskischen Meere zwischen Japan und ibirien entdeckt und nach dem Petersburger botanischn Garten eingeführt. Von hier aus kam sie in den Moskauer botanischn Garten, wo sie der französische Gärtner E. Andre 1869 sah und wegen ihres hohen dekorativen Wertes nach Frankreich brachte. Seitdem hat sie auch in Gärten anderer Länder Eingang gesunden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von reichlich 3 Metern.'Die saftigeil Blätter sind ovalvbtong, etwa 30 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und vollständig unbehaart. Die Blüten erscheinen sehr reichlich und liefern ein gutes Bieirensutter. Die Pflanz« ist ansdauernd, braucht also nur einmal gepflanzt zu werdeir, mn auf Jahrzehnte dauernden Ertrag zu liefern. Sie verzweigt sich unterirdisch im ganz ungewöhnlich starkem Maße, so daß eine Fläche in kurzer Zeit dicht mit den Schößlingen bedeckt ist. Die Triebe erscheinen zeitig im Frühjahr und wachsen innerhalb weniger Tage über einen Meter hoch. Nach den in Frankreich angesteilten Bersltchen werden sie zum ersten Male geschnitten, wem sie 1 bis l;/s Meter hoch sind. Im Laufe des Sommers schneidet Man die Pftanze dini-- bis viermal. Ter Ertrag soll im Jahr« 20 bis 40 Kilogramm vom Quadratmeter, oder 2000 bis 4000 Toppelzeirtner vorn Hektar sein. Die Vermehrung findet durch Ausläufer statt, die am besten im'Amust und September, in südlichen Gegenden auch noch im Oktober oder im ersten Frichahö in einer Entfernung von 1 Meter Megt werden. Die Pflanze ist nicht mit dem Polhgonnm enspidatum zu verwechseln, das in den vierziger Jahren auf Liebigs Betreiben vielfach angebaut Wurde. vüchertisch. — Amerika. Von C. A. B r a t t e r. (Ullstein L Co., Berlin, — „Männer unb Völker" ) Wie unglaublich schlecht wir über Amerika ullterrichtet waren, lnlltzten wir zu unserer großen Uederraschnng eriahren, als wir beiin dlusdruch des Krieges sahen, wie ungerecht, übelwollend, ja schroff feindselig uns Regierung und öffentliche Meinung in Amerika entgegentraten. Diese Enttäuschung hätte sich vermeiden lassen, wenn unsere Amerika-Literatur nicht in dem Maße irreführend gewesen wäre, als sie es tatsächlich war. Bratters geschickt ausgeballtes, flüssig und interessant geschriebenes Buch wird vielen die Augen öffnen. Wir erfahren von der Entstehung und den Grundlagen der Verfassung, von den politischen Parteien, ihren Programinen, ihren Gegensätzen und Kämvftn, von den Wahlen, mit denen das amerikanische Volk überreich gesegnet ist, bent lärmenden Schützensesttreiben der Konventsoerhandlungen, der enormen Macht und skrupellosen Willkiir der Wahlmacher, der „Bosse", ihren zweifelhaften Krnffen, Schiebungen, Bestechungen, der ungeheuerlichen Korruption, die die verwickelte Parteiorganisation zur Folge hat. Wir höreu vou den Reformen, die angestrebt werden, um die Schäden zu beseitigen, llnd lernen die bedeutenderen Staatsmänner und Diplomaten kennen, die Amerika trotz der Enge nnd Begrenztheit seines politischen Lebens heroorgedracht hat. Den Beschluß bildet ein lehrreiches Kapitel, das die vielberufene Monroe- Doktrin erörtert, nach ihrer Bedeutung und der geschichtlichen ßtit- Wickelung ihrer Auslegung, bis zu dein imperialistischen Panamerikanismus Wilsons mit seiner Bedrohung der lateinischen Republiken Mittel- und Südamerikas. • Der K u n st freu n d. Zeitschrift der Vereinigung der Kunstfreunde. Ad. O. Troitzsch, Berlin - Schöneberg. 4. Jahrgang. Heft 1. — Alls dem Inhalt: W. Sartorius: Walter Leislikow. Heinz Amelung: Deutsche Kathedralen. Edith Branca: Der kategorische Jinperativ. Resa Behmer: Die Batik-Kunst. Tora Handblatt-Norden: Architektur und Mnsik rlach dem Kriege — Nr. 41 der „Weltliteratur", Müncheil 2, Färbergraben 24, enthält: Joh. Peter Hebel, Erzählungen aus beiu Schatz- källlein, mit alten Bildern. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleische! & Co., Berlin W. 9. TaS erste Oktoberheft ist soeben mit folgendent Inhalt erschienen : Jlllills Rodenberg: Aus Tagebüchern 11; Gustav Jakob; Mystifikation und Komödie; Hans Friedeberqer: Neues von Ricarda Huch; Rudolf Fürst: Frauen-Romaue. - Echo der Bühnen. — Echo der eitunaen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. - urze Anzeigen. - Notizen. — Nachrichtelt. — Der Bücher,narkt. — Die Tafel „Aufklärung z u r P i l z e r n t e" von Dr. F. W. Winter (Verlag Werner & Winter G. m. b. H., Frankfurt a. M), gibt eine Uebersicht mit den typischen Formen aller in acht Gruppen eiltgeteilten 1300 Pilzarten und erinöglicht cs dem Laien durch die scharf charakterisierende Heratlshebmtg der ungenießbaren und giftigen Pilze die etiva 200 genießbarert Pilzarten ohne lv e i t e r e s zu erkenlten, so daß eine restlose Ausnutzung der Pilze r n t e der Felder, Wälder und Wiesen g e iv ä h r l e i st e t iv i r d, welcher U nt st a n d gegen w artig für die Volksernährung von hoher Bedeutung i st. Die Tafel zeigt weiter den gefährlichsten aller Pilze, den Knollenblätterpilz, dessen Genuß tödlich wirkt, in einwandfreien, sarbitzen, vergrößerten Abbildungen in seinen verschiedenen, biologisch variableit Wachstuins- und Altersformen, ivelche nach Bodenbeschaffellheit, Klima und Standort sehr verschieden sind, voit der gewöhnlichsteil iveit verbreitetsten Gestalt an, bis zur vollkontutenen Champiguonähnlichkeit, und sich überall in Deutschland verbreitet vorfindet. Erläutert lverdeit diese Ab- dildungeit dtlrch eine für jedermann verständliche, einivandsreie Beschreibultg. _ Lrganjtlngsratsel. E . he . u.. .i. .ä.t..ch G..ü. H. f. e . .. ch a . . n . g . ü . t .. d b . ü . t; K . lt. . S w.d.r S.a in ..ck . all. r f.n.e., E . .. ß v . r . o . r . n, e . .. ß v .. sch . i. d . n ! (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: HVapiti — ^rchenhol» - Vöttingei» — Niob« — Efenbi — Lüdesheime»'; Wagner, R i e >t z i. Schristleituna: Fr. R. Zenz. — Zwilliugsrunddruck imb Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- uub Steindruckerei. R. Lange, Gießen.