Der Kadium-Vulkan. Roinan von St. E. White und S. H. Adams. Autorisierte Uebersetzung. — Nachdruck verboten. 'Fortsetzung.) 8. Kapitel. Wie die M e u ter e i b e g an n. Eine Woche hindurch setzten wir unsere Streiszüge in das Innere der Insel fort. Um meine Autorität nicht ernzu- bühen, veranstaltete ich -regelrechte Expeditionen unter meiner Oberleitung. Die Leute fügten sich. _ Wir fanden auf unseren Entdeckungsreisen einen Nist- platz für Seevögel — doch gab es in dieser vorgerückten Jahreszeit keine Eier mehr — und eine heiße Quelle in der Nähe unseres Lagers, die uns vielleicht nützlich sein konnte. Das n>ar aber auch alles. Außer verschiedenen Vogelarten waren die Schafe die einzigen Tiere auf der Insel, me aus teils nackten, teils mit fruchtbarer Erdkrume bedeckten Felsen bestand und iminer die gleiche Forniatron von Hügeln und Schluchten auswies. Wir bekamen das Auf- und Abklettern bald satt und wandten unsere Aufmerksamkeit der Küste zu, die wir bei mehreren Bootsfahrten mit Aus^ nähme von drei Stellen, unserm Strand-e, dein Lagerplatz der Seehunde und einem Streifen an der Südseite, ganz unzugänglich fanden. Wir landeten an jeder dieser drei Stellen. Während der Rückfahrt entdeckteii wir durch einen Zufall von der Wasserseite die Einfahrt zu einer vohle, die durch einen vorgelagerten Felsen teilweise verdeckt wurde. Da es ruhiges Wetter war, wagten wir uiis hinein. Anfangs glaubte ich mich in einem Felsenkelter zu befinden, aber während ich nach der Rnckwand ausspahte, glitt unser Boot unter' einer Wölbung hindurch ui einen ^^Luerst^sahen unsere geblendeten Augen nur wenig, nachher gewöhnten sie sich aber mehr und ^hr, so daß wir schließlich bei dem von unten hereinfallenden Lichte durch das stille, klare Wasser den Meeresboden erkennen konnten. Nahe ain Eingang sahen wir Fische, Korallen und wunderbar gefärbte Seegewüchse, die sich langsam, wie im .-ufrzug bin und her bewegteii. Da von oben kern Licht einfallen konnte, war das Wasser, in dem sie schwammen, vollkommen unsichtbar. Das Boot schien in der Luft zu schweben. Nur die Kreise, die das eintauchende Ruder verursachten, verrieten das tragende Element. . „„ . . Plötzlich brach um uns her ein tzchllenaufruhr los. Gelleiides Geschrei in den schrillsten Tönen milchte sich Mit seinem eiqeiren Echo zu einem andauerriden, ohren zerreißenden Lärm. Im Wasser plätscherte und spritzte es, u,rd 'unser Boot geriet in schaukelnde Bewegung. Entsetzt fuhren wir zusammen. Ueberall glühten uns, wie feurige Kohlen, Hunderte von Augen entgegen. Auf dem Grunde unter uns wimmelte es von schwarzen Gestalten, die wild durcheinander schossen. Sie verdunkelten die Korallen, den Sand und die leuchtenden ^eepslanzen. Wie betäubt starrten wir auf das dämonische Getriebe. Plötzlich lachte Thrackles laut auf. „Seehunde !" trompetete er durch die hohle Hand. Mittlerweile batten sich unsere Augen völlig an das Zwielicht gewöhnt. Wir konnten die Wölbung des Raume», seine Vorsprünge, Höhlungen und Nischen unterscheiden, in denen Huilderte und Aberhunderte von Seehunden^lager- ten. Bellend und grunzend starrten uns alle an. sobald wir uns iiäherten, wälzten sie sich von ihren Platzen, tauchten unter und hafteten nach dem Ausgang. Zehn Minuten lang- ruderten wir umher, dann wurde es totenstill. Irgendwo im Dunkeln tröpfelte es leise: Trip! Trip! Sonst kein Laut! Die Felsenkammer, in die wir nun vorsichtig hineinruderten, blieb gleichmäßig hoch, wenn auch VUL iuiiu miiuiauwuui, nicht überall gleich breit, und war, wie alle vulkanischen Felsen der Insel, wundervoll gefärbt. Durch die leuchtenden anschlagenden Wogen anscheinend immer gleich fern Weiter unterhalb des Seehundreviers fuhren wir imrch eine Spalte in eine andere, mehr viereckige Höhle. Die Flut hatte jetzt ihren höchsten Stand erreicht; nach knapp zeh-n Faden verhiiiderte uns eine Senkung der inneren Decke am weiteren Vordringen. Diese Höhle bildete eine vollkommen geradlinige Fortsetzung der äußermr Felsenspalte; wie weit sie reichte, konnten wir nicht bestimmen, denn auch ste wimmelte von Seehunden, deren zornglühende Augen uns, nach- dein wir die Tiere etwa hundert Fuß zurüchgedrangt, schließlich doch vertrieben, denn es lag uns nichts daran, die Höhlenbewohner unnötig zu reizen. Am nächsten Tage fuhr ich nach der „Laughing Laß" und holte eine Flinte. Der Kapitän lag schlafend m der Koje Ich störte ihn nicht. Nachmittags spurten Perdosa und ich mit unsäglicher Mühe die Schafe auf, von denen ich eins erlegte. Das Fleisch mundete uns vorzüglich. ®ie cwfa war schwierig, und das Wild wurde allmählich immer scheuer, doch fehlle es uns von da ab nicht mehr «m irischem Fleisch. Ferner entdeckten wir außerhalb des Riffs eine gute Angelstelle. Wir setzten ein Segel aus die Jolle und widmeten dem neuen Sport-einen großen Teil unserer Leit. Die erbeuteten Fische, deren Namen ich nicht kannte^ hatten ein Gewicht zwischen fünf bis fünfzig Pfund; doch mag es noch viel schwerere gegeben haben, was wir aber bei unferm schwachen Angelgerät, das bei schwereren Fischen versagte, nicht sestzustellen vermochten. Nach Ablauf von ztvei auf diese Weise verlebten Wochen hielt ich es für an der Zeit, wieder an rmrklick^ Arbeit zu gehen. Ich rief Perdosa und befahl ihm, daS geborgene Kettenkabel zu ordnen und vom Rost zu reinigen Er 494 Weigerte sich glatt. Drohend trat ich aus ihr: zu. Da riß er das Messer aus der Scheide und wich einen Schritt zurück. „Weg mit dem Messer!" schrie ich. „Nein!" Ich zog den Revolver und hob ihn langsam bis zur Höhe feiner Brust. „Perdosa! Weg mit dem Messer!" Die Krisis war da. Sie fand mich zum äußersten entschlossen. Ich hätte mich keinen Augenblick besonnen, den Mann niederzuschießen, wenn er nicht gehorcht hätte. Bei dem Schlußkampf, an dessen Kommen ich nicht mehr zwei fette, wäre einer weniger gewesen. Perdosa zögerte einen Moment. Ich glaube beinahe, er hätte es darauf ankommen lassen, aber Handy Salomon, der mich scharf beobachtete, schrie ihm zu: „Wirf's hin, du Esel!" Perdoso ließ das Messer fallen. „Jetzt marsch ans Kabel!" kommandierte ich, kochend vor Wut. Ich blieb dicht neben ihm, bis er mit der Arbeit ordentlich im Zuge war, und wandte mich dann zu den andern Leuten, um auch ihnen Arbeit anzuweisen. Handy Salomon kam mir auf halbem Wege entgegen. „Entschuldigen Sie, Mr. Eagen," sagte er, „ich möchte ein Wort mit Ihnen sprechen." ,^Jch habe mit Ihnen nichts zu sprechen," fuhr ich ihn an. „Es wäre nicht vernünftig gehandelt, wenn Sie mich nicht anhören wollten. Ich spreche für uns alle." Ich schwieg. „Mr. Eagen!" fuhv er fort. „Wir wollen keine unnütze Arbeit mehr tun. Nicht aus Faulheit, denn alles, was mit dem Lagerleben zusammenhängt, Schleppen, Reinigen, usw, tun wir gern. Aber Kettenputzen und dergleichen überflüssige Sachen machen 'wir nicht mehr." „Das ist Meuterei!" „Bringen Sie uns an Bord, Herr, und lassen Sie den Alten wieder den Befehl übernehmen. Aber hier an Land ist es was anderes. Hat der Kapitän besohlen, daß das Kabel gereinigt werden soll?" „Ich stehe hier an Stelle des Kapitäns!" sagte ich. Er erfaßte sofort das Ausweichende in meiner Antwort, „^as dachte ich mir. Gut, Herr, wenn Sie uns zwingen sollen, dann holen Sie beit Alten. Sagt er uns: Reinigt das Kabel! so geschieht's. Nicht wahr, Jungens?" Ein zustimmendes Gemurmel ließ sich hören: auch Perdosa warf den Hammer hin und trat zu der Gruppe Meine Hand griff nach dem Revolver. . "Das würde ich nicht tun," sagte Handy Salomon beinahe liebenswürdig. „Uns alle totschießen können Sie doch ~ und was käme dabei heraus? Auf zwanzig Schritt Mk ÄVogel mit meinem Messer. Es war' vorhin •'£ mic ^ gewesen, Sie niederzumachen wahrend Sie nnt Perdosa zu tun hatten. Aber wir wollen m!s^erschonen."^^ ^Eosen Arbeiten müssen Sie einfach. Entweder mußte ich den Versuch '(Im h 6U p e W beschäftigen, oder ich war gezwungen,- ..apitar, Selovers Autorität anzurufen. Diese Autorität wa"' ^?lerte nicht mehr. Aus dem Herrn und Gebieter bas wußte ich nur? zu gut, eine richtige Strohpuppe ^ieß nachgeb?«! ^ h°"e t eine Kraft verlort Es Ia!,en^°"'saat^ick> verdammte Kabel liegen Swi.a 9 ! iT -schließlich kommt's nicht darauf an »Nb Pnlz wollte etwas sagen wurde aber von Handy Salomon durch eine gebieterische beioegung zum Schweigen gebracht. ^viererijche Hand- Matroie^ “ön Outen°Vorges'etzte"n/ darauf ras umzuspringensfct Ä Äwas wt^/stE^ess"«? S Landurlaub und leichte Wachen ?^.fleich hoher Löhnung. Besser können wir's uns wabr- unb in tiefstem Respekt wage ich es drei Hurras auf Mr. Eagen auszubringen!" ^ 1 sielen die andern ein, wahrend der Schuft mich vergnügt aus den Augenwinkeln betrachtete ^ Mn diesem Abend rauchte ich meine Pfeife abseits in glanzvoller Einsamkeit. Die Leute flüsterten miteinander. Ich rauchte und würgte an meiner bittern Pille. Ich über, legre^ ob ich Darrow und den Doktor warnen sollte. War die Sackie gefährlich? Wie das nach Längerem Müßiggang immer der Fall zu sein pflegt, hatten die Leute sich aus- gelehnt und unbotmäßige Reden geführt. Das hatte schließ- Uch nicht viel zu bedeuten. Die einzige unbestreitbare Tatsache, die ich anführen konnte, war das Geständnis, daß ich nur meine Autorität durch die Finger hatte schlüpfen- lassen. Und um das plausibel zu entschuldigen, hätte ich beichten müssen, wer ich war und weshalb ich nicht mit den Leuteii umzugehen verstand. Der Gedankengang war nicht erfreulich... Die Teufelsflammen, wie Darrow sie nannte, sprühten wieder am Himmel. ^atteihr Erscheinen von Zeit zn Zeit mit immer wachsendem Erstaunen beobachtet. Die Leute nahmen sie jetzt als eine der vielen rätselhaften Naturerscheinungen un Seemannsleben und fanden sich leicht damit ab. Ich Moch hatte noch kerne befriedigende Erklärung gefunden. Sre hingen nicht mit der Morgenröte zusammen, unterschieden sich wesentlich von andern vulkanischen Ausströmungen, und glichen kaum irgend einer elektrischen Entladungsart, die ich je beobachtet hatte. Die Nacht war kühl, die Sterne glanzten hell. auf Kundschaft auszugehen, erhob mich und schritt in das Dunkel hmern. Sofort löste sich einer von der Gruppe und folgte mir. , ."Sie wollen wohl noch einen kleinen Spaziergang Salomon süßlich. „Recht so! Nichts ist bekömmlicher vor dem Schlafengehen." Er hielt sich dicht neben mir. Wir kamen bis zu der Arkade mr Bett der Schlucht. Ihre steilen Klippen und 8-7- L"»,L»L7 m ” m S” 11 ' «“"r” fiph,Ä konnte denken, die Insel wäre von Kannibalen b bw?hut, bemerkte er „so fest verrammelt ist alles. Es gehörten schon Schiffskanonen dazu, hier eine Bresche zu legem Mrr zwi cheu diesen beiden Torbalken könnte sich hindurchgraben, wenn er keinen Widerstand fände Mochten Sie es wohl einmal probieren, Herr'^" „Nein," antwortete ich mürrisch. ba ab war ich tatsächlich ein Gefangener. Und doch wurde die Ueberwachung ineiner Person mit solcher Vorsicht ^handhabt, daß ich keinen bestimmten Anhaltspunkt hatte Auf allen Wegen begleitete mich jemand, mch abends wurde ich wie ein Stück Vieh eingehürdet. nf% mir die Oberleitung vollständig fw® 301 * jicf) wohl denken Wunen, diktierte er deü Leuten keine schweren Arbeiten. Etwas Holz hacken ein paar Eimer Wasser trageii — das war alles. Sie lagen meistens müßig da und starrten in den ^aD naturgemäß die Langeweile bei ihnen aus- loste die der Teufel als gefährlichstes Gift erfunden Zt |te konnten sich ^ald nicht mehr so weit auf £ Strande hinunterzugehen. Es dauerte nicht lange so lvur! den sie gereizt und heftig gegeneinander. Jeder beobachtete den andern argwöhnisch, ob er aiich nichtweniger tue als ® te Stimmung wurde immer verdrossener'und schwuler ^mmer gefährlicher. Eines Tages stieß ich bei meinen Streifereien nt den Bergen auf Thrackles und Bull die auf dem Bauch liegend, unverwaildt auf Doktor Scher- merhorns Laboratorium hinunterstarrten. Es wäre nichts dabei gewesen, wenn sie nicht bei meinem Anblick schnsv J «Impf“ bZSJÄS iwmen. Nun war ich überzeugt, daß ^ch dock, ?idliL auf irgend eine Weise Perrh Dan-°w warmen müsse ^ war schwierig. Zwar besuchte Darrow uns jeden Dbend, aber ich war nie mit ihm allein. Die beiden Male °ls'ch versuchte, den Assistenten auf dem Rückwege ein mitkanien, G«l^enheit"zu ?°i?em"veitraulichen Wort (Fortsetzung folgt.) -- 496 vie Ernährung unserer ltinder. Don Schwester Lotte Mittler. Berlin. Mitglied des Haus- frauenbeirats des K. E. A. die Sorgen der Unterernährung haben in bezug auf Kiemen, will ich' von der Ernährung unserer Großstadtkinder erzählen und berichten, was ich für wertvoll ansehe, bei der Ernäh- unserer Kinder zu beachten. — Man gebe: Am Morgen an- statt Gersten- oder Kornkaffee möglichst eine Suppe von Hafer, Grreß oder Gerste. Dazu ein Stück trocken Brot. Unsere Großmutter haben ihre Kinder immer damit den Tag anfangen lassen. gute Grundlage. Zum Frühstück, wenn möglich ein Stuck Brot und erneu Apfel oder etwas Obst; Brot allein geht auch, -es muß nur tüchtig gekaut sein. Grobe Brotsorten sind gesünder ™.mft cr , da in den noch vorhandenen Kleibestandteilen Kalk-Nahrsalze und Vitamingehalt sich befinden. * ^ um . Wittag ein Eintopfgericht. Möglichst dick gekocht, mög- Irchst wenrg gewürzt, möglichst viel Abwechslung. Gemüse und Kar- tolttln — Kartoffeln und Gemüse, auch einmal ein Stück Fisch oder Fleisch mrt hrnein, auch einmal Kartoffelklöse oder Kartoffelpudding, zur Abwechslung ein dicker Brei aus Hafer, Graupen oder Gneß mit gekochtem Obst oder Kaneel und Zucker dazu. Um der kalkarmen Kriegskost entgegenzuwirken, kann man einen kleinen Bu,aß von Chlorkalzrum dem Gemüse beimengen. Vorschrift' 100 Gramm rernes, kristallisiertes Cblorkalzium in 500 cbcm (V 2 Liter) ^gekochtem Wasser auflösen. Zusaß: 7* Teelöffel pro Tag und Kopf dem Gemuje vor dem Anrichten beigegebeu. . Gibt es zum Vesper Brot mit Marmelade und ab und zu mal eine Butterstulle, werden wir unseren Kindern am Abend möglichst nochmals emen Bre: oder eine dicke Suppe geben oder Kartoffeln. Hülsenfrüchte, Gerste, Hafer, Buchweizen Hirse, Maisgrieß gibt es nun b^d von der neuen Ernte. Für uns Stadtmütter ist es eine große Beruhigung, daß Hafer und Gerste mehr für uns da ist und der Preis für diese außerordentlich wichtigen Bestandteile ^ Fsernahrung so gut geregelt ist. Gerstengrütze 30 Pf., Grreß 28 Pf. Kleinhandelspreis für das Pfund und in größeren Mengen für uns zur Verfügung. Butter und Milch werden mehr und mehr für kranke und zarte Kinder und Erwachsene zurückzustellen sein. Ebenfalls Eier ^as schadet nichts, wir werden es auch ohne dem schaffen. -< on Mern, die den Willen am Durchhalten haben, werden beweisen, daß dre einfache Ernährung bei sorgsamer Einteilung genügt, dem Vaterlande gesunde Kinder zu erhalten. lmmm.Äblll. Es ist ebenfalls MN großer Typ, mit einem Pctro- An 15 kL, der eine Geschwindigkeit von 6,6 Knoten Z?ot, dessen Besatzung 10 Mann zählt, hat NettunaÄ^^^ von 7000 Kilogramm. Es ist, wie heute fast alle ^uit{???? ?mfijfj? d) ^ppelboden mtt Zelleneinteilung und durch wa eichte Bewnders bemerkenswert ist der wajserdichte Einbau des Motors, der auch bei schwerster Sturzsee 1913 v^^t. Auf diesen ersten Bootschp folgte tulck ein zweiter, der etwas großer und stärker ist Dieser deutsche ^ottungs-Motorlwotsthp hat einen Motor von 30 ?8, mit dein eine Gelchivindigkett von 8 Knoten zu erzielen ist. Dies sind die beiden bei unv gebräuchlichen Grundchpen, mit deneir die Ostscc- hafen und auch die Küste der Nordsee ausgerüstet sind Ein noch größeres Motorrettungsboot wurde im Jahre 1914 für das Ku- Boo^ t qÜ ? ien vo das Boo^ vom Land erst allmählich ins Wasser geschleppt iverden nluß ünd die genannten Typen nicht verivendbar. Für die an solchen fIeinen unb leichten Rettungsboote wurde in Deritschlaiid der Motor noch nicht eingeführt, ba die Schwier^ inten hierbei sehr groß sind. Bor allem bestellst die Sfo di.* Schraube denn Abbringen des Bootes zu beschädchen außerdem erhöht der Motor allzu sehr den Tiefgang. Seit Jahren werden, versuche gemacht, für diesen Zweck besonders geeignete Motor- rettuugvl'oote zu konstruieren. In deii Vereinigten Staaten wird M../?lchor Byp betrieben. Er hat zwei Schrauben, um bei Be- W'gungeiner Schraube weiter manöverieren zu können, und die klappt"wer^ii^nnen erforderlichenfalls an die Bordwand ge- vevmischtes. Zur Geschichte des Motorrettungsbootes. !Jm Rettungsivefen zur See spielt heute das Motorboot eine der wichtigsten Rotten. Seme Einführung bei rms ist besonders der Deutschen Gesellschaft »zur Rettung Schiffbrüchiger zu danken, b icfe? ÄrrSt öl - ' 5 *Ü ce ! t gegründet wurde. Tie Entwicklung ltneser Grsellschaft gmg, wre im Prometheus ausgeführt wird Ühr schnell vor sich, so daß sie im Jahre 1914 au der deutschen weniger als 133 Retturrgsstationen besaß, von denen! H Hälfte mit Rettungsbooten ausgerüstet ist. Diese Rettungsboote haben aber im Laufe der Zeit erhebliche Verbesse- % r . bedeutendste Fortschritt auf diesem Gdbietej wurde durch dre Einführung des Motorrettnngsbootes erzielt Zwei Typen von Retttl nysbooten sind, nach den Ausführung er? von Phil. Hermann Stemert, in Gebrauch, und zwar ein leichtes kleines Boot vvn starker Bauart, das sich begiiem den Strand w €m großes, zienilich schweres Bjvot, das wo es sich mittels Kttan oder Ablauf.- wagen vom geschützten Ufer ans direkt in tiefes Wasser setzen läßt. Ber diesen schweren Booten regte sich natürlich der Municki imrf* ■ cn Anttiebsmaschirre. In England 5??^ 1 ? 8 < bm Tarnpfretttmgsboot gebaut^ das Imi Erhielt, da dre Dampfmaschine sich nicht für - ^ Eignet da sre bekanntlich nickst sofort betriebs- tS11^5 den letzten zehn Jahren hohe Vervollkommunng den Gedanken führen, ihn zumindest Rettungsboote zu verwerrden. Seine Eignung hierfür liegt vor allein rn der ständigen sofortigen Bettiebsber ei t\ rfin»(■ fonne bBrin bai der TOtotor Sstounl © e lmc(it feanfprudjit. Auch macht der Bootsmotor in seiner heutigen mannnim't^-ssMs^"^ unnötig belöstendc Br- mannung überflüssig. In Europa wurde das bisher größte Motorrettungboot im Jahre 1910 in den Niederlanden gebaut wo ^■ r b % besonders wichtigen Rettungsstation Terschelling 'in Be- rst. W hat einen nrederländischm Rohölmotor von 100 PS ber eine Eeschlvmdigkeit von 9 Knoten — also die eines gewölm^ llchen Frachtdampfers — ermöglicht. Da bei der Größe dieses Lorwervegung mit Ruderkraft ausgeschlossen ist ist Man natürlich auf die unbedingte Zuverlässigkeit des Motors mi «e'vresem Diese Zuverlässigkeit ist aber längst rettungsboote von ganz großem Typ wurden auch in Schweden^ dElMEN lMd Dänemark eingeftihrt. Das erste deEcki? MowÄ rettungvboot wurde rm Jalwe 1911 bei der Station Laboe in' * Schloß Wilhelmstal bei Kassel wer kennt es f»t ^ Wilhelmshöhe, ja Wilhelmshöhe ist in aller Mund^ aber Wilhelmstal, das von demselben Landgrafen Wilhelm VIII' ^HeslMerbmrt wnrt^und das nur zwei Wegstunden davon ent- WÄtverlorener Abgeschiedenhett einen Dorn- ^ lft f Eine der herrlichsten Perlen deutscher und entzückt^durchblättert man den Auf- !K, den Septemberheft von Bel ha gen .& Klasings bf/en ghm widmet. Versteckt hinter hochstämmigen Buchen und Fltt^erhecken, weitab von den breiten Straßen des Lebens, liegt Schloß Wilhelmstal. Eine Allee führt über waldige dorthin. Rings um das buschige Wald- Well^ b Lf d && Ä eU 4 ld} ru ^ i9e Felder in langen • m. ^schloß erscheint tunen und außen geformt aus Cinic ' »n- -u WteXr “u völlig reifer, me irrender, me versagender Ge- pd^lend Licht und Schatten zu meistern. Die Mal- Baukunst drnd die Formkunst faßten einander bei den ^/Enr^Rergen voll Sckiönhait und Anmut. Und die sind^eines fürstlichen Sommerhauses schufen, sind sämtlich Deutsche. Emen weltbekannten Namen hat von ilmcn Johann Heinrich Tischbein. Seine Bildnisse der Fürstlichkeiten sowohl als der Hofdamen und anderer BeschaE^mtt die Räume noch l>eute und entzücken den SffS'rr ! A^er Farbenpracht und ihrem Duft und Reiz Sftbeniäb^iam^^^ .mancherlei Schicksale gehabt.^^ Zunächst im ^-leveniahrigen Kriege, m dem Hesfen mtt Hannover zusamm.m känlpste^m^ck^ hier im Wester, gegen Frankreich CI ^vhre 1762 regierte der parfümierte, von vierzehn m^^cAÄs'Kvndgepack gefolgte Prinz von Soubise in Kassel v? Befehlshaber der ftunzöftschrn Jnvasionsarmee. Ta kam es ^ dwA am schloß Wilhelmstal zur Schlacht Herzog Winand Von Braunschweig ft'ihrte die Hessen, Hannoveraner ^r° a m de i Fbgen die französischen Eindringlinge. Und er sre. Nach der Schlacht speiste der Herzog im Schlosse. Und folgend, die auch im Kriege ihre Liebe ^c^Erie uie ganz vergaß, lud er die zahlreichen ftanzösischen Llaugenen Oftizrere an seine Tafel, wo er sie ebensogut bewirtete L bas Mahl vorbei war, brachte ? des Herzogs eine große Meißener Schüssel herein Fertmiand forderte drc französischen Offiziere auf, den Deckel ^Ochusftl zu heben uns sich ihres 'Inhalts zu bedienen, — sie Eialte einen ^ Nachthch ftlr dre Besiegten. Die Franzosen wur- bl t Schüssel zu öffnen. Da hob der den Derbel, und goldene Tosen, Diamanttinge und |H l f flS r 2 l zum Vorfchem, auf die er lächelnd wies S-Vr rf A^rdeiÄmg an dre Offiziere Ludwigs XV., sich den ^uhalt als Andenken an die Schlacht bei Wilhelmstal zu tcüen' V ^rvorgetreten ist Scküoß Wilhelmstal noch einmal und zwar N.V Zeit des.Königreichs Westfalen, als König „Morgen wieder r ba ‘ M'inzesstn Karoline von Würt- ersten Jahre seiner glücklichen Eh- verlebte, ^ettdem verftel es dann mehr und mehr, bis es schließlick mit SffIfn» F^drtch emen solchen Eindruck machte, daß er es aus- Är^ er ist^^t^^ b ^r seine Sommertage zu verleben, ^.vel- er ist nicht dazu gekommen. Die Kimstgeschichte freilich Erhaltuiig einer der edelsten, reinsteu uuo fchonsten RokokoschölstnUgeu in Deutschland. 496 vücherttsch. - Ku Hung Ming, Der Geist d e S ch i n e f ilch e n Volkes und der Ausweg auS dem Krieg. Tugen Diederichs Verlag in Jena, drosch. Mk. 3.50, m Lwd. ged. Mk. 4.80. Jedem, der sich um die wahre Erkenntnis unserer Kultur bemüht, muß es überaus willkommen sein, auch einmal Urtette ganz von draußen her zu vernehmen. Neben der europäischen gibt es null hellte nur noch eine and""e, völlig in sich geschlopene Kultur, die chinesische. Die Ansichten eines gebildeten Chinesen über Europa müssen daher unbedingt sehr interessant und lehrreich sein. Den Europäer ga,lz von seinem chinesischen Standpunkt aus zu beurteilen, diesen Gefallen tut uns jetzt KuHungMmg. emst ein vornehmer Beamter in Shanghai, jetzt Privatmann m Peking. Zwei seiner Bücher sind in deutscher Sprache erschien^; das eine „Chinas Verteidigung gegen europäische Ideen noch vor dem Kriege, das alldere »Der Geist des chinesischen Volkes und der Allsweg aus dem Krieg- im Somrner 1916. Ku Hung Mrng 'st konservativ, er hält die alte chinesische Kultur für vollkommen. Und er hält sie sür ivesentlich besser wie die Kultur Europas. Er sagt ganz ruhig: „Ihr Elwopäer müßt in allen Frage,' der Seele — lmd die sind die eii'zig wichtigen Fragen - von unS Chinesen lernen, sonst bricht eure ganze Kultur eines Tages zusammen, sie taugt nicht viel, denn sie beruht nur aus rohem Materialismus, aus'Furcht und Gier. Koi'si.zius, der Reine und Wahre, w'rd noch einmal den Erdkreis beherrschen. Er zeigt den em^'g möglichen Weg zur Vornehmheit, Tiefe, Anständigkeit und Gluck. Also, ihr Elwopäer, schafft eure schlechte Weltanschauung ab und nehmt die chinesische an. Das ist eure einzige Rettung. — Charles de Eoster: D i e H o ch z e i t s r e i s e. Ein Buch von Krieg und Liebe. Zum ersten Male ms Deutsche über- tragen von Albert Wesselski. In Leinen gebunden 3 Mk., m Leder 5 Mk. — Der In sei-Verlag bietet der Leserwelt eine lieber- raschung. Ein verschollei'er Roman von de Eoster, der zu Lebzeiten des Dichters in französischer Sprache nur einmal gedruckt wurde, um dann bis auf wenige Exemplare eingestampft und völlig vergessen zu werden, 'st bei ihm erschienen, von Albert Wesselski zum ersten Male ins Deutsche übertragen. Ein glücklicher o"lull rettete einige Exemplare dieses köstlichen Buches, über das der Dichter, verliebt iii seine eigene Schöpfung, wie Goethe es biswellen m seine Werke war, an seinen Verleger schreibt: „Die yochzeltsrelse ist der Roman zweier junger verheirateter Liebender . . . Alles sind Szenen der Liebe, alles ist der Natiir entnommen ... Die es fuße Glück, diese schöne,' Torheiten, an denen fern Makel sonst hastet, als daß sie rechtmäßig sind, - ich sage das nicht . . . es wäre zu dunun - werden durchkreuzt von der Eifersucht einer geizige" Mutter . . . ." Aus diesen kurzen Zeilen ersieht man den Charakter des Werkes, in dem der große Epiker, der Verfasser des ,U,leu- spiegel" und der „Flämischen Mären" sich der Gegenwar und dem bürgerlichen Leben zuwendet, um diesen Stofs mit der gleichen Intensität und dem gleichen Glück zu gestalten. ., . . - Ein neues Buch der Anny Wothe erscheint unter dem Titel „D i e d e n W e g b e r e i t e n\ Ein Zeitroman. Verlag Gebr. Enoch in Hamburg, Preis Mk. 4 .—, eleg. gebunden Mk. 5 - Es ist kein Kriegsroman, diese neueste Schöpfung Anny Wothe's, aber sie führt uns mit einer souveränen Sicherheit m die neue Zeit, wie sie der Krieg gefügt. In plastischer Darstellung sehen wir die einzelnen Gestalten dieser neuen Dichtung. Zuerst den aus dem Felde heimkehrenden kriegsverletzten Mann, vor dem seine junge und schöne Frau plötzlich ein Grauen empfindet, weil sie noch nicht reis ist für die „neue Ehe", wie sie sich nach dem Kriege überall ausbauen wird und muß, und dann die mit zaueni und doch scharfem Griffel gezeichnete Wandlung der beiden Menschen. Ter Roman spielt nur auf einem ganz engen Raum- Aus dem Jordsandhof im Heidedorf und in der kleinen grauen Stadt am Meer, wo die Wellen an die Ufer schlagen, aber der enge Raum wird uns beim Lesen zu einer großen Welt, weil er uns die Gewißheit gibt, daß wir alle nach dem Kriege zu denen gehören müssen und werden, »die den Weg bereiten-. - Alexander Castell, Fieber, drei Novellen. Umschlagzeichnung von Hans Hal. Einbandzeichnung von Feiger. Preis geheftet 3 Mark 50 Pfg., in Leinen gebunden o Mark 50 Pfg. Verlag von Albert Langen in München. - Alexander Castell, den erst kürzlich seine engere Heimat durch die Verleihung des Schweizer Schillerpreises für 1916 auSzeichnete, hat sich durch seine Romane und Novellen längst einen Namen gemacht. Sem neuer Band .Fieber-, nach längerer Pause wieder das erste größere Buch aus seiner Feder, vereinigt alle Vorzüge Castells in sich. Drese drei Geschichten, in denen allen, so verschieden sie auch im übrigen von einander sind, es sich um die Macht des schönen jungen WelbeS über den Mann dreht, stellen wieder kleine novellistische Meisterwerke dar, in der Erfindung so glücklich wie im Aufbau, der Charakteristik und der Sprache. — Das Jugend wunder. Roman von Wuh. Rubmer. Preis 5 Mk., eleg. gebunden 6,50 Mk. Verlag von Rich. Bong, Berlin W 57. ^ „ — Gallipoli. Der Kampf u m den Orient. - Von einem Offizier auS dem Stabe des MarschallS Liman von Sanders. Mit einer Karte. Geheftet 1 Mark. Verlag August Scherl, G. m. b. H^ Berlin. — 5 Milliarden und 300 000 Mann Verluste, das war das erfreuliche Endergebnis der Dardanellen-Expedition für England und Frankreich. Wie eS zustande gekommen, wird zum erstenmal in diesen' Buch dem deutschen Volke offenbart. Wohl nur wenige Menschen, auch von denen, die auf Grund von Bildung und Wissen tiefer in die Ereigniffe deS tobenden Weltkrieges einzublicken vermögen, haben im Jahre 1915 geahnt, wieviel von dem Ausgang dieses Kampfes abhing, der unsere türkischen Verbündeten am Lebensnerv treffen und damit einen Teil unserer eigenen Macht und der unserer Verbündeten ein für allemal vernichten sollte. Um so mehr ist das vorliegende Buch zu begrüßen, das die weitesten Kreise über die Wichtigkeit der Vorgänge auf Gallipoli aufklärt. v „ . 4 . , .. - Deutscher Wille (Kunst war t). Zweites Septemberheft 1916. (Kriegsausgabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) — Reinhold Planck fordert in einem Aussatz „Worum es geht", daß wir „mit vollem Willen fortschreiten zum sozialen Machtstaat-. .Wir stehen im geschlossenen Handelsstaat schon mitten inne. Aber bis letzt ist er erst Notstaat. Auf die Dauer kann er nur Sieger bleiben, wenn er das mit vollem Bewußtsein durchführt, waS die Kriegsnot mit raschen, unreifen Versuchen geschaffen hat." — Alfons Paquet bespricht in dem Beitrag „Das Buck) eines Bischofs- Söderbloms „Werden des Gottesglaubenß". — Wolsgang Schumann gibt emen JUberblicf über neuere „geschichtliche Romane-. — Heinrich Rebens- burg entwickelt in eine," Aufsatz über „Alte Dorfschönhert und moderne Technik" die Möglichkeiten, nwderne Jngenieurleistungen in Uebereinstiinmung mit dem Charakter des Dorfes zu bringen. — In einer Auseinandersetzung über „Vaterländische Gesinnung und Schule" behandelt ein ungenannter Schulmann die Frage, in welcher Weise die Schule vaterländische Gesinnung pflegen kann und soll. — Unter dem Titel „Vorübergehend geräumte Stellungen, die wir wiedergewinnen müssen", erörtert ein ungenannter Feldsoldat das Thenra Alkohol und Krieg. - Johannes W'tte schreibt über die „Toleranz des Islams-. , r , _ _ . - BongS illustrierte Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild". 67.-99. Heft. (Preis je 30 Pfennig.)» Deutsches Verlagshaus Bong * Co., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88. _ — Kürschners Bücherschatz. Band Nr. 1082: Der Armenpastor. Roman von Arthur B r a u s e w e t t e r. — 96 Seiten Umfang. - Preis 20 Psg. — Hermann Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125. — „Die Weltliteratu r", die jeden Samstag einen der besten Romane und Novellen aller Zeiten und Völker bringt, enthält in Ihrer neuesten Nr. 40: Fontane: Modernes Reisen, Nach der Sommerfrische, Onkel Dodo, Wohin? Erhältlich bei allen Fettungshändlern, in allen Buchhandlungen oder bei vorheriger Einsendung des Betrages beim Verlag der „Weltliteratur", München 2, Färbergraben 24. . r A — Der Lahrer Hinkende Bote, et» bewahrter Freund deS Bürgers und Bauersmanns, hat wieder seine Wanderung angetreten. Daß er sich seine angestammte volkstümliche Art bewahrte, werden die vielen Tausende seiner Verehrer und Freunde sicherlich gutheißen. Es versteht sich von selber, daß der Hinkende sich auch mit dem Krieg auseinandersetzt. Dies geschieht ui den Weltbegebenheiten" und in einer Standrede „Allerlei Kriegs- % «flicht.- Zahlreiche tüchtige Erzähler, u. a. auch von Asired Bock „Der Abendinahlswein- haben die Wandertasche des Boten mit ernsten und heiteren Geschichten vollgepackt und auch an trefflichem Bildwerk fehlt es nicht. Denen daheitn imd den Tupfern ,m Feld wird der Lahrer Hinkende so wieder eine willkommene Erscheinung sein. Er will gleicherweise belehren und unterhalten; er will erheitern und das Gefühl für die Aufgaben der Zeit vertiefen helfen. Auch mit dem neuen Erscheinen wird der Hinkende sein Ansehen in der Kalenderwelt befestigen. (Der Preis des „Lahrer Hmken- den Boten" beträgt 40 Pfg, die gebundene Ausgabe „Großer Volkskalender des Lahrer Hinkenden Boten" kostet 1 Mark.) — Don Hebel's „Rheinländischem Hatlsfreund ist soeben der Jahrgang 1917 im Verlage von Moritz Schauenburg in Lahr erschienen. Neben beu „Weltbegebenheiten- bringt der reich ill'lstrierte beliebte Kalender eine ganze Reihe von spannenden Erzählungen ernsten und heiteren Inhalts, Schwänken und Sprüchen. Wer sich um den geringen Preis von 30 Pfennig eine Fülle gutetr volkstümlichen Lesestoffs zur Unterhaltung an den langen Winterabenden verschaffen will, der kaufe den „Rhetnländischen Hausfreund-. verfteckrätsel. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an- in „Wanderer-. Mitternacht — Fremdherrschaft - Demetrius — Kalbsbraten — Zigarrenkiste — Wohlau — Feilenhauer — Pflüger — Rügen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Scherzrätsels in voriger Nummert Brüderschaft. Schristle'tung: Fr. R. Zenz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch-und Steindruckerei. R. Lange, Ziehen.